1876 / 167 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 18 Jul 1876 18:00:01 GMT) scan diff

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Rumänien. Bukarest, 17. Juli. (W. T. V.) Die Jitalienische Regierung hat der rumänisiyen Regierung den [Wunsch zuerkennen gegeben, mit Rumänien eine Handels- “! o n v e n t i o n abzuschließen.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 16. Juli. *Im Lager bei Krassnoje-Sselo fand am Mittwoch, wie der - „Herold“ meldet, bei Sr. Kaiserlichen Hoheit dem Ober-Kommandirenden Großfürsten Nikolai Nikola- .jewitsck) ein Diner statt in Veranlaffung der 25iährigen Feier der Ernennung Sr. Hoheit zum Chef des West- preußischen Kürassier-Regiments Nr. 5. Aile Divifions- Chefs und Personen, welche ähnliche Stellungen berkleiden, die Commandeure der Kavallerie-Brigaden und Kavallerie-Regimeu- ter hatten Einladungen erhalten. Das Diner war in dem sog. Zelte, dem Parade-Speisesaal, servirt. Zur rechten Sxite des Ober-Kommandirenden saß Se. Kaiserliche Hoheit der Großfürst Thronfolger, zur linken der Com- mandeur des Westpreußischen KÜrasfier-Regiments Nr.5, Oberst von Ohlen-Adlerskron. Der erste Toast wurde_von dem Groß- , fiixften Thronfolger auf das Wohl Sr. Maxeftat des Deutschen Kaisers ausgebracht. Hierauf brachte Oberst von Ohlen im Namen des Deutschen Kaisers einen Toast auf das Wohl Sr. Majestät des Kaisers Alexander 11. aus. Der dritte Toast wurde von Sr, Kaiserlichen Hoheit dem Ober-Kommandirenden auf das Wohl des Regiments auSgebracht, worauf der Regi- ments-Conimandeur mit einsm Hoch auf den Chef des Regi- .5 ments antwortete. Der Großfürst Nikolai Nikolajewitsch war in .) ' 1Y_thUniform seines Regiments mit den preußischen Orden er- * enen.

Kunst , Wiffenfthaft und Literatur..

Bonn, 15. Juli. Vorgestern starb bierselbsi _der Profrssor der Musik an der hiesigen Universität, A. Breidenstein, der nichi nur in der Throrie der Musik bewandert, sondern qucb Verfafferbedeu- tender Kompositionen und ausgezeichneter Organist war.

Gothenburg, 13. Juli. Heute ist bier der zweite Kongreß skandinavischer Aerzte eröffnet Werden, Mit dem Kongreß ift eine Aussteüung von chirurgischen Instrumenten und pbarmaceuiijcbkn Präparate.“: verbunden.

Berlin, den 18. Juli 1876. Das Panzer-Kanonenboot „Wespr“.

Das am 6. Juli von den Werften der Schiffsbaugeseüsckxaft Wes er vom Stapel gelaufene Panzer-Kanonenbooi „WcSpe“ ist das erste der fünf dort im Bau befindlichen Fahrzeuge dieser Art. Diese Panzerboote haben die Bestimmung, im Verein mit Tor-

edos Küstenßrecken und Flussmündungen wirksam zu verthei- Ligen, sowie kleine Expeditionen in der Nähe der heimathlichen

Hafenpläße und Gewässer auszuführen. Um diesen Aufgaben zu entsprechen, wurden unter Berück-

sichtigung der Gestaltung der deutschen MeereSgestade als Kon- [

ftruktionsbedingungen hinreichende See und Manövrirföbigkeit,

geringer Tiefgang, mäßige Geschwindigkeit und die Bewaffnung

mit einem zum Durchschlagen sehr starker Panzer auf große

Entferriiingen geeigneten Geschüß, sowie eine mindestens 200 Mil-

; “'“liiiiétéb starke eigene Panzerung vorgeschrieben.

- Diesen Anforderungen gemäß erhält jedes der fünf Boote eine Länge von 43,5 M., eine Breite von 10,65 M. und einen Tiefgang von 3,1 M. Da dieselben im Gefecht dem Feinde stets mit ihrem Vordertbeilgegenübertreten müssen, so ist dem Panzer am Bug seine volie Stärke von 200 Mm. belassen,

Der Panzer des Decks ist 80 Mm. stark; für den Fall, daß derselbe von Stechschüffen durchbohrt wird, find die Fahrzeuge durch die Anordnung einer entsprechenden Zahl wasserdichter Abtheilungen, und eines doppelten Bodens vor dem Sinketi geschüßt. Behufs Entleerung von etwa eingedrungenem Wasser dient ein die Boote durchziehendes Röhrensyßem und arißer den Maschinen- pumpen noch zwei Dortonpumpen für Handbetrieb. Eine Ta- kelage erhalten die Boote nicht, nur einen Signalmast. Zwei getrennt von einander aufgeßeüte Maschinen mit zusammen

. 700 Pferdekraft geben ilznen eine Geschwindigkeit von 9 Knoten

**.1'. der SWM. Der Koblenvorratl) ist auf den Verbrauch für

' 40 en mit voller Kraft bemessen, kann indeß bei m_eiteren

Expeditionen, wo es auf das Innebalten des geringen Tiefgan-

ges nicht ankommt, bedeutend vermehrt werden.

Armirt wird jedes der Boote mit einem der schwer_|en Schiffs€zeschützch von 301 Centimeter Kaliber, das hinter einer -* oben offenen, kreisförmigen, gepanzerten Brustwehr_ sieht. Dieses Gesckziiß mit seinen gewaltigen Geschossen befähigt die » Boote, selbft mit großen Panzerschiffen den Kampf aufzunehmxn, während fis andererseits, beweglicher als jene, fich durch Ein- ; laufen in leichteres Wasser, resp., den Rückzug in Watten_und inter Muolen einer Verfolgung und einem Nahangriff entziehen önnen. In der Nähe der Kiistr, wo die Schwierigkeit des Fahr-

“. atva ers die an SchneUiZkeit ihnen überlegenen Panzersihiffe

* nöt igt, fich langsamer zu bewegen, diirfen fie indeß selbst emen direkten Angriff auf dieselbe nicht scheuen, weil die hohe Lage über Wasser, welche ihr schweres Geschüß erhalten, den ungehin- derten Gebrauch derselben sichert, und die Art der _Mon- tirung, das. Vorhandensein von zwei Schrauben fur die Bewegung des Fahrzeuges, und ein besonderer Dampf- Steuerapparat, den Wechsel der Richtung deffelben erleichtert. Flach gehender Panzerfahrzeuge können sich die Panzerkanonen- boote im Nahkampf durch Rammer entledigen, da sie eine dazu eeignete Form des Bugs erhalten haben. Auf weitere Ent- ernungen genügt in diekem Falie das Geschütz, weil es mit einen Geschossen noch auf Distancen, bei denen die von jenen geführten Geschüße nur geringe Aussicht autTrefffähigkeit czben, noch durchbohrend wirkt, Um den Schiffen mehr Seefähig eit zu geben, namentlich bei starkem Seegang, und um der Besaßung

gesunde luftige Wohnräume zu verschaffen, ift auf dem. gepan er- ten Oberdeck vor dem Geschüßtande ein leichter eiserner Auf au

, ergeßellt, während hinter diesem Geschüßstande ein Deckhaus

. ck befindet, welches die Schachte der Maschinen- und Kessel-

[Ulm, der Kückze und den Niedergang für die im_hinteren T_heil

/liegenden WohnräUMe der Offiziere und Deckoffiztere umschließt, und ße gecken überkommende See schützt. _

Die „WeSpe“ wird, da Panzer und Maschinen fertig ge- ßellt find, und nur angebracht und eingeseßt zu werden brgu-

' chen, im Oktober dieses Jahres ihre Probefahrten ma en kon- nen. *Ihr worden die übrigen 4 Boote in kurzen wischen- räumen folgen. ' In diesen PanzerfahrzeuFen wäch-"t der Kriegsmarine ein für die Verstärkung der loka en Vert'seidigung der deutschen en wesentliches Element zu. Die Herstellung der fünf neuen

Wi en, 17. Juli. (W. T. B.) Heute Nachmittag gegenßUbr wurde hier ein heftiger, mehrere Sekundkn andauernder Erdstoß verspürt. - Ein weiteres Telearamm von demselben Tage meidet: Das Erdbeben, Welches beute Nachmittag 1_Ubr 22 Minuten bier verspürt ivurde, nahm die Richiung von Sudzvest nacb Nordost und währte etWa ZSekundeu. Zahlreiche Schornsteine sind durch_ die Er- schütterung eingestürzt und viele Gebäude _erbielien Riffe und Sprünge. Nirgends ist indcß ein besonderer größerer Unsall zu bekla- gen. -- Dem „H. T. B.“ zufolge ist das Erdbeben auchmBöhmen und Mähren verspürt worden.

* Laud- und ForstWirthsthast. _ _

Jm Lokale des Klubs der Landwirtbe fand vor einigen Ta- gen hier eine Versammlung von Milchproduzenien aus der Umgegend Berlins statt. Die anwesenden Produzenten _baiten über ihre Milcheriräge fiir das nächste Jahr bereits zu vorjabrige'n Preisen und Bedingungen abgeschlossen. In Berucificbiigiing dieses Umstandes und der nur mäßigen Aussichten der_dtesjabrigen Fut- terexnte beschloß die Versammlung an den voqahrigen Kontrakt- bestimmungen festzuhalt n.

Getverbe und Handel. _ _ _ Im Regierungsbezirk Minden haben die _ungunstigen waib- schaiilicben Verhältnisse im 1. Quartal d. J. keine Wendxmg zum Beffern genommen, vielmehr ist in einzeliien Industriezivxigen noch ein Weiterer Rückgang eingetreten Namentlich bat die Cigarren- Fabrikation in den Kreisen Minden, Bielefeld und Herford ab- gcnommen; die Fabrikbesißer haben deshalb mebrfacb Arbeiter_ ent: [affen und die Arbeitszeit einsckyränken mxiffen. Ebenso hat _dte bei Minden gelegene Zuckerfabrik, welcbe bislang 350-400Arberier1-e- scbäftigte, ihren Betrieb eingestelli, indem die Befißer Wegen ungun- stiger Konjunkturen in d_er Bereitung des Zuckers aus Runkelruben sich wieder der landwirtbscvaftlichen Beuußung_ ihres Areals zntbenden tvoÜen. Die Eisenindnstrie ist fast durcbgangig zur Etnichrankiing der Arbeitszeit genötbigt worden. Ueber den Bergwerksbetrieb _tvird vom Ober-Bergamt zu Dortmund mitgetbeili, das; besonders ieitder zweiten Hälfte des Februar Förderung und Absatz auf ali_en Stern- kohlenze (ben wesentlich gesunken smd; außerdem hatten viele Gruben, namenilicb die obneMergelüberdecknng durch Wasser zu lex_dey, so dqß die Kräfte der Fördermaschinen vielfach zu de_ssen Vewalttgung _m Anspruch genommen Werden mußtrn. Die Preis? der Kohlen find iin Aligemeinen nm 10 0/0 gesunken, Albéitkt sind vielfach xuilaffen,_ die Löhne fast durcbtveg herabgeseßt Worden, auch sind an] den meister: Zechen des Bezirks wöchentlich ein und mebrere Schrcbten gefeieti. Nur die Textil-Jndustrie in der Stadt Bielefeld und deren Um-

gebung hat im 1. Quartal d. J. eine_n lebhafterezi Aufschwun_g ge- nommen. Auch ist, namentlich im Kreise Wiedenbruck der Fleisch-

Zbichen von der zunehmenden Unabhängigkeit vom. Auslande, zu welcher sich der vaterländische Schiffbau empor zu schwin- gen ßrebt.

Dor „A. A. Z.“ wird vom 1. d. aus Oxford geschrieben: Das verscblossene Herz von Afrika wird von Tag zu Tag der wissen- 1chafilichen Erforschung zugängiicbcr. Die jüngste Vsrfammlung der Londoner geographischen Gesellschaft, Weiibe in Gegen- wartCamerons am 26 Juri stattfand, konnte bereiisZeinen weiteren Fortscbiiit unserer Kenntnis; mittbeilev, und den Erfolg ihrer Be- strebungen, das Gebixt dcr Nilquellen aufzudecken, mit Genugtbuung bestätigen. Seitdem Stanley zuerst die geographische Lage des Victoria - Ni.“.nza- Sees unrer dem Aeauator näher erforscht batte, war das gleiche Verlangen rege gewvrden, den nordtvestlich ge- legenen. unter dem Namen Aibert-Nyanza bekannten See ebenfalls zu umfahren und nach seinem Umfang aufzunehmexz, Dieses Problem hat jetzt der italienische Reisende Gessi, Welcher im Aniibluß an die englische Expedition unter Oberst Gor- don nacb Jnner-Afcika gelangt war, glücklich gelöst. Am 12. April d. J. verließ sein Boot die Station Manungo an der Nordostsbiße des von den Eingeborenen „MwutawNzige“ (von Speke in ssmer Karte vom Jahre 1862 „Luta-Nzige“) genannten Alberi-Nianza, und legte inzwischen die Fahrt um den ganzen See unter gxnauer topographisch“ Aufnahme zurück. Seine Länge bestimtxite er zu 140, die Breite zu 50 engl. Meilen. Das sud- licl,t- Ende erwies sich von geringer Tiefe, die Westküste höchst ge- birgig. Eine nähere Bksöbreibung nebst einer Karte find_in Aussicht gestellt. Der Führer der englischen Eprdition, welcber scuxen Stand- ort in Magungo genommen bai, b«*.*ichtei zugleich, das; m_Duffle, Einem Verbindnrgsort am Weißen Nil. bereits eiserne Schiffe und ein Dampfboot angekommeu seien. Innerhalb _ 81569 oder ngcb zwe? Jahren bo t er das Gebiet des Victoria- und Alberi-Sees _iur Kauf- leute und eisélidc vöUig sicher iiild offen zu legen. Auf Grund des vorgetragenen Berichts nahm DU" Präsident Sir Rutherford Alcoa? den AxiaFÜ der Gésellicbaft zu der Entdéckung_Glück zu wgnicben, daß der ivutan-Nzigc- (Albert-Nianzao) See in seinem iudlicben Ende sich als Binnensee mit geschlossenem Becken erWetie und folzlicl) eine der Nilqueuen bilde. Zum Schluß wurde der Versammlung noch mitgetheilt, daß die 91191ischc Regierung di? _Summe von 3000.36 zur Bestreitung der Reijekosten Camerons bewilitgi babe.

Ueber die Explosion an Bord des _Tburmscbiffes „Tbunderer“, welcbe, so weit bis jisi ermittelt [vordem 25 Memchen das Leben gekostet hat, während an 60 Personen m_ebr oder weniger schivere Verleßungen davon trugen, bringt die „Daily News“ folgende Einzelheiten: Das Schiff, eines der iuribtbarsten Fahrzeuge in der Marine, hatte zum Beginn der Woche die Rhede von Spiibecid verlassen, um seine Probefabrten auf der gemessenen Msile in Stokes Bay zu machen. Am Mittwoch wurden dix Fahrten in Folge einer Beschädigung einer seiner Cylinder suspendirt, aber gestern (Freitag) kurz vor 1 Uhr Nachmittags wurden_sie wwdxr auf- genommen. Das Schiff War aber kaum 8 Minuten 171 der Richtung von Stokes Bay unterWegs, als eine fürchterlich: Explosiqn stattfand. In Wenigen Minuten war die Besatzung an Bord m Dampf und Rauch gehülii, und es war unmöglich, nach dem Scl): 8- raum zu gebén und die Ursache des Unglücks zu ermitteln. Auf e- febl des Kapitäns Waddilove wurde ein Noibfignal aufgebiszi, das auf der Rhede sofort bemerkt tvurde. Vom FlagsmiÖiffe „Duke of Wellington“ wurden sofort . ülfSinannicbaften, sowie eine Anzahl von Marinecbirurgen nach Spit ead gesandt. Mittlerweile begannen der Rauch und Dampf sich Zu verziehen, Wodurch die an Bord Befind- lichen in den Stand gefrbt wurdcn, fiel) nach deni Maicbtnen- raum zu begeben, aber es verging nahezu eme Stunde, ehe der Feuerplatz (Zioksbow) gründiich untersucht werden konnte. Es wurde dann gefunden, daß die. gan e Vorder- seite des vordersten Steuerbordlessels mit solcher Macht ge orsten war, daß dessen Trümmer_alles, WaS-fie berührten, demolirten und i_veit tvegrissen. Ein Theil des qucbincnraumes war ein voliständiger Trümmerhaufen. Ju alien Richtungen la en die Leichen der eizer, 'der Leute dcs Bauunternehmers und der Arxienalarbeiier. Mr. fade, derOber-Jngenieur des „Tbuuderer', und ein anderer Jngenieur,Mr.Wm- field, wurden ?benfaÜs todt ge_fu_nden. Vielc- dcr Unglücklicben waien Fürch- terlicl) verstümmelt und von einigen der Leichen bingen die Kleider in etzen herab. Mr. Winfield's K'pß wurde in einiger Entfernung von seinem Rumpfe gefunden. Man furchtet, da mindeßens eine Hälfte der Verwundeten nicht wieder aufkoxnmen w rd. Die Ursache der E plo- fion ist bis etzt noch unaufklart. Ju Godpori hörte die au d_er Ueberfa rt ua der Insel Wight begriffene Königin von dem ngluck -und Jan “te eine Beileidsdepeiche an Admiral George Elliot, den Mar ue-Oberfeblsbaber in Portömoutb, mit der Bitte um Uebermit- telung aller Details.

In den Berichten über die ersten Gefechte der Türken mit den Montenegrinern ist _mehrmals des Stammes der Kuci gedacht Worden, welche sich mu den Montenegrinern verbunden haben. Ueber diesen Stamm scbreibi man dem „Hamb. Korr.“ aus Cettinie:

7“ “];-Ia rzeuge auf der Bremer Werft ist ein weiteres erfreuliches

„Die Kuci wohnen an der Südostgrcnze vor Montenegro, im soge-

“&. handel, besonders mit Schixiken, Würsten, und der Handel mit Er- zeugnissen der Milchwirtbschast lebhaft betrieben worden. _

“_ Der Geschäftsbericht der Cbemniß-Komotauer Eisen) bahn pro 1875 entlzäli folgende Datexi: Beförderi warden 1875 151,831 Personen und 656722 Tonnen Eil- und_Frachtgüt_er (darunter 16244,6 Tonnen Kohlen und 711,4 Tonnen Eilquter). Emgenommen wurden: im Personenverkehr 130,166 «14, für Frachtgüter 155,506-74, zusammen mit sonstigen Einnahmen 322,082 .“ Tagegeti wurden auSgegebeu: für die allgemeine Verwaltung 45,755 „Fi, für die Bahn- verwaltung 128.706 „M, für die Transportverwaltung 201.537 „;ck und an allgemrineu Kosten 397 „44, zusammen 376,395 «14, also 54,313 874 mehr, als die Einnahmen betragen.

_- Der Geschäftsbericht der Hamburger Lebens- und 11:1- fall-Versicberuvigs-Bank auf Gegenseitigkeit theilt uber die Entwicklung des Geschäfts im Jahre 1875 Folgendes rnit: Be- antragt ivmden 3378 Versicherungen auf 4,739,605 „xs Verficbyrungs- summe, davon abgelehnt 733 Anträge auf 1,356,275 „fz Versicherungs- summe, io daß in Kraft traten 2645 Policen über 3,383,380 .“. Versickperungssumme. Davon eriedigten__ sich durch Sterbafalle 18 Po- licen mit 37,275 „78, aus sonstigen Grunden tt_aten _gußer Kraft 230 Policen mit 340,100 „44, zusammen 248 Policen _uber 377,375 «16. Ultimo 1875 bleiben somit in Kraft 2397 Policen uber 3,005,955 .“ Versicherungssumme. Hierzu- traten in der Unfallbranche 205 Policen über 1,459,522 „xs. Verficberungssumme, was in Summa einen Bestand von 2602 Policen übe_r _4,46_5,467 „Fü Ver- stcherungssumme ergiebi. Das erwartungsmaßig faibg werdende Versicherungskaviial beziffert sich auf 30,975 «FC., Wogegen _der _Bank nur zur Last fiel 26,574 „M., Wodurch sich eine Mindersteri-liÖketi von 4800 „M ergiebt. Dkk höchste Schaden, den die Bank zu fraßen batte, bézifferi sicb auf 15,000 «14, Woran fie mit 6000 «14, ibre__Ruc_k- versicherer mit 9000 ..“ Partizipirten. Die Prämienreserben fur die Lebensbrancbe betragen 21,797 „17. und für die Unfallbranöhe 5672 „M abzüglich der Rückversicherungen und Nistorni. _

Kopenhagen, 17. Juli, (W. T. B,) Die Nationalbank wird von morgen ab den Diskont für Wechsel auf 415-5 0/0. den Lombardzinsfuß auf 5 % herabsetzen.

Verkehrs-Anstalten.

Baltimore, 17. Juli. (W. B._B.)_ Dir Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Leipzig“ ist hier eingetroffen.

New-York, 16. Juli. Das Postdampfscbtff des errdd. Lloyd „Main“, Kapitän G. Reichmann, Welchks am 1. Juli vim Bremen Mid am 4. Juli von Southampton abgegangen war, 1st gestern 8 Uhr Morgens Wohlbebalten hier angekommen.

--17.Juli. (W. T. B.) Die Damfer „England“ und .Cauada“ von der National-Dampfschiffs-Compagnie (C. Messingscbe Linie) find hier eingetroffrn.

nannten Kuckagebirge, das zu Albanien gebbri. _Der Stamm zäblt ungefähr 3000 kriegsiüchtige Männer._ Seit_ dem valeßien türkisch - moriienegriniichcn Kriege geborte em Theil bes Stammrs zu Montenegro (1eine Glieder nannien_ iich bier Dirkolavice), der andere Tbkil aber blieb unter turkischer .Herr- scbaft. Dieser leßtcre Theil nun wurde von din _montexicgn- nischer: Kuci veranlaßt) sicb mii de_n Mantiscbafien „des Fursten Nikiici zu vireinigeu. Da sicb die Kucr _scbon seit Piter dem Zwertcn Montenegro stets genähert batirn, so gingen sie auf den Vorschlag gern ein, aber, schlau wie die Leute _sind, ließen sie sicb zunächst von den Türken gut bewaffncn und iubrien erst dann ihren Plan aus. Man bat; aus dem Uebeitritie der KUR zu den Moyiene- grinern beibeiien wolien, daß aucb die kcxtbbliscben Stanimc rnit dm letzteren sympaibifiren, aber dieser Bctveis ist dadurckx nicbt erbrcxcbt, denn seit ungefähr 30 Jahren sixid die_ KULT keine Kaibolikcn mehr, sondern zur orthodoxen Kirche uberqetreien Sie_ sind wvbl dxm Namen nach türkische Untertbanen, aber in Wabrbexivcü- kommen frei. Jbre Kirchen haben Gloclken, sz _sonst nirgends inder Türkei der FaÜ sein" darf; fie 1711112211 keinen turliscbcr) Beamten unter sich und zahlen der Pforte gar kein? Abgaben, nicht einnial die Kopf- steuer. Jbre Verwegenbeit und il)r_e thZSdauer im Kriege sind wink umher spriicbwöriliä). Mit den Mtr'iktten sind sie vernxmdi, ab:"r doch kein eigentiicbcr Miridiienstamm. Matt darf also aucb (zus der Haltung der Kuci noch keinen Schluß auf die Haltung _der Miridiien ziehen.“ (Die Miriditen haben sicb aucb bekanntlich fur die kam erklärt.)

Im Friedrich-Wilbelmstädtiscben Theater wird Hr. Carl Swoboda, von seiner Urlaubsreise zurückgekehrt, gm Donnerstag als „Eisknitein“ in der Operette: „Die Fledrrmaizs“_ wieder nuiireien. Zn deriilbin Vorstellung wird Frl._era v. Terse m der Partie der „Rosalinde“ zum lebten Male debutiren.

Bäder-Statistil. Amiden bis 9. Juli . . . . . . . . . . . 11506 Baden bis 15. Juli . . . . . . . . . . . . . . 17319 Burtscbeid bis 9. Juli . . . . . . . . . . . . . . 803 Cranz bis 7. Juli „_ . . . . . . . . . . . , . . 1744 Diev-,-now bis 1. Juli . . . . . . . . . . . . . . 420 Elmcn bis 13. Juli.; . . . . . . . . . . . . . . . 1360 Elster bis 14. Juli . . . . . . . . . . . , . . 2446 EMS bis 16. Juli ._ . . . . . . . . - . . . . . 8682 Flinsberg bis 12. Juli „_ . , . . . . . . . . . . . 346 Frcinzensbad bis 11. Juli; . . . . . . . . . . . 38,38 Gleichenberg bis 5. Juli . . . . . . . . . . . . . 1_-60 Glücksburg bis 13. Juli . . . . . . . . . . . . . 331 Gmmden bis 5. Juli . . . . . . . . . . , . . . 740 Ha!] bis 5. Juli . . _. . . . . . . . . . . . . . 832 eiingsdorf bis 1. Juli . . „_ . . . . . . . . . . 1081 ermannsbad-Licgau bis 14. Jul! - . . . . . . . . . 251 ohannisbad bis 11._Juli . . . . . . . . . . . . 855 Karlsbad bis 7. Juli . . . . . . . . . . . . . . 5624 Kielbis1.Juli 203 Kissingen bis 8. Juli „_ . . „_ . . . . . . . . . . 4473 Königsdorff- asirzxmb bis 5. Juli . . . . . . . . . . 252 Kösen bis 1 . Juli . . ._ . . . . . . . . . . . . 1252 Krabina-Töpliß bis _5. Juni . . . . . . . . . . . . 694 Landeck bis 10. Juli. . . „_ . . . . . . . . . . . 2243 Langcnschwalbach bis 16. Juli . . . . . . . . . . . 1920 Li ipspringe bis 6. Juli. . . . , . . . . . . . . . 1201.) arienbad bis 11. 531111 . . . . . . . . . . . . . 5849 Marienborn bis 14. Juli . . . . . . . . . . . . , 214 MisdroybiSL-Jult„. . . . . . . . . . . . . . 1800 Nauheim bis 25, Juni . . . . . . . . . . . . . . 1229 Norderney bib 9. Juli . . . . . . . . . . . . . . 1141 Oeynbauixn bis 14; Juli . . . . . . . . . . . . . 2008 Pu bus bis 1, Juli . . . . . . . . . . . . . . . 236 Zyrmontbis 9. Juli . . . . . . . . . . . . . . 6290 einerz bis 11. Juli. . . . . . . . . . . . . . . 1469 Nobitsch-Saucrbrunn bis 5. Juli . . . . . . . . . . 743 Schandau bis 14. Juli._ . . . . . . . . . . . . . 706 Schlangenbad bis 5. Juli . . . . . . . . . . . . . 644 Schweizermüble bis 14. Juli. . . . . . . . . . . . 223 Soden bis 30. Juni . . . . . . . . . . . . . . 1656 Swinemünde bis 2. Juli . . . . . . . . . . . . . 200 Teplitz bis 11. Juli . . . . . . . . . . . . . . 12341 Tharand bis 30. Juni . . . . . . . . . . . . . . 259 Warmbad bis 13, Juli. . . . . . . . . , . . . . 298 Wiesenbad bis 1. Juli . . . . . . . . . . . . . . 205 Zinnowitz bis 1. Juli . . . . . . . . . . . . . . 110

Redacteur: F. Prebm. Verlag der (Expedition (Kessel). Drink: W. ElSner.

Drei Beilagsn '

Berlin:

(cinsckoließitb Börsen-Beilage).

". Presse ur Befriedigung desselben ungeeignet sei.

„M AZR

1 Patente,

_ Zweite Beilage zum Dtutscijiii Rriclxs-Anzsiger und Königlich Preußiiiixen Staats-Anzeiger.

Berlin, Dienstag, den 18. Juli

In dieser Beilage werden bis auf Weiteres außer den gerichtlichen Bekanntmachungen über Eintragungen und Löschungen in den H aud els-, Z eich en- u. Musterregisieru, sowie über Kon kurs e veröffentlicht : 7) die von den Reichs-, Staats- und Kommunalbebörden ausgeschriebenen Submisftonstermine,

2) die Uebersicht der ansirbsndexi Koxixursiermine,

3) die Vakauzsn-Liste der durch Militarvtklnwärter zit beseichMn Stellen,

4) bit: Uebersicht vakantzr Stellen für NiÖt-Militär-Anwäricr,

5) die Uebersicht der anstehenden__Sabbajtations-Termine,

6) die Verpachtungstermme der Komgl.-Hof-Güter und Staatö-DomänenZsowie anderer Landgütxr,

1879.“

8) die Tarif- und Fabrplan-Verändervn en der deutschen Eisenbahnen, 9) die Uebersicht der Haupt-Eisenbabn- erbindungen Berlins, 10) die Uebersicht der bestehenden Postdampfscbiff-Verbindungxn mii tranSatlantischer. Ländern,

11) das Telegrapben-Verkebrsblait.

Der Inhalt dieser Beilage, iu tvelcher auch die im §. 6 des Gesetzes iiber den Markensckmh,

P das Dentskhe Rcich* *(Nr. 193.)

einem besonderen Blatt unter dem Tite

Centrsl-

Handels-Regiftev

vom 30. November 1874, vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentlicht werden, erscheint auch in

Das Ceniral-Handcls-Regiiier für das Deutsche Reich kann durch alle Post-Ansialicn des In- „1 Das Central-Handels- Register für das Deutsébe Reick) erscheitit in der Regel lick). - Das

und AuSlandes, sowie durch Carl Heymanns Verlag, Berlin, ZW., Köni e tra e 109 und a = Buchb_andlunsen,__ für Vsrlin aucb durch die Expedition: 877, Wilhelmstraße 133bexbae1? Werdén. ile ; _ ck ck

Abonnement beträgt 1 «74 50 „3 für das Vierteljahr. - Einzelne Nummern ko ten 20 „z -

Patients.

Preußen. Königliches Ministerium für Handel, Gewerbe uud öffentliche Arbeiten.

Das dem Herr_n F. I. Heilemann zu Berlin unter dem 8. Aprtl1875, ohne Jemanden in der Be- 8131021111? bekannter Theile zu beschränken, eribeilie

en au_f _eincn Apparat zum Anziehen der Stiefel obne

Hulxe der Arme in der durch ModeÜ und Be- _ sibretbun nachgewiesenen Zusammensetzung ist aufgeho en.

Die AuSgleichung auf ;dem Arbeiter- markt.

Der. in Frankfurt a. M. erscheinende „Arbeit- geber“ konstatirt in seiner am 1. d. M. aus- aegebenen 1000. Nummer in einem von Max Wirth gesclxrtebenen Artikel „Des Arbeitgebers erstes Iubtlaum“, daß seine 20 Jahre hindurch fortgeseßten Bemühungen. eine regelmäßige und allgerziemx ?luSgleichung auf dem Arbeitermarkte herbetzuiuhren, im Ganzen und Großen erfolg- los geblieben smd.

Auf eine von dem „Arbeitgeber' .im April gxgebenen Anreguttg haben wir schon früher auf die Nothwendiglert, den Arbeitermarkt durch die Prese z_u re_gultrrn, hingewiesen. Der betreffende Artikel tft nicht nur im „Reichs-Anzeiger“ (Nr.

95) und im „Central-HandelSregister“ (Nr. 118) s

veröffentlicht, sondern auch durch das „Cor- reipondenzblatt“ des „Deutschen Reichs-Anzeigers“ (Nr. 4) noch besonders in solche Kreise verbreitet worden, Welche, wre die landwirthschaftlickzen Vereine, yorzugsweise bei der Nquleichung auf dem Arbertermarkt interessirt find. Auch haben einzelne Zsiiungen den Artikel mit der Ver- ficberung abgedruckt, „daß sie gern bereit sein wiirqen, diese als zweckmaßig anzuerkennende Einrichtung zu fördern.

_Weun 0lich durch diese Aufforderung an die naßhstbethetltgten Kreise ein Erfolg leider nicht erzielt worden ist, so dürfte fich daraus dock) niir ergcben, daß dic bisher gewählten Mittel mcht zwixxkentiprechend waren, nicht aber, daß das _Bedurfmß einer AUSgleichung auf dem Arbettermarkt etwa überschätzt werde oder daß die

Es ver ient daher die volle Anerkennung, daß de_r„21rbeitge_ber“ ßcl) durch die Vergeblichkeit se_mer bisherigen Bemühungen von dem Ziele nicht abtvendig_ machen läßt, vielmehr an der Hoffnung fefthalt, daß, wie die noch von der Mehrzahl der Lebenden bezweifelte deutsche Ein- heit, wie die Konzentration des Kredits des Handwerkerstandes ungeachtet der Indolenz des letzter§n_ zu Stande gekommen sei, so auch mit der _;zett sick) „eine größere Konzentration des Arbertertxxarltxs vbllziehen werde, durch welche der Nation ]ahrluh Millionen an versäumter Arbeit erspart und vielen Tausenden die Thränen derDiSjer ;_;;fetrockneist würden.

e e o nung ützt der „Arbeit eher“ an auf den Vorgang Englands, in defFen Haqu orggn, der „Times“, sich durch zahlreiche, syste- matisch Jeordnete Anzeigen ein förmliches Organ des Ar_eitermarkts ausgebildet habe. Nichts- destowemger sei im verflossenen Jahre noch ein besonderes Blatt für diesen Zweek entstanden, die „Labour News“, welche aus allen Theilen des Landes Nachrichten über den Bedarf an anden, Arbeiteimangel, Ausstände, Neubauten 2c. bringt und ein ziemlich genaues Bild von der Lage des Arbeitermarkts lieferi.

_„Heut noch,“ fährt das_Blatt fort, „klagen d.e_A_rbeiter in B6 mm über Mangel an Be- schaftigung imd de Arbeitgeber in Tirol und im osterreichxschen Küstenlande, die Landwirthe am Rhein uber Mangel an Arbeitern. Noch heut_ kommt der niedrigste Tagelohn des Land- arbeiters von ganz Europa in Prenßisch-Schle- sien und der höchste so ziemlich auf dem ganzen F0stlande_ in Nieder:Oesterreich vor, obgleich diese beiden _Lander tiicht weiter als eine Eisenbahn- Tageretse von einander entfernt sind. Nach der vom Kongreß detztscher Landwirrhe veranstalteten Enquete uber dre Lage der ländlichen Arbeiter im Deutschen Reich, deren Ergebniß im Jahre 1875 veröffentlicht worden ist, betrug der durch- schnittliche Tagelohn eines Landarbeiters im „Jahre 1873 im Gebiete der Stadt Bremen 238 8. tm Regierungsbezirk Oppeln in Schlefien aber nur 70 6, also weniger als den

zurück eht, ergicbt fiel) daraus, daß dieser Ab- ftand ich nicht bedeutend verringert, wenn man de_n Tagelohn nach dem Preise der Nahrungs- nnttel berechnet und denselben in Pfund Roggen iszeßt. Auch nach diesem Maßstab stethchle- sten am niedrigsten, da der durchschnittliche Tage- [Ohkl auf 10,8 Pfd. Roggen fich stel1t, während er im Regierungsbezirk Schwaben und Neuburg 23 Pfd. Roggen erreicht."

_Solche Mißverhältniffe stellen allerdings für die Foriseßung der Bemühungen, eine Aus- gleichung auf dem Arbeitermarkt durch die Presse herbeizuführen, den Erfolg in Ausfich::, und das Vorbild Englands deutet auf einen Weg hin, der sicherer zum Ziele führen dürfte, als Zei- tungSartikel, Cirkulare u. dgl.

In England ist die Ausgleichung auf dem Arbeii-ermarkt dadurch erheblich erleichtert wor- den, Worauf auch der „Arbeitgeber“ aufmerksam macht, daß das UebergewichtLondons mit seinen 4 Millionen Einwohnern einer dort erscheinenden Zeitung in allen Theilen Englands Beachtung versrhafft. Dazu kommt noch, daß die Industrie- zwetge in England mehr auf einzelne Gegenden konzentrirt find, als in Deutschland. Haben wir nun_ auch im Deutschen Reich keine Städte von so uberwiegendem Einfluß, wie es London für England ist, und vertheilen sich die Induftrie- zweige_h1er auch örtlich mehr, als in England, 0 __ giebt es in Deutschland doch große Siadte genug, die auf „den Llrbeitermarkt influi- ren und zahlreicheGegenden, in denen bestimmte Indystriezweige hcimisch sind. Wenn fick) mm an ]ed'en eiiizelnen solcher fiir den Arbeitermarkt xvichtigen Centren ein Organ der Presse mit den- jenigen "Stellen in Verbindung feste, welehe,

Reick; die Bitte, fiel) in gleicher Weise für ihren Lokalbezirk bei dem gemeinsamen Unternehmen zu betheiligen. Wenn die geehrten Redaktionen uns ihre Vereitwiaigkeit dieserbalb zu erkennen geben wollten, so würden wir durch eiiie weitere Veröffentlichung dafür sorgen, daß diejenigen Blätter, welche die Notizen übsr den Arbeiter- markt zusammenzustellen beabsichtigen, davon in Kenntniß gesetzt werden, von welchen Blättern fie zu diesem Zweck Einstcht zu nehmen haben.

Für heute können wir bereits auf die „Ver- liner Vorftadt-Zeitung“ hinweisen, welche in einer wöchentlichen Beilage „Deutscher Stellen-Nachweis und Arbeitsmarkt“ eine Zu- sgmmenstellung aller vakanten Stellen veröffent- licht, die in sämmtlichen Amtsblättern und Zei- tungen zur Veseßung aUSgeschrieben find oder der Redaktion direkt zur Insertion zugehen. Eine besondere Abtheilung dieser Ueberficht bildet der „Dßutsche ArbeitSmarki“, ein nach Geschäfts- zwergezi geordnetes Verzeichniß derjenigen Arbeit- geber m und außer Deutschland, welche auf dem angegebenen Wege Arbeiter suchen.

Redaktion des Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-

Anzeigers.

Handels : Register.

Yie andelsregistereinträge aus dem Königreich

Hack; en dem Königreich Württemberg und

dem Großberzogtbum ;Heisen werden Dienstags,

bezw. Sonnabends (Wurticmberg) unter der Rubrik

Lerpz_1g resp. Stuttgart und Darmstadt ver-

öffentlicht, die beiden ersteren wöchentlich, die [es- teren monatlich.

wie die Bezirksregierungen, Polizeibehörden, Landräthe, Gemeindevorstände, Fabriisinspektbren, Handels- und Gewerbekammern, die Vorsteher großer Inna'ngen oder gewerklicherc? Klassen, landwrrthschaftlichen Vereine M., eine Ueber- sicht iiber ein größeres Gebiet des Arbeitermarkis haben, und wenn es das ihm von hier aus zu- fließende Material regelmäßig veröffentlichte, so würde voraussichtlich mit der Zeit auf diesem Wege der jest vorhqndene Mangel beseitigt m_erden. Die Wichtigkeit der Angelegenheit giebt dre Gewähr, daß die Behörden und sonstigen mterei'sirten Stellen bereitwilligft den, Zeitungen das Material liefern tvcrden, sofern nur der Ge- schaftSUerkehr möglichst einfach organistrt wird. Es steht aber auch zu hoffen, daß die Behörden, wenn_fie erst die Ueberzeugung gewonnen haben, daß ihre Notizen zweckförderlich Verwendung finden, auch bestrebt sein werden, das erforder- ltche Material durch ihre Organe in einem größeren Umfange zu beschaffen.

_ Wir e_rlauben uns daher den Vorschlag, daß xede Zeitung, die fich für diese Angelegenheit mtcresfirt, ganz besonders aber die in großen Städten oder in den Eeniren der Industriebezirke erscheinenden Blätter sich mit den betreffenden Lokalinstanzen iiiVerbindung seßen, um über das Angebot und die Nachfrage auf dem Arbeiter- erkt fortlaufende Notizen zu erhalten. Es “wurden dann einzelne Blätter, wie der „Arbeit- geber“, diese Notizen sammeln und in periodi- schen Ueberfichten veröffentlichen. Anfangs wird die Betheiligung an diesem gemeinsamen Unter- nehmen vorausfichtlich nur schwach sein, aber das Beispiel auch nur einzelner Blätter wird bald Nachahmung finden, und aus den einzelnen Maschxn wird fich mit der Zeit ein ganz Deutsch- land uberspannendes Netz bilden, wenn nur erst die Erkexmtniß allgemeiner geworden ist, wie wichtig dix; LluSgleickzung auf dem Arbeitermarkte fur die Losung der sozialen Frage ist. In dieser Ueberzeugung_hat auch der internationale Kongreß fur Gesundheitspflege und Rettungswesen für seine in der Zeit vom 27. Septemberbis 4. Oktober d. I. in Brüssel stattfindenden Berathungen auf die Tages- ordnung der Sektion für die Einrichtungen zur Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen die Frage gestellt:

„Welches ist_für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Herren und Diener, die Organisation der Nach- richtenbureaus, wo die einen die Arbeitskräfte, die anderen die Arbeit, deren

nen erreichten Resultate und die einzuführenden Verbesserungen?“ Wir werden bemüht sein, das Berlin betre ende

dritten Theil. Der Beweis, wie weit der Arbeits- markt hinter der Gliederung des Waarenmarkts

fte bedür en am 1. uli 1876 begründeten Handelögesellschaft finden? Welches sind die durch diese Instituiio; sind die

Material zu beschaffen -und zu veröffentl ihm, 5795 eingetragen worden.

„„to-m. Bekanntmachung.

Bei Nr. 5 _ unseres Genossensckoaftöregifters und der daselbst rnit dem Sitze zu Wandsbec?! verzeich- neten Genossenschaft:

Vorsaxußverein u Wandsbeck _ Eingxtragene enofsenstbaft ist zufolge Verfugung vom 12. d. Mis. heute Fol- gendes eingetragen worden. *Das Datum des Geselisclmftsvertrages ist neben dem 1. April 1870 der 22. Februar 1876. an Wel- cbem Tage durch Beschluß der Generalversammlung der Inhalt drr §§. 67 und 69 der Statuten geän- dert Worden ist., Beglaubigte Abscbrift des abändernden Beschlusies befindet fiel) Blatt 220 und 221 des Beilagebandes. Altona. den 14. Juli 1876.

Königliches Kreiögericbt. Abtheilung [.

uorllu._ Handelsreaiiier _ves Königlichen Stadtgerirhts zu Berlin. Infolge Verfa ung vom 17. Juli 1876 sind am selbigen Tage fo gende Eintragungen e_xriolgt: Jtrunfxr Gesellschaftsregifter, woselbst unter Nr. 470 Ort hiesige HandengesYxchFt in Firma:

1:

vermerkt steht, iki eingetragen:

Die Gesell cbaft ist, nachdem in Folge des Todes der Wittwe_Bluth das Handelögescbäft dem Kgufmann Friedrich Wilhelm Bluth allein ubrrlasien und von diesem nach Dresden ver- legt worden, aufgelöst und hier gelöscht.

Persönlich haftende Gesellschafter der bierselbst unter der Firma: _ Fließ, Avellis & Co. begrundxten Komuzanditgeseliscbaft (jeßiges Geschaftswlal: Friedrichstraße 173) find die Kaufleute:

Louis Fließ und

Bernhard Avellis,

_ _ Beide zu Berlin. Dies ist in unser Gesellschaftsregisier unter Nr. 5794 eingetragen worden.

_Jn_ unser Firmenregister. woselbst unter Nr. 8610 die hiesige . andlung m Firma: Ber iner Koffer- & Taschen-Fabrik Ernst Berend vermerkt steht, ist ein etragen: - Das Handelöges äft ist durch Vertrag auf die Kaufleute errmann Rosenblatt und OScar Herzfeld, Beide zu Berlin, übergegangen, welcbe dasselbe unter der Firma Berliner Koffer- & Taschen- abrik Rosenblatt & Her feld fort- Leßxn. sBerg eiche Nr. 5795 des Geéeilschafts- egi er . Die esellscbafier der bierselbst unter der Firtna: Berliner Ko er- & Taschen-Fabrik Rosen lait & Herzfeld

aufleute: errmann Rosenblatt und Scar Herzfeld, . _eide zu Berlin. Dies ist in unser Gesellschaftsregister unter Nr.

Insertionsvrsis für den Raum einer_Druckzeile 30 45.

Jn_unser Firmenregister, wofelbst unter Nr“ 8890 die hiesige Handlung in irma: _ Gust. Edu n Winckler em getragen _ steht, ist vermerkt : daß em Kommanditist eingetreieu ist und die unter derselben Firma bestehende Kommandit- gessllscbaft unter Nr. 5796 des Gesellschafts- registxrs eingetragen. Persön1.1ch_ haftender Gesellschafter der hierfelbst unter der Firma: _ Gust. Eduiu Winckler begriindeicn Kommanditgeseliscbaft ist der Kaufmann Edum Gustqv Otto Winckler zu Berlin. Dies ist in unser Geielischaftöregister unter Nr. 5796 eingetragen ivorden. '

_In_unser Firmenregister,_ woselbst unter Nr. 2563 die biefiße Handlung in Firma: _ B. Jacoby vermerkt steht, 1st eingetragen: Der Kaufman) Leopold Klein zu Berlin ist in das Handelsgeschaft de_s Bernhard Jacoby zu Berlin als Handelsgesellicbarter eingetreten und die nunmehr unter unveränderter Firma bestehende Handelsgeseliscbaft unter Nr. 579? des Gesel]- _1chaftsregi_sters eingetragen. Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma:

_ B. Jacoby am 15. Juli 1876 begründeten HandengeseUscbaft find die Kaufleute: 1) Bernhard Jacoby, 2) Leopold Klein, Beide zu Berlin.

5797 eingetragen worden.

In unser Firnienregister ist unter Nr. 9506 die

„Firma: I. A. Richter und gls deren Inhaberin die Kauffrau Johanna Amalie Richter hier _ (jeviges Geschäftslokal: Klosterstraße 44) eingetragen wvrden. Dem Kaufniann Rudolf Ricbier zu Berlin ist fiir vorgenanni-x Firma Prokura eriheilt und ist dieselbe in unser Prokureuregister unier Nr. 3354 eingetragen Worden. Jn unser Gcsellschaftsregister, woselbst unter Nr. 3773 die hiesige Handelsgesellscbaft in Firma: Satregel & Amhholz, vormgls I. E. Moeves „jun. vermerki steht, ist eingetragen: Die Gesellschaft ist durch gegenseiiige Ueberein- kugft gufgelöst. Der Kaufxnann Wilbelm Carl. Friedrich Scbregel zu_ Berlin setzt das Handels- geichaft unter unveranderter Firma fort. Ver- gleiche Nr_. 9507 des Firmenregisters. Demxiacbst ist in unser Firmenregister unter Nr. 9507 dre Firma: Schregel & Buchholz vormals I. E. Moeves „jun. und als deren Inhaber der Kaufmann Wilhelm Carl Friedrich Schregel hier eingetragen worden.

Gelöscht ist: Pro_kurenregister Nr. 2972: die Yrokura des Hermann Gustav Aust für die irma: I. Gruener. Verlkn, den 17. Juli 1876. Königiicbes Stadtgericht. . 1. Abtheilung fur Cwilsackoen-

vorkon- In unser GeseuscbaftSregiter i u- folge VerFtigung vom 8. Juli eingetragxn thrdxu: Nr. 48: irma der Geseüschafi: Gebr. Büuin *- Siß der Geseilschaft: Borken. - Die Gefe - schafter sind Fabrikant Franz Büning zu We eke und Fabrikant August Büniug zu Borken. - ** ie Gesellschaft hat am 1. Juli 1876 begonnen. Borken der! 8. Juli 1876.

K niglicbe Kreisgerichts-Depuiaiion.

vorken. Jn unser Gesellschaftéregister l'st' U Nr. 35 die er ol te Auflösung der unter der Firm:: Vüning & ü 1 zu Borken be|ande_nen Handels- gescllschafi zufolge Verfügung vom heutigen Tage ein eiragen worden. orten, den 8. Juli 1876.

Königliche Kreiögerichts-Deputaiion.

Irake. Jus Handelsregister ist heute unter Nr. 180 eingetragen:

rma: Geerken & Plaßmann.

ißt Brake. ].“,Zßfene Handelögesellschaft seit dem 10. Juli 2. JÉIÜ'"

a. iefert Geerken zu Bremen.

11. Kaufman ' ' ' Brake. 1; Heinrich Wilhelm Plaßmann zu

3. Jeder Gesellschafter allein vertritt die Gesell-. ' schaft

Bzakeöéden 1_0_.__ JOuki 1876. ro erzog i denbur i es Amts eri t.

und richten an* alle Zeitungen im Deutschen

A. Wilkens. ,

Dies ist in unser Geiellscbafisregister unter Nr.