1876 / 147 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 24 Jun 1876 18:00:01 GMT) scan diff

!) antra te 2 en die Regierung gerickztefe Tages- oerdnuétg, mgitTN gegen 24 Stimmen zu; Annahme, Zehn Mitglieder des Folkething enthielten fick; der Abstrmmung. Morgen erfolgt der Schluß der Sesfion.

Amerika. Washington, 21. Juni. Das Reutexsohe Bureau bringt den Wortlaut der Botschaft des Prast- denten Grant an den Kongreß, In derselben werden zr?- nächst die näheren Umstände der Wiquozv'Wen und Brent.- s en Auslieferungsfälle rekapttuljrt und von der Fret- la ung der Flüchtlinge Seitens Englands Anzeige gemacht, wo- durch, wie der Präfident bemerkt, leßtgenannéer Stgat es unter- Laffen habe, den Bestimmungen des mit den Beretmgten Sthen bestehenden Ausüeferungsvertrages nachzukoyxmen. Dann fahrt die Bot t orÉ: _

,DsIÜfvoTt England in der Angelegenheit etngenomxwrxe Standpunkt muß, wenn dabei verharrt www, gls emgKundt- gung und Annullirung des zwischen den zwm Landern karaft bestehenden Vertrages betrachtet erden. Unterden Umstanden verträgt es fick) nicht mit der Wurde der 'Veremrgten Staaten, von England die Auslieferung fluchttger Verbrecher zu verlangen oder irgend * ein" Begehren, Englands „fur einen ähnlichen Zweck in Erwagung zu zrehey. Es wurde uns tiefes Bedauern verursackzen, wem) em so that- säch11ch vorjheilhafter Vertrag ploßlwh zu emem Ende gebracht werden soUte, da er dem Schuß der „Gesellschaft und den besten Intereffen beider Länder dienstlich lst. Ick) hiabe nuch ayge- legemlich bestrebt, seinen Spielraum zu erwertertx und emen neuen und wirksameren Vertrag zu schlteßen, aber Angeßckzts der Weigerung Englands, , dre bxstehenden Vertragsbedingungen zu erfüUen, habe jeh es, fur meme Pflicht erachtet, dessen Vorschlag, dcn Verkrag dahm zu gmen; diren, daß Engkand Bedingungen zugestgnchn werdcn, dre mzt denjenigen identisch find, die es in Gemaßhext _der ,Parlauxetzts- akte verkangte, abzulehnen. Neben der Unmogltckgkett quf Sexten der Vereinigten Staaten, fick) in UnterhandlUngen emzulaffen unter dsr Drohung einer beabsichtigien VerZeHUng dch ertragxs oder Weigerung dessen Bestimmungen auszufUhren, ergehtete :ck esfnr nicht räjhlich, wegen nur eines einßgenerxendementS m Unt§r[)ar)d- lungen zu jreten, während die Veretmgten Staaten dre Liste von auslieferungsbaren Verbrkchen zu erwcuttern und axzdere Verbesserungen des Verirages vorzunehmen _wunschte. Ick) uber- laffe es der Weisheit des Kongresses, _zu besttm'xncn, ob dex Yus- lieferungSUertrag irgendwie länger bmdend fL'UI' d1e Veret_mgten Staaten sein soll. SoÜte die Haltung der brmschen Regler'ung unverändert bleibén, so werde ich, falls der Kongreß mehr emen gegentheiligen Wunsch ausdrückt, Gesuche um die Auskeferung von Verbrechern in Gemäßheit der Beftrmmungen des Vertrages von 1842 weder stellen noch berückftchtigen.“

- Aus New-Orleans meldet eine Kabeldepesche vom 20. ds; „Die „Daily Picaynne“ berichtet, daß in Mount Pleasant, Distrikt Caldwell, Louisiana, fünf Neger von „Regglawrs.“ (einer Art Vehmc) gehenkt wurden.“ - In Nevach 1st, 1111? die „A. A. C.“ mittheilt, unter dem Titel „Sonn_en-Rttter“, xm neuer geheimer antikatholisch er Ord en.ent1tanden, deiwn ausgesprochener Zwkck es ist, dem Umßchgretfcn der rom1schen Lehre im Lande entgegenzuarbeiten.

Preußischer Beamten-Verein.

Zu unserer Freude können wir. den ,Mxxgliedern Und Freunde_n des Preußischen Beamten-Vereinj dte_Mrttbe11ung machen, ox-ß dxe im §, 38 der Statuten für 'dte Eroffnuyg _der Geschäftstbängkett des Vereins vOrgescbsnen Bedmgungcn, uamlxch dn: B-schaffun_g des Garanxiefonds nach Maßgabe des §. 31 der Stasuten, sOWl? dcr Nacbweis von Vexsrcherungöankragen be1 der Leb-ensoorsichemng m Höhe von 1.260,000 „M erfüllt wordeu sind. An? allen Provmzen

Berlin, den 24. Juni 1876.

Unter der Uebetsckyrift: Die Opfer der S_sterreicbifcben Korvette „Friedrich“ gerächt, vsröffentltcht dte „TagesPrefsc“ "ol enden Artikel: _ , , 7 SEO dürfte unseren LeLeru stock) der Ueberfall ermncrhch sem, den Angehörige des Piratenstaates Sulu -- es mgg en). _Jabr ber sein - auf ein an der Küste gela_ncetes Boot der ostexregcbqchcn Fregatte „Erzherzog inedricb' ausgefuhrt, bet xvxlckyer Anatre_meh- rere unserer wackeren Matrosen das Leben emgebußt haben. Dteses

iratennest wurde nun vom_Generigl-Gouverneur_ dcr Ybilippinen-Jnseln, nach etnex hochst beschwerltcben Expedition, gezüchtigt und zerjtort,

Ulm 21. Februar Abends ging das vom Genekal-Gouverneur der Phibpyinen, Don José Malcampo y Monge, Marques de San Rafaek, in Person befehligte spa_nifcke Geschwader 1111 A_ngeficht der Insel Sulu vor Anker. Am nachsten Morgen x_vurdc dre Landung, unter dem Schuße dcr Schiffsbatterien, Welche em lebhaftes Feuer unterhielten, bewerkstelligt. Die Truppen, tve1che zuerst'das Ufer bekraten, wurden von den „Mor-os“ angegriffen, dle tm dtcken Rohxdickicht, da:"- fich bis zur Küste erstregkt, berbozgsn xvaren. Nach dieser Begegnung , in welcher dre „Epamex vterxebn Tddte und Vcrwundete vérloren, lagerten sie tm Patrkkold. _Dte „Morroö“ ließen fünfzehn Todte auf dem Maß:“. D_!LSchw1ertgketten, We1che s1ch der Verpflegung der Truppen“ M de:) Weg stellten, ver- zögerten ihr weiteres Vorxücken in das Innere bts zuxn 25., wo Ge- neral Malcampo mit drei Halbbxtgaden, von den vter aus Welchen die Expedition bestand, in der R1chtung_ der Hauptstadt Sulu auf- bracb. Der Rest des Armee-Corps erhtelt den Bethl langd des Ufers ebenfalls auf Sulu zu marschiren, qm rn Verbindung mtt der Hauptttuppe J vexblleiléeéx Wir lassen hier einen Aussug aus dem Ver! te des eneras ogkn. ,

éWir mu ten uns mit Hauen und Hacken Emm Weg duxch dje dichten Gebüs e und Walkpartien bahnen, Welche dteses glubende Land bedecken. Von auen Seiten ward ein lebhaftes Feuer auf xm?- gericbtet, welches uns mehrere Leute tödxcte und berjbundetx. Vxele der Verwundeten blieben auf dem Wc-gc liegen, wezl dle, Trager nicht die Kraft hatten, sie weiter “u trag'kn. ' Ich wchtß mcht, wo wxr die Kraft hernahmen, un exm Bataxuon zu folgen und dre Mannschaft aufzumuntern, welche fich _muhsam fpxtxchleppte. Um JX Uhr Abends gelangten wtr an “eme ltcbte Stelle, an der Seite eines Berges, wo der , Ge- uer_al uns zu halten befahl. Er hatte den 'erdacht gefaßt, da); die Führer uns irre führken. Die Kugeln deznmrten uns, u„nd der unerträgliche Durst bedrohte uns mit einer Katastrophe. Wah- “rend dieser qualvollen Momente übergab der General das Kommando der Brigade dem Obeksten Rate, der auch die Ambulanz “und das Hau tquartier ZU schützen hatte. Dieser formirte sein Regnnent (Nr 2) in ein “Usskdekwtes Viereck, die Kranken tznd Vcrwyn- Oelen wurden unter dem Schuv einer Baumgruppe m der Mttxe dcs Vierecks untergebracht, Oberst ViÜalon mit dem_ Regt- msnk Nr. 4 und der europäischen Artiuerie dickte dte' Bor- but, konnte jedoeh mcht vékbmdern, daß die Kugelxt m 'die Mitte des Vierecks fchlugen, wo mehrere Verwundete em zw_e1txs Mal verwundet wurden. Der Ober-Befehlsbaber ritt von emep! Platze zum andern sprach dyn Soldatcn Muth und Ausdauxc em und eiferte die arine-Arttllome' 5111, welche alle Jeb?! Mtnuten Kartätscheu und Vollkugeln ins Dtcktcxyt feuerte. ,Die Nacht, die nicht enden u wollen schien, ging voruber, und beun'exstcn Grauen des Tages rachen wir nach dem Seegeftade «Uf- mdem wir uns

der Monarchie, sowie aus den Reiclzslqnden find _uns_ dxe namhaften Beträge, Welche den Gaxautiefonds b11den, bcre1tt"vtl!1g anvertraut wdrden und täglich mehren fich über das ursprunglich erwaxtete Maß hinaus die Anträge auf Absébluß von Leberzs- und Kap1Fal- versickyerungen. Dieses Vertrauen, welcbeß der Verxm noch vor sm_ter förmlichen Konstituirung gefunden hat, gtebt Zeugmß davon, daß eme aus der freien Initiative der Beamten selbst hervorgegangene Vex- eim'gung zur Wahrnehmung un1erer matemeÜen Jntxreffen 5116 em dringendes Bedürfnis; allgemein anexkannt wird. Fur das_uns ent- g-gen gebrachte Vertrauxn, wxlcch wir durch ProWPteErlc-dtgung der bisherigen, oft recht umrangre1chen _Gesehafxe, sovtel an yys war, zu recbtferiigen Fstert gewesen sind, 1agen wn allen Bethetltgten unsern ' i 11 an . , WÜRFEL. d. Mts. sind nach Maßgabe des_§. 36 der Siabxxten dre Mitglieder des erstsn Vertxaätuugz'Zraths gewahlt worden, Die Wahl it au fol ende Herren ge a en: * f ]) Obger-Pcäsidcnt der Provinz Hannover, Graf zu Eulen- bur , in annover, Z) GeFeimer ObevReaierungs-Rgtl) und vortrageuder Rath im Ministerium des Innern, 1)r. Forcb m Berlin,. ,. ' 3) Regierungs-Präfident von Boexttcher m SchleSth, 4) Konsistorial-Ratb Grisebacb m Hannover, 5) Senator O. Wülbern daselbst, _ 6) Obec-Gerrchtsratb Hoppenstedt dajclbst, 7) SchußreZTsmlx) Koch dasselxsts'lbst 8) Kan lei- at it er a e ., 9) RégizcxungZ- UFD YeZlPräfidial-Rath Bos s e daselbst. ie elben ba en ie a angenommen. _ _ Yachem |ck) der Verwaltung8ratb am _6. d. Mis. konstrtmrt Hat, haben nach § 36 der Statufsn die Funktwnen des unterzeichneten Gründungscomikéz aufgehört. Möge! der Verein das Vertrauen, ans'dem er Herborgegangen rst, jederzeit rechtfertigxn und möge er fich zu Mayr retcberem Skgen fur den gesammten deutschen V-amtenstand gedstblrcb entfalten. Hannover, im Juni 1876. _ Das Comité zur Gründ2ung _des Preußischen Beamten- ' Zeretns. von Boetticher, Regiexnngs-Präßdent in Schchnng. Bosse, Regimungs-RMH, Stc-Uvertreter dcs Vorfißcndcn. BYockmanzt, MechnungS-Ratb. Bode, Sébaßrevädr. Drave, Otadtsekrctar. 1)r.(5)rel[e. Professor. Grieser, Rscbnungs-Rgtb. HoffRuzann, ReJierungs-Sxkrctär. prpcnstedt,_Ober-Gertcberaxk). Kuhne- Mann, RegierungsrRatl). von Lrnstngc'n, F?rexs'l)auptu1an11. Müller, Schaszratl). Ostermeyer,Sex1ator. RtLÖers, Kanzlei-Ratl).

Nr. 25 des „CenTral-Bxatts für das,“.Oeutsche RUE“, [)eraUSgcgeben im Reichskanxler-Axyf, bat folgenden_analt: Aslge- meine Vexwaltungssacben: Vermetsung von leizlatzdern aus dem Reicthebiet, - Handels- UND GewerbewsseUZ KundxguW der Hax;- dels- und SÖiffaL)xtöbcrträqe mit Jtallen _ ,35011- und Stclxeereyx Kompetenz eiuer Steu-rsteüe. _ Msmzwesen: Uebexstck)t„ uberudxe Auéprägung vm; §1icich31nünzsm _ _Fmanzzvesen: „Naaonzersung _Uber die bis zum 31. Mai 1876 präkludlrten, “Ferner uber die an dn-sem Tage im Umlaufe bczw. im eigenen Bestande der deutschenßdbten- banken wdrbandsn gevocsrnen, sowie über d1e'nach erfolgtex Einlosung Vernicbteteu Banknoten; -- Goldankäufe Senens dcr Retchsbank. - Militärwesen: Anerkennung dsr: höheren Lehranstalt zu Bgrmsy- Wuppcrfeld als berechtigt im Stnne der Webxoxdnung. 1, Ö. 90 2, 1), - Erssnbabnwssen: Eröffnung der Strccke _GxeßmannSdorf-thße. -- Konsulatwescn: Ermäckytigungen zu Eheschließungen 2c. * .

- Die Nr. 47 des .Amtßblatr; der Deutschen Nerch- Post- und Telegrapbenvexwalfung“ hat folgenden Inhalt: Verfügungen: vom 16. Juni 1876: Annahme der außer (60an ge- setzten Säoeidemüuzen der Tdalerwahruyg; vom 14, Zum 1876? Post- auftraasbriefe und Postanweisyngm ,xm Verkehr mtt _der Scijetz; vom 16. Juni 1876: ZeitungsuberWequngen des Wechsexverkehxs.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Vom Kunstmax kt. Ja der Markgrafenstraße 87 findet am Dienstag, den 27. Juni, und an den folgenden_Tagen, ]?dYStnal von 10-2 Ub':, die 196. Lepke'iÖe Kunstayktton staff, m Welcher ungefähr 2000elgemä1d€ und Aquarellen, zuemem großen Theile aus dem

nach dcm Kompaß richteten. Während die1er rßckgängiasn Bewegung Wurden wir von den Salus mit einem unaußgenß/tcnßeuer'verf'olgx; es gelang uns jedoch, fie mit dem Beistand der_ MarmwArUQem-z m Entfernung zu halten und einen Bach zu errx1cheu, xvo wir r-nser Lager aufschlagen Und uns laben konntxn. Bentm, Anblick des Wassers brach Aües in lauten Jubel aus.- Es Lst unmygltch, die Freude zu be- schreiben, tvslche wie ein clektr1scher_ Make die ganze Kolonne durab- zuckte. AÜe L,:iden, aUe Mübfeiigketten waren vergesscn. Am Abend

ar-du erret *:e. Währknd des ganzen Marsches nzard die Tryvpe Fon den Sule bklästigf, welche die Nachhut sortwahreud angrtffxn, obwvbl fie durch un“e1e Kugeln und _chmmese manchen Verlust erlx't- ten. Jn Tandu vereinigte sich die werte Halbbrxgade" mit uns, dre wir in PaTicolo zurückgelassen batten. _va MWE) langs d?m„See- ufer war ganz unbebeUigt gewesen, we'.1 dle gcxnze Aufmerksamkext des Feindus auf u115ere Kolonne gerichtet War. Dxx Erfahrungen, die 1ch auf dem Marsckye durchs Dickicht, wo ei_n Thm- der Txuppe dex Weg verfehlte, gemacht hatte, vexanlaßtcn mtcb, mexnen Ylgn zu andern und Sulu entweder 'von der Seeküste ber oder jm Rxmex, vou emer StoUuug aus, welcbe die Stadt beherrschte, anzugrstfen. "

Weitere Erwägungen bestimmten den Genera! den Angrtff vdn der See)“?üste aus zu unternehmen. Er bewrgt_e uc4nx1xch, dle Terram- Scbwiexégkeiten dürften ihn zu e*inem abermai'tg-n Yuckzug notbtgexz; dann mußte man das Klima als den Hauptfemd anjeyen, da es d1e Ursache des größten Theils_ dcr „erlitteuxn Verluste gewann tyar, „Ich Verabredete daher“, heißt es un Beucbte weiter, _.dte uötbjgen Maßregeln mik dem Geschwader, welches am 29. fruk) angxefgngen hatie, die Kottas (Forts.) von Sulu mri gutxm Erfolge 'zu bxscblxeßen, und lies; gleichzeitig eine halbe Brigade und me!: Kanoyxn'vorxucken, um von einkr passenden Stellqng auch 'die Kottas 'ottlrch von Sulu anzugreifen, welche 1312 ersten Anarlffsobiékts sem soÜten._ Nack)- dem einstweilen aÜe Streitkräfte Versamme1t worden waren, ruckte die erste Halbbrigadk, ibren Kommandanten an der Spttze, entschldffen vorwärts, um die Blrkade zu stürmen., Bald d-zrguf war d1e1cs Objekt Und das umliegende Terraixt m_ den Hayden unserer Truppen, Welche sie zum Theile nut Hulfe Von Lettern erklettect batten. Gleichzeitig drangen die andeyen Truvpen rasch gegen das (Zentrum won Sulu und die anderen Krzkkas _vor, ohne daß die Terrainbindcrnisse, Sümpfe, und „Bache Lbren Vor- marsch aufzuhalten im Stande gewejen tyaren. Alle Kottas -- auch die des Sulkans selbst -- murdcn ersturmt gnd ganz-Sulu beseßt. Doch leistete noch eine namhafte "Anzahl Ptraten, dte-sick) theils in die Häujér, Theils ins Dickicht geflukkß1et„l)attxn, hartnäxktgen Widerstand, bis sie vom Obersten Marquez mzt „elner Aijetlurxg keiner Halbbxigadc und zwei Marinekanonen bewalngt wurden, Dy: spanische Flagge Wehle Abermals auf den Forts von'Sulu. Dze des Sultans und aÜe seine Kottas und Kanonen bcfmdeu sich m unsern Händen . . .

Der Sieg wurde freilich nicht ohne fck)Were Opfer erkauft. Ick) sab an meiner Seite: fünf Mann voy memer Eskorte und zwei meiner Diener falten. Gesterp wahretzd des ganzen Tages (1. Mä-z) belästigten einzelne Piratensckxwarme, dre „tm Dickicht verborgen waren, unsere Vorposten; aber wahreydgch memen Bericht aufseße, ist noch eine Koxta, an debStraße, dre ms Jnnxre führt, genommen Worden, nnd sextdem schemt das Feuern aufgehdrt zu haben.“ Dex Verlust der Spatzter wzrd aufxtwa 300 Mann ge- schätzt. In der Nachricht eines Prwatbrtefes beißt LS: „Es sind noch

wei Koitus genommen worden, in deuxn “sich einige myselmännisäoe Weiber befanden, die respektirt warden. Sulu steht noch m Flammen.“

Na la des verstorbenen Tb. Hosemann stammend, nebst xiner An- zabévo? gerahmten Kupfersticben, einer Kouektion von Stichen und“ Albumblättern in Mappen und einer kleinen Sammlung ver- schicdenaxtiger A11tiquität-*n zur Versteigerxng gklangen. szter den Oelgemälden und Aquarellen. sind f_un_fzel)n landschaftliche und figürliche Blätter zum Then vorzugltcber Quantat von Ed. Hildebrandt, ferner Landschaften xon_ Blechen, Cb. Hoguet, Eschke, Flamm u. A., Tbterftucke von Bren- del und F. Volß, figürliche Darstellungen von T1). Hilde- brandt, Vautier, L v. Hasn, Hosemann u.Ä. hervorzuheben. Neben A!bumblättern, Zeichnungext und _Skizzen von .quemann und verschiedenen älteren Bildern 1st' endltcb noch auf em mterxffan- tes Rsiterbildniß König Friedrich Wclheltns 111. von Franz Kruger besonders aufmerksam zu machen.

-- Die neueste Nummer der „Jllustrirnken Zeitung“ ent- hält 11. A. folgende Illustrationen: Botho v. Hulsen, General-Jnteq- dank der preußischen Hoftheater. Wilhelm Eduard Albrecht. 122. Ma). Die Außgrabungen in Olympia. 3 Abbxidungen; 1) Blnk auf dre Ebene von Olympia von Druva aus. Nach emer Zetcbnung von Prof. C. Häberlin, 2) Arbeiter auf dem Ausgrabungsfeld, Nach einer Zeichnung von Prof. C. Häberlm. 3) Ukbersi-Ötsvlan des Aus- grabunasfeldés und seiner Umgebungen. EntWorfen vom Baurath Prof. Adler.

Getverbe und HanDel.

Die General - Bilanz der HannoVer - Altenbexener Eisenbahn vom 31. Dezember 1875, zusammengestellt mtt ,der“ Bilanz des Vorjahres, Weist fol-gende Positxoneufauf: [__Akttva. Bahn Hannover - Altenbeken und Defftex Zw-etgbaxbn ((U? 1874 47,306929 .“), 48915863. Löbne-Vienxnbuxg (m 1874 35.345,184 „M) 41327023. Hildesheim - BraunWWctg (gegen 2030862). 2,137,695. Effekten 951,577. Debktoren 103,119 (gegcn 1,894826). Kassa (gegen169602) 45,163 Lc. ]1Pasfivx. Stammaktten 27,750,000, Stamm-Prioritäten 25,751,000. Obl- 1,' (Hm. 6.750,000. Ohl. [[ Cm. 10,500,()00 (dic'fe vier Posten wre tm Vorjgbre). Obs. 111. CM, bis „jetzt“ emittirt (geaxn 15000000) 16.222,200 „;ck Fonds zur Zahmng rückdtändiqer Zmsen (gegen 2591766960837, Exneuerunzsfond (gegen 61304) 287,32", Kreditdren 3384549, Be- triebsülzerjchß (gegm Unterbilam) 205,879. Die Bilanzsumme be- trägt 93,810587 „ji gegen 8829000624 tm Vorjahxx. Dlé Ge- sammtergebnisse des Betriebes sind dre folgenden: Emnabmeq aus, dem Personenverkehr 852183 „;ck (gegen 5:18 Vorjahr ck- 242963576), (Güterverkehr 2,528,402 „M (+ 98447626), sonstige Ertrag? 124,936-44 (+ 31,676 ckck), in Summa 3,505492 „M (+ 1,259,11v „M.). Be- triebSauSgabcn: Allg. Verwaltung 155,761 «74 (+ 48,708 «FH), Bahn- verwaltung 874,068 «44 (+ 361,288 «M.), TranSvortverwefen 1,305,038 „M (+ 431855 „M), zum Erneuecungsfonds 296,818 „M) (+ 199,776 .“), in Summa 2,631,687 M (;)-„],041627 „M)- oder“ 75 0/9 der BruttoCinnal)me_gegen 71_% 1m Borxabr. Durch d1'c nn Monat Mai, resp. Juni erfolgte Eroffnmm, der Bahnst-cckc Lohne- Viencnburg ist das Hanndver-Altenbrkener Ecsenbahnneß von 139 auf 296 Kilometer Bahnlängc: ang'eWachsen.

- Der erste Mascbinenmarkt zu Halle (1. S. findet in- den Tagen vom 28. Juni bis zum 2. Jul: 1). J. statt; der dazu um- zäunfc Plak; hat einen Flätbenraum von 21,000 Qu.-M., von denew 9000 QU_.M. mit Maschinen bestellt werden. Eine verdkckxe HaÜe Von 600 Qu.-M. dif'Uk ebenfalls zur Ausstellung von Mgscdmen. wack des Marktes ist, dem Verkäufer das BekatxntWerden sct'ner Fa- bxikate zu erleichtern und eiue günsUge _GelegenbUt xu Vergleiche'n zu bieten. Halle (1. S* bal“ mit 39 Ausjtküern 220/0, Lelpz g mtt 11 Ausstellern 140/0, Berlin mit 11 Ausstellern 80/0 des ganzen Rau- mes. Die entferntesten Aussteuer sind aus Frankmrt a. M., Mann- heim, Stettin, Dreßden, Kie1, Bremen, Hamburg, Altona, Gladbach, Braunschtveig, Breslau, Sonthofen m Bayern.

Meiningen, 213. Juni. (W. T. B..), In der heutigen außer- ordentlichen Generalversxmmlung der Mitteldeutschen Kredtt- bank wurde der Antrag des Verwajtunßsratves auf Genebmxgung eins! mit der Herzoglichen Staatsregterqu abzuschließnden Uder- ein1““omn1ens, betreffend die künftigen Beziehungen der Bank zu der- selxkn genehmigt und das nem' Statut kestgesteÜt.

Wien, 23. Juni. (W. T. B.) Der Vertraltungßrath der

Wurde der Mariä) fortgesetzt, bis die Kolonne das Meerufer bei ,

Ep3ries-Tarnowbabn hat der „Presse“ zufolge die Fusion * mit der Kaschau-Oderberßkr Babu genehmtgt.

Die „Strait TimeS“ sagt: „Der ostesnfible Zweck der _Expe- ditisn War die Züchtigung der Piraten, der wnkl1ch_e tft aber dte - Annektirung der Sulu-Jnseln _ kraft dxr Ver11aae von 1836 und 1851. Im leßteren ward ausdrückiiu» exklart: Dre Jysejn don Sul): 11*1d ihre Depenchzen werden der spamschxn Krone emberlexbt. Die Mohren. haben fick) stets Dcr Erfüuung d1e_!'er Claufel w'lederfeßt, und dies führte zum Uzigen Kriege, Uupartenscben Nachrtchteu zufolge 011411 die Spanier über*500 Mann verloren haben, und Gxneral

alcampo's toükühncs Vorgehen wird stxeng getadelt.“ "_D-r Radbek- staat Sulu bestehr nicbt mehr, und, dux Opfer _ der oxterretchtschen Korvette .Früsdricb“ sind wirklich, uns die Spamer versprochen hat- ten, durch fie gerücht Worden.“

Ein Seitens der Theilnebmer an der Westsibiriscben Expe. dition von Dr. Finscb in Bremen am 23. d. st. eingegangenes Telegramm lautck: Wir sind gestern. wobxbehalten uber den Satsan- See und den chinefischen HockpAltgi m Varnaul (am Ob1)„angelangt und geben nach Abfertigung der re1cheu Sammlungen, dxe wxr gemacht haben, sofort nach Tomsk Wetter.

Theater. Im Friedrics) - Wilhelmsstädti cben Theaqu macht heute eine Unpäßlicbkeit des Hrn. Bd mann dre Cmschalttzng der Operette „(H:roflé-Girofla' an Ste'lle der bere1ts angekun- digten komischen Op2r „Joconde“ nothwendig, Und muß„nunmel)r die Wiederaufnahme die1er, mit steigendem ErFolge beretts fieben Mal wiederholten Noviläk vorläufig in _die nachste Woche verle'gf werden. - Inzwischen soll, um dcn Wün1chcn meier momentan hter Weitender auswärtiger Theaterfreunde Rechnung zu Tragen, azn Sonn- tag und Montan die „Fledermaus“ Wrederbolc werden, WO'UU, neben der Wienor Gastin Frl. Hermine Mkyerhoff, welcbe an buxdeanen- d-n die „Adele“ spielt, eine neue Sängerin, Frl. Jrnga v. Terre“, voxn Stadttheater in Würzburg, _am Montag Geßqenhstt haben ward, m der Partie der „Frau von Etfcnstem“ zu debuttren. ' , - Die nächste Novität des Krollsckxxn Theaters. Wird enze große Operette von Léial sein, mit „dem Trcl „„Pfefferprmz“. Dje Proben smd bereis so tvcit vorge-schrnten, das; M Operette, sobald die „Berliner in Philadelphia“ m der ["Wer bewahrten Zugkraft nachlassen sollten, sofort in Scene geben kann. . -- Mit 1. Juli bt-ginnm die Sou1mer_-F_eeien des Residenz- T[)eaters und begeben fick)“sämmtl_iche Mttgnederu auf Urlaub, unter ortbezug dex für diesen Fall stipultrten (Hagen wahrcnd der Monate Juli und August. Es finden somit nur noch sechs Vorsteklungcn vdn „Arria und Messalina“ statt. -- Am'20. August tre „en, dre Mti- lieder des Residenz Thsaters, sowie dw, zuy Vervollst ndrgung' des Ensembles neu engagirten Kräfte in Berlm em, um dm Votbxrettuu- gen zu der am ]. Septc'mber stattfindenden„Wtcder-zEröffnuvqs-Vors stellung beizuwohnen. - In der Wmterfanon des Kesidem-Theaters wird ein dreiaktiges Scbaufpiel von Adolf Berger, betitelt „Der Minister“ zur ersten Aufführung kommen.

Redactenr: F. Dr_ebm Verlag der Éxpcdmon (zt ei1e1). Truck: W. ElSaer,

Fünf Beilagen

“Berlin:

(einschließlich Börsen-Beilage).

' nach den Beschlüssen der erften Berathung folgendermaßen

2,um Dmatscker Reichs-Anzkigmé 11110 K

Yichtamtliches.

Preyßen. Berlin, 24. Juni. der gestrtgen„ Sißung des Herrenhauses entspann sich bei §. 87 der Stadteordnung, welchen die Kommijston in fol- gender Fqffung zur Annahme vorschlug:

„Dre Anstxuuug der nicht [?diglicb zu vorübergehenden oder zu mechamschen Dienstleistungen berufenen Gemeindebeamfen erfolgt auf Lebxnözeit. Anderweitige Voreinbarungen über die Dauer der Dienstzext smd zulässig. ,

Dre Verpflichtung _der Städte zur Axsiellung von Militär- Jnvaltden exstreckt fick) mcbt auf solche Stellen, Welche eine höhere oder Ligxnthumlicbe Gefchäftßbildung erfordern.

DL? Gemoindebeamten erhalten Penfion, gemäß den für die unmi'ttelbqren, StaaYSbeamten _qeltendcn Vorschriften. Die Stadt- gememdc ist 1_edoch m a'lleg Fallen. zur Gewäbrung einer Penfion nur nach Maßgabe der „m threm Dienst zugebracbten Zeit verpflich- te). Anderweitige Verembarungen darübcr, in wie weit auch die mcht im Dxenste der Stadtgemeinde zugebrachte Zeit in Anrecbnung zu bringen ist, sind zuläsfig.

, 23er H. 56 kommt gleixbmäßig zur Anwendung.“ eme Dtskusßon. Der Regterungs-Kommiffar Oberst-Lieutenant Blume beantragte Namens der StaatSregierung die Wiederher- stellung der Fassung der Regierungsvorlage, während Herr von Winterfeld und der Referent Herr Haselbach fich dagegen aus- sprachen. Bet der Abstimmung wurde dann der Vorschlag der Kommisfion_ angenommen.

Die §§. 88 bis 100 uwrden ohne Debatte nach den Vor- schlägen der Kommisfion angenommen. Bei §. 101, welchen die Kommission in nachstehender Fassung zur Annahme empfahl“:

.Der Bürgermeister kann den V1kagistrat9mitg!iedern auf sechs Wochen Urlaub ertheile»; zu einer längeren Urlaubdertbeilung ist die Genehmigung der Auffichtsbehörde erforderlich.

Der Bürgermerster, der erste Beigeordnete, das im §. 119 er- wäbute Mazistratßmitglied, sowiß die §. 120 erw.?!)nten oberen; (Hemex'udebeamten bedürfen zu einer, sieben Tage übersteigenden Awaüb-it der GZnehmigung der Aufsichtßbebörde,“

wurden unter Befürwortung des Regierungskommiffars auf Antrag des Herrn Hobrecht die Worte „der Auffichtsbehörde“ in „des Magistrats-KollegiumS“ umgewandelt und dann die §§. 102 bxs 116 nach den Ayträgeu der Kommisfion genehmigt. Furf hdien §. 117 hatte die Kommisßov. folgende Fassung emp o en:

Der Mcxgistrat béfÖÜÉßt innerhalb der Grenzsn des Haußhalts- etats übér d1e Organisation des sjädtifchen Polizeidienstes und über die erforderlichen ortépolizeilxcben Einrichtungen. Er stellt die_ Polizeibeamten an, mit Auönahme jedoch der im §. 120 erwähnten oberen Béamten. Er beschließt über den Erlaß ortspoli eilicher Verordnungen. (§. 5 ff. des Geseßes vom 11. März 18 0 und §. 5.6". der Verordnung vom 20, September 1867.)

Htexczu beantragte Herr Hobrecht dem ersten Saße die nach= “stehende Fassung zu. geben:

.Der Magistrgt beschließt innexhalb der Grenzen des Haus- baltSetars uber dre Organisation des städtijchen Polizeidienstes und_ über _die erforderlichen ortspolizeilicben Einrichtungen, er be- sch,lt'eßt tmt derselben Maßgabe in auen Fäüen, in denen durch poli- ze1ltche Anordnungen eme Belastung der Stadtgemeinde herbei- geführt wexden sou.

Er steüt die Polizeibeamten 2c.“

Dieser Antrag wurde nach unwesentlicher Diskusston ange- nommen, ebenso auch §. 118. Zu §. 119, der nach dem Vor- schlage der Kommisfion lautet:

_ „"Der Bürgermcßster ,kaun die ihm nach H. 118 obliegenden Ge1chafte auch _an em anderxs MagistratSmitglied gan oder tbeil- weise dauernd ubertragen; dtes Mitglied bedarf zur ?UebernaHMe d13sch Geschaefte der Föexebmigung der Auffichtsbehörde“

hattsn die Herren Brumng und v. Voß beantragt:

nach dem Worte „kann“ hinzuzufügen: „,mit Zustimmung des Magistrats“. .

Dieser Antrag wurde ]eth nach kurzer DiSkusfion abgelehnt, dagegen nach Genehmigung des §. 120 nach dem Vorschlage der Kommisston ohne bemerkenswerthe Diskussion dem §. 121 auf Antrag des Herrn Hobrecht folgende Fassung ertheilt:

„In größeren Städten können durch Ortsstatut die dem Magistrat nacb §. 117 obliegenden Geschäfte für einzelne Zvoeige der olizeiverwaltung ganz oder theilweise den im §. 90 erwähnten Beh rden Übertraßen Werden; dieselben haben diese Geschäfte nach Anordnung des V) agistrats zu führen.

In gleicher Weise kann den Vorsitzenden dieser Behörden für diese Verwaltungßzweige das sonst dem Bürgermeister zustehende Recht der Anwmduyg polizeilicher ZwangSmittel beigelegt we'den.“

Die §§. 122 [116 136 wurden ohne Diskusfion genehmigt. Dle'm §. 137 beantragte die Kommission folgende Fassung zu ge en:

k

*

„Dix Klage im Verwaltungsstreitfahren findet innerhalb ein- undzwanztg Tagen _statkgegey die im §. 85 erwähnten Beschlüsse des Magistrats_ bezrehungSwetse der im §. 91 gedachten „Deputa- twnen (Kommjsfionen, betreffend das Recht zur Tbeilnahme an dejx Nuxungen und rtragen dxs Gemeindevermögens bezie unos- wetfe dte_Vexpflichtnng zur Thetlnahme an den Gemeindela ten.

Zzuftanßg in erster Instanz ist das Bezirksverwaltungsxxericbt.

o die Gememdefteucrn durcb Zuschläge zu den Staats-

steuern erhoben werden, oder so weit die Veranlagunxh der Ge-

meindesteuern von der Veranlagung zur Staatssteuer a ängig ist, Lind in Bezug auf die Höhe der Steuern die in der Reklamations- ezaebungsweise Rekurömstanz ergan enen Entscheidungen in Betreff der Staatssteuer auch _für die emeindesteuern maßgebend, so daß wegen der Höhe die1er Steuern die Klage im Verwaltungs- streitverfahren nicht stattfindet.“

Hierzu beantragte Herr v. Voß, dem Paragraphen“ folgendes Klima 4 zuzufügm:

- „Auch b.“ al_leu übrigen Gemeindesteuern kann im Wege der Klage nur dre erfo_l te Anwendung der gese lichen oder statutarischen Bestimmungen, cht aber die Höhe und ngemessenheit der statt- gehabten Emschävunaen angefochten werden.“ Der Antragsteller bxfürwortete diesen Antrag und der Re- terungskommiffar, sow1e der Referent erklärten fich gegen den-

elben, worauf er vom Hause einstimmig abgelehnt wurde. Die kdlgenden §§. 138-154 wurden ohne Debatte nach den Anträ- gen der Kommisfion angenommen.

Fünfter Gegenstand der Tage-Zordnung war die zweite Ve- rathung über den Gesehentwurf, betreffend dar Aus- tritt aus den jüdischen Synaßogengemeinden. Die FH 1, bis 5 wurden nach dez! Beschsuffen der erßen Berathung

ebattelos angenommen. Bet §. 6 wurde dem Absaß 2, welcher

lautete: „Das Recht der Mitbenuhung des Begräbnißplaßes der St)-

Im weiteren Verlauf

Erste Beilage

Berlin, Sonnabend, den 24. Juni

.Frxintre-the an Begräbnißstellen Werden durch den Austritt nicht eru : ; auf Antrag des Herrn Friedländer fol ende Fassung e eben: „DaF Recht der Mitbenutzung des Yegräbuißplaßesger Syna- gogengememde und die Pflicht der Theilnabme an den Lasten, Welche der Synaxygcngemeinde aus dem Begräbnißvlaße erwachsen, berbleiben dem AUSJetretsuen so lange, als ihm nicht die Berech- trgung zusteht, einen anderen Bcgräbnißplaß zu benußen. Erwor- NÜYÜYRWN an Begräbnißstellen werden durch den Austritt m eru r ;“ und" sodann die übrigen Paragraphen des Geseßes nach den Be- schluffen der ersten Lesung genehmigt, Der leYte Gegenstand der Tagesordnung war die einmalige Schlxxßberathung über den Geseyentwurf. betreffend die Befahtgung für den höheren Verwaltungsdienst. Das Abgeordnetenhaus hatte bekanntlich dem §, 10, entgegen den Beschlüssen des Herrenhauses, folgende Fassung gegeben: „Diejenigen Personen, Welck? you einem KreiStage zur Be- seßung eines erledigten Landrathéamtss vorgesckolagen, beziehungs- jveise präsentirt werden, sind auch dann für befähigt znr Beklei- dung der Stelle eines Landraths zu erachten, Wenn sie die zweite

juristische_ Prüfung abgelegt haben, oder wenn fie umb bestandener erster Prufung „bei den Gkrichts- und Verwaltungsbehörden im Vorberxttungddrcnst, oder „in Selbstverwaltungsäthn des Kom- munal-, ertsz und Provmzialdienstes zusammen mindestens vier Jahre beschaftigt gxwesen find.

'AÜe anderweittg besteh-end-sn Beschränkungen in Bezug auf den Krets der Personen, wklche von einem Kreistage für die Besetzung emes erledtgten LandrathSamtes in Vorschlag gebracht werden kön- nen. find aufgkhoben.“

Der Referent Herr Dr. Dernburg beantragte nun: den §, 10. Abs. „1 i_n folgender Fassung,

' §. 10._ Diexemgen Personen, Welche von einsm Kreistage zur Bejeßunzz etnxs erledigten Landrathöamts vorgeschlagen, beziehungs- wxxse vrafenttrt Werden, find auch dann für befähigt zur Bekteidung d1e1er Landratbsstelle zu erachten, wenn fie die zWeitejuristiscbe Pxü- fung abgelegt haben,

oder Wenn fie nach bestandener erster Prüfung bei den Gerich1s- und Verwaltungsbebördcn im Vorbereitungsdienst, oder wenn sie auch ?hne die erste Prüfung abgelegt zu haben, in Selbstvertval- tungSamtern dss Kommunal-, Kreis- und Provinzialdienstes zu- sammen mindestens vier Jahre beschäftigt gemesen smd;

“un Uebrigen deu vorangeführten Geseßenthrf in Ueberein»: strmznuug mt“; den Beschlüssen des Hauses der Abgeordneten an: zune men.

Hiérzu beantragten:

1) Herr Becker (Dortmund): die Worte: „Wenn fie auch ohne die erste Prüfung abgelégt zu haben“ zu strsichen.

2) Herr “von Wedel]: den Absaiz 2 des Beschlusses des AbgeordnetenhauJes zu strsichen.

' 3) Graf Udo zu Stolberg-Wernigerode: statt der Worte: „vrcr Jahre“ zu seßen „zwei Jahre“.

An der Diskusfion bethciligten fich die Herren 13. Wedell, Bredt, v. Winterfeld, Graf Udo zu Stolberg-Wernigerode, der Referent Dr. Dernburg und Freiherr v. Malßahn. Eine Aeuße- rung des Leßteren gab dem Minifter des Innern Grafen zu Eulenburg Veranlassung, ebenfalls in die Debatte einzugxeifen. Dann wurde der Antrag des Referenten und der Antrag des Herrn v. Wedel! angenommen, die beiden anderen Anträge aber verworfen und hierauf um4Uhr 35 Minuten die Sitzung geschlossen.

_ Jnsder gestrigen Sitzung des Hauses der Abgeord- neten erklarte in der Debatte über das Schreib en des Staats - Ministeriums, betreffend die Er- nennung _des Staatsseertärs im AuZwärtigen Amt v. Bulow und des Präsidenten des Reichs- kaxtzxer - Amts Hofmann zu preußischen Staats- Mtntstern und Mitglisdcrn des Staats-Minifteriums nack) detzx „Abg. Windthorst (Mcppcn) der Vice-Präfident des Staats- thstermms Finanz-Minifter C a m p h a u s en :

Meine Herren! Ich habe, um den Ausführungen des Hrn. Red-

ners_ folgen zu 'können, soeben unten gesessen und wir verschiedene Nottzen atxs semxm Vortrage gemacht. Jeb will den Versuch machen, 9!) es mtr gelmgt, ihm sofort auf die meisten der von thm angeregten Punkte die gewünschte Auskunft zu ge- ben. Als der _geehrte Redner damit begann, daß eigentlich dqs hohe Haus uber dix Ernennung der Minister nicbt unterrichtet set, und daß es pamentlzch in bedenklicbem Zweifel darüber wäre, ob der Hexr Mimster Frtedentl)al_wirklich Minister wäre, so habe ich ?u'erst befurchtet, es,möchten in dieser Beziehung vielleicht Nachlässig- e1t_en vorgefaüxn sem. Da die Auöführung sich auf den Minister Frtedentbal bejchtänkt, so ist mir in den Sinn gekommen, daß dessen Exnennung erfolgt ist zlx einer Zeit, wo die "hohen Hauser des Landtages mcbt versammelt waren, daß sie publizirt ist durch den Staaxs-Anzeiger, und daß vieueicbt übersehen worden ist. noch eine schriftlnbe Aeußerung über diese Ernennung zu m_achen. Wegen dieseß Unterl_assens, was vielleicht mich persönlich trrfft, ich sage, vielletcbt, wurde ich ergebenst um Entschuldigung bitten. .Ich will'oafür sorgen, ' daß eine solche Unterlassung, so lange tch dabet mitqutrken habe, mcht mehr _eintreten möge. „Dann hat dxr Hr; Reduer auf die abweichende SteÜung des Ministers Delbrück bmgewreseu und hat eine Frage wegen des Marine-Ministers von Stosch erhoben. ' 'Um zunächst den leßten Punkt. zx; berühren, will ich erklären, daß „Hr. von Stosch nicht Mttglted des preußischen Staats- Mrmsteriums bisher “war. uock) gegenwarxis ist, daß r. Delbrück s. Z. auch nicbt Mitglied des preußi1chen Staats- inisteriums war, und daß er nur thetls gn unseren Beratbun en Theil genommen hat, theils m gewtffen Fällen den Für ten Bionxarck mit seinem Votu'm Vertreten durfte. Dieses Ver- bältmß hat mit dem Ausschetden des Hrn. Ministers Delbrück auf- gehört. Wenn, wie der Herr Vqrredner bemerkte, über die Theilnahme des rn. Delbrück an den preußischen StaaZs-Ministerialfißungen, dem preu ischen Abgeordnetenhause ferner Zett eme Mittheilung nicht uxtacht worden ist, so hat auch von, seinem Ausscheiden eine besondere tttbeilung ui t gemacht werden durfen.

. Gegenwär g sind nun die Herren von Bülow und Hofmann zu Mttgltedem des StaaWMinistmmps mit Slß und Stimme ernannt Worden. Der Herr Vorredner scheint selbst anzuerkennen, daß die formelle Befugniß der Krone zu _emer solchen Ernennung uicht besirttten werden kann; er _bat apt Recht angeführt, daß die Verfassung in dieser Beziehung _eme bestimmte Vorschrift nicht enthält, und er hat mjt Recht daran erinnert, daß gerade, wie er sich aus- drückt, das Mmifterium der neues Aera, dasjemge Ministerium, was sich die Wahrnehmung der kouftttutroneaen Verfassung besonders an- gelegen sein,1ieß, kein Bedenken getragen hat, Minister ohne Porte- feuille in semer Mitte zu haben. Wenn geglaybt wird, daß nunmehr die eben ernannten Minister sich niemals np preußischen Abgeord- netenhause zeigen würden, so wurde ich das memeeseits fur eine irrige UntersteUung erachten. Wenn beispielsweise der Etat dés Ministeriums

nagogengemeinde bleibt dem Audgetretenen vorbehalten. Erworbene

ömglich Preußischen Staats-Llnzeiger.

haushaltH-Ctat Platz hat, berathen wird, wenn es stcb um die Besol- dung der m den deutjchenStagten' noch angesteÜte11preußischen Gesandten ha'ydelt, dann zwejfle [ck mcht im (Geringsten, daß der Minister von Buloxv'semen Etax vor dem Hause vertreten wird. Wie dem aber auch um mag, mexne Herren, so ist es unzweifelhaft, daß die beiden HSP!) als preußische Staatsdiener auf die preußische Verfassung yereMgt find und daß ste das ihnen von Sr. Ma'estäx dcm Könige unbertragxne Amt nur unter Wahrung der preußischen Interessen fuhren durfen und werden.

. Der Herr Rednkr hat dann darauf bingewiesen, daß wir, wie er sub ausdruckt, „bereits die aÜerkuriokcstén B11dungen erlebt hätten. Jch.kan'n das 1:1 Einem gewissen Sinns bereittvtllig anerkennen, aber worm liegt dcx Gxund? Darin, daß wir ein StaatSWLsen successive sich haben entwtckeln und bilden sxhen, wie dessen gleichen in der (Geschichte noch tztcht vorgekommen ist, und daß es Niemanden gegeben hat, auch mcbt den Mann an der Spitze dieser Bildung, der 1'm_ersten Augenbluke dsn Ausspruch hätte thun können: das muß nun 19 und mcht andexs gemacht werden, und Was beute gemacht worden ist, das soÜ fÜ'Z aÜe Zukunft bleibkn. Nein, meine Herren, das ist gerade der Gang (“mer genetixcben Entwickclung, daß untersucht wird, in'welcher Weise fich die Dinge x.e1ta1ten, in welcher Weise diesen Dinge:; Rscbnung “getragc'n Werden kann. und daß danach dia“ Vcr- suxbe dxr Staatsbtldgng gemacht Werden. bald mit größerem, bald unt germgerem Glück, aber unter (411911 Umständcn Maßnahmen, wie fie den jEWeiligen Verbältuisscn zu cntjprechcn scheinen. Wenn an- genomMn wird, daß durch diese Ernennung eine Unsicherheit in die höchste LandeSbehörde getreten sei, so muß ich das meinerseits vol]- ständig bestreiten. Wir, die; Mitglieder des Staats-Ministeriums, find davon durchdrungen, da); wir die gcmcinschaftlichcn Ziele nach wie vor verfolgen WLLÜT'LU, daß wir in den neuernannten Mitgliedern u_r Erreis-an dieser gemeinschaftlichen Ziele eine werthvolle Unter- ?tußung finden Werden.

Wenn Zeglaubt wird, die Preußischen Jnteresscn müßten unter sol_chcn Kombinationen leiden, es sei also beiwielsweise nicht möglich, daß die speziellen Interessen Preußens bet der Eisenbahnfrage durch das nunmchtige StaatI-Minifjerium Wahrgenommen Wurden, so halte Feb diese Auffaffuns für eine irrigs. WWU cs stel) um diese Spezial- mteressen Preußens handelt, dann meine ich, daß der preußisäye Chef der Eisenbahnverkvaltung und der preußische Finanz-Mmister nach wzie vor. der ihnen obliegenden Verpflichtung gkgen das Land sich bewußt sein we-cde-n und daß es ihnen nicht in den Sinn kommen wird, einem Staats-Mimsteria!beschluß, der ihrer persöUlichen Ueberzeugung wider- strebt, fich zu fügen, daß dann vielmehr bcispielSWeife der preußische Finanz-Minister erklären würde: dieser Beschluß verleßt nach meiner Ueberzeugung die Interessen Preußens, ick) mexde zu desjcn Ausführung nicbt mitwirken. Msine Herren, glauben Sie denn, daß das in aÜen anderen Fragen in dem Staats-Ministerium anders ,uginge? Glauben Sie, daß der einzelne Ministsr fich seiner Verantwmtlicbkeit über- boben halten kann, wenn er die Majorität des Staats- Ministeriums auf seiner Seije hat? Natürlich in manchen untergeordneten Fragen, wo es oft nicht viel verschlägt, ob man ejwas gerade aus, links oder rechts geht, da wird ja die nach sorgfältiger Berathung von der Méhrheit der das gleiche Ziel verfolgendcn Männer getroffene Entscheidung den Einzelnen verccn- lassen können, sein Urtheil in einer Spezialstage unterzuordnen und zu sagen, ich_ habe zwar eine etwas andere Auffassung gehabt, ich sehe aber, dax.“ die Mehrheit meiner Kollegen dic1e Ansicht nicht hat, es handelt fich nicht um wichtige: Differenzpunktc und es kann nicht

ein Jeder aus seiner Meinung bestehen. Denn das brauche ich doch wohl nicht zu versichern, daß ein Staats - Ministerium aus lauter Personen, die in jedem ei'..zelnen Punkte, in jeder ein- zelnen Frage genau derselben Anficht wären, nicbt denkbar ist. Aber, meine Herren, wenn dann wichtige Fraßen kommen, für die der einzelner Ressortchcf mit feiner ganzen Personlichkeit einzustehen bat, glauben Sie denn, daß er in Einem solchen Falle seine Stellung da- von abhängig macht, ob er die Majorität oder Minorität des Staats- Ministeriums sich gegenüber hat? Da setzt der Einzelne seine Ver- antwortung ein, kann er mit seiner Ansicht nicbt durchdringen, - nun mein Gotx, dann überläßt er es anderen Kräften.

_ Nun, meme Herren, bei dieser Darlegung, die sich bemüht bat, d1€_ vermeipten Gefahren und Schattenseiten als nicht vorhanden dar- zutbun, bm ich noch nicht darauf eingegangen, worin denn nun der positive Gewxnn zu suchen ist. Meine Herren, der pofitive Gewinn ist darin zu 1uchen, daß die Entwickelung des preußischen Staats- wesens nicht_ zu denken 1st, ohne die Entwickelun der großen deutschen Nation, daß wir bei jeder Maßregel, die wir ei uns beratheu und zu treffen wünschen, uns zu fragen haben: wie wirkt das ein auf die Verhältnissc des gesammten Deutschlands?- Daß wir für diese Aufgabe, die an jeden Ressortchef herantritt, nun zwei Männer unferexn Kolle io einverleibt sehen, die gerade diese Aufgabe sich vorzugsweije zu fte en haben, daß an Stelle meines vortrefflichen reundes Delbrück, der auf allzu Gebieten der Staatsverwaltung zu aufe war, der zwar nicht bei uns Eis und Stimme hatte, als nur Zn gewissen Fäaen, der aber den moralischen Einfluß einer wohlbe-

ründeten und wohlgeltend gemachten Ueberzeugung üben konnte, nun keine Nachfodger mit einem bestimmten Rechtsverhältniß eintreten.

Ich glaube, meine Herren, Sie werden ruhig abwarten können, ob diese Anordnung,_ zu der die Krone nach ihrer Prärogative unbe- dingt bef'ugt war, fich auch in der Erfahrung als zweckmaßig bewäh- ren wird. Wir, die Mitglieder des Staats - Ministeriums, find der Anficbt, daß dieser Anordnung konstitutioneUe Beden- ken nicht entgegengeftanden, und wir [eben der Hoffnung, daß das preußische Sfaats-Ministerium nach wie vor seine Aufgabe nicht auf die Interessen Preußens beschränken, sondern die allgemeinen Ju- tercsseu des großen demkcben Vaterlandes uuverwandt im Auge be- halten wird.

Nach dem Abg. Dr. Virchow, welcher sich im Sinne des Abg. Windthorß (Meppen) aUSgesprochen hatte, nahm der Finanz- Minifter Camphausen noch einmal das Wort:

Meine uren! Als ich vorhin der Rede des Hrn. Abg. Windt- borst einige emerkungen entgegenstellte und in Erwiderung auf den Saß, daß wir dte anerkuriofesten Dinge schon hätten anordnen jehey, darauf hinwies, wie die Bildung des Norddeuxschen Buudxs- die Bildung des Dcutschen Reiches, zu einer genettscben Entmeun

geführt habe, habe tcb nicht die leiseste lenung davon geh'abt, da

ein Redner von dem Scharfsinn des Herxn Vorredners fich, 1ch glaube 20 Mal, an dieses Wort anklammern“ wurde.

Wenn er gegen das, was ich e_fagt habe, 1115th Andere! vor- zubriugen wußte, als das ewige An hren dieses einzelnen Auedrmxs, dann wütde es mit seiner Sache, khr schlecht bestellt gewesen sem, Er hat allerdings neben dem ewigen ervorbeben dtees Ausdrucks fich auch auf mancherlei Gründe eingela_ en. Von diesen n'mden muß ich einige vorab eliminirm. Wenn es xhn gefallen hat, gegen meinxu Kollegen, den Minister des szern, mit einem so lebhaften Anartff vorzugehen, dann kann ich thn uur bitten. daß er diesen An- griff wiederholen möge wenn _ der betreffende Münster, der im Augenblick im Öcrrepbame, anwesend sein muß, hter in diesem- Hau e zugegen xft* nb zweifle nicbt daxax, daß mein geehrter Ko _ege darm dle Äntwort nicht schuldig blßtben wird. Wenn ferner angxsuhrt Wird, daß man während des Mxmfteriums der neuen Aera l_ttchts Anderes hätte vorbringen können um, sich gegen die damaligen Emncbiuugen zu wehren, als Worte, fo wrll 1ch das einmal unterstellen, aber man hat die Worte eben nicht vorgebracht,

der auswärtigen Angelegenheiten, so weit er “noch in unserem Staats-

man hat die Einrichtung nicht als unzuläsfig betrachtet, und deshalb