1836 / 278 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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peditéon verzichtet zu haben, und fich vorläufig auf die Befesti- gu'üg San Sebastians und des Passage-Hafens beschränken zu wo en.

In der Paix liest man: „Ein Englisches Dampfschiff bat den Befehl erhalten, sich nach der SpamschcnKüste u begeben, um den Marine-Soldaten der Britischen Legion 9“affen und Munition zu Überbringen.“

Die heutige Börse war das Widerspiel der gestrigen, indem sämmtliche Fonds wieder eine rückgänPg-e Bewegung crlétteaz. Die Spanischen Papiere fielen von 27,2, auf 253,14, und dxe Portugießschet: von 37 11111“ IUZ.» “Man schreibt dicses Sivken nur dem Umstande zu, daß die heute hier eingetroffenen Eng- li chen Course noch in gar zu großem :)?ißvcrdä1t11issc_ mit den bissigen stehen; denn während hier gestern di_e Spanishx aktive Schuld mit 27'“, bezahlt wurdc,“ stand dée1clbc vorgestern in London 11911) “201/23, Ungünstige 05cr11chte aus Spanien waren n;"cdr im Umlaxtf.

Großbritanien und Jriand.

London, 28. Sept. Der FrNszFÉJHe Botmwster (:*-n Hie- figén „Hose, Genera! Scßasréani, WU'Q am 4. Okiobcr hier zu- rückerwartct.

21116) die Liberaicn in Leeds 10911101 Sir W. Moleswot'ck) als Kandidat?" 1:1? die nächßc Parlammts Wahl ausstelletz.

,Die *))Tol'néngxPosr Meldet: „Dcr Graf und die Gräfin vor: Ex)x'cwsbuyy hadkn jcxxr cine zahlxeéche Gesellschaft auf il),- 10111 1001170010011 Landsifz Älton-Tower bei Chacsworrh bei sick) zu ÉZKsW. Dée Vermählung der vom Könige von Bayern zu «mex- Fürskin erhobenen Lady Mary Talbot mit dem Prinzen Friedrich von Sachsen-“Llltcnburg, die angekündigt woxdcn war, wird nichr stattfinden, weil das Herzoglisl) Axtenvurgixcye Hans rcformirtcr, das Shrewsburysche aber katholischc_r Relagton rst.“

Lord St. Helens, dcr vor 40 Jahren Britijcher Botschafter in St. PeterST-U'cg war und jelzt 83 “Jahr “zählt, _T'voi)nr*das gauze Jahr über in der Göt'afcon-Straßc, weil er, wxe er ]elbsr vernchcrt, außerbald Londons nicht leben kann. _

Rall) dsm Glove hat aus einem der Königlichen Palgste eine Cncfüdrxsng ßactgcfunden, die großes Aufsehen macht, näm; [ich einer 1011533» mic einem Herzoge verwandten Lady durch c:- ncn muxch: Mann geringen Standes.

Man ist sehr eifrig damit beschäftigt, die London; und Greenwickz-Eiscnbahn zu vollenden, damit sie noch nächsten Mo- nat eröffnet werden könne. Während der vergangenen Woche haben 300 bis“ 400 Arbeiter daran Tag und Nacht gcarb;1tet.„

Umkre Blätter theélcn eine seltsame Verhandlung nnr, dre am 18ten d. M. vor dem Königlichen Gerichtshof: in Jersey widc'" mchrckc „Buben geführcwordcn ist, welche auf der That ergriffen waren, wie sie die Laternen in dex Stadt St. Helier anölöscbtcn, um, nach der Behauptung des öffentlichen Olnklägers, unbemerkt raußcn zu können. Auf seinannxrag wurden ste 311 achttägigem Gefängnis; vc;*1:rt1)eilc,_ die dre: lcßtet) Tage „bet Wasser und Brod, Und dann zur Cautionssteüung fur dßnstxgcs qures Betragen, in deren Ermangelung aber zu d1'81]ä[)1'lgek Verbannung nack) -- (LUITMD, “als der „Vcrbrccher-Kolomc“ der Inseln des" Kanals. “_

Dem Morning Herald zufolge, soll das dtplomatcjcbc Corps in Lissabon scénc Functionen eingefüllt und erklärx haben, daß es evjj Inscructioncn von seinen respektiven Regterungen abwarten müsse. * , * ,

Von dem häufigen Vcrfaffungs ; Wechsel m Portugal fett der Constitution von 1820 giebt cm hiesiges Blatt fo1gende gedrängte Uebersicht: „Ms König Johann U|. am 4. Jul: 1821 von Rio-Janeiro nach Lissalwn zurückkehrte, nahm evgczwungcn die “neue Verfassung au, hob so aber am 27. Mai 1823 wieder auf. Dom Pedro ab dann im__Zahre 1826 dem Lande_c_me tmc!) dci“ damaligen 'ranzöfiscl)cn Charte z_ugcschmrten_e_ gemäßtgte livxrale Vcrfaffung, Dom O.)?iguel aber führte von 1828 bts zum Juli 1834 eine im Wesentlichen unumschränkce Herr1chaft, his Dom Pedro endlich von da an seine Constitution wieder um- scßce, die nunmehr aöermals durch die Verfassung von 1820 vcr- drängt ist.“ , _

Das Damyfboot „Phönix“ ist beordert, [_oglctcl) Meder nach der Spanischen Küste abzugeben, un] FeleCquipagen und Stiefeln für die Seeseldaten des Tnglisthcn Geschwadcrs zu überbringen.. -

Dée Times enthält in ihrem heutigen Blatts (außer dem gestern Micgethcilten) noch folgende Yetrachtung-cn über die jekzige Lage der Dinge auf der Pyrenäqchcn Halbmsel: „Spa-

*nicn wird durch widerstrebende Leidenschaften und durch einen

militairischen Kampf xerriffen, der sich von Navar-ra und „Bis- cava bis über die Ebenen Valencia's und der borden Castiltcn erstreckt hat und selbst bis an “die Thore Madrids Niederlagen und Schrecken verbreitet. Die Streitkräfte des Praxendcntcn vervielfältigen fich überall und sind in dcr lekzren Zett msk an allen Orten stegreich gewesen. Die unterx den:_Nan1_en dcr „Jö- nigin herrschende Partei hat schon daraus allem, daß Exner nch durch die Flucht aus jenem Buben-Rest zu, retten sucht, in welchem der tapfere Quesada so muthrvtlltg und grau- sam hingescblachtet wurde, ein Verbrechen gegen der] Staat. ge- macht und die „Sei)urken“, welche dre Sclcku1d cms 1111) laden, ihr Leben vor dem Morde Fu schühen, max emer rücknchtsloscn Confiscation ihres Persona ; und Real-Etgenthums bcsrmfc!“ Das genannte Blatt sucht sodann die 11Mchen dcs z-crm'x'ttecc'n Zustandes von Spanien auf und will dtesxiben ha11p110ch11ch_111 dcr inquisitorischcn Form finden, welche dte-Reltgtotx cn dt€1c111 Lande angenommen; es würde, meint die Ttmes, der Nachwelt fabelhaf: erscheinen, daß eine Nation von 12 Melltonxt) Seelen fast 30 Jahre lang in einer Reihe_politischer und'nnlztmrtscher Kämpfe begriffen gewesen, ohne daß fiel) au-cl) nur 111 cmen_1 enz- ziqcn ihrer Söhne ein Über die gywdhnltchsce NUttZlnÜßtgk-cat sts?) crbcbender geistiger Funke entwtckelt, ohne daß ne em cm- ziges" Individuum hervorgebracht, deffen Andenken dasselbe nur ein Zahk nakh seinem Tode Überlebt habe oder überleben

. würde; daran aber; sey die Willkürherrschafc und der crstarrcnde

Einftuß jener religiösen Inquisition schuld, die sich 111 alle An- chqcnßeicen und Handlungen dcfs Privatleben§_emnusche,“ von dcrsélben 'Lirt, wie man- ste auch tn den leändt1chxt1 Provmzetz *.*-)?unsrer und Coanught ßndc; dk" SPAUN)?" UW habe, 1011 ohne ?1us'11ahme, in den leßxen Jahren_dte anuxsttton so ge- plagt und eingeschüchtert, dak; er zulelzr ]ammc _undosondexs lhl' aeschjvorenes kncchtischcs Werkzeug. gcwdxden; m etncm 1o1chen Lande habe natürlich vpn Unterrrcht kerne Rede seyn kdmxen, und selbst die höheren Klassen der Gescüschaft seyen m getsttger Hinsicht _vdlla'g vcrwiidert. Und doch, fährt dtxses Blatt, forst, hätte zu Gnnsken eincr solck)cn Harlekmadc, Zyte fix km'zclrct) m Madras) gcspieltworden,u:1d die yon den edbdrml1chenKowddmncen, dicsie aufgeführt,lächerlicherweiw eine polm-sche Revolutxon genannt werde, Lord Palmerston, dcr jene Aufcrttte unterstützt und'be- Fördert habe , die große Macht Frankreichs gern beschwaßt, ehre Ayman marschiren zu lassen, unter dem Vorwande, daß es fich

1132 um die Ausführung einer Allianz handle, deren angebliche Zwecke doch alle mit einander nun nicht mehr erreichbar seyen; abek selbst die mit dem Mclbournesöhen IJTinisterium in Ver- bindung stehenden und von it')m begünskigten Blätter begönnen cht, Lord Palmerston eines Besseren zu belehren. Die Times führt nun eine Stelle aus dem „Courier“ an, um, wie sie sagt, zu zeigen, daß die Quadrnpcl-“Zlumnz endlich als eine verlorene Hoffnung aufgegedcn sey, und das; England und Frankreich, zu- sammen und einzeln, fömniicl) jeder Weiteren Einmischung Über- hoben würden, obgleich das angedrohtc Anfhörcn dicser Inter- vention von Sekten Ludwig Philipp's, wofür diescr *))?onarä) denselben Grund angeführt, aus welchem das mimsrcrieklc Blatt ein solches Verfahren rechtscrrigc, in den [chen vierzehn Tagen zwei anderen n1ix1i|criel1en Blättern (die eimexZ meint wahr- säwinlick) hécr dcn „Glohe“ und die „?)Tox'j1ét1g- Qbronicle“) zu mehreren schr“ bitteren, empftndächen und beleidigenden “21M- kcln ILIE" die Frau;.dstscjw chicruwg Anlaß gegeben habe. Der ctkirtc Artikel des Courier lautet folgendermaßen: „Der Kampf in Spanien hat aufgehört, ein Streit um die Thronfolge zu seyn, und (| ein Streit um politische PrinzipZen geworden. Die beiden großen politischen Parteien haben fich ivciter und deutlicher von einander getrennt. Die im Exil be- findlickxen Spanier, weiche bisher Freunde der Königin und des Königl. “Statuts waren, machen jetzt mtr den Karlistcn gemein- schaftlichc Sache. N11" ist 11115 abcr nictyc bekannt, das; die Re- qicrungcn von Frankreéä) Und England sick) jemals irgendwie Öcrpfiéchtet hätten, eine derbeiden politischcnParteicn, diejelzt in Spanien miteinander um die Oberherrschaft kämpfen, zu unterstützen. DchwecL dieser beiden chicrungen bei Abschließung der Quadru- pel-Ailfanz war, glauben wir, durch Unterstüßung der Königin wo möglich dae Begründung einer Regierung inSpanien zu sichern, die eine friedliche und ausIedehnte Form befördern möchte, wäh- rend diese Allianz zugleich die ..cédenschasren im Zaum halten und beaufschtigcn sollte, von denen man vorausx'chcn konnte, das; fie dm'cl) die Vernichtung aller Autorität, welche aus eitzer streitigen Erbsoége hervorzugchcn pfiegt, und durck) den Vorfall derSp-„misäxn Regierung geweckt: werden würden. Einen wohl- wollenderen und weiscrcnZweckkonntc es néchc geben; und wenn den beiden Regierungen ihre Absicht fel)lgesch1agen ist, so liegt der Grund darin, daß der Erfolg unmöglich war; aber ihr Verhalten hat doch wenigstens die Schrecken ciner plötzli- chen und gewaltsamen Rcvolatfon adgewehrt, JW" Zweck erheischte indeß bedeutende Energie von Seiten der an der Spikze der Spanischen Regierung stehenden Männer, die ihre hohe Aufgabe, nämlich die Vollbringung einer vernünftigen Re- form und die Veylsnderung einer Revolution, hätten begreifen und alle il;;re Kräfte aufbiccen müssen, um die Kar'listen zrx un- terdrücken und die Revolutionairs nicdcrzuhalten. Kein Enro- päisciwr Staatsmann konnte jedoch, ehe die Erfahrung es lehrte, die Spanische Regierung für so durch und durch, von der Wur- zel bis zu den Zweigew, vcrdcrhc halten, daß sie nicht ierandc tst, sick) selbsk zu behaupten. Kein Mensch konnte Martinez de la Rosa's gänzliche Untüchtigkeic, Herrn von Toreno's niedrige und gedankenlose Selbstsuchc, dic Unbesonnenhcic des Herrn Isruriz und den vollkommenen Mangel an Energie und Talent bei fast allen Spanischen Generalen vorhersehen. Der ganz schwache Charakter fast aller Spanischen Staats- männer und ONilitair-Chefs hat alle Berechnungen und Erwar- tungen der Staatsmänner Frankreichs und Englands vereitelt und sie an der voüsrändégcn Erfüllung ihrer wohlwollenden "Ilb- fick)t, in Spanien eine Reform zU unterstützen und einer Revo- lution vorzubeugen, verhindert._ Nun aber, da die Parteien in einen Kampf Über politische Grundsäkze geratbcn sind und es völlig klar isr, daß die wohlwollenden Wünsche der beiden JNächte nicht erfüllt werden können, entsteht die Frage, ob cs von Sei- ten Frankreichs und Englands" noc!) ferner klug, ja selbst an- gemeffcn wäre, eine von beiden Parteien zu unterstüz- zen. Unter solchen Umsränden scheint es um;“, - obgleich wir uns nicht einmal anmaßcn wollen, zu vermuthcn, geschweige zu wissen, wozu fich die Regierungen von England und FMka reich jetzt entschließen dürften -_- daß fie nicht zu radeln wäch, wenn sie die Parteien in Spanien, ohne die mindeste weitere Eimnischung, i!)rcn Kampf selbst ausseckstcn ließen, wie- diese es am besten vcymögen.“ Nach Mittheilung dcr lekzten Hälfte dieses Artikels kömmt die Times wieder auf die Portugiesischen Ange1egenhciten zurück, von denen fie in ihren Betrachtungen ausgegangen war ('s. das" gesrrigc Blatt der St. Ztg.), und fck)ließc ihren Artikel mit foigsnden Worten: „Was hat denn mm Lord Howard de Walden die ganze Zeit über in Portw gal gethan? Welche Warnung vor einer Konvulsion, die der Regierung, bei welcher er beglaubigt ist, solches Un- heil brachte , hat dieser WHig - Beamte seinem scharfsch- tégen Vorgesetzten daheim zukommen lassen? Und wofür bezieht Lord Howard de Walden jährlich seine 8000 Pfund? Dies wird céne der ersten Fragen nach der Zusammenkunft des Pm“- lamcncs" seyn.“ Auch der Standard greift das Wkinißcrium auf Anlaß der (eßcen Begebenheiten in Spanien und Poycu- gal sehr heftig an und fragt namentlich, ob dée Bkitischc Rc- gierung wirklich eine I)?ilicair*-R_evolurion anerkennen werde und könne. Hierauf erwidert dcr Globe: „Wir können unserm Freunde versichern, das; OJTilitair'1Revolutioncn kcmchcgcs un- ser Geschmack" sind; wir hängen zu eifrig an den Grund- sälzcn der Freiheit, um nicht dre Einmischung einer Da- jonnct ; Gcscßgebung in die conykétutionnellen Institutionen cines L-andes zu verwerfen. Was mit der Trommel kömmt, sagt das Französische Sprüchwort, geht mit der Pfeife davon; wenn unser Freund aber zu wissen wünscht, ob eine geschmäßige Re- gierung das Resultat solcher Revolutionen anerkennen _kann, so mag cr nur die Mitglieder des Tory-Kabinets von 1820 fragen, wie viel Wochen sie verskreéchen ließen, ehe fie die Resultate der JJTélitaér-Revolutionen anerkannten, durch welche die im Jahre 1812 zu Cadix angenommene Constitution in Wkadrid und Lisa- bon eingeführt wurde, und wenn ihm dies noch nicht genügt, so mag er das Tory-Ministerium von 1830 fragen, wie viele Tage es dauerte, bis dasselbe die Resultate der Franzöfischen Juli- Rcvolution jenes Jahres anerkannte, und 111616 er sich ferner von ihnen sazen lassen, ob ste fich nicht dessen- ehr gerühmt, daß fie das erste &uropäische Kabinec gewesen, welches mit Anerken- nung der Zuli-Dynastie“ vorangegangen.“

Niederlande.

Aus dem Haag, 30. Sept. Gestern hat Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich Heinrich, dritter Sohn des Prin- zen von Oranien, in Gegenwart der Königl."Familie und des Hofscaates sein Glaubensbckenntniß abgelegt, worauf Hdchstder- selbe in die Gemeinschaft der reformirten Kirche aufgenommen wurde. » Mittags war bei Hofe großes Diner, welchem auch Lie hier anwesenden Preußischen und Russtschcn hohen Gäste

eiwo uten.

27111 vyrigen Dienstag: beehrten Se. Königl. Hoheit dex“

Kronprinz von Preußen, so wie ZHW Königl, 5991)xele

Prinz und die Prinzessin Albrecht von Preußen, da;“, 611

Holländische Theater mit Ihrck AnwesenH-eéc.

Schweden und JTOVWCZLN.

- -- Wexéd in Stnéxiand, 25. Sept. (“21115 dc221Sch ben eines „Deutschen Reisenden.) Hiker, a:: dcm 211911211171. berühmten Schwedischen Dichters, Bisckwss Tcgnér, Pin durch ciniqc literarische Ardcitcn berctks bclaranx 10.71“, 11100 das Glück“ z'»: einer vom Tcgnék mc!) 10;ä[)2'ég-71' ZVÉ111-11 berufenen Provinzial- odcr STiftE-Swnc-dc céxxztitx'cs'scn, w, 250 Geistliche und Lehrsr in dicsck 0911 SM 2111118103191]. klcénen, aber ft'eundlt'chen Stadt vcrsammolr 1)attr. ÖWSÜ t'igé'cit, cin Unterkomxan zu finden, beseitiqtc sL-x1) dxxrä) ck uns glückliche Verpflichtung dex; zxéxskxil'mx-a (“cine 2111013111) meister, dcr zngleiä) Gastwirt!) seyn Miß), ch Reiscxxdcq thrrier zn verschaffen. Dée Fcsrléchkeic, di? sclwn MWH an welchem der Bi1c1)of einc lateinische Rede 1111431“ die 10:17]- dcn tlckcologischcn Richtungen und deren chMlmiß 5111131, gehalten, gewährx hatte, begann am zw-xitcn Tags 0111“, 8))?orqen-Gottcsdienste ffir die zur Synode Tch'xxs'm1xxn. T. turgic, nach Form und an)a!t ?th:Lutl)ckisc1), c::cxälx 3:0ka ches, das stark an das Katholische erinnert. Eine gx'ökécx'cé nung rief die wackc'ce, den Verhältnissen anacmcssexxc Px,“ «Mes Geistliäwn der Synode Hcrvo'c, und an dich dex: Öffnende Fcicr1ichkcit schloß sick) céne Disynmcwn HU L.“.(cxxxx' Sprache Über mehrere von dem Donxprobxk «*arxszxcrk-xle 114 tische Sätze. Bei den vcrscßicdencn Disputantcn ;; 7 die verschiedensten theologischen und p[)1101'0p131st17811 R „=c- wie sie in Deutschland, dem Vorbildc Schwcdch, 11:15“ Mit Musik war der C'in- und Ausrrict in dus zu:.y Vers.; lung bestimmte Scbul-Artditorium dcqlcitcr, zm" ';??qu abcr gaben wit“ uns nach des Bisckwfs "1341111116. „Ick :*:"sx-crrt: seiner geistreichen Unterhaltung als seéx1Nack)O-.U'1:3zd ward der Tafel von ihm zn einer neuen VCL'WUMMTU 0,096er, welcher er in einem fließenden Schwedischcn Vox'Trauc' ch logischen Richthcn seiner Geistlichkeit trcffcnd 1543131162111 zur wiffenschaftlichcn Anregung einc K*,“lttt' det“ scxr “ch: ccnnien erschienenen theologischen Lätcraer in Scdwcdcn auf dée Bedürfniffe seines» Stiftes in x'clithser 111101011111] licher Hinsicht himvics und cndlicl) daraéi dic L*;d-LMM dFonomiWen Veränderungen und das si'akéskisckxcn ZZIUÜ'ax'. Cinzc'men ansckyloß, die cx am so1zxenkcn szc s'orésckzre. beiden lckzrcn Tage WM'CU besrémmr zu Bex'axdxxrxqcsj 21“! Verbesserungen besrebcndcr Mängel im Gottesdtcnß, km 1 sen chen der Gemeinen, im Sciwlwcscn, Üdcy dkdnonmsckn gelegenhcéten, zum Ausrausci) der gesammelten 0“1.*“,'-.1!)1'2;qu Jedenfalls lassen dergleichen Vcrsatmnllmgcn, WM:? 5107“ so Weit gestellt 171, mc 1011 Tcgn-Fr selbst i'czcäcdxcxc, 1:72)“ ste nacT) set'nem Wnnsclx öfter geschehen, ('m-: in Schxch nöthigc rciigidsc und wiffcnschafrlixdc Lchndigkcxr aks Res erwarten. Die besondere Thätigkcir chnérß f;“n' d:“:scx'. 1. Beruf erklärt es auch, warum er seit “1111134“ (115 8131.11" zehcnd seine poetische Feder nicht mcHr [m walkera lasch

. Oesterreich.

_- -- Wien, 29. Sept. In Anerkennung der Tapferkeit, eiche U11sere Gränzxcuppen bei dem jüygsten durch die Bo-Znier rühren and von jenen Trupyen zuruckgeschla enen Einfall in ediesseitxgen Staaten bewie1en, haben Se. Taj. der Kaiser

General-Major Baron v. Wa(dskäxten das Ritterkreuz des opold-Okdéns verliehen; ferndd sind vom Oguliner und Otto. aner Regrmente mehrere Offtzrere durch Avancemenc, einiae texoffizierc durch die stlbcrne Tapferkeics-IJTedaille und die MWstvafren dm'cl) 100 Stück Dukaten belohnt worden.

Der GeneraliJTajor Baron Lebzeitern, . konturs-Znspekwr

Mailand, ist mit Tode abgegangen.

- “- Prag, 30. Sept. Obschon die Chokera hécr sel):- Abnehmen ist, so fordert fie doch noch täglich ihre Opfer. [11 241101 d. M. starb daran der, Kaiserl. Hofrath Rittxr v, wnenfcls.

.. -- Teplilz, 2. Okt. Wie es heißt, wird dek Odersk- Urggraf, Graf von Chotek, mit Familie Morgen eine Erho- ngsrcése von hack über DreSden nach Frankfurt a. M. u. s. w. treten,

Spanien.

Tadrid, 21. Sept. Die hiesige patriotische Gesellschaft

t der verwittweten Königin nachstehende Adresse Übexreicht: „Seäora! Spanische Bürger, deren Leben und Vermögen clangcheic dem Wohl ihres Vaterlxndcs geweiht snd, konn- njchc ohne Unwillen den Zustand des Elends und der Er- öpfung wahrnehmen, in dem diese heroische Nation durch die zerfa[)renheic einiger Machthaber und durch die Treulosigkeit [derer versetzt worden ist. Das Heil des Vaterlandes, dieses ch|e Ziel der Regierungen, ist während vieler Jahre aus den gen geseßt worden, und die Festigkeit dev entschéedenen Pa- oten, so wie die loyalen Abfichten Ew. Majestät haben allein vom Sturme umhergeworfene Staatssciüff aufrecht erhalten nen. Der Tag liegt uns noch nicht fern, wo der 11:1) und der Patriotismus der guten Bürger die Nation d dcn Thron der unschuldigen Isabella dem Abgrunde rissen haben, in den ein unwissendes und unmora- -cs Ministerium: uns stürzen wollte. Die Constitution 1812, dieses Denkmal des Ruhmes und der Würde der anker, ist von Ew. ONajestät, so wie von der ganzen Nation chworcn worden. Diese erhabene Handlung hat die Hoffnun- dcr guten Patrioten wieder belebt. Nur durch Beobach- g der Vorschriften dieses gcheiligten Gesetzbuches ist es mög- , eme gerechte und wohitbätige Regierung zu begründen und geheimen Feinde zu vernichten, die mit so vielek Beharrlich- c an unserem Untergangs arbeiten. Die Freiheit der Presse 1“ das erste Recht, welches wir verlangten, und dies Recht uns seit der Wiederherstellung der Constitutéon bewilligt wor- Ebcn so ist es auch eine Pfiicht für jeden Spanier, das- » e für den Art. 373 des Fundamental-Geselzes zu verlangen.

Qa nun, nach Art. 831 der Constitution, die Cortes allein hier-

Deutsck)1and. '“

_- -- Jena, 1. Okt. Die Zahl dex“ Hier zu 00121111 schaftlichen Versammlungen eingetroffenen Mamsfoxscdcy Aerzte belief fiel) am SMW? der Listen auf NW, Ats zucht hier angekommen 111 noch einer der rÜhmlicdt? 1111.71 Gelehrten des Ausl-UWes zu erwälxxxon: nämlich derK'önfgä Niederländische ST:?ÜYSMW, T*:U'UU von chérccxrcn UMD»

LCZPZég, ?. (311. “.)-km!) :;Usekté *“.“Z'UcéßaslxsNITOI-Katcxkkq i]! dir?,"Nn Z«1Z)r':* *.*-Wx“? :?Krkcr 0.15 „**,-*:21-4'1731210) an;“: C:,“ 1.7. 32-1 Seiten. 31") 2311001110010? (;,-01.7750. TTM“; 176111110 T'»1'?ch17:1 50 Land: und HMM72760100 011; 5356 TMO-xx' 1101311171 Zukunft versprocdcn, T-ÜUMTU' auc!) Wagenfelds 2110311112 Sanchunéathon. * Nach der *)]?sngc der «*:!«5' ssrciq «10 Artikel ordnen fick) die Buchändlcr f01519110l1'1112281'11: Mä. chensburg 60; Reémck in Berlin 51; CoxMscOc IM lung in Stuttgart 49; Basse 111 :*;“Utcdléndnrg 5:1; M:“ Lcipzég 11; BrockhaUs in Leipzig 318; F&M. “::). MkM-M; Baumgärtncrschc BMW). in LewziZ 2.3; IJTcxzk-sx'ftéxk “2141th: Stuttgart 33; Habasch HoftNuäxi). 1101931121002“: 4.12; .F.- F! in Lexpzég, chranlt in Straßbm'g ;11; Beck 0121: .*";15111. Stuttgart, Leske in „*.-armstadr, VOYZT in Wcinmr “2-0; “.*-11? Berlin, Bonnier in Kopenhagen, Schnöorbe cdcxxdascibsk S hes; in Zürich, Weidmannsche Buchandlmm 11". chw,-1 Duncker und Humblot in Berlin, 9371700“; 111“ ?111C1)011,O1 gand in Leipzig 24; Arnoldstde Buchhandlunq 1:1 D*."csd'xx Fürst in Nordhausen, Goodsck): in OJDeißcn, HcyxtmntUIN- lin, Hdsc in Kopenhagcn, *Max und („?xxmxx. m“ Brcsxaxe,;11c und (Zmnk). in Startgart 22; Gerold in WHM, „'chchsx Pesjk) 21; Dieterichsche Buchcknd11tng m Götrchtx, 11 und Singer 1:1 Wicx120;u.s.w. --- Nucl) céncr8116110131021 in dcr (B11ch11crschcn) Literarischen Zettu 11 q 1000051 ncnI467 Wexken aquord-Dcurscyland (mir 1050111125910 1904, auf Süd:Dcucschland (ebenfalls mit 1033511. Bow 1201, auf dée Schweiz 112 und auf andere 120510111114!" cctt 250 Werke. Zn Nord-Deutschland lieferten “11120171- (Bcrlin allein 310); Sachsen 561 (Leipzig (2116111165); 11:1,- zogchümcr Sachse?! 125; HätUbUrg, Lübeck U21d 25117711; Hannover 81; die kleinen FürstenthÜmcr 30; „1301115091 burg 16; Braunschweig 2 ; Karbeffcn 5,20; Mocklxnzxnx und Oldenbm'g 5. Zu Süd-Dcmschland licécrtcp. ON?“- 251 (Wien (111011113); Bayekn ;105; Würtxemch “FHNW _art allein 242); Baden 111; Großherzogtfytxé: Hess: Frankfurt a. M. 55, und Nassau 10. » Nkchc 17111250“! cssanc sind folgende in dem genannten Blatt entddlc'cxch „Dcr Meß-Kacalog des Jahres 1580 vcrzeichwéc 302 Scl) unter diesen allein 246 in Lateinischer Sprache, also «3901 von Gelehrten geschrieben und für Gelehrte bcrcchircr. J)“?eß-Katalog von 1616 weéscc 731 Schriften als crscdécncn unter diesen 461 in Lateinischer Sprache. Wie ämdcx'tc 111) im 180211 und 19ccn Jahrhundert! Im :OKel'OJTcß-„Katalog 1714 sind 628 Schriften angezeigt, unter diesen abcr 1:1er Lateinischer Sprache. Der Ostcr-Mcß-Karaxoq vor: 1780?" 2115 Titel fertiger Schriften, untcr dicscn ]cdoki) 1110“ 19

Late1n1scher Sprache. - 1580 war demnaé.) das Vcrhältni Lacetmschen Schriften zu den „Deutschen „wär 2 z'»; 1: zwei hunderte später aber wie 1 zu 10. «- 15-15 gab es in Lk

7 Buchhändler (von denen sich aber nur zwei“ auch mit S ment beschäftigten); 1778 finden wir 26, Und im Jabra] Far über 100! Daß Leépzig seit der 911106 des 1816714 )underts der Haupc-Stapclplaß des „“Deutsch-„'n thchhandcis worden, hat auf diese bedeutende Vermehrung 10001 E' gehabt, doch sicherlich ist sie nichc allein daduécl) Oeding" den. - 1659 etablirte sich in Berlin die erste thcixhandl 1778 gab es hier deren 13, jetze können wir 70 zählen,“

cr entscheiden können, so hat sie!) eine große Anzahl 11 Bürgern vereinigt, um, in Gemäßbeit des Geseßes vom ]. cpk- 1832, welches auch nur durch die Cortes modificirt wer- n kazm, eine Gesellschaft zu bilden, Scäora! Die Presse ist zuretchxnd geworden, nick): alle chrenwerthen Personen können re Memungcn schriftlich darlecen, es ist unmöglich, das Land

11) die Journale mit allen Mißbräuclxn bekannt zu machen; 0 nichc Jeder ist ihrem Einfiusse zugänglich. Die dem Lande obende Gefahr, der schlechte Gebrauch, den die 93211101“ von er Gewalt machen, und die Sicherheit Ew. Majestät verlan- n gebieterisck) die Errichtung patriotischer Gesellschaften. Zn rHauptstadt der Monarchie hat man diese Nothwendigkeit be- “tZ a_nerkannt, und die Unterzeichnetcn, mit dem Vertrauen der c1c111chafc beehrt, haben, den Bestimmungen des oben genann-

Geselzes gemäß, dem politischen Chef der Provinz ihr Zu- nmentreten angezeigt. Znnig davon Überzeugt, daß es eine edncrbühne geben muß, von der herab dem Volke die Fehler r Machthaber angezeigt, d:“: consciturionnellen Handlungen Js)- ' Reg-Zerung, „so w_ie der Regentschaft Ew. Majestät unter- (zt, der öffentliche Geist von neuem belebt und der Heuchelei * Maske abgerissen werden kann, wenden wir uns an die Ge- - ttgkxic und den C'delmutk) Ew. OITajeskät in der Hoffnung, 13 Sie, bctheilige bei dcr Vcrcheidigung der öffentlichen Frei- tten, und als der Schirm und Schulz Jhrer erhabenenTochter, - :: emcr öffentlichen Gesellschaft Unterstülzxmg und Schulz verlei- "(deren Mitglieder nur die Intereffen ihres Vaterlandes, ihrer :ngmncn und der beschworenen Constitution zu vertheidigen d anfrecl)c zu erhalten beabsichtigen, indem sie bei ihrer inne- n O_rganisirung dasjenige Reglement zum Grunde legen, von "1 ste Ew. Maj. eine Abschrift zu übersenden die Ehre haben. 0th erhalcc E10.T))2aj. noch viele Jahre. Madrid, 10. Sept. 18:56. Saldo dc Rosas, Präsident; A. de Torija y Carcsso, ecretatr; *I de Salas y Quiroga; G. ValdiVieso; renzo Salvo, Schatzmeister.“

„D“ Hof-Zcitung publizirc in ihrem heutigen Bxatte die cl)]rchcndcn beiden Berichte Über die bereits gemeldeke Nieder- e des General Gomez:

*„Provencio (in der Provin la Mancha, zwei Stunden dltch'von San Elemente), 20. cpr. So eben (Mittags) er- W :ck duxcl) Leute, die ich nach Villarobledo geschickt hatte, Jd damentlxxl) durch einen Menschcn, der das Schlachtfeld mic tnditchet) Lctchnamen bedeckt gesehen haben will, daß 1360 Ge- ngenc m- dcm Klostev jener Stadt untergebracht worden sind 1 d daß dee Truppetx der Königin die Trümmer der Faction des -omez,_Cabrerafu. 1. w. verfolgen, nachdem sie in Villarobledo " größten Theil der gemachten Beute, das Gepäck und zwei cldftücke' zurückgelassen. Unterz: Guijarro.“

x „thlatobas, 21, Sept. In diesem Augenblicke (411131: :orgens) crhakte ich die Nacthht, daß die Faction des Go- cz von den Truppen der Königin zwischen Villaquijado und

[' Meierei bei Pinar in die Flucht geschlagen worden ist; sie »-t 1500 Gefangene und 2 Feldjkücke verloren.“

, Dze gedachte Zeitung bemerkt, daß sie diese Nachricht, ob- lexcl) 1elbige der Regierung nicht auf durchaus offiziellem Wege gxgangen, nichtSdestoweniger sofort mitrbcile, um d:“e gerechten e1orgnissdzu verscheuchen, die fich überall kundgäben; sie Werde dessen nicht unterlassen, auch die amtlichancpeschen zu publi- ken, sobald solche eingehen würden.

Dae verwittwcte Königin hatbefohlen, daß die “seit dcmEin- all der Karlisten unter Gomez und Basiléo in Alt-Castjléen von km General Manso angeordneten Operationen von einem Kriegs- er;chte-untersucht werden sollen.

,Dte Nachrichten aus Granada lautenbeunrulsgend. Die , “UKW vyn Bazo und Quiroga stehen stel) feindlich gegenüber, nd eine Kolliswn könnte traurige Folgen nach fich ziehen:

! 153“

Die Regierung befindet sich in großer Verlegenheit, denn gleichzeitig mit der (oben mitgetheilten) Adresse der patriotischen Gesellschaft, worin dieselbe ihre Genehmigung nachsucht, hat die Municipalitäc die Regierung in einer Petition dringend gebe- ten,jc11e Gezxehmfgung zu verweigern. Glücklicherweise heérscht in den Reihen dieser Gesellschaft Uneinigkeit. Gamindez, der, w:o man wgt, dcn Gesandtschaftspostcn in Brüs- 1cl zu cx'halten hoffr, hat sich mit mehreren Andersn voin der Gesellschaft getrennt. Doch haben diese Gesellschaften kdtnesjvegcs ihren ganzen. Einfiuß verloren, wie dies namentlich dre Resultat? der Wahlen beweisen. Uebrigens glaubt man allgemern, _daß die Cortes sich wohl schwerlich zum 21. Oktober werden versammeln können.

Der Espasxol enthält nachstehende Betrachtungen Über das Könégliche Dekret, welches die Sequeskrirung der Güter der auswandernden Spanier" befiehlt: „Was“ we'cden England, Frankreich, das ganze Europa sagen und 0011 uns denken, wenn sie uns solche Maßregeln ergreifen sehen? Was wcrden fie von unserer Lage, von unserer Regierung denken? Das ist leicht vor- herzusech. Sie werden glauben, daß gan c Klassen der Nation, vom Schrecken beherrscht, ins Ausland (ehen. Sie wcrden glauben, daß die “Lluswanderung jetzt unter uns so stark isx, Me in Frankreich zur Zeit der Schreckens-Regierung. Sie weyden unmöglich bcgrciftn können, daß so strenge ?aßregcln gegen wenige Personen ergxéffen worden smd. Jene Nationen wer- den glauben, daß die Gewalt das einzige Mittel fsk, wodurch die“ Regierung die Spanier an den Boden ihres Vaterlandes feneln kann. Aber, wird man sagen, was kümmern uns die Meitmmgcn von England und Frankreich? Wir erwidern, daß se für die Nation von großeréciuigkeit sind. Müffen wirunsnichc das Mitgefühl und die Allianz der westlichen Mächte bewahren, wodurch wir allein den Uns" drohenden Gefahyen entgehen kön- mxn? Wozu ist es endlich nöcßig, den Zustand des Landes unter d:4i"rerern Farben darzustellen, a(s es in der Wirklichkeit der Fall xsc? Wir wiederholen es, die Maßregel, von der wir sprcchen, rst weder politisch, nocl) 10113116), sie trägt den Charakter des Schreckens und im Auslax1de wird fie als ein Symptom noch ernstlichcrcr Gewaltthätigkcttcn betrachtet.“ *

Portugal.

Lissabon, 1-1. Sept. (Französische“ Blätter). Die Rcvolutton vom 10. September", die nach Einigen improvifirt, nach Anderen [ange zuvor erwogen wurde, fängt an, ihre Früchte zxtftragcn. Eine Menge von Personen sehen sich in ihrer Y_xcskenz bedroht. Die bewaffnete Macht, welche Alles ausge,- suhrt hoc, ist nochudée absolute Herrscherin; sie hat die Königin zur Leistung des Tidcs gezwungen und 1th werden alle Regi- mepter von den Scrgeancen und Unrcr-Lteutenants kommandirt. Dre oberen Offiziere, welche nicht Theil genommen ha- den an der Bewegung, sind von den Soldaten weggcjaqt worden. Das Ministerium füßrt in die verschiedenén Zweige der Civil-Vertvalrung allgemeine Reformen ein. Diese Entlaffyngen in Masse scheinen inch die Exalcirten noch nicht zu befrtedéqcn, und man spriOt von eéncr neuen Combination, wodurch Männer von noch exaltirtercn JNeénungen, als die )elzrgen Mitglieder des Kabinets, in das Ministerium treten 1v11rdeen.s- Die Königin hat in ihrer Unerfahrenheit, und da ungluck1acherweise4 dcr Englische Botschafter nicht zugegen war, mehr den Ratwchlägen ihx'er Ehrendame, der erzogin von Ficalho, als dem Rath des von Herrn von St. riese unter- stülzten JNinisker-Conseils Gehör gegeben. Eine energische De- monstration von Seiten des Prinzen Ferdinand an der Spiße von „hundert ergebenen Soldaten hätte die ganze Revolution vjerhmdcrt; -- Die größte Vcrlcgenhcit des durch die Revolu- redn eingewßcen ONinisceréums enc|1e1)t durch den Mangel an Kredit. » Die Revolution ist fÜr mehrere Organe der periodi; schen Pxesse von tödtlécher Wirkung gewesen; die Freiheit ist ausschlkeßlich de11_ Opyostcéons-Blättern vorbehalten.“

-- Dic Kayselxche Allg. Zeitung enthält ein Schreiben aus Lissabon vom 11. September, worin es heißt: „Die Por- tugiesqchen Zanicscharen haben abermals sich ihres Standes würdig gezeigt, die bestehende Verfaffnx1g Wer den Haufen ge- worfen und, die von 1820 proklmnirt, als getreue Nachäffer der Spanier._ Es bedurfte nur eines ZufaU-Z, welchen das so er- bärmlich 1chWache Ministerimn selbst hcr'dciführtc, um diese Krisls herbeizyziehen. Das Beste bei den Lxffaboncr Revolutionen aber ist, daß dabei Blutverqießen etwas Unerhörtcs ist. Es braucht nur eine Conwagnie Soldaten keck aufzutreten und zu sagen, wir wollen dies oder jenes, so stimmen gleich alle mit bei; es folgt das Rngment und endlich die Armee. Haben die Anstif- ter_nur eine Compagnie erkauft, so gelingt 1171? Plan; die Za- uitstharen gaben den Ausschlag, w:o ehemals in Konstantxnovel, das Volk fürchtet die bleicrncn MUM und Bayonette, das Gouvernement ifi" „kraftlos. „Jm „Jabx'c 1820 wurde das Mi- litair erkauft, die Constirmion zu proxlamircn. Im Jahr 1823 wurde das" Milanér von der Königin und den Mönchen er- kauft, um dieLonsritutidn wieder über den Hansen zu werfen. Im Jahre 1826 war es c:“n Theil des NZilirairs, welcher sich zuersr der Constitution vom Dom Pcdro-widerscxte, bezahlt von Mönchen und der apostolischen Zuma; und endlich, mchdcm es das «Militair war“, welches mäc Dom Pedro für die Consti- tution stritt, [| es dasselbe, welches nun wieder die Constiturion von 1820 will. Geske». gcgrn “Ilbend xuhr die Köniqin mit ihrem Gemahl, einigen Kammcrßcrrcn und der Ober-HösMcisre- rin nach dem Stadtyause, um die neue Constitucion zu beschwö- ren. Sie waren von einer Schwadron Kavallerie beqleitet und man hatte nicht einmal Anstaltex: zu ihrem Empfangé getroffen, so daß der Kutscher, der den EingMg ins Stadthaus nicht kannte, erst vorüber fuhr. Die ganze Ccremonie dauerte nur drei M nuten, worauf so wieder zurückfuhrcn. Auf ihrem und des Prinzen Gesicht war das Mxßbchagen, von dem Geschrei des Pöbcls und der Scraßcndubcn umgeben, nicht zn verkennen. Dic braven Truppen, woche diesen Sieg erfochtcn, waren alle mit Lorbeerzwcégen in den Gcwelz-rläufen geschmückt. Daß die neye Verfassung keinen Bcscand haben wird, isr wohl voraus- zuxehen, denn man glaubte, das; nun alle rückständigen Bezah- langen erfolgen würden, Den Soldaten ist man 11-2, Monat schuldig, den Offizieren 1 Monate und anderen Klassen 6, 8, 10 und 16 Monate. Sobald man nun steht, daß bei der neuen Verfassung die Bczahlungcn nicht besser erfolgen, ist es wahrscheinlich, da[; die monarchische Regierungöform, wenn sie den ORomcnt zu benurzen versteht, ihr Haupt wie- der cmporheben wird, denn ciUe constitutionncllc Verfassung verträgt sich nicht mit den Gcsinnungen des großen Haufens der Portugiesischen Nation, wo jedcx' nur aus slch bedacht ist u_nd nichts für das allgemeine Beste thun will. - Nach der Conscitucion von 1820 cxistirc nur eine Kammer, darin soll aber eine Abänderung getroffen werden; "man will die Verfas- su_ng nach der Belgischen und Brastlian1schen modem. Man wall behaupten, daß von Spanischer Seite mitgewirkt worden

seyn soll, um déeses Ergebniß Herbeczufühccn. Das; dsc Prénz unter diesen Verhältnissen das Oder-Kommando der Armee ad- rreten wird oder abtreten 11003, ist wohl wahrsclxcinlicx), b;:son» ders da sich die Opposition stets so unverholsn dag-egen aus- spraclx und dieses der Hauptgrund ist, 10651“).qu déc '.clzxe AUM- sung der Kammern stattfand.“

T 11 r k e r.

Die Gazzytra di Zara enthält folgende Nachréch1c12 Ms Duvno vom 15. September: „Von dem 'Li'u-Jenbxéck-e an, als dsr von den Rebellen von Livno vercrkcbenc .Mpädsché-Öascd-x, Firdus Begh, sich nach Dalmatien fiüchtete, eWob man 10-5:- während nichcége Vorwände zum OJTißvergnügcn, wädxcnd der Wesir sich anßer Stande befand, dcn RebeUen mix wirksamen Mitteln entgegepzutretcn. Es war seit? WMW, !,“éc nach dcm. a115drücklichen Willen dcs Sultans, auf dem Wege: der “&cker rcdung zmn Göehorsam zum'tckznfÜHrcn, welchcs Kdrégcns nicdt, hmdcrtc, das; e': eine Bcrskärkung von regexmäßkgetx TrUppcn, die glcrch Nach ihrer “Ankunft mtr aklem Nörhigen versehen WU»:- dcn, zu seiner Verfügung ßellen ließ. Dieser Vcrfügxmxz dcs Wesirs ufokgc, sammelten fiel) zu Travnék, unter ?[nfx'xhx'xmg des OStnanÉdascha, 6 - 7000 “Mann, welche, nach bewirkterZcrj'crcxng der bequprcs vercéncgcwesenen Rebellen am “(Iten én Scoplae an.- kamen. Cémige Horden aus TÜrkisch-Croacicn, die bei thprcs Ylagert waren, kcdrten tn ihre Heinmtl) zxwÜck; eén anderer

“l)eil vereinigte W) ]eer mit den Rebcilen und zoq sich :'n die „Thürme dieser Stadt, wo sie, ihkcr Aeußertmg nack), ihre Frcthdtt bis zum [cl)ten BlucStropch vertheédigen Wollen. Man darf jedoch glauben, es werde 11échc so weit kdmmen, fails Os- man Pascscka nicht von seiner Unrcrnehmun absxehk. Zum Bc- weise aber, das; die Sachen hier besser Zech, dient die Nach- richt, daß auch einige Anführer aus TÜrkisch-Croaticn in Trav- nik angekommen sind und fick) an dortige Corps angeschloffcn haben; daß ferner der Ex-Anführer Firdus-Bcgk), welcher seit 5 Monaten eine so freundliche Aufnahme in Dalmatien fand, was er auch nicht genug rühmen kann, heute gfet'chfalls in die:: ser Stadt angekommen ist.“

Inland.

Berlin, 5. Okt. Ueber die bereits in der Nr. 271"? der Staats-Zeitung erwähnte Einweihung des neu wiederhergosccllrcn Domes zu Brandenburg an der Havel gebt 11115 nunmehr :“01- gende ausführliche J)?ittk)eilung von dort 30:

„Dom Brandenburg, den 2. «Oktober.

_“ Der gestrige Tag brachte uns ein Fest, von weichch cine önentliche Nachricht um so angemessener schcinc, als dasselbe durch die Erinnxrung an die von Hier «*.UsZegangcne «“s"»: Vcr- kkmdégung des Evangeliums, so wie an das dllkck) dcn fkommcn und erleuchteten Bischof Matthias von Jagow still vorbcrctrctc und weise ausgeführte Reformations-Mcrk, eine allacnxcénc w.- terländische Bedeutung hat. Es war das Fest dcr“ Wicdcxkin- weihung unserer Hohen bischöflichen Sttfcs- und Dométräyk, des ehrwürdigen Tempels, welcher, von Otto dem Großen gc- gründer, gerade am 1. Oktober des Jahres 010 im „Betsson dcs Kaiserléchen Stifters konsekrc'rt wurde Und jetzt durch déé méi»- t1)ätige Fürsorge Sr. Majestät unseres frommen KöNiZs in scx",- ner eigenthümlichcn Einfachheit und Schöanit wieder hc'cgc- stellt ist.

Die Wichtigkeit des sekmlicl) crxvarketep. Tach war mir- tdlsk eines eigenen Programms *) vorher zwcck'mäszig i:;s" Ltc1)_c gestellx und durch die Kunde von dcr [)u1dr-011 Vér- heißencn Gegenwart des geliebten Monarchen Md crim- bcncn ,Sckßrmhcrrn der evangelischen Kirche fü? alle HU"- zcn eryöhcr worden; und als nun am Vorabend de'." F-éécx', zu deren Anordnung die Mitglieder des Hochwk'trdigcn DOTUFQPLMS' fich bereits an den vorhergehenden Tagen hick versixxiqc Lyerccn, das festliche Geläute der Glocken zum crykemmale vöm HOch Thurme hermedcrkdnte, da wurden die Gemüthcr dcr GctUeinde von freudiger Rährung dnrchbebt und die Herzem dcr“ Gläubi- gen emporgerufen zu dem, dessen aümächcige „)und schcnd schirmtc das mit seinen Pfeilern und Bogen zum Hinxuél an- srrebcnde Heiligthum. Derselbe fcierlicdé Ruf aus der Höße weckte und begrxäßce uns am- früch Morgen des fccUndZ-(L) an.- brcchcndeu milden Herbsttagcs ULTO vcxküxsdeke cmdléci) 10'111» die Ankunft Seiner Majestär des König:"; 1111 Bcrctcdc dcs- ÖVMI. AUerhöchsrdieselbcn wurden auf der Burg in dcr TCTOMWÖ von dem Domkapitel empfangen Und bcxratcn mik Scéncr .*HTÖnial. Zohxßt dcm ]Priszcn-Karfl und ZHx-edDurcHlaucéxt dxr FWU FWW von Ltezmß dte dtcht gcfulltc 5€:rc1)c, m dsrcn Vordalle '“ ie abermals von dcmDomkapircl empfangen WUWW mxd zu- erst VLM diesem, darauf von dem Bau ; Znspckror .“Hcc'dchd an der Spitze der Gewerke, [md endlich von dci: TUÜ'ZWf dcr cvangclischcn Kirche, Gcnckal:Sudermtcnchtcn 117, Ncaé'adcr und dem Obcr-Dom-Predéger, Professor 1):*. SCHON!) den 1:2:- terrhänigstcn und gerührtesrcn Dank f:"n' die zur Crncxtcxxmq dicses“ Gotteshauses reichlich gcspendctcn V?Lchl dnldroll catches! nahmen. * ** "

Geführt und gsfolgt von dem Herrn DOCHEUWI [Md den Herren Kapitularcn, begaben dic ?lllcrhdchxkcn [md Ich!)!"xxn Herrschaften nebst der Königlichen Suite SITZ) in dir FMPÖÜTY- Loge, in deren Nähe der altckthx'jjnliä) schdue Hoch1ck.1;-.;«k, 31sz „Königliche Gnade mit ncUenLcuMcrn und 'I11tar-“LF-5cx'äxé-c11 :'UFx' dig außgesrattct, in dem wilden Léc1)tc dcx', dnrcy dxo “&'-3189497:- keit Sr. Königl. Hoheit des Kyonpyinch m;“t [“ET-HMT Q51L75:5,;2- lerei verzierten Fcnsccr und Zn dcm 1011340111 SUMO" *.*-.:»:- durch die Huld lexcr Königl. Hokxci: dcr FWU .2'421*d;*-;)'.*::»:-:*7;?, Und sämmtlicdcr Prinzessinnen del“ 5345111111. „17121015 vccmxÜxxxx prachtvollen Aktaddcckc [)errlicl) prangce. NM)“ OW dm»; “WE:..- Orgel-Bcgleirnng gehobenen Gcsangc: „Komm, 1)1'11'-N,1'1' (“;ck-LÖ“ hien der evangelische Bischof Und General;S1!1*c1*€;:Zc1*-dc:;k “dcr“ Provinz, 111". Neander, dic Fcttrcde und begab 1111".- dame :::!xcr Assistenz des Dom-Käpircks, so wie der «es.“.nnnrcn 029077255020, sowohl der Smdc- als_ Dom ; Didz-xs-c, «1: 0:11 ALM, wo er nach vollzogetxcr Consccxacion kmccnd das WczxMch sprach. Dem hierauf wieder angcsrimtmcn Gcsanq T-cx'**Ge- meinde folgte die von dem Oder,-Dom-Prcdigcr gcspkocxsxxg und mittelst des Sänger-Chors dcr Bcrlwcr G-arnison-Kixch 17116- gcführtc Liturgie, worauf der hiesige Gesang-Vcrein m:“: ci-1cm eigcnds für diesen Tag von dem Organesfcn Seiffert 191121191111“- ten Tedeum das Ganze dicses erhebenden Gottchtcnsxcs bcscdkoß.

Se,Majcs1äc und die Höchsten Herxschafch dcan-xn Sidi) hierauf zu der in dcr Dcchanci angerichteten Tafelexx Mich

") Ueber das Alter, die bLstdrisckU Bcdzntnng und M «cm,:nMir- tigen Reste dcr bischöflichen Stifts: nnd Dom11rc6c 421 „212111; Bran- denburg, ans dcm Nachlaß dcs ])r. chnriä) Wildclm Scdxxlßc, wei: land Direktors der Ritter-Akadcmie und- Königl. Snvckintcndcnlcn. Ritters des Eisernen Kreuzes zwcitcr Klasse (l'ckigirt jmd ckaänxé

von dem zeitigen Ober:Domprcdigcr, "profesor 11». C'chZ-cr).

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