Literatur.
Sysixm „der Finanzwissetxschaft. Ein Hand- und Lehr- bucb-für Gescbaftsmänner und Studierende von Wilhelm Roscher. Fünfte, vermehrte Auflage, bearbeitet von Otto Gerlach. 2 Halb-
ände. )(11, 512 und 171, 524 Seiten. J. G. Cottasche„ BUÖ- handlung Nachf., Stuttgart. Geb. 16 „M _ Dit: deutsche Ltteratur bat keinkn Ueberfluß an neueren systematischen Parstelxungen der Finanzwiffenscbaft, die siä) nach ihrer Anlage als„sür weitere Kreise geeignete Hand- und Lssekücher ch0rakterisi€ren lxsßen. Das groß angelegte Wagnerscbe Werk“ ist Für denißnigcn, der sich „berufs- mäßig mit der Fi1mnzwis|enschast_ beschaftigt, Von „unscbaßbarer Bedeutung. Aber es seßt umfassende „Vorkenntnisse voraus und ist deswßgxn sowie bei seinemUmfange,_s81m-r Janzen Anlage mxd nicht zum wenigsten bei seiner Sprache„ 10100101) wegen manchex fur den nicht zur Kritik befähigten Leser em_e mcht unbedenkliche getsitge Nahrung bietendcr Theorien zur aUgent_etnen erbrettung m Laten- kreisen kaum g€eignet, überdies noch immer n1chtv_ol1€1„1det. Dem Schönb€rgschen' Handbuch haften bei aÜerVortxeffltäJkert, ganz 01)- gesehen von seinem hohen Preise, doch die MMM! ]edes aus_ver- schiedem'n Federn 1)€rrührenden Sammelwcrks an. _ Dre leßte Amlage don Steins Finanzwiffenscbaft rührt „aus der Mitte der 80er Jabxe des Vorigen Iabxbunderts HU", nnd semer allgemxxnén Verwendbarkeit stehen schon seine Dialefiik und Begnffk-xptelereten bmderyd im Wege. So blciben als für den Unterricht „und namc'ntlrch den Selbstunterri t 0011 Studierendep und 201611 0011 „allge- meiner' aber 0 ne spezieÜe fach1yrsienschai111che „Vorbildung brauchoare Handbücher eigentlich mzr diexemgen Von R01che“c, Cohn, Umpfenbacb und Eheberg. Von dtesen Vter Werkkn batte 01:91: bisher auch nur das Eheberqscbe i11nerba1b dé): leßten zehn Jahre eme Neu- bearbeitung 0118th die jüngste Auflage des Umpsenb„0chschen rührt 0119 dem Jahre 1887, das Cohnsche von 1889 und dre bLSHek 110110111: (vierte) Auflage des R01chersch211 von 1890 ber.„ Wenn man berück- sichtigt, welcbe ZUM Teil grundßürzenden Umgestaxtungen sich_ gkrade in den 900r Jahren des vorigen JabrbnndertH ans dem Gébiete der Finanzpolitik vollzogerx haben, wie sehr sick) 171€ finanzielle Sitmtion der StaaWn und Kommunen, wxe sek)? fiel) 0001: auch die theoretischen Anschauungen in dieser, wem] ach) kurzen Spanne Zeit geänkert haben, so erhellt, daß so wett zurückliegende Werke
erade zur Information als in dsr Majexie 1101111005 r0c105 an sie ßerautretsnder LEser nicht mehr genügen. Es ist daher mit Dank zu begrüßen, daß ein bswährter Fachmann, Profeffor Dr. Gerlach in Köni sberg, es auf sich gknommen bat, durch Line Néubearbeitung des Ros erschsn Wérkes ein wiéder auf der Höhe der Zeit stehendes, für weite Kreise geeignefes str- und Handdnéh zu sxbaffen. und„ es darf bstont werden, daß ihm dies durchaus ge1ung€n tst. Wie dlL n€uen Herausgeber des ersten, die Grundlagen dcr Nationa1ökon0mie et1tbaltenden und des dritten, die Nationalökonomik des Handelß nnd Gewerbßeißss behande-[nden Vandcs 13011 Rosckyérs boch0€fcha§1€m „Systsm der VolkSWirUchaft', Profsffor Dr. Robert.?)öhlmann .in Erlangen Und Professor Dr.Wi1helmStkeda in L€1pzig, ist auch Gerlach bsi dcr Weitsrfübrung und Ergänzung des den vierten Band bildenden „Systems der F1na11zw1s1€nschaft* bestrébt gewesen, Eigenart und Charakter des Werkes wie alle seine Vorzüge zu er- halten und doch zugleich in zahlreichen Erweiterungkn 00-3" anakts das neuere statistisché, gesetzgeÖLrische und [iteraris (? Material Über alle ßnanzpositischsn Zeitfragen eingshend zu berü fichtigen, so daß dEr Umfang des_ Werkes um ein Drit101 'zugcnommex1 hat. Von den größeren Zusätzen seien diejenige'n iiber die Ksassifikafion des Staats- vermögens und der Staatseinnabmcn in den Kulturstaaten der ngen- wart, über das Wesen der Gebühren, übst die Grundsä*e der Stkuer- politik, über die Steuerbewilligung hkrvorgehobén. Sew dankenswert ist auch eine 0011 Gerlach „0690132110 Darstellung der Grundzüge des deutsch-preußisckxn Stknexsystsms nnd Uébersicht dxr einzelnen Steuern und ihrer Erträge in den wichtigsten 0nd€ren Staaten. Ueberhaupt haben die Von den Steuern einschließlici) dsr Zökls, inshcsonderc Von den direkten und den V0rbrauchsst€nekn Handelnden Abxcbnittc in 011011 ihren Teilen umfangreiche (Erweitsrungen erfaßten; dassklbe gi1t von 17011 Abschnitten üdkr GLULL'MDL- und über bundesstaatlicbe Fi- nanzen sowie 0011 0211611 _über Skaatsschulden und Etatswesen. Das Werk bietet daher aucl) 111 seiner neuen Auflage einen reichzn Schuß von Belehrung 11111) Anrkgung 11111) ist, wie kein anderes, gesignet. den gebildeten Laien und den jungexx Studierenden in die Finanzw1ffenschast einzuführen, ibm einen Begriff don der Bedeutung der Aufgaben _ staatlicher FinanzverwaUnug und - olitik zu Jeden. Aber auch der- - jeni e, jvklcher fich schon vielfack) mtt finanzwissenjchaftückxen Problemen
besiZäftigt hat, wird noch manche Anregung und Befriedigung in dem Studium dsr füniken Auflage finden. So hat die d0011che Wißen- schaft allen Grund, dem neuen Herausgeber für ,diese Neubearbeitung des andbuchs. dns guck) fernerhin nicht nur als Teil von Roschers „Sy tem der Vo1ksw1rtschaft“, sondern 01:60 als s€1bständiges Werk seinserit Matz zu 1301100171011 Vermag, zu aufrichkigem Danke verpflichtet zu en.
Land- und Forstwirtschast.
Saatsnstand in Preußen um die Mitte des Monats Mai 1903.
Nacb 01:11 im Königlichßn Statistischen Bureau zusammensteliten Ergebniffen der Erhebungen über den Stand der Saatsn in PWULM berechtigte derselbe um die Mitte dés Monats Mai zu folgenden r- Wartqngen (Begutczchtzmgsziffer 1 bedeutet: seHr gut, 2: gut, 3: mxttel [duxchschntttltch, 4: gering, 5: sehr gering): Winterwäzen 3 1 _ (tm Aprtl„ 3,3), ommerwsizen 2,5, Winterspaß 2,4 (im Äprtl 2,5), Winterroggen 2,9 (im April 3,0), Sommerroggen 2,7, Sommergerste „2,5, Hafer 2,5, Karwffeln 3,0, che 2,4 (im April 2,5), Luzerne 2,7 (wre im April), Wiesen 2,4 (2,7). _ W€g€n Auswinte- rung, Mausescbadens, Schneckenfraßes u. dergl. mußten umgepflügt werden: 209500 119 oder 20,79 0/0 der mit Winterweizkn, 7 119. oder 0,05 0/0 der mit Winterspelz, 126 947 119 oder 2,87 0/0 dcr mit Winterroggen bebauten Fläche, 17 081 118 odcr 1,39 0/0 der mit Kle'e und 1821 119, oder 2,07% der mit Luzerne bestellten Fläche.
Zur Erlauterung dieser Zahlen wird in der „Stat. Korr.“ fol- géndes hemerkté _
_Wabrxnd des verf101en„en Berichtsmonats (M1110 April bis dabm Mal) berrschte fat im ganzen Staatsgebiete andaULrnd un- freundliches, naßkalfes Wetter, welches zu Anfang Mai nur vorüber- gebend durch hohe Temperatur und Sonnens cin unterbrochen wurde. Die haufigen und meist recht ergiebigen Nieders läge _ oft Schneefälxe, stellenweise Wolketibrüche _ brachten aÜen Landksteilen, mit Blusnahme des Saalegebiets, wohin Weniger davon gelangte, eine überm äßige Befeuchtung. Gan ungkwöbnlicl) stark war die Schneemenge bei dxn Stürmen Vom 18. is 20. April im Oder- und Weichselgebiet, wo die Schneedecke bis auf 50 0111 «gewachsen und durch ihr bald erfolgtss Abschmelzen steUenweise Ueberjchw€mmung eingetreten War. Aus vielen Landes- jeiken werden auch („ckWere Hagelscbauer gemeldet; übkr Schaden in größerem Umfange „Wird aus dem Kreise Orteksbur berichtet, wo der Fagcl am 7. Mai in mehreren Ortschaften Verwü iungsn angerichtet jczben skotl]. Die Temperatur stand Nachts vielfach 111110: dem (Ge- r1erpun .
Infos e_der Nässe auf den Aeckern, von denen die tiefer gelegenen sowie die 5 lesen bis zur Abgabe der Berichte vielfach noch gänzlich unter Wasser standen, konnte die Sommerbeftellung im Berichts- monat nicht im erwünschten Umfange gefördert Werden; auch find manche jungen Pflanzen angespülx oder durch Verschlämmung vernichtet jvorden. Vor etwa vier Wochen in die Erde gebrachte Saaten sind bei der kalten .Witterung trol) der Nässe kaum zum Keimen gekommen. So Konnte für Sommerung, besonders für die Kartoffeln, vislfach keine Begutachtungöziffer gegeben werden, und der Stand der Winterung ])as sich im Beriéhtsmonat nicht, wie vorher erroartLt, gebessert. Da- gegen haben die Futtergewächse Weniger unter der Ungust der Witterung
* gelitten. Mit dem AuZtreiben des Viehes ist nach den BeriÖten nur ganz vereinze11 der Aniang gemaäyt. „
Ueber die “im Vormonat noch vie1_eröxter1e Mauseplag0 vsrlautet
dießmcü wenig. Erwähnt wird der Mauss wohl in den Berichten aus
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fast allen Landesteilen; zahlreicher find „sie danach aber „nur hier u„nd da aufgetreten. Die Anwendung von Gift zu ihrer Perttlgung [chemt Erfolg gehabt zu haben, wie au_s dem Regierungsheztrk Sigmaringen, dem Verhältnismäßig am meisten v_on_ ihnen hetgigesuchten Landes- teile, bestätigt wird. An sonstiqen tierischen Schadhngcn werden vielfach Maden, Drahtwürmer, Fritfliegen und Ct1gcrltnge, an vfxanz- Zehe? fast übterall Hederich, vereinzelt auch Getreideblumen und wxlder en genann . „ . „
_Eine der Art nach noch nicht festgesteÜte Made bat_ sich im Kreise Greisßwald gezeigt. Da di? Made vérmutlicb behuss thrkr Ver- puppung in die Erde ekrochen ist, erx1pfieh1t fich_1n1_)0rk0mme11den Fällen, wenn ihre FestJeUung beabsichtigt wird, die Emsendng Von Yflanzen mit der Erdumhüllung dex Wurzeln; Nack) der vorlgufigen * eußerung des pflanzenphyfiologückzen Instituts der Königltckyen Uniwersitätzu Berlin könnte der SÖadling die 0011110111719 0091701919 sem.
Die bis zur vormonatigen Zusammenstelxung aufgefszrtxn Um- pflügungen haben im Bericht§1110nat eine" mcht unbetrachtltcbe Zu- nahme erfahren, da, wie schon vorstehend erwaönt, manche Hoffnung auf Wiederbelebung der Pflanzen vergeblich war. Stücke, auf denen nur etwa die Hälfte wt war, hat man durck) Eindrillcn yon Sommerfrycht gus- gefüllt. Obglkich Hier und da n0ch Felder, welcbe bisher wkgiZn Na se nicht zu betrafen Waren, der Umackerung harren, können die obigen ablen- angaben über die Umpfkügungkn doch als endgültig ange_seben werden. 'Zu erwähnen ist, daß das Erqebnis der Umpflügungééztffern nicht zum geriwgan "Teile 001 im verflc-ffeneU Winter hervxrgetretsnen Mäuseplagc zuzuschreibesn 111, was besonders für Klee zutrifft. An „der sich für den Staat beim Winterweizen ergebenden umgepflügten Flache von 20,79 1). H. odér 209 500 1111 haben 0211 bedeutendstsn Antei[ dée Re- gierunasbezirke Magdsöurg (50,08 vH), Stade (46,28) und Aachen (41 ,11). Beim Winterroggen betragen sie im Staate 2,87 UH. oder 126 947 1111, woran die ngierun sbezirke Gumbinnsn (18,25 1). H.) und „Hildes- heim (10,45) zumeiZt béieiliZt smd. Unbedeutcnder sind dre Um- pflügungen beim Klee und der Luzern? gewesen; für fie sind im Staate 1,39 und 2,07 1). H. 0101: 17 081 und 18211111 ermiflelr worden, wovon der vérbältnismäßiq größte Anteil für K_lee auf den Regierungsbexirk Stade (12,36 0. H.) und für Luzerne aus OSnabrück (12,40) entfällt. Bis zum 20. Mai gingen 4930 Berichte ein, dadon
aus dem über- ""t Um- aus dem über: m“ Um-
Yegieméngsbezick [JIT HZÉFZF“ chierungßbezük HTYFTPLYYZFX- önigs erg . . ,“ . ' '- annoder . Jumhinnen . . FZ? “10? Fikdéheim . , „ZI ZZ anztg . . . . 4 11110 urg. . . . Marienwerder . . 93 47 Stade ..... 71 31 Potsdam . . 125 50 O8nabrück 105 38 Frankfurt . . . . 122 45 Aurich . . . . . 34 16 Fteétin ..... ZZZ 68 Fünfter . . . . ZZ F 155 in ..... 53 „ inden . . Jtsralsund. . "1.30? 439; [YrrksskkerQ . . „YZ? FZZ „ 0 LU ...... . a L ..... [ Bromberg . . . 86 27 Wiesbaden . 119 39 Bres1au ..... 213 146 „KJblknz . . . .112 42 8119 ----- 111 19 97“de - - 111 9 » n ..... .* 011 ..... Magdkburg . „286 208 1 Trier ..... 151 73 Merseburg. . , .213 163 3 Aachen . 86 51 ZFR „ ..... 38-75) 108 -' Sigmaringen . . 12 4. eßwrg . . . . , 1
Uebér den Stand der 611133111811 Fruchiarten, w01ch011 am 500611 die von 0011 VertkauenNnännern abgc'gebenen Begutachtungsziffern bezsichnén, „ist ökzüglich dss Winterkoeizens zu wiéderboken, daß 011971110111 über die geringe Widkxséandssähigkeit des engkisch0n Saatf'ornks geklagt wird. Bedenkend kräftiger s0ll sich der bissige kleine Wßizen erwiessn 5000.71, Dis Ziffer für den Staatsdurcbscbnitt berechnst sich“ auf 3,1 7183611 3,4 im Vormonat. Am ungünsjigstén zeigtc fick) der Gkand im Regic-rungsöezirk Stralsund (3,6); besssr als mittel wird er nur in dm Regierungsbezirken Sig- marmgen (2,3), Wiesbaden (2,5), Koblenz und Diisseldorf (2,7), Oppeln, Cöln und Trier (2,81 sowie in Aachen (2,9) bezeickpnet. Winzer- roggen. für den sich die N01? im Staatsduräxicbnitr auf 2,9 gsgen 3 0 im Vormonak berechnet, ist 'm den "0111019071 Landesleilen düchiger 015 in anderen Gegenden in den Winter gekommen und konnte 1111) dort nicbf enfwrechend erholen. Wenn "001107.“ sein Skand 10061 (11161) in uzancHZU anderen Landestei1eiz geringer als mittel beurteilt wird, 10 i11 €: 73066 am ungünstigsten m den Regierungsbezirken Königsberg (3,5), besonders aber in Gumbinnen (3,9), wo m?.brsre Vexfrauens- männer berichkeu, daß vieke Fe1der infolge dsr 510112 fast nur gelb und 111113 gewordene Pflanzen zeigen.
Von den Futxerpflanzén „bat dic Luzerne im ganzen keine 7 ort- schritfe gemacht; dagkgen wird Klee allgemein besser als im pril beurteikt. Die Bégutachtungdziffarn bsi bEidelerken gebsn denn auch im DUrchschnitt für den Sxaat (2,4 und 2,7 gcgen 2,5 und 2,7 im Vormonat) soon[ wie für die 011130111811 Landsswile übsr das Mittel hinaus, mit AuSnabme der Regierungsbezirke Erfurt und Schlsswig, 111 wechsn sich bei dsr Luzerne gexade 3,0 ergibt.
De_x Skand der Wiesen 111 durchng befrisdigend und Würdß n0ch bener begufacbfkt ryorden [sin, wenn nicht sehr 01818, aucb Feld- wiesen, 1111107 Waser standen; ihr Wachstum hat im Beriehtsmonate unter aÜen Fruchtarten usw. den besten AufschWUng gemacht, und zwar im Staatsdnrchschnitt auf 2,4 von 2,7 im April.
Was die Sommerung anlangt, so ist bereits Eingangs erwähnt, das; ihre Bestellung des nassen Wetters weßén noch nicht zu Ende ge- führt und deSbalH, odsr weil die Saaten nch nicht aufgkgangsn waren, oftmals keine Noten abgegeben werden konnten. Erwähnt sei noch, daß die Kartoffeln, soxveit„gepfianzt, Vielfach zu faulen beginnen, be- sonders die gekpalten m dis Erde gekagten.
Schneesturmbesckpädigungen in den preußisckyen Staats- forsten im April1903.
Inder Zcit vom„17. bis 21. April d. I. ist durch Sturm und Schnee 111 17611 Staatswrsten der Regierungsbkzirké Oppeln, Breslau, Posxn, „Stettin, Stralsund, Potsdam und Frankfurt ein nicht un- betrachtlrcber Holzanfall verursacht worden, welcher fick) im ganzen auf 790 000 51.5 800 0001111 Derbholz beziffern dürfte. Im einzelnen ertcllt fich d1ese„ ledigüch auf überschläg1icher SÖäYung beruhende Summe auf die einzelnen Regierungsbezicke, wie folgt:
Oppeln ............ 450 000 km Breslau .......... .. . 35 000 , Yosen ............ 38 000 „ Stettin ............ 150 000 „ Stralsund ........... 12 000 , Yotsdam ........... 42 000 „ * ränkfurt a. O. ........ 64 000 ,
In der Provinz Brandenbyrg„und im Regierungsbezirk Stral- sund ist der Schaden „fast ausschlzeßltch auf orkanartige Stürme zurück- zufnbren. Hauptsaehlxch" find H1er „stärkere Bau- und Schneidehölzer, welchx dem Sturm großere Aygrtffspunkte boten als die jüngeren Bestande, gewarfe-n und ztzm Tell gebrochen worden. In den „u_brtgen Bezirkeykvirkte wesentlich der starke Schneefall an der Beschadtgung mtt. :HierÖxzd überwie end geringere Hölzer, welche dem Schneedruck „weniger tdYrstandsfä igkeit entgegexnseßtsn, angefallen. Besonders trifft dies für die Staatsforsten des Regierungs- bezirks OpZeln zu.b t b t [ "SND? es iZ jetz eur eit wsrden kann, md be onders schwachere Bauholzßamme etwg der 4. und 5. Taxk110ffe Buick) die Sébneelast umgedruckt und m1t dem Wurzelbaüen aus der Erde ge. hobetszßorden. 1) ck 17 Sch st
0 der ur en nee arm in den preui en Staat . forsten perursachtc Holzanfall, wecher etwa 10 v. ZKS normaLFn Jahreßemschlags betragi, emen _maßgcbenden Einfluß auf den Holz. markt ausuben und emsn Preissturz für die den Holzhandel vor-
nthlicb interessierenden Langnußholzsortimente ausüben wird, ist nicht anzunehmen.
aben dic Privatfoxsieri erhebknb' W1K§chYÄÉZÄZZchY Schaden beziffert, tft jedoch noch
übersehen. „ . . if I [) d' ' ' , so wird aucbm dexm are„reHchck, fuhr LY? l€)111af31101ctldgN11:nbedeutsnd werden. „E01 „erheblicher Z
Hölzer ist nicht zu erwarten, da die fruh eingetretene
rusfischerdem Anrücken an die flößbaren Eewäffer vorzeitig ein Ike!
schmktlz?) „ 891813 U- , . b f"b' eb
c 01 markt tft _désbalb 0117110 xneaj g Wu. ZablYiÖe ??YÖsYc-rax? dzie [sistungssabxgsten Sagemghlsn Taken ibm Jahresbedarf noch nicht gedeckt. Dre _Bautaxigkät in den stoßen Städten scheint noch im Stetgxn begrtffen zu sZm. d d'
Unter diesen Umständen Wird der unexwar-ste, «GZ!» 1]: fiatkeu Schnsestürme Ukranlaßte Holzanfaü Von„ Bau: uyd Qchnetdeholzem den Holzhandel nicht ernstLich zu beunruhtgen vskmogen.b "
Für dic in bedeutender Méngk Vorhaii_denxn_(»5)ru enhqlzer Wird eine rweitecxmg dss Absaszgebiets durch Bexmsltgung btlltger Aug. nabmcturife zur Versendung nach dem weßlwhen Deuschland, uud- nach den Sééhäan angsstkebt. DiE ecforderltchsn Verhandlungen sind
1 'ts ein eleitczt worden. „ „ „ „ be e[Die CAJtaatsforstvkrwaUung wird, soWSlt 673 Z"„;ckkn steht, bezüglich der Sckoneestuxmkxdlzer das Kaufge]cha-_t_ durch läng ung d&“; Termins für ztn?fr€rx„S111ndu11g der KZufgelder er- lei km und Liner Etwaigkn Uebersullungydes Makkkev durchGu, schränkung der Holzschäge im 1011101011000 30811: vorbeugen. .
Saatenstand in Anatolien.
Dcr Kaiserliche Gsnkralkonsul in Konstanixnopel „„ unterm 13. d. Mk.: Die WinteraUésaat 111 Anaxxxten 17.11 MFK [an e dergebsiél) erWarxetsn Régens, der zur Bewankrung des W na . Nachdem endlich Ende NOVLMÖLU 1). J. RegenMxtxr emgetrete unterbraä) b-rsits Mitte Dezsrxzber f1reng_e_ Kalke 010 81 Nach der Sch1127schmelze„ im Marz d. J, 111 xedc-Ö dre , sebr eifrig gefördért 1001d211,_ so daß der 1m_ erlittene 3121100111111 015 wieder'emgebrachx 011132100011 wu'd. „ Anbaufläche Hat fich, wie sch0n ]eßt „festgestellt "wsrden _kgnn, y neuem wesentlich Vergrößert. Eine wegtere Vergroßerung 111 zva. warten, da in Anatolien die Aussaat m den Nxedertmgen zwax E11» Aprik beendigt zu ("Lin pflegt, jedoch auf den H0chLbcn€0 1318 m den Juni hinein fortgeseßt wird. Günstige thxxrupgsthaleffe vomus-« gesetzt, können also die Ausfichten der dreIxabxrgen Ernte schon was die Menge anlangt, a[s„ guke bezérch11xk wérdxn. 1päte Besteüung der Felder wird Voransfichtwck) 111 einem ver- ändertsn Verhältnis der angebauten Gekreideartsti zum Ausdruck“ gelangen. Harjcr Weizen kann „ix_t 217151011671 „noch. bis
09611 Ende Februar gesät werden. Da diejer 3211110an, 1010 erwähnt, Zarte übexschritten werden müssen, smd haavtiaxblnb Gerät und weicher Weizkn zur 5211191001 gelangt. _ Anato1iichen Bahnen ist den Bauern Saatgerstedester Art zur Ver»- fügung gesteÜt Worden. Cs werdsn also in drssem Jahre voraus- sichtlich mehr Gerste Und w§icher Weizen (Ms früher gcsrntet werden.
Dex Stand der Felder ist biéher bsfriedigend und Mtspricbt, falls nicht Hsftig-z Südwinde und andauernde Trockenhext kiutreten, auch qualitativ eine guts Ernte.
W,
Saatknstand und Gctraidshandél in Rumänien.
Der Kaisérliche Konsul in Galaß berichtat untkrm 15. d. M.:; Dis Witterung im Aprü d. I. war den günstig. Sckbst Weizenfekdér, die den Winter schlecht überstandeq.
battkn, Habkn sich erholt und derspr€chen n0ch einigkn Ertrag. Da-
gegxn Hat fich der Stand der Rapsfélder nicht„gebksseri; dis Ernte» “
aussicht-kn für diese Fruchkart sind daher nur gering. Auf dem Getreidemarkt hat die Bessexung keins“ 1,2179ka Bkftand gehabt. Italien blieb sowohl für Weizkn 101€ für Mats der',
Hauptkäufer. “ _?
Es wurden ausgeführt: _ _
-- im Monat Mai'z d. I. im Monak April 12. J. We'rzen . . "137 807 Tonnen „100 296 TonneK Roggen . 21 087 , 15 928 .
Mai?: 53 900 „ 78 617 . Gersfe 36 611 , 22 031 „ Haier 7 841 „ 10 “331 „
Die Frachten, Faik Ende APM d. J. e1wa§ gestiegen, konnten sich untér diesen Umständen nich bebaupken. Für Su11na-Dampfer“
' wurden zukeßt 819 (1 für die Torme Notterdam-AntweWen bezahlt.
Dis Vorräte an Getreide belaufen sich in ©0101), 0117 ungefähr 2500 0 Weizen, 6000 . Roggen, 1000 „ Mais, 2500 ., Gerste,
500 „ Hafer. Dic Getreidepreise betragen etwa (für 1000 101,- cis): Weizen . „M 141_149, Roggen . „ 104, Mais. . . . 103_117, Gerste . . „ 99.
Stand dss Wintergetreides in den Vereinigkén Staaten Von Amerika am 1. Mai 1903.
„ DaZYckerbaubureau ir) Washington bezeichnet den Stand des Winxerwetzxns am 1._ Mai 1903 zmt 92,6 (bei Annahme von LV 015 ztffxrmaßtger Ausdruck für eine 1ehr gute Ernte) 909611 76,4 W 1. Mar 1902, 94,1, 88,9 und 76,2 am g1eichen Tage dsr Jahre 1901„ 1900 u„nd 1899. „_
Die mit Winterweizen besteUte Fkäche wird auf 33 107000Am§ angegehen gegen 27 103 000, 28 267 000, 26 236 000 und 25820000“ Acres in den Vi?!) Vorhergehenden Jahren,
546265000 231110819 geschäZT gegenüber 589 411000 Bushcls an!. 1. AFT LTZWibstb st 0 * er ur 111115 an des Winterroggens am 1. M01 1903 belie ZéoaufdJZÉHchM 97,9chamT1. ApÖil 1903, 83,4 am 1. Mai 1902? , un , am get en age er 0 r 1901 '. 00. 131111013111 (163 UQUSZ, ]30111'568 01“. UQkICÜLZL.) W d 19 Q
Getreideernte Japans im Jahre 1902.
Zu der Mißernkc, Welche der Anbau von Reis in Japan im- Jahre 1902 ergeben hakte, ist _aucb noch ein beträchtlicher Ausfall an de): Gerstktw _Roggen-„ und W61zenernte binzugetretcn. Jm Vekjlkkb m11dem Vorjahre zeigt der Extrag dieser drei Getreidearten eiue JohnWZYZ/VM 12037 0/01) FndlgegenüEber Liner Mittelemte einen Ausfalk
,., 0.„ € € mth r c ' ' anschau11cht die folgende TabeUe: g nisse der Erntemengen oer
Durcb- Weniger gegenüber 1902 1901 WWW Voß WDM M “MTW K kia!" WMW!- en 8 * Gerste . 8 146 8 971 g "8 531 011825 385 Roggen 6 373 7 294 6 905 921 532 Werzen 3 908 4 375 4 070 467 162 Im ganzen . 18 427 20 6-10 19 506 2 213 10794 *
(Nach einem VSÜÖt des Kaiserlichen Generalkonsulats in YUM“)?
der Ernke nötig ist, erbeölich hiuauégczögerk werdenmijs“ „
Von sLitSn er Direktion der ,
Feldern außerordentlich,-
Auf Grund dieser Ziffern wird die WinterWLizenernte auf -
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