1900 / 168 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 17 Jul 1900 18:00:01 GMT) scan diff

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Nd" ' J einem kurzen selbstgeschriebenen Lébenslauf, auß, welchem er * *

udiengang de_s Bewerbers ersichtiich ist; -

. 4) einer schriftlrchewVerZMrung an'» Eides tatt, “daß die

ertZngeticbste Arbeit ohne «da eihilfe von dem ewerber aus- ge u r t.

Eingesandte Arbeiten, denen die verlangten Schriftstücke

Zu 1 bis 4 nicht vollständig beiliegen, wcrden nicht berück-

ichti t. I)er Preis besteht in einem Stipendium von 2250 M 'zu einer einjährigeiz Studienreise nach Italien. Der Stipendiat ist verpftichtet, sich acht Monate in Rom aufzuhalten, „vor Ablauf der ersten sechs Monate über den Fortgang seiner Studien dem Senate der Akademie der Künstx' schriftlichen BerichtLLu erstatten und, zum Ztvkcke des Studtennurhweises, eigene rbeiten beizufügen. ' 1Der Genuß des Stipendiums beginnt mit dem 1. Oktober

190 . Die uerkennung des Preises erfolgt im Monat Fe- bruar 190 . Berlin, den 18. Juni 1900. Der Senat der Königlichen Akademie der Künste. SektioZ fiéixtxk Musik.

Ra'deéée.

Hauptverwaltung der Staatsschulden. Bekanntmachung.

Bei der heute in (Heqenwart eines Notars bewirkten Ver- loosung der fiir das laufende Jahr zu tilgenden Stamm-Aktien der Niederschlesisch-Märkischcn Eisenbahn sind die in der Anlage aufgefiihrten 2991 Stück

ezog'en worden. Dieselben werden den Besißern mit der Auf- ßorderung gekündigt, ' den Kapitalbetraq zugleich mit den Zinsen für das 2. Halbjahr 1900 vom 15. Dezember d. I. ab egen Quittun und Rückgabe der Aktien sowie der dazu ge: ßöri en Zinss eine Reihe )(1 Nr. 7 bis 14 bei der Staats: schu den-Tiignngskaffe hicrfslbst, Taubensiraße 29, zu erheben. Die Zahlung erfolgt von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nach- mittags, mri Ausxchluß der Sonn: und ;esttage und der lcßten drei Geschätstaqe ]cdes Monats. ic Einlösung gc- chieht auch bei den RegierungS-Hauptkasscn und in Frank- urt a. M. bei der Kreiskasse. Zu diesam " wrcke könnM die Effekten Liner dieser Kassen schon vom 15. ovember d. I. ab eingereicht werdcn, wslche sic der Staatsschulden-Tilgungskasse ZU" Prüfung vorzulegen hat und nach erfolgter Feststellung die u63al)lung vom 15. Dezember d. I. ab bewirkt.

Vom 1. Januar 1901 ab Hört dic Verzinsung der gkkündilgten Dokumente auf.

Zug eich werden die bereits friiher ausgcioosten, auf der Anlage v2rzcichncien, noch rückständigen Dokumente wiedkrholt und mit dem Bemerkcn aufgrrnfsn, daf; deren Verßinsimg bereits mit dem 31. Dezember des Jahres ihrer Ver oosung aufgehört bat. .

Dsr Betrag der etwa fehlenden, unentgeltlich abzulicfernden FiFSlsKeinc wird von dem zu zahlenden Kapitalbeiragc zUrück- e a en.

Formulare zu don Quittungen werdcn von den oben bc: zeichneten Kassen uncntgcltlick) vcrabfolgt. .

Berlin, den 2. Juli 1900.

„Hauptverwaltung dir SiaatHsthaldcn. von Hoffmann.

Die von chte ab zur Ausaabe gsianxxcxide Nummer 26 der „GeseH-Sammlung“ enthält unter

Nr. 10202 dic; Hohenzoilcrnsckx Gemeindeordnung, vom 2. Juli 1900; unter

Nr. 10203 daS Geseß, betrchend dic Abändcrung und Ergänzung der Hohenzollernfckxn Amts: und Landcsordnung, vom 2. Juli 1900; und unter

Nr.10204 das (Heseß, betreffend Aenderung des Ver: fahrens für die Wahlrn ziim „Harisc dcr Abgeordnstsu in den Hohenoncrr-scben Landen, vom 2. Juli 1900.

Berlin A., den 17. Juli 1900.

Königlichcs Geseß-Sammlungxö-Amt. Weberstcdt.

Die von eute ab zur Ausgabe gclangchc Nummer 27 der „(Heseß- ammlung“ enthält unter

Nr. 10205 das Gcseß, bLikCffLUd di? Polizeivermaliung in den Stadtkreisén Charloitrnbtirg, Schöneberg und Nixdorf, vom 13. Juni 1900; und unter

Nr. 10 206 das Grieß, betreffsnd die Rrguiikrung des HSochwasserpi-ofils dcr Weichstl von Gcmliß bis Picckel, vom 2 . Juni 1900.

Berlin W., den 17. Juli 1900.

Königliches (Heseß-SammlungS-Ami. Weberstedt.

Angekomrrien:

der Ministerial-Direktor im Ministerium für Handel und Gewerbe, Ober-Berghauptmann Freund, vom Urlaub.

Yichtamtliches. Deutsches Reich.

. Preußen. Berlin, 17. Juli.

Sein-e Majestät der Kaiser und König unter- nahmen, wie „W. T. B.“ aus Dr0t1cheim meldet, gestern bei gutem Wetter einen Ausflug nach erldsacter. Heute ist Regemvcitcr ringetreten. An Bord S. M, Yacht „Hohen- zollern“ ist Alles wohl.

Der hiesiZZe Königlich sächsische Gesandte Graf v on Ho [)en = thal und erqrn hat Berlin mit längerem Urlaub ver- lassen. Während semixr Abwesen eit fungiert der Legationßrath oon Stiegliß als mterimistis er Geschäftsträger.

Der Großherzoglich badische Gesandte von'Iagemann hat sich mit Urlaub nach Tirol begeben.

* .

? Häbnover„ 16. Juli. . Die (UZI Mannschaften des )(. Armee-Korps gebildete Kompagnie des 3. ostasiati-

schen Infantekie-Négiments wurde, wie „W. T. B.“.

ineidet heute Nachmittag durch den kommandierenden General von Étünzner hier besichtigt. Auf dem WeZenplaß hatten das Füsilier-Regiment (Henrral-Feldmarsckiall rinz Albrecht von Preußen ßHannoverfcbes) Nr. 73 und das 1. Hannoversche JnfanterixNeg ment Nr. 74, sowie Abtheilungen der Artillerie und des Königs-Ulanen-Reqiments Aufstellung genommen. Das Offi ierkorps der Garnison und des Militär-Reitinstituts war eben?al1s zugegen. Der kommandierende General Hielt einc Ansprache, die mit einem dreifachen Hurrai) auf Seine Majestät den KaiserÉchloß Hierauf ließ der General die Fahnen-Kompagnie, wel e sämmtliche Yhnen mitkührte, vor der neugebildeten Kompagnie im arademar ck vqrbei: marschieren. Abends fand ein Abschied-Zmahl für die Offiziere und eine Bewirtbung der Mannschaften statt.

Sachsen.

Das Befinden Seiner Majestät des Königs ist so be: frisdigend, daß, wie das “Hofmarschallamt, einer Meldung des „W. T. B.“ aus Dresden zufolge, bekannt giebt, heute die Ueberfiedelimg beider Königlichen Majestäten nach Schloß Pillniß erfolgen sollte.

Reuß ö. L.

Seins Durchlaucht der Fürst hat gestern Greiz verlassen und sich zu mehrwöchigcm Badegebrauch nach Ostende brgeben.

Oesterreickx-Ungarm

Dcr „Neuen Freicn Presse“ zufolge werden zum Schuxze dcr österreichisch-ungarischen Unicrtbancn in China noch zwei Kriegsschiffe, der Kreuzer „Karl 71.“ und da? Torpedo- schiff „ASpcrn“, nach den chinesischen Gewässern abgeben.

Großbritannien und Irland.

In der gestrigen Sißung des Unterhauses verbreitete sich der ParlanwntS-Sekretär des Auswärtigen Amts Br odrick, wie „W. T. B.“ brrichtrt, wiedrrum iiber die Lage in China. Vondrrschrccklichkb Katastrophe in Peking habe die Regierung keine positive Mittbcilung erhalten, dock) könneman sich kaumnock) ir end we'lcbcr Hoffnung hingeben. In wesentlichen Punktsn eien aUcrdingS die Besrichte iiber die Niedermcßelung drr Frcmdcn ungenau. Der britischx: (Hencral-Konsul Warren babe aus Schanghai vom 15. Juli gemeldet, daß 81: aus gut unter- richteter chinesischer Quelle erfahren habe, ein Gkschüß solle, wie man glaube, am 8. JUN auf die Gcsaridtschaften gefeuert haben. Darauf sei die NiedermcßelUng dcr Fremden gc: folgt, um einen nicht wieder gut 1: machrndcn Brack) mit den Fremdkn Überhaupt berbrizufiibrcn. Dirse Nachricht, füge der Konsul hinzu, Zei noch nicht bestätigt worden, doch fürchtc er, daß sic wa r sci. Brodrick theilic ferner mit, es sei ein Telegramm eingetroffsn, welches bcsaqe, daß der Admiral Seymour wieder an Bord seinrs Schiffes gegangen Lei, nachdem er eim»- genügende Anzahl Mannschaftrn er Marinc-Brigade zur Bedienung der Geschüße in Tixnisin ziirückgelasssn babe. Dcr Admiral Seymour habe aus Taka vom 14. d. M. telsgrapbicrt, er glaube, daß die vcreinigisn Truppen von allen Forts mit Arisnahme des Forts von Ticnisin Besiß er riffsn hätten. Vrodrick' ab sodann folgends Darsteliung der tärke der bei Taka un Tic'ntsin am 10. JUli vereinigten Tritppen der Mächtex Rußland Habs daselbst 149 Offizixre Und 8200 Mann, Japan 124 Offiziere imd 5100 Mann, (Hroßbritaimien 175 Offiziere und 2400 Mann, Frankreich 103 Offiziere und 2400 Mann, Deutschland 36 Offiziere: und 2400 Mann, dic: Ver- einigtcn Siaatcn Von Amerika 10 Offiziere und 1300 Mann, außerdem seien noch kleine Abibsiixmgen Ocsterrsicher und Italiener dort, sodaß sich die Gc-sannntsiärke dcr verciuigtcn Truppen auf 604 Offizicrc und 20700 Mann bclaufe. Bcdcatcnde Truppenvxrstärkungcn wiirden jeßt ans- geschifft odcr seien noch unterwegs, dock) sei das Landen bon Truppen in Takt: infolge mangelnder Vor- richtungen boschränki. Zn Branxwortnng verschicdcnsr Ansfragen Skkläktc dcr ParlamcniE-Sckretär Brodrick: die Intruktionbn, welche die britische Regierung dem ältesten Marine-Offtzie'r auf dsr cbinefisckxn Station gcgebcn habe, laut-xtcn dahin, das; (1119 Angolegenheitcn im Ein- vernehmen mit den bafei)ligcnden Offizierrn der anderen Mächte zu erlrdigen sricn. Ucber verschiedene Punkte scbmcbtcn Verhandlungen zwischen den ngicrungen. Writere Erklärungen könne er Uicht abgeben. Auf die Fragc', ob die britische chiSrung den Vorschlag genehmigt Habe, die verbündeten Truppen untsr den Befehl cines japanischen Offiziers zu steilen, erklärte Brodrick, daß ein solcher Vorschlag garnicht gemacht worden sei. _- Der Erste Lord ch Schatzes Balfour tbeilte dem Hause mit, daß er von demselben eincn Nachtragskredit von bedeutendem Umfange fordern worde, um, wie er hoffe, die leßten Mittel für den Krieg in Süd-Afrika zu beschaffen und die Kosten der Operationen in China zu decken. Balfour erklärte weiter, es werde dem Hause auch ein (Hefeßentwurf, betreffend die Ein- reibung von Matrosen und Marinesoldaten in die Reserve nacb einsr zwölfjährigen Dienstzeit, vorgelegt werden, und gab schließlich der Hoffnung Ausdruck, das; die Session in der am 5. August bcginncndcn Wochc geschlossen werden könne.

Frankreich.

_ Gestern wurdr, wic „W. T. B.“ aus Paris Milst, cin Ministerrat!) abgehalten, in welchem der Minister des Acuszern Delca ssé iiber die Lage in China sprach. Das einzige Telegramm, welches gestern Vormittag aus China eingegangen scié ruhre von dem französischen Konsul in Schanghai her und sei vom 9. Juli datiert. Dcr Konsul theile darin mit, daß dem Taotai von Schanqhai das Kaiserliche Dekret zugc angen sei, durch welches die Behörden ungewissen werden, die ' oxer hin- znrichten und die (Hssandtschaften zu schüyen. Das Dekret bistimme weiter, das; alle' Geschäfte mit Ausländern in den Provinzen so zu behandeln seien wie früher. _ Der Kriegs- Minister und die Minister der Marine und der Kolomen machten Mittheilungen über dieEntsendun, von Verstärkungen nach China, welche plangemäß vor sich geigx.

Niederlande.

Die Re ierung wurde, wie „W. T. B.“ aus dem Haag erfährt, amt ich davon benachrichtigt, daß die Königin von Großbritannien" und Irland die von der Haager Friedenskonferenz beschlossene Schiedsgerichtskonvcntion ratiftziert habe.

Rumänien.

Der rühere Minister VerneSco ist nach einer Meldun des „W. & B.“ aus Bukarest gestorben. g

Amerika.

, Aus Wa hin ton meldet das „Reuter'sche Bureau“, es er Grund zu er nnahme vorhanden, daß 8000 bis 10 000

ann so_ schnell als moglich zusammengezogen würden, um nach China zu gehen. Sollte es die Lage erfordern, daß mehr Truppen aufgeboten werden, dann würde der Kongreß zusammentreten.

Asien.

Ueber die Kämpfe, welche in Tientsin vom 9. bis 11. Juli stattgefunden haben, berichten gßstern in Berlin ein- geiroffene Tele ramme des deutschen Konsuls in Tientsin, ww „W, T. .“ meldet, Folgendes: „Dis Fremdennieder- lassungen wurden am 9. I i heftig beschossen. Japaner und Russen eroberten 6 Gsichiiße und tödteien 350 Chinesen. Ein in der Nacht zum 11. Juli unternommener Vcrsuch der Deutschen, Russen und Japaner, eine östlich von der Chincsenstadt auf estclltc feindliche Batterie zu um: ehen und zu ne men, mußte aufgegeben werden, da die ZZontons über den Kanal unbrauchbar waren. Engländer, Franzosen und Japaner hielten die Eisenbabnstation unter

erlusten _egen einen Angriff am Morgen. Auf das Bom: bardement er Niederlassungen am 11. Juli antwortete eine verstärkte- englische Batterie scheinbar mit gutem Erfolge. Am 12. Juli ruhte der Kampf.“

Eine kacsche des britischen Generals Dorward aus Tientsin vom 10. d. M. besagt: „Gestern friih 3 Ubr Yixf eine Abtheilung von 1000 Japanern unter dkm

cebl des Generals Fukuschima , 550 Mann britischer Infanterie, 400 britischen Marinesoldaten, 100 Amerikanern und 400 Nusscn unter dem Kommando des Grnerals Dormard die feindlichen Stellan en im Süd: westen dsr Stadt an. Dieselben wurden raf genommen, wobei der Feind an Todten 350 Mann verlor und vikr kleine GeschYZL einbiißte. Sodann griffen die verbündeten Truppcx: das estcirfenal an, das nach kurzer Beschießung von Amerikanern und Japanern erstürmt wurde. Das ganze Gclände westlich des Arssnals war von den Chinesen unter Wasser. gßskßt, ein weiteres Vordringen in dieser Richtung war somit unmöglich. Der Zweck drs Vorstoßss, der darin bestanden hatte, die feindlichen Geschütze zu beseitigen und den Feind mehr. nach westlichsr Richtung zu drängen, war voll- kommen erreicht. Die Ehre des Tages Hatten dis Japaner und die Amerikaner. Während dicser Vorgänge wurden die britische und die französische Niederlassimg von den im Nordosten Liebenden chinesischen Batterien Heftig mit Granaten b€choffcn. Die Engländer [)atten kleine Verluste, die Rnffcn und die Amerikaner gar keine.“ Das Telsgramm Dormaro's bssprickzt sodann dc'n Angriff der Chinkscn auf die Babnsiaiion, den der Admiral Seymour bereits geschildert hat, und bsmerkt, das; auf dem Babnhofc 100 Engländer, 100 Franzosen und 100 Japaner stationiert seien. Nach vier- stimdigem harten Kampf? ssi dcr Angriff zurückgeschlagen warben. Der Feind habe 500 Tobie verloren, Auf seiten der Engländer scicn drei Matm getödtct und sechzehn verwxmdct worden. Die Verluste der Franzosen und der Japaner seien aber viel erheblicher.

Am Morgen des 13. Ilili griffen die vereinigten Triippen dcr Mächte die Eingeborencnstadt in Ti en tsin an, die RUffen ÜUf dsm rcchicn Fliic 61 mit dem amcri: kanischen 9. Infanterie - Regiment und bis Marine : Truppen auf dcm iinkkn Fliige'i. Wie dsr amrrikanische Admiral Remer) nach dcn in Tfchifu eingygangcnen Berichten nach Washington meldet, waren die Verluste der verbündeten Truppkn groß. Dix: Russen 5515711 2100 Mann “cim: fck)licszlich eines Ariillerie-Obrrsten, die Amerikaner über 30 NZ'UM, die Engländer 1":er 40, die Japaner 58 Mann einichlicßlick) eines Obersten, die Franzosen 25 Mann vor- loren. Um 7 Uhr Abends sei der Angriff der Verbündeten auf dic Eingrborcbenstadt mit großen Verlusten zurück: gcwiescm worden. Die Berichte seien noch unvollständig. _ Auch der „Daily Mail“ wird ans Schanghai bc- ricbtet, daß der am 13. d. M. von dyn Truppen der Mächtc untsrriommene grmeinsame Angriff auf die EingcborMcn- stadt von Tienisin mit einem Verlust der Europärr von mehr als 100 Todten zurückgewiesen wordexi sci. An Todtcn und Verwundeten hätten die Engländer 40, die Japaner 60 Mann verloren, auch die Russen und die Amerikancr hätten schwer gelitten. Zwei amerikanische Obersten und ein russischer ArtiUcrie-Obcr'st scien gefallen. Die Chinesen hätten schr hartnäckig gekämpft und ftchcr und tod: dringend geschossen.

Dagcgsn war in Tschifu, dcm „W. T. B.“ zufolge, am 15. d. M. die Nachricht verbreitet, das Fort und die Chmestn: stadt in Tientsin seien am 13.3119 von den Verbündeten unter japanischem Oberbefehl mit sck)morem Verlust genommen worden. Angeblich hätten auch Truppen des Schantung- korps gegen die Vsrbündeten im Feuer gestanden. - Der bclgische Minister des Auswärtigen erhielt von der belgischen Vertretung in Schanghai ein von gestern Abend datiortes Tclegramm, in welchem gleichfalls von einem Sieg der vcr- bündcten Truppén in Ticnisin berichtet und erklärt wird, dem Taotai von Schanghai sei noch keine Bestätigung der Er- mordung aller Fremden in Pekixtg zugegangen. '

Auch in iiutsTcZwang ste_ht nach einer Schanghaier Depesche der „Dai!y ail“ vom gestrigen Tage ein ernster Kampf bevor. Die Boxer ständsn dicht bei der Fremden- niedcrlassun . Die Russen hätten die Straßen verbarrikadiert, und die ruf ischen Bankbeamten Hätten Geld und Werthpaptere nach Port Arthur 1gibracht. '

Beim Generastabe in St. Petersburg sind, der „Russi- schen Telegraphen-Agentur“ zufolge, über den Aufstand m der Mandschurei und Mongolei die nachstehenden Meldun en eingelaufen. Aus Nikolskoje in der Provinz U Ukl 'n') rd vom 11. Juli berichtet, die La e in der Mund churei ei kritisch, da die chinesischen Trupppen zußammen mit den oxern operiertexn ..und die Bewegung zweifellos eine nationale Fewordensei, wel er die chinesische Regierun sym athiscl) aegenü erstehe.--Der auPZ- in enieur der mand churichen Bahn theilt mit, daß er die E&nbahnbeamten und die Schußwaéen nach den Grenz- stationen zurückgezogen habe. Hieraux eien die Bahnstationen 'owie die Vorräthe von den Chine en geplündert und die

elegraphenverbindung mit Chabarowka zerstört worden. -* Ein Tele ramm aus Dscharkent vom 11. d. M. besaß!- daß an in Kuldocha (Westgrenze der Mongolei) Unruhen audgebrochen seien und daß eine Kompagnie zum

Schu e des dortigen „Kon uls abgeschickt worden sei. -- Der

Milit r-Gouverneux des murgebiets, General Grinocki, meldet vom 14. Juli: ;„Der Dampfer_„M1chael“, welcher von Chabarowka nach Vlagvmefchtschen9k Mit fünf Barken Artiaerie- Munition für lcßteren Ort abgrgangen war, wiirde bciAigun mit Schüssen empfangen und durch chinesische Signale aufgehalten. Drei bewaffnet? chmestsche Offiziere _kamen in einem Boot mit dem Befehl, die Schiffahrt auf dem Amur einzustellen, und verlangten, den Schiffskommandanten und die Offiziere des TransPorts zu prechen. Der Kommandant beauftragte den TranSport: übrer, Kapitän Kriozov, mit den Chinesen zu unierhnndeln. nterdessen stieß der Dampfer „Selenga“ mit dem _Grenzkom: miffar dcs Nmurgebiets an Bord, welcher von einem ane Kosaken beYeitet war, zum Dampfer „Michael“ und er- theilte den efehl, daß der „Michael“ weiter gkehen soilte. Als der Transyort sich in Bewegung seßte, eroffneten die Chinesen ein Gewehr- und Geschüßfeuer auf denselben. Die Kosaken erwiderten das Feuer, und es elang dem „Michael“ und dem „Selcsnga“, nach BlagowesckJtsMnsk 1; kommen, obwohl beide Dampfer beschädigt wurden. er (Grenz- kommissar, zwei Kosaken und zwei Vootslcute wurden verwundet. Der Kapitän Kriozov, welcher zum Befehlshaber von Ai un csandt worden war, eYielt dort den Befehl, die S iff- ?ahrt einzusteüen. Ein inefischer Convoi begleitete sodann dcn Kapitän nach Bla oweschtschensk am „rechten Amurufer, worauf eine stärkere ru sische Truppenabt eilung von hier aus abgesandt wurde, um den russischen S iffen die freie Fahrt auf dem Amur bei Aigun sicherzustellen.“

Eine Schanghaier Depeschc der „Daily Mail“ vom «cstrigen Tage brzeichnet als eins der ernsteften Merkmale der La e, daß nach amtlichen ck)inesischen Quellen dZn Boxern naJ-gelegt worden sei, sich nach Süden zu wenden. Es heiße, da fie Tsching-Hang-po am großcn anal zum Zielpunkt von fünf Regimentern zu machen bcabsxcbtigtcn, dic nack) diesem Plaß abgeben und sich unterwegs ergänzen sollen.

Die Gouverneure der Provinzen HOPE, Hanau und. onan beschlossen, nach einer Meldung des „Temps“ aus "changbai, dcn Weisun en des Prinzen Tuan zu ge- horchen. Zahlreiche Christen Ferien maffakriert, Kirchen zerstort worden. 11 der Provinz Che-Kiang hätten gleichfalis Ruhestörungen begonnen. Auf Ersuchen ch französischsn Konsuls in Schanghai habe der dortige Gouverneur Maß- nahmen zum Schußc der Franzosen grtroffen.

Afrika.

Aus Pretoria berichtkt das „Rcuter'sche Bureau“, daß

der Feldmarschall Lord Roberts gestern eine Streitmacht entsandt habe., um die Buren von den Kopjeö im Norden und Nordwesten der Stadt zu vertreiben. Die Buren bätth indessen diese SteUungen geräumt, ohne einen Schuß ab: u eben. 3 g Kuma si, die von den_Eingeborcnen belagerte Haupt- stadt der britischen Kolonie Ajchanti, ist nach einer Meldung disselbcn Bureaus aus Fumsu (Goldküste) vom heutigen Tage von den Truppen des Obersten Willcocks entseßt worden.

Statistik und Volkswirthschaft.

Die deutsche Überseeische Ausrvanderung im Juni1900 und in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. (Fs wurdkn befördert dLUtsÖ-Z AuSwanderer im Monat Juni übkr 1900 1899 Bremen . . . . . . . . 669 866 Hamburg. . . . 952 980 deutsche Häfcn znsammen . . 1621 1846 fremde Häfen (sowei: crmiitsit) 328 323 übkrbaupt . . 1949 2169. Aus deut chen Häfen wurden im Juni 1900 :ckbe den 162] deutschen uswanderrrn noch 15 932 Angehörige 1r€mder Staaten befördert, davon gingen über Bremen 7291, Hamburg 8641.

Die Dambffaß-Explosionen in Prru߀n1899. (Stat. Korr.) Mit dcm Jahre 1899 likgi nugimc-br eine zrbn- iäbrige Statistik über die Expiofionen Von Dampiiaffern in Preußxn 1397- Es errignstcn sich in dem zehnjährigen Zritraum 1890 bis 1899 im Staate inbaksammt 35 derartige Unfälle, wobei 24 Personen getödtet und 37 mehr odxr weni er schwsr berlxizt wurdcn, sodas; dUkchscbnittlicb auf Ein Jahr 35 xplosionen, 2,4 durcb dikfrlbcn (:2- tödtete und 3,7 bsrwundete Personen entfielen. Wie sicb diLse Vu:- bältniffe in den einzkinrn Jahren gestalteten, läßt ioigsnde ULberficht erksnncn. Es wardsn ermitteli in Preußen im Jahr: “xblodtxrte ' dadurch Verunglucktk Personen 1890 Dampraffer im (?anzen geiödict verlictzt

1891, , , 1892 . _ 1893, 1394 . . 1895_ _ 1896. , _ “1.397, , , 1898. . . . 1899. . , . "* .) Zusammen 35 61 37. Den bisheriaen Mittheilungen über die in den einzelnen Jahren von 1890 bis 1898 explodierten Damvffässer mögen beute solche über die vier im 198th Jahre zerstörten Dampffässer folgen. Es handelt MZ dabei um einen Futterdämpfer, einen Maiskocher, ein Gefäß zum MW" von HoTz und ein solches zum Härten von künstlichen Kalk-

e nen.

1) Ein zum Futterdämbfen seit Frühjahr 1898 auf einem Ritter- gut'e des Kreises Trebniß (Rgb. Breslau) benußtes Damdffaß vpn zylindrisÖ - kegelförmiger Gestalt aus Guß- und Schmiedcxei1en ivalodierte am 13. Januar 1899, obwohl es nicht zu den vollstandig Fschloffenen Gefäßen gehörte, da es im unteren Boden rostartige

Offnungen besa . Es ist niemand dabei Verunglückt; dagegerx wurde die Jußeiserne andung des kegelförmigen Theils in viele Stucke acr- sÖlWLU, während das Eisenblech des zylindrischen Theils nurKVer- e"[Unsxen und Verbiegungen aufwies. Als Grund der aewaltmmen Zkkstörung wird Uebcrdruck angenommen. Das Dampffaß stand nicht unter amtlicher Aus cht. '

i Ein zylindri ches Gefäß aus Schmiedeeisen, welches seit 1898 n einer Brennerei des Kreises Soeft (Rob. Arnsbera) zum Kochen von Mais Verwendung fand, explodierte am 19. Juli 1899, Morgens

Ubr. ebenfalls vermuthlich infolge zu starken Dampfdrucks. Die dwlofion äußerte sich in einer Zerstörung der gußeissrnen Scharniere ses Deckels, während letzterer selbst an dem schmiedeeisernen Ver- Fluß!" gen hängen blieb. wei Pee onen wurden getödtet. Das

“mvffa war zur amtlichen eberwa ung nicht angemeldet.

[) 3 Am 11. November 1899 wurde xin zylindrisches, aus Gußeisen dLZJe eiltes Damkffaß zum Däm fen von Holz in einer Pappenfabtik iet: Kreises Temp in Re ierungs exit"! Potsdam) dadureh ewaltsam deftö't- daß das Ko tüm? abgeriffen und das Dampfkaß Felbst nach : Woegengeseßten ichtung fortgescbleudert warde." Den Anlaß zur

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Explosion bai voraussichtlich eine Sibwäcbung des Materials an zipéi gegenüberliegenben Steam des Kopfstücks aebildet, welche durch die beim Dampfen des Holzes entstehende Ameisensäure herbeigeführt worden sein mag. Personen wurden nicht verlasst. Das Dampffaß stand unter der amtlichen Ueberwachung der Königlichen Gewerbe- Jnsvektion Prenzlau. -

4) In einer Kalksandsteinfabrik des Kreises Geldern (Ngb.*Düffel- dorf) explodierte am 23. Dezember des Berichtsjabres ein zylindrisches Dampfsaß aus SiemenU-Martin- lußeisen, in welehem die herzu- stellenden Steine einem Dampfdru von 14-2Atmospbär-n ungefähr 36 Stunden lang ausgescßt waren. Die Zerstörung scheint dadurch verursacht zu sein, daß die Verschiußscbrauben des Deckels infolge wiederholten starken Anziehens Riffe erhalten haben, auch einzelne derselben dabei abgedreht worden sein möge", sodaß der Vetscbiuß einkn genügenden Widerstand nicbt mrbr zu leisten bermochtk. DE! Versckolußdeckel wurde bei der Explosion ungefähr 25 m nach born, das Dampffaß gegen 10 m nach rückwärts Fschleudert. Sechs Per- sonen erbielian Verleßungen; eine davon star nach 8 Stunden. Das Dampffaß war erst im Laufe des Berichtsjabrs in Batrieb gesetzt worden und stand unter der Ueberwachung der Königlichen Gewerbe- inspektion Wesel.

Zur ArbeiterbeWegung.

Die Baugewerk6meister Hannovers beschlossen, wie der „Hannov. Kur." mittbeilt, in einer gestern abgebaltenen Verjammlung, sämmtliche Forderunqen der ausständigen Bauhandwrrker (Vergl. Nr. 166 d. Bl.) abzulehnen, dagegen aber vom 1. Januar n. I. ab einen Stundenlohn von 48 „5 für Gesellen und von 38 „3 “" Arbeiter zu bewilligen. .

Kunst und Wissenschaft.

Die Hofkunstansiaki von FranzHanfstaengl in München Publiziert soebex eine große Koliektion von Neu-Aufnabmen der Bayerischen Königsfcblösser Linderhof, Chiemsee, Neu- schwanstein, Hobenschwangau in Pigmentdrucken (k-Féröße ca. 23:28 cm) zum Preise Von 1914 pro Blatt. Eine Neuaufnahme der kostbaren Interieurs aus den Prachjbauten König Ludwig's 11. in dsr gelungenen Weise wie sie die Hanfstaengl'scbe Publikation zeigt, wird besonders allen denjLKigen wiilkommen sein, welche den Besuch dsr dikéjäbrigkn Obrrammergauer Passionsspiele mit einem Auéftuge zu den Schlössern verbinden. Von Wkrib find dieie Pboiograbhien auch für Künfiler, Architxkten und kaorateurk, da ste eine Fülie von Anregungen in sich bergen und di: Schärfe der Wisdergabe Formen und Details deutlich erkeimen läßt.

Land- und Forstwirthsckzast. Erntsaussichten in Livland und Kurland.

F [ Dßr Kaiserliche Konsul in Riga berichtet unter dem 2. d. M. () gen es:

, Die Wintersaai, besonders Ro gen, steht in Livland gut;“ in Kurland dagegen hat sie durch anJaltende Dürre im Frübimg sebr geiiitcn, sodaß nur eine Mittelstufe, in manchen Gegenden sosar nur eine schwache Mittelstufe zu erwarten ist.

Die Sommersaaten haben sich in Livland und drm nördlichen Kurland infolge des nach der Dürre zur r€chten Zkit eingetretensn Regens normal entwickelt und berechtigen zu den betten Hoffnungsn. Jm südwzstlichen Kurland hält die Dürre noch jsxzi an; die Aus- sich2en für die Sommersaat smd deshalb sebr trübe. _

Es wird im aÜgemrin-In über schlechten GraSWUchs und uber Futiermangel geklagt. __

Heuernte und Stand der Saaten und anderer Kulturen in der Schweiz.

Die „Allgemeine SÖweizer-Zeitung“ berichtet: Dia Heuernte war eine Vorzüglicbe; wenn auch Vom 15. bis zum22. Juni die Witterung etwas schwankte und Wechselte, w ist dock) kein Halm am Boden verdorben. Dazu war die Qualität des Grases eine ganz ute, weil ihr weder Sonnsnschein, noch der kräftigende Thau (““bltC. Das Quantum war 11icht überall gleich. In den „ticfen Tbäle'rn, wo der Maifrost die eiaenilicbcn Gräser etwas schadiate, aab es Wenigsr; dagegen in höheren Lagkn, am Zürichsee, im Thurgau, kamen diese Gräser mit dem Eintritt der Wärme, die six: mkbr als die chcarten uvd übrigen Kräutsr nöibig haben, in etlichen Tagen wie durch ein Wunder bcrvor Und standen meterbocb und mauer- dichi. Da war der Ertrag ein so großer, wie noch selten. - In den Weinbergen ist, wo drr Frost im _Mai obne Schaden vorübergegan en, _ die Traubenmenge in' dte!em Jahre eine aanz außerordenili r, 10 im Kirttgau, am Zürichsee und durch den Thurgau hinauf. - Das Warme, tWCkLUS Weiter war_n§ben deb Reben besonders auch den Kartoffelvflarxzungen gumitg, dre dabkr ebenfalls vorzüglich sieben. Die ObitbaumeZbrugen sich unter der Last ibrer Früchte. Dcr Thurgau mit ninen Waidern won wobl- gepfle ten Bäumen hat einen überaus reichey Segen zu crwarten.'

5ILus der Zentralschweiz vom 8.Iu1tme[detdie „Schweizerische Landwirtbschaitliche Zeitschrift“: Die Heuernte zieht sich dieses Jahr stark in die Länge. Wer die günstige Witterung zu Anfang Juni fick) tüchtig zu-Nußen zog, brachte viel und gutes Futter unter Dach; nicht wenige Landroirtbe haben sogar heute noch stehendes oder gemabtes Heu im Felde. Der Heuertrag war fast durchweg groß bis sehr groß. In Bezug auf die Quaiität aber wird die Ernte zu je einein Drittel als sebr gut gut und mittelmäßig taxicrt werden können. Die Hmecnte ist also zuiriedensiellknd ausgefallrn. Der Emdgraswuchs ist üppig. Das Getreide aÜer Art ist gut entwickelt„xleider haben die jüngsten stxrken Regengüffe vielcs gelagert. Karloifeln und (Ze- müfe sirben r€cht vielversprecbxnd, troZ dem virlen Ungxziefer uber und in der (Erde, ganz bssonders in den Garien. Die Obst- aussichten sind ausgezeichnxt. Die Aepfelbaume sind ganz voll von rüchtchen, die Birnbaume sind_gut bis sehr cFut beseßt, auch wet cbgen will es reich1ich geben. Fur die fast dur weg triebe Kits enernie zeugt das starke Sinken der Frucbtdreisx. - Die Nacht vom 7.an den 8. Juli brachte einen großen Kglteruckschlag, und beute erblicken wir selbst unsere Voralpen bis "tlLf herab, bis auf 1300 m Höhe in winterlichrs Schneegewand ehulli Der Schnee macht tagsüber noch wenig Miene zum raschen „erschwinden und wird obne Zweifel viele Aelpler mit ihren Herden in große Verlegenheit

bringen.

Erntenuösichten in Rumänien,

DasKaiserliche Konsulat in Iass y berichtet unter dem 3. d. M.

ol endes: F 8Das Weiter war im vergangenen Monat vielfach regnerisch.

Der Weizen hat unter den starken Regenéüssen nicht gelitten und“

steht in allen Bezirken gut, während Roggen ru allgemeinen nur eine

warde Mitieiernte verspricht. _ fck Gerste und 'afer haben sich zwar nach dem Regxn gekraftigt, troydem ifi au bri diesen Fruchtarten durchschnittlich nur eine

wa e Mittelernte zu erwarten. fck IIe: Mais, welcher durch die Dürre in seiner Entwickelung

uriickgeblieben war, hat sich zwar gut erbost, doch ist durch die aklzu äufigen Regengü e die Bebackung desselben aufgehalten worden. Es ist Aussicht auf e ne Mittelernte vorhanden. Die Rapßernte ist in vollem Gange. Der Rc'Jen bat die Ein- bringung zum tbeil ebindert nicht aber die Qualit t beeinträchtth. Das (Fr ebni isst der ;Menge: nach im allgemeinen dasjenige e ner

Mittelernte, er ' eichaffenbeit nach aber gut.

Ernteaussicbten in Bulgarien. Das Kaiserliche Konsulat in Varna berichtet unter dem 6. b. M.

ol e des: F gßöer heftige andauernde Regen in den ersten Tagen des Juni ließ

die Befürchtung einer Lagerung der Saaten aufkommen, die aber

durch das später noch rechtzeitig eingetretene, vorbetrs nb stköiie warme Wetixer egenfiandsws wurde. Die Feldx-ü te Jeeben habe: zur Zeit vorzügl (b und v rechen eine außer ew bn ich reiche Ernte.

Gerste und Roggen nd in den n ein 9 gelegenen Gegenden bereits geschnitten worden; das Ergebniß bierin übertrifft'um etwa 40 9/0 dasjeniae des guten Getreidejabres 1896

Die Weizenernte, welche sich wesen oer Zebntsieuet-Konirole in Ziesiem Jahre verspäten dürfte, wird voraussichtlich in zwei Wochen eg nnen.

_ Mais entwickelt sich unter den für diese Fruchtart überaus giinstigen Witterungsverbälini en sehr gut und stellt ebenfalls einen vortrefflichen Ertrag in Aussi !.

Die Stimmung des hiesigen Getreidemarkts ist noch immer klau; die 11913 vorbaudsnen geringfügigen Vorrätbe alten Getreides werden mit Rücksicht auf die gegenwärtig niedrigen Preise von den Bißtzern zurückgehalten.

'Die Weinberge sieben im allgemeinen sehr gut, nur im BaitsÖiker Bezirk wird über die durch die Regengüffe aufgetretene Peronospora geklagt. Die während der Biütbezeit der Weintrauben eingetretenen Niederschläge haben den _Varnaer Weingärten einen durcbscbnittlicben Schaden von 15 '4/0 zugejügl; immerhin rechnen die Wembändle: in diesem Jahr auf einen Mebrertrag von 35 %.

Getreidebandel in Argentinien.

Ausfuhr don Getreide aus dem Hafen von Buenos Aires für die Zeit vom 16. bis 31. Mai 1900.

- Gesammt- Verschiffungsziel MMFRYEZFÜU menge . in 1000 kg )

Getreideart

Ma i 5 England 199 478 Belgien 75 034 Frankreich 54 564 talie'n 11 511 olland 1 342 panien 1 330 Order 10 902

zusammxn 354 161

England 399 166 Hollaud 197 572 Sp.“:nien 187 573 Belgien 183 376 Italien 71 788 Deutschland 68 627 Jrankrcich 37 009

rder 231 346

xukamm-n 1376 457

Lcinsaat Holland 61165 Deutschland 16 633 Belgien 12 141 rankreich 8 672 talisn 4 600 England 865

zusammcn 104 076 6 938

GugenWSrtb der höchsten und niedri sten Preise in Preise im Großbandei für 1 äs Mark nals dem Durch- schnittskurse von §m/u 1 = .“ 1,80

Mais: Jm/o bis Jm/u a. gelber ...... 3,“ . 3,40 5-40 b. weißxr 3,50 , 3,90 7,02 Weizen: &. gutkr und feiner . 5,- , 5,40 9,- 5. Candeal ..... ,- . 6-50 11,70 Leinsaat . . . . . 13,50 14,20 24,30 25,50

*) Die 50153 zu 66,66 UZ.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrnugs- Maßregeln.

Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuäpe unter den Schweinen ist dcm Kaiserlichen Gesundheitsamt gemeldet worden vom Schiacht-Viebbofe zu Dresden am 16. Juli und vom Viebhofe Sternschanzr zu Hamburg an demselben Tage.

Verkehrs-Anftalten.

Laut Tele ramm aus Köln (RheinZJ hat die zweite en lische Voß Über Ostende vom 16. uli in Köln den An?chluß an Zug 31 nach Berlin über Hildesheim wegen Zugverspätung in England und widriger See nicht erreicht.

Vikifacb ist die Meinung verbreitet, daß nach den jest gültigen Bestimmungen auf alia Postsendungen, Welche als Drucksache befördert werden soÜc-n, außer dem Namxn des Absenders noch eine brieflich? Mitfbeilung bis zu 5 Worten gesetzt werden dürfe. Diese Auffassung trifft nicht zu und führt in den meisten Fällrn zur Rücksendung oder Austoxierung der Sendungen. Der in Betracht kommende § 8 der Postordnung vom 20. März 1900 besagt nur, daß es zulässig sei, „aus gedruckten Visiten- karten die Adresse des Absenders, seinen Titel, sowie mit höchstens 5 Worten oder mit den üblichen Anfan sbuchstaben gute Wünsche, Glückwünsche, Danksagungen,i eileidsbezeigungen oder andere Höflichkeitsformeln handschriftlich hinzuzufügen.“

Bremen, 16 Juli. (W. T. B.) NorddeutsÖer Lloyd. Dampfer „Kaiser Wilhelm Tl.“, v. New York kommend, 14. Juli die Azoren passiert. .Bonn“ 14. Juli v. Antwerpen u. d. La Plata, „Sachsen“, v. Ost-Asien kommend, 15. Iuliv. Génua 11. Bremen abgeg. „Preußen', n. Ost-Asien best., 15. Juli Dover passiert.

- 17. Juli. (W. T. B.) Dampfer .Tricr". 11. Brasilien best., 15. Juli Borkum Riff u. „Bamberg“, n, Hambura best., Dover, „Trave', v. New York kommend, 16 Juli Dorst pass. „Wittekind“ und „Frankfurt' 16 Juli mit dem Truppentransport die Reise von Suez n. Ost-Asien fortges. . rim Heinrich", n. Oft-Asien best., 16. Juli in Suez und „Kat Stube“ v. Osi-Asien in Genua an- gekommen.

Hamburg, 17. Juli. (W. T. B.) Hamburg-Amerika- Linie. Dampfer „Patricia“, v. ambura über Plymouth n. New York, 16. Juli v. Boulogne-sur- er, „2an Armstrong“ 15. Juli v. New York über Kopenhagen 11. Stettin abgeg. ,Adria“ 16. uli. in Hamburg angek. ,Briögavia", v. Hambury n. Baltimore, 15. uli in Boston angek. „Belgia' 15. Juli v. Baltimore n. HamboW abgeg. „Trutonia', v. Hamburg 11. Montreal, 15. uli _in N Sydney. .Canadia“, 13. Hamburg über Oporto und Li abon n. Para und Manaos, 16. Juli in Havre und .Scotin' in Montevideo ansek. „Sicilia', v. Buenos Aires 11. Genua, 16. Juli Gibraltar passiert.

' London, 16. uli. (W. T. B.) Union-Linie. Movie: .Gaika' beute auf ukreise in Capewwn und „Man" Sonnbend auf eimreise ia Southampton an ekommen.

otterdam, 16.3119. ( .T. B.) Hollaud-Amerika- Linie. Dampfer .Potsdam', 1). New York n. Rotterdam. beute

Prawlepoint passiert.

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