1876 / 149 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 27 Jun 1876 18:00:01 GMT) scan diff

.* “**„QÜKÖYMzw-MWWMELWMZNWIR ' . , _ , *. ,

ck“. , .

:...-,.“; „..,..14.;-«Z;54*-x*,„1.

"IZE?- -.' 74

BWÜÖMUUK der (Hemäideia-umiung ist ein der Nationalgalerie (von

“ren verstorbenen LandschaftSmalers F. L. Catel: „Römis (be Vigna"

.- - ** _ x..- .«.. - -. - _ . ** * -_ * * ' *“ * - ** '“ "" WWMM-ÖW"77MIWWWHZ4U;“ „...,. ......„_ . * , ,

"""“.ka-xs-«mxxz-x- _ »

vie“ -web-.'.-.de Graxieu oder Mujer), welche 'die Brasigeiäéznkeder Euiosi)? "irrigen. Die berriicbe Z““.clmung Wird demnachst in einer

-

ker Gaieiicn des zweiten Geicbosies aiisgesieüt Werden. Eine weitere Hrn. J. (Heinis) bier) geschenkies kleineres Oeibild des vor etwa 20 Jah-

eei net, iellt dasselbe eine heitere Szene (1115, dem italienischen lÖszlkcksoleben sin überaus lebendiger Weise dar. EZ. ist Landschaft und (Heure zugleich, und insofern von besonderem „»yiercffe, a1s_es die Darstellungsiveise feines Urhebers beser und wurdrger reprasentirt als die beiden bereits vorhandenen"5 icccn au_s O_er „Wagenerichen Sammlung. - Endlich sei noch erwahnt, das; fur die „im 111. Stock befindliche Ausstellung von Zeichnungen, Studien, Skizzenbnd Ge- mälden _ Welcbe in kurzer Zeit ihren Abicbluß Srrr'lckI't «- jest guck) ein Porträt, Dreber in icinen Jitgendxabren darstxllend, Linge- tWffM ist. [; i st ' g ößere Land

-- e [ irmenich a un ns, „eme : - schaft „ZW.? )miFd dieselbe in seinem Atelier, Dorotheenstr. 62, gegenwärtig ausg-stelit. Das Geuzälde ist bchicbnei: „EU) son- niger Morgen in der Templiner Forst undx'steüt die dem Wildpaike gegenüber liegende scböqe Wald. und Wiesenbartte dar, welcbe zu den Lieblingspläßen König Friedrich Wilbe1ms 17.11 21. v.H11m- boidts zählte. Es zeigt im Vordergrunde die spiegelnde Fiacbe eines Teiches, üppige Wieien, rechts und links brachiboÜe BÜUMSLYPPSU und in der tiiéerne die Konkuren des Neuen Palais. „Der Kunitler batte nicbt nötbig, dieses Motiv zu idealisiren, es tit eines der dankbaisten

der ganzen Mark. Wie in aÜ-n Landschaften, so kennzeichnet

Berlin, den 27. Juni 1876.

aterländi er Frauenverein. V W Berlin, th1 JZmij 187l6t.

Ein 11 ma er, wie es seii einem Ja 1" m_i er "1“11) vor- gekbmmenHistc,h ha? die Ufer des Rheins am Elias; r*.berfluibet. Ganze Länderstrecken find verwüstet, Tausende der Bewohner der umliegenden Ortschaften ihres Obdackzs und mrer „Habe be- raubt. Der Schaden ist um so größer und nachhaltiger, als auch die gesammte Ernte auf den betroffenen Strecken ioiai ber- nichiet worden ist. Das Brdiirfniß schleu111gsirr Hiilfe ist in hohem Grade vorhanden. Wir" gebön uns der Ys'ffnung hin, daß es nur dieser Amregung deUTch werde, Urn die fiets bewährte Miidthätigkeii aÜer Deter wach zu rizfeii, die em Herz haben für unser Volk und ieine Leiden und die ibre Menschen- liebe gern und um so mehr in einem Fallevbeihaiigen werden, in dem es gilt, den neu gewonnenen Bruderu die Hand zu

reichen zur Miiderung ihres Elends. ,

Geldbeiträge bitten wir an unseren Scherizmeister, Hrn. Bgm- quier von Krause iiur, L::ipzigersiraße 45 hier, gefalltgst abfah- ren zu Woben. . Der Vorstand des VaterländischenFrauen-Verems.

Charlotte Gräfin von Ibenpliy.

Die Internationale Aussieiluns für _Geinndbeiis- Pflege und ReitunrisWeien in Brusselsist gcstsrn Nsöb- mittag 21/2 Uhr durch Se. Majestät den Konig der Bechicr eröffnet wvrden. Eine zahlreiche Merscheznrxenge wsbnte der “(FULL- Uchfeit bei. Der König verweilte längere Zeri m der Aussieüung Und besichtigte sämmtliche Abibeiiimgcn derselben.

Der Verwaiiunßsrail) des Preußisch en Beamten-Vererns hat am 6. d. M., wie bereits mitgetheilt, zu seinem Vorsitzenden den Ober-Präsidenien der Provinz Hannover Gr:?ew zu, Eulenburg und zu dessen Stellveriretsr den Regierungs-Raib Bosje m Hannover ge- wählt. Nachdem der im §. 38 der Sifaiuien bbrßesebene Nachweis der für die (Eröffnung drr Geschäfsibäiigkeit crisrderlichen Vbraus- setzungen von dem Minister des Innern Zis genfiihrt'anerkannt wdr- dcn, hat damit die Eröffnrmg der Geschaitstbatigkeii des Vereins stattgefunden. Die Geschäfte der Direktion Werden im Auftrage des Verwaliurgsraibs bis auf Weiteres bon deri Herrexi Prof. Dr. (Graue, Regierunxs-Rail) Bosse und Kanzlei-Raib RiechersinHannsv-sr wahr- genommen werden. Sobald die DikéktiOU definitiv !Tnstiiiiirt sein wird, werden die Namen der Diriktionsiniiglwder veroffentlicht Wer- den. Es wird nunniebr über die bereits eingegangenen Versicherungs- aniräge mit ihunlicbfier Beschleuntgnrg Bescbiyß gefaßt werden. Auch wird demnächst die Ausfertigung, der definitiven Anibctlicbcme über dZe Einzahlung zum Garantiefonds nacb Mqszgabe_ des

31 der Statuten erfolgen. Dank der unentgeltlich, geubten

irkkamkeit dcs Gründungs - Corriiié-z tritt _der Yereiii bbne "ede finanzielle Belastung in ieme „Gescbasistbarigkeit e_izi. Hum Gedeihen des Vereins ist es erforderlich, das; das Interesse.- sur denirlben in immer weiteren Kreisen verbreitei wrrdc. _Nacb! §. _3 der Statuten find zur Aufnahme in_ den Verein berecbitgtr 1) die unmittelbaren und milis-lbaren Deutichcn RetrbSbeamten, 2) „die preu- ßifcben Staais-, ständischen und Kommunaibeamien, 3) die innerhalb der deuiscben Reickxslande und des Preußischen Staats augesteÜZen Kirchen- und Schuldiener, 4) die bei der Verivaltiiiig des Vereins angesieliten Beamten, 5) die auf Ruhegehalt odcr Wartegeid gescßten Personen der unter Nr. 1 bis 4 aufgcführten Klasfcn.

Die Zulassung audercr Brainienklasscn (Bemme dcr deuischen Bundesstaatkn, dcr ständischen und kommunalen Korporationen inner- halb derfelbéix, Privatbeamie) unterliegt der Beschlußnabme des Ver- waltungSratbs. _ .

Die Statuten u=.'.d sorstigen Drucksachen des Vereins werdeii auf Crfordern von der Direkiion des Preußischen Veamien-Vcreins (Kalenbcrgerstraße Nr. 34 in Hannover) kosten- und portofrei übersandt.

Die neueste Nummer der ,Concordia', Zeitschrift fur die Arbeiterfrage, bringt nachstehende Anzeige: „Auf Antrag der unter- zeichneten Redaktion hat der Unsicbußder Bonner Konfererrz beschlos- sen, die „Concordia“ mit Ende des laufenden Jahres eingeben zu lassen. Es ist übrigens, wie wir für die Freunde der von der „Con- cordia“vertretenenAnschauung_en und Bestrebupgen bmzusekßen, Bedacht darauf genommen worden, daß dieieiben aucb mZzikunft mcbt gayz ohiie literarischen Ausdruck bleiben. Näheres über die Art und Werse, wie.- dies geschehen soll, wird sei er Zeit bekannt ge eben Werden. Die „Concordia' wurde im Sommer 1870 von der * onner Konferenz fur die Arieiterfrage, einer zum größten Theil aus Arbeitgebertz der Großindustrie bestehenden Vereinigung, ins Leben gerufen, mri der Bestimmung, unter den besitzendeu 11110 gebildeten Klassen, vor Allem den Arbeitgebern selbst, für eine tbätige Tbeilnabme an den Be- strebungen zur materiellen und moralischen Verbefferung der Lage der Arbeiter Propaganda zu machen, Durch den kurx darauf aus- gebrochenen Krieg wurde dann das Erscheinen des Blattes bis Ok- tober 1871 verzözert, bon wo es bis jeßi, also nicht ganz fiinf Iabxk- bestanden hat. Als Grund des Eingehens macht die Re- daktion bauviiäcbiich die fortgesetzte Abnahme des Interesses an der Arbeiterfrage und fye i(ll an den von der „Concordm_“ vertretenen Bestrckxungen nambuit; bei der geringen Wirksamkeit, die das Blatt usnter Mien Umständen noch entwickeln könne, habe die Redaktion 'die Zuversicht Verloren, daß die „(Concordia' fernerhnx im Stand.“. sem wurde, „der lbr obliegenden Aufgabe in einem, ihrer Ligeöitlicöen Bestimmung annähernd entsprechendem Maße“ gerecht zu wer eu.

.Das BerlinerFeuerwehr-_Corps besteht seit dem ], Oktong 1875 (dem Awtsantrttt des Brandduektors, auptmann 1. 1a gujtg pes Eisenbahuregimrkntes, Hrn.- Witte), aus: ] “randdirektor, ] Brand." iuspeftor, 4 Brandtneistern, ] FSldwebcl„(Sap1bajo6 ä'armss), 4 Com- pagme-Feldivebeln, 4-5 Obcr-Feuerivebrmannern, 513 Sprißenmännem,

* Künilcr (111 in dieser Nainricene. insonderheit duch) Live?; srbbnser Baiéwickziag. Noch drei kleinere, ebenfalls von Firmenich ausgestellte Oelbilder. feffelti den Blick des Be- suchers. Das eine und zuxxlciäi kleinste, keck und frijcb auf einen Cigarrenkistendeckel bizgewsrfen, ist eme apmutbtge „Spreewaldscene“ mit der heil. Linde im Vord-ergrunde, die andern beiden Bilder stellen das einen „Sonnenaufgang und einen „Sonnen- untergang bei Genua“. B

- Der Senior der evangeiischchbeolcgiscben Fakuliat zu onn, Ober-Konsistocial-Ratb Prof 0133.51). L'apge,'bat am 11. d. Mis. das Jubiläum seiner fünfzigjabrtgen erkiamkeik gefeiert.

» ie ic ten aus den niederländischen Koisniezt eingetroffenen TagesbicYer ii?ilen die Erscheinung eines merkwurdigen Werkes 111 Aussicht, (Ein Javanese, Namens Rubber; Ubduilab Jbua Sabai: Bin Arkebab beabsichtigt nämlich, eine von ihm verfaßte Beschrei- bung einer Reiie nach den Niederlanden in inner Mutter- sprache berausiugebcn. Das BZÖ soll sich namentlich au die unteren Schichieu der javamfischeu Bevolkcrung richten.

- Der italienische Reisende Odoardo Beccari ist von Neu-Guinea nacb Genua zurückgekehrt.

_ Nack) VeriÖten der engiisrben Vlaubiicber wmdeii die_21rm ee- Aerxte in Indien seit einigen Jahren das Cbiiiin m großen Gabin mit bestem Erfo1ge gegen die Blutzerfcizung beim Sonnen-

ii F [(hier an. Da solcbePatienten Meist nichtimebr icbiucYe-n is.:itVenL Yi? wißt? es in der Dosis von etw; 15 Grains durcb Ein-

46 Km chern und 02 Pfcrch. Da Abkommandirungrn zur Rexmgnng der Stsraßen nicbt" mehr erforderlich, so sind iarr-milicbe Wachen. per- manent beseßt. Außerdem ist die Stadt Berlin in 4 Jsspekticren getbeilt worden, denen je ein Brandmeiiier vorsteht. Zur .Be- dienung der Telegrapbenapparaie befindet sick) auf der HanPt-Feucr- Was?:e, den 4 Haupi-Depotwachen, den Reserve-Depoiwbacben 3_ und 4, den Neben=Dcpoiwachen 6 und 7 und dcr Feuerwache „21 ]e eiii Tele- grapbist auf mee. Diese Telegrcipbisien werden „durch die Ven waltung sxibst zum Telcgrapbcndienft _bsfdnders aysgebiidet RUD theils ans d:-r Zak)! invalider quxrwebrmamier, i[)ejis aus der Disci- mannickéait entnommen Die im Bereiche jeder Inspektion bcfindlicren Brunnen und Hydranten werden nach einem bestiminien Diensibian durcb eine Patroniiic der Tepoiwacben derart revidirt, daß jeder Brunnen und Hydrani Unter. grwobnircben' Pcrbalötmss'cn in je 18 Tagen einmal rsvidirt wird. Die in' den .KonlxiilÉJ-kii Y.!lais, Ministerien, Theatern, in großen Fabriieiabiisiemxnis und SPL1chSYU befindlichen 90 Feuermelder Werden jeden Weiten Tag WU) dic diensifreien Telegrapbistcn derjenigen Feuerwebwepois'rebidirtu in deren Bereich fich dieselben brfinden. _Es „sind augenblirkiick) in Dienst ]7 Drurkspiiizen, ] Dampfsdriße nm Tender, 10 Wxifferwirgen, 11 Personenwagen und 3 Utensilienwagen. Am _1. Januar 1876 w'arrn 2086 Hydranten borba:.dcn. Im Jabre 1875 Waren m 104 Fallen 238 Spritzen ibäiig, die eiwa 2800 Kubikmri'xr Wasser Verbraucbt babsn. Der ancibander geicbraubie "E.“.chlqucb, der _zur Lbicbung des „KaiserbofUBrandes in Tbatrgkeit war, wurde vom VsÜe-Liiiiance-Plaß bis zur Dorotheenstraße gereicbi haben. Im Jabie 1875 find' 1581 Enden rnit 23,715 _ Mster Scblauck) : 3 Meter Länge in _ Tbatxgkcrt gekommen. Daran bariizPirt das vierte Quartal uni 9525 Meier und der Monat Oktober allein mii 3675 Meier. Im Jahre 1875 Wurdkn der Feuerwehr 1047 Brände (1874: 932) aerueldet._ Unter diesen waren 40 grdfi, 59 mittel und 948 klein. Die Berliner Feuerwehr besißt 84 volisiändise und eine CenirabTelegrapbesstsiion rnit 87 Zeigern und 17111101se-91pparaien. Vrn diesen Staiionen wurdet! im Jabre 1875, excl. F*uermeldungen 89,236 Dcprichen beiordert Zur Abboiung dmcb die Arreftantenwagen wurden telegravbiiob auf- genommcn 14,344M-31dm1gen mit 23,887 Arrestanten. eraiisgari wurden im Jabra: 1875 für das Feucrlöichweien und die Tilegrapbex- berWaliung 1,020,982 «sr. 50 H. Die Versicherimgssumme fur

Mobiliar betrug für Berlin im Jabre1875: 1,501,874,250 «;ck-., an Entschädigunzen wurden gczabit 1,148,720 „M

Die Lintbrdpoioaiscbr Gesellschaftuniernahm qm.“,onn- tag unter Führung ihres Vorsitzenden, des Prof. 1)r. Virchow, eincn _Aus- flug nach de::"zwücbm Herzb erg und Fglkenberg gelegenen. Hunen gräbern. Dieselben erstrchen sich westlich von) Rtttergui Neideck, yon diesem seibst nur dmc!) das alte Bett der "Elster, getrcnnt, uber 100 Morgen und enthalten ca. 400 einzelne Huaelkdie zum Zroßsii Tbrii eng mit einander zuiammenbängen; nur nacb Gudwesten' zu liesi „eine kleinere, fiir sicb abgeionderie Gruppe. Das aanze Terrain war [ruber Waldung, dock) i1i gegenwärtig ein großer Theil abgebolzt worden; auf diesem ist nunmehr wieder Schonimg angeiegt. s.:ußc-rdem durcb- scbneidei gegenwärtig die Landstraße dies Terram. Die Graber seibst

umgeben, die kleineren oft ficb ka_um vom Erdboden abbebend. Mit Hülfe der bereii' gehaltenen Arbeiter durchsiach man zwei der größeren Hügcl und suchte in einige der durcb die Landstraße bereiis ducrbscbnittenen writcr einzudringen. Es gelang sehr bald, Scherben, sowie Knocbenresie zu Tage zu fördern, derb wollte es zuerst sicht glückr'n, wohlerbaltenc Urnm anzutreffen." Erst sbatcr, als msn tiefer eingedrungen war, kam man aux eine außerst feste Lebmscbtcbt, die sich scharf von dem sonst sandigen Bsden abbob, und zu der Ver- muthung Anlaß gab. das; man es hier mit einer kunstlicl) her- gestellten Crdscbicht zu thun babe. Sebr bald stieß 'man dqnn aucb auf Urren, die Jeb vollstandig erhalten hatten, wahrend dicht Um ihnen herum Massen von Schcrben sich vorfandcu, 'die wahr- icheinlici) schon" als solche den Urne_n beigeiellr rvarexi. Mik Aufwand der größ'isu Sorgfalt glückte es, eme große_ und eine Anzahl kleiner Urnen auszugraben. Die große Urne zeigt einen weiten Huis, der sich nacb Unken zn ausbauschi, an den Seiten befindcn sich kleme Heqkei. Die kieincn Urnen, die theilweise fcbwarz glactrt find, haben einen etwas läugeren und dünneren Hals, sonst aber eine der gro en_r'ibn- liebe Form. Nach den giricbzeitig gefundenen Scherben z"u chließen, find die Urnen theilweise getippt gewesen, an etmgen„Stucken zeigten sich auch mit Graphit bergestelite Verzierungen. Stem- oder Bronze- Gerätbe konnte man bier nicht entdecken, doch gelang es dem Pro- fessor ])1'. Virchow in einem andern Hagel Bronzesburen vorzufinden. Im Allgemeinen war die Beute, die man gewann, eme stattliche, die- salbe wird zum Theil den Sammlungen der Geseuschaft, zum Theil dem I)iätkiichen Provinzialmuscum zufallen.

Der aus 50 einzelnen Vereinen und gegen 2000 Sängern b.. iebende „Märkische Central-Sängerbund“ feierte qm 25. und 26. Juni icin drciuudzwanzigstes „Volks-Gesangfest“ ".n Wriezen a. O.

Die vierbunderijäbrige Feier „der Schlacht bei Murten am 22. d. M. ist, von_ schonsiem Weiter begun- stigt, glänzend ausgefalien. Der historische Festzug, das Schönste Was die Schweiz je in dieser Art “geseben bat. erfreute auch Bern mit seinem Anbiick, wsnigsiens theilweise. Außer denBernern ieibst waren es die von Murten heimkehrenden Ost- und West. fcbweizer, welche sich am 23. zu einer Wiederholung des Murtener Festzuges in der Bundesstadt qngesammelt hatten. Da sah man den Herzog Renatus von Loibrmgen. Hans v.Hol1wy1, die Grafen von Oettingen und Tbierstem, Johann v. Auw, Peter Rott von Basel, Niklaus von S_ckarnachtba1, Wilbelrti von Diess; bach, die Helden jcn-r Zrit mit ihren Pagen und Reisrgen zu Fuß und zu Roß in glänzender Rßiiuztg und _Waffenpracht, manclies vieÜeicht nur zu glänzend und prachtig, um hlstorlsck) getreu zu sein,

was den Eindruck des Ganzen aber keineswegs ischwächte Die Theil- uebmer am Zuge in Bern folien ca. 34 des Fe tzuges in Murten ge- wesen sein, der ca. 1500 Mann stark war, *

find von verschiedener Größe, die größten meist mit einem Graben .

sprißung unter die Haut beigebraibi; Die günstige Wirkung soll fiih 'm ziemlich kurzer Zeit danach deutlich darihun.

Lauda und Forstwirtbschaft. _

Dem „Rhein. Kur.“ wird unterm 23. Juni aus Lorcb„ge- schrieben: Sammiliche Weinberge stehen hier in voller_Bli_iihe und haben solche in den besseren Lagen schdn_abgeb1ubt. Die «us- sichten auf einen guten Herbst in gnantitaiiver Beziehung sind ge-* gründet. Ebenfo unterm 21. Juni aus Cdesherry m derPfqlz: Traubenblüthe und Heuwurm sind,auch heuer wieder alezcbzeiiig erschienen. Traubenblütbe -giebt es seit gxstern in allen Weinberger! bei alien Sorten, crUCgenommcn Trammer; der Heuwurm findet sig) in einzelnen Lagen sebr zahlreich, in a;.deren seltener; Solita dre trockene warme Wiiierung noch 8 Tage anhalten," so standen unsere Weinberge in voile Bliitbe und der Heuwurm ware zur_ schleunigen Vervuppuvg genötbißt, ehe er großen Schaden anrichten konnte. Auch die Traubenkraukvcit macht sich bereits bemerkbar.

Verkehrs-Anstalten.

Die Posen-Siolpmünder Babu wird , wie der „Berl. Akt.“ miitheilt, ungesäumi in Angriff genommen werden.

Dir Verein für die deutsche Nordpqlarfabrt in Bremen erhielt am Sonnabend einen neueii Reisebericht _des ])1'. Finicb, datiri Saissaii Posten, dei! 27. M11 (nabe an der (viiie- sisckocn Dzungarei). Der Bericht entbaii verschiedene mteressaknte Mii- ibeiiungen über die Forirbungc-n der Reii-„nden ,in deri ddrngen Ge- birgen und Steppen. Es wurde u. A. a:.eck) eine cbmesiicbe Grer-z- siadi Dschuguticbak, besucht, wo der Gbgveinriir die Rsisendsn, welcbe mit ruifischen Oifizieren und Kirgiscixhaub'iingep einriiten, ggstfrei aufnahm. Ju dcr Si-Ppe herrschte grobe Hiße Die Reti-ndrn festen ihren Weg nbrdiicb durch den. ch1nxsiichen Hochaliei fort „und kamen [auf Telegramm am 22. Juni in Barnaui an. Hier beginnt die Fabri auf dem Ob, webbe bis zur Mündung forigcixizi werden soll. Aiie drei Reisenden (1)r. Finicl), ])r. Brehm und Gas Wald- burg-Zeil) waren wohl.

Die Rückkehr der von der GüßfUdixben Expediiibs an der afrikanischen Westküste uocb zuruckgebiiebenen Miiglieder 1)r. Falkenstein, 1)r. Pchchuel Löscbe, Soyaux uud Lindener ist bereits erfolgt, Die Herren smd in Liverpool mii dem'Dampfi-r „Loanda“ eingetroffm und haben einen jungen lebenden (510141141 Mitgeb1ach1,d€r demnächst dem zoologischen Garten hierseibst ubergeben werden soll.

Aus Siuiigart wird unter dem 24. Juni gemeldet: Gestern um die Mittagsstuvde entiud sicb ein Gewitter Mir wolkenbruch- ariigem Regen in siidWesTlici)er Richtung in der V-Zrsiadi Heslacv, in Kaitentbal, Beibingen, wiihrend m der unteren Konigsstxaße nur «“in kurzer far.fter Regen fixi. „Ungebeure Wassermassen sturzten von den Bc-gwändcn bernicdrr. Noch am Abend nurzte_ der sonsiio stine Nkseubacb da, wo er in die Vorstgdi Hesmch „einirttx, ioisyd m fck)au- Menden Kaskaden, An seinen Ufern find die größten Verheerungen „m suchen. Die Borde feines tief„i_n den Humus eingewüblten Bextes smd zerrissen und Uiklfack) unterspiiit, ein Uebeliiand, der um so un- angenehmer ist, ais in Heslach viele Behausungen hart an den Rand des sonst so bescheidenen Bäcbleins' geruckc sind. Von den Bergen herab ist eine ungebcure Masse *chlxmm ur-d Sand nach Heöiarl) geschwemmt worden.

Theater.

Im Viktoria-Tbeater soli im September eiii myiho- logisches Schauspiel: .Die Irrfahrten des Odysyeus“, in Scene geben. Den Okysseus wrrd Hr. Dtrckior Enn! (Haim spielen.

- Jm WoiterSdorff-Tbeater HLkNÖt Vor der Scbl-rßung desfclben noch ein reges Leben. Na-bdem .Der geschundene Zimb- ritter“ am Sonntag daieibsi vor ausverkauftem Hause unter anhaltender Heiierkeit des Publikums zum ersten Male dargestellt Wurde, wird den Wiederholungen dieses Stückes von Mittwoch ab abermals eine Norität beigeseÜt. Hr. Balletmeist'er Holzer näml-cb eröffnet an dieikm Abend mit seiner Gesellstixaft ein O_a sispiel am W [tersrorff- Theater urid wird eine von ihm arrangnie große Balletpantomixne „Eine türkische Pblastrevolution“ zur Yuffrxbrung bringen. Außer dem zahlreichen Balletpersonal wird m dieser Pantomime der ge- sxmmte Damen- und Herrcnchor des Wolfichdotff-Tbeaters, sowie eine große Anzahl von Statisten und'Statistinnxn Mitwirken, während die darzusienendeu. Partien sicb m den Harrieu der Damen Frl. Spjnzi, Fr. Denzin, wie der Herren Junker, Schultze, M11" Hänieler und des Valistmeiiters Holzer befinden,. Die Musik zu dieser Piece ist vom Kapelimeister Gustav Michaelis.

Bäder-Statistik. Aacben bis 21. Juni. . . . . . . . . 9941 Baden bis 25.. Juni . . . _ . . . . . . . . . . . 12532 Burtscheid bis 2]. Juni . . . . . . . . . . . . _ 5:18 Creuznach bis 6. Juni . . . . . . . . . . . . , _ 1100 Eilsen bis 14. Juni . . . . . . . . . . . . . . 371 Eigersburg bis 17. Juni . . . . . . . . . . . . . 123 Elmcn bis 25. Juni . . . . , . . _ . . . . . . 685 Elster bis 21. Juni . . . . . . . . . . . , . . , 1277 Ems bis 24. Juni . . . . . . . . . . . . . . . 5626 Flinsbcrg bis 19. Juni. . . . . . . . . . . . . . 233 Franzensbad bis 20 Juni . . . . . . . . . . . . 1968 Gleichenberg bis 17. Juni . . . . . . . . . . . . 1130 Hall bis 15. Juni . . . . . . . . . . . . . . . 427 rriuzsdorf bis 15. Juni . , . . . . . . . . . . . 380 ermannsbad-Liegxn bis 22. Juni . . . . . . . . . . 115 ohannisbad bis 21. Juni . . . . . . . . . . . . 300 Ischl bis 18. Juni . . . . . . . . . . . . . . . 729 Karlsbald bis 15. Juni . . . . . . . . . . . . 7899 Kiisingen bis 20. Juni . . . . . . . . . . . . . . 2881 Kösen bis 19 Juni . . _ . . . . . . . . . . . . 42.1 Krapma-Töpliß bis 17. Juni . . . . . . . . . . . 514 Landeck bis 15. Juni . . . . . . . . . . . . . - 796 Lang-nscbwalbacb bis 18. Juni . . . . . . . . . . . 754 Lippspringe bis 20. Juni . . . . . . . . . . . . . 700 Marienbad bis 13. Juni . . . . . . . . . . . . . 2619 Marienborn bis 23. Juni . . . . . . . . . . . . . 87 Misdiby bis 15. Juni . . . . . . . . . . . . . . 310 Oynbchusen bis 23. Juni . . . . . . . . . . . . . 1030 Pyrmont bis 20. Juni . . . . . _ _ _ . . . . . . 3075 Reinerz bis 15. Juni . . . . . . . . . . . . . . 550 Nobiisch-Sauerbruun bis 15. Juni . . . . . . . . . . 350 Salzbrunn bis 15. Juni . . . . . . . . . . . . . 407 Sckyandau bis 23. Juni . . . _. . . . . . . . . . 269 Tepliß-Schönau bis 16. Juni . . . . . . . . . . . 3241 Tobelbad bis ]5. Juni . . . . . . . . . , . . . 120 Warmbad bis 22. Juni . . . . . . . . . . . - . 165 Warmbrunn bis 20 Juni . . . . . . . . . . . . 1107 Wiesbaden bis 24. Juni . . . . . . . . . . . . . 28751 Wildungen bis 16. Juni . . . . . . . . . . . . . 386 Zoppot bis 15. Juni . . . . . . . . . . - . - . 564

Redacteur: F. Prebrn. Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. E(Mer.

Vier Beilagen

Berlin:

(einschließlich Börsen-Veilage).

rstr Beilage

Zum Deuiscijen Rrirbs-sinzriJrr mid Köiiigiick; Preußischen Staats-Anzeiger.

13-7 Z'? 149- Yichtamtsiches.

Prenßeu. Berlin, 27. Juni. Im weiteren Verlaufe der gestrigen S'iiznng des Hauses der Abgeordneten wies der HandelS-Mmisier 1)r. Achenbach auf die (.'-Zefahren, welcbe die Abnahme der m Betreff der Iserlohner und Oberhausener Petition von der Gemeindekommisfton gefaßten Beschlüsse fur den_ preußischen Bergbau herbeiführen könnte, wie folgt, hin.

„Meme Herren! Wenn ich in dieser späten Stunde noch in der Vorliegeiiden Angelrgenbeii das Wort ergreife, so bitte ich gleicbivobl auf einige Yugenbiicke um Zbre Aufmerksamkeit. Es handelt sicb in der That hier um eine! wichtigere Sache als mancher in diesem Hause, auf den ersten Blick glauben mag. Hätte die Kommission die beiden hier vorliegenden Petitionen als solche, als einzelne Peti- tionen, bebandelt_ und'AbbÜlfe für den vorliegenden einzelnen Fall beantrai-„t. so „wurde ich der Angeligenheit die Tragweite nicht bei- Yeiién, welcbe 1ch ibr1eßtbeiznlegen gcnötbigi bin, und zivar da- OUT!),- daß Ihre Kommrfsiou sich veranlaßt gesehen hat. aus de_m eiiizielnen FaÜe heraus aÜgkmeine Vorschläge über das Verhält- niß des Gryudetgenihums zum Bergwerkéeigenthmu zu bilden. Meine Herren. es ist mir wohl erlaubt, einige entschieden irrige Anfichtbn, die auch 111 der'ere des Herrn Vorredners bezüglich dieses Punkies hxrsdrgctretrn smd, hier zu berichtigen. Derselbe deduzirt aus dern rsmrickirn Recht und_ aus dem prerißischen Landrecht iiber das Ver- baliniß des_Giundetgenibums zum Bergwerkseigentbum, indem er zngicicb erklart, daß die Mineralien nach deui1chem Rccbt Substanz- ibeile des Grund und Bodens seien. Es ist dies eine grundfalscbe, irrige Ansibauung, die in der deutschen Gesetzgebung nicht den aÜer- geringsten Boden befiizt. JnIbesondere enthält das angeführte, aii- gcmeme Landrecht in alien einicbiagendcn Punkten das gerade Gegen- tbeil von dem, was „hier behauptet ist. Meine Herren! Ich muß aqssprecben, daß es im Lande einen eigentbümliében Eindruck machen wrrd, worin man Interessen, die sick) nach vielen MiÜionen für jedss Jabr beztfxfern, auf Grund von Argnmentationen beurtheilt, die eine mcbt zune ende Sacb- und Recbisauffaffung an der Siirn tragen. chb dem allgemeinen Landrecht find die m.terirdiicben Fossilien, so.- weit fie urier das Regaliauen, herremos, und dem Staate ist das Recht der yorzugsweisen Okkupglton dreier herrenlosen Fossilien kraft des Regals Ubertragen; kraftx dieses Regals verleiht er die herrenlose Sache auf den Bergwerisetgrnihümer. Dieser Siandpunkt, wie er im ali- gemeinen Land1echt niedergelegt war, ist allerdirßs in dem allgemeinen _Bergwerkégeseß 'nicht in dieser Art beibehalten wvrden. Er ist nicht in dreier Arbbeibehalten worden, rvcil. dieses Gessiz insbesondere auch dem Grundeigentbum Wesentlich enkgegenkommen wvÜie: aber eisierxs strbt ebenfalis auf dem Boden. daß die Berechtigung, Welche durch die Verleihung gewonnen Wild, als eine volisiändig adäquate dem Eigintbum an „Grund und Boden gegenüber cmgeseben werden rrzuiz. Ick mochte es geradezu betonen, daß diese Berech- iiismg ganz denselben vxxfossungsmäßigen Schutz genießt, wie das Equntbum_an der Oberflache; es verletzen, beißt ebenso einen Ver- fassungsarnkel verlesen, als wenn dem Emndeigcuthum egenüber „anutbungen gestxÜt werden, die Jeseßiich nicht begründet md.

Meine Herreni Ursere Vorfaxen haben dem Bergbau eine be- sonders bevorrechtrgte Steüung zugewiesen, und das allge- meine Landrecht ist noch getragen von den, Prinzipien, wo- nach der Bergwerisbrsißer mit mannicbsacbc-n Privilegien gegenuber dem Grund u_nd Boden ausgestattet war. Warum sind unsere Vorfahren zu diesem Prinzip übergegangen? warum haben sie dem Bergbau diese Privilegien beigelegt? *- Mcine erren, gewiß nicbt aus den Gesichtspuukieu, wie fie bier mehrfach )ervcrgetreten sind, daß man sagt: es handele fich Seitens der Bergbautreibenden biss darum, Geld'zu erwerben, und es sei daher ungerechtfertigt, Jemandem,“ der lediglich ein Gewerbe treibe, das auf Gelderwerb gericbiet ist, _emen 11arken_ Schuß anderen berechtigten Ziitekessi'n gegenuber zu gewabren. Ich gestehe zu, wenn Sie mir deri einzelnen Bergwerksbefißer ins Auge fassen, in ieinem, Vetsbaliniß zum einzelnen Grundeigentbümer, io sieben Privatintere en gegen Privatinteressen. Der emzelne Bergwerks- beßßer hat _aÜerdmgs die Aufgabe, (Held zu erwerben. Das ist aber mcbt dasjmre, was maßgebexd ist, Wenn man die Gesammibeii be- Ur3heilen wrl]. Der gesammte Bergbau beurtheilt sich keineswms aus dem Gesichtspunkic blos vermögenUechtlieber Interessen, der Bergbau rst vielmehr wohl das wichtigste Genverbe, rvclcbes Wir in "MMZ" haben. Auf ihm bkruhen eine ganze Reihe neuer umfangreicher ewerbebeiriebr, und man kann Wohl sagen, ein Theil der Macht, 'die Preußen beute besitzt, läßt sich in léßiek Linie zurückführen auf die Blinkx, die der Bcrgbau befißt. Glauben Sie denn, daß England politisch diejenigeMacbt auf der Welt sein würde, Wenn ihm der Steinkoblcnbergbau fehlen würde? Ich behaupte, die englticben Flotten 1chwämmen nicht anf allen Meeren. wenn. sie nicht den Hinterhalt in der Blüibe des enUischen Stemkohienbergbaus besäßen. Preußen iicbt in der That ebenfalls einen großen Theil seiner K;.ift in der Prosperität dieses Gewerbes. Das aben unsere Vorfahr»! frübzeitig erkannt, und wir haben Gott sei ank bis auf den heutigen Tag dirie Auf- fassung nicht vergessen. 'Es ist dies aber ein GeWerbe, was seiner Natur nach mit manntcbiacben Schwierigkeiten verbunden ist, was eines gewissen S_cbußes bedarf. Und wenn der Herr Vorredner da- von ausging, daß der Bergwerkstreibende gewissermaßen uwsonst sich das Bergwerk aneignen, so weise ich ihn daraqf hin, daß, FäÜe vorkommen, wo Bergwerkstreibende, um ein Steinkobleniager aufzuschließen, es für die Zukunft zugänglich zu machen, um eine neue Quelle des Wohlstandes für ganze Landestheile zu eröffnen, oft mehr als eine MiUion verauSgabt haben, ehe sie in der Lage waren, zu sagen, es kann wirklich nun- mehr Bergbau an dieser Stelle geführt werden.

Meine Herren! Das aligemeine Bergwecxsgeseh ist von dem “Prin ip auSgegangen, eine gerechte Behandlung des Bergbaues und des .rundeiger-ibums herbeizuführen. Es hat in dem §. 148 den Grundeigenthumer wesentlich besser gestellt, als den BergwerkSeigen- ihümer. indem es den Satz aussprach, daß der Bergwerks- eigenthümer_ verpflichtet sei, für jeden Schaden, der dem Grundeigen- tbum zugefugt werde, Ersaiz zu leis-ten. Es hat den Grundsaß aus- gesprochen, daß es auf die Schuld des Bergwerksbesißers nicht an- komme. Es hat ferner betoni, daß es einerlei sei, ob der Bergbau sich unterhalb der betreffenden Oberfläche oder seitwärts bcfindet. Es hat berucksichtigt, daß es bei verschiedenen Bergwerksbesißetn schwierig sein kann, die Rate festzusteÜen, die jeder einzelne für den Schaden zu zahlen hat. Deswe en finden Sie in §. 149 den Grundsaß aus-

esprochen, Wonach ?eder Bergwerksbefißer zu gleichen Theilen ür den entstandenen Schaden aufzukommen bat. Gewiß sind dies sehr weittragende Grundsäse. In England hat man die Sache ganz gleichartig behandelt, und Wenn der Grundeigentbümer durch seine Anlagen auf der Obexfiäche "den BergwerkSeigent iimer schädigt, so ist er verpflichtet, diesem Schadenersaß zu leiten. Es findz.B.Jä11e axis der englischen Praxis zu konstatiren, wo der Eigenihümer eines Kanals verurtbeiit ist, die SicherheitSpftiler, die der Bergwerkstreibende _fur Juterene des Kanals sieben lassm mußte, zu bezahlen. Soweit ist unsere Gesetzgebung nicht egangen. Sie hat in dieser Beziehung das Grundeigentbum beäer "als das BergwerkSeigembuU gestellt. Ick) laude aber, daß sie dqmii auch an die Grenze desjenigen gekommen

, was man konzediren kann, wenn der Bergbau auch künftig sicb glucklicb in unserem Lande entwickeln soll.

Berlin, Dienstag, den 27. Juni

Mein: Herren! Was wird denn nun von der Gegenseite ver- langt? Diese verlangt im Wesentlichen eine Verurtbeilung dcs Bergbaues, Schaden zu ersetzen auch da, wy Überhaupt die Konni'xicir ros) gar nicbi nacbßewicsen ist. Wenn die Sach- bsrständigcn sicb darüber streiten, ob 'der Berabaubcirieb in dr Thai die Uiiache des Schadens an der Ober äche sei, so sagt “man: ,es existirt aus dem Grunde kein genügender cchissckuiz im Lande, weil der Bergbau iiicht ohne weiteres Verurtbeilt wird, den Schaden zu tragen. Ich würde es ganz beklagenswertbe Zustände nennen, Wenn wir jemals dabin kämen, daß Jemand veruribeilt wird, etwas für einen Schaden zu zahlexi, ivo nicht einmal nachgewiesen ist, daß ein Zusammenhang zwiicben ihm und dem entstandenen Schaden besteht. Dies ist steis das erste Erforderniß, um die Ent- ickädigung§verbindlichkeit des Andsrn feiistelieu zu können; mag eine Administrativ- oder eine GerichtSbebörde urlheiicn, immer wird sie sicb die Frage vorlegen:_ wie steht es mit dem Zusammenhang? Wenn nun das hohe Haus sich beispielsweise: in der vorliegen- den Angelegenheit zum Tribunal konstituiren Wil], so Weiß ich in der That nicbt, wie man dazu grlangeu soli, sich über die Urtbeile der_iSacbverftändigen, die nach genauer Besicbiigung der Lokalität ihr Uribeil abgegeben haben, binwegzuscßen. Es ist kein Trost für die Bergwerksbcfißer, wenn ausgesprochen wird: wir sind zwar nur Laien, abcr nach unserem Laienurtbeil fühlen wir uns in der Lage“, uns über die Gutachter: der sachversiändigen Mädner binwegzufeßen. Diese Schwierigkeit wird auch_in Zukunft niemals beseitigt Werden.

Was die prozeffualisckße Verfslgung der Schadenersaß-Ansprüche anbetrifft, so hat einer der Herren Vorredner mit Recht darauf bin- Zewiesen. daß, Wenn Uebelstände in dieser Beziehung bestehen - und daß fie bestehen, ist_anzusrkennen - es die erste Aufgabe sein wird, kei Regulirng umerer Proz-kßvorfcbxifien dafür zu sorgen, daß Schadenersaß- Ansprüche in einem schixiiuigen Verfahren erledigt werden, daß dem Richter, Was die JeiisteUung der Entschädigungs- summe anbetrifft, ein weiter Spieéraum gegeben wird, das ist also die Aufgabe der Cisilprozeßordnung, und ste wird diesen Punkt zu löscn haben.

Meine Herren!“ Man schlägt nun vor, -- Ihre Kommission giebt derartige Andeutungen, _ daß in Zukunft auf Grund eines administrativrn Verfahrens die Schadeixersaß-Anspriiche festzustellen seien. Wenn es fich um 5 oder 10 Thlr. dabei handelte, so könnte man wohl sagen, das find Kleinigkeiten, cine Adminisiraiivbebörde wird vielleicht auch als kompetente Instanz bezeichnet werden dürfen, um über derartige Dinge zii u_rtbeilen; wie aber die Hier vorgeführ- ten Summrn schon beweiien, handelt es sick) gerade in den Fällen, die wesentlich in Betracht kommen, * um Hunderttausende. Ich frage: ist es nicht eine Ungebeucriiéhkeii in einer Zeit, wv man das richtcrliche Zugeständnis; zu erweitern be- strebt ist, zu verlangen, daß eine Administrativinstanz eine Fest- stellung, die sogar exiquiibar ist, erläßt, wonach der Eine unter Um- ständen Hunderttausende an den Andern zu zahlen hat! Ich verstehe nicht, wie man einen derartigen Grusdsaß hente nockz befürwviien kann, wie man die Adniinisiraiivbefugniß auf ein Gebiet übertragen will, für welcbcs sie nach jeder Richtung bin nicht geeignet erscheint!

Nun schlägt man Writer vor, daß es zu erwägen sei, ob der Bexgchu nicht in Zubunft unter bewohnten Gebäuden untersagt Wer- den musse. Wenn Sie diesen Gesichispunkt nur irgendwie befürWor- ten wvÜey, io kann ich Ihnen meinerseits nur den Vorschlag machen: sieiien Sie doch lieber den Bergbau in Preußen ganz ein. Wenn Sie sehen, wie beispielsweise in _Wc-sifaien die Grafschaft Mark br- bau_t ist, wo sich Hof an Hos, Dorf an Dorf anschließt, wo große Ländersireckexi so zm sagen vollständig bebaut sind, und dann eine Bestimmung aufnehmen wblLen: Wo Wohngebäude stehen, soii Bergbau nicht betrieben werden, so ist es wirklich besser, man er1äßt ein Gesetz: Vom morgigen „Tage an hört der Bergbau in leeußen auf. Das ist die einfache Ueberseßung eines derartigen Vor- 1 ags.

Ich muß dabei auch auf Folgendes binweisen: wodurch sind denn die meisten dieser Gegenden gegenwärtig so bebaut? Werentiich deshalb, weil der Bergbau eine reiche Quelle des Segens über "jene Landesibeiic ausgegofim hat. Ich babe in einer früher von mir selbst geschriebenen Abhandlung ein Wort ziiirt, was ein älterer Schriftsiclier brzügiich der Gründung der Bergstadt Joachimsthal in Böhmen ausgesprochen bat. Er ich11dert sie als eine reiche Stadt, die nicht bios mit Wer- ken, wie fie das tägliche Leben hervorbringt, ausgesch1nückt sei, „son- dern welche aus) _andere Werke_ menich1icher Thätigkeit und mensch- lichen Wissens reichlich auiiveiie. Er sagt dam; weiter:

, „Bevor ist nur. dieses Thal, d. l). Joachimsthal, große Wild- geweien. An dem Plaß, wv 1eßk der Predigtstubl steht, wo maénber- Bär erschossen worden, am Brodmarkte eine Mühle u. . w.

Meine Herren, das paßt wie ein Wort auf das andere beispiels- weise auf die Gegend von Oberhausen. Ich weiß nicht, ob einzelne Mitglieder in diesrm hohen Hause vorhanden find, die früher dort Schnepfen geschossen haben; viel anders wie in Joachimsthal wird es dort wohl nicht geWesc-n sein, Die ganze Prosperität der Gegend hängt weientlicb mit dem Bergbau zusammen, und nun wiÜ man die Mutter, die Quelle dieser Prosperität erwiirgen, weil sie angeblich die Ursache alles Uebels ist. Meme Herren, ich glaube, die Forderung. ben Bergbau unter bewohn- "Z' iHciäpusem zu verbieten, ist nach Lage unserer Ansiedlungen un- mogi .

Jm Zusammenhange damit befürwortet man fernereineKautions- [tellung. Ueber diesen Punkt würde sich_reden lassen, wenn nur die Ziele, wch_lche die Kommrssion erstrebte, 1charfer zu erkennen wären. Wouen Hie allgemein eine Kautionsstellung für jeden denkbaren „Schaden verlangen, den der Bergbau apricbten kann, dann sage ich, ist diese Bestimmung ähnlich zu beurtheilen, wie die vorher erwähnte, wonach unter bewohnten Häusern kein Bergbau betrieben werden soli. Ich selbst habe das franzosiscbe Berggeist; ackyt Jahre lang praktisch gehandhabt und kann versichern, daß der Art. 15 des Berggeseßes vom 21. April 1810 während dieser acht Jahre mcbt ein einziges Mal zur Anwerbung gekommen ist. Ich vermutbe, dqß der Herr Referent, wenn er derartige„Bestim1nungen vorschlägt, sie in dem Sinne vorschlägt, daß sie nicht guf dem Zapier stehen bleiben, sondern zu Gunsten der Grundeigenthumer in - irksamkeit treten. Wenn Sie aber allgemein jedem Bergbaubetrieb mit Rücksicht aui die Gefahr des möglichen Schadens an der Oberfläche eine Kautionspflicht auferlegen wollen, so _ist auch das eine solche Belastung des Bergbaues, daß ich nicht w.;1ß, ob derselbe in der Lage ist, etwas derarti es zu ertragen, es wurde das auf vi-le Tausende fur jeden größeren Grubenbetrieb hinausgehen können.

Bei der anzen Erörterung ist daran darczuf hingewiesen worden. dqßdie) Berg ehörde die Lage der Dinge mit emer gewissen Cin- seitzgkett beurtheile. Ich muß aber dem beitreten, was Seitens eines Herrn Kommiffars bereits gesagt ist. Die Berkgbeh-örde steht diesen Angelegenheiten objektis gegenüber, sie ck mcht Partei, sondern von dem Gries berufen, die bestehenden Beßimmungen zu handhaben und dss thyt sie nach Pflicht und Ge- wis en. Wenn der Bergbexörde Einseitigkeit, insbesondere auQSeitens der Kommission vorgewor en ist, so wird es jedenfakls auf «eite der

Bergbautreibenden im Lande eigenthümlich empfunden Werden,*

daß dicse Wichtige Angelegenheit _in einer Gemeindekommifston bera- then worden ist. Es liegt mir. völchl fern, den Herren irgend emen Vorwurf bezüglich dexjemsfey “nüchten zu machen, zu welchen sie gelangt sind; _1ch bm der festen Ueber eugnng dax; sie nass) reiflicher Prufun? zu dem vorliegenden esultai oe ommen sind und kann insbe ondere, wenn dem Herrn Refe-

renten dargn etwas gelegen. ist, hier meine Anerkenmmg aussprechen uber „dre Grundlichkeit, mit der er diese Sacbe behandelt; hat. Immer bleibr aber wahr, daß nach der früheren Praxis des

Hauses derartige Angelegenheiten entweder in der bamsis bestehenden.

KVÜUNÜÜVU- für Handel imd Gewerbe in Gememirbafi mii? dec Agrarkommission oder in einer besonderen Konrmission zur" Verhandlung" kommen. Es wäre gewiß erwünscht gewesrn, wenn die Manner, die in die1em beben Hause näbrr mis derartigen Angelegenheiten. bekcxnni sind, in dieLage gekommen wären, auch nach der anderen Seite hin die Sache zu beleuchten.

Ick verbalie miei) nun der ganzen Frgge gegenüber ké'imchgs

quebrend, 1ch verlange aber, dai; das, was geichiebt, sich auf einem Prak- tiicven Boden bewege, welcher zum Heil des Ganzen fiihren kann“. Einen sbiwen Weg an11 ich nicht in derartigen Andeutungen finden, wie sie hier gefgklexi smd. Ich kann auch nicht annebmm, daß man sich auf einem richtigen Boden bewege, wenn man die einicblagenden allge- meinen Fragen ,pcrmanent unter dem Gesichtspunkt beurtheilt, als wem) es sich lediglich darum bandelte, Jemanden, der Geld verdient, m die ihm" vermoge samer gewerblichen Thätigkeit zukommende SieÜ-ung zyruckzudra11gem Alles erschuf gar nicht zntreffend, sobald in Frage 111, aUgememe gcfeßlickyeBesiimmungen fiir einen so großen und wich- ttgcn Gewerbebetrieb wie dein Bergbau zu erlassen. , Es ist schließlick) darauf hingewiesen, daß die (Hrnndeigenibümer 111 mancbenBi-zrrken des preußischen Staats sui") bezüglich dieser An- gelegenheit m Aufreizung befinden. Ick) gestalte mir aber aucb daran- zn e_rmuern,_ daß auch , in den industrieller: Bezirken cbne Zweifel dieie Angewxzenbeit rr-it großer Aufmerksamkeit verfolgk wird. Der Herr Referent hat bereits angedeutet, daß die Industrie skhr empfindlich sei. Ich erlaube mir dieie Neußerimg zubeftätigen fie wrrd insbesondere auf diesem Gebiet sehr empfindlich sein, ivobe, es „sich um eine Institution handelt, Welche allein 250,000 Köpfe be- schaftmi, bei der, die Familien mitgererbnet, vielleicht eine MiÜion Menschen 111 Frage kommen; um eine Institution, die eine Jahres- produktion von 150 Millionen Tbalern Werth Hai. Esisi: also gewiß eine sslche Frage mit großer Vorsicht anzufassen, ivenn man akigememe Vorschläge für den Gesetzgeber machen will. Nun sagt zWar der Herr Referent: es „seien ja der Regierung nur gewisse Gesichtspunkte zur Erwägung anheimgegeben, es seien gar keine bestimmten Vorschläge gemacht, die Regierung habe frcie Hand, dieselbe Werde ivobl zu einem leidlicben Resultat kommen. Ick) würde miri) unter Umständen bei einer derartigen Erkiärung, Wenn sie a11ein bestände, schon beruhigen können, aber die A1!- deuiungen, die in der Kommiifion gefallm sind und in der öffent- lichen Diskusfion in diesem Hause stattgefunden haben, Weisen auf einen Weg bin, den man zu beschreiten beabsicbiigt, der keineéivkgs ein solcher ist, welcher der Regierung diese freie Hand läßt, man will sie vielmehr in eine Pofition drängen, die meiner Vollen Ueberzeugung nach für den vaieriändiscben Bergbau schädlich und verhängmßvoll ist.

M stelle mir persönlich die Aufgabe, nach Pflicht und Gewissen, wo Befchwerden an meine Instanz gelangen, das Interesse des Grundeigenibums ebenso wahrzunehmen,. wie das des Bergbaus; _ ich wüßte nicht anders ent- schieden zu haben, wo ich in die1er_Lage war. Im Gegentbeil, Wenn man dasjenige liest, was von mir 1e1bst persönlich über die Eutwicke- [Uns unierer Berggescßgebung in der Vergangenheit geschrieben ist, wird man veriolgcn können, daß fich wie ein rotber Faden der Ge- danke durch meine Scbriften zieht, eisen verstärkten Schuß des Grrrnd- eigentbiimers _brrbeizuführen. Das ist stets eine Auffassung geweiem die mir vorgeichwebt hat, und die ich zu verwirklichen versuchte, ich bin daher auch umsomehr berechtigt, vor Maßrcgeln zu Warnen, die nicht zum Heil des vaterländischen Bergbaucs gereichen. Ich wieder- hole: Bedenken _Sie wohl; es handelt fich um große Interessen, und diese Interessen 1chädigen, beißt das Lind schädigen. _

Auf Befürwortung des Abg. Frhr. v. Schorlemer-Alst und des Referenten Abg. Knebel wurden hierauf die Beschlüsse der Kommission angenommen. Sie lauten:

&. in Betreff der Oberhausener Petition: 1) die Petition, so weit sie unzureichenden Rechtsschutz behauptet, der StaaiSreaierung ziir Berücksichtigung insofern zu Überweisen, als gemein1chäd1iche Einwirkungen des Bergbaues vorliegen„ gegen Welche die Berg- bebörden Schuß zu aewäbren nach §. 116 des Liiigemeinen Berg- ge]? es vom 24. Juni 1865 verpflichtet sind, mit dem Anheimgeben, die ' erggescßgebung nach dieser Richtung bin einer Revision zu unterziehen; 2) die Petition der Regierung in soweit znr Erwägung: zu überweisen, als zur icknelleren Regulirung der Schäden und _zur Sicherstellung der Entschädigungen eine Vervollständigunq dec (He- Wßtgxbung erforderlich erscheint; 5. in Bezug auf die Iserlohner - e 1 ton:

1. .in Erwägung: 1) daß es bei der AbWeicbung der in der Angelegenheit erhobenen technischen Gutachten noch nicht als festgestellt zu erachten ist, daß der Bergbaubetrieb die Ver- anlassung zu den Bodensenkungen in und bei Iserlohn nicht gegeben habe; " 2) daß jedoch dcs Zusammentreffen des Bergbaues mit den Bodensenkungen sowob1 der Oertlichkeit als der Zeit nach einen solchen ursächlichen Zusammenhang als sehr wahrscheinlich er- scheinen läßt; 3) daß zu erwarten ist, die StaatSregierung Werde eme weitere bermiitelnde Thätigkeit dahin eintreten lassen, daß die m der Verhandlung vom 19. Februar dieses Jahres versuchte Ber- einbarung durch die legitime Vertretung der Stadt Iserlohn und des Bergwerksvereins acceptirt oder zur Grundlage fiir anderwätige außgieichende Verhandlungen barrüßt werde; 4) daß die Staatöregie- rung ebenfalls bereits die Verpflichtung anerkennt, zum S_cbuße gegen den Bergbau einzuschreiteu, indem dieser durch den Ministerialerlaß vom 8. März diefes Jahres bereits auf bestimmte Grenzen entgemgt ist. außerhalb welckoer der Stadt durch den Bergbau kein, neuer Schaden zugefüßi Werden kann; 5) daß die vorliegende Petition ge- ei net ist, die aus Anlaß der Petition der Stadt Oberhausen ge- faZten Beschlüsse zu unterstützen; - der Königlicben Staatsregie- rung die Petition der städtischen Behörden zu Jserlohrx behafs fernerweiter Herbeiführung möglichsten Schusxs gegen dle „emac- tretenen Beschädigungen der Grund- und_Gebaudebeskßek UW bk" huis Bemxßung bei der empfohlenen Revision des Bergseskskö zue Berucksichtigung zu überweisen. _

11. die Petition, soweit sie Beschwerde fabri uber das bis- herige Zivangsverfahren der Staatsbehördey zur Audfu rng , von Vorarbeiten für eine geregelte Wafferzlbfuxikung- der ömglicben StaatSregieruug zur Abhülfe zu uberwetsen.

Darauf vertagte sich das Haus um 4 Uhr.

Staat und Kirche. TU. (Vgl. Nr. 147 d. Bl.)

Die Königlich sächsische Staatsregierung hat durch Dekret vom 15. März 1876 den Ständen den „Entwurf eines Geseßes, die Ausübung des staatlichen Oberauf- sichtSrechts über die katholische Kirche im König-_ reiche Sachfen betreffend“, übersendet. Dieser laut Ve- richt vom 15. Mai 1876 in der GeseZYebungs-Depuiaiim der

Zweiten Kammer berathene Gesehentmu stellt sich im Wesent- lichen als ein zur Ausführung der Ver a ungsurkunde ür das Königreith Sachsen vom 4. September 18 1 besiimmtes pezial-

1806"

„.;-»»- ;-.-9«.*5-rx-:-4:_-x« .-* «9 , .. .. _.,4 ...... » -. «,...,... ., ..