1922 / 139 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 17 Jun 1922 18:00:01 GMT) scan diff

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_ amg“ 'nur- 1,555 ...-1, die Hopsequenzen für Angestéllte und"

,. N' längerer AuSspvache Wurde ein Antrag Marath- Dr. S 013 (D. Vp.) ein bracht, sofort die AuSzahlung der Wezwverfügen, die orlage über die Teuerungszusckxl'äge' lo zemg einzubringen, daß dem Retchstag genügend Zeü zur ein- gehenden. P " „ug bleibt. und_ Vorsovge zu treffen, daß auch Wundder _rtagung de_s- Petchsm etwa wüvendi Werdende

„' _ . schlage unverzygltth dur rt werden nnen. , , Der- orsißende hat, diese Entsch ießung (rbzulehnew; aus den Verhandlungen wisse die Regierung, welche Auffassung der Wschuß habe. Man müsse die Regierungsvorlage abwarten. - Abg. Schmidt-Sxettin (D. Nat.) schlug vor. daß der Vor- siYende an den _Rerchs-tagspräfidenten herantrete, um mit ihm Veveinbarungen uber den Fortgang der Verhawdlungen zu treffen.

Von der Entschließung Morat!) wurde nur der zweibe Saß mit den Stimmen der Unabhänxßgen, der Sozialdemokraten, der Demokraten, der Deutschen V spartei und der Bayerischen Volkspartei an nommen, ist aber durch eine yon dem Regi-erun 5'- ver_tveter zu - rotokol! gegebene zustimmende Exüärung als er- ledtgt anzuse en.

-Der usfchuß desReicbstags für Wohnung?;- Wesen bsendigte gestern in erster Lefima die-Veuatqu über die Pachtschnßordnung. Dde Volz .steüung der Heuerüngs- verträge Wurde beibehalten und auSgede nt auZ soxche Päckxter, die selbst oder deren Vorfahren das Prachtgrundstuck kultivikrk haben. Die Ein'führung einer BerufungsMstan-z Wurde bescbsoffen. Das neue Geeß soll bis zum 30. Sepdember 1924 gelten.

- In der gvestrigen (51an des „dritten Unter- ausschusses des parlamentarischen Unter- suchungsausschusses, die unter dem Vorfiß des Abg. Dr. clTxuleisckxer stattfand, wurde einstimmig beschlossen: Der Ausf soll unlkerfuchen:

, 1. b das Völkerwcht in seiner bisherigcn Yngestalwng als Fei nede 'UnterXage für ein Wie auch immer geartebes gerichfliches erZahren dienen farm. _ _

2. Ob und inietveif das Völkerrsckpk formell zu vßrbeffem und mareriell auSzubau-en ist, um eine geeignete Wischen-staaxliM Grundlage für gerichtlickx Verfahren in „70111111 ligen Konflikbs- fällen zu bilden.

Handel und Gewerbe. Telegraphische Aussablung.

17. Juni 16. Juni

Geld Brikf Geld Brief 12484,35 12515,65 12309,55 1234045

115,35 115,65 113,85 114,15 2651.65 2658,35 259675 260325

5508,10 5521,90 5413.20 542680 Kopenhagen . . . . 6941.30 695870 6866.40 6883.60 Stockholm und Gothen-

burg . . . . . 8299,60 8320,40 8189,75 8210.25 YeMngforZ . . , 695,10 696,90 688,10 689.90 „3100811 . . 1602.95 1607.05 1583.00 1587.00 London . . 1433.20 1436.80 1413.20 141680 New York . 321,59 322,41 316,35 317,15 Paris . . 280645 2813.55 2776.50 2783.50 Schweiz . . 611235 6127.65 602245 6037,55

0

Amsterdam - Roxterdam Buenos Aires (Papier- peso) . . . . . . Brösel und Anüvsrpen Cbnftiania. . .

Svanien. 504365 505635 4978.75 4991.25 153,75 154,75 44,44 44,56

150.75 43,19

151,75 43,31

oooe,so.,

Japan . . Rio de Janeir . Wßen(a11e§3) . . . . Wien TDUÖ-Oesterr.)

abges emp. . Prag! .] . „. ©0511. . . . Konstantinopel .

2,03 2,07 622,20 623,80 33,70 * 33;80 215,70 216,30

„Ausländische Banknoken 00m17,Juni. (5561?) Brief AmerikaniscbeBanknoten1000-5 DOU- . . . 321.15 321.85 , 2 Und 1 Doll. . . . 319.15 319.85 V81gische für 100 Frcs. . . . 2637.25 2642.75 Dänisck)? für 100 Kr. . . . . 6918.00 693200 Englische große (100-500 Lsérl.) 1432,50 1435,50 1 Lstrl. u. darunter . 1431.50 1434.50

Xinniscbe

8701135711611:

. . . . . 695,25 696,75 100 Frcs. . . . . 2802.00 2808.00 Hoüändiskbe 100 Js. . . . . . 1247250 1249750 Italienische 100 Lire . . . 1598.25 1601.75 NorWegiscbe 100 Kr. . Oesterreichische .

. . 5494,50 5505,50 alte (1000 Kr.) .

alte (10-100 Kr.) . -.- -,- neue (1000 Kr.) . . 2,325 2,425 116118 (10 u. 100 Kr.) . -,- -,- 500 u. 1000 Lei. . 209,75 210,25 unter 500 Lei -- -,-

8298.50

für 100 Kr. . 8281Z50 Scbwyizer . 6106.25

für 100 Fr. : 6003.75 Spanische , 502075 504025 615,75

Tschecho-s[ow. Staatönot, 116116 (100181. 11. darüßer) 614,25 . , unter 100 . . .. 614,25 615,75

Rumän'ische

Scbwédisckze

!kdctckaklklekkeat

- Der AufsiÖkSrat der Deutschen Bank, Berlin, ge. 116171111 te laut Yéelbung 188 „W. T. B.“ in seiner gestrigen Sitzung den A schlyß zum 31. Dezember 1921. Die Gcsamtumsäße betrugen 2125 Mtücarden Mark gkgen 1281 Milliarden Mark in 1920. Die Gesamtqdßtion der Bilanz schließt mit 40.1 MiUiarden Mark gegen 22.9 Mrütarden Mark im Vorjahr. Es befrugen am 31. Dezember 1921 (Vorjahr in Klammern) die Hauptposten des Absckhk'usses: Vest : Bargeld und Guthaben bei Abrecbnungsbanken 1 478681296 (1183 373 311) “. (Hutbabsn bei Banken und Vankfirmen 3 863 343 815 (1185081410 “. Wecbsel und unverzinslicbe Schatz- amveisungetx 24 244 Z30 441 16 025 821 697) .“, Verzinslicbe Deutsche Schaßanwetsqueq 3470 029 (85 285 240) .“. Report und Lombard Xgen börsengän tge Weripapiere 301791955 (217 350 390) “,

igene Wertpaperex Anlezben des Reichs und der Bundesstaaten 10 690 279 .“, sonstige - bet d&„inchsbank bekeihbare Wertpapiere 14932 968 “, “sonsjtge,börsenqangtge Wertpapiere 71 647 425 “, nicht notierje Wertpaptere 27 074 560 .“, zusammen 124 345 232 (69 585 367) .“, Vorsckyüffe auf Waren und Warenverschiffungen 1022153 962 (535705 584) .“, Sämldner in laufender Rechnung: 'edeckte 6071188840 (2000201517) “. ungedeckte .2 608 441 720 117285 777 991) .“, Forderungen an das Neu!) und die Reichsbank aus für Rechnung derselben übernommenen Berbindlichkeiten 116 437 500 (178 284 410) .“, BeteilißxmÖan GemnnsÖaftsunternehmen 59 553 516 (38 352 686) .“, dauern eteukgungen bei anderen Banken und Firmen “eins [. der ' BetetliÖung ay der -Reich6anleihe-Akt.-Ges. 159 836 606 ( 6 717 013 .F. ankgebaude 55 665 000 (47 640 000) „77, Sonstiger Grundbefiß (1) .“. Verbindlrcbkerien: Gläubiger in laufenderRechnung 38 617 424 225 (21 580 004 280) .“ - und zwar: Verpfkicbtun en für «gene Rechnung 4343 944 .“ (aus- schl' irh Ylbeken auf dem GrundbesiI, von Kunden bei en Me Kredite 399 379 923 .“, ebübrenfreie Ein- 1 ' 25924166 “. Sonstige Gläubiger 12289 534051 .“ - * 218546122 (164071251)_.“ 111! Re nung des Reichs

ban übernommene bindli eiten 116 437 500

mm ark (1154 Millionen

"7" k * 8 384 U0 .“ 1681 Zakk)- DÉIÉMH empor Abzug der Anögaben beläuft siéh auf

YM?“ 906 (712990781) .“, und 31867 im einzelnen : Zinsen und Wechsel “590 1316643 782 764) .“,- Gebübren 329 898 736 (1,98 "186 505) “, sonsüxx Gewinne (ausWertvapterm,'Gememscbafßqesäyaften. dauernden» _ te“ tgungen, Sorten -u. der 1.) 134 549 039 (71021512) .“, zusammen 1159037 906 .(7129 0781. .“; ,dageÉen erfordexiey: Handlungsunkosieu 744974562 (4125 596) .“, feuern urid Nb. gaben ems li lich Zinsbogensfeuer' 73 824106 (67 357 967) “. Woblfab m: Ötungen für die Beamten und Beiträge der Bank zum Beamtenfürsorgeverein 22391521 (15007703) “. aus Anlaß der Fusion und .KapitasSerböhung entstaqdwe Kosten -,- (22 600 000) .“, Abjckoreibung auf Emnchtung 22 792162 (12 716 450) .“, Abiscbreibung auf Bankgebäude 16 903 876 (9 036 824) .“, zu ammen 880 886 227 ; (539248540) .“. Der Reingewinn des Berichtsjabres betrug 278151679 (173 742 241) .“, dazu tritt der Vortrag mit 13 955 870 (11326381 .“, zysammen 292107549 (185 068 622) .“. Es wn'd beantragt: eberwetsung an die freie Rücklage 100000000 (71 914 347) “. Restüberweisung an den ..JubiläumsfondS'. -,- (5000000) “. Ueberweisung an den Dr.:Georg-vomOiemens-Jonds 30000000. (11041958) .“, Sonder- abscbreibung auf Bankgebaude, zur Herabmmderung 0613 Buchwertes auf den bisherigen Stand von 40000000 .“,15 665000 (7 640 000) .I- Rückstellung für in Ausführung begriffene Bauten 30,000 000 (-.-) “, 2-1 % Dividende auf 400000000 .“: 96000000"(7134003_0)_“, Gewinnanteis des Liufßcötsrats 6021505 (4176417) .“. Borrrag auf neue Nechnu 14421044 (13 955 870) .“. Unter. Berück- f'tcbtigung der borge chlagenen Zuweisung, von 100000000 11311811 tick) die Rücklagenmmmebr auf 550 Millwnen Mark, so das: das szgene Vsrmögen der Bank (Kapital und Rücklagen) inSgesam1950 M11110nen Mark beträgt. Diese Ziffer erfährt durch die im 11611311 Jabk_vor- genommene Fnfion ' mit der Deutschen Petroleum-Aktteß-Geselljchafx cine fernere erheblickye Vermehrung, und zwar auf wett über zwe: Milliarden Mark.

- Nack) dem Géschäftsbcr1cht der Continental-Aspbalf: AktiengeseTlscbaft Hannover, die am 12. März 0. I. auf ein fünfzigjäbriges Bestehen, zurückblicken konnte. über das Jahr 1921, hat 11171) 016 Lage der einschlägigen Industrie in den Jahren nach der_n Kriege fck): dérböffksk._ Weskntlich trug hierzu bei, Faß es gelan ,_ dre 1111070111161 gepreßtc: 2115500016118 mehr und mehr zu einem wi ttgen VkrbraucHSartikel emporzuarbe'rten, der' jeßt an Stelle von Holz-, Stein- oder Fliesenboden - weil hiÜiger und besser - m ständig steigenden Mengen ver1angt wird. Ferner auch, daß jekt die deutschen Aspha1tgruben berufen find, 80,8 g a,n zx In - land und zumTetl auck) dasAusland mtt bermxscben P r o d u kten z 11 be r f o rg e n. weik ausländischer Rohfelsen aus Gründen der Valuta und Fracht nicht eingeführt werden kann. Hiexdnrch ist eine ganz neue Lage «Eschaffen, die dauernd auf 0.08 Gejchäft günstig eimyirkt und den Betrieben fx'1r die Zukunft - tm Hinblick auf die 56101102an Grubenwerbältnisje der GcseÜsÖaft "" gute Resu1tate in Ausficht stellt. Vom Reingewinn von 2326 049.“ 101101145 vH unter_die Aktionäre berteilt werdan. Jm laufeundcxn Jahre war die GeseÜscbaft bis zur 211189056 068 Berichs standxg außerordentüch stark bcsclyäftigt und noch 1111: die nächstenMonate mtt 1051113110611 Aufträgen überhäuft.

Nach dem, Woktyenkkriäyt der Preisberithsiekse des D *: 111115 en IandwirtsÖ'aftSrats 0011110111816. Ju11141922 zeigte dxr Produktenmarkt in Verfloffensr WOÖL Üb-eriegend feste Haltung,_ m erster Reibe beeinffußt durcb djs Geftaltung derDevisxxn. Spater schwä ten 7115 die Produktenpreixe zeitrveisc ab,“ zum Tex] rvobl 7sz die '11LdétsÖ1äge dsr leßten Tage und auf „die günsttge Entwicklung der Saaten. Was das Geschäft m Jnlanhs- waizsn betrifft, so 5011611 die 9371151811 einige Tage 5111- durch außerordentlich großas Meblgeschäft. Roggen Wurde in anseHnlicben Mengen in Deckung bsgebrt. Zn Gcrste wurde das Zn'landsmaterial, das zum Angebot kam, für Brauer und Mälzer und Kaffseröstereien zu stkigenden Prsisen_aenommen. Jm Hafergescbäft bewirkt der laufende Bedarf neue An1chaff1mgen. Für Mais “fam besonders in den ersten Tagen ein sehr großes Gcscbäft

1110011136, und zwar zum Teil auf spätere Lieferung an inländisébe -,

ös111che Firmen, *die 5610111601116)-landwirtfchaft1iche Kundschaft haben.

Erster Flachsanbaubericbt Ernte 1922, Stand Ende Mai (Berickpt der “Deutschen Leinenbörse E. V. Berlin). Infolge des restlosen Y_bsaßes der Ernte 1921 zu guten Preisen ist eine Er- 115511119 der Anbaufläche in Deutfch10nd einaetretsn, die im Durch- schnitt demVorjabrc? 96681111er mit ungefäbr 200/13 angenommen Werden kann. Zwar werden aus, Yuzelnen 1181119an Bezirken Rück- gänge gemeldet, dafür find in 011011 anderen Bezirken jedoch teilwcise sogar erhebliche Stexigerungen der Anbaufläche eingetreten. Die Ans- saat e1f0101e vsrbä1tnismäßiq spät und trat zum überwiegenden Teil bis 15. Mai, in den nördlichen szirken und in Gebirgslagen kaum Ende Mai beendet. Die Saat 111 überal] gut aufgexzangen. Die Entwicklung der Saaten leidet infolge der Trockenheit vielfach durcb (81060176, wie überöauvt, wenn nichti bald Regen eintritt, die Aus- fichtsn auf eine gute Ergte herabgemmdert wsrden.

Ge treidsn otierungen in Mark für die Tonne (Welt marktvreise umgerechnet zu dem jerveiligen WeÖsLKurse). '

B e 1:1 in, 15. Juni. W e i z e n, Märkischer 14 760-14 900 R 0 g g e n , Märkischer, Pommerscber, sch1efischer 11 440-11 520“ S o m m e 1: ge r | e 13100-13 400, H a s e r, Märkischer 12240“ bis 12 400, Ma 1 s , olme Probenienzangabe, prompt 10100-10160, ab Hamburg Berlin ab Speicher 10 880-10 920. ,

H a m b 11 1:51), 15. Juni. W e ize n loko 14 500-14 700 aus1ändischer 1 400-17 500, R o g g e n 1010 11 500-11 700, Hafer 101012300-12500, Sommergers1613100-13400,“ M 61 is Toko 10 240-10 300.

Mannheim,12.Juni. Weizen16000-16750, Roggen 12 750, (55 erste 15250-15750, Hafer 14000, Mais, amerikanisckyer, ]] 000.

K 51 n g. Rh., 13. Juni. W e i z e n , inländisÖer 16 800-17 000, auSlandrsÖLr 16 500-16 750, R 0 g g e n . inländischer 13 100 bis 13 300, . a f e r , inländischer 14 300-14 700, axtSländiscber 13 800- 14300, 7 u t t e r g e 1: st 6 auslänwscbe 13 750-14 000," W i n te r g r st 8, inländisckpa. 14 400-14 700, M a i s , grober 11000-11250'

k-1eit16r 13 000-13 250. C b i c a_g o, 14. Juni. W e 1 z e n. Juli-Lieferunq 12 851, September-Lteferung 12 952, M a i s , Juli-Lieferung 7661, De-

zember-Lieferung 8045.

180 r t 0 1161 p r e i f e der Notierungskommisfionen “des Deutschen LandwtxtschaftSrats. E r ze 11 xxx r p r e i s e für Speisekartoffeln in Mark 18 Zentner ab Verladesiatwn:

_B e r 1 in , 16. Juni: Weiße und rote 100-105 “. Frühmarkt geschaftslos.

Großbandekspreise:

Fr„ankfu_r"t a. M., 12. Juni: Norddeufsäye 170-200 .“, frackgtfret Fra11kfurt a. M. Wetterauer Kartoffekn infolge zu hoher Pretsforderung kein Geschäft.-

Butterversteigeru-ngen:

_ Berlin, 13. Juni. Zugefübrt und verstei ert wurden 514 a . Höchster Preis 6650 .“, niedrigster Preis 52 0 “. DurchscbnxixttY- 15er 6157 “. Die erzielten Preise betta en für Ostpreußen 5410 brs 6100 “, Westpreußen 5230-6180 “. ommern 5820-6500 .“, Mecklenburg 5900-6210 .“, Altmark 6030-6100 .“, Brandenburg 5890-6190 “. Braunschweig 6100-6190 “, Hannover 5940 bis 6480 “, Oldenbur 5780-6650 “. Ostfriesland 6040-6530 “, Schleswig-Holstem 100-6110 .“.

amburg, 14. Juni. Versteigert wurden 738 a ]. ual'. zu 61 0 .“ im Durchschnitt, höchster Preis 6195 .“, niJHgster Frais 6100 .“, 16 Faß U. Qual. zu 6006 .“ im Durchschnitt. Bremen. 13. Juni. Zugeführt und verstei ért wurden 274 Faß 1. Qual. ster Preis_6630 “. niedriJster PLW 5970 .“. Dre erielten Preie etragen fur Hannover 59 0-6610 “. Osi- frieslan 6010-6510 “. Oldenburg 6090-6630 .“, Westfalen 6060 .“, 1]. Qualität 5500-5900 “. *

S la kvieh reife Zn Mark für den Zenta “ck" ck - . p Lebendgewieht. "“' Berlin mburg Köln, Nb. Man„ -

_ 14. Juni 5. Juni * 12. Juni 123111" . .) - * 3000-3200 3600-3800 31003250 . 13) 2500-2700 - 3300-3500 3W3100 . . c:) 2200-2400 2400-2800 2700-3000 2500„28 . . ä) - 1800-2300 2000-2600 1950250 Bunen . 8.) 2800-3000 2700-3000 3300-3500 2?»*2850

, . b) 2500-2700'2300-2600 3000-3200 2000_2650 ., . . 6) 2200-2400 1700-2150 2300-2800 2100-2300 Färsen 11. "be 8.) 2800-3000 3000-3200 3400-3700 3100-32-30 , b) - 2700-3000 3000-3200 2900-3150 0) 2400-2600 2400-2800 2600-2900 2500-2700 (1) 1800-2200 1700-2300 2200-2550 2000-2400 6) 1300-1600 900-1500 1200-2000 1400-1300 8) - - 3600-4200 ._ . 13) 4000-4300 3450-3900 3350-3500 3400-3600 c: 3500-3800 2900-3400 3000-3300 3200„.3300 , - .' 81 2800-3300 2250-2800 2600-2900 310043200 . 6) 2400-2700 1800-2300 - 2900_3„_,0

Schafe: _ . Stallmast . 8.) 2600-2800 - 2000„2150 . b) YUMYUM "- [JUNIOR] . , «) 1200-1700 7300-2900 (85011950 817011101 . 3- "- “.1 -... 7(_“)()_._1Z

W . 1 . H3 - 223L400560 FUNNY Sebweine . . a) "" 110-430, , 5) 4800 - 4800-4000 4200-4390) «:) 4725-4800 4250-4350 4600-4700 410044200 . 6) 4600-4700 4100-4200 4350-4500 4100-4310

. 0) 4350-4500 - 3800-4200 „. . F) 4000-4200 3600-4000 - 300044100 . 8“) 4400-4600 3600-4250 4500-4700 3900-4200

Ochsen

Kälber

Berich'ke von aquärtigen Wertpapiermärklen,

Köln. 16. Juni. (W. T. B.) (Amtliche Devisenkurw) „Holland 12 359,50 (H., 12 390,50 B.. Frankreich 2786.50 G., 279350 B„ Belgien 2616.70 G., 2623.30 B., Amerika 317,30 G., 318.151 V„ England 1419.20 G., 1422.80 B., Schweiz 6049,90 G., 6065.10 B„ Italien 1598.00 ST.. 160200 B., Dänemark 686640 G., 6883.60 B„ Norwegen 5413.20 G., 5426.80 V., Schweden . 8164.75 (Hz_, 8185.25 V., Spanien 4993,75 G., 5006.25 B., Prag 610,20 G„ 611,80 B., BUÖCPCÜ 31,45 (H.. 31,55 B., Wten 1,83 G., 1,87 B,

D anzig, 16, Juni. (W. T. B.) Noten: AYerikanische 314,31 G., 314,97 B., Englische -,- G., -,- V., 2310113015013 -,- G., , B.. HoUändiscbe -,- ., -,- 5 Polnisckoe 7,31G., 7,34 B., Warsclyag -,- G., -,- B., Posen -,- G. -,- B. - Telegrapb1sche Attszabkungkn: London 141605 G., 1418.95 B.. Holland 12 387,60 G„ 12 412,40 B., Paris 276720 (H., 2772.80 V.. Warschau 7,36 G., 7,39 B., Polen "““,-"' G., _,_ Ba, PVsLU 7,36 G., 7,39 B-

Wien, 16. Juni. (WT. V.) Türkisebs Lose 136 000, Mai- rente 230, Februarrente 236, Oesterrerckyiscbe Kronenrente 200,00, Oesterreichische 050101131176 -,-, Ungarische Gpldrcnte -,-, Ungarncbe Kronenrente 9800, Anglobank 27 500, W1ener BanvSrem 11200, O0s1erreichische Kredétanstalt 11600, Ungqrrscbe Kredttanstalt 50 500, Länderbank 30 000, Oesterreichiscb - Ungarxsche Bank 40 000, Wieyer Unionbank 11800, Lloyd Triestina -,-, Sxaatsbabn 302-000, Sud- babn 56 000, Südbabnprioritäten 95 500, Siemens u. Hglsks 13 500, „Alpine Montan 125 000. Poldibütte 115 000, LZrager 6001 205000, Rima Murany 58 500. Skoda-Werke 144 000, - rüxsr Koblsn 340 000, Salgo-Koblen 195100, Daimlsr Motoren 5975, Veitscber Magyxfit 850 000, Waffensabrik 8000, Galizia-Yetro1eum -,-, Kaqer- Ferdinand-Nordbahn 1280 000, Leykam-ijsfstal -,-.

Wien, 16. Juni. (W. T. B.) Notierungen der Devksen- _entrase: Amsterdam 659 “(5000 G., BS_rlin 556000 G., Korcu- 5agen 372 375.00 G., “London 75 725,00 (H., Parcs148 900,00 G., _ ürick) 322 375,00 G., Marknoten 5555 G., Lirenotcn 83 470.00 G., „cuqoffawisobe Noten 22 038,00 G.. Tschecbo- Slowaktscbe "Noten 32 440,00 G., Polnische? Noten 378,00 G., DoÜar 16 8440061, Ungarische Noten 1687.00 G.

Prag, 16. Juni. (W. T. V.) Notierungen, der D6visen- Zentrale(DurÖsÖUittskurse): Amsterdam 2032.00, Ber11n16,60,S1071- 501111 135450, Christiania 900.00, Kopknhagep 1140.00, Zurtcb 993,00, London 233318, New York 52.15, ern 0,312, Mark- noten 16,60, Polnische Notkn 1,19.

Loud 011, 16. Juni. (W. T_B.) Devisenkurse. Paris 50,921, Be1gikn 54.1317. “Schweiz 23,49. Holland 11,49); 216113111011 447,1“?- Svanien 28,425, Italien 89,18, Deutschland 14,15, Wten 76 000, Bukarest 660,00.

Loud on, 16. Juni. (W.T.B.) Silber 35,75, Silber auf

Lieferung 357/8. '

Paris, 16.J1mi. (W. T. V.) Debtsenkurfe. Deuksch16nd 3,60, Amerika 1138.00, Belgien 94,00. England 50,896, Hoüand 443,25, Italien 57,10, Scth 216,75, Spanien 179,50. *,

Zürich. 16. Juni. (W. T. V.) Devisenkurse. wam 1,66, Wien 0,03, Prag 10,05. Holland 204,30, New York 525,00- London 23,49, Paris 46,10. Jtalren 26,374, 231111104325“ 511“th hagen 114,00, Stockholm 136,00, Christiania 89,60, Madrtd 82,10- Buenos Aires 190,00, Budapest 0,51, Bukarest-,-, Agram180,00- „Warschau 0,123.

Amsterdam, 16. Juni. (W.T.B.) Devisenkurse, “30111011 11,495, Berlin 0,814, Paris 22,574, Schwsiz 48,926. Wien 0,913- Kopenbagen 55,75 Stockholm 66,60, Christiania 43.90, New York 257,00, Brüs1612120, Madrid 40.45, Jtalien12,95. '

Amst erdam, 16. Juni. (W. T. B. 5 0/0 9113006611000? StaatZanleihe von 1918 927/15, 3 % iederländtscbx Staats- anleihe 613/15, 3 0/c1 Deutsche Reichsanlcibe Januar-JuÜ-COUYM 1l511z- Königlich Nied€rländ. Petroleum 451.25, Hoüand-Amerrka- Linie 125,50, At ison, Toveka & Santa F6 -,-, Nock Jschnd -,-, Southern acific 94,75, Southern Railroay --,-, UKW Pacißc 144,75, Anaconda -,-, United States SteelCorp.102-50-

- Matt.

KopenhaFTen, 16. Juni. (W. T. B.) Debisenkuxsx- London 20,65, ew York 462,50, Hamburg 1,50, 0116 40-1)“- Antwerpen 38,25, Zürich 88,25, Amsterdam 180,25, Stocklwlm 119,75, Christiama 79,35, Helfingfors 10,10, Prag 9,00.

Stockholm, 16. Juni. (W.T.B.) Devisenkurse„ 901113911 17,28, Berlin 1,24. Paris 34,10, Brüffel 32,00 schwezz-P1J)ße 73-50, Amsterdam 150.50, Kopenhagen 84,00, Éhrtstrama 6645- Wasbington 387,00, Helüngfors 8,45, Prag 7,50.

Christiania.16..Juni. (W.T.B.) Devisenkurse. London 26.15, Hambur 1,50, Paris 51,60, 'New York 587.00. Amsterdam 227,75. Zürich 11.50, Helsmgfors 13,00, Anwoerpen 48,25, SM“ bolm 151,50, Kopenhagen 127,00, Prag 11,75. '

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)"

._-

x

VSLMWVÜÜW Schrifkleiter: Direktor Dr. T v r o [, CHQTWÜLWÉ

kaanWokkkiYTfür den Anzei 2111611: Der Vorsteher der Geschäftsstkna echnungörat e n g e r i n g in Berlin.

Verlag der Geschäftssteüe (Mengering) in Berlin. Druck der Norddeuts en Bu druckerei und Verlagsanskakk- Ber in. Wi elmstr. 32.

Drei Beilagen und Erste. Zweite, Dritte und Vierte ZMtral-Hmkdelsreqister-BSW

z111n Deuischen Reichsa

Yk. 139. T I ' Nichtamtliches.

(Fortseßung aus dem Haupbblatt.)

Deutscher Netchstag.

227. Sxßung vom 16. Juni 1922, Nachmittags 2 Uhr. (ertcbt des Nacbrich1e115üros des Vereins deukscher Zeichu*ngsverlsger*).) ( Auf der Tagesordnung stehen zunachst kleine An -

ragen. .'“ _

Aux Zrne Anfrage der Unabhängigen, die i damn 3931951, 8115 am 6. Mai in Stettin Mannschaften und OsffYiere 5-86f 5. Retch5Wchrreg_rm2nt§ an einer monarchisbischen Hohenzollern- !undgebung axrlaßlrch de_s Geburtstn es des Kronprinzen teil- genommen hatten“, ernndert ein' ertreter des ReichZWehr- mimstermms, daß es_ swb um eine Kompagnieer gehandelt hätte, deren Zusammeptrefxen in ein und demselben Lokal mit der Kund- gebung- nur Zuxall geWefen.

Eine Anfragc des Abg. Grafen W e st 0! r p (D. Nat.) bezieht sich daraux, daß der Erste StaatsanWalt in Güstrow in Mecklenburg entgcge11_ 02111 Wortlaut des Amnestiegcseßcs und entgegen der 3116111111011 111 dcn Ausführungsbestimmungen Beschkverde ein- gelegt habe gegen den _Be1chluß des Landgerichts Güstrow das Verfa 1761) 912an den Retchswehrleutnant von Le Fort auf Grund der akzvorgangc 1920 einzustellen.

Geherxr Regierun stat We r ner erwidert, daß es fich auch um dxe Emyellung des «erfahren?, M 211 vorsäßlicher Tötung und Lhnwrer Korperverleßung_ _gehandelt abe, während doch diese

traßatcn von de_r Amneme ausgeschlossen seien. Das Vorgehen der_thaxFanxqaltxch-ax Wurde vom MecklenburgisckxschWerinschen J1txtrzm1m1ter1um ge 1111111, und der Strafsenat des Oberlandes- gerrchts Rostock 9115 der BeschWerde durch Beschluß Vom 23. Mär:, statt. Das Ergcbms der sachlichcn Ermitbelungen gehe dahin, daß der Legtnant "mehrere Menschen Widerrecbtlich getötet habe, auch liege kexn geyugenxder Anbalt für bie Annahme vor, daß der An- 9611511101916 steh ,',11r Beschteßung der Stadt Waren für berechtigt 90.1101th habe:. _Tas OberlanßechriF? Rostock habe in Anlehnung 611 eme Entscherdung des Retchsgeri ts unH in Ucbereinftimmu 11111 der.Ne prechuwg des Kammergerichts die “Frage bejaht, 0 em Gexxcbks chl11ß, durch den ent Sirafvcrfahren auf Grnwd des Anznesttegeseßes _emgesiellt Worden sei nach Worklaut und Sinn dre1es_ Gesetzes 11111 BeschWerde anaefocßten Werden könne. Bei den Aquuhrungsbesttmmyngen des Mecklenburg-sch1verinschen Mini- Jbertums handele es s1ch„nu17 um Richtlinien, von denen im Einzes- 011 aus r_echtlichen Grunden 0599101111611 werden könne.

Auf eme Anfrage des Abg. Dorsch (D. Nat.) Wegen E bes SchadonZ, den EinWobner der Gemeinde Trsbur in He en durch dre Vcsaßungstruppen erlitten haben, ertvidert ein Regie- xungsvxrtreter, daß die Reichsregierung Wegen dieser Angelegen- Heit 11111 dem Hessischen Ministerium des Innern in Verbindung getretxn fei. Sw Werde die verfangte Auskunft innerhalb der vor- geschrtebenen Frist erteilen.

, Auf eine Weitere Anfrage des Abg. Dorsch (D. Nat.) er- wkdert ein_Regterungs-vertreter, daß zur Enüastung der Steuer- kajsew verfugt worden sei, daß für die vorläufige und endgültige anommensteuer 1920 soWie für die vorläufige Einkommen- Jteuer 1921 Zinsbet'cage unter 200 Mark nicbt eingefordert Werden 0117211. Weiter sei angeordnek Worden, daß bereits vereinna mt-e Yinsbeträge unter 200 Mark nich: erstattet Werden 10111211. - iese nordnung-sei notWenDi-g geWesen, um die Entlastung der Steuer- Lusen in vollem Umfang herbeizuführen, Eine Aenderung ver- proge der inanzminister nickst in Ausstcbt zu steUen.

Auf nfrage des Abg. Gr aef-Thüringen (D. Nat.) erwidert 2111 Vertreter der Postverwaltuw? daß die Frage, ob das Bahn- ostamt 6 ' Eisenach erhalten beißen solle, bejaht Werden könne,

ange dk ohnungß-scth-ierigkeiten fortbeständem

Nach Erledigung der kleinen Anfragen 1111111111 11an Work znr GeschcY" Sordnung der

Mg. ittmann (U. SMF Ich“ beantrage eine “(1111- änderung der Tagesordnun? Das *ichtigste, Worüber der Wichs-

gegewwärtig vorhanden muß, find die fortgeseßten, immer mehr sich steigernden monarchistisch-reaktionären Treibereien gegen den Bestand der deutschen Republik. (Lachen und Zurufe rechts.) Fortgeseßt kommen Meldungen über sogenannte Regimentsfeiern militärische Paraden und ähnliche Veranstaltungen. die dem 8103

ck

"dienen, Stimmung zu mach für einen Rechtsputsck), Wie wir ihn

1920 erlebt haben. (Lachen und Unruhe rechtz) Aks Wir damals getvarnt haben und auf die (Zeichen der Zeit hinxviesen, finD wir genau so verhöhnt und Verlath ivorden wie “die Herren von recht?: jetzt glaubcw uns verhöhnen und verlachen zu müssen. Leider gab

*es damals auch Kreise der Linksparteien, die mit derselben Sorg-

losigkeit den Dingen in? Auge schauten und die dawn aufs (Moersw

Überrascht WUWen durch die Ereögniffe vom 13. März 1920. Der

Reichstag bat eine Möglichkeit, diese Din e zu behandeln durch mehrere Jnterpeüatisnen. die wir eingebra 1 haben, und durch die Interpellation MMer-Ftanken. Der Reichskanzler hat sick) 5613611- erklärt zur Beankwbrtung innerhalb der geschäftsordmmßswäßégen

' Frist. Das schlie t nicht aus, daß der Reixbstag den Reichskanzler

ersucht, Weil Um fände eingetreten sind, die die schleunigste Beant- wortung erfordern, möglichst noch heute die Jnterpellat'wnexx zu beantkvorten. Ick) stelle hiermit in aller Form den Antrag, dreses Ersuchen an die Regierung zu richten, ' _

Präsident 5 e : Einen neuen Gegenstand auf d1e Tages- ordnung zu sehen, ist nicht möglich, ivexm jemand widerspricht, und zweitens müßte es gelingen, die Yegterung jxoch 561112 zur Be- antwortung zu betveqen. Darum fuhre irh zunachst emen, Beschluß darüber herbei, die Regierung zu ersuchen, heute noch dre Inter- peUationen zu beantWorten.

Für den Antrag, die Regierung zu, ersuchen, dx-e Inter- Zellation zu bmanorten, stnnmen nur dxe Komnnmrstcn nnd

nabhängigen, er ist also abgelehnt. _ _ _ .

Präsident L 55 0 teilt mit. daß dre Inrttauvantrage der Rechtsporteien auf Aenßerun, des Erbschaftssteuergeseßes wunmehr Mdruckt und verteilt Wordcn tod, und somit auf 1112 Tages-ordnung

'der heutigen Sißung geseßt werden könnkten, fa1ls d'age-gcw Wider:

kuck) nicht erhoben Werde. - . Abg. H 5 [le 1 n (Komm.) erhebt W1derspmch. . Abg. Schulß-Bromberg (D. Nat.) beantrngf nunmehr, 1116

Beratung des „Fwwwgsanleihegeseßes und des Initiativgcscßent-

Wlkfs der Uno bängigen auf Aenderung des Einkonzmensteuxr- 92121325 von der heutigen Tagesordnung abzuseßew, bannt alle dress

? ustktmmenhängenden Gesehenkwürfe morgen gemeinsam beraten"

rden könnten. . _

Der Antrag wird gegen die Strmmen ber Unakhängtgen Kommunisten angenommen.

Es folgt die erste und zweite Mvatung des G o. s "e !3 -

eanurfes über die Erhöhung der, Bezngc

-aus der Unfallfüksorge für Gefangene, der

die Entschädigungsleistungen, die aus "»»-___. _ ') Mit Ausnahme der durch Wrrdmck hervorgehobenxn Roden

dex Herren Minister, die jm Worüauw wiedergegeben smd.

ErJte Beilage , _ _ _ nzerger nnd Preußischen Staatsanzeiger

Berlin, Sonnabend, den 17. Juni

1

Aylaß dez: Unfälle von Gefangenen zu ge- wah'xen (,tnd. um das Zehnfache erhöht. H:Jrzu 11691 em AbänDeruugSantrag der D e m 0 k 1: a t e n und 1105 Z e n t 1: um 3 vor, der eine Erhöhung um das Z*1vanztgsache_fordert. Ein weiterer Antrag dersesben Parteien wckl _dte Regtcrung ermächtigen, die festgesetzten Beträge mit Zustrmmung dcs Reichsrats den veränderten Verhältnissen

Mupassen-

“Unter Annahme der Heiden Anträge Md einer Ent- Mtxßunq d'er 21119171. Aufhäuser (U.So-z-) 11118 G:»- n o 1 s e n, dre von der Negderung die Borlegungueines Gesetz- 211tkvurfes zur gxunHsäßktcben" *Regelung der nfallfürsorge xm: Gefaxtgene bet Wwderzusamnventritt des Reichstcoges ver- langt, Ward der Geseyentnmrf in allen drei Lesungen Ver- abschtcdet.

Der 'EntWUrf eines Ausfuhrabgaben- ges eyes geht ohne NuHspvache an den volkswirrsWftlichen Aussthuß.

Es folgt die zjveite Beratung des G-eseßentw 111:er über die Vergütung 'von Leistungen für die b euw'a ffn e t e_d e u tsch e M ack) 7. Der Entwurf, 091“ die Ent- ?chczdzgtmgen ßtr'Q-uartterleistungßn festfeßt und diess Ent- chadrgunge_z1 den ]eßigen Pveis-verhcütniffen anpaßt, wird nach den Beschlussen dLs Ausschusses ohne Aussprache in 3113211121“, dann auch in dritter Lesung angeznommen. Das Haus tritt dann in die erste Beratung der Schlickxtungsord- n u n g ein. .

Abg. Giebel (Soz.): Dieser G0s01321111vurf Wird wahrschein- l'r:1) heiß um'stri'tten Werden, da die kapitaüstischen Kreise an ihm nur insofern Interesse haben, als er die Bekvcgungssteibßit der GeWerkschafte11 erheblich cinsch1änkb Meiwc politischen Frmmdc werden fm JnÉcrcsse der GeWerkschaftsbcwéqUng und im Wohl- verstan'denen Interesse "des gesamten Volkes der geseßlichen Regelung des Sck111chtnngswckscns grundsäßliä“) zustimmen, 05100111 uns das seitens der radikalen Arbeiterkreise dsn VorWUrf des Verrats einbringen dürftc. Die sozialdemokratische Arbeitor- bewegung bat un7er K*[affenkaan niemalé; den- Kampf im Huck)- stäblichen Sinne des Wortes verstanden. Für die stk1€11 «Werk- schasten ist der Streik immer nur das alserl-cßte Kampfmittel geWesLtt, denn sie waren sicbklar darüber, daß der Streik eine recht ztveischneidige Waffe ist. Gerade die freien chrerkschasten Waren es, die, von ernstsm Veranßvorwngsg-cfühl getragen, Vor dem Streik stets versucht 11115011, 0116 Vcrbandsungsmögli-ZHkcitsn zu erschöpfen. und sie verfahren nach diesem 0311111010130 anch 101311. Wenn oft gegen den Willen der Gewerksckxastcn Strxxiks cms- gebrochn sind, so lag das daran, daß die Unt-ernebmer die 0011 den GeWerkschaften gesuchten VcrständigungSmöglichkcitkn dadurch sabotierten, daß sie die ergangenen Schiedssprüche (111105111011. Selöstverstän'dlich haben auch Arbeitnehmer Sclsedsfpri'tch abge- lehnt, sie griffen darm aber nicht sofort zum Streik, sondern leiteten ernewte Verhandlungen) ein, die vielfach eine günstigere Regelung bm:bten. Daraus folgt, daß die GeWerkschafth dio Möglichkeit, die vorhandcrt-en Schlichtungsstellen in Anspruch zu nehmen, restlos au§n11132n. Die Bestimmung des. § 55 der Sch1ich1ungsordnung, die 0017110111, daf; bor Streiks oder 91118- spemmgen die zuständige Sch1ichtung§bchörde angerufen Werden

* muß, läuft darauf hinaus,*dic GeWerkscbaftcn der 521011 Selbst-

bestimmung über die NWndung odcr Nichkantvcrndrun'g dcs Streiks aufs äußerste zu beschränxken. Man sollte aber nach Wie vor es dcn Gewerkschaften sesbst Überkasfen, ihre Stelkungnabme zum Sch11cht11ngsjvcsen fe1b1'tändig festzulegen, zumal der bevorstehende Kongreß des AUgemeinen Deutschen chvcrksÜastZbundes sicb auch mit der Frage befassen Wird, Welche Grundsäße für die Streik- führung in Betracht kommen (011611. Nach den dsm Kongreß vorzulegenden Richtlinien so!! der Streik anch fernerhin nur das allerseßte Kampfmittel sein, und ein Streik in gsmcinnüßiqsn Bc- trieben 1011 erst möglich sein, 11321111 den Spißenorgankationsn borßer Mitfeilung gemacht und ikmen eine anxzemeffcnß Frist für die Einleitung einer Vermittlungsaktion gegeben ist. Bei sochen Grundsätzen kann man es den GeWerkschaften _voslständig 11561;- laffen, die Frage des Streiks von sich aus zu prnfen, ohne sie mrt den Bestimmungen des § 55 zu belasten. Dazu gi51§ 101 ein Einspruchsrecbt gegen ergangene Schicd§sprüche_ Ick) fürckyfe, daß dadurch eine ungeheure Verzögerung in der Vcrßängung eines Skreiks erfolgen -kann, ja, daß sogar Streiks unmöglich gqmacht Werden. Das ist zwar der LMU! des Gesetzes, aber hier Mrd er erreicht auf Kosten der Arbcimcher und 111x131“. 1611111131161: 531116:- effen. Auch bei Wilden Streiks dürfen dke GeWeZ'kscbaftcn, 051001)! sio durch solche Streiks gefährdet Werdßn, nicbt ubersebon, daß es sich da um ihrs Brüder Handel?. die aus Not und Verzwetflung 1109011 die gewerkschaftlichen Vorschriften verstoßen Haben, und daß 56 ihnen deshalb auch hilfreiche Hand bieten mussen. Dann aber können die Gemerkscbaften ersaßpflichtig Werden und untex Um- ständen finanziell ruiniert Werden. § 55 stellt auch em "ver- faffungsänderndes Geseß dar, da er das KoalitwnSrecht beschrankt“. Auch im Jntsreffe des Schlichtungßfvesens [elbst_muß der § 50 abgelehnt werden. Der SÖHchanZzWang xst 10111 Schuß gegen Streik. In dem klassischen Land des sch1edsgsrichtltchen Zwangs- verfabrens, in Australien, Haben die Streikß sogax zugenommen, denn der Schlichtungszjmtng bringt eine Geretzthett m 1110 2111101161."- schaft hinein, die die Verständiqurrgsmöglichkexen ers„chWert. Ferner scbafft dieser nutzlose und lästige ZWang 91nen_ubergr0ßen nnd kostspieügen Apparat, der dock) nicht zum Z1ele fuhrf. WW stehen auch dem Bebördenzug' in den Schlichtungsämtern skept1chch gegen- über. Die Vorsißenden sollen 0011 der Obersten LTndeZbehorde bestossi warden und zum Rickytcramt oder zum 5051213611 Per- wastungsdienst befähigt sein. Wir haben sch0n tm bt-cstgen Schlichtungsausscbuß mit manchen Vorsxßenden uble Erfahrungen aemnÖt. Wenn die Vorsißendcn 111111 nocb unabseßbar smd und die'. Arbeikec keinerlei Mitwirkung bei der A*ezntc-rbesctzung haben. dann ist die Schlichtungsordnuna nicbt exn Instrument _des sozialen Friedens, sondern ein Feld neuer Kampfe" und Konfltxte. Dcr ießiae schMrfälkige Apparat _mnß Vcanfach7 Werde11. Moge der Minister dafür sorgen, daß das Gesetz ubox bte ArhertÖqEkaxe bald an das Haus kommt, damit es im 211113161111; gletcbzextm put diesem Entjvurf beraten Werden kann. . Die Verbindl1chkextso erklärung der SÖiedssUücbe ist 11015 dresem E111Wurf_ praktzstk) Wertkos. Eine gründliche Durcharbeitung 13er Vorlage tm sbztal- politiscben Ausschuß ist nottvendig. um Wen_1gstens das 11 errmcben, was die ste_ien Gewerkschaften als ertraglicl) bezei net haben. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)

ReiÖSarbeitsminister Dr. B r a u 11 s : Meine Damen und Herren! Ick) muß zunächst um Entschuldigung bitten, daß ch) bei der Eröffnung dieser Beratung noch 111611 an111esend war und baker auc)"; bc-n Aus- führungen des Herrn Vorredners 1111111 in allen Teilen fokgen konnte. Ick) konnte nicht abnen, daß der Punkt7 der Tagesordnung so schneid wie es geschehen ist, an die Reihe kommen würde. (Sehr richtig! links.) Es sei mir darum gestattet, neck) als zweiter Redner die Vor-

lage einzufübren. Dabei möchte ich. wie es dem Charakter der

1922

erßen Lesung entspricht. weniger Ausführungen zu einzelnen Be- stimmungen der Vorlage, (115-vielmehr grundlegende Dar- legungenmacben-' ' ' '

Die zur Beratung ftebende Vorlage 111111 einen wichtigen Aus- 78611111 des ArbeitSrechts, nämlich das (Schlichtungswefen in Gesamtsftrektigkeiteu zwische n Arbeitgebern und Arbvitnelymern einer endgültigen geseßlicben Regelung zu- führen. Die Vorlage bildet den Abschluß einer [augen CntwickTnnxJ s- reihe, die mit dem GWerbegeriäyLSgeseß vom Jahre 1890 beginnt, die dann ihre Fortseßung findet in den versckziedenen Versuchen, ein Arbeitskammergescy, zu „sckyaffen, und weiterhin in dem Hilfsdienst- geseZ während des Kriegs im Jahre 1916 und die dann endlich zur Verordnung vom 23. Dezember 1918 über Tarifverträge geführt bat. Der dritte Abschnitt dicser Verordnung rege1t die Schlichtung yon Arbeitsstreitigkeiten. Aber diese Regelung “war von vornherein nur als eine Vorläufige gebacßt, die endgültige Festsetzung durch Geseß ist schon damals beim Erlaß der Verordnung borgsschen worden.

Seitdem ist diefes Gesetz von den verschiedensten Parteien, und zwar mit größtem Nachdruck, schon in der Nationalversammlung und auch in in den späteren Reichstagsverbandlungen gefordert worden. Die Regierung Hat mehrmals das Versprechen geben müffen, die Vorlage einzubringen. Schon am 23. Juli 1919 wurde fie in der Programmrede des damaligen Ministerprästdenwn. Bauer in der NationalVersammlung zu Weimar angekündigt. Lange und eingehende Beratungen mit den Jntereffenkcn, mit den vkrschiedenen Ressorts und mit den Ländern find der Einbringung dieser Vyrlage woraus- gegangen. Die Beratung durch den vor1äufigen Reichswirtscbaftsrat allein dauerte von März bis Dezember 1921. (Hört! Hört! bei den Soz.) Der oft erhobene Vorwourf überstürzter GcsWWmaÖeni trifft jsdenfaüs auf diese Vorkage nicht zu. (Sehr richtig! links und im Zentrum.)

Die Régicrung würde am lisbsten, wie es auch der err Vor- redner gewünscht hat, das Gcseß über Arbeitsgerichte und über das Berufsbereinsrkcbt gleichzeitig mit dieser Vorlage eingebracht haben. Das erklärf fick) ohne weiteres aus dem Zusammenhang des Scßlichtungswessns mit den genannten Gebieten des Arbeitsrechts. Leider ist aber eine glsickyzeitige Einbringuvg der genannten verroandten Geseß- entwürfe aus Gründen, die dem bobcn-Hause bekannt sind, unmöglich ge- wesen. WERU nunmehr auc!) die Schwisrigksiksn binfichtlich des Arbeits- gsrichtsgescßes im Wesentlichsn als üßexwunbcn gelten können, so ist doch nicht: 11111 einer so schnellen Vorlegung und Beratung der übrigkn Gesetze zu rsckynen, daß 0685015 die fertiggestallte Sch11chtm1gsordmmg zurückgestcllt Werden müßte oder auch nur zurückgestellt werden d ürfte. Eine (01158 anückstöllung erscheint der Regierung um so Weniger ratsam, als wir angesichts der großen Bedrängniffe unserer Wirtschaft das Gesetz dri11g6nd benötigen und feine Verabschiedung mögliä) ist:, ohne die Einheitlicbkc'rt des ganzen ArbeitSreckyts “zu (107051773611. *

„Meine Damen und Herren! Die Vorlage verfolgk das überaus wichtigc 3161, den Wirtschaftsfriedcn sowoöx im Interesse der unmittelbar Beteiligten, wie aucb der Volksgefamtbeit nach Möglichkeit zu.förde1*r1 und zu 1“ ichern. Dieses Zick ist schon in Fricde1183eiten allskitig als erstrebenswsrt anerkannt morden. Andere industrisae Länder gingen 11:18 schon damals auf dissem 056111813 s0w051 in der Gesetz:“ gebung, wie auch in der Praxis der Wirtsckyastsberbände voran. Ich denke dabei keineswaxxs 61706 nur und speziell an Australicn, auf das der Herr_Vorrcbne-x 1171606111011 béngkwiesen Hat. Heute wäre es meines Er- acbfens geradezu ein Verbrechen am deutschen Volke, Wenn man 111chtakses daran setzen 11101116, um dieses Zis! der Förderung des wirtschaft1ichen Friedens mit allen nur möglichen, auck; mit geseßlicben Mittew, soweit su: fich sozial rkchtfertigen lassen, zu 6713160811. (Sehr richtig! bei der D. VP,).

Diese unsere Pflich scheint mir begründkt zu 9111 durch die völlig veränderten Vorausseßungen unserer wirt. schaftlichen und rechtkiäyen Lage gegenüber derVorkriegs- zeit. Die ALbküskämpfe von heute uad diejenigen der Vorkriegszeit unter- scsyeiden fir!) Wesentlich boneinander. Es kann meines Erachtens nicht deutlich und ost genug auf diesen Wesentlichen Unterfchied bon GegenWart und Vergangenheit gerade in diescm Punkte bingéwiefen werden. Zu. vörderstbabenwirbeutceineneucArbeits-undWirtscbafts- berfa f s u ng mit cinex wesentlicb günstigeren Stellung des Faktors Arbeit in dieser Verfaffung. Die Verfassung fordert die gleichberech- tigte Mitwirkung der Arbeitgeber und Angesienten in der Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen. Sie anerkennt zu diesem Zwéckc die Gewerkschaften wie die Arbeitgebewerbände und die von déesen Organisationen geschlossenen Tarifverträge. AUe koalitionsbemménden Maßnahmen der früheren Zeit find durch Artikel 159 der Verfassung ass rechtswidrig gebrandmarkt und verboten."

Schon vor dem ZUftandekommen der Verfassung batten fich die Arbeitgeberverbände durch die bekannten Abmachungen Vom November 1918 zur Anerkennung der Gewxrksäpaften verpflichtet und ihre Bereit- wiÜigkeit zu Tarifverträgen aussefprocöen. Dazu kam noch die Ver- ordnung vom Dezember 1918 über Tarifverträge und Schlichtung dex Arbeitsstreitigkeiten. Damit entfielcn im wesentlichen jene Kampfes- gründe, welche die wirtsebaftlichen Kämpfe in früheren Jahren so überaus erbittert gemacht hatten. Um Anerkennung der Gewerkschaften und Tarifverträge," um die Frübeit der Koalition. um das Mit- bestimmungörecbt der Arbeiter braucht beuje gmndsäßlicb - icb sabe ab yon einzelnen praktischen FäUen - nicht mehr gekämpft zu werden. Arbeitnehmer in Gemeinde, Staat und N65 Durch das 91016- Wahlrecbt und die demokratische" Verfassung in allen öffmtlitkest Körperscköaften Haben die AMeßmet- insbesondere auf die W- wirtschaftxichen Betriebe, einen ganz audem EW gewormeu “61- ehedem. Der Gewerkschaftögebanke selber hat viel weitere W ' erfaßt als in der VorkriegUeit. Die Zahl der unotgamüeäea ; Arbeiter ist gegen früher verhältnismäßig“ gering. Die ' Max! “":-1 schaftSorganisation ist auSgedcbnt wovdxn auf AMW U15 * Beamte.- Alles dieses gibt dm Arbeitaebm-«m'viék M5g11ch1e1ten zur Waömg idm DMW ' " 7

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Dazu kommt die Veränderte politische Stelbmg der