Schwert auch nicht liefern, die alten Sprachen bilden den We stein an dem dre deutsche Sprache fich_ zu der kräftigen Geisteswaff? ent: wickelt. Darum 'trete ub heute, wie vor Jahren, lfÜr die Pflege der a!_ten„Spr_achen em, deren Grammatik ein unverg eicbliebes Rüstzeug fur die qklsttge Bcdxuttxng der deutschen Sprache bildet. Außerdem aber vexmttteln fix ups dre fux unsere Kenntnis der Kultur und ihrer Ent- wickelung wtchanF Klasscker der Grieckoen und Römer, deren Leistungen beute nu_r dle * exke der erlesensten Geister gleichkommen können. Ick begrußx_ _mm mit Freuden die Einheitssehulen, weil fie die Vorzüge der humannüschen Gymnafien mit denen der anderen Höheren Schulen verbtnden soUen; die_ Reformschu1e ist mir die so dankenßwerte Einheits- schu1e. Profeffqr .9111eb'candt wtrft ihren Schöpfern mangelhafte Logik por, „das _mag rlebxtg sem, aber im prgklisÖen Leben _ Fürst Wißmarck rst mtt seinex_S'chopfxxng und Organijation des Deutschen Reichs ein klasfischés Benvtel_ dafur _ kann man nicht lediglich nach den Forderun en der formalsn Logik, fondcxn muß auch um!; den Forderungen des praJti- sch_en Lebenßs Verfahren; dxe [ogi] e Entwickelung kommt nacb. Man syottelfx ubex: das Vorwaltcn er klasfisY-vbilologiseben Studien, die („fur die . mctsten später unkru tbar bleiben. * Aber dex Hahler lag zucht an den Schu1en,sondern daran, das; früher ihnen Zogllnge' nxxéefubrt Wurden, die entweder mit Rückficbt auf die Notwendtézke! ,des Broterwerbs oder auf die geistige Begabung dte Dax :Ttungen des Gymnasiums nicbt vol] auSnuyen konnten. Da grtff dte_ Refoxmscbule ein. Sie läßt mit ihren Gabelyngxn- bxt T_ertta und bei Untersekunda den Eltern dre Yéogltckykett, dxe Wahl für die geistige Ausbildung ihrer Kinder Ja zu treffen. wo deren eistige Entwickelung eine solche Trennung zuth. Herr Professor Hi ebrandt tadelt an der Reform“ sclzule, daß_ 132 dem Sextaner und Quintaner die diesen Schülern frybkr crmogltchte_Freude am Latein raubt; könnte ick) dem Professor Htaebrandt dcn fruheren Skxtaner HiUebrandt entgegenstellen, er würde ]cnem urxreckß eben und_sagen: ein Sextaner hat keine Freude am Latein. GVU mlt Re t [Yat dre Refortmcbulc großen Wert auf den frühen Amchquung€1unterycht und knüpft daran das dem Latein formal und materiell fast äqmvalczxte Französisch: an. Dies gebt von Tertia an mcht verxoren, wre Professor Hillebrand: spöttisch meint, sonder)! trttt nur zu Gunsten des Lateinischen etwcks zurück, mka (ck 171118 gestehe,", _daß die so Wyebildeten Schüler den Cakax so. jcbZi-L uberxetzen und wert cbäßen lernen, wie es frnhex x_ne moglich wax. O_b das Griechische so wertvoU ist, wie dgs Lgtetntsche,_kgxnkzwctfelbqst sein. Wenn man aber klasn, daß dtegntx dsm Emjabrxgznzéxmms die Schule Verlaffenan nur so viel Gr1_ech1sch lernten, Yaß es 1,nen ein toter BalTast sei, so ist darauf zu erwrdern, da fur, Schüler, die mit diesem ZeuZnis die Schule ver1a_1en, dje Schulen nicht errichtet smd; wer aber das [)unzamsttsch? Refqrmgpmnafium völlig durcbmacht, wird Von dem Latemtschen und Grléchiycben einen großen Nußen für seinspäteres chen _baben, welchen Yßxuf er auch ergrsift. Darum schließe ick) mit der Bttte an 'den anter, mit der Prüfung der humanistischen ReformZVtynasten _ntcbt aufmbörkn, sondern sie auszudehnen, bis man zu endgulngen Nejultatkn kommt, und diese werden _ davon bin ich überzeuxxt _ dabm gekxen, daß das Humanistische Gymnasium für lange, _fur' absehbare Zett dis voklkommenste Lösung der so schwierigen und wrch11aen Sebulsrage bildet.
Professor _Dr Schmoller: Ick) bezweifle sebr, ob es nnter den beuxtgen Verhaltmffen angszeigt ist, scemeren, aber nach der dee des BreslaUSr Kochen wil] ich doch ein paar BZMKrkungen machen. Ich bekenne mich als Freund der bumamsttscbcn Bildung, aber seine Stelluvg war mehr die eines 131163301» xswporig 80131 und eines Philologen; auf diesem Boden stebe :ck) mcbt. Die gleichen Kla en, die er gestern geäußert hat, Habe tcb Vor Jabrzeönten in .DE ge ört; ,ein Hallenser Professor hat in FI
einer Fcstrede den Untergang der Welt und den Ruin der Universität prophezkit, weil
_ der Kurator Hoysrmann die kakeinische und griechixche Sprache
nfcht gmügend pflege," alles lackte darüber, auch der Kurator, wer! er es nicht verstand. Das m war aucb kin Vorzug der lateiniscken Sprache, in der ma_n sick) aUerxeiwabeiten sagen konnte, ohne verstanden zu werderx. Wtr haben WU der Tatsache zu rechnen, daß seitJabrzebnte-x die kla1fifchen 57 Sprachen die Schüler nicht mehr zu .feffeln vermochten._ In den 70er und 80?! Jabrsn trat eben die formalisiische Pbüologie an die Stelle der Philologie, dxe den Geist des Altenums und der amiken Gexchiwte 'm den Vordergrund üeüte. _Lebrer m und,Schü1er versagten. Dazu haken sn!) *me äußeren VerbalkniFe vöüxg geänderl. Die Umwälzung "111 nicht von bezüe auf mo_rgen ge- säpeben, sie ist das Ergebnis einer [ängeren Envmcxeluzxgsyenodx; oh die Dreigestaltung unserer Höheren Schu1en das Ruhbge (st, wzrd du Zukunft zeigen; in der Frage des Reformgvmnaszuxns Rebe ub mL dem Bodkxnlbdes Herrn Fuß, baTte aber dd: bumamsttscbe Bildung na wie Vor 0 . Ministerialdirektor Dr. Althoff: Der Aserböcbste Erlaß _vom 26. Noyember 1900, der die Grundlage für unsere_Schu1reForm 511172), gebt daywn aus, daß nun endlich einmal für,emtge Zßtt Ruhe fur unser Schulwßsen vorhanden sein soU, daxmt es tht hat, sich Mixer zn entwickeln. 'Ich kan_n Sie nux drmgend bitten, na_chdem wir zwei Schulreformen und eme Anzahl von Sckyulkonferenzen m 'der [Esten int gehabt haben, _ „(znjstez 11011 111076113“ kann man mcht' sagM _ das 91119133 sich erst einmal wieder herstellxn zu lassen. Auf technische Detailfragen will ich deshalb jest nicbt Etnqxhen. Es find ja hier ssbr dankenswerte Anregungen gegebm, aber Ste mkrden wohl auch bei allem, was Sie gehört haben, „_das Gefuhl JShäbt babsn: r'SpSk-itzio 6513 wacsr Jbaäjokum _ es 111 alles schon einmal dagswesen. Es ist schon alles in den Säpulwtzferenjer] bespxoch€n wordxn. Nur zweiPunkte möchte i_ch„bierberausgre1fexz. DreMemun , daß die LSiséungen unserkr bumani1ti7ch€chGlxmnqfien l_mmex mebx a - nähmen, stützt sich auf Erfahrungex, welche m dleZert zuruckgretfen, die vor dEr Reform des bumanistischen Gymnasiums lag. Der Allerhöchste Erlaß bat, indkm er die Gleichberecbtigu_ng der;!)öbexen, Schulen an- erkannte, zugleich gesagt, daß mit der Reform dre Moglchkekt geboten Wsrdsn 79116, der (Eigenart der drei Schulen, Gymnaimm, Real- gymnasium und Oöerrealscbule, mehr gerecht zu werden als _blsher. Dieser Gefichjspunkt ist in den neuen Lehrplänen zur_Durchfubrung gelangt, und namentlich ist für das Gymnasium fur,1_)_en Untex- richt in den alten Sprachen, insbesondere'1m_Latenzqcben, die Stundsnzaf)! wikder vermehrt worden. „ Auch rst dle Y_ejttmmung ge- troffen worden, daß bei den Prüfungen auf dgs Latetmjche besonders Wert zu lcgkn sei. Wir wollen also erst xjnyxal abwarten, welche Ersebniffc dia Rßform zeitigt. Bisber find hteruber noch gar keme Daten in die Hände där Univerfitatslehrer _ge1_angt. Der zweite unkt betrifft die Reforntgymnasicn. Auch bezugltch dxejer hat der [[er- höchste Erlaß Grundsäße aufgesteÜt'. Es wtrd der Wunsch ausgssvrochsn, daß die Versuch? m zweckentsprechenkex Wexse fortgeführt und edentuell erwettert, werden. Es „ wrrd an- erkannt, daß fick) die Lebxpläne tm ganzen bewahrt haben. Es g_ibt absr erst z€hn Gymnafien n'acbj dem Frank- furter System in Preußen, und wxnn u_ns aucb Mttxellungén gewordxn find daß "16; Schüler des Frankfurter “Reformgymnafiums _m den, alte'n Évrachen vor anderen aquezerchnct hgben, so „ware es doch verfeHlt, bikraus s on besitmmte Schlusse zu ztekxen. Ich halte die Frage der eformgvmnqfien also noch mcht für ausgetragen, sie befindet sich noch 171 dxr Schw€be,' und wir wsrden noch 10 bis 15 Jahre_ nyarten 'muffxn, ehe wirkein fichecég Urteil fällen können. Ich resum1ere mr_ch dabm: Was ubcer das humanistische Gymnafium gesagt wurde, Hezteht fich anf eme_Ze,tt die vor 1900 zurücklikgt, und :| dabex ver1fvatet, )und was bezuglx der Reformgymnafien gesagt wurde, nt mindestens um ebenso mel
„ t. JabrTHFlesz) des Blattes.)
- der Abgeordneten ,ist der Entwurf eineéLYe exlelssé betreffend YSÖÜYUUY und Benußung ehemaliger Wallgrundstucke tn rankfurt a, M.,
eine Gynmafialdebaste neu zu in“ nur die Mengen, xondern auch die Qualität und KnoÜen betrifft.
ür die Durchführbarkeit der Polizeiverordnung, bktreffeno die Be- chaffenbeit und Benußun Cxöln, eingesc-ßten Kommis ton.
22000 Wohnungen Wobnun en entspr
zeichnet werden, 484 waren überfüllt. über 1000 Wobnun en Zusjände auf, die das Leben der Bewohner in leiblicher _und 1ttlic§et
diesen 1 Zahlen xmr auf einen Bruchxeil der g zu wünjchen, daß aüe Stadtverwaltungen eine solche Wohnungs- inwekxion einrichteten.
Statistik und Volkswirtschaft.
Erntestatistik.
Eine ausführliche Bearbeitung der Erntestatisiik des Reichs für das Iabr_ 1902 veröffentlicht das Kaiserliche Statistische Amt im ]. Vierteljabrsbxst zur Statistik des'Deutscben Reichs 1903, nachdem Sie I)aUZZtexgebmffe der Ernte bereits am 21. Januar 1903 mitgeteilt or en 111 . „ 'Die Zahl der Berichterstatter über Saatenstand und Ernte betrug wre tm Vorjahr 7481.
Es wurden im Reich geerntet Tonnen (1000 1:3):
Roggen (Yvexzen m „ m er-u. . IIb (Wmfex-u. Sommer-) Gerste Hafer Kar a re S omm er-) und (Sommer-) t of fe [ n S p e [1
1902 9 494 150 4 383 517 3 100 227 7 467 250 43 462 393
1901 8 162 660 2 931 041 3 321 102 7 050 153 48 687 261
1900 8 550 659 4 307 512 3 002 182 7 091 930 40 585 317
1899 8 675 792 4 323 542 2 983 876 6 882 687 38 486 202
1898 9 032 175 4 121 761 2 829 112 6 754 120 36 720 609
1897 8 170 511 3 725 755 2 564 439 5 718 644 33 776 060 , 1896 8 534 037 3 845 167* 2 727 105 5 969 46.) 32 329 046
1895 7 724 902 3 642 580 2 793 974 6 244 473 37 786 006
1894 8 343 033 3 875 991 2 849 118 6 580 100 33 608 894
1893 8 941 914 3 932 528 2 359 722 4 180 457 40 724 386.
_ Eine Berechnung der im Reich an Getreide und Kartoffeln v?x- fugbaren Mengen unter Berückjichsigung der Ernte, der Aussaat, der Em- und Ausfuhr und unter Umrechnung der cin- und ausgeführten Meblmengen_ auf Getreide ergibt für das Erntkjabr 1. Juli 1901 lug 30. „Zum 1902, daß fü]: menschliche und tierische Ernährung und gewerbbche Zwecke zur Verfügung standen auf den Kopf der Be- völkeruna an Roggen 137,7, an Weizen 78,5, an Spelz 6,5, an Gerste 72,1, an Haxer 112,8 und an Kartoffkln 732,4 kg.
Der V:röffent[!chunq, ist eine graphische Darstellung über die Exnte 1902 beigefügt. Die Darstellung gewährt einen schn211enUeber- bltck über die ErnteVerbältnifse der wichtigsten Getreidearten (Winter- roggen, Winterweizen, Sommergerste, Hafer) und der Kartoffeln in den Verschiedenen Landesteilen und im Reich. Aus der Zeichnung erfieht man ferner sofort, inwieweit die Landesteile gegen ihren Trüheren DurchschnittSertrag 1899/1901 zurückblieben oder ihn über- rasen.
_ In dem Absckpnitt, weltber .die VorbersaF der Ernte“ behandelt, Wird für die Jahre 1893 bis 1902 die [este 3 ote Vor der Ernte mit dem, Ernteausfall verglichen. ast zwei Drittel der Saatenstands- urtetle dürfen obne wkiteres as zutreffend gelten. Die eingehende Betrachtuna derjenigen Saatenstandsnoten, welche mit dem Men 9 en - ertrage an _,Körnern oder Knollen nicht im Einklang standen, zeigt, daß man dxese Weinbar abweichenden Sagtenstandsnoten doch nicht als fehlerhafte bezßikbnen darf, weil das Saatenstandsurteil sick) eben nicht nur auf die Körnér und Knoüen, sondern auf den Stand der ganzen Pflanze; also auch auf Halm und Kraut bezieht und nicht der Ernten an Körnern
Cölnelr Wohnungsinspektion.
Der kürzlich erschienene Jahresbericht der Stadt Cöln für 1901 ibt ein Bild von der Tätigkeit der für die WohnungMufficbt bezw.
von Wohnungen im Smdtbezt'rk _ Cöln hat 26000 Wohnhäuser xt ungefahr 85000 Wohnungen. Jm „Berichtsjaßr wurden rund also über 25% befiÖtfgt. . Y_vn d'ixsen rund 1500 = 6,8 0/9 im: Vor1chrlsten nicht. 2 Wo nungen mußten direkt als zum Wohnen ungeeé net be- Jm ganzen wiecn also
Beziehung zu gefährden geeignet smd. Rechnet cm auf ede ahnung vier Bewohner. so smd mebr als4000MenTchen Hädigendea Emfiüffen auSgeseLt. Dabei beziehen fich diese
2 amien Wohnungen. Es wäre
,
Das ersje Vierteljabrsbeft zur Stafistik des Deutschen Reichs für 1903 er5chien mit fo1 endem Inhalt: 1) Anordnungen für die Reichsstatiftik *aus dem_“ abre 1902. _ 2) Statistik der Preise. 4. Großhandelspreiw wichtiger Warerx an deufschen Mäßen im Jahre 1902 und in den 20 Jahxen 1883 bis 1902. Nebst einer ergänzenden Ueberfickü für die Jahre 1871 bis 1882 und einem Anbauge,* bejreffend Preise für Getreide und Vieh in deutjchen und fremden Plätzen. 13. Roggen- und Weizenpretse an deutjäxen uyd fremden Börsenpläßen im viertxn Vierteljabx1902. (). VtehprUse in 10 deutschenStädten im vierten Yiertxlxabr 1902. _ 3) Der Verkehr auf den deutschen Wayxerjtra en m den Jahren 1872 bis 1901. _ 4) Erntestatistik für dak? _ahr1902 (mrt xm_e'r Tafek graphischer Darstellungen); _ 5) Vertrage zur'Stattst-rk der Fruchtmarktpreise (mtr 2 Blattexn grgphtsckxkr Dar- stellungen). _ 6) Die überseeische AUSwanderung tm Jabre1_902. _ 7) Die Eheschließungen, Geburte'n und Sterbefalxe im Jahre 1901. _ 8) Die Selbstmorde m den Jahren 1899 FW 1901. _ 9) Bei den deujschen Börsen zugxlaésene chtpaprer elm Jahre 1902. _ 10) Die Branntwetn rxnnexet und Be- steuerung im deutschen Branntrveinfteusrgebxet„wahrend des Be- triebsjahrs 1901/1902. _ 11) Weinmostéxrntx tm Jahre 1902. _ 12) Konkursftatistik für das vixrte VierteÜaHx 1902 (vorlaufige Mitteilung). _ 13) Zur Statißik dxr Strerks und Aus- s p errungen (sumntarische Ueberficht) rm 4. Quartal 1902 (nebst Nachträgen).
Zur Arbeiterbewegung.
An dem Ausstand in der Berliner Holzindustrie (vgl. Nr, 79 5. Bl.) find der „Boss. Ztg.“ zgfol e 1631: rund 1000 Holz- und Maschinenarbeiter beteiligt. Dte nchben, nach denen 6: LW --12 000 Arbeiter angesperrt würden, find übertrieben. _ Der Ausstand der Bauklempner (v [. Nr. 79 1). Bl.) umfgßt rund 300 Gesellen. Bei dieser ArbeitSeinste ung handelt es_ sxch- m 8er Hauytsache um die Abschaffung der Accordarbkit und Emsabxung 211188 Mmdestlohps. _ Der Verband der gewerbetreibenden Land1chaftsx3artucx Berltns (vgl. Nr. 76 5.231.) nahm am Miftwochabend den por dem Emtgungs- amt festgelegten Tarif an. Die Vereinbarten Bedingungen „enthalre'n den Zehnstundentag und 50 H Mindeststundénlohn. Die Arbeit wurde gestern überall wieder anfgenommen. .
In Iserlohn beträgt nach der ,Rh.-Wes1f. ZZZ.“ dle Zul)! der außgesperrten Arbeiter (Vgl. Nr. 79 d. Bl.) ctxca 4500. Nack;- dem die Arbeitnehmer die Vereinbarungen, wxlche von Dcputatwyen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getroffen )vorden waren, rxtcht ansrkannt haben, haben die Arbeitgeber die wertgsbenyen Zugestand- nisse an die Arbeiterorganisationen aufJehoben und aus weilexe Ver- handlungen mit den Vertretern der Ar ctterorganifationen verzichtet.
In Cassel find demselben_ Blatt zufolge seit Dienstag die Steinträger und *Lohnarberter d'es Maurergewerbes in den Ausstand eingetreten. Sie verlanchn einen Stundenlohn von 35 , der ihnen von dreiBaufirmen gewahrt wurde, von den anderen Ges äften aber nieht.
ur Lobnbewegung in Holland (vgl. Nr. 63 d. Bl.) wird dem V.“ gemelde-t, daß dre Sektion Haag des Allgemeinen
nebst Begründung ngnggM-
„W. . Verbandes der Eisenbahn- undStraßenöabnc-n eine Bekanntmachung erkaksen hat,
da die Verhandlungen mit den Eisenbahngesellschaften p[ößli duxeh die gegen_ den Umstand accichteten Geseße unterkrochéct? woxden „seien, wurden die Angestellten gezwungen, zu dem le ten Mtttel „tbre sZuflu_cht zu nehmen. Die Angestellten wollten den [M [tand mcht, 1e wurden aher dazu gezwungen. _ In einer gestern abend n Amsterdam von,Eisenbahnangestellten abgeHaltenen Ver- Ymmsung wurde un_t 597 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen ein ytrag angenommen, tn welchem Vertrauen zu den Führern der Ar- 5611“ und der Entschluß ausgesprqcben wird, auf die erste Aufforderung m den Ausstand zu treten, um dteAnwendung der (Gesc? egen die Ausstände zu hindern. _ Dcr Ausstand der Boots ü rer in Amsterdam (v [. Nr. 79 d. Vl.) dauert fort. Die Vereinigung der
den VootÄübrery beförert wkrden, ulebnen.
In arserl[e_ bekcbloß, wie „W. T. B.“ meldet, eine Ver- sammlqng Yon ungefahr 2000Hafcnarbeitern (vgl. Nr. 78 d. Bl.), ]wmx mcht nz den Ryssland zu tretm, aber nur einen Halben Tag zu arb_e1t_en. Dte Arbxatgxbxr beschloffZn, nur solche Arbeiter zu be- schafttgen, welcbe einwilltge'n, 10 Stunden täglich zu arbeiten. Die Arbettxr d_er Compagnxe Générale TranZatlantique haben die Arbeit mekergelegf.
Kunst und Wissenschaft.
„ In der Gesamt1ßung der Königlichen W1s1enschaften zu 5 erlin vom 19. M ;Herr Vahlen) [as Herr Schmidt über ,die Mummenschanz tm zwelten Teile des agst“. Entstehun und Kompofition wurdcn kurz bebande-lt, die otwe aus dem . ömiscben Karneval“ und den florentiniscben .Txionfi: genauer, als Es seit Buyers erster Quellenforscbung gescbebcn 111, eroxtert. _ Herr von Wilamowiy- Möllendorff überreichte des Timotheos Perser aus einem Papyrus von AbUfik, im Auftrage der deutscszen Orientgesellschaft von ibm beraus- gegeben (Leipzig 1903), und erlauterte die Bedautung dcs Fundes. _ FHM Waldeyer überreichte im Auktrage des Verfa"crs eine Ab- apdltxng des Herrn rofeffors Dr. O. Walkboff (München) über „171€ dtlupxalen mens lieben Kiefer Belgiens“ (Wiesbaden 1903), sowie dxe Von1hm selbst vxrfaßte Schrift .Die Geschlechtszeklen“ (Jena 1903).__ Der Vorstßende legte den Von dem korrespondierenden Mitgliede Herrn Köni Oberger eingesandten 2. Band seiner Biographie von Hkrmann von He mbolt; vor, erschixnkn in Braunschweig 1903. In der_SiiZung dec pbixosopblscky-bistoriscben Klasse
der Akademte oom Marz ,(vorfißender Sekretar: Herr Vahlen) legte Herr Erman Bexträae zur Erklärung des gro en Papyrus Harris Vor. Dieser PapyruS, der die Wo [taten König RamseS' 1[[ (um 1200 v, Ch? gegen (Göttex und Menschen aufzäbü, ist für das Grab dieses errschers aeschrtkben ryorden und sollte den token König den Göttern empfeblkn. Von den Listen, die den allgemeinen Abschnitten als Belege bkigegebén find. enthält jedeSmal die erste die Bestätigung des Vermögens des bxtceffenden Tempels. Wir lernen damit den Umfang dieser Tempel-
" Akademie der arz (vorfi ender Sekretar:
trischen Gruppe. Einbeéten efnsr Gruppe wurde ausführlich entwickelt, und es' wurden besonders die Einheiten untersucht, die sich aus den Einbetten von einer und von zwei metrische (Gruppe ergeben skb solche Einheiten in facher Weise aus YFM" en des Grades in * 1 auf einem neuen We e berechnet und dann ihre Werte mit denen der- chxn, die früher an
esteUten , Ka andane mit den in welcher er ärt wird: * Diese „fromme', dem nsebenl deo
vermögen kennen. Sie erweisen fiY als sehr bedeutend; die Götter von Theben besaßen mindestens ein Ze mel aller Uecker Aegyvtcns und die yon Hekiovolis und Memphis zusammen mindestcns ein Fünfzigstel. _ Herr P i sch el legte eine Abhandlung des Herrn Profeffoxs Dr. G eld net in Berlin Vor: Das achtzehnte Kapitel des Vendidad. Der Verfasser nimmt eine philologische NachprüfunZ der Bearbeitungen von Haug und Darmesteter Vor, die eine große nzahl neuer sprach- licher und sacbkicher Erklärungen ergiht. *
In der Si Ung der pbysikali,ch-matbematischen Klasse von demselben age (vorfißender Sekretar: Herr Waldever) las Herr Frobenius über die charakteristiscben Einheiten der syyxzne- Die allgemeine Theorie der charaktertstnchen
ür die sym- esonders ein- zwei Untergruppen, die zwei affcciiexten vofitive Summanden enjjprcchen. Charaktere diejet Gruppe
Untergruppen ableiten lassen.
'! rec Hilfe wurden die anderem Wege erbakten waren. _ van't off las übkr die Bildungsverbältnisse der ozeanischen alzublagerungen, xxleüellüberdie isomorphenMischungen: Glaserit, Arkanit, pbtalose und Natronkalisimonyit. Gemeancbaftlich mit Dr. H. Barscball wurde festgesieslt, daß Glaserik, Arkanit und Avbtalose Glieder einer isomorpßen Reibe smd, welche fich zwischen Kalium- und Natriumsu fat aus- dehnt, ohne die Endglieder zu erreiäoen. Bei Sättigung an Chlornatrium und 25 Gta!) enispricht (ZTPIYZG; der Zusammenseßung, welche auch Kubierschky beobachtete. Eine zweite Isomorpbie bei Astrakanit und Leonit scbüeßt su!) den Endgliedem an und erreicht, aUSgebend von Astrakanit, nur einen geringen Kaliumgebalt, wie auch Köcblin fand, Dagegen ist Leonit im stande, eine bedeute 1.8 Menge Natxium aufzunehmen, welche im Grenzfall durch die Formel (317K8Ü8)YJ(894)24Y20 zum Ausdruck kommt. _ Herr Schwendener legte eme thterlung des errn Dr. Friedrich Tobler „über PolymorplnßmuH von eereSalgen' vor. Der Verfasser behandelt den Einfluß außerer Faktoren auf das Wachstum von Florideen zmd eröffnet Außblicke auf das Zustandekommen babituxll verschiedener Typen infolge der nach Standort und JabreSzelt wchselndcn Zehens- bedingun en. _ Herr Engler legte der pbyfikalrsclyqyacbemattschen Kkasse dre Hefte 12 und 13 des Werkes „Pfianzenrercb' vor, von denen das erste die Bearbeitung dEr ()robicchßaq- ]?160113UÜUZS durch Herrn (8. Pfißer, korrespondierendes Mitglled der Akademte, das zweite die Bearbeitung der Lriocxxa1aesa6_ durch Herm Dr. W. Ruhland enthält. Her'c fißer wird dix Beqrbertung_der ()x-WUJMSZS teils sélbst, teils mit Hil : andererkMttarberxer _fortjeßen. , __ Die Akademie hat das auswarttge Mitglred d'er pbxlosopbnxh- historischen Klasse Herrn Gaston Paris 1:1 Park:] am 6. Marz durch den Tod verloren,
14.17. In der leisten Sitzung dEr ,Vorder_asiatis_chen „Gx- seTZschaft“ sprach Dr. C. F. Andreas über dle Nattonleltat de , CvruS“. Bekanntlich ist der schon im Altertum angezxochtene Bericht Herodots über die Herkunft 568 Cyrus, wonack) er enz vom Vater verstoßxener Sohn des Mederkömgs Astyages ?cxyesen sern so!!, durch eine 'nzabl kei1fchriftlicher Dokumente ver ck!e'dener„ Fund- orte, aber wesentlich übereinstimmenden Inhalts_ längst widerkkgt. Es blieben indeßen noch gkwiffe Widersprüchx diejer quäen unte?- einander aufzuklaren, die darin besieöen, daß eme der tylchixgsken unte? ihnkn, _die berüömte Grabinschrift Datinß' (., Cyrus m _dte 345156;- 9 Vorfahren des Darius aus dem Geschlecht der Achämemden emreiht, andcre QULÜM jedoeh Cyrus als au8_ dem Pextm benaÖba-Fen Lande Anschan, dem Grenzgebiet zwqehe-Y P n und „Edmu- stammend und als den dritten rxschér erses Lanxks bezetÖUM- Daf; nichtsdöstoweniger Cyrus ne'bt seinen beiden VorganaZm- skk-Wk gle'icbfaÜs Cyrus hei enden Vam- uxtd d(ssen Vorgäzrgek WM?- dä“ psrfischen Fürstenges [echt der Ackamexnden e_mgeborx haken könne. scheint außer durch die Stammesvetsxxxxdeuhext _ d!- Perser waren Arier, ihre Nack5arx die Susnmer, Marbos nnd Edomiter aber warkn es nécht _ aueß naeß anderen “Quellen außeschloksem welche erst den Sobn des Cyrus Kambyses, _a _ Sohn _ Dcr Kaésankane aus dem Gesck1echt dsr Achamemden, Mesem Fürskkngcsckskecbt xazähkm. EZ e_ntstebt daher ,dte Ynmutung, dqß dék mit axken andern keéksaörtstknben Quellen m daefem Punkte m Widersprmh stehende Darius-Grabschnft ohne volle Berecbxignng (Cyrus 11. und seine beiden Vorgänger als errden_ für den Stamm-
-m des Gestöleckpfs ber Achämmiderx, dcm Darxuö zwetfellos an-
bm . Yhörke, t'.'1 Anspruch nimmt, nachdem Cyrus li., det hochgepmßkni?t ., y
"nder dcs perfi Öen Weltreich, durch seine HM“t "*
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Fuhrleute escbloß, die Beförderunß von Waren, welcbe sonst von a 3 '