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niemals schießen würde, weil sie dLren "Meixrung theilte.“ --. In einem späteren Schreiben aus „Garagoma vom 11). Zum heißt es: „Alle unsere Bcsoersse smd verschwunden. D1e Truppen des Obersten Narvaes “,ind nacl) Belchire aufgebrochen, um sich mit der Kolonne des Generals Rotten zu vereinigen und die Operationen gegen die Karlisrcn wieder zu bcginnxn. Die Regierung hat die von unserem General-Capitain getrom- nen Anordnungen gebilligt undIZugleicl) erklärt, da]; 1111111 gar nicht daran gedacht habe, die ational ; Garde cncwannen zu wollen, und der Befehl, daß die Truppen nach ((Sa-1311101111 111111“,- schircn sollten, beruhe auf einem Mißverständ11111e11L
-- Der CnglischeCourier theilt Briefe arts _Sancha- stian vom 19. Juni mit, woche von neueren Borsällen 111 ]czicr Ge end nichts, dagegen aber die, jedoch nicht offiziellc Nachricht ent alten, daß die Truppen der Königin, als ci11c11 vdrbcrciccndc11 S?dritt zum Vorrücken Cordova's, das Kastell von 9511101111 “1111,- gegriffen und genommen hätten. Die Nachricbc _ist 1017011111115 schr zweifelhaft, da man zwar von der Ankunft Cordrwas im Hauptquartier am 1.9tc11 (dem Datum des Briefes (1115 San Sc- basrian) unterrichtet ist, dagegen nichts von einer Operanon der Armee vor seiner Ankunft erfahren hat. T-ng1i1bcrwcise bernhc das Gerücht von der Einnahnw Guebara's auf drr Nacdricbc von der RccognoSzirung, wclche ESpartero (1111 11. „Juni 11111110:
nommen hat. „ T 11 r k e 1.
- -- Konstantinopel, 2. Juni. Ic häufiger in dcr neuesten Zeit die ?[U51va11deru11gc11 aus Deutschland nach der Tärkei geworden sind, und je grellcr dercn traurige FolgeZ iich zeigen, um so zweckmäßiger diirfte es seyn, einc gcdrängtc Schil- derung der hier obwaltenden Verhältnisse zu geben, 111111wr U11: ternehmungcn dieser Art zu warmen. D:“ese Vcrhälcnrije kön- 1911 für Auöländcr nicht ungünscigcr seyn, wcnn gleich das Ge.- genthcil von Vielen geglaubt werden mag, welche“ die 111 den lelzcen Jahren von der Osmanischen Regierung zur Linnähcrung an Europäische Civilisation getroffenen Maßregeln oder das Glück", welches Einzelne z. B. in Aegypten gemacht haben, in Anschlag zu bringen geneigt sind. Aber man giebt s1cl) in die- sexn Falle einer unheilvollen Täuschung hin, Die ("1115 Deutsch- land nach der Türkei Wandernden sind entweder solche, die 1111 Türkischen Dienste Beschäftigung zu finden hoffen oder 11111 Handels; und Gewerbö-Prmekcen herkommen, Dic C'rstcrcn finden sämmtlicl) il)reAussichtc11vernichtet. Dieöffentlicdancm- ter werden nur durch OSmanlis beseszt, 1111dse1b| die nicht 11111- seltnännischrn Unterthanen des“ Sultans (Rainhs) sndvondensclben ausgeschloffen, wenn man wenige Fälle arts11i111111t, i11de11c11 Griechen und Armenier als Dolmetscher, Münznwistcr 11. s. w. gebraucht werden. Die Eifersucht der meriotiscben Familien bewacht überdies die wenigen Stellen mit der grdßrcn Vorsicht. In der Armee ist eben so wenig ein dauerndes U11terkom111e11 zu finden, und man weiß nur zu gut, wie „ssbwcr selbst in dcr Aegyptiscben, wo manche [1111115111138 dem Fremden weniger 1111- günstig sind, der Stand ausländischer Offiziere isr, sobald sie sich im wirklichen Dienst befinden. -- Für diejenigen, wexchc die Türkei in der Hoffnung betreten, durch Handel oder Ma- nufakturen, oder andere Erwcrbzwcige, sich ihren Unterhalt zu sichern, dürften die Chancen kaum besser seyn. ,Vorcrsc 1111113 bemerkt werden, daß man sich im Jrrtbum befindet, wem] man den Aufenthalt in diesem Lande und namentlich in der Haupt- stadt (denn mit Authme von Adrianopel, Saloniclxi, Trape- zunt und Smyrna dürften Fremde wohl kaum daraus verfallen, andere Orte zu wählen) für wohlfcil 05111. Sodann stellen örtliche Verhältnisse sicl) Etabliffemencs diejer Art in den Weg, wenn der Unternehnwr nicht über sehr bedeutende Geldmittel disponircn kann - und selbst in diesem Falle ist das „Gelingen höchst probleiimtiscl). Die Regierung fördert solche 2111111111111 nicht im gcri1xgs1e11; ansteckende Krankheiten, wxlclyx die größte Vorsicht, zum Theil fast völlige Zsolirrmg, möchtg „macbcn Und nicht selten in entscheidenden Monwnten die Geschäfte hemmen, Schwierigkeit des Vcrkcbrs mit dem Volke u. s. w. machen s1-e schr bedenklich. Der fremde Handwerker, we1cher in der Hon- 111111g, Beschäftigung zu erhalten, hier1)erko111111t,„11cl)_r 1111) Zadz- lich getäuscht: er findet kein U11terko111111c11, da die Europäistlzcn Fabrikate 11111: aus dem Auslande bezogen werden. Wenige un- ter den AUS'wanderern bringen Überdies die Hindernisse in An- schlag, Welche die Sprache ihnen in den Weg legt. Von einem wirklichen Verkehr mitOsmanen und Rajalw ist 11111): die Rede; die „eingeborenen Franken, die Bewohner vdn Pera, Galata :c, spreshcn grdßtentbcils Französisch oder Ztaliäiiim). Ohne „K_cnnr- niß diescr '“pracbcn, so wie-die der Türkischen 1111d Griechich, ist das Fortkommen in diesem Lande kaum möglich. Die Ver- hälmiffe der Fränkischen Bevölkerung selbst, unter we1chcr Aben- teurer und unbeschäftigtes Volk aller Art sich 11111[)crtrcibe11, und der gegenüber 1111111 i111edcr „Beziehung mitder allergrdßcchdrsici)c zu Werke gel)e11111uß,isrzu_de1n auchcbc11nichcgceig11ct, dem Fremden, der in der Regel als ein Cingcdrrmgcncr betrachtet wird, den Weg zu bahnen. - Wie so_br die hier 1111-gcsprocl),e11cn Bedenken gegrknrdcc sind, d.?für wrichc der beklagenswertyc Zustand, in den so »))?ancyc gcrathcn, weiche 1'111 Wahn leichtsn und schnellen Erwerbs nach der Türkei gekommen sind und, nachdem sie das Wenige, was sie besaßen, „eingebüßt und 11111 Entbehrungen und Elend gekämpft, sicb glücklich scheißen, durcb Vcr111itclu1ig VON Seiten der fremden G-xs.111dt'scl)aften und Unterstülzung von LaUds- leuten den langen und beschwerlichen Weg nach der Heimatl) wieder antreten zu kd1111e11. -- Wädrcnd es so in der Türkei aussieht, find die “211151110101 in Griechenland, OKS 111 neueren Zeiten von Deutschen Arer-amdcrern überfiurbcc worden ist, kaum günstiger zu nennen. Dort treten nächst dcr UcbcrfÜllung nicht nur der Widerwiile dcs Griechischen Volkes qchn die Fremden, sondern auch die Verödung des Landes “l)indcrnd ein. Eine DNenge von Handwerkern, Gewerbtreibenden, Wirthcn 11. s. w. smd hingezogen; die Mehrzahl hat es bereut, umd Viele, 11a- 111entlicl) Familienväter, sind nur deshalb geblccben, weil ihnen alle Mittel fehlten, die Heimkehr zu versncycn. Es kommt noch dazn, daß Alles sich nach Athen "drängt, dort sein Giück versu- che11 oder Beschäftigung finden will, wie vordem in Naupija; das Leben ist sehr. thcuer und schlecht, und die kiinmtischenCin- flüsse sind besonders den Renangckommenen verderblicl). Die meisten Übrigen sogenannten Städte des Landes" verdienen kaum diesen Namen und bieten für“ den Augenblick fast sämmtlicl) wc- der Hülfsmittel noch Aussichten. 9)?a11chcr, der es in Griechen,- and nici): aushawen zu können glaubt, sucht in Konstantinopel ein besseres Glück, sieht aber hier nur allzubald auch das We; mge schwinden, das er noch von seiner Habe gerettet hatte.
Konstantinopel, 10. Juni. (Journal d'Ode “a Herr Blaque, ehemaliger Redacceur des „Journal 1) c SUUN'U)? und später Redactxur des Moniteur Ottoman, ist, nachdem er seine Qua-rantame am 16. Mai auf Malta beendigc und am 17te11 noch hierher geschrieben hatte, am 18ten dort vom Schlage gerührt worden und mit Tode abgegangen.
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.Die Feßlichkciten wegen der Beschneidung des Prinzen sind bcendigt, und ungeachtet drs großen Zusmmncnfiuffes von Menschen sind sie ohne Unglück und mit der größten Ordnung vorübergcgangen. Die meisten Pascha's der Provinzen sind in ihre Gouvernements zurückgekehrt. .Der Sutton bewohnt noch den Palast der süßen Wasser, und man glaubt, er werde wäh- rend des ganzen Frühjahrs daselbst bleiben.
Alle fremden Gesandten sind aufs Land gezogen, obgleich das Wetter aus einer außerordentliche" I)?isclck1111g von Kälte, Wärme und Regen besteht.
Das am Sonnabend in S11111r11a angrkommene Französische K'L'l'kgs-Danipfboot „S p[)inr“ soll die Nachricht initgekracbt (ckabc11, das; eine Franzdsisrbe aus cif L111ic11sch1ffcn 1111d vier “Fregatten bcsicbendc Flocke Nächsten.“; daselbst eintreffen werde. Nach "2111- dsrcn ix? auc!) eine Englische Floris i111 'LirOéprlagns erschienen.
Der Kap11d.111-P1'1s1'1)11 11111 111116 Reise sclwn angetrctcn, Und da er die T1'11ppr'11 11115" dr11 Dardanellcn 11111511'1101111111'11 11.11, 11) s111d andere dorthin gcsa11dc wordrn. “_ _ _
Dcr RiaLa-ch ist «111 21.11. I)?.11111cincr“;Fi'cgatic1111dzwdls Tr'ar'srortscj)iffc11 111111) Tripoéis 1111101: Segel gegangen. . DW Trnpprn, welche er «1111 Bord 11.11,- si11d wal)r1cl)r111[ic1) déc1rlbc11, die vor kurzem arts Smyrna Hier ankamen.
Die Poss ist auf »))?ccclino artögrbrr-ri)c11,1111d 111110111 Smyrtm sind einige Fälle vorgcéommirn. Hier isr 111111) “Zl.?lcs gcsUUd. „ „ _
Ncuerea Nacbrichten zufolge bcsindrr das Gros d_cr_.11_r111cc dcs Taurus sic!) in Qöczira 1111d sdwol)l in Bezug 11111 05c11111d- heit, als aus Di:“;ciplin im besten Zrtsrande. Sie wird 1111111111'115 eine 11c11c Bewegung nach dem Persischen *))?cerbrtirn 17111 [micr- nehmen. Die Truppemnmchr Raschid Paschad “besteht (111?- 60,000 *.)Tann, dic grd'ßccnrhcils Eigcntbknncr Und “Ja111ilic1wä1cr sind und daher ein großes Intrrcsc dabei haben, C'imfällc in ihr Land zu verhindern.
Das Dampfboot „Essex“ ist 11111 8. 111 6.) Strimdrn «1116 Trapezunt hier angekonnncn und wird seine 1'c111'11113113igeFahrten zwischen beiden Häfen fortscszcn. „
DIe hier errichtete Börse ist außcrordNitli-cb bclcbc 1111d Wird von den angesehensten KaUfteUtcn aller Natiomen 17csr1cbt.
W*oldc1ll und Wallacyci.
Ein vom Journal de Framcforc mitdcthcilccs Schrei- ben 11011 der Pkoldauischen Gränzc enthält Narbsrchcndcs «118 Zassy vom 27, Mai: „wie von einigen Bomrcn gechn d1c jclzige Regierung erhobenen 1111d dnrch 11edclwolic11de c11111c111c11 Beschwerden sind jcszt durch die allgemeine Vcr1a111111€1111g drr “Repräsentanten des Landes bcsricigr. Der Bericht, dcn dichrr- sammlring am 6. Mai Über diesen Gegenßand 1111 den “Jitkjkcn abgestattcc hai, (amor folgcndcr111akzc11: _ _ „
„„Tndcm dic Vc1's111111111111111 das von (Fw. 333011111, 1111 [.li-:rtrg: grue Ami, 111 Bczng auf die Ausschicßnng rrn scc11§ 11111'1“ 2111111111» der, chrfurcdtsrofl iibcr11o111111111, 11.11 sir dicsxlbrn a1xfgr101drrt, 13111 vor 111,1“ zu stellen, woranf sie dann M11 dcm drr Vers.“.1111111111xg ÖULÜ) Ew. Hobric gewordrnrn Auftrage 111 119111111111“; “gesrßt wnrdrn. 5.11 glrichcr Zcit "legten die .Herren Minister der Vr'1*1.111111111111-;1 imc M11“, thrilnng vor nebst einer Kopie drr von jenen s.“.d-z Dcp11t1rtc11 1_1_11d einigen a11dcr511 Bojarrn vrrfaßtcn Srbriftrn, 11.111.112 d1c 1110101111 Tcrlc111nd1111gc11 gcgen die Regierung 1111d IMM die Person Eiricr Hoheit cntbaltcn. AIs die Bcrsa11111111111g dicse Scdrificn 1110) cm: 111.11 in Gegenwart jr11cr seeds Dcputirtcn vorlesen 1dr11_1c, 1111111317111: ten Lc1ztcrc, sir hielten sicb nicht für vrrpßjclßrt. 11'c 11111311191111 odcr iibcxbanpt irgend einen Aufschluß 511 geben, weil si.“ dicScdr1f1c11 nicbt 1111crkc1111ic11, 1'11dc111 dieselben nicbt 11111 idrcr Namcms: Unterschrift vcrsclyrn wiirrn. Dir Brrsa11111111111g jrirdrrlwlic idr Vrrlaugcn 1111d forderte fir 11111“, von dem 31111111 jr11xr Schriften Kenntnis? 111 nchmrn und dann zu erklären, ob 11r die Verfasser derselben seren; ibrc Weigerung dagxgcn wiirde 11111 idrc Sclyuld vrr111cl1rc11. Dic gr11.111111r11 Drpnriricn bcdarrtrn 111dr11 arif idrrr Wcigrrnng 1111d crw1drrkr11, das;, WWU sir drr VorirsUng bciwohntcn, si: sick) eincm Vcrdörc 11xx1crzdgri1, wrzn sir 11121 dmx; rcrpfiicbtct wären, 11111111 d1r Schriften 1'1)1'r 1.11.1111.115:11111crs1111if1 tr11:_ gen. Mit dirscn Worten gingen sir 11112; dcm S.1.11c 1111d ljcsxm 11111
drr Tafil cine 13011 117111311 11111grbmchtc Scdrift zuriick, dic fi111f ron ihnen unterzeichnet hatten und d1c, wie sic sagten, wre Antwort rni- 1)altc. Raibdcm dic Irrsannnlnng 11011 djrsrm Dokumrntr 511111111111“; “131119111111c11, iibcrxcngtc sir 11111, das; 1'1'111 “3110.11: 1111111 drr ron idr 11c111ac1cktc11 Fdrdcrnng unispxcchc, sondern das; dir Rxcdtr drr chicrnng 1111d drr Vcrsa1111'1111111g sridst darm angrgriifm wiirdcn. DIe Vcrsa11111111111g 0113111111 1112:an dic U11tcrs11cl)1111g drs Benehmens der genannten Dcpniirtrn, 1111d nacbdcm sir sicl) von der Urdcrci11sti1111111111g der von den Hrrrrn I)iinjßcrn ror- gclcgtcn Kobircn 11111 den Originalen iidrrxrngt 11.1112, 1181111101“; sir, das;, da die gcxmnntcn s(ÜWDUPllÜkWU, d11rr1)"Ildfaffung]r11c1'Sc'111'1f. ten, die 11911 111311 niedrigen Br1'1c11111d1111gr11 smd 11813911 Ew. 39111301 1111d g;"gcn dic ci11sti111111ig rde: 11011 cix1cr Mdijoritéit a11gr11o111111c11c11 Gcscßc, dir sir selbst 11111 11111rrzcicd11c1211, das 1111 Art. 53 dxd dr.m- niscbrn S1at111s vorgescbrjcbcnr (BUN; 11111“ 1'11' 2111xr-c11d1111g 1“111d.* Und sie daber fcrnerbin nicbt 1111117 1111 d511S11§1111grj1 dcr «Ugcmcimcn Vcrsa11111111111g T11111 11c11111c11 1511111111. Nicdtsdcstowcnégcr wagt dir Vcrsa11111111111g, um einen Brwcid 311 _grbcn von dcn 051111111111113111, die fie 176165 bei dir Ausiibnug ibrcr "13110111 brsrclrn, 1111d iibcrzcitgt von der Güte und der Milde Ew. .3011111. 111 (5311111'11'11 111111“ seeds Dcputirtcn ci11511schrcitc111111dfiirdicsrlviw 11111Brr5c101111g z11bittr11.““
Inland.
Berlin, 3. Zrtli. In der gcsrrigcn Eikxnng dcr geogra- phischen Gesellschaft [1123 Herr Professor Reinganum c1'1ic Abdamdlmtg vor Über de1i 11111 aufgefmidcncn Text des San; (1111111110011, nach der von Ojroccfend bcvorwortcten Ausgabe des ?litözugs und den dariU befindlichen gcograpbischen “.'1119abe11. Herr Profcffor Zcune gab 1)ic1'z11 noed 111e1ckrcrc spezicxlc Mtr- tl)1'ilU11gc11, und Herr Oberlehrer 111; Larsow hielt d11r1*1'rcr ebenfalls emen Vortrag. “- Herr Haitptmmm v. Lcdcbnr 1.15 eine 21.11)a11d11111g fiber die Bacavcr und Barren 1111d legte nachhrr die historische Karte des Herrn Regierungsratd v. Rau- mcr, zum Jahre 1200 u11d zu dessen L*)randc11b11rg1scbc11 Rr- gesccn gehörig, vor. -- Herr Gel). Rack) Lichtenstein Tixcich mehrere gedruckte Sachen aus den S1111dwichinscln 11111 und begleitete sie mit Bemerkungen. Dc11111äch1k gab er eine Dar- stellung von S. Müllcr's Nachrichten über ci11c11 Theil der Wesc- küsre von Sumatra, so wir Über cénigc damit in Vcrbimdnng stehende Mittheilungen. Hiermuf thcikte cr ciner. Auszug aus einem Schreiben des" Reisenden Herrn Moritz 11111, die Natur- geschichte und Geographie von Portoréco betreffend. -- Herr J. Lehman 11 berichtete iiber eine 11cm: (die f1“111fte)C'xpeditio11 des Herrn Güßlaff an die Chinesischen Küsten, nach einem Briese desselben. Neu erschienene Karten wnrden zur Anfichc vorge- legt. Als Geschenke übergab Ferr Prof. Ritter seine Ab- handlungen: das Löwen; und „igerland in Asien, und: die Opiumkultur und die Mohnpfianze.
-- Die Schlesischen Provinzial-Blätter berichten: „In den Kirchen Schlesiens werden gegenwärtig 7 fixirce Kol- 1e-kte11 an 8 Sonntagen gesannnelc. Die Kollekte für arme Stu- dU'Mds- WMH? an/lSonntagen gesammelt wird, so wie die bei-
dcn Kollekten für dicTaubsiummen- und für die Blinden-Anstaltjn Breslau, welche letztere mic HausZKoslckten verbunden sind, Wer.- den 111 den Kirchen beider Konfejsionen gesammelt. Die 3 Kol:
lekcen fiir das ebenfalls außerdem noch wir riner _Hqus-Kollekte : bcgnadigce Waisenhaus „Bunzlau, für die Bibel-Gesellsclwft, fm.- ;; das evangelische Schullehrer-Sc1ninar M Breslau kommen nur-
in den evangelischen, leßtere auch nur in den „evangelischen Kir.- cl1c11 der Rrg.-Dcpts, Breslau und Oppeln, die Kollekte für die
katholischenSchullehrcr-Seminarien in den katholischen Kirchen; )
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zur Eimzirbnng. Diese 8 Kollekten gewährten in den lthen .*). Jahren einen jährlich immer mehr ansteigenden Betrag. 1831: 47711 Rcle. 8 Sgr. 1 Pf.; 18:32: 50:30 Rchlr. 14 Sgr. [P| 1833: 5181 9111111: 11133: 5200 Riblr. T1 Sgr. 7 Pf.
:*. Pf. scicgrn.
den Kirchen déc treuen Besucher entziehen.
Ccabiiffenwnc solcher Ortschaften, Kirchen und Schulen, welche
von außerordentlichcn Unglücksfällen betroffen oder sonst in um
gewöhnliche Not!) gcrathcn waren, 42,637 Rihlr. gesammelt.“
---- „Zim Reg. Bez. Posen wurden im verwicbcnen Jahre ,I Und zwar 47 mit Unterstüßung ' Fonds und in einzelnen Fällen besomdcrs bewilligten Gnaden ; Geschenken im Gesammt: '
05111'11e Schrilbärtser erbauc, . ' «1115 den dazrt ansgcwlzcen Kd111g11cl)e11
Betrage 11011 12,547 Rtlr. und 111 ohne öffentliche Unterstützung,
Seit dem Jahre 1831 sind im das1'1e11 Regierungs : Bezirk “2511
ihren Bari : U11ccr11e1)1111111gc11 311 untcrsrülzi'n geruht hätten.
Die Zahl der J11d1111ric-Schulen 1,11111 Unterricht der weibliche . -
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samkeit es giebt deren im chicrimgs-Bezirk gegenwärtig 90.
.*"1..31r1“11'ti-k§0 Zörsou.
„»Amgtnkäum, 28. .111111. KimT-xr]. 1111111. 51'1111111 567/15. 5"/„ (10. 102'/3. 2475. .IN, 51-911". 4214... |,3851K'8 131/3. WWF. 56111116 -. 151/73. ['n-1155. 1"kii111.-dcl1. «. 1'0111. 115. 01181811". 11191. 1003/3.
„1111111119011, 27. .111111. 1'118811'8 13. 1111.29; 8611. "21. 211151. 151/4. (1'. Rene 3111. 421,4. 1*“r:1111.s11kt 11. 111., 30. .]11111.
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Meteorologische Beobachtung.
1836. Morgens ' 9211011110111» 21111175 NM) einmaliger ?, 51117“. 11 11111“. , 2 Uhr. ]1) 111)!"- Brobnchtung. «“;-=... „';-51“ - MUM? ; .“." 1-1“-*-'ra=-*-“32§1m-x1-- - «**-:* WWMWN * "“AR“-1,4 x':- Wk! MPM“- -. « . '“ “' " 131111711117 33110§““*Vdr.'33§ «“V-111"- .138 11)“'11ckr. Qucllwarmc 4-0 R' 9110111111111... +12?" :)1. '+ 1110" N. +13-111R.Jlus:wärn1e 16 9 0 R
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Königliche Schauspiele,
9320111119, 4. 31111. Im Schauspielhausc: Lnstspicl i11 5711111), 110111 Verfaffcr von: „Lüge und Wahrheit.“ Hierauf: Baller 111 1 Air, von Hogrict. Dienstag, “.“». „thli. Im Sc1)11111“_vie1l)1111se: Dic Abmfrau, Trarwrspiel in 5 Abtk)., von F. Grillparzer. *))?ittwdcl), 0. Juli. Jm Schauspie1[)ause: Die Fürstcw brauc, Schauspiel in 5 Abtl)., vom Verfasser von: „Lüge und Wahrbcic.“ Hiernnf: T))?érandolina, Lustspiel in 3 ?lbtk)., von €. 23111111.
93211111 von H. Schmidt.
Kdnigscädtisckws Theater.
DJTontag, 4. Juli. Zum erstemnale wiederholt: Die Ritter von 932111111, historisch-1*o111a11tisches Drama in 0 Akten, nach de la I„111dc[ei11e's Ro111a11,frei bearbeitet von Charlotte Birch-Pfeiffek-
Dienstag, 5. Juli, Norma, Oper in 2 Akten. Musik vox1 Bellini. (Dlle. Hanal, vom Theater zu Brünn: Adc1lgisa,111 lckxtc Gastrolle.)
Redacteur FM. 611-1191.
M..“...
Gedruckt bei A. W. Harn-
18 Sgr. 11 Pf.; 1834: 5213 Rthlr. 6 Pf.; ,. Namentlich waren es die beiden Kollekten für arme Studirende, welche sich fortwäh- rgjjdvcyhoffcytcn UUÖ vo1115119Rth1r. 19 Sgr..“ZPf Ertrag imIahre 1823! auf den Ertrag des Jahres 1835 von 1612911011“. 1Sgr. Möge dicser 11.11111a11d beweisen, daß die Kirchen von Jahr 311 Jahr mehr besucht werden, und daß in unserem Scl)1rs1c11 der Sinn für Frdnnnigkeic und die Achtung für Re. 11311111 weder so allgemein entweicht, wie mancher Lobpreiser der sro111111c1'1 alten Zeit in g111ge111e111tc111, aber übertricbcnem Eifer (;? brdanptct, 111111) die unglücklichen separacistiscbe11 Verführungen .;“;
* Denn neben diesen frstxiehcnden Kollekten wurden in den vcrfiossencn 5 Jahren zum ], ?; Königliche Akademie der Wissenschaften, zur Feier des Leibnitz-
,:311gc11d 111 Handarxeitcn, zur Gewdhnwig an _Fleiß und Arbeit. [)«11 sich im vorigen Jahre cbcntalls a111ehnl1cl)vcrn1cl)rt;
[(am-[1111 furt a. N?- 7.111111-1? . & _ ?; Hofe, Mawr zreihcrr von Linden, nach Stuttgart.
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0111. r. 1831 101/8. 21/2111, "011. 571/3. 5% '
111118. **Öx „Der erste Besuch, den der König unmiccelbar nach dcmAtren-
„Dcr Oßcim, '- Drr IJTriitchanianZtag, oder: Der gcprcllte Alkade, _, Auf Begehren:
Allgemeine
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Juli
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Bérlin, Dienßag den 51er]
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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se, Majestät der König haben dem Ackerbürgcr Picken- bach zu Teltow die Rettungs-Medaille mit dem Bande zu ver-
leihen gcrUHt-
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Donnerstag den 7. Juli, Nachmittags um 4 Uhr, wird die sehen Jahresmges, eine öffentliche Sitzung halten.
Im Bezirke der Königl. Regierung zu Köln ist der bisherige V:"kar zu Pisscnhcim, Wille- kens, zum katholischen Pfarrer in C'scbwcilcr ernannt worden; zu "önigsbcrg ist der Pfarrer Adalbert Czackere
aus Bialutten zUm katholiscbcn Pfarrer in Groß-Lenzk und Groß-Prchcnk ernannt worden;
neue Schulhäuser entsrandcn, ein Orsolg, der nicht zu erreichen . gewesen wäre, wenn nicht Se. *))?ajestäc der König in [1111desi111 tcrlicycr Huld die fast dnrchgängig armen Schul-Societaten in
zu Köslin ist der Kandidat Zupkc zum Konrektor und dritten Prediger in Rügcdwaldc ernannt worden;
zu Min den ist der bisherigr Pfarrer zu Dahl, Jérukirä), zum Pfarrer in Pömbsrn, Krciws Höxter, und der Geistliche Zosepk) Kruse aus Lügde zum katho1i1chc11 Pfarrer in Offen- dorf, Kreises Warburg, ernannt worden.
Anaekommcn: Se. Excellcnz dcr Wirkiiäw Geheime
Rath, Präfidcrzr dcr Haiwr-Vrrwaltrmg dcr Scaatsscbuldcn, “; Chef des Sechandlungs:Jnjmucs und der Verwaltung für Han- , del, Fabrik- und Bauwcien, Roider, von Dresden.
Abgcrcisr: Der Fürst Irenäus Oginski,11acl)Frankx
Dcr Könial. Württembergische Geschäftsträgcr am hiesigen
Zeitungs-Nachrichten. A u s l a n d.
F r a n k r e i ch. Paris, 28. Juni. Gestern um 1 Uhr empfinq der Kö;
nig in dem Schlosse dcr Tuilericcn den JNarschall Löbau, den “." Generalstab und die Offiziere der National-Gardc, dcn Cassa-_ „ tionshof, dcn Königl.
Gerichtshof, die Pariser Munizipalitär und eine große Menge anderer Glückw11nscl)ungs-Dcputationcn. Nachmittags begab sich der König nacl) Ncuilly zurück“, wo er in der dortigen Kirche in Bcgleitrmg der Königin und der Kö- niglichcn anilie einem feierlichen Tcdcum bciwohnce.
„Dic France, cin lcgiti111isrischcs Blatt, enthält Folgendes:
rate erhielt, war der des Erzbischofs von Paris. Man sieht,
daß, wenn die Stellung jenes Prälaten ihm auch nicht erlaubt, 547 8111111,
sich den weltlichen Vrrgnügyngcn und den Feülicbkeitcn des Hofes, an Tagen, wo seine Gegenwart 11111“ traUrigeC'rinnrru11- gen hervorrufen könnte, zuzugcscllen, er doch immer in den "Augenblicken der Trauer und der öffentlichen Bcrriibnis; zu er- scheinen bereit ist.“
Dir Instruction dcs Prozcffes dcs" ?llibcau wird mit einer Schnelligkeit betrieben, von der die gcricbtlichenA1malcn wcniqe Beispiele darbieten. Vorgcficrn Abend, gleich nachdem die
_Pairs-Kamnwr ihre Verordnung erlassen hatte, stellte der Prä-
sident Paöquier ein erstes Verhör mit dem Gefangenen an, in we1chem derselbe fortwährend mit seinem Verbrecher. prabltc und bei der Erklärung bedarrcc, das; er keine Mitschuldége habe. Nachdem gestern ein zwciics Vcrbdr mit ihm angestellt worden 11.1111“, sollen die Instructions . Richter bcschlosen haben, schon
. ,. „ “:.3' überm 11 111“ I'-'1 , * - 31.11.1111:11... + 1351-31. + „').-1151, + „,4 11 N-121cdc111111r111114,7 „ 11 org." dem Yairshofi 1,1111 «)cricli aizmrattin, und 1111111
glaubt, daß schon am k1“111stigc11*))?ontag dicöffcntlichc11Vcr; 1)a11d1u11gen* vor dem Pairshofe wcrdcxi beginnen können.
Der Courricr francais 111111111 folgende Bemerkungen Über das Unpassende 1111d Schädliche, einem Prozess, wie dem des Fieschi und jetzt dem des Alibcau, eine besondere äußere Wichtigkeit und eine Art von Fcicrlicbkcit 311 geben: „Es ist immchesghr dabei, die '.)[uschnUnZ cines Vcrbrccbens z111'1bcr- tyeiben und aus der 231113111111 dcselbcn gcwiffcrnmßcn eine Feier; 11chke1t zu machc11. Das Verbrechen 11111 fritiert Sto1z, der sich an Alles anklammert, und der 111 dem Pompc, 1111111111 1111111 es umgiebt, eine Entschädigung für die Strafe finder. 'Ficscdi br- kleidcte fiel) mit großer Sclbstzusricdenhcir mit dem Titel eines „großen Vcrbrechcrs“; er nahm theatralische Stcllunqrn 1111, er lx1tere ch Debattenund legtesogardeern. PasquierchiffeRÜcL'; [110th auf, die mit scinchürdr als Riebter durchaus 111111crträglich waren. Es hatte sii) zwischen ]“cncm Menschen und den aroszrn Staats“,- gewalten eineArr von Vcrtranlichkeiteingestellt. C'r'warfsich fast im; mer zum BcschÜkzer der Dynastie auf, die er hatte ermorden wollen. Wer weiß, ob der Prozeß Fieschi's nicht die Einbil- dyngskraft _?llibcau's erhitzt hac? Nennt er sich nicht ebenfalls e_men ,»Xoßen Verbrecher“? Man 111111"; durchaus jenem scheuß- lichen *ahnfinn ein Ende machen; 1111111 behandle den Ver- brechcr nicht wie einen KönigNndrdcr, sondern wie einen qc- Lvöhnliclwn O)?eucheln'16rder; 1111111 richte ihn 1111 Nämcn der Moral und nicht im Namen der Politik; cr erfahre, daß das Gewissen der Nation das chen des Königs eben so gut bc,- 1111111xzt, wie das des Geringsten ihrer Bürger; je mehr man ihn von der öffentlichen OJTcinung isolirt, je weniger ansteckend wird sein Beispiel seyn. Wkan verficberr, daß dem Ministerium von “UM Seiten ähnliche Bemerkungen zugegangen sech, und daß daselbe geneigt wäre, sich ihnen zu fügen. Dem allgemeinen GMchte zufolge, soll der Prozeß, obgleick) vor den Pairshof Zkbracht, doch mit der größten C'il und ohne das geringste Dussehcn abgehandelt wrrden. Die „Instruction, die mündlichen b chatten, das Urtheil, _ Alles soll binnen 14 Tagen länqstens eendigt seyn.“ '
Als fich Alibeau gestern OJTorgcn zum ersten Male die Mauern seines Gefängnisses qenauer bccracbtetc, bemerkte er mehrere Inschriften von der Ha11dFicschi*s, die sämmtlicl) einc m_oralischq Tendenz hatten. Bei dem Anblick diescr Zuschriften lächelte '.)llibeau und sagte: „Was dieser Mensch zuleß: dumm geworden ist; indcß werden er und ich auf die Nachwelt über- gehen; aber man wird sehen, daß ich mich anders benehmen werde als" er, denn er war ein roßer Schwäkzer und bildete 1111) ein, mit seinen gespreizten edcnS'arten und seinen Auto- graphiecn eine große Wirkung hervorzubringen; man hat ihm aber nichtsdestowcnigcr den Hals abgeschnitten.“
.Das Haus, in welchem Alibeau zuletzt wohnte, liegt bei dem Pont-des-Arts und gehört einem Herrn Froment, vorma- ligen Soldatcn in der Garde Karl's „(., der allgemein für einen sehr rechtlichen Mann gilt und jeder politischen Partei vollkom- men fremd ist. Alibeau wohnte im ersten Stockwcrk, in einem sehr kleinen Zimmer hinten heraus. Er sprach mit Niemanden, sogar nicht 1111“: dem Wirth des Hauses. Wenn er auSging, so trug er immer seine Stockfiintc; aber aus ")Jkißtrauen und wiihr- scheinlich in der Besorgniß, daß der Hausknechc seinen Stock genauer untersuchen möchte, verbarg er densekbcn immer sorgfäl- tig hinter seiner Kommode. Eines Tages beim Auskehrcn stieß dcr Hausknccht an den Stock, warf ihn um, und beim Aufhe- ben betrachtete er denselben genauer, in Gegenwart Alibeau's, welcher sehr unzufrieden darüber schien. Auf die Bemerkung dcs Hausknechts, daß das ein verbotener Stock sed, und daß, wenn ein Polizei-Agent denselben sehen sollte, er ihn sicher weq; nehmen würde, erwiederte Alibeau: „Bal)! damit kann män höchstens" Vögel schieße111“ - Am 23. Juni ging Alibcau um 12 Uhr Mittags aus, kehrte gegen 2 Uhr zurück“ und entfernte sich eine Stunde darauf zum leßtenmalc.
Der Freund, bei dem Alibeau eine Zeitlang in Paris“ ge.- wohnt hat, ein gewisser Frey, ist in Bordeaux verhaftet wor- den; man hat in seiner Wohnung zu Paris Briefe von Alibcau an ihn gefunden.
Die Zahl der seit dem 25. Juni verhafteten Personen hat sich bis gestern Abend auf 77 belaufen. Die Haussuchungen bci verdächtigen Personen dauern fort, und in Fo'lge von Brie- fen, die man bei dem größten Theil der Verhaftccen gefunden hat, sind durch den Telegraphcn Befehke an die Präfekten der verschiedenen Departements ertheilt worden. „Wir glauben ver; sichern zu können,“ sagt ein hiesiges Blatt, „daß diese Ver- haftungen nicht in „Bezug zu dem Verbrechen Alibeau's stehen, denn aus seinen Verhören geht bis 1th noch keine Vermuthung auf ir end eine ONitsc'yuld hervor; dieselben sollen durch die Entdc ung eines republikanischen. Klubs veranlaßt worden seyn, dessen Mitglieder, wie man sagt, - denn wir wollen auch nicht im entferntesten einc Verantwortttchkeit für diese Nachricht Übernehmen, - den Tod des Königs beschworen haben; so viel ist gewiß, daß zwölf von" den Verhafcetcn nach der Conciergerie gebracht und in ein geheimes Gefängnis; geführt worden sind.“
Die Polizei stellt 1th bei allen B1“1chsenscl)äftern genaue Nachforschungen an und nimmt alle Stockdegcn, Stockfiinten u. s. w. in Beschlag.
Dcr TNcssager wiU wissen, daß in dem letzten M*inisrcr- Conseil in dem schon angeordneten Programm über die Zuli- Feierlichkciten bedeutende Veränderungen vorgenommen worden seven. Dic Rcvüc dcr National-Garde und der Linie solle dem; nach für dieses Jahr ganz eingestellt oder wenigstens der Platz, wo dieselbe abgehalten werden sollte, verändert und erst am Tage der Revüe bekannt gemacht werden.
Den neuesten Nachrichten (1113 Valengay zufokgc, wird der Fürst Tallcyrand mit jedem Tage schwächcr, und seine Freunde sind auf die baldige Nachréch1 von seinem Tode vorbereitet. Es sollen s1ch jekzt bei dem Fürsten Momente von tiefer Schwer- mut!) einfinden, und scineU111gebung ficht ihn häufig mit änast- licher Theilnabme Thränen vcrgießen. **
Der Vcrfaffcr dcr JNarscillaisc, Herr Rouget de ['Jslc, ist in der Nacht vom Lösten 311111 2711211 in einein Alter von 76 Jahren mit Tode abgegangen.
Dic France ist gestern von der Jury, wegen Aufrcizunq zu11111ngehorsam gegen die Gesetze, zu dreimonatlicbcm Gefänq“; nis; und 3000 Fr. Geldstrafe vcrurthcilc worden *
Dcr Bon: SMS und nach ihm fast al1e hiesigen Blätter erzählen, daß die durch den Prozeß de:“; Lord “))Tclbourne so be- kannt gewordene Misrrcß Norton seit einigen Tagen in Paris angekommen sey und 111 der Straße Notrc-Damc dc Victoirc im .Hotel des Ambassadeurs wohne. Es wird hinzugefügt, daß dies: Enkelin Shcridan's den großen Ruf ihrer Schönheit voll- kommen rechtfertigc, daß sie aber durch die auffallende Ncuqier des Publikums sich auf eine sehr empfindliche Weise verletzt sühle. (Unser Pariser Privat;Korrespondent schreibt uns, daß er in drm benannten Hotel Erkundigungen eingezogen habe, wonach !ich ergebe, daß in diesem Augenblick keine einzige Eng- länderin daselbst wohne; der Bon-Scns müsse denn eine 61111111)- rigc Köchin, die zur Erhebung einer Erbschaft von Dover nach Paris gekommen sey, für Mistrch Norton gehalten Haben.)
Jm Journal de Paris liest man: „?1111 2411711 0. ha- bcn 13 Karliscische Bataillone unter den Befehlen 05.11-11.11 Lar- rascana mit 5 Stück Gesibülz angegriffen. Cine Conwaqnic dcr FremdenxLegion, die ein Blockhaus vertheidigtc, sprcrigtc das- selbe nach einem kräftigen Widcrßandc in die Luft. Der Vice- Kdnig, der mit 6 Barailloncn aus Pampelona ausgerückt war, fiel dem Feinde in die Flanke und warf ihn bis Buratain zu- r1'1ck, wobei c',“ ihm nahe an 400 Mann tddtete und verwundete. Die Christinos sekzten am nächsten Tage die Verfolgung fort.“
»Die Allg, Ztg. schreibtaus IITarseillevom 16. Juni: „“Unsere Stadt macht sich des ihr schon längst beigelegten Na- mens einer „Königin des Mittelmeers“ immer würdiger, sowohl durch die riesenarti wachsende Ausdehnung ihres Umkreises, durch Bauten aller Zirt, als durch die großen Progresscn ihres Handels und ihrer Industrie. Ganze neue Städte _ wir kön- nen es ohne Uebertreibung sagen -- schließen sich, besonders in
der Richtung von Nordost und Nordwest, der Mutterstadt an.
1836.
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lin1crc 1111111111th“ haben hier keine Wälder auözuroden, wie M BUMM? Anfiedler in Amerika; dagegen reißt man hier die herrlichsten Neben, die lieblich duftenden Pinien des Südens, die Oclbäuinc :c. aus, nur um Raum für Häuser zu gewinnen, Und wre viele Gebäude werden selbst im Innern der Stadt abge- tragen und vgn Grund aus erneuert; wie lange wird es dauern, 111 MW Mar1eille xine neue Börse, einen neuen Zustiszalast, einen Zben so großartigen als geschmackvollen Bazar, mehrere neue „Hallen _und besser abgemesscne Straßen besitzen. Die Fuß- ")B? ("011111") einzelner der neuan elegten Straßen sind, bei- 1_aung_ gesagt, über zwölf Franzdfische zuß breit. Zn unserm Ha- [E11 liegen gegenwärtig an 630 Kauffahrer; die Quais sind oft 11111 Waaren wie versperrt; eine unglaubliche Thätigkeit herrscht in allen dem Hafen zunächst gelegenen Straßen und Gassen und in den großen an Zahl immer wachsenden Fabriken. Selbst ein- ze111c_nak)e Dörfer find von diesem regen Unternehmungsgeisc ergrimen. In St. Loup und auf der Straße von dort nach Mar1eille werden Dampfmaschinen für verschiedene industrielle Zwecke errichtet; in St. Just und in St. Barnabé entstehen ganze Reihen neuer Häuser; die Zeit ist gewiß nicht so fern, wo diese 11110 andere Dörfer s1ch als Vorstädte der alten Kolonie der Pho- käcr anrcihen dürften. Die Wissenschaften und freien Künste werdcn dabeixnicht eben vernächlässigt, können sich aber denn doch keines beyonderen Gedeihens rühmen. Die hiesige Akademie der Wissenscimfren, von der bekanntlich schon Voltaire sagte, daß „fie eine 171129 11110 sey, indem sie der Welt wenig Veranlassung gebe, 11011 ihr zu sprechen“, hat seit jener Zeit ihr Naturell eben nicht geändert. Vor einigen Wochen hielt die Gute, ganz ge- gen ihre Gewohnheit, eine öffentliche Sitzung, worin nicht we- niger als 7, wir sagen sieben, neue Mitglieder aufgenommen wurden. Durch den sonderbarsien Zufall hielten vier der Er- wäblten sämmtlich Vorlesun en über “- die Runkelrübe und andere zur Gewinnung des uckers geeignete Stoffe.“
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verl)andlungen. Oberhaus. Sisung vom 27. Juni. (Nachtrag.) Lord Melbourne erklärte in seiner Rede zu Gunsten der neuen vom Unterhause mit der Jrländischen Munizipal-Bil] vorgenommenen Veränderung, er sey vollkommen der von den Lords auf der Oppofitionsseite des Hauses geäußerten Ansicht, daß das Haus fich auf keine Weise einschüchtern oder seine Ansprüche auf die selbstständige Aus- übung seiner Rechte durch beleidigende Drohun en gefährden lassen dürfe; er hoffe aber auch auf der andern eite, daß die Mitglieder dieses Laufes nicht ihre Gefühle erregen lassen wür- dcn durch gewisse roposicionen, welche man neuerdings gemacht habe, und auf welche er weiter keine Rücksicht nehmen zu brau- chen glaube, dg sie i1_1 ihrer eigenen Absurdität ihre Widerlegung fäindeti; er hom, daß das Haus sich durch Bemerkungen keiner- lei Art verhindert sehen werde, den Amendements die ruhige
Bcrathung zu Theil werden zu lassen, welche sie ver- dienten. "Er sey überzeugt, daß die Lords, wenn sie; nach reiflicher Uebcrlegung fänden, daß fie anfänglich
eitxen Übcrciltcn Beschluß über den vorliegenden Gegenstand ge- faßt hätten, die Ersten seyn würden, männlicherweise ihren Irr- tl)um zu berichtigen und Gründen nachzugeben, welche sich als vernünftiger, gerechter und besser motivirt zeigten. Daß das Un- terhaus den Gegenstand klar , ruhig und verständig aufge- faßt habe, werde man nach Recht und Billigkeit nicht leug- nen können, und er glaube, die Lords selbst würden zugeben müs- sen, das;, wenn wirklich eine Differenz zwischen den beiden Häusern das Resultat dchebatte seyn sollte, dieLords dicsenKrieg in cmcr Weise begonnen hätten, die man rauf), roi) und beleidigend nennen könnte, und daß, wenn man so gegen sie verfahren wäre, fie eine solche Behandlung nicht nur nicht stillschweigend hinneh- men, sondern mit Unwillen zurückweisen würden. (Beifall von der ministericllcn Seite des“ Hauses.) Nach einer kurzen Dar- legung des“ Inhalts der Amendemcnts des Unterhauses erklärte Lord Melbourne, die Frage sey jeßt, ob das Haus das allge- meine Prinzip dieser Amendcments (Einseß'ung von Munizipa- licäten, wenn auch in beschränkter Zahl) anerkennen wolle, für welchen ““Fall alSdann die Vereinbarung über die Details der Bill sehr leicht seyn werde. Diese Prinzips-Frage sey indeß schon 3" häußg zur Syrache gekommen, als daß es der äberma; ligen Entwickelung der1e1ben bedürfe, er verweise daher nur auf die „drei wichtigsten Punkte, welche 11 berückfichtigen seycn, näm; lich die Unzufriedenheit, welche in Irland entstehen werde, wenn man sich hartnäckig der Gleichstellung desselben mit den übrigen Theilen des Reiches widerselze, die Nachtheile, welche für die Regierung und die Wohlfahrt des Landes im “21111115 meinen 11115 dem gänzlichen Erlöschen der Munizipalitäecn énr- |ehen würden, und endlich den Widerspruch, welcher zwischen den cht von den Tories vcrsochtenen Grundsäßen und der zum Gesckzc gewordenen Emancivations-Bia der Katholiken stattfindc, dcrcn Prinzip in der Zulaffung des katholischen Theils der Be- völkerung des Reiches und mithin auch Irlands zu allen Acm- tern und "Rechten der i'1brigen Britischen Untercyancn béficbe. Man müffc sich des letzten Umstandes wegen ganz besonders wrmdern, das; Lord Lundvurst dicse Verüümmclung der ministe- ricllen Bill Übernommen habe, da er, WM" IMC!) früher ein Gegner der Emancipatéon der Katholiken, doch im Jahre 1829, als Kanzler des Reiches, diese Maßregcl mit aller Wkacht seines“ Talentcs vcrtheidigt habe. Damals habe derselbe erklärt, die Katholiken scyen seiner Ansicht nach durchaus nicht unfähig, die Rechte freirr Bürger in eincty freien Staate auszuübén; die Meinungen derselben in „Betreff der bürgerlichen Gewalten und der bürgerlichen Vcrhäktnisse stimmten mit denen der andern Bürger überein und machten ste keinesweges unfähig, die Pflichten von Geselzgcbern zu crfÜUstJ- Wenn daher, fnhr Lord Mel- bournc fort, die Katholiken 1111) zu Geseßgebern qualisicirten, so scyen fie doct) gewiß im Stande, die Functionen auszuüben, wclche ihnen durch die vorliegende Bill übertragen werden sollten,. Der edle Lord habe vor kurzem Folgendes geäußert; „Man hat“ uns gesagt, daß man“ fich durch die katholische Emancipations-