1876 / 175 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 27 Jul 1876 18:00:01 GMT) scan diff

_ “**-““*“ haben die Smaragde eine konkave Höhlurqg an ihrer Oberfläche erhalten.

Feststellung der spezirüen Tarife, damit den wechselnden Bedürfniffku des Verkehrs schleimrgst und ohne Zuziehung der Faktoren ber Gesetz- gebung Rechnung getragen werdsn kann.“

Southampton, 26. Juli. Das Postdamvs i des Norddeutschen Lloyd „Oder“, Welches am 15. Ju1ichvofanew- York abgegangen war, i_st gestern wohlbehalten hier angekommen und hat nacb Land_ung d_er fur Southampton bestimmten Passagiere, Post mid Ladung dre Reise nach Bremen fortgesetzt. Die „Oder“ über- bringt 295 Passagiere und volle Ladung.

- De_r italienische Minister der öffentlieben Arbei- ten hat eine vergleichende Uebersicht der Eisenbahnein- nahmen_1n den Jahren 1875 und 1876 veröifcntlicbt. Dieselben betruaen im Monat Mar 1876 12.044,396 Lire und im Mai 1875 12,633,034 ere,_demnach 1875 588,638 Lire mehr als 1876. Vom erstxn Januar bis letzten Mai

Berlin, ben 27. Juli 1876.

Bonn, 25, Juli. (Bonner Ztg.) Gestern Nachmitta i ol- gendes Telegramm an den Rektor unserer Universität ___[ak_1____1_k f _ _ _ _ „Scbeveningen, 24. Juli.

Ich bitte, in meinem Namen emen Lorbeerkranz auf Karl Sim-

rocks Sarg zu legen, F d ___ _ rie ri Wilhelm, Kronprinx.“ Diesér Auftrag wird heute durch den Rektor in gekigneier Weise voüzogen werden.

Die „Straßb. Zig.“ macht darauf aufmerk am, da am kpmrnenken 4. August, als dem Jahrestag der sSchlack)? von Weißenburg, da_s ÜUf dem Gaisberge neu errichieie Krieger- Denkmal durch kirchliche Akte sowie durch eine fcierliche Ansprache des Generalmajors? und Brigadccommandeurs v. d. Esch eingeweiht i_verden Wird. Das 60. Juianie7*ie-Regiment in Weißenburg giebt die ub11chen Ebremalven. Das Denkmal besteht aus einem 40 Fuß bohen Obeltsk, auf dessen Basis vier Bronzolöwen ruhen. Am 6. August iobann, Vormittags 11 Uhr, wiid bei Wörth das von _rer driiicn, unier Befehl Sr. Kaiserlicbcn Hoheit des Kronprmzcn _gestandency Armre ertirbiete Denkmal, eine ebénfalis 40 Fuß hohe _Saule von LlUL'ZU Adler gekrönt, eingeWeiht. Deputa- twnen der dritten Armee, ein kombinirter Trnppeniheil mit drei Musikcqrps werden sicb _an dieser Feier beiheiligen. die durch die An- wesenheit dyr proieFiaybiÖrnGeistlichkeit ebenfalls borivikgend den Charakter einer wurdigcn Erinnerungsfeier krach wird. - An dem nämlrchen Tage soll auf der Höhe des von Weißenburg nacb Schwä- gen fahrenden Weges em einfacheres Monument enihüÜt werden, welches den dyrt ruhenden bayerischcn Soldaten von ihren Landöleutcn errichtet wird.

Der antike Goldschmuck des Berliner Museums, Das Antiquarium des Berliner Museums hat in der letzten Zeit aus Jtalren_eme Sammlung von antiken Werthgegenständen, Gold- chmuck, Silbergerath * und geschnittkne Steine erworben, welche die [senschaft auf nrehrersn Gebieten der alten Kunstwelt bereichern. Die gefundxnen Gegßnstgnde tragen vielfach die Spuren davon, dJß sie einst langxre Zett im Gebrauche gewesen, auch hat das duxmere Silbergeraib durch dm Aufenthalt unter der Erde gelitteu. Dte_ Goldsachen und die geschnittenen Steine da- gegen- hat ihr edles _ Material vor schädlichen Einstüffen bewahrt. Schon nach_ 1eichtem_Wascheu und Bürsten erschienen fie „fast so blank und _glanzend wie: früher. An Silberzeräth ist der Firnd mch? sehr reich. Außer einem Becher, einer muschelförmigen Buchse und verschiedenen kleinen Fragmenten ist ein Armband in“ Form ziveier rnit ?_?cn Köpfc'n gegen einander gekehrter Scblangen vor- handen und endlich das Vordeiibeil eines moloifiscben Hundes mit vergoideten Haaren. _Das kleine Werk darf in Stil vnd Ausführung als eme der besten Leistungen antiker Terentik gelten. Von den geichmitenen S_teineu find zwei Aquamarine, zWei grüne _Smaragde, soW1e ern Chrywlith ohne DarsteÜung gelassen. Doch

An yxrtieft geschnittenen S_teinen zeigt ein Rubin mit Goldfolie- ein Gcfaß und em Beryll _die anmutbige Gruppe einer Nereide aus einem Secpfxrde._ Zahlreicher sind die Kameen vertreten. Die größte fast ru_nde mtt eineni urchmeffer von mebr als fünf CentiMeiem steut emen icbönen_M m_enkopf dar; anders zeigen Masken. Wett- rennen _von Quadri_gen,_ die Gruppe eines Satyr und einer Nymphe und wiederum zwei großere, bie Porträts einer Frau und eines Feld- hxrrn, we_lche offenbar chr fruhesteu Kaiserzeit angehört haben. Me dtxse Steine haben noch ihre antike FasFung von Gold und find all; Ringe zu verwenden. Bekanntlich herr1chte um den Beginn unserer

eitrechnung unter den reichen Römern die Liebhaberei, fich eine !

gktyiwtbek anzulegen: fie sammelten Ringe mit geschnittenen Edel- steinen. Uysere Sammiung tt_iag nur eine der kleineren gewesen sein, aber sie bietet em erstes Beispiel einer solchen antiken Dakiylioihek

Uni 1_Uhr Besichtigung von Anstalten unter Führung von Ausschuß- Mitgliedern.

1876: 1875:

7,788,216 Lire, 6,565,953 Lire Staatsbahnen, 29,770,914 29697088 Obrriial., 10,500,950 10.488,401 Römische,

7,823,193 8,506,402 Meridionale,

424,253 400.233 Sardinifcbe, 170,621 158,704 Cremona-Mautua, 131,892 126,387 Turin-Civié, 44,031 40,438 Turiu-Rivoli, 56,654,170 Lire, 55,984„506 Lire, 669.664 Lire mehr als im Jahre 1875. Ake Eisenbahnen hatten Mehreinnahmen, auSgenommen die Meridionaien,welche 683.209 Lire

Weniger einnahmen als im Januar bruar Mä; ,- . von 1875. F“ - k., APUl und Mat

dissen _Tbeil_ des Scbmuckes hat man in alter Zeit offen- bar dte emfa_cheu_ oxmen gxliebt, da erklärlicher Weise Schmack, der fur die lieder bestimmt ist, welcbe bei allen Hand- lunge_n m_BeWeguna gefe t werden, nicht in zu feiner Weise orna- nzentirt sein darf. Der erlmer Schmack befißt die richtige Solidität nicht "nur im Stoffe, sondern auch in der Form. Lillebi Anscbein nqcb stammt der Schatz aus den ersten Zeiten dxs roznischen Kaiserretckos. Goldarbeiten dieser Periode find selten; die Romxr haben_memczls in gleicher Weise wie die Etrusker und zum Tbeil auch die Grtxeben die Sitte gehabt, ihre Todten mit werth- v_o[len Gegenstanden zu uberbäufen. Bald stekite sich auch die Sitte em, dx-n maifiven Goldschmuck in den Gräbern durcb Nachahmungen aus gebratzntxm Thon zu_er_ießen, die mitGoldblättcbenbelogtrvurden, oder man 1m1tirie x_wéb billiger. Die (Hräber der Kaiserzeit liefern darum Weithmetau 111 sehr sparsamer Weise. Die bedeutenderen Erwer- bungen von Gold- und Silbersacben aus dsr Römiichen Periode ver- dgnkt_1nan der Auffitzdung von Schätzen, die von ihren Besitzern ein_st m schweren Zeiten versteckt oder ver rabeu worden find. Die ume Erwerbung des _Berliner Mußeums hat als ein ioichkr Schatzfund (ius _Rönziicber Zeit an Reichthum keinen Rivalen, Kunstgeschichtlicb bildet Lr aber namentlich eine Ver- tmttclrzng zwi1cben dem Schmucke der antiken Kulturwelt und demjxmgcn der germanischen nnd nordischen Völker. Unsere Vor- fgbrxn haben an_ den sogenannten etruskischen Goldarbciien, an jenen zicrltckien und feinen Schmucksachen, bei denen die Kosten der Arbeit den Werth _des Metalis m der Regel überstiegen, Wenig Gefallen ge- ix_tudeu. Diese_Techn1k starb daher auch aus. Aber am Leben blieb die _andexe, die das Gold maifig verwandte und Gegenstände ber- sielite, die glänziexi und unter allen Umständen werthvoü blieben. Da _nun de_r Berliner Schmuxk der anschnlichite ist unter den Pro- dyktionm, die von jener Texbmk aus dem klassischen Alierthume über- lixfert find, hat er gewissermaßen ein nationales Interesse. Er kann zetaen, nach welchen Vorbildern die Goldschmiede bei unseren Vor- fthcn_ gearbeitet haben, und jedenfalis wird er für die germanii'she nne fur die klassische AlierihumSMssenschaft ein wichtiges Moment der Forschung bilden.

Einen nicbt unintérefsanien Vergleich des Verkehrs von Berlin und Wien liefert die Poststatisiik. In Berlin sind 66 Pyitanstgliep und 3525 Postbeamte uud Unterbeamte in Wirk- sgmkeii._ die Zabl der angekommenen Briefpostiendungen beträgt 60 Miüionen Stuck, der angekommeuen Packete 3,740„400 Siück, die Porto-Emnahme 7,869,725 «M. In Wien smd 61 Posianstalien und 3334 Postbeamtx und Unterbeamte in Wirksamkeit, die Zahl dir an- gekommenen Briefpostsendungen beträgt 42 Miilionen, der angxkom- x_1_1)e_net_§_ Y_Y_ackéete _2,72F3,102___Sx_ück, d_i_e _PorÖo-Einnahme 6,147,455 «M 1e_ a er ur ie o, ermi eien eitun snummern betiä tin Berlin 58,999,882, in Wien 32,022,974. g 3

,Die Gesckyäftsfübrer der 49. Versammlung deuiséher

Natbrforsckwr und Aerzte, die vom 17. bis zum 24, Sepiem-

ber in Hamburg statifindet, die Herren 1)r. Kircbebpausr und ])r.

Danzel, versenden folgende Tageßor

Sonntag, den 17., Abends, Begrüßung im Sagebielschen

Etabl'ssemeui.

Moptag, den 18, rim 9 Uhr, erste allgemeine Sißung. Um 2 Uhr

Zonskrtmrnng der Sektionen, um 55 Uhr Festessen im Sagebieischen aa.

Dienstag, den 19, von 9 Uhr an Sektionsfißungen. Abends

6 Uhr Zusammmkunft auf der Uhlenhorst an der Alster.

Mittwoch, den 20., um 1.0 Uhr zweite aÜqemeine Veriammlung.

Donnerstag, _dcn 21., von 9-12 Uhr Sektionsfißungcn. U11 2 Uhr Dampfschiffahrt auf der Elbe. Freitag, den 22, Von 9 Uhr an Sektionssißungen. Um 3 Uhr

Besichtigungen Wit: am, Mittwoch. Abends Zusammenkunfi im Zoo-

Ll_us dem Wolffschen Telegraphen-Bureau.

Coln, Do_nnerstag, 27. Juli, Vormittags. Ihre Kaiser- lichen und Kmmglichen Hoheiten der Kronprinz und die Kron- prinzessin werdxn am Sonntag auf der Reise von Scheveningen nach ber Schweiz zum Besuckze der kunsthißorischen Ausfüllung hier eintreffen.-

Wien, Donnerstag, 27. Juli, Vormittags. Wie dem „Tele- graphen-Korresp.-Bureau“ aus Zara gemeldet wird, wurden am 24". d. die mit den Montenegrimrn verbündeten Kuccianer von 1500 Turken_an_drei mekten angegriffen. Die Montenegriner, hiervon benachrichttgx, drangten die Türken nach einem mehrßüniigen Geféchte zuruck _und verfolgten sie bis vor Podgorizza. Die Verluste der Turken waren sehr bedeutend, die Montenegriner hatten nur ca. 50 Todte und Verwundete.

Theater.

Am Mittwoch fand im National-Theater die le te Vor- stellung der Gäste des Wiener Kaiserlichen Hofburg- the_aters statt und_war dqzu Hebbels Tragödie „Maria Magdalena“ gezvaixlt wv_rden. Dieses Dichterwerk, das auf einer geradezu wider- ivarttg beruhrenden Pramzfse eine Reihe grausamster Konsquenzen aufbaut, damit, eben Weil sie konsequent sind, eine furchtbare, erschüitexxide Wirkung erzielt, und dessen klagendes Schlusswort des altxn Tischlers: th verstehe die Welt nicht mehr! eigenthümlick) pr- arufenb wirkt, eythglt so_viele dichterische Schönheiten, so viele feine Charakterzugx, 1oviel pwcbologische Wahrheiti'n, daß ck zu ver- niundern_ ware, das; wir ihm so 1clteu begegnen, läge der Grund U_1Öt darin, daß _es eben Mcister der Darsieklung verlangt, soli es nicht abstoßend Wirken. Solche aber hatte es hier gifunden, und der endlose Applays, dgs vielfache Hervorrufxri, die zulrßt laut Werdendsn _Rufe: „Hierbleiben!“ „Weiterfpiclen!“ und „Wieder- kehren!“ (xm hoffentlich nicht vrrgeblicher Wunsch) zeigten, welchen Eindruck d1e_ Kunjtler hier hinterlassen. Frau Lewinsky gab die Clara und 1hr_schöne_s, souores Organ, die einfache, edle Wrist? ihrer Darsteüyng, dxe _fchembar fo kunitlos “die höchste Kunst entwickelt; dl? chturlichkeit ihres Wesens und dann die erschütternden Ausbrüche der Letdenschaft,_dies Aüxs zusammen wirkte höchst sympathisch und verscha_ffte ihr __die Krone dis Abends. Durchveg edel, wie immer, mit semxm schonen Organ zeichnete Hr. Hallenstein den Sekretär, m_tt Wemg Zugeii e1n_ vollendet scharfes Bild hinstekiend, zart in setncr Liebe _und m semxr Leidenschaft, im Zorn mächtig hinreißend, Hr. Lexviiisky, _Meiiier Anton, war gewaltig und tief ergreifend; zwar hatie man dreier _harten__, kporrigen Natur im Anfang mehr Ruhe gewuzisäzt; es war nicht nothig, gleich so aufgeregt zu sein und so pymtirt zu_ sprechen; aber_d-nn_ließ er das unendliche Weh, das auf diese rcdliche_Natu_r herembrichi, Alle innigst mitfühlxnp und sein Schluxwort uber jenes:_ „Ich berstehe die Welt nicht mehr!“ War voll Zrchibarer_Refignaiton. Die Mitglieder des Nationaltheaters, Fx. Huftel, die alte Mutter, Hr. Hoffmann, der Sohn des T_isckolers, und Hr. Benda, _Leonhard, der böse Dämon des Ganzen, wxrktm m lobeysweriher Weise und mit gutem Erfolge zum Gelinyen Ybs FMM mxt. Das Hains war vollständig ausverkauft, ja fast u er u .

„_ Belle-Alliance-Theater. Der Erfolg, ive! en die Aufführungen des„Historischxi Lustspiel-Abends“ hierchwohl, als in Wien, Miinchen und Leipzig gehabt, hat die Direktion veran- lczßt, emer- zivetten folchxn_ im Laufe der nächsten Woche vorzu- fuhren, und hat sich der thatige Regisseur dieser Bühne der Mühe unterzogen, denselben zusammenzustellsn. Die Proben hierzu habrn kals'I bZonnen. __ _) _ ___ _

-, as von er e_xzog i sacb en-meiningiicben o - ihc_atergeséliichafr fUr nachsies Frühjahr projektitte Gastiéziefl in Lyndon wird sich mcht_ realisiren und ist, Hr. Ober-Regisséur Ludwig Chronesk, nachdem die Uritkrhandlungen daselbst abgebrochen, bereits iiach dxm Kontinent ;„i_uruckgekehrt. Die Meininger iyesell- schaf“, wird zunachst Vom 15. September bis 10. Oktober am Hof- ibeatsr m DreSden und vom 15. Oktober bis 15. November am Lobktheater in Breslau Gastspiele veranstalten.

Bäder-Statistik.

Aachen bis 19. Juli

Baden bis 25. Juli . . . Berka a. I. bis 20. Juli . Burtscheid bis 19, Juli. . . Charlottenbrunn bis 15. Juli Colberg bis13. Juli

Cra'iz bis 15. Juli . . Cubowa bis 15.. Juli . Diebenow bis 15. Juli .

zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staais-Anzeiger.

«“E/„?. 175.

Yichtamtliches.

Gro britaunien und Irland. Londbn._25. Juli. Die Könißgin empfing gestern in Osborne _Beglukaunichungki- adreffen der City von London und Dubkm, die _sich auf die glückliche Rückkehr des Prinzen von Wales aus Indien bezogen.

- Zu Oxford fand am Montag die feierliche Uebertragung der Doktorswürde an Sir Salar Jung statt.

*Ueber bieParlamentsverhandlungenvom 24.Iuli

entneinen wir der E. C.“ Folgendes: _

Ihm Oberhaus? fragte LorbGranviile, weshalb m dem Blau- buéhe Nr. 4 der Schriftstücke nicbt x_nthaltcn iet. Lord Derby er- widerte, daß das betreffende Schriftstuék sich auf_ den Mord m Sa- lonichi beziehe, in besonderer Fhrm abgedruckt s_e:,_und daß es zu- sammen mit den übrigen, auf dieselbe Frage bezuglichen Papixren als Nachtrag zu dem Blaubuche dem Hause yorgslegt werden wurde. - Lord Granvikle brachte darauf die Auslieferungsfrage zur Sprache. Er steÜt es als ein von allen Nationen anerkanntes Rechi_ dar. das; Auslieferung nicht als Recht verlangt werdeii könne, das; keme_ Macht sich ohne Zustimmung einer anderen von emer Vertragsbesitmmung losiagen könne, und daß deshalb die Parlamentsakte vom_ Jahre1870 keine verändernde Wirkung auf die Bestimmung des Bertrcrges niit den Vereinigten Staaten vom Jahre 1842 haben konne. Bon die- sen aÜgeMeinen Gesichtspunkten_auSgehend, erörirrt dann der Redner die infoige der geforderten Auslieferyrig des Falschers WinSiow eut- ftandcne Streitigkeit mit den_ Vereinigten Staaxen. Cr nzemt, daß die Ansiéht der englischen Regierung, Jemand durf_e fur ken) anderes Verbrechen unter Anklage aesteklt werden, _als fur dasjenige, w_es- Wegen er ausgeliefert sei, nicht in den Besitmmurigen der Vcrirage vom Jahre 1842 Begründung Linde. Seiner Metming nack) sei die einzige Wirkung des unzeitgemä en Vorgeh-ns der Minister der _f.:ag- liche Vortheil, daß England sich der Gesellschaft gewisser amxrtkani- iiber Bürger zu erfreuen haben Werde, bis dieselben wegen eines in England begangenen Verbrechens vxrhastet werdeii könnten. Er hoffe indeß, daß die Regierung fich bcmuhen werde, einen Zustanb hetzt)- stellen, welcher England und Amerika von dem Schandficck beireie, _em Zufluchtsbrt der Verbreéer des betreffenden andere_n Landes zu sein. Lord Derbyiuchte den Charaksxer der so_rliegenden Frage auseinanderzuseßen. Die ngieruyg der _Vereimgieti Staaten glaube, daß, wenn Jemand ausgeliefert ist, er in ieder Hinsichi fich in der Hand derjenigen Regierung béfindo, an Welche er auSgeltefert wurde, so daß er jedér beliebiger Verbrecher) Wegeti bestraft werden könne, selbst weiin eins derselben sich nicht m_ der im _Ausneferungs- vertrage vorhandenen Liste befinde. _Dte eriglische Regierung dagegen behaupte, Niemand könne Wegen eines andsretx Verbrsckyens 915 des- jenigen, auf Grund dessen feineAuslieeryug erfolgte, verurtheilt Wer- den. Er halte die Ansicht der amerikam1chen Regierung fur undurch- rbar und glaube, daß die englische Regierung ganz recbt_gchandelt ha e, indem sie: nicht den Bruch des Vertrages Seitens _der Amerikaner abwarteie, da dadurch ein Zustand der Dr_nge herbeigeführt worden wäre, DLZ xu ]chweren VerWicke- lungen hätte führen können. Zum Schlusse e_rinneri _er das Haus, das; die Angelegenheit nicht blos England und die Vereinigten Staaten, sondern auch aue anderen Länder_angehe, und spricht _die Hoffnung aus, daß bald die Schwierigkeit uherwmtden werden Wurd_e.

* Jm Unterh auf e entgegneie der Unter-Staaxssekretar der Aus) wärtigen, Mr. Vourke, aiif eine _Anfrage Sir H. Wolffs, daß gegenwärtig die englische Regierung emexx Vertrag bezuglich der AU- stellung von Konsularagenten m den Hafen des Rothxn Meeres m Verbindung mit der Frage des Sklavenhandcls m Crwagung ziehe. Bevor aber über einen so_lchen Vertrag etztschieden set, würde es unzeitgemäß sein, wettere _Scbritte_ _m der An- gelegenheit zu thun. » Der Mazine : Minister,_ _ Warp Hunt, fügt hinzu, daß im Anfau dieses Jahres einige klei- nere Kriegsichiffe zur Verhütung des GEinbetihandcls Ordre_ bekom- men hätten, nach dem Rothe11_Meere zu gehen, sobalb Wind _und Wetter es gestatteten. Es seien aber noch keine Berichte daruber

eingelaufen.

Erste Beilage

Berlin, Donnerstag, den 27. Juli

behandelten Fragen bezogen. Der Marguis von Hartmgioy er- sucht dann den Premier, einen Tag zur Erorterung der Schrift- stücke über die orientaliixhe Frage festzusetzen. Nach einer kurzen Debatte äußert Disraeli, daß in _Llnbetraxht des Endes der Session das Haus Wohl im Stande sem wurde, die Frage am kom- menden Montag zu erörtern. - Dann Wurde die Elementar- Unterrichts-Bill Weiter berathen.

Staat und Kirche. )(7111. (Vgl. Nr. 173 d. Bl.)

Der Erzbischof von Cökn,_1)r. Mekchers, ist _von dem Gerichtshofe für kirchliche Angelegephetten am 28. U. M. als schuldig erkannt, die a_1_4f_ fem Amt Und seine geiftlichen Amtsiverrichtungxn _bezugltchen _Vor- schriften der Staatsgeseize, sowie die in dieser _Hirificht von der Obrigkeit innerhalb ihrer geschlichen Zuftandrgkeit getroffenen Anordnungen sk) schwer verießt zu haben, das; sein Verbleiben im Amte mit ber offentlichen Ordnung un- verträglirk; erscheint. Dzrielbe tft demgemaß zur _Entlaffung aus seinem Amte als Erzbischof von Cöln verurtheili worden, Das Urtheik geht in seinsr Begründung ausführlich (T_Uf den grundsäßlichen Standpunkt des_bischöf_irchen Wider- ßandes gegen die Maigeieße ein. Dre „Prov. Corr.“ theilt aus demselben Folgendes mit: _

Die Begründung des Urtheils nimmt ZUM AusgangSpunkie den feierlichen Eid, welchen der Erzbischof am 14. April 1866 in Gegenwart Sr. Majestät des Kömgs abgelegt hat,_uxid in welchem er nicht nur gelobte, dem Landesherrn rrnterthamg, treu, gehorsam und ergeben zu sein, sondern _au_ch m den Ge- müthern der seiner Leitirng anvertrauten Geistiickgen und Ge- meinden die Gesinnungen _ der Ehrfurcht und der Treue gegen den König, die Liebe zum Paterlande, den Gehorsam gegen die Gefeße und alle jene Tug_en- den, die in dem Christen den guten Untßrthanbezeich- nen, mit Sorgfalt za pflegen un_d n_1cht_zn_duld.en, daß von der ihm untergebenen Geistlichkeit im ent- gegengeseizten Sinne gelehrt hder gehandelt warde.

„Ich verspreche“, fügte er hinzu,___„diries Alles um _so unverbrüchlicher zu halten, als ich gewzß bin, das; ich mrxh durch den Eid, welchen ich Sr. Papsilwhen Heiligkeit und der Kirche geleistet habe, zu Nich_ts_ver_pflichte, was dem Eide der Treue und Untert_hanigket_t gegen Se. Königliche Majestät enigegen sein kann.“ -

Nach der Eideskeistung ergriff der Erzbischof n_ochma[s das Wort, um Sr. Majesiät zu danken und _dte feieriiclze Verftche- rung hinzuzufügen, das; es „sein ernsier Wille set, 111 treue__fter Erfüllung der Unierthanenpfltchtcn allen Glau- bigen mit gutem Vorbildb voranzuleuchten.“ _ _

Diesem eidlichen Gelöbniffe st_e“11t der Gerichtshof mm eme ausführliche Darlegung aller der. Fälle gegenuber, in welchen der Erzbischof die Vorschrificsn der Geseße verleyt hat. _

Nach eingehender rechtlicher Erorterung der_ emzeknen be- treffenden Punkte wird weiter feft_gestel]t„ daß dre dem Ange- schuldigien zur Last fallenden viclen Gxseßesverlxßungeu mcht als solche fick) darstellen, welche unter einander m kem_em Zu- sammenhang stehen und nur als eine Summe von einzelnen Zuwiderhandlungen eriäieineu, von denen ]ede nur durch das augenblickliche, im einzelnen Falle hervortretende_Iiiiereffe ver- anlaßt ist, sondern daß dieselben vielmehr der Agsfluß ber grundsäßlichen Auffassung und Stellungsind,we1che

LY;

auSgehendes, die Amtsentlaffung eines Kirchendieners verfügen- des Entscheidungsrecht ist ihm nach den Maigeießen von _1873 nur in dem schweren Falle gegeben, daß das gesehwrdrige Verhalten des Kirchendieners sein Verbleiben im . Amte mit der öffentlichen Ordnung rmverträglick) erscheinen läßt. Die kirchlichen Straf- und Zuchtmiiiel enblich sind auf solche beschränkt, welche dem religiösen Gebiete angehören, i_md die Bekanntmachung der Verhängung derselben darf nur nicht öffentlich und nicht in beschimpfender Weise erfolgen. _

Es ift dem unbefangenenBeurtheiler zweifeslos, daß Geseße dieses Inhalts das Gebiet des- reli- giösen Glaubens und Gewissens auch nicht e_ntfernt berühren, und daß die aus staatixchen und nationalen Interessen entsprungenen, im Wesentlichen n_ur ne- gativen Bestimmungen dieser Gßseße das fret; Be- kenntnis; der christlichen und speziell der _katholtschen Religion, so wie die gedeihliche Eiztmickelung der. katholischen Kirche innerhalb des paritätischen Staa- tes nicht behindern. _

Es muß daher als eine schwere Verschuldung erscheinen, wenn der Erzbischof in den zahlreichen Kundgebmrgen, welche_vor- liegen, sei es für fick) allein, sei es an der SptHe der preußischen Bischöfe, diese GeseHe in einßm ga_nz andereri und unwahren Lichte darstellt, wenn z. B. gesagt_ Wird, daß_diese Geseße „den tiefsten und verderblichsten Eingriff in dgs mnerste Lebenber Kirche, in die höchsten Interessen der Religion, in dre Freiheit des katholischen Glaubens“ enthalteii; wenn dzmn noch die Steigerung hinzugefügt wird, daß die Geseße_„emem Versuche zur Vernicht'ung dieser Kirche in Preußen gleichgeachtet werden mii en.“

ffEs liegt auf der Hand, daß solche _Kundgeburi_gen wenigstens auf denjenigen Theil _der katholischen Bevolke- rung, welcher selbst die Sache nicht beurtheilen kaiin und dem Bischof sein Vertrauen nch (_:lter _Gewohnheit auch in dieser Angelegenheit entgegentrixgt, im höchsten Grade auj- regen und ihn in eine Stimmung versehen muß, welch? in ihren Folgen unter Umständen die öffentliche Ordnung zu storen eei net i . g gDie f(“ZZZcbädigung der öffentlichen Ordtiung tritt auch that- sächlick) hervor in den Folgen seiner Zuwrdcrhandlungen gegen die Kirchengeseye. - -- - _

Es ist noch zu bezweifeln, daß _zahlreiche entst_andene und noch drohende Konflikte dadurch vermredeii worden waren, weiin der Angeschuldigte sich nur herbeilassen wollfe, im eintretenden Falle in einem Schreiben _an den Ober- Präsidenten den zu ernennenden Kandidaten zu be- nennen.

Aber nicht nur haben die leicht vorauszusehenden Leiderr der Pfarreien und der Priester den Erzbischof nicht bewogen, in dieser für ihn unverfänglichen milden Weis e vorzugehen, _sondern er hat auch in der Angelegenheit der Sukkursalyiarretsn, m wxlcher ihn die obersten Staatsbehörden daruber vergenxisserten, daß in den meisten, wenn nicht in allen Fallen be- züglich der gegenwärtigen Inhaber ber_Stel[en ern (Einspruch nicht erfolgen würde, ruckst_chtslos __dte weit hinüber angebotene Hand der Milde zuruck- gewiesen. _ _

Dieses rücksichtslose Verweigert! an und fur sich ganz m_i- schuldiger Maßnahmen, wie die der Anzeige an den Ober-Pra- stdenirn, die doch weder gegen das Gewissen geht, noch die Fun- damente des Christenthums oder der Kirche erschütiem kann, - sieht in auffaUendem Gegensaße mit dem Verhalten der Bischöfe in anderen Staaten, z; B._ il) Oeftxrrerch. _ _Dor: haben die Bischöfe, obgleich die osterreichifchen kirchenpolitischeit Geseße untßr Beseitigung eines förmlichen Konkordats er-

laffen wurden, keineswegs die Nichtbefolgung aller Bestim- mungen der Gesche in Aussicht geftellt und vollzogen, sond_ern außer den mit dem Koniordat in Einklang stehenden Bestim- mungen auch noch solche befolgt, welche demselbei) nicht Wider- sprechen Und auf diese Weise insbesondere die m_ ben neuen Gesehen geforderte vorherige Anzeige auch bezuglich solcher Stellen gemacht, bezüglich Welcher das Konkordat und _das das- selbe begleitende apostolische Schreiben die Geßattung einer vor- herigen Anzeige nicht enthielt. - _ _ _

Das Verhalten des Erzbischofs fleht _m _schroffften) Wider- spruch mit jenem Eibe, welchen er feierbch m dre Haube Sr. Majestät des Königs selbft geleifiet und m m_elxhenz er fur seine Person dem KöUige und Landesherrn Unterthamgkeii, Treue und Gehorsam gelobt und außerdem versprochen hat, dahin zu ftrebeiz, daß in den Gemüthern seiner Geistlichen und Gememden_ bie Gefitmungen der Ehrfurcht und der Treue gegen den Konig, -- - der Gehorsam gegen die Gesche u. s. w. mit Sorgfalt gepflegt werdcn. _ _ _

Ohne Zweifel ist der Angeschuldigie verpflichtet, keine Gesche zu vollziehen, welche in Wahrheit gegen sem Gewissen gehen, aber ganz genau eben io unzivcifelhast ift e_s, dai; dcm Angeschul- digten icin Gewissen verbietet, u_nter Verlesung Königlicher Gesetze ein. Amt auSzuuben, w_elck)es er nur übertragen erhalten hat, nachdem e__r bedinguygs- los geschwvren, dem Könige in Ausfuhrung dieses Amtes gehorsam zu sern. _

Es muß daher als ganz unzweifeihaft erachtet Werden, daß die Ausübung seines Amtes als Erzbischof _nur unter ichWerem Bruck) seines Eides von dem Anxxeschnlbigtezi hat boUzogen werden können und in derselben Wemx, wre bisher, nur unter fortwährender Wiederholung solchen Erdbruches fortgeiqßt Wer- den könnte. Die Heiligkeit des Eides aber “ist ern wesentlicher Bestandtheil uniorer Rechts- u_nd_Staats- ordnung, und mit dieser Ord11yng_1st_eSnrchtver- einbar, daß auf einer Stelle, ML 1916 erues Bischofs und Erzbischofs ist, eine Amisausubung fortgysuhrt Werde, die nach den Grundsätzen, zu welchen sich der Angeschuldigte in offenstex Weise bekannt hat, n_ur unter fortwährender Wiederholung dieses Eid-

bruches möglich ist-

der Angeschuldigte gegenüber der neueren kirchrn- politischen Gessßgebung, insbesondere dersogenann- ten Maigesehe von 1873 eingenomen hat. Der Ange- chuldigie stellt dies nicht nur in Abrede, sondern _er leitet sogar araus die Rechtfertigung seines Verhaltezis her, indem er _be- hauptet, daß die fraglichen Geseße V0__n ihm nicht zur Ausfuh- rung gebracht werden könnten _und durfteii, und zwar _emmcck deshalb ni-bt, weildies mit [emem_Gc_*wrssen unberembar sei, und zweitens deshalb n1cht_, weil dzese_Gese_ße fur ihn, den kaiholisthrn Klerus und die Laien ungulttg seiext.___ _ _ Gegenüber der Anschauung, daß ee; em religths-kirchlickws Gebiet gebe, auf welch€m die Staaisgewalt, xvemgftens ohne Zustimmung und Mitwirkung der betreffenden _Kirche, durch De_- se13e nicht eingreifen dürfe,_ dezß aber die Mqtgeseße vo_n 1873 nach dem Ermessen der Bischofs, d1_e fich dabei der Zustimmung ihres Oberhauptes erfreuen, auf _bresem _Gebtete sich bewxgen, wird von dem Gerichtshofe au5gefuhrt, wre die Matgeseße uber-

Doberan bis 11. Juli Crimen bis 21. Juli . Elster bis 16. Juli . Ems bis 23. Juli . . . Flinsberg bis 15, Juli . . ran,:„cnSbad bis 15. Juli .

Mehrere Juierpeilationen bezüglich der orieniaiis cbxti Frage Werden durch Mr. Jenkins eingeleitet, Welcher den Prermer-Mmister auf- ordert, fick; über die von Lord Dsrby am 14. d. gehalteneii An- ?prachen zu erklären, ob er sie als offizieÜe Aeußerungen der Meinung und Politik der englischen Regierung anerkenne und, Wenn das _der Fan, ob er authentische Berichte hierüber Fusammen Mit den Schnfistuxken über die orientalische Frage dem Hau e vorleacti woiie. Sosse das m_cht thunlich sein, so möge der Minister in gleicherWeise Wie Lord Derby sem_e Ansichte" :r die orientalische Frage, besondexs über die _Anwejmhett der br...,cyen Flotte in der Befika-Bai und_ die Vorarbeiien m den StaatSwerfien aussprechen. Der Premier-Mimster Disraeli entgegnet, daß der Jnierpellant die Form seiner Anfrage seit ihrer ersten Azt- kündigung etwas geändert habe. Er erlgube sich, zg sagen, daß dte- selbe einen Mathel __1? _YertYiZheit mrt Len Geb_r_Fuche_1 de_s __parla- ' ** mentari en un po i i en e ens verra e, ive e e wa emer- .Höseu ws“ 21" Jui: ' kenOWerisié bei einem Herrn sei, der zu den Mitgliedern des Untxr- Landeck bls„13- Jull-_ . . . . . . . . . . . . . . hauses gehöre. In Beantwortung der einzeineu Theile LMJMZU bis.152-0Jull _. . , . _ . . . . . . . . der Jnterpellcxtion sagt dann ber Herr MunsterZ „St_r, YYYZFYF L_? _5. Y_Y_: . . . . . . . . . . . . . wenn ein Min_ist§r Herd AquartigFir _ÖAngIeJleZeixhéiteu _m ___ __ __ B ___ ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' Beantwortung au ie nre e emer_za rei_en e_ua._on un_ xr - r kleine Zal von e ts 5 en un e nn- YÉYMWZWZ LÖ" _Juii - Anrveienheit geschickter Berichterstatier eixie Erklarimg uber die Politik MY:NÜYÉLFZ der KircheZverwaltunchh entJalten und wie FN ! bxvis) iW __ u t__. der Regierung, Weicher Zr angehört, abgiebt, so ist _das zweifelsohne dieseiben das wirkliche innere kirchliche Leben nicht berühren. Neukau er __:_ )*5' (ZU) " eine amtliche Meinungsqußcrung und ist als solche immer betrachtet B [_ __ r Anstellung von Geistlichen werden die Kirchen Neuduhreu __1_s 12" *Mit-' Worden“. Auf den ziveiten Punkt dx]: Anfrage laytet die Antwort, ?ZUJ ch e _ d'rekt „_hi _ Personen anzu- OZr exu_ey____.s___ ' JW es sei unmöglick), dem Hause authentijche Berichtx uber solche Erkla- Preußens i_veder direkt noch n ! __dgenc_)_) _ gB __ __ __ ___s Q eF:?)lgs jh's'21Jult [" ' ' rungen vorzulegen. Jn E_ngland habe man nicht emma! autbxn- ßellen, die ckqu nicht geriehm fi . e es m_mzx ge PeYi'akb'ZULZ-l ["IUl ' tische Berichte über ErkzarUUJM-„welchs von „den Ministern tm Geseßes iind m dieser Beziehung _xein abwehrend, m enz sie nur Pätb ?s _;„s 15 Ja;. . . . . . . . . . . . . . . Parlament abgegeben wurden._ Frs ier_ dg_s nicht der_ Gebrauch die Anstellung solcher Personxn nicbt geftatten, welche in quge P 1 _i___ _.„Ju l._ . . . . . . , . . . . . . . des Landes und zwar _glucklicber _Weixe; denxi _etn solcher gerichtlicher Bestrafung der burgérl1chenEhre verlustig sind, nicht ___yxmonb_ ck17“ JW ' ' ' ' ' ' ' ' " ' ' Gebrauch würde unvermeidlich dazu bekeU- daß_d1€Kedenichklfk- drei Jahre auf einer deutschen Univerfität ftudirt haben, oder STltxerumtis bis" 1J5WJ'uli' ZRH abgefa_ß_t WFM; ""“de MYM [,YienLethMkettdexndAnFJx endlick; nach ihren Präcedentien ein den öffentlichen Frieden

' ' ' ' er ren. .n e _ .

Laßnix lejWNJW [' ' sagt der Premier-Mitiister, daß die Regt_erung bereits das Haus_aus- ßorendes Verhcleen im Flinte ZeifYrétFnliétÖ ____________________ Sch9n aydsb' ._Fuct -_„. führlicl) davon unterrichtet hqbe, ryas m den turkixcben Gewaffern _ Die Ausu ung er __ ___? _pd_ __ -____ __ ___ck__________

TwipenW __ rs __. „Zu 1. vorgegangen M Wurden wexme (Zyrklärungen gewu_n cht, so werde er ub er die Ktrchendiener _et e girl) _en __ _ AFP Wb ,; b“ “LFU ' “l' ' zu angemessener Zeit bereit sem,_ dieselben zu ertheilen. Er _glaube Behorden und ist dieselbe nur in der Weise beschrankt, em Warm a_ __is____._Iu1 . _. . . . . . . . . . . . . aber das Haus Werde immer die Ansicht aufrecht erhalten, da[; solche geordnetes Verfahren voraUSgehen muß, daß keine geseßlick; un- arnemun e 5. Juli. . . . . . . . . . . . . * Erklärungen in den Diskussionen ,des arlaments abgegeben Werden zuläs ge Strafe erkannt werden kann, keine Verurtheilxmg wegen . . . ' . ' ' ' * ' ' Erfü ung ßaatSrechtlich obliegender Pflichten und Ausabung des öffentlichen Wahlrechts stattfinden darf.

Wiesbaden bis 22. Juli ' t . t nti e B - ÄVLi'elsdeb'bdadb'lsisÉLIJlYli YZFTKJYLYUYÖZÉLW das, was 17er nterpeklan ai_i_he Bfcb e i a 1 . ni.. -' * ' ' ' - a'au8- . , "- Wittekiyd bis 15. Juli. . . . . . . . . . , . . , MJZKZYFYYYYZJYZYTZYFY[F,ZFFKFY Fichi, *Der Selbst die DiSziplinarZewalt des _ aagmartr_g_e_x Zinnowitzbis 15" JU" ' * * ' - ' - - - - - - DiariTie-Miniter erwidert, das MitteimeergesÖwader sei durch Schiffe Oberhauptes der k atholis M Kirche ist, Nicht besettlg, Zoppot Ns 15" JW ' vom Kanalge cbwader und von der Reserve verstärkt Worden. Der sondern, wie vielfach irt Deutschland UNd in_Oesterretck) in Folge Yer- sprechens des Papstes nur in der Ausubung dahin beschrankt,

Premier-Mim er DiSraeli konstatirt darauf, daß die Papiere über _ lbie_ VorgäiigeYdS alonichi im Laufe des Abends dem Hause vorge- daß diese Ausübung nurddu_rch (damn beauftragte) deuts che '“ werde" Wär “" . . Kir enbe örden er ol en ar.

Auf eine Anfrage Mr. Henry's entgegneteOtSraeb, daß noch chDerhkirchlichfe IGerichtshof hat keine positive Diszi- ;_twa 20N0__ éepeschm wahrend d_er [Men dr? MÖnated_ziviichxn plinar erichtsbarkeit, sondern ist auf die bloße Vernichtung der W m ster des AusWäMgm und em esa" en in kirchli en Diöziplinarentscheidungen, falls sie ei;_obenc_1_ngegebe- nen Beftimmungen zuwiderlaufen, beschrankt. Em daruber hm-

und_ steak sicb damit alien Einzelfunden von Gunmen iu lchrreicher Weise gegenuber.

Den Wichtigster) Bestandtheil des Schaßes machen indeß die Goidsacheu atis. Sie waren sämmtlicb zum Schmucke für Frauen bestimmt. Erne große Menge_ von dünnen Blätiern aus (Gold, die man getrennt gefundep hat, ist nun mit Draht wieder zu einem dichten Kranze vereinigt worden, der einen reichen und leiéhten Kopf- schmyck von fast 10 Cini. Höhe und 20 Cim. Durcbmxsser bildet. Zivei * '*' .gearbeitete Haisbander von 15 Ctm. Duxchmeffer be- stehe: ixbeS aus zwei Stücken, die nach vorn an Stärke zu- ne m_ km? Keule und auch in analoger Weise durch kleine Astansäße be or! die Enden laufen in Löwenköpfe aus und diese waren dann durch ;Golbdrahi verbuiibcn. Zu ihnen gehören vier ganz ent- ispre e. Fldreifen, die fur die Arme bestimmt warzu und

logiichen Garten.

Sonnabend, ben 23, Um 10 Uhr, dritte allgemeine Versammlung. _ ?onntag, der! 24., ber genügender Betheiligung Fahrt mch Hel- go an .

_ Vom 18. bis 23. täglicb abendliche Zusammenkünfte in den Raumen des Sggebiciscben Etablissements. . . Jn kem fur die Sektionssißungen bestimmt-xn Gebäude findet lucksburg [7,15 20“ JU!) wäbrcnd_de_r Dauer rer Versammlung eine Ausstellung beionderer Gk-'M9Ü" 815,14- JU,“ Sehenswurdigkeiten aus hiesigen uaiurhistorisoben Privatsamm- ““.?me bis „16- JUN *, ' lungen statt. veringsdbrf bis 15. Juli . Die Zoologische Gesellschaft gewährt den Mitgliedern und Theil-

nthern der Versaxmmluug und deren. Damen, für die Tage vom 18. bis 24 S€ptemb2r,_gegen Vorzeiguug ihrer Legitimatiwnskarte, freien Eintritt zur Besichtigung des Zoologischen Gartens.

Professor Dr. Kieperi, "welcber durch die von ihm herausgegeberie Uebersichtsk-“cris des europaischen Orients (vgl._Nr. 161 d. Bl.) sur Klarung_ der Azisicbten über die ethnographijéven Verhältnisse der Donauiauder beigetragen, hai _jeßt auch die geographischen Ver- hälimise auf dem serbiich-türkiscben KriegSschauplaßße in einer Beilage der „Rat. Zcit veranschaulicht. Das Kriegstheater ift aus* 3 Karten (westlicher - Drinaiinie, südlicher, östlicher Kriegs- schquplaß) dargestellt, die durch entsprechende Artikel, auch vom stra- tegischen Standpunkt aus, erläutert werden. '

zermannsbad-Ließau bis 21. “Juli ;

Ischl bis 15. Juli . . Karlsbad bis 15. Juli . _ , Fiisstngen bis 20. Juli . . . , , unge äl, Centimeter _ _weit sind. Dazu kommen 5 Paare „Königsdorff-Jastrzemb bis 17. Juli 111an . .teier Armbander, die einen platt, die . . . . .

Janz rx ;le tere von sehr bedeutendem

anderen _ _ _ _ _ _ _ Umfang und Gewichte. s civichi stemt bel drc1eu Armbändern bis auf 650 Gramm, d. 911) ist ein sehr reines. Ein Paar von ihnen ist nur mit einfacher ki_nienornamemi versehen, es diente für Die Unterarme. Die übrigen, neist Wenn nicht sämmiiich für die Oberarme bestimmt, “haben die Form vo_n Schlangen, die sich um den Arm winden. Ein Paar besteht aus _emem dreifach gewundenen, dicken Schlangenleibe niit zwei si_ch umbiegenden Köpfen an den Enden. An einem zweiten zungen) dre beiden S_chlangenköpfe gegen einander, während an Umm _driiten zwischen den Schlangenköpfen Raum ge- lassen ist fur große Goldmedaillons. Ein Medaillon stellt Apolio dar, das auxere dex: thronepden Juviter mit dem Adler zur Seite in hohem Reini. Sie _sind m_: Stil der Kaiserzeit gearbeitet. Von sehr feiner Ausfuhrung ist endlich ein goldener Damenring mit - dem Kopfe des Zeus, ebenfalls in hohem Relief. Die Ornamentirung Funden Schlangenarmbändern ist dagegen im Allgemeinen einfach ge- a en.

Die antike Goldichmiedekunst hat zuZei verschiedene Arten der Technik angewandt. Sie hat e_ntiveder die große Dehnbarkeit des Goldes ausgeuußt, bie Schmuck1achen_ Ungemein zierlich gestaltet und dann gerne urch an allen Stellen unt einer Fülle von kleinen Gold- körnchen bedeckt. Oder sie hat das Gold in großen schweren, im Einzelnen Wenig verzierten Massen gelassen und ihre Wirkung in dem fast ungebrochenen Glanze der schönen reizvoÜeu Farbe des Stoffes

_ Antwerpen, 24. _Juli. Am 13., 14. und 15. August findet in Uniwerpen unxex ker Leitgns; dcr Zoojéré äs Uuajqus immer.; das dritte belgt_1ch_e Musikfest statt. Obgleich die ausführenden Krgfte ausschließlixh _Antwerpen selbst angehören, mit Auönahme einiger Weniger inlandiichen und deutschen Jnßrumeutalisten. so be- lau_ft sich bie ahl derselben doch auf 900, darunter etwa 750 Sän- germm'n “and änger und 150 Jnfirumentalisten. errn Peter Be- noit, Direktor der hiesigen vlämiicben Mufikfcbule, i die musikalische Leiiuug des Festes ubertragen, Welches einen ausschließlich vlämiscb- ugtconalen Charakter haben wird. Das Programm Weist demgemäß dre bedeutendsten Namen der modernen vlämischeu „Komponisten auf; außerde-mbber werden am ersten TageBeethov ens 13T. Sym- phbnie m_it Schillers „Ode an die Freude“, leistete ins V1am1fche ubcrsetzt durch Emanuel iel; am zweiten Tage Bachs _ _ _ _ _ Kircheukantate „Wir dankendir oit,wir daukendir“,uudamdrii- gesucht. Jener elften Art des Schmackes giebt man gegenwartig meist teu Tage der Marsch mit Chor aus Wagners Lohengrin zur den Ngmen des e_truskischeu, Weil die Gräber Etruriens die Haupt- Aufführung gelangen.

_fundstthtetlr dafur___sind_._ Sie?) allen_ _gFZßeren ___?)Fseen,“ aucb N ___ __ C 3 " """"" "

m er mer, 1 _ e on ziemi rei i ve reien. _ a er incinnati- eitung“ at ein reichrr Kau niann von Die andere Art des antiken Goldschmuckes bagegm ist in den Museen Chihuahua (Mexiko), Namens Wülker, zur Ausstellfung von viel weniger vorhatzdeu. Abgesehen bon einigen Goldsachen, Welche Pbiladelyhia einen Aerolithen gesendet, der etwa eine Tonne aus der Krim in die Eremiiage m _St._Pe_tersbura gebrachtßud. kannte Wregt und im „J- 1855 bei AUSRWUUJLU in aztekischen Ruinen ge- man solchen Schmuck eigemnxh nur_ in indirekter Weise, nämlich durch funden wordxn 1st. Augenscheinlich bat derselbe zu gottesdienstlichen _dre Armbänder, Welchezveibltcheßiguren _auf den antiken Vasen Unter- Awrcken ged:ent_ und sind in einem Umkreis von 60 bis 70 naliens, auf den Gemaiden Pompejis, m Skulptmwerken der römi- Metxen noch vier "vis fünf Aerolit'heu von größerem UMfange und sehen Zeit tragen. Auch der neu erworbene Goldschmuck besteht, wie Gewicht entdeckt tvvrden.

man sieht, der Hauptmasse nach aus Armbändern. Für

Berlin' Redacteur: F. Prebm. ' Verlag der Expedition (Ke si el). Druck: W. ElSner. _ Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Konstaniinopel gewechselt worden seien. die dem _Blaix- buch nicht einverleibt wurden, weil sie sich nicht auf die darm