Leit entwickelten. Die Berichte äußern KY ferner zäbe'r die Organisation der Banden“, 16 Fiihrex von anden, hte m der Uanegcnd von Monastir hausten, wurden namentlich o_ufge- ?)?th Eine Art Oberkommandant solle“ ein b1tlgnrtfcher
eserveoffizwr, der Woywode Davidow, sem. Als brsoxgms- kaégend bezeichnen die Berichte den Umstand, dexß dxc Bc- tUligung der bulgarischen Bevölkcrung an der Tatjgkert dch BankZen und die Érrkgun der ganzen Bevölkerung uber die Zustande im Vilajkt zuna mc. _
In Belgrad eingegangenen Nachrichten ans Maze- domen zufolge Haben sich in den leßten Tagen auf AnxegunZ Sarafoms insgesamt sieben bulgartsche Banden" zu s(e 20 bls 300 Mann organisiert, die vollständig ausgerastct md.
Amerika.
Der Erste Sekretär der deutschen Botschaft m Washxngto'n Graf von QUUdßWykMdt-anq ist am Frertag, m_re “W- „T. B.“ meldet, von dym Präßdenten Roossvelt m Abschiedsnudicnz cmpfangsn worden._ _ _
! Am Sonnabend fand in Washmgton dtc Grundsscm: dLJUUJ zu der neuen HeeresfriegHschule m Gegenwart Ls „Präsidenten Roosevelt, dcr Mtntstcr, der Mitgltedcr der„WMéU Behörden und ausländischer Vertreter statt._ Der Prasldxnt Roosevelt hielt dabei eine Rede, in der er ausfxzhrtc:
Dte Errichtung deS Gebäudes bedeute einen großen Schritt bei
d" Slcherstellung der thrkraft des Heeres, und das Gesetz, betreffend gffyng eines Generalstabes, er äne dieselbe. Der Lauf der EZUSUlffe habe die Nation in die Éte ung einer Weltmacht_ge- Yrteben. Six babe Verpflichtungen im Westen und im Osten. konne ![Znen'aber mchk gerecht werden, wenn ihre S1i1nme nicbt „macbtvoü fk" dle Sache des Friedens und der Gereckyti keit eintreten konpc, und diese SUMME könne den Schuß für jene erbindlicbkéiten mcht auf fich- nehmen, wenn nicht deutkicb verstanden werde, daß die Ver- LZUMU Stgatep den Frieden wünsäotcn, nicht in dem Smne eines schwachl1chex1 Feiglings, sondern mit dem fichercn bSL!bstVertrax1cn emes gut gerösteten Mannes. Das, Voxk Mn,"? ,öu Verstehen, daß die Armee ebenso „wie. dte Marine "„U Kriege in dem Maßstabe ibre SÖYldlgkUt tur) erdc, Wk?" fie im Frieden dazu Vorbereitet set. Es ser kanscbextsrvcrt, daß die Armee im Verhältnis zur Bevölkerung ULM. [N- aber Amstika habe das Recht, zu erwarten, daß , _e den YYYLF sYk» yon Tüchtigkeit, den irgend eine Armee der zw: tfierten
e ?, aufwei e.
Der auswärxige Ausschuß des cubanischxy Senats hax Lem „W. T. B.“ qulge, dem Senat die Ratisrzteru_ng des_m1 LU Vercinj ten Staaten ab exchlossenen Gegensetttgketts- vAertra es oßne irgend Welche ' änderungen anempfoblcn. Der
ussÖYY sags in seinem Bericht, er glaube nubt, daß der Vertrq den
erel"tgtcn Staaten eine unmtttelbare Beherrscbunsg des cubam Yen „(arktes einräume, weil die amerikanischenKzuflcute 1chnicht den ca a- msÖM Wünschen anpassen könnten, er set vrelmebr der ?"lnfichtU daß er (LiÖtcre Krcdit, den die europäischen Kaufleute gknoffkn, tbnen noch immer Chancen im Hanchl mit Cuba an die Hand__acbe. Der AUIsÖUfI betrachtet die Ermäßinung d_es ZOÜs auf OUÜMUÖJU ZMA DM 20 (5/0 für wesentlich, diese Ermäßrgunzx werde die cubamscbe In- dustrie irt dxn Stand seßen, fich troß des furchtbaren Wettbewerbs des europäischen Rübenzuckers zu balken. '
Wie das „Reutersthe Bureau“ außCaercas meidet, ist der venezolanische Kongreß am Frettag wwder zusammen- getrcten. ' _
Die Au ständischen haben, 2800Ma13n stark, 20 Mecke'n südlich von aréxcas eine starke Stellung eingenommen. Dxe Truppen der Regicrung stchenglc1chfaUs in starken Stellungen.
Nach einem dem Gesandten Bom en zug? angenen mcht gmtlichen Telegramm find die von dem deuts en und dcm lt'alicnischen Geschwader beschlagnahmten venezola- ntschen Schiffe zurückgegeben worden.
Aken.
Ein Kaiserkiches Edikt, das vor Estern in Peking ver“- ,-
' ' t worden ist, bestätigt, we „W. TB.“ meldet, OTffscZYLZIÜckÜan als Generalgouverneur» der Provinzen
Hupe und Hunan. Afrika. ' vom 20. d. M. erfährt ,das ,Reutersche VurcIalx“? dZZLÖTFZZtischLUMÜ [ieder dsr cngltfch- eutschcn erkmeissjon zur Abtsckung der Grenze zmtschen
' d stck)
Zola und dsm Tschad)“ NWZ em etroffxn |W un" bl bc eben hatten. am 20- d- M' auf dem BMMML "a mZeldet UZI Melilla,
adrider ournal „Heraldok _ * , der ZaästijM habeIam 15. d. M. eme neuel_NtedrrTlcere ser,; litten. Das Gefecht habe zwischctx den Kats? tchYtammprer . und dem Rintastamm auf der emen uny em be auf der ScUh-lca, zu dem fick; dxr Prätendcnt gcfluchtct ha ,
“WL ' un en. _ _ q DSMÉ YUM.“ .??er xxéerzzu?§d3Z-Hch§xx “me ' : ' ex a Dcr d;“täteZleYtLadgeer sin dem leßten , cfecht vernwundet MZF)? sei" YAL, befin/de fick) in Niata m der „Nahe ZT? SPFZÉ „während der KrisgSminister El-Menebhkt). a1(1_ tämme zum einer starken Truppenmacht vyrgxhe, um 1e Sve die voll- GÜWÜUM zu zwingen. Der Htarna-Stamrp lhc: ls Sicher- ftändine Unterwerfung durck) Stellung von Gexfe nb_a Zahlung heit für ukünftiges xUbi es Verhalten _up fur “Zteur Sir cincr Ent chädigung angeJoten. Der br1trschchJpsxru b tr,1ck)te akkr) Maclean, der die Lage "sehr 0 xtmxstxschb echxn , halte die Macht des Prätendenten fur 1390 tandxg gc ro .
Parlamentarische Nachrichten.
D' 'S lu bcri te über die vör estrigen Sißun Nkickxtagés End Ks _atzses de_r bgeordneten silk) in der Ersten und wetten Vctlage.
“* NLichs- _ der euti enk (265) Sitzung des „ tagés ?vchhcr dYr Sgtaatssckretar des Innern, StaatF- ministeé 'Dr. Graf von PoSsctxdoft??)kyustF-ZRLÉWWWT die w i eratun_ des aa , a 1907'3 Zerie NY Spezicxxletat füx das Reichsamt des Innertz/ UW zwar bei dem Kapitel „Kat crltches Gqsundhettéamt , fortgsseßt. Dazu liegen folgen 6 Resolqttonenk vor. 1) des Abg. Sachse (Soz.): „den Nerchßkanzlxt zu ersuchen, der im Rubrkovlenrevier bereits bestehenden Kommtssäßn zÖr B? käMPfung der gefabrdrobendcn, zum aden aucb er,t esant1 - bevölkerung stark um ich greifenden urmkrankbet , x_m er: den Bergleuten( Ausschu zur Bekämpfung der Wurmkrankbexx ge- nannt wiffenschä'ftli e Kräfte und Mittel dkö Reichs zur Verfuguwg SU steßen und dem KeickIStag über die getroffenen Maßnahmen und deren Erfolge Bericht zu erstatten"; 2) der Abga- Baumann(Zenxr.)- Dx- Blankenhorn (ul.), Dr. Dahlem (Zentr) méd FW (nk): „den Reichskanzler zu ersuchen, daß nacb „Maßgß 2 des § 10 des ReicHSJeseßes vom 24. Mai 1901 uber en
en des xI)efinden
- berauögegeben im Reichsamt des Innern, vom 20,
Verkehr mit Weinen nach reiébögefe li'chcn, einbeitliÖen, Vor- schriften, im Sinn? der am 9. at 1901 vom Retckystage angenommenen Resolution, w_elche die Uebxrwgchung dcs Verxebrs mit Nabrun s- und Genußmnteln nacb emhertjtxben Grundsa en, sowie durck) esteüung von besonderen Beamten bterfür regeln oll, Rechnung getragen werde.“
Abg. Antriék (Soz): Auch in die_sem Jahre Habe ich,An_laß, über den aroßßn Mangel an Krankenbausern und- 1xb5r„Mtßstax1dc in ihnen Klage zu führen. _Seit dem [Wien ,chbre isi eme Abhtlfe nicht eingetreten. Man wirst uns fast al]_gemet_n m der Presse Vor, daß wir hier zu viel und zu lange reden. Wtr tragen ynsere BesckZWere-n dock) nur Vor, damit Abhilfe geschgfft wird. Gesch1ebt du's mcht, so ist es natürlich, daß wir im nächsten chbce mit unseren Beschwerden wisdexkommen. Die Volksgesundheit rst ,das kostbaxste Gut des Volks, Und doch ist die Regierung jedem eHrltchen Wollxn, Abhilfe zu schaffen, feindlich egenübergetreten. Gegen nzicl) speztel] hat man seinent ganzefn 1?kxchrffinn angeswendet, emxxkleme belaerixg- [oe Unri tikei auzu) ern, um agen zu onnen, _ nx ne Bsebau tuxTZeng seien unwabr. Dqs _Wesentl'icbe und Hauptsacblube, was_i vorgebracht babe, ist rxckxttg. Dte Ybl der_ Kranken- häuser reicht in erlin unter normalen erbä[t1ussen schon nicht aus, Kranke Werden tagelang berumgeschleppt, ehü fie in einsm Krankenbause Unterkunft finden. Urxrmttelbar vor den Toren Berlins, so in Nixdorf, l_st es _vielletcht n_och schlimmer. UUsäglick) traurig liegen auch dre Zustande m Coln, Ick) habe von dort nicht weniger als 28 Zuschriften bekommen, und zwar nicht Von Arbeitern, sondern 'Von Aerztcn und aus dxm Mittelstands, nack) denen dort die Drage [o liegxn; daß die Regza- rung unbedingt einschreiten müßte; deyn dle Zustande bilden eme direkte Gefahr für die Kranken. “ 11 einem, der Krankenßcßuser, Hsm Au ustabospital, fehlt„ eine chirurgische Station, dem Burgerbospttas feht die innere Station. ' '
(Bci Schluß dss Blattes sprtcht der Redner wetter.)
_ Das aus der Abgeorhn eten seßte m der beuttgen (28) Sißunngwelcber der Finanznzmistex Fretberr pon Rhem- babcn und der Minister der offentltchen Arbetten B udd e beiwobnten, die zwaite Vexatung dcs Staatshausbqlts- etats für das Rcchnung51ahr 1903 betm Etat der Elf en-
!) verwaltun fort. - , aHnE-Z fand zZnächst cine aÜgemcme Besprechung dss:
ben falt. ' . sel r(s'xfident von Kröcber schlug Vor, dre Ncbsnbabnfragen bet der Xerafung der Sekundärbabnvorsage zu bxsprechen '
b. von Eynern (nl,): Wenn wrr _nun„ aber gar kame Sekundarbabnvorlage bekommen, wo,solLen wir dteszx Fragen dann besprechen? Es könnte uns dann leubt so geben wre m der Kom-
mxsfiM'inister der öffentlichen Arbeiten Budde: Ich kann erklären,
d i di uver1 tbabe, da die SekunHärbaanorlage dexn„bobcn quéxhin eleléoérnä s§r_Zcit zugeTen wird. Es ist nur noch dte Aller-
f * st"t' notl . höck) ÄbFeN?) Élegwr.) gberichtete sodann über die Verhandlungen der
tk ' . BUWZIÖMFYYMWU über den Etat der Eisenbahnvermaltung
leitete der Mini ter der öfLentlichcn Arbeifen Budde mit cinex längeren Rede ein, nach er bis zum Schluß des Blattes dle Abgg. Dr, am Zehnhoff (Zentr) und Macco (nl,) das Wort erhielten.
Dem Hause der Abgeordneten ist der Entwurf eines Gcscßes, bctreffxnd die _Aenderung von Amts- gerichtsbezxrkcn, nebst Begrundung zugegangen. Nnck) diesem sollen in Abänderung der Verordxmng vo'm 5.Jul1 1879 u elegt werden: 1) die Gememdcbeztrke Düssm, Kucklom und o (bow im Kreise Kammin, unter Abtrennung von dem Amts ericht zu WoÜin, dem Amts§1ericht u Kammm, 2) der Gerne ndebezirk Charlottenthal im erise_ ubliniß, unter Ab- trennung von dem Amtsgericht Tu Lublinxß, dem AmtherthZt u Guttentag und 3) der Geme ndebezirk StederdorMm Kret e
eine, unter Abtrennung von dem Amtsgericht zu einersen, dem Amtsgericht zu Peine. - * Ferner sind dem Hause der Abgeordneten die am 5. Ja- nuar d. 3. zwischen Preußen und Oldenburg abge- schlossenen drei Verträge über 1) die Regelung der Wasserverhältrxisse in den Fluß ebicten der Leda und Hunte, 2) die Regelung der Wo scrverhältnisxe an den Landesgrenzen in der quend der Stadt Qua enbrück und Z) die Festlegung der Hoheitßgrenze in dcr soge- nannten Streitmark im ahnenmoore, sowie das zu- Yhörige Schlußprowkoll von cmselbsn Tage nebst einer diese
erträge betreffenden Dcnkschrift vorgelegt worden.
Nr.8 dcs .Centralblatts für das Deutsche Reich“, ebruar 1903 bat folgemdcn Inhalt: 1) ZOÜ- und Ste'uerxvesen: bänderungen und Ergänzungen der Schaumweinsteuer-Ausfübrungsbestimmungen. _
2) Polizeiwesen: Auöweisung von Ausländern aus dem Reicthebiet.
Nr. 7 der ,Veröffentlichungen des Kaiserlichen Ge- sundbeitßamts“ vom 18. Februar hat folgenden Inhalt: Arbeiten aus dsr Biolo iscben Abteilung :c. am Kaiskrlichen (HefnndbeitSamk, 111. Band, 3. aft. Ankündigung. _ Typhus-Merkblatt und Rubr- Merkblatt. Ankündigung. _ Gesundheitsstand. und Gan der Volks- krankheiten. _ Zeitweilige Maßregekn gegen Pest. _ eßgl. gegen Cholera. _ DeSgl. ge en Gelbfieber. _ FodeSursacben in Italien, 1900. _ GcsundheitSWe M in Belgiek, 1900. _ Gescßgebuna usw. (Preußen. Berlin.) Vichbofordnuna. _ (Regierungsbezirk Düffkl- dorf.) Leichenscbau. _ (Bayern.) Aerztliche Gebühren für Fahrrad- und Motocbenuyung. _ (Lippe.) Schlacbtvieb- und FleischbesckFm. _ Töten Von Hunden und Ka Ln, _ (Hambnrg) Schlachtvie - nnd Fleischbeschau. _ (Oesterrci .) „Arzneltaxs. _ (Krain) Schröpfen, Akcrlaß. _ (Frankreich.) Arbeitsrichuy. _ Alkohol.. _ (Nikder- ande.) Fléischausfuhr. _ (Cbma) Hafen von Futschau. _ (Costa Ricaz) Ha11dclschemische Laboratorien. _ (Gang der Tier- seuchen. Dcats € Viebquarantänßqnstalten 2c., 3. Vierteljahr. _ Italian, 3. Vierteljahr. _ Zeitwetlxge Maßregeln gegen Tierseuchen. (Preuß. Neg.-Bez. Oppeln; * Ungarn, Egypten.) _ Veröandlungen von geseßgebenden Körperschaften, Vereinen, KongrYenusw. (Preußen,) Gebühren depMedizinalbeamten. _ (ngptex1.) eschTüffe dés ersten medizinis en Kongresses. _ Geschenkltste. _ Wochentache über die Sterbefä e in deutschen Orten mlt 40 000 und mehr Einwohnern. _ DeSgleiYen in größeren Städten _dcs Altölandks. _ Erkrankungen in Kranken äusern deutscher Gro stadte. _ Deggletchen in dcufschcn Stadt- und Landbezirken. _ ttterung.
Statistik und Volkswirtsckxaft,
* Zur Arbeiterbewegung. _
Die Vcrliver S_teinmxßinnung batte den mint den Ar- beitern abgefchloffenen Lohntartf, der [us, zum. ]. Marz d. J- Gülfigkeit bat, gekündigt, und den Stemarbetfern eznen neuen Tarif, der eine Lohnkürzung _ nach Angabe der Arbetter _ von
' Schnißwerk bedeckt sind: Menschenköpfen,
20 bis 30 v. H. für Accoxdarbeitcn aufweisen sou, zugestellt. Cine Versammlung der Arbettnehmer am "Freitag hat, wie die ,Voff. Ztg.“ berichtet, nach lebhafter Aussprache die Annahme dieses
*Tarifs abgelehnt und den Gesellenausschuß beauftragt, diesen Beschluß
der Innung mitzutxilen.
Nach einerklangexen Ruhepause scheint in der italienischm Textilindustrte wreder eirge Ausstandsbewe ung ausbrechen zu wollen. Vor wenigen Tagen smd, wie der „Yo!?- Ztg.“ telegraphiert wird, 250 Spinneretarbeiterinnen in Castronno bei Mai- land in den Ausstand getreten, und unmittéibar darauf [egten 600 Weberinnekn der abxik Ottolini in Gallarate, angeblich aus Solidarität fü_r eme ent affen: Genoffin, die Arbeit nieder.
Der Ausstand der Eisenbabnangeftelltcn in Vigo (vergl. Nr. 40 d.. Bl.) breitet fick) weiter aus. Auck) die Maschinisten wolZeth, LVM vcrlautet, in den Ausstand Trcten. Füanersonén wurdcn Ver a 6
Kunst und Wissenschaft.
4. K. Vor Eintritt in die Tachordnung dcr Februarfitsun der Berltner (Gesellschaft für Anthropologie lete Proßeffor von Lusckyan einL Anzaßl neuer Erwerbungen des useums für Völkerkunde Var.. Sie rühren zum rößten Teil von der Pawelscxxn Expedxtion nach dem westli cn Sudan, also aus dxr Nahe Yes T!chadsees, her und stellen Holzschnitzércicn dak, dxe_zumcxst „emen bemerkenswerten Grad von Kunstfertigkeit bekunden. BexondcrH mtereffant md drei hölzerne Balkon aus Negerhükten, deren Selten mit aUcr and in Hochrelief aus Lführtem und bemaltem _ okodilen und anderen stilifierten Ttetfiguren. * ' „ chr Robext Mielke bat Yor längerer Zeit bereits auf etgenarttge “*Verzterungen des Lehmsachwexks märkiscber Bauern- Hauser aufmerksam gemacht, die mit eincm besonderen kamm-
arthen Justrummxt gngefertigt sein müfférn, dessen man fich bcdtxntc, um, ahnlich dem zum Ziehen von Notenlinien bestxmmken, sogenannten .Rostral“, “ auf einmal eine grö߀re
Zahl,);aralleler Linien in den weichen'Lehm einzudrücken. Mit diesem jn Ztchzack-. Bogen- oder Schlangenlmien cfübrten Instrument fitxd m schl1chter Art recht'bübscbe und dauerha e Ornamente hergestellt, von denen der Redner'erne Anzahl Abbildungen vorlegte. Sie zeigen, WZ dicse Schmuckform kemeßwe s der Mark aÜein eigentümlich, sondern m“! in andcrcn _Teilen Deutsch ands, u. a. in der Gegend von Bamberg, in Hes en 111 Baden und den Reichslanden in Anwendung iy. In dkr sä fikchen Lausitz ist der Redner dieser ursprünglichen Kun tübnng elbst noch begegnet und „varmvckple das einfache, kammartige, hölzerne nsjrument, dessen fich dicse Cstrichkünstler bedienen, zu erwerben, das Vorgelegt wurde. ' .
Den ersten, von zahlreichen Ltchtbildern begleiteten Vortrag des Abends Hiejt Dr. ubert Schmidt, der VerdiensWolle Verfaséer des Katalogs der S liemann-Sammlung, welchsx jeßt in einem stat en Bande vorliegt, über .TordoS“. Tordos ist e_m am südlichen Ufer des Marosch in Ungarn elegenes Dorf, in desen Nabe im Jahre 1889 em Gräberfeld von 1an Lkw Ausdehnung Entdeckt worden tft, das man seitdem als eine der merkwürdi sten und reichstén Fundstättey cms Yäbistorischer Zcit erkannt hat. ank den Bemühungen Von DtreFtor
I?, ist dem Berliner Museum für Völkerkunye ein beträchtbcber Tei diefer Funde zugeflossen, Yin gndercr tst nach Müqnch2n und Mainz gelangt, dre bet wertenx größte: Anzahl xcdxych hat im Museum zu Klansenburg Ausnahme gefunden. Hjer war es dem Vortragenden im leßtep Sommer der önnt, im besonderen die ihn intexesfierenden retchen keramischen Éuqde nach Technik, Form und Ornamentik zu studieren. Die Techmk_ 1st, der beträchtlichen zeitlichen AusdehnunÉ der Benußung dieses Graber- fcldcs entsprechend, sebr yersévieden. ie schließt Oefaße cm aus grob gefchlemmtem, mit Quarzteilckzen verseßkem Ton, der nicht oder 1174: wenißtgebrannt ist, bis zu den aus sein eichxcmmtem Ton Hér-
esjc en und aufs besje gebrannten Gefäßen. Demenjsprechsnd md aucb die ormen von großer Mannigfaltigkeit. Es findet n!) u. a. die Eine an andcrer
[teste Form der Vuckelkeramik, Stelle bisher ni t beo achtete Eigenheit ist die häufige Schwarz- färbung der Rän er und des Gefäßinnern. Die Ornamente der Gefä e von Tordos find „es aber vor allem, die dresenSFundort, im usammenbang mit Troja, zu einer der wichtigsten tationen der neolitbésckxen Keramik machen. Man kann, wie durch bl- reicbe Lichtbilder erläutert wurde, ax! dcn Tordoßornamenten Jechs Gruppen, unterscheiden: erstens dle horizontale Linienführung, bestxbend aus paraUern, bäufiZzunferbrochenen, nur zuweilen dmch schraF,Stxiche mitexnander in ' erbindyn ngtzten Furchen, zweitens dre, eremtgung bortzontaler xnit verttka en unben, beschränkt auf den Rand, „den Hals und die Schultern der Gefäße, drittens die Bandkerqmtk, außgezeicbnet durch schräge Richtun der Zierlinien, d1e, , jvetl fie haufig nach entgeßengese ten ichtungen schräg lgufen, zu, den) Winkelbayde und dem ickzackornamknt führen, vxertens dre bteraus entwnkelte Spiralbandornamentik, fünftens dte gemalte Keramik, wSLche in gut geschlemmtem Ton aqf hell xlbem 'odxr braunem Grunde rote oder blauviolette Linikn zetgx, se stens die 'm der qum des Maeanders wieder eckig gewordkne Sptralx und dte Verbmdung aller Vorbenannten Stilformen zu fret erfundenen. neuen Gebilden. Da wir dissen bier xn roßen Umrtffen gekennzeichnxfen Omamentformen fast ubera m Erzeugmffen' der neolithischen Keramrk begegnsn, von den frubesten_ Zelten bis zur Vökkerwandcrnng, im Norden so gut als m Tordos und gm ägäisckyen Meere, so liegt die Jxage n'acb dcr Ursache der Uebereinstimmung nabe. Bestanden Ein- gffe, dre guf'so große, damals schwer zu überwindende Entfernungen wtrkten wte sxe h_ter m chracbt kamen? Dr. Schmidt glaubt nicht an. solche, Emfluffe, wenigste'ns nicht an eine bedeatungödoüe WirksamkNx derselben,_er thl solche für Troja, z. B. nicht fruher aks n: den keramtscbeq Exzeugniffen dcr 6. Stadt für möglich erachten, er nimmt also .em'e m gewissem Sinne autochthone? Ent- stehung der Ornamente, werxtgstens in _ihren ältesten Er] einungs- “k?nnen zu 1, 2 und 3 der_obtgen Gruppterung an. Dr. midi er- lautert das,'wtc folxzt: Dtx Gefäßornamente find Wiederholungen, der am mensclxlxckyen Korper jehr früh vorgenommxnen Ausschmückung, und dieje wieder ergab fich Von selbst und überall an;; der Géstalt und der ganzen Körperlichkeit des Menschen. Dtß ältesten Gesicbtöurnén belehren uns darüber, daß wir in den ].uortzonkalen und vertikalen Ornamenten die Wiederholung_ von-Hals- und BruschHmuck zu sehen haben, und an einer großen Anzahl in Rumamen aufgefundener, roher Terrakottanacbbildun (kn des menschlichen Körpers begegncy wir in Form rei Lr Tätowisrung ganz denselben _Zierlmien, die wir als Band- ornament auf den Gefäßen Wiederholt ßnden. In beiden Fällkn bat also der Schmuck, den digMenschen _tHrem Körper, ihrem Hals, ibrsr Brust, ihrer Haut zu texl wx_rden lteßen, als Vorbild für :*en Schmuck der Gefäße gedient, "es Ut gewissermaßen die Uebsrtragnng dcs Rt dem Individuum verganchhön Körperschmuckcs ins Monu- men a 6.
Den sziten, auä) Von chruckten Lichtbildern beglciteten Vortrag des Abends btelt Dr. Ernst Unger Übkk das Vorkommen geschwänzjsr Menschen und die EntwtckelxxngSgeschicbte res_ Schwanz-ndes, nach gamsinsamsn ijxersuchxxngen mtt Dr. Tk). Brugch). Der Vortragemde suchic den Beweis zu erbringen, da? alle seit Jabrhundkrten 1171th- suchk-cn Fälle an [ebeyden oder to ten Mknschen noch niemals das Vwrkwndexsein-von Wirbeln oder Knochenbildungen in schwanzartigen Geschwulsten -1n der Nähe des unteren Endes der Wirbelsäule cr- wiescn haben.
Jm Hohenzollern-Kunstgcwerbebause (H. irchwalx“ Leipzigerstraße 13, sind Originalbandzchbjmngen dcs ?erxwrbcnex'] Prorcxzors A. Brckndel qu."- Weimar anZZesteUt. Die Ausstelnng für tYYstWUIsFe Bucherausjtattung OLT Ncazxü danch nur noch bis zum “„ . k;- . .
, ».».«ZWWW
_.:„U-MW... ..,-„„., „ Q _! , » ““;-.- ...MU „4:0, ““*“-
W „;,... __ *
?«M-xi
„:!:-_.-