nalität
gering
Verkaufte
mittel
Gezablter Preis für 1 Doppelzentner
Menge
niedrigster .“
höchster
niedrigster höchster niedrigster höchster „ii „Fü „ii „Fi
'Doppelzentner
Am vorigen AZßlerdeuxl wuarden Markttage (JpasYZYe na n er ag SYäßun? verkacrlxxtr dem Doype entner (Prets un ekannt)
Durchs nitts- PZ 5 r 1 Doppel- JMF- zentner _preis
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Verkaufs- werks)
Allenstein . . . . 12,40 Thorn : o . . "_ 111117". ! l 1333 Krotoschin . . _ , FéneideFüzZl . 13,40 0 war . . . _ Breslau. . . 12,90 Strehlen . 1„-,60 Schweidniß . 12,40 Glogau . . 13,40 Liegnitz . . 12,50 Hildesheim . _ Mayen . . Krefeld Trier . . Saarlouis Landshut Augsburg Bopfmgen . Mainz . Altkirch . St Avold . Breslau . Eilenburg Pirna. . Bruchsal. Bemerkun 811. " ' Ein liegendergStrich (_) in den Spa ten fur Preise hat dre
15 80 11,83 12,00 14,00 14,05
13,00 14,50 14,50
k!!(".O-!*!!!lxkckjlkkkkdllkk(» . .
Deutscher Reichstag. 206. Sißung vom 8. Juni 1900, 1 Ul)r.
Ueber den Anfang der Sißung wnrde in der gestrtgen Nummer 1). Bl. berichtet. ,
Darauf beginnt die z1ve1tc Bcrathun dcs von dem Abg.Müller-Fulda (Zentr.) eipgebrachten eseßentwurfs wegen Abänderung des N81ch6:Stemfpclgcseßes. 'Zu- . nächst wird der Stempeltarif zur Dtskusstpn gesteUt, 1018 er
von der Budgetkommission gestalte? 113010811 lst. .
Die Nr. 1 des geltenden Tartfs betrifft dre Besteuerung der Aktien, Renten und Schuldvcrschrcibungen. HWT soll8n auch die Kuxe eingefügt werden. Nach _dcm gcltxndcn Tartf sind inländische Aktien, Aktien-A11th81lsch81n8, sow18 311188111113: scheine und Einzahlungen auf 01818 Werthpawerc 81116111 Stempel von 1 Proz. unterwo'rfen. 51318181? ch1tersaß soll ayf 2 Proz. erhöht und es soUcn TW 01111) 018 9181chsbank:§11nthetl- scheine unterworfen werden, Der Stcmpkl" fur auslandtschc Aktien [[011 von 11/2 auf 21/2 Proz. erhoht werden. 5918 Stempe abgabe soll berechnet 113810811 vom, 2181111108111) zuzug- lich des Betrages, um welchen dtc 111länd1schen 21111811 00081" als der Nennwertk) ausgegeben wcrden, 581 Zntcrtmssch81118n vom B8trag8 der bcscheinigten Einzahlungen, „und zwar 1181 111- ländischen in Abstufungen von 2, bet a&xSländtfchcn von 21/2 „16. für je 100 „10 " ,
Abg. Bassermann (ul.) befurwvrtet 8111811 Antqrag, 111011081) bei der BLrecbnuna dec Stempelabgabcn 018, 8111108111811 Abstu- fungen auc? 1581 nicht Vollgezahlten Namens-Afnen zur Anwendung
Ln O Ln. komaZlbngraf von Arnim (Rp.) schließt fich "01616111 Antrage 0,11 und spricht fich außctdkm untcr polemtschen Ausfuhrungen II;?" 1316 in der letzten Sißang 985811181111 91808 885 2155.10 von Stewens entschieden für die [ck35er BLUTULTUUJ derjaußlandtéc-bén Aktien aus.
Abg. Vküller-Fulba krklart, daß 131118 Parte! dsm Antrage Bassermann als einer Vprbefferung zystkmmen wsryk. „_ ,
Dic erhöhten Süße und dtc neue Fqsjang 518018 B8: rechnung der Stempelabgaben werden, 11181an m1t Yom Amendement Bassermann gsgen dic Stxmnzen der 'Sozml: demokratM, der VolkSparteicn und der freisrnmgcn Vcretmgung
angenommen. . Als neuer Gegenstand der Besteuerung 1011211 'hmter den ausländischen Aktien die Kuxe xmd K11xsche1118 e1ngeschaltct werden. Dieselben 1011811 einkm thsxcmpel von 1,50 010 unterz worfen wcrden; außkrdem sollen fur 011811011) 138111 1.J11[1 1900 auf Werthe der angegebenen Art ausxxeschr1ebencn 'Em- zahlungen, soweit solche nicht zur Deckung von. Betrtebs- verlusten dienen, 20/0 erhoben werder). Zur Entr1chtu11g des Stempels für die nach dem 1. Jult 1900_.au.ck-gcschr1cben8n Einzahlungen ist die Gewerkschaftskaffe vcrpslcchtet, und zwar spätestens 1111181 Wochen nach dem 0011 der Gewerkschafts- vertretung festgeseßten Einzahlungstermm. „. Abg. (Graf von Oriola (ul.): Ursprünglich batt-x 181: Abg. Yküller-Fulda einen Fixstempel Von 30 .40 pry Kux vorgeschlagen. Die Kommisfion hat sofort eingesehen, daß „dteses Verlangen weit über das Maß des Gerechtfertigten binaußgmge, und es wurde in der ersten Lesuna nur ein Fixstemvel von 15.16 zugkstanden. Uher auch in dieser Höhe mußte ein Fixsteznvsl für „17511 q8weckschaft11ch betriebenen Bergbau verderblicb wtrkcn. Em Fixstempel ist immer ungerecht; erträglich wird er nur, wenn „er sehr nikdrig ist. Diesen Erwägungen entsprechend, bat d18 Kommission schließlich den Stempel auf *1 50-10 beruntergeseyt und zum Außgleich noch für die stärkere eranziebung der größeren G8w8rkschaften den Außweg gefunden, daß die Einzahlungen mit 20/0 belegt werden sollen. Diese Fassung. die hauptsächlickp auf Veranlassung dkr national- liberalen Mitglieder der Kommission angenommm worden ist, scheint uns eine wesentliche V?xbefferung !).-s ursprün,-zlich8n Axtraao. Der Fixstempel von 1,50 bkst8bt schon heute in Preußen, er soÜ einfach zum Reichsstempel gemacht werden; der Vorwurf der Doppel- befteuerung, den man unserem Anfrage gemacht hat, ist nicht zu- treffend; es soll ja auch auf der anderen Seki8 bei Betriebsverlusten überhaupt kein Stempel gezahlt werden. W1r halten ck für ein Gebot der Gereebtigkeit, daß, wenn die Aktienbergbau-Unternebmungen besteuert werden, dann auch die Berggewerkscbxften besteuert werden
müssen. "
Abg. Richter (fr. Volksw.): Gegen diesen Grundsaß hatte ich an fich nichts einzuwenden. Aber Es kommt hier die ganz verschiedene Natur der Aktien und Kuxe in Betracht. Am Schluß der zweiten Lesung in der Kommission erklärte noch der Staatssekretär Freiherr von Thielmann, die Sache sei äußerst schwierig; namens der Regietung dürfe er bloß ein 11011 1101101; aussprechen. Das ist um so bemerkens- wertber, als der Schatzsekretär sonst anscheinend den Stempelerböbungen durchweg geneigt ist. Wir müssen also mindestens eine bestimmten Erklärung vom Bundeßratbstisck) haben; wir dürfen doch 1111th Zweck- Lvidri es beschließen. IZ beantrage daher die Ablehnung der Kuxe Und Kuxfckeiue. Die ntragsteüec und die Kommission wollen die
16,00
12,80 14,00 1 4,05
13,10 14 50 1 „15,00
-_ ' ' ' ' ' ' " ' ' " _ k t v [18 ;;)?ark ab erundet mitgetheilt. - Die verkaufte Men 6 wird auf VOÜS DoppYYYFnYdderdYLLZLrTYféZehIZLFinI Zieht vvrgskonmen ist, ein Punkt (.) in den 18131811 18855 Spalten, daß entsprech8nder Bericht feb !.
H a f e r. “ 13,20 12,80 14,60 13,90 14,00 14,40 15,00 13,60 13,00 13,20 “15,00 13,80
15,00 14,50 16,40 16,20 15,05 "13,70 14,40 15,00
15,00 13,70 15,50 15,30
13,20 13,00 15,00 14,00 14,00 14,40 15,00 13,80 13,00 13,60 15,00 13,80
15,00 15,00 16,60 16,40 16,13 14,40 14,40 15,00
12,80 12,40 14,00 13,70 13,40 “13,90
13,10 12,80 12,80 14,70 12,80 14,90
12,80 12,60 14,40 13,80 13,40 13,90
13,30 12,80 13,20 14,70 12,80 15,00
16,00 16,20 14,52 13,60 14,20
16,00 16,00 13,44 13,00 14,20
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2,90
15.60 "“" 15,60 13,90 15,50 . 15,70 .
13,40 15,00 15,30
13,20 15,00
, 15,00
14,00 1 14,50
Stcmpélpflicht beseitigxkn, Wenn es sich um Einxahlunqen zur chkung von Betrisbsverlustkn handelt. Eine solche 1111181sch81011ng 111 aber gam unausfübrbar, da es auch .Zubußen gc8bt, dre 'nicht zur Deckung Von Betristerust-xn zu dienen brauchen. Mmister von Miqu81 hat im Jahre1895) bei der vaifionxe's Stempästsuer- gesexzes bezüglich der Kuxe auch im thnzw déi)“ Sxand- Punkt der Antragsteüer getbeilt, ab8r in d-8r Prax1s [1810er ©chw18rig- keit der Bestimmung des steuzrvflichktgen 213811586 [111181 sich mit dem Fixstemp8l Von 1,50 „M bkgnüg1._ Natürlich “11185 eine Doppxlbesteuerung, wenn man z. B. 8111811 thxtempkzl auf 1318 1111111108, den Proz8n1s18m081 auf di? Einzahlungcn legt. .Der preußischx F1x- stsmpel Verschwindet a11ch nicht 8500, 11181111 man 1813t 0011813811 81118n R8ichs-F1xs18mp8l einführt. Wer j8yt Kobl8ngrub811 besitzt" und" aux- beutet, könnt8 sii“; die Sténer 9811111811 lasssn, 081111 8r'_1ra;11_ 118_ 1.1 schließlich doch nicht; diese Art von Patr1otiöm11§11t 0110 „1801: wvblfeil; aber die KoblenkonsumentW 111üss8n 1011111111811, 8013 11588 018183 Angebot auch noch di? Meinung A1108r8r 11811011 wecdk.
Abg. Hilbck (nl,): Ick) würd8 es für ein U11r8cht 0111811811, 11181111 man den geW8rkschastlich betricbynen Bergbau von Wer Besteuerung ausschlöff8, der im üßriqen der Bergbau unterliegen 1011. Der_Kom- missionévmscblag 181081 aber aÜerdinas WX) 011 gryßen ZUMUFÜU, besond8rs da die Gefahr der Doppelbestcuerung fLMLIWLJÖ “aus- geschloffxn 111. Durch di8 181ch§g8s8ßlkch8 B8s18U8ru11g wecjkcn 018 138- stehenden einzelstaatlichen Steuern nicht ausgeh0b8n._ D18 311151113811 für plößlich nothwendig 1138113811138 12111109811, dt8 0110 781) 1110113118 Deckung von B8triebsverlust'8n 121811811 würden, müßt80 11811 20/0-“5918111081 tragen, was eine offenbare Unaerechtigkeit 101188. Es 11101518 sick) dabcr doch 8111018111811, 01818 n8U8 Posikion_ abz1118wn8n. k10g813911_ abcr die Resolution a:-1zun8bmen, 111818118 1817011 in der 3101110111001: 1701- geschlagen wurde und folg8nden Wortlauk hat:
.Der Reichstag w0118 beschlicßen, dyn HUN! Reichskanzler 311 8111185811, in Erwägung zu 3185811, ob angesichts dcr VerschiedUtbxtt d8r 2581038181298ng 111 DM einz8lncn deujschcn Bundesstaaten _81118 Hkranziebung de'r gewerkschaftlich 5211181181180 Bcrngke zur 913111723- Stempxlstsue'r 1511111111) ist, 08geb8n8nfalls 81118 entsprechende Vorlage zu machen.“
Minister für Handcl und Getvkrbe Brefcld:
Meine Hemm! Ich möchte mir als V8rtr8181 der preußiscÖc'n Bergwerwaltung auch gc'statten, über 018 1701118981108 Position 8111108 Bemerkungen zu 1nach8n, d18, wie ich 91011198, dazu bkitragén Mrden, die Auffassung zu klären.
Es ist 111 DSL That, was zunächst d811 Fixstetnp8l (111118111111, der hier für den einzelnen Kuxschein zu erheben ist, 18117118 der preußischen BergwerWaltung ein Bedenken nicht zu erheben. Der Umstanv, Das; ein groß8r Theil der G8werken tbatsäcbl'xch fich nicht den Kuxfckyein aussertigcn laffen und dadurch nicht in die Lage kommen wird, den Kuxstempel zu eutcicbtkn, braucht ja kein Hknderniß zu sein, dissen Skempel aufzuerlegen; denn das würde ja immer dem Stempel- pflicbtigen nur annehmbar erscheinen könm'n.
Wie 1111) die Sache bezüglich der übrigc'n deulscben Staaten steÜt _ ein groß8r Theil derselben hat ja das preußische Berggcseß angenommen, aber nicht (1118; anders babkn besondsre Berg:;ch _, ob dort in den berggescßlichen Bestimmungen ein Hinderniß gcgen den Kuxstempel vorliegt, vermag ich nicht zu 8n1sch8idc11, ich glaube Ss aber nicht.
Dagegen lieg8n erheblichs Bedenken Vor geg-m die Västcuerung der Zubußen mit 2 0/0, und zwar in der Fassung, wie fie in dem Tarif Vorgesehen ist. Nach dem Tarif soll die Besteuerung ker Zu- buße stattfinden, mit aÜeiniger Außnabme 088j8nigen Tbeils, der zur Deckung von Betriebsverlusten bestimmt ist. Nun ist aber der Be- griff „Betriebsverlust' durchaus vage, und es ist namentlich unklar, wie er fich zu dem Begriff „Betriebskosten“ steüt. Nach meiner Ansicht hat es keinen Sinn, Zubußen zu besteuern, die zur Deckung von Bstriebskosten dienen. Ich bin aber der Meinung _ und die Herren Techniker werden mir R8cht gxben _: in gewissem Sinne kann man die ganzen Kosten, die auf einen Bergbau, wenigstens für die unterirdischen Anlagen, verwendet werden, als 13. 101105 psrän verwendet betrachten, denn das Bergwerk bat die Bestimmung, ab- gebaut zu werden; wenn es abgebaut ist, hat es keinen Werth mehr! Die großen Kosten, mit denen man die Gruben hergestellt hat, die Außrichtung der Streckea auf den einzelnen Sohlen, die oft sehr große Summen gekostet haben, 'die Abteufung der Schächte u. s. w., alles das ist verloren, das ist 01186 Betriebsverlust. Darin liegt es auch, daß die künftige Ausbeute bei den Bergwerken nicht die Bedeutung hat, die sonst der Ertrag eines Unternehmens bat, neben den Betriebskosten die Zinsen “und die Amortisation des An- lagekapktals aufzubringen. sondern in der Ausbeute muß alles," was auf das Bergwerk verwendet ist, wieder zur Erscheinung kommen und gedeckt werden, ebe ein eigentlicher Gewinn eintritt. Ick glaube des-
Ä
12,71 14 39 13,86 13,67 13,90 15,00
12,80 14,70
14,93 15,00
_ _ SPWSOW. 99 © © DDDDQD
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1 6,10 14,32 13,39 14,20
15,4.)-
Der Durchschnitfsvreis wird aus d8n unabgerundeten Zahlen [1818 next.
halb, daß mit der hier im Tarif vorgesehensn Unterscheidung nichts anzufangen ist. Eine Untersckycidung, wie 118 Vom Hcrrn Vorredner vorgsschlagen wird, würde unzweif8lhaft eine erbesserung sein, aber fit: würde auch groß8 Schwierigkeiten haben. Was ist bci dem Berg- werk Betriebserwéziterung? Ist Betriebserweiterung nur die In- angriffnabme eines n8uen Féldés, 0081 ist 118 schon dann vorhanden, wenn man weiter in die Teufe geht und 81118 118118 Sohle abbaut, oder ist si8 schon vorhanden, wenn man auf der im Abbau begriff8nen Sohle neue Str8ck8n bkrstellt ? Das alles ist fraglich, und ich glcmbe deshalb, daß die Sehwierigkeiten in 081 Anwendung dieser Vorschrift nach wie vor auch bei dem Vorfcbkage des Herrn Abgeordn8tcn Hilbck außeroxdkntlich große 18111 werdcn.
Nun fragt es 1185: wie kommt man da am besten heraus? Dkk eine W8g wäre ja der, daß man eins Resslution faßt und es der Regie-rung ÜBerläßt, noch genauer zu erwägen, ob es nicht möglich sei, 818 1151198 Fassung zu findcn. Der andkrc WSJ wäre der _ und den möcht8 ich Ihrer Erwäzung anbeimgeben _, ob Sie nicht den bochherzigen Entschluß fassen und diese ganze Position falle'n laffén WOÜM. (Heiterkeit links.) _ Ja, meine H8rren, das hat nämlich tbatsächlickp etwas für fich. Bick herauskommen wird bei di1scr Stcusr nich?; das 101171811 Sie schon daraus entnebmsn, daß in 7381 2580051111110, 1718 S18 5111“ auf Seite 57 des Berichts findkn, des A11fkou1111811s aus dicser Pofition übxrbaupt "icht mal Erwähnung gk- scheh8n ist. (Hörl! hört! links.) Es ist nicht erwähnt, es wird (1110 3110811811115 [ck81 d8r Sache nicht viel herauskommen, j8denfalls nicht so 0161, das; es im V,:rbältniß steht zu den Schwierigkeiten, die fich bci AMPLUÖUUJ dieser Position crgeben 111810811. _
Nun kommt 0128: 11881) 81118 andere Erwägung hinzu, meine Herren. Dice Zubuße ist d8r Modus dkr Geldaufbringung gerade für die kl8in8r8n Bcrgwcrksuntkrnchmungen und für di8j8111g811Berg1v8rks- unt€1r1cbmung8m diE s1ch in ker schwierigen Lage befinden, den öffent- lich8n Geldmarkt nicht 1.1 Anspruch nehmen zu könn8n. Sobald die Gewerksckyaft-In größeren Umfang, gxößere Au§d8bnung gewinnen, wenn st: 1111313818 ochirdksche Anlagen, 118118 Nebenbetriebe babxn, wenn fie ein wirklichch Vermögen habcn, geßen sie an den Geldmarkt, nrbmen Anleih€n 0117"; _ alle großcn Gewerkschaftcn haben bedeutende An- leihen, oder fie Wandeln fich um in Aktikngesellschaftxn und nehmcn als solche 0811 öffentlicth Geldmarkt in Anspruch, sodaß tbatsächlich der Modus der Zuöuße der üblicbz ist für kleinere Bergwerks- unternebmungcn und für d18j811igcn, die infolge ihrer ungünstigen Verbältniffc nicht in der Lage find, den öffentlichen Geldmarkt in Anspruch zu nehmen. Nun, meine ich, hat es manches für sich, daß man gerade solcheUnternebmungcn nicht mit einem solchen bedeutenden
Fiskus, gering sein _ und fie ist gering, wie ich schon gesagt habe _, aber für 0811 Betreffenden, der 2 0/0 bezahlen soll zu den Zubußen, diz Uixll81cht nur béstkmmt find, Außgabcm zu decken, für die fünstig eine Rente garnicht bsrauskommt, wie das bäufiz bri kleincn Gswerk- schaftsn der Fal] ist, ist fie hart gsnug, und deshalb möchte ich meinerseits dem hohen Hause anbeimgebxxn, den bochherzigen Entsckpluß zu fassen, die ganze Zubußsteuer zu streichen. (Heiterkeit links.)
Abg. Von Kardorff (Rp.): Wir sollen doch bei dem stehen bleiben, was die Kommission beschlossen hat; ist die Regierung der Meinung, daß diese Vorschläge verbeffert wsrden müssen, so kann fie uns ja anderweite Vorschläge machen. Es ist jedenfalls el_ne Un- gerechtigkeit, den Aktienbergbau zu besteuern und die Gewerktchaften von der Steuer frei zu lassen.
Abg. Müller-Fulda: Der Regieruygkvertreter bat u:;s eben empfohlen, dem Antrag Richter beizutreten; es wird vielleicht in der Konsequenz dieses Standpunktes liegen, daß auch in der Flottenvorlage dem Standpunkt des Herrn Richter enjfprocben werden soll. Wenn wir die Flotte bewilligen soÜen, so muß auch für die Deckung (1811)ka werden; es ist geradezu unbegrxiflicb, wie in solcher Sijuation der Vertreter der preußischen Bergbauverwaltung mit solcher Auffoxderung an uns herantreten kann. _Die Kuxe nd e'm Gpekulationßobjekt geworden, welches uber eigene örsen verfügt. Warum hat man denn zehn Wochen Yang garnichts in der Sache gethan, um uns beute mit besseren Vorschlagen zu kommen; warum beschränkt man ck beute allein auf den Vor- schlag, die ganze Posttwn fallen zu la 8117 Bis zur dritten Lesung läßt fich noob die beffernde Hand anlegen; können die verbündeten Re- gierungen aber nichts Besseres vorschlagen, so verbleibt es eben hkk dem, was dte Kommission vorgeschlagen hat.
hielmann: Der Herr Vorredner steut an die Vertreter der verbündeten Re-
Stempel Trifft; denn die Steuer mag wohl für den Empfänger, den *
Staatssekretär des Reichs-Scbaßamts ])r. Freiherr von“
gierungen die Anfrage, weshalb sie in den leßten zehn Wochen, daß ,;-
- bjese Materie zur Beratbung stehe, nicht etwas Befferes gebracht
Mn", Ich möchte zuerst nur die Prämiffe verneinen. Diese Sache, der Antrag des errn Grafen Oriola, steht nicht seit zehn Wochen zur Beraibung- sondern seit erbahlicb kürzerer Zeit, es werden etwa drei Wochen sein. Unmittelbar nach Einbringung dieses Antrages in die Yudgetkommission ist seitens der Finanzverwaltung ein Rundschreiben an sämmtliche deutsche Regierungen abgegangen mit der Bijte, das nötbige Material behufs gründlicher Prüfung und Durcharbeitung der Sache einzusenden. Der preußisch? Standpunkt _ und Preußen kommt ja in erster Linie bier in Bettacht _ ist Ihnen soeben dar- gelegt worden. Hinsichtlich des Standpunktes der übrigen Regierungen, deren bergbaulich: Verhältniss j: stellenweis: von denen in Westfalen erheblich abWeichen, ist jedoch 11011) nicht so viel Material eingegangen, daß die verbündeten Regierungen daraufhin in der Lage wären, Ihnen heute schon wohlbegründete und klare Vorschläge zu machen. Also in dieser Beziehung und ohne daß irgend jemand eine Schuld träfe, kann ich nur bei dem bleiben, was ick) bereits in der Budaktkommission gesagt habe: für den Augenblick liegt no!) ein 1101) 1101101“- vor. (Beifall links.)
Minister für Handel und Gewerbe Brefeld:
Meine Herren! Der Herr Vorredner hat meine Aeußerung von vorhin in einer Weise aufg-zfaßt, als ob dieselbe eine Bedeutung haben könnte, das Gsschick und die Behandlung der FlottenVorlage in irgend einer Weise zu gefährden. Wenn das die B8deutung meiner Aeußerung hätte sein können, so würde ich 118 unter krinkn Umständen gemacht haben. Ich habe eine solche Bedeutung meiner Bemerkung überhaupt nicht beigelegt, und ick) bin der Meinung und ich glaube, ich bin vielleicht in diesem Punkte von dem Herrn Vorredner mis;- verstandkn, daß Von den drei Positionen, um die es sich hier handelt bei der Besteuerung der Bergwerkk, “018 erste und die dritte _ die [(HTML steht noch nicht zur Diskussion _ meinerseits gar keine B8- anstandung finden. Auch die zweite beanstande ich als solche nicht, ich habe mich nur für verpflichtet gehalten, auf die Schwierigkeiten hin- zuweisen, die bei ihrer praktischen Anwendung nothwendig hervor- treten müssen. Da habe ich gesagt: es giebt nur zwei W808, um diese Schwierigkeit8n zu lösen; der „eine W311 ist der der Resolution _ auch gkgkn den habe ich meinerseits nichts einzuwenden _, der zweite W811 ist der, dcn ich nicht bkantragt, sondern nur JbrSr Erwägung anbsimgegybkn [1058 im Interesse dkr kleinen Bergwerksunter- nebmungcn, die Sie doch auch schüßmt und förd8rn wolLen, d18 ZM- steuer fallsn zu laff8n. WoU8n Sie davon 18111811 G8brauch mach8n, ich habe nichts dagegen, nun, dann lassen Sie es bei der Zuschußsteucsr bewenden _ dann mag fie st8he11 bleiben in dem Tarif.
Abg. Richter: Mit Ihrem immkr-väbrenden 510 «010, 510 101300 kommsn Sie vom Zentxum doch nicht M8hr durch, Si8 können nicht immek 1018081 drohen, S18 würdsn die Flotte 10111711 lassen, wenn dies oder jsnes nicbt bewilligt würde. Das könmxn Sie ja garniäot mehr; Sie bab8n sich auf der Leiter viel zu 5015 binauchwast. Cin vlattdeutsch8s Sprichwort saqt: Jeder hält s81n8 Eule für 8111 Täubckzen; 7108 ist für das 3811111101 8111 111ilderndcr Umstand. Hack won Kardorff 11181111, man s0118 SI 1181 dxtn Vorschlage der Kommisfion b81aff8n, bks d-km 918111010118 etwas B.]18r8s 811111818; di8s8r Stand- Pankt ist so 0111111181], daß wir namentlich8 Abstimmuwg über die Position baantranen.
Alva. Gcaf 0011 Oriola bleibt d;“m Abg. Nicht8r gegenüber bei seinen Aasfühcungen sieben und erklärt, & müsse aber auch seinerseits dem (Erstaunen AuSdruck g8b8n. daß die verbünoetxn Rxgierunqen nicht einmal 581118 0011158: Auskunft gebkn könnt?", ob der 1,50 «M-Fix. stgmpel mit den Bergqeseßzebungkn d8r V811ch1808nen Einzelstaaten in Uebkre'instimmumg strbc. Zum Sckzluß erklärt Redner, s81118 Pzrtci 1385008 1155 8080111811 für di8 dritt8 Lesung 8111811 Abänderunzs- antrag vor. ck „ _
ng. Mü118r-Falda: Skit dsr Embrtngung-mcines Ac-1trages smd 77 Tage 118111971311, da hätte man 511111181101 h8tbetschaff8n können, 1081111 man 113 110118 herbeischxff811 111011811. (558111 man im 1118581111811 Temvo vor, so wird man auch im erbst nicht wciter sein. In 081“ Kommission hat der Antrag des Grafc'n Orio1a gegen meinen A1:- traq die Mehrh8it Lrbalten; er 511561 jéßt dic: Gmndlage der V8- fatbuna. Von ciném 810 1010, 510 „111500 088 311110111115 ist 11:11? keine Rede. Di:“ Heranziehung der Kuxe ist 8111 Linfach's (G8- bot dsr Gsrechtigkeit; es müssen Aktic11geskll1ch3ften den VollenStc-mve'l 5170th, wenn auch bis Hälfte oder noch mxbr vom gaazen Kapital 1181101811 0893119811 ist; ich habe noch nie 9813511, daß dcr Stxmrkl- fiskal aus solchen Gcünken die AnnaÖML des St8mpels zurückg8wies8n 115128. Halten wir jed8nfallö für h8ut8 an den Vorschlägen der Kom- misfion fest; für B::rbrungxn bis zu.“ dritten Lssmcg 113810811 wir 111cht unzugängliä) sein.
Damit schließt die Diskussion.
Der F xstempcl von 1,50 „15 wird mit großer Mehrheit angenommc". _ _
Ueber den weiteren Kommissronsvorschlag, bctwffend die 2 Proz. Stempel für die Einzahlungen und die Vor: pflicbtun der Gewerkschaftskasse zur Entrichtung des StempM, wird 0111! Antrag dcs Abg. Richter namentlich abgestimmt. Die Annahme crfolgt mit 180 gegen 103 Stimmen. Dageg1n stimmen mit den Sozialdemokraten, den beiden Volks- partc'18n Und der Frcifinnigen Vcrciniqung auch ein Theil der Nationalliberalcn, 018 Polen und derAbg.Pr1nz zu Hol)8nlok)8- Schillingsfürst.
Die Erhöhung des Stempels (Nr. 2 des Tarifs) für in- ländische Renten: und Schuldverschreibun 811 von 4 auf 6 vom Tausend wird ohne Debatte- beschlo cn, ebenso die Ein- schaltungon der Renten- und Schuldverschreibung von aus- ländischen Eisenbahngesel1schaften in die mit 6 vom Tausend zu versteuernden ausländischen Renten- und Schuldverschreibungen.
Ferner soll in diese Nr. 2 neu eingkschaltct werden ein Stempel von 1 Proz. auf Renten: und Schuldverschreibungen ausländischer Korporationen, Aktiengesellschafcen oder industrieller Unternehmungen.
Das Haus nimmt diese Einschaltung gleichfaüs ohn: Debatte an.
Nach Nr. 3 des geltenden Tarifs haben inländische Renten- und Schuldvuschreibungen dcr Kommunalverbände und Kommunen 1 pro Mille, inländische Renten- und Schuld- verschreibungen der Korporationen ländlicher und städtischer Grundbesißer, der Grundkredit- und Hypothekenbanken oder der TransportZeseUschqften 2 pro Mille Emtfstonsftempel zu tragen
ach den ommisnonSbeschlüsfen sollen beide Kategorten einem Stempel von 2 pro Mille unterworfen wsrden.
Abg. Richter beantragt, es bei dem bisherigen Tarif zu
belaffen. Abg. Sincßer (Soz.) schließt cb diesem Antrage an. Man en körvetschasten ni t in der Befriedigung berechtigter
dürfe die städtks Ansprüche der Bürgerschaft dadurch beenaen, daß man die Emission
fokscker Obligationen vettbeuere; die Abwanderung nach den Groß-
ten würde andernfalls no 15 er werden. Es andle trade 11 um einen kulturfeindli en SYZpeß. b MW .
Ab . 1)r. Heim( entr): Von 30 Bayern sind zur „Zeit 24 hier im NÜTSWKLZ aus der Zahl unserer Anwesenheit dürfen Sie aller-
dings nich auf unsere Neigung für die Flotte schli-„ßen. Wir würden ganz gern bei der dritten Lesung für die Freilassung der Kommunal- papiere stimmen, wenn Sie dafür für die Erhöhung des Umsa - stempels stimmen. Wir sind nicht sowohl für die Flotte als dafur b-aeistert, daß die Lasten, die daraus erwachsen, auf die richtigen Schultern kommen.
Abg. Bebel: Und dazu legen Sie den Kommunen diese Lasten auf, um auch fie ihren Vertrag für die Flojtenoersiärkung auf diese Weise entrichten zu lassen? Dieses Verfahren ist einfach skandalös. Nach Ziffer 2 des Tarifs find die Renten- und Sckzuldoerscbr-ibunaxn der Staaten befreit, die Kommunalpapkere sollen zwei vom Tausend" tragen. Nun haben Hamburg, Lübeck und Bremen städtischen Charakter, nd aber Staaten und nehmen an der Befreiung tbeil. Diese drei taatßwesen find also von allen Steuern auf Anleihen fur Kommunalzwecke frei. Merkwürdig ist es doch, das; gerade diese 0181 reichen Gemeinwesen befreit. werden, aber die kleinsten und armsten Landgemeinden den Stempel tragen sollen.
Vize-Pcästdent Dr. von Frege: Das Wort „skandalös“ des Abg Bebel war parlamentarisch unzulässig.
Abg. Richter: Yer bayerisch! Eifer für die neuen Steuern steht im umgkkebrxen Verhaltniß zu ihrem Eifer für die Flotte. Was Herr Heim vorschlagt, ist 1:1 das reine Wuchergeskbäft; er will 300000 014 erlassen, wenn wir ihm 5000000 «10 bewiUiaen.
Abg. Dr. Heim: Der jetzige Kommixfionsantraz ist nur ein AuSgleiéh der fruher im Tarif bestehenden Ungleichheit und Ungerechtig- keit. Fur die Kommunalpaviere würden wir ja auch einzutreten bereit sein; aber warzxm soll nicht auch für die ländlichen und städt11ch8n Grundbeßßer dre Ermäßigung auf 1 pro Mille stattbaben? Diese Kyrporatwnen haben gerade jeßt sehr schwierige Zeitcn zu über- wmden. Wuchergeschäfte mache ich nicht; was ich vorschlage, ist ein gutes Geschäft.
Abg. Mülxer-Fulda: Schon im Jahre 1894 ist die G1€1ch- steÜung, Welche 1831: beantragt ist, vorgeschlagen, aber nicht accepjiert worden. Die Beyorzuguna der drei Hansestädte tr1fft zu; aber diese Städte sind in unserem Entwurf anderweit mit dem Lotteriestsmpxl, mit dem Konnoffementstempel 28. sehr stark herangezogen morden.
Abg. Bebel: Es ist mir ein ganz neuer Gefihtspunkt, daß man bei diesem Stempelqese? in Rücksicht zieht, das; dieser oderj8n8r Staat schon auf anrxre WS1 8 herangezogen worden sei. Mit d8m größten Schartsinp 11 LS unmöglich, bei dieser Vorlage irgendwo etwas von ausaletch8nd8r Gerécbtigkeit zu entdecken, es ist in 88101181- willkürlichsten Weise verfahren Worden.
Abg. Ri'ckxter: Transportgefellsäpaften, die nieht Eikenbahn- geseÜschxften smd, giebt es nur drei. (Zuruf des Abg. von Kar- dorff„: Pferdebahn!) Pferdxbabnen find Eisenbahnen. JF; babe ausdrucklicv bxantragt, dcn Emisfionsstemvä auf Papiec8 von TransportgeselUchaften, die nicht Eisenbabn-Obligationen find, auch n1cht zu erhöhen. 'Herr MüUer ist nun einmal in Schuß gekommen; er koramiert dic Fmanz-Minister, als wenn 11: seine Untec-Staats- sekretäre wären. _
Abg. Singxr: Was 0,3317 von Kardorff über den Charakicr der Pferebabnen geaußert hat, steht doch in direktem Gegensay zum Kleinbahngeseß. Für einkn ,Kuhbandel“, Wie ihn der Abg. H8im uns Vorgeschlagen hat, find wir nicht zu haben. Nicht außgieicb-znde GLrechttgkeit, sondern ausgleich8nd8 Ung8r8chtigkeit hat Herr Müüe'r- Fulda mit seinem Anfrage in bedeutendem Maße g8tréeb8n; dafür ist ck18 Heranziehung Yer Kommunalpapkere zu ein8r wahrhaftigen Kultursteuer ein glanzender Bélkg. Cs 1110081) eigentbümlich, daß j-Zt H8rr Mäüer-Fulda auf der B8wiüiq1mg der von ihm vorgxschlagenen Stsuern besteht; es ist 1308!) noch garnicht [011118 best, daß Herr Windtborst und err Lieber es aufs encrgischst8 zurück- ,;xwéesen haben. der Regkkrung Steuern beizubringen. Es ist eine ganz verkehrte Welt, die jetzt durÖ das Zentrum in den Nzichstag 8111g8führt wordxn ist. Die B8ratbung der SteuerVorsch1äge in der Kommiffion stkllt8 8111 Bild der größten Zérfabrenbeit und 0133 un- fich8tste11 Umbertappsns dar, wie es 1181 dem Mangel gsnügend8r Sachkenntniß der Herren, 018 11115 mit den nkuen Steuern oeglücktén, n1cht anders sein komme.
Abg. Richter brina-t 8111811 Ewentualantrag ein, aus 081 Nr. 3 die Renten- und Schuldv8r1chreibung8n dkr Kommunalverbände und Kommnncn aULzun8bmcn und wie: bisher mit 1 pro Mille zu Wrstluern. *
Abg. Müller-Fu1da tritt den Angriffen d8s Abg. Sénger ent- g8g8n. Er habe 31. B. s81n8n Antrag WZJLU der Bkstxucrung der 111118 zu Gunsten dcs b8ff8r8n Antrags d8§ Abg. Grafen Oriola zurück- 1183011811. Cs geb? auch 1111111188 AUSgaben, welchc die KOMMUULU
machten.
Abg. Richter: Wenn die Kommunen Schlachthöfe, Schul- hä1118r, Straßen und Brücken bauen wollen, dann soUen sie fortan Link!] 1161181811 Emisßor 231113111081 33111811; ist das keine Kultursteuer? ZRein modifizierter Antrag so.“] den Wünschm des Dr. Heim 8111989811- ommen.
21-311. Singxr: Gewiß giebt es anch unnüße Auögaben, die dke Kommunen mach8n tnüffxn, so z. B. kann man für Berlin die Aus- 1-1013811, welche ihr 0111 Grund der Konststorial- und Visitations-Ocdnung von 1573 an,;csormkn werden, dazu rechnen. Die Anleihen dürfen doch aber gxrnécbt g8macht Weren obne G8gebmiguna der RegWruna, und in dem Antrag auf G8nebmiguna 1111111311 die Zwscke, denen Ti? Anleihe dienen soll, spezifiziert sein. Die Konkurrenz, in Welche err MüÜer-Fulda den Staat mit den Städten trkten läßt, indem er den [1131811811 die Untsrbrinzung ihrer Anleihen erschwert, sieht bedenklich nacb unlauterem Wxttb8w8rb aus. Ueberall spürt man nach kleinen Einuabmyn, aber an den .qupteinnahmkquellen geht man mit ver- bundcnen Augen Vorübc-r.
Der Eocntualantrag Richter wird gegen die Stimmen der Linksn und einiger bayerischer Zentrumsmitgliedcr ab- gklchnt und Nr. 3 urwerändcrt nach dkn Kommissionsbeschlüffcn angenommen. .
Nr. 4 0813 Tarifs betrifft dre Kauf- und sonstigen An: schszungSgcschäftc. Nach dem geltanden Tarif tragen 1) aus: länd1sche Banknoten, ausländischcs Papiergeld, ausländische Geldsorten, 2) Werthpapiere der unter den Nummern 1 bis 3 des Tarijs bezeichneten Art durchwsg 2/10 pro Mille. Dic Kommisston schlägt vor, für Aktien den Umsaßstempel auf" 3/10 pro Mille, für Kuxe auf 1 pro Mills zu erhöhen.
Abg. ])k'. Heim tritt für einen Antrag ein, den Aktienumsay- stempel auf 4/10 pro Mjüe zu erhöhen. Der Abg. Richter babe géstern gesagt, die' ganze Ylottenbegeisterung der Bayern betrage 1/10 pro Mille, weil fi“: die lotte ablehnen women, wenn dieses KUK Zebntcl nicht zugestanden werde. Dies sei doch nur ein Scherz gewesen, ebenso wie es heute von ibm, Redner, ein Scherz gewesen sei, den Sozial- demokraten ein Geschäft bezüglich zweier Anträge vorzuschlagen. Er hätte errn Singer für einen zu großen Politiker gehalten, als daß er hätte annehmen 101180, Herr Singer würde tbatsächlich den Außdruck .Kubbandel“ für diesen Vorschlag im Ernst gebrauchen. Die Linke und nxmentlich die Sozialdemokraten seien in höchstem Maße verdrießlicb darüber, daß das Zzntrum durch Lösung der Deckungsfrage die Flottenangelegenbeit m Ordnung gebracht babe, daher dre heutigen Ausfälle gegen die ausschlaggebende Partei. Herr Schädler sei nicht anwesend, weil er im bayxriicben Landtage als Referent in diesen Tagen unentbehrlick; sei. Auch die bayerischen Sozialdemokraten seien heute nicht bier, nicht Herr von Voümar, _nicht Herr Seqiß, nicht Herr Ehrhart. Blau-weiß sei bayerisch, und blau-weiß seien auch die bayerischen Sozial- demokraten, fie hätten nur ein rotbes Bändle drüber. Die Bayern batten übrigens garnicht das Blut in fieb- um von Natur aus .Kubbandel“ zu treiben. Der Abg. Bebel sei gestern Warm für den Vank-Mittelstand eingetreten; er habe auch von der zerstörenden Wirkung der SchußwUpolitik gesprochen. Der Abg. Bebel wisse do ganz genau, daß Schuyzoll und réibeit nacb Mut für die Parte kein Dogma seien. Marx abe dock» feld außgesprotben, die Sozialdemokraten seien nur deswegen Tr - händler, weil fie sähen, daß der Freihandel weit | rker
- 1/10 Tausend
zerstörend wirke. Ein Rückgang der Einnahmen aus der Er-
öbunq des Kaufftempels werde nicht eintreten, um so wen! er, als bisher Miüionen dieses Stempels überhaupt nicht gejaklt se en. Man mache natürlich in den reinen Vörsenkreisen in allen Tonarten gegen diese Erhöhung auf 4/10 mobil, man spreche in der Börsen- preffe bereits von einem panikartigen Rückgange der Kurse. Aber man babe auch im Jahre 1894 geglaubt, man ttüge es nie, und man babe es doch getragen. der Verkehr sei größer geworden, und Alle seien dabei gesund geblieben. Die chkung, wie man sie jekt suée, na dem die-Annahme der Flottenfrage als ein fuji; 130001111111 zu 8- tra ten sei, werde |ck sehr bald als die allervorzüglichste beraus- stellen, die gefunden werden könnte.
Aba. Büsing (nl.):_Jst es in der That richtig, einen so großen Theil der Mehrkosten fur die Flotte auf den Börsenverkebr abm- wälzen? Von allen Seiten wird die Rothwendigkeit und Nüßlichkeit der Börseneinrickotungen anetkannt; es kann also eine solche Mehr- belastung, noch dazu zam, einseitigen Vortheil des Auslandes, keine ' praktische Maßregel fein. Wtr befinden uns aÜerdings in einer Zwangslage, wir"können die Flotte nicht anders bekommen, als wenn wir die Be- schlaffe der Kommission zur Deckungsfrage gleichfaus annehmen. (080811 die darüber hinaus vorgefchlag8n8 Erhöhung des schon wieder- holt erööbten Umsaßstempelß muß ich aber aufs entschiedenfte Ver- wahrung einlegen. Ein Ruckgang des Ertrages ist unzweifelhaft, gewisse Zweige des Aktienumsaßes werden durch diese Erhöbüng über- haupt unmöglich gemacht. Kein Staat des Auslandes kennt auch “nur in annähernder Hohe einen derartigen Umsatzstempel. Man ergreift bier offenbar nur eine aute Gelegenheit, seiner Antipxtbie gegen das mobile Kapital Außdruck zu geben.
_ Abg. Dr. Yon Siemens (fr. Vgg.., im einzelnen schwer ver- stqndlich) bemubt sich abermals, darzulegen, daf; tbatsächlich drei Vtertel akler Börsenkommisfioaen Beträge unter 6000 „M zum Gegen- _ stande haben, das; also diese große Zahl kleiner Kommittenten, die man doch eben noch zum Mitkelstande rechnen müsse, die 381198 bei der Erhöhung des Stempels zu bezahlen haben würden. D18se Lxute. „nicht die Börse 0381: der Handel, würden ins Herz ge- troffYn. Dre Konzentration des deutschen Börsenverkebrs 1'11 Berltn habe schon unter der bisherigen Börsensteuergefeß- gebung rapide zugenommen; so könne von einem selbständigen bayzrischen Geschäft kaum noeh die Rede sein; fahre man so fort, so werde m;“m in Bayern zuerst merken, rvas angerichtet worden sei. Anderersetjs werde eine starke Einschränkung des Verkehrs, wie fie ja auch,im Jahre 1895 eingetreten sei, fich bemerkbar machen; man habe sich 1111 Jahre 1899 "unter den Ziffern von 1889 befunden. Die Kon- z8ntration des Gescbasts schreite derartig vor, daß der Antrag Heim finanziel] keinen Vortheil, Politisch aber direkt Schaden bringen warde.
Abg. Graf von Arnim erklärt, er könne weder dem Anfrage Heim noch dem Standpunkte des Vorredners fich an- be-quemen. In Paris bestehe allerdings eine erhebliche Kotierungs- steuer, die sich sehr wohl mit dem Kommisfionödorschlag vergleichen (ase. Daß jemand, der 0000 «;ck anlegen wolle. dav'cn zurückstehen wurde, rvenn 8r statt 1,20 2-4 nunmehr 1,80 „M dafür an Stsmpel zahlen s0118, sei doch kaum anzunehmen. Redner wrderlegt dann im einzelnen die Ausführungen des Abg. Dr. von Siemens, „Wobei er aber nur bruchstückweise verständlich wird. 1/10 Yro Mtlle Stsmvelerböbung sei fein Betrag, der das Arbitrage- 981chafc gezgieren könnte. Ein Theil der R81ch§partei steb8 allerdings 0111 dem Standpunkt des Antrags H8im; er (Redner) [elbst bleibe mtt dem and§r8n Tbsil bei 3/10, w8il sie nicht wüßten, ob nicht doch von 811181 wetterey Erhöhung ein Rückgang der Umsäße und eine Ver- mindxranq der Emnabmen zu befürchten sei. Vor der Erhöhung auf 3/10 brauche man aber nkcbt zUrückzuschrecken.
Staatssekretär des ReichS-Schaßamts 131“. Freiherr von Thielmann:
Der Herr Antragsteller fragte zu Beginn seiner Rede gegenüber der link-zn Seite des Hauses: werden durch die Stempelvorlage und auch durch die Zollnovelle zu viel Mittel beschafft oder n'scht genug? An zwckéter StLÜe, ganz 118118111181, str8ift8 (*r die Frage, die eben auch Herr Graf von Arnim ausführlich erörterte: Werden durch eine Stempelabgab8 0011 4/101118111 (Gelder eingenommen als durch eine von 3/10? Ich glaube, man hätts, wie Herr Graf Arnim es that, 1118 letzte Frag? an die Spisc stellen s011811: nimmt der Reichsfiskus ' 111114110 mehr 8111 oder mit 3/10? Es ist ganz richtig, was Herr Graf Arnim 6581! sagte: der Vergleich ist nicht zulässig nach einzelnen szckn, wie ihn Hzrr Dr. von Siemens vorbrackpte. Er ist nnr zuläffig nach längeren Abschnitten von mehrer8n Jahren. Esist nun richtig,daßd1818chs Jahre nach 1894 erheblich höhere Einnahmen g8li€f8rt i::abxn als die sechs Jahre vor 1894. Aber _ das möchte ich denen, 2218 fich für den Antrag 1)r. Hkim entschließen wollen, doch entgkgenhalten _ wenn eine Steigerung von 1 auf 2 das 1§fache an Einnahmen bringt, vielleicht noch mehr, so ist noch nicht gesagt, daß eine Steigerung yon 2 auf 4 auch das Ufacbe des Ufachen wieder“ bringen wird, Es ist möglich, daß, wenn wir die Ziffern von 3/10, welche in der Kommission wobl erwogen ist, überschreiten, damit die Grenze des Zuläss'czen überschritten ist und statt einer Zunahme ein Rückgang stattfindet. Ziffernmäßig kann Ihnen das keiner in diesem Hause j813t darlegen, wieviel Kunden sich von Ankäufen oder Verkäufen von Wertbpapieren dieser Art werdsn abhalten lassen, wenn der Stempel */10 beträgt, und wenn 3,“10
Desbalb möchte ich Ihnen sagen: lassen Sie diesem Stempel das Bcnefizium des ZweifelS! Es sind von sehr sachverständiger Seite hier die großen Bsdenken Ihnen entgegengehalten worden, welche bei einer Erhöhung auf 4/10 gegenüber dem Kommissionsbeschluß eintreten würden. Wenn Ske ihm das Benefizium des Zweifels lassen, wer- den S18 Von selbst auf den Saß kommen, der in der Kommission wobl erwogen ist, und den die Kommisfion dem hohen Hause zur“ An- nahme empfiehlt, nämlich auf 3/10,
Yuf _Antrag des Abg. Richter wird aus der Diskussion desrchfiu; dte Kuxe vorgeschlagene Umsaßstempsl einstweilen aus: ge 8 en.
Aba. Richter: Wir würden sofort einen Antrag auf Einführung.. einer ReichZ-Vermö enssteuer stellen, wenn wir damit die Börsen- steuern los werden önnten. Aber err 1)r. Heim hat 1111th hinter fich, wie die vorige Abstimmun? gelehrt hat. Unter seinem Antrag, der Erhöhung auf vier Zehnte steht die Elite der Agrarier, der Rechten und des antrums; die Landwirthschaft will hier einfach- ibr Mütbcben an der Börse kühlen, daß ist das ganze Geheimniß. Herr Heim meinte, es sei besser, zu viel Steuern zu nehmen, als zu wenig; das habe ich noch nie gehört“ nimmt man, . zu viel, so wird man sie doch nachber nicht los, da fie dauernd be- willigt find, und ist das Geld erst da, dann wird man zur Ver- stjotvendunZk verführt und vergißt alle Rücksicht auf Sparsamkeik In der ommisston ist die Mehrheit von den ursprünglich an- genommenen vier Zebnteln zurückgekommen, well an anderer Stelle“ eine erhebliche tvaksäehli e Mebreknnabme erzielt wurde. Dieses
kann, obglei im Verhältniß zur Flottenfr eine Bagatelle, als Belastung des einzelnen Geschäfts untrträgM .. Der Antrag Heim bat tbatsäcblicb auf die Börse so gewirkt, da man bereits von einem schwarzen Donnetuko 'spki t.. I bin in diesem Punkt nicht so ängstlich; die Börse ist W rklichkeit angefichs der Vorgänge, die zu dieser Vorla 8 ge baden, äußerst nervös eworden. Daß der Standpunkts“! _ eim, die Konzentration es Börsenverkebrs zu fördern, von “W - entkam getbeilt wird, kann ich nicht annehmen. Herr sat , dem Banquierstand den gam uubecewtigten und unw , J : „_ gemacht, daß Millionen von Börse'nftempelßeuern niki * *
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