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“"'J'üdustrie zu begrüßen. Mit Kabinet 66 beginnt ausschließlich süd-
ww einen gemänsäJ-J-„stlichen Speisesaal für das kaolge. Hinter diesen Nämnen liegen die Kammern für die Dienerschaft, und an je'cer Seite ein Pumpenraum zur Versorgung der Wannen- bäder je nach Befehl mit kaltem. oder waxmem Wasser. In dem darunter liegenden SchiffSraum find Eiskeller, Wein- keUer, auch ein Reservoir zur Aufnahme von frischem Süß- wasser. Die ganze innere Einrichtung wird in gediegener Ele- ganz auSgeführt und aUe Bequemlichkeiten enthalten, die mit so beschränkten Räumlichkeiten stel) vereinigen lassen. Um den hohen (Hüften an Bord eine geräumige Promenade zu gewähren, ist das Deck des Payillons ringSUtn mit einem Geländer Umsäumt, und von diesem Deck cin Vcrbindungöweg nach der großen, zwischen den Rakkasten gelkgeuen Plattform angeordnet. Das Ersteigen dex? Decke.“; des Pavillons erfolgt durch außerhalb an dem leßteren angebrachte Treppen. Für Se. Majestät iß über der Planform noch eine besondere erhöhte Tribüne vorgesehen, von welcher AUerhöchftderselde einen Ueber- blick, namentlich bei einer Flotten-Revüe hat, ohne durch den Radkasten in der freien Umficht gehindert zu sein, Ueber das Verdeck auSzuspanncnde Regen- und Sonnensegel gestatten das Verweilen auf Deck in jedem Wexter. Der Oberdeck wird, der leichteren Reinigung halber, mit Wachstuchteppichen belegt, über denen in dem Kaiserlichen Zimmer Teppiche UUSgebreitet find. Das ganze Vordersthiff wird nur von den Offizieren und Mannschaften benth, Die in demselben gelegenen Lokalitäten werden den Reglsments der Marine enXspx-echend eingerichkxt. Die Küche für die Besaßung befindet fick) im vordern Theil im erßen Zwischendeck. Dcr umter dem zweiten Zwischendeck befind- 1iche SchiffSraum enthält Abtheilungen für Pulver- und Granat- kammern, Proviant und SchiffSinvcntar. Das Schiff erhält 8 Boote, darunter eine große Gig, ein elegantes Dampfbeiboot, und eine zum Transport von Gepäck bestimmte Barkasse. , Die einfach gehaltene Bemaßung besteht aus 2 Pfahlmaßen uud einem leichten Bugspriet. 9111 Befaßung erhält die Jacht 120 Mann, darunter ein Heizer und Maschinenpersonal von 44 Köpfen. Zur Armirung werden zwei 12-Centimeterkanonen aufgestellt. Auch auf die äußere Erscheinung des Schiffes ist große Sorgfalt verwendet worden. * _ Der Rumpf desselben hat einen schwarzen Anstrich, und jft um ihn in der Nähe des Oberdccks eine tauartig geschnißte vergoldete Leiste Herumgeführt. Die :Nadkxxsten 11119 in ganz heÜer Farbe gehalten; jed.r der- selbxn Dr_agt _eme Kmserfrone, während das Gallion an der prye nut cmcm vergoldeter: Adler und Arabesken verziert ist.
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_ (E. W) Deytsckoe Kunst- und kunftaewerbliche Aus- stellung tp Munchen. (Sckoluß des in Nr. 157 1). Bl. ent- baltcnen Bettchts.) _Wtr darchschreiten mm diessn Raum nack) seiner entgsgknßMch: Ecke zu und träten neben der Kolossalbüste des Kai- sers Frcxnz „;_8919'131) mit “ccm Vor_saal 53 in die östérreicbischu Abthei- ZUJM- 731? 1,112) in Kabiuet 54 sortkcßk bis Kabt'm't 60. „Wix,- sind wrcdsr 73,751 etgentlichen Jestraum (Srringbrunncngrupve) ganz nahe, trxtcn _kMein und Wenden uns links um die Eckx, um in Kabiuet 61 MWT? bayerische Erzeugnisse, sodann in Kabinet 63-65 österreichisabe
deutsche, zumeist Jndustxie au_6_Ba*9e:n. Die Kabinete 70-72, 77, 78, _79-81 dienen ausschlußlick; der tirchliégen Kunstinduftxie, zumetst aus Baycxn, doch auch einige österreichische Firmen resp. das krzbischösliche Sekretariat in Wien vertreten. Von irysnd (imm dicser Kabinete 3919119911 wir immcx in den “Saal Nr. 76, der wieder reich mit süddeuLTckx-xn, sPczZsÜ bayerischwn Jndustriccrzeuquisssn, angefüllt ist. Wir dürfyn hikr nicht
„In Europa hat, nach einem in den „V1. f. HGW. u. soz. L.“ ve_ron_entltchtcn_ Yußgß des Sclmlmtk) Looff in Langensalza, den re1chlxchsten ?_Txederstblag die Wsstküste Portugals und die spanische Yrovinz Galxcren (Coimvra jäl_)r1ich 111 Pariser ZoÜ); dann folgt
rland, das den durch den Golfstrom noch gesteigerten Mieders lägen den Namen des grünen Erin, _abec auch seine vielen Sümp e und Torfmo-Zre, so wre England ferne dichten Nebel verdankf. Hua an der Ostkuste Englands hat aber nur 17 Zoll Niederschlag. In Frankreich hat Vayorxne 46, Toulon aber nur 17Z Zoll, Belgien und Hokland hahen 20 bis 28 Zoll. In Deutschland ajit im Allgcmeinen das Gesetz: je We1ter n_ach Osten, desto geringer der N1ederschlag, jedoch wird dasselbe durcb dle Hohe dxr Gegend über dem Meeresspicgel und durch die Lage zu dcn_Gebrrgcn bedeutend _Vsrändert. Die Niederschläge find h_cdeutcnd _großcx an Gsbirgcn, bexondkrs auf 516)? vervaldetcn, Mil Trése dén chr _sie hinweästreifendcn und sie treffsndeu feuchten Luft- strömungky wert mr_br Wärme entziehen ; ferner haben die südlichen u_nd wxstltchen Abhang: der Gebirge mehr Niederschlag (und auch eme bo_bcre_Temperatur) axs die nördlichen und östlichen. Nach den Mxttheuuvgen des preußischen meteorologischen Jnstituxes, Welches 1871 dte Beobachtungen von 228 Beobachtungsorten zusammengestellt hat, unter denen Dcr Regierungsbezirk Magdeburg sehr gering, die Stadt Magdeburg gar nicht vertreten ist, 1chwankt der mittlere jähr- ltche N1eder1chlag in_
Ostpreußen zwi1chen 24,5“ (Tilsit) und 18,2“ (Claußxn). Mitt- lerer Nxederschlag 22,6“.
_ Westpreußen zwischen 23,9“ (Neukrug-Schöneck) und 17,6“ (Dan-
ztg). M. R. 19,9_““.
21 „Pommern zwtschcu 23,4“ (CöSlin) und 18,2“ (Stettin). M. N. M4 ,
I'VZZeFenk-urg zwischen 23,2“ (Schönbéég) und 14,2“ (Wustrow). „ . ,6“. Schleswig-Hol 12111 und Rei städte wi (be 29, “ "ck*t dt nnd 17,5“(Sy1t). sM. N. 26,1“,Chf z s n 6 (Glu 1a ) Ostseeküne zwi1chen 28,3“ (Segeberg) und 19,2“ (Neustadt). M. R. 24,5“._ 18 ___Posen zwischen 19,0“ (Bromberg) und 18,6“ (Posen). M. N.
“ Sch1efische Ebene zwischc-n 24,8" Tarnowi m],“ . Warkenxersgß GN 20_3-._ ( 73) Un 2 (Polt'isch S „im WS ebir ? wi" en 401“ “W 1) 19 '“ . - kron€)- M. N, 25,6“.g z ck & ang) un “9 (LMM M Yrqxödenburg zwischen 26,3“ (Pammin) und 15,4“ (Prenzlau). . . :. ,5“, _ _ M. Y_[ZYZFZÖ Saclmen zwischen 32,5 (Rehefeld) und 15,6“ (Rxeja). rovinz Sachsen und Thürinqen zwischen 45 4“ Gro B eiten- bach) und 14,9“ (Mühlbgusen). M. N.?11,8“. , ( ß r N 3?sz zxxischen 55,1.“ (Klauéthal) und 20,2“ (Göttingen). M. . ,2“. _ M. KTJZKFMWM 27,9'“(Altmoo1"chen) und 15,8“ (Schiffenkerg). M ___?annoyxr zwischen 34,4“ (Norderney) und 21,2“ (Hannover).
. 25,2 ; Westfalen wk, ca 37,1“ Arnöber md 2] --- «ck [ _ M, L 28,9“, 3 stk) ( g) 1 ,b (&.a zuflen) ldenburz zwischen 27,1“ Oldenbur und 20," W'1 [ . MY?) M.§)1.23,5“_ ( 5) “ ( Mm“ einlano Wi en 37-8" Saarbrücke1 u d 14, “ * "* -“* " „ M_ N. 24_1-1_ z sch ( !) n 4 (DUkaCTM) BWW- Uach vur sm_ciiäkyrigen Beobachtungen, daher ssbx un. Y'Zbek- (Fischen 52-5“ (Datchlbcrg) und 25,3“ (Altenfurth). M. N -_9“ _ _ Württemberg und Hohenzonern zwjsss-gn 525“ rkuden tadt im SchWÉZUZWܧ11Y YH"; 13,8“ (?YUMYÉW. M. L3715.33,0“s. a un 0 rngen wi en ,1“ G" sd . 24_ „ (Mes). 5.111.311. 28,5", 3 _( “ “f) ""d 0
Das Königs-Hus_aren-Regiment (1. Rheinisckxes) Nr. 7 von der Formatton des Stammxegimenxs bis zu: Gegenkvart, von Adqlf v. Deines, Lieutenant im Könms.
die__an ker Nördlichen Seite anstoßenden Kabinen“ 73-75 mit Yélßens bayerischen Crzeugnisscn, vergessen, Durcbsckzreikcn nochmals Saal 76, um _die gegenübexlisgkndcn Kabincte 82_84 mit gleich- falls metstenthcrYs Münchenc: Jndn-jric zu besichtigen und gelangen sodann in Galert_2_85 mlt den Seitenkabineteu bis zu Nr. 88 an süd- deutschen Erzcuxmsxcn vgrbei. Wir wenden uns von Kabinet 88 östlich durch Kahmkt :1 und Saal 76 rechts herum zu Kabinkt 89 und 90 mit Mu:.chcner Erzeugnissen, durchschreiten Saal 91, um zu Kabmcc 92 und 93, mtr glejcbfaüs Müncbcner Exzcuaniffen, zu 53911111ng und kommen wdmm mit Kabinet 94 _ 96 zur _o1te_rrc_1chxschen Industrie. welche steh im Saal 97 bis m_ dte sxzdltclx gelegensn Kavincte 98-103 fortsetzt. Wir gehen nun wwder ruckwarts durch Kabinet 102, 101, 99, um bei Kabinet 56 m_1d __55 vorbei nochmals dm jogcnannten Kaiserpavillon, also öster- re_tch11che deustrxc (Nr. 104,105) zu begrüßen. Mit diesen Ka- btyetxn schneßt auch die Wanderung auf der östlichen Seite und so- mtt nn Pa_rterreraum des Palastes. _ Begeben wir uns nun in die erste Galertx, so finden jytr dort die Crzsugnisse deutscher Kunst- schulen, foxpxe au_ch den Anfang der Ausstellung des deutschen Archi- tekten-Verems, dte ficb in der 2. Galerie fortseßf, woselbst auch die AuésteUung von Wexkcn der Verviclfältigendkn Kunst sich befindet. chn_man ku? nach dem Eintritt in_die Springbrunengrupve, der etgentltchexg ,Fethaüe“, vor der Kolosjalbüste dcs Königs sich dxeht, so ocrbltckt man _chcrhalb des Portals mit seinen vikr Durchs gangxn das groJZ Oreßmalbtld des Dircktors der Akademie zu Bexlm, _A. v Kemer, Welckxes derfelbe als Grundlage für den Mosatkfrtes_ am Siegeßdenkmal zu_ Berlin entwarf. Dieser Fest- raum enlhalt auf ix_cr rechten Sexte, in Blumenparterres gestellt, Nr. 15 _owess-xr Wromanns Jugendlicbéc Hermeö“, Nr. 16 Bild- hauer K_ufers „Ganymed, den Übler tränkend“; auf einem gleichfaüs rechts 1tel)e_nden Geländer find Czarnikows (Berlin) „Nymphe, Jchuschen emcs Wasserfaxles bclauschend“ (Nr. 14), scwie Nr. 13 Dußmann-Heßléorn (Berlin) „T_runkemw Faun“ und Nr. 12 Schaper (Berlin) „,Die W_affcrpro_be“ (1ämmtlicbe 3 aus Bronze) aussestellt. Arx der Kolossalbune Kmsers Franz Joseph von E. v. Zumbuch in Wten_ und des Dculxcben Kaisers von Dyckexhoff u. Wiedmann in Biebrich a. Rb. Voru_ker, when wir an der vorher befchréebenen entgegengesetzten_ Serke wtedex 3 M.“.rmoxfiguren: Nr. 9 Henzschels (Wien) „Amor, emen Scbmclterling gefangen hal- tend , Nr. _ 8 Kopf (Rom) ,.Badende Kinder“ und Nr. 7 Streck_er (Dusseldorf) ,Lorelxy“; sodann nach dem HaupTeingange u, m dxm Blumenpaxtexre nochmals 3 Marmorgruppen; r. 4Andres en(Dresden) .,Gefesselte wehe“; Nr. 5 Schmidtgruber, A., (Wien) „“_runuenfigur“ und Nr. 6 agmükler (München) „Mädchen mrt emem Kmre sptelmd“. Unter dem zunächst liegenden Eingang des Portals_stehtNr.3Rampt_s (Frankfurt) „Adam und Eva“, dahinter UnterkalmetfterUWien) „Oedtpus und Antigone“ (Nr. 20) und an der sehenöwerthen Mannbardtscben Uhr hinweg zu den bkiden GipSaruppen Nr. 18 Zoller und Schmederer (München) Abgu des burbariuischen Fa_uns und unt_er dem Portal Nr. 17 Gamps ( Üuchen) .Siegfxied w_ascht sich mrt dem Blute dcs Drachm“. Es bliebe noch ubrig, dxe Brunnengryppen zu besichtigen. An der Koloffalbüste König Lqrwigs_ vorbcx, welche aber nixbt von Perssor Wagmüuer ist, sehen ww x_un d_en S_pringbxunnen 2 größere Gruppen pom Professor A. szrelmg txt Nuznbexg, während die 4 kleineren (Eck) Statuen von (x_ktd. v. Miner IM" m München modeÜirt sind. Tln der Seite ge?enuber der pxeußrfckzen Abtbexlun befindet |ck, Wischen Blumen 1“ k V„Ltslkck- zunacht am Brunnen r. 23 eine Bronzefigur, „Knabe auf 6111an De_lphm', von Bild auer Remak in Berlin. _ Dies.r „JesYW erd abgegrenzt dur mächtige Flaggenstöcke, an welchen kje appen und betreffenden Fahnen von Preußkn, BWM?- Oester-
l€1ch, Wüxttember, Sa en, d „ _ gebracht find, g chs Ba kn, Hessen Darmstadt 2c. an
thsarcn-chimcnt, z. Z. kommandirt zum Generalstab. Berlin 1876 bci E. S. Mittler u. (Sohn.
_Das Sr. _Majestät d_em Kaiser und Könige dem AÜerböÖsten (Cher des Regtments geW1_dmete Wsrk, Welchem als Titelbild das FauYer und elegant ausgefuhrte Reitzxrbild AÜerhöcvstde-ffelben in der xlnrsortxj deß Restmepts beigegebeg 01, beginnt mit der Darsteüung der krtegcr11chenGe1chtchke des Schleüsckxn National-Hufaryn-Regi- menés von 1813-15, _ aus dessen 2 Eskadrons, sowze “. Eskadron Yer 1. Lelb[)121.!ken das 7. Husaren- Regiment am 2. Marz 1815 _form7-t_ Wurde. Da von dem 3e- dachten Schlsfischen Natt_onal-",“-njaren-ngiment 387 Mann, 'von yelcben 207 _uoch den theg u:!x„emacht hatten, in das 7. Husaren ubertraten, wahrend der Rest an die (Harde abgegeben wurde, so be- trachten (Y) dte_7. Husar_cn wohl mit Recht «ls die Crbxn des Ruh- mes d_er ©ch1cfi1chcn Natwnal-Husaren, deren Thätigkeit währ-snd der. Befxemqgserege 1_m ersten Theile des Buches geschildert wird.
Am 14. Apul 1815 trat das Regiment zu Wrießen «. O. zu- sammm, konnte aber wegen _der kurzen Dauer der Campagne nicht mehr am Zeldzuge 1815 ThUl nehmen, _da die Friedenskur.re es auf dem Mar1chx zum Kriegsschauplaße noch däefseits der Eibe erreichte. Nachdem es „m der Provmz Sachsen noch eine Zeit lang in Kantonrirun- gen aelechn, brach es gegen Ende des Jahres in seine neue Garnisonen in der Provmz Po1en _auf, dre es unter mehrfachem Wechsel der Ort- schaftsn 1316 10, Mm 1852 bebtelt, an Welchem Tage es nach Bonn yexlegt Wurde, xvo LS_ sich noch heute befindet. Dieses Garnisons-eben wahrend 37 Friedensxahxen wurde aUerdings durch“ die poluif en §«Unf- stßnde von 1830 und 1848 unterbrochen, doch Wurde dem * eßiment ke;ne_ Gelegcnhetx zrx_ hexvorraßender Thätigkeit. Das Weitaus Wichtigste Eretgmß m_r das Reaiment bildete in der Darauf folgenden Pertode_ _ dze Ernennung des damaligen Prinzen von §JYeufzen Komglrche Hobeix zum Chef des Regiments am 1. (Januar 1857, dem_Tage semes 50jährigen Dienstjubiläums als Soldat. Am 13. Mgrz desselben Jahres besichtigte der Hohe Chef zum ersten Mal_sem neues Regiment; das nach disser Besich- ttJu11g_ an den damgltgen Commandenr des Regiments gerichtete A erhocbste Handsazretbxy ist als Facfimile dern Werke eingefügt. Kurz nach der Thronhestexgung "]:-es Königs erhielt dann das Regiment den Namen der „Kömgs-Husaren“.
Seine ers1e__krtegerische Thätigkeit als solches entfaltete es im Feldzuge von 186“), welche1_1 ck M der Avantgarde der Elvarmw mit- machte, _Waren es_ a_uch kerne großen e_ntscheidenden Aitaquen, sondern der aufrerbende _tagl_1che Avantgardendrenst, der dem Regimeni: zuge- sal1en war, so tst dte_ rexxhe Zahl _der bewilligxen Dekorationen wobl vas beste Zeugytß fur dre schneidrge Art, wie dieser Dienst gelcinet. _ _Ganz ahnltch_war das Loos des Regiments 1870/71, wo es als Dtvtsipns-Kavauerte der 15. Infanterie-Divifiou zugetbeilt war und mit dteser an den Scblgchten um Meß und später gegen vie Nord- armee_Tbeil nahm. Dre vortrefflichen Leistungen der Königs-Hu- saren 1m Melde- und Aufklärungßdienst fanden- hier die verdiente Anerkennunkx durch_den Geyeral v. Goeben, welcher _denselbeu stets,
erade wxi von _oen Königs-Husaren ausgeheyd, emen besonderen
ertb beunaß. (Einen Theil setnes Renommss in dieser Hinfichk
verdatzkxe das Regiment dem Umstande, daß etwa 80 Einjähri -
Freiwtlxtge, ReFerve-Unteroffiziere und Vize-Wachlmeifter _ fat
ausschlteß11ch Bonner Studenten _ in seiner Reibe standen,
w_elche flxx, d,!csen Dienst besonders geeignet waren. Neben
dtejer Tbatxgkcxt hax sich aber 1870/71 wie 1866 noch (Gelegen-
hxtt zu mamhen kuhnen Reiterstückchen geboten. Besonders geehrt
wrrd__das Regiment_dmc_b das Inter-xsse und die Allerhöchsten Gnaden-
bewenx, wclche sem _Clxef Dems*lben fOrtdauernd gewährt und dem
Methochstderxelbe ber 16mm anährlichen_Aufentha1tin Ems stets
Yuédruck ZU Ick?" Pfiegt. Das Werk ist [;ck ayf die Gegenwart ge-
fuhrt und gewahrt durcb du- frische und zugleich anregende Art der
vyn 1815 - 75 in Yemselben gestanden haben, sowie Listen der Deko- rtxten und Ranßlißen _der vsr1chieder§cn ZLiWLriok-en. 5 Kaxten er- lerchtern das Verstandmß der kriegeriycfxcn Töätégkeit des Regiments.
Der 18. Kongreß füx innere Mission wird vom 5, bis. 7. September_d. I. m Dauztg abgehalten wordcn. Dem Programm entnehmen jm: Folgendes: Am Vorabend des Kongresses, Montag, 4». September, YbendZ 7 Uhr Begrüßung der Mitglieder im großen. Sgale des Frxdrtch-erbelm- chußenhauses (an der Promenade). _ _Dunftag, 5. Ozptexnber, Vormittags 8 Uhr, Eröffnungöqottesdiensk 1_n_ ?_er Oberpfarxkzrche zu St. Marien. Predigt dW Hsrrn Kon- ftxéorqu-Ratb Remrcke aus Danzig. Darauf erste Hauptversammlung Boruntkag 101151; in der Katharinenkirche; Verhandlungséhema: Was fvrdYrt dx; (ngenWart Von uns, damit der Jugend unseres Volkes dre Guter des Evangelimns bewahrt Werden? (Referenk Gymnafiql-Dtrektor 1)r. Frick aus Rinteln). _ Um 3 Uhr gemein- sames Mtttagessen. Um 5 Uhr Spezialkonfereuzeu: Die christliche Presse. (Referent Pastor Krummacher aus Brandenburg a. H.); dre ktrcbltcbe Pflege de_r evangelischen DiaSpora (Refcreut Pfarrer S_apgtka (m_s _AÜenftem). 8 Uhr Abendgottesdienste von aus- Waxttgen (Hetstltchen gehalten. 9 Uhr gesellige Zusammenkunft. _ Mltttvocks, 6. _ Sevtymber, Vormittags 83 Uhr, Spe ial- konferenzen:_ Dte_ Dtenstbxxtenfcage (Rcf-Zreut Prediger oie- aus Danztg); dre chrtstltcbe Kunst (Referent ofprediger und“ (Harmsonpfarrer Frommel aus Berlin). achmixtass 4 Opezxa1kynferenz€nr Dns Sonntagsfcier (Referent Ober-Vertöal- tungß-Gertchtörgtb v. Meyeren aus Berlin); die Fortbildungsschule“ (Refexent Pxokxsfor Freiherr v. ». Goltz aus Köninge-kg). 8 Uhr bendgotteSdtenUe, von auSwärtigen Gexstlichengchalten. 9 Uhr ge- selltge Zusammenkunft. _ Donnerstag, 7. September. Zweite Haupt- versammlung Vyrmrttags 81: Uhr in dcr Katharinenkirche; Verband.. lungNhemax Die qroßeu Stadte und das Evangelium (Referenk Pastor Pank aus Ber11n)z _ Berichterstattung aus den Spezial- Konsxrcnzen. 3 Uhr gememsamer Ausflug in die Umgegcnd. 81- Uhr geseÜxge Zusammenkunft.
_ Am 17. April waren_es 25 Jahre, seit der Pastor 1)r. „Fliedner die ersten mer eyangel1f_chen Diakonifjen nach Jerusalem brqcbtx. Dr_xrcb dre Unterstußgng weiland Sr. Majestät des Königs- Frxedr;ch_ thhelm 117. und _vteler anderer Christen ist von Jahr zu Jahr dxe Zahl _der_ Pfleglmgx im_Diakoniffenhause zu Jerusalem ge_wa_chsen u_nd mrt 1hncn _zuglexck) dte Zahl der Schwestern. Gegen- wgrttg aebc1ien__dort_ 4 Dtakomssen in dem Hospital auf dem Berge Zum, wo nun1ahr11_ch 6_7(_)0 Kranke, Worunter Z- Muham-xdaner, gxpflegt__k_?erde(n_§. _?tebenh thakJDUPF «Ziehen m dem im Jah/xe 1868 emgewet en rue ungs aue 91 a umi vor dem (1 (11 o 11 - arme arabische Mädchen. J ff [) r 0
Dkk fünfte Kong_reß der Altkatboliken findek nach Mel- dung der .Brxslauer Zeitung“ in den Tagen vom 22. bis 24. Sep- tember d. I. m Breslau statt.
In NeustadL-Ebersxvalkze hat am 9. d. M. das fünfte branc- denburgtsxbe Prov1nzx_al-Schüßsnfest begonnen. Vertreten warenIZStadte undea§:_Berlin,Clmrlotteuburg,Bernau,. Groß-ScHönebcck, Kuxtrin, Graußow, Neustadt-(Hbc-rs- w_alde, Pencun,_ Moapit, Prenzlau, Temvelfelde, Spandau, Skctttn, Wrtezen, Sommerfelde, Brüssow, Neu-Br_andenburg, chberose, Strasburg i. M., Wol- ,degk,B1esentl)al, Guben,Leipzig.
Frankfurt a. M., im Juli. Die (1111!) in weiteren literari'cken Kreksen bekgnnte Haeberlinsche Bibliothek _ eine der 1173|- barsten thvat-Vuchersammlungeu Frankfurts, die Frucht regen Sammelfletßcs dnrch 1x:shrere_Gcnerationen _ ging in 13:11 Besitz des Hrn. Luvvlpb S1“. Goar 111 Frankfurt a. M. über. Der Katalog.
dieses Bücbexschaßes wird _im _ Laufe des Monats Oktober dieses Jahres erfcbetpen, Worauf ww dre Gelehrtenkreise hiermit bereits Heute schon aufmexksam machex1_w_ollen, um so mehr, als viele Werke darin vyrkommen Werpcn, die W (est noch nicht in deutsch.:n Aatéquariats- .Katalogen figurtrt haben.
(Thür, Korr.) D_ie _genossenfckzaftlicZÉn Verkyältnisse-
entwickeln sich in Thurtngen in günstiger eise. Wie aus den dam 17, Verbqndöta thüringiscber Erwerbs- und Wirtbfchafts- genosseyscbafxetx m EFW gema ten Mittheilungx-n hervorgeht, be» stehen m Tkzurmgm dkrmalen 125 orfchußvercine, 61 Konsumvereine, 16 Produktxvgenoffenschaften, 4 Magazingenossenschaften und 4 Bau- genofsenschaften, m Summa 211, 16 mehr als im Vorjahre. Die Summx der_ von den Vorschu yereinen im Jaßre 1875 gegebenen Yoricbuffe w::d Juf 100-_110 luionen Mark veranschlagt; die dem Verbande angehortgen 52_Borfchu§?_?ereine hatten einen Geschäfts- umfaß von uber 190 Mtl]1_onen ark. Leider find dieselben mcht a11_e von Vsrlusten,_nau1cn_t11ch im Kurse der Effektxn, verschont ge- b_lteben, Das_Vetrtebskaptta1 der Vereine beträgt 4 MiÜionen Mark etgnes, 20 Mlllko_ne_n _Mark fremdes Kapital. Jm AÜgemeineu ist der Stand der thurmgtfaoen Genossenschaften ein durchaus erfreulicher.
Meß, 5 Juli._ Man meldet ein schreckliches Unglück“, wel es“ fich_ gestern_Abend m_ der Koblengru_be Spital (1'116911Y1) bet Carltngen ere131191e._ Durch eme in Folge Entzündung sthlagxnder W_etter [)erbekgefuhrte Explofion wurden 52 Bergleute verschuttet. _Bts be_ute Morgxn 6111):- hatte man 27 Vkrunglückte (m_s _Tageölchyt gefordertz dre meisten davon waren todt, andere- graßltch verstummelt. Nahere Nachrichten fehlen noch.
Trucamini, auch Lalla Rookl) genannt, die Gemahlin bed yerstorbenen Königs Billy von TaSmanien, ist in London tm Alter von 73 Jahren am Schlagflusse verschieden. Sie befand fi_ch x_u der Pflege von Mrs. Dandridge, welcher dafür 80 Pfd. Stekl- Khrltch _pon der_englischen Regieruyg bewilligt waren. Mit LaÜa
o_Tkh brit 8er Ungeborene tasmamsche Stamm vollständig aus- ge or en.,
Eine De esche aus China meldet, daß am 3. Juni die erste- Strkcke dkr c“l)crnxzhai-Wyosuyg-Eisenbahn von Shanghai. nach Kangwang offiztell dem offentltchen Verkehr übergeben wurde.
Theater.
Im Gegenfaß zu anYIzen Berliner Theatern fäk)rt das- Na1_1onal-Tbcgter _fort, zemem Publikum eine gediegenere Kost zu vteten. So „11th dte Direktion, bewogen durch die Anerkennung„ welcke dre Aunuhrungen von Raimunds „Verschrvender“ gefunden hab_en, _um diese Perle auer Volksstückx auch den Weiteren Kreisen zuganglrch zu_mc_tc[)en, dasselbe am Dienftag, den 11, d. M. bei be- Yeuxend ernxaßtgten Preisen, wie sie bei „den Schülervorstellungm, ublxck) sind, m Scene 325921 lassen. *
Rekactcur: F. Prebm, Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. El5uer.
Drei Beilagen (einsckolicßlicb Börsen-Beilage). (6823)
Bexlin:
Darstellung ein stets wachsendes Interesse; beigegeben “smd Nachrich- ]
ten über die Commandeure dcs Régimcnks, wie 90er OffiJZere, Wosche'
' Und überdies
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und KöniJlich Preußischen Staats-Anzeiger.
NH 160. Staat und Kirche. Ils. (Vgl. Nr. 156 d. Bs.)
. _„Warum können wir zur Ausführung der Kirchengeseß§ nicht mitwirken?“ ift der Titel einer neuen 111 diesem Jahre her Franz Kirchheim in Mainz erschienenen_ Schrift des Fretkzerxn von Ketteler, Welche sowohl die neuen Ktrchengeseße und dte m
'den kirchlichen Verhältnissen der katholischen Kirche dadurch ein-
getretenen Veränderungen einer außführlnhen Besprechung un- ' 1. terwerfUS Grund, warum die katholischen B1schöfe Deutschlatxds zur Ausführung dieser Geseße nicht mxthrken Yönnen, wtr_d angegeben: „die neuen Geseße stehen _thetls nn Wtderspruch m1t dem kaiholisckzen Glauben, thexls wurden ste, _wenn fie _zmter „Mitwirkung der Bischöfe zur vollen AusFuerung kamey, nothwendig in ihren Folgen z_ur, allmakxltchen A_uflo- fung _der katholischen Kirche führen. Ste_ entsprmgen aus einer wesentlich protestantischen Anschauung; thx? volle Ver- wirklichung würde daher die katholische Kirche allmählich prote-
-s1antis1ren, und die kajholischen Länder protestantisch machen.“
Es ist also nichts Geringeres, als die Fortführung und VoYen- dung des ReformationswerkeS, was diese Gesehe nach semer Meinung bewirken sollen.
Würde fich der Verfasser bei der Durchführung dieses Gedan- kens damit begnügen, die neuen Kirchengeseße vom Standpunkt der katholischen Glaubenslehre aus zu besprechen, so könnte es an dieser Stelle nicht angängig erscheinen, ihm auf ein Gebiet zu folgen, mit welchem der Staat als solcher keine Berührung hat. Aber er appelkirt w1ederholt auch an die Geschichte, an die Ver- nunft und an den gesunden Menschenverstand, also an Instan- zen, bei denen es dem Einen und dem Andern so ergehen könnte, wie dem Zauberlehrling Goethe's. Es ist eine Verkennung der Geschichte dé]? Gegenwart, freilich auch ein charakteristisckzes AgitationSmittel dsr Gegner des Staates, stew den Gegensaß der religiösen Be- kenntnisse zu betonen, während es doch anerkanntermaßen nicht kirchlich-protestaptische, sondern staatliche und nationale Motive waren, wejche diese Geseße herbeiführten. Wenn „dkeses moderne * System der Staathewalt ein in der christlichen Welt bisher uner- hörtes“ genannt wird, so ift die Ausbildung der Staaksidee in dem modernen Sinne dieses Wortes allerdings er eine Errun- genschaft unserer Zeit, und zwar eine ihrer grö ten und dem deutschen Volke besonders werth und theuer. Indessen schon im Mittelalter gebt seit dem 11. Jahrhundert mit dem erwachenden Nationalgefühl das Bestreben Hand in Hand, den Uebergriffen der Hierarchäe in die Rechtssphäre des Staates Schranken zu seßen. Dis Konkordate enthielten „im Sprach- gebrauche des Mittelalters einen Triumpk) des Staates über die
. Forderungen des Primates und der römischen Kirche, eine An-
erkennung der nationalen und ßaatlichen Grenzen der Papst- gewalt; fiebezeichnet'endie Bedingungen, unter welchen die Obedienz dem römischen Stuhle geleiftet oder verweigert werden konnte.“ (Vgl. drei Bücher der Geschichte und Politik von Ottokar Lo- reUz, im 4. Bd. der bei Th. Grieben in Berlin erscheinenden Bibliothek für Wissenschaft und Literatur.)
Die schlimmsten Folgen fürchtet die erwähnte Schrift von Art. 1 und 2 des Geseßes, betreffend die Vorbildung und An- steUUng der Geistlichen; dasselbe verlangt bekanntlich, daß die Kandidaten der Theokogie nach Ablegung der Maturitätsprüfung auf einem deutschen Gymnasmm und nach dreijährigem Besuch einer deutschen StaatSuniverßtät die für ihren Beruf erforderliche allgemeine wissenschaftliche Bildung in Philosophie, Geschichte und deutscher Literatur durch eine Prüfung vor einer Staats- behörde darzuthun haben. „Das B9denkliche dieser Bestimmung, meint der Verfasser, liege nicht in der Forderung für die Theo- logen, philosophische Sjudien zu betreiben, da kein Gebrauch in der katholischen Kirche allgemeiner sei, axs der, das Studium der Theologie mit dem der Philosophie zu beginnen“, als vielmehr darin, daß „der Staat später dieses Examen noch erschweren, auf andere Fächer erweitern, oder noch andere Bedingungen für die Zulassung zu den Kirchenämtern auf- stellen könnte, ohne daß die Bischöfe ein Recht des Wider- serth mehr hätten.“ Wenn der Verfasser darin eine „Ueber- bxxrüung der Kräfte“ erblickt, die „über menschliches Vermö en hnzauszzeht“ und dieses doch nur die allgemeine wissensckzastltckxe Btldqng controlirende Examen eine Aufgabe nennt, welcher die Kandxdaten der_THeologie „beim beßen WiÜm nicht gewachsen smd“, _ st; zeigt er unmittelbar da'cau selbst, daß es n_tcht etgentlich das Maaß des verlangten Wtffens als vielmehr dte Natur der Gegenßände und deren Behandlun Sart ist, welche er sUkch1U- „DMU er sagt pag. 60: „statt der Heiligen Schrift, dEr MWMWÜM dex Kircheugeschichte, statt der Schriften der gxoße_n Theo1ogen wurden die Erzeugnis: der deutschen Literatur mtt threr vtelfachen Unsittlichkett, mit ihrer Grund- ri_chtung des Upglaubeps, den fie aus der französischen L11eratur des vorjgen Iathunderts geschöpst hat, es würden die Irrryege de_r modernxn Literatur mit ihrer realistischen Rich- tur_1g dre tägliche Beschaftigung der Jünglinge werden, welche spater im Nan_1en Chmfti das Volk belehren sollten.“ _ tft doch _ wohl ein Unterschied zwischen der Phtlosop ie und Geschtchte, welche in einem bischöflichen Semmar un welche auf deutschen Hochschulen gelehrt wird, und diese leßtere ist es doch wohl nur, in welcher der Bischof von Mainz _ obwohl er darüber begrei*"licherweise schweigt _ die katholischen Theologen nicht unterrichte1 zu sehen wünscht.
Wenn Herr von Ketteler endlich versichert, daß „kein Stand, selbst der der Staatsdiener nicht ausgenommen, zu jeder Zeit von politischen Umtrieben fich so fern gehalten habe, wie dex _katholische Priesterstand“, und deshalb „der einzige recht- maßtg_e Grund, welchen der Staat für eine Betheiltgung bei Verlexhung von kirchlichen Aemtern geltend machen kann“, weg- falle, so könnte diese bedingungslose Behauptung ge enüber den Erfahrungen der Geschichte aller und neuer Zeit faft e nen Zweifel an der Wahrheitsliebe des Verfassers erwecken; aber wir ziehen e:“. vor, darm ein Musterbeispiel für die von ihm gewünsckzte Behandlung der Geschichte anzuerkennen. -r_
__ __ B o s n i e n.
_ _e er Has Vilajet Boznien bringt das Auéland“ fol ende gekchlchtllche Skizze. Die Volkschaften der Kroaten und SIrben hatten lm ersten Drittel des 7. Jahrhunderts die von den Avaren
ErstekBeilage
Berlin, Montag, den 10. Juli
infestirten Ländergebiete des alten JUirixum exobert und dase1bst _ anfänglich unter byzantinischer Oberbohen _ 1hre Kralen-Yetche_ge- nründet. Im 10. Jahrhunderte ertöut_ zuerst aus dem Krjegslartz'c jener Zcixen der Name der Zuvanschart (Gaygrgfschaft) „Boßna . Anfangs von dem serbischen Kralen-Reicbe abbatxstg, xnmtttenzwr1ch2n den beiden benachbarten xtammverwandten Rxxchen geleg_en_,__ unter- lag dasselbe successive me ; und mehr_,_ cFoltnfch 131117 reltgtos,_ den Attraktionen des (bereits den Wysteuropmß en und_rom1sch-kat_holxschen Einflüssen erschlossenen) Königreichs Kroatzext. Dreses Verbaltmß er- hielt nock) bestimmteren Ausdruck, als Komg _Ctyloman vou Ungaxn, nach dem Aussterben der nationalen Köntg11che_n Dytxastie tm Jahre 1102, zum König von Kroatikn und _Dalmattxn gekrontwurpe, und in dieser Eigensck-aft auch den Tikal exnes Kömgs von BoSmen annahm, welchen die Könige ron Ungarn seither auch ununterbrochen bis in die neueste Zeit führten. _ D?" Zettxgum von 940-1376 repräsmtirt die Periode des gesch1ch111ch annaherrxd klax gestellten boguiscben Banates, während Welchxm neunzehn meist natrona1e_ 9der kroatische, von den Ungarischen Kömgen bestellte Baue das Regtmeyt geführt. Die bemeréenswerthesten dicsxr Bane_War_en: Ban Kulm (1168_1204), welchcr zuerst die urwu_chsige_n „Zustande zu ordnen, Handel und GeWerbe, dann Bergbau emzufuhren begonnen. Unter ihm kamm aucb versprengte Waldenser _ins Land,_ jye1che von den Landesfürsten selbst _ offen oder inSgehe:1m _ begumttgt, unter dem Namen der Bogomilen (Gottliebcn) oder_ Cxxtarer _uny Patczrexxer alsbald festen Boden und auf aÜe Verhaltnrjse machttgen EnFsuß gewannen. _ _
Der vorletzte in jener Reibe von Vapen, Stepan [s., nahm dje serbisebe Zupanschaft .Humöka“ (chlumxa, Chxlm, Chulm___ das Gebiet der heutigen Herzegowina) mtt dem Gebtet von Trebmze, und verlieh dieselbe seiner Tochter Elisabeth, der Gemahlin Ludwms des Großen von Ungarn, als Mügift. Sem Nachfolger Stepan Tv_rtko, 1357, verfolgte die ErWLrbungen des Vaters auf Kosten bis fernem (mit der Schlacht am Amselfelde 1389 besiegelten) Yerfaue entgegen- eilInden serbischen Czarenreiches. Er nahm das Furstenthum Ras- cien, die Wiege des Serbenreiches (welches demselben auch zu Zeiten
im heutigen Fürstenthum Serbien, nebst anderen Gebieten, und ver- band dieselben mit dem eigentlichen Boznien, Mtt also vermehrter Macht und im Innern geordneF. ließ |ck Stevan T_vrtko _im Jahre 1376 durch den katholischen Primas aber im gr:ech1sch-orren_talrschen Kloster Milosevo in Rascien zum Könige krönen und auch dj_es ntcbt ohne vorher die Gutbeéßung des ungarischen LeheUSQHerberrn emgebolt zu haben. Er nannte fick) ,Stepan Tvrko_1., von Gottes Gnaden König von Serbien, BoSnien und Primorxe'_ (das K_ustengebret an der Narentamündunq). Nach dem Tode Kömg Ludwrg des Großen von Ungarn zog er das ungarische Krorzgut Humskg Medcx em und nahm überdies nebst mehreren kroattscben Distrtkten (diE h_euttge Krajna, türkisch Kroatien) insbesondere auch Hen größtxn T_bexl von Dalmatien, mit Außnabme der damals berejts_ m _dre Hanse der Venetianer gelangtkn Seepläße Zara und Sebemco, 111 Befiß. Es war dies die Periode der größten Machtsteüung und _btstortschen Be- deutsamkeit von BoSnien. _ Stevan Tvrtko _stqrb _tm Jahxe _1391. Thronstreitigkeiten , Schwäche und Wankelmüthrgkert der Komgx, Verrath uud Unbotmäßigkeir der großen Parxemygen und RLU." gionöhader ertchüttexten alLZYald alls Verhaltntffe des Lm)- des. Der vierte König, Stepaxt _Tomczs _(1440_1460) zwr- schen ungarischen, römischen und türktfleen Emflussen 1ÖWankend, im Innern machtlos, mußte eine bereits h_ockpst prekär _genwxdene Exrstenz um den Preis eines schimpflicben_ Tubuts an die Tarkett erkaufen. Unter diesem Königtx geschah es msbesonderc a_uch, daß der_benH- träger des Gebietes von Humska, Stevan Kozartc, _der Botmaßtgkett seines boSnisc'ben Oberherrn sich entzog und unter dre Lehnshobegt des deutschen Reichs begab (1414), wofür demjelbcn vom Kalser Frtedrtch 17. der Herzogstitel veeriehen wurde. Dies ist also auch der Ursprung der noch heutzutage landläufigen Benennung dieses Gebietes: Herze- aowina, das Land des Herzogs. Herceg _Stepan unterwarf sich überdies auch die Fürstenthümer RgScten UNd Trebinje, nebst eivigcn Eiegenden von Dalmatten und Bosnien. König Stevan Tomas wurde 1450 von seinem Sohne er- würgt. Tomasevic bestieg gleichwohl den_ durch Vater;1_r_or_d befieckten Thron. Untc-x diesem_Könige bruck) vas Verderben v.“)[xtg über das Land 'herexn. Schon xm Jahre 1463_von der Rache “our- stenden Wittwe des ermordeten Königs herbx-tgerufen, erschrcn der Sultan Muhamed mit H2ereßmacht in_ BoSnien, und vor 1hm_ ver flog der Schrecken. Der König und dte Großen ergaben fi_ch rmttelst Kapitulation. Als _aber die festen Pläße m_td Byrgen_chre Thoxe geöffnet batt-m, erklärte der Sultan die Kapttulatton fur_nu11 und nichtig. Der König mit Hunderxen von Edlen (was mcht zum Koran schwur) Wurde hingerichtet, eme ungezählte Menge Volkes wurde in die Sklaverei geführt, das ganze Land verbeert und als Pry- vinz erklärt. Die Periode des boöpischcn Königtßum? hatte_a11o 87 Jahre gedauert. Der Herzegowma. schon frü er 111 gxbeynen Bündnissen mit dem Sultan, stiftete noch _20 Jahre unter; tributaren Fürsten aus dem HaUZexHerceg Ste_pans eme prekäre Extsjenz. Jm ahrc 1483 wurden auch diese vertrteben und das Land mit VOSUUZU vereinigt, in welckxem Vervande es_fich mycb heutzutage_befinde1. Dr_e Könige von Ungarn hatten sich, wu beretts uvor erwahnt, schon sert König Coloman (1102) als die legitimen ehenSoberherren_der bos- nischen Länderaebiete betrachtet und ihre Hoheitörechte zu Zetten auch tßatsächlich und wirksamft außgeübt. Sultan Mubamed Hatte daHer mit seinem Heere BoSnien noch ni_cht völlig geräumt, als kamg Matbtaß Corvinus mit HeereSmacbt ersch1en, um diese alte Apartmenz Herber- 1igen Stephanskrone dem Erbfeinde zu entreißen. Ec drang fiegretxl) bis gegen Serajevo und erobexte den ganzxn Norden und_ Westen des exgeut- lixben BoSnien mit mehr als_ fiebenz1g festen Plaßey und Burgen, Welche aucb binnen einem Zettraume von_ vierundsecbztg Jahren unter unabläsftgen scÖWeren Kämvfcn erfolgrerch behauptet wyrdext, Als aber die Verhältnisse in 11ngarn_selbst nach der verhangmßvollen Schlacht bei Mohacs (1526) in xbren Grundfesten wankend gewor- den, mußten auch die ungarischen Bestßungen in Bogn'ien aufgegxben Werden. Und somit datirt die unbeschränkte türkische Herrschaft 1113er BoSUien und deffen Nebenländer eigentlich erst seit dem Jahre 1527. Die Verhältnisse des Latxdes x_vurden nunmehr nach dem Systeme
der oömanischen Eroberung emger1chtet. Aker Gmnd und Boden Wurde dreifach getbeilt: für den Sultan, die Moscheen (Vakuf) und den Adel. Was nicbt zum Islanz schwar“, ward Raja (Heerde), “ver Knechtschaft verfaÜen. Ein Vester herrschte als Stellvertreter des Sultans mit unbeschränkter Machtvollkommcnheit. Der Adel, .die Bess, Spahis und Agas, i_vurde mit enormen Präro ativen aUs- gestattet. Die Einrichtungen dteses Adels fußten zumei?t a_uf dem Prinzip der Wehrhaftigkeit, des Krieges in nächster Uebereinsttmmyng mit den analogen Verhältnissen des Lebenswesens im Königretche Ungarn. Mit dem Karlovicer, dem _Paffarovicer und Belgrader Frieden (1699, 1718, 1737 wurdZn dte Territorialverbältniffe von oenien nach vielfältigen echselfaüen in den Stand gesetzt. wie„fie sich noch heutzutage befinden. Seither waren es zumeist die Ruck- wixkungen der successiven Emanct ation der Fürstentbümer Montenegro (seit 1706) und Serbien (seit_1 ), welche auf die inneren Verhalt- nisse der boSniscben Ländergebtete wesentlichen Einfluß nahmen, und insbesondere den mubamedanischen Adel,_die gesammte wehrhafte muha- medauische Bevölkerung fehr_ oft und bas in die jüngste Zeit zu 1ang- wierigen ehde- und Kriegözu etz in Bewegun? zu sehen pflegten. Das Jahr 186 ist in der Gefchtchte _des tür ischen Reiches besonders markant gekennzeichnet durch dte Akttonen, Womit Sultan Mahmud
die Anbahnung des Ueberganges zu europäischen Staatsformen zu
seinen Namen geliehen), dann die Zupanschaften Uzica und Valievo -
1876.
inauguriren gedachte, und welche mit der Vernichtung der Jamtscbaren ihren Anfang genommen hatten. Diese Reformbeftrehungen stießext in Bosnien mehr _als in jedem andcren Thule des türkx- schen Reiches aux erbitterken Widerstand dxr muhamekxam- schen Bevölkerung, so zwar, _daß namenflich die Gefchxchte der nächstgefolgten fünfundeanztg Jahre ein-“.* fast ununter- brochene Serie von mehr oder weniger umfaffxnden und nach- haltigen Auftebnungen und Reoolten repräsentixte, in wel_cher die Autorität der Centralregierung nicht selten den Kurzeren zu ztehen ge- nöthigt war.
Nr. 27 des „Central-Blatts für das Deutsche Reich“. berauögcaeben im Reichskan ler-Amt, bat folgenden_ Inhalt: A(lge- meine VerwaltungSsachen: erweisung_ von Außlandern Jus dem Reich9qebiet. _ Finanzwesen: Goldankaufe Seitens der Retch§banl _ Münzwesen: Uebersicht über die Außyrägung von Rercbsmunzen; Ucbexficht über die bis Ende Mai 1876 fur_ Rechnung des Deu_tschen Reich zur Einziehung gelangten Landes-Stlber- und Kupferznunzen. _ Militärwesen: Ermächtigung ei_nes Yates i_n Sqq Franxxßxo zyr Aussteüung von Untauglichkeits- 2c. Zeugnissen _fur Mtlttärpfltchvgx m Kalifornien. _ Zoll- und Steuerwesen: Bexordnung emes_Retchs- bevollmächtigten und von Stations-antroleuren. _ Warme und Schiffahrt: Quarantänevorfchrift.__ Etsenbahnjvesen: Eroffnqng _der Bahnsjreckm Wriezen-Letscbin, Wermar-Gera, Waltexshausen-Frtedrtch- toda. _ Konsulatwesen: Ernennungen :c.
_ Die Nr. 51 des „Amtsblatts der Deutschen Rsrcbs- Post- und Telegraphenverwaltung“ hat folgenden Inhalt: Verfügungen: vom 2. Juli 1876: Beschränkung des Gebragchs der Packetleitzettel; vom 4.Ju1i1876: Außerkxafttreten der mtt dem Ministerium für Lauenburg getroffenen Verembarung Wegen Zahlung einer Porw-Bauschsumme.
Statistische Nachrichten.
Das Kaiserliche statistische Amt veröffentlickZt in dem küczliéh herausgegebenen Heft 11. Abtheilung 1 der Vterteliahröheffe znr Statistxk des Deutschen Reichs für das Jahr 1876 u. a. vsrsÖie- dene Uebersichten über die Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle im chtschen Retcbe wahrend des Jahres 1874. Danach find nn gedachten Jahre 1m Deutkhen Reiche 400,282 Ehen geschlossen worden. Verglexcht man _dtese Zahl mit den Ergebnissen der beiden Vorjahre, sy zetgt fich eme berxter- kenSwerthe Abnahme der Eheschließungen. Dxeselben haben fich nam- lich gegen das Vorjahr um 15,767 gegen das Jahr 1872 m_n 23,618 Vermindert. Diese Abnahme, welche noch bedeutender_erschemt,_ wenn man die inzwisckoen eingetretene Vermehrung der Bcvolerung m Be- tracht zieht, kann nicht Wohl dem Umstarxde zugeschrteben werden, daß in den Vorjahren vieke Wegen des Krieges aufgesckwbxne Ehen gejcsoloffen worden wären, da dies imJabce1873 nur_ noch 111 sehr ge- rin gem Maße der Fall gewesen sein wird. Vielmehr muß dre L_[bngbme (x_egen 1873 hauptsächlich auf Rechnung der ungunstigen xvtrtb1chaftltcben Verhältnisse gesetzt werden. _ Geboxen wyrden un Jahre 1874 im ganzen Reiche 1,752,273 Kinder; dies ergtebt gegen_dxe Jahre 1872 und 1873 eine Zunahme von 60,046 bez. 36,990_Km17ern oder 3,5 593. 2,2 0/0. Die Vertheilung der Geborenen auf d1e_bet_den Ge- schlechter War in allen drei Jahren fast ganz ßberemsttmmend. Während in den Jahren 1872 und 1873 auf 100 Maychen 106,2 bez. 106,1 Knaben geboren wurden, steÜte fich das Verhältniß der Kuczben- zu den Mädchenßeburten im Jahre 1874 auf 106,3 0/0. Dte Zahl der Todtgeborenen belief fich 1874 _auf 69,536, so daß fick) gegen die Vorjahre 1873 und 1872 eme Zunahme _vojz 2370 bez. 3346 Todtgeburten ergiebt. Auch das Vexhaltmß der Todtgeburteu zu den Geburten überhaupt hat sich fett dem Vor- jahre ein Wenig gesteigert, da in den Jahren 1872 und 1873 von 100 Geborenen 3,92 und 3,91, in 1874 dagegen 3,97 todt zur Wel? kamen. Das männliche Geschlecht War bei den_ Todtgeborengn bet Weitem stärker vertreten, als bei den Geborenen uberhaupt. Wahrend der Knabenüberfckwß bei den Geborenen 6,3 0/0 betrug, erre1chte er bei den Todtgeborenen 29,7 0/0, in den Vorjahren 29,5 l_md 29,8 0/0, und während in den I. 1872-74 auf 100 Geborene bet rem Weib- lichen Geschlecht nur 3,51, 3,59 und 3,56 Todtgeborene kamen. betrug dieser Prozentsaß beim männlichen Gexchlecht 4,29, 4,99 und 4,35. Dre Zahl der unehelich Geborenen at im Jaßxe1874 gegen die der Vorjahre abgenommen. Sie sank von 158,268 m187_3 auf 152,013 in 1874 und in “Thum Verhältniß zu den Geborenen yberhaupt von 9,23% auf 8,68 0/0 herab. _ Die Sterbefälle endltcy betreffend, sind im Jahre 1874 im ganzen Reiche mit E'nschluß d_er Todtgeby- rcnsu 1,191,694 Personen gestorben. Vergleicht man; dtese Za1_xl n_ut den Ergebnissen der Vorjahre. so e_rgtebt sich das fur 1874 q_unfttge Resultat, daß die Zahl der SterbefaUe gegen 1873 uxn 49,765 09er 4,1% und gegen 1872“ um 69,228 oder 5.5 0/9 zuruckgegangcn tft. Nicht unerheblich verstärkt wird dieses Resultat noch, wcnn_man _da- bei die seit 1872 eingetretene BevölerungSzunahme berucksichttg_t. Hält man die günstige Sterblichkeit des Jahres 1874 mtt der ebenso günstigen Geburtenfrequenz_ desselben zu_sam_men, so ergiebt dasselbe für das Deutsche Retcb emen ganz betrachtltchen,_na- türlichen Bevölkerungszuwachs. Der Ueberschuß der beorxnezt uber die Gestorbenen beziffert fich auf 560.579 Köpfe, und ube:_1tcjgk de_n der Vorjahre um 86,755 bez, 129,274 Personen. S_o gunsttg wie bei beiden Geschlechtern zusammen war die Sterbltcbkezt des I. 1874 auch bei jedem Geschlecht inSbesondere. Vom _männltche_n Gesßhlecht starben- in diesem Jahre 23,714 Personen wemger als m 1873 und 28,009 weniger als in 1872, während die entsprechenden DiffeHenzen beim weiblichen Geschlecht sich zu Gunsten des Jahres 1874 auf 26,048 bez. 41,224 Personen stellen.
Muß, Wissenschaft und Literatur.
Unter den neuesten Architekturjyerken der Residenz mmmt das von Hißig im modemifirten griechrfchen Stil _erbayte Rßickxsbaxjk- Institut unstreitig einen hervorragenden, wenn nrcht_m gew1sstk HZU" sicht den ersten Rang ein. Edel und impysant stetgt der gewaltige Bau aus seinem Fundament empor, eine Zterde Y_erkmö und_z_ugle1ch ein würdiges Monument- der durch Schinkel „begrundeten Archxtektur- richtun g. Wohl nur wenige geschäftise _Paffqnten gehen achtlos daran vorüber, die meisten? können nicht umhm, emen bewundernden Blick auf das Gebäude selbst und seine Ornamentik_ zu werfen. Um [xv- tere hat sich namentlich Professor Franz verdtent_gemacht_ durch _eme finnige Komposition, weléhe in Sandstem angefuhrt, sert wemgen Tagen das Risalit über dcm_ Haupjportal schmückt. Es ist das Symbol des Instituts m _freter plastischer Darstellung. Um eine ma'etätiscve Germanxa, We1che_ den rexbten Arm auf das deut? e Reichswappen stuvt und m_ der [mr_en Hand das Schwert hält, gruppiren sich: links em Mascbmenbauer als Repräsentant der Industrie, neben demselben eine Jungfrau mit den Emblemen der Landwirlbschaft, rechts als Verireter - des Handels ein Kaufmann, neben welchem ein in_einem Rachen stehender ünglin die S rffahrt darsteUt und dte Gruppe ab- schließk. ("MMU ck? Ecsta ten haben mehr als doppeli_e Lebens- größe und tragen antike Gewandung. Diese Komposition tst so klar und drückt die sie belebende Idee so unmittelbar aus, daß Zvobl Nie- mand über ihre Bedeutung in Zuzeifel gerätb. Was die kunstlerifcbe
Behandlung anbelangt, so ist zunächst die schöne Harmonie des En-_