1903 / 303 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 28 Dec 1903 18:00:01 GMT) scan diff

“Mm" RLUUblik-' Der Ministeryräßdeut erklärte, die Cantakuzenisten elosken anatcbisrbe, dcmagogische Ziele blo, um zuk_ Macht zu

Zua'men und dadurch ihren persönlichen Ehrgez- und warx es selbst

„Ms Weae der Straßenuntuben, zu befr_iedigen. Bezug" der

"'Wigen Politik erklarte der Ministerprafident, daß ,die [1 erale

UFÜÜUUÜ Taten von großer Bedeutung_ aufzuwetfen babe,

* H' fuhrte als Beispiel an den Besuck) dcs Kmscrß ranz Joseph in

"kkksk und desKönigs Karol in St. Petersburg, dxe _rcundschaßltcbßn tn "“We" zur Türkei, die einen Beweis ibrsx Furson]? fur, die a'ekonlslbkn Rumänen gcgchn babe, féknkk dl? _fxcundsÖaftltch-'1

Ziehungen zu Grieckoenland und Bulgaricn- _scblisßwa den Besuch

* slKömJS Karol in Plewna. Dec Ministerpra'fident hemerktc

ießlick). xt werde seincn Weg, unbekümmert um dxe Schlrchc dcr

“"takußkntsten, fortscyen.

"d Konig Karol hielt am Donnerstag an die Abordnung kk Kammer, wclckc ihm die Adresse als Arxtwort auf d1c f konredc ülwrbra tc, nacb cincr Meldung des „W. T. V.“, olgende, Ans proche:

. Z IMU herzlichem Dank nehme ich 'das, sichtbare Zxrchcn dcr ""kkßung und der Ergebenbeit, das mtr dre Kammor nberbringt,

; S' den Ausdruck der Gefühle der ksamten Nation cqtgeakn- erk? können mit Recht stolz sein au? die Ergebnisse, dre Sie -; kkkckot hgbcn, Sie sind vor drci Jahren daran gcgangsn- VFW stlUÖMchbt in der Finanzvkrwaltunq bcrzusthcn, ,und :ck

* KY? Mikh- Sie cntstklossen zu sehen, die glciche Sorgfalt bez der AP- r "UNI des nächsien Bud Us anzuwwdcn, um auf 'dxese Werse

n den erzielten Ueberschüstn die notwendigen Hilfsmntcl fnr dte

, o e"513119 jener Arbeiten zu schaffan, welcbe bestimmt sind, unsere kerWUktwnskrast zu heben. Die Hilfe, die Sie meiner Regierung bei uk Feststellung der ZoUtarife in dem Sinne angedeihen laffcn werdcn,

_ wm Unsere wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sichern und "111,71 dec Um-

ündlUng dcs bäuerlichen Grundbcfiyes zu einem lebenöfabmen Orxlza- Lßmus und einer rer' wese_nt11chen Grunrlaaen nnsekcssozta en we.7"sbrrbeizt1fübren, vkrscbafft mir “rie Gewißheit, kaß dte gegen- ANÜS? Tnaung ebenso fruchtbar sein wird, wie die Vorbergcbendet]. diuf disse Wcise beenden Sie das Werk der SiÖerung und Konsolt- ZFUW“ Welches Sie mit uncrscbütterlicbcr Festigkeit dnrchgcfübtt

M und we1ches den Dank des Landes vcrdient. Mit [Lbha ter

* Kenußjuung skbc ich, das; die traditionelle Fürsorge der geseßgeben en * „weksckMften für unsere Armee unversehrt erhalten blieb und daß

br“ meine Herren, kcine Opfer scheukn wurden, um deren ununter-

Ab ene Entwickelung zu fördern.“ Schließlich dankte der König den

Eßeordnctcn für die ibm und dcr Königlichen amilie anläßlich dcr kurt des Prinzen Nikolaus ausgesprochenen G ückwünsche.

Serbien. , Die Skups chti11a bewilligte, wie „W. T. B.“ meldet,

s, Yimmig eine halbe Million Dinaxe für die notlcipenden chen Stammcsgcnoffen in Altserbten und Mazedomen.

Z Bulgarien. 1) M l t n er Si un der Sobran'e vom 25._. . verange " dk? ZrixgswiXisJer, das Haus olleodas thegsbud et ohne Vt'sprechung annehmen. Die Oppofitton trieb Olztruknon, ' Und es kam, dem „W. T, B,“ zufolge, u großen Larmszchn “" sowie zu Tätlichkeiten gegcn den.Abgeor neten Chrxstof. DLL “oppositionellen Abgeordneten verltcßen_ d'en _Saal, worauf das 3 ,Kriegsbudget und das Budget des thsterrums dcs Vchtßcrn -' "angenommen wurdcn. '. _

Dic „Agence Bulgare“ meldet, von 120 ]1111g1t ans azedonicn Und Adrianopcl 1mchTiarl1ekir dcportikrlcn Bulgarcn scicn infolge von Miszhandlnngcn 15 gcstorbcn ZUnd dlc Übrigcn crkrcmkt.

Dänemark.

d N96) einer Meldung aus Gmunden vom 27. d. M. ist ex Konlg von Dänemark von einer leichten Erkältung er- ?r-Zffk'" worden und hat am 26. d. M. das Vett_gel)ütet. Der WW? War gestern früh auf, mußwujcdoch wxeder z_u Bett

NM", da (*r leichte Schmech im_ Ruxken ha_tte. Es rst kein

Fieber vorhanden, und has Ugcmembcftnden ist ausgezeichnet.

„; ' Amerika. ck M ld *" e au San Domingo ist na cinex e ung '526 OLFLTaSB/Faus Cap Ha11i61Fchefrfnsß Dtc Konsuln *"ekl" dic Entendun von Kriegs i en.

aFchehncincm 17s1 Nengork eingetroffenen Telegramm mzs *“: PaNamn hat der britische ansul dcr _Junta mr!- - ??*th daß Großbritannien dw chUbltk Panama ziell ancrkenrlc. , _ ZZ T Eine Nen) Yorkcr Meldung der „Tones besagt, 21119111 YZ-nklkgquM der „New York Sun“ aus Colon zufolge seien Z ""'".ebr 900 MarincfoWaton 111 C01011 gelandet worden. In MW)111ngton werde crkläét, daßsxdam 28. Dezember UM) 600 nacb Colon able cn mur cn. _ :,Z'b Dkk Gesandte «Panamas in Wash111gtoant dex .?“ 'ritlskkU'n Botschaft mitgeteilt, daß Panama b_crc1tset, ko] sexner BevölkerungSzabl entsprecbxnden Tell Feix *;Co "mhlscbcn äußeren Schuld zu ubernehmen, ssa

* u umwen die Republik Panama anxrkennc. „Du: coljtmutsck)? P ere S uld belaufe sick) auf ungefaer 15 Mtlltoncn Do qrs, . "ama abe ein Funf chntel der Bcvolkerung von Colmybtet). ZM. us Buenos Atres meldet die „Agence Haoasb-,tdlte duZ'KUng habe dem Kongreß einen foeßentwurf unter ret el; ', quch den die Sprozentigcn Znscthszoüe vom_ 1. IatmeZk chr * Y gehoben werden sollten. Die udgetkommtsslon s?- klage günstig gegenüber.

D Me"“ ' d us Ascha Lk „RU 1 en Tele ra bcnagenxyr“_ Mk (: ,. * ad Meldet,ssks1ccx)s IournZl YSakaspljskoje OboSremjc hat?“. ersien ein Telegramm folgenden Inhalts bekqmmen. & n Tuckbet“Haidart stehe in nächster ZUt dW ErZffYUbe-J 5 “ei,;s “MUMM Konsulats bevor. Da nun _ in d uÉor-

Jane brlÜchrn Untertanen lebten, dercn IWM?" as 1 t

densem eines Konsulates erforderten, so werde das Konsu a

M' - « danws nicht zur Verfochgung kommeYZZYZ ZW- HWY

* ch 3-5,

ebe en nds geg rwachung der JJUZJT erfolgreicher gegen den

s anzukämpfen, inchtTuerbethextier asmbulatp- ankcnut cin uri en. ' , _ ""YYJLWWZ bilYeTsgTYeMFenruZßs xytärlZ-Yl 221111 ?FÉYKÜT '“ ek-cr't ouara _ _ LY?" Das eÖ-lzatKrYzeeinF Hierzu, das.Glc1ch.?W1chlkatYUißt;

eetkardere die Eröffnung eines rUsstschM ons"

AufÉr ' Was Ww" u d artementqm

12.11. “."TTS-FIZTTHHZÜ ves astani en WWK“: Z' erUnigtMStaaten an ewic en worden na TsYLmn p

"QW- um die ameri anis “'" Interest" zu s atze '

ders komrnandlerende Admiral des amertkaniscky?n GN

- t, ma i" den afiati wässern Evans aotnecxluku

c"“Nichts d L e éeZstaYFen das jest in _ _ ende Geseäxwß er fich am Dienstag auf *die Nuckkxtse

T“Ute (Manila) begeben werde.

Das „Reutersche Bureau“ meldet aus Tokio, der“ Ministerpräsident und der Kriegsminister hätten am 24. d.M. dem Marquis Ito und dem Marschall Yamagata auf deren Landsißen Besuche abgestattet. Man nehme an,

“daß die Besprechung der Staatsmänner auf die Weiter-

cntwickclung der Lage zurückzuführen sei. '

Wie die „Daily Mail“ ays Kobe meldex, smd600Tele- grapbenbaubeamtc von Uxina in Fasan eingetroffen.

Dem „Reutcrschen Bureau“ _ wird aus Pekmq pom gestrigen Tage berichtet, die Vizekonigc 0011 ganz China seien angewiesen worden, Ausmctse über 'drc Zahl der_ zum Dienst verfügbaren, von fremden Offiztercn ausgebtldctcn Truppen cinzuscndrn.

Afrika,

Vom Oberkommandicrenden der englischen Truppen in Som (: liland, Obersten Egerton ist, wie „W. T. B.“ meldet, folgende Depesche aus Kcrrit vom 21. d.M. emgclaufen: 550 Mann englische und eingcbdrene_ Truppen nebst 200 ely- gcborcncn Rcijcrn unternahmen m der Nähe von Y_admeuz eincn Erkundigungs ug und überraschten 2000 Derwnche bet Dschidballi, 38 englisJcbe Meilen östlich von Bgdmcin entfernt. „Es sci zu einem Kampfe ckommen, dcr dm Stunden gewgbrt labs, Nach der AUSZUJL qcfan cn genommener Dermtschc

ättcn die Dcrwische cinen Verlut von 00 then 111111100 Verwundeten crlittcn. Auf englischer Seite sczcn,2 Mann verwundet worden, und einer werde vermißt; dre emgehorcne Reiterei habe zwei Tote und zwei Verwundete zu vcrzctchncn gchabt.

Wie der „Times“ aus Tanaer von gestern gemeldet mird, wurde die in der Nähe von Casablajxca ltegcndc Stadt Scttat, die ungefähr 4000 Einwohner zahlt,"von den um- wohncndcn Stämmen angegriffen, geplundert und zum Teil zerstört.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur ArbeiterbeWegung.

Die Ausspcrrung von Kutschern der Taxameterdroschken in Berlin (vergl. Nr. 301 1). Bl.) dauert fort, ,e macht si jedoch nur in gerin erem Umfgnge bemerkbar. m Mtttwo und Donnerstag ver andesten dre Fubrberren und dic Kutscher 111 Versammlungen über die Lobndifferenzen. Wie bkesige Blatter berichten, wurde in der Versammlung des Verbandt» der Taxameterdrosckzkenbefi er Berlins und der Umgegend, die von 11 Mit liedern be ucht war, festgestellt, daß am Mittwoch 2000 Pro chkenxutscher enjlaffen worden find. Die große Majorität beschloß, bei thrcr ersten Entschließung zu beharren und nur solche Kutscher in Dienst zu stellen, die den neuen Vertrag

unterschreiben und fich mit 40% der Einnahme zufrieden erklären. AUe_ diesem Beschluss zuwiderhandclnde Verbands- fubrberren vcrsaüen der festgesetzten hoben Konventionalstmfe.

Dagegen faßten zjvei Versammlungen der Drosckokenkutsckpcr, die Von mcbr als 2000 Pkrsonen besucht waren, einstimmig emen Beschluß, in dcm fick) die Vcrsammelfcn Verpflicbtcten, unter keinen Umständcn für 40 0/0 Bst (Einnahme obne Tagßlobn zu fahren. D1e Ans- gcspcrrtkn f:»!!en "Uk dann wisdcr in Dicnst treten, Wynn ihnen der 191st gewährte Loba (1,50 „W täglich und 250/13 dcr Einnahme) writer gezahlt wird. -- Gestern tagte abermals eine gut bes_uchtc Veljamm- lung der Jubrbcrrcn, um zu den Forderungen der Kutjcber Stellunazu ne men. ie Kontroükommisfion des Verbandes der Taxametetdroscbken- be ver erstattete Bericht. Danach bat die täßxiche Kontrolle auf a en Fubrböfen ergeben, daß nur zwei- Vet ndömitglieber ent- egen rem Belcbluß der Fubrbmen die Kutscher unter den alten ' edingungen w eder anspannen ließen. Ge en diese wird derVetband auf Zahlung der kontraktmäßkgen Konvent onalstrafe klagbar werden. Ferner wutde mitgeteilt, daß eine Reihe von größeren Fubrherren,

die bisher zu den alten Bedin ungen Fahren ließen, un- bekümmert um die Verbandsbesckzlü e, erklart bat, daß, wenn ihre Kutscher am Montag nicht für 40 v der Ein-

nahme weiterfahren, fie disks)? gleich alls entlassen. Die Versammlung war fick) darüber einig, LUTC ( ontag) cine Generalaussperrung nicht eintreten sondern die wrüigen Kutscher fabrep zu la en. Verschikdene Fußrberren, die im Besiß eines Fahrscheins nd, jedoch bisher nicht fubrcn, onen jetzt selbst fahren. Cs Wurde bc chloffkn, an Fubrbcrren, die bisver außerhalb des Vexbandes stexcn und Kutsch€r fahren (affen, Flugblattegauszu eben, um _fie zum Eintritt in den Verband zu bewegen. Btshxr qt fich„eme rößere Zahl Vot1Kuischcm, tei1s solche, die bereits die Prufung estanden haben, aber noch nicht ankcstcllt sind- und daher den Fahrschein nicht holten, teils Kutschér aus anderen Yexxxfen, gemeldet. Um eine schneUere Einstellung der letzteren zg exm_oglrchen, wmde angeregt, WFT eventuell eine Abordnung zum, Polrzetprkastdexten abgesandt werde. (:ck An Ab?" der Fuhrberren ist fan dre Halfte der Kutscher entlassen. Berlin hat nach der [eyten- Feststellung 6526 Taxameierdrosckzkcn. 1633 w'erken Von Besitzern emes Wa ens, etwa 500 von Fubrberren, die zwe: uyd znehr Wagen haben, gefa ren. Demnach würden etwa 4400 Unselbstandlge, verbletben. Davon md 2000 entlassen. Im anzen befißt Berlin 8100 Droschke_n. ke weiteren Angabkn der Zubrberrezn besagten, daß auf etwa 30 Fuhr-_ böfen gegen 120 Kutscher für 40 v. H. der Einnahme fahren, andere wütden am Monja anfqngen. Na den Angaben der Streikleitung betrug gestern a end dre Gesanxtza [ der noch Feierndxn etwa 1100. Die gestern auSgezablte Unterstußungssutzjme beträgt fur alle Streiktage 6000 „% Der Streikkasse "md großere Summen durch Beiträge der Arbeitenden zur Verfugurzg ge(stel[t worden.

Der Verband der schlesischen Textiltndu trielle„n be- schloß, alle schlesischen Textilinduftxiellen zu ersuchen, fich fur die Crimmitschauer Arbeitgeber einer freiwilligen Besteuerung zu unterwerfen. Jeder YetricsttefrnehmerstfZü cine Mark auf den Kopf

' einmai ur er ügung e en.

seineZlexxxerCrimmgiéschauer Textilindustrie find während der Weibnacbtöwocbe Versuche zu emem Vergleiche d'er streitegden

rteien gemacht worden, die zu folgenden Verglexclxsvorscblagen übrten: .Es wird anstatt des jest 'bastebenden 11stundie_n und des gewünschten 10stündigen Arbeitsta es ein Wk kundiger Arbeitstag vereinbart. Die Unternehmer ellen in Aussicht, nach einem Jahre die Arbeitézeif um eine weitere Viertelstunde zu verkürzen und vor Ablauf von 3 chbrcn in neue Verhandlungen mit den Arbeitexn über eine Verkurzung des, Arbeitstages auf 10 Stunden ein utreten. Beide streitendcn Texle re1chen fixb dre Hand um Frieden.“ aßregelun en sollen von ,emer der beiden Seiten Stattfinden.“ Die organiterte Arbeiterschaft schien, nach Mxl- dung verschiedener biefi er Blatter, ni t abgeneigt zu sem, auf dieser Grundlage *Frieden zu schlie en; es find auf seiten der Unternehmer jedoch achlicbe Schwierigkeiten vorlxcnzden, die;. selbe Zahl von Arbeitern, wie früher jest schon Tu beschafttgcn, wetl die uptsaison verloren ist und weik viele Bett ebe erst allmählich an Fraud neu aufzusuchender Bestellungen die volTe Arbeit wieder au ebmen „können. Infolgedessen scheiterte der Auögleiäpsversuch, und

auert ort. .

der Fx?!) [?sstaudfdec Töpfe? in Velten ist nach einer Dau“ voz; zwölf Wochen am-23. d. M. durch einen mit knapper Mehr eit angenommenen Beschluß beendet worden (ver [. Nr. 301 17. Bl.). ke Bedingungen, unter-denen txje Arbeit wiede_r an genommen wixd, lauten, der Frank rter Ztg." ufolge: Die wemger bezahlten Pos1t1onen des Tari'fo 1 ex „eine «da p:ozentige Erhöhung erfahren. Dxe Hilfs-

arbeiter sollen pro Woche, statt 16,20 „“ 17,104,“ erbaktcn, und den Kutscbe'rn soll der Lohn um 50 ,? pro Woche erhöht werden. * Dxe Versuche der auéständ gen Backergesellen in Paris vers]. Nr. 302 d. Bl.), die arbeitenden Bäcker zur Einstellung der rbett zu veranlassen, md bisher vergeblich gewesen. Die-Hersteüuna deß Vroteßgebt obne törung vor fick. ,In der Nacht zum Sonntag Kundert: el_n Haufe von ,etwa 50 Per onen, angeblich AUSständige der- ' abrungsmtttelgewerbe, Une Gxnoffen chaftskxäckerei in Paris. Mehrere Pexsorzcn wurden verhaftej, well fie enster1cheiben einwarfen, anoere, weil fle gegen Arbeitswiüige Vorgingen.

'Der c._UusstanH dc]; Arbeiter in den Appreturanstalten und Sgtdenfarbereten m Lyoxj ist beendet; die Arbeitgebcr haben em: e Forderungen der Arbctter zugefjanden. Dagkgen daucrt der Aus fand der Spinnxreiarbeiter noch fort.

In der Jutesptnnexei von Lucca traten, nach einer Meldung ZZ „Voss, Ztg.“ aus Mailand, vierhundert Arbeiterinnen Vor

' ibnachten m den Ausstand. Am Mittwoch verxüqte infolgedcffen dze Leiturxq _dcs Unternehmens die Schließung, soda tausend Arbeiter dte Beschasttgung verlieren.

Kunst und Wiffensthaft.

?. 11. Die Weibnackytsausstellung bei Schulte b1ingt viele_und zutz1 Tetl_ aucb interesante Bilder. Wie immer, ist den Auslanderq em betrachtlicher Raum überlassen, aber neben ihnen kcymmen dteßmal auch deutsche Künstler genügcnd zum Worte. Mit zahlreichen Wejken tft das (Ehepaar Paczfa Vertreten, beide in ihrer Art_ grundvuschieden. Er beschränkt fich auf einen bestimmtem Lebenskrets, dqs uanaxifche Bauernleben, das er oft nüchtern, steif und fast zu aufdrtng11ch m den Farben,_m1tunter aber doch mit viel Frische und poetxscbem Empfmden schtldert. So smd die „Sonntags- unter?altuna' und der .Rekrutenabschied“ Arbeiten, an denen man eine rende bgben kann. Cornelia Paczfa, seine Gastin, ist als Kün tlerin dk: weitaus bekanntere. All ihre Bil er find Xm Gegensaß zu _ dcn seiyen Phantasien, streben über die irklicbkkit hinaus, die 1716 Malerin nur bxobachtct, uux ihre Ideen lebenskrästig und überzeugend darstellen zu_ konnen. Wo su: fich nur an die Wirklich. keit hält, wie in der Portratgruppe, scheint ihre Kraft ste sogar zu verlassen, fie bekommt, etwas zewungenes und Lebloses. In dieser Aussteüung tritt ,Cornelta Paczkg zum ersten Male als Bildhauerin an dre Oeffentltchfett, nachdem fie fich bisher besonders duxck) ibke „Radkeryngen, und Lithogkavbien außgezeichnet bat, S_xe nennt _dte nxetblickpe Fzgur, die fie ausstellt, „Stimme der Schwache“. Fur erye Erstlingsarbeit liegt viel Beseelun in dem Körper, etwas Zogerndes, zugleich Aengstliches und Na giebiges, das den Gedanken gut ausdrückt. Auch in ihren Bildern, aUe Teile eines großen Ec1amtwerks, tritt dies sekliscbe Moment sehr in den Vordergrund, aber das viele Klagen und Be!- za en, das in ihren Arbeiter; liegt, macbx auf" die Dauer einxn schwäch- lieLen und ermüdenden- Eindruck. Dte Kunstletin steht nicht über dan Dingen, dix fie schtldert. In ihrer Technik ist sie gegen früher entschieden gereifter. ' '_

Eine etgentümligbe Ersche'mung 111 Georg Pecscbke, der kind. liche Phanta "19 Satire ynd ziemlich u„nverdauliche AÜegorien in seinen Bildern durche nander wirft, abcr babe: durcb feine und zarte (Gedanken, xvie in des „Pilgexs Traum“, und dank sein kräftiges Können uberrasrbt. _Carl Vlnnen hat einige seinerimmer wahr empfundenen Landschaftsbtlder ae'sandt. August Lüdecke, der Schüler 819, ist Juz m dxr Art semes Metstch aufgcßange'n, er wählt enau d eselben

,toffe w1e sein, Lehrer und steUt fie in getreucstec Na abmung rar, ww cr. ' (Emes dcr geschmackVOUsten Bilder der Aus- steüung 111 das von Paul Wolff-Zamzow, das im S'ommcr' auf de; Münchener Sezesfion zu sebcn war. Es sch1ldert emen Früblmgstag bei Florenz. Zu Füßen einer hohen Zypresse _an emxm Hügel Wen ein «Herr und eine Dame im Bieder- nzcterkostum, 11011) steif nyd do lebendig, und vor ihnen debut fich dt; Welljgc Ebene. Wolf! hat eine Vorbilder, troHdLm spricht die! Elgenes u1_1d Hübsches aus dem Bild. Von Ausländern ist zunächst Corot mtt seiner vornehmen, Linen Landschaft zu nennen, die hier eine Sonderstellung einnimmt. ntoon vom Weelie ist mit einer größeren 2!an von Porträts vertretea und mit ein ar UW

oe sierenden Wert im til von Burn: Jones. en AM Zhu fast immer liebevolle Vertiefung, sie scheinen MMU und -chnell nach dem Wunsch der Besteller gemalt. ?reil gt eines der Vildni :, da er mehr zu geben vermag; es it das l en!- voUe orträt nes ammerberrn in Uniform mit ausgeprägten, eistvo en en. Auch Arthur Yalmi arbeitet flüchti und ober-

ächlich, nur eine Kinderbildnisse nd liebevoller und au geschmack- voller. Der Spanier Claudio Castelucho brin t ziemlich rob in breiten Flecken bingese te Bilder in grauen, trü en Farben. Ein rechte_r egensaß zu im ist der Engländer Theophil L baert, der m seinem Porträt eines alten Mannes, das er „Tr umerei' nennt mit Glück die' behutsame Sorgfakt alter holländischer Meister nacbabmt und mit selbstlosem Fletß ein Menschcnantlitz in aßen Kleinigkeiten, wie es fich darsteUt, gibt. *

Bei Wextbeim find nur wenige Arbeiten außgestellt, die einer besonderen Erwähnung bedürfen. Die meißten ker Künstler haben eine Wiederholung ihrer selbst gegeben. Man glaubt, diese Bilder schon einmal Yseben zu haben so gleichen fie früheren. Die beste ist die von K. tarckc „Unter altung“. Zwei Menschen, ein Fischer uxtd eine Frau, in Lebenßgröße, mit wahrem Ausdrvck, nicbt karikiert, nicht schwäxblicb, nicht übertrieben. In der Art, wie hier das Seelische mit einer Éewiffen gelassenen Kraft heraus ebracht ist liegt L?Hr viel Gutes. o breit und schnell der Stri ist und fo ver- „äxieden die Technik Von der mühsamen Lybaerts, die Objektivität, Mit der hier Menschen geschaut find, ist eine ähnliche. Man fühlt, das; hinter diesen Gesichtern wirklich etwas lebt und arbeitet. Den Künstler haben die menéchliÖen Modelle nicht nur um irgend einer Lichtwirkung willen intere fiert. Es ist [Yadß daß Bilder dieser Art jest so selten sind. Ferner sind eine öne Sommerlandschaft von Fkk Burger zu erwähnen, ein paar kkeine Arbeiten voll hübscher

timmung Von Hans Joosckocn und ein „Erlenwald bei Mond- schein“ von Sindtnz. Die impresfionistischen Landstbaften von Arp find doch ein wenig gar zu grell.

In Stuttgart ist gexiern, wie „W. T. B.? meldet, der National- ökonom Albert Scbä fle estorben. Er war 1831 in Nürtin en (Württemberg) geboren und erßielt nacb vollendeten Univerfitätsstud en und nachdem er zehn Jahre lang bei der Redaktion des „Schwäbischen Merkur“ tätig ewesen war, im Jahre 1860 eine ordentliche Professur der politischen ekonomie und der StaatSwiffenschaftetx an der Uni- verfität Tübin en. In den folgenden Jabten gehörte Schaffle auch dem Württembergigscben Landtag und 1868 dem Deutschen Zollpatlament an. In demselben Jahre folgte er einem Rufe an die Univerßtät Wien. Nachdem er unter dem Ministetium ohenwart kurze Zeit das Handelsministerium und das Ackerbauminitenum geleitet hatte, zog er sich ins rivatleben zurück und widmete sub der literarischen Tätigkeit. Schaffle nahm eine selbständige Stellung unter den Ver- tretern der ethisch-fozialpolitisckxen Richtung der modernen National. ökonomie ein. Unter semen Werken md die „Quintessenz des Sozia- 112mus“, .Kapitalißmus un_d Sozial Emus“, „“Bau und Leben des ozialen Körpers“, „Grundsatze der Steuer oltttk“ und .Die Aus- chtslo gkeit der Sozialdemokratie“ die be anntesten. Zum „Hand- und Le rbucb der Staatswiffenschasten' schtieb er die beiden Bände über die Steuern.

Handel und Gewerbe.

11 der heutigen Sißun des entrl _, ReickIMbank wurde zunächst Jie neuZWOYZYZZérYTßc-Z der 23. d, M. voxgetra en. Im Anschluß daran Mb der Yom ßßend Prüstdent es Netchsbankdtrekwriums, W or:

e - . . heime Rat Dr. Koch, naZdem er des kürznch dahintrkixckx (Go-

JÜiede'nm

lgngjährigenMitgliede-Z, eheimen Kommerzienrats v o n Han s„