Ve ufs öffentlizer Verdinguug der Lieferung des Bedaxfs an Brot, Fleisch, Vikkualieu, Fourage, Bivaksholz uud Laserstroh während der vom 1. bis incl. 17. September dauernden Herbft-Uebungeu der Königlichen 10. Division bei Krietven, Storcbnest, Schximm, Dolzig und Goßyn,_ sowie der Gestellung von Khren zur Abfuhr der Brvaks-Bedürfmffe von den agazinpunkten in die Yiyaks und der sonst von den Truppen auf den „Manchen, zu:: Abholung- der Verpflegungs-Bedürfnxffe "aus den Magazinen uach dm Kantonnements u,s. w, benöthigten Fuhren haben wir einen Submissions-Termin auf Montag- den 31. 11. Bits., Vormittags 10 Uhr.. in ume- rem Bureau (Posen, Kanonenplaß, xVordergebäude der St. Adalbert-Kaserne, parierte, „Eingang neben der (Harnisonkircbe) anberaumt. ,
Dic Submisfions-Bedingungen für die Natuxalten- Lieferungen resp. die Fubrengestellung liegen m 11a- serem vorbezeichneten Bureau zu Jedermanns Em- ficht aus und sind auf Grund derselben abzugebende Offerten verfiegelt und mit der Aufscßrift: „Sub- msfious-Offerteu für die Lieferung der Na- növer-Bedürfnisse der Truppen der 10. Divi- sion pro 1876“ an die untrrzeichnete Jutenhanxur bis zu 07111 bezeichneten Termin, in welcheyz dre em- gegangenen Offerten in Gegenwart der erschie'nensen Itstferessenten werden geöffnet Werden, portofret em- zu enden.
Posen, den 19, Juli 1876. 215] -
[5' Königliche Jutendantur der 10. Division, . kl'lts.
Verloosung, AmortisatioU, Zinözahlungu. s'. w. von öffentlichen Papieren.
Die für das Geschäftsjahr 1875/76 zur VcrtHei-
lung kommende Divxdeude von 18 Maxk pro Artie kann gsgeu (Einlieferung dcs Drv:renden-.
scheins Nr. 5 von heute an hei dem Bankhause? 5." M. Borchatdt3un., Französt1che Straße Nr. 32,4 (*,
oder in unserem Geschäftslokale, Kleine Frankfurts);2 „'. [6209] :
MÜWGLsLÜsWst für den Bau land-É wirthsckmftlichcr Maschinen nud Ge-F
Straße ], erhoben Werden. Berlin, den 19. Juli 1876.
räthc und für Wugeufabrikatiou. H. F. Eckert,
Die Direktion.
Vekaäntmachnng.
Am Freitag. den 25. August 1876, Vor- mittags 11 Uhr, findet im Landhause hterwlbst
die 25176 Verloosung von 30,000 „46 Pommer- : scher Provinzial - Chauffeebau - Obligationen .' Z,] 1. Emission, _ 1 ZZ) die 15te Verloo1ung von 7800 6-6 dergl. 11. Euns- ::": sion uno [ .',-Z
die 10te Verloosung von 9000 „(€ dergl. 111. Emis-
sion „ „ „„ stati, was in Gemäßheit der AÜerhöcbsten Pr1vr-| „.;
legien vom 4. Mai 1849, 4. Mai 1857 und 13.
-§)1éärz 1862 hierdurch bekannt gemacht '.vtrd. Stettin, den 15. Juli 1876. [6225]
Der Direktor der Altvommerscheu Landstube.
])ebot.
!. Z „1 ck
1
Bilanz pro
Berstblékene Bekanntmaébuxsen. Fünfte ordentliche Generalversammlung
der _ Hypotheken-Vank in Hamburg Montag, den 7. August 1876 Nachmittags 211.
im Affeeuramsaale der Öörseuhalle, hier. Tagesordnung: 1) Bericht der Direktion über das am 30. Juni 1876 abgelaufene Geschäftsjahr. 2) FFF? der Revistons-Kommisfion und Ertheiluug der Decharge an Aufsichtöratb und re ton; 3) Neuwahl zwxier Mitglieder des Auffichtöraths an Steae der beiden in Folge des Ablaufes ibrer Amtszett Ausséheidenden.
Uhr,
“ !
4:le Wahl dsr Revistons-qumisfion für 1876/77. ktionäre, Welche tbr Sttmmrccht ausüben w_ollen, haben gegen Vorzeigung ihrer Aktien Ein- trittskarten und nummerirte Wßhlzettel, auf denen die Sttmmenzahl vermerkt ist, in den Vormittagsftunden des 4. und 5. August 1)- J. bet den .Herren Notaren ])r. Stockfieél) und ])r. Bartels hier, große Bäcker- straße Nr. 13, in Empfang zu nebmm. Hamburg, den 19. Juli 1876.
Hypothekcn-Vank in Hamburg.
Die Direktion.
. ' [5290]
610886 2161861016881Z1111§111
[7111871111 01 1108861517178 ,
811111111611-1761111188011111611
seit vielen Jahren bewährt und in bereits - mehr, als
100.000 Itüok
im _ Gebrauch, sind, mit den neuesten und prakttschsten"Verbesserungen Versehen, die be- liebtestezr fax den Hausgebranck), sowie für ae'werbUckW wack'e, bei größten“. Gcräuschlosig- kett arbeiten fie gleich schön in leichten und starken Stoffen, vom feinstsn Mul] bis zum d1chsteu Double. Txoß dex regelmä igsn Hinwäse auf die „ . -- Merkzexcben fur die 216 t1)eitd7rk*r18w-'ch „ "'LH-«LJ _ „Kogsxnaun Maschine -- den Abdruck ker - . „ vollen Firma 1165st_ger1ch111ch deponirter Fabrikmarke auf dar Deckplcthe und 066 178711 im Gestell, =». sind in neuerer Zett angestrc-ngke Versuche zu Täuschngon durch andere Fabrikate gemacht woxden, es wird 1721356111) jeßt jeder Masckyme außerdem ein
[FrßxxkunZZ - FQUZniZS der Fabrik beigegxben, oline ein solches „ist keine Maschine äcbt. -'; Dcr setther sxbyn ' anerkqnnt bxllige Preis für die l'kjgtor & Rossmann Näh- maschine ist vom 1. Zum 6.5 um em üeaoutenäes weiter ermäsßixt und werden außer-
dem bei B001zahlung , 10 % Üäbäbt
Verkäufe mzf Abzaßlung ohne PrciScrHöbung. Garantte wwd geletsxet, Untcmcht frei, Verpackung nicht berechnet, Preißlisten Und Nähu
proben gratis. 7616011181066] - - “ _. ];) 11 (1 M 1211716282- 112,
für 1301111]: , Die Fabrierrithtet in jeder Stadt von Bedeutung ein Depot, und wollen fill] . Reflektauteu von Platzen, die noch unbeschr. dieserhalb an uns Wenden.
.-.*--1.-„ | .
*».«1
Vergütet.
“! -- '*'*“-3*-1-7«*=*-.1:41.-:„.,';«'
1876.
3]. März
():-Hau.
An Grundstück-Confo, Kl. FrankfurTErstr. und EJartsberg . o.
Gcbäude-Conw. do. Masch1new und Werkzeug-Conjox . . Utenfilien-, Modeu- und Clxch6:0,onto , Pferde- und Wagen-Conto . . . CKssa-Conto . . . . . Cambio-Conto . . .
Cffecten-Conéo, Effcctenjfü'r dZn Refertx'efoond'ßpjr. Berliner Stadt-Oblfg, Pommersche Pfdbr.) . . .
General-Waaren-Conto . . Material-Conto . . , . . . . . . . Debitoren mclUfiVc Banqmer-Guthaben vou
' Berlin, den 27. Jünj 1876.
„76 Je! 64 4,036160 Per Actien-CapitaL-Conto .
'] „ck 'H 989095585- , Hypothken-Conto
24000001- 545,53125 38,411l36
.',-7. "55812624 372,745 37 ab Amortisation . . , 7593.75.
98-785 79 Reserve-Fond-Conto 121322 25 Dividenden - Conto . 11-214 16 Dividende) . 648 - Credétoren . . . . . . 82,518 93 G.:xojjm- und Verlust-Conto ' Saldo aus dem vorigen Geschäftsjahre . . «76. 1,769. 68. 88 249,84
. 86,480, 16. 1 216565958
('uo'ch 'nicßt ' 615056111 7,476 8 0 . " . . . o |
38,346 15
'C. "Bödexi-C'red'it-Pfd'br., ) ' ' ' ' ' 44786445,; 1' 1
177,45; k56 356081122 "3",'1"5"5",359,38
"„-5,“ 30,106. "20: Gewmn tn dxexem Jalxre „
Vorstehende Bilanz ist von 11118 97111118 und mit de_n ordnungsgemäß geführten Büchern in Uebereinstimmung befunden woxden.
O. D e l l s ck a u. Kaufmann.
Ueber.
An General-Betriebskosten-Conto
Re araturen und Instandhaltung der Ma1chinen, Werkzeuge und Gebäude, ehälter, Meisterlöhne. Reisen, Steuern, Gas- und Wasservsrbrauch, . , „
Affecuranzen. Drugsachen, Portis xc. Verlust auf Außenstaude .
stande. . . .
Abschreibung des“ Saldo der Eit1richtungs1kosten der 9)"1ie'ch's'_yäuser """.
Znterefsen-Conto, bezahlte ypothekenziusen
abzüglich vereinnahmter
Abs chreibungen :
"Gebäude. . . . . .. Maschinen und Werkzeuge . Utensilien, ModeUe, Clichés Pferde und Wagen . .
Rein ewinu:
Re erve-Fonds-Conto 10 0/0 (18 6-6. 86,480. 16. Tantiéme-Conto
Tantiéme des Aufsichtsraths laut Statut §, 19
Contractliche Tamidme der Direction “ Tautiéme an 3 Beamte . . Dividenden-Conto _ B DÉidTnde pro Nette 18 „M. ilanz- on 9 _ Vortrag auf nachsies Jahr
Kaufmann 11111“ Rtttergutsbesißer. . € . Gewinn- und Verlust-Conto.
abzug_lich eingegangenen auf5ere116'abßesc1yriébeire Außen;
anquicr- und anderer Ziésen „ Effecten-Conto (Cours-Differeuz am 31. März„a. o.) . . .
oodk
. Au u W l f. Oekonomierath. g | o f“
H. F r 1 ck e. Bücher-Revisor.
()keült.
ck“* 6 1,769 ' 6,836
337,452
Per Saldo-Vortxag vom Vorigen Jahre .
„ Administration der eigenen Wohnhäuser . General-Waaren-Conto
. . . . . . Bmtto-Gewinn
„76 8,315. 53. „ 111. 20.
. „4; 28,724. '40)
6:861j 4,906. 04.
23,81836 6305 2
! 30,419. 27.
11,215. 31.
„74 11,726. 56. ' “„“ 4,391. 77.
„4-1 8,648. 02. 4,324, 01. 1,729. 60.
864. 80. 72,000. -.
683. 41.
8824984 1“- 346058169 „- Berlin, den 27. Juni 1876.
346,05?) 69
Quien-Üegeluebakt tür ale'n _!kau [um!"]ktb-ebanllehok Ulueblneu uml (;o-“Uthe tun! für Naxeukabkikatiou.
[6219]
Fr, v. d. Knesebeck. Vorstehendes Gewinn- und Verlust- O. D e l l s ck a u.
Kaufmann.
. Förster. onto ist von unsizxkeprüft und mit dem Conto des elben im Hauptbuche in Uebereinstimmung befunden Worden. ' v
. r e. Kaufmann und Rittergutsbesißcr.
H. F. Eckert. Die Direction. L. G. Zeitschel. Nach Prüfung festgestellt. Der AusfiehtSrath. A. Kie ert.
A. Hackel. L. Hadra. U, Meyer. R. Molenaar. W. N odt. August Wolff
Oekonomierath. Buéher-Revisor. .
.; (301175171111Z65 (161168011611 (17616 . oki
'T““*“
Die Stelle eines Raths-Kalknlators und
Kassenasfistenten, mit welcher ein Iabreögehalt von 1500 „F6 verbunden ist, soll schleunigst beseßt werden. 6214]
Bewerbex, xvelcbe für das Rechnungs- und Haffen- w_esen qualtfiztxt sxnd, werden aufgefordert, sich bal- Ytgft „unter Cmrerchuug des Lebenslaufes und der Zeugmsse bei uns zu melden.
Bunzlau, den 19. Juli 1876.
Der Magistrat.
Die Kreiswund arztftelle des Udeluauer Krei es m1_t dem Wohnsiß in Adelnau, ist erledigt. Qußli: fictrte, Bewerber haben, unter Einreichung ihrer Qualrfikattonszeugniße und des Lebenslaufs binnen sechs Wochen fich ber uns zu melden.
Posen, den 13. Juli 1876.
[6213] .Königli-he Regierung. Abtheilung des Innern.
Deutsche“ Lebeus-, Pcnstdns- und chten-Vcrftckxcruztgs-Gesellsckjaft auf Gegenselttgkctt m Potsdam. Verftäxerungsbeftand ult. Juni 1876. 30,883 Policen mit 50,227,438 „FE
JO und vom 1. JanuaÄbis“ uit. v. MEYTWMJEZZYF
4568 Anträge mit 11,108 740 Potsdam, den 1. Juli 1876. “ “M
Die Direktion.
Wooben-Anöiveife der deutschen Zettelbauken.
[FOber-Isebt
ck61“ JÜLÜJISQÜQN VMM
"11 "6260661011 mm 15. Juli 1876. Qytbm.
[6221]
31,237,530 360,775 17.715.900 1.291,51? 55366629 7.668.357 819,280
861658588500661161116 ........ ,. 51013611 7111116161" 4101168101101" 1331111611 80111513st Wßssvboskänäs .... 776611661-136617511116 ......... [1011111310-13686511110 ........ 1211666611-868151100 ......... 061111201011 11110 sonstiges „5166173 , _" kussi“;- 141173Z628111166 5116160110111631, „ . . 30000000 116156st011118 ............ 3-000-000 1301111110600 "1111 0111111111? . . . .*. . 63.309.300 Mglioh fä11j§6 761111111111611116117611 7,152,831 ck11 ](üUäjZUUYZÜTZO gobuuäsns 76151116116111616611 ........ ,. 27.509,823 80118171Z6 1311581711 ......... „ 1.490,615 “7011 1111 "1111211116 231115111611, 110011 1110116 f51112612 BQYISW 611111 77611761 b6§6b6u 770111011 «1,945068 1110 bikeetlou.
Allgemeine Vexloosungs-Tabelle
de Deutschen Reichs“- und Königliä) Pm'ußisrlxcn Staats-Anzeiqers.
Zusaßtmengestellt in Folge amtlicher Veranlassuxs der Retchsbank 'zu Berlin, welche nur inficbts derjemgen von :hr in Verwahrung und erwal- tung genomeencxn Papiere die Ziehungslisten nackp sehen läßt, deren Veröffemlicbung duréh den Deutschen Reichs- und Königkicb Preußi- scher; Staats-Anzeig er erfolgt.
Dre Allgemeine zYerloosu'ugkwTaH-klle des Dent- chen Reichs- uud Könxgltch Preußischen Staats-
nzeigexs, welébe die Ztehungß- und Restanteu- lister- sammtiicber gangbaren Staats-, Kommunal-, Eisenbahni, Bank; unkx thdustrie- Papiere ent- ält, "erscheink wochentltcb emmal und “ist zum
bonnxmentSpreis von 1 Mark 50 Pf. viertel- thlch dure!) alle Post-Austalten, sowie durcb Karl
Ehmanns Verlag , Berlm , 877, Königgräßer-
raße 109, und glle Buchhanplungen zu beziehen, in
erlin au bet per Königlichen Exyedition, Wil- helmstraße 32. Einzelne Nummern “ .) Pf.
Die neueste, gm 15. Juli cr. erschienene Nr, (30) der „All,: qmetn'en Verloosuugs - Tabelle enthalt die Ztehungslisten folgender Papiere; Alton aer, Oelönißer, Plauener, Qued - linbgrg er, chbopauer Stadt - Obligationen. Badrsche 35 Fl.:Loofe (10 1845. Böhmische W 21,11? ahn, Priontäts - Obligationen. _ C 13 [nisch e Mas ck1nenbau-Aktiengesells chaft, Obligatwuen. D u x - B o d'e n b a ch e r Eisenbahn'Prioritäts-Obligationeu. Elernqer, Glogauer , Loebauex, Oels'er Krers-Obligaxionen. (H a l i z isch e 0.111 - Ludwi - Bahn-Pxioritat-ZObligationen. G a li z i s ch : Rußl- kal-Kredrtanstalt, Pfandbriefe. G 5 m 5 r e r Eisen- bahn-PfaudbriefanleYn. (H o t h e u b u r g e r (Hüter- Kypotheken-„Vereins- fandbriefe. H ei [ i g e n b e i le 1:
reis - Obltgationen. _Ke mpten-Me mming “,n“- U l m er Eisenhahn-Obltgationen. K ur [) es s i s ck 1 s Staats - Lotterxe - Anlehen (16 1845. M ai länd c r 45 Lire - Loose “(16 1861. Mecklenburgische Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. N i e d e r sch [ e - siscb-Märkische Eisenbahn - Stammaktien und Yrioritäts-Obligationen. N o r d d e u t s ck e Grund-
reditbank, Hypot eken-AntheilWane. N 1": r n b e r -
cr Vereinsbank, odenkredrt-Obltgatiouen. Ob er- fcb [ e si s ch e Eisenbahn - “Stammaktien 1.166, 13. O e r e b r o - Hypothekenvexems - Pfandbriefe. R b e i - nis ck € Eisenba n-Priorttäts-Obligationen. S alz - burger 20 Fl.- oose (16 1872. Steh enbür isch e Grundentlastungs - Schuldverschreibungeu. k a k ' g a r d - P o s en e 1 Ei enbahn-„Stammaktixn, S t e i e r- m 5. r ki s ch e r Spa asseveretzt, Pfandbrtefe. S t o l - ze n a u e : Wegeverband-Obltgationen. U n a a r i s ch e Staats-Anleihe äs 1871. U n g a 1 is ch e Weinzehent- Obligationen. V en ekz 1 g e r 30 Lire-onse (16 1869. Z arsko e - S elo - Etsenbahn - Priorrtäts - Obstga- twucn.
Zweite Beilagx
.../1,47. 169.
1) Patente,
_ Ztveite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Donnerstag,]en 20. Juli
In dieser Beilage werden bis auf Weiteres außer den gerichtlichen Bekanntmachungen über Eintragungen und Löschungen in den H an d e l s -, Z eich en- 11. M ufterregistern, sowie über Kon kurs e veröffentlicht :_ 7) die von den Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden aus4eschriebenen Submissionstermine,
' eber t der an te enden Konkursteruxine, Z; 51; 1213akcuxizsebn-Liste desr Lurch Mithär-Anwartxx zu beseßendcn Stellen, 4) die Uebersicht vakanter SteÜen fur Nichtthlttar-anarter, 5) die Uebersicht der anstehenden Subhastattxzns-Termme, _ . _ 6) die Verpachtungstermine der Königl.Hof-Guter und Staats-Domanen, sowre anderer Landguter,
Der Inhalt dieser Beilzxge, in Welcher auch die im §, 6 des Gesetzes übsr den Markensckxuh, vom 30. November 1874, vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentlicht werden,
einem besonderen Blatt unter dem T1 ei
Central-H
Das CenWaj-Handels-Register für das Deutsch? Reiko kann durch aÜe Post-Anstalten des In- '
und AuslandeS, sowie durch Carl Heymanns Verlag, Berlin, 877, Königgräßerstraße 109, und alle
Buchhandlungen, für Berlin auck) durckz die Expedition: 8177, Wilhelmstraße 32, bexoaen werden. M * _ f r -
Patente.
k111211811. Königliéhes MiNkstvrium für .; Hßaudel, Gewerbe und öffentlrche Arbeiten.
“" Dem Schuh- und Stiefelfabrikayten J.,J. Lohr in Elberfeld ist unt“: tem 1531101876 em Pa'tent, auf eine Vorrichtung zum Einspannen _der Zetsten für die Herstellung von Schu51verk „xm Skel)en in der durch Zeichnung und Beschretvumg nach. gewiesenen Zusammensetzung, yhne Jemanden m der Achndung bekannter Theile zu beschränken, auf drei Jahre, von jenem T.“ e an gerechnet, uyd für den Umfang des preußts en Staats ertherlt Worden.
Das dem Ingenieur Bernhard Stauffeu, Vormals zu Magdeburg, jest zu Gotha, unter dem 25. August 1873 auf die Dauer, von drei Jahren für den ganzen Umfang des preußischen Staats
auf einen Regulator an Aufzügen, in der durch
Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zu-
sammenseßung und ohne Jemanderz in der An-
wendung bekannter Theile zu beschratkan, erkheilte Patent ist auf zwei Jahre, (1110 bis zum “25. August 1878 verlängert Worden. -
Den Herren Eugen Peter Rameau aus Straßburg und H. E, Junghans aus Alpirsbach ist unter dem 17. Juli 1876 ein Patent
auf ein Verfahren zur Anfertigung von Stroh-
hüten, soweit dasselbe als neu und eigentHümlich
erachtet worden ist, auf drei Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und füxdden Umfang des preußrschen Staats erlheilt voor en. *
Königreiäj Salksen. Auf_5_Iabre am 3. Juni: C. Böttger zu Schlottwrv ber Weesenstein, Tur- bine mit Regulator ; 28. Juni: Karl Pieper zu Drcspen, für die Herren Hugues „Antoine Paul »Chrrstofle u. Henry Charles Bourlher in Paris, Verfahren in der Behandlung von Nickel-Magnesium und anderen Erzen; und für Herrn Hjalmar Berg- 1:17:51 in Stockholm, Verbesserung an Schienen-
a en.
Bei einer offenen Handelsgesellsckyafk ist jeder an der Geschäftsführung Théil neswende Geseuschafter verpflichtet, für d1c der GefeÜscbaft geseßlich obliegende Buchfübrung_Sqrge zu trcz- gen, auch wenn er mit dem kaufmaymschen Tbxtl deH Geschäftes nach dem Abkommen mrt se1n_en Mit- .gejellschaftern fich nicht zu befassen hat. Dre 111101- dentlicbe Buchführung des einen Geseu1chafte_rs fallt daher auch dem andern zur Last, wenn er ntcbt d_en strikten Nachweis führen kann, daß ihnx die Erful- lung durch den anderen Socius ohne sem Verschul- den unmöglich gemacht worden sei. Erkenntztiß des Ober-Trivunals für Strafsachen, ll. Abthetl. vom
0. Mai d. J". - „Nach Art. 28 des Handelsgefeß- buches,“ führt das Erkenntniß in Beziehung auf den zum Gxunde liegenden FaÜ aus, „,ist jeder Kaufmann ver- Pftlch„kek, Bücher zu führen, aus Welchen seine Hanpels- gescbafte und die Lage seines Vermö ens voÜftandt zu ex1ehén,ist. Bei einer offenen andelögefeÜs aft liegt, diese Verpflichtung allen Gesellschaftern_05, w_emgstens denjenigen, welche nicbtvon der Geschafts- fahrung und Vertretung auSgeschloffen und als aus- geschlossen im Handelsregister vermerkt sind. Eine solche Ausschließung bat im_vorliegenden Fake nicht stattgefunden., denn die Bxsttmmung in dem GeseU- schaftövertrage, daß der Enzo hauptxächlick) den kauf- männischen Theil, also dte Buchfubrurxg, und dxr Andere (Angekkagte) den tecbmschen Thetl, glso dee Fabrikation, und daneben auch den 'Bert'rteb der
abrikate besorgen soÜe, Hat rzur fur d1e„Gese[l- schafter selbst die Bedeutung _emer Geschaffßvxr- theilung, die übrigens nicht etyUal eme Yefimtwe sein foUte. In dem Verbäljmsje zu Dntten_ ist durch diese Vereinbarung kxtne Aendyrung' emge- treien, und ebensoWLnig 1st, sokpett *die Er- füllung der aus der Kaufmannßexgenschaft der Gesellschaft und ihrer darauf! bethenden Kreditfäl)igkeit sicb ergebxndenck Beryflréhtungen unter den Schutz des öffentltchenxükechts gestellt 1st, die strafrechtliche Verantwortlxcbketr der Gxseklschaster dadurch alterirt worden. Dre unordentltcbe Buch- führung des einen Socius fäÜt' dahkr a11ch pern anderen zur Last; dcnn auch dieser hat em; th obliegende formale P icht zur ordnungßmaßrgen Buchführung nicht erfü t, und nur der strtkte Nach- weis, daß ihm die Erfüllung durcb Hen anderen Socius ohne sein Verschulden unmöglxcb genzackot worden fei, würde ihn der Verantworxltchkejt uber- Yoben, der Eintritt der Unmöghchkett thn aber reiléZ) auch genötbit haben, dux Aufkösung der Gesc schaft gemäß ??rt. 125 des H. G. B. zu b?" antragen, um sich von der Verantwortl1chke1t fur dte ZUkUnfk zu befreien.“
,Das „Deutsche Handelsblatt“ veröffentlicht ein Ctrkular, welches der bleibende AUSschß Hes Deutschen Handelstages unterm 30. Jun: c. an die Mitglieder über die Eifenbahnfraße ge“ :icbtet hat.
Der bleibende Ausschuß des Deutschen Handels-
tages beschäftigte stcb wäßrend seiner leßten Sißungen vom 19,-24. April d. J. wiederholt mit der auf der öffentlichen Tagesordnung stehenden Fraue der für Deutschland zweckmäßigsten Eisenbayn-Politik. Der Referent schlug folgende Resolution vor:
.Der bleibende Ausschuß des Deutschen Handels- tages kale beschließen:
1) Die Eisenbahnen dxs Deutschen Reiches können nur dann in vollem Maß? die wirthschaftliche Wohl- fahrt der deutschen Natron fördern, wenn fie als ein einheitliches Gavzes betrieben und als gemein- nützige Anlagen verwaltet werden.
Der Ausschuß dys deutschen Handelßiages heißt deshalb jeden Schrrtt 0er Deutscben Staatsregie- rungen und des Deu11chen Reiches wZÜkommcn, welcher diesem Zwecke dient.
Er erkennt es als eine Noithdigkeit, daß alle deutsche Eisenbahnen, mögen sie einzelnen Partikular- Staaten odex PrivatgeseÜschastcn gehören, sofern ste nxcht ausschlteßlich dem lokalen Verkehr dienen, be- zuglich ihrer Einrichtungen, ihres Betriebes und ihrer Tarife den Forderungen entsprechen, welche vom Standpunkte der alkgemeinen deutschen Inter- essen aus erhobext Werden müssen.
2) Zux Durchführung dieses Gesichtspunktes ist die Versmiguug einer starken Aufsichts- und Anord- nungSgewalt in den Händen des Reichs-Eisenbahn- amtes unerläßlich.
DerBersuch, dieses im Wege der Geseßgebung zu erreichen, izt bereits im Vorbereitunqsstadium auf ernste Bedenken gestoßkn, ,die einestbeils in der be- rechttgten Rückfichtnahme auf die Privat-Jntereffen einzelnex Staaten und Eisernbabn-Geseüschastkn, an- dernthetls in den partikulgristischen, mit der Förde- rung des Wohles der gekämmten deutschen Nation unverträglichen Vorurtheilen Wurzeln.
Bei Bekämpfung der letzteren Schwéerigkeit hut der_deutsche Handels- und Gewerbestand die deutsche YFYxegrerung kräftig zu unterstützen dringende
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„Dagegen darf nach der Ueberzeugung des Ausschusses bet der Lösuzm der Ctsenbahnfrage durck) das Reich ei1e gerechte Ruckficbtnahme auf die Wohl erwvrbenm Rethe der Etsenbahnbefißer nicht außer Achx gelassen Wer en, *-
3) Sowohl um von einer zweckentsprechenden Eisen- bahngeseßgebugg unzertrennliche EigenthumSver- lesungen zu suhnen, als auch, um das Reich zu einer wirksameren Durchführung der Eisenbahngeseße zu befähigen, scheint es ein richtiger Schritt, daß das Reich in den Stand gesetzt wird, den Betrieb auf _den wichtigeren Eisenbahnlinien Deutschlands thatsachlicb zu beherrschen.
Der Ausschuß begrüßt deshalb mit Freuden die Abstcht des deutschen Reichskanzlers, die preußischen Stamsbahtzen für das Reich zu erwerben. als den Men Schutt zur Bildung eines Reichs-Cisenbahn- y ems.
Oh_ne in. eine Erörterung der finanzpolitischen und orgamsatorrschen Seite des Gegenstandes einzutreten, kann er sich jedoch nicht vermgen, seine Befürwor- tung an die,“feste _Erwartuztg zu knüpfen, daß die deutsche Rerchrethryng dte VerWaltung der Reichs- bahnen, mag sie d1e1elbe selbst in die Hand nehmen oder Dritten, übertragen, nacb Grundjäßen regelt, lexhe fiska11fche Begehrlichkeit über das Ziel einer maßtgen Verzinsung und Amortisation des Kapitals bmgus aussch1ießen und die Mitwirkung erkahrenxr Manner aus de„n Kreisen des Handels, der Judustrte nnd der Landwtrthschaft sichern.“ _
In dem erryähnten Cirkular werden nun die1e Reso- lutionen xnottvirt. Der bleibende Au52chuß theilt sodann nut, daß er zu diesen Resolutionen noch keine St_ellun gepommen habe,.und fordert die Mitglieder auf, si 519 z_um September 0. J. über die Refo- lutronen zu außern.
Der Jahresbericht der Handelskammer zu Sora'u N./L. pro 1875 äußert fich über die all- gemetxje Lage der Industrie wie folgt: Die aUgememe'Lage der Industrie ist von so vielen Sei- ten nur unt schwarzen Farben gemalt worden, daß es Fel) der Muhe Wohl verlohnt, der Hoffnung an Be erung der_ andauernden Krisis das Wort zu re- pen' und dabei zu untersuchen, auf welche Weise dem eßtgxn Zustqnde eine Lichtteite abzugewinnen ist.
s tft unzwetfelhaft wahr, daß im Verhältniß zu den „Jahren 1868/69, 1871/73 eine bedeutende! Ab- schwachung stattgefunden hat, ja, daß über die gan e Erde, vöÜtge Stockung im Geschäft eingetreten it. Es tst aber beretts in dem vorjährigen Bericht darauf aufmerksam gemacht worden, daß die oben- Zedacbten Jahre mcht als normale angesehen werden önnen; :Die, aus der („Erde wie Pilze emporgewach- senen mdusmeUen Gebaude, errichtet mit zusammen- geborgxen ledern, gehen entweder nach und nach 1_n du: Hande der ursprünglichen Best er uber, oder Werden zum gerichtlichen Verkauf geste t-
Jm erstxren Falle werden sie ihren u-sprüuglichen
i_vecken wtedergegeben, häufig jedoch mit bedingter
tuschxänkung aus Mangel an Betriebömitteln, an Arbextskräften und „an Absatz. Im letzteren Falle fink? m der Regel dre K_aufpreise so gering, daß die jxßtgen Befißer, d. 1), dw Aktionäre, leer aussehen, tetxx7ftLoos, welches häufig auch die Gläubiger be- rt .
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1876,-
8) die Tarif- und Fabrplan-Veränderun en der deutschen Eisenbahnen, 9) die Uebersicht der Haupt-Eisenbabn- erbindunqen Berlins, , 10) die Uebersicht der bestehenden Postdampfschiff-Verbindungen unt tranöatlantischen Ländern.
11) das Telesrapben-Verkehrsblatt.
erscheint auch in
t andelZ-Register füe das Deutsche Reich. (Nr,195,)
Das Ccnfral-Handels- Register für das Deutsche Reich erscheint in der Regel tä lich. *- Das
Nun muß man doch annehmen, daß edes Ding auf der Welt einen eisernen ertl) bat, den man auch die äußerste Grenze des Minimalwerthes nennen könnte. Weit unter diesem eisernen find aber die neu entstandenen Etablissements im Zwangöverfabren verkauft Worden. Der Grund liegt rncistens daran, daß die Betbeiligung an den entjtandekcn Associationen ein- zelne Orte völlig lahm gelegf, und daß die Speku- lation sich selbstredend den industriellen Unter- nehmungen entfremdet hat, weil die Erfahrung der letzteren Jahre zeigt, daß nicht Geldmänner, nicht die wissenschaftlrck) Gebildeten, sondern der gewiegte, solide und inteüigente Fachmann die Leitung der Fa- briken übernehmxsn mußte, und daß deren ganzes Wohl und Wehemitdem Wechsel des Leiters steigt und fäÜt.
Eine sehr bedeutende Kalamität für dcxs ganze Deutsche Reich ist das StiÜliegen der gejammten Eifenindustrie. Dieser Zustand zieht auch mit W?- nigen AuMaHmen die übrigen Industriezweige in Mitleidenschaft. Die Hoffnungen der Grundbefißer, daß die 5Y_uflx-bung der Eisenzölle belebend auf die Landwirt51chaft wirken werde, haben sich durchaus nicht bestätigt. Es werden keine neum Eisenbahnen gebaut, der Bedarf beschränkt sich auf die Ergänzung des unbrauchbar gkwordenen Materials. Hierzu kommt die Wesentlich längsre Haltbarkeit der Waffe- mer Stahlschienen bei [?inem nur Wenig höheren 53116118. Deutschland ist durch seine Industrie gro); getvordén und dazu hat zum großen Theile die Eisenindustrie bei- getragen, da seit einer Reihe von Jahren die deutsch? Eisemindustrie mit der ausländischen konkurriren konnte. Der unermeßlicbe Rsichthum an Kohlen und Eifenerzen läßt wünschen, das;, Wenn auch nicht ein Absatz wie die Jahre vorher, Wo der Eisenbahn- b_au blühte, zu erreichen wäre, dennoch diese Reich- thümcr der Erde nicht sanz unbenutzt liegen möchten. Eins der Mittel zu dies'em Zwecke würde der Bau von Vizinal- und Sekundär-Eisenbabnen sein. Man kann nicht sagen, daß in Deutschland die Viziual- Wege gut sind, im Gegentbeil, es fehlt theils an Material, theils an qünstigem Untergrund, theils an
Geld, um chaussirte Straßen herzustelTen. Die dafür aufgewendeten Kosten sind ,aber trotzdem sehr be- .,“Peytend und unfruchtbar.“ Dre Sekundär-Cisenbahnen w_urdxn dyn Verkehr zwischen Stadt und Stadt durch dre'landltchen Ortschaféen_ auf eine relativ billige We1se vermitteln und _ntcht allein Landesprodukte, sondern auch AbfäÜe, Sand, Lehm 2c., welche einen LanZtranSport nicht ertragen, zu demselben geeignet um en.
Ueber die Handelöregister äußert fich dcr Jahresbericht der Handelskammerzu Coblenz pro 1875 wie folgt:
Nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen darF 1m_Falle des Erlöschens einer im Handels- regtst-er emgetragenen Firma, dgren Löschung nur auf Antng des Inhabers oder desjen Erben,. bezw. de- ren Stellvertretern erfolgen.
Drese Vyrscbriften sind nach der Erfahrung nicht gxnugetxd, vielmehr müßte den Gerichten die Befug- mß ww Verpflichtung gegeben werden, solche Fir- me:* 61: 0111610 xu löschen. Als Kriterium für den Vollzug dreser Löschung glauben wir gleich mehreren anderen Handelskammern die Anordnung empfehlen zu sollen, daß jede Firma, von Welcher zwei volle Kalßnderxahre nacheinander cine Gewerbesteuer nicht entxtchtet wird, das Recht verliert, im Handels- regtster aufgenommm zu verbleiben, und demnach von Amtötvegen zu löschen ist.
Die Handels- und Gewerbekammer zu Cbeuzntß beschloß in ihrer Sitzung am 30. Mai nach etongYander Bericbterftattung des Hrn. Berg- mann tn, aldbeim über die in Dreßden bezüglich der RetchSeisenbahn_- Angelegenheit statt- gefundene Delegirteuversammlung sächsischer Han- deis- ynd GeWerbekammern und einem sicb hieran ayschlreßenden Referate des Präfident Bahse über die in dieser Be iehung Seitens des bleibenden Aus- schusses des deutkchen Handelstages gethanen Schritte, emsxxmmig: Zur Zeit und nach Lage der Sache, Fowte bei 86111 Mangel an jeder bestimmten Vor- mge yon'emer definitiven Beschlußfassung über die bochw1chtzge Frage gegenwärtig abzusehen, die Llu- gelegenhett aber im Auge zu behalten. '
Hierauf wurde, nach weiterer Benchterstattung des. Vorsitzenden über die letzte Versammlung des bletbennden Ausschusses des deutschen Handelstages und uber die von einer Kommission des bleibenden Außschuffes _für Zollangelegenbeiten getbanen Schritte bezuglich exner Zuschrift des General-Postmetsters Stephan,d1e Einholung von Wechselaccep- t_en durch die Post betreffend, dem von der Leip- zrger Ynyelskammer bereits erstatteten Gutachten nebst * ottven mit der Voraussetzung, daß _ _
1) von der Festsevnng eines Meistbetrages fur die 3in s(5-'l§n_holung des Accepts 5estimmten Wechsel aoge e en, _ -
2) dle Protestaufnahme im Fal] der Vernvetgerung des Acceptes auf Verlangen des _Uhsenders dUkck) die Poftanstalt vermittelt, daHet xedoch
3) de_m Bezogenen eine dreitägige Frist zur Er- kl_aruns über die Annahme eingeraumx und
4) dte Gebühr auf höchstens 50 „ck uormnt Werde, Seitens der Kammer beigetreten.
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Bexüglick) der Patentangelegenbeit beschloß die Kammer:
Das hohe Ministerium xu ersuchen, bei der bevvrstehenden ReichSenquSte _bezügltch des Patent- schutzes dahin zu wirken, daß aus den Kreisen 11er Industriellen des hiesigen Kammerbezirkes eme geeignete Persönlichkeit zugezogen werde. Gleichzsitig wurde, zur Berathung nnd beziehent-
lick) Berichterstattung über die Patentanzelegenbeit, eine Kommiffion ernannt.
Ueber die Lage von Gewerbe und Handel im Re- gierungsbezirk Aachen wird berichtet: Im ersten Quartal d. I. haben fick) die Betriebs- und Absatz- verhältniffe des Bergreviers Aachen, namentlich bei denjenigen Steinkohlexgruben, welche magere Kohlen fördexn, ungünsttger gestaltet, als sich nach den Ergebnisjen des letzten Quartals v. J. annehmen ließ. So mußte auf den Gruben der Vereiniguugs- geseÜschaft zu Kohlscheid, 11111 die Vorräthe nicht zu sehr zu häufen, die Arbettszeit vermindert und auch der Verkaufßpreis der geringeren Sorten und der Briqnets um 5-6 % herabgeseßt Werden. Dazu vermehrten fich in Folge des anhaltenden Regens die Wasserhaltungskosten nichk unerheblich; die Grube Gouley stand sogar des großen_Waffer- andrangs wegen einige Zeit lang .ganz außer För- derung. Etwas günstiger war dte Lage der Fett- kohlengruben Maria und Anna, doch, konnten auch diese nur durch Ermäßigung der Pre1se den Absatz ihrer gewöhnlichen Förderung erzwingen. Glücklicher- weise konnten bier die Wafferzuflüsse Wegen des mächtigen THonlagers, Welches das Steinkohlen-
ebirae bedeckt, den Betrieb in keiner Wéisé! stören. Jm RevierDüren hatten die starken atmosphärischen Niederschläge fast sämmtliche Kohlengruben unter Wasser gesetzt und sind die Baue trolxz Anspannun aner maschinellen Kräfte selbst Ende April 110 nicht voÜstäudig vqm Waffer befreit gewesen. Auf den Werken des Eschweiler Bergwerkvereins gingen in Folge allgemeiner Herabsetzung des (Hedinges viele Arbeiter ab, obschon der Verein seinerseits gegen 200 Arbeiter entlassen hatte. In dem Blei- un d Zinkerzhau des Reviers find bemerkenswerthe Aenderungen nicht ein etreten. In einzelnen Erzgruben bei Stolberg ist der3 bbau auf die oberen Schichten beschränkt worden, Weil in den tieferen Bauen die Arbeit wegen des stark hereingebrochenen Tage- waffers eingestellt Werden mußte. _ Jm Remer Comment ist auf der Bleierzgrube bei Call in Folge günstiger Aufschüffe der Betrieb so verstärki worden, daß die Belegschaft bereits über 300 Mann be- trägt. Die Bleierzgruben bei Mechernich haben Weder durch das Wasser noch durch den Sturm Schaden. gelitten. - Während so die _ Blei- und Zinkindustrie den Arbeitern fortwahrend noch lohnende Beschäftigung gervährt, liegen ' die Eifenhütten undWalzwerke,sowiederExjext- meinbergbau fast gänzlich daruieder. Ebenso 01 m der Textilindustrie und den davon abhängxgen Fabrikationözweigen eine Besserung des GeschaFtes noch nicht eingetreten, eine solche a11ch noch nicbt ab- zusehen; es befindet fich daher"etne große An ahl unbeschäftigter Arbeiter in gedxuckter Lage. . (:h- rend die Stceichgarnspinnereim mögesammx dte tczg- liche Arbeitszeit um einige Stunden_ verkurzt, exa- zelne Lohnspiuuereien die Arbex't uberhaupt en)- estellt haben, geht dagegen dre Kunstpooüfabrt- Zation besser als je'zuvor: die Fabriken m Mont- Yie haber. sogar dxe Nacht zu Hülfe nehmen müffey.
n der Seiden- und SammetWeberei ist em Drittel der Stühle, die im leßten Quartale v. J. noch arbeiteten, nunmehr außer Betrieb. und werde_u nur die besten Weber noch beschäftigt; au?) dae Webclöhne sind herabßesetzt. ' Kattun 1_1nd albx Wonenweberei acht mittelmäßxg. die Leinenwebxm dagegen gut. _ Erfreulich ist auch, daß im Verglenhe u vielen anderen Industriezweigen, auf denen mm ?cbon seit mehreren Jahren der Druck der allgemej- nen Geschäftsstockung lastet, das Ergebnis; der ber- den HauptindustriezWeige des Kreises Malmed , der Leder- und Papierfabrikatiou, 'em-re t be- friedigendes ist. Das Sinken der Pause oxr Rob- bäute hat bedeutende Ankäufe diefes Matertals zur Folge gehabt und herrscht in Folge dessen in den
erbereien eine so rege Thätigkeit, daßdte porhan- denen Arbeitskräfte stets ausreichend be cväfttgt fitzd. Die Preise des Leders sind zwar etwas gesunken, 111- deß nicht in dem Maße, um den Fabrrkanten fur die nächste Zukunft Anlaß zu Besorgmssen zu geben. - In den Detailge chäften Wird faü aus?- mein über Mangel an Absaß geklagt. ;- Auch dte Baugewerke leiden und wzrd spxztell aus dem Kreise Eupen berichtet, daß die Stemgrubeubefißer in der Gemeinde Räten selbst im Aprtl noch kerne Aufträge für die laufende Bauperiode erhalten hatten.
Stuttgart, 12. Juli. In der heutigen öffent- lichen Sisung der Handels- und Gewerbe- kammer wurde zunächst darüber referirt, ob es sich empfehle, das Pfandleih-, Trödel- upd Ge- sindevermiethungSWesen jener poltzeiltchen Kontrole in BezuS auf Buchführung, Umfang und Art des Geschäfts etriebs zu unterwerfen, Zu wel-. cher Z,. 38 der deutschen Gewerbeordnung d 6 Cen- tmlbehörden der einzelnen Bundesstaaten befugt, uud
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