1876 / 146 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 23 Jun 1876 18:00:01 GMT) scan diff

" aereten und ein Nachfolger im gewöhnlichen Wége gewählt wer- den soll. Es scheint demnach, daß der Krieg lediglich durch Motive persönlicher Abneigung veranlaßt wurde.

Asten. Hongkong, 6. Mai. Uebér die Angelegenheit

des deutschen Schiffes „Anna" bringt die „Hongkong

Daily Press“ einen Artikel, dem wir Folgendes entnehmen: Es ist befriedigend, zu erfahren, daß die Verhandlungen zwischen der deutschen und der chinefijchen Regierung in Betreff der Anzelegenheit des Schiffes „Anna" auf dem besten Wege ßnd, in freundschaftlicher Weise geordnet zu werden. Die chine- sische Rogierrmg hat allem Anscheine nach zwei der drei Forde- rungen, auf welchen zu bestehen der denisclje Gesandte dcarxftragt war, genehmigt. Es smd dies die Bestrafung der strandräube- rischen Fischer und die Abseßung der Beamten, welche durch ihre Unthätigkeit in der Angelegenheit den Deutschen thatsäcblich Gerechtigkeit verweigerten. Drei von den Fischern find jeßt in den Händen der Provinzialregierung; von ihnen smd zwei des Mordes und der Plünderung sibuldig befunden und werden hingerichtet werden, der dritte, weicher, wie fich her- auSgestellt, an den Verbrechen seiner Kameraden nicht Theil genommen hat, wird auf drei Jahre verbannt werden. Was die übrigen Räuber betrifft, die noch frei sind, so haben die chinesischen Behörden versprochen, die auf ihre Er- greifung ausgeseßte Belohnung zu verdoppeln, und keine Mühe zu sparen, Um ihre schieunige Gefangc'nnahme zu bewirken. Nicht Weniger denn 6 Mandarine, welche für die Ergreifung der Verbrecher mehr oder weniger, verantwortlich und schuldig befunden worden find, ihre Pflicht versäumt zu zu haben, smd degradirt und ihres Amtes entscßt; einer von ihnen, der Mili- tär-Mandarin von Hie Yung, wo die Miffethat begangen wurde, ist mit Gefängnißstrafe belegt. Die Degradirung und Beßra- fung der Mandarine wird von Heilsamen Folgen sein und zeigt, daß die chinesische Regierung bestrebt ist, in diesem Falle die verdiente Strafe zu verhängen. Die feste Haltrmg des de_utschen Gesandten in Peking hat also bereits gute Frücbte getragen. Aber obwohl die Regelung der Schwierigkciien dcr Anna-“ Angelegenheit so weit fortgeschritten ist, daß zwei von den drei Forderungen des deutschen Gesandten bewiliigt worden find, ist die Frage der Entschädigung noch nicht ganz entschieden. Die chinesische Regierung ist bereit, 11,000 Dollar?- 016 Werth des bis cht ermittelten Eigenthums zu erlegen; dieser Betrag ist aber von der deutschen Regierung, welche auf einer weiteren Summe von ca. 28,000 Dollars besteht, als unzureichend er- achtet worden. Worauf die Forderung bafirt, fährt die „Hong- kong Daily Press“ fort, sind wir nicht in der Lage zu wissen und können daher auch kein Urthcil über ihre Berechtigung ab- geben, abcr es ist ziem1ich sicher, daß die dcutsche Forderung eine gerechte ist. weil sonst die britische, russische und amerikanische Regierung dersslbcn nicht ihre moralische Unterstüßung gewährt hätten. Es bleibt der chinesischen Regierung demnach nichts übrig, als darin zu willigen und sie wird wohl thrrn, es mit gntem Anstande zu thun. In der That ist es wenig zweifelhaft, daß fie diesen Weg einschlagen wird, obwohl sie natürlicher Weise bemüht ist, die möglichst befien Bedingungen zu erhalten, Die_Deutschen_ haben gar keine Neigung, ihre Forderungen zu ermaßigen; Fürst BiSmarck ist nicht gewohnt, ein Ding zu sagen Und ein anderes zu meinen, wie die Pekinger Behörden bald einsehen werden, wenn fie viel mit diesem feßen und bestimmten Staatswann zu thun haben. Er wird sick) 11icht halbe Maß- regeln gefallen [affen oder dulden, daß die Chinesen fick) der vollen Erfüilung ihrer Versprechungen entziehen. Die Pekinger Regierung thäte besser, fick) die voilftändige Ausfiih- rung der Forderungen Deutschlands angelegen sein zu lassen, da fie nicht verschleppt werden können, ohne einen Appel] an die Waffen im Gefolge zu haben, dessen AuEgang kéinen Augenblick zweifelhaft sein kann. Es ,ist die offenbare Pflicht C1)inas für Akte an seiner Kiikxe bsgangsner' Strandräuberei Genugthuung zu geben und es ist Grund vorhan- dsn, zu glauben, daß die chinesische Regierung die Wichtigkeit der gegenwärtigen Situation begriffen hat, und wirklich ernstlich be- strebt ist, den Forderringen des deutschen Gesandten zu will- fahren. Ami; ist guier Grund zu der Hoffnung, daß ein heil- samer Wechsel in dem Benehmen der Beamten von Fohkien gegen Fremde Plaß greifen wird. Der neue Futai, Ting „Tiih Chang, ist ein Mann von bewährter Gxfinnung und hat eine Anzahl von Reformen eingeführt in der [iiblichen Absicht, die Vrrwaltung zu säubern. So hat er auch den Fremden ein weises Zugeständnis: gemacht. Es war nämlich Sitte zu Foochow fremde Konsuln wie Beamte von geringer Bedeutung zu be- handeln, und sie zu zwingen, bei dem Eintritt in das Yam-É-n das Seitenthor zu pasfiren. Für ])1'. Krauei, den deutschen Konsul, waren BTTÜU, den 23. Juni 1876.

In der Kkstrigen Sitzung der Stadtverordnetrn gelangie die durch die Bsichlußunfähigkeit der vorigen Versammlung unterbrochene Yeraihung der Vorlage, betreffend die Uebernahme des zwischen der S:. Jobirniriskirchebis zur Ecke der Thurmstrasze und dem Borsigscbcn Grundstück zu Alt-Moabit liegenden Theils des Kleinen Thier- gartens zum Abschluß. Bekamitlicb ist der Kleine Tbiei'garten eine Domäne, seine absolute Erwerbung Seitens der Stadt also unmög- lich und dcsbalb befürwortet der Magistrat, die Annabmé dcs fiska- llscben Ancrbieiens, dcxs fragliche Areal der Stadt unter bestimmten Modalitäten auf 20 Jahre als Park zu übsrlassen. Die Versamm- lung stimmte dém Anfrage zu.

Es folgte die Berichterstattung über die Vorlage, betreffend die Aufteilung städtifcher Schulinspektoren. Die Anträge der Kommission gingen dahin. die Stadt vorläufig in 8 Schulbezirke zu tbeilcrr und jedem Bezirke cinen Schulinspektor vorzustellsn. Diese Sckzuitnspektorcn sollen auf Vorschlag der Schuldeputation und nach An örung der Siadtverordnetenversammlung vom Magistrat als (Hemeindebeamte auf Lebenszeit angestellt werden, im Ucbripen der Schuldeputation und unmittelbar dem Stadt-Sckyulrath unterstellt werden. Die Versammlung beschloß jedoch, daß zunächst nur 6 Schul- mjpektoren, und diese auch nur auf 12 Jahre aagesteut werden folien,

DW 11_. KrLisWnodal - Versammlung der Kreisiynode B erltn-Kol_l 1: (Stadt) trat am 21.d. M. unter Vorsitz des Konsistorial- Raibs Noöl m der Aula der Bictorrafcbule unter Anwesenheit des Provsles_ von_ St. _Petri, _])r. Frhrn. v. d. Goltz zusammen, Nach dem Ver_icht uber die kirchlichen m_id_ fitilichen Zustände der Diözese, der [ich uber die Wirkungen des Civilstatrngeseßes und den Zustand _der Oormtagdicbulen yerbreitei, vernachlässigen namentlich die niederen Iolkdkiczisen die kirchliche Einsegnung der Ehe. Es beträgt der Aus- fal] :n «t. Jacob: 60%, in St. Thomas 80%. In St. Petri [EMRK die klkchl_lchen Einsegnun n bei 9000 Seelen nur 69, m der Lomienstadt bei 132,000 Seelen 172, dagegen in der Dom einemde bei 120,000 Seelen 136. Besser steb_k és sur eit nocb wir den Taufen uud Konfirmationeu. _- qu den Antrag dss ])k. Tecbow beschloß die Synode, den kirch- lxcbcn Behörden den Wunsch AUSZusprecben, daß die bevorstehenden ki:_chlichen Wcrhlen vom 1. Sormtan des nächsten Januar auf einen svgteren Termin verlegt_ werden. - Die Kirchenkollekte für die Heiden- missiorr wird aUch in diesem qure am 2. Weihnachtsta e stattfinden. - Die Vorlage des Konsistoriums, betreffend die Fektsteiiuvg der

nbezifferi sie!) ck 1242246,“ (géßén 613 807.4-

Berliner Stadtbad e Materialien 7,240887 546.

1874 , während di Effe ten 1,976944 „16. (gegen 4.692, (gegen 9,090513 „M) und die 350238 .“) betragen. Auf de 30000600 „Fü, Stammpriorit Stammprioritäien 0. 30000000 „& Ueber die_ Betriebserg ngaben: Einnahmen 23,793 “76 1874exk1.M.-Oeb1sfe1de), AuLgaben 19,52 schuß 4,268,906 „46. (gegen 3,212,26

einen Besuch

Nun mag dies als etwas Ge- aber bei den Chinesen ist dem nicht so. fremder Nationen die gehörige Achtung , so wird die Bevölkerung fie in und weniger geneigt sein, die Fremden zweifelhaft werden die Verhand- chland und China einen vortheilhaften hungen zwischen den Eingeborenen und selbst wenn sie keinen weite-

jüngst dem Futai,in amtlicher Thätigkeit machte, die Mittelihore des Yamén geöffnet worde Ehrenwache im Hofe aufgefiellt. ringfügiges erscheinen, Wenn den Vertretern von den Behörden gezo erhöhtem Ansehen halten, zu beleidigen oder zu tränken. Un lungen zwischen Deuts Einfluß auf die Bezie den Fremden in Fobki ren Einfluß haben sollten.

Aegypten. gemeldet: Herr Vilet 1 seine Ansichten über di kompletirt Herrn que's B Aegyptens zur Bestreitung aufgelegten Lasten hinreiche haben eine Serie finanzi

(aegen 0570289 .“), die» 022 “ja), die Debitoren 5,556, 298 "„U Kassenbestände 2,227,282 „M (gegen. r Passivseite erscheinen Stammaktiew: 13. (RealerlöS) 20740200 „M, bligationen (bis jeßtemittirt) ebni e in 1875 ent , 46:74 (gegen 22,023,000 039.46 ( gegen 18,810738- _ 2.361). Davon ab Zuscbu ,. 488786 ckck). Derselbe wird in nachstehender- auf 43,800000 „M Stamm- Dwidendc (gegen 3%) anf- (gegen 918100 ck); end- eue Rechnung 625,312 «Fé-

138,600,000 „M Bilanz folgende A

“M), Ueber n-Langwedsl 274,594 «ja (gegen «.*-ß (gegen 2,723,476 “M). Weise verrechnet: 3k% Dividend? Prioritätcn 11111. L,: 1,533 ' 30600000 „(& Stammaktie lich Eisenbahn (gegen 272,475 Wien, 22. Juni. Direktion der Nationalb Preise“ meldet, bekannt Semesters d.. J. 1161) auf 21 daher beschlossen, Generalvrrs

en ausüben, Also Re 160

-000 M; 6 6/0

A ' ' . . .“ Us Kairo Wird der „A A C n 1,836,000 „ck

heilte vor seiner Abreise dem Khedive ägyptische Finanzlage mit. Er ericht und zeigt, daß die Hülfsqueilen der durch die Unifizirung der Schuld n. Herr Vilet und Signor Scialoja eller Maßregeln vorgeschrieben, denen seine Zustimmung ertheilt hat und mit deren Aus- ffäre der öffentlichen Schuld betraut wor-

steu_er und Vortrag auf n

T. B.) In der heutigen Sitzung der“ auf wurde, wie die gemacht, daß der Reinsrtrag des _ Kr. pr. Aktie steÜt, es wurde 21 Fl. per Aktie zu bertheilcn. - D der ngarischen Nordost- r das verflossene Géschäst t und die der Verivaltun er Anleihe bis auf“

der Khedive führung die Kommi ammlung der Aktionäre

Babu hat den Recbnrmgsbericbt übe sowie den Revistondbericht gcnebmig Vorxahre gkwäbrte VVÜmacbt zur A

den Betrag von 1,469,000 Fl. erstre

--- Ndci) dem Bericht babn haben sich die Betri namentlich im zweiten Semester gebes dcfizit auf 72,458 F1. reduzirte. 1,479,895 Fi, , die BririebSUus vollendungsNbeiten auf drr Sikk günstigrr Wiiterun und mußten auf d wärtige Stand be Betrieböausfälle 382,000 Fl.

Prag, 23. Juni. Vsruntrcunng zum Nach a::stalt geführten Sch Direkter L-derer von der Ankla 7 gegen 5 Stimmen freigsiproch untreuung mit 8 gegen 4 Stimmm kurist Senft wurde mit 9 gegen 3 der Mitschuld crm Betrug und m Verbrechen der Verymreuung frei cn der Mit1chu1d an der Vcrunireuun hof erkannte nacb diesem Wai): gsgen Senft auf 1 J

ufnahmc ein

des Verwaliunxrsrathes der Albrechts- e fur das Geschäftsjahr 1875- _ert, so_ daß sich das Betriebs- ,IDte Betriebsenmabmen betrugen gaben 1,552,353 Fl. cke Stry] - Stanidlau konnten un- t abgeschloffen werden, Der gegön-

Bekanntmachung.

serlichen und Königlichen Hoheit Mid von Preußen. 6 stattfindende, mit Ausstellung für Ge-

Unter dem Protektorat Sr. Kai des Kronprinzen des Deutsche Deutsches Comité für die in Brüssel 187 einem Kongresse verbundene internationale

sundheitSpfiege Und Rettung

Der Termin für den mit Aussteliung fiir Gesundbe verbundenen Kongeß ist 1) mehr definitiv festgeseßt.

Der Kongreß wird am 27. bis zum 4. Oktober dauern.

Die im Art. 8 des Kon ferenzen werden zehn Tage vo Die Kongreßfißungen finden in dem d gegenüber bclegenen Akademiegebäude st

Mit dem Kongresse werd lichkeiten verbunden sein.

Formulare Kongreßfheilneh

n Reiches Die Bau-

g halber im Jahre 1875 nici) as Friihjahr 1876 verschoben r schwe_benden Schuld beirägt 2.200,00“) Jl der fruberen Jahre beziffern sich zusammen auf

(W. T.B,) _Jn dem wegen Bricugs und tbeil der hiesigen Filiale der Kredit- chtspro_zesse hat die Jury dén ge der Mitschuld am Betrage mir dag_egen des_ Verbrechens der Ver- fr_:r 1chuldig erklärt.

Stimmen von der Aus it 6 gegen 6 Stimmm von dcm dangen mit 9 gegen 9 fur schuldig erklart. “jpruche gegen Lederer ahr schWeren Kérkers.

(W. T. B.) Wie die zur Untersuchung der Ursachen des Fallen _ s e_mgeseßie Kommission der Re nerler bestimmte Schritte in dieser Angeleg

Verkehrs-Anftaltem

Das Projekt zur Kanali und Aulasr eines Sicherheitsb dung, wre solches unterm 22. 3. Sxpicmberr und 19. nebmigt worden.

23. Juni. ( . . .) „Aurora“ ist heute früh 5 Uhr mit. der o aus Alexandrien bie:- eingetroffen.

-* Die „Roma“ in leick) nach der Annal) soii das gan den, indem Sicilien in

_ der diesjährigen internationalen ttspflege und Rettungswesen in Vrüffrl on dem dortigen General-Comiiéz nun-

September eröffnet werdcn und greß-Regkements erwähnten Kon-

greßeröffnung beginnen. en AusstellrrngSräumen

r der Kon cbuldigung en gemeinsame Ausflüge und Fest- zrr Meldekarten, wie solche von jedem eixrzelnen Delegirteq der Vehördsn,

) zU_ voliziehen und dem- öglic'gft einzu

Der“Gsricb'“s auf 11; Jahr, London, 23. Juni.

mer (auch von den Magistrate, Korporationen, Vereine 2 nächst an das Deutsche Comité: baldm wie deutsche Ueberseßungen des K hiesigen Bureau des Comités ( iittagssiunden zwischen folgt, auch auf schriftlichen Antrag übers __ Auf der Meldekarte find die Modalitäten der fur dieTheiinahme am Kongresse zu entrichtenden angegeben. Der Wortlaut der dem Konferenzen zu unterbrc-itend Berlin, den 15. Juni 1876, Der Ausschuß des Deut Wirklicber Geheimer Rath, 1)r. Virchow, Professor 1: von Bunsen, Or. 9111105. Ei s en 1" o h r, Minifterial-Rati). Fink, Minißerial-Ratl).

„Times“ meldet, _ 5 des Silber- grerizng anempfoblen, kei- enh-Itt zu thun.

senden smd, ongreß-Regle- WilhelmSplaH 12 und 3 Uhr verab-

werden ebenso Nr. 2) in den

Zahlung der

Gebühr näher strang der unterenBrabe

J afens_8_;14n d?r__B__rab-T_-Mün - _ _ anuar au ge e t un unterm Kongresse und beztehungSmerse den Oktober 1874 superrevidirt worden, ist ge-

en nachstehend abgedruckt.

schen Comités: von Philipsborn, ])r. Krüg er, Minister-Refident. Medizinal - Rath. Aug. Dollfuß, Fabrikbefißer. von Eisel, General der In- 1)r. Gneist, Prof. Günther, Geh. Kom- von Holleben, Ober-Tribunals- Geh. Medizinal-Ratb. Reich ardt, Minißerial-Rath. Stöckhardt, Geh, Regierungs- r-is, Präfident. von Voigts-Rbeß, General-Major. grosse zu unterbreitenden Fragen der Bes. Beilage veröffentlichen. D. Red.)

_ _ Llovddampfer stmdrfcben Ueberlandpost

Neapel läßt sich aus der Hauptstadt scbrxéiben: Konvention gcändert WLr- en Alpen bis Rom als Mittel- Genua, Spezia, Florenz nach Rom; Mantua, Modena i_mcb Rom; M J _ ___ubxx SHalern_o

an acmi' re aup - Eiiepbqbnfystems gewor- gen politischen Verhältnissen weck muß der senbabnen Werden und den Betrieb dersel _die bereits in der Bildung begriffe tHauvtgruppen geben : ober- zu diesen alle

nd Geheimer _ „irc der modifizirten B ze italienische Eisenbahnsystem ab das ganze italienische Eisenbahnncß von d v_xer Hauptgruppen eingetheilt wird mit: winkt: 1) die Bahnen vom Mont Cenis über Livorno, Civitavecchia und über Turin, Bold 2) die Bahnen vom

fanterie z. D. und Ober-Verwaltung-Z-gerickzts-Rath. merzien-Rath (in Brüssel). Rath. Dr.Mettenheimer, Wirklicher _Legations=Rath, Or. Roth, General-Arzt. Rath. 111. von Steinb

Brenner übsr Verona ,

von Riedel, 3) bon Tarrni über B westwärts nacb Rom. Wie nach dem stadt Florknz Centralpunkt des italienischen ß es nun, den gegenwärti Zu diesem Z

ari ostwärts und 4) von Tarent

(Die dem Kon

werden wir morgen in, Staat Ergen-

ben Privat- u sind. Hier- und i_mteritalienische sudlicb von Rom 1_ach_ der Haupt- _ reni1cben Linien Bahn fahrt. Rom auf den gemvecbsel vor-

angemessen, Rom Werdcn. tl'umer alier Ci gesellschaften übergeben, ::ach wird es bloSuoch'zwe Eisenbahnen,_zu jcnrn gehören alle nördlich, gel-getzen Linien, während, Wenn man jetzt von Turin stadt fährt, man von Turin bis Florenz auf oberiial ist und von Florenz bis Rom auf römischer neuen System würde :xran vom Mont Ce Bahnen derselben Geselljchafr fahren und keinen Wa zunehmen haben.

GeWerbe und Handel. agdcburg-Halberstädter Eisenbahn iveist für die „Haupt- und Zweigbahnen im ammtbetrag von 190230754 «M nach gegen angwedeler Konto (Bw,- 2,842,109 „FQ, ebenso der Author"; , Altenbeken mit 17,946642 „44. Die Beibeiligung an der

'emeindevertreter fand dahin ihre Erledigung, rändert blieb und der Heiligen- Seelrnzabl von 45,000 St'elen rtretcr bewilligt Wurden, - andlung fand die Anfrage drs Konsistoriums, Bildungsvedürf-

Die Bilanz der M vom 31. Dezembrr 1875 einen Ges 171,781,014 «“ck im V triebömittel) erscheint unverändert mit

Das Uelzen-L

an Hannovép

Zabi ker Aeltestcn und daß m aiim Gemeinden Kreu.3-Gemeiiide mit Rücksicht auf ihre 12 KirckzenrätHs und 36 Gemeindevr

Meerenge nach Sommerset gedenkt er sich nach Neu- pfcr dén Fibriver hin- st, und dann die Insel zu durch- Der Versuch ist sehr Neger zu Begleitern er sich von der Jagd

Postdamvfer, der von hier durch die Torres- (Kap York) fährt, abgereist. Von da Guinea zu begeben, auf_ _ so Weit cr sihrffbar 1 wandern, um ihre Produkte_kenne gewagt, da Albertis n_ur drerWeiße und wrnige hat und keine Lebensmittel unt fick) führt, indem genügende Subsistenzmtiiel verspricht,

Das Dorf Golwobd in Indien, an der mit 200 Einivobnern, Schauplatz eines der furchtbarsten Ausbrüche

Mehr als die Hälfte der Die Kklinkhéit trat am

die Zahl UKW einem klcinen Dam aufzufahren, längere Be 1: zu lernen. efricdigung

Gcmcindrn Auf Antrag des Stadtrach Techow gab schlie Konsistdrium anheim, . Entscheidung zu überlassen, ob für die_Befriedigu fniffes unserer Stadt mit Erfolg eiwa aus geschehen könne,

Vkrbreiiim die Synode dem r Parocbien die ng des Bildungs- s vom kircblirhen und wie im Falle der Bejahung iteren Verlaufe der Verhandlungen berich- er die Berliner Stadtmissioq und speziell anneöstiftes. - Schließlich Wurde ein ow: „Synode trolle dahin wirken, daß

den Gemeinde-Organen dr- Babnstrecke Bombay- Baroda gciegen, war, der „Köln. Z zufolge, kurzltck; der Cholera, die Einwohner

und Leéébedür Standpunkte zu wirken wäre.“ tete Prediger Hofmann üb über die Wirks

sick)_je ereignet haben.

um Mittag waren 57 Personen "flohen aÜe Ueberlebendeu, _ AufnaHMe verweigert. keit auf; in einigen Fällen

ein. In diesen Fänen fehlten Krankheit befallene Kö:

_ amkeit dcs Joh Antrag des Stadtraths Tech dre Superintendenten

_an derselben gestorben. . aber 111 den nächsten Dörfern kvmde ihnen Die Seuche trat mit äußerster Heftig- tra_t der Tod bereits nach 20 Minuten die gewöhnlichen Cholerasymptome und per wnrde blauscbwarz und sank m Dorfe selbst Wobnt kein Arzt und f einiger Zeit ein. Ueberhaupt ufzutreten. Aus verschiedenen über Ausbrüche der Seurbex,

fernerhin nichi_mehr von den Konsistoricn_vor- ndern von ihren Kreissynoden auf 6 Jahre gewahlt, Kirchenregimeute zur Bestäixigung vorgelegt werde“, abgenommen.

Hr. Professor Dr, Micha-z sammlung des „Geselligeu L den Vortrag über „Orthographie-Reform“ züglicben Konferenz gefaß ch, daß alle

der von der nach heftigen Krämpfen zusammen. J ärztliche Hülfe traf erst nach Ver scheint dießmal die Cholera sehr stark a Theilen Indiens kommen Nachrichten

pidemische_H11ndswuth hat auf der Insel See- weite Verbreitung gewonnen und sind dagegen die ener- Maßregeln getroffen worden. eingeschlossen

lis biklt am 22. ds. in einer Ver- einen sehr eingeben- . DE]: Redner binigte __ ten__Beschlüsse und betitgxen Kr-xtie, insbesondere untersjußen Möckten. [lseiiigexr Beifall, die Ansichten en Einfuhryng der Ortbogr Einige Redner wün aupx zunachst die öffcnt- wahrend andere wieder o_nnen werden. _ _ lich resolvirt: stand, rn einer der nächsten zu machen, in welcher Weise unsere Orthographie gelangen können."“

iiaiieniscbßn Reisenden De Offizier und jetzigen Kaufmann in acbctchtea vom 20. April erhalten: zem Aufenthalte in Sidney mit dem

ebrervereins“

alle ben der äußerlx den Wuns aber die Lehrer, dies Reformprojekt i_ras f_and in der Versammlung a uber die Art und Weise der praktisch Reform gingen jedoch weit audeina daß die Pesse den Anfang macben-uud über!) 8 dafür gewonnen werden solle, Schule dannt be

land sebr

Kopenhagen werden. Jeder auf der Straße angetroffene Hund wird von der zei gefangen und in_ einer geschlossenen Dro1chke auf Kosten _des nthümers nach Hauke gebracht, im Fall dieser nicht vorzieht, ihn von der Polizei tödten zu lassen. Die Zahl der Hunde m Kopen- Von diesen _waren nach dem bereits 1200 getodtet.

teren Naebricbten war die Zahl der Getödtetcn schon ca. 1

Redacteur: F. Prebm. Verlag der Expedition (Ke1se1). Truck: W, ElSrier,

liche Meinun cbt waren, es müsse in der g des Hrn. Lehrer Donath wurde schli

- Auf Antra beauftragt feinen Vor

.Der Verein Sißungen Vorschläge zu einer einheitlichen

„FanfuÜa“

hagen wird auf ca. 6000

.Fädrelandet“ Nack) spä-.

Q

bis zum 7,

_ hat über den Albertts von dem ehemaligen T_orazzi, nachstehende N De Albertts ist heute nach kur

(einschließlich Börsen-Beilage).

Erste Beilage

zum Deutscijrn Reitds-Anzriger imd Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Yiehtamtliéhes.

Preußen. Berlin, 23. Juni. Im weiteren Vsrkauf

der gestrigen Silzung des Herrenhauses entibann sich bei §. 24 des EntWUrfs de_r Stadteordnung eme kurze Diskusion. Die Kommission batte beantragt, dem Paragraphen folgende Fassung zu geben:

„Stadtverordnete kdnnen nicht sein: _ _ 1) die StaatöausstchtSbeamten mri Einschluß der ernannten

Mitglieder des Bezirksratbs und des Provinzialraths und deren Stellvertreter, _ _

2) die ernannten Mitglieder der VLrWaltungSJertchte und deren Stellvertreter, _

3) Beamte der Staatsanwaltswgft und Polizeibeamte,

4) Geistliche, Kirchendiener, offentliche _Elewkntarlebrxr und * alle Lehrer, welcheBesoldung aus stadtiscben Mrttelu er alten. _

hb) Mitglieder des Magistrats-Kollegiums und bewldrte Ge- meindebeamte, vorbehaltlich der Bestimmung des_ §. 61. _

Personen, Welche ein öffentliches Amt bekleiden, bedurfen_ zur Annahme der Wahl als Stadtverordnetr- keiner Genehmigung rbrer vorgeseßten Dienstbébörde, bleiben jedoch zur Erfullung ihrer dienst- lichen Obliegenheiten verpftrchtet. _ _

In Stadtgemeinden mit 10,000 _und weniger CmWohnrrn können Vater und Sohn, sowie Brnder n1_cht zugißich Stadt- verordnete sein; werden folche Verwandte zugleich gewahlt, so wird der ältere allein zugelassen“.

ierzu beantragren: _ _ _

1 Herr B-cker (Dortmund) die Worte, von „offentlrcbe Elémentar-

lehrer“ bis „erhalten“ in Nr. 4 zu streichen

2) Herr v. Kleist-Reßow: hinter „Polizeibeamte“ in Nr. 3 hin-

zuzufügcn: ,richterlicbe" Beamre, zu Welchen jedoch Mitglieder der Handels: und Gewerbegerichte nicht zu rechnen sind.“

An der Diskussion betheiligten fick,) die Herren Brüning “.und

Becker (Dortmund), welche fich gegen denKommisßonSantrag erkiär- ten und die Herren von Kleist-Reßow und von Knebel-D'o'beriß, welche den Antrag von Kleist vertheidigten. Nachdem auch dsr Regie- rungskommiffar sich für die Fassung der Kommission erklärt hatte, wurde dieselbe angenommen und beide Amendemenfs ab- gelehnt. Ohne erhebliche Diskussion wurden sodann §. 25 in der Fassung des Abgeordnetenhauses und §. 253. nach dem Antrag der Kommission in folgender Fassung angenommen:

„Zur Theilnawne an der Wahl der Stadtverordneten find außer den Gemeindebiirgrrn nurb diejenigen männlichen _Angebörigen des Deutschm Reiches berechtigt, welche die bürgerlichen Ehrenrcchte béfißen, das vierundzwanzigste Lebensjahr zurückgelegt babsn und seit zwei Jahren in der Stadtaemeiride soviel wie einer der drei höchstbesteuerten Einwohner an direkter: Gemeindeabgaben emt- ric-hten. Das nämliche Recht haben juristische Personen, Aktien- GeseUscbaften, „Kommanditgeseklschgften auf Aktien, Berggewerk- schaften, Welche im Deutschen Reiche ihren Sitz haben und seit zwä Jahren in solchem Maße zu den_ dtrektxn Gsmeindeabgaben beitragen. Dieselben baden sick) durcb_emen, dre bürgrrliwen Ehren- rechte desißendeu, männlichen Angehörigen_ des Deutschen Reiches, der das vierundzwan igste Lebensjahr zuruckgelegt bat, vertreten zu lassen. In gleicher * eise haben sich gemeinschaftlicbe Besitzer ver. treten zu lasskn. Die Befugniß, sic!) in solcher Wsise vertretc'n zu lassen, steht aiim soustigenworjjeheud gedacbxen Personen zu.

Auf das Recht, gemäß vorstehenden Bestimmungen an der Wahl der Stadtverordneten Theil zu nehmen, finden die den Ver- lust des Bürgerrechts betreffenden Bestimmungen des §. 17 gleich- mäßig Anwendung.“

Für §. 26 empfahl die Kommission folgende veränderte

Fassung :

„Zum Zivecke der ngl der Stadtverordneten werden die Gemeindebürger nach Maßgabe der von ihnen zu entricbtcr-den Klassen- und klassifizirten Eixikommenstcyer in drei K!assen getbeilt.

Die erste bezirhungßiveixe die zweite Klasse besteht aus den- jenigen Gemeindebürgern, auf welche bis zum Belaufe eines Drittels beziehungW-eise ztveikr Drittel der Gefammtsxeuer die höchsten Em- zelsteuerbeträge falien. Die hierngch nicht in die arste, beziehungs- Weise zweite Klasse falienden Gemetxrdebürger bilden die dritteKlasse. Ja die erste, beziehungsweise zwerte_Klasse gehört auch derjenige, dessen Steuerbetrag nur theilweise m das erste, beziehunrweise zweite Drittel der Gesammißeuerfqlit. Unter mehreren einen gleichen Steuerbetrag Entrichtcndencntscheidetdie al::habetifcbe Namensord- nung und erforderlicbrn Falls das Loos daruber, wer Von ihnen zu der böberen Klasse zu rechnen ist. _ _

Die nach §„ 258. Wahlberechtigien werden _von tbrem im Stadtbezirk gewonnenen Einkommen besonders emqeschäßt und derjenigen, erfordrrlichen Falles durch das Loos zu bastimmnnden Klasse zuqewiesen, welcher der hiernach ermittelt? Steuersaß ent- spricht. Dad gedachte Einkommen, bkzw. rie bon demselben zu entrichtende Klassen- und Eirkommensteuec bleibt m der Wobnsiß- gemeinde außer Berechnung. __

Niemand kann gleichzeitig rnehr als einer Klasse angeboren.

Die Ehrenbürger gehören der ersten Klaffe an. _

Jede Klasse wählt ein Qixrittel der Stadiverordneten, ohne dabei an die Mitglieer der Klasse gebunden zu sein.“

Hierzu beantragte Herr v. Winterfeld, im A1. 1 statt der

Worte. „Klassen: und klasfifizirten Einkommenßeuer“ zu seßen: „direkten Staatssteuern, Grund-, Gebäude:, Einkommen:, Klas- sen- und Gewerbesteuer mit Lluémahme der Steuer vom Ge- werbebetriebe im Umherziehen.“

Nachdem steh der Regierungö-Kommiffar Geheime Ober-

Regierungs-Rath Wohlers und Herr Becker (Dortmund) gegen, der Antragsteller und Herr v. Kleiy=Reßow für den Antrag erklärt, wurde derselbe vom Hause verworfen und die Fassung der Kommission angenommen.

Fiir §. 27 empfahl die Kommission folgende Fassung:

.Geößcre» oder solche Gemeinden, welche mehrere Ortschaften tt_mfassen, können :ür alie oder für einzelne Klaffen in Wahlbezirke etngetheilt werden. Gemeinden. Welche mehr als 30 Stadtverord- nete haben, müssen in so viel Wahlbezirke gethrilt Werden, daß die Gesammtzahl der in jedem Bezirke 1: wählenden Stadtverordneten nicht mehr ald 12 beträgt. Die Za' [ der von jedem Bezirke 7,11 Wählenden wird nach_ Maßgabe der Zahl der dem Bezirke ange- hörenden Wahlberechtigten der betreffenden Klasse bestimmt. Ge- hören cinem Wahlbezirke nicht so_ viel Wahlberechtigte der betref- fender: Klasse an, _daß denselben hiernach die Wahl Wenigstens eines Stadtverordneten _ubrrivnfen werden könnte, so_ sind dieieiben einem benachbarten Bezirke zuzutheilen. Andertveitige ortsftatutarifckyc Bestimmungen fixid zulasfig, _ _

Die Beschlußfassung uber dre Bildung_ der Wahlbezirke, über die Zutbeilung der nach §. 26 Wahlbkiéchtlgten zu den eiulenen Bezirken, sowie über die Feststellung _derZahl der von x_edem Wahr“.- bezirke zu Wählenden erfolgt auf Vorschlag des Magistrats durch

die Stadtverordnetenve:sammlung. _ _ _ _ . Die Emtheilung eines Wahlbezirks m Abstimmungsbezirke,

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kann durch den Magistrat erfolgen, wo die_ Zahl der Wahlberech- tigten oder örtliche Verhältnisse dies zweckrxiaßtg erschemen_ lassen.

Die Wäb1er sind bei der Wahl an die im Wahlbezirke Woh- ncnden nicht gebunden.“

Für diesen Paragraph empfahi dagegen Herr Gobbin

folgende Faffung:

„Größere, oder solche Städtß, welclie mehrere Ortschaften u_m- fassen, können für alle oder für einzelne Klassen in Wahlbezirke em- getheilt werden.

Städte. in denen die Zahl der Stadiverordneten mehr als 30 beträgt, müssen für aÜe Klaffen, sofern nicht dur_ch Ort_sstatut em anderes bestimmt wird, in so viele Wahlbkzirke etngetheilt Werden, das; auf jeden Bezirk nicht mehr als 12, bezw. für jede Klaffe nicbt mehr als 4 Stadtverordnete entfallen.

Die Zahl der von jedem Bezirke u Wählenden muß der Zahl der dem Bezirk angehörenden Wahl erecbtisten der betreffenden Klasse entsprechen. Gehören einem Bezirke nicht so viele Wah]- berecbtigte der betreffenden Klasse an, daß drnselben hiernach fur jede Ergänzungswahl die Wahl wenigstens Eines Stadtverordyeten Überwiesm: Werden könnte, so sind dieselben einem benachbarten Bezirke zurutbeilen. _ _ _

Die Wähler sind bei der Wahl an die tm Wahlbzrrke Woh- nenden Mkht gebunden. _ _ _

Die Beschlußfassung über die Bildung der Wahlbezirke, uber die Zuthcilung der nach 253. Wahlberechtiaien zu den einzelgen Bezirken, sowie über die alol der von jedem Wahlbezirke zu Wab- lendxn erfolgt auf Vorschlag des Magistrats durch dre Stadtverord- netenversammlung. _

Wahlbezirke oder Stadtbezirke können auf Beschluß des Magistrats, wo die Zahl der Wadlbrrechtigten oder sonstigen ört- lichen Verhältnisse es angemessen erscheinen lassen, in Abstimmungs- bezirke eingetheilt Werden.“

Nachdem der Regierrmgs-Kommiffar, Geh. Ober-Regierungs-

Rath Wohlers, die Gobbinsche Fassung für eine Wesentliche Ver- befferung des Antrages der Kommission erklärt, wurde dieselbe angenommen, und der Antrag der Kommission verworfen.

Die §§. 28 bis 43 Wurden nach den Anträgen der Kom-

mission ohne wesentliche Debatte genehmigt, der §. 44 auf An- trag der Kommission gestrichen. Im §. 45, welcher nach den Anträgen der Kommission lautet:

„Der Magistrat wird von der Stadiverordnetenverfammlung gewählt.

Der Magistrat besteht aus:

1) dem Bürgermeister als dem Vorsißrnden, _

2) wenigstens Einem Beigeordneten oder zweiten stellvertreten- den Bürgermeister, _

3) nnbesoldeten Stadträtben; die Zahl derselben betragt _den sechsten Theil der Zahl der Stadtverordneten, xedock) ntcht weniger als ZWLi und nicbt mehr als zwölf; andrrweittge ortßstatutartsche F);_s_timmungen über die Zahl der unbesoldeten Stadtrathe sind zu- a g Auf Gemeindebeschluß können als Magistratdmitglieder von drr Stadtverordnstenversammlung außerdem. geivablrwerden:

cin zWeitcr, zur Stellvertretung des Bürgermeisters berufener Beigeordncier, __ _ _

ein oder mehrere beioldete Stadträtbe (Hyndtkus, Kammerer).

Die Zahl der beso1deten MagistratSmiigiieder darf dre Zahl der Unbesoldeten nicbt überstsigeu :“

wnrden auf Antrag des, Herrn Theune in dem vorleßten Absaß die Worte: „(Syndikus, Kämmerer)“ gestrichen.

Die §§. 46 bis 74 wurden ohne erhebliche Diskussion nach

den Anträgen der Kommiiswn angenommen. Bei §. 75 entspann fich sodann eine längere Diskussion über die Annahme des Antrages der Kommission resp. eines von den Herren Brüning und v. Voß gestellten Antrages, an der fich die Herren Brüning, Rasch, v. Thaden, v. Voß, Hobrech'i und Graf zur Lippe, sowie der Regierungs-Kommiffar, Geh. Ober-Regierungs-Rath Wohlers, betheiligten, die aber schließlich um 41 Uhr vertagt wurde.

Die Erklärung, welche der Minister des Innern Graf zu

Eulenburg zu §. 15 abgab, hatte folgenden Wortlaut:

Meine Herren! Ich möchte nur eine Bemerkung machen. Es ist

in dicser Debatte immer noch angespielt worden _auf das direkte Wahl- recht und daffelbe in Beziehung gebracht unt denjenigen Bestimmungen, die für das Dreiklaffenwahlsyiiem m:ßgebend werden sollen. Ich muß dar.";uf bemerken, dns; Weder in den Motiven des Gefeßes, noch irgendww bei der Diskussion, soweit sie bisher im Abgeordnetenbaase oder hikr stattgefunden hat, Seitens der Regierung ein einztged Mal gesagt wor- den ist: wir find entschlossen. das Dreiklassenwabliystem als durch- Ybendes Wahlsystem für alle Städte der Monarchie durchzufuhren.

718 habe ich nicht behauptet und liegt aizcl) gar nicht in der In-

tention der Regierung, _Die_ Frgge, welches Wahlsystem in denjenigen Jrovinzcn in denen kunftig die Städteordnung wird geregelt werden müssen, vox*zizschlagen sein wird, ist eine offene und wird auf kemen

all schon 1th im Sinne des Dreiklassenwahlsystems entschieden. arum es sich hier handelt, ist das: nach der Ansicht der Regierung

und nach dem fast einstimmigen Urtbeile derjenigen Städtx, die sich über diese Fragt; ausaesprochen haben, ist_ das Drei- klassenwablsyiiem für denjemgen_9_3eiirk, für welchen diese Stadte- ordnung gelten 1911, das zwcckmaßtgste. Ich habe dabei den Munich gehabt und auch durch meine Aeufieruugen in der Kommission dabru gcrvirkt, das; innerhalb dieses _Bezirks nun keine *Vernbiedeuhett m der Art hervortreten sol], raf; _m einzelnen Städten direkt gewählt Werren kann- Dcßbalb hatte ich den Wunsch, daß die beiden neu- borpommnschen Städte auch dem Geseh unterworfen werden soÜten.

Jeb kann mit Hrn. Rasch darin übereinstimmen, daß es nicht absolut

nothwendig sei, in Bezug aufKomnxunalwahlen von vornherein einen Grundsatz aufzuslelien, der unerschutterlick) für den anzen Staat gelten müsse; aber daß der Staat, aUFCrfahrungen ge? _ _

zelne Landx-Stheile Grundsäve proklamtxt, die sich dort a]s rt_chtig und notbwwdig bewährt haben, halte ich fur erforderiich, und ich haiie es nicht für zulässig, daß jedx S_tadt statutenmäßig beschließt, wie sie wählen w:ll; fi.- muf; fick) m emen gewissen Rahmen fügen. _ Bczug auf den Saß von 3 oder 6 „M erlaube ich mir noch emen Gedanken auszufuhren. Erstitck) kann man doch unmöglich

tüßt, für ern-

davon ausgeben, daß das Wahlrecht in den Städten ein sogenanntes

angeborenes Recht ist, daß Jeder, _der durch den Aufenthalt in der Stadt zum Gemeindeangebörigen wird,_ so 11:30 das Recht hat, in

Kommunalangelegenbeiten mit uiprechen. sondern das wird dem Staat

und der Kommune überlassen leiben „'n, durcb Gries und Statut

u bestimmen. welche Klaffer der Bev [kerung an Leistungsfähig- Leit und Intelligenz hinlänglich _begabt erscheinen sollen, um an der VrrWaliung der Kommune uberhaupt, und in welchem Maße theilzunehmen. Wenn Sie das allgemeine Wahlrecht, wie wir es fur Politisch Wahlen zugk-lasien _haben, _als Grundsatz für Kommune- wahlen zuiassen souten, so wurden Sie das ganze Kommunalwesen auf den Kopf stellen. Schon insofern sind die Einwände gegen

etwas höheren Census, auch bei dem Dreiklaffenwahlsystem, meiner _

Ansicht nach nicht durchsckslagend, obgleich ich zugeben will, daß sich die Frage nach dem Census anders stellt bei Anwendung des Drei-

klasseniyftems, als bei direkten Wahlen.

Wenn nun aber ein höherer Saß sich bisher bewährt bat,_ Wenn Provinzen, wie die Rheinprovinz, sagen: nur unter solcher Bedingung können wir das Gesetz auch auf uns anwendbar erklären; i_venn ferner alle diejenigen Herren, wchlche für dirertes Wablrechr fck:warmey, doch den stillen Wunsch beqen müssen, («7113 anch ivrc ubrigen Mrtßadte nach und nach dahin kommen, das direkte Wahlrecht bei sich ewfuhren zu können, wie können sie dann dahin kommen, jeßr emen so niedrigen Census festzuseßen, der ihnen den Uebergang zum direkten Wahls stem, d. b. mit anderen Worten, zum höheren Census, so außerordentl_cb _er- schwert. Es würde dereinst für die Gesetzgebung e_ine [ehr_fchw1erige Aufgabe sein, direktes Wahlrecht einzufahren unt vielleicht 12 „46. Census gegen ein biSHeriges Klaffenwahlrecht mit 3 ck

- Im weiteren Verlauf der gestrigen Sißung des H auses der Abgeordneten folgte auf die definitive Annahme des Noth- ßandsgeft-Hes die dritte Berathung des Geseßeiitwurfes, betreffend die Ablösung der Servituten, die Theilung der Gemeinschaften und die Zusammenlegung der Grundstücke für die Provinz Schleswig-Holstein. In der Generaldebatte präzifirte der Abg. Dr. Hänel den Standpunkt seiner Partei dahin, daß das Urtheil über diesen Geseßentwurf noch nicht reif sei, daß es deshalb nicht möglich sei, ein definitives Urtheil über die Zweck- mäßigkeit der gesteliten Amendements zu fällen. Sie müßten deshalb für jeßt gegen das Geseß stimmen. Darauf wurde das Geseß definitiv genehmigt. Es folgte die Berathung der Schreiben des Präsidiums des König- lichen Staats-Minifteriums, betreffend die Uebersicht der von der StaatSregierung gefaßten Entschließungen auf Anträge und Resolutionen des Hauses der Abgeordneten aus der Session 1875. Der Abg.Berger bedauerte, daß die StaatSregierung auf viele An- träge und Resolutionen des Hauses nicht antworte. In dem vor- liegenden Schreiben werde über die beantragte Vorlegung prin- zipieli wichtiger Geseße vollständig geschwiegen. Der Minister für landwirthschaftliche Angelegenheiten 131, Friedenthal, verthei- digte die Handlung5weise der Staaisregierung, welche nur auf Beschlüsse Über solche Petitionen, die der Regierung als Material zur Geseßgebung oder zur Kenntnißuahme überwiesen smd, keine Antwort ertheilt habe, weil sie dieselbe für überfiiisfig gehalten. Uebrigens sei den Wünschen des Hauses nach Möglichkeit Rechnung getragen worden, wie er dies an Beispielen aus seinem Ressort beweisen könne. (Wir werden diese Erwiderung morgen in ihrem Wortlaut veröffent- lichen.) Nachdem der Abg. 131". Virchow die Klagen des Abg. Berger unterstüßt, dieser selbst aber fit!) 'mit den Aquührungen des Ministers zufrieden erklärt harte, wurde der Gegenstand für erledigt erklärt, worauf fich das Haus um 31 Uhr vertagte.

Landtags : Angelegenheiten.

Berkin, 23. Juni. Dem Hause der Abgeordneten ist _fol- gender Entwurf eines Geseßes,be1reffend die Errich- tung von Rathsftellen bei dem Ober-Verwaltungs- Gerichte vorgelegt morden: _

§, 1. Die Siaatöregierung wird crmächtmt, im Fans _des Ab- ganges eines oder mehrerer der nebenamtlicb fungirenden Rathe des Ober-Verwaltungsgerichts, vier im Falle des sonst eintretenden Be- dürfnisses 3 nene Rathsstellen bei dem Ober-Verwaltungögerrchte zu errichten und zu diesem Behnke die in der anliegenden Uebersicht nach Iahreöbeträßen verzeichneten Ausgaben zu leisten, _

§. 2. Die Mittel zur Deckuna der gedachten Ausgaben find i_irr das Jahr 1876 und für das Vierteljahr vom 1. Januar bis 31. Marz 1877 aus den Ueberschiiffen des Haushalts des Jahres 1875 zu leisten. Fürbdie Folge sind diese Außgaben in den Staatshaushalts-Etat auf- zune men.

§. 3. Zur Fassung gültiger Beschlüsse des Ober-Verwaliungögericbts if? vom 1. Januar 1877 ab die _Tbeilnahme einer Mehrheit von Mitgliedern erforderlich, ivelche aur Lebendteii ernannt sind.

Die Stelle eines Mitgliedes des Obcr-Verwa1tungsgerichts darf ferner als Nebencrmt nicht verliehen Werden.

Statißische Nachrichten.

Berlin. Nach Mittheilung des statistischen Bureaus der Stadt Bkrkin sind bei den bissigen Standesämtern in der Woche vom 11. Juni bis inkl. 17. Juni cr. zur Anmeldung gekommen: 191 Ebe- schließungen, 814 Lebendgeborene, 38 Todtgeborene, 638 Sterbefälie.

» Eine Vergleichung !iaristiscbxr Erhebungen beweist, daß der Austritt aus der römi chkn Kirche in Berlin, Wien 2c. und anderrn Großstädten, wo die Verschiedenheit der Konfessionen immer mehr zu Mischehen Führt, zunimmt _ _ _

Nach amtlichen tatisiischen Tabellen zahlte namlich Berlin 1867: 6543, _ 1871: 7265 und 1874: 8180 Mischehen; dieselben haben sich demnach in der ersten vierjährigen Zablperiode um 11, in. der ziveiteu um 14%, also in noch nicht einem Deceunium um 25% vermehrt. Von den römisch-katboliscZ0 uud _dissi- dcntiscb 678 geschlossenen Mischehen wurden 2 zwts m evangelischen Männern und katholischen Frauen und 406 von kat o- liichen Männern. und evangelischen Fraueri geschlossen. 1873 hatte sich die Zahl der Mischehen auf 850 gestergert_uud derart verändert, daß nur 187 (22 %) evangelische Männer römiich-katholtscbe rauen, dage en 663 (78 %) römisch-katboliscbe _Männer evangelisch; rauen heim ühtten. Für 1875 find 2130 Mischehen ges l_ofsen i_alo 552 mehr gegen das Jahr 1866), von diesen warcnnackpo iger thhegfdlge 630 cbangelM-römisch. 1097 römisch-evangeliscb und 10röm1fch-judifch. Aus diesen rischeben find 70 % der Kinder cvangeltick), 30 % katho- lisch geworden. Bei den (üdifcb-evangeliscden, resp. katho_lrsch.evan e- lischen, resp. katholisch - indischen Eben smd v_o_n 183 _Kmdem ] christlich und nur 29 jüdisch; dagegen be: den [Udisch-disfidxrrten und dii'sident-jüdiichen Ehe:: die Kinder _weit überwiegend judiich _oder evangelisch geworden. Bei den Mtswxhcu Hut Dxsfideuterz _uber- wiegen in Beziehung auf die Religion der Kmderdu positiven Religionen, - Die Stati tik wei nacb, daß der evan elrscben Kirche beigetreten sind aus der atholis en Kirche „1871: 19 , 1874: 186 Erwachsene durch Uebertritt,-1871: 92, 1874: 103 durch Konfirmation, - 1871: 1207, 1874: 1234 dgrcb Taufe aus katholischen Mjschehxn. Der Austritt aus der ebangeltschxu zur römisch-katbolisckyen Kirche ist 1871 nur einmal und seit der Zeit wohl nicht wieder vorgekommen. ScbliEßlich wolien wir bemerken, daß der Austritt aus der_ evaizge- lischen Kirche zu 95 0/0 behufs Schließung einer Civilehe bewirkt wird.

Geiserbe und Handel.

In der Generalversammlungz des Aktienbauvereins Königstadt waren 904,200M Aktienka_pit al vertreten. Nach Vor- lcgun des Gesckpäftsberichtes und der Btlzka pro 1875 auf deren Verle?ung verzichtet und welche ohne Dis sfion geneßmigt wurde,

erthrilte die Versammlung Decharge.