1900 / 147 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 22 Jun 1900 18:00:01 GMT) scan diff

Jichtamtliches.“ Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 22. Juni.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten, wie aus Käel gemeldet wird, gcstcrn an Bord der Yacht „Hohenzollern“ den Vortrag des Staatssekretärß des Aus: wärtigen Amts, Slaats-Mimsters Grafen von Bukow.

Das Staats-Ministcrium trat heute Nachmittag 3 Uhr unter dem Vorfiß des Minii16r:Präsidenten Fürsten zu Hohenlohe im Diensthäude, Lsxpziger Plaß 11, zu einer Sißung zusammen.

Am 16. d. M. verstarb Hierselbstder Königliche Wirkliche GLHÜML Nail) 1). 131“. Sydow, welcher in den__verschieden_en hohen Staatsämtcrn, die er nacheinander bekleidet hat, s1ch als kin trauer Diener des Königs und des Vatxrlandes und als ein hcrvorragend tüchtiaer Beamter bewährx hat.

Er war am 5. Oktobkr 1824 zu Berli11_gchboren und widmete stel) nach Absolvierung 61an Gymnasmlanstalt dcm juristischen Studium. Schon ais Gertcht§-Affcssor_ wurde er als Hilfsarbeiter 'm das Justiz-Ministerium bcru_f_en, m welchem er demnächst zum vortragendsn Raik) aufytteg. Im Jahre 1868 wurde er zum Vizc-Präfidénten des Yppellatwns- gerichts in Glogau und 1870 zum Prästdenten dcs Appellationsgerichts in Münst-xr ernannx. __ U_ntsr_ dem 11. September 1872 wurde er als MmUtexml-Dtrektor in das Ministcrium der gxistlicixn 26. Angelégcmhettsn b-érufen und in demselben UUtLr 138111 26. März 1873 zum Unter- Staatssekretär ernannt. Unter dkm 1. August 1879 wurde er sodann als' Präsident an die Spiße der Hauptvsrwaltlmg der Staatsschulden berufen und unter dem 24. Januar 1881 zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem Präpikat „Excellenzk ernannt. In dieser Stenung verblieb er bis zum 1. Llprtl 1892, wo' zunehmende Kränklichkeit ihn bsstimmty, m den Ruhestand überzutretsn. Er wurde bei diesem "Anlaß dyrck) Allerhöchste Verleihung des Rothen Adlcr-Ordcns erster Klasse aUSJezeichnet.

Er war ein Mann von Hervorragender Begabung und eine charakxcrvolle Persönlichkeit. AUe. welche: rhn gekannt haben, werden sein Andenken in Hohen Ehren halten.

Der hiesige Kön1glich bayerische Gesandte Gras _von Lerchenfeld:Köfcring hat Berlin mit vierzehtxtaxpgem Urlaub verlassen. Während sciner Abwäenheit fungiert der Le ationörath Freiherr von und zu (Huttcnberg als Ge chäftsträger.

Ter Brvollmächtigte zum Bunchrati), Scnaior der Freien und Hansestadt Hamburg 131: Lappcnbcrg ijt von erlin abgereist. -

Laut Meldung des „W. T. B,“ ist S. M. S. „Gcikr“, Kommandant: Korvctten:Kapitän Peters, gcstxrn VM Panama nach Punta Arenas in See gegangen.

Der Dampfx-r „Wrinz-Regent Luitpold“ mit der Ablösung für S. M. S. „Cormoran“, TranSportfüHr-Zr: Oberleutnant zur Ses Leonhardi, ist gestern in Vlntmc'rpcn eingetroffen und beabsichtigt, am 24. Juni die AuSrciss fort-

zusetzen.

„In der Ersten und Zweiten Beilage zur hcxxtigen Nummer des „Neixhs- und Stants-Ayzeig-ers“ wird die vom Reichs- Eisenbahnamt auf estellte tabeUarischc Uebersicht der Bo- triebs-Erqebnt c deutscher Exsettbahnen für den Monat Mai 1900 vxröffentlicht, auf welche am Mittwoch an déescr Stclle auSzüglick) hingewiesen worden ist.

Kiel, 21. Juni. Seine Majestät der Kaiser hat, wie„W. T. B.“ meldet, befohlen, da:“ß auch ein Detnchc- merit Pioniere nach Maßgabe des verfügbaren Raumes in Stärke von etwa einer Kompagnie nach China einneschifft werde. - Als Tag „der AUIrcise für die beiden zUm Trans- port der Truppen nacb China gecharterten Dampfer „Witte- kind“ und „Frankfurt“ ist der 3. Juli in Aussicht ge- nommen.

Sigmaringen, 21. Juni. Seine Majestät der König und Seine Königliche Hoheit der Prinz Yrdinand von Nu'mänien sowie Seine Durchlaucht dEr rinz und Jhre Kön'igliche Hoheit die Prjnzcsiin Karl von Hohen“ zol_l"'ern sind, wie „W. T. B.“ berichtet, gLst-Irn Hier ein- getroffen.

VMZLLU.

.Die Kammer der Abgeordneten hat,:v'ce „W. TV.“ m-Zlyct, heute mit großer Majorität die Nachtragsforderung für die Ecrichtung eines Frojektierun, s-Bureaus für die Kanalisierung des kains biS A chaffenb11rg an- genommen.

Großbritannien und Irland.

Der KHedive Abbas Pascha ist, wie „253.523. V.“ meldet, gestern auf der Königlichen Yacht „Osbornw“ in Port Victoria angekommen, hat aber seine _Weiterreise r§ach London krankheitsßalbcr verschoben und wcrd_ vorläufig an Bord der Yacht bleiben. Derselbe litt berettH an em_em Halswiden, bevor er stch einschiffte. Auf der MM verschlun-

mertesck) dasselbe, und die Syn'tptome lassen, wie versichert'

wird, auf Diphtheritis schlÖeßen. Ein Londoner Arzt ist nach

Port Victoria berufen worden. * _ _

Das OberZaus genehmigte esjern dre zwette Lesung '“ »x Bill, betre and die ng-nda-E-ienbahn.

m Unterhause erwiderte gestern_ der Unter-Staats-

t r des Auswärtigen Brodrick auf eme an ihn gerichtete

191135" ' ix, “er bedküer'e') „keimx“au1 _en'lis “611 Nachrichten von. Bek „11? zu Raben. „Dkk “(este ttth'eiung von dem groß- bthan" fchen Gesandte?! Machnald i'e_'t neun Tage alt. DW ausländische Tru p.: unter dem Ndmtral Seymogr habe sul), als man von i r vor siebetx Tagen zuleßt gehort, 30 _oder_ 40 Meilen westlich von Tientsm uny_„unge_fäk)r in der gleichen Entfernung von Pekin befunden. „Trenisin set von Taku abge- schnitten, und telcgrap ische Mittheilun en von Taka müßten durch Dampfer nach Tschtfu beför ert werden, welches 250 Meilen davon entfsrnt liege. Ashmead Bartlett Sagte an, ob die Regierung beabsrchtigé, einen Gsneral zum

und ob bei dem Einvernehmen, welches unter den Mächten 11errfchen solle, auck) Japan einbegriffeu sci. DN: Erste Lord des Schaßamts BalkoUr erwiderte, der an Ort und Stelle befindliche Admira habe die Vollmacht, untcr dcn obwaltenden Umständen zn handeln, wie er es für passend erachte. Es sei unmöalich, xeßt schon zu sagen, _ welche Maß- regeln in Zukunft würden geiroffcn werdcn. Ani die zweito Frage Ashmead Bartlett's bezüglich-Zapans gab Balfonr einc ßejahcnde Antwort. Im weiteren Vérlaufe dsr Sißung theilw dcr Unter-Staatsstkretär des Auswärtigen Brodrick mit, die britische? chicrung habe erfahren, das; zwisch6n dcr Türkei _ und Rußland ein durch _ein Kaiserliches Jrade bestätigtes Uebereinkommen zu stande gekommen sci, durch welches die türkische Regierung sick) das Recht vorbehalten ixabe Eisenbahnen im Norden von chinasisn zu baucn und für Zen Fall, daß sie selbst dort keine Eierbahn _baue, das _ausschlikßliche Recht zum Bau dsrselben der xusstschen Re- gierung gewährleistst habe, und zwar untes denselben Bedingungen, wie für die Deutschland eingeräumt» Kon: cssion zum Bau der anatolischsn Bahn. Brodrick fügte Zinzu, daß die Regierung von dem Uebereink'ommen amtlich nicht in Kenntniß geseßt worden ssi und auch keinen Einspruch qegkn dasselbe erhoben habe. Ashmead Bartlett fragte an, ob die Régierung davon Kenntnis; habe, daß die Lieferungsangebote cnglischyr Firmen zur Ausbcsserung und neuen AuSrüstung dsr türkischen Flotte niedriger seren als die Krupv's, ob der LicferungSauftrag wahrscheinlich der deutschen Firma werde gegeben werden, und zwar infolge einer polit1schen Vrcsfion, ob fcrnsr der qroßbritannische Botschafter in Konstantinopel beauftca t worden sei, den Wunsch der Pforte zu unterstüßen, 11be iese An- gelegenheit nach finanziellen und technischenGesxchtsPunkten zu beschließen. Brodrick erwiderte, die Regierung habe keine Mittheilung erhalten, welche die im ersten Theile der An- frage enthaltene Behauptung b::st'ätige. Die Regierung ssi in Kenntnis; gc-seßt wordsn, daß von der türkischen Regierung mit einer Firma in (Hamm cin Vektrag nbg-sschiosftn worden ski bezügli der Ausbesserung von 11651 türk1schcn Panzer- schiffen. Es werde ferner gemeldet, daß die AUSrüstungcn der Schiffe von KMPP zu lichrn seien. Der großbritannische Botschafter habe sie Ansprüche der britischen Firmen bereits dym Sultan zur Kenntnis; gebracht und sei weiter ermächtigt worden, der Hoffnung AusdrUck zu gcbcn, daß britisch? Firmen einen ansehnlichen TUM der türkischen Aufträge zur Liefcrung von Krieg-Zrnaterial erhAltcn würden.

Die: 3116qu „Isis“ unI „Dido“ habsn Befehl cxhaiten, nach China zu gehen.

Frankreickx.

Der Senat Hat, mic „W. T. V.“ berichtet, gsstern mit 211 gigen 41 Stimmen 6171611 Antrag angenommen, nach mcLchem Preßvcrgchcn gcgen das StaatSUberhaupt, gcgen Parlamentarier und gewisse? hohe Beamte 111151 mehr nur vor dem Schmutgcrxcßt, sond€rn auch vor dem Zuchipolizcigcricht verfolgt werden können.

In der aestrigen Sißumg dcr Dcputirtenkammer erklärte der Minister 516 AkUßéksi Delcassé auf eine An- frag.», er habe ein vom 20. d. M. daiicrtes Tclcgramm *r: halten, WL1chLS besage, daß dic (Gesandtschaften und die Fremden in Peking am Sonnabend, den 16. d. M., unvcrfehrt gcwsscxt seien. Fc'cner Habe cr (Dklcasséx) soeben cin? Depesche von dem Konsul in Yünnanfu Fran 6012“; erhalten, wonach die chinesischen Behörden sick) cnolicl) [Hrcr Verant- wortlichkeit benmszt geworden scicn, und FlUUÉOiÖ viellckicht Yünnanfu werdk vcrlaffcn können. Einc Bcsserunq dcr Lage iei thatsächlich cingerreten. Der Minister fuhr dann fort: „Wir haben jexzt 'm den chincsischen (kaäiscrn 2500 Maxxn und werden in nächster Zeit 4000 Mann sowie 8 Panzerschiffe, 1 Aviso und 4 Kanonenbootc dort haben. Frankreich wird, versint mit Rußland, im Em: vsrnehmen mit den übrigen Mächten an der HerstsUung der Ordnung arbe'iten UNd für die Einssßung c'xnek Regierung in Peking sorgen können, welche im stande ist, allen Nuk: [ändern in China diejenige Sicherheit zu gewährleisten, welche die Chinesen in Frankreich genießen. In Betreff der Sicherheit der Fremden in COM und der" Franzosen in Yünnan kann die Regierung nur Hoffnungen aussprech-xn; aber die chinesische Regierung und dcr Vize-König wissen, welch? Verantwortlickykeit sie haben. Ich [mbc Dem Lande von der Lage in Yünnan Kenntnis; JSZLbM, sobald ich das Telegramm unserss Konsuls erhalten halts. Man __ fragt mich, ob ich schon Trnppen entsandt hab?: dcr Konsul Frangois [)?-t niemals um die Ealsendung von Truppen gebeten, sondem nur verlanät, daß mit Energie vorgegangen werde; in seiner lcßtcn Dcpescbe hat Fran vis sogar empfohlen, keine Truppen Über die Grenze von ongking zu senden; er weiß, daß ein Ejndringen unserer Trupp3n in Yünnan das Zeichen für Unruhen sein würde, diu wir rächcn könnten, denen vorzubeugcn -- und das wird auch die Ansicht des Hausks sein -- aber wün chenswerther ist.“ Dclcaffé. erinnerte daran, daß er den chinesis en Gesandten aufgefxzr'ocrt habe, dem Vize-Köni von Yünnan zu tele raphicren, daß für die Sicrhct- heitihrer HtaatSan ehörigen dic äcbte und Frankreichin Pc ing und durch Pekin Zoraen würden. Der Minister schloß mit den Worten: „In dicser Hinstcht herrscht unter den Mächten Ein- vernehmen, und mit dieser Erklärung wxll ich meine Aus- führungen schließen.“ Im weiteren Veklaufe der Sißunxxuscßte die Kammer die Verathung der Vorlage über die us- rüstung der Häfen fort und nahm die von dem Deputirten Pelletan beantragten Abänderungsvorschläge an, durch wel 8 noch 6 Millionen für Arbeiten an Korstka, 10 WWW für die Vcrtheidigun der algerischen üsten“ “und 6 Millionen ür dcheich von- erre bei Marseille FLOW" werden. Ye etan verlakgte, es ollten entsprechende _ strtche bei den ' orderungen fur die * rbciten in Cherbourg und Rochcßort vorgekromrüeß'ivetden. Dieser Anita wukde aber mit 4 1 gegen 54 Stimmen verworfen. Die Fortseßung der

:rathung wurde sodann auf eine andere Sisung verschoben.

efehlshaber der brttischen Truppen in China zu ernenncn, _

* Rnßland.

Murawjew erfolgte, wie die „Russtiche Telegrap en-A .. meldet, estern VormittaÉ um 91/2 Uhr, wahrsche?nlich «1211? eines B meYuses ins _ebirn. S_einer Gewohnheit em

begab steh xai Murawxew, der slch bei dem vorgeßrjgm

Empfan e 1718 diplomatischen Korps noch ganz wohl bef hatte, gc jern, nachdem er früh aufJestanden wxcr, in sein AMW tisch. Spater nah_m dsr Gral

kabinet und faßte fich an den Schrei den Kaffee, muß s1ch ]edock), mie anzunahmen, bereits unmoh esühlthaben, da er den Kaffee nicht- austrank. Nachkurzer Zeit trat der Diener ein und fand den Minister auf der Diele legen. Die in aller Eile herbei erufenen Aerzte konnten nur den bereits eingetretenen Tod feßsiellen. - Das diplomatisck)e Korps, dieMmister und zahlreiche hohe Würdenträger ver- sammelten slck) gestern Nachmittag 3 Uhr am Sarge des hgjm; gegangenen Ministers zu einer Trauerfeier.

Spanien.

Wie „W. T. B.“ meldet,“ hat die „(Haceta de Madrid“ gestern die Aufhebung der verfassungsmäßigen (Garantien für die Provinz Madrid bekannt gemacht_ In der beigegebenen Begründung heißt es: Die ngierung habe mit allen Mitkeln versucht, die Anrvcndung dsr äußersten Maßnahmen zu vermeiden. aber in dkmselbcn Maße, in welchem die Besonnenheit der Régierung zugenommen, sei nach die Dreistigkeit gewisser Elemente gewachsen, die die Acktung, welche die Regierung vor den konstituiionellen _reiheitcn hege, als einen Beweis der Schwäche auslegten. ie Begründung schlicizt, indem sie b.tonx, die Regierung werd: angestchts der gegenwärtigen sozialen Disziplinlosigkeit nicht zögern, die Pflichten zu erfüllen, welche ihr die anßsr- gewöhnlichen Verhältnisse auferlegten. - Der 3Präfekt hat gestern die Schließung der kaufmänni chen Ver- cini una angeordnet.

ie Regierung Hat die aerichtlichc Verfolgung eines Kaufmanns wegen der Worte angeordnet, die er bei Ueber- reichung der Adresse; der Kaufleute an die Königin ge- sprochen zu haben beichuldigt wird. Die Kaufleute leugnen, daß die betreffknden Aeußsrungen gefallen seiem.

Portugal.

Das Kabinet hat dem König seine Demission über- reicht. Wie „W. T. V.“ oernimmt, ist der Führer der Konservativen Hinße Ribeiro mit der Neubildung des Kabinets betraut worden.

Sckjweiz.

aus Bern ufolge, dem Vcschlusse des Nationalraths zuge- stimmt, dem1chwcizerifchen Volke die Verwerfung der beiden Jnitiativbegßhren auf Einéührung der Pro- portionaltvahl für den Nationalrat und auf Volks: wahl des BundeNathS nnzuempfehlen. Die Volks- abstimmung soll im Herbst stattfinden.

Türkei.

Nack) einer Meldung des Wiener „Tele r.-Korreip.- Vureaus“ aus Konstantinopel vom 20. d. . hat der Ministerrath, trotz des erneuten Protestes dcs griechi- schen Gesandten, welcher unter Hinweis auf das Londoner Protokoll und den griechisch = türkischen FricdenSvertrag die Meistbégünstigung verlangte, die Anwcndung dcs Differentialtariis gegen Griechknland vom 20. d. M. ab beschlossen. _ Dcr bulgarische diplomatische Agent ist dahin vcrständigt wordan, daß der “Differentialtarif nicht zur Anwendung gelange, die gemischte Kommiision für die türkisch-bulgarischen Fragen werde neue Spszialtarxfe ausaroeiten.

Amerika.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Philadelphia hat die republikanische Konvention einstimmig Mc Kinley zum Kandidaten für die Präsidentschaft und 910916- velt zum Kandidaten für die Vizy:Präsidcntsck)aft nomimert.

Afien.

wie „WTB.“ berichtet, der Kontre-Admiral Bruce aus TZky ohne Datum an die britische Admiralität geschickt hat, besagt: weil 7 Tagen fehlen Nachrichten von dem Admiral Seymour und skit 5 Tagen solche aus Tientsin. Die Verbündxten Truppen halten die Taku-Forts und Tongku stchkk bkscßr und werden zum ntsay der Europäer tzach Ticnts in vorrückcn, sobald ste in genügender Stärke smd. Morgen werden Truppen aus Hongkona und überm_orge_n 800 Mann aus Wei-hai-Wei erwartet. Man glaubt hier 11: Taku, das; der Kampf rund um Tienisin fortdaucre. Die britische Schußrvache in Ticntsin müsse etwa 3000 Mann stark sein. Gestern Vormittag wurde beschlossen, sofort fol ende Proklamation der Admirale und dienstältesten «ee- offi'ziere der Mächte zu veröffentlichen: Wir macbxn hiermit allen Vuze-Köniqen, Küsten-, Fluß, Stadt- und Provinzinl-Bebörden Chinas bekannt, daß wir nux cJegenxie Boxer und diejenigen Leute, die uns auf" dem Matsche na , PLW zur Befreiung unserer Landsleute entgegentreten, mit Waffengewalt

vorgeben wcrden. _ Der amerikanische Admxral Kempf hat, wie _aus wird, gestern aus Taku uber

Washington gemeldet _ Tschifu tclegraphiert: Die Chinesen bombardxcren

Tientsin. Das amerikanische Konsulat und e_in großer THeil der Fremden-Konzessionen smd _zum thctl zerstört- Hilfstruppen, darunter 130 amerikamschc Soldaten geh?"

nach Tientsin ab. _ _ Nach einer“ Melduna des .,Reutcr'ichen Bureauß“ qué ist daselbst die Nachricht ccn-

Tschifu vom gestrigen Tage, etroffen, daß Tientsin zwei Tage lang beschossen FUNKY

ei, Die Verluste sollen 100 Mann betragen. - Em __ bestätigtes Gcrücht besage, der Admiral Se mour s ezwungen worden, nach Tientsin zurückzu ehren. “_ 5 us Peking lägen seit 14 Tagen keine Na richten vqr. Der „Daily Express“ meldet aus han_ghal Wm Ystrigen Tage: Tientsin wuxdc am 15. Zum von zwe eiten von Voxerbanden angegriffen. Die elben __ Zunächst dic Eingeborenenstadt an zwölf Ste en und ru se ann gegen die Fremdenniederlafsunq vor. _ :! station war von einer rUssxscben Truppenabtbetlung 2.9- .2000 Mann mit 10,G"eschü7en beseßt. Als die Boxer dort an kamen, gaben die Rufen [) ntereinander 50 Salven ab._ _ s , Feuer scheint den]. oxern. unerwartet. ekommen zu sem- k

chtete“ ein großes Blutbad an; etwa tödtet, 200 verwundet.

Der.“ Tdd' des“ Msters des Auswärtigen Grafen *

Der Ständerat!) hat, einer Meldung des „W. T. V.“

Einqestcrn in Tschifu aufgegebencs Telegramm, Wölches, _ an dcr mkstlichen Seite der Eisenbahn errichtet.

beschoss?" ? “Die Eisenbahn- J Ihk;

“Boxer wurden 9“ _

Der „„TimeS“ wird, aus Sbanghgi vom 21. d. M, _ck ,aphjerx: n der N_ chi zum 15. Zum richteten die Boxer ___ jentsln n der E: geborenenstad't «roße Verheerungen ___ Die fremden Truppxn erwiesen st stark genug, die Fremdenicdertassung zu„sebusen- - “““"“

Das Schiff „Lady , "welches, von_Taku in Shanghai eingetroffen tft, be_richtet, dem „Neuter-schen Bureau“ zufolge, über die_ Beschießung "von .Taku:_ Das Ultimatum der veretmgten *Flottcnfuhrex: an dre Kommandanten der FWS vesa te, ment) x_ne Forts nicht bis Mitter- nacht des 16. uni kapxtulterten, _merde am 17. Juni um 2 Uhx das Bombardement begmnen. Die fremden Schiffsgffiztere suchte_n um Mitternacht den chinesischen192ncral

und fcggten ck11, was er u thun qedcnke. Der General erwrderte,_er wolle den ampf aufnsßmsn. Um 1 Uhr eröffneten dte Cbmesen _d_as Feuer. De'r erste Schuß ina durch das Takelwcrk de_r brttxsch-sn Korvette „Algerine“. Drktjsckzc Bemohpßr von _Ttenxitn und Taka bsfanden sich an Bord des brttxschen Kriegsschtffs „Monocacy“, das getroffen wurde, obne daß ]eooch erhehlrcher Schaden angerichtet worden

. Das Pulvermagazm des ruifischen Kanonenboots

sk. . . éGiljak“ explodierte; 20 russische Matrosen wurden dabei

ctödtet. _ _ g Die Miss_tongrepon Tsuntfchau befindm sich wohl- behalten in WWhaUWY _

Die cs)1nes1sche“_ re_sse m Shanghai b2[)auptet, in der Mandschupartet selen_ ernste ZwistigkeiWn ausge- brochcn- Jm _Palast zu_ Peking herrsche Verwirrung. Däe Kaiserin-Wrttwe schtcke sch) _an zu ficehen. Der Prinz Tuanhsukung und Kungyi seien entschiedene Widersacher

ung-[U's 11111 der Gemäßtgien, welche dem Throne riethen, die fremden Machte zu verfohnsn _ Dis meisten dieser in der chinefiickxkn Press? quitretenden G2r1'tchte seien Mskdungen der ckinesischckn Pcomnztalbcamten entnommen.

Nack) ainkr m_.»ttern Meldung des „Neuter'sch3n Bureaus“ aus Shanghat, trat das __ Konsularkorps gestern daselbst zu einer Y_srathung uber die Lag: znsammen. Man war der_ Anstcht, daß das Fehlen von Nach: rjchtcn aus kamg von übler Vorbedeutung sei. Das Dar- niedcrliegcn dcs andelsverkehrs machte 20000 Kuliarbeiter brotlos. Die Kon uli) beschlossen, dcn Doyen der Konsum in Tschisu tclcgrapknsch zu ersuchen, fich mit den dienstältesten See-Offizieren in Takzx wegen sofortt er Unterstüßnng in Ver- bindung zu seßcxn. Dr_c Konsuln alau en, daß man eine direkte Verbindung _mrt Pekuzg bcscha en könne, und haben den chinesischsn Etsenbahn-Dtrektor S eng um hierauf bezügliche Mittheilungen ersucht.

Aus Washington berichtet das „Reuter'schc Bureau“, der chines1sche Gesandte habe gestern dem Staatssekretär Hat) einen Besuch _abgestattet und ihm mitgetheilt, er habe von dem Vize-Kontg der drei großen Provinzen am Yang-tse-Kiang eine Dcpcsche erhalten, in welcher dicser erkläre, er fühle fick) vollkommen im Stands, für den _rieden in seinen Provinzen und für die Sicherheit der Mifnonare zu sorgen, und cr sei im Verein mit dem Vize-König von Hunnan in dcr Lage, Hör Wahrnng des Friedens und der Ordnung in allen gro cn südlichkn Provirzzen die Verantwortung zu üb-ernekxmcn.

_ Die „Nussnche TelegraphewAgentur“ theilt mit, daß fick) m den oitchines1schen Gewässern nachstehende russische Kriegssäziffe befänden: Die Panzerschiffe „Siffoi Welikt“, „Navarin“ und „Petropawlosk“ lägan seit den ersten Tagsn 5625 Imst vor Taku, fcrner befänden sich dort seit dem- sklizcn Termin: die? Kreuzer „Dmitri Donskoi“„,910ssija“, des- gletch9n_ dic H 0 ck s e e-Ka n o n end 6 o t e „Manshur“, „Korejez“, „Grem]atschi“, „Ssiwutsch“, „Bobr“ und „Giljak“, endlich no_ch dle Mincnkreuzer „Wsadnik“ und „Gaedamak“. Zn N1utschrvang befinde sich das Kanonsnboot „Otwashny“; der Kreuzer „Sajiaka“ sei auf dem ch'c nach Taka. In

Port Arthur bkfinde sich de'." ungeschüßte Kreuzer

„Rasboinik“. Afrika.

Wie das „Neuter'sche Burcau“ vom 20. d. M. aus _Zandspruit meldet, hat der GeneralSir Rcdvsrs Buller cm Hauptquartier zwci Meilen hinter Zandspruit, einer Station im Norden von VolkSrust, aufgeschlagen und sein Lager _ 187 Buren UUEd1e_sem Distrikt haken sich am 19. d. M. ergeben.

Dre „Daily Mail“ meldet aus Lourenxo Marques vo_m _gcstrtgen Tage, daß die tclegraphischc Verbindung m1t Komati-Poort unterbrochen sei.

Aus Accra vom aestrigen Tage meldet das „Reuter'sche Bureau“, daß, nach Meldungen von Eingeborenen, bei dem

[Mn Ausfall aus Kumassi der Gouverneur verwundet und

acht Offiziere gejödtet worden seien.

Statistik und Volkswirthsckjaft.

Die Fideikommisse in Preußen im Jahre 1898.

Na dem das; Königliche Statistische Bureau am ersten_ Male WWW “br 1895 'eine eingebenre Statistik der Ftdeikommrss: und __re: Vertheilung in Yreußen veröffemlicht hat, werden seitdem all- jahrlich die Zu- und bgän ?, sowie der Bestand an Fideikommjffen Ykaestellt. Das neueste He t der „Zeitschrift dks Königlich preußisckyen Etatistisch8n_Bu1eaus' enthält die tabeUacijchen Uebcrfiahten über die Muss? fur das Jahr 1898. , Nack) densxlbcn betrug die Gesammtiläche der deeikommiffs 2", "aßen am Ende des Jahres 1898 2 165 369 118- aégen e 4 271112 Ende 1897, ib! gesammter Grundsteuer-Rein- jakbtrag 26 624116 .“ ge e_n' 26286335 „46 am Schluffe des Vor- tes. Es hat demnach Lm Laufe des Jahrea-1898 im Gq-uen cin __Ubsang Von 24 098 118 - in den beiden Vorjahren nur eine Zu- “___Me von 1? rund 10000 113 - mit 337 781 «14 (Grundstéuer- 514nettkaasiannkfnnden. Die Fideikommiffe erweiterten von st'eu “"Jf 6-21 0/0 der Gesammlfläcbe und von 5,87 auf 5,94 0/9 des Gtundt "“„KeeitzertrTÖ-es im gamen Staatögebiete. Daraus, daß der Antbeil mm als 7x" b.“ ck des- Staates, daxf-Üb-iqens- nicht gsfolgert ryerden, bleikee Wk “uv! den geringeren Ackerbodcn einnäbmen; jenes Zurück- uroßen bei dem „,ndstxuer-Reinettrage wird reichlich durch den ein esn JUWEUMF _ aides; det in“ kérnge'l bekanntlich viel niedri_ger Da? M ist als dirUKerßöden,-an der*FkUet!ommißfläche erklart Nämlicö' "[AMD ksvzWaldftäcbe“ blieb dasselbe; wie im Vorjabxr, 151-144 93 9/0 ve: “(;_esammten" Fideikbwmißflä-Oe während im J“, Mbauvt dsrL-Wa » nu: 23150Qsx ve::|rzch-. .edeckte. gesßwmthso'lgten -im “Jahn! 1898“ M-Erweiterungcn be- eren B Fideikomm «(darunter Wein 9 in Schlesien), durch welche Ugan Fsland skb u „71522 115 ausdehnte. Viel bedenkender war der andeagj ""ck die WMickytua-a „mene: FKdeikommißse. Solche vdon a'11 20 NUM statt und brachten ein'e Zumachs von 307391111, ;113 a “" *14 325 auf Schießen (8529 auf den BejiikOvpeln) . "7 Posen. 2368 auf Schmwégcholstein und 2219 an

er FW 11 e an dem Grundsteuer-Reknertrage etwas kleiner ist

. geben, daß die drei Lmien eines natürli xn Tripsetö im magneti-

»)Fideikommiffe.

i.

in 36 Fällen (mit 3959 1111 : fast durchwe i . m e irk. n- aius der Verkleinerung und . 2 Fällen (ein?:u in Ärandxpklerg? e nem in Westfalen) mit 4205 da aus. der Auflösung beste'ßenßex ä Im-Ganzen. betrug danach der Mebrmaana, wie er.- 1151) bnt, 24 098 1111; am acößten war er in dZn Bktirken Ov exn mit 725 1113. Posen mit 4526 und Breslau mit 3736 112, rend im ; Bezirk Münster eine Ver_minderuna um 3019 1111. stattfand. , 2 You dec Gesammtflacb-x der Fideikommiffe, die am IabreSscblusi'e ( _ 165 369 112. betrug, entfielen auf die szirk? Ovv-ln 256 076 Zreßlau 181313, Potsdxm 152652. Frankfurt 137 802, Sbleswig, 141354, Liegnitz 131227. Posen 130 790. Königsberg 112 924 118. Diese a?; sammtlich im Oitxn belegenen Bezirke umfaßten also mehr als die alfte d_er ganzen Ftdsikommißfläcbe. Recht umsanzrekcb ist auch noch d2r Frdeikommißbefiß in den dre! Bezirken dsc Provinz omm_ern, ferner in Yen Bzzirken MarienwerdLr. Bromberg, M.:gde- "urg. Nerscbuxa, Munster. Arnsberg und C1ffe1; er: beträgt hier uberall no-b uber 50000 112. Ja den übrkaea Gebieten tritt ex mehr_ oder weniger in den Hintergrund; unter 10 000 1113. bleibt er in den Bezirken Erfurt, Hannoosr, Stade. Aurich, Trier und Aachen. _Jm Otten warxn besonders wsnig mit Fideikommißbx-fiß Vérseben die Bezirke Gumbtgnen (15174 116.) und Danzig (12405 1111). Ver- gl_eicht man F1ache_ und Grundsteuer-Reinertrag d6c Ftdsjkommkff-x _:_xxtrt 21815 KHZYTÜÜTZM duxtdb d_fm zUJebörikxen Gcundstcuer-innezrtrage _ 1n€.eermec ei eitier " '. der Wzlkflachs, so entfaklen _ J M .] BeruckfiäpkigMz _ au die auf die Waldfläche der Ftdeikommiffe Fideikommisse % deso/LGS % dk: der G6- ' fanzmt- sYJZ' flache ertraqes 6,21 5,94 3,46 4,41 3,43 2,95

7,54 6,75 . 6,32 . 14,11 6,04 7,44 2,17 7,54 4,73 . 2,65 . 16,30

Pommern kamen. (kin A v . * , HTLF on Fldei-lommiFn an sich,

Es- sammt-

fläche 2,79 1,04

_ im Staate . _m Osipreaßsn . xn Axsstvreußxn . . _nn Stadtkr31fe Berlin m Bcandsnburg in ommern in * ofen . in Schikfien

in Sachsxn . , . . Zn Sheswig-Holstxin m HmmoVZr . . 1“ ZIßstfalKnff . . n 6 211-' a „m . in Rheinland

in Hohknzollern

x_- ,x.- S'!

6,67 9,45 5,81 9,25 5,25 9,02 3,07 7,03 4,80 2,62 13,59

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Zur Arbeiterbewegung.

_ Dre Berliner Steinbildhauer s'md, wie die „Dt. Warte“ mrttbkilt, m eine Lohnbewegung ein etreten und haben ihre For- deryngsn den Unternehmern und Meitern untyrbreiten lassen, deren 1132151196711? Punkte in der Festseßang eines Minimallobns von 7 216 fur kcn_ Tag _ und einer _entsprechsnden Erhöhung der übrigen Löhne by: 71 itundiger Arbeitszkit bestehen. Die leyiere muß ferner um 5 Uhr Nachmittags beendet sein. und im Winter dürfen, unter Fxtrxßbaztung einer einstündigen Mittagspausk, keine Lohnabzüge

n an.

Aus Rorschach (Schrveiz) wird den „M. N. N." beri tet, da etwa 1100 Arbeiter und Arbeiterinnen der Séickereßi „„Feldmuble wegen Lobndifferenzen in den Ausstand getreten sind. Sie vxrlangen _durchgängig Lohnerhöhung und stellen außerdem noch Forderungen, die sich auf die Organisation der Arbeiterschaft beziebsn.

Kunst und Wissenschaft.

In der Sitzung der pbilofopbiscb-bistoriscben Klasse der ?_lkademtc dec WYenschasten vom 14 Juni (vorfißender Sekretar; Y,)Srr Vahlxn) las err Sachau eine U,1t-:csuchun.“; ["ab-„'r die Quellen yon Ibn SMW G2fchichtsch€rk Dieselbe handelt zunächst 11er die Schicksale dcr aitesten (Geschichtschreibung bei 13211 Arabern, über die Aukcmben der Queüenkritik und sodann über die Parteibildung infolge der Ermordung des Cbalifen Oibman im Jahre 655. Für die Frage nach _den QueUen des großen Gxsckpicbtswerks von Ibn Saad, der voüstqndiggten Sammlung von Nachrichten übkr die Träger der Geschtch15uberliekcrung während_ der ersten zwei Jahrhunderte, wird eiye Mittheilung aus dem Anfange des Abschnitts über die ZSÜk- Kgmpscy zu Raiba gezogen. Ibn Saad gruppiert seine (G-wäbrs- manner m scchz Reiben, yon denen die erste die QueUen 995111675

ansich, die zweite Ibn Saad'z Verbindung mit 11111 1511911" dar-

stellt, während die übrigen vier Reiben diejenige Uebetlieferung be- zeichnen, ryelche dym Vufasser eigentbümlicb ist. Die Untcr- suchung dceser Nerven richxet sich besonders auf die Feststellung ibxey AnxanJSglieder, der altesten Informanten, wobei die An- knuviung an die zweite und erste Géneration dec Massime na_ch dem Tod? Mubaznmsd's gewonnen wird. Herr Wzber legte vor: „Vedischx Beiträge Nc. 8: Zum zweiten 1111111612113. (181' 1528211111165.“ Die Angaben dex Tradnion (zwölftes Jahrhundert) über die zwi-svältige Hrrkunft der einzelnen Stücke des 1116111112111 Werden in der Abhandlung durch die aus Inhalt und Form selbft sich_ergebcnden Daten zu erhärten gesucht. -- Herr Brunner tbeiiie mit, daß sich in der Schweiz eine aus Sabweizer Gzlkbrten bestehendtx Kommission zur Förderxmg des deutschen R2chtöwöcteri bucbs qeknlcet babe, welcbe bezweckt, dle schweizerischen Quellen für das RechtSwörterbucb zu excervieren oder cxcerpieren zu lassen und die Excsrpte der akademischen Kommission zuzusenden. Die Klasse nahm die Mittheilung dankbar zur Kenntniß. -- Hsrc Conze lc t“.- im Namen de Kaiserlickpen archäologischen Instituts den erien Band des von uguit Mau veriaßten Katalogs der Bibliothek des Instituts in Rom von-Vonden erren Schrader und Sachau wurde der Bericht dW Privatdozenten 131". C. F. ch- mann in Berlin über die Ergebnisse der von Dr. W. WM und Dr (T_T. F.L:bmann 1898/99 auSgefübrten Forschungöreise in Armenien vorge egi.

Ja der Sikungder vbysikaliseh-matbematischen Klasse vor Zender Sekretar: Herr ortichcitte, welche fich mit emvetaturen bei neueren Day in der Physikalisch- - Herr Planck leqte und F. P

der Akademie von demselben Tage W::lbeyer) las Herr Kobirausch über Bszuq auf die Meffuna bober Arbeiten der erren Holborn und Techniscbxn Reichsanitalt -ergeben haben. eine Mittheilung der Herren_ C. Runge ,qsÖen in HannoVer „über das Z-eman'sche Phänomen" vor. Genauere Me ungen der durch das ?eeman'lche Phänomen bedingten Spaltung der pcktralliaien, zunäcbs im Quecksilbers etuum, ,„baben danqch er-

sch6n_ Felde ein typisch Oversthiedems, sich .in jedem !Txiklet einex Serre wiederholendes Verbaltm zeigen. -- Herr Klein“ e te eine Mittheilung des Herrn Profe ots Dr. A. Sauer ln .Hedelberz, enthaltend „Gsolo ische Beo achtungen im Aarmaäßv'. vor. Der Verfasser schi t zunächst allgemeine cherkuuqen ber Gneiße übsrbaupt voraxzs. Die WM ten Üben die Entstehuna d.srselhen waren danach frubetLsebt wech einde, Estadabn mi! dank dix-gruud- legenden Untersuchungemdes Verfaffxrs vom Jahre 1877 gekiärt worden. Man “,x-Kie- _GyelßeH jeß -tbeiks;;gjs.mugewandeltaxalte Sedimente,1beil * als vxrändextté-Erupivgesteine am:.Von: lehnteexArt . izst“ Z“ 1111. [VLÖMZci-Wklegt“ d" MWY'U 11.1937; IÜFWÜÖ m :ck a et we. n em:ae,e r „e

masfiges Eruptiogestein, c u Frau“, voi.“ p ' .; ck

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(»in-.;.

* 5881.18. 86.2188. ** M**.*1.*.**.*.*x ".,-..?" * _ e - u ra enver n e a . uqb einige bulgarische P'rokefforen werden dargn tbkilnebmen. M"

Die Polar-Expedition. des Barons Toll ist. wie „W. T. B.“ meldet, gestern Nachmittag Mit dem Dampfer .Sarja' von St. Petersburg abgegangen.

Land- und Forstwirthschaft.

Saatenstand in Preußen um die Mitte des Monats Juni 1900.

Na den im Königlichen Statistis en Bureau zusammen 6 eilten EraniFen der Erhebungen über den tand der Saaten in Lenßen .bere tigte derselbe um die Mitte des Monats Juni 6. J. xu folgenden Erwartungen (Note _1: sehr_gute, 2: gute, 3: mittlere durchschnitt- liche], 4: geringe, 5: sebr ge-ctngernZ-q): W::1texweien „7 (im M11 d. J. 28), Sommerweizen 2,7 (wie tm MaY “Win erspklz 22 “(im Mai 23), Wmterroggen 3,2 (im Mai 3,3), ommerroqgen 33 (im Mai 30), Sommeraérste 2,6 (im Mai 2,8), H::fer 2.6 (im Mai 28), Kartoffeln 26 (1m_ Mai 20), Klee 3,6 (tm Mai 3,2), Luzerne 29 (wie tm_M1i), ersenbeu 3,5 (im Mai 33). * '

__ Eitrlauternd wcrd zu diesen Zablen-in der „Stat. Korr.“ Folgendes

emer :

Auch in der zweiten Hälfte des Monats Mai blieb das Wetter kalt; _VLreinlet wird für diese Zeit sogar noch Frost gemeldet, besonders aus e:;tigen Becichisbxzirken Yes Regierungsbetirks Trier. in welchen vom 19. zum 20. Mai no*_ch eine Kalte von 4 Celsius beobachtet wurde. Erst g_egen Ende des vorigen und Anfang dieses Monats gina die Witterung zee_mlich unVecmittelt ig das Gegentbeil über. Die Niederschläge er- rxccbten in der erste_n Halfte der veaflossenen Berichtsperiode fast überaa nicht den _nacb langiabrigen Beobachtungen zu erwartenden Durchschnitt, uno auck) [e_ßt noch wird_a_us einem großen Theile der Bzrichtsbezicke über ungewöhnltch Tcockenoext geklaYZ Unter letzterer babén besonders die beiden Proyinzen Ost- und * :stpreußen zu leiden, Da es ,biec vieler Orten seit Anfang Avril entweder garni t oder doch, nur 'in völl_kg unzureichender Weise geregnet hat. Viel ache Klagen über uu. genugenden Ne Infall liegen ferner aus den Provinzen Posen und SMeSwiSLHol fein sowie aus den Regierungsbezirken Stettin, Köslin, Oppeln, Stade und Trier wor. Von 4758 bis zum 19. d. M. ein- egangenen Berichten melden 1718 oder 36 v. H. Dürre oder Trocken- _ett. Wie sich diese Zahlen auf die ein elnenHrovinzen vertbeilen, irtä_c_1_u_s nachstehender Uebersicht zu erse en. 5 wurden Berichte gez :

aus dem ngierungs- bezirk

Königserg. . . . Gumbinnxn . . . Danzig ..... Marienmerder . . Potsdam . . . . Frankfurt . . . . Stettin ..... Köslin Stralsund . . . . ofen ...... romberg . . . . Breslau . . . . Liegniß . . . . . Oppeln ..... ' 81 Magdeburg . 13 Merseburg. . . . 6 . . . Erfurt . . . . . 8 Sigmaringen. 11 Schleswig . . . . 203 zusammen . 4758

Die zahlreichen Gewitter, welche seit dem Eintritte wärmeren Wetters_ strichweise niedergingen, haben dort, wo fie sicb entladen, aucb genugend Nieder chläge gebracht. Leßteres gilt besonders für die Ycovknzen Sachsen, annooer - mit Auönabme von Stade - und

_ mit uber- Angaben haupt über Dürre 159 7 104 8 228 31 97 71 107 20 32 8 74 70 3 152 38 175 110 122 148 99 145 83

mit über- Angaben haupt über

Dürre 216 194 123 108 76 74 93 "84 13 42 12 151 19 90 51 71 42

aus dem Regierungs- bezirk

Hannover . . ildeßbeim üneburg . . Stade . . .

OSnabrüsk . . Aurich . . .

Münster . .

Minden . . .

Arnsberg . ,

Cassel . . .

Wiesbaden. .

Koblenz . . .

Düsseldorf . . Köln . . . . Trier . . . . Aachen

effen-Naffau _!owie für die Regierungsbezirk: Münstex und Minden.

n den Provtnzen Brandenbur? und Rheinland -- Trier aus- genommen _ sowie in den Rca erungsbezirken Stralsund, Breslau, Lkegniß und Arnsberg wechseln Gegenden, in denen es hinreichend ge- regnet hat, mit solchen, die unter anhaltender Trockenheit zu leiden haben. Mancherorten haben die Gewitter durcb wolkenbrucbartigen Régen die Felder Verscblämmt und durch Wegspülen der Ackerkcume und Versanden der_ Wiesen öcilisy oft nicht unbedeutenden Schaden verursackpt, nicht selten auch ngel mit fich geführt. Von dieéem wurden 65 oder 1,4 v. H. aller Verichtsbszirke, über die An- ga en eingingen, betroffen gegen 04 v. H im Vor'abre, in welchem von 2476 Berichten 10 Hagel meldeten. Es entfa eu von den dies- ' maligen «ngclbericbten 20 auf die Provinz Sachsen, 10 auf Rhein- lanxx, 9 aus Hannover, 6 auf Schlefien, 5 auf Brandenburg, je 4 auf Wexwxeußen und Posen, _je 2 auf Pommern und Westfalen und je 1 a_uf Ostpreußen, SchleNvtg-Holstein und effen-Naffau. Aus 22 Be- klch19be§17kén kommen Klagen über Besch digungen durch Drahtwurm.

,MäusesGaden wird nur in wenigen Fällen gemeldet; in manchm

Gegenden sollen diese Nager fast ganz verschwunden sein Was die einnlnen Fruchtarten anlangt, so hat der Wknter. weizen, welche: bereits zu schoss-n beginnt, der U; unft der Witte- rung am besten Widerstand geleistet und verspricht, 4116 die Blüjbe obne Störung verlauft, in der Mehrzahl der Regierungsbezirk eine gute Mixtelernte. In einigen Ecsgendnx wird über Unkraut eklagt. _ Ungunstkq lauten dagegen an in d esem Monat die Na richten uber den Winterxoden. Die Felder find durchweg dünn be- standen und haben o_ur den Frost in der 3311 vom 10. bis 15. Mai grö rem Umfange gelitten, als es nach dm Maiberichten den Ans ein batte. In tiefen LUen und auf le_icbtem Boden find in einzelnsn Berichtsbeztrken angeb1ich bw 50 vom Hundert der Felder vernichtet, und es mußten die Arckeceuthder umaepflüzt werden, oder der Roggen wurde emäbt, um noch als Futter: Verwendung zu finden, da auf einen örncr- ertrag nicht mehr zu byffen bleibt. Besoners umfangreich ist der durch Frost verursachte Schaden in der Provinz Posen und im Re- Yemngsbezick Magdebqrg. In der Mehrzahl der östlichm Re ierungs- zirka bleiben daber-Idxe nach den Angaben der Vertrauensm nner er- mittelten Begutacbtxtzzsaffem nicht unerheblich unter Mittel. Der Staatsdurcbsäonit! (', );bleibt hinter dem.“ des Verjzbie; um 6 Zehntel Er_üäk min) niZemz ux! kbdkn JTnijnötT lder_ L_?ßten_8 Ybre die levte __ _: e_e n. : or 24 11 en wn : o n e c vie en ' eri tea, da KKMM nach gu_e_r“-Biütbezeit“ volle "Aebren habe. ck ß Die S om mer un g wcxche zwar spät, aber im Geoßen und Ganzen glei mäßig aufgelaufen“ r,; droht in den von der Trockenheit beim- gesu ten Gegenden eine Mißernte zu geben. Der Hafer, welcher in eini en Gegenden vom Drabtwurm gefréfsen wird, läßt tro, dem eine .Mi le:nt_e--érhoffen._ DiWerfte bat“ vieleromn- dmxbßroit ge- litten,. NÖ:.abn dort, wo witter genßgende Niedex'stb! ge brachten,

dencrb .

Die ngtof clp sind von aUen Fruchtarten inder Entwickelun am . eitesim nm“: und sollen in mamvé-“n Gegende *,iufdxaeÖ derKält? und * cockmkxit des Vormonats erst im Aussehen egriffen .fein.

Am nachtbeiligftm. war in den bekdffenen CÄynkm' der Einfiuß der am und des ._Frostes für die Futterpflaü ck den Grat- w . 311 einer wßen Zahl von Veriétebe :»xdird deshalb Werikan el befür tet. Ja Ost- undWeftvreu tn nd ie Klee- ekdxr [lk aussagöut und könnenx'nur 11 , “»Wede beau werden. 'Apx ,in vewmeisW- übrigen Provbuxanüd? dn .“ ZS, tbeixw ey n tan' eine 'Mitteiernteberannij Aehnlkö mi g ! die erichte ,übe'r vie Mieses“ é zßmkMüuk ein;» düanm._ tony zeigen, 'da_ daSUntergrak M sen UH * _“ “feineren rkiet „xch Frost dunkelste! find. .* ' erika SänY-Öqt mnxbxrx begonnen; dee'Ertraa „ML .“ leseratten mtr ;geriyser. * _ * "

vielerorten in noch

. Die„Kaks-erlich mc M,:„aiammiwd? “186ka

in St. Petecsburg vitanßa et, wie dnn „W. B. ank Sofia