1900 / 120 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 19 May 1900 18:00:01 GMT) scan diff

Bayer". ' ' *

wischen Seinex Königlichen Hoheit dem-Prin Reg§nten und Setner Majestät dem inser sind, wke „W. T. B.“ meldet, aus Amlaß der Anwesenhett' der nach „dem Rhein entsandten Torpedoboots-Division m Ludwtgs- hafen nachstehende Depeschen gewechselt morden: _ München, den 17. Mai 1900.

Seiner Majestät dem Kaiserilbelm, WLesbxden.

Mkr qexvordener Mittbäiung zuyyégs hat ein Theil der von Eurer Majsktät n1ch d?m_ Röem entsandten Torpedoboots- Division auf der Fahrt nach Strayburg an:!) einen bayerifbea Rheinhafen angelaufen. Es drängt Mick), für diesen ersten Bssuch dsutscbxr Kriegsfabrzwze in Bayxcn, dan Jeb wohl auf Eurer szestät eigene Jaitixxt'we zurückführen darf, Meiner Funde mit dkm aafrichtUen WunjcbeAuIdruck zgvxrleiben, daß dasYxrständniß für die nationalxn Ausgaben des Dsutxcben Reécbxs zur *Im in immer weitere chise

Bringe. Prinz Luitpold.

. Wiesbaden Schloß, den 18. Mai 1900.

Seinxr Königlichen Hoheit dkm Prinz-Regenten

oon B..yern„ Mü-;chen.

Eurer Königkiében Hobéit spreche Ick Mxinen wärmsten Dank aus für dis freundlichen Wünsche anläßlich der Anwzseabxit Mxmer Torvxdoboots-Div sion in eian 131199717“;th Rheinhafen. Ick babe Mich skb! gefreut, aucb Eurer Könialicbxn Hoheit schönem Bxyxrn- lande Gelxaenbxkr qevén zu können. einex Tbsil dee dkutsch2_n Floxte zu bsbcrbsrgen, und hoffe Ich, daß der Anbltck der Krirgsfahrzeugk dem bexxéfchxn Volks, w31ch=s unter dsr Führung feines erlauchxtzn LIndIÖ/ÜNTLU den natimalen Aufgaben des Vatkrlandes zur S:? em so lcbbaftes Interesse entgegenbringt, Stolz und FreudÉLvielnörsclxäst hat.

. e m.

_Auf das vorgestern an Seine Könighche Hohen den Prlnz-ngenten Luitpold aus Ludmtgsbafen abge- sandte Telegramm ist dem Bürgermeixter Krafft folgende Antwort zugegangen:

Seine Königliche Hoheit der Prinz-Regent haben über die Huldtgungen, wxlchx die aus Anlaß des Bxsucbs der deujscben Toxy'do boots-Divifion mit den Ofizieren decseLben zu gemeinsame: Fettfabrt auf dem Rhein vereiniaten Bswobner der Sxäyte Lqu:g§baken und Mannbxim HöÖstdemsSZbén durbcacbtep, auscichtize Fre»: und Gengtbuunq empfanden und lassen für die btermit bxkandetc Au?- merkkamkeit Jbren wärmsten Dank unter der Vérsichyrung entbiexen, daß Höchstderselbk, gktrM den Traditionen weixand Skinzr ijestät König Ludwég's T., des Gxünders dxr SM)! Ludxyigsbafen, von leb- hafteftem Interés? für den wirthscbaftlichen Auncbwung der schönkn

Pfalz beseelt ist. Im Höchsten Auftrage: Frxiberr von Zoller, G3nera1leutnant und General-AdjutanF.

Baden.

Dsr BroUchiUlkatarrh Seiner Königlichxn Hoheit des Großherzogs bceinträchti t, wie die „Karlsr. Ztg.“ meldet, noch meer Höchstdeffen Be nden und geht nur allmählich zux Losung übkr. Doch hält die Fieberlofigkeit an. S*ine Komgliche Hoheit konnte seit vorgestern einige Stunden außer Bett blciben.

Zr) Mannheim fand gestern Abend ein von der Stadt den Offizieren der Torpedoboots-Division _qe «benes Festmahl statt, an welches fich der Besuch der im Ho?1heater veranstalteten Festvorstellung schloß,

_Ayf die von _dem Ober-Bürgermeister Beck an Seine Majestät den Katser gesandte Depesche ist folgendes Ant-

wort=Telegramm eingegangen: Wiesbad en. Schloß.

Seim: Majsstät der Kaiser und König !affen Ihnen, wie dem P::rn Bär.:srmeister Krafft in Ludwigshafen, für oke Meldung yon re_m fxe-“ndlichén Empkanq, welchen die Towedoboots-Oivifion in den Sst'tkrstädxkn Mannbsim uno Ludwigsbaken erfahren [):-j, bxstxns küsxken. Sxéne Majestät babkn Allerböchststb über den bSrz- ltchen anß dsr Festversammlung sehr gefreut und [affsn all€n Flotten- frelxéydtkn m Mannheim und Ludwigshafen Aüerbö-Fostibcea Gruß en te en.

Auf AUNböcbften Befehl: Von Lucanus, Geheimer Kabinewratb.

Heffek.

_szre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prin: zesstn Heantch von Preußen trafen, der „Darmst. Ztg.“ zufolge, gßxt-rxj auf der Station Langen ein. Höchstdieselhcn wurdcn dayclbyt von Jhren Königlichen obeiten dem Groß- herzog x_md dec Großherzogm emp angen und nach dem Jagdschws Wolfs-gartcn geleitet.

Oesterreich-ngarn.

Der _Kaßser und Köni?) hielt gestern Vormittag in Bupapext cn); Revue über ie esammten Truppen der dortigen (Jarnnyn ab und sprach, em „W. T. B.“ zufolge, seine vollrte Zuxrixdcnheit aus.

3:1 der genrtgen Sißung des österreichischen Abge- or'krzetcnhauses béantwortete zunächst der Unterrichts- Mmtstex von Hartel die Interpellation des Abg. Wxtsktrckmex, hetreffend die Vorgänge an der Wtener Untocrsxtät. Der Minister gab eine Darstellung der Vorfälle und drücktc die Usberzeugung aus, daß es dem Rektqr [zyd dem “Senate gelingen werde, normale Zustände herbetzumhrcn. Es geb? nicht an, diese Behörden bei thrxn Bsxtrcbungxn zu fto'ren oder in ihre Kompetenz einzu- grexfcn, da fick) hterdurcb dxe Sachlage, welchc fich zu kkären bcgmne, nur m_teder schw1ert_ er gestalten könne. Nachdem sodann der Präsrdcnt Or. vonFuchs die Regierungßvorlagen, betreffcnd Regelung der Vertheilung der Alkoholmenge, u"d bßtreffend den Neunkiundentag im Bergbau, mit Zu- stnyxzmng des „Hauses ohne erste Lesunq den zuständigen Aus- schunch uberwiejen hatte, bcgann die Verlesung des Einlaufes. M's „duese qßgen 3 Uhr beendet war, beantwortete der MxmsterWrästdent von Körb er eine JnterpeUation über die Wrener Wahlreform. Der Minister-Präsident legte ein- gkhknd den Sachverhalt dar und sagte, da bei einer Ver- zogerung' der dcfinjt_iven Entf eidunß in er Wahlreform: rage mcht „_ nur dre demnä ft i en Neuwahlen nicht tgttfinden konnten, sondem daß auch ie Erre ung der Be; volerung verschärft. worden m_äre. Die Entf ließung der Re txrung s61 nur enxcr rein objektiven Beurtheilung" der that- ix_chen und rechtltchen Lage entsprungen. Der Minister- Yräsryent besprach sodann diexDurchführung derbeoorftebenden

ememderathöwahlen und sagte, die übergroße Zahl der Rekla- 1_nanonen finde thre Ecklärun in den einschneidenden Ver- anderungen, welche sowohl be glich des Wahlrechts als auch in Betxeff dex Emräumxmg der Wahlbere "ganz; an die Wahlk er emgetreten seren. Der Minister- räfid'ent erklärte schließlorrhp

in der bestimmteften Weise, daß die Regierung auch .

in Vekug auf die Vorgjänge im Wiener Gemxindexath allem Parte getriebs vollständ 3 em stehe. „Wrr imb eine Regierung des Geseßes, er Ordnung, des _friedlich-m Zusammenlebens, des Wettbewerbes aller Volker und Konfessionen im Reiche“. Der Abg. Wrabeß beantraats unter dem Lärm und heftigen wis enrufen dex Christlich-Sozialen, über die Antwort des » initer-Präfidenxen die Dsbatts zu eröffnen. Der Antrag wurde abgelehnt, em Antrag des Abg. Kaiser, heute eine Stßung abzuhalten, angenommen. Sodann wurde die Sisung, ohne daß man in die TageSordnung ein- getreten wäre, egen 4 Uhr geschlossxn.

Wie die eue Frets Press:“ meldet, sprachsn sioh la der gestrigen Sißung des C'xskutiv Comités der Rechten die Abgg. von Jaworskt und Kathrein auf das schärfste ge en die Obstruktiou aus und erkéärten: Wenn nicht die Odtruktion falle, müsse die Rechte fallen. Sie verlangten Ausschalxun-Z dcr Staatsnothmendigkeiten aus der Obstruktion und bstontsn, daß, wenn nach Pfingsten weiter Obstcuktion getr'ieben werde, der Bsstand der Rechten unmöxlich set. _

Der HeeccSausschuß der ungarischen Delegation erledigte gestsrn das ordentliche und außerordent- liche Erforderniß. Bei der Verhandlung übst: den Posten 4 -- Vsrsuche mit der nexum Few: und (HebtrgS-Artillsrie 1,5 Millionen Kronen -- fragt: er _Delsgirte PULSzkr) den KriegS-Mmister mit Rücksicht darauf, daß die V **rsuch-x fich in vor- geschrittsnem Stadium befänden, mrs wetchem MatSrial, Bronze oder Stahlguß, die neuen Ka zonen angéfertigt würden; frner, wslches Kaiiver dieselben hätten, uns Mlch: Anzahl Kanonen benöthigt sei. Dor De egirt-x S per b fragte, inwiefern bei der "'Un- schaffung des (Hefchüßmaterials dic. Pxivatindustrie werde bxrück: sichtigt werden. Dsr Kriegs-Minister von Krieghammer er: theiltc da“.“auf vertrauliche Aufklärungen, Wx'lch-L dahin ging'n, Es sei Sorge gekragen woroexx, daß durch vsrgleichende Versuch? das bLstS Geschü§€ystem ausfindig 9 macht werde. Ein Kosten- voraasckzlag könne jest nicht gemacht werden, da über das Systxm noch nicht endgültig cntschiedzn sei. Die Privat- indastric werd: bxi Ansckzaffung o_yn Munition, Lafetten und Manixionswagen jeoenfaÜH berücknchtigt werden.

Großbritannien und Irland.

Jm Oberhause legte, wie „W. T. B.“ meldet, gestern der Sxaatsskrctär des KriegSamts, Marquis of Lansovwae, eine Novelle znr Volunteer-Aft2 vox und fühxte zur B:- gründunq Folgendes aus: Die neue Vorlazxe woÜe, daß ois Volunteers im Falle drohender nationaler G;“fahr oder bei plößlich eintretender auß-Irord-cntlick) schwieriger Lage zu den Fahéwn einberufen werdsn köanten. Nach dem be: stehenden Geseß könnten die Volunteers nur im FalLe eix-xsr thatsäch1ichen oder bcfürchtetsn Invasion einbeZUfcn werQen; aber es dürfte wünschsnsmerth 1ein, die Volunteers auch zu den Waffen zu berufen, wcnn einmal eine große inxcrnationale Spannung entret-x und man nxxht dex gamen Welt vsrkündsn wolle, daß man eiye Jnvayion befürchte. Die neue 23111 beantrage ferner, daß die Volunteers be: rechtigt sein sollten, mit der, Hexresverwaüung einen VKL?- trag zu schließen, worin sr: stch vsrpflxchtcten, zu Wer Zeit innerhaLb der Grenzen dss Vöreinigten KönZgr-xichs oder außerhalb derselben Heeresdienste zu [Asien. Es könnte der Fall cmtreten, Daß man einen Theil dék Volunteertruppen in unauffälliger Wexse an Punkten aufstellxn möchte, wo sie verwandt werden könmm, wenn Feindsengkciten thatsächlich aUSJebrochen soien. Nach dsr éooslle werde dies möglich sein, ohne daß die gssqmmten Volunteer- Mannschaften cinbcrufcn würden. Es sst ferner wünschens- wcrch, daß, wenn unter äkmlxchcn Umständen wie 02" gage;- wä:*tigen die Voluntxers w'wderum ein: gleich rühmlick): Rolle spielsn onten wie jest, die notthndigen Vorkehrungen nicht srst im lsßten Augenblick improvéjtert zu werden brauchten. Die erste Lesung der Noche wurdc genehmigt. ““Je-Mer muxde die erste Lesung eincr Bill angenommen, bctre end di:: den Lokalbehöwen zu gewährenden E:“leichterungen de"! der Untxr- stüßung dor Volunteer-Korps in der Beschaffung von Schieß- ständsn und der erforderlichen BauLichkeitcn.

Jm Unterhaus e erklärte der Unter-Staatssekretär des Acußern Brodrich, er wissenicht,obsc:t der drittxn Lesung der Vorlagk, betrcffcnd den Postdampferdienst na Afrika, die im Dsutsch-rn Reichstage stattgefun'cn habe, die escllscvaft, welche den Dimstausführe, ihren Schiffsbsstand vermehrt habe; emefolchc Vermehrung sei aber gxplant. ESe'xiftiere keine direkte Linie von England nach der Ostküste von Afrika ohne Umladung. Die Frage der Subvxntionicrung britischer Dampfer gehe das Schaßamt an; es sei indessen bisher nicht Brauch gewessn, Subvsntioncn zu zahlen abgesehen von den Zahlun en für den TransWrt der Potsachen. Er wisse, da Wo 8 aus Transvxal Durch deutsche oder andere neutrale Dampfer nach Europa transportiert worden sei, aber es könnten an den Kommandanten in Durban keine Instruktionsn dahin ertheilt werden, daß britische Dampfer für den Transyort von Wolle, soweit fi? von neutralen Auftraggebern zur Vcrfchifßxzmg aufqegeben werde, verme:.det werden dürften, da britische ' er- schiffer nicht mit dsm inndZ in Handelsveckchr tretcn könnten. _ Der Elst? Lord dcs Schaßamts Balfour bemerkt?, die Regierung habe noch keine amt'ache Meldung von dem Ent- saxze Mafekings; fie könns Eine solche auch nicht so schnell haben wie „Neuter's Agentur“ über Lomencxo Marques, aber fix glaube 11:11) habe guten Grund anzunehmxn, daß die Nach: richt wahr ssi.

Rußland.

Mr Genexal-(Houverncur von Finland, General-Adjutam Vobrtkow irt, wie „W. T. B.“ aus St. Petersburg meldet, zam Mitglied des Reichsraths ernannt worden unter Bewssung in allen seinen bisherigen Würden.

.Zur Ecinnerung an den am 18. Mai 1800 gestorbenen Feld- mar MUS umoro rv hat der Kaiser bsfohlen, daß das 62.Sus: daltsche Jnfanterie-Kegiment den Namen Sumorow crhaltsn soll, ebenso das Donsche Kosakenheer. Ferner soll ein Fort der Warschauer Festung Fort Suworow, das WarschayeyKadetfeu-Korps Suworow-Korps genannt und sollen bei dxesem Korps zehn Stipendien auf den Namen des Generals gestiftet werden.

Laut Kaiserlichen Restripts ist der Prinz Alexander-

voymOLde-nburg auf _ seinen Wunsch seiner Stellung als Prandent der Pestkommtssion enthoben worden.

Italien.

_ Jm Ministerium des Auswärtigen fand, wic „W. TV.“ berichtet, "gestern _eine Konäerenz der Botschafter der Schu machte Fur Kreta att, in welcher der Minister des

'Auöm rti-xn ViSconti-Venofta mit Befriedi an das voll;

kommen: invernehmen in der kretischen Frage est teilte.

Niederlande.

Behn Vorbereitun; einer eingehenden Berat un Vorlage thslver die natxzonale_ Vertheidigung Zahgdkä „W. T. B.“ zufolge, der Krtegs-Minister der kau tirtenkammer unter denx Siegel der Verschwiegenheit ein; Nyte zugehen lassen, welche dte Grun_dlagen des Vecthéidigngs- s tt_ean enthält; dieser Note soll eme solche d:s Marine- ' tntjteri'u,ms folgen, in welcher die allgemeinen Grundzüg; der chthmdtgun? zur See dargelegt wxrden.

_ Dre Profe soren der_ niederländischen Universj. taten hgben unter dkm 8. 1). M. an die Professoren der Vereintgten _Staaten emxn Appell gxrichtet, in welchem ersucht wird, dte _Dcputation der Waren in ihr€m friedlichen vaecke zu unterstußen.

Belgien.

Den Brüsseler Blättern zufolge ist, wie „W. T, B“ meld-ct, ein _Vertrag, betreffend die Regulierung dér Grenze zwxschxn' d:1zt_Unab11ängiaen Congostaat Und Dcursch-O[tafrrka oytlich v oangxsiziun'o demKivusee dar den fx'uheren Mixnster-Prayidenten Becrnaert und deri dxutchcn 'Gesandtext Gkafen von Alvensleben vollzogen worden. “3316 Blättersügen hinzu, cs handcle fich dabei genau um die Punkte, von denen in der [eßtsn Zcit Zwiscbsnfäll-e zw'U'chen den Truppxn dcs Congostaats und des deutsch3n Schußzebiets gemeldet worder) seie_n. Wie das „W. T. 5 .“ zu dicsxr Nxch: richt bemerkt, tft em solchxs provisorisches Abkommen am 10. Aprxl d. J. in Brüssel vollzogsn wordsn.

Griechenland.

Der Kronprinz ,und die' Kr onprinzessin find, wie dem „W. T. B.“ bertchtxt wrrd, gestern von Corfu Über Vcnedig nach DeutschLano abgereist.

Rumänien.

W:.e derx „W. T._B.“ gemeldst wird, find der König und 01? Kom tn, 1om48 der Prinz und die Vrinzxssin F?rhdttnanv gejtern Abend von Abkmzia nach Bukarest zurück- ge e r .

Amerika.

Die republikanißchen Konve ntionen vonK-xntucky und_Montana habkn nch, wie „W. T. B.“ erfährt, für die Aufjt-küunq McKinley's als Präfidcntschasts-KanHidaten aus4espro en.

Das urenfreundkiche Comité von Mitglicdern des Senats und des Repräsentantenhauses. ist, nach einer Meldung des „Neuter'schen Bureaus“, gestern in New York eingekroffen und von der Burenmisston empfanLem worden. Nachdem diese mit Sulzer, dem Obmann des (,on1i:ÉS, im demokratischen Klub gefrühstückt Hatje, erfolgte die Abreise n1ch Washtkngtqn. Es hatte sick) kein Publikum eingefw-den, um der Abreise betzumo?nen, au fand keine Kundgebung statt.

_Ja New York it folgen 2 Depesche aus CoLon ein- g;troxfen: Wie gsmeldet wir:), haben die Truppen der Re- ?.LLÜULI yon Columbten die Aufständischen nach einem tebztgémndtgen Kampfe, der am 11. d. M. begann, ge- sck) lagen. Dabei find. viele Mannschaften und auch die (Hn'rale Lcal_ und errera gefaUen. 1200 Znsurgenten m.:rden mi! meien Zschüßen und Gewehren gefangeK gx nommen.

Afrika.

„Dem „Reuter'schen Burxau“ wird aus Pretoria vom gestrtgen Taxe gemeldet, eo sn amtlich bekannt gemacht worden, daß dte BLlagerung Makaings seitens der vcrbündstxn Buren aufgegeben morden !Si, nachdem die Lager dsr Buxen

und die Farts um Mafeking heftig besckyoffsn wordm seikn;

Tie von Süden gekommenen britischen Truppen hätten dis- 191ben beseßt. _- Die Depssche dcs „Reutkr'schen Bureaus“ m_urpe m London am Mansion House angekchlagen und den Mxmstern, dem Unterhause sowie der Königin un_d dem Prinze!) von Wal_xs mitgethilt. Weni 2 Minuten spater“ erfüllte dle Mengc, ymgend und Fahnen xSchwingend, alle Straßen. Donnernde Hurravrufs wurden laut.

Die „Timeskmeldet aus Lourenxxo Marques vom 17. d. M.: Im Hinblick auf die Möglichkeit, daß die Eison- bak)_n von. der Delagoa-Ban nach Pretoria eschloffen werde, kauften dre Agmteu der Buren allen errei baren Pkoviant auf und üherfüqrten dengelb-en nach Transvaal. Die Ab- fertigum _dteser TranSporte werde in ganz außerordent- lich-xr :tse beschleuni t. - Der „Daily Mail“ me1dct em Corrcspondent aus ' retoria vom 18. d. M., wie er von zuverlässiger Quell? erfahre, sollten von den Re- gicrungen des Oranxe-Freistaatz und TranEvaa_1s neue FrtedenSoorschläge gemacht werden. Es br€ch211ch die Anschauung Bahn, daß der Kampf zu Ende gehe. - Dasselbe Blatt meldet aus Lourexxgo Marques vom cstrigen Tage, die auswärtigen Konsuln bcgäbcn sich von xmeswtia nach Lydenburg.

Dsr Feldmarschall Lord Roberts meldet aus Kroon__- stcxd vom gestrigen Tags: Der General Lord Methucn M gestern in Hoopstad e1x1 ezogen. - Die Generale Duprcxz und Daniels haben suZ mit 40 Mann ergeben. - Die Kavallerie untsr dem Genrral Broa dmood hat am Don_x1er& tag Lindlcr) nach'qkringem Widerstand bessßt; dcr Prändent Stci'n befand steh nicht dort, seine Regierungsbeamten vcrlic en Lindley am Sonntag. Die berittcne anantcrie_yes Gxnerals utton überraschte gestern 30 Meilen nordwexmch von Kroontad den Kommandanten Botha, den Fcldkornet Gassen, fümf Johannesburger Poleisten und sisbzehn Bux?" und nahm dieselbenÖefangen. Auf unserer Seite waren,keine Verluste. - Der eneral Sir Rcdvers Buller bexxchtet, daß mehrere Farmer in Natal die Waffzn eingeliefert hatten-

Dem „Reuter'schen Bureau“ wird aus Kroonftad vom 18. d. M. berichjet, daß die Buren die Brücke über den Rhenosterfl_uß gesprengt hätten. -- Zn Kroonstgd pek- layte, daß stch in Pretoria eine FriedenSpartet bllde- Dte Bewohnkr von Kroonsiad und die Bürger der Umgegk sei_en einstimmig der Ansicht, daß der Femd geringen oder kemen Widerstand leisten werde.

Ein amtliches Telegramm des Generals Sir Redvers Buller meldet, daß er Newcastle besest habe. Von den 7000 Mann, welche vor den britischen Truppen gefloherx ski?"- hätten sich etwa 1000 wahrscheinlich nach Wakkerjtronz- andere nach dem Freistaat begeben„und der Rest, welchen S": Revvers Buller als eine dekorganisterte Horde beze1chnet,„k)abe s1ch nach dem Lain snek zurückgezogen, wo er werteten Widerstand leisten wo e.

Das „Neuter'sche Bureau“ meldet aus dem Burenlager bel Volksrust unter dem gestrigen Datum: In Volks“

) rüß hkkks

wieder die gewöhnliche Ruhe. Alle Kommandys chene" zugewi-zsenen Stellungen an der Grenze em-

- hätten die ll)Die En (änder seien noch nicht in Sicht. WZE“ Tang er nJelvet das „Reuter'sche Bureau“, daß der"

ir am 13. d. M. gsstorben sei.

GkÄYYAgence Havas“ wtcd aus Tanger gemeldet: Nach

- te ier aus dem Innern von Marokko_ eixt: BLMFWsZZd, hwird den Gxenzstäuxmen des, WWF- "xtr?" Marokko der heilige Krteg ge:pred_tqt. Dte ZMP: dieser Stämme_ sollen fich_ m Taftlet vxr- ..M Nach den Einen soll Ness “Bewegung gegen ".'"g fZanxöfifche KoLonnk erichtet sem, “welchz' am ZleAple ngi bejeßx hat, na den Anderen ruhrt ste voa dé" Gegnern dcs Sultans her, welche den Tod des Gfroß- „4er henuyen möchten, um den Sultan durch semen "BFM“ Muley Mohammed zu e'rscßen. - Der Kommanyant des Armee:Ko-ps von Algemen hat Befeh! cx- hattsn, alle erforderltchen'Maßregeln _zu ergrexfen, um dre südmsstLick)? Grenze: Alg_ertens zu „schußen un) _dxe Occu- pationstruppen zw_xr_ch€n “ubm an;) Jqlt zu_ ver- ärken. Dsm franzömchm :sandtqn m Tanger ist der MM zugegangen, die Regwrung 0le dlése Ansammwngén-von ck *rn a':1 der Grey: Hinzums'ue'n und ihr mtxzutthen, daß jsdcr Angriff energisch zurückgewresen werden wurde.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Bkrichte über -“-ie gestrigen Sitzungen des Neich_s- tages m:?) dcs Hauses der Abgeordneten befind-cn ftch in der Ersten und Zwetten Beilage.

.- Jn'der Heutigen (198.) Sißung ,des Reich§1aqes, we1cher dcr Staatssekretär des Rei s-Iustxzamts 131“. Nteber- ding bciwohnte, wurde die dritte Le ung des Gescßent wurfs, betreffend Aendeyungen und Erganzungen des Strafgeseßbuchs, fort esxsßt. ,

Zunächyt stellte der tdent Graf von Ba1lestrem dze zu § 362 noch eingelanfenen Antxäge zur Unterstußung. DLL Untexstüßung genügte fur sämmtirche Anträge.

Darauf gab der Abg. Dr. von Jazdzewski (Pole) [oxgcnde Erklärung ab: .

Wir haben bis jest bei der Beratbuna der Vorlaxe mr_t dxr Mgbxvzit gésjimmt, obgleich wir uns nich verbeblen,_ dag dre WocxéaJung einz-lner Paragraphen derselben uns nxcbt woll krftiedigt bat, Wir köxmen aber der Minorität, solanqe sx- innérbalb der Gre; zen der Geschä7tSordnung ihr nicbk zusagexdx Bzstémmungcn der Vorlaße bkkämvft, nicbt binderad in dex WIZ treten, ibr: gsgéntbeili-ze Meinung xu äußern und ]u chjrcten. D-abalb stimmen wir, die wir selbst eine MénorixäTSUartxi HO, ße-„en die- Säxlußar-träge; wir müssen selbst den Schein meide", alZ xb wir in irge-nv exner Wkise die Redefreiheit besÖränken oder einxxaen rroUten, und w?r werden von dieser primipiellen Haltung, solanße nicht ein zwingender Grund vorliegt, nicbt ab,;eben.

Es folgte die namentliche Abstimmung über den vo_n den Abgg. Dr. von Leveßow und ])r. Spahn qxjteüten Antrag auf Schluß der Debatxe über § 362 und dte dazu gestellten Anträge.

Mit 185 _gsgen 118 Stimmen wurde der Schluß der Debatte beschWnen. Das Hz_us schritt sodann zur Abstimmung übsr § 362 und die dazu gestellten Antxäxc.

Es ist über die sämmtlichen vorlie enden _Anträge und Über jeOcn Absatz des § 362 namentli e Abstupmung bc- a7,_tra:.1,t. Im Ganzen werden 21 namentliche Abstimmungen ersordcrlich.

AIZ, Sinxxer (Sox): Ick beantrage zunächst, auch über § 362 im Ganzen namentlécd ab;:xstjmmcn. Sodann bine ich den_Prqfi- denten,fichfreund1ichst;u cri- nern, daß von vsrscbiedenenSxitey deSqukes, nam-ntlicb aucb vom Ab.] 1)r. Spahn, es grst-rn als selbftverstänwiä; bxze:ch*-.ex worden ist, daß über die sieben Anträge, die zwar ein- gsx-Iicbt wmen, aber noch nicht zur Verbandkuna aekommen find, die DlSkuifion stattfindm sol]. Hsrr Spahn bat diese Erkläruna j-den- 161119 im Numxn skins: Fréunde abaegeben; er hat die Vorweg- n'abmedsr Beratbung über den § 362 und die bereits dazu vor- l'kqé'nxcn Anträge bloß gkwünkcht, um eine nack) bestimmten Mxtkri-n geordnete Beratbunz zu ermöglichsn. Wir haben keins VSt- aé-laüung, in dxe Worte des Herrn Svabn Mißtxauen zu setzen; wir beLk- lesbalb unsern Widerspruch aufgegeben und find mit der Usbek- WW aéstern fortgeaa-m-'n, das; heute die Diskussion stattfinden wkkk- Ich bitte den Pxäidenten, diese Frage zur Entscheidung des Haase?! zu stellr-n und am.!) darüber namentlich abzustimmen.

_ Ya dieseAusführnnqen knüpfte sich wßederum eine längere Ge1chaftsordnunqs:chatte, an welcher bis zum Schluß des Blatt» der Präsident Graf von Ballestremzmh die Ab.; Yßsscrmann (pl.), ])1'. Spahn ( Mtr.), .Peme (Soz., 211192? (Soz.), O1“. Sattler (n .) und Stadthagen (Tvz) slch bet eiligt-xn.

„* Das Haus der Abgeordneten nahm in dcr Üklxtlgen (71.) Sißung, welcher der Vize-Präsident des Staats- anneriums, Finanz:]Jkinister Dr. von Miquel und der "ZMF der öffentlichen Arbeiten von Thielen beiwohnten, WWU m dritter Berothung den Geseßentwurf, betreffend 1e_thdung von Gesammt-Verbänden in der evan- gelisch-lutherischen Kirche der Provinz Hannover, ohne Dsbatte an und ging dann zur dritten Berathung des, Gelesentwurfs, betreffcnd die Bewilligung Wetterer Staatsmittel zur Verbesserung dxr ohMUngSverHältnisse von Arbeitern, die tn aatllchen Betrieben . beschäftigt sind, _und von gering besoldeten Staatsbeamten, uber. 1a» ,Abß- Waeco (nl) bemängelt die Unvollsiändigkeit der der Vor- dixgsÜ bZ'kaUgten Axgaben üher die_ von Yer Eile.“.babnverwaltung zu kät1m weck angekauften prngebaude, uber dj_e Verzinsuzm :c, und AWH deshalb eme Kommtsfionsbetatbung gewunstbt. Dt? wettereu "'Ökuxlxuvkjegktlxbdks Redners find bei der großen Unruhe“ des Hauses ' ' en. V '!ng Ehlers (fr. ng) weist den ibm vom Vorredner gemachtxn wokxwurf zurucé. da er kein Hen für die Verbcfferung der Athener. o """“?" b:- e. 12 Budgetkommijsion babe tn den drei lesten “ereMb WFLMFT mit diesentFrWeinttbesäpäifxmx. cbt d A s nur er- e ierun ska e w er ri en 11 - 'übmnßen des Abg. MaZco. "

Der Geseßentwurf wird angenommen.

Darauf wird die zweite Berathung des Ge eventwurfs, betreffend die Waarenhausfteuer, bei §6 isortgesest- (Schluß des Blattes.)

Deux Reitbstage ist ein Nachtrag zum Neicvsbausbalts- Etat fur das Rechnungsjahr 1900 zu egangen, :?n welckm 2000000 .“ gefordert werden (115 Kosten für d e Legung eines neuen ('unften) Kabels. mit véer Leitungen zwischen Gr britannim und D;:ttschléle, das von Borkum aussehen und kei acton (Norfolk) en gen :)

Kunst und Wissenschaft.

Die i_nternationale Organisation des Maß- und Gew1ch1§mesens begeht am 20. Mai 1900 das fünf- undzwanztgxahrige Jubiläum ihres Bestehens. Sie wurd_e durch den sogenannten Pariser Metsr-Vertraq (0011- anon (111 111613113) am 20. Mai 1875 bsgründet. Seitdsm hat dßes; Olganisation schon eme allseitig anerkannte Wéxk- sakalt 1m_3ntereffe des wissenschaftlichen und technischsn Fort: fcbxitts aur dem Gcbiete des M;1sens und Wägen?» entfaltet und auch wesentlich zu der Verbreitung des metr1schen Systems beigetragen.

Es geht neuerlich eine Nachricht durch die Zeitungen, wonach wieder einmal das „Grab des Sophokles“ ent- deckt sein soll, dicSmal am Kolonos vor Athcn; es sei auch die Inschreft des Namens darauf zu lesen. Von diesem Funde ist an bestunterrichteTec Stelle in Athen nichts bekannt.

Bauwesen.

Zur Erlangung von Entwürfen für ein Gymnasium mit Turnhalle und Direktorwobnung für Zehlendorf bei Berlin ist unter in Deutschéand ansässigen Architekten ein Weix- bewerb mit Frist bis zum 6. August d. J. ausgeschrieben woxdzn. Aus-gessßt sind: ein erster PMS von 230) „44, ein zweitIr voa 15002“ und ein dritter von 1000.“ Dxr Ankauf wzitexer sztxvüxéx zu i? 5000“ blzibt vorbehaltén, Als Axcbktlkten geböcm dem PKW- gericht an: (beeimer Bxurafb SHulze in er1in, ngierungs- und BauraLH. Professor Krüxer in Potsxam. Baurat!) Mark!) in Charloxren- burg und Arcbctekt W([Zki in Zsblsndorf. ©2412" NxÖnaßm: od.“.r Erstattung von 37/6, die bei Einwndung von Entwürfsn zurück;;exablx werden, könnex die Wcttbeweranterlagc-n 1797: dem meeindebarxau in ZIblxndorf (qupcstcaßz 33, szsindsvocstZHZr F. SHweißér) bs- zogen m:rden.

In dem Wettbewerb für EKTwürfe zu Neubauten in den in altertbümlicbek W315": zu erbaktznden Straßen Hildesheims hat, wie das „Céntralbl. d Bavaw' mittbztlt, das Preis.;ericbt den erstkn Preis (1500 .«1 dem Architxktxn OJkar Grothe in Blein, den zweiten Preis (1030 «ii) dxn Arébétsktkn A. B:;xendli u K €))th in Freidura i. V. und der: dritten PMS (600 „FC) dxm Axchitckxen Hkinrich Mélk in Berlin zuerkannt. Außer dissen drei pceiégekcöntxn Bearbeitungkn. von DMM jS-JL 21 Entwürfe aufwéist, bnbsn die Preis- ricbtsr noch wsitxre 63 einzeln.? Zéichnungen von vkréchiedznen Eia- skndern ausgxwäblt, die yum Ankauf und zur Aufnabtn? it] dis kern- näcbst b::auszu,;ebcknde Sammlunx bestimmt find. JMS diejer 23131218: wird, dkm Ausfcbreiben entfprechsnd, mit 30 .“ Vergütet.

Land: und Forstwirthschaft.

Die Gartenbau - Ausstellung des Pankow - Schön- bausener Gartenbauvereins ifi bxute Vormittag in GUenwart dss Landratvs von Treskow und dxr Ortsbeböroen durch den Vsrems- votfis-„ndcn feienicb eröffnet worden. Die_ Ausstellung, wslche im Lknder'scben Guten in Pankow stattfindet und von 64 Ausstsüern béschickt ist, qiebt ein getreues Véld dsr hoben Entwickelung, welch? die Blumenzucbt in den VocortaMZinden erc51cht hat, nachd2m die AWoebnung Bchins die Gärtncräd beßßec sz-j, ihc '.!lrbzitsfeld immsr weiter hinaus m/verlegey. Das Hauptinlereffe des BLsUÖle wird fich zunächst der großen Hal]? zu- wenden, in der A Kübne-Pankow cine Gruvye von Palmxß urxd felt-nen B(atjpflanzen arranxisrt but, aus derm du::kikm (Grun dl? Büsten Ihrer Majestäten des Katssrs u_nd der Ka:]erin sow:e_ dsr Kaiserin Friedrich hervorleuchten. Auf dem großsn Mittel- beet zeigt derselbe Auéftklser mrtdlübende Rbododendrxn, yor- züglicb kultivierte Azaleen und retcb tragknke Citrus. Gleich lt_nks Vom *Hingang errregen die von Spielberg und de Couxe-Fcanzöfi'äx- Bucbbolx zur Schau gxbracbten, reich in Flor stehenden QUQbUrjum Zcbersorjanum allxemein? B wanderung, dsögl-icbcn die'm dsn v?x- scbicde-nsten Fzrbenzusammknstxllungsn blübLUdM Vcoux-lixékm'eiM sur den Zimmxrgarten no-H lanxe niOt genügend gescbäyte Pslmze. D:? „Men- überliegende Längßwand nehmen d:e von Urban-Pankow und Obkrga:_tn5c Schmidt- Pxnkow gesteüten Gruppm ein; ersterer hat ein retches Sortiment von Dcusixn, Pelargonéxn. Goldlack und Canerarien, lesterer Line dekorative Grupp: bZÜZe-tder „und nicbtblübender Pflanzen gebcackn, unter denen großartig m Kultur stebrnde Oracaxnen bxrmxragen. Hinten, in der rechten Eck.", th e.ne Blumzngruvvz von SHäser-Pankow Auffüllung _gkfundcr); dre nkge-xüßer dar Kxisergruppe béßndlich€ S*:hmalwand i1t_ von Jayar- Nieöer-Sbönbxussn mit lemen und Blattpflanz-n bestell; auß-“r- halb der Hane dringt d rxelbe Aassteller eine reich; Koüeknon ,v'on Lorbeern undConiferen zar Schaa. Rechxs Vom Emsang bat, endltch eine aroßs Grapve von F. Mabuke-Pxnkow Play gerunden; hier fish: mxn voUblübende poniinisch: Axalxen, farbenprächtige; Pantoffelblumm, duftendm Fliroer und schöne Roxen. Ja von den Fxmxn Kappler- Bciß. AdaQ-Küürin und Jabn-NeUQamm aufgejthTen bswstrcn waähsbäuscm fällt voc allxm die von Mund-Pa:xkow arrangierte Gxuvvz von Cactskn, succulenten Pfiamen, Alke und Agaven auf; vixle der 512: gezeigren Exsmvlac8_fi:xd direkt aus Mxxikc importiert. Schön acerjevene Erdbeeren [LTÖPsM baden ])r. Cbestäkt-Pankow und Hsrzfeld-Pankow zu: OHM Zsbxasbt; Dageföcde-Berätn ist mit Luisa, Fuchsi-kn und schönzg Ooxnmcr- L'vkoyxn erschisnkn; di“: Erziehungsanstalt ,Siloab' 1121112 wth- blübend: Hortknfisn und efüllte Petunien aus. Dxe Grupve .Bindxreim' ist von sieben ' usftzllern reich beschickt, di? "*.Ubtbsjiung gktrjebener Gemüse dagegen nur 1chwach befeßt.

Unterm 26. v. M. hat der canadiscbe Donténial-anßwixtYsÖafxs. Minister angeordnet, daß Schiffe, w:!che _Horyoreb, Schuss, Schweine, beziehungchise Felle, Pure, O_örner. Haaxe und derqlkichen von einemHafen der argen_tini1chen Reyurlrk oder von Uru-zuay an Bord gehabt haben, m Canada V1?!) erst nach Ablauf von 30 Tagen und nachdem eine gründlich! Remtgung und Dzsinfizkmna unter Leitung eyes Quyantäne - Jnspror; statt- efunden bat. v::ladzn dürfen. Ist auf eme_m „solche_n Schiffe; die ' aul- und Klaumseuckps konstxtkert worden, 10 tft dcr vorerwab.;te Frist auf 60 Tage auxgedebnt.

Verdingungen im Anstande.

O est err eicb- Ungarn.

30. Mai, 12 Uhr. K. K. Staatsbabn-Direktion in Stankölau: Bauarbeiten für eine Wafferstation inJ tany auf der Eisenbahnlinie Lemberg-Jßtany im ungefähren Kosten etrage von 40000Kronen. Näheres bei der genannten Direktion.

15. Juni, 12 Uhr. K. K. Staanabn-Dlrcktionen Wien und Krakau: Lieferung von mineralischer Kohle und Koks für die Zeit vom 1. Januar 1901 bis 31. Dezember 1901, in dem Ansmake von 683000 r bezw. 431000 x. Näheres bei allen K. K. Staa sbabn-

Direktionen und beim .Neichk-Anzeiaer“.

Norwegen. 23- Mai, U Uhr. Staatskmbnen, Cbriftmnia: Lkef-runa vo_n 43 700 kg Telegrapbendrabi Nr. 8 (galvanisch v::rzinkt, 4,1 ino 4,3 mm Darcbmeffer); 5

Skanßendeckeln, 8300 Stück Jsolatorenbaltern _Nx. 2, 10 000 Stück Isolatoren Nr. 2. Angebote mit der A-;f!ch:tft: „“kslografWg

'koTskonmatoriol“ werden im Exveditionsbureau der ETfenbabs- **

verwaltung, Jernbanetorvet 8/9, Christkapia, entgegengenommen. Nähere Wedinßuxgen im Bureau des Telegrapoen-Fuspsktors, Ostbahn- flaüon, Christiania. _

6. Juni, 25 Uhr. Staatsbahnen. Christiania: Lieferung von: 30 Güterwagen Urt.. 11. für schmale Spur. Angebote mit der Auf- chrift „(71068ng for Iman. Zpor“ an das vorgenannte Expeditions- _ursau. Zeichnungen und Bedingungen im Bureau des Direktoxs der Maschinenabtbeilung, ebenda.

Verkehrs-Auftalten.

Laut Telegrcxmm aus Köln (Rhein) hat die zwei:: engltsche Pon uber Ostende vom 18. Mai in Köln den Anschlußan Zug 31 nach Berlin über Hildesheim wogen Zugverspatung m England und widriger Sze nicht erreicht.

Bremen, 18. Mai. (W. T. B) Der in Wcstbxrtlepool für den NorddeutschenLloyd erbaute neueDampfer ,Marburg“ hielt vorgestern seine erste Probefahrt ab, wxlcb: ein in jeder H'mßcht günstiges Resultat ergab. _D:r Yxmpfer ist 413 Fuß lang, 52 Fuß breit und 32 Fuß_ „ties. “Sein Raumgcbalt bsträg! 5000 Registertons, feine T-agfabtgkeit 7850 Tons, die Fabrqefckowin- di4ksit 11 Meilen in der Stunde. Dsc Dampfer ift für die Linie nach_ Ost-Afien bkstimmt und wird Énoe dieses Monats seine erste REUS antreten.

Hamburg, 19. Mai. Die nächsten Abfahrten won Poü . .

und Passaaier-Dampfern der Hamburg-Amerikx-Links finden statt: Nachew York: 20./5.P01to. ,Pfretoria“,24./5. benell- yostd „Kaiser Friedrich“, 27./5. Pqstd. .Pala!t.1'_, 31/5. SÖneÜpostd. ,Cy1umbia', 3./6. ?)ostn. ,Patrictx“, 6./6. Poßd. „Bataoéa', 7/6. SLneUpostd, „AUM te Véctoria'. 10/6. Postb. „Graf Waldxrsee'; mj) Bosion: 28/5 Postb. „Ben alia'T 12/6. Postb. „Bélgia'; nacb Baltimore: 28/5 Post:). .' engalta“; nach Philadelphia: 7/6. POW. ,Adria'; nacb Montreal: 23/5. Po1td.,FrisÜ“, 11 /6. Poétd. „Wzstqulia'; nacb Jamaica u. Zentral-Amerika: 21./5. Postd..C1st-.lia'; nach Porto Rico und Havti: 25/5. Pond. ,“Uklemanniax; nach New Orleans: 28./5. Post?). „Constant-xa“; nach Oft-Ujien: 28/5. Postb. „Alesta'.

Bremen, 18. Mai. (W. T. V.] Norddeqtsch-ér Lloy ». Dampéer „Stuttgart", n. Oft-Aüen best, 17. Max in Antwsxpen, „Hannover“ 17. Mai 1). B.;ltimoce in Bremerhaven angek. „Prinz- Regent Luitpold" v. Amtraltcn 17. M41 in Gsnux, .Bonn' 17. Mai 1). Bremen in Montevideo anger. „Main* 17. Mxi 1). New York n. Bremen abgeg. „Kaiser W:Lhelm U.“, n. Nm; York bést., 17. Mai die Azoren pxsfi-xrt. „“Sacbxn' 18. M.:? 1). Bremen in Söangbai angekommen.

- 19. Mai. (W T. B.) Damvfec .Emß', v. Nzw York kommend, 18. Mai Horta y;;ff. .Gera'_ 18. Mai Reise v. Fcemxntle n. Colombo fortges. .Wetmar' v. Oxt-Afien 18. Mai in Nzayel, .Traoe', n. wa York baff„ 18. M11 in Neapel angek- ,Aach:n', n. d Lx Plata Heft., 18. Mai'Sx. Catbsrines vaff. .Oldenbug“. n. OTL-Afixn 6211, 18. M41 m Colombo, .Aller“, 1). N21!) Yank komrnend, 18. Mai in Genua angekommen.

Hamburg, 18.011111. (W. T. B.) Hamßuxg-Nm:r«k:- Linie. D.:mvfkr „Batavux' und „Kaiskr Friedrich“, v. New York n. Hamburg, 17. Mai und „Fürst Bikmarck'. v. meburg 11. MS:!) York über Southampton u. Cherbourg, 18. Mai Dover pasfiért. .Cokumbia' 17 Mai 1). New York über Plymouth “. Cbe-bourg n. Hamburz, ,Hzspania'. v. Sjsttin n. Nsw York, 17. Mai ». Stvmemünde abgeg. „Lady Armstrong" 17. Mai in New York angel ;Mlgxavia', v. Hamburg übst Boulogne sur m.sr 11. New York, “17. Mai Cuxhav:n pasfisrt. ,Gsorgia“, v. New Yorkn.Genua, 17. Maiv.N2ap31abgeg. „Constantia“,v. St.IZboma-k- n. Hamburg, 17. Mai in Havre angek. .AUmtanix', v. S1.Thoma5 n. meburg, 17. Mai Lixacd paff. ,Hclvexia' 17. Mai in CoTon, „Ausjxalia' 18. Mai in Hamburg, „Arvcfia“ 17. Mai in Pbiladelvbia angek. ,Silefix' 17. Mai 1). Perim n. Penang, .Saxonia' 17.Mai v. Port Said n. Havre abgeg. „Armenix' 18. Mai in Sbangkai, ,Pbönicia“ in New 9 stk angekommen.

London, 18. xi. (W. T. B.) . Castle-Linte. Dantpfsr „Vraemar Castlk' gestern auf Heimreise m Plymouth angekommen.

Union-Linie. Dampker „German“ bsuxe auf Ausrsise von Okn Cunaxischen Inseln abgegangen.

Theater und Mufik.

Berliner Theater.

Eins anspracbskose, beixere und zum tbxil rscbt unterhaltende Arbeit ist das dreiaktigeLastwiel „Luigi Cafarelli' von Lothar Schmidx. WZlÖSS bci seéner gsfttigen Erstaufführung einen günfttgxn Erfolg erzielte. Die H2ndlung_if1 schnell krzählt: Ein weg.“" Jnsuborkiyation im Felde unter ahnlichen erbältniffen wis Hsixnick) Von Klecst'; „Prinz Frécdtib von Homburg“ kasfiexter italieniscbér Offixixr lebt in selbnauéerlegtkr Verbannung in Deutsch- land. wo kk in einem Damxnvensionat Unterricht in (sinkt Mukkrsvraobe «(heilt. Von ker Vorsteherin herab bis zur jüngstsn ELeyin ist “1111-35 in den feurigsn Ausländer, dessen _Vzrgangenbeit ik-n zudem in béyonders interessantem Lichtc ers'lbeinen laßt, verliebt._ Ec- widsrt aHer wird diese Liebe von ihm nur in einem Falle; di: ]Möne, reiche Umckikannin Mis; Newman hat es dx'm Italiener anguban, aber fi? wil! nicht die Seine kyerden, weil fie durch eine P'ixatb nach RW,; und Titel jtxebx. ““Da plößlicb :riffx _ dL? telegravascb? Botschaft ein, daß Cakarc'lli 111-851 aÜeiu in Ehren wxcdec i:“. OT? Armee aufgenommen. sondern glnchzeixia wegen seincq farmen Vkrbaltcns auch zum Hauptmann beföx'oert sei. Flugs 51:11 ibm nu-x Nswman Hand, Herz und Million a_n, die Luiai aber zum- m'br mit mänxlicbem Stolz und echt süxlandischem Pathos“ v-x- scbmäbt, um in seine sonnige Hzimatb zurückzukehren, wabrxnd _Mtß Nswuxan einem um fie wc;benden Grafsn mit dem Bedtnqen dw: Hand zum Bunde rentt, daß da? Ziel_ der Hocbxx'tté- réik Ztalisn sein sone. Mtt diese: fxinfatirtscbqn Wetxdung scblxeßx dxs Sjück, dessen [ester Akt vom dramaturgkscb-techm?chen STI'TTUUQÜ aus und in der Coarakteristik „ker beste ist. Die voxber- gxbkxxdm zeichnkn kocht komisch ['i-: dcolltgen Verlegenheiten, m_e'nbe dcm “remden durch die mangelhafte Bebensthung der „deutyckoen Skt; : und das aüzugroße Cntg-“gexrkommenLdes zveiblrch8n_(e53c- sch19chxs erwachsen, nur w'xerexbolen sich5ibx111che Situattoacn zu haufig. " Die Darstellung war völlig rinwandfret und, in ken beiden Haupt- roüen sogar bervorragendzu nennen. Herr Webxlm zeichnete das lebhafte W:fsn des Italieners in allen Momenten mttficheren, charakteristischen Strécben und führte seinen theils in gebrochenem Deutsch. theils

. in reinem Jmliemfcb géfübrten Part des Dialogs mit einer Virtuosität

durch, welche darauf schließen lies:, daß er die italienische Sprache Völlig beberrscht. Nicht ganz so vollkommen war das amerikanische Deutsch, w71ches Frau Prascb-Grevenber in der Rolle der Maß Newman anwandte, dafür war aber die chan pielerisebe Leistung der genannten Künstlerin eine äußerst fesselnde. n den anderen Rollen zeichnen!: stab die Damen Fraxuendotfer, Matthias, Bittner, Ruß, König und Hofer sowie Herr ofmeifter aus. Der Beifall wn sebr lebhaft und tief mit den Da ellern auch den anwesenden Verfaffer mehrmals nach den Aktschlüffen auf die Bühne.

M kg Tclkgkavbendkabt Nr. 11 (Ja!. -- vanifkb verzinkt, 3.1 bis 3,3 mm Durchmeffe-), 1750 Stück“

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