1900 / 132 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 05 Jun 1900 18:00:01 GMT) scan diff

“Yichtanun0es. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 5. Juni.

Ma'etät der Kaiser uztd König nahmen “am SSOÄYZLUÖ Lébesnd im Neuen 5]„chlausz den Vortrag des Ministers für Landwirthschaft, Domqnen und Forsten, Frei-

amme lein ent egen. _ _ " ' herrnAYnPYngstsoÜtag wo nten Seme Majestat mtt Ihrer

Majestät der Kaiserin und Königin dem (HotteSdienst

' ' kik e bei. _ , m deÖUFthdeanngen Seine Majestät der. Katsex gelegent- lich des Stiftungsfeftes des Lehr-InfanterteBataonnxz den Herzog von Loubat, den neuernannten großbrttqnmschen Militär - Attaché, Oberstleutnant Waters, sowre eme Abordnung des deutschen Kriegerbundes aus New York und nahmen aks den Händen des Obersten von Tresckow, des Ober- leutnants von Schaumann und dex Leutnants von Strehle und von Rosenberg die Orden threr verstorbene!) „Vater bezw. Oheime entgegen. Außerdem _,fatzden mxlttartsche Meldunqen statt. Nach der Fruhstuxkstafel batten Seine Majestät eine längere Besprechung, 11111 dem Staats- sekretär des Aquärtkgen 91111117», S_taats-thster Grafen, von Bülow und dem Chef des Ztmlkabmets, W1rkltchen Gehetmen . on ananus. . . RathHZktevVormittag nahmen Seme Ma_1estat im Regen Valais den Vortrag des Chefs des Admwalrtavs der Marme,

Vize-Vldmirals von Diederkchs entgegen.

ierli e Bst after in St. Petersbyrg, Wirkxiche GeheénF 9331115 FY]? 005chRadolinnhat einen tym Allerhochst bewilligten Urlaub angetreten. Wghrend der Ahwesenhett desselben fungiert der Erste Sckretar der Kaiserlichen Bot- schaft, Gesandte von Tschtrschkt) und Bogendorff als Ge- schäftsträger. G f T tt

aierli eGesandte in Lissabm) ra von a ken- ba ck21? 05511 s021nch15m Allerhöckzst' bemillrgten Urlaub auf fernen Posten zurückgekehrt und hat dte Geschafte der Gesandtschaft wieder übernommen.

Laut Meldun des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Vmetg“, Kommandant: Kagpitän zur See da Yonseca-Wollherm, am 2. Juni in Horta eingetroffen un gestern nach Santa

1 ' e an en. _ _ Luc (StnMSeeSg ZI agguar“, Kommandant: .Korvetten-Kaprtan Kinderling, ist am 2. Juni in Shayghat gngeYzmxnen. _

Der Ablösungstransport ur dre “Gcblffc 1.11 Ost-Asien an Bord des Dampfers, tuttgart , ,Tr'ansZzort- führer: Kapitänleutnant Koch, rst am 3. Zum 111 Hort Said eingetroffen und an demselben Tage nach Aden wetter gegangen. _. _ '

Der Dampfer „Koln“, mrt emexn Ablosungstxans- port für die Schiffe in Ost-Asten, Trat1§por1fuhrer: Korvetten-Kapitän L autenberg er, 171 am 2. Zum 111 Colombo angekommen und am 3311111 nach Snmgapore wetter gegarzgen“.

' Der Ablösun stranonrx fur S. M. S. „(Hexer an Bord des Damp ers „Bolévta“, TranSpqrtsubrer: Ober: leutnant zur See von Sack, ist am 1. Zum 111 Colon cm:

getroffen.

otsdam 4. Juni. In üblicher Weise fand heute, am - finZsthontag, ,Vormittag das Sttftungsfest des Zeh'r- Yufanterie-Bataillons statt. Auf ,der Sudsexte des Neuen Palais hielt, wie „W. T. V.“] bernhtet, der Hof- prediger Keßler cinen liturgtschen Gotteskpenst gb, ay welych'em Ihre Majestäten der Kaiser und 010 K_atserrn, Set'ne Kaiserliche und Königliche Hohctt der Kronprinz, 'Ihre, Komg- lichen Hoheiten der Kronprinz und dte Kronprmzexsm 'von (Hriechenlaud mit dem Prinzen Georg, Ihre Komgltchen Hoheiten die Prinzen EitebFriedr'xch, Adalbert, August erlzclm und Oskar, die sämmtlichen [)xer'anwescndkdn Furyxltchketten, die Generalität und die fremdberr11che11 Offiziere thetlnahmen. Auch die Dsputation des deutsch-amemkamschmx Krregerbunhcs wohnte dem (Hottcsdienst bei. Nach dem'selben ließ S1ch Seme Majestät der Kaiser die Deputettpn vorsthcn. Das Lehr-Jnfantcric-Vataiüon nahm in lee Aufsteüurxg. Seme Majestät schritt die Front ab, und es folgte dann 8111 5110110139- marsch, nach dessen Beendigung auch Ihre Maxestat dtc Kaiserin Sick) die Mitglieder der Deputation desdeutsch-amerika- nischen Kricgerbundes vorstellen [[Lß. anwzschen war_ das Lehr-Jnfanterie-Vataillon nack) _ dem festltck) qschmuckten Pla vor den Communs marschiert. Nachdem 16 Mann- scha ten an den aufgestellten Tafeln Play. en'ommen Hatten, erschienen der Hof,_ die anderen Fuxstk ketten und das GefoLge. Ihre Maxstäten machten, hterauf emc11 Rund: gang. Seine Majestät der Katser brgchte em Hoch auf die deutsche Armee aus, welches 1316 Truppen m1t einem dreimaligen Hurrak) eererten. Der kom- mandierende General dss Gardekorps, (Heyexal von Bock und Polack) brachte ein „Hoch auf Seine Maxestät dcn K_mscr aus, wonach die Musik „Heil Dir, im Stegerkranz“ spteltc. Kurz darauf begaben Sich Ihre Majestäten nach "dem" Neuen Palais zurück, wo im Muschelsaale eme (Hgla-Fruhstuckßtafel stattfand. Der Deputation des deutsch-amertkam chen Krteger- bundes wurde in den sogenannten japanischen Zimmern ein Frühstück dargeboten.

Sachsen-Meiningen.

Seine Hoheit der Herzog ist _am Sonnabend nach "Meiningen zurückgekehrt und gedenkt m den nächsten Tagen auf der Beste Heldburg für emige Wochen Aufenthalt zu nehmen.

Sachsen-Coburg-Gotha.

re Kaiserliche und Königliche Hoheit die Herzo in und re Königliche Hoheit die Prinzessin Beatrtce mH am Sonnabend von Coburg nach Schloß Wolfsgarten der Darmstadt abgereist.

Elsaß-Lotbringen.

Die „Straßb. Korrespondenk' veröffentlicht nachstehenden Allerhöchsten Erlaß:

* deaijotgkßxonU FFM: Ktonvfin “. das „Werk bei "le Point-

aiseriu', 'das erk bei Saulny: „Feste

. d(es ein eicben sein, wie eng verbunden I und Mein HausEänsso [5111 dem elcbslande fühlen, und gereicht es 11: zur be- sonderen Freude. JbMMi YFM Kenntniß zu geben.

Meß“ den 12" a ' Wilhelm, 1. 11.

An Meinen Statthalter in Elsaß-Lotbringen.

du our: „Feste Lot ringen“

Oefterreiäqugaru.

Der Kais er ist, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Abend von Gödöllö nach Wien abgeretjt.

Frankreich.

Der Präsident Loubet wohnxe, wie „W. T. B.“, bertchtet, am Pfingstsonntag Nachmitta? m' Beglettung semer Ge- mahl'm den Rennen in Auteu [ ber und wurde auf der Hin- fahrt und bei seiner Ankunft von der Metz 12 lebhaft begrtzßt. Gestern Nac2m1ttag begab fich der, _Prätdent nach Vm- cennes zu en Uebungen der veremtgten Turnvereme von Frankreich. Sowohl von den Turnern wie von der Menge wurde der Präsident mit den Rufen „Es lebe Loubet! Es

be die Re ublik!“ empfangen. . le Bei 11an Präsidenten der Deputwtenkammer Deschanel fand am Sonnabend ein Diner statt, zu welchem auch dte Mitglieder des diplomatischen Korps etaden'maren. Der Senat feste am Sonna end dxe Berathung der ne tie-Vorla e ort. AmDuT Senator TZarxeux nahm seine axn Tage zuvor begonnenen Ausführungen wieder auf und sagte, die Agitation, welche aus Anlaß der Dreyfus-Affaire ins Werk gesetzt worden, sei in Wirklichkeit ein Kreuzzug ge en die Republik. Der Redner sprach davon, welche Ent- rüstung in i m dieAnstrenqungen erregtbätten, die von fetten sämmt- 11cher verbündeten reakkionären Elemente gemachtseien, um einen Mann außerhalb des Geseßeszu steÜen, lediglich deshalb, weil er Jude sei, und wie entrüstet er gewesen sei über all_e die Anschuldigungen, die aegerx die Verjbeidiger eines Unschuldigen gerrÖtet wvrden seien, besonders uber die daß sie sie!) in aus Deutschland und England aekommene 34, Millionen getbeklt hätten. Tracieux sab in dem Auszkl der jüngsten Wahlen zum Munizipalratb in Paris den Beweis dafur, daß dieDrevfus-Affakre nur zu dem , weck erfun'pen worden sei, um der Sache der reaktionären Elemente verscb edensiee Richtungen 111 171811611", und kam zu dem Schluß, daß er die Amnestie-Vorlage ablehnen muffe. Der Senator, General Lambert protestierte gegen die_ Angriffe, Welche gegen die militärischen Richter Dreyfuß' gerichtet wurden, und verlas eine Depesche, welche, nach Mittheilungen emes Morgenblattes, zur Zeit des Nenner Prozesses in Ems angeschlagen worden und mit dem Namen .Josepl)“ unterzeichnet gewesen sei. Die Depesche enjhalte die gröbsten Beschimpfungen gegen den ganzen Generalstab. Der Pcäfident FalliSres verlas sodann, emen Brief Joseph Reinacb's, in welchem dieser dagegen Etnsvrycb erhebt, daß ihm diese Depesche zugeschrieben werde, und, erklart, daß es 7111) um eine Fälschung handle. Der Minister-Präfident Waldeck-Rousseau vertbeidigte die Vorlage und erklärte, bei dem erstay Prozeß gegen Dreyfus seien der Vertbcidi un.; mcht alle Schriftstucke mitgetbetlt worden. Die Regierung Habe al]? Syuren" einer trauriaen Ver- gangenheit außwiscben onen. Man musse uber, gewisse Vorgänge einen Schleier decken, um nicht vexrfltchtet zu sem, fie zu bestrafen. Der Minister wies dann auf k-ie poliYche Seite bin, welche der Geseßentwurf babe, ersuchte die Senatoren dringend, ihm durch Annahme desselben ibr Vertranen kundxugeben und alle eia- gebracbten Abänderungßvorschläge abzulebneg. Dte Regierung könne keine Verantwortung für den 513111115 110 ubernehmen. Wenn “nach Annahme der Vorlage die Agitation ortdauere, werde man rvtffen, Von welcher Seite man die Zwietracht unZer der BewolkerUUJ wieder erneuern wolle. Er fardere den, Setxat auf, n1cht in den Händen der Feinde der Nevubltk “_ dre entscheidende 16111- 11152 Waffe zu lassen, welche (18 besaßen; die Zeit set d_a, ein Ende zu machen. „Man dars“, schloß der Minister-Pcafihent, die Aktionskreibeit nicbt denen überlassen, welcbe durcb Verbrechertfche Lügen dahin gekommen find eine Wmvswbäre zu schaffen, so unrem und so Verwirrt, daß die Republikaner s1ch selbst 1107111 1111111 mehr wiedererkennen würden.“ (Dreifacher, ,lebbaftester Bc'xxakk. qulreiche Rufe: Anschlagen!) Der Senator Marcézre bekamvfte 018 Vor- lage. Der Senate: Milliard wünschte, daß die Amnestte auch auf die von dem Staatßqerickptsbof Verur1beklten ausgedehnt wexde. So- dann wurde die Generaldebatte geschlossen. Du; Senat bescblo mit 171 gegen 41 Stimmen, die Rede des Mmister-Prasidcnten öffentli anschlagen zu lassen. Der Senator Franck-Cbauveau bean- tragte die VerWeisung des Geseßcntwurfs an 1310: Komrrzission beaufs Außdebnung der Amnestie auf die 0011 dem Skaawgkrtckptsbok Ver- urtbeilten. Der Minister-Präfident Waldeck-R0_ufjeau bckampste diesen Antrag, der schließlich mit 175 gegen 101 Sttmmen abgelehnt Wurde. Der Senator Lecomte zog sein Amendement, die Ymnestie auf Dreyfus auszudehnen, zurück. Em Amcntxment des Senators Frucbier, die Amnestie auf die. Von dem S1Y16zer1cht350f Ver- urtbeisten auszudehnen, wurde mit 165 gegen 102Stimmen abgelehnt und die Regierungsvorlage mitf 2F8bgech 34 Stimmen angenommen. ie S1 an wurde sodann au ge 0 en.

D Beßi dßr Leichenfcier für den Advokcxten Falatcuf, dcn Vertheidiger Dérouléde's, kam es am Sonnabend zu_Kund- gebunqen zwischen Nationalisten U00 Republtkanern, bet denen eine Person verletzt wurde. ' ZWU Personen, darunter das Mitglied des Partser Muniztpalrathö Evatn, wurden ver: haftet.

Rußland.

“Xn (Gegenwart ch Marine-Ministers und der Admiralität hat Jm 2. d. M. in St. Petersburg die Kiellegung zu dem Geschwader-Panzcrschiff Orel“ stattgefunden.

Italien.

Die am Sonntag vorgenommenen Wahlon zyr De- putirtenkammer sind, wie „W,. T. B.,“ meldet, tn ganz Italien ruhiq verlaufen. Sammt_1tche Minister .und Un1ex- Staatssekretäre wurden wiedergewahlt. Erne amtliche Statisttk bringt folgendes Wablresultat: (Gewählt wurden: 360 Kon- stitutionelle davon 271 Ministemelle und 89 Opposttwnelle, erner 68 Mitglieder der äußersten Linken und 8Unabhäng1Je. Zn 39 Wahlkreisen find Stichwahlen erforderlich. 33 Wa [- resultate sind noch ungew1ß.

Spanien.

Na einer dem „W. T. B.“ zugegangenen Meldung aus Madrickkx) vom 3. d. M. ist es in Lahnea (?) beiCadix zwischen afenarbeitern aus Gibraltar und Zollbeamten zu einem usammenstoß gekommen. Die Gendarmeme mußte em- reiten. Vier Personen wurden verwundet und zahlreiche erhaftungen vorgenommen.

Portugal. In der Si ung der Dep'utirtenkgmmer vom 2. d,'M. stellte der inister des Auswartlgen gegenuber

R' ublilkein UltimaTtuni erhalten habe, auch habe kein _Kampf anepder Grenze von Transvaal und Portugiesisch - Ostafrika stattgefunden.

Belgien.

Die Wahlen der ProvinYalräthe zum S_enat haben, dem „W. T. B.“ zufolge, ke ne Aenderutz 111 dem Ver- hältniß der Parteien ergeben. Die Kathol: en erbtelten in sechs von neun Provinzen die Mehrheit. Gewahlt wurden 15 katYolische, 11 liberale und soztaldemokrattsée Senatoren. Der Senat besteht nunmehr aus 58 Kat oltken und 44 Liberalen und Sozialdemokraten.

Türkei.

Der Sultan empfin , wie „W. T. B.“ berichtet, am Sonntag den deutschen olschafter Freiherrn Marschall von Bteberstein m Audieyz.

Die Königin von Grtecbenland pasüerte gestern JUZ ihrer Reise nach Rußland den BosPorus. Der Sultan lte Allerhöchstdieselbe durch seinen Gencral:Adxutanten Damad Mehmed Pascha und durch den Minister des Auswärtigen Tewfik Pascha begrüßen.

Bulgarien.

Wie das Wiener „Telegr.-Korre ;).-B'ureau“ aus Sofig beri ict, hat die bulgaxische 5 egterung gegen pte türk1chen Differenzialzolle „protesttext unter dem HU)- weise auf das Vasallenverhältmß, sonne darayf, dqß dle Handelskonventionen noch nichtah elaufcn seien. De Negxerun'g verlange ebenso wie die rumän'U e und dte, serbtsche, daß dte Frage einer gemischten Kommisfion unterbrettet werde.

Dänemark.

Der König hat, dem „W. TB.“ zufolge, gestern Abend die Reise von Kopenhagen nach Wiesbaden angetreten.

Amerika.

Eine. der New Yorker „World“ zuaegangene Depesche aus Washington meldet, der GencrahMac' Arthur habe neue Truppcnscndungen für dte Phxltppmen verlangt; infolge dessen sollten drei Regimenter dahm abgehen.

Einem in New York eingetroffenen Telegramm aus K ings 1 on ZZamaica) zufolge ist mit dem daselbst angekommencn Dampfer rinoco“, welcher Columbien am 31. 0. M. verlassen hat, die Nachricht eingetroffen, daß dre Aufstan- dischen 6 Meilen von Pa_nama e11tfern_1 seren. Das ameri- kanische Kriegsschiff „Macbiqs“ befmde 11ch m Colon. Da?- selbe habe den Befehl, Marmcsoldaten zu 1anden, „falls dre Sladt bedroht werden (01112. Es vcrlqute, dre Aufstandtschen hätten das columbische Kanonenboot „Eordova“ versenkt.

Asien.

Wie „W, T. B.“ ans Peking vom 3 d. M." meldet, ist daselbst ein deutsches Det'acheayent 111 Starke, von einem Offizier und YMann, 101018 em Ntcrretck)1sch-11ngartsches Deta cment einxetro en. ' "

Kuß Tientqsin vom 2. d. M. bcr1chtet das „Neunt-er1che Bureau“, daß, nach den neuesten Meldungen der franzonschen Priester in Paoting u, die Ausländer, x_velche von doxt ent- flohen und von bema'neten Boxcrß angegrtffen nzuxden, m der Dähe von Ticntsin angekommen sexen. Es bestattqe stch, paß vier der Flüchtlinge getödtet und_ mer verwnndet worden |an. Von Tientsin sei eine Abtbetlung Kosaken abgegangen, um die Flüchtlinge aufznnchmen. . Wie das _ ge: nannte Bureau vom gestrigen Tage we1tcr meldet, hatten die Kosaken ein scharfes Gefecht mit den Boxeys gehabt, von denen 16 gctödtet und viele verwundet worden 101211. Aufrusfi- (cher Seite seien 1 Offi “ter und 3 Maxm „verwundet workzen. Der britischeMissionar 1 obinson, M11011ed der'Nord-Chma: Mission, sei nebst fünf eingebqrenen Chrisxcy 13610010 „worden und Norma'n, derselben M11ston ange50r1g,_inWucfyayung, zwei Meilen von chchißng,Gi? [Gefangemchaft gerathen. c terer bc “nde i in ro er :a1r. _ ' LH Dasselkae Buser mTldet ferner, pas; dic Boxers 4 Mxtlen von Tientsin ständen. Es werde cn) Angrtff auf 019 Stadt erwartet, doch sei ach darauf vorberettet, und die Bejvolkerufng inzuocrsichtlicher Stimmung. Drei 021" 5911111111011 Ingcntenxc'xsetcn in Tiexttsin eingetroffen; 1mch_ M1tthe111111q des franzoftjchen Konsuls würden noch 11 von 100611 vermtßt, doch bestehe 016 Hoffnung, daß fünf würden gerettet werden. .

Afrika.

Das „Ncutcr'sche Bureau“ meldet aus Lourengo Marques vom 3. 0. M., die tclegraphische Verbmdunk] mlt Transwaal sei für das Publikum gesperrt. Nach den eßtcn Meldtmqen hätten Burenkommandos "111 Starke 0011 etwa 10000 Mann bis Donnerstag alle Ponttonen un0_K0p]cs Um Pretoria bcseßt gehalten. Ein anderes großes Byron- kommando stehe am IZ-ZEZrchnkdhodrst Spruxl. Dcr Pravdent

er ei 110 in a )a 0 orp. ' K &cmüDaiY Exprcß“ wird aus Ncw'York vom 3. Zum berichtet: Das „Journal“ vcxöffentliche cm aus M0cha00- d orp, den 2. Juni, datiertcs Telegramm des Praszdenten Krüger, in welchem dieserdcckläre, daß der Kampf hrs zum

ode ort e e 1 werden wür c. T 2553582301: berichtet aus Lourengo Marques vom 3. d. M.: Ein amtliches Tele ramm aus - „retorza'bcsagc, ein schweres Gefecht habe beiHJrenc, 8_ eclen su011ch pon Pretoria, am 31. Mai stattgefunden. Dte Buren häxten 1h1_'e Stellungen bis Sonnenuntergang behauptet. _ 15 Zuge mlt Vorräthen würden täglich von Machadodotp nach Lyoenburg abgesandt.

Eine De ? e des Feldmarschalls Lord prerts 01113 Jo annesbxrsY vom 31. Mai, 9 Uhr 40 Mtnuten fruk, mel et: Ich erhielt den Bericht über die Operaxionenudes Genera s French vom 28. und 29. Mai. Derselbe sttcß'wahxend seines ganzen Marsches auf Widerstand; es gelang thm jedoch, den Feind aus einer starken Ste11u_ng nach der anderen mit sehr gerin en Verlusten zu vertreiben. Der General French hat jetzt 0 e Stellung nördlich von Johannesbur inne, welche ich ihm einzunehmen angewiesen hatteÜUnsere erluste find. 2 O 'ziere verwundet, 2 Mann todt .verwundet. .

fZWS Johannesburg vom 1. d. M. meldet Lord Roberts. Die Brigade des Generals Wavell bleibx Zn Johannes- burg zur Aufrecht altung der Ordnunf]. Dte ubrigen TrupZen

aben auf dem * ege nach Pretor (: Lager hezogen. ie ZJeseßun von Johannesburg ing ruhig vor (:ck, dank den vortreffl chen orkehrungen es K_ommandanten Krause. Ick) ritt mit dem elben nach den Reg'teruygsgebäuden, nxo er mir die obersten eamten vorstellte, dte sämmtlich einwilltgten,

J babe bestimmt, da die bei Me in Ausführung begriffenen Befes igungen, wie ongt, benannt Herden sollen: das Werk auf

einem Deputirten fest, daß Portugal von der Südafrtkanischen

während der zu treffenden Anordnungen auf ihren Posten zu

“' b1e10en. '

, nachgewiesen war.

Die Stadt Johannesburg ist recht leer; auf dem Haupt laß der Stadt atte aber eine Volks- menge ver ammelt, als de bmi che Flagge gehißt wurde und die Tru_ppen m ausgezeichneter ' altung

_ defilierten. Die Hochlander-Brigade ist am 29. ai in Heilbron angekommen. Sie at auf_dem ganzen Wege von Ventersburg her mehr (oder wen aer Wtderstand aefxmden und fol ende Verluste g-Habt: 8 Mann todt, _4 Offtziere und 3280111111 verw undet. Der General R u n d l e bertchtet telegrapbisch, daß seine Verluste 30 Todte und 150 Verwundete betra en. -

Ein weiteres Telegramm des Feldmarschalls Lord No e rts

aus Orange-(Hroye vom 2. d. M. besagt: Die Stadt Johannesburg ist ruhtg; die Bewohyer liefern Waffen und Pferde aus. Im Fort find nur eme Haubtße und zwei 65mm-Geschüße zurückgeblieben. Am 30. M01 haben die QueenßlandTruppen ein (Beschuß und 11 Wa en mrt Vorräthen und Schießbedarf er- beutet. Bei den Kämp en rund umIohannesburg wurden der Kom- mandant Votha von Zoutpansberg, sem Feldkornet und etwa 100 andere Buren gefangen getzommen, unter denen sich auch einiqe Ausländer unkz Angehort'gc des irischen Freikorps be- Landen. Am 29. Mai wurde eme Ab'tbeilung Yeomanry auf em Wege zwischen Kroonstad und Lmdley angegriffen und erlitt eini e Verluste.,

Die eute erZchtenenen Londoner Blätter veröffentlichen, wie „W. T. B.“ erichtet, ein Telegramm aus Pretoria ohne Datum, welches am 4.Jun1 von Lourengo Marques aus weitergegeben ist und in nzelchem es heißt, daß Pretoria von den brittschen Truppen emaeschlossen sei und Widerstand nicht werde geletstet werdcn. Dre Stadt werde: vom Bür er: meister übergeben „werden, sobald eme dahingehende förmltche Aufforderung an thn gerichtet werde.

Aus Wxnburg vom 31. 0. M. berichtet das „Renter'scbe Bureau“, mrt dem Gefechte am 29. 0. M. in der Nähe von Senekal habe der General Rundle bezweckt, den Feind von Lindler) zu vertrethen, wo 500 Mann der Ycomanry abgeschnitten gewesen seren. _ Der Zweck fei erreicht worden, die ' Yeomanrt) set gerettet. Den ganzen Tag sei heiß gekämpft worden, die Buren hätten sich in vollkomxnencr Deckung anf einem hohen Kopie befunden. Dre (Garden hätten 37 Todte und 115 Ver- wundete verloren, die Verluste der Buren seien bedeutend ge: wesen. Der Kommandant Villiers sei schwer verwundet worden. Der „(General Clements sei in Senekal einge- troffen, der eral Brabant in Ficksburg. Der Feind habe alle Ueb lcibsel des Freistaat-Heeres zusammengezogen.

Dasselbe Bureau meldet aus Newcastle vom 1. d. M., es sei kein Anzeichen dafür vorhanden, daß die Buren den LaingSnek aufgeben würden. _ Nur wenige Freistaat-Buren bewachten noch die Drakensberg-Pässe.

Der in Graaff Reinet (Kapkolonie) abgehaltene Kon- greß der holländischen BevölkerunZk der Kapkolonie hat, dem „W. T. B.“ zufolge, einstimmig ' esolutionen ange- nommen, in denen erklärt wird, wenn die britische Regierung auf der Einverleibung der Burenrcpnbliken bestehe, so werde Friede und Wohlfahrt des Landes unheilbar geschädigt werden, und es würden verhän nißvolle Wirkungen eintreten. Das Land werde nie wieder Fri? 6 und Eintracht kennen lernen. Die Bcilegung des Kampfes soUte in der Wiederberstsllung bedingungs- loser Freiheit und Unabhängigkeit der Republiken bestehen. Die Bevölkerung der Kapkolome sollte eine Stimme bei der Ernennung des (Gouverneurs haben, wodurck) unnöthig würde, stehende Heere zur Beherrschung des Volkes zu unterhalten. Dann würden die beiden Burenrcpubliken stets berkit sein, den Bewohnern der Kapkolonie gegen jeden etwa1gen Emfall einer fremden Macht in Süd-Afrika Hilfe zu leisten. Der Kongreß ernannte Abgesandte, welcbe Ermland, Australien und Canada besuchen sollen, um dort die esinnungcn der Kapkolonistcn zum Ausdruck zu bringen.

, Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureans“ aus

Tanger vom gestrigen Tage hat der dortige Vertreter des Saltaus für _aUSWärtigc Angelegenheiten el Tores die

Mächte benachrichtigt, daß in Zukunft a11e für den marokkani:

schen Hof bcstYmmten Schreibm an ihn adressiert wcrden

müßten und daß von ihm auch die Antworten würdon über: mittelx, werden.

Nr. 23 des „(Zentralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 1. Juni, 1101 folgenden Inhalt: 1) Konsulat-Wesen: Ernennung; _ (Ermächtigungen zur Voryabmchm ZivilstandI-Akten ; _ Entlassunn; _ Ableben eines Vize- .60111010; _ Ex“quatur-Ertbeilungen. _ 2) 3011- und Steuer-Wesen: Zzükre1er Einlaß der von der diesjährigen Ausstellung von Automo- vzlen in, Wien zurückgelangenden deutschen Güter; _ Ermächtigung emcr Ftrma zur Abgabe von Holzaeist und Pycioimbascn zu Brannt- wein-Denat11rierungszwccken; _ Rangerböbung eines Reichsbeooll- maQtégxen und eines Staxions - Kontroleurs. _ 3) Polizei - Wesen: Auvwm'wnq von Ausländetn aus dem Reichßgebiet.

N.“. 19 des .Ei1enbabn-Verordnungsblatts“, beraus- aegkben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 31. Mai, hat fol.;enden Inhalt: Allerhöchste Urkunde. betr. die für die Dauer des 141ve1ligen Sommerx-Fahtplans Vorzunebmende Umwandlung der Neben- e1kenbabn von Köntgsbera nacb Kranz in eine Haupteisenkabn durch 0111 Königsberg-Kranzer Eisenbahngeseklschast, vom 7. Mai 1900. _ Erlasse des Mtnisters der öffentlichen Arbeiten; vom 21. Mai 1900, betr. Aügemeine Bedingungen für die Zulassung von Prioatanscblüssen; vom 21. 2111131 1900, betr. Bezeichnung der zum Bau und Betriebe bkstkmmter Kleinbabnen zu Kründenden (Gesellschaften; vom 22. Mai 1900, betr. Wahl der Arbeiterausscbüffe. _ Nachrichten.

Statistik und Volkswirthsrhaft.

Gemeinden mit umfangreichem Hopfcnbau in Preußen 1899.

Durch Erlaß deo Reichskanzlers vom 24. April 13. I. wurde die Vornahme einer besonderen Ermittelung über den Ausfau der Hopfen- ernte in den Gemeinden und Gutsbeziaken angeordnet, für die 1899 bei der Anbauermittelung eine Hopfenbaufläéoe von mindestens 5 118. Es wurde hierbei die im Crtrage stehende Fläche, sowie die zu erwartende Ernte nach dem Gewicht der durchschnittlich vom Hektar gewonnenen Dolden und nach der Beschaffenheit (Ob sebr gut, gut, mittel, unter mittel oder acting) erfragt. Im Anschluß, an die früher veröffentlichten Eraebniffe jener Erhebung tbetlt die „Stat. Korr.“ mit, da 1899 von ins- aesammt 17779 ba - die an der Gesammtf] che von 24240 1.1. féblenden 646,1 118. vertbeilen sich auf die Ortschaften, die Hopfenbau nur in geringerem Umfange treiben _ 1030325 kg oder durch- sÉUkUkW 564 1:3 vom Hektar gewonnen wurden. Die Gesammternte wurde sich also nach diesem Durchschnitt berechnet auf 1367136 kg stelien. Die eschaffenbeit des zu erwartendkn Értrages wurde jür

mittel und für 4 (4817 1: 1 als stin beei net; in 8 Veri ten fehlte eine hierauf bezügltFe UngabZ. ' ck ck

' Zur Arbeiterbewegung.

Die ordnungen der im Ausstand befindlichen Straßenbahn- AnTeftel ten in Köln (ver [. Nr. 131 d. 231.) find. nach der „Kö n. Ztg.“, im wesent11chen fo gende: Mindestlohn von 90 „ki; Fest- seLung einer elfstündigen Arbe11szeit; Stellung freier Kleidung; Er- ri tung einer Pensionskasse; monatliche Kündigung; Aukgabe von Zamilienkarten an die Angehörigen der Angestellten zu ermäßigten . reisen; jährlich fünf freie Tage ohne GebaltSabzu, außerdem in jedem Monat vier freie Tage, von denen der siebente e? Sonntag sein muß; Einrichtung einer aus SÖaffnern und Kutschern bestehenden Beschwerde-Kommisßon; für Staklleute und Wagenpußer zwölfstündige Dtenstzeit und in (edem Monat ein freker Tag und fünf freie Tage im Jahr mit GebaltSZablung.

Der Ausstand der Holzarbeiter in der Waggonfabrik m Uerdingen a. Nb. ist, der „Rb -W:stf. Ztg.“ zufolge, am 2. d. M. beendet worden. (Vergl. Nr. 122 d. Vl.)

e „W. T. B.“ aus Cbalon-sur-Saöne unterm 3.1). M. meldet, find daselbst die Hüttenarbeiter ausständig geworden.

Land- und Forstwirthschast. Getreidebandel Argentiniens.

Ausfuhr vyn Getreide aus dem Hafen von Buenos Aires fur die Zeit vom 1. bis 15. April 1900.

Menzen in Säcken, (Gesammt-

(WM) 1 in 1015“?«.-*)

Getreideart VerschiffungSziel

Ma 1 6 England

Süd-Afrika rankreich olland eutschland

Belaien

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Holland England Deutschland Belgien Frankreich üd-Afrika Italien Spanien Order inHaesammt

Feutksch1an ran ret Holland England Belgien Nord-Amerika Italien

inMesammt

England Frankreich

inSgesammt

68 690 30 65); 8 532

4 990

4 206

1 325 118 395“

365116 281808 103475

89703 00220 29966 11807 4848 211071 1224014

86 861 : :;12 32, 101 ;;1 574 30 034

7 129

12 707

227 808

7 166 1 347 8 513 567

81 633

Leinsaat

Gegenwertb der höchsten und niedri sten Preise in Mark 111111? dem Durch- schnittskursc von §m/11 ] = .“ 1,81

Preise im (Großhandel für 1 63

Mais, und zwar:

8. gelber ...... 1). weißn

Weizen, und zwar:

&. guter und feinerer . 5 20 5.80 1). Candeal ..... 5,80 6,60 L_einsaat . . . . . 11,50 12,- Hafer ........ 3,60 4,_

*) Die 130150. zu („36,66 kg.

VerkehröMnstalten.

Laut Telegramm aus Köln (Rhein) hat die zweite englische Pojt über Ostende vom 4. Juni in Köln den Anschluß an Zug 31 nach Berlin über Hildesheim wegen widriger See nicht erreicht.

§ m/n bis § 111/11 3 80 4,30

. 6,00 3,80 4,40

7,96 9,41

20,81 6,52

11,95 21,72 7,24

Die Usambara-Eisenbabn in Deutsch-Ostafrika.

14. Betrieb der Strecke Tan a_M1tbefa. Seit Ueber- nahme der Vernmltung durch 003 Rei zu Anfang des vergangenen Rechnungsjabres wurde, wie das „Deutsche 9701001015100“ bertchtet, der Betrieb durch die nothwendjgen umf4nqreichen Jnstandsxßungen an dem Babukörper und den Bciriebömitteln zunächst stark beein- trächtigt. Inzwischen haben sub aber die Verbälkniffe Wesentlich ae- beffert, und wenn es bisher nur möglich war, 01er bis fünf Züge wöchentlich in beiden Richtungen fahren zu lassen, Was 0-11 bestehenden Verkehrsbedürfnissen keineSwegs entsprach, so wird 181, 11.1 dem die Betriebömittel im wesentlichen wieder gebrauchsfähtg bergests t find, auch einen Zuwacks an Lokom0110en und Wagen erbalten haben, auf eine beträchtliche Erhöhung des Zug!):rkebrs und demzufolge Steige- runa der Einnahmen gerechnet werden können. Die unten folgende Zusammenstellung des Perssnen- und Gütervyrkebro und der sich daraus ergebenden Einnahmen im Rechnungsjabre 1899 giebt ein Bild Von der bisherigen Gestaltuna des Verkehrs. Die für die Instand- seßung der alten Skrecke und den Bau der neuen Strecke nothwendiaen Beförderungen von Personen und Gütern find darin nicht enthalten. Zur Erleichterung des Perkonenverkcbrs find auf den Stationen Ngomcni und Mubesa BubnhofSwirtbfchaften ein- gerichtet. Zn Mubesa ist außerdem ein Babrxbofsbotel und eine Postagentur neu entstanden. Jm Fabr- und Werkstattsbetrleb werden, um einem Mangel an europäischem Personal abzuhelfen, Suahelis, Banjanenfundis und Inder beschäftigt, deren Leistungen aber, yon eixiigenl 5Fkérxstmhmen abgesehen, im aUgemeinen noch viel zu wünschen 11 rg a en.

Güter- verkehr

Einnahme

Weiße Nav. 1 P.

Farbige

August. . . . . . 63 September- . . . 53 Oktober . . . November . . Dezember . . . .

43 614 40 612 U 535 55 711 811 661 797 719 891 796 933 1 125

3149 30 2391 37 5613 05 3495 18 2659 27 3082 46 5 353 23 4252 60 4718 36 3944 60 172 545 3577 16 268 672 4976 52

81790 148 770 354107 100296 65 854 160008 332 206 253 871 287 354 anuar . 240 975 ebruar . . . . kärz . . . . . .

2 Oktschaften (mit 28 080 kg Extra) als sehr gut, für 46 (510 MM ) als gut, für 57 (399 460 kg) als m1ttel, für 7 (18 950 kg) als untHr

13. Neubaustrecke Mubesa-Korogwe. Die 2!" !Uessk , Strecke ist nunmehr auf 45,5 km festaestellt (Gesammäßxm von Tan a bis Kor we 87 km), und die Erdarbeiten sind hier über“! im auge. Die et en 241cm westlich von Mubesa werden, wum n1cht besonders un ünstkge Veebältniffe eintreten, im Babukötper einschließlick' des Brücken aues porausächtlicb bis zum 1. August d. I. fertig- gestellt sein. Auf der zwe'ten Hälfte der Neubaustrecke sind die Erd- arbeiten noch etwas zurück, da zahlreiche Erkrankungen des Ver- meffungspersonals die für die Juan riffnabme der Erdarbeiten noth- wendiqen genauen Absteckungen fe : verzögert haben, Man stieß aucb stellenweise auf recht hartes Gestein, das einen guten Fortschritt der Arbeiten verhinderte, endlich mußte an einigen Tagen die rbekt des Regens wegen ganz eingestellt werden. Die Arbeiten find gegenwärtig an acht selbstandige Unternehmer vertbeilt, unter denen sib bereits eine gewisse Konkurrenz geltend macht, insofern sie fich aegenseitig bei dem zeitweilig Vorhandenen Arbeitermangel die Arbeiter we zulocken suchen. Die Unternehmer beschäftigten Ende April d. I. m Ganzen gegen 2000 farbige und schwarze Arbeiter, kla ten war zeitweilig über zu gerinßaen Verdienst, suchten aber gleich- wv ! von den noch nicht vergebeneu rbeitern sich möglichst viel zu sichern. Der GesundbeitSzufjand war im leßtey Vierteljabre (Januar bis März 1900) kein günstiger. Ein Todeörall bei dem weißen Beamtenversonal ift 1:00:11 in dieser Zeit nicht vorgekommen, eben- sowenig Unglücksfälle schwerwiegender rt beim Bau und Betrieb.

Der Eisenbahnbau in Deutscb-Südwestafrika.

Der Oberleutnant Kecker ist am 28. März d. I. in Swakop- mund eixtqetroffen und bat die Inauere Trackerung der Bahnlinie von Karthib aus übernommen. er Gleis- und Telegrapbenbau hat Ende Mqrz Kilometer 163,1 erreicht. Es hätte eine noch längere Linie fertrgqestellt werden können, da die Herstellung des Unterbaues noch weiter vorgeschritten ist, der Wassermangel im Laufe des März verhinderte jedoch einen geregelten Nachschub von (Gleißmaterial. _ Das Stauwerk bei Kilometer 180 ist fertiggestellt.

Wasserstraßm und Dampfkcbiffahrt in Rußland und Sibirien.

Nach den Angxben der ftatéstischen Abtbkilung des Verkehrs- Ministeriums in St. etersburg wurden, wcke das ,Centralblatt der Bauwerwaltnna' mitt eilt, i_m europäischen Rußland 862 Flüsse, 39 Ssen any 38 Ka--älc gezahlt. Dee Gesammlänge der schéffdaren Flüsse betragt 123 065 ](m (115 370 Werft); von diesen sind 27 570 12111 (25 846 Werft) dem Dampfer- und 23 700 ku:- (22 217 Werft) dem Personenverkehr 1u?äng11ch. Jm europäiscko-n Ruß- land ersch1en das erste Damvf|chtff m bere1813, bis 1836 ver- kehrten auf den Wafferwmen nur 10, im Jahre 1850 99 Dampfer. In den folgenden Javren kamen im Durchschnitt etwa 21 Damvfer j1hrlich hinzu, 1890 wurden 83 neue Dampfer eingesteUt, und 1898 xvaren auf allen Wasserwegen im europäikcbeu Rußland 3040 Dampfer tm Bctricbe. Die meisten Dampfer verkehren auf der Wolga. Die Gesammtlänge der schiffbaren lußstrecken kn Nuffifcb-Afien betxägt 118 836 km (111405 Werft). n Sibirien erschien das erste Dampf- schiff auf dem Ob im Jahre 1843. Im Stromaebiet des O5 verkehrten 1870 23 Dampfer, 1880 37 Dampfer, 1890 65 Damvfer, 1895 105 Dampfer und 1899 119 Dampfer mit zusammen 7750 Pferde- stärken und 380 Bakken mit ekner Lxdefäbigkeit von in6gesammt 278 460 1: (17 Mill. Pad). Die Ladefäbigkeit der arößten Bakken bc- trägt 1640 1; (100000 ud) bis 1800 1; (110000 Pub), die der kleinsten 164 t. (10 000 ud). Jm Stromaebiete des Amur erschien das erste Dampfrcwff am 5. Mai 1846. Anfänglich verkehrten bier nur staatliche Dampfer, der erste Privatdampfer wurde 1359 einaesteUt. 1857 waren 5 Dampfer im Betrieb, 1860 8 Dampfer, 1870 12 Dampfer und 1899 inßgejammt 94 Personen-Frackytdxmpfer (35 hölzerne und 59 eisexne) und 123 Barkxn (36 hölzerne und 87 eiserne) mit einer Ladefäöigkeit von .':2 920 x (2,01 M10. Pad). Dampfer, die nur der Personenbeföcke- rung dienen, giebt es auf dem Amur nicht. 1899 waren auf allen Wasserstraßen im afiatischen Rußland 275 Dampfer im Werthe von Uwa 28 M10. Mark (13 M11]. Rubel) und 818 Bakken im Werthe von etwa 183 M16. Mark (etwa 8,5 Mill. Rubel) im Betrieb.

Demmin, .Z'.J11111. (W. T. B.) Die Verkehrsstörung auf der Peenebritcke bei Demmrn ist durch Herstellung einer pro- viwriscben Brücke beseitigt. Der Durchgangsverkebr 1": seit beute Vormitkag 8 Uhr in 00118111 Umfange wieder aufgenommen.

Bremen, 2. Juni. (W. T. B.) Norddmtscber Lloyd. Dampfkr „Köln“, 11. Kiautschou bestimmt, 2. Juni in Colombo an- gekommeü.

_ ."1. Juni. (W. T. V.)“ Dampfer „München“, 11. Australien best., 1. Juni Gibraltar 5011. „Prinz Heinrich“, v. Oft-Astea kommend, 2. Juni v. Genua abgegangen.

_ 5. “Juni. (W. T. B.) Dampfer „Stuttgart“, 11. Ost-Afien heft, 4. Juni in Sue; angel. .Emß' 4. Juni 0. Gibraltar n. Nzw erk und „König Albert“ 0. Southampton n. Oft-Afien, „Hamburg" 5. Juni 11. Singapore 11. Bremen, „Oel,;01and“ 2, Juni ». (Galvxfton n. Brem-"n abgcz. _„Großer Kurfurst' 431101 0. New York in Bremer- haden ang. „anlz' 4. Juni v. Vigo n. d. La Plata abgegangen.

_ Hamburg, 5. Juni. (W. T. B.) ,Hamburg-Amerika- Linie. Dampfer .chtorka' 2. Juni in New York, ,BoSuéa' in Baltimore, „Teutonia' in Montreal, .Bolivia' in Color:, „Calawia' in Jamaica und ,Hispania', v. Stettin 11. New York in 'alifax, ,Holsatia', und .Savoia', 0. Hamburg n.O?'t-A1izn„ 3, unk in Port Sgid angek. „Flandria“, v. St. Thoma; 11. «Hamburg, 3. Juni 1). Havre ahgeg. „Valesia', v. St. Tbomaz 175€: Havre 11. Hamburg, 4. Juni Ltzard pasfiett. .Ymnsywaaia' 2 JM1 0. New York über Plymouth und Cherbourg n. Hambxug, .meeea', v. Hamourg über Plymouth 11. New York, 431311 v.. Boulogne, .Canadia“ 3. Juni 1). St. Thomas über Havre 11. Hand» ,Bctbania' 2. Jani v. Baltimore n. Hamburg. ,'lnkaLnKa' 4. Juni v. Saigon n. Suez abgeg. „Sibiria“, v. Ost-Aßen n. F:-

4. Juni Gibraltar pasfierk. .Saxonia' v. Oft-Afien uus .'.„xlkiria'

1). St. Thomas 4. Juni in Hamburg angekommew

London, 2. Juni. (W.T. B.) Union-Linie. DWA ,Scot' beute auf Heimreise in Southamvton anaekcmucx.

_ 4. Juni. (W. T. B.) Union-Linie. DWA „Brücke" Sonnabend auf Außreise v. Southampton abges. „Saika' SW- abend auf Hzimreife in Southampxon angekomamx.

Theater und Musik.

Schiller-Tbeater. Die am Sonnabend v. W. erfolgte Maaßxe Ausfibm; „. bekannten dreiaktigen Scbxmmkö .Die Oricn_!reife' von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg mr wr , Hause eine sehr freundlxche Aufnahme. D:: de:- Stick ' harmlose Humor und die M förmlnh überßüqeadn wirkten überaus belustigend und ließen W “ck iber möglichkeit der „Handlung mit Veitnkkit k die Einzelleistungen sämmtliche: M.::oirkudén kt waren, den günstigen Eindruck zu nböbea. VN: OU:- kkktt . Schmasow_ den in tausend Nöxbm befindlöÖm W Edmu- Rovect Fiedler, MlÖR, naehdem. ct verschleppt gewesen, eadlid meim "Weber. etfer|üchtiger VethigaW wird. WMS

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