1903 / 147 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 25 Jun 1903 18:00:01 GMT) scan diff

Tscharikow, im Salon die des Gesandten Oesterrerxh- ngarns D umba und anderer PerLönUchkxtt'en entgegen. Bctm AWIÜUJ des Bahnhofs wurde er .Kontg vqn einer Ah- ordmmg Belgrader Damen begrüßt, waLrend dle Mey e m brgtxsendc Zivioru e ausbrach. Vom Va nhof begab st dec KWI in feierlichf , 99? dort in bildeten Vereine, die Studenchschaft, _dte Instistclßte un die Trupan k)(“:Zpalicr, hinter dem sah eine drchtc en enmen (* au estcllt attc. _ _

Vor der gKathchJralc wurde 001: Komg vom Metropolxten 'nnocentius, der von den Vischofcn umgsben war, begrxtßt.

cr König schritt dann unter Voxmxtrttt dcs Mctropoltxcn nnd der Bischöfe durch ein von Gerstltchen_gcbxldetcs Spaltcr durch die Kirche zum Altar. Nack) Ertethmg dcs S_cgens' hielt der Metropolit einc Ansprgchc, m der er m_gtc. „NULL, was sich auf Erden crei nct, tft mtr durch den WtÉeré (530th möglich, so auch die 2 e_rufung dcs erbgbxncn c chlkchks Karagsorgic'witfck) und dlc Bcrufunxz Komg PAUL. urch die' Nation. Bitten wir zu dem Allmachttgkn, daß _er das Wirken des erhabenen Königs Pctchsegne und xms antg

etcr Melo, viele Jahre erhaltc 313111 Wohle unse„rer„Na11Nc11, damit das serbische Volk 1th gcptaxkt cmporbluhe. ?_xa ) Limm Gebet für den König much dlt'sLm vorxx _Metropo FM ek chsn erteilt. Sodann verrichxctc dcr Komg am Axar Ein kurzes Gebet. Dc'r Feierlichkeit m der Kathedrale 159511th Fuße): dcn Ministern die Mithdpr dcs Stathisrats, Vcrm' er er Beamten at, (: lrci e ßzterc n._'a._ ., &

Von dexschthdekane Zis tr_at der Komg 11th Fahr?) U;:ck) dem neuen Konak an, wo sick) dre Santorcn und_1[b,geor xte en versammelt hatten. Der SenatSprastd-snt Wcltm1r'ow1YckJ Lgrüßte den Köniq namens der Vcrsammlung mxt cmcr tn- prache/ in der er sägte: Dis nationale Pcrsan1n11nng,zum ers en

als vor dcm König we'rcint, heiße ck11 herzltck) wrllxkqmmlen, Übkr cuqt daß der König den kulturellen 3an 110110110 cn orkYchéitZ des Landes fördern „m_erdc. Bot dtc'sen Wthxn rachLn alle Anwesenden in Ztmorufx aus. DFZ KLUB antwortete indem er allen fur hen Warmen W! omtmx - ruß danch. und fei-xrlichst erklärt?, tm Emucrnchmcn xm kr ation regieren zu wollen. _ _ t 5 ck die

' a s macite der Konr'g eme Rundfahr ur

SkUdYa UZLeterZ war d)ic Stadt fcstlrch crlenchtst; die Studenten und Landleute brachten einen Fackelzug.

' " [genden Eid ab: He'ute vorm1ttag legte dcr Konig so . d s “ara eor iewitfcb, sghwöerm'dem :ck den _Thron e Könj'ZYgPSctxxran [SesteZze und :010 K*omgltche Macht ubernxthe, bei ÖM dem Allmächtigen und békl aÜcm _xvas xmr da?,[Hc-„xt? ? und Teuerste auf diescr Welt ist, da; 1ch dre UnaxangtgdUß Serbiens und die Einheit der siaatlrchen Vexrwaltung schus§n,_ 9ch ich die Verassung des Landes unvexleßlrch erhalten„ HW 111 nach die er und nach den Geseßen regieren und daß “F?? lcklßaven mej"“"h[1Ft“"ch“J""“Y Z"") 8931131???“ m?“?ZLZIÉFwBTE «8113 „3? "JM a cn wer e. n em ab e e. ru 6 ich zum Zeugen Gott den Hekrn an, Z?tt1§et?1ndiej?eßtorV€cxikncml Zkickptexsiubl Re-cbenschaft geben Werde. So Wahr mir Gott der Herr hélfe. Amen1 K," , Nach der Eidesleistung bcgah s1ck).der Komg-zur Trnypxn- arade,'an der die Militärakademxe, dzs JyfantertcxmYrofßzxew 1pch1lkk7 das S., 7., 8. und 18. ana11tcr1_crcg1_n1cnt, dtc wannats- truppen, sowic Kavallerie und Llrtxllcrlc tctlnahmcU.

Dänemark.

Der kommandicchdc Gsuch, GeneralléutnantM,_Hcdk- mann, der Scincr Majcstät dem Kaiser Wilhelm wa'Qrctzd Allerhöchstdcs en Aufenthalts in Kopenhagen attachrert war,:st Wck) ciner eldung des „W. T. B.“ aus Kopenhagen gestern gestorben. .

Asien.

einer Meldun des „Reuterschen Burcaus“ au_s WasngiZFKn dort halbImtlich vchautct, lehnen dze Vereinigten Staaten von_Amexrka und Japan 512 Vorschläge Chinas ab, du: dal)!!! gehen, .H'gndcls? verträ e abzuschlicßcn und den Tell der _Vsrtrage, dex sich au die Oeffnung von mapdschnrtschcn HUI" bezieht, in der Schwebe !: lassen, 5113 dzcsc durch di; e- durfnisse des_Handcls in Zukunft e_"r'fordcrltch Werde. Dic Vcr- handlun en smd nun in einem krrttsckzcn S_tadtuzn angelangt UW werYen UUf dc'm toten Punkt bleiben, 519 Mittel erronncj) werden einen Drück seitens Englands, Amerikas und Japans auf Csina auszuüben. _ Der aifer von Japan Hatte, wrc de_m „W. T. B. mzs okohama beri tet wird, am Dienstag emx Besprechung nnt cn leitendcnZtaatSmännern. Eine _mcttxr9 Beratung fand_ gestern in der Wohnun dcs Premrßrnnmsters _statt, tht, mie verlautct, einc Vcrßändigung zwxschen den [Usher ""Mix! JLWksMcn Staatsmänncxn cr text wgrde. Man glaubt, * JW UUd Inouye in der Mmdcr ert bltebon. s ' Aus Söul wird gemeldet, daß per Vertreter abpatx d"? Note an die koreanische Regterung csandt J'c/Rlx , das Bedauern darüber ausgxsprochcn w_ur e,_ dqß d!ie s'ck; MUM nichts getan habe gegenuber der Fctnßjeltgkett, 6 dt gegen Jen Umlauf von Banknotcwder Zapam e_n Banßkbck vor er von der chierung gutge?etßcn xvorden et, hem?“ ar a e. Der japanische Vertreter tclltc fur dctx Fall,„daß ilesel: Bebelstand nicht beseitigx werde, Ersaßanspruche fur de er- lltenm Verluste in Ausstcht. _ *

Afrika. M kk tr dem Die T e des Sultans von aro _o un 2 Obe“)? shl ?:?) Zrie Sministers El _Meneblz/t haben nach “**-WW eldung dcr ondoncr „Mormng Post aus Tang?“ ZTfTUZa eine schwere Niederlage erlttten; tl)r Verlust Wit" 300 Mann e ä t. Gén Axis Adengbseéi tet IZM „.*)Fcutexßckxgerxrch: ,thaQß YFZ? - era ' ' - mo e U , FtderskanJInsIsZn.m EirTe flir ende Kolonne stellte am “Wag die Verbindung mit ihm er.

&

Statistik und Volkswirtslhast-

Ueber die erun lückun en (VerlusteFdeutscher See- schffe ingden Ja ren 1900 und 1901 D tscben 2- „VierteljahrSkyefte zur Statitik oes errnacky einige "sammenstellungen verö entsteht. 85 deutsche eAn aben r 1901lQnd now nicbtvo stänxig) istertons erte Sees ?ffe mit einem aumgebalt von 57 078 Reg 1; zwar 44?“ Negistertons- netto verloren gegqnßen, "Fon 11- amm-ZLstLZstrandet, 2 fgelkentert 14 gesunken, 11 m olge “" en 9 in oge . Und “17 , * abel 11 ten von 10 3 an Bord e Wesens„ WILLY! et1.982YFTann Veßsavung und 91 Paffagieren) 9

cm Zuge nach der Kathedrale. Auf dem,

s werer *Bescbädißungen verungl ckt'

en 286 Mann Besaßun , 3 Passagiere) ihr Leben ein. Im Yeexxollejich z(um Bestand der regißrierten deutschen Seeschiffe am 1, Ja- nuar 1900 beträgt der Schiffsverlust_im Laufe des Jahres 2,21 v. . Dagegen bezifferte fick) der Verlust in den Jahren 1899, 1898, 18 7 und 1896 auf 2,61 v. X)., 3,01 v. H., 2,01 v. i)J).un1ck 2,3713. H.,des Schifföbcstandß am An ang dcs betreffendenn Ja res. Fur dlc Scbtffs- besnßung berechnet fich das Verlustverbaltms derart, Haß m den Jahren 1900, 1899, 1898, 1897 und 1896 1Mann von _]e 168, 196, 183, 210 und 225 Seeleuten, welche auf deutschen Schiffen dtenten, verunglückten.

Schifföunfälle an der deutschen Küste 1901.

as 2. )cft des Jahr_angs 1903 der, „Vierteljabrschte zur StaFZsJtik dLICDLUTschM Reick? bringt (zuck; UnJAbhandlung uber die Schiff§unfälle an der dentscben „Kuste waHrend dss Jahres 1901, d. 1). über dinjcnigen zur amt]xchen Kenntms gelangten YnsgU-Z, Von denen Schiffe an der deutschen§küs1€sexbsß auf dem Meere m elner Entfernung von nicht mehr als 20 esmetlen von der _Kuste oder auf déi! mit 56111 Meere in Verbindung stehenden, von Seesänffen Hefahregen Binnengewässern im Jahre 1901 betroffxn wurdsn. DerarttgeUpfaUe wurden tm ganzen 360 gezählt, welcbe (bet117Zusamxnenstößenzwlschez1 je 2, 10 zwischen je 3, 2 zwischen je 4, sowte 2 Zummmenstößen unt cinem Kriegsschiff) 503 Schiffe bctraFen. „DTC Erhßbungen dcr vter vor- hergehenden Jahre haften ergkben fur_ 1900: 338 Unfalle und 484,08- twffene Schiffs, für 1899: 376 UnfaUe und 519 betroffen? Sch1ffe, für 1898: 346 Unfälle Und 481 betxoffene SÖlffL, und „fur 1897: 383 UnfäUe und 520 betroffene Schtffe. _Von ds_n Schtffsunfczllen erkigneten sich im Jahre 1901 242 auf Rußlaufcn, die von Secschtffen befahren werden, in Föbrden, Haffcn 20, 100 at) dsr Festlgndskuste selbst und bis zu einer Entferrzung Von 10'Scemetlen von d!€scr,_ 18 111 einer Entfernung von 10 bis 20 Seemctlen von 'der Festlakdskqste. 156 Unfälle fanden im Ostseegebict „statt (1.95 auf „je ]0 Seemeilen Küßcnstrccke), 204 im Nordseeqebxket (6,92 auf ]e 10 Seemeilen Küstenstreckc). Untsr den von UnfgÜcn „betroffcnc'n Schtffen waren 34 Fischsrfabrzeuge und andere zu Ftscherexzwecken dtenepde Faßxze'uge, 203 Küstensabrzkuge, Lekchtcr,Haff-, Fluß- und andere 131cht registrierte Fabrzeuge nud 266 eigentliche Sceschtffe. DaVOn sxnd xm Jabr81901: 54 (1900: 47; 1899: 90; 1898: 7291897: 47) ganzltck) vcrlorkxt ge- gangen,. 319 wurdcn teilweise beschadtgt. Dkk Verlust an Men1chew [Eben betrug 25 (16 Mann Von der Besaßung und 9 P,affag1ere) oder 0,32 1). H. aller an Bord gewesenen Personen (sowe_1t deren Zahl bekannt war) gegen 0,64 1). H. tm Vorjahxe, 1,11 v. “ZO, 5 und 0,58 v. H. in den Jahren 1899. 1898 und 189 . find gestrandet, 6 gekentert, 13 gesunken, 274 zusammengestoßkn und 102 von Unfällen anderer Art betroffkn worden. 368 der betroffenen Schiffe fuhren nntexr deutscher und 135 unter fremdcr Flagge. Unter den infolge der UnfäUe gänzlich Verloren gegangenen Schtffén befanden fich 43 deutsche und 11 fremdé.

0, 9 v. *108 SMK

Lohnänderungen und AenderunYn der ArbeitSzcit in Großbritannien im ai 1903.

An den Aenderungen der Lobnsäße, „über wc1che für den Monat Mai beriehtet wild, warum, wie das „Retcbs-Arbcttsblatt“ deux Juni- heft der „,L-about Saxodrs“ entnimmt, rund 128 400 Arbettcr 5e- teiligt, von den€n nahezu 1400 eine Lohnaufbefferung, 127000 ame Lohnminderung erfahren. Das Endergebnis aller Lobnanderungen war ein Loßnrückgang um ungefähr 2200 fd, Ster_l, pro_Woche, im Vormonat ür 24 700 davon “betroffkne rbeiter e'm Ruckgang um 790 Pfd. Stekl. pro Woche. Dagegsn ergab fich mx Mai des Vor- jahre's als Endresultat der zusammcu 259 400_Arb€!tkr bktreffxnden Lohnänderungen cine Lohnmindcrung um ungefahr 9300 Pfd. Stekl.

pro Woche. _ ' Dic bedßutendstcn Lohnandernn en warsn Lobnberabsxtzxmgen bet _ am und [101 ungefähr 17 000

107 500 Koblsnarbcitcrn in Dur Maschinistcn 20 cm der Nordostküste und am_ Clydc. .

Eine Lobnändcrung, an Mlcbcr [tngßsakx 107500 Arbextcr bc-

tciligt wars", kam durch Vcrmittclung dss E1mgu11g§a1nts zu stande, cine Acndcrnnq, 1vc1che zusammcn 1000 Akbelfér betraf, 9xfolgte_auf Grund des Prinzips der gleitcndcn Lobnskxxla. Dxe' übrigen Loßnänderunaen, an denen inßgesamt 19900 Arbettcr betetltgt waren, kamen auf Grund einer direkten AuSeinandetsesung zwischen Arbeit- gebern und Arbeitneßmem zustande. Bei diesen waren in drei Fällen mit zusammen 5000 Arbeitern Auöeinandersetzungm vorausxxegangen, welche eine Arbeitgeinstenung zur Folge hatten. _ - Aenderungen der Arbeitszeit wurdext im Berichtßxnonat fur 588 Arbeiter e*meldet, für welche sich eme durchschnittliche Herab- sepung der entliehen Arbeitözeit um 53 Stunde pro Koyf ergab. Hiervon er hren 149 Stablarbciter eine Herabsetzung der Schtchtdauer von 12 au 8 Stunden und 102 Straßenbabnangefteüte eine Herab- seßung der wöchentlichen Arbeitszeit von 65 auf 54 Stunden.

Zur Arbeiterbewegung.

ur Lo nbeWegung der Kürschner und Pelzwaren- arbeZiFter ianerlin (vergl. N:? 146 5. Bl.) wirdlder „Voss. Ztg.“ mitgeteilt: Der Vorstand der Verlinxr Kürs neunnun und des Vereins der Pelzwarenfabrikanten Deuttcblankxs at dcm erband der Kürscbncr und Pelzwarenarbeiter ein Schretben zu esandt, wonach jener es dem Verband anbeimscht, durch 6 ne Kommis um mit ihm oder einer von diesem zu ernemzenden Kommission uber die streitigen Punkte der Forderun en tn Untthandlung zu treten. (Eine tark besuchte Versamm ung der Arbettnehmer faßte fol enden Bes [Ußx „Sollte die Aussperrung Tatsache ryerden, so ste t die Versammlung foande Gegenforderungen auf: „Ems Lohn- erhöhung von 10 v. H. Ua erstanden dürfen _bei den in Betracht kommenden Werkstätten nur mit 100 v. H, Aufjchllag gemacht n-oerdcn, Die Versammlun erklärt sich jedoch zu Verband ungen bereit.

In der am ienstag in Düs s eldorf abgehaltenen Skßung dxs Cini ungSamts für die Holzbearbeitun sindustrie, m der üLer die zwjschen Arbeitgebern und Arbeitne mern bestehenden Differenzen beraten wurde, kam, layt ,Düff.G.-Ynz.", folgende (Eini- gun zu stande. Die Prinzipale erklartxn sich hamtt einversxanden, daß die itgliedcr der Arbeitcrausschüsxe für die emzelrxen Betrtebe nicht 6, sondern nur 3 Monate täti zu se n brauchten. EU) zu diesem Pukzkte gemachter Zusaß. daß im ??Wir!» bei der Wahl dre älterßn Arbetter zunächst zu berücks1chti en Lien, wurde ebenfaUs gutgebetßetx. Bei der Festseßung der stzabl der jn einem Kalende jabr zy [erstanden Ueberstunden bswilltgten die Arbeiter die _von den Arbeitgebern ge- forderten 42 Stunden. Dieser Punkt erbtexx den Juka? chzg nach 24 Ueberstunden eine aufe von 4 Wochen et zutreten a e. erde'n innerhalb dieser 4 ochen Uebersxunden gefordert, so sind e mtt einem Zuschlag von 10 „3 zu verguten. Die Forderung, der "rbejt- nehmer, daß zur Berechnung der Usberstunden entschuldtgt versaumte Arbeitszeit einzurechnen sei, wurde von den Arbeitgebern acceptiert. Die Gülli keitsdauer der jxßt abzuschließenden Besttmmungeq Wurde auf 2 Ja re festgeseßt. Dre Streitigkeiten sind somit gutltch bei-

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geeg- ,

Wie „W. T, B.“ aus Christian,!!! meldet, haben etwa 1500 Arbeiter der englischen Gesells afk, dl? die Eisenbabnanlage im Dunderlandstale ausführt, die Ar ett etngestellt und fordern Lohnerhöhung.

Kunst und Wissenschaft.

4.15“. Die ordentlia'oe Hauptversammlung der „Deutschen Okient-Gesellßcbaft“ wurde gestern qbenh durch eine Ansprache des Ersten VNWMÖLY- rin_zen Heinrich 1! Schoenaich- Carolatb eröffnek- „Die Entwickelung der Geseüschast ist danach in jeder Beziehung erfreultch. Skit Januar allein bat die ' kitglieder- zahl um 200 ugenommen, fi? beträgt jeßt nahe an 000. Die babylonischen UIgrabungen na_ben ihrem Ende, aber bereits winkt eine neue, wahrschemlicko lohnende Aufßabe: Die Außarabung und Erforsebung der altassyris en auptsta t Assur an der Stelle des heutigen Kal'at-Schirgat. Au in egpten sind „weiMe

* Zebranntcn, mit Erdpech Verbundenen Ziegeln, dercn

Erfolge zu erhoffen. Das Wort empfing darauÉ Regierungsbau- Lührer Andrae, um über dre babylpnische ; edition zu erichten, Olk er in den leßten 4 Jahren unau99echt und seit

Anbeginn angehört hat. Die auf den Trütxtmerbügel von der Bedeutung Babylonß, auf der tm lekten Jahrtausend unserer Zeitrechnung dre Augen der Welt ruhten, tausend Jahre später auf Rom, erreichten Exfolge _find zwar he- friedigend, so führte der Redner aus, fie“ , 16d0ch hinter den Wünschen und Erwartungen der M1tl1kder d?! Expediiion (Gelungen ist es, das Schlo Nebukadnezars, den Kast, in seinen Grundmauern aufzudecken, einen zweiten erbaut, südlich von dem ferner dr8i_ Tempel, den mächtigkn Bau dks Iscbtar- Tores und dis mtt prächtigen Bilerken geschmückte _rozksfions- straße freizulcgen, auch die Topogxapbie dcr Stadt eins lteßlich der Straßen und Plätze genau zu bestimmen. Aber nicht elunqen ist bisher mit AuSnalhme cines geringen Teils datum die An deckung des Marduk: oder BaaltempsTS, des nach dem bisher (Gefundenen wahr- scbeinlich größten untcr aÜen, woan über 100 Zellen Okrmutet werden dürfen, gegen kinigc: weniße in den ausgcgrabenen Tkmpeb) zwxicr bekamtter und einer unbekannten Gotthßit, und nicht gelungen in, bis auf cini e geringe AuMahmen, die Auffindung von Privathäusxrn, um auch em Bild von dem Wohnen der njcbt xßrstlicbe'n Vervobner Babylons zu cwinnun. Freilich erklären steh dlc: geringeren Erfolge in MLM idkn Pnnktc-n zur Genüge aus den Umständen. Denn die Wo 11- häuser Babylons waren vkrmutlicko, wie zum Tcil auch die Mauern seiner Tempel, ganz aus Luftzicgeln errichtet, Laufe dsr Jabrtauscnde zérfallen find, weil fie nicbt g1€ich dcn gut sich Ncbukadnezar Der Baaltempel aber und Zt_ege1schutt; denn

einer Stadt

von demselben Herrscher

kdients, dsm Zahn der Zeit widerstanren.

ruht 23 m tief unter einem Gkarge von Sand auf den eingeebneten Ruinen des wgbrscheinltch durch Brand zerstörten Tempels sind zur Partherze'it und spater Häuser aus Luftzikgeln errichtet Words", 1":er dM zerstörtsn oder verfakkcnen andere, so daß die hier in den Hügel eingeschnittenen Gräbcn, bis man die festen Tempelmauern fand, Seitenwände Von dcr ,Höbc xines vicrstöckigkn «Hauses zeigen. Das am östlichßn, lmken User des _Euvbrat gslegene Babylon nimmt innerhalb einer äußerén Rtngmauer, deren Lauf von einem PllUkt am Euphrat im Norden nach einem Punkt am Flusse im Südsn bestimmt wcrden konnte, geringeren Raum ein, als man nach den übertreibenden Schilksrxmgen der alten SchriftsteUer Vermutcn sollte, nämlkck) nur 10 Quadrat- kilometer; imm-Zrbin cinen größeren Flächenraum als das antike Athen, Rom und auch Ninivkh. 21118111 verglichen_mit modern?" Städten, ist dies wsnig, da 3. B Drcsven das sechö1ache Areal bc-dsckt. Dtsser Raum,gkstattet cine fich dem Gedächtnis leicht einprägends Gliederung:

anz tm Norden, Lichtjger NordMsten, [ikgt dsr Babél-Hügxl, nach dem di? Stadt den Namen Hat, eine kleine Burganla-Je, die [?Y- 5 te

falls durcbforscht wordkn ist; _dann fol t, noch in der nördlichen des Geländes und den bei Wcltem gröZten Teil der Brxite einnsbmend, Westlich Vom Euphrat bcspült, der im Altertum einen a_ndern, wahrschein- lich erzwun enen Lauf nahm östlich bis zu der nordxüdlich strciäFnden szcsstonsßra e sich erstrccéend, der Kast, d. i. der_ neue, von - ebu- adnezar als (bloß oder FestUng angc'legte Pala". In der Süd- hälfte des Geländes folgt zunächst, Linen roßen Tsil des südöstlichen Stadtgebiets einnehmen?), der aych yon 5 ebufadnezar erbaute Süd- palast, deffen Errichtung dcm Kast yoranging Und der als Erfaß für den Westlich fich anschließenden, aus mindkr festkm Matkrial errichtexcnPalast dcs Nabopolaßac dienxn sollte, den der Sohn dicses Herrschkrs, Nebukadnkzar, schon zum Tkil zkkstört vorfand. Dic ganze Südwestecke des G?Tändks kndlich ist durch den Axnranbügel ein- geno1nmcn,_ jknkn den Marduktcmpkl bcrgendkn, schw€r zuganglichen Zügel, desxen oben [*creits gedacht wurden Zu ibm führt die Von der

ordOstLck'L des Kast «Webknde' PrNesfionIitraßk, an deren Mitte, also an VCM Punkte, Wo fie dyn Siidpglast bsrübrt, und ganz nch kim'm Tcmpcl, der 970152 Bau 1308 J1ch1arwkcs anaslßgt ist. Innerhalb dcr obomcrwäbnjen, das Stadtgcbikt ak*1cl)11cßenkynRimgmnncr batte Ncbukadnrzar (111€ mit dkm Euphrat verbu11d€nc', großc Wasserfläche geschaffen, die als Ha1bring den innsrkn, durch die Bunten der beiden Paläste, den Tempel und die eigentliche Stadt gebildeten Ksrn umschloß und mit einem großen Festungßgtaben vergleichbar ist, der in en 111 ends s äler als 100 m war. Ole Ostfront wurde außerdem 5111 der ozéssionsstraße dur eiue maltige Do pelmauer gedeckt, deren Nebu adnezar in den me ach au gefundenen auérkschrkftcn be- sonders rübmxnd Erwähnung tut. Ueberbau t gkwäoren diefe _ au ir! lapidarem Stil Haltenen Steininschri en dée wichtigsten ' Auchblusa über das Baby on Nebukadnezars und zugleich die wert- vyll ken Fkngerzek e für die orscher- Aus ihnen kennt man die Be- stimmung der 1"? to und li s von Wänden mit lcbenSgroßen Bädern schrettender Löwen, in farbigen glafierten Tonfléksen ausgeführt, ein- aefaßtcn Prozesfionsstraße, eben odic Stelle des Marduktempcls und die Baugeschichte des Südpalastes, wie des Kast, sowie die Entstehung und BLsilmmung des Jschtarwres. Aus Nebukadnezars eignen Worten wissen wir, daß die 12*-15 111 hoben

Umfassungsmauer)! des em Quadrat von 200 m Sekte bildenden K'asr ausgefüllt worden sind mit dem

Boden, der beim Ausheben jenes mächtigen, halbrin förmigen „Waffergmbenß gewonnen wurde ebenso daß der in dßeser öhe fich,uber die Um ebung erhebende alast wahrscheinlich mcht mehr als em Stockwerk esaß. An der ssb, Süd- und Ost- seite des Kast stethe eine 8 m hohe Terraffe die Verbindung mit den tixfer gelegenen Stadtteilen bezw. mit dem Euphratufer ber, die Nord- exte war von emem Seitenkanal des Euphrat eingcnommen. Ein

, . . scbtakwr, archttektontsckx mteressant sowohl durch seine Anlage, die' zwei nnenböfe umfaßt'und dtqvom Vortragenden gebrauchte Bezeichnung eines .Vexier- tors" rechtferttgt, als vor allem durch seine in mehreren Etagen über- e nander gngßbrackyten, lebensgroßen im ganzen130 Fißurcn, teils inZiegel- rxlief, tells m hunten Tonftxesen außgefübrt, Von Sticken und dem be- rubmten Wabrzetchen ._Vabylons, dxm Drachen von Babel. Aus schlechterem Baumatertal außgefuhrt find dre Tempel, sowcit fie freigelegt smd, In, nen wurdgn tt_larxcbe interessanten Funde gemaeht, namentlich fur dre je eine hesondere gemauerte Kapsel vorhanden an und estxmmun der Tempel bezüglichen Zu- lange Vergeblich g!“ acht und Endlich unter den Tempelzeüen gefunderx. In dcn als Altäre ver- , _ wurden kletne Idole entkeckt, Jemen bartgen Mann darstchnd, mit einem kleinen oldenen Stab tm Arme _ betlaufig das ctnzige gkfundene (Hold. - Fkocb erwäbnre der BorZragenYe, lyie won alters brr die Ruinen von Babylon als Stembruche fukr dteNacYbarfchc-ft bknußt worden seien und wie sich hxeraus em haufig trxefxtbrkndes Versch1eppen von mit Inschriften versehener] Zkégcln erklarc. Selbst in den [exten 0cabren wurde der abel-Hugel, troßpem das Recht der Aasgra ung “sick“ “"ck W ibn erstreckte, zur Gewmnung festen Ziegelmaterialß, ' fulegenken Staudamm ber ustellen, re keruneJSseitt verwertet. Man ver- “' - tand aber, das Unabwend are durch 81an der A kaÖSUkÖSÜM fürdie *! wecke der Expedition nu bar :: warben. " In den [6 ten Monaten - 1 war der Vortragende no in ara, das |ck zu BW) on Wie eine ;prxvinzialstadt zur Landesbaöp tadt verhielt mit Y_uskrabun en be- chaftigt- Hier Wurden namen i vieleTontafefn und -tafe cbeug unden. , er mit großem Beifall au enommenß Vortrag war von elner ro_ßen Anzahl treffsicher Licht [der beglertet. Auch schmückten dle Zßande des Hörsaales ringsum viele treffliobe A uareübklder- von * Leun Andraes eigener and berkü Und und seinen “kfbllkk für 5“ barakteriftisebe und nscbaulklbe ekundend. - _

. Land- und JOWMÜW “_ Die franzöfifcbe Zuckekcampaqne 1902/03 und dé: , ck rmaxkt. *

ZU ? _ , Die_infd e der B eker Konvention bevorstehende ! ber-Zu rindu ttie '

atte ie Landwirte uckerrü n in der 1

Rüden war m Jahre 1902 a udelrWL. ,Der Nübenertrag vom

um emen eilig au-