1836 / 79 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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mals gewichen. Als Grand für dieses Sinken gab man das Gerücht, daß “die Algierschr Legion eine bedeutende Niederlage erlitten habe, und daß die Deserrion in den Reihen der Chri- 1Tinos täglich zunehmc.

Großbritanien und Irland

London, 11. Mdrz. Sir J. („'von-soll, dem Vernehwrn nach, als Oberbefehlshaber der Trapprn tn den brrdrn, Kanadas an die Stelle des nach England zu1“11ck:l)renden Sir I. &dl-

2 treten. ' bornDM Rul'iiiche Botschafter gal) am Dienstag Abend em _qro- sx-ks diplomatil-chs Diner, ali drmrr jedoch yrlbst, wegen torr- daucrnder Urwäßlirdkrit, nicht Theil nehmsn kM-"tei „aus €)er- s-slden Grunde ?rdhnte er dem vorgesirégen Lever beim Kdmge nicht bci. _ , ,'

Es [):jßr, „Feri: Charles, Gedrge Beauclrrß der E:?“ des il'énx'rrn HLl'ZVZS von St. Albans, dessen Gattin 2111J-C11ke1111 d.:s Herzogs von Richmond war, Werde auf das d'erk Riebmo-nd- schen Familie grdörige Französisch'e Hrrzogthumk 1) 2711015011) 2111- sdruch machen. Hrrrn Beauclerks älteßcr So:“)n ist das Par,- lamexits-Mitglécd für Ost-Surrcy, Major Aubrey BcéaltrLerk.

Durch eine Entscheidurig der Kommission zur Uiitrrsucdung drr DUblinrr Wahl in dcr vorgcstrigen Sißung derseldrii wur- den 190 der Wädler, die fÜr Herrn O'Connell gestimmt mid dir in Folge einer frührren Erstscézrldung in Betreff der Exitriclxung dcr Pflaster-Steuer als unbefrigc zur Theilnahme an der Axalzl brfimdcn worden waren, sür rechtmäßige Wähler erklärt. Der ganze Zul)! der Wähler, gegen die man aus jenrm Grunde Em- wer-dungen grmacht h-atte, belirf sich auf 320; zieht rnan,h_eervon die obigen 12-10 ab, so bleiben noch 130 Stimmen, die OConncll variieren würdr, weil diejenigen, welche sie adgegelsen, die Pflei- lter-Struer nicht entrichtet hatten; da aber O'Connell?“ Mayor:- rät 230 Stimmen betrug, so meint der Globe, die Torch sxyen noch weit entfernt davon, ihr Spiel gewonnen zu haben, und der Sieg sey noch immer zweifelhaft.

Für Paisley, wo eine neue Parlaments-Wahl.stattfindet, sind Herr Colquhoun, Konservativer, Herr Hastre, . Tmisterieller, und Herr Ayrouv, Radikaler, als Kandidaten gufgetreten; man glaudc jedoch, daß der Erstere fick) gemz zurückziehen UUd daß der chzterr den Sieg davontragen werde.

Dcr Glosse entgegnet Folgendes auf einen Artikel des _Pa- rlscr „National“: „Dieses Blair enthält eine höchst seltiame Philippika gegen England wrgtn einer ganz harmlosen Berner; karg des Hrrrn Charles Wood bei Gelegenheit der Vorlegung dcr Marine-Vrranschlagungem Als nämlich Herr Wood die Streitkräfte aufzählte, welche von den bedeutendsten Mächten Eu- ropa? zur See grhaltrn würden, erwähnte er auch der Franzö- sischen; dies ficdt nun der „National“ als eine Anmaßung von Screen Englands an, indem wir unserem Nachbar und Verbün- deten das Recht streitig machen onten, 12 Linienschiffe in Sre zu hasen, während England doch, sagt der „National“,- nicht wenigrr als 22 Linienschi“: allein im Mittelländischen Meere habs. Dcr „Nmtional“ athmet Jetter und Flammen darüber, daß die Fran- zdfiche-Rrgicrung ilch emen solchen Schimpf gefaUrn lasse, und deuter an, daß d:e Französischen Minisier schon einmal e“:“: Eng- lands Sold? grstandeu hätten und wohl wieder darin ständen! Ja, in einem Anfall von wunderlich aufgefrischter Bonapartllcher Wutl) spricht drr;*„National“ von Englands Hdllengeist. Solche Rhapsodicen smd eigentlich eher ein Kompliment für rms, WiEWOHl sie nicht eben lo ihren Verfassern und denje- nigen Lelrrn, flir dereii Geschmack str geschrieben find, zur Ehre gerriclzrrz. Wir wollen dem Französischen Publikum im Allse- meinen nicht die llngrrechtigkcit anthun, daß wir glauben solltcn, rs theils s01ché unsinnige mid böswillige Ansichten.“

Morgen 1011 Hier eine Vcrsammlung in der Freimaurer- Halle, UNTEZ; drm .Vdrfilze des Lord „Dudley Stuart, stattfiixden, Um die allgemrine Theilnahme an dem Brandunglich zu New- York zu bekundrn. Von Sréien drs Comités hat O'Connell eine Einladung erhalten, die von den) Präsidenten in Vorschlag zu bringende Resolution zu unterstutzen. In seiner Antwort auf

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diese Einladung grebe er zu Hedenken, daß seine VermögenSum-

stände nicht der Art seyrn, um ihm einen Beitrag zu der zu“

viranf-Öaltenden Subscription zu erlauben, wie er dem Unterstützer einer solchen Resolution zukomme. Das Comité hat ihm darauf durch ihren Secrrtair erklären lassen, daß es die Delikatesse sei,- ncr Weigerung zu würdigen wisse, aber auf seinem Wunsche be- harre.

, Die Kommission drs Parlaments über die Eisenbahnen hat bei Gelegenheit der Eisenbahn von Dublin nach Valencia cin? Menge Fakta ans Licht gebracht Über die Art und den Grad, in welchem Rew-York fiel) nach und nach des Monopols der (*Zommunicatiorren mit England bemächtigt hat. Es kommen ge- genwärtig alle Monate fieben New-Yorker Paketböte in Liver- pool an, und fie haben lich nicht nur des ganzen TranEports der Passagiere zwisckyen England und ganz Nord-Amerika, sondern arsch aller leichten Waaren, und sogar der ganzen Korrespondenz bemäckytigt, indem die Post-Paketbdte von Falmoutk) nur zweimal moriatlich gehrn. Die Passagiere belaufen sich auf 13,000 jährlick), die Briefe auf 1,200,000 und der Vor- theil, welchen diese häußgere Communicationen New-York darin giebt, ist so groß, daß sogar die offizielle Korrespondenz mit den Englischen Gouverneurs von Nord-Amerika durch se geht, und von Rew-York nach Canada, Neuschottland u. s. w. verschickt wird. Der Handel mit Seidenwaaren, Modeartikeln :c. ist vdl- lig in ihrem Händen, und Boston, Charlestown, Neu-Orleans und Britis Nord-Amerika erhalten sie nur über New-York. Der Einfluß, den durch diese Concentration des Englischen Handels New-York gewinnt, ilk der Englischen Regierung keinesweges gleichgült:g, denn dieseStadtist der Haaptfiß drr Anti-Engliscyen Tendenz der Freistaaten, und aller Pläne, „welche die Vereinigung der Englischen Kolonicen in. Noro-Amerika mit diesen zum Zweck haben. Die Übrigen Amerikanischen Secftädte sehen sie ebenfalls mit großer Eifersucht, und. sobald davon die Rede war, eine Linie von Dampfschiffen Zwrschen Irland und Halifaxi zu errich; ten, bildete sich eine Ge ellschaft m Boston, welche unternahm, drei große Dampfschiffe zu bauen, eine Linie von Boston nach Halifax zu errichten, und sich so der Suvrematie von New-York zu entziehen. Die übrigen großen Seestädte, wie Baltimore und Charlestown, sind bereit, diesem Beispiele zu folgen, und würden vorziehen, einen fremden Freihafen, wie Halifax, als Emporium für Amerika zu haben, indem dabei ihr Handel und die Reve- nuen der übrigen Staaten fich auf Kosten von New-York heben würden. Man schlägt den Ertrag der Briefpost allein, Welcher gegen- wärtig England entgeht, auf 150,000Pf. St. jährlich an, welche bei; nahe btnlän31ich wären, eme wöchentliche Post mit Dampfschiffen von Valencia nach Halifax zu erhalten , ohne die Passagiere zu rrchnen, welche gegenwärtig den Paketböten von New-York 200,000 Pfd. St. jährlich eintragen und von denen ein großer Tßell den srhnellern und llcbereren Weg Über Valencia vorkiehen WFM. Die Ausführung dieses Plexus und die daraus fo gende

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Concentration des Amerikanischen Verkehr:! in Halifax würde den BritischenKoloniecn eincn großen Vortheil geben, und Eng- land in den Stand srßen, sich für die beträchtlichen Ausgaben, die es für die Waffcr-Communicationen in Canada gemacht hat, zu entschädigen. _

„Zn N'ord-Amerika ist dem Kongreß eine Bill zur wirklamen Verhmdrrung des Duells vorgelegt worden. Unter den Bestim- mungen derselben bcfixiden fich folgende: Die Bill garantirt den Gläubigern des Verstorbenen, de:." in einem Durll getödtet wird, ihre volle Brfriedixiung auc! drm Eigenthum seines ihn Überle- benden Grgixrrs 11110 das Metin, diesrn, wenn er dir Zahlung verweigert, grrichtliél) dcshaLd zu belangen. Wenn einer der bei- dcn DULlllIUsLU drrmaßcn vcrwundrt wird, daß er sich seinen und fritier Familie Unterhalt nicht mehr erwerben kann oder néch)t meßr im Stande ist, ld vixl zu verdienen, um seine ctwa- nigc-n SCoulden zu brza1Jl-3", so soll der Gegner grnöthigt seyn, den Vrrslümmcltcn und dcssrn Familie zu unterhalten und für I)i-ffrn Schuldrn arrfzukommen, (Mä) nach dcm Tod: deffelben dem riärlxkccn hintcrbleibcndcn Vl'i'tvandtcn cine SUmme von 1000 Dollars aquzadlc-n, die noch nach Ablauf eines Jahres, vom Tila? jenes Todes cin grrcchnet, von dirsem bei'agtruVerwandten auf zirricHtlidlxem Wege ritxgrfordert Werden kann. Die Attrsage dcs Sterbenden mit HiyifiM auf alle ForderunZen, die Andere 110ch an iHn zu machen haben, soll als rcchts901cig angesehen werder». Die Bill ist bereits zum erstrramal verlesen Und zum Drurk verordnet worden.

Niederlande.

Aus dem „Haag, 13. März. Der Cdssationshof hat hrute das in Amsterdam gefällte Urtheil über die dortigen Ruhrstörer vom Juli in allen Stiicken bestätigt.

Die Abtheilungen der zweiten Kammer smd im Begriff, ihre Untersuchungen der jüngst vorgelegten Fmrnz-GrseH-Entwürfe zu beendigen.

Belgien.

Brüssel, 12. März. Gestern hat es sehr lange gewährt, che die RrpräsentantcnxKammer voüzählig werden konnte, wor- über sri) „Herr Gcndebirn mit sehr herben Worten beschwerte. Die drei ersten Kapitel vom Budgct des Innern find bewilligt worden, so wie noch überdcm 300,000 Fr., auf den Antrag des Herrn Legrelle zur Unterstützung der Opfer der Holländischen Invasion UNd dcr Kriegs-Verheerungcn.

Der Belgs hat aus dem Holländisrhen Geselz-Entwurf we- gen Kreirung ciner Schuld von 140 Mill. Gulden zu Lasten der überseeischen Besitzungen sehr unsinnige Dinge herauSgelesen, z. 23. daß cs in Rede stehc, diese Befikzungrn an andere Mächte abzatreten u. dgl. 111.

Deutschland.

Hannover, 15. März. Se. Durchlaricht der Fürst zu Schaumburg-Lippe ist hier angekommen.

Jm abgewichemn Jahre sind von dem Vrreine zur Unter- stülzxmq rechtlicher vaxliden der vormaligrn Königlicyen Deut- schen “Legion wieder 501 alte Krieger, so wie 108 Witcwen und Waisen, in monatlichen Gaben vonl und 1/2 Rthl., zUsammen mit 300855 „TM., unterstützt worden, wozu außer Sr. Maj. dem Könige, Ihren Königl. Hoheiten den Herzogen v. Cumberland und v. Cambridge, so wie der Königl. General-Kassr, 359 Offi- ziere jener in den Kriegen gegen Napoleon in Portuqal, Spa- nien, Frankreich und Belgien so berühmtgewordencn Legion, mit saß 2300 Rthl. beigetragen haben. -- Seit dem Jahre 1819, als dem Zeitpunkte dcs Beginnens des Vereins, bis Ende De- zember 1831- hat die Summe von 69,472 Rthl. den Unteroffi- zieren, Leuten umd Witcwen der Legion an Unterstützungen aus- gezahlt werden können.

DreSden, 15, März. Der vorsitzende Staats-Minisker, von Lindenau, ist mit eirrltweiliger Verwaltung des erledigten Ministeriums des Ku1tus und öffentlichen Unterrichts beauf- tragt worden.

Zum Kommandanten der, gegen 3500 Mann betragenden Kommunal-Garde ist an dir Strlle des abgrgangenrn Obersten Krug von Nidda, welcher den General von Gablrnkz ersetzt hatte, der General-Major und Brigade-Kommandant von Bedi- [aqua von Sr. Maj. dem König, unter drei ihm dazu von dem Kommunal-Garden-Ausschuffe vorgeschlagenen Kandidaten ernannt worden. Im Ganzen hat hier der Eifer unter den Kommunal- Gardisten sthr abgenommen, und ohne den, bisweilen sehr streng gchandhabten gesetzlichen Zwang würde die Kommurial-Gardr nur sehr wenig zahlreich seyn. 11:1trr die Beispiele der Ueberschreéx tung der gesetzliciyen Befugnisse, welche dem Krmntunal-Garden- Ausschusse zusr-xhen, dürfte Folgendes gehören, welches hier ziem- lich viel Aufsehen machte. Ein Amts-Accesfisk wurde, während sein Vater, der prnfionirte Kriegsrath L., im Bade war, auf- gefordert, zur Kommunal-Garde zu treten, erklärte fich auch dazu

"vereic. Der Vater verbietet bei seiner Mildkkehr dem Sohne, je-

nen Entschluß auszuführen, und beruft sich dabei auf die gesetz- liche „Bestimmung, daß Alle, die nicht selbsständig find, gar nicht Igelassen werden “sollen. Der Sohn ist allerdings ohne eigenes

ermögen, und wie alle Juristen, die die Amts-Carriere beginnrn, ohne alles Einkommen, daher ganz von dem Vater abhängig, wei- gert sich daher aus kindlichem Gehorsam, dem Befehle des Ge- neral-Kommando's nachzukommen. Die Geldstrafen, womit das hierauf eingeleitete Zwangsverfahren beginnt, bleiben ohne Erfola, der Sohn soll hierauf mit Gewalt gezwungen werden, die Waffe in Empfang zu nehmen, und da man ihn nicht findet, dringt ein Kommando Kommunal-Garde in die Wohnung des Vaters, durchsucht sämmtliche Gemächer, die der Mutterund der Schwii- stern nicht ausgenommen, muß aber doch vor der verschlossenen und barrikadirten Thüre des letzten Zimmers, in welchem der Kriegsratl) L. fich befindet, adziehen. Der Vater sucht nun in allen Instanzen vergeblich die Befreiung seines Sohnes zu er- langen, und dieser wird endlich, da er durchaus nicht zum Dienst zu bewegen ilk, verhaftet, allein nach achtwöchentlicher Haft, welche das hiesige Justiz-Amt auf Requifition des General-Kommando's vollzog, auf Anordnung des Ministeriums bis auf Weiteres ent- lassen. Die Festigkeit des Vaters und des Sohnes, der sich einer so langen ' aft unterwarf , um einem ganz leichten Dienste - fünfmallgem z'“xerzieren während des Sommers -- zu entge- hen, verdient erwähnt zu werden, weil beide die Worte des Ge- setzes nach der natürlichsten Auslegung für sich hatten.

Von Dante's göttlicher Komödie find die 34 Gesänge von der Hölle in einer Deutschen metrischen Uebersetzung erschienen. Die Hallesche Litteratur-Zeitung nennt das Werk ein durchaus tüchtiger; und gelungenes, das durch die zahlreirhen gelehrten Anmerkungen noch größeren Werth habe, _und setzt hinzu, der Verfasser try ein in den wichtigsten bürgerlichen und militairi- schen Aemtern vielfach beschäftigter Fürst, -- Se, Königl. Hol). der Prinz Johann von Sachsen.

Es isi nun nicht mehr zu bezweifeln, daß auch im Königreich

Sachsen die Runkelcüben-Zucker-Fabrication ins Leben tr wird, denn wie es heißt, sollen dergleichen Fabriken zu Ma e 3 Stunden von hirr, zu Sahlis bei Frohburg und ferne der Gegend von Rosen errichtet werden, was am:) schon Folge gehabt, daß diese Frucht mehr angebaut und deshalb Cn“. von dém Samen der weißen Runkelrübe bereits mit 150 R“); verkauft wird. r,

Das Wasser der Elbe ist brreits wieder auf 3 gefallen Und ziemlich in die Ufer zurr'lckgecrsten. Der game Eisganq ist so nach, ohne daß das Wassrr hdHer als bis 43/4 am (Ö-leimeffej stieg, und ohne daß man von bedeutenden Unglücksfällen „War gehört hätts, glücklich vorübergegangen, und es fängt bereits m" der Schiffi'dhrr an, lrbdafc 'zu werden.

Leipzig, 17. März, Die ieslge - eitun selireibt au Sächsischen Erzgebirge 001711 11. hMc'irz:Z g 8 dem Eisenbahn, wclche Chemnitz, Zwickau, Leipzig und Dresden sich verbinden soll, rimmt altgcnblickléck) dis Aufmerksamkeicse _ Das Chrmnilzer Comité. hatte für den 1., & „, 15. März eine Subscription für die Vorarbeiten anberaumxlb Welcher 30,000 Stiick Antvartsckpeine auf die klinftégM Allien ausgeihrilc und dafür 15,000 Rthlr. zur Bestreitung der Vorar- beiten anfgebracht wrrdrn sollten. ,Im Fall einer Mehrzeiclmun sollt? der Ueberschliß zur:“:ckgcgcben und die Scheine unter 11? Zeichner [)1'0 rain vrrthrüt werden, weläics Vtrfahrcn nian Un- streétig in der wohlgrmrintrn Absicht gewählt hatte, um Vielendle THcilxmhmc möglich zu macher. So cbrn macht das Comité bekannt daß 1ch011 am ersten Zsichnungstage Abends dle Subscriyejoä Zeschlosserx werden mußte, indem bereits 1,746,000 Anwarcschejx, angezahlc wach, dk11111ach brinahe sechzigmal mehr gezeichnet als man haben wollte, urid 50 gezeichnete Scheine dazu gehöri um Einen Subscriptiors Schein wirklich zu erhalten! steht sic!) von selbst, daß dieses unerhörte Resultat mancherlei Ursachen hat und zu mancherlei Conjecturen veranlaßte. derst waren die ersten brillanter: Nachrichten Über die Nürnberi ' Fürther Unternehmung kurz vor der Zeichnung hier eingetroffen in Folge dessen hatte der Cours der ZnterimZscheine fürd'é Leipzig-Drcsdner Bahn fich bedeutend gehoben und die Spell lations'sucht war dadurch auf die vorliegende Subscription mehral; gewöhnlichaufmerksam gema-Öt worden, und füllte einen guten Theil der Subscribenten. Der Zudranq zu der Unterzeichnung wurdes- groß, daß man sogar unruhige Ailfcrltte bifürcl)tetr, wenn sllil einem Tage abgemacht werden sollte, und da außrrdrm in dieser ' Falle unstreitig nur derjenige den Vorzug gehabt haben würde, der im Besitze der kräftigstrn Fäuste war, so fand fich das Co- - mité veranlaßt, dem vielsritégen Grsuche nachzugehen und schon ärz vorläufige Actien-Anmeldung gegen Das aber erleichterte jedenfall

ard efäbrdet. w ?untrut aUSZc a nserer Kommi a so ernste Beschaffenheit denselben em Ende

Disse Unordnungen, deren crües Slg.- nnd wrlcbe Z

rien nicht zuruckzubalten vermochte, angenommen, daß es nothwen- zu setzen. Wir dürfen in der Er- _ lustig seyn, wenn die 11 zerstört oder 111 Gefahr und wenn Wer gern bloß eine frtrdliche Neußcrung en Gefühle ervlwken wonten, cinen unverkennbaren barakter annimmt und unsere Mitbürger im Jura!

gng peinlicher Pflichten nécyt mehr unscl) liche Ordnung ubera

in Welcher

Vrrfaffung za gxfährdcn _ Indem Wir die unru- 1lltair1scl) besetzen lassen, erklären Wir curl) ili", eurem Gcwlffen Gewalt, Nötllisch-katholi-

Katholische Gemeinden m daß es ferne von Uns dcr irgendwo die freie Ausübung des U hemmen. -- Ueber die Aufrechthaltung Un-

neuerdings/

Gottesdienstes tchtungen zu warden, den Frieden und der ge-

Ordnung wirderberzuücücn, dcn Grießen dir der- Bchördcn die vrrfaffungsmäßtge Gcwalt den die Konuniffarlen,

„Das Projekt un Kraft und den verschaffen„ dies 10 der Auftrag, _ räscnttren, zu erfüllen haben. » Wir hoffen, seyn werdcn, strenge Maßregeln ltrAnwcndung zu daß alle guten Staatsbürgrr dazu beitragen werden, rr Auf abe abzukürzen und zu erleichtern. C cfs, über die Beobachtung der Disziplin grimu zn en Soldaten der Ncyudlik, nicht zu vergrffrn, daß sir ihren Brüdern imJ-ura begeben, don denc'n einzelne, wclche n Augenblia' auf Abwegr geratvcn„s:'id, nicht säumen wcr- um zu erkennen und 1,561) den„Gese13enzuxunter- n 8. März 1836.“ (Folgen die UnterszBrijten.)

Die militairische Betcßung des ohne Schwertkireiod, in größter Ordnung, vor sicb ge- Dée „Aufruhr-Bäume“ fallen nach einander; so eben ierselbst das Herz, einen sol- ' Pfarrer Cuttat und sein Vi- ,Ümi (18 1:1 )u5tico“, haben ; jener ist nach Frankreich, dieser nach

in Anspruch. Viele Frixtdr zugezogen.

Wir befehlen

hren FM!) Bern, de Prunkruc, 11. März.

halb 1] Uhr faßt der Magistrat l)

ehen Baum wegschaffen zu lassen. lar Belek, Haupt: Red slch unfichtbar gemacht Fonds gegangen.

8. März. Bern hat zu Beschwichti der Badener hervorgerufen,

acteur dss ,

Die RegierunZ von ährung, wclche die Annahme Artikel im ehemaligen Bisthum Basel eine Proclamation erlassen. Man wird fich durch als durch jedes weitläuftige Raisonnemem über- daß die früher geäußerte Ansicht, daß der Kanton Bern Annahme der Badener Artikel nichts gewinnen, wohl sehr-begründet war. aératk) selbst erklärt: „zehn von den 14 Ar- auf den Kanton Bern ihre weil ihre Bestimmungen entweder dort schon oder ihn überhaupt nicht bcträfen; [che auch auf den Kanton Bern Bezug hätten, wolle man erst mit der kompetenten Behörde unterhandeln.“ Wer ist aber die kompetente Behörde? Offenbar nur der heilige Stuhl ! Durch die Annahme des regierungSräthlichen Antrach» kirchlichen Verordnungen zu erhalten, und über derungen zu unterhandeln“ hätte man daher das- ohne die ganze katholische Bevölkerung des Kan- was durch die Annahme der Badener Artikel in höherem “Maße, als man es vermuthet hatte, gesche- Anfangs war die Bewegung nur unter den Weibern, hundert an der Zahl in Pruntrut einen „Ul'bl'L «lo 11021116“ (einc lächerliche Nachahmung der Freiheits-Bäume) vor der „Kirche aufpsianzeen und mit Inschriften, welche lhre ängléchkeit an die katholische Kirche bezeugen sollten, behin-

Bald verbreitete sich indeß dir Gährung üöer das ganze Land; die Ortsbeamten weigerten sich dir Annahmsbeschliisse über die vom Papst verdammten Artikel zu publizlren; das Ansehen der Regierung war somit schwer verletzt. Am 7. Mär hat nun der große Rath dle militairische Beseßung des Iura- ezirks be- sch1ossen, und in Folge dessen smd gegenwärtig vier Bataillone zwei Batteriecn Artillerie und eine ESLadrott Kaval- welche die katholischen Bürger überzeugen sol; len, die Badener Artikel sryen für sie äußerst vorthrilhaft. So ist man denn auch dermalen wieder, trotz der neuen Verfassung und trotz der vielen Fortschritte, von welchen uns unsere Blätter „erzählen, zu einem uralten Mittel geschritten -- zur Waffengc: walt! Betrachtet man die vielen Bewoiffnungen, welehe seit dem Jahre1830 in den verschiedenen Kantonen zu Aufrechthaltung von Ruhe und Ordnung als nothwendig betrachtet wurden, so sollte man auf den Gedanken kommen, daß die Schweiz wohl gethan hätte, neben ihren neuen Verfassungen zugleich ein |e- hendes Heer zu dckretiren.

Italien.

Die Allg. Zeitung schreibt von der Ztaliänischen Gränze vom 8. OKärz: „Zn Turin seheint man über den Gang der Ereignisse in Spanien sich nicht genaue Rechenschaft geben zu können. Man sagt slch indessen, daß, da bei den großenHülfs- mitteln, über welche die Madrider Regierung gebietet, sie im Felde kerne Fortschritte mache, nothwendig ein Rückgang eintreten müsse, Dies ist nicht unmöglich, besonders wenn Dort Carlos endlich die neuen Subsidien erhält, auf welche er reel)net,-Dle Verbindun- - gen Wischen Sardinien und Portugal smd nun wieder hergesteüt; ' Mehrere Schiffe find bereits von Genua nach Lissabon abgesegelt,

Man erwartet einen PortagirsTschen General-Konsul in Genua, wie Umsekehrt ein Sardinischrr Konsular-Agent sich unverzügllä) nach PortUgal»_k)egeben wird. Nach allen Briefen, welche man in Tu- lip dns Lissabon und Oporto erhalten, muß man auf eine sehr Mtßltche Stimmung schließen, die in Portugal fich saß allgemein _ _ Der neue Gemahl der Königin Donna Ma- _ ria d,“ Gloria wird daher in einem sehr bedenklichen Augenblick '" fernem Ädoptw-Vaterland anlangen und eine schwierigere Stel- lung bekommen, als_ sem Vorgänger, der Prinz Leuchtenberg, hatte. Dieser konnte ivemgsjens auf die Unterstützung sriner Schwester, der Herzogin von Bkaganza, die zu jener Zeit großen Einfluß hatte, rechnen. Dem Prinzen Ferdinand von Koburg fehlt ein sdlcher Beistand, und der entzige Vorschub, den er zu erwarten Y:,teßönknx ihm ixus? 19051l ?th des Englischen Ministeriums zu 0 men, e rn ne en inde rn e * sen sehr ZU finken scheint. ss s [611 bei den Portugie-

Spanien.

ZexfehlkÜL-s Va 2138131? eéithält die , ? am . 6 VU dem Wege von hier nach Jgualda zivilcyen 500 ChZfßinoTk .dllXef eils aus Jägern-von Porto bestanden, und einer ikar- ellung Karlisten, welche die mit der Post nach Madrid en Briefe wegnehmen wollten, stattgefunden hat, d riese wurden gerettet und die Karlisten vertrieben, doch sagt i“ „Vapor“, daß der Sohn des Kommandanten undsein Er- lebek, so wir mehrere angesehene Bürger von Igualda in die nsurgenten gefallen seyen. sorio mit 700 Jägern hier ein , um die Post

gung der Konferenz-

aber viel verlieren könne, Wird doch darin durch den Regierun tikeln der Badener Konferenz fänden * Anwendung nicht, ausgeführt wären,

a tTa e vor dem 1. D) ck 9 4 Artikel aber, we

haaren Einschuß anzunehmen. die Herbeifchaffung der Geldmittel und vermrhrte dadurchlie Zeichnung um so mehr, als mit jedem Tage die Ueberzeugung stieg, man müsse Weit mehr zeichnen, als man eigentlich haben wolle, um einige ?lctien wirklich zu erhalten. gewiß mehr als die Hälfte der gezeichneten Action auf reine Sprculations-Reclmung zu schreiben, und das Comité: hacsein Bedaurrn darüber, daß es nicht 111 seiner Macht stand, die- sen Andrang zu mäßigen, auf 9109 Über seine eigene Ansa): kei- nen Zweifel lassende schr passende Weise öffentlich ausgespxocbeti So sehr nun aber in dem traurigen durch das Staatöpapier- Geschäft hervorgerufenen ?lgiospiele dcr Hauptqrund zu der ge- zeichneten Unsumme zu suchen ist, lo gewiß ist es andererseits, daß auch ohne diesen Unfug das Resultat der Zeichnung wei günstiger ausgefallen seyn würde, als nöthig war, um das Werk 43 zu beginnen. Die Ergebnisse dieser Bahn, wenn ihre Erbauung mit Umsicht geleitet wird, smd so unberechenbar günstig fürganz Sachsen, daß mittelbar oder unmittelbar jeder Bewohner ßig

dabei betbeiligt fühlen muß, Und der Kapitalist mit Rack,»: eine . Das ganze Erzgr

dcffen gesammte Bevölkerung ledig- lick) Kunst-Produkte erzeugt, dessen Baumwoll-Spinnereiel

allein mehr als 6 Millionen Pfund Twisie liefern, wrzule den Rohstoff vom Norden beziehen, während von eben daher

vielleicht mehr? als“ das gleiche Quantum zum anderweitigen B1 - triebe aus England eingeht, wird mit seinen StrumpßManufal

turen, Druckereien und Weibrrricn, mit seinen Eiscnhüttrn, Berl

werken und Steinkohlrnlagcrn in sich selbst enger verbur-dcn und

dem Leipziger Meßplalze wie den Korngegendcn der Elbe, die 11 ' fehlenden Konsumtibilien dorthin licfcrn, durch die beabsichtigt

Dcnkc man fich demnach die.“; Verbindun; auch nur alleinstehend, so muß schon hier ein unausgeseßterik- und Zufluß aller gegenseitigen Bedürfnisse für eine der dichteste: ' und gewerbfieißigstcn Bevölkerungen der Erde einen mchral „„ "ausreichenden Verkehr versprechen; wie,“ viel günsi die Resultate fich hoffen, wenn man eine Bahnlim'e özilich vr Dresden über Bautzen nach Breslau oder nach dem Nordea von Leipzig auf Magdeburg oder die Bahn nach Altenburg an die unsrige angeschlossen sta; vorsk nur irgend das Comité es versteht, mit Umscht, rücksichtigung aller gebotenen Vortheile sein schweres und 111111 mancherlei Widerwärtigkeiten begonnenes Werk zu vollenden,11 wird der Nußen für das Land u*nd nebenbei ein des Kapitals für die Erbauer nicht ausbleiben.

stand ist wohl die Hauytursa au6zugebenden Subscriptions“ nungsschluß schon vorlä konnten, mit 10 Thlr.

Gotha, 14. März. graphischen Arbeiten be Stieler im 62sten Jahre seines Alters.

Schweiz.

Bern, 0. März. Der Regierungsratl) der RepublikBtrn hat folgende neue Proclamation an die katholischen Bürzzcrdei

„Jura erlassen:

. „Mitbürger Wer euch über die wahren Abltcyten des groß Artikel der Badener und, Luzerner Konferenz angenommen h zuklären gesucht. Bdsthige Vorsplegelungen haben ruck) so dargestellt, als perlcßten sie dcn Glauben eurer Väter. Wir ruck) die bestimmte Zusicherung gaben, daß Unterha mit der komvrtentrn kirchlichen Behördeerdffnet, und daß d dcrNdmlsck):katholtschrnReligion in Ehren gehalten wcrdensoUten/ Zustchcrung, wclche Warheute erneuern, haben Wir auch förmlich exkl daß Wirdle ganze Strenge der Gesetz: auf diejenigen anwen welche noch versuchen sollten, das. Volk zu täuschen und ii 1 Zwecke mit dem Mantel der Reltgeon zu decken. Nur mit zen sehen Wir Uns genötbigt, anzuerkennen, daß unsere en, wie Wir berechtigt waren, es zu erwa ten haben Unsere Abschtcn entstellt; Uns-re clamation vom 27. Februar wurde in mehreren Gemeinden gewiesen; aufrührerische Rufe ließen sch hören; Zeichen der

„die beskehenden wanschbare Arn selbe gewonnen, tons in Allarm zu setzen,

Es" ist drmnaci

welche einige

sichere Anlage

birge und Voigtland, Infanterie,

lerie im Marsch ,

Bahn angeschlossen.

iger aber [als-

Bayern übtr'j Kraft undll ;(

e gute Renu Letzterer U11“, che, warum die nun hoffentli scheine gleich nach erfolgtem Zettl“ denen, die nichts mehr erhalten Prämie und darüber angekauft trokdka c': Gestern starb Hier der durch scineg “" den “ag legt" kannte Geheime-Regierungsratl) AMW

! Durch Unsrrg Proclamatlon vom 27. Februar babl“ en Rathrs, welchc“?

, Barcelona, 4. März. Nachricht von einem heftigen K

nlcht gehört word Aufrelzende Schrif

yer Oberst Ilm folgenden Tage traf

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von Zoröa gelagert, und es war ihnen von ihrem Anführer eine große Belohnung versprochen worden, wenn es ihnen gelänge, eine von Barcelona nach Madrid gehende Post aufzufangen. -- Durch ein Dekret vom 3. d. M. Haben der Intendant und die »))?unizipatitäc den Hausbesitzer" ang-ezrigt, daß dieselben 75,000 Piasier zu zahlen hätten, die als (“11112 10procentige Einkommen- steuer erlzobcn wcrden sdllrn. Die Bewohner von Saragossa, welche höher bcftrUert sind, sollen [ ??illion Rcalen zahlen. Der Provinz Alicante ist eine Cr-ntributir-r; von 2 Millionen Realcn, welche die Junta im Sevtcmber dsr Regierung angeboten hatte, aufirlegt wordrn, allein dirBronner é)altenslck)nicht fürverpfiichtct, dirZahlrmg zu leisten. MM isiscdreiitrlistct darüber, das; Mendizdbal seine Vrrsprrcddngrn, allen Dedürfuéssrn drs Smarts ohne neue Auflagen genügcn zu wollen, nicht erfüllt. » Dic Karlisten find in unserer Prodiltz norl) ilnmrr schr srart, und die Expedition von Palarra hat 0100 0021 grlgrfftsn Erfolg gehabt. Die Hxn- ricbrung drr Muttrr Caörrrch hat dcr Rrgierlmg der KöKlgil'l Ganz Obrr-Cdtalonirn ist von Karlisrc:i überschwemmt, dir um so furcllexaiex smd, als fie von der L.;- vdlkerung untrrsiükzr werden. Sie Heldrn Lebenßmittrl und Grid im llrbrrfluß und find gut gekleidet Und bewaffxirt. ---- Wie es heißt, wird Mina durcl) drt: Grnrral Breton erich werde". Vom Genrral Lllvarez ist nichr mehr die Rede. - Etwa 5000

Karlisten bclaern jetzt die Stadt Riddll.

den liberalen Enthusiasmus zu erkennen, der se beseelt.“ P o r t u g a [.

an e an r: v s (T * , wur ?" n1cht mx rpftanxrkannt, "FFXI Fer? ""Mir"!- Qle „Jul.:rgenten hatten 1100 it! der Umgegrnd

dnlick)? Sick)?"

* aussehen müsse, leuchtet von selbst ein.. Nur wenige Schrift.-

_ -Französische Blätter melden aus Burgos vom 27. Februar: „Grstern ist hier eine Portugiesische Division, bestehend aus 1300 Mann ananterir, 200 Pferden und 4Fe1d- stücken, unter dem Befehl des Grafen de las Antas, angekom- men, und heutr trafen noch 1500 Mann Infanterie hier ein. Die National-Garde und die Offiziere der verschiedenen Trup- pen-Corps der hiesigen (Garnison waren den Portugiesen entgegen gegangen. Es wurde mit allen Glocken geläutet, und die Häuser waren mit Teppichen behängt. Der General las Anras, der von dem Civil-Gouvernenr zu einrm Festmahle eingeladen wurde, welches dieser den Distrikt-Wählern und den Behörden gab,_l)iclt bei dieler Gelegenheit eine Rede, worin er seine liberalen Ge- finnungen außsprack). Das Ayuntamiento wird heute Abend zu Ehren der Portugiesischen Division, die morgen nach Villarcayo abgeht, einen großen Ball geßen. Diese Truppen haben ein treffliches Ansehen, und ihre natürliche Lebhaftigkeit giebt sogleich

Lissabon, 20. Febr. Dir Angelegenheiten iti diesem un- glücklicdcn Lande gehen cinen schlimn1rn Gang. Wkan soll ja nicht glauben, daß es bloß die Anhängrr Wellington? und Bereöford'ö find, wrlche sr) traurige Schildcrungen von den Portagiefischrn Zu- ständrn geben; jxder Wohlgrfinntr, der offene Augen hat, muß sri) überzeugen, daß die Krankheit des Volkes und Landes eine lebensgefährliche ist, und daß sie seit der Auswanderung der Kö- niglichen Familie nach Brasilien, oder, was dasselbe ist, seit dem Einfallr der Franzosen, immrr "1221? halbe Krilrn, bald auf die- sem, bald auf jenrm 'Wegc grmacht hat. Dabei nimmt natür- lich, um im Gleichniß zu bleibem, dirLebenskraft immer ab, und die Säftrmasse des Krankrn gcrätl) mehr und mehr in Fäulniß. Die Zntriguen, die Verwirrung in der Verwaltung, der Mangel an Geld in den Kassen„ die Unsicherheit, nicht bloß auf dem fla- chen Lande, sondern (ich; in den Städten, wo alle Augenblicke gemordete Opfer des Parteihaffes und der frivolsten, schändlici): sten Ausschweifungen fallen, nehmen immer mehr überhand. Wo ist der *))?ann, der solche Stürme beschwören kann? Wird man ihn im Prinzen von dedrg finden? - Man hat im Auslande eine gute Meinung von dem „tapfern Befreier von Lissabon“, dem Herzog von Terceira, gehegt; aber jetzt ist er ohne allrn Einfluß. Er ist ein tapferer Mann, hat Manches von einem Portugiesischen A(cibiadrs; - jetzt, in Friedenszeit, hat er nichts

steller sind so glücklich, das, was sie schreißen, auch drucken lassen zu können, wenn sie nämlich Geld genug halten, es selbst aufzuz legen, oder wenn sie genug Subscriberiten finden. Jetzt liest man abrr sehr wenig, und sogar politische Srdrisren, wie z. B. über dir geheime Polizei Ueicrr Dom "“Mich-l oder über den Bruder.- krieg, für welche die Buchkrämrr S-UbsCölbéUket? sammeln, kom- men nicht unter die Prrssc. Einxn Bogrn zu drucken, kostet hier acht Thaler, Drr Tviscdof von Cdilkidra, Frey Luiz, und der VirrL-Präsidentdrr ?llxdemie, TliZ-ZOZO, find falk die einzigen höher grsrrinr-n Persr_:1e:1, Welck): öftrr erwaH drucken lassen, beide im *GrschdiFfch, DOI“! Luiz auck) übrr Sprachen. D-“r Villconde de Billcirinda dr 'S. Rdmao hat etwas Über Staatswirthschaft Zésäxrirdevi. »- Dcr Handrl liat sick) noch nicht erholt von seinen großen :“)?i-édxrlagrn. ZAF sixid nach die Schrrckniffe in Para vom Unzzl'riiithxIx'xrn !Jéxiäuß, derm dies;: Stad: war wegen der lsia“)trx*-;n (Zd:*:ii“:*iim€ch«„idn immer 12er vorzagchise niit u:“.scrm I'meen ix'.§-Z*rl*d211dlx:2_c_x. 3311135011 FMM“: dorthin, wlet'» des TNM- 9615 ali x5=lditsrt'id im Udrdlicden BONNER, 11116!) 11051) eher leine zwar rdlyctr, 61er “doch sdlidrn Fadriéatr Übsé?W'-L11, als in die sud- licéxrrxi, Fre writrm milly; civilißrtsri Länder, 'ZHTZM crwarrst nun L*Vl'zll-L'UZ) -,zl'liil“té-_;2r Rri'ultacr *.*-971 “ck1in Brlrduxth der Afrikani- sch2n „110191119977. DieWrine sltd ftau. _., Wir haben Hier cinen sthr srrrnc-zrn Wixirrr chabt. Schon ir». J32itxe Novembrrs fin- xzsn dir Rsclxixrsrc c;:i. Sir haßcn bis 310110. Januar gedausrt, Wkdrgrixs (.* UHr 71le das TH-srcx-rometrr gewöhnlich auf dem EiSpUjiFie, dk11 TM iibcr erßirlt (Z 1121) auf-10-50" F, .Die Orangm lirid frist Ulle rrirorcn.

Jtilarid.

Berlin,- 18, Marz. Einenerfreulichen “Bxlag für die guruz)?- slmlmlg dcr Stachemrinde in G erbsiä dt (im Reg. Bez. Merle;- burg) liefert drreti thätige Theilnahme cm der Verbes'srrung des Kirchen; und Schulwesens. Durch dieselbe ist es möglich ge- worden, die Erwriterung drr Schule durch einen Anbau, zu welchem drr Stadt-Grmelnde ein Allerhöcdstcé Gnaden-Geschenk von 300 Rihlr. zu Theil geworden war, mit einem Kosten-Auf- wunde von 2000 Rthlr. zu bewirkcri.

- Zn Stendal Hat sich unter der Direction der Land- räthin Gräfin von ,Jizenplilz ein Frauen-Vcrein gebildet, welcher 30 bis 40 armen Kindern wriblichen Grlchlrchts am Mittwoch und SÖUUÜHLÜÖ Nachmittags 33 Stunden 1101errichr in weib- licher. Arbrit-xn crtheilen läßt.

- Auch in Magdeburg 11? trotz der srlzon so weit vor- gerückten Zabrrözrit die Schifffahrt noch nicht völlig wirder im Gange und wird durch eingetretenen Frost gestört. Im Monat Februar sind daseibxi 10 Schiffe angekomnirn und 10 von da abngaiigrn. .

- Durch Brwillégung don Geld-Prämien für“ getödtcte Willfr- isr ch Iludrottüng dieser grfädrlirden Raubthirre- in der Provinz Preußen fehr brfdrdert worden. So smd z. B. im Brzirks dcr Königl Regierung zuT-Tarirmrcrder im Jahre 1834, 7 alte Wdlfirmcn, 5 alte Wölfe und 33 junge Wölfe grtddtek ' und dafr'w an Prämicn Überhaupt 3.34 Rthlr, bewilligt; im Jahre 1835 aber 1 (202 Wölfin, 8 a1te Wölfe UND 50 junge Wölfe ge- tödtet und an Prämien “202 Rchlr. ausgezalzlt xrorden.

Literatur und Kims.

Ausstellung des Kunit-Vcreins.

Hohe Aufmerksamkeit 31th das Bild von H„dlbeln auf sich. Ein angeheftetcr Zettel nennt e_s „der lierbcnde Pilger“;„aber es tik mehr. Der Gedanke spricht ßch_ vouxommen aus, er iii eben so sckbn, als unmittelbar verüändleck): em Pilger, den eine fromnzc Sehnsucht nach der hclligen Stätte hingezogen Hat, verschrldet1rdt in der NäbeseincsZiels, deim AnblickvonJerusalcm, averobne den beilegen

zu thun, er ist faul und geht seinen Vergnügungen nach. Ruft ihn Portugal, so antwortet er: was kann ich thun? Dagegen kann man nicht lrugnen, die Familie Ficalho ist thätig. Sie beschäf- tigt die Königin Mid den Hof, und hat für Portugal keine Ohren. - Die schöne, licbsnswürdige Kaisrrin hat wegen der bevorstehenden Ankunft des Prinzen v. Koburg, aus Mangel an Plaß _in dem Palast? der Königin, den Palast des Marquez de Borva, eines in Paris lebenden Miguelisren, brzogen, und lebt in großer Ein- 7qezoxirnßeit. Sie hat viel Feinde, weil sie tugendhafc und eine Auständerin ist., Man sucht ihr [%.-den Einfluß auf die Königin zu entziehen. _ Das letzte, jrlzc abgesetzte Ministerium hatte doch auch gute Pläne mit dem höheren Schulwesen vor; daß es aber die theologische Fakultät in Coimbra eingehen lassen wollte, zeigte, daß es weder seine Stellung, noch die des geistlichen und gelehr- ten Standes oder das Bedllrfnis; der Nation einsal). Es hätte *sich mit der Energie dirser alterthümlichen Institution, diescr haldgothischrn Universität von Coimbra - mit der U15 juol'liue * wappnen sollen, um rüstég in der Nation wirken zu können, an- statt 011 drm Bau zt: rütteln. Die theologische Fakultät ist- die maddeigste in Coimbra. Als daher von einer Art polytechnischrr Schr in Lissabon die Rede war, unter dem Titel [1151111110 ;):11'11 :15 801€118161§ [)]1)*5i0;1:5 0 [11:1111011131i038, dessen Plan, mit allerhöcdster Bestätigung Ihrer allergetreuesten Majestät, bereits crsclzicnen war, trat die Umverlltär mit förmlichemProtesk gegen die neue Institution hervor. Sie zrigtr, daß sie dadurch in ih- r*cnRechten geschmälert werde, daß die Sack)? nur nach einer Ge; nchmigunq durch die Cortes arszusühren sry. Gleich darauf ka- men die Bürger von Coimlira dagegen ein, behauptend, daß fie durck) die Aufhrbung so vielerLrHrjtühle und durch die Abnahme der Frequenz, die jrßt 800 brträgt, zu sehr leiden würden (man wollre auch einizr Kanzrln ron Coimbra nach Lissabon versetzen, wie Chemie und Naturgeschickxe.) Wäßrend man sich um diese OrtS-Zntrressen stritt, ward dieganze Sache durch Verabschiedung des Ministeriums beseitigt, und das neue Ministerium wird es in seinen „Intereffrn finden, weder der loyalen Stadt Coimbra, noch dem Synedtium dcr hochweisen Väter entgegen zu handeln. Da kann man also nicht bei halben IITaßregeln stehen bleiben, mcm wirft alle Projekte über den Haufen, und läßt von dem neuen Minister des Innern, Luiz da Silva Mourinho de Albu- querque, eincn ncurn Schulplati entwerfen. Dieser Mann hat auSgebreitete Kenntnisse, besonders in Phys! und Chemie; ob er aber nicht eben desha'b dcn philantropischen Anfichten mehr hul- digen wird, als den humanißchcn, dies ist die Frage. Wie es jeßc in Portugal steht, wärr es ein großes Uebel, wollte man in alle diese politischen Wirren auch noch ein neues Unterrichts- Sysiem hinelntragen. Man liest bri uns noch nach 50 Jahr alten „Kompendien, und das "Studium der jungen Leute ist oft nichts weiter, als Auswendiglcrnen. Viele Lehrstühle find jetzt in Portugal gar nichcoder sehr schlecht besclzt, undich weiß nicht, wie man die Wissensckyaft aus ihrer Versunkenheit heben könnte, wollte man nicht fremde Gelehrte berufen, wogegen sich die stolze Jg- noranz des ganzen Volkes erheben würde. «- Daß es unter solchen Verhälttrissen mit den Produkten der Literatur bei uns schlecht

Boden lrldlt zu betreten. Mit den_le13tcn Zügen des, Lebens strikt er in den Arm seines jungen BegletterI, rm dritter isi schmerzlich drrsunkcn um ihn bestbästigt; hinten ziehen'dir Gefährten hettrr arxfihrenschrritcnden Kameelcn den Thorcn dcr tm ersten Mdrgrnlchxm noch schlummernden “Stadt zu. Man wird durch dicse treffltcheßrnn- dung an ein kleines Bild von Stille aufder lelJ-tt'n Ausßcuung crlnnert, welches Krcuzfahrrr auf clnran-achtpoften vor Jurysalcm darstellte; von diesem bis zu dem Holbemschen Gedanken blerbc noc!) tmmcr ein großer Avsiand und ein starker Fortschritt, nun ift gber der erste Entwurf sogar älter, wlr glauvcn ihn vor eintgcn Jahren auf eincr kleinen AUMeUung dcr_ Akademeie „gesehen zu baz- den. Aber der Künßler _ hielt seiner: gluchl1che11 Wurf bes zum letztcn Pinscllirici) tcfi und brachte so „cm Kanstwerk zu Standc, das, so einfachgmd ausgesucht cs scheint, doch ctnen vochn, reincn'und tiefen Emdruck bmtcrlaßt. . Vortreffltck) 10 die SteUnng nnd der Ausdruck des schönen sterbrndcn Greises, m der ganzen (.Jcsmlt spricht nch _der empfundene Moment ruhretzd aus, und wer die kraftlos ausgrurecktrn Hände des'sanft Vexscherdenden so malen konnte, giebt den Beweis von ech kupsileriscvcm Grfudl. Gleiches gilt von der Thellnabmc dcsIunglmgs, dcr eschäfttg über den Greis gebückt ist, und wobl fulxlt, was vorgc t. D1e malerische Ausführung ist durchwcg vol] Kraxr und cncrgrichcr Natrii“- Auffassung, «; ist kelneleerrunbcchte Stelle; M [emen Ltntrn erscheint das Bild gerundet und adgcschloncn, das Kolorit isi mrißtg, barmq- nisch und doch von starker Wrrkmxg, ein hclles klares Lean trifft dre Hauptgruppe und konzentrtrt ticl), gleichsgm vrrklckrend, duk dem “Sterbenden. Jm Uebrigen 11“: wenig aber dies schöne Bgld zu sach, es ist glücklich in seinem Haupt-Grdankcn "Y_d ebenmäßrg in «Urn leinen Theiler» Holbgm zs: aus drr Beggsiticlxen Schouw berdorargangen , aber er hat itcl) tm Kolorit zugleich dre Vorzug.: der Düseldorfer zu eigen gemacht,- nmncntltchwliddte sanfte Har- monic anlangt; srit mehreren Jahren hatten wrr kern grdßerrdBild von ihm gesehen, aber er mgß mchk gxfrtert haben, denn wie sollte sonst diese überraschende Leistung crklarltcl) werden? .

Wir find hier rlnmal auf dem drinn Wege nach dem Ortrnt; das nckch11e Bild vcrssdt uns sofort M die Palmenhmne am Gan- ges. Herr ». Kli)“ dcr h_gt 11115 cine Srene aus der Sakontala des Calidasa gemalt“. Wir trnd en dcmxderliqeram ch Einffcdlcrs Karma, srin Pfirgckind Sakontala, eines Kdntgs Tochter yon einer Nymphe dcs“ nirdrrn Himmels, steht vor uns mit ihren bctden Ge- spiclinnen, Priamdada und Aniisuya. Orr )unge Kön: Duschmayta, der fich auf der Jagd in dtescn Ham verirrte, icht an emen Baum gclcdnt da, von Liebe getroffen, drnommcn von der_Schxzn- heit der Sakontalq, Sakontgla will ihn „vcrlaffrn, weil dre Sitte es gcbictet, aber ne wendet tick), von glctchcr Liebe gefeffelt, nach ihm zurück, se verweilt im Grbeu urid schutzt vor, cm spitzer Halm von Kuffagras verwunde ihren Fußzne sagtidrer GespkclinZ-xMein Kleid von Rinde hängt an den ZWMUZ drs Kuruwaka. Hilf mir, mich loszumacdcn und unterstütze mcm.“ „Die beiden Mädchxn verstehen sie besser und flüßern binterwärts 'etnavdcr zu; Dies tsi der Gegenlicmd drs Bildes. Uxid wahrlicb ck das Bild im Stande, uns nach Indien zu versehen, sowohl durch den Charakter der tro_- rischen Luft und Vegetation, als auch der Geüalten. Ader ww ratben, das (55cmälde allein zu betrachten, weil der Verglcick) drr beldtn nebensrehendcn, _l_n bunteren Farben und m siärkcrem Licht gemalten, idm nachthrtltg wird. .Alsdänn werd man viel Schb- nes nnd Charakteristiscbes darin „entdecken, namentlich inder Hauptfigur, drrcn schkank geformter Kopf mit dem glatten, schwarzen Haar und den scharfgezogenen, feinen Augenbrauen. recht wohl der zarten Darßcüung des“ alt» Indischen DRP

trrs cnisyrlrlzt chlqcr Mdrhtrn wir mit W ,Wendmxr