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Qualität
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gut
Verkaufte
Gezablter Preis für 1 Doppelzentner
Menge
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Doppelzentner
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(Preis unbek “"
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13,71 11,50 11,50 10,00 12,00 11,40 10,00 12,20 13,00 12,00
» 97
Schivelbein . Kolberg . Krotoschin Namslau. Trebniß . Breßlau . Oblau Brieg . . Goldberg Leobschüß Neiffe. . _ Halberstadt . 13,00 Erfurt . . . . . . . . . . 13,50 Kiel . . . . . . 14,50 GoSlar . . . . . . . . 14,10 Duderstadi . _ Lüneburg 12,75 Ylda 15,00 L_sel . 14,00 Munchen 17,00 Regensburg _ Plauen i. V. . . . . . . 12,00 Ubn . . . . . . . . . . . 1500 Rostock . . . . . . . 13,00 Waren i. M. _ Altrnburg 13,00
» 97“
Tilsit . . . . . Insterburg . . . Lyck . . . . . Elbing . . . . Potsdam . . . . . . Bra_ndenburg a. H. . . . . . . . - Füritenwalde, Spree . . . . _ Frankfurt a. O. 14,40 Anklam . . . . . . . 13,50 Jtettin . . . . . . . . . . _ yriß . . . . . . . . . . . _ Stargard i. Pomm. . . . . _ Schivelbein . 12,40 Kolbkrg . . . 10,80 Köslin . . . . . 13,20 Rummeléburg i. P. . _ Stolp . . . . . 13,00 Laucnburg i. P. _ Krotoschin 12,60 Namslau 12,30 Trebniß . 11,00 Breslau 12,60 12,80
12,40
13,60
11,10
1225 11,20
Oblau Brieg Sagan Bunzlau . 10,00 Goldberg . 12,60 Hoyerswerda _
Leobscbüß 12,60 Neiffe. . . _
Halkeisiadt . 14,00 Eilenburg 14,50 Erfzirt . . . . . . . . . 13,00 Kis; . . . . . . . . . . . . 14,50 Goslar . . . . . . . . . 13,00 Duderstadt . 14,00 Lüneburg . 12,75 Padéiborn . _
Fulda . 14,50 311608 . 15,00 W501 . . 14,25 Neuß. . . . . _
St. Johann a. S. . _-
Müncbkn. . . . . . . . . . . . 12,00 Straubing . . . . . . . . . . 1397 Regensburg . . . . . . . 12,90
Meißen . . . _ Plauen i. V. . 12,50 Bausen . . . . . . . . . . . . _ Ukach - . : o o . . - . - * '*'" Ökidenbeim . . . . . . . _ Lauphrim 13,60 Radkusburg . . . . . . . . . 13,50 Ulm , . . . . . . . . . . . . 13,40 Offenburg . . . . . . . . . . . _ Rosch . . . . . . . . . . _ Waren i. M. . . . . . . . _ Braunschweig . . . . . . . . . 14,20 Altegiborg . . . . . . . . . . 14,00 Armtart i. Tb. . . . . _
, . ' ' | . . ' | . ' ' . ' ' . ' ' ' . . | . ' ck ' . . . ' . . ' [ . | ' . ' . . . . . [ . | ' | . ' . [ | ' ' . . .
Bemerkungen. Die Verkaufte Menße wird auf Voile Doppei enincr und dsr Vcrkauiswchk) auf Volle Mark abgerundet mitgetheilt.
Ein liégendcr Strich (_) in den Spa
Deutsckxer Reichstag. 203. Sißung vom 26. Mai 1900, 11 U51".
Zur rrstcw und event;_zweitcn Berathung steht dcr End
wurf sm_es, ©c1eßes, hetrcriend die Handelsbczichungcn um dritischeri R21ch0. Durch die Vorlage wird der
undesratl) ermachirgt, daß benehsnde andelsprovisorium mit Englandund drffeir Kolonien auf die “ eit nach ÖZM 30. Juli 1900 weiter zu er!:reckcn.
Abg. Dr Ort_tel-Sachsen (d.kons.): Ick 560011003, kak: dikse Vorlagx_urs 101001 gcmac'bx wird. Man 1102 vielleich! gkiycffx, in, dxr ertickoenzrit Www zu _crnem Definitivvm zu kommerr. Das ist ntcbt gelungen, und me munsn dseute wohl oder 11561 drr VNL»? zusiimuxkn. Es wird von uns die Verlängerur-g auf unkritimmte Zeit gewrdert; bi-Zber haben wir immer nur auf ein Jahr die Ver- längerung aukcriprxckwn. Unsere'Zustimmuna würde uns wsscntlieb erlercbtert „werkxn, rrrnn wir_ ewige Sich2rbeit kätsen, daß wir :ongdsch im nawstxn Jabra mit drm ZoUiarif zu beschäftigsn 00th
er en.
Staatssekretär des Innern, Staats-Ministsr Or. Graf von Posadowsky-Wehner:
Maire Herren! Daß wir mit dér rnxxliécbsn Regierung innerhalb des letzten Jahres zu keinem endgültigen Handelszbkxmmen grkommen sind, liegt in äußsrrn Verhältnissen, die klar zu T),“;e liegrn. Troy- deui bitten wir Sis, in der Form, in der die Vorlaxxr Ihnen uxter' breitet ist, derselben auch Ihre Zustimmung zu ertbéilsn, dsnn wir haben sekistocrständlickp das dringendst:- Jntereffp, daß in den gedeihlichen internationalen Handelsbkziebungen zwischen [
13,71 12,00 11,50 10,00 12,50 11,90 10,00 12,60 13,00 12.53
13,80 14,00 14,50 15,00
13,00 15,00 14,00 17,00
1200 15,20 1200
1200 11,65
1225 1220
1420 1250
„._-
1200 11,20 1220
1200
1260 1200 1150 1200 1280 1260 1300 1000 1260
1200
14,40 14,50 14,00 14,50 13,50 14,33 13,00
14,5 15,00 14,25
1260 1409 1298
1250
13,80 13,80 13,60
14,20 14,00
14,00 12,50 12,00 12,00 13,00 12,40 1 1,00 13,00 13,50 12,80
1300 1200 1200 1510 1250 1200 1550 1450
16,15 14,70 15,40 13,50 13,20 13,80
11,65
11,75 12,80 15,30 14,20
1260 1260 1200
13,60 12,80 11,60
1200
13,00 12,80 12,80 12,00 12,80 13,00 12,80
13,00 15,00 13,00
14,40 15,00 14,70 15,00 13,60 14 33 13,00
1215 1525 1275
17,00 13,80 15,51 14 52 13,80 13,50
14,20
14,00 13,90 13,80
12,80 14,60 14,80 15,40
Noch: (Gerste.
1200 1300 1200 1200 1300 1200 1100 1240 1300 1207
14,60 15,00 15,00 16,00 16,50 13,50 15,50 14,50
16,15 14,70 15,60 13,50 13,50 13,80
12,20
11,75 12,80 15.30 14,60
1260 1260 1400
13,60 12,80 12,00
1200
13,00 12,80 12,80 12,50 13,00 13,00 13,00
1200 1200 1300
14,80 15,00 15,00 15,00 14,00 14,67 13,50
14,75 15,25 14,75
17,00 15,20 16,03 15,05 14,20 13,50
15,00
14,20 14,00 14,40
13,20 14,60 14,80 15,40
England und Deutschland ijskké Handelsverbäliniffe zu England müssen frrilich auf eine klare“, daurrnde Grundlags gestellt werden bis zu dem ZIiWUnkt, wo über- haupt unsere bandelévolitischen erbältniffe zu den übrigen großen Kuliuritaafrn der Wslt 11211 geregelt werden müssen. “*Die Vorbedingung für diese großs bandelIvolitiscbe Aktion ist aber die Verabschiedung des neuen, drr modernrn Entwicklunz der Industrie entsprechenden Zoll- tarif? und 611185 neuen ZoUtarifgcsesxs durch das hohe Haus.
Die
Vorkereitungkn
für
1228 1250 1250 1200 1250 1340 1200 1280 1200 1233 1200 1260 1200 1250 1210
13 ,50 16,00 15,00 18,00
1550 1580
1280
f e r. 12,20 13,20 13,25 13,20 16,00
15,00 15,00 14,00
13,00 13.80 13,20 12,40 14,00
1800
13,00 13,30 13,00 13,30 13,20 13,20 14,80 13,50 13,30
1240 1220 1280 1250 1200 1560 1400 1407 1250 1220 1200 1250 1225 1280
15,40 16,48 15,59 14,30 14,50 14,80
1200 1230 1210 1400 1600 1260 1280 1500 1240 1280
keinerlei
dicse Ardsiten
; ,
Störung
14,28 14,00 12,50 14,00 14,50 14,40 12,00 14,20 14,00 13,60 13,00 15,50 16,00 15,50 17,00
14,50 16,00 15,00 18,00
15,50 15,80
1400
12,75 13,20 13,25 13,60 16,00
15,00 15,00 14,00
13,00 14,00 13,20 13,00 14,00
1800
13,00 13,30 13,50 13,50 13,20 13,40 14,80 13,50 13,30
13,60 12,80 15,30 1500 15,50 15,60 16,00 15,00 14,00 15,20 15,00 15,50 15,25 14,80
17,00 1261 1603 1500 1400 1260
15,00 14,40 14,30 14,80 16,00 14,00 13,60
15,00 -
15,40 15,80
224 428
3 125 100
find
10
eintreien möchte.
bereits so
wsii gsdieben, daß ich glaube, mit einigcr Sichxriieii die Hoffnung aussprechrn zu könnkn, daß es möglich skin wird, in der nächsten Tagurg dem hohen Hause diese beiden Grundlagen für die Neu- regulierung unsxrer bmdelspolitiscipen erbältniffz, das heißt einen neuen Zoiitarif und kin neues Zolltarifgeses unterbreiten zu können. Damit wird, glaube ich, im augcmänen die Voraussitzung erfüiit, die der Hätt Vorredner an die Z1stémmung zur Vorlage geknüpft dat. Ads; Möller-Daik-burg (ni.): Auch wir Haben im vorigen Jahrx iur ei26 _nur ei0jäbrige eriängerung des Provisoriums ge- stimmt. In diejem Jahre erscheint urs indessen eine solche Be-
grenzung nicht noibwendiq, und wir stimmen daher mit dem Vor- der unveranderten
rcdner Länder, weiche bier daran, andern
di: ortdaaer zu t0ren.
in Betracht
(Fs
Vorlage zu.
War nicht
0-19
Keins kommen, bat geordneler Handelébcziebungen B?:bäliniß zu
der beiden
ein Jotereffe
zu dem
dem Mutterland: England. sondern das Verhältniß zu den englischen Kolonien, welches zu drn Schwierigkeiten aeiüdrt hat, an deren Be- Als Mitglied der vorbereitenden Kom-
séitigung noch gearbeitet wird.
*...-aot-
9999999 09 KW 9 V'
125. 23)5 125. 25.5
19. 5. 19. 5.
1282 1600 1550 1250
16,00 15,37
261 1450 760 1220 1280 1508
585 14,63 1020 17,00 26 143 15,23 1 552 16,17 16,31 19. 5. 939 14,85 15,17 19. 5.
837 15,21 14,97 19. 5.
1 160 14,50 14,40 19.5. 435 15,00 14,44 19. 5, 439 13,98 13,52 18. 5.
3 131 13,98 13,97 19.5. 6 105 14,28 14,36 19. 5. 48 16,00 16,50 19. 5. 1710 13 68 13,84 19.5. 1 350 13,50 13,42 19. 5. 300
"*...-coco.
156 15,56 15,17 19". 5.
__ _„ „ _ Der D ' ' ' ' . ten sur PTMS hat die 5 edxutung, daß der bktreisende? Preis nicht vvrgekommen ist, ein Punkt (.) in dZiiÖZÖMtspMs Mrd aus dM unabgerundeten Zahlen berechnet.
63th sechs Swaltcn, dax"; entspreahrndcr Bericht fehlt.
mission kann ich übrigens bestätigen, das; iix Hoffnung an Vorle ung des tienen Tarifgxseßes irn nächstén Jahre begründet ist; xieses Egeses ist dicSmal aus emxr breiteren Basis aufgebaut als früher und wird daher auch allgememere Befriediguna erregen.
' _Abg. Broewe_l_ (fr. Bag,): Diese Lobrede muß ich auf das richtiae Maß xuruckiubren. In der wirtbscbaitlichen Kommission sind die Sachverstqndi06n nur uber,das neue Zolitarifschema vernommen worde_n; dabei ist auch allerlei über die Zollsäße gesprochen, aber Endgultiges 11111 so'wénig'er, als die erren garnicht gehörig 1113er dieie Fragen informiert sem formten. Ick frage daher an, ob es in dxr Absicht des RethOkanzlers liegt, auf jzde weitereVernebmung von S0chv€rstandizen uber die Höhe der Sätze zu verzichten. Dte__ bishsrtgcn Vorbereitungen -baben 111) in dem bureau- kcati|chen Rahmen des Reichsamts des Innern vollzogen. Man sollte doch den Entwiirf. _ diesrs große erk, sofort nach der Feststellung drr Osffentltchkcti übergeben, damit diese nicht zu warten braucht, _bis er als Entwurf dem Reichstage zur Beschlußfaffung zu- gebt. Dcr? Vorlage vat dicSmal eine qrößkre Tragwäte als 11047 im vorigen„„511;r_2. Damals war es nur Canada, welches einen eigenen Zoütarii ausgesteüt hatte; jetzt handelt es fich auch um Barbados, fine kleine Insel, welche keine Yutonomie béfist, trotzdem aber durch emen autonxor'nen, Zolltarif gxwinén Erzeugnissen Amerikas, Englands und _der 570100th Zolibegunstigungen zugrsiandxn hat, an denen DeitltsckleD m.Ht tbeilnimmt. _ Genauere Angaben darüber macht uns die Vorlage («der _ nicht. Nur welche Länder findet denn diese neue Klauke! des Zolltarifs von Barbados Anwendung?
Stagissckrciär des Innern, Staats-Minister Or. Graf von Poiadowskv-Wehner:
Meine verehrten Hsrren! Der Herr Abg. Broemxl hat behauptet-
die Vorarbeiten zu dem Zoütarif vollzögen sich in dem bureciukratisckvul
Rahmen "des Reicljsamts des Innern. Ich bin dem Herrn Abg. Möller dankbar dafür, daß er die unzweifelhaft: "und in der ganzen deutschen Handels- und Jndustriewelt bekannte Thatsache hervorgehoben bat, daß ' noch nie ein Zolltarif auf so breiter Gmndlage unter An- hörung aller der Sachverständigen, die irgendwie in Frage kommen können,vorbereitet ist, wie gegenwärtig. Diese Arbeit gerade ist von jeder bureaukratifchm Schablone ferngehalten, und schon deshalb ist jene Behauptung eine unrichtige, rveil wir fortgeseßt arbeiten mit dem wirthscbaßlichen Ausschuß, in Welchem sich die Vertreter der ver- schiedensten Berufsricbtungen und der verschiedensten wirtbfcbafts- politischen Auffaffungen beßnden. Der err Abgeordnete bat offen- bar vorzugsweise n3ch Zsiiungen berichtet, wenn er annimmt, die verschiedenen Jntereffentengruppen wären bei der Frage, welche Zoufäy; einzustellen seien, nicht genügend berücksichtigt worden. Zunächst kann ich dem Herrn Abgeordneten versichern, daß er darüber nicht bange zu sein braucht, die Wünsche der Interessenten über die Höhe der Zollsäße möchten nicht zur Kenntniß des Neichsamts des Innern und des Reichs-Scbayamts ge- langen. Es geben bei uns vielmehr täglich Dutzende Von Eingaben und Denkschriften aus den verschiedensten Zwsigen der Industrie ein, welche für ibre Branche zum tbeil cin vollkommenes Tariffchema enthalten sowohl für die Eintbeilung des Zolltarifs, wie auch für die einzelnen Zollsäizr. Also daiür sorgen die Jniereffenien schon selbst, daß .wir nicht in Unkenntniß bleibrn über ihre Wünsche! Ferner aber ist es ja wohl klar und für jeden, der an der Sache mitgearbeitet har, slestverständlich, daß man ein Zoütariffchema garnicht erörtern kann ohne die Erörterung der Zollsäße. Ich könnte Ihnen das an einer Anzahl schlagender Beispiele nachweisen. Von allen nur eins! Man führt jetzt nach Dsuischland gedäwpfies und gefärbtes Holz ein, das angebüch einen erheblich höheren Werth hat als rohes Holz. Es ist das eine Industrie, die man friibrr meines Wissens garnicht gekannt hat. Wenn wir uns also über die Tarifierung von Holz und Holzwaarsn unterhalten, müssen wir selbswerständlicb auch die Frage erörtern: muß man aus der Gesammlposiiion für Hölzer dieses gedäwpfte urid gsfärbte Holz cir'sscHeiden“.ck und wenn man es a;:sschkidrt: muß man es bierhei auri) unter v::sckyiedene ZoÜtarifpofition-xn bringen? Bringr man aber dir so behandelten Hölzer in ein? besondere Position drs Zoütarifs, so folgt ganz von fclbst, daß sich hieran auch die Frage anschließt: ist dieses Holz, das 5606!- wcrtbig ist als rohes Holz, auch höher zu tarifieren? Es läßt fich hiernach bei den Vrrixandlungen mit den Sach06rständigen gar- nicht verhindern, daß die Herren auch ihre Wünsche in dieser Be- ziehung aussprechen. Wenn der Herr Abgeordnsie ferner nach Zeitungs- berichten bsfürcbte't, daß über die ZoÜsäJe weiterhin Sachverständige nicht gehört werden sollen, so kann ich erklären, daß solche Ver- handlungen in Verbindung mit dem ZoUtarifschema jetzi fortgsseßt geführt und daß 3. B. heute im Reichsamt des Innern “wieder 40 Sachverständige über den neuen Zolltarif ge- bört wsrden. Ein Mebrercs, meine Herren, als wir auf diesem Gebiete gethan haben, können wir zu unserer unparteiisaben Be- lehrung nicbt thun, und ich muß erklären, daß die Angriffe, die in nzuerer Zeit gegen das Reichsamt des Innern wegen der Vorbereitung der HandelSverträge gerichtet sind, obgleich man noch garr-iicht wxiß, wie sich der zukünftige Zolltarif überhaupt gestalten wird, volikommen unbegründet sind und Meines Erachtens den Stemprl der Tendenz an der Stirn tragen. (Sehr gut!) Hier auf diese Frage jest weiter einzugeben, babe ick) keine Veranlaffung. Die Frage, 05 Barbados meistbegünsiigt oder autynom zu behandeln, isi gegenüber unserem gr- sammien HandslsVerebr mit dem britischen Weltreich die unter- geordnetste Frage, die man sich denken kann. Wenn Barbados anderen Staaten, vor aUem Amerika und dem Mutterlande Vor- zugszölle eingeräumt 1151, so konnten wir e'cen weiter ckckck tdun, als was wir gethan haben, das heißt, diese Insel unsererseits dem autonomen Zolltarif unterwerfen. Ein anderes Mittel stand uns gigen die Differenzierung nicht zu Gebote. Ich glaube, wir haben also alles gethan, was der Herr Vorredner in dieser Richtung nur wünschen konnte. Auf die weitere Erörterung der Frage unseres zu- künftigen bandrlépolitisäxen Verhältnisses zu England und seinen Kolonien wi11 ich im Hinblick auf unsere Verhandlungen absichtlich nicht eingeben. Ich glaube, wir wrrden diese Frage 0111610115 be- handeln müffen, wenn wir zu einem neuen Handelswertrage mit Eng-
land kommkn. (Brady !)
Abg. Dr. Paasche (nl,): Auch wir müffxn dem_ RéiÖZamx des Innern attestieren, daß es die Handelswertrage mit der großten Gründlichkeit vorbereitet Sat und dafür 0116 Anerkennung erdient. Die Vorlage überrascht mich doch einigermaßen. Nach 0er vorjabiigen Verlängerung des Provisoriums hatten wir doch mien Abschluß erwarten könnzn. Erst bröckeln Canada ab, dann kgm Oii-Indi6ir mit drm Zuckerwll, jeizt Barbados. Dirie Insel hat. 10 freilich mit uns kaum irgendwelche Handelsbeziebunqen; sie prodzizterx nur Zucker, und der grbt nach Amerika, wobsr sie ibre'Bedurfnine, bezieht. Liber geben wir dem Bundesrajb die bisbsrtge „Befggntß. unbescbiant weiter, so steht uns niemand dafizr, daß wir nicht imme“: wstisr zurückgedrängt werden. Wir aewabren faktisch England die Meist- bégünstigung, haben aber keine Urkunde_derGegenseitigkeit, und darauf allein bin geben die englischen Kolonien geaxn DeuxsÖland W und behandeln uns differentiell. Ist es denn abwlut'nicht nzöglicb 06- wesen, diese Frage durch den cffe_ktiden Abschluß eines Meisjbegßnsir- gungSVerirags, wenn auch nur aus eén oder zwei Jahr?, zu erledigen?
Abg. Roesicke-Deffzu (h. k. F.): Der Vorwurf der. „An- riffe, welche den Stempel dsr Tzrxdénz an der Stirn irag-n , hat ck doch wobl nicht auf die Ausiübrungcwdes Abg. Brocmel be- zogen. Hkrr Broemel kat keinen Tzdel daruber außgesprosbexi, daß man im Reichsamt des Innern fich informiercn rroUZe und die Au]- ftkklung eines Tarifschemos besprcchcn bai. Er_bat vielmehr g4txdeit,
daß man die Herren, we'lcbe nur über das Tarisschema geböri werdcn sollten, auch über die Zoüsäße bcfragt_bat, Und zivar o_us An- regung des betreffenden Vorsitzenden. Fur den Staatssrkretar m:,i es ja sclhstvrrsiändlicb seiii, daß man das Scheixia nicht “bk- svrecben kann, 00:12 die SäYe za kerübren. Adxrfur 061200011052 Menschen ist, das nicht scibstversiändlickp. Jab 5158 einer 101ch.n Em- ladung 111 11?ka Bejpreckun0€n n*cht entsprcäxrn, wxil i'cb,mir sa-zté: was soll dsnn viel über das Schema; zu beiprech6_n sem- Nachhér babe ich erfahren, daß man die Bewkecbung auf 0116 Artikel und 30111513: für das Brangewzrbc aussedrbnt „bai. Dre Jmterrffsnten köxxnen nichts erfahren üver das, was im Rrrchsamt des Innern, vc:- bandelt worden ist, wsil diese Vrrbandlunasn ais vertragliche bkzeicb'nkt waren; sie sind also auch mit ihren Ansichtsn einstweilsn _n0ch nicht vöUis zur Gsltung gekommrn, zumal die Herren, wslcbe gebdit werdrn sollen, nach dem Ermcsien drs Amtes ausgewqblt warcxr. Die Uebrigrn haben also das Recht zu verlangen, mit ihren An1chanungen auch gehört zu werden. In den Zeiiungen wird auch nur getadelt, daß ein großer Tbeil der Sachvrritändigrn vorher garnichts davon wußie, daß sie auch [Wer die Zollsäße befragt werden soliirii. Dadurch wird bedauerlicberweise ein großer Anreiz zu außerordentltchen Forderungen
in der 01101102 der Zollerböbungen gegeben. Wabcsibeinlicb hat das Reichsamx diese nicht ganz korrekte Form der Einladung gewählt, noris es furchtete, es würde in diesem Punkte noch weiter über das Maß binauSgegaugen werdeii, wenn dieser Punkt in der Einladung erwähnt worden wäre., Die Verhandlungen über diese Seite des neuen Werkes muffen im Lichte voller Oeffentlichkeit statsfinden, damit rechtzeitig die Jntereffenten Stellung nehmen können.
Ganz ist das
Abg. Dr. Noesicke-Kaiserslautern (h. k. F.): Tarifscbema von den Zollsäßen allerdings wobl nicht zu trennen. Bezuglicb der Vorlage muß ich mich dem anschließen, was Herr Paascbe bier vorgetragen bai. Ich Weiß nicht, wie man jetzt die Verlängerung auf ugbestimmte Zeit verlangen kann, die doch das Haus voriges Jahr ausdrucklicb abgelehnt bat. Wir sehen doch, wie die englischen Kolonien weiter abbröckeln. Der Reichstag würde sich selbst wider- spxecben, wénn er ijT die Verlängerung auf unbestimmte Zeit ge- wabren woilte; eine Zurücknahme der Ermächtigung ist ja doch aus- gesch10ffem Auch wril das Zolltarifgeseß schon im nächsten Jahre 51:11 Feilésjage vorgelegt werden soll, dürfen wir nicht über ein Jahr
nau ge en.
Staatssekretär des Innern, Staats:Minister 131“. Graf von PosadawHky-Wehncr:
Ick möchte Herrn Dr. Roesicke erwidern, daß es mir Bedürfniß War, einmzl die Angriffe, welche in der Orffentlichkeit gegen die handelspolitiscben Vorarbeiten im ReichSamt des Innern gerichtet sind, bier auch öffentlich zu widerle'gen, und daß meine Ausführungen selbstdetständkich nicht gegen das gerichtei waren, was Herr Abg. Broemrl gesagt bat.
Herr Abg. Noesicke wird sich beruhigen, wenn ich ihm er- kläre, daß jetzt die Einladungen an die S1chVerständigen aus- drücklich auch die Bemerkung enthalten, daß über die Zolliäße Verbandelt werden soi], Wenngleich vorher scbon bei Erörterung des T0rifschemas aus den Vrrber schon dargelegten (Gründen Verband- lungen über Zollsäße nicht vermieden wrrden konnten. Aber jene Sacipvrrständigen werden nicht von mir oder meinxm Referenten aus- gewählt, syndern aus den verschiedensten wirthsckpaftspolitisäpen Rich- tungen auf Vorschlag der betreffenden Kommission des Wirtbscbaft- lichen Ausschuffxs, auf Grund Von Vorschlägen der verbündeten Régierungcn und auch der Intereffentanereine. Herr Abg. Roefickr scheint es überhaupt zu bemängeln, daß wir in dieser Weise Sachvxrständige anbörxn. Ick) frage ihn aber: wie soilen wir bei der ungeheuren Vielgcitaltigkeit unserer Industrie uns das nötbige Maß technischen und merkantilen Wiffens aneignrn, wenn wir nicht Sachderständige hören? Ich kann mir die Vorbereitung eines neuen Zolltarifs und neuer Handelsverträge obne engstr Füblung mit Sachverständigen aus den Jntereffentenkceisen garnicht denken. Wenri Herr Dr. Roesicke auch nur einer solchen Sißung beiwobnte, würde er sich überzeugzn, daß tagtäglich intrikate technisch? Fragen zur Verhandlung kommen, die man ohne Sach- Verständige garnicht dsantworien kann. Es liegt drsbalb meines Er- achtens auch in seinen Ausführungen ein gelinder Widerspruch: einer- seits bat er Bsdenken, Sachvwständigs über Zoilsäße zu hören, andererseits tadelt er es, daß Sach08rftändige gehört wurden, ohne daß ihnen ausdrücklich mitgetheilt War, eventuell würden auch die Zollsäße zur Sprache kommen. Er hat offenbar befürchtet, durch diese Anhörung möchten Vollkommen unberechtigte ZoÜansprücbe bevor- gerufen werden. Er kann sich auch in dieser Beziehung beruhigen; denn die Herrer, welche wir hören, beschließen nicht, sondern sind eben lediglich Sachverständige, Gutachter, und das, Was in den Zolltarif hineingeichrieben und weich: Gestalt der ganze ZoÜtarif haben wird, wird zunächst von den verbündeten Rxgierungen, vom Bundesrat!) und dann Von diesem hoben qufe selbst festgestellt wzrden. Aber jeyt 0116 diIfe Verßandlangen schon im Lichte der Oeffentlichkeit zu führen, wäre aus vielen Grüdm, auch aus schwer- wikgsnden bandeispolitisebm, vollkommen undurchführbar. -
WInri bemängelt ist, wir machten diese Vorlage erst jetzt, ganz unerwartet, so möchte ich doch bemerken, daß unerwartet die Vorlage nicht sein konnte. Denn es ist allgemein bekannt, daß unsere bisöerige Vollmacht nur bis Ende Juli 1900 gilt, und daß, wxnn wir England gegenüber nicht den autonomen Zolltarif anwenden wollten, wir selbswerständlick) eine Erxeuerung dieser VoUmacbt crbitten mußten. Wenn wir gebeten haben, uus die Vollmacht „„bis auf weiteres“ zu er- tbeilen, so liegt der einfache Grund hierfür darin, daß es nicht ganz un'cedénklich ist, jedes Jahr bier dieselben Erörterungen zu füdrcn. Wir können, wenn einz-xlne englisch? Kolonien Von dem gegenwärtigen Zustande abblättern und die Mxiiibegünstigung nicht weiter gewähren, nur zwei Wegr-einscblagen: entwsdrr wir wenden diesen einzelnen Koionicn gegenüber den auwnomen Tarif an, oder _ ich kann mir auch dxnksn, daß, wenn ein erheblicher Theil des eng- lischen Kolonialreichs uns differenzieren soUte gegenübcr anderen Staaten _ daß wir dann Von der Vollmacht auch nach der Richtung Gebrauch machten, daß wir überhaupt drm engliscbxn Weltreich gegenüber den autonomrn Zolltarif zur Anwendung brächten. Aber, meine Hsrren, wir führen unter anderen Waaren _ und das möchte ich insbesondere drn Vertretkrn der landwirtbsckoaftlicben Interessen sagen allein für 200 Millionen an landwirtbschaftlichen Produkten nach Groß- britannien aus; wir haben alle das Jntereffe, eine Störung unseres handelspoliiischen Verbältniffes zu England zu vermeiden. Ich habe früher schon gesagt: wir müßen bierb-xi wie Ein kühlberrcbnendsr Kauf- mann die Bilanz ziehen und prüfen, ob der vorhandene Zasiand noch ein derartiger ist, daß er für unssre Ausfuhr noch einigermaßen vor- tbeilbaft erscbxint und uns gestattet, solche Differenzierungen seitens einzelner Theile dcs englischen Weltreicbes nur zu beaniworten mit der Differenzierung dieser kinzelnen Theile selbst.
Wknn der Herr Abgeordnete Paafche sagt: man hätte doch wohl einen Vsrtrag mit England abschießen können, drr einfach besagt, daß die grgenseitige Meistdegünstigung bis auf Writeres eingeräumt wird seitcns Driztscbiands einerseits und drs englischen Mutterlandes und der dazu gehörigen Kolonien anderersrits, das wäre doch wohl eine sebr einfache Sache gewcfen, so vergißt er, daß Verträge die un- angenrhme Skit: haben, daß sis von zwei Parteien abgeschlossen werden müffen. Wenn das so einfach cheien wäre, wären wir diesen ein- fachen Weg sicher gegangen; aber 581 einem Staatswksen wie England, das sich über die ganz: zivilisierte Welt verbreitet, wo so verschiedene Jntereffsn innerhalb der einzelnen Kolonien herrschen, ist die Frage nicht so einfaä), wie man denkt, und weil sie nicht so einfach liegt, konntcn wir zu einem Vertragsabschluß bisher nicht gelangen.
Ich kann deshalb nur dringend bitten, meine Herren, die Vorlage so anzunehmen, wie sie vvrgrscblagsn ist. Wir stehen ja hier so wie so fortgesrtzt untcr Jbrer Kontrole, welchen Gebrauch wir yon dieser
eingeräumten Begünstigungen selbstverständlicb auch jeden MgenbliÉ, wieder zurückziehen. “
Abg. Broemel: Ich siüße mich nicht auf Zeiiun snachrirbten,
sondern aui Mittheilungen von_v:rnommeneu Sachverft ndigen, wie ich schon gleich anfangs auSgefubrt habe.
Auf das überieugendsie bat die Richtigkeit meiner Ausführungen, der Kollsge Roeficke narb- gewiesen. Wenn der Staatssekretär uns immer wieder „beweisen will, daß die Vernehmung von Sachverstandigen notbwendia ist, so begreife ich nicht, woher er den Anlaß daxu nimmt; solche Vernehmung ift tbatsächlich nothwendig, und die Frage ist nur, in welcbeZn Um- fang und in welcher Art die Vernehmung am zweckmaßigsten vorgenommen wird. Nunmehr wird ja die Vrrnrbmung, wie wir böten, auch auf die ZoÜsäßk schon in der Einladung hervor- gehoben. Draußen im Lande werden unendlich viele Gewerbetreibende nichts von den Zollsäßen erfahren, welche dort vorgeschlagezi werden, obwohl ihr Gewerbebetrieb aufs tiefste davon betroffen mird. Den Wunich Voller Oeffentlichkeit haben fast alle deutscher) Handelskammern mit mir ausgesprochrn. Nachdem zwei große Parteien erklart haben, die Vorlage nicht obne weiteres zu acceptieren, bitte ich ' meinerieits. die Vorlaae auf jeden Fal] anzunehmen, gleichviel, ob die Verlange- rung des Provisoriums auf ein Jahr oder bis 1903 ausgesprochen wird» Damit schließt die erste Berathung. „ Zur zweiten Lesung beantragt der Abg. 1)r.R06s1cke- Kaiserslautern, die Verlängerung nur bis zum 80. Juli 1901 aUSzusprechen -
Abg. Or. Paaicbe erwidert dem Staatssekretär, daß die Motive der Vorlage ieizt, nach einem Jahre, ebenso lauteten, wie im vorigen Frühjahr. Also habe an das ganze [61516 Jahr nicht bingerercht, sich über die bloß? Meitbegünstigung für kurze Zeit zu einigen. (Gewiß seirn die englischen Handelsbeziebungexx einer der Pfeiler unseres Wirtbscbarislrbens; aber man m:"111e darauf auf- merksam machen, daß uns das freihändkrrifcbe England täglich neu: Schwierigkeiten bereite und Deutschland sich 530 nicht länger stumm gefallen lassen soUte. Darum sei 62 angezeigt, dir Ver- längerung nur auf ein Jahr auSzusprecben i_md damit den Engländern zu saaen, daß sie sich auch etwas beeilen jollten, wieder in geordnete Verhältnisse mit Deutschland zu kommen.
Abg. Dr. Bachem (3811112): Wend wir die Vollmacht auf ein Jahr gehen, nehme ich nicht an, dai; unsere Regierung oder die Engländer böbere Forderungen stellen werden. weil _die Vollmach nur auf ein Jahr verlängert wird;“,die Position k8mrs der beiden Kontrahentrn wird verschlechtert. Srebrrer ist immerhin, riur auf LinsKickizr abzuschließen; das Zentrum wird sich dem Anirage Rorsicke an 6 en.
Abg. Dr. Oertel-Sachsen: Diese Ausfübrrrngen _find für mich durchaus Überzrugwd. Die Sichzrheit, daß wir im nachstixn Jahre mit dßm Zolltarif befaßt sein werden, ist nicht völlig _zweisellos ge- geben; ich trete dabkr jrxzt dem Antrag.? bei, die Verlangerung nur bis zum 30. Juli 1901 auszusprechen. ,
21wa ö [ler - Duistrg: Mir ist vor aiiem darum xu thun, das; dis Vollmacht der Regierung 0011 neuem eribeilr wird. An sic!),balteicb dic aÜjäbrlichc Erneuerunz diezer Debatte für keinen Vortheil, rauch be- findkn wir uns bei drm gegenwärtig-xn Zustand wohl, und :ck) sehe nicht ein, warum wir die Regierung drängen sollen. Nachdem aber von anderer Srite kiLsI Einschränkung befürwortet ist, wsrde auch ick) ihr zustimmen. ' „_
Nach dem Antrage des Abg. Dr. Rocstcke-Kmierslautem wird die verlangts Ermächttgung fast einstimmig nur bis zum 30. Juli 1901 gegeben.
Abg. Rickert beantragt, sofort in die dritte Lesung ein- zutreten.
Abg. 131". Sattler (ni.) fragt, aus welchen Gründen die Re- gierung auf einer so raschen Erledigung bestehe. Es sei kxine Gefahr im Verzugs, und aus prinzipiclien Gründen und mit Rück1icht (fruibdie Geschäftsordnung müs1e man doch jeder Ueberstürzung wider-
tre en.
Staatssekretär des Innern, Staats-Ministcr 1)r. Graf von Posadowsky-Wevner:
Meine Herren! Es ist ja nicht die Gepflogenbcit der Ver- bündeten Regierungen, irgend einen Einfluß zu üben auf die (Ge- fchäftébebandlung des boden quses, und ich gebe nur eine Erk1ärung ab, weil eine ausdrückiicbe Anfrage aus dem hohen Hause an mich gerichtet ist. Wir legen selbstverständlich Werth darauf, daß diese Vollmacht uns sobald als möglich ertbeilt wird, aus dem einfachen Grund?, weil es Wertbvoü ist für die HMdelswelt, sich auf die Zukunft rechtzeitig einrichten zu könnén. Wir haben heute den 26. Mai. Ende Juli läuft der Vertrag ab. Es werden jest schon Kalkulaiionen bezüglich der Einfuhr aus dem englischen Muttkrlande und den Kolonien gemacht, und die Haudelswelt muß Werth darauf legen, ganz genau zu wiffen, welcher Rechtszustand nach Ablauf der uns ertbeilten Vollmacht eintritt. Aber so wichtig sind die Fragen selbstverständliib nicht, und die Sache drängt nicht so, daß wir be- sonderen Werib darauf legkn müßten, daß die Sache heute schon zu Ende geführt wird. Wir würden aber Werth darauf legen, das; sie noch vor der Vertagung des Hauses zur Entscheidung käme. (Hriterkeit.)
Abg. Dr. Bachem schließt sich den Bedenken des Abg. Sattler an. Die Gsschäitswelt inrde, nachdem in zweiter Lesung fast ein- stimmig die Vorlage angenommen sei, ganz genau wissen, wie der Hase laufe. _Die verbündeten Rxgierungen hätten edentuell den Ent- wurf etwas irüber Vorlrgrn münen.
DLL" Abg. Rickert zieht seinen Antrag zuriick,
Daranf wird die dritte chung des Gcseßentwurfs, betreffend die Abänderung drr Uiifallversicherungs: geseHe, fortgeseßt. Zur Diskusiion" 11th zunachst _das so- genannte „Mantelgese “, welches die fur die mer Spszialgcscße gemeinsam geltenden“§ estimmungen enthält.
Bei dem § Z (HchiWSgerickUe) kommt der
Abg. Ro'eitcke - Dessau kurz auf die: Petition des Verbandes der Berufsgenoffenicbaften zurück, die im Jntereffe der Berufsgcnoffen- schaften dkn Verziwt auf die territorialen Schiengericbte und aus die Abänderung der Béstimmungen hinsichtlich der Ansammlung des Reserdkionds Verlanße. Diese Gsskygebung werde doch nicht für die Organisation der Berufsgenoffenichasten gemacht, sondern im Interesse der Vzrsicherten; insoweit hätten die Interessen der ersteren zurück- zu ret-n. „ , . -..
Zu § 7 wird ein von 1011 011011 Partcicn uiiteritußter VerbesserungSantrag des Abg. Nocsrcke-Dcsmu ange- nomm-Ln: _ .Bei dcr Verhandlung sind, wweit es sich um Uniäüe in der Land- und Forstwirtbschaft odér im Bergbaubetrieb“: handelt, Beifißer aus dicsen Berufszweigen, im übrigen Beisitzer aus den sonstigen der Versicherung unterlirgendcn Betrieben zuzuzieben. AYYngmen sind nur in einzrlnen Fallen aus besonderrn Gründen zu (: ig.“
Za § 9 beantragi Abg. Hoch (Soz.) die Streichung des lcßien Ybiaßes: Das Schiedsgeriäet ist bequ, dkn Beibeiliaien solche Kosten drs Vkriabrens zur Last zu logen, wrlcbe durcb Mutbwillm oder durch ein auf Vérsck-lcppung rJder Irreführung berechnetes Ver- baltkn dersclben veranlaßt worden smd.
Unter Ablehnung des Antrags H0ch wird § 9 unver-
ändert angenommen._ Zu § 15 wird ein rcdaktioneücs Amendcmcnt des Abg. Trimborn (Zentr), zu § 150. ein Antrag des Abg.
Vollmacht machkn, und wir können die auf Grund dieser Voleacbt
Roesicke-Deffau nach kurzer Debatte, an welcher sich außer.