1903 / 37 p. 11 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 12 Feb 1903 18:00:01 GMT) scan diff

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, Am bedeutsamsten erscheinen in dieser inficbt die Preise für Roheisen; An den mafZJebendsten Produktions fällen _ bei den süd- lichen Ecsenwerken _ fanden die Freise 1897 bis 1899 auf 60 bis 65901). für das Pad (franko Fabri ), wobei sie gegen Ende dieses

ertraums' 1090); noch höher gingen. Ende 1900 trat ein reissturz

_n, der die_Preise im Jahre 1901 bis aus 44_Kop. und na den für die erste Halfte 1902 vorliegenden AusWLi1en 10001: noch tiefer berab- drückte. Die Preise der Metallfabiikate sind im aklgemeinen aucb herab- ßegangen; doch wirkte bei der großen Mannigfaltigkeit der Sorten,

er Produktiynsx und der AbsaZVerdältniffe der Preisstur des Rob- produkts aus, dieselben in verschiedenem Maße ein. A s Beispiel kann_'das Sinken des Preises eines sebr wichtigen Baumaterials angeriibrr werden, der eisernen Doppelbalkcn, die noch vor kurzem mit 1 Rbf. 40 Kop. für das Pud loko Fabrik bewertet wurden,

im Jahre 1900 aber auf eiwa 1 R51. 20 Kop. und in dem der- floffenen Jahre auf 85 Kop. beruntergingen._ Ju Betreff der Er- zeugnisse dec Uralwerke kann auf den Preissall des schmalftäbigen.

Stangeneisens hingewiesen werden, das 1899 und 1900 auf dem

Nisbni-Nowgoroder Jahrmarkt etwa 1 Rbl. 71 Kop. das Pad

kostete, dagegen 1901 auf 1 R51. 50 Kop. und 1902 auf etwa 1 Rbl.

25 Kop. zu sieben kam. _

Aus diesen Angaben geht hervor, wech tiefgreifende Verände- rung in kurzer Zeit auf dein Gebiet der Metaüindustrie vor sich ge- -angen is. Nock) vor_ wenigen Jahren konnte die Produktion der

achfrage„ nicht Genuge leisten; der Import Von ausLändischem

Metall stieg von Jahr zu Jahr, die Preise gingen in die Höhe und

rixkat berechtigie Klagen ' der Konsumenten hervor. Gegen- wartig bat, die Produktion der Eisenwerke die Nachfrage überholt, die Einfuhr von ausländischem Metal] ist erheblich

exiiiger geworden, (1897__1899 wurden über 25 0/0 des einheimischen nenverbrauchs, m Rosyeijen berechnet, durch die Einfuhr aus dem Al_tsiande gedeckt„ neuerdings beträg1 dicser Import weni, er als 10 0/0), Wahrend die Preise des Roheisens und verschiedener Fa rikate zu mit- uiiter nicbt begründeten Klagen der Produzenten “über das Herabgebcn dieser Preise unter dasjenige Niveau, bei dem noch eine verlustlose

Produktion möglich erscheint, Veranlassung gebsn.

Seidenproduktion und :verbrauch der Welt im Jabre1901.

Jm Anschlus; gn frübere Mitteilungen über die Seidenprodukkion derpWelx, denen eine vorläufige Statistik des Syndikais der Lyoner Seidenhandler zu Grunde lag, mögen im Nachstehenden genauere Daten aus dem Bericht der franzöfischen 0010011581011 pkzrmamzoßs (103 1711011115 (10 (10118116 aufgeführt werden:

Nach vorgenommenen SckyäYungen betrug die Robseidenprodukiion der Welt im Jahre

U;; 1; 1896 13 557 000 1899 18 053,7 000 1897 15 257 000 1900 16 717 000 1898 14 724 000 1901 18 000 (300.

Hierbei ist zu _bemerken, daß bei dieser Berecbnung die Produktion der asiatischen Lander China, Japan und Cochinchina mangels genauerer Informationen nur nach'Maßgabe ihrer Ausfuhr veran- schlagt worden ist. . _

Die durchsckynitfliche Jahresproduktion an Rob1eide erreichte in den nachstehend aufgeführten Zeiträumen der lessen zwölf Jahre folgende Mengen:

Europa und China Japan, - Levante Indien «znsgexamt

- kJ kg " kg 1899/1901 . 6 125 300 11 466 000 17 591 300 1896/98 . 5 454 300 9 065 000 14 519 300 1893/95 . 5 982 300 8 953 660 14 935 960 1890/92 . 4851600 7678 300 12529 900.

Die jährliche Gesamtpwduktion von Robseéde bat sich nach vor- stebendem in dem Zeitraum von 12 Jahren um etwa _40 % gesteigert„ und zwar beträgt diese Steigerung für Europa und die Levante etwa 26% und für die ostasiatischen Lander nahezu 50 0/9

Die gleiche Steigerung, wie in der Produktion, hat sich auch im

- Verbrauch von Seide bemerkbar gemacht.

Den Verbrauch an Seide in der Industrie 1095131 man folgender-

maßen: RZ ](J 1896 13 172 000 1899 19 538 000 1897 18 482 000 1900 16 063 000 1898 16 595 000 1901 19 429 700.

Von den 'Gésamiverbraucbsßffern der letz1envdrei Jahre entfielen auf die einzelnen Konsumländer nachstehende Mengen:

1901 1900 1899 kJ 1:13 RZ

Yankreicb . . . . . . . . 4 579 700 3 323 000 4 698 000 ereinigte Staaten von Amerika 5 300 000 3 700 000 5 020 000 Deutschland . . . 2840000 2630000 2895000 Schweiz 1 560 000 1 455 000 1 685 000 Großbritannien . 720 000 800 000 1 095 000 Oesterreich-Ungarn . 770 000 675 000 715 000 Spanien . . 195 000 205 000 225 000 Jta1ien . 1 000 000 950 000 950 000 Rußland . . . 1 400 000 1 175 000 1 350 000 Bmiscb-Jndien , . . . . . 465 000 515 000 360 000

Levante, Nordafrika und andere * Länder . . . . . . 600 000 635 000 545 000 JnSJesamt .19 429 700 16 063 000 19 538 000.

Die größte VerbrauchSziffer weisen demnach die Vereinigten Séaaten von Amerikaxxuf. , Die amerikanischen Fabriken verarbeiten gegenwärtig „nahezu ern Viertel der gesamten, in der Welt pro- duzierten Seide. * -

Dcr durchschnittlicbe Jahresverbrauch für die beiden Zeiträume 1896/98 und 1899/1901 stellte sich insgeLamt und für die wichtigeren Länder, wie folgt: -

1899-1901 1896_1898 in 0/0 der in 0/9 der ]TZ Gesamt- kg Gesamt- produktion produktion rankreich . . . . . 4 200 200 22,90 3 881 300 24,14 ereinigte Staaten von Amerika . . . . . 4 673 300 25,48 3 418 300 21,25 Europa (außer Frankreich) 8 430 000 45,96 7 900 000 49,12 Verschiedene Länder . 1 040 000 5,66 883 300 5,49

Zusammen . . 18 343 500 100,00 11)" 082 900 100,00.

Der durcbscbnittliche Jahresberbraucky der Uéion an Rohseide in der Periode 1899 bis 1901 hat sich gegen den des voraufgegangenen eitraums von drei Jahren um 1255000 kg oder etiva 36,70 % ge- teigert. während Frankreich eine Zunabtxie von ?J'Uk 318 900 kJ oder ungefähr 8,20 0/0 und die übrigen extropatschen Lander eme solche von 530000 ck oder nur 6,70 0/0 aufweisen. _ ' , (Bulletin des Sores et des Soienes, Lyon.)

Y*llßenbcmdel der Vereinigten Staaieri von Amerika im Kalenderjahre 1902.

Die Wixkung der günstigen Ernte trat im Exporx von BoWWWfim der Vereinigten Staaten von Amemxa wahrend des Monats Dezember 1902 deutlich zu Tage. Die Ausfühk von Mais und Möckern Getreide sowie von Baumnwlle stieg bc- deutend iiber Uk, im November erreichte Höhe. Ebenso vergrößerte fich dex Abs“ von Pwvi onen und Mineralöl. Infolgedessen uber- traf die .. UW des esamtexports im Dezember die vom No- Wb“ um 8.1“ 11111) die vom vorjäbri cn DMMK?" um ] %; die Dezember ' 1902 sogar größer als in jedem fru eren Jahr. Auch die“ wuchs im letzten Monate des vergangenen IWW erbeblith und 69“ im Werte um 15 % über diejenige vom

November, sod die Einfubtsumme ür das

ausfi? alFWmaJßßtöor 1,902Woc11211tatnnfabsch; ganze Jahr noch größer ür ar geaeent dieWet [ d E'.

und Ausfuhr im Vergleieh zum Vorjahre 191901.er811 :Ln er m

Warenverkehr: , , 1902 mehr oder 1901 1902 weniger als 1901 k & & Einfuhr: . zoÜfrei . . 381512 618 408 643 902 + 27 131 284 onpftichiig . 498 907 292 560 626 107 + 61 718 815 Summe . 880 419 910 969 270 009 + 88 850 099 Ausfgbr: inlandisckxe . . 1 438 078 651 1 333 289 183 _ 104 789 468 ausländische 27 297 209 27 407 172 + 109 963 Summe . 1 465 375 860 1 360 696 355 _ 104 67 9 505 . Ausfubrüberschuß . 584 955 950 391 426 346 _ 193 529 604 Edelmetallverkebr: Einfuhr; Gold . . 54 761880 44 162 767 _ 10 599 113 Silber . 31 146 782 26 402 935 _ 4 743 847 Summe 85 908 662 70 555 702 _ 15 342 960 Ausfuhr: Gold . 57 783939 36 030 576 _ 21 753 363 Silber . 55 638 358 49 272 954 _ 6 365 404 Summe . 113 422 297 85 303 530 _ 28 118 767 Ausfubrübexschuß. 27 513 635 14 737 828 _ 12 775 807.

Die Einfuhr zollfreier Waren stieg biernacb um 7 %, diejenige zoüpßichtiqcr Gegenstände um 120/41 gegeiiüber 190]; die Gesamt- einfubr erhöhte sich um 10 0/9 und war die größte jemals in einem Kalenderjahre verzeichnete. 'Der Export verminderte sich um 7% seines votjährigen Wertes; die Ausfuhr inländischer Waren steUie sich 1902 um nur 37% höher als die Wareneinfubr, während 1901 dieser Ueberschuß 66% betragen batte. Die Zufuhr Von Edelmetallen fiel um 18 0/a l_md die Abgabe derselben gns Ausland ging um 25% zurück. Die Ausfuhr von Gold ermäßigtx fiel) um ungefähr die doppelte Summe der Ciiifubrabnabme.die1es MefaÜs, und es ergab fich em Ueberscbuß der Goldeinfubr Von 8132 191 DolL. gegen- über einem solchen der Ausfuhr von 3022 059 im Jabre1901. Beim Silbee fiel sowohl Import wie Expori, Und der Ausfuhr- ZIMFYUJ diejes Edelmetaües war um 1621557 Doll. kleiner als im

or]a re.

Die_ bemerkenswerte unabme der Warexieinfubx hat ihren Grund in der gnten Ab qßgelegenbeit, welche die Gantt der Ge- schäftslgge in den Vereinigten Staaten ausländischen Erzeugniffen der verlebtedensten Art eröffnete. Amerika bezog mehr Rohmaterialien als sonst, um den erböbterx Bedarf der Industrien an solchen be- friedichi zu können. „Weil die'Nakbfrage nach Fabrikaien eine außer- ordentliche Höhe exreicbie und in vielkk] Artikeln von der inländischen Jndasirie troß Anypannung aller Kräfte nicbi gedeckt werden konnte, mußten mehr fabrizierte Artikel vom Auslande gekauft werden. Ver- größerte „Bezüge von Luxusgegenständen endlick) Waren mögkicb und erforderliä), da die amerikani1che Bevölkerung im aÜJemeinen Wohl- habender geworden war und fick) erhöhte Ausgaben für LuxuSwaren gestatten konnte.

Die Gründe für das _erbebliche Sinken des Warcnexports lagen einmal in dem ungümtigen Ergebnis der Ernte 1901, anderen-

teils in der erhöhten Aufnabmcfähigkeit des inländischen Marktes für Waren, die sonst entbehrlich waren mid an das Ausland abgegeben Werden konnten. Die Abnahme war zum überwiegenden Teil auf die Hauptexportartikek beschrankt, wie aus*folgenden Zahlen *) hervorgeht:

1900 1901 1902 1902 . - mehr oder Gruppe: In 1000 .? weniger

- als 1901

Brokskoffe . . . . 242 735 267 925 187 381 _ 80 544 Rinder und Schiveine 32 615 35 412 23 048 _ 12 364 Provisionen . 169 636 189 014 164 636 _ 24 378 Bauminle 314 103 300 417 290 113 _ 10 304 Mineralöl . 73 276 71 499 66 989 _ 4 510 Summe: 832 360 864 267 732 167 _ 132 100 Andere Waren_ 620 644 573 812 601 122 + 27 310

Inländische Waren " inSgesamf: 1 453 009 1 438 079 1 333 289 _ 104 790.

Hiernach nahm die Ausfuhr der Haupxaxtikel um ca. 15 0/9 ab, während der Rückgang in der Gesamtausfubrsumme nur 7 0/0 aus- machte; yon den übrigen Waren wurden 5 0/0 mehr aks im Vorjahre 1108) dem Auslande verschifft. Bei Brotstoffen sank der Export um “30 0/0 “des Wertes von 1901“ bei Provisionen um 13 0/0, bei Rindern und 6Sochweinen um 34%, bet Baumwolle um 30/0 und bei Mineralöl um /0-

(Nach Bradstreets und nach The Commercial and Financial Chronicle.)

Handels- und Absaßverbältnisse im canadischen Yukondistcikt.

_ Ueber die Handels- und Absaßverbältniffe im canadischen Yukon- distrikt berichtet_ ein von der Regierung Canadas dorthin entsandter Handekssachverstandiger u. a folgendes:

reibriemen aus Leder und Kautschuk. Infolge der großen Zahl von Masch1nen, welche im Yukondistrikf sich im Ge- brauch befinden und_ deren Einfuhr aller Wabrscbeinliehkeit nach noch weiter zunehmen Wild, ist die Nachfrage nach Treibriemen nicht un- bedeutend. Den Bedarf deckten bisher in der Hauptsache canadische Fabrikanten und Händler. „_

Dampskessel. Die Nachfrage 111 bedeutend, was am besten daraus zu er1eben ist, daß der 1)le Schluß der Schiffahrt im Jahre 1901 in Dawson vorhandene Bestand an Dainpfkeffeln (125 Stück) noch vor dem 1. März des folgenden Jahres aus:;erkauft worden war. Vertikalfeßel von 6 bis 20 Pserdekräften werden hauptsächlich von kleinen Betrieben bennxzk. Hoxizontalkeßel von 20 bis 75 Pferde- kräften werden viel gefragt; der Bedars erstreckt sich auch auf so- enannte Lokomotivkkffel. Am meisten begehrt sind Kessel von leichter

auart md sparsawcm Brand. Die Frachtkosten bis Dawson steüen sich sehr hoch und werde:: bei Transporten nach dem Minendistrikt noch bedeutend gesteigert. '

Dampfmaschinen. Der» Bedarf an Dampfmaschinen wird wohl yon keinem Minendisirikt auf dem qmerikanischen Kontinent übertroffen. Jm GebraUÖ _find [Zwobl Vertikal- als auch Horizontal- mascbinen von 10 bis 50 Pserdekraften; fie werden bauvtsachlich zum Treiben von Zentrifugalpumven und zu Förderzwecken benußt. Die Nachfrage na leichten, dauerhaften Mas ineri wird auch für die Folge bestehen bleiben; bisher waren die eremigten Staaten von b??? fast ausschließlich an der Einfuhr von Dampfmaschinen . e ei tg .

Zentrifugalpumpen finden vielfack; Vexivendun ; da die Zahl der großen Werke andauernd zunimmt, so wird die Fachfrage nach Dam fpumpen sich auch noch weiter vergrößern., .

rabtseile von ck bis 51 3011, hauptsachlich jedoch von :) Zolk, werden in groxzem Maße zu Förderzwecken benußt und angesichts der Zunahme der roßbetr-“ebe in steigendem Umfange gefragt; sie wurden bisher in den Vereinigten Staaten ekauft. '

Eiserne Röhren. Auch dieLe stammen zumeist aus den Ver- einigten Staaten. Verlanat werden alle Größen von 21 3911 auf- wärts für den Minen- und Dampfbetrieb; auch nach besonders schweren hydraulischen Röhren von .), Z und 13 Zoll, besteht Nachfrage. An SKahlröhren für hydraulische Zwecke von 8 bis 30 Zoll, welche durch- locbt, niet- und versandfertig gemacht find, besteht ebenfalls ein be- deutender und noch zunehmender Bedarf.

*) Die Zahlen sind zum Teil nur vorläufige.

Elektro'tecbniscbe Artikel werden vornehmlich von innen aus den Vexemtgten, Staaten von Amerika geliefert, deren 0 rikate um 30 % biÜige'r sein soÜen als die Inlandsware. Zur Zet liegen die Ausfickoteix für die ausländische Industrie, welche nach dem Yukon- difirikt Geschafte machen wia, nicht ungünstig.

Kautschukscblauäye, insbesondere solche von ZZoll, werden in ausgedehntem Maße ebraucht. Das Geschäft in diesem Artikel liegt günsti ; xanadtsche Firmen find darawnicht beteiligt.

Un e" leichte und gebleichte Decken werden durch canadisäxe wischen andl_er (]0bbßk8) gehandelt. Sie sind meistens inländischen rsprungs; feinere . ebleichte englische Decken werden in geringer

MMX: ebexifaüs dur, den Zwischenhandel vertrieben.

eppiche. Dteselbezi werden vornehmlich von canadiscbeu Fabrikanten und Zwischenbandlern gekauft; canadiscbe Teppichhändler andeln am!) mit englischen" Fabrikaten. Die Errichtung von der Neuzeit entsprechenden Geschaften würde sicherlich dem Absaß von Teppichen und TeppicbWarcn förderlich sem.

Kerzen. Der Verbrauch von Kerzen (Vornehmlich Paraffin- und Kompofiikerzen) seitens der Minenarbeiter ist ein sehr großer; sie kommen hauptsächlich aus den Vereinigten SQaten, in neuerer Zeit auch in geringer Menge 0115 Sarnia (Ontario). Der Kerzenhcmdel liegt größtenteils in dezi Händen der Skandard Oil Company, welche in Dawson eine Geschaftssteüe besißt.

Tonwaren. Der Handel in Tonwaren wird durch canadiscZe Zwischenhändler vermittelt. Es wird darüber geklagt, daß an_Ste e der bestellten erstklassigen Ware nicht selten minderwertige Artikel e- liefert werden; einige der ersten Kaufleute in Dawson wollen daFer in Zukunft direkt von Großbritannien beziehen. ' '

üfe. Verkauft werden englische und amerikanische Fabrikate.

5 ier und Ale, welcbe früher in Flaicben eingeführt _wurden, gelangen cht immermebr in Fässern zur Einfuhr. Das Bier wnd “mit Außnabme einer unbedeutenden Menge (Guineß7 Sioux und Baß' Ale ausschließlich aus den Vereinigten Staaten von Amerika bezogen.

Chile.

Geplanie Aenderung des Zolltarifs. Den chilenischen Kammern ist der Entwurf eines Gesc'*es, betreffend Aenderung des gegenwärtig in Kraft stehenden Zoütqri s vorgelegt worden.

Nach dem neuen T_arif folien 2 Klassen vpn Wcrtzöblen gegenüber den bestehenden 5 Klaßen eingeführt nxid die spezifischen ZöUe er- weitert werden. Der Entwurf enthält folgende Bestimmungen: .

Artikel 1. 21111? zum Verbrauch eingeszbxten Erzeugnisse oder Waren ausländischer Herkunft sollen einem Ernsubrzol] von 30 v. H. des Werts unterliegen, mit AuInahme derjenigen, welche mit einem 3170 von 60 v. H des Wert?! oder mit spezifischen Zöüen belegt, und derjenigen, welcbe zollfrei sind, in Anwendung des vorligenden Geseßes und der Artikel 2, 6 und 7 des (8611-1525 Nr. 980 vom 23. Dezember 1897. _

Artikel 2. Einem spezifijchen Zoll sollen unterliegen: . _

1) Oele, reine und unreine, mit AuEnabme der medizinischen Oele, der woblriechenden Osle, des Gasolins, der Naphtha, des Pa- raffins, des Petroleums und des Kerofins _ 0,10 Peso für 1 kg Robgewicht. _ ' '

2) Petroleum, nicbt f1üchtiges, unreines, zu gewerblichen Zwecken, 0,05 ITM) für 1 kg Robgewicht.

Gasolin, Naphtha, Paraffin und Kerosin zu Beleuchtungszwecken. 2,50 4) Leinöl, rohxs oder gekochtes, 0,15 Peso für 100 kx; Rohgewicbt

esos für 1 kg Nohgewickyt. (so im Original, bisher 0,20 Peso für ] FZ.

5) Waren aus Aluminium, Eisen, ritanniamekal], Re ulus oder Blei, vernickelt oder nicht, 0,80 Peso für ] kJ, einschließli der Verpackung. _

6) Waren aus Aluminium, Eisen, Btitanniametal], Regulus oder Blei, ganz_oder teilweise vergoldet oder verfikbert, 2 Pesos für 1 kg, einschließlich der Verpackung. (Revue du Commerce extérieur.)

Einfuhr von Metallen und MetallWaren über Swatow.

Metalle wurden im Fabre 1901 für rund 965000 Haikwan- Tael*) Hegen rynd 7 95000 Hw.-T. im Vorjahre über den chmefis afeii watow eingeführt. Das wi iigste Metall war Zinn, d en Qinfubr von 12 078 Pikul“) im erte von 578578 w.-T. im Jabra 1900 qui 13 574 Pikul im Werte von 633 817 w.-T im Jahre 1901 stieg. Das bis dahin beste Jahr 1896 ist hiermit über- flügelt worden. _ _ _ *

„Weißblech, das fast ausxch1ießlich zur Anxertigung der Ge- fäße dieiii, in Welchen das in Tankdampxern ankommende Petroleum verkauft wird, stieg von 10 321 Pikul im Werte von 53 401 Hw.-T, im Jahre 1900 auf 20412 Pikul im Werte Von 112 606 Hw.-T. int Jalee) 1901, eine Folge der gleichzeitig sehr gesteigerten Petroleum- em 1: r.

Eisen, in dünneri Stangen (0011-1011), machte den auffallenden Sprung von 4772 Pikul im Werte yon 13 497 Hm-T. im Jahre 1900 auf 13 327 Pikui im Werte von 38 746 Hw.-T. im Jahre 1901. Damit ist das bisher beste Jahr 1892 übertwffen worden. Der Swatower ZoÜbexicht schreibt die Vergrößerung der Nachfrage den im Jahre 1901 un Beznk herrschenden Unruben zu, die viele wobl- habendcn Leukte veranlaßten, nicht nur ihre,Außenfenfter, sondern auch die Innenhöfe der Gxundstücke, [eßtere gleichsam mit einem Oberlicht obne Glas, zu vergittern. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Swatow.)

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 11. d. M. gestellt 17 243, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 10. d.M. gestellt 6275, nicht rech!- zeitig gestellt keine Wagen.

("n der cgestern hiex abgehaltenen Versammlung der Vor-

stände deutscher Börxen wurde nach einem Bericht der „Berliner Böryenzeitung“ folgende Resolution gefaßt: ,Die _am 11. Februar d. I. auf Einladung der Aelteften der Kaufmannscbmt zu Berlin der- sammelten Börsenvorstände der deutschen Börsen nehmen Bezug auf die_ zablicichen Kundgebungen der Vertretungen von Handel und In- dustrie, betreffend die Reform des Bör1engese13es, die Gut- achten des Börsenausschuffes Vom 11. und 12. Juni 1901, die am 18. und 19. September 1901 unter Vorsitz des Herrn Ministers für Handel und (Herverbe' siattgefundenen Verhandlungen sowie die Beschlüne des Ersten aUgememen deutschen Bankiertages Vom 19. und 20. September 1902 und betonen nach- drücklich, daß das Börsengeseß das wirtschaftliche chen Deutschlands auf das schädlichste beeinflußk und die Grundlage gebtldet hat für eine unerträgliche Nechtßunficherbeit und“ Verleyung von Treu und Glauben im Handelsvetkebr. Sie geben ihrer Ueberzeugung Ausdruck, daß nur eine rundlegende Reform des Börsengeseßes durcb AbsYaffung des Vötsenregißters und durchdieAufhebung des Verbots des Termin andels in Anteilen von Bergwerks- und Fabrikanternebmungen sowie in Getreide und Mühlenfabrikaten von dauerndem Werx sei. Die Er- eignisse der vergangenen Jahre haben zur Genüge bewiesen,“ daß obne eine derartige rundlegende Rekorm des Börsengescßes die deutschen Bör en 11th er tarken und diejeytge Bedeutung wieder erkangen können, wel e sie efißen müssen, um ihre Aufgabe tm nationalen und inter- national?! ?Virchha Wkaeh5e1u erfüÜZiks i

_ au , . . rug na ter e ngegangener Depe

die Ausbeute der in der WitwaterSrand-Minenkammer vche tretenen Goldminen im Monat Januar 1903: 192934 Unzen Gold, die der Außendisirikte 6345 Unzen Gold. Die Ausbeute kw

*) 1 aikwan-Tael : 3,08 «14

**) 1 ikul : 00,453 xx.