1900 / 162 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 10 Jul 1900 18:00:01 GMT) scan diff

.?Hjaan-tpsriyüld g .der Skgqxés cku-15en, * -- “_ “)B Je ! a n n 1 m aä'fu .n'g. 'Bei der heute öffentli in (Ge enwart eines'Notars be- ?wifkten Verloosuna der riorit ts-Obligattonen 111. Serie, 111. Serie didi. 13 und 111. Serie dich. 0 1. und 2. Emission

' der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft _sind die in der Anlage verzeichneten Nummern gezogen worden.

Diesexben werden den Befißern zum 1. Januar 1901 mit der Aufforderung gekündigt, die in den auSgeloosten Nummern verschriebenen Kapitalbetrage

. vom 2. Januar 1901 ab _

egen Quittung und Rückgabe der Obligationen bet der Staats- kchulden-Tilgunkgskasse in Berlin, Taubenstraße Nr. 29, zu erheben. Dave sind _ _ _

a. mit den Obligattdnen 111. Serie die Zinsfcheme Reihe 7 Nr. 9 bis 20, _ _ _

1). mit den Obligationen 111. Serie 1-1ti. 13 in_e ZMS- cheine Reihe 17 Nr. 18 bis 20 nebst Anweisungen ür die nächsten Reihen, _ -

0. mit den Obligationen 111. Serie 141ßd.0_1.u_nd 2. Emission nur die Anweisungen für die stscheme Reihe 17

unentgeltlich mit abzuliefern. _ _ _

Die Zahlung erfolgt von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags mit Ausschlxxß der Sonn: und Festtage und der ießten drei Éeschäftstage ]edes Monats. _

Die Einlösung geschieht auch bei den _N-sgterungs-Haupt- fassen und in Frankfurt a. M. bei der Kreiskasse. _

Zu diesem Zwscke können die Effekten einer dieser Kaffe_n schon vom 1. Dezember 1900 ab eingereicht wcrden, welche fte der Staatsschulden-Tilgunqskaffe zur Prüfung vorzulegen hat und nach erfolgtcr Feststellung die AuSzaHiung vom 2. Januar 1901 ab bewirkt. _ _ _

Der Betrag der etwa fehlenden stscheme wxrd vom Kapital zurückbehalten. _ _ _

Mit dem 31. Dezember d. J. hort dre Verzinsung der verloosten Obiigatioyen a_uf.

Zugleich wcrdxxn die bereit? fruher ausgeloqsten, auf 521? Anlage verzeichneten, noch rückständigen Obligationen wieder- holt und mit dem Bemerken aufgerufen, daß die Verémsung derselben mit dem 31. Dezember des Jahres ihr_er Ver ddsung aufgehört Hat, und daß "eder Anspruch _aus jhnen erlischt, wenn ste 10 Jahre lang a jährlich einmgi offentltch aufgxrufen und dessen un eachtet nicht spätestcns _bttxnen Jahresfmft na_ch demd leßten öSentlich-en Aufruf zur Emlofung vorgelegt sem wer en.

Die Staatsschulden:Tilgungskaffe kann _sich iy einc_n Schriftwechsel mit den Inhabern der Obligationen uber die Zahlungsieistung nicht einlassen. _ _

Formulare zu dsn Onittungcn Werden von sammiltchsn oben gedachten Kaff2n uncutaeitiich veradfolgt.

Berlin, dcn 2. Juli 1900.

Hauptverwaltung der Staatsschulden. von Hoffmann.

V e r z e i ch n der während des Wintsr-Semestxrs 1900/1901 an der *Thierärztlichcén *HOÖschke zu Berlin zu baltendcn Vor- lksungén und praktischen Uebungen.

1)r. Schütz, Gkhsimsr Regikrungsratö, Pxofcffdr: Spczickic Zaidoiogischk Anatomik, täglick) don 12-1Ui)r, 611ündig. Scktrqns- Hebungen, täglich [wn 10-12 Uhr in Gcmeinschast mit NLPTUWX

osana.

1)1'. Dieckeriwfs, Gebsimer Regisrungsraii), Professor: Spe- zieÜe Pathosogie imd THcraPie, Dienswcx bis Sonnadend Von 8 bis 9Uhr, bstündig. Klinik für grö_ßere Haustdicre, Abtheilung für inncre Krankheiten und GewäHrmänge, täglich von 10-12 Und don 3 bis 4 Uhr. Propäde'utik in dEr nwdizinischcn Klinik, 4mal wöchentlich von 10-10-3 Uhr. _

1)r. Munk, Profsffor: Physiologik, Diknstag, Mittwoch und Freitag Von 9-10 Uhr und Donnkrstag Von 9-11 Uhr, 5 iündig.

])1'. Pinner, Professor: Anorganische demic, isnsxaq, Mittwoch und Donnerstag von 4-6 Uhr, 6 ständig. Chemikch Ukbnngcn, Montag von 4-6, Freitag und Sonnabend don 2-6 Uhr in Gemeinschaft mit dem_As11stenten Kohlhammer.

Eggeling, Profeßor: Geburtshilfe, Dicnstag, Donncrstag und Fréttag won 8-9U7r, Zsiündig. Eiicyklopädie und Mdthodo- logic, Montag und Donnerstag won 9-10 Uhr, 2stiindig. Amba- lawrischc Kiintk. _

Dr. F r ö k) n c r, Professor: Spczielle Cbirurgre, Montag, Didnstag, Zreita und Sonnabend von 9-10 Ubr, 4stündig. Klinik für größcrd

ausißidrc, Ahrbsiknnq fiir äußere Krankheiikn, täglich Von 10-12 und von 3-4 Uhr. Opczrations-Uebun cn, Montag und Freitag von 2-4 Uhr in Gmncinschaft mit dem epstitor Pfannenscbmidt. YYPUZLUM in dcr chirurgischcn Klinik, 4ma1 wöchcntkich Von 10 bis

r

])x'. Sebmaly, Profcffor: Vergleichende Anatomie, Montag von 9-10 Uhr, Dienstag Von 10-11 Uhr, Sonnabend von 9 bis 10 Uhr Vormittags, Zsiündi . Anatomie des Pferdes, täglich Von 1 bis; 2 Uhr, 6s1ündig. Aratomis ? Uebungen, täglicb von 10-1 Uhr, in (Gemeinsckyaft mit dkm Prosekwr Keller. Exdniérier-Uc'bungkn, Montag und Freitag Von 5-8 Uhr.

1)r. Osterrtag, oweffor: Fleischbkschau, Ykittwv und Sonnabcnd von 8-9 Uhr, 2stündF. DemonstrationLn dcr [disch- beschau, Donnerstag von 2-3 Hr, 1stündig. Bakterio ozisch: Jbungenttäglick) von 10-12 Uhr, in Gemeinschaft mit dem Repetitor

onqer .

131". Eberlein, Professor: Krankheiten dks Hufes, Montag und Mitt1voch vxm 4-5 UHr, 2stündig. Theorie des Hufbeschlags, Montag, Drenstag und Donnerstag yon 8-9 Uhr, Zstündrg. PYFlinik für größére Haxtötdisre, täglich von 10-12 und von 3 bis 4

r.

RegenHOgen, Professor: harmakoiogis und Toxikologie 11, "Montag von 8-9 Uhr, Mtitwo und Donnerstag Von 9-10 Uhr, Zstündig. Klinik für kleinere Hausthiere, täglich Von 10-12 und von 3-4 Uhr. Zarnuntersuchungen für die klinische Propädeutik, Freitag, von 4-5 hr. _ _

Dr. Wittmack, Geheimer Regterungsratk), Frofeffor: Anatomie und Phyfiologie der Pflanzen, Dienstag von 4- Uhr, 2stündig.

Dr. Börnstein, Profe or: _lefik, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 3-4 Uhr, 3 fündig.

_ Dr. Werner, Geheimer ReaierungSratb, Profe or: Allgemeine Tbterzucbt, Sonnabend Von 4-6 Uhr, 2stündig. S afzucht, Sonn- abend von 12-1 Uhr, 1stündig.

Keller, §ZZrosekt-yr: Anatomische Uebungen in Gemeinschaft mit Profe or Hr. Schmaly Kli __ieultng, Répetitor der medizinischen Klinik: Assistenz in der

m .

Pfanqenscbmidt, Repetitor der chirurgischen Klinik: Assistenz

in der Klinik. Opexations-Uebun en, Montag und Donnerstag von . 2-4 Uhr, in Gemeinschaft mit ofeffor 1)r. Fröhner. Uebungen mit dem Augensptegel, Montag von 9-10 Uhr.

' ' UeHungxa," . ÜR -. Régierungsxat - :? '*V'ongert,„

: r, Mx; Wirtschaft Mit,. Geheimen; ' Yk Pr... NH. '

e “c;.BKM ,vlo_qi che.- _ebungen, täglich von 10 bis 12 Uhr, in Gems nfchaft mit Pro e 01: r._ stertag. Kohlhammer, As stent der Chemie: bemische Uebun en, Donnersta von 4-6 u r, Freita _und Sonnabend von 2-6 ?_r, §n__(_Ym_e_i_n?ch_cht x_nit _ro_f_e ox 1)? Z)7tnch1__er. Ehemrsche und phy - at :? epetorxen, a r on - r.

131". Du Bois-RvaoUd, Assistent: Physiologische Repeti- torien, Diensta und Freita von 6-7 Uhr. __ _

])r. Esch aum, Apot eker: Pharmazeutische Uebungen, taglich yon 10-12 und von 3-4 Uhr. Pharmakognostiscbe Repetitorien, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 5-6 Uhr.

Berlin, den 6. Juli 1900. . _

Der Rektor der Tbierärztlicben Hochxcbule. ])r. Dieckerboff.

p. *, „3497-12

Adgereist:

Seine Excellenz d-er Staatssekretär des Innern, Staats- Ykinister 1)1*. Graf von Posadowsky-Wehner, nack) aris. '

Yichtamtliches. Deutsthes Reich.

Preußen. Berlin, 10. Juli.

Seine Majestät der Kaiser und König nahmen, wie aus Kiel gemeldet wird, géstern die Vorträge des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts, Stadts-Mmisters Grafe'n von Bülow, des Chefs des Militärkabinets, Gsnerals von Hahnke und des Generalmajors von Einem vom Kriegs- Minikterium entgegen. _

Heute Morgen traten Seine Majestät von Kiel ans die Reise nach Norwegen an.

Zu der Nr. 15 des „Marine-Verordnungsblatts“, vom 8. d. M., wird folgdnde Allerhöchste Ordre, betreffend den Wechsel ddr Dxmsionsbezeichnungen des 1. Ge- schwaders, veroffentlicht:

Ick bestimme: _

1) Das in den Indienstbaitungdbestimmungen vom 19, Marz 1900 aukgefübrte 1. Geschwader wecbjelt die Dioifionsbkzeickpnung der- art, daß die bisheriqe 11. Division [.Divifion, die bisi)-ri.1e 1. Division untxr Hinzutritt Meines kleinen Kreuzers „Hklj“ 11. Division wird.

2) 'Die 11. Division dcs 1. Geschwadecs wird mit dem beutkaen Tage als besonderer KommdeZrband dctxcbiext und begiebt (i:!) nach Ost-Afien. Mit Eintreffen auf der Ostasiatischen Station wird diese Divifion unter Beibehaltung dxr Bszeickynung 11. Division des 1. Gxschwaders dem Kommando des Kcéu-„ergesckzwaöers in ailsn Beziehungen unterstellt.

3) Meine sämmtlichen nacb Ost-Asien entsandtm Schiffe Werden mit dem Eintreffen auf der Ostasiatischen Station dem Kommando des Kreazergeseßwxders in allen Beziebmtgen untersteÜt.

Kies, an Bord Meiner Yacht „HobenzZZlesW, den 8. Juli 1900.

im An den Reichskanzler (RSikHO-Marineami).

Im Monat Mai d. I. find aaf deutschen Eisen: bahnen - ausschließlich der bayerischen - 8 Ent: glsisungcn auf frsier Bahn (davon 3 bei Personenzügcn), 20 Entgleisungen in Stationen (davon 4 bei Personenzügen) und 16 Zusammenstöße in Stationen (davon 4 bei Personen- zügen) vorgekommen. Dabei wurden 1 Babmbedienstcter und 2 frlemde Personen getödtet, 1Nciscnder und 10 Bahnbedienstete ver eßt.

Dcr Kaiserliche Botschafter in Paris Fürst Münster von Derneburg hat einen ihm Allcrhöchst bewilLigtcn Urland angetreten. Während der Abwesenheit desselben fungiert der Erste Sekreiär der Kaiserlichen Botschaft, chationSratl) von Schloezer als Gxschäftsträger.

Der Wirkliche Geheime Ober-Baurath im Reichs-Eisenbahn- ami Streckcri ha! Berlin mit Urlaub verlassen.

Der Bevollmächtigte zum BundeSrath, Königlich bayerischc Ministerialrati) von (Geiger ist von Berlin abgereist.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Kaiserin Augusta“, Kommandant: Kapitän zur See Güiich, am 8. Juli m Tsingtau eingetroffen.

S. M. S „Cormoran“, Kommandant: Korvetten- Kapitän EmSmann, ist am 6. Juli in SydneZ angekommen.

Der Dampfer „Statt art“, mit einem heil der Ab- lösung für die Schi se in Ost-Asien an Bord, TransPortführer: Kapitänleutnant Koch, ist am 5. Juli in TsinYau eingctroften.

er Dampfer „Prinz-Negent Luitpold“ mit dem Ablösungßtranßport für S. M. S. „Cormoran“, Transvdrtfiihrer: Oberleutnant zur See Leonhardi, ist am 8. Juli in Port Said angekommen und hat an dem- selben Tage die Reise nach Aden über Suez fortgeseßt.

Kiel, 10.Ju1i. Seine Majestät der Kaiser begab Sich, wie „W. T. B.“ meldet, heute _früh 81/2 Uhr an Bord des 'Kreuzers „BuHsard“, weicher iir die Ausreise nach China bereit lag. aF Besichtrgung_ des Kreuzers wünschte “Seine Majestät der esaßunß glückliche Fahrt, worauf der Kommandant des „Bu ard“ rei Hurrahs auf Allerhöchst- ZT11_1_elben ausbrachie. ald darauf trat der „Bussard“ die

e e an.

Wilhelmshaven, 10. Juli. Die Kreuker „Geier“, von der amerikanischen Station, und ,Seead er“, von der australischen Station, haben _Befehl erßalten, L_)chleunigst nach China zu ehen. - Heute 1st die_ zweite :vision des ersten GeYchwaderS auf der hiesigen Rhede eingetroffen.

r der KHM» Anatomie: Sektionsx „.

"der Erbgroßherzog und die Erbgroßh

' Woche in

. _, - . „Reuß ö. ,L. . * Seine Durchlaucht dér Fürst ist von Tepliß na G urückgekehrt und gedenkt nach kurzem Anfenthalt dasYbst Y

In ein Nordseebad zu begeben. _

Oesterreich-ngaru. ,

ur Theilnahme an der heute in Gmunden statt- findeYden Feier der Hochzeit _des Pxin et) Max 'von Baden und der Prinzesstn _Marte mse von Cumberland trafen, dezn „W- T- B“ zyfolge, vorgestern der Großherzog und dre Großherzogtn von _Baden, . , exzogtn von Baden, der Prinz und die Prinzeistn FrtxdrtchKaU von Hessen, der Erbprinz und die Erbprmzessm xu Hohenlohe-LangenburLS sowre der Prinz und die Mrinzessin Ernst von _ achsen-Aitcnburg dort ein. Abends war die Stadt festltcl) beleuchtet, auf den umliegenden Höhen brannten Feuer. _ _ _ Ju Triest kam gestern Nachmritag dre britische Mittelmeerflotte an. Nach dem ubixchßn Salutwechsel tauschten der Kommandant des ösierretchtsch : ungarischcn (Heschwaderß, Kontre:Admiral (Graf Montecuccoli und der Kommandant des britischen Geschwaders, Admiral Fisher Besuche aus. Am Abend fand zu Ehren des britischen Mittel: meer-Geschwaders ein estmahl statt, _an welchem der Kom- mandant desselben mit einem Flaggcnnabe rind den Schiffs- kommandanten, die in Triest anwcsenden osterretchisch - un- arischen Marine-Offtziere und dte Sptßen dsr Zwil- und ilitärbchörden theilnahmcn. Der Hontr; ZAdmcral Graf Montecuccoli brachte ein Hoch _an die Konigm von Groß: britannien und Irland, dsr Admrrai Fisher cm__Hoch _auf den Kaiser und König Franz Joseph aus. _Spater hteß der österreichisch-ungartsche Admtrai die Gäste wrlikdmwen, worauf der Admiral Fisher mit einem Hurrai) auf dte 0sterreichisch- ungarische Marine aniworiete.

Großbritannien und Irland.

In der gestri en SiHung des Unterhauses theilte dem „W. T. B.“ zufo eder ErsteLord deSSchaßes Balfour mit, daß ein Nachtrags redit fiir die Expedttton nach _China noth- wendig sei. Der PariamcntS-Sekrßtär dxs Auswärti en Amis Brodrich erklärte, ein bereits veroffentirchter, _aus Zinesischer Quelle stamm-.*nder Béricbt aus Pdkmg scheme darzuthun, daß der bei den An riffen auf_dte Gesandtschaftcn von diesen geleistete Widerßand auf die Angreifer großen Em- druck gemacht hab?. Man Habe Grund zu hoffen, daß der Prinz Tschinq, das "frühere Haupt dks Tsur-g-li-Yamen, seinen Ei11f1uß geltend mache, um die Gesandtschaftrn gegen den PBMZSU TMM und die Boxer zu schüßcn. Aus den aus Ticntsin kommenden Nachrichten gehe hdrvor, daß weitere Kämpfe dort zu erwarten seien, dock) wcrde darin keinem chifei Ausdruck gegeben, daß die Truppen der Mächte im stande seien, ihre Stellung zu behauptkn. Brodrick fü, te hinzu, daß indisch? Truppen schon Ende dikser

(Zhina eintreffen würden. Im Yan tse:(§ebiete sci es an enb1ick1ich ruhig, aber weitere Marmemann chaftcn wiirden hinau gesandt, damit man fiir alis Fälle: darauf vorbereitet sei, dort dis OkdUUtig aufrechtzuerhalten. Bezüglich der

rage, 05 die britische Regierung Japan nötbigenfalls ihren chuß zur See während des “Feldzuges angeboten habe, er- kläkte Bxddrick, daß eine so che Frage nicht aufgetaucht sci und Japan überbanpt nicht solche Garantien gewährt worden seien. Der Parlaments-Sekretär ch Kriegsamts Wyndham ti)€i1tc mit, daß an China 71 FkstUangLfthÜHL mit 11790 Gcschüßladungen, 123 Fxldgeschaxzc mit 49000 Gcsckzüßladungen und 297 Maschineng-Wiiße mit 4228 400 Patwncn von englischen Firmcn (eit 1895 geliefert worden seicn. Diese Zahlenanqaben seien indes; noch unvoll- ständig; sic umfaßtcn nur die Lieferungen zweier Firmen. Frankreiax.

Der Senat génehmigte gestern, wic „W. T. B.“ aus Paris bcrichtcf, ohno Debatte den von der Deputirtenkmnmer angenommenen Gcscßentwurf, betreffend die Verthcidigung der Kolonien.

Dic de utir tenkammcr beendete gestern die Bcrathung der Vorlage, betreffend di: vier direkten Steuern, die mit 502 chn 36 Stimmen anqcnommen wurde. - Im Weiteren ' erlaufc dcr Sißuna richtete der Deputirtc Mirman an die Re icrung einc Jnterpsllation über die Mißbräache, weche bci dem Verkaufe von Wolle in Roubaix zu Tage träten. Der Deputirte Dron verlangte die Unter: drÜckU11J_d€S Tcrminhandels in Kammzug weaen der von del Spekulation gétriebcncn Mißbräuchc. DSL" Handcis-Minister Mtllerand erklärte die Unterdrückung dcs Terminbandcls fiir unmöglich, doch köanc das Parlament den Erlaß eines (Heseßcs beschließen, durch wcichcs derselbe geregelt wird, Mtrman zog thkan seine Interpellation zurück und brachte emen Antrag ein, nach welchem der Terminhandel in Kamm- zug untersagt werden soll.

In Kammerkreisen verlautct, dem genannten Burcau zu- folge, die Negiexung werde für die China-Expedition außer den beretis bdwiliigten 4 Millionen noch weitere 141/2 Millionen Francs verlangen.

In der gestrigen Sißun des Pariser Gemeinderaths kam es zu einer überaus )e tigen Scene. Der antisemitisch?! Journalist, Stadtverordneter ert) griff die Regieruna sehr scharf an _und Überhäufte sie mit Beschimpfungkn. Der Präfekt des Seme-Dcpartxments erklärte, daß er die Ausfälle zu Protokoll geben und ste dem Staatanalt vorlxgen werde. Diess Drohung entfesselte einen Sturm der Entrüstung; nicht nur dre Nationalisten, sondern auch die Sozialisten protestierten gegen das Vorgehen des Präfekten.

Rußland.

Der Kaiser traf, nach einer Meldung der „Russischen Telegraphen-Ygentux“, gesiexn, von Chalm kommend, in Br 8 st - Litowsk e1_n._Seme Majestät wurde auf dem Bahnhofs yon den Militar- und Zivilbehörden empfangen. Bauern uberreichten dem Kaiser Brot und Salz. Nach einer Bes1_ch- Muy der Garnisontruppen und der Forts reiste Seme

axeDtät w__i_eLde1;_ab. _ I __ __ _as _t) org e nfanterie-Regiment er ie anläßltckx seines WF ährigen Jubiläums von Seine_r Maxestax dem Deut chen Kaiser, dem Chef'des Regl- mxnts, wxe _dem „W. T. B.“ aus St. Petersburg berichtet erd aus Kiel folgendes Telegramm:

Zu der seltenen Feier, welche Mein braves Wyborgscbes Meßi- ment aus Anlaß seines zweibundertjäbrigen Bestehens beute bege

imm vergönnt sein, treu der" im G-iste seines großen stifters epflegten Tradition, alle Zeit sich die Zufriedenheit seines

d en Kris sberrn zu erringen. _ AW “bs » Wilhelm, 1. 12.

Der RegimenisZKommandeur,_Oberst von Becker_ dankte so leich Seiner Ma1estät dem Katser Wilhelm für dte huld- vo e Begrüßung.

Das von dem Obersten Grafetx York von Wartenburg überreichte Handschreiben Seiner Majestät des Deutschen Kaisers hat, nach derselben Meldung des „W. T. V.“, folgenden Wortlaut:

ch entbiete Meinem glorreichen Wvborgscben Infanterie-Reziment zum heutigen Jubeltage Meinen herzlichsten Gruß. Stolz darauf, Chef eines Reaiments mit so ebrwürdiger, ruhmreiche: Varganaenbeit zu sein, ist es Mein Wunsch, demselben durcb Uebersendung Meines Bild- niffes einen erneuten Beweis der besonderen Wcrtbschätzuna und Zuneißung zu Heben. Indem Ich hoffe, dem Regiment bterdurch eine Freude zu dere ten, wünsche Ick). daß das Bild ein bleibxndes An- denken Mein-xr Zugehörigkeit und Meiner inqigea Beziehungen zum Regiment sein möge.

WilhelmshaVLn, an Bord der „Hohenzosern', 3 Juli 1900.

* Wilhelm, 1. K

, M““ Ya WTM Mein": wärmfieit Glückwünsche an!. Möchte _- dem

Italien.

Der König empfing nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Rom gestern die Präfidien des Senats und der Deputirten- kammer, sowie eine Abordnung beider äuser, welche die Nntwort-Adreffcn auf die Thronrede ü erreichten. Seine Majestät drückte seine lebhafte Befriedigung dariiber aus, daß die Verhandlungen der Kammer wieder ihren un- gestörten (Hang nähmen, und fügte hinzu, daß die ruhige Ausübung der öffentlichen Freiheiten und namentlich der parlamentarischsn Thätigkeit die wa?re Kraft der Ein- richtungen des Landes gewesen sei und iets sein werde. Dcr König betonte sodann, daß ein Land, welches so zahlreiche natürliche Hilfskräfte, so rciche Ueberlieferungen und eine solche Geschichte habe wie Italien, Ans ruck) nicht nur auf materieües Wohlergehen, sondern an auf Größe besiße. Schließlich erklärte der König, daß er mit großer Hoffnung und voll Vertrauen in die Zukunft blicke.

Dic Mittheilung der Ausfiihrungen des Königs wurde im Senat und in dcr Deputirtenkammer mit lebhafter Zu- stimmung entgegengenommen. Die Deputirtenkammer veria 16 sich gestern auf unbestimmte Zeit.

as zur Abfahrt nach China bestimmte Truppen: Kontingent seßt sich aus 1882 Mann zusammen. DU" Tag der AuSreise ist noch nicht festgeseßt.

Türkei.

Der Sultan empfing nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Konstantinopel vorgestern den Prinzen und die Prinzcsfin von Nsapcl.

Die Senatoren und zahlreiche Notable des Fürsten-

tHums Samos richteten an den Su [tan drci Tel? rammc, in welchen sie sick) iiber die politischcHaltunq dcsFürsstjen Van- fanis besckxwerien UUd denseldcn ungeseßlich-r Handlungen Legen dis Abgeordmxten der National:Versammlung bcfcbul- igten. Die Senatoren erbaten von dem Sultan die Ent- sendung eines Kaiserlichen Kommissars nach Samos und die Unterbrechung der Arbeiten der National=Verfammiung bis zu dessen Ankunft.

Amerika.

Nach einer Maldung der „Morning Post“ aus New York hat der Generai-Quartiermeister der Vereinigten Staaten den Befehl erhaltcn, sofort TranSportschiffc nach Cuba und Puerto Rico zu schicken, damit alLe dort entdebriichcn regulären Truppkxn fiir dc'n Dienst in China zurückgebracht werdcn. Dieselben soilcn iiber San Francwco nach China gesandt werden.

Asien.

Aus Peking find am 1, Juli in Ticntsin zwci Voten angekommen und haben, wis das „Reuter'sche Bureau“ bc: richtet, einen Bkiéf des britischen Gesandten Macdonald des- selben Inhalts überbrackzt, welchen der ereits von Sir Robert Hart eingetroffan hatte. Die Boten bestätigen die Ermordung des deutjchen Gysandtcn und erklären weitxr, daß der Prinz Tsching sein Möglichstes thus, um die Fremden zu schützen; aber di? Cisnesen seien gegxn diese sehr aufgcbracht. ZOLL hohe Beamto, 091'611 Namen nicht an egeben worden sind, dic sich den Boxcrn widerseßt hättsn, so en ermordet worden sein. Der Brief Macdonald's ist vier Tage älter als ddr act's.

Eine in Brüssel eingegangene Depeschc aus [)anghai vom gestrigen Ta e meldet, das; einem chinesischkn Blatts zu: folge di-x in Pc ing angekommenen Truppen des Prinzen Tsching die dortigen Europäer verproviantierten und gegen die Aufrührer vcrtheidigten.

Nach einem Telegramm der „Daily Mail“ aus Shanghai vom 8. d. M. haben die Deutschen als der An riff auf die Fremden in Pekinéöbegann, das Tfchien-Mieng- bor besetzt, während der den oxern feindliche Prinz Tschanq die übrigen Thore bcseßte. Es hach- fich ein Heftiger Kampf entspannen, bei dem 2000 chincstsche Soldaten und 5000 Boxer gefallen seien. Die Deutschen hätten ganz ervor- ragendes geleistet, indem ste mit ihren beiden großen Ge chü en die engen Straßen an dem Thor rein fcgten. Ein Kur cr, welcher am 3. Juli aus Pekin abgegangen sei, versichere, daß die Gesandtschaften mit NajrungSmitteln versehen seien.

Aus Tientsin wird dem „Reuter'schen Bureau“ unter dem 1. Juli berichtet, daß am Morgen dieses Tages eine Er- kundung in der Richtung auf die Eingeborenen-Stadt durch eine vereinigte Truppe von Engländern, Russen, Amerikanern und Japanern in der Stärke von ungefähr 1200 Mann unter- nommen worde_n sei. Diese Streitmacht sei auf beträchtlichen Widerstand klemex Abtheriungen des Feindes gestoßen, welche jedoch leicht vertrtehen worden seien, obwohl fie der ersteren einige Verluste beigebracht ätten. Es werde gemeldet, daß 1ch 18000 Boxer außerha! der Westthore der Stadt de- änden; unter den Chinesen in der Stadt solle beträchtliche

neinigkeit herrschen. Täglich kämen Verstärkungen für die

vereinigten Truppen at), aber dix Lage sei in keiner Weise frei

Y)? YesorngTß, daxjegltche Nachricht über die Bewegungen der n en e e. -

Vom 2. Juli“ nzird Londoner Blättern aus Tientsin emeldet: Dix verbundeten Streitkräfte wurden heute von *metschen Pleinklern sehr beunrulxgt. Umdie leßteren heran-

zulo en, war gestern_ eme gemein ame RekognoScterung unter- nommen worden. Eine Abtheilun Ru en ging in nordlicher Nichtxmg zwei Meilen aufden BaFnbo zu vor, einekleinere Abtheilung rückte in nordoftlicher Nihtung vor. Infolge

eiztes Mißverständniffes Mx den_ Genezmlen- der ver- bundeten Streitkräfte, _w che gemeinschaftlich vorgeben sollten, wurden diese „einige "'-ZSit-z ppm Vormarsch zurück- gehalten. _anwis en hatten die_ vprgerückten russischen Truppen emen he tigen Gégenangmff Kä'rseriich chinesischer Truppen aus der Eingeborenenstadt auSzuimlten. Die Russen hielten upter roßen Schwieri keiten die Angreifer tapfer in SQL bis V: tärkungen eintra en. Die Chinesen unterdielten zwet funden lang eine furchtbare Kanonade aus schweren Geschüßen, welche auf den Stadtwällen aufgestellt waren, jedoch richteten fte nur wenig Schaden an. Zu gleicher Zeit rückte eine starke chinesische Abtheilun vom östlichen Theile der. Stadt aus. Die Earopäer ri teten ihr „Hauptaugenmerk auf die Zurückweisung des Angriffs von Norden. Zn- zwischen ruckten die Chinesen bis auf 100 Yards an die Ponton- brüche bei der französischen Niederlassung heran, nahmen daselbst eme beinahe undurchdringliche, gedeckte Stellung em und eröffneten ein ?efiigeß Gewehrfeuer. Es folgte ein verzweifelter Kampf zwichen ihnén und den Russen, welch? die Brücke _mit einem Gatlinggeschiiße vertheidigten. Die Russen behaupteten ihre SteUung bis zum Eintrexfen von zwei russischen Kompagnien, worauf die Chine en sick) Yrückzogen. Die britis en und die übrigen fremden ruppen griffen in gede ten Stellungen vom anderen Ufer“ aus an, fie waren aber nicht im stande, wirksam auf die An- reifer zu feuern, da dieselben fast ganz unfichtbar warkn. as Gefecht wurde spät am Nachmitta beendet. Der Feind eriitt beträchtliche Verluste, aber die rUJsischen Verluste waren großer als die des cindes, Jedoch sind es auf rusfischer Seite meist leichte erwundungen. - Die Handelskreise in Psking sollen allgemein mxt den belagerten Fremden sympathisieren und ihnen verstohien Lsdknsmittel zuführen.

Nach einer Meldung des „Reuter'scben Bureaus“ aus Tientsin von demselben Tage sind dort am 1. Juli 340 Mann französischer Marine-Jnfanterie mit 6 Gebirgskanonen und einigen anamitischen Trupp3n angekommen. Ein Bote, der an diesem Ta e dori eingetroffen ist, erklärte, er Habe beobachtet, ein chinesischer General mit 10000 Mann gsgen Tientfin vor: rücke, und war sei derselbe 30 Meilen von *Tientsin entfernt aiif dem sge von Peking nach Tientsm gewesen. Der Bote meidstc auch ein Vorrücken dcs Genexais Sun mit zahlreichen Truppen, ebenfalls in der Richtung von TZIking auf Tientsin,

Am Morgen des 6. d. M. haben, Londoner Blättern zufolge, in Ttentsin dic Cyinessn einen crnrmten heftigen Angmff gemacht. Die Vscbüideten antwortetsn mit dem Feuer dreisr . wöifpfiinder vom Kriegsschiff „Terrible“ und zwczn_qcn die C inssen nach fiebcnstündigem Kampf , fich zurück: zuztexn.

Von dem Chsf des deutschen Kreuz-r-Geschwaders, Vize: Amerai Bendemann, ist, wie „W. T. B.“ erfährt, übor dicse Angriffe dcr Chinessn folgende telcgraphische Meldung aus Taka vom 7. Juli in Berlin eingegangen: „Tientsin wird noch täJiick) aus den chestxgung-zn dei?- Arsenals im WCstLU, dcn Batterien im Norden und dem ?Fort in der Ci,)incscnstadt beschossen. Die häufigen Angri e auf die Fremdenniederiassung sind“ bisher ab- gewissen worden, meist unter schwxx€n Vsrlusten der CHinesen. Unsere Truppen hatten ksinc, die der iibrigen Nationen nur erin e Verluste. Gcstem ist ein amerikanischer TranSport- ampJer mit 1200 Mann, chte ein französischsr mit 1400 Soldaten und einer Foiddatierie eingetroffen.“

Nach einem von dem Kommandanten des österreichisch- ungarischcn Kriegsschiffs „Zenta“ gestern in Wien einZeqaRensn teicgraphischen Bcricizt sind in Taka bisher 200 0 ann an Land gcsth woydcn, wclch-x f_ük Ti-xntfin und Taka ge- nügtcn. Fcrncr moldet dyrsclbs, daß die Kaiserin-WittWeé

stellen jest die

Peking verlassen habe. _

Japanische Pioniere: Eixenbahn zwischen Taka und Tientfin wieder der.

Aus Shanghai wird der „Times“ unter dem 8. d. M. berichtst, (Großbritannien habe dem Vize-König von Nanking die VerfichcraUK matcriclicr Unterstüßung bei der Unterdrückung jedweder 5 uhestörung in dem Gebiet des Iangtse-Ktang e_qcbcn.

Der chinesi9che Gesandte in Wgshingtoa Wutingfang hat, wie das „Reuter'sche Barsan“ 1681 von dort erfährt, vor drei Wochsn dcn Direkxor dcr Telegraphen Scheng, sowie den Vizs-Kdnig Li:Hung-Tschang in Canton und die anderen Vize-Könige im Süden tciegraphisck) aufgefordert, ihre guten Dienste in Peking zur Sicherung der Gesandtschaften,anzubieten, und darauf hingewiesen, daß Un- abwcißlicbes Unheil für China aus der Zkrstörung der Ge- sandtschaftchbäude fnigen würds, Wutingfang glaube, daß dics: Vorstellungen nach Pekin gxmoldct worden seien und zu dem Entschluß der chine1schen Regierung bei- getra en hätten, das A2ußerste zu thun, um die Fremden zus Üßen. An Scheng habe Wutingfang teleFaphicrt, das; hohe Belohnungen fiir die Rettung der in den esandtschasts: gebäuden befindlichen Personen gezahlt werden würden._ Dies sei nicht auf Veranlassung der Nrgicrung der Vereinigten Staaten von Amerika geschehen, sondern auf Veranlas_s_ung der Verwandten und Freunde derjenigen Personen die ich bzim Gesandten der Vereinigten Staaten Conger beéinden.

wird dem enannten Bureau vom gestrtgen Tage bcrichtet, da die strengsten Maßregeln gextroffen worden seien, um das Bekannt- werden der japanischen Rüstungen zu Lande und 1: Wasser zu verhindern. Die Blätter führten _aus: ?alls die Ausländer in Peking umkämen, könne Japan nicht von jeder Schuld freigesprochen werden. Die Re- gierung habe beschlossen, die Streitkräfte in China sofort auf die Stärke von 23000 Mann und 5000 P_ferden zu bringen. - Eine Anzahl verwundeter Deut cher und Engländer sei in Yokohama eingetroffen.

Afrika.

Der Feldmarschall LordRoberts meldet, dem „W. T. V."“ ufolqe, aus Pretqria vom gestriYn Tage, daß der Staats- Nekretär des Oran e : Freistaats lignaut, der Unter- Staatssekretär Dick on, der General-_Advokat Vantender und das MitZlied des Raths des Oranxe-Fceistaats Kupfer- bürger am . Juli in Heilbron eingetroffen seien und Hä) ergeben hätten. Dieselben hätten erklärt, es solle eine 5-

Aus Yokohama

* ordnung einfinßreicherBeamien den Präfidenten Stei'n auf-

suchen, um ihn zu uberreden, sich zu er eben. - Der eneral Hutton sei am 8. Juli von einer gro en Anzahl Buren an- g_e_ kiffen worden. Es sei ihm jedoch gelungen, ste ohne große SZwierigkeiten zurückzuschlagen. _

'An-eine.: _ „Re .Wir-aa“ Lord Réb'eUs NWWenYsellsYJWmiW W

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ihre An estellten fkühefiens im Monat SLP Johannes urg zuxückkehren könnten.

Der General Bu] ler ist nach einer Besprechung mit Feldxxarschall Lord Roberts gestern von Pretoria wieder aiv gere ,.

Aus Cape Coast Castle wird dem „Reuter'schen Bureau“ berichtet, daß der: britische Oberst Wilcocks mit dem Obsrsten' Borrouth usammengetroffen sei und gehofft habe, Bokmal heute zu erretéen. Burroughs sei bei einem AngrixsO auf Kokofu zurü geworfen worden und habe dabei 5 odte und 82 Verwundete verloren.

Parlamentarische Nachrichten.

Bei der am 5. Juli in Mülhausen i. E. vorgenommenen Reichstaqs-Ersaßwahl erhielt na amtlicher Feststellung Von 25 499 abgegebmen Stimmen S lumberg er ( artet- stellung unbestimmt, deutschfreundlich) 17 730, Emmel( ozial- de_mokrat) 7680 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt.

Statistik und Volkswirthschaft.

Die Durchschnittsyreise der wichtigsten Lebens- und Futtermittel

betrugen in Preußen im Monat Juni 1900 nach der „Stat. Korx,“ für 1000 kJ: Wetzen 153 (im Mai d J. 151, im Jun: 1899 158) .“, Roggen 150 (147 bezw. 145) .“, Gerste 142 (142 bezw. 143) „16, Hafer 144 (140) „ja, gklbe Erbsen zum Kochen 226 (226 bezw. 223) „M, weiße Speisebobnen 252 (253 bezw. 251) „FC, „wien 400 (399 bezw. 420) „M, Eßkartoffeln 55,4 (52,6 bezw. 48,8) „M, Rtchtstrob 42 (39,2 bezw. 35,4) „14, Heu 65 (61 bezw. 49,6) „zz. Rindßxifcb im Großhandel 1060 (1066 bezw. 1070) „44; im Klein- Handel für 1 kg: Rindfleisch von der Keule 1,35 (1,35 bezw. 1,34) „M, vom Bauch 1,15 (1,15 bexw. 1,14) oki, SchMinefieisch 1,31 (1,30 bezw. 1,33) ck14, Kalbfleisch 1,32 (1,32 bezw. 1,33) «M, Hammel- fleisch 1,31 (1,31 bezw. 1,29) «(€ geräucherter inländischer Speck 1 50 (1,51 bezw. 1,59) «44, Eßbutter 2,18 (2,24 bezw. 2,07) „14, inländis es Schweineschmalz 1,55 (1,55 bezw. 1.57) „;ck. Wéizenmebl ur Speise- verertana 30 (30) H, Roggenmehl 27 (26) „Z; für 1 (bock Eier 2.99 „12 89 bezw. 2,97) „M

Dix im April d. I. eingetretene Aufwärisbewsgung der Getreide- preise rst auch im Juni fast an ailen Marktorten weiter fort- geschriiien. Das Mcbr beträgt beim Weizen: in Danzig, Hannover und Hanau je 5, in Köni sberq i. Zr„ Stralsund,“ OSnabrück, Kodlenz und Neuß je 4, in &ckti 3 keslau, Stettin, Cassel und Aachen je 3, in Berlin, Halle a. . und Paderborn je 2, in Posen undÄMagdeburg je 1 «44; beim Rogg en: in Haile a. S. 9, in Köslin 7, in Straikund und Paderborn j: 5, in Danziéz. Hannover. (Cassel, Hanau und Aachen js 4, in Brombdfq, Posey, Fran furt a O., Stettin, Berlin, Magdeburg und NW:“; je 3, in Königsberg 1. Pr, Kiel und OZna- drück je 2 sowie in Breslau 1 „16; bei der Gerste: in Königsberg 1. Pr. 5,__in Posen und Görli je 4, in Gleiwiß 3, in Danzig, Srettin, Gérlin, Magdeburg, Ca el und Haxau je 2, in Bromberg, Stralsund und KikZ ii! 1 „ja; beim Hafer: in Köslin 17, in Gleiwiß und Frankfurt a. O. je 7, in Bromberg, Görliß, Stettin und Cassel 12 6, in Königsberg i. Pr., Breslau und Halle a. S. je 5, in Danzig, Stralsund und Hanau j? 4, in Posen, Magdeburg, Kiel und Han- ;1ov18r je 3, in Berlin und Paderborn je 2, in Neuß und Trier ? &“

Zur Arbeiterbewegung.

Der Ausstand _der Berliner Rabißpußer ist, wie die .Volks-Zm.“ mittberli, zu Gunsten der Arbeiter beendet (vergl. Nr. 155 !: _Vl.)

Jm Bielefsld wurde, der ,Rh.-Wefif. Ztg.“ zufolge, in einer am “Sonnabend v. W. abgehaltenen öffentlichen Versammlung der Ztmmerleute beschlossen, bei dem Arbeitgeberbunde für das Bau- gewerbe die Gewährung eines Mtndsst-Stundenlvbnes von 43 „5 zu bkaniragen und im Fakle dcr Nichtbewiüiguna in den aligemsmen Ausstand kinzutrkten (vergl. Nr. 180/1899 d. Bl.).

Ein in Havre entstandener Erdarbeiter-Ausstand erstreckt sich, wie der .Tempö“ berichtet, auaenblicklick) auf etwa 3000 Mann.

Aus Rotterdam meldet „W. T. B." vom gestrigen Taae, daß wchgen des Ausstandes der SchiffSarbeiter (oergl Nr. 160 d. B!) die dortige Garnison Verstärkt worden ist und Hafen und Fluß Von Kriegsswéffen bewawt werden. Die außwärtigen Arbeiter, welche sich dem Ausstande nicht angeschloYen haben, arbeiten unter mili1ärisch2m Schuß. Die regelmäßiKen abrten der Dampfschiff- fabrts-Gcsaüscbaften sind infolge des ' usstandes theilweise eingestellt worden (vergl. Nr. 161 d. Bl. unter .VerfebrS-Anftalten“).

Kunst und Wissenschaft.

Die Königliche A kademie der Künste xu Berlin ließ soeben ibxe Chronik übst das Jahr vom 1. Oktober 1898 bis 1. Oktober 1899 im Druck erscheinen. Dieselbe enthält Nachrichten über Wesen und Einrichtung der Akademie, über den Personalstand am 1. Oktober 1) I, über Personalveränderungen und AusZeicbnungen, Mittheilungen aus dem künstlerischen Wirken der Senatoren und Mitglieder, einen ericht über die Verwaltung und aUgemeine Nach- richten über Feierlicijksit en, Ausstellungen, Preisbewerbunaen, Unter- stüßungsfonds, Stipendien, Stiftungen, sowie den Ges äftskreis der Mttgli-eder und der Unturriebtsanstalten. Ein An ana enthält die stensläufe der im Berichts abre verstorbenen Senatoren Mitglikder, Lehrer und Beamten. er Senat verlor danach drei seinsr Mitalieder durck) den Tod, und zwar den Musiker Profeffor Albert Bkckcr, den Maler Profeffor Wilhelm Amberg und den Kunst- historiker Professor Dr. Eduard Dobbert. Von den ordentlichen Mitgliadern der Akademie verstarben der LandschaftSmaler Edmond de Schampbeleer, dex Geschickots- und Genremaler Professor Wilhelm Sohn, der Maler Birket Foster, der Kupferstecher und Radierer, Gebckms Hofrath und rofeffor Johann Leonhard Raab, der Land- schaftßmaler Professor tto von Kameke und der GeschichtSmaler T_profeffor Frixdrich :inriZ Wilhelm Martersteig. Aus dem L-br- 61er der akademi (ben 9 s:!xule für Musik schieden durch Tod aus die Kammermusiker a. D. riedricb Lehmann und Julius Liebeskind und der Lehrer für Kavierspiel, “Profe or Oskar Rais. -- Der Neubau der akademischen Unterri tsanfta ten, der Hoch- s ulen für die bildenden Künste und für Musi sowie der akademischen

eisteraieiiers für die bildenden Künste, auf dem Gelände der Thier- artenbaumscbule, zwis rbkn Hardenbergftra e und Hippodrom, ua!) den Entwürfen und unter Leitung der Akadem emitglieder H. Ka ser" und Karl von Großheim, nimmt, wie der Verwaltungs t- mit- tbeilt, einen erwünschten Fortgang. Von einer feierlichen Gmndftein- legung zu diesem Neubau, die für den Monat Oktober 1898 gevlant war, mnHte weaen der gleichzeitigen Reise des Meth sten Protektors, Seiner kajesiät des Kaisers und MMS, nacb Ieru alem abgesehn! Maden, dos.) 111 eine feierliche Ein bung der och elm! nde in Aussicht genommen. Die Baukosten, ohne die K en nd uyd Boden und die innere Einrichtung,. sind auf 4200000 .“ WM * Die Fertigstelluyg des gamen Werkes ist zum Herbst 1901 in

genommen.

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