1876 / 201 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 26 Aug 1876 18:00:01 GMT) scan diff

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27,000 «ili, um Ankauf von Pfarrgrundstüxken, zum Bau von Pfarrhäuseri? und zur Dotation voii Pfarramtern 116,000__./j6, zur Ertheilung von Religion6unierricht in den S_chiiken un_ zu Schuleinrichtungen 38,500 «46. und zu anderen dringenden kirch- lichen Bedürfniffen, darunter auch zur Unstbaffung von Gesang- und Gebetbückzern über 14,000 «M verwendet worden. Auch zur Anschaffung von Orgeln, Glocken und Altargerathen find fast 4200 «M beigetragen, der inneren Miffion Ganzen stnd in den WLUdUUg gelangt. _ 8_2 __ ___ __

_ Das olzdiebsiahngeseH _vom_ 2. Zum 1 0 _ e er den dritten Réckfall cines de? Holzdiebstahls Schuldigen dem einfachen Diebstahl im Allgemeinen gleick),_ so daß die im Straf- qeseßbuche (§. 242) für einfaxhen Diebitahl_ [eßgeseßte Strafe dem Holzdiebe grgenüber erst im driiien Rucksall_ zur Anwen- dung gelangt. Der Hehler eines Holzdiebstahls _Wird der:) Diebe selbst qleichgeachtet, und mit der vollen Sirqfe fur Holzdtebßahl belegti namentlich bestimmt §. 82 des Holzdiebstahwgeseßes, daß in Beziehung aiif den Ruckfall _ es keinen _Unterschied machen soll, ob die Tkiat in dem fruherewund spateren Falle oder in beiden JäUeu Diebstahl oder Hehlerei darstellt, _In Ve- zishung auf diese Bsstimmungeri hat das Ober-Tribunal in einem Erkenntniß vom 5. Juli 11, I. auögesyrocheii, daß _der Heßler eines Holzdiebstahls, weicher fich im dr1tte_llNUck- faU befindet, wegen Diebstahls auf Griind des 242 des Strafgesetzbuches, und iiicht wegen Hehlerei auf rund de_s §. 259 des Strafgeseybuckies zu bestrafen ist, _auch_ wenn die beiden früheren Fälle Begünstigungen von Holzdtebstahlen und nicht Holzdiebftähle selbß waren.

_ Die Ueberichreitung derNotHWebr11_tnachemem Erkenntniß des Obcr-Tribunals vom 17. Juli d, Z. nur dann straflos, WMA dic Vcrtbeidignwg, _dercn Grenzrn 111 _Br- stürzunq, Furcht odcr Schrecken nberirhrittcn worden §§. 41333 des Sir. G. B.), eine gcbotrne, d. 1). eine _jolrhr War, die_ erwi- derlicher Weiie eincn gegeiiwärtigen,_ rechtswwrigen Angriff von fick) oder einem Anderen abwenden ]oUte.

_ Von ut unterrichteter Seite erfahren wir, daß am 8. d. M. _____g Erdarbeiten zur Zrifierburg-Prostkauer Eisenbahn an dem Uebergange iiber den Angerapfiuß ber Darkehmen in Angriff genommen find.

Ba ern. München, 24. §August. Die Generalftahs- OffizieYe, welche unter dem Kommando des Getieral-Quartier- meisiers, General-Lieutenams Graf_v. B 0 th 19 er, eme U e bu n g_s- reise uniernahmen, sind wieder h_i_erh_er zuruckgekehrt. __Unmit- telbar nach Beendigung der dieNahrtgen Herbst-Waffenubungen liaben bei den beiden bayerischen Armee-Corps „Kavallerie- Uebungsreisen“ stattzufinden, für welche per Arwee-Corps 2000 Mann zur Disyofition gestellt werden. Die Leitung _Wird einem älteren Offizier der Kavallerie odkr_ des Generalstabs uber- tragen, Die im Kriegs - MinisteUum _gepflogenen Be- rathungen, ob bei Ergänzung de: _Bestande an Hand- feuerwaffen das Werdergewehr beibehalten oder da_s Mausergewehr eingeführt werden solle, _siud, wre dic „Leipz. Ztg.“ vernimmt, _zu Gunßen _ des leßtere_n arngefaUen. Es Werden de_xher die_53,000_ Stuch Gewehre, i_ur deren Anschaffung der Landtag die _noilzigen Mittel bemilligt hat, von der Königlichen Gewehrfabrik m Amperg_iiach dem bei den übrigen Theilen der deutschen Armee emgefuhrten S1;- steme hergeßcllt werden.

Each en. Lei zig, 25. Auguß. Der Prinz Georg von Sachssen traf «Tstern auf der DreSdeiier Bahn hier ein und wurde anf dem Bahnhofe von dem DimfionY-Commandeur General-Lieutenant v. Montbé und dem (HarnrsoW-Komman- daiiten Oberft-Lieutenant v. Tettenborn empfangen.

Baden. KarlSruhe, 23. Nuguß. (Schwab. Merk.) Die regelmäßige Vertheilung _des von der Großherzogin g_e- stifteten Denkzeicbens, bczrehurigsmise der Ehrengaden fUr treiie Diensiboten, findci ziim erßen M_ale am 3. Dezember, dom Geburtstage der Großherzogin, statt.

Elfasz-Lothringeu. Colmar, 22. August. Der aher- e1sässischc Bezirkstag wurde_ gestern voni Herrn Bezirkß- präsidenten im Beisein von 22 Mitgliedern eroffnet. 4 Mit- glieder waren abwesend. Gewahlt wurden: als Vorfißcnder Herr Baron von Reinach; ale.“- reffen Stellverircter Herr Kempff ; als Schriftführer die Herren Grad und Diiclout.

und die Bestrebungen auf dem Gebiete mit 11,500 „FH unterfiüßt worden. Im beiden letzten Jahren 327,606 „46 zur Vcr-

.-

Wicn, 24. August. Der Kron-

e rei :Un arn. _ Oest r ck g 2. September von Ischl in Schon-

priiiz Rudolf trifft am 11. _ WM U Auf das Beglückwiinscliungsschi'rihen des Ka_1s_ ers Franz Joseph anläßlich der Centenmalseter der Yereimgten Staaten hat Präsident Grant, der „Pol. Corr. zufolge, folgendes Antwortschreiben erlasseiix U:".isfcs S. Grant, Präfident drr Vereinigten

n , Se. KaiieUickoe Majestät Franz Joscpb,_ _Kaiser von Oesterreich, König von Böbm-n und Apostolischer Konig von Ungarn. Großer und guter Freund!

Ich war sehr geschweichxlt, durch den ebrxuwextben Gisaiikii'n Ew. Majestät bei der diriscitigcn Regieiung Grafen Hoyosxas gyrige Swreiirn 12cm 19 v.M, zu erhalten, welches Ew. Mcqesiat beliebt?, i:: Voraussicht des damals beraunghxnden hundertsten Jahrestages der Bsieinigtm Staaten, mit Glückwvnicch an mich zu richten. _ _

Es ist besonders erfreulich, 3u_erfczl)rrn, daß _dér Souvchi) xtner is:: ältkftM, beiübmtesien msd machiigstcn Nationen der oiilichxn Oswiipbäre den Fortschritt in dcr Woblfabrt_ anerkennt, welcher in ienrm Zkitraume von dieser Westlichen Reyublrk vol1bracht_wurde, i_md daraus folgert, daß ein bebarrlixbrs J0r11chrcnen m der]elden Rich- tung von ihr erwartet werden durfe. _ _ __ _ _ _

Die gut-n Wünfckze. welcbe Ew._Maje_i_iat mr_dieixs Land axis- kiiicken, wcrden herzlich erwidert, und ich _bcne zuveriiwilixb, daß wah- rind d-r Weitkren Rxgicruug Ew. Maxesiat der Foriscbriit dir unter J!)- cr Hiriichait stehenden Länder in Allem, was zun) (Hiuckc und (***-.icibcn cines Volkss beiträgt, erenso hervorragend wie bisher fein WM?- * . . . Und so bitte ich den AUUZächiigen, Ew. Majestat tn seinen fiche- t-xn und eili en Schu :: ne men. _ _

Glngengzi? WaiiZÉiwn, den 2_2_._Juii 1876 und im

2; ' a'*'1än'“i eit “*:-zr ereini ien & aaien.

d U" vs 8 U S. Grani. Durch den Präsidentin: _ Hamilton Jisb. Staatssexreiar. _ _ Die zur JesisteUung der spezifischen Zollsaße dss imt Rumänien abgesch10sienen Handelsvxrtrages entsen- deio gxmisciite Kommission ioll heute hier 311 ihren_Berathungm ziisammenti'cktm. „How“ iiyeilt mit, daß die rumam_schen Dele- qirten [);-reits in Pest angekommen seien, und daß die Vertreter

Staaten von Amerika.

101. Jahre

_ Dem Landeskommandirenden IZM. Mollinary if! bei seiner gestern erfolgten Ankunft in Semlm _seitens der dortigen Bevölkerung ein enthußaßiseher Empfang mxt Feßbanxet, K_ackel- zug und Illumination bereitet worden. Man_ darf dieser Kgnd- gebung, sagt das „Fremdenbl.“, ungescheut_ die Bedeutung eines Protefles gegen die omladiniftisckzen Umtrieb_e beilegen. FZM, Mollinary hält sich in Semlin, wo auch Jurft Wrede zugegen ift, nur einen Tag auf.

A ram, 24. Auguft. Aus Essegg wird gemeldet, daß daselbstg vorgestern zwei Haussuchungeri stattfanden. D_er Untersuchungsricbter in der Pakraßer Affaire ift neuerdings m Pakraß eingetroffen.

Großbritannien und Der Prinz von Wales, der Königlichen Yacht „Osborne“ Morgen in Woolwick) ein. Der Marlborough-House.

_ Der Sekretär der Handelskammer von Manchester hat eine Zuschrift aus dem AWwäriigxn Amt erhalfen, welche mittheilt, der Earl von Derbi; habe em Telegramm von dem britischen Konsul in Bukarest _empfangen, demzufolge das be- züglich des rumänischenTarifs getroffene Abkommen, nach welchem England für neun wconate die Behandlimg der be- günsiigfien Nationen genießen soll, nunmehr m Wirksamkeit ge- treten fei. _ _ Die Homerule-Liga erneuert_e am 21. August ihre Bewegung in Dublin durch ein Meeimg unter denz Vorfiße Mr. Butts. Der Vorsißende sprach seit_1e Freud? daru_ber _aus, daß die Anhänger der Partei unentmuthigi auf die Hroße ihrer Macht vertrauten. Sie seien zwar mit ihren Antragen_du_rch- gefallen, doch [affe fich das nicht anders von dem gegenwartigen Unterhauie bei dem jeßigen Zustande der Parteien erwarten. Niederlage auf Niederlage müffe fie nur entschlossener machnz. Nach einigen heftigen Unterbrechungen legte der Redner dann die von den Homerulern im Parlamente errungenen Erfolge dar, besonders die Aufhebung der Preßbeschrankungen betonend. Während der Reden einiger anderer Redner _nahm _der Lärm immer gröiere Dimensionen an_ _Und erre1chte seme_n Gipfclpunkt, als Mr. Doran auf der Tribune stand, welcher die Ynficht entwickelte, daß durch das englische Parlamenruberhaiipt keine Besserung der Zußände Irlands _z_1_l_ erwarten sei. __Syater faßte die Versammlung in verhaltnißmaßtger Ruhe_ die ublichen Resolutionen. Am folgenden Tage ward e_xme zweite Versamm- lung abgehalten, in welcher Butt zuin Prafidentm _des Bundes gewählt und eine Erklärung, daß die Zeri fur Errichtung einer irländischen Sondervertretung gekommen sei, beschlossen wurde.

_ In Woolwicl) warde gestern der Bau ei11e§ neuen Tunnels unter der Themse begoniien. Er ift dazu be- stimmt, eine unterirdische Verbindung zwischen den Grafschaften

Essex und Kent herzustellen.

_ Von den Fidji-Jnseln konimt die YÜckWÖt vdii einem Aufruhr. Dic näheren Umftande enthalt em Brici des Gouvrrneurs Sir Arthur_ Gordon an Herrn S_Haw Lefcvre, ParlamentSmiTglied. Die „E. C.“ entnimmt diesem " e 01 ende Mitt ei un en: _ _ BUCwabr-Zm durch __1_)_ Sorgalofigkkit einiger Veamien Masern eni- geführt waren und über 40,000 Menschex: getödterhattey, fislen ma-xbe der neuvckebrten Stämüie iin Janern wieder in _1br-Heidentbum zuruck, da fie argwöhnien, die Seuche set__«bsicht11ch eingefuhrt worden, um die Macht der EinWohncr zu_schwgchen. Der Gouverneur veranstal- tete Veriammlungen der Gebirgestqmme, vcrficherte si? der giiteu Ab- sichten seiner Regierung, erklarte ihnen aber, sie hatteii die Ober- herrschaft anzuerkennen, von Mord abzulasfen, kame Frauen aus den christlichen Dörfen _zu rauben und dem Kizzmbalen- thum zu entsagen. Vergeben wnrden bestraft wxrden. _Zur Sicherung des Geskßes ward ein Lager errichtex. Am 12. April aber kam em Trupp Bergbewobner auf die christlichen Dorfer ain Fluffe__11nd an den Grenzen der Provinien Nadi i_md Nadrogxi hermedcr. Sie mor. deten und verzehrten achtzehn Weiber und Kinder, bragnicn auch elf kleinere Städte nieder. An einigen StxÜen _fandeZ ne energiicben Wireistand. Sir Arthur Gordon_begann jéßf Olli_én 75eldzug zu rusten, sandte nacb Neu-Sseland um Waisen unditeUte ein? hewaffuete Ma_cht einbciiiiischer Polizei unter seinen Adjutanten Kapitan Knollys, Wab- iend sein Privatsekrciär an _ar_1dcrer Stelle Truppxn sammelte. Nack) ein.": Beschreibung die1e6_ Jeldxugs m _cincr dortigen Zeitung ward am 16. Juni die ftgrke_ Bcigfcirung Maia-in; Vata im Sturm genommch wobei die Angreifer nur zwei Mann einbüßten, die Angegriffenen 38 T_okie hattm. __ In der fdl- genden Woche ward der J-ind aus al_1e_n Starten gm sluffe vertrie- ben und viele scinér Berszestungen zxiitort. _Auf die [este Vcrschan- zung, Koro Vuiolo, iolle gerade Uu Angriff erfolgen, als in der Nacht vom 21. Juni die gesamtxite Macht_ der Einbeimqchen fick; be- dingungsws dem mit der engllichen_ Regierung befreundeten HaYyt- ling Vcn Veimana, Kolikoli, unterwarf. Dcr Geiamwierluft der („:-g- ländcr betrua während al1 dicser Operationen gegen 30 worte uud Vr:- wundcte. Ja den nächsten Tagen wurdkn aus aÜcn Geginden (He- fangenc eingebracht, Gericht ward gchalten,_ von _den zanz Tdde Vemrtbciiiin sollten 15 hingenchtßt werden, einer dcr]€1_i*e:1,_ ern Gift- mischsr von Proiession, cntiief wahrend der Nacht, die ubrigen 14

wurden gehänxt. _ 26. August. (W. T. B.) Wie das ,ReuterscheBur_eau“ beschlossen, zur Hiilfe-

er ä rt, at die en lische Regierung _

lefis?unZ für di? türkischen Verwundeten eme _Anzahl Rollis, gezeichnet mii dcm rothen_Kceuz, enthaltend Hospitalzelte imd Faggen der Genfer Konvention, na_ch dem Kriegssckxauplaße zu schicken. Die betreffende Sendung ist gestern bereits von

Woolwich dorthin abgegangen. Frankreich. Paris,

Irland. London. 24. Auguv. der fich gestern in Antwerpen auf eingeschifft hatte, traf heute Prinz begab fich sofort nach

24. L_Lugust._ __Das „__Journal o ciel“ verö entlicht heute die Zu atzimente ung er neu- gxßvählten Bsireaus der Generalrathe. Unter den 85 Präsidenten befinden fich 40 Mitglieder des Senats und 21

der Dcputirtenkammer.

_ Für den Kongreß der katholischen _Arbeiter- vereine in Bordeaux hatte man auf 1500 Theilnehmer ge- rechnet, die auch eingeladen waren, ab_e_r kaum die_ Halfte war erschienen. Ueberhaupt scheint die pekuniare Lage dieser Vereizie gar nicht so glänzend, als mai) sie von Ultrarnontaner Seite aus geichildert. Die Kaffe zeigt em großes Defizti; doch rechnet man auf Unterftüßung durch das _Ccntralcomitcz. _ Auf_den Bericht des Jesuitenpaters Marqutgny nahm der katholqche Kongreß zuleyt folgende Bcschlujse an:_ _ _

1 Die in Bordeaux versammelten Vorstandc _der Arbeitervezeme erkärcn sich durch die katholischen Lehren uiid _die Erigbrung uber- zeugt, daß der übernatürliche Einfluß dez cknstltchen_Pcmzips aÜem die Gebräuche der wohlhabenden Werkstatten zu_r_uckfu_1)ten kann, und daß der soziale Friede niemals auf feste Weiß wieder _yergeftellt werden wird, wenn dcr Glaubé, die Gerechtigkeit und die Barm- herzigkeit der Kirche nicht das Auftreten der Meißer und_GeseUen regeln. 11. Nach den besten in unseren _aUgememen _Veriammlun- gen vorgelegten Abbandiuugen lasxn sich die Hauptgcbrauche d«r auf

Trennung der Ges [echter und die

5) die Wahl erprobter Werkyübrer; einem andern Tage als Familicn-Oberhäupter durch den licbrn Begräbnisse, lll. Außer Werkstätten Bezug _ immer ein Zweifacheßz die Werke

licher Er iehung, nämlich Schylen,

die wirihzscbaftxich-n Werke, namlich schaften. Spackassen, Lebensversiche len Erfolg zu sichern, Meister

neu nur Gesellexi fich von dem katholischen dem Einftuß desselben

durcb den Beistand glücklich entwickeln.

dustrielle Familie. auf nen, seine voÜe Anerkennung.

ihrer rcchtmäßigcn vollständig den

durch gegenseitige Zuneigung _ Der „Köln.

6, einen Buchhändler 8 und Berger, Präsidenten

fängniß. Spanien.

zu

Madrid, 25.

ßnd, wie verfi'chert wird, Grunde sind auch die Garnisone

ftillo ist ernstlich erkrankt. im Ministerium des Innern, B such gemacht worden;

1113 angelegénilicb mit der J Lammer aufgelöft m_erden soll Parteißandpunkte erklaren fie

hat.

November zusammentreten und

daß die Abstimmung darüber DeputirYn-Fammer

die re e JYMajoritäT, die sich am 18. ist. Die „Nazione“ vom 22. ihren Direktor von „Sie schreiben, daß _ 18. März nicht begriffen, und seine Anhänger sie in Verlegenheit welches die Ideen

auf eine gründliche _ _ hat. Der König hat die Absti

tung Victor Emanuels war wi und die Minister würden den gänger regierten. Mit diesen offenbart, was Ich weiß nicht,

Ick) muß annehmen, daß sie die

War es das nicht, so wäre es

Die „Nazione“ Hat dcm daß die Ideen Crisst heute 1.1 bis 311111 18. März in de_n _ Haben. Mag cs Herr Crispi

cine Umbildung der Partei

u bilde ick) nick) s 01

unter Sella's Leitung Linke bilden, Welche _ Vergangenheit leiten läßt, Landes dcnki.

Plaß finden, sondern er wird

unter denen er in 2 Parteien sind, von denen

halten an seinem Programm sicher zu werden.

Türkei.

es uch g_ Eine Meldung der

haben. „Fürß Milan gab g

Mächte zu entsprechen.

des guten Einvernehmens

„Agence Havas“ aus Y_elgrad gestrigen Besprechung mit den möchte, welche gemeinsam zum erklärt, auf der Basis des

katholische Q:“eise regierten Werkstätten auf Folgendes zurückfüh-

dsr xx:xxariichen chierUNg heute nach Wien abgehen.

ren: 1) die Heilißhailung des Sonntags; 2) die Bestrafung

Frieden abzuschließen.

der Goüéssäfteruugeu und der zügellofm milie; 4) die väterl chen Beziehungen des Me

' ! 't t K und mit ihren Meistern vereinigt. dn A bei er un ec UYabbängigkeit Hindrrniffe in den Weg zu legen, fordern um den nuten Willen Aüer zu Einem u machen, entspricht

aufrickztigén ?Bünsckßetä ls jd dere Einrichtun

y' b,un ie anneera eea_n __ ;; Arb tt kundge en den sozialen Widerstreit beseitigen.

Ztg.“ wird telegraphirt: Das Zucht-

polizeigericht verurtheilte heute weg_en des_ am 15. August

ausgestoßenen Rufes: „Es lebe der Kaiser!“ einen Schneider zu

spiration daselbst vorgenommen worden.

Italien. Rom, 23. August.

entscheiden wird. _ am meißen mit dem Streife,

Herrn CriSpi. _ ich die parlamentarische _ noch viel weniger als

gerathen würde, wenn der Linken sind, nach denen Depretis regieren soll. Die Abstimmung die Erklärung von Seiten der „Jammer, Aenderung m

18. März von ihrer Partei getrennt und mit

oder Wenigstens seit 16 Jahren mit verschuldet, bereut

äti t wird, etern Abend 0; ziell ein Stelle bexn Lie Vertreéers der Pariser raktatSmächte gerichtet.“ „Politischeii Belgrad veßätigt ebenfalls, d_aß die _ seröischen Regierung nunmehr eme offizielle

treter der Mächte, diese guten Dienste zwischen ihm _ _ „___ wendung zu bringen und die Ginßellung d_er Feindsellgxtüdü überall, auch Montenegro gegenüber, herbeizufuhren. _ Wie

Redenßartev; 3) die des Geistes der Fa: ers zu „seinen Gesellen; 6) die Bezahlung des Lohnes aa

Erhaltun? i t

dem Sonnabend und dem Sonntag an die Meister selbst; 7)_ die Organisation des Unterrichts und der religiösen Feste, M?ssen, Heiratben und christ- den auf die gute Verwaltung der babenden Gebräuchen empfehlen Unsere Kongreffe

christlicher Bemavrung _ und sitt- Iereine, fromme erbmdunaen;

gegenseitige therftußungßgeseu. rungen. Um den ersteren vol-

ift ein gcmeinscbaft1iche6_ Handeln al_]_ex erforderlich, und die wirthschaftlicben Einrichtungen kon-

der vereinigtin Mister i_ind 17, Der Kongwß zoÜt den

Verein Zemachten Anstrerxgunaen und den unter yon ewigen Fabrikherren erlangten Resultaten 'in Bezug auf die Hersteüung yon freien Korporationen, _ Welche den heilvollen Einffuß der katholischen Afsdciaiion auf die_ ganze in- die Meister und die emfackoen Arbeiter ausveb- 7. Die christliche Korporation, Welche

nicht um

welche 1:1) in der Weit der

einen Kammerdiener des Hrn.

des Rechnungshofes, zu 15 Tagen Ge-

August. (W. T. B.) Die in

! it in am eluna stattgehabten Verhqftungen [ey er Ze P p in Folge der Entdeckung einer Kon-

Aus demselben 11 von Ober-Navarra verstärkt

' . _ Der Mini ter- räsident Canovas del Cg- ivordin s P_ Auf den Unter-Staatssekretar

arca, ist ein AtteniatSver-

derselbe ist indeß nicht vsrleßt worden.

Aae Zeitungen beschäftigen rage, ob die Deputirien- oder nicht, und je nach ihrem

fich dafür ode? nge_„c_x_en._ Die 0 en Vläiter versichern nach wie vor,_ da te egierung hxrfiiéichstlich der Lösung dieser Frage noch keinen Beschluß gefa_ßt Man glaubt jedoch allgemein, daß das Parlament ix_n unter andern auch uber den die Reform des Wahlgeseßes betreffenden Entwurf berathen, und

auch über das Schicksal_ der Nächftdem beschäftigt der in den Reihen März gebildet hat, ausgehrocizen bringt wieder einen Brief an Darin sagt derselbe: Bewegung vom Selin verstanden haben; daß ich ich sagen soÜte, mcin Freund vom 18. März war daß das Land Recht der Politik und Verwaltung mmung verstanden und wollte

ein Kabinet der Linken, kein Koalitions-Ministerium. Die Hal-

e immer bewundernngSwiirdig, erhabenen WiÜen des Furften

vcrrathen, wenn ße mit den Ideen und Grundsätzen ihrer Vor-

Worten habe ich Ihnen schon

die Linke hinsichtlich der Staaidregierung will. was die Gruppe der Rechten W111, die sich am

uns gestimmt hat. Irrthümer, welche sie began_§_ze;i a.

um so schlimmer für fie. Was

i J nen versichern kann, ist, daß ich und meine JYLZUW? in allen

€1ck3)un12en, wdrin wir sie ßets bekäYpft_haben, nichtm1t ihnen gehen.“ rie e

gedruckt, in Welcher es heißt: .. . .

eine Bemerkung __ vdr- „Es1ck)eint uns unmoglich, on allen getheilt werden, welche

Reihen der Opposition gekämpft

wollen oder nicht, es_mi1ß iich en vollziehen; und ww nch die

alte Rechte am 18. März goipaltcn bat, um am 27. eine neue

11,11) muß fick) auck) cine 11611? 1; von den Erinnerungen 1111 die idern mehr an die Zukunit des

In diescr neuen Linken wird Herr CriL-pi keinen

bei den Jntranfigcnten bleiben,

aber selbst mit denen wieder sick) kaum verständigen können, da w'r ni t wi cn ob diese die _ _ _ 1 ck " ,die 1,ng äswoamiica einzutreien emgciyrlltgi vat.“ _ Das ,Diritto" bestätigt übrigens, daß in der Majoritat

Vorbehalte annehmen Werden,

die eine Vorwärts drängt, die

andere nicht nachfolgen will. Das Ministerium hofft durch Jest-

einer Majoritäi im Parlament

Aus Wien vom 25. August, Nachmittags, wird gemeldet: ,Fürft Milan hat, wie von hiesiger bestunterrichteter

Mediations-

Korresponde nz“ aus Friedensveftrebungeri der Form angenommen estern Abend den Vertretern der

Garantiemächic seine Bereitwilligkeit kund, die angebotenrn guten ' an une men und den Wünschen und Raidschlagen der Dienfte z h Gleichzeitig ersuhte der Furft die Ver-

be ufs Wiederherstelluns ukw der Pforte in An-

meldet, hat Fürst Milan bei der Verkrciern der Pariser Tqutaté- Frieden ricthen, seine Gcnergtheli Stainz bno-ants b611um dM

_ Aus Konstantinopel liegen folgende Nachrichten vor: _Die ,Correspondence orientale“ vom 22. Auguß ineldet: ,Die Frage einer Regxnts ckaft, die einen Augenblick lang a_ufgetaucht war, ist ]eht definitiv beseitigt. Es war auch von einen] Thronwechsel die Rede gewesen, es ift aber be- schlossen, ]ede Berati=ung_ dieser Frage bis nach dem Kriege zu verschieben.“ _ Der Bericht des Dr. Leidesdorf über das Befinden des Sultans schließt mit den Worten: „Se. Majeßät k)a_t seit niehr als sechs Wochen an haitnäckiger Säylaß lofigkeit gelitten, die durch die heftigen Erschütterungen hervor- gebracht war. _Diese [rng anhaltende Schlaflosigkeit, die man endlich durch eine zweckmäßige Behandlung gemildert hat, hat dennoch das Nervensystem Sr. Majestät in einem Zustand von Ueberretzung gelassen, der für einige Zeit noch viel Ruhe, Pflege und Schonung beansprucht.“ Nach dem Befunde wird die Herstellung des Sultans eine Behandlung von 3 Monaten erfordern; der Arzt wil] fich vcrpfiichten, ein befriedigendes Resultat zu erzielen, wenn der hohe Kranke fich während dieser Bei seinen Anordnungen fügt. Uebrigens hat man dem Dr. Leidesdorf sehr günstige Bedingungen gesteUt: 50,000 Frs. 'für seine Ueberfiedelung, 2500 Frs. tägliches Honorar während seines Aufenthalts, und eine Wohnung im Palaft von Dolma-bagrsche.

_ Dem „P. Ll.“ wird aus Pera, 17. August, geschrie- ben: „Ein Ministerratk) bat vorgestern ßattgefunden, an dem sämmtliche Minister ohne RUSnahme theilnahmen und der fick) mit der Thronbeseßungsfrage beschäftigte. Die Diskussion war eine sehr heftige. Der Großvezier und sein Anhang ßüßen fick) auf das Gutachten des Prof. Leidesdorf, daß der Sultan geheilt werken könne, “und verlangen daher, daß man abwarten soll. Midhat dagegen und seine GefinnungSZenoffen machen gel- tend, daß die gegenwärtige Situation eine unduldbare, unge- seHlickqe und für das Land gefährliche sei und drsvalb nicht länger andauern dürfe. Man ging augeinander, ohne einen Beschluß gefaßt zu haben.“

_ Den Nummern der ,Turquie“ vom 15,_18. August entnehmen wir folgende Mittheilungen:

„Trotzdem der Krieg mit seinen Anforderniffen die Kaiser- liche Regierung fast ganz in Anspruch nimmt, versäumt sie doch nichts, um die von der vorigen Regierung so sehr erschütierte innere Vcrwaltung zu reformiren. Um dem fesien WiUcn des Sultans und den einmüthigen Wünsckien allsr Völkerschaften des Reiches zu entsprechen, hat der Großoezier einen Rath eingeseßt, mit dem Auftrage, das Programm der nenen Reformen, die in der allgemeinen Verwaltung des Landes einzuführen find, und die durch den bei der Thronbefieigung Sr. Majestät veröffentlickiten Kaiserlichen Hair empfohlen mor- den, auszuarbeiten. Diese Nachricht wird nicht ver- fehlen, bei uns wie in Europa den glücklichsten Eindruck hervorzurufen. Die Personen, welchen diesen Rath bilden und deren liberale Gesinnung bekannt ist, werden ficher der Erwartung der Kaiserlichen Regierung und der Völker des Reiches entsprechen.“ Mitglieder der Kommission find: Server Pascha, Mivifter der öffentlichen Arbeiten, Präfes; Kiaui Pascha, Direktor der* indirekten Steuern; Iuffuf Pascha, Direktor der Staawarckzive; Scifeddin Effendi, Mitglied des StaatSrnthes; Kadri Ber), Stadtpräfckt; Alexander Effendi Karaiheodori, Unter-Staatssekreiär im Ministerium des Auswärtigen; Vahan Effendi, Unter-Staatssekrctär im Iuftiz=Ministcrium, und *Mihran Bet), Mitglied des SiaatSratycs.

Wie die von der Regierung angeordneten Maßregeln aus- geführt- werden, davon giebt eine Korrespondenz der ,Turquie“ aus Rhodus ein klares Bild. Es heißt darin:

„Der Kaimakam der Info!, gsgru deu schwere Vcrdachttgründe vorlagen und der "daher selbst in die erhobenen Anklagen verwickcli War, ift nickte: desiowknigcr mit zwei Delegiitcn des Mutefsarifiik von Rhodus beauftragt wriden, die Untersuchung über diese An- schuldigungen zu leiten. Écink Lage war aber so verwickelt, daß er zu ganz uugeheusrlxchen Hillfémitteln seine Zuflucht nehmen mußte; eines derselbin mag bist angeführt wcrdm. Auf der gamen Insc-l Cassos wie überhxrpt auf dcn Sporadrn verstehen di“ Cbcfs des Ve-_waltungspersouals, d. 1). drei oder vierLrute, türkisch zu lef.n und zu 1chreiben und doch Werden viele zum Theil wichtéae Dokumente in dieser Sprachi- gksiDricbcn und von den Richtern und Rätven ia blindem Vertrauen unterschrieben. Dcr Kaimakam in'c-eßfand es Ebenso bequem als natürlich, zwei Deklaratéonm iüikisch aufwiesen und. dem Bischof der Mxtropole mit der Bitte um ieine Ucteticbiift zuzusenden, Unter der Vcrficberuna, daf; sir sich nur auf Frag-n von untergeordneter „Wichtigkeit bezözen, die 1chon früher !*eratheu und besclxlossen seien. Der Binbof a'ser “vai din Chef der Don.“:ne, ihm den Inhalt der béiDéU Dokumente anzugcbcn und fand, daß sein Vertrauen swäwdlich gemißbraucht wciden fonte. Dean das eine Dokument wcir eine scharle Anklage gegen einige der ebrenwerthcsten Bükgkk, das andere die Bitte des Landes um Sendung einer Anzahl von Solcaten und GenZD'armeu nach Caffos, um über die „von einig::r Ruhcüörern ve- drohie“ öffc-ntiiche Ordnung zu wachen.

Auf diese Weise Werden die loyalen AbfiÉten der Hohcn Pforte auSgeführt! Dies zeigt aber auch, wie dringend uötbig eine scbneÜe Abhülfe diefsg traurigen Zusiandes ist. Mit einem deiartigen Verfahren, sagt die ,quuie', kann man kein La=d verwalten, das schon jetzt nur zu geneigt lst, mit feinen griechischen Nachbarn und Rsligionsaeuossen zu wmpmhificen.“

_ Die türkischen Zeitungen vom 16, August veröffent- lichen ein Dekret der Pforte wegen Außgabe oon 300000000 Piastern (54 Millionen Mark) Papier- geld mit Zwangscours. Die Scheine sollen auf je 100, 50, 20, 10 und 5 Piafier lauten. Zunächft werden 200 Millionen aUSgegeben werden, 100 Millionen bleiben in Reserve. Die Emisfion erfolgt unter Controle der ottomaniscbcn Bank, deren _chßpel für die Gültigkeit jedes einzelnen Scheins erforder- i i .

Zur Amortisation find die Erträge der Kohlenbergweikc von Heraklea und einiger neuerdings von der Civilliste an den Staatssthaß abgetretener Domänen beßimmi, welche anährlich an die ottomanische Bank abzuführen sind, wogegen leytere ZedeSmal eine entsprechende Summe Papiergeld aus dem Ver- ehr zurückzieht.

Die Bestimmung hinsichtlich des ZWangscourscs wirkt nicht zurück," auf Geschäfte, Welche schon Vor Veröffentlichung dcs Dekrets zwischen der Pforte und Dritten abgeschlossen waren. In diesen Fällen bleiben die kontraktlichen Festseßungen maß- gebend. Frrncr müssen Zoll: und Tclegraphcn-Gebiihrcn in klingender Münze entrichtet werden; bei allen anderen öffent- lichcn Kassen wird das Papiergeld an Zahlungsstatt an- genommen.

Wie man hört, wird die Emission augenblicklich noch da- durch verzögert, daß der erforderliche Vorrath von Papier mit Wasserschrift in Europa hat bestellt werden müssen und noch nicht angekommen ist.

Das Projekt der Bildung einer Nationalgarde in Konstantinopel machi Fortschritte. Die uational-türkischcn Blätter sprechen davon als von einer nothwendigcn und mög- lichen Sachr. Besondirs nimmt sic!) das „Ixtihad' des Pro-

dazu, „dieses Projekt verwirklicht würde _ und es ift Grund,

we_rden wird _ so würde diese offizieÜe Bewaffnung der Muse(- mariner eme wirkliche und ernste Gefahr für die waffenlosen Christen begründen.“

_ Nach den türkischen Journalen hat der Marine-Minister den Kommandanten der Krichsckziffe d-n Befehl gegeben, die serbische F1 (1 gge von allen irgendwo fich unterwegs beßnden- den Segelschiffen abzunehmen und sie zu zwingen, die tür- kisch)? aufzuhtffen, weil Serbien keine Häfen befiße und alle Schiffe, welche das Schwarze und Marmarameer unter dieser Flagge befahren, Eigenthum der Bewohner einiger türkischer Provinzen sind, welche auf Autorisation des serbischen Agenten in Konstantinopel diese Flagge haben aufziehen dürfen. Was die serbischen _Jahrzeuge betrifft, die sich auf der Donau befin- d_en, so isi ihnen verboten, über die Mündungen des Timok hinquszugehen und wenn ein FaHrzeug oder Segelboot mit serhtschrr Flagge diese Grenze übsrschreitet, soll es von der Kaiserlichen Marine konfiszirt werden.

_ _ Die „Presse“ vom 25. August steUt die Lage auf dem Kriegsschaiiplaß wie folgt dar:

Die Kämpfe iüdliw Alexinaß dauerten noch gestern als am i_cchstßn Tage fort und fie scheinen nach den endlich einmal thrilweise lei'kUUstimÜWUixkn Depeschxn aus Belgrad und Konstaptinovrl biswer rciultgilds gehiieben zu se n. Selbstdcrikändlick) hat man fich diesen sechstagigen Kampf nlcht als eine fortlaufende große Feldschlacbt. son- dem als eine Reihe unterbrochener Einzelkämyfe mit viel Geschütz- feuer zu detzken, Welche fich voriäufig um die Beießung oder Verhin- derung taktischer Pofitidnen auf beidc'n Seiten der “Morawa drehen. W“ auch in diesen größeren oder kleineren Theilgefewten östlich und nzdlixb von Nlrxinaß dcr Sieaer skin mag, immerhin spricht die Er- bittcrung 11le Außdauer, mit Wklcher um ikdkn Fußbreik Landes ge- kampit wird, für die Ebinbürtigkeit der Gegner. In dem engrex gxenzten Ranme des Morawathales, wo die letzte entscheidende Schlacht geschlqgen werden kann, wemr nichi inzwischen eine Media- tion e_rfolg_t„ wird sich das taktische Geichick der beidcrseitigen Führer und die_ kriegeriiche Tüchtigkeit der Kämyfcnden b-wäbren MÜffSU.

_ Die sexbiscbe Kriegführung litt biiher an der Verzettelung dcr Krafte, an der Avstcht: statt eines Hauptzweckcs, alleiiei und vielerlei Nebcnzwecke_ zu rrreichen DietürkiscveKriegéleitung charakterisirie sich durch die vagsamkcit ihrer Enlscviüfse und Operationen, Mär- Zx1, welcbe _die Serben nicbt ausgenutzt baden. Das; die Türken das Gäwoergewtcht ihrkr strategischen Operationen anfänglich gegen das abge1chicdene TimoktHal gerichtit haben, war ein arger Mißgriff, den sie Mit schweren Opfern ('n Zeit und Kriegsmaieiial und in den 1eßten Tagen auch Mit dem chluste der in jrnein Thale mühsam cr- worbenen Pysitxonen büßrn '.11Ußkcll. Erst nach (acht Woäkt'n eni- schlossm ste fick,), ihre iiaturgcmäße Operationsiiiiic 115ng der Morawa einzuschlagen.

Die kleinen Vortheile, Welche die Serben nach den letzten Telr- grammrn bei Knjazewaß und Sjeniza crrangen, sind VNläUfiq nicht von Belang. Dic]? ießt irebeaiäwlicben Erfolge könnten erst m_1ch_ dem Zuriickdrängen der Türken vrin Alexinalz Von erhöhter mili- taxiicker Bcdéutung 1V€rden, in jedcm FaUc dü1sfe11 fie arer bei dm Friedensunterhcmdlungen geltend gemacht werden.

Ferner erhielt die „Presse“ folgsnde Telegramme:

_ Belgrad, 24. August. Nach Veifichcrungen aus ngieiungs- krmsen dauert die Schlacht bei Alexinaiz heute am sechsten Tage noch fort. Erstem soÜen die Türken eine dreimalige Atiaque versucht haben und stets abgewiesen worden sein. Heut€_ begannen sie ivi-„di'r den Angiiff, mußten jedoch dm Kgmps auf eben und sich zurückziehen. Einige Stunden spat-xr war ?cdock) der Kampf wieder in vollster Entwickelung. Ueher den Ort, wo gekämpft. wird, sÖWeigen die RegierungSorgane. Pr1vai_nachrich1en melden, daß die Schlacht 5w7schcn Teichiza und Al_exinaß geschlag-n wird. Danach Haben also die Türken in den Gefechten am divitcn Tage die Scrben von Suvovaz gcgen Alexinaß .Uxückgedräugt Autkentiickze Nachrichten liegen jeddck) nach dieser R1ch_tung nicht vor. Nach einer Meldung, die 151) als Vckiaxxlkch_ betrachten _kanu, beschießxn Türken Airxinay. Gerß ist mir, dai;_ der Kampf mit fULÖWÜkEk Gewalt forirarieii. TW? naj-fs hat bereits auck) von Lescbjxinins Corps Verstärkungen herangezogen, und leistct dem vordrinzenren Feinde kräftigjien Widerstand. Die Türk.,n haben die Tscherkéffen ms Vordcrtrcnen aeiendct, dann folgen Rcdifs und Nizams. Hintrr diesen wurdi-n, damit keine der vozdrren Abtheiluvgen die Flucht er- greife, 5191191121] in das Hintertreffcn gcstch. Zum Beara1*cn d=r Todtcn urid Forticbaffcn :e. Verwundrten haben die Türkin sich diesmal keine Zoit gcmsscn, denn auch fie kämyfm mit äußxrstcr Er- biticrupg. Die Serkc'n thun deSglcich-n

_ Heute wurde folgrndxs offizielir Bullrtin ausgcacken: „Bis geiiern dauerte Der Kampf mmuihörliii) seit fünf Tagen fort. Gcsiern wurde von vier Uhr Früh bis acki? Uhr lecnds ;wiswpn chb und ?llkxinaß sickämpft. Der Feind batte unse'icPcsixionen bei Prugdvaz angefallen und stürmte in dor Flanke bei dcm Kloßer St, Stephan mit ganzer Mth 106. Die Scr- ben lcisjeta-n tuvin Widerstand und scbiugen d-xn Angriff zurück. Die Infanterie vkriheidigte ihre Positionen wacker, die Ar- iiÜ'rie nalin! den Friiid in ein Kreiiifsuer von Granatcn und ver- ursachte ren Tinkin zi'cszon Schaden. Vormittags wdgte der Kampf auf dem recviei, Nachmittags anch auf dem linken Yirrava-Ufsr [än- gere Zeit bin und her, his beideiscits die Türken z1nüchcheschlagrn wurden. Die Serben stüxzirn überall mit bkgästertxn Hnrrnh- 111ka vorwärts. Heute Morgen wurden die Kämpfe wirder mit einer [)efti_grn Kandnade okcrlxaldAlcxingtz eröffnet und kcraiirückende Feind musztc' abermals drm vxrdkere'ndcn Kanouenfcuer Weichen. Hier- auf Wurde der Kampf ein;];sielli.“ Ans dcm Ball-tin ist nur idviel erkennbar, daß die Türken noc!) immcr vor Alexinatz sichen. Bisher find ivcder annävkr-d die BAUM? nacb fünftäßigc: blutigcr Schlachi, noch die beiderseitigen 10)!ikt§[1chen. Posixionen nngcgcven woxden. Hauptmann Protics und viele andere O'fiziere soUen gefaUcu sein

Das Blait bemerkt dazu:

_ Das eingetroffene oisizicüe serbischc Vullciin bestäiigi mir die b1Él)lk1)-,kkl Berichte, nach denen die eigentliche Enschsidung cber-so- wenig eriolgt ist, wie die in einem gestrigen Tclcgcamme aus Kon- stantiroycl gemeldete Vkreinigung dci“ beich, durcb dir Morawa ge- trenntcn Corps von Ali Said und chncd Ejub Pascha. Dcr Erstere sicht noch immcr etwa 1*e. Nosrina, eine Stunde südlich Alermaß; der Anders wav1schciu1ich bci Pragovaz, zwei Stunden östlich Ulexiunv im Osrengkbirge. Das im Bulletin erwähnte Klostsr Si. Stephan lie4t eine halbe Stunde noidöstliä) des zucht ge- naunten Ortes.

_ Die ncuesten telegraphischen Berichte vom Kriegs- schauplaße lauten:

Belgrad, 25. Angriff. (W. T. V.) Offiziell: Die scrbischen Trnppen haben am sechsten Kampftage bei Ulexinaß einen bedeutenden Sieg über dri“. zweifach über- legcnm Feind davon getragen. Die Türken versuchten, fich vor den serbischen Linien zu verschanzen, mußten aver, durch die serbischen Truppen daran gehindert, den Kampf im offenen Felde annehmen und wurden vollständig geschlagen. Die Türken flohen bis hinter Katun und räumten das ganze Terrain" von St. Stefan bis zur Morawa. Auf der Flucht haven die Türken große Quantitäten Geschützmunition, sowie einige hundert Todte und Veiwundeie auf dem Schlackiifelde zurückgelassen. Die in Folge des fortdauernden, sichstägigen Kampfes eingetretene äußerste Ermattung hinderte dic serbischen Truppen den derou- tirtcn Ftind weiter zu verfolgen. Die Türken befinden sich noch

die

jektes sehr lebhaft an. „Wenn jemals,“ hemmt: die „Pol. Korr.“

anzunehmen, daß es von der Regierung in Erwägung gezogen

[ einige Verschanzunaen errichtet haben. Die serbischen Truppen find voll EiithufiaSinus.

Belgrad, 25. August. (H. T. B.) Ein Telegramm Tschernajeffs gratulirt dem Fürsten zu dem vollsiändigen Sieg über die Türken. Die Armee Achmed Ejub Vaschas ist völlig zersprengt worden und hat enorme Verluste erlitten. Hor- vatovic entschied die Sch1facht durch Umgehung des linksn Flü- gels der Türken, welche sich in wilder Flucht zurückzogen.:

_ Vom türkisch-montenegrinischen Kriegsschau- plaße wird gemeldet: Der awüickze „Glas Criiagorca“ kon- statirt die mißliche Lage" der Türken iii BoSnien und der €)?sz- gowma._ N_ach demselben könnte Moukhtar Pascher in keiner Weise dre türkische Herrschaft in der Herzegowina UM Neuem aiifrtchton. Der Fürst von Monkenegro habe du7ch Ver- nichtung dei: türkischen Haupiarmee in der Herzegowina diksté; Land moralisckg erobert und thajsächlick) mit einer Abtheilungdseines Heeres besext, welche die in den festsn Orten eingssckiloJenen Ueberbkeihse! der türkischen HeereSm-xch: Überwackze. Djelrxddin Pascha könne den leßtercn von Mostar aus nicht zu Hülfe komnien. Der Fürst stehe mit seiner dUth die er79chtcnkn Sikge begeisterten Armee dem Feinde gegenüber, der in seinem Todss- kgmpfe fich noch 311 den festen Anstrengungen a-U-sraffs. Noch emen Sieg bei Podgorißa _ sagt der „Glas“ _ und der Weg z_u der erhofften Vereinigung: der serbischen und mrnte- negrmxschen Truppen stehe offen. Mittlerweile fich-srn der“ Sieg h_et Vucidol und der wiederholte Sidq im Bezirke Kucci dcin Furstenibume Montenegro bereits die Sthe d-zs Siegers bet dein endlichen AuSgange des Krieges. Die" von dM Türken verbreiteie Nachricht, Djeladdin Pascha sci mii“ mehreren Tabors m Trebinje eingerückt, entdehre der Begründung.

_ Rußland und Palm. St. Petersburg, 244.Aiiq*-s1. Die Abreise drs Kaiserlichen Hofes, zunächst nach Warschau, erfolgt am Dienstag, den 29. Auguß. Der Aufenthalt dascibft Wird acht Tage währen. _ Der Reickyrkanzler Fürst (Hort- schakoff wird, wie der „Herold“ meldet, Se. Majeftixi den Kaiser aiif der Reise nack) der Krim begleiten.

Schmeden uud Norrvegen. Stockholm, 2521119110. Se. Majestät der Kaiser von Brasilien ist home Abend nach Hangöndd abgereist, von wo derselbe seine Reise" nach S!. Petersburg fortseßen wird.

Amerika. New-Yorker Kabeltelegramme vom 23. d. M. mclde_n: Die Sionx=Indianer haben Abgciaiidte mit Gcschenkcn [111 die canadischen Schwarzfuß-Indianer geschick? und dieselbrn ersticht, fick) is)!» in ihrem Kriege gigen die Vsrdénig- isn Staaten anzuschließen. Die Schwarzfuß- Indianer lrßnten diesen Vorsciilag ab, worauf die Sioux drohten, daß sie nach beeiidigtem Kriege mit den Vrreinigten Staaten die GkLUzL “(Wer- schreiten und das Land der Schwarzfiiße angreifen würden. Die canadisckie Regierung hat versprochen, den SchWäsz1lßandiiMkkn erforderlichen Fach Schuß angedeihen zn laffen.

Die Nr. 65 des ,Amisblatts der Deutschen Raickir- Post- und Tcligrapbenverwaltunq“ hat folgenden Inkakt: Verfügungen: Vom 15. August 1876. Vorsicht bei Lluszablung von thrxigen auf telcgrapbiiclyen Postanweisungrn. Vom 17, Ruanst 17576. Rackiendung dcr Rückscheinc zu Einschiribbricfcn aus dem Vereinigten Staaten von Amrrika.

chvcrbe und Handel.

Das Direktorium der Chemnitz - Komoiau-r Eisen- baickn macht bekannt, daß vom 31. d. M. ab drr Umtausch der Pridritäicn dicsx'r Bahn gegen .'ivrozentige sääifi che Reni? nur noch in dcr Wrisc ersoliii'n kann, das; der bisher nebsn ken Rintsntitkes ausgcfdlgte Baarbxiraz), drr iii; um 15. Auxusk mit 30 „is ['Eine-ssen War, gxgenwärtig abe: aaf die Hälfte fixirt isi, gänzlich in Wegfall kommt. Di.- üizi'iwicgcndc *))ielwzahl der Prioritätenkcfiycr bar 11er STückk bcrciié zuw Umtausch angemeldet.

Wien, 25. Audixst. (W. T B.) Die „Presse“ veröffrpikibk (*in von drr Staarörcgixruxiq init derStanthabn WkßkliOkk-mU-g drs Skantögarauiichiliältnisßs g-trrffcnes Usbei'rinkcmmsn, wi"- nach dic schwcbcndcn D:ffcrcnzcn auszgcglicdsn iind zur V€1111Z1D1111g fünf: tiger Streitigkeiten [*csdnrcre Noxmrn für Anwrndung dcr Garantie Vcrciiib;1it worden sind. Die Llnlugxkustcn des garaniirien Nr*ßes sind (ruf 5255335113 F|. fixiit, die für die Gnraxiiebcrcckymmg in Die BritieberOnung citiiusi-Ucndcn Posten find Uräiifirt.

_ Auf d.r Tagröcidnmia der «m 31. Angrst siaitiindndcn lluiynsbank in Wir,"! skikk eén Antrag des Vernaltunzixratbs auf Rekiiktion dcs Aktienkapitals. Das [LIMIT retinq noch vor etwa ZWéi Jadr-én ZZ),000,0()0 F1. 11! 173,0“1 Aktien S 200371 In der (Hciieralveisammlung vom 7. Mai 1874 wurde bescblvffcn, 20,000 Sti»? cigcmr Aktien einzuziehm, f?rni'r von don Übrigen Aktion 60 J!. per Stück, im Giiize'n also 9311100081. abzustrmvrln. Das Aktienkapii..1 ivu:de somit auf dcn Bétr-ig von 21,7W0x0 F1. redirzirt. Die Gens!aiveifammlnna Odin Ti], März 1876 bc-scblvfz abcrmuls in Folze crlitienrr Vcilnste cine Re- ruktion d;s Yikiieuknpirals, dichal bis ans d-xn Betrag von 10501000 Fl. Dcr VcrwaUungSrati) wurde nämlich mmäckwiit, die brreits am 31. Dezember 17375 im Besiize der «Bank befinklicko gcweszm'u 10,312 eigenen Aktien nnd die feirbsr an- gxkauftrn, bis zum Maximalkrttage von 35,000 Stücksn im Wege weiteren Riiknufß von Aktien zu komplytiri-n n:.d dirie Aktien einzu- zieb-n Jm drr GrneraLVcrfammlung vom 31, d. M. 5911 nun die dritte Kapitalicxiiktiou scit zivri Jahri-n, bezichuiigswwje seit fünf Monaten die zirciic, bescixlcssrn wirdin. Gcgcnwärtig handelt (8 sick) um die Abstempclmxg von 40 Fl. pr. Aktic, so dns; der Nominskwsrtl) der ixtsvrünylicb auf 200 F1, lautenden Aktien jcyi 100 F1. betraacn sol]. Dcr abzustemvclnde Betrag repräsentirt bei den ncck) im Umlaufe befinkliciwn 120,000 Akticu einen Betrag von 475001100 Fl., wddmck) das Aktienkapital von mspiünglici) 35 Millioxxen auf 12 Milltcnin Gulden Verringert wird.

- Aus London wird über den Silberniarkt nnter dem

19. August geschrieben: „Der Silbermarki entfalicte iu voriger Woche kcträchtiiwe Rühr gkeit; ansehnliche Bcirägx wurden zu 5:5-1-53'1 ver Unze Standard und zuweilcn noch höher für sofortige imd beson- dere Versenkunsi begeben. Augenblickiick) hat abcr die Nachfrage ein wenig nachgelaffxn, und was gestern umgescßt wurde, realisirte nur ÖA (1, per Unze. Die Zufnbren von Amerika find nickzt sehr be- trächtlich gewesen, das Gros der Zufuhr kam vom Kommen!. Mexi- kanische DcÜars wurden zu 531 (1, per Unze akgej.ßt_' *- Die Bilanz des Russisch?" Gegenseitiger! Boden- kreditvcrkins per 1. Juli cr. ergiebt, der „B. Böis. Z.“ zwfulge, für das erste Semester des 1auienden Jahrcs einen Gewinn von 1,105050 Rbl. Dor Pfandbricf-nmlauf betrug an diesem Tage 113,543,000 Rb]. Vorscbiiffe auf lange Termine sigurirm in der Bilanz mit 113,521,341 R1:-l., kurzsicviigc Darlebek init 6,8%,772 Rbl. Für RechnunYder iwölftcn Seiie von Pfandbriefen sind bis- her 1,075,191 Rbl. o1schüffe auf langen Termin eriheiit worden.

_ Verkehrs-Anftalten. Triest, 26. August 1876. (W. T. B.) Der Llopddampfcr .Minerva' ist gestern Nachts 11111): mit der cstindijch-chinesischen Ueberlandydst a::s Alexandrien bier eingetroffen. New-York, 23. “'.)tuguft. iW. T. B.)_ _Der Dampfer , Erin“ yon der National - DJ_mpfsÖlfis ' Compagnie iC. Mciüngicve Lime) ist hier eingetronen. _ Der Dampfer des

auf dem linken Morawa Ufer, wo fie während der leyten 6 Tage

“NdedMlscbcn Lloyd „Main“ in hier cingrtwffcn.