Auf Ihren Bericht vom 18. April d. I. will Ich der Aktiengesellscszxxe „Dürener Dampfstraßenbahq“ xu Düren im lse gleichen Namens, Regierungsbezirk Aachen, welxl): eine Fortsetzung ihrer Kleinbahn Düren- Btrkcsdorf izbex Hoven nach Merken zu bauen und zu b&- treiben beabsrchtmt, das Enteigmingörecht zur Entziehung und kur dauernden “Beschränkung des für dxn Bau dieser Fort- eyung in Anspruch zu nehmenden Grundetgenthums verleihen. Die eingereichte Karte erfolgt zurück.
Berlin, den 7. Mai 1900.
W i l h e l m 12.
. „ von T1) An den Minister der öffentlichen Arbeiten.
ielen.
Ministerium für Landwirthschaft, Domänen . und Forsten. Dem Zanmt Dziediß ist zur Ausführung vonPflanzen- unixrsncbung-sn der Lehrer Peschke in Goczalkowiß als Sach- vkrytändiger beigegeben worden.
Ministerium für Handel und Gewerbe.
Bekanntmachung.
Bei den Schieng-zrichten der Arbeiterversi_che- rung smd nachfolgende Beamte zu Vorstsenden bezw. 11211- vertrethiden Vorsiscnden ernannt worden:
der Landgerichcsrath Engel in Thorn zum Vorsißendm und der Landrichtec Tcchnau in lern zum slellvertretenden Vorsißenden des dasalbst errichteten Schiedsqericbts der land- wixthichaftlickzen Unfallverficherung für 13611 Stadtkreis Thorn;
de;. AmtsgkrichtSratv 131". Da [ lm ? yer in Langenschwa1bach um Vorfißendsn und dsr AmtsrichterUSchwarz in Langen- Ychwakbach zum steüvcrtretenden Voriißenden des dortigen Schiedsgerichts;
021“ Amtsrichter Matthes in Neidenburg zum stelwer- tretcnden Voxfißwndcn der dortigen Schiengericht-s;
dcr Amtsrichter Or. Benner in Kalbe a. S. sitzenden der dortigen Schisdögerichte;
dcr AmtSrichker Ulbrich in Jasterburq zum Vorsißcnden und der SpszialKommiffar, Regierungs:-Uffessor Großfrenß in Znsterbuxg zum steüoertretenoen Vorsiyendcn dék dortigen Schikdsgcrichte.
Berlin, den 19. Mai 1900.
D:“r Minister für Handel und Gewerbe. In Vertretung: Lohmann.
zum Vor-
Ministcrium Her geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.
Der Arzt ])1'. m€(1. Kasten in Freienwalde a. O. ist zum Kreißpbysikus des Kreises Schwetz ernannt worden.
_ Am Schullebrcr-Scminar zu Oranienbarg find der bis- hxrige kommissarische Scminarlehrer Grude zu Neuruppin und der bisherige Rektor ])r. Hüblcr zu Liebenwerda als ordentliche Seminarlehrer ang.*st-:Ut worden.
Am Schullebrer-Seminar zu Neuruppin ist der bisbsrige Hilfschrer Or. Schubert zum ordentlichen Seminarlehrer befördsrt worden.
Bekanntmachung.
Das Stipendium der von dem zu Berlin verstorbenen Geheimen Mediziiialratl), Professor ])1'. 11160. Joseph Meykr testamewtarisch begxündeten Julius - Adelheid- Stiftung im Betrage von 240 „16 soll fr das Studienjahr 1. Okwber 1900-1901 an einen talentvoüsn, würdigen und bedürftigen Studikrcndcn des Baufaches jüdischen Glaubens verliehen werden.
_ Gceiqnete Bewerber werden aufgefordert, ihre diesbezüg- lichen Gefache bis zum 15. Juli 1). J. an das Kuratorium enqnmer Stiftung, zu Hände.. 1383 unterzeichneten Geheimsn * egiarunaSratbs, Professor E. Jacobsthal in Charlotten- burg, Berlinexstraße 151, einzureichen und denselbkn beizufügen:
1) einen kurzen Lebenslauf,
2) eine Ukk111109, daß Bewerber jüdischen Glaubens ist,
3) cm amtliches Bedürftigkeits-Atwst mit spezicllcr An: gabe dsr _Vermögcnsvxrhälmiffe des Bewerbcrs,
4) ezn FührmxgszAttest von der T€chnischen Hochschule,
5) em Zsugniß ubxr Fleiß und Fortschritx»: während des Studiums.
Bsrlin, den 21. Mai 1900.
Das Kuratorium der Julius-Adelbeid:Stiftung.
Profrffor E. Jacobsthal, Martin Meyer. Gebexmcr RegierungIrath.
Abgereist:
her Ministßrial-Dircktor im Ministerium dsr öffentlichen kaé„lkßt_1,lekkllchc (szeime Ober-Regierungßrath Kirchhoff, m dienstlichen Angelcgcnheitcn nach Danzig.
--. . ..- ---.--..--§-_ »
__Dic Persynal-Veränderungen in der Armee 2c. b-exinden 11ch1n der Ersten Beilage.
Yichtamtlichez. Deutsches Reich.
Preussen. Berlin, 23. Mai.
. „;Seige Ma'xstät der Kaiser und König hörten tm ;Hchl'one zu [csvaden heute die Vorträ des Chefs des Zivilkabmets, Wirktichen Geheimen Raths 1". von Lucanus und d_es. Vertreters des AuSwänigen Amts, Gesandten von T1chirfchky und Bögendorff.
, Der Bundesraih vcrsammelte sich hcutezu einer lenar- sißung. Vorher beriethcn die vereinigten Ausschü e für Rechqungswesxn, für'Handel und Verkehr und für Elsa - Lotbruzgen 5:9 vereinigten Ausschüsse für andel und Werke r und fur Jajtxzwesen, die vxieinigten Aus chüffe für Justiz- ,mesxxi und fur ElsasxLothrmgen sowie der Ausschuß für "Zu)tizwesen. *
Ter Kaiserliche Gesandte in Brüssel, Wirkliche Geßeime Rail) Graf von Alvensleben ist von dem ihm Aller öcbft bewiaiqien Urlaub auf einen Posten zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandts aft wieder übernommen.
„Der BevoUmäcbtigte Zum BundeSrath, _Großhexzoglich hessische Geheime StaaiSrath Krug von Nidda ist von Berlin abgereis .
Sibyllenort, 23. Mai. Seine Majestät der König von Sachsen hat, wie „W. T. B.“ berichtet, eine gute und ruhige Nacht verbracht; der Appetit ist rege, Fieber ist nicht vorhanden,
Bauern.
Ein gestern in Schloß Fürstenried ausZegebenes Bulletin Über das Befinden S::iner Majestät des Königs lautet, dem „W. T. B.“ zufolge: „Das Bkfinden Seinsr Majestät ist in jed-xr Beziehung unverändert.“
Baden.
Auf das von Seiner Königlichen Hoheit dem Groß- herzog an Seine Majestät den Kaiser gesandte T21e- Yamm ist, wie „W. T. B.“ meldet, folgende telegrapbische
iitwort eingegangen:
Earér Königlichen Hoheit sprech2 Ick Meinen wäxmsten Dank aus für die? freusibliébsn 5111ittbx'ilnnaen üoer den begeistertea Empfang, ivxlabxr Meiner T:)xyedoboot-Dioifion ini badischen Lande bereitet wordkn ist. Ich habe Mich sebr gefreut, daß auch Eurer Königlichen Hobsit Hauvt- und Refidcnzftast Karleube es sich nicht hat nehmen laffzn, 'die Oifiziere unk) Mannichafien 5er Divisicm in ibrén Maacrn iu beg:ükzen und ein glänzenoes qugniß von dxm lebhaften. v:r,stäidniß- vo1i€n Jnt€reffe abquegsn, welcb-r-Z di? Hzxzen dxr badii'cbxn Bzoölke- tung für unskre Flotte erfäük. Die fxeadize Aufnabmz, welche die Torpzdoöoot-Diotfion nuf ibrcr Rvkinfabrt üök'ral] géfundxn 537, bestärkt Mich in der frobxn Z-1vsisixbt. l_aß Mzine Bästrsvung- Dsutstbland auch eine starke Kriegéflotte zu 1ch4ffe;i, Dank dk]: fckudigzcu Mit- arbeit ves deUtsckyEn Volkes nnter dk: Führung (Sins: erlaucbten Füisicn zu einem segénSreicbkn Ziele iü'oren W?Wk. Ick) bitte Eure Kö.11311ch6 Hoheit, auch der Bür1ersch4ft von Karlörubc Meinen ber)- lichen “Dank tür ihre treuen Gxüßs zum Ausvrack xu bringsn.
„ Wildelm,1.11.
Gsstern V0rm:tiag empfing dcr Großherzog acht Offiziere derTqrpedoboot-Division. NachdemEmpfange gab S_eine Königliche Hoheit den Ofxizieren und Mannschaften am Enen.
Elsaß-Lothringen.
* em Bürgermeister von Straßburg ist, wie „W. T. B,“ berichtet, ein Telegramm des Kapitän:Leutnants Funke zugegangsn, in welchem dieser mittheilt, daß die
ahrt der Torpedobqote nach Straßburg fick) als unausführbar hsrausgertellt habe. Die Boote würden heute nach Mainz gehen.
Oesterreich-Ungaru.
Der Budgexausschuß der österrkichischen De- lexéation genehmigte, wxe dem „W. T. B.“ berichtet wird, ne tern nach einem Berichx des Marquis de Bacquehem den Voranschlag des Ministeriums des Aeußern.
Dc: Bértckpt b?bt berv-r, die sehr befri-xdigenben Erklärungen des Miniiiérs Hättxn dén Ansich ß bcs1imm1, mit allen segen eine Siimme dzm Ministex iür seins aur Exbaltung des Frierens abzielende Politik, sowie für die zie1bkwußte, warme Förderung dsr wiitbschaftlichen Jatereffen boües Vertrauen und Dank aussusvrecben. Der Bericht wxist fokann auf den Besuch des Kaiéers in Berlin bin und sagt, in Uebereinstimmung mit dern Minisiér würdiae der Ausschuß die bobe Bedsutxng dieses Ercigniffes in vollckm Maß»: und ecblicke in dieser Bkasgnung ein Zzich5n der _intimxn Bcziebungxn und ver- trauenxvoüen Festzcdschaft bCiI-Zk H::rscber, sowie ein neustlichxö m:rtbvoU-s UNTésTsIUd für di: Jnmgksit und Festigkeit des Bundes- veebältniffks, das sich durch mx-br ass zwei Jadrzsbxte als ein Boll- wsr_k dss europäi1chen Friedens bewährt babe und seine friedlich? Müsion aucb fewe-bin erfüU-zn WSUS. Die warme Jnnkgkcit ch Emyfang-Zk bes Kaifxrs in Berlin, die Freudigkeit, mit welcher dis Bévölkc'rung W;: Bsrlin sick) am Empfarige betbeiligt, die dankbaren Empfindxngen, welche dic Knud: von den dem Kaiser in Br*!lin so bkrzlicb daruebraehten Huldigxngkn in Oesjcr- reich_- Ungarn wachnrufxn hab?, scikn ein BMW dafür, wie )cbr die U:b€rjeugung in das Bsw-ißtscin dsr Völker gydrungxn sei, daß dkr Dreibuud auf absebbarc Zzit den fibsrsten Schuß des Friedsns dariWJe, daß aber auch dank der diesem ande inne- wohn?nde:1 Krarx die Völker eine feste (Grundlage für ein stetigks Fbrtjäoreitkn aus 52: Bahn wirtbschaftlicher Enth-ckelung gewonnen battsn. zesuüWr der von einer Seite geäußer.en Bsfocgniß, daß die innigen Bszixbungei dsn V'tkündcten zu einander geeignet sein könntxn, da:; Uetige Einvt'rnebmen mit Rußland in aUen näjoércn, d-kn_Oriknt bstrxfferden Fragén zu störkn, weis! der BIkichs aus die Exklaruugcn 1:35 Ministers und die Töronxede, sowic darauf hin, 'das; aUck) an:“ x_en Rsibsn dsr Mehrheit (“ks Ausschusses die Be- irisbiguna übsr bi: sortgsfkyte Pflegx Vsrtrauensyoüen Einwernebmzns mit _Rußland ÜUZJLDkücks U;!d bie kaßlgkk1chkn Bemüounm des MiniÜecJ in dixsé-r Nick:!ung gewürdigt worden seien. Endlich hebt der Bsricbt die Notbwendigfeit dcr Gesunvung der innexpoki'tiscben Verbällniffe bsxbor.
Der Ansichuß nahm ferner das Ordinarium d3s Armee: Etatps an. _Der Berichterstatter Graf Kottulinski betonie, daß tm Lauxe d_er Debatte sämmtliche Rednßr ihre wärmste Sympathie i_i_1r die Armee nusZcsprochen hätten. Im Namen des Ausschnnes sprach Gxaf Kottulinski der Armee dessen Dank und Agcrkennung aus und hob die hör- vqrragden LSiktungen derselben auch in Friedens: zeiten bei elcmxntareii Katastrophen Hervor. Dzr Delegirte vox! Kozloixxskt V?ximes auf die Haltung der Olen, ivklcbe stets verstanden hatten, d_ie natioriale Idee mit er staatlichen zu vxrbmden, uiid, selbst 11181111 sie in der Opposition gewesen seien, m; Mittel fur 01? Machtjtellung des Reichxs nicht verweigert Fließ. Der Redmr r1chtete einen Appell an die Czechcn, dieses
eispiel nachzuahmen. Der Delegirte Vergelt entgegnete, die Polen Hättxn diesen Appell am kompetenten Orte, im Abgeordneten- haxse, an die Czechen richten und es nicht nur beiWorten bewenden [amen (011-311. Der Dxxegirtoe Graf Stürgkh meinte, die Yficge der H„ochhaltun _ der o1terreichtschen Armee und ihrer nteressen set alle): olkern anhetmgcgeben, unter denen das deutsche Vglk eme hervorragende Stellung einnebme. Die Deutschen wurden, wax fie übrigens immer gethan hätten, der Armee «den, was “ihr, gebuhre; fie mürdeii jedoch daraus für fick) kein
erbten): _vmdtzieren. Dex Delegirte Pergclt hol) nochmals Zexvor, die Deutschen wunschten einen ehrlichen nationalen rieden. Jm_ weiteren Verlaufe der Beratbung beant- wortete ber Re:ch§-Kriegö:Ministec von Krie hammer ein- ehend einzelne Fragen_ urid erklärte unter an erem, daß die 5rmee-Verwaltung auf die angeregte zweijährige Dienstzeit
ni_ t eingehen könne; dies mache schon der sehr vers iedene B:?dungsgrad der Bevölkerung unmöglich. ch
Großbritannien imb Irland.
Km 'Oberhaus e theilte, wie_ „W.T.V.“ berichtet, geßem Her remier:Minister Lord Salisbury mit, daß das Haus sich am Montag auf drei Wochen vertagen werde.
Im Unterhause b.merkte der Unter-Staatssekretzr des Aeußern Brodrick, in Peking würden Verhand- lungen über Vorschläge der chinesischen Regierung bezug; lich dxr Revision des Zolltarifs gefüert werden, Es wurden Sachvcxsjändige zu Natbe gc og-n und in Wer Bezie hung dafur Sorge gxtragen wer en, daß die Handelsintereffen Großbritanniens gewahrt blieben. erner theilte Brodrick mn, der britische Botschafter in Konstantinopel sei gegenwärtig, zusamxnen mit den anderm Botschaftern, Mit Verhandlringxn iiber die Fuge der Zollsihöhung für die nach der Türkei emgexuhxten aaren be1chäftigt. Diese Verhand- lungen seien noch nicht abgeschlossen.
Frankreich.
. Das Parlament ist IMM wieder zusammengetreten, Die SW_UPJ des Serxats ero etc», wie , „T. B.“ berichtet, der Prasident Falltéres mit einer Äaspracho, in der er Yrvorhob, welchen Erfolg die Ausstellung bedeute. Der
eduer „Widr'nete sodanxi den Souvcränen und Völkern, welcbe Frankreich emen Beweis so lebhafter Sympatbic gegeben hätten, Worte das_Danch und der Hochachtung. Hierauf wurde die Sißung ge)chloffen. „
BeimBeginn dcr Stßung der Deputirtenkammer hielt der Präjident DeSchancl einc kurz? Ansprgche, in welcher er dcr_ W:ltaussteUung und denen, welche an Diesem Feste des Friedens unld der Arbeit theilnähmen, Lob spendste und die fxxmdcn Nanonen ,willkommen hieß. Dcr Deputirtc Gouzy (Soz.) perlangte hieraus die Regierung über ihre POllUk im allgemeinen zu_ mtcrpellicren. Der Minister- Präsident Waldeck:Rou)sea1_1 ecflärje sich für die sofortige Bcrathung der Interpellation, die von der Kammer beschlossen wurde.
Ok: Deputirte Gouzy richtete dann an bis Régiexunq die An. frage, wxlch: Reformen sie einzuküvren beabsiäUhx uns w€1che Maß. regeln sie zur Vertvewigung der R vublik jU ergreifen gedenke. Der Deputirte C_a1|agnac gxiff die Regierung lebhaft an, fügte aber hinzu, ec wunscbe mcht ivren Sturz, denn ihre Politik bringe das Limb d.1bin_, der Rspublch überdrüsfiz zu werden. Der Minrstsr-Prafisenx Waldeck- Roussequ führte aus, daß die Wabwn far die kaéinderätbe einxi; Erfolg für die Politik der Regierung bedeutelen. Was die Wahlen in Paris betreffe, so seien deren Ergebniss eine Zweioeutigkeit. (H»ftige Unter. brecbungen bei den N-tiozalistxn.) Ec hoffe, diese Zweioeutigkeit Werde bald be1eitigt werdkn. Der Mmiftec-Präfikenl legte sodann dar, in welcher Richtyng die Regierung in anunft ibre Pflicht zu erxüüen'gedxnke, und iubr fort man habe den trauriser; Streit,welcher anxikreiw 181): lange Z-it binrmch in zwei Lager gespaltet habe, wieder zu exitfacheri und gcgen die Republik-nsr auszuveuien ver- standen. Die Regierung sei also auf dem richttgen che gewesen, als sie, nach:em Dreyfus begnadigt worden sei, die Verpfl:chtu:-g über- nommen babe, der Aera dss Proz-ffes und der Repreffalien ein Ende zu marchn. Damit habe die Regierung gleichzeitig einen Ak! der Humqnttar und .cer Bexubigung der Gemütber erfüllt. (Beifall auf dsr Linken; vereinzelter W;!)er1vrucb von ver1chiedenen Seitcn.) Man habe vertucht, vie Ccörtexung über diese Dinge wieder von neuem hervorzurufen. Nicht Reinach allxin bxbe danach ;,etrachtet, dem Lande die „Wohnbax' einer UJÜÜÜVU zu 15611 werken zu 1affen; 'Décoaiépe habe ja andkrecxcits ve:sprochen, seine 'Ugitajion auszuschieben. Fr_ax1kreich braaaoe aber weder oiexe „Wohl- :bxtsn', noch Zugejtanbniffe bon irgend Jemand. Es woll? endgültige Berubi ung und werbe fie herbeizmübren wisskn. Andérerseits könne keinc ' egterunzx aus die Dauer unter Be-chimvsunben existieren. Scyließlicb _erklarte der Minister-Pxäfi:ent, die Kammer möge ein GMB voxtexen zum Schuss gegen Verleumzkr des Staats- oberhaupts, ferner em Geiss, betreffend _bxe Affoziationen, da es ugmögltcb angebs, den Besiß der „tobten 391115“ immer mehr an- wachjen xu_ [affen und_dadurch den Gegnern der Rebublxk den Kriegs- schaß zu fallen. Er (Oldkk? ferner rie Kammer auf, ein Unterrichts- geses ju vvtieren, ein solches, betreffend die dir-xfjen Steuern, und xin Gsskß, bxtrxffcnd _die AlterOv-crsorgung ker Atbxiter. Schließlich stellte der Mininer-Piaskent die Vertrauensfrazk. Hierauf ergriff der Deputirts Ribyt das Wort und füßrte aus, die GOMZUWJTQWSWÜUM bäiten einen Erfolg :üc dre Republik, aber nicht für die Regierung ergeben; das Zentrum ve rlanze die ciniachk TIJLSOWUUUJ. Dkk Minister- Pcäfioent Wal dcck-Rousseau sprach fish dagcgen aus. Die einfache Tagksbrdixung wurd: sodann mit 293 989611 249 Stimmen abgelehnt und folgende, von dkm Minister-Präfidenten Waideck-Rouffkau accepttertc Tageßordnung Gouzv angenommen: „Dis .Kammzr ist eat- scbloffen, energiycb eine Poiixik dsr Reformc-n, sowie des Schsßeö der R;“vubiik und de; inembxms zu verfolgen, billrgt die Er- k1arungen der Regieruna und geht zur Tazekordnung über.“ Der erste_ Theil diejex ngexoronung bis zn den Wortxn „billigt dre, Erklarungen u. 1. w.“ wurde mit 439 gegen 56, der zwxitc Theil mit 271 gegen 226 Stimmen angenommen; Mehrere Deputirts bea:*.tragten sodann, der Tagesordnung eme Aut- soc_d:ru-ig an die Regierung hinzuzuxügen, sicb energisch jeder Wieder- quinabmyderrcykus-Affäre zu widetjeßen. Der DepuiiatePelletan (ordette Erklärungkn Über die Miltel, welche man hierfür anwenden kö'nne. Dcr Minister-Präsideni Walde ck- Rou )" sean spra-H nochmals seinen fest:“n Willen aus, jsre erneute Agitation zu verhindern u_nd Beruhigung bexbeizufübrkn. Er habe rie Amnestie-Vorlage ein- gebracbt und könne den zur TaZeSordnung beantragten Zuf“ nur als Biüigung seiner Erklärungen anjeben. Der Devutirte Zumbext verlangte Ausklärungen über bis jüngste Meldung deb“ .Cclair', m welcher dEr, Geheimpolizift Thomps beschuldigt wird, daß er Schritt! zwecks Wiederauinabme der Dreyfus-Affaire unternehme, Der Redner forderte sodarn dxn Minister-Präsikemkn aui, zu er- klären, daß er nicht beabsichtige, sich in den MachénsiHasten der- jenigen herzugcbxn, welche die Dreyfus- Affaire von neuxm wieder auileben__ [affen wollten. Der Minister - Präfikxnk Waldeck - Nou11eau erwiderte, die Gebeimpvliziftea _setm mit Erkundigung-xn militärijcher Natur beauftragt worke-i und hatten de'n Befehl erhalten, gs-wiffeMißzriffe. welcbe früher begangen worden seien, zu yxrmeiden. Szine Agemen hätten sich daran gsmacbt- die Individuen zu entlaivm, die der Regierung gegenüber förmliche Ek- preffungen' zu begeben v:?rsacht hätten. Der Kriegs-thst2r, Genexal de Ga [listet bemeikte, er könne nur wiederholen, daß de: Fall Drcy'US abgeschlossen )ei. Dem iweiten Bureau des Kriegs-Ministeiiums babe “ eine Beantwortung der Briefe des genannten Individuums untersagt. J!n Kricgs-Mmistertum sei nichts Tadelnswerthes gethan. Nach einerßnt- gegnung des Deputirten Humbert und nachdem noch der Krteßs_' Minijtex VSlfichC1t hatte, daß im zweiten Bureau keiner der BKM göffnet sei, beschloß die Kammer mit 457 gegen 78 Stimmxn, dx:
agxsordnuna Gousy den Zusas anzufügen. die Kammer ersuche d" Regierung, fich enerYsch jeder Wiederaufnahme des Dreyfusbanktls zu widerse en. Die agewrdnung Gouzy in der G:fta1t, di: (1311111!- mehr dur diesen Infos erhalten baue, wurde mit 286 gegen 237 Stimmen angenommen und die Sitzung hierauf geschlossen.
Schweiz. „ Der BundeSrath hat, dem „W. T. B.“ zufolYZ,9 k.)“ dcr Bundesgersammlung beantragt, die im Juli 1 "" H„aag unterzeichneten Konventionen und ErklärunM niit Anonahme des Artikels 10 der Konvention, bett „ die Ausvehnung der Genfer Konvention auf den Seekrieg- zu genehmigen.
Niederlande.
Nach einer Meldung des „W. T. B.“ hgt' die Zweite ammer gestern mit 53 gegen 13 Sttxnmen emen Kredit von 11/2 Millionen Gulden bewilligt, um die Bewaffnung _der Truppen mit einem neuen Gewehr von 61/2 mm Kaliber
zu vervollständigen.
Türkei.
Vorgestern hat in Konstantinopel, wie dem „W. T. 23.“ berichtet wird, die erste vorbereitende Versammlung der Botschafter in der Frage des von Gxxechenßland beantragten
chieosgerichts wegen der griechxsch-iurkischen Kon- sularkonvention _ftattgefunden; Es wurde beschloffen', an die betreffenden Regierungsn zu berichten und neue Instruktionen in u olen. ' “ Me serbische Gesandtschaft überreichte; am Montag der Pforte eine Note, in welcher um erlangerurig 13er Gülti keit der am 14. Juni ablaufenden türkisch-ierbtjchen Zoll onvention bis zum 15. Februar 1901 xxsuchi mird.
Der amerikanische Geschäftsträger Ubkkke1chle vor- gestern der Pforte eine Note, in welcher auf der raschen Erxedigung der aus der Zeit der armenischen Wirren her- rührenden Entschädigungsforderungen bestanden mird.
Amerika.
Die Delegirten der Buren statteten, wie „W. T.B._“ aus Washington meldet, qestkrn Vormittag dem Präfi- denten McKinley einen Bcsu-F) ab. Da ihnen ein offi- zjeklar Empfang nicht bewilligt war, überretchten sic auxh keine Bkglaubigun sschceiben. Sie wurden von dkm Prän- dcnten im blausn * arlor empfangen. Die Unterhaltung wurde in ser frUmdlichsr Weise gefüh:t, Dann geleitete ste der P:äsident nach der Terrasse hinter dem WWW Hausk, von wo fich dem Auge eine prachtvolle AUSslcht über den Pqtomac: Fluß bistet. Endlich wnrde de': Name des Präsidenten Krüger genannt, und die Delegirt-x-n sprachen fich über den Zweck ihrer Mission aus. Sie gaben der Annahme Außdruck, daß die Erkxärung dss Staatssskretärs Hai) 61112! end- gültige sei und daß die Vsreinigten Staaten nicht intervenieren könnten. Dec Präsident Mc Kinley bestätigte diese Annahme und bemerkte, daß er vor einiger Zeit Großbritannien seine guten Dienste angeboten habs. Er hakxe das gern gethan, in der Hoffnung, daß er dem Kampfe em Ende mach-In könne. Sein Anerbietzn sci indxffen von Großbritannien nicht ange- nommen worden, und die Vereinigten Staaten könnten nichts Weiteres il)un. Die Delegirten entgegnete", das Bewußt- sein, in den Vcreinigten Staaten Freundé_ zu liaben, erfülle sie mit anriedcnhsit, und verabschiedeten sich alsdann von dem Präftéenten. _
Dsm „Reuter'schen Bureau“ zufolge, hat der Mqrine- Sekretär Long die Wiedererrichtung einer europäqchen Flottenstation angeordnet. Den Stamm zu dem hierfür in Aussicht genommenen Geschwader bildet vorerst nur der Kreuzer „Albarxy“, zu dcm jedoch in absehbarer Zeit noch mehrere andere Fahrzxugc stoßen „werden.
Afrika. . Aus Pretoria vom 21. d. M. méldct das „Neuter'sihe
Bureau“: in einer dort abgehaltenen Versammlung, lecher 200Personen 0915191001)!" hätten, sei über die Sachlage im Falle einer V.;lagerung Pretorias bcratben worden. Essei ein Comité eingeseßt woxdén, w21ches für die Sichxrheit der Frauen und Kinder Sorge tragen soll?. Gleichzeitig 161 dsr niederländische Konsnl aufgéfordcrt worden, seiner Regierung zu ratben, dms; sie zum Schch der niederländischen Unicrtbanen die nöihigen Maßregeln crgreifc. - Der „Daily Mail“ wird berichtet, daß die TranSvaai-Regierung nicht bcab):chtig9, eine bedingungslos: Uebergabe in Erwägung zu ziehen, sondern den Kampf bis zum Ende durchfühfen mkrde.
Der „Nsw York. kcald“ (Pariser Ilusgabc) veröffentlicht folgend:- D vescbc aus * retoria: Nach zmeitägigsr-eratbung h(jxtcn die Prasidcntcn Krüger und Steijn, sowie 5118 11er- vorragknden Beamtcn und Generale beider N-Ipnbliken beschlossen, den Krieg fortzuseßcn, falls Großbritannien sich nichx zu annehmbaren Friedensvedingungen vkrstchk. ES sei nicht wah:schein1ich, daß Pretoria werde vertbeidiqt wxrden. Die Frau des Staatssekretärs Reiß sei mit ihrer Familie nach der Dclaaoa-Bai) abg-xrcist, andere Veamtenfamilien würdsn folgen.
Ein Techramm dcs Foldmarscballs Lord Roberts msldct: DLrOberstMawn zog am 18. Mai, 4U6r Morgens, in Mafeking ein, nachdem er am 17.Mai neu,“: Meilezi von Mafeking einen heftigen Kampf mit einer 1500 Mann narken Burcnabtheiiung zu bestehen ge:)akt hatte. Die lcßtere wurde nach fünfstündiqem Kampfe Und hartnäckigem Widsrstanhc aus ilirer starken Siellung vertrieben. Am Morgen des Kampfes war eine Abth-itung canadisgbcr Artillerie _nach einer Reihe von Eilmärsckxen zu dem Obersten Mahon gcjtoßen undletsrete diesem wcrtbvoUe Hilfe. Dsr englische Verlust beträgt etwa 30 Mann, die Verluste der Buren find schwer.
Der „Daily Telegraph“ meldet aus Kroonstad vom 21. d. M., die britische Infanterie sei im Vormarsch begriffen; das Hauptquartier werde am 22. oorrücken. Die Truppen seien in sehr guter Verfassung. Der Krankenstand sei im Rück- ,aang begriffen. Die Eisenbahn sei wiederhergcstsllt. Der erste Zug werde am 23. d. M. in Kroonstad eintreffen. Die lcßte Nachricht bcsaqc, daß der Feind beschissen habe, den KampÉ hinzuziehen. Erne Armee desselben sei beim Nhenosterflu damit beschäftigt, mit einer Anzahl von Geschusen_s1ch zu ver: Wanzen, unter denen sich mehrere Hundertpsünder und Creusotgeschüße befänden. Die TranSvaal-Burcn exklärtcn, Lbre Streitkrafte würden verzweifelten Widerstand leisten.
Dem „Reutcr'schen Bureau“ wir_d aus Kgpstadt vom _21. d. M. berichtet: es vsrlaute, daß die briti1chcn Truppen Ul Vereeniging eingetroffen seien und die Brück: uber den Vaal-Fluß unversehrt gefunden hätten; es verlaute ferzier, daß 27 dem Freifmat und TranSvaal ?ehörige Lokomotiven erbeutet worden seien, von welchen man reparaturbedürfsige nach Kapstadt esandt Habe“.
Eine Dipe che des Generals Sir Redvers Buller aus Newxastlc vom gestrigen Taqe berichtet, er habe von dym Obersten Bethune die Nachricht erhalten, daß, als eme Schwadron seiner berittenen Infanterie fich am Montag _auf dem Matsche nach Newcastle befunden_ habe, ck? etwa sechs Meilen südwestlich von_ VryZetd xm Hinterhalt von den Buren gelegt worden sei. Se r wenige eien entkommen; dcr Gisammtverlust betrczkge etwa 66 Mann. Der Oberst Bethune sei nach Nqutu zurü gekehrt, um Vor- ckck? zz: holen, und marschiere 1th nach Neivcastle. -
_Sw Revvers Buller hat gestern emen Armxebefehl M seine Truppen erlassen, in welchem er bekannt gtebt, daß
ein neues Buren-Kommando aus Transvaal in den Freistaat ) eingerückt kei und den Laingsnek beseßt habe. _
Nach r leßten vom brxtischen KrieJSamt _veroffentlichten Liste stellt sich der Gefammtverlust des britts_chen Heeres bis zum 19. Mai auf 20614 Mann. Hierin smd jedoch die gegenwärtikz in den ospitälern untergebrachten zahlreichen Kranken n cht einbegri en.
Parlamentarische Nachrichten.
Die Berichte über i-ic geiériqen Sißungen des Reichs- tages mxd des Hauses der Abgeordneten befinden fich in der Ersten und Zweiten Beilage.
- In derheutigen(201.) Sißuna des R e i chsiages, welcher der Staatssekretär des Innern, Siaats-Minister ])]: Graf von Posadowsky und der Staatssekretär des NRW- Postamts von Podbielski beiwovntcn, wurde zunächst der Nachtrag zum Reichsbaushalts-Etat für 1900 (B2- willigung von 2 M:!lionen Mark für ein fünftes Telegraphenkabel nach England) in erster und zweiter Lesu'Kg ohne Debatte an- genommen.
Darauf ging das Haus zur dritten Beratbuag des Gefes- entwurkks, betrsffrnd die Feststellung eines Nachtrags zum Haus alts-Etat für oie Schußgebiefe auf das Reck): nungYahr 1900, über. _
ach längerer Debatte, an welcher auß-sr dem Staate;- sekretär des Innern, Staats-Minister ])r. Grafen von Posadowsky noch dsr Direkxor der Kolomial-Abtbsilunq im Außwärtigen Amt Dr. von Vuchka, der Unter-Staatssekretär im Reicheschaßamt 1)1*. Aschenborn und die Abgg. 1)1*. Arendt(Rp.), Graf von Arnim (Rp.), Dr.Habn (v.k.F.) und [)x'. M üllcr-Sagan (fr. Volksp.) fich bZtheiligten, L_UUWL dec Nachtrags-Eiat im einzclnen und in der Gesammtabnimmung angenommen.
Die hixraui folgende namentliche Abstimmung über den Gesehentwurf, betrsffend die Schlachtoteh- und Flaisckibcs-chau, ergab die Annahme der Vorlage nach den B3schlüffen dritter Berathung mit 163 gegen 123 Siimmen.
Bei Schluß des Blattes seßte das Haus dis dritte Be- rathung dss (Heseßentwuris, betreffend dia Abände- rung der Gewerbeordnung, fort.
- Das Haus der Abgeordneten überwies in der hsutigen (74) Sitzung zunächst in erster Berathung di: Reck): nungen der Kaijc der Ober-Yechnungskmnmer für das Jahr 1898/99 dsr NechnungSkommiUion und ging dann zur dritten Bsrathung des Geseyentwurfs, betreffend die Waaren- haussteuer, iiber. _ .
An der Debatte betheiligten )ich bis zum Schluß des
lattes der Vize : Präsident des Staats-Ministeriums, Xinanz-Minister Dr. von Miquel, die 21ng]. Marx (Zenta), Winckler (kons), Dr. Bartl) (fr. VW.), Xra- winkel (nl,), Lucius (fr. kons.) und Freiherr von Zedliß und Neukirch (fr.kons.).
Statistik und Volkswirthschast.
Deutschlands auswärtiger Handel im April1900.
(Nach dem Vom Kaiserlichen Statistiscbén Am! bßräußgegMn-zn Apsis- beft der „Monatliaben Nachwei!e.")
14. Einfuhr im April in Tonnkn zu 1000 kg: 3660973 gegen 3716150 im Vorjabrs, daher wmigec 55177. COelm-Ixalle: 93 gegen 55. Bei 23 von 43 Zoütarisnummern ergisbx s1ch ein-x Zunahme, bei 19 eine AbnabML der Einfuhr,“ ingknommen haben besonders folgénde: Abiälls (+ 19132), B1izmw011e (21711, E1f€71 und E:sknwaaren (39 995), Instruments, MUMM" unk- Fabrzcngx (2202), KUVf-Éf :e. (2158), Koblkn (65 893), Tbisrß und thieriskhx Erzeagniffe (2186), Tbonwaarsn (4081), abaénommen namentlich Drogxri€-, A1*otb.-.“:r- und Farbewaaren (53750), Erdkn, Er_z- (9579), Flachs :c. (1972), (Ha!:kioe und Andere Landbau-Erzcugnine (40557), Hoiz :c. (45 069), M3:€rial- 2c. Waarsn (21417), Erdöl (2699). (Sleimé :c. (2057), Tbeer, P.ch (4369), WOÜL imd Wollsnwxaren (15 675).
Gssammxinfubr in den 4 Monatem J-1nnar bis Abril in Tonnkn zu 1000 kJ: 12041422 geqen 12 743 593 im Vkrjabre, dabsr weniger 702171. E0.lmztalle:„ 397 gegen 312. Mähr als der Ausfaü beträgi, ist die Einfuhr von K.oblen zurückgegangen_(562151). Cin wxscnillcbkr Rückgang ist außxxdkm zu v:!zzixbnen is!“; Drogkn (86 386 - Eis- und Szlpxtsremfubr stark gefaüxn), Getreide- (58 301), Steine IC (44 935), „OÄ; (25 605), Baumwokie u:;d Baum- onInwaarcn (10 258), W011: nnßWoÜenwaarßn (6652), Maicrigl- :c. Wxarea (8455 -- bauvkiächi-K) Hsrings, F1k11ch, Wcizsnmebl, Reis veranlasst! den AusfaU).
13. AuLiubr im April in Tcnn-Zn zu 1000 kg: 2603363 gezkn 2437 414 im Vorjahre, daher msbx 162 949. Edelmetalls: 22 gegen 24. 23 ZoÜtatifnxmmern zeigen böbkre, 20 gningere Aux- iubrmcngcn. Zu ecst-ren gsbören bewuverH Erden, Erze (+ 21337), GStrcike (27 878), O.le, Féttz (285.9), Papier (1992), Steine (29 097), Kohlen (98 621), zu lxßterxn: E:scn (9603), Holz (7583),
Tboiiwaaren (2965). _ ,
Gefammtaussubr in “03:1 4 2129332511 Januar bis Avril in Tonnen zu 1000 kJ: 10414015 gkgen 9447 032 im Vorjahr, daher mehr 996 983. Edelmetall? 120 gxgen 126. Der größxe Theil der Ausfubrzunabmc enifäÜt auf Kohlen (8560-10). W:)entlich: Steigerungen ergeben sich serum: bei 213153811 (11819), Drogeric-, Apotheker- und Farbewaaren (18 325). Getréid? (63 277), Jnstrmnknten, Maschinen 22. (56791), BTUMWVUMWQÜTM (3173), 26111311th", Lsin- wand 2c. (3198), Materialwaarxn (8955 *- Robzucker ist gestiegen, weißer gefallen, Ro genmeblaussubr iniolge sxatksr Mebrbxzüge Nor- wegens höher), Pap er (11244), Steine :c. (33 424). BcidM starken Inlandsbedarf ist die Ausfuhr von Eiscn Md Eisenwaur-n wie?.ec gerinaer (32 389). Außerdem ist nur noch der Ausfall beiTHonwaarexi (14 530) von erheblicher Bedeutung.
Zur Arbeiterbewegunx.
WIe der „Voff. Zeitung“ aus Frankfurt a. O. mitgeibciit wird, ist dort am 21. d. M. ein Ausstard dsr Maurer aUSqevroch€1*. Die Gesellen verlangten in der Hauptsache einen Mindestlohn von 43 „3 für die Stunde, der am 1. Avril 11. I. auf 45 „3 e_rböbt werden sol], was die Meister nicht bewilligen wollten. Auf den Bauten arbeiteten am Montag nur die_Po1ie:e, die Burschen und die Arbeiter. (Vergl. Nr. 2641/1899 1). Bl.) _
Aas Herford berichtet die .Rb.-Westx. Ztg.“, daß die dortigen Maurer in einer am 18. d. M. abgehaltenen Ver ammlung am folgenden Tage zu kündigen und in 2 Wochen die Arbeit niederzu- legen beschlossen, da ihre Forderung eiuer Lohnerhöhung keine An- nahme gefunden hat. ,
Sämmtliche ormer und Dreb er der Eisengießerei und M::- schinenfabrik von inke u. Lange in Lucka haben, der ,L)». Ztg." zu-
Kunst und Wissenschaft.
&. k. -- In der Mai-Sitzung der Berliner Gesellstbaft für Anthropologie wurde mitgetbxilt, daß die diesjähriY An- tbropologen-Versammluna, abweichend von sonstigem rauch, erst in den Tagen des 24. bis 27. Sepxeuiber in Halle stattfinden könne. - Von den weiteren zahlreichen Mittheilungen des Vorstandes sind die nachstehenden von allgemeinem Interesse: Freibeu-von Landau fest seine Forschungen auf der Insel Sardmien und den benachbarten kleinen Inseln fort. Et: sandtkk neuerdings eine Reibe von Trachtenbildem und Schilderungen voa den Bes äftigungSarten der Bevölxerung, u. a. von dem stark betriebenen T unfifchfang, ein. - Die in _St. PeterSLYurg in deutixher Sprache erscheinende Zeitung ,Hsrold: fuhrt b„er€chkkgte Klage uber den leider von einem deutschen Reiienden vnubxen und duch dis Hzrren Lehmann und Belck bereits scharf verurtbetlten dealiSmus, der in Transkaukasizn (bei Van) zwei Inschriften von ihrem M99 entfernt und dabei arg beschädigt bat. - Der bekannte _und veixn Internationalen Geographen . Kon es; auch persönlzcb in Berlin bekannt gewordene Graf Eugen “ ichv trikt demnachst in B:- gleitung eines Stabzs yon *leebrten eine neue For1chung€- reise nach Mittel-Asien an. Das Programa! der. Reise umfaßt ebenso Antbropologk:, Ethnographie und Archaologie, rote Zoologie, Botanik :e. Graf Zicby verfolgt u. a. auch den Zweck, die Stammfiße seines Volkes, der Uxigain, festzustellen, bevor sie den Zug nach Westen antraten. - Dxr vor zwei onaZ-n zum
brenmktßlied der (Geseüschaft ernannte Vr. Pbilivpi in Santiago de Chile hat es fich troß seiner 91 Jahre nicbt nebmen_ [5981], einen eigenbändigen, langkn Dankhrief an die Gkiellscbait zu schreiben, der zur VLilesung gelangt'. Ec erörtert darin ausführlich leirere neue For:":bunzßergebniffe in Süd-Ameiika und knüpft u. a. an die von jüngeren deuticben Gelebxteu erwischt?, mächtig? Höhle von 300 m Länge und 30 111 Höh? die Meinung, daß die dort nkben mancherlki Artefafwn gkfundsnen Ueberrcste dxkz vorweltlichen Thieres (115'pk0c58r1011 den voreilig 9830961]ka Schluß nicbt rech1fertigten, _dkésss Tbier hab? zu gleich- xeitigen Mknschen in dem Verbaltn_1ß eines Haustlyixres auftanken. - Als ein sehr reicbxs Gcäherisld exgiebt ("ck je länger i: mehr die im Elsaß aefun'dkne (Grabstätte aus der Römerzeit. Diew iebr ausgedehnte 713 53801'8- umfaßt Gräbsr aus den Zeiten des Kxisxrs Veopxfim bis zu Commoou-Z, aiko von der Mette ves ersten bis zum Beginn des dritten nach:!)riitlikven Jahrhunderts.
Hierauf wrackp Pcofeffor Kosfinna übe; Bronze-Fundc in Westfalen und im besonderen über “este in' Mßnstsx angelegte Sammlung von solchen. Jux aUJ?m-*tnen ck „b:: westfä1ische Boden ziemlich arm an altersn Bronzrianden; aus der 143. k1'51143-Zeit sind nur zwsi Funde_ bekannx g-uxordeg. Dagegen ist die Region der römischen Kastelle, dix. sich von Wxxel'bis Detmold erstreckt, ziemlich ergiebig an römisch-xn Bronzefanben_,1retlich bei weitem nicht in dem Umfange wie andere GZJLUVUJ Dxutichlanos, weil nach den Tagen des Augustus di€_Römer tn W€1tsalen niemals wieder festsn Fuß gxfaßt haben. Ha.:fixr sind Funde aus der merovingiichen Zeit. Was dsr Sammlung aus der Grgenb von Lingsn, Arenberg u1d Meppm an Funden zuélxeßt, trägt bereits den nordischen CharakLSr. Diese Mxttb-Zilungen wurdkn darch eine die Abbildungen der int-xreffa-ntestzn Funqucke 8711631181108, in Münster mit außerordentlichsr Gnaxigkett bergest-sllre Tafel erläujert.
_ Den ersten Vortrag dSr TIgLSordnung hielt Fabxikaxit Soeke- la'nd über „einen antife_n Def-xmer aus Chiusi“, welcher Eigentbum dés Museums für Völkerkunde ist. Man betstzkbx unter ,Desemer' eine Schnellwaage, bei der das „Gegengermchx fest mit dem Stabe _verbunden, aber der Balancierpurzkt ber- schiebbar ist, im Gegematz zur ,römischen Schaellwaaze' mlt fexjem Aufhängepunkt und verschtebbarem Gegenaewicvt. Der Diiemer dcn? wobl als die älteste Wägevorrickptuug geben; denn sem Urbild ist durch die über die Schulter ge1egte Stange gegxben, an deren beiden Enden Lasten getragen werden und dt? maJ zur Hzr- stellung des Gleichgewichis auf der Schaltxr xe nach der Verschiedenbsit der Lasten zu verschieben gcnötbigt in. In jedem Falle ist der Desemer uralt und zu v::schiedenen Zeiten und an ver- schiedenen Punkten erfunden worden. Spon egyvcische Darstellungen" zeigen ibn, wie allerdings aucb beriis die zweiarmig: WM.", im Gebrauch, und daß er bei vcxscbisden u Völkern Verschiedene Gestair angenbmmen bat, bewxist die rsiche Sammlung von Deyemkrn, welch? das Museum befißt. Frühzeitigpibeinsn dieM-snschkn fchon darciuf ge- kommén zu*ssin, den Stab dadurch zu verküxzen, daß ("13 ibn gegsn 15m der Last abgewandtss Ende hin kegslförmig v-xritärkten oder, was noch prak- tischxr, um das Gléiten 5:9 Balancixrpunktes nicht zu erschweren. daß_fi-: an diesem Enke ein GLJMQLWUFT andrachten. 21er diese Verbs"?- runqkn bewxgtzn sich nach Maßgabe der vor,;slsgten Desemxr do:!) in zixmlick) engen Grenzen. Eine Gbldwaage aus Affam ist nux zur Abwägun-J Von etwa 3 g und dem dopvxlten Gewicht eingerichtej; xine xxrößsre aus Tibet wäat 37»), 75, 350, 5((), 60) J ab; ein de_utkchzr Dksemxr mit böxzérnxm Stab.- und dickem Kolben am Ende wagt 1315 “30 Pfund; ähnlich beschaffen sind andere Desemer aus _Wsftrußlank, de:Altmark,Hi11terindi€n. Dx?- V 'rvisnst, den Dksemer au,? aenaues Ab- wägen in weiten (Hrknzm :ingericbtet m haken, gebüdrt den Römérn, und es scheini. daß dis vorge!€_;te. in Cbiusi auqumndxnx Waage zu be.". beiten Instrumeiaen ihrer Art geböxt hat. Sie stammt, ibrsr Bronzx- technik zufolge, aus dem driven oder vierten vcrchristlich€n Ick!- bunbert: aus derselben Zeit, wie ein zweiter, in Palermo gesundenei, aber ung1eich plumpér und ungenauer gestalteter Oeseme: und Zi.". driitér, der nur -in einer sokg'ältigsn Abbilduwg noh Vorbanden 111. Di:se garn aus Brcwz? bestebknre CbiUfi - W.:age 11c11t einc liegende Säuke dar, deren zu einem Tbisrkops gestalixtex, schweres KapiTell das Gewicht Vertritt, wäbrsnd dsr abzu- wiegende Geaknstand an Hafen zu bängxn ift, die mit dem andkrn Ende der Säule fest Verbunkkn (in:. _Die charakteristische Abwetcbunz dieses Desemkr (außkr nacb dsr ästhxtiscberz Seite), welche eine:“ zwcifellosen technischen Fort;chcitt Ükai", "111 die Anbringuxig eines- S1eges übe: ker boeizontalen Säule bezw. dem Stabe und die ka- leq4ng der Skala sowie des Gleitm:chanismus, bsftebcnd in einem den Steg umfassenden Rahmen, “an diesex: Steg. Die Aenderung bexubt auf der ricb'igen Bcobachtung, daß die Wxags um so bcffer (p_iSlt, um so empfindlicher 1st und genauer wixgt, je höher der Stüßvunkt aber der Last und Gewichtberbinkcnden Linie asgebraxbt ist. Die Cbtusi-Waagx ist, ?i-xsxr ibrer Konstruktion ent)pccchend, „“in sehr gepaues Jnjtrument, worauf nach Maßgabe ihrer iorgsältiskn Graburxrung laan deb Steges Geacnfjände von 1 römischen Unze (: 27,286 J) is 41- 1Öm11chen Pfund (Gewichtabgewogxn wßrden konnten. In Oexxtscbland hat sich der Dciemer nur in scinkr urWrßnglichen, rohen Gestalt be- bauptst und wir:) nur noch zu toben Wagunacn b;“nuFt; doch deuaex rer Umstand, daß er noch [321118111 dcr Altmark,. erizel' genannt wird, darauf bin, daß er früher wobl Zisch bei uns in feinster Gestalt zu feineren Wäzungen [).-nutzt worden ist. ,
An ziveiter Stell: stand auf der Taqxsordnung die Vozleguncx und Besprechung eines rotbgefaxbten Bull-Schadelfs durch Herrn Gebeimcn Medizi-:-)lratb, Professor Dr. Virchow. Di: Bub sind ein im mittleren Küsjenaebiet oon Kamerun „wohnenper Neger- stnmn. Der von dem Marine-Arzt Ur. Albrcchthcbter mttgebxachte Schädsl ist, obgleich eifiTtlich von einer erwach'cnen„Person, bei einer Kapxzität von 1150 Z- nabkzu ein wargcnschädel. Seine rothe Färbung ift namentlicb an dec linken SDädxlbalfte sebrintensiv; es haben Theile: der Färbemaffe aus der Aug-nböble entnommen und untexsucbt werden können; sie ergab einen von jkdem Metal! frxien, pftanzlieben, auch von Fasern begleiieten Farbstoff. Die Sache tft aus folgenden Grün- den von wiffenscksaftlichem Jniereffe: Das nachtxäzlicbe Rotbfärben der Schädel ist ein sanft auf den Südsee-Inieln beobachteter Todien- kultus. Die Färbung wird dort durch Eisenocker bewirkt. Später fanden sich in dsr vom Voltrazenden eingehend untersuchten Stillfried- Höble in Mähren auch in derselben Art rotb gefärbte Schädel, und nales! wurde ein solcher von den Andamanen-Jnselu beigebracht. DieAuf- findung eines rojbgefärbten Schädels in Afrika ist neu, und sie ist "mteteffant
folge, wegen angeblicbsr Maßbregelung zweier Mitarbeiter und wegen der Einführung des Accordlo _nsystemk'die Arbeit niedergelegt.
genug, zumal bei der abweichenden Färbeweise des SHädels, um der