Rathßzxeberin der präsumtiven Thronerbin aufzuwerfen und sie mit adikalen zu umgeben suche. Sir F. Lamb's Equipagen sind dieser Tage von hier nach Wien eingeschifft worden. In einer am Mittwoch gehaltenen Versammlung einer An- Zahl der Wähler von Westminster ist mit 44 gegen 10 Stimmen csch1ojsen worden, daß Sir Francis Burdett, weil seine Ansich- ten und sein politisches Treiben den Wünschen seiner Wähler geradezu entgegen seyen, aufgefordert Werden solle, seinen Siß im Parlamente aufzugeben. Zugleich wurde beschlossen, daß nur derjenige Kandidat die durch den Austritt des Sir Francis Bur- detr erledigte Stelle erhalten könne, der sich verpflichte, für eine Aussöhnung des Wahlrechts, für eine Abkürzung der Parla- mente und für geheime Abstimmung, Welches bekanntlich die drei Yanptforderungen der Radikalen sind, zu votiren. us den Aéußérnßg'én des Globe ibis! die Times her- vorseuchten sehen, daß die Minister es schon so ziemlich aufgegeben hätten, mit der Jrländischen Zehnten-Bill wie- der vor uschreiten, „weil keine Aussicht da sey, daß das Oberhaus mehr cisheit und Mäßigung gelernt haben dürfte, als es im vorigen Jahre gezeigt“, und „weil es unnüß sey, eine Maßre- gel Überhaupt einzubringen, die unter den jclzigen Umständen schwerlich pasfiren würde.“ Die Times bemerkt hierzu: „Nun wohl, wenn diese Gründe hinreichen, um mit der Zrlän- dischen Zehnten-Biu nicht wieder vorzuschreicen, sprechen dieselben dann nicht eben so stark gegen das Beharren der Minister bei denheiden anderen Maßregeln, die se fich als Werkzeuge zum Umsturz der Kirche ausersehen haben? Wenn fie es deshalb für lächerlich halten, eine Bill zur Erledigung der Zrkändischen Zehntenfrage einzubringen, weildieselbe doch nicht durchgehen wird, wollen sie da etwa die für den21.Apri1 angekündigte Einbringung der Kirchensteuer-Bill mit der Wahrscheinlichkeit ihrer Annahme rechtfertigen7 Oder ift es die Ausschr, ihre Iriändische Muni- zipal-Bill Geseßeskraft erlangen zu sehen, was Lord John Rus; i::11 bewegt, die Erörterung derselben zum 7. April vorzuschla- _qcn? Nein, die Sache is? die, daß fie sich der traurigen Figur schämen, die se mit ihrer berühmten Appropriations-Klausel ge- shérlt, welche im vorigen Jahre eben so für eine Lebensfrage des O.“;i'éxxiiieriums ausge eben wurde, wie jeßt die Munizipal-Bill. Sie fürchten das icdererscheinen derselben als das Signal zu einer ihrer harrenden ungeheuren Verspotcung von einem Ende hrs Reiches bis zum anderen.“
Der Spectator glaubt, die Ursache, weshalb die Minisier bei der Frage über die Aufhebung der Kirchen-Steuern im Un- rsihause eine so geringe Majorität gehabt, liege nicht darin, daß die herrschende Kirche populairer geworden, sondern daß die 0.121- :zisier durch das Ersaßmiteel, we1ches sie für diese Steuern vor- zirschiagen, dcn Kirchenpächccrn zu nahe auf den Leib gerückt sehen. „Wären die Minister“, meint dicses Blatt, „weniger schonend mit der „Kirche umgegangen, _hätten aber den Laien, welche Kirchengüter in Pacht haben, einen größeren Vortheil als Lockspeise hingehalten, so würde ihr Antrag, gleich der Eng,- lischenZehnten-Bill,a1seineschrbisliaeundverniinftigeAuS'glcichung cinersch1vierigenFrage durchgegangen seyn; allein sie ließen die Kirche unangetasket und schlugen vor, die Pächter den richtigen Werth Mr ihren Beffß zahlen zu lassen; kein Wunder also, daß die Herren vom Lande üch beunruhigt fühlten. Eine Untersuchung ihrer Befißtitel möchte vielleicht seltsame Rechtsfehler zeigen [Md manchen freien Befih in einen zu verzinsenden Bestß ver- wandeln. Es ist nicht unmöglich, das; hier und da das Speise- immer eines Squires auf seinem eigenen Grund und Boden, Feine Küche aber auf Kirchenboden liegt, auf dessen Befilz er kein begründetes Recht hat.“ Der Constitutional dagegen, ebenfaUs eiu radikales Blatt, will diese Ursache nicht gelten laxsen, weil von Seiten jener Pächter nicht die geringster: Vor- stellungen gegen die Maßregel eingegangen sehen, während im GegencheilHerrPease dem Unterhauseeine von 117Pächrern unter- zeichnetePetition vorgelegthabe,worindiesedemHausefärdieMaß- t'exzel gedankt. Eben dieses Blatt sagt: „Gleich nach der Ab- siimmung iiber die Aufhebung der Kirchen-Sceuern wurden Ge- rächte von der Resignation der Minister in Umlauf gesetzt; jeder Klub hatte am Sonnabend Abend positive Kunde davon, daß der Premier-Minifter am Morgen eine Versammlung seiner Kolle- x'zcn ausdrücklich zu dem Zwecke bei [?ck gesehen habe, um sich mx: ihnen über die Resignation zu berathen. Was beschlossen worden, darüber wußte zwar Niemand etwas Beffimmtes, und sehr Wenige glaubten es, daß die Sache wirklich zur Berathung grkommen sey. Die Gründe dazu sind auch sicherlich nicht sehr éx'nleuchtend; die Majorität von 23 ist war etwas ominös, allein am Ende doch für die gegenwärtigen werke der Minister aus- re'ichend.“
Dem Globe zufolge, würde die Vereinbarung, welche der
je-th hier befindliche Agent (nicht Präsident) der Bank der Ver- einigten Staaten, Herr Biddle, mit der Englischen Bank ge- troffrn haben soll, darin bestehen, daß die letztere künftig der rrsieren gestatten woae, Wechsel bis zum Belauf von 2 Millio- m'n auf sie zu ziehen, wovon die Hälfte durch frühzeitige haare Rémessen zu decken wäre. Das genannte Blatt meint, es würde an großer Vortheil für den Handel seyn, wenn man in London ein direktes CourSgeschäfc mic New-York oder Philadelphia einführte, was bis jeßt einige große Handelshäuser, die den Verkehr mit Amerika an sich gerissen, zu verhindern gewußt häktsn. “ Den kürzlich verstorbenen Lord Kingsborough ereilte der Tod im Schuldgefängnisse, wo er jedoch, wie der Globe bei mcrkt, nicht wegen eigener, sondern wegen der von seinem Va- ter grmachten Schulden saß, für den er Bürgschaft geleistet harte. ** “ Die Zahl der in und bei Calais und Boulogne steh auf- b-rltrnden Englischen Familien ist jetzt geringer als zu irgend hiner Zeit seit dem Frieden. Der Umstcznd, daß zwei Baronets sick) dort wegen Schnitzen im Gefängniß befindep, hat die Ach- rung und das» Vertrauen sehr gemindert, womac die Franzosen sonst ihre Britischen Gäste aufnahmen.
Z:: voriger Woche “wurde hier UU? Sammlung zum Be- 7791: der Nothleidenden in den Schottikchrn Hochlandeii versin- staltct, welche in fünf Tagen Über 7000 Pfund Sterling em-
brachtr.
Der Times zufoige, stände der.Französtsche „Konsul in Warschau, Herr Durand, im Begriff, diesen Posten zu ver- [essen, weil seine Gesundheit sehr gelitten habe.
Orr Gelieral Le OJZarch'ant, General-Adjutant des General (29.3715, soll, des undankbaren Dienstes mhde, der Morning Pos? szolge, nebst mehreren anderen-Offizteren der Legion seine Eiitlaan eingereicht haben. Nach der Angabe dieses Blattes 'rcéirkc sich die Zahl der am 16ten getödtcten Militaérs der Le- gion a;:f Offiziere und 50 Gemeine, und die Zahl der Ver- ér-uxxrrtrxi auf 50 Ofstziere und 506 Gemeine; außerdem wür; en ?;3 vsrra-sßr. N W)» der Times wärrn 480Verwundete der
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Legion in die Hospitäker von San Sebastian aufgenommen worden. - _ , » , Lord Ranelagh, der “Koch vor kurzem in Diensten des Don Carlos stand, befindet sich jest in Rom, von wv aus“ er unterm 9. März ein Schreiben an die „Times“ eingesandt, in Welchem derselbe fich abermals gegen Vorwürfe rechtfertigt, die ihm von Korrespondenten der miniskeriellen Englischen Blätter gemacht worden. Erstens erklärt er es" für eine Unwahrheit, daß er, als er bei General Evans in San Sebastian gespeist, seine Gc- sinnungen zu Gunsten der Sache des Don Carlos verleugnet hätte; zweitens stellt er die Jnsinuation, er habe die Lim'en vor San Sebastian besucht, um zu spioniren, als lächerlich dar, weil die Englisch-Spanischen "Truppen am 15. und 10. Mai 1836, Wo er in San Sebasiian gewesen, noch gar keine Linien vor diesem Plaße beseßt und kein einziges Geschütz außerhalb desselben aufgestellt gehabt hätten, sondern noch in der Stadt einquartiert geWesen scyen, mit Ausnahme einiger kleiner Wacht- posten; drittens habe er nicht vom Oberst Woolridge im Auf- trage des General Evans in den ganzen Linien umhergefi'ihrt werden können, eben weil es damals noch keine Linien dortgege- ben, sondern er habe nur den Gcneral Le Marchant, als dieser ausgei'itten sey, um die Vorpofken zu inspizircn, eine Strecke Weges begleitet. _
Nach Berichten aus Bombay vom 14. Januar waren die Preise der Baumwolle dort jcit einigen Woche:: immer :nrhr gesunken, weil der Begchr daxmci) von Seiten Englands nicht mehr so groß war Und die neue Aerndte sehr reichlich ausge;
fallen seyn soll. Opium stieg 1111 Preise, aber man sal) Mit Spannung eiiier entscheidenden Nachricht aus Canton über die Zulaisung oder, fernere Untersagung der Einfuhr dieses Artikcis entgegen. ,
B e 1 g i e n. Brüssel, ?0. März. Der neugcbotne Prinz wird die Namen Philipp Ferdinand Eugen Leopold Georg erhalten.
Deutschland..
Weimar, 29. März. Der Geheime Kriegsrat!) und „Kammerherr voanhwald, welchen Se. Königl. Hoheit dcr Großherzog, zur Erwiederung der Sendung des Großherzoglich
Kammerherrn von Hopfgarten abgeschickt hatte, um Sr. Königl. Hoheit dem Großherzogs von IITeck1enburg-Sch)iveriti die Glück- wünsche zu seinem Regierungs-Antritte aussprechen und ngleich die Insignien des wrißen Falkeuordens erster Klasse überreichen zu lasen, ist am 2711er: d. M. zurückgekehrt. - “ Cöthen, 20. März. “Mehrere Zeitungen (s. Preußische Staats-Zeitung Nr. 81), welche die Nachricht von dem, von JZ. DD. den Herzögen u Anhalt gestifteten Gesammthaus- Orden unrrr der Rubrik: essau mittheilen, haben in diesem Artikel einen finitencjiellenden Druckfehler fkehen lassen. Im Eingange muß es nämlich, statt: „in dankbarer Anerkennung der Liebe und Anhänglichkeik, wclche Unsere getreuer: Untertha- nen jederzeit Uns und Unserem Regierungs-Vrrfahren bewährt haben“, „ Uxxsercn Regierungs-Vorfahren“ heißen,
wie dies aus den hier am 18ten d. M. publizirren Statuten des" Herzogl. Gesammthaus-Ordens klar hervorgeht. _ Wir be- merken bei dieser Gelegenheit, daß am 18ten d. M. zur Feier dieser Ordenö-Stiftung auf hiesigrm Yerzogl. Refidenz-Schiosse ein großes Diner stattfand, bei dem e. Aeltestregierende Her- zogl. Durchlaucht, als Großmeister des Ordens, zum erstenmale mit dem Großkreuze desselben erschien.
Göttingen, 25. März. (Kass. Ztg.) Feute früh um
7 Uhr wurden die ']kkerblichen Reste des Hofrat s und Ritters Himly zur Erde be artet. Sämmtliche hier anwesende Studi- rende der Medizin folgten mit entblößcen Häuptern unmittelbar nacb der Leiche; einer derselben trug auf einem Trauerkisscn die „Insignien des Königlichen Guelphen-Ordeni. In einer Reihe von 24 Wagen beschlossen den Zug tiefberrübte Verwandte, Freunde und Kollegen des Verewigten. Einer von den Leßteren, welcher gleichfalls bei dcr Feierlichkeit seyn wollte, wurde selbsr in der vorhergehender: Nacht unserer Hochschule durch einen Schlag- fiuß in seinem 0771011 Lebensjahre cntrissen. Es ist der Professor und Utiter-Bibliothekar Christian Bunsen, der fich durch seine Bearbeitung des wiffenschaftxichen Katalogs im Fache der Politik und der Römischen klassischen Literatur um die hiesige Hochschule verdient gemacht hat. - -- Göttingen, "29. Märx. Unser ungemein bedauer- ter Fofrath und Professor Himly hat seinen Tod durch einen im asser erlittenen Schlagfiuß gefunden, der durch folgende:: Zufall herbeigeführt warde. Vor mehreren Wochen hatte er eine treue Freundin seines Hauses, der er jedoch wegen eigener Krankheit nicht selbst mit ärztlichem Rache beistehen konnte, an den Folgen der Grippe verloren. Zim vorigen Mittwoch woüte er auf einem Spaziergange das Grab der Verstorbenen besu- chen. Leute, die in der Nähe waren, haben gesehen, daß er sich bemühcte, über die niedrige Kirchhof-Mauer u steigen. Bei der körperlichen Schwäche, die ihm ebenfalls in Folge der Grippe geblieben war, strengte er sich jedoch vergeblich an. Er ging weiter an der Mauer hinunter, auf einem am Waffe:“ gelegenen schmaler: Wege, der durch das abwechselnde Frost- und Thau- Wetter sch1üpfrig grwordcn war. Ein Mann in der Nähe 17.11) ihn in das Wasser angleiten, eilte sogleich herbei und zog ihn wieder heraus. Aber die Kälte hatte dem schwacher: Körper ei- nen Schlagfluß zugezogen, der bald nachher einem der Mensch- heit und der Wissenschaft gewidmeten Leben ein vorzeitiges Enke machte. - So viel zur Widerlegung entstellender Berichte, die leich: ihren Weg in' die Zeitun en finden könnten.
München, 22. März. s smd hierzioei literarische Pu- blicationen erschienen, welcbe fiir die Kenntnis; unserer Indu- sirie und unsers artistischen Bestrebens von Bedeutung sind. Die eine isi der Bericht iiber die ießce anuskrie-Auskrellung aus den Berichten der einzelnen zur Beurtheilung der einge- sandten Industric-Erzeugnisse eiiigesekzren Kommissionen gezogen. Der andere ist ein Bericht des Kunstvereins über sein Wirken während des verßossenen Jahres. Er beseht seit dreizehn Jahren, und hat das Verdienst, als der erste der na-F) ihm gebildeten zugleich Muster und Gehiilfe zu seyn. Zwanzig Städte werden aufgeführt, deren Kunst-Vereine mit ihm in Verbindung stehen, und zu den Deutschen (selbst Königs,- berg an der Gränze der Deutschen Marken, ist darunter) ist Elsaß mit Straßburg, die Schweiz mit Zürich, Dänemark mit Kopcnhagen beigetreten. Neu hin ugekommen ist der Verein für Pommern in Stettin. Die “* esammtzahl der Mit lieder (jedes zahlt 12 Fl. jährlich) stieg. am Zahrcs7ch1usse an 1718 Personen; nicht weniger als 422 Künstler smd unter ihnen. Nach Abzug der nicht bedeutenden Kosten für Verwaltung und Lokal kommt die ganzeSumme der Einnahme für Ankauf neuer
Kunstwerke von Mitgliedern der Gesellschaft zum Beh'ufe der Verloosung zu verwenden, abgerechnet jedoch die Summe, welche
Mcck“!enhurg-Schtverinschen Hauptmanns, Flügel-Adjutancrn und“
der Verein für Bestellung eines Kupferstiches verrvendet, „- welchem jedes Mitglied ein Exemplar empfängt,_das. dem '
kx.
orps über den Ebro gehen sollte. Gegen 500 Personen sollen
B, v-„haftet seyn, ivorunter viele Geistliche und Grundeigenthümer.
trage seines Einsaßes gleich geachtet werdrn imm. ' Seit seine Bis Nack) Galicien soll dieses Komplott sch erstreckt haben. I" [
Entstehen hat der Verein bereits mehr als 100,000 F_ Kunstwerke verwendet.
Oesterreich.
Brünn, 22. März. Die hiesigeZeitung meldet: „, Iten d. fand auf dem zwei Meilen von Brünn entfernte höchtk romantisch gelegenen alterthümlWen E=chloffe EICON» Besißchum Sr. Königl. Hoheit, Gustav's Prinzen von Wasa die würdevolle Trauer-Feierlichkeit und Beisetzung weiland S Majestät König Gustav's 117. statt, drisen irdische Hülle dur
in der Schweiz in Empfang genommen und nach Eichhorni, gleitet worden war. Der mit denZeichcn ehemalégrr Hcrrschkf Würde verzierte Sarg des erhabenen Verblichencn war n zwei hermetisch geschlossenen -- dessewHerz und Eingew» enchaitexiden “ Urnrn in des Schlosses Rittersaale aus skelit, wo, mit Rückblick auf die an den Namen 1 hohen Hingeschéedenen sich knüpfenden ErinnerunZen, Mähr. Sch1es. Superintendent Augsburgischer Konfiss Herr Lumnißer, in Gegenwart des Prinzen von Wa der herrschaftlichen Beamten und zahlreich herbeigeskrömter Fr den, die “feierliche Trauer-Rcde hielt. Hierauf bewegte sich. Zug zwischen den vor: Unterthaneri dieser und benackwbartc-r H schaften gebildeten Reihen, aus dem Schiosse nach der Kir wo nach einer kurzen Rede des Vikars an dem Bethauss Ang, ' Konfession in Briitm, Herr A. Stählén, die Einsegnung „. cvangelfschem Ritus vorgenommen, und der Sarg nebsk hrnh den Urnen sodann in einer einstweilen vorgerichceten Gmbßz beigeseßc, und diese vermauert wurde. Des" Prinzen liebevo kindliches Gemüth und dessen hohe Seelenstärke bewährtenß - in dieser ernsten Prüfungsstundc in erhabenem Lichte. Dési, much wurde an diesem Tage auf Befehl des hohcn Herrschqi Bcfißers mit ansehnlichen Spenden betheilt.“ ,.
Italien,
Flvrenz, 15. März. Professor Santi Linari hat in Sir die für die Physik wichtige, oft versuchte, aber immer wh, aufgegebene Entdeckung gemacht und nach vieirn Experixu-ax aus dem Zitteraal einen wirklichen elektrischen Funken gr». Jm Dezemberhefc des in Sieem erscheinenden Journals .)» dicatore fienese“ ist das Verfahren nebst den dabei angcwatxdw. Instrumenten ausführlich beschrieben,
Neapel, 10.März. (21119. Ztg.) Im Theater S. Car! wurde durch einen sehr glücklichen Zufall ein Plan vrrrirelr,d uxibeschreibliches Unhoii hätre anstiftcn können. nach Beendigung der vorgeürigcn Theater-Vorskcllung dic grwöh liche Ronde im ganzen-Thearer machte, war, Alles abzuschließen, bemerkte der diensthabeixde Offizier dur eine Spalte dcs Bretter-Bodens auf der Bi'éhne citxrz: ,Mss gen Gegenstand, worin sick) das Licht abspiegelrc, ach) glcxub er einen auffallenden Geruch zu spüren. Bet“ näherer Untersuchun fand sich eine große Meiige Breminmterialien, als Scheich Zu der, brennbare Oele nebst einem Faß Pulver. Der Zunder haktei- reits ebrannt, und eine Stunde später wäredas schöne einzigeThe ter Ö Carxo vielleicht in einen Schutthaufen verwandelt gew sen. Die Sache hätte bei dem furchtbarenSturmc, dar in der selben Nacht wüthete, für den Palasc und die ganze SWM seh gefährlich werden können. Näheres ist noch Uichr bekannt,0a man es möglichst geheim hält. Die Polizei ist aber bcschäftigi, den Urheber eines so schändiichrn Vorhabens aufzufinden,1-7i7 , es ist um so mehr zu wünschen, daß er ihrem wachiximen Wie nicht cntwische, als man dadurch Wahrscheinlich (TUT!) Aufseß» Über das Entstehen des Fcurrs im Palast.? bekomme“ 11117111. Das Publikum isi im höchsten Grade erbittert, deim Iehcc mann weiß, daß nichts Anderes bezweckt wird, als die bei einir solchen Gelegenheit unvermeidliche Verwirrung zu benuizen uh zu [„Zehlen. '
S p a n i e 11.
Madrid, 18. März. Da außer Herrn Calarrarnz aud noch die Minisier Almodovar, Laiidcro und Gil .de la Quadra krank sind, und die verwittwete Königin sich seit drt: Ereignis- sen" von La Granja nicht um die Regierungö-Gesckyäfie bekäm- merr, so bleibt die Leitung derselben den beideanisiern Men- dizabal und Lopez überlassen, von denen der Erstere unpopulair, 11110 der Leßtcre bei Hofe nicht beliebt ist.
Es ist hier die offixielle Nachricht von drr Empörung bei in Valencia beffndlichcn zweiten Regiments cingegaxißen. Dei General-Capitain hatte, um die So1datcn encwaffnen zuiönnei, von den Einwohnern 100,000 Fr. verlangt, die in 24 Stunden gezahlt werden sollten. Die Soldaten s:“.d zu ihrer Pfiéchtzw rückgekchrt, aber die JNunizipalitäc wird eine Klage gegenien General-Capitain erheben.
Cabrera hat den General-Capiraincn von Aragonien, Vi- lencia und Catalonicn in einem Schreiben vom Men 0. M «1 gezeigt, daß er die Stadt Ballesrar zum Aufenthaltsort sur 11 bei Bunol gefangen genommenen 322 Christinos best11111111 hab:“- und daß er derber alle kommandirenden Offiziere der.!éönigiii-i suche, sich mit ihren Truppen dem genannten Orte nix!): eviii“ als bis auf 6 Leguas zu nähern, wédrigenfalis cr siimmi/Ée Gefangene werde erschießxn inssen. Dasselbe solle auchgésäik“ hen, wenn ein cinzigerKarlistischer Gefangener ermordetweide-
Nachrichten aus Cadéx vom 0. März zufokge, wakkec dortige Kommandant, General Ramirez, abgeseizt worden. GF- neral Lorenzo und dirjenigen, welche mit ihm aus Cuba 0111“ kommen, sollten nicht nach den Kanarisch Inseln, so::Oernm Barcelona abgehen. .
“» In einem von derTimes mitgetheilten Schreich 115 Madrid vom 14. März heißt es: „Die Cbrtcs brgtnnei offene Feindseligkeit gegen das Ministerium dar UseZM uiid 1)“, ben die!! erst in dcr Sißiing vom [Ltcn bewiesQen, wo 11919? der Regierung forderten, ihnen die gesammte KorrespondeUi mx, Cuba in Betreff der Wahlen seit der Proklamirung der CMP tution von 1812, so wie die zwischen dem I)exnjstcxjxxdm Zstu-i? und den damaligen Ober-Befehlshabern der Nordr'sU'RTSFY-“Zéq führte Korrespondenz vorzulegen. Auch Herr OIFeiidix-Krzél *“ 1“,- den Cortes heftig angegriffen worden; man Wollte Wr! “111531?“ sen, wie es mit dem Verschwinden gewisser „Zriwrlon ii'?k)?„/ te der heiligenZungfrau von Atocha zugehört. Dchimxier si'iotk'F'skl1 hierauf so heftig, daß derPräsidentihn zur-Ordnung vrrxbier, Wok„“ er den Saalvcrlicß. Die Stimmung isiüberhaupt in T-Fxrdrid sibirtf dcnklich. Cadix unh Ma-“aga sollen sich f0r die unveränébeen Aufrechthaltung der Constitution von 1812 ausgesprockyen MW“ Zn Salamanca ist eine tvciwerziveigte Karlistisrhe *Bei'scky'UÖUWz entdeckt worden, die nichts Geringeres beabsichtigtr, MHM“ Castilisn in Eiixpörung zu bringen, während em Karbsk'
am 17. März folqenden Tagesbefebl
? ,) «Mn rss Weiters konnten Eure Fortschritte hemmry. ck bin stolz „mf Euch » stolz, an der Spitze so tapferer Truppen
einen Bevollmächtigten des genannten Prinzen zu St, Gal! ,
cs Benehmen.
List für 1700107.
2115 mannämli- ,- , M1 ick) Mik?) T*?Mselben angeschloffen hatt.“, marschieren wir nach und man bereits baia : rachten. (.euern aus her Er 'i'icktcn wir ix! der Richtung nach Herimni vor, ereits 5.16 Kloéirr dieses Ortes in BEW. obgleich vom IJTcrrsche ermudet,
11: dem Bajomxrxrr verjagt wurden, an wich dcr Fiind Schritt voi“ Schritt.
' Öki'kskht eine ungrtneins Begeisterung und
einen Fäden ain Lrébr,
» drid selbst isi man vor aufrührerischen Bewegungen nicht fü „Tesorgt, und es werden große Vorfichts-Maßregeln getroffen.“
-- Don Sebastian hat in seinem „?asertquartier zu Hernani er a en:
„Soldnen! Ihr habe so eben Europa einen neuen Beweis gc- cbcn 0011 “Eurim Muthe und der Schwäche der Mehrzahl der Re:
“):."M, die, untcrsiüht yon feilen Söldlingen, das Herz unseres Lan-
vrrwiiicii wollten. „ , ?héld, dcr, ihre Absichten vereitelte. Weder lange Marsche, noch die
Eure heldenmiithige Tapferkeit war der Soldaten!
isch, und im Namenhes Königs danke ich Euch fiir Euer gu- ' Dir Ereignisse des gestrigen Tages werden in der gsckiichie als die glänzcndftcn in unsech glgrrcichewKanipfe auf,- cwahrt wcrden. Ihr habt den Rebellen Sarspcld allem durch Eure
«(acUWM't- dcn Abcntcxircr Evims durch Eure Tayfxrkeir besiegt; “[:.; der König miri) an Eure Spnze stellte, da verhiez; nb Erich, da];
,x... Sie's unsere Axistrcngnngcn krbnen wcrth die C'rciLnissc sprechen ' Generale, Yrisnhrcr, Offiziere 1111? Soldaten, Alle ss-IU mir imhts xu wiinschcn ubrtg. Ick) werde die Ehre haben, dem
“;ckng décjcnigcn Belohnungen vorzuschlagen, die Ihr so redlich vcr-
icnt habt. Soldarcn! Laßt _Uns gegen d_c_n Feiiid marschirxn, und evd versichert, dar;, ibo WU" ihn auch treuen mogen, der Herr der
„ccxscharcii, welchrr so sichibar fiir „uns streitet, unsere Ansrcngim: «1 mit vollkommenen) Erfolge kroncn
, wird. Ihr werdet Eure “einde rrrnichicn, unser unglückliches Batcrland von dem schändiichen Oxix;:,irr1-.hcs, dassc1bc bedrückt, befreien, Und deirlcgitimcn Nachthi- rr Ns Pelagiiih mid des heiligen Fcrdnignd aux den Thron setzen. ' Hauptalmi'tikr Hcrnani, dcn 17. Marz 1837.
Don Sebastian Gabriel.“
..- - Hauptquartier Tolosa, 18. März. In der
„kisten Freude meiner Seele theile ich Ihnen hier einige De; ails iiber den „Sérg mit, den die Karleßen „unter den Befehlen
.es Infanten, Generalisfimus, vorgefkern bei Hernaiii erfochten
,aben. 'Am kiten Abends war im Königlichen Hauptquartier
84131105; "NW hie Nachricht eingetroffen, daß die Divisioneii vans unh Ribrro sich auf Hernani in NLarsch geseZt hätten, nd has; axidererscirs Espartero mit 30 Bataiüonen in Durango jngeriickt sei). Augenblicklick) wurde der Befehl zum Aufbruch gc- eben. Bei Nach: und Regen stauben unsere Pferdr und Maulthiere beranderthalbStundenuntrr freiemHimmel, woraufjener Befehl viewer zurückgenommen wurde, so daß wir uns ei'stam 15. *))?c-i'gens Wi] Uhr in Marsch setzten, Don Carlos mit einer Suite ri/iecwa 60 Personen und 20 Guibrn zu Pferde. Wir ritten
rnächsk über Toiosa nach Betella (3 Lieueö_von Tolosa), wo Don Carlos blieb, Uiäd wo wir auf den ananren Don Seba-
,
ian stérßrn, drr mit 9 Bataillonen, ?- SCVWNÖTOULU und --:- anonen von der Linie von Pampelona hcrimgerückc Wal". Nach-
olosa zurück", wo wir mit den Truppen die Nachr über zu- Der! qanzen Nachmittag veriiahm man cm starkes
gend von Hernani. Am [Gren Morgens um 4Uk)r das etwa .“; Lieurs on Tososa licgc. Als wir dort anlangtrn, hatten die Christihos Unsrre Truppen, griffen nichtsdcsroweiiiger mir lngeßüm hir fcéxrbliche Position an, aus welcher die Christinos Unsere Kavallerie griff“ die Engländer in Die Flanken an unh verlor Dabei ihren Ober- sien, be.“: Srafcn J.)?czntagu, eincn «i;;sgezeickzneten Offi- zier. .Die Groixahirrr von Guipxizcoa eroberten oine Chri- stiniiche Batrrrir, verloren aber d.?brk :";brr 140 Von dem WWW:: 11110 der Unerschi'ockeiiheir, womit iébcr- hiiii unsere Trixphen angriffev, können ““Sie steh raum l/iké/t Brgriff m.".chrn. Gegen 0" Uhr Abends fioh der Feiud in 1702: Rickyrungrn bis San Sebastian. Wir haben 4 Kanonen nii1200,000 Patronsxi erbeutet, auch rinige 00 Gefangcxie qr,- mncht. Unser Verlußk besteht in. etwa 500 Torten und Ver,- wundcten; drr Vrrlrisr des Feindes läßt fich schwer angcbcxi, doc!) maß ci- höchsk bedeutend gewesen seyn, d& allrin gegen 500 Tobie von der Englischen chion auf Dem dcn.“ Spär AVLUW kehrten wir nach Hernani zurück" und Kat; ten dem ananten Don Sebastian, der uns zum Souper cingeladrn hrtce, unsere Glückwünsche fÜr rex: schönen Sicc; ab. Gestern, am 17ten, wurde qurn dieses Sieges ein feierliches Tedeum angestimmr; hierauf r*var große (Tour. Der Fürst Felix von Lichnowski ist zum Ahjuraxxren des Infanteii crxmtmt worden, der somit jetzt 7 Adjutanten hi'ik, nämlich die GcnrrU-Lieutcnams Villarreal UNd Madeira, ric General-Majors Sam; und Guerillias, die Obersten Boos- Waidcck und Murtara und den Fürsten von Lichnowsfé. Der Oberst Boostaldeck, befindet sich gegenwärtig auf Kommando. Nachdem wir um 1 Uhr bei dem Prinzen zu Mittag qcspeésr, ritten wirhierhcr; 9,2)aiailionc unOLSchwadroneiifolgten,itn0119chrute Werden wir Uns 11Qch Durango in Marsch sehen, nm vielleichcmorqen schonEspartero e"».nzugreifcn. Sollte es um? glückrii, auch hießen: YeYiederl-«ge bcizubri-ngen, so hindert uns“ nichts mehr, auf
traße tmr!) Madrrd vorzurückrn. Unter den Karlc'sren uikcici eine öcbv'i 110128 Stimmrmg; sie singen und r-anzen ;ckan Irrcici)c3n dabßi (iir UPksr-rinen dcr Tohten und Gefangehen, ric bri hér lehtrn Af,- fäti'e m imsrrc Hände gefallen sind, was 1111111117111"; brson- ders bei 13611 rothen Englischen Uniforme'n, sich brollx'q Lang artijimmc. Eine halbe Stunde nach Brenhiqunß der vorgestrigrh Schlacht hatte *kein feindlicher Todtcr Zucht“ -« „ _ und den Gefangenen lirß man nur das „einde. „43.313 «drew erztcx'en durch Tolosa marsiiiérrcn, hielt die unra xxircn wichen Unfzug doch für CtiVas zu iirhrceiir WW Um nur: den Gcfaiigehcn Beinkieider zu vrrscbaffen wnrdr ci):- Llske von 511167: EimyokWern, die fÜr geheime/Chrifiékxos «*.*-*th ?"ILfel't-"gr. iin) riese mußten sodann die erfordrrlichcn“Vein; [ether hrrbcÜÄ-“(ZÜM- * 1)- .*:z. Ick erfahre„so eben, daß die )[t'iximos das Fort von Iimezagana, das sie frübcx- hxseßx x„ 9.119 drr voi'hcsrigen ?Tffiirc aber geräumt hatteri, in der ,vcr- 91101951 Nacht ganz Ur.“)ig wieder brzogrxi haben, da 171221 von inserrrzS'cite vargrffxi) hakte, daisclbe in BesHint nehmen. esbkaltilvaZ'd den s).]?ianirs vielleicht unglaubxxcy Weihen, aber 11: .?:xhiphsjéowemgrr wahr.
P o r t u g a [.
vom FZZYL'MLZ exrthäiksfoxgetihes Schreiben (TUI Und VHP-„É'DZIÄ„ÜQW stehen hier am Vorsbeiih ciner Krisis Mn wird resix,.;.is.eti, herrn Ausgang rvahrfthrméich rin _andcrcr Und M' , asrski urixinmge Versuch 111 Brlrm. ,Die Iikinisier esté ke0“po'.lklsi,)-L“1_1 zrrunde wrrbezi tägiech [Mk der größten rain gdZetti)?!*kaßrMpF-dw. Opposition gewzimt tägxéch mehr Ter- iu & b„ air.. xyi (harre _Dom Pedros beginnt ihr aupc
»? »n, 1103, EM? :evo.ut*onaire Brwrgmxg isi vor der „:*-iir.
Lissabon
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Die Armee, welche seit neun Monaten keinen Sold erhalten hat, murrt, und die Beamten der Regierung, denen seit vier- zehn Monaten kein Gehalt ausgezahlt worden ist, sterben im, buchstäblichen Sinne des Worts vor Hunger. Das Elend der Letzteren iir so groß, daß Viele von ihnen sich schämen, in ihren Büreaus' zu erscheinen, und die meisten genöth'igt gewesen find, ihxe Kleider zu verkaufen, um nur [eben zu können. Die Nation steht jeßt die traurigen Folgen der im Seprember und November statt- gehabten Bewegungen ein, obgleich unter den Häuptern der !i- beralen Partei eine gewisse Hinneigung zur republikanischen Regécrungssorm zu herrschen scheint. Die Hauytskadt wurde vor einigen Tagen durch das*Geriicht von einer in der Provinz Tras os OJZontes auSgebrochenen Revolutio"n in große Bestür- zung verseßt; glück11cherweise hat sich diese Nachricht nicht be- stätigt. Solfte indes; eine Bewegung stattfinden, so wird sie ge- wiß von den Provinzen ausgehen, wo die Behörden aus Män- nern ohne Fähigkeit beffehen, die nicht im Stande sind, einen Aufstand zu unterdrücken » Vor kurzem wurde hier ein Na- tional-Garöist, der wegen seinrr exaltirten politischen Meinun- gen bekannt ist, zu zehntägigem Gefängniß verurtheilt, weil er den Dienst nicht gehörig versehen hatte. Er wollte fich jedoch der Strafe nicht unterwerfen , und es mußte ein ganzes Bataillon unter Waffen treten, um ihn zum Gehorsam zu zwingen. “» Gestern wurde der neue Constitutions: Entwurf den Cortes vorgelegt. Er ist fast Wort für Wort der Charte Dom Pedro's nachgebildet, mit Hin ufi'igung einiger Artikel der Constitution von 1822, die sich an die Wählbarkeit der Deputirten, auf die Unfähigkeit des Königs und der Prin-
zen, dieArmee zu kommandiren, und auf das“ Recht der CorteS,
Z bei dem Aurisrerben der Seitenlinien eine neue Dynastie einzu- 7 1eßen, beziehen.“
Türkei,
Englischen Blättern wird aus Konstantinopel vom 23. Februar geschrieben: „Der EZUPfaUg, welcher Herrn Ur- qhart zu Theil wurde, als derselbe dem Achmed Pascha in der Admiralität seinen Besuch ab:?atrete, hat unter den Diplomaten in Pera großes Aufsehen gemacht. Um die hohe Achtung geo“ gen einen ONaim zu bezeugen, der durch seitic Talente der Pforte die wichtigsten Dienste geleistet hat, crwirs ihm der Pascha die- selben Ehren, welche von Seiten eines Würdenträgers seimes Ranges dem Groß-Wesir zukommen. Eine Abrhcilung See-Solx daten, die den Hospiakz besetzt harre, präsentirte das Gewehr, als Herr Urqhart vorüberging, und vor dem Zimmer des Pa-
scha's standen in zwei Reihen hie Kawaschen und Tschawaschen. Als Heri“ Urqhart eintrat, empfing der Pascha ihn an der Thür ; und führte ihn zum Divan, wo ihm der Ehrensiß eingeräumt wurde.“ (Man vergleich dagegen das Schreiben aus dem „Journal ()*-Odessa“ in Nr. F?) dcr St. Z.)
"Belgrad, 10. März. (Schief. Ztg.) Das regenerirte Serbien macht u.nter ber wrisen Leitmrg seines Fürsten sonwhl in der geistigen Cniwickelung seiner Bewohxier «ks muh 1n jeder i materieklon Rücksicht Riesenschriite. Ich will "hier nicht von den
Schulen rrdexi, welche seit wenigen Jahren in verschicdeveii Gegend?" exitstandrn UNO, auck die Gründung des Gymnasiums isi_schon öffentlich besprochen. Die Erziehumg, welche Fürst Mi- 1010) seine.“: Söhnen, den Prinzen Milan und Michael, von wel-
Von dieseiii Augenblicke » . Hinsiäxt im AÜgemeinen genügen, einen richtigen Begriff davon zu-
Mann. 1
Schlachtfclbe grfuxiden wurx
chen jener LK, dieser 14 Jahre zählt, geben läßt, mag in dieser
Z geben„ wie JFrirstJNiloj*ch die Wichtigkeit _drr Schulen und die Noch- 1 Wendkgkelk wxsjrnschafcltcher ZlUSbtldung erkenncund würdigt. Die ; besten Lehrer wurden stets gesucht, und wenn es dies galt, war dem Fürsten nie ein Opfer 30 groß. Mic Nächßrm sollen die Prin- ; zen eine Reise durch Europa machen, und man vermuthet, dhß ' si? ax; U'ZEUT) einer Deutschen Universität ihre Bildung vollenden ! iberdrn. Nächst dem Erziehungswesen in seinrm Lande widmet Z drr Fhrii scinr ganz besondere Fürsorge auch dem Kriegswesen. Schon seit längerer Zeit trägt ir'an sich mit dem Plane, eine „ 'Lirtillrrisicn- Bildunqs-Srhuir in Serbien anzulegen, und die Ausfiihrung dicses Planes isi nun förmlich beschlossen; es heißt, daß drr Fürst zur Acquisition eines in diesem Fache mic Schö- pferkrixft, reichem Wissen und dem Talente zu lehren, gleich be- qabten Offizirrs, so wir ferner zur Anwerbung eines „tüchtigen Zn- f-„xntexie- imd eiiies KavalZcrée-Osfizirrszur Organisation dieser beiden Waffrn-Gattimgen befriiiimte Aufträge gcgebcn habe. Zu glei- cher Zcit brit das Fürstliche Gouvernxtiienc den Gut"; von zwölf neuen Kanonen in Wien bestellt, wonach die Fürstlich Serbische Arxillerie mit jenen sechs Stücksrx, welche Fürst Milosch vor ei- :iiger Zeit vom Sultan: zum (Hirschcnk erhielt, cm die 30 Ge- sch11ße zähien wird. Was Fairy? I.]kilosch 1:1 medizinischer Hin- sicht angeordnet, hat die Serbische Zeitung vor einigen Wochen umständliä) berichtet, und es iK hiernach wok)! nicht nöthig, noch bis virlen anderen dem GNWQ'TULUWUT zur Ehre gereichenden Vorkehrungrrr zu erwähnen, um einzusehen, daß Serbien hem Ziele, in dic: Reihe der gebiiretcn Staaten Europa's aufgenom- men --zu werden, rasch enigrzenschreitcr.
Vereinigte Staatcii von Nord ; Amerika.
Ncw-York, 17. Fcbrtmt'. Die Bill zur Aufhebung des Brfshls des Schaizamtss, daß 1??? Zahlung f:“;r Ländereien nur kliirqciihc Münze angrnoimnexi _werdrn solle, isr mir 40 gegen 0 Stimmen im Senat di.trc1)geg-.mgen, eine Mehrheit, die ein Gleiches im Repräicniaxxtrxi-Hause rrivarten iäßt, *
J?) riiier New-Yorker Zeitung wird ber Arqwohi: ge- äUßcrr, b::ß der Vorfall mit dem ExiglxsCHM Vices'Konsul in Neu-Gronhda ein ahgrkartrtrs Spiel seyn möchte, um England cinen Vorwanb zu gehen, durch den Begétin einrs Krieqés ge- grn jones LMV ge1rgentlich auch scine längs“ Zchegten Absichten auf di.? inixdcnge von Pammm cmr'zusühren und dort ein neues Gibraltar begründen zu können, weil die Sration von Panama fiir Großbritanien ein höchst wichtiger Punkt seyn wiirde, indem drri vermittelst eines Kanals orrr eiiier Eisrtxbahn dic Verba“...- dung zwischen beider: Oceanen im Vortheil jener Macht einge- leitek werden könnte; die Engiäxider würdri? dam: Panama zu einem großen Handels-Drpoc n:ache*:, auf diese Weise über den bcheurendsirn THeil des Writhandeis verfügen und die Schiffe allsr Nationen, die zwischen Europa und Indirn, China, Neu- Hoband und Japan Handel treiben wollten, in Contribution schen, Bekanntlich gehen cht zwei Gesellschaften, die eine aus I??» Granadiern, die anders aus Fremden bcscchcnd,“mit hem
1,1110 um, eine Verbiiidung zwischen den beiden Weltmeeren herzustellen.
Zn Alabmxic: haben die Krihrs, die (General vöUig besiegt UUÖ unterworfen hargeßelit hatte, keiten wieder begonnen, Häuser verbrannt.
Ueber Santana siiid Nachrichten aus Canipeche einge- 9512573611, wo sein Schwager, General Toro, Gorxverneur von Jucaian, dit“ abgeseßr worden wxr, sich gcweigrrt, den Befeh-
_ Jessub ais , die Jeéndielig- mehrere meohner getödtet und ihre
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erregt hatte. Es Stadt erleuchtet, statt.
brachte. liehene Rothe Adler-Orden vierter Klasse Superintendenten Succo überreicht, der ihm Zugleich ein ehren- volles Glückwunsch ; Schreiben des Königl.
Provinzial-Schul-Kollegiums und ein anderes der Königl. Re- ierung zu Stettin behändigte. „HF zu fich mehrere Freunde des funden hatten, brachte derselbe mit voller Erhebung des Her-
zens den Toast auf das Wohl
estmahle, wo
welche auf der K
ten der Freiiir s
hiesigen Universtät, und Freitags v
iiber
die praktischen Uehun
30. “März.. z'
«.:inan .
Berlin, 31. März. rochie Priemhausen, Amts-Iubiläum des Pastors André begangen. „Die den des würdigen und geliebten Seelsrrgers“, so schreibt man von dort, „hatten fich zahlreich versammelt dem feierlichen GotteSdienste in das Lob,- und Dankiied ein, das umringt von seiner Familie, Der von St“. Maj. dem Könige dem Jubelgreise ver-
Jubilar,
[en des Vice- Präsidenten von Mexiko nachzukommen und wo die Nachricht von Santana's Befreiung großen Ent usiaSmus wurden 50 Kanonenschü'sse abgefeuert, die und es fanden öffentliche Freuden-Erweisungen Toro hatte 800 Mann Truppen unter |ck. Die Nach- richt von einer Revolution in Kalifornien bestätigt sich.
Inland.,
Am 27iken d, M. wurde in der Pa- jährige emei-n-
Synode Stargard, das funfzi und stimmten bei dem Höchsten dar- wurde ihm von dem
onsiskoriums und
Bei dem darauf veranstalteten Iubelgreises einge-
Sr. »Maj. des Königs aus.“
VerZhichniß der Vorlesungen,
önigl. Thierarznei-Schule im bevor-
stehenden Sommer-Semester vom 27. April an
1. Herr Professor
gehalten werden.
])1'. mori. Reckleben, Privatdozent an der
sigen Universität, wird Mittwochs und Donnerstags von 11 bis
2. Herr Professor
Donnerstags und Freitags tnrgeschi tc, Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags von 10 bis 11 U„r über von 2 bis 3 Uhr iber Osteologie Vorlesungen. am Montag, Dienstag, Donnerßag und Nachmittags Vorträge iibcr Botanik und macht wöchentlich cine bo- Die Sectionen der leiieu Thiere geschehen unter seiner Leitung.
iisc1)c Exkursion. 3. HerrProscssor
hyfiologie,
12 Uhr Zoodiätetik, Freitags und Sonnabends in denselben Stun- den über die Seuchen der Haußthiere lesen. mittags am Montag. Dienstag, selbe iiber Gestütskitndc Vorlesungen halten.
Von 1 bis 2 Uhr Nach- Donnersiag und Freitag wird Der-
])1'. 111-711. Gurlt hält Montags, Dienstags. von 11 bis 12 Uhr iiber allgemeine Na-
0 wie Mittwochs und Donnersta 6
Ferner hält Derse1 c Freitag von 3 bis 4 Uhr in den Krankcnställen gefal-
[)1*. meu]. Hertwig hält Montags, Diensm ö,
Mittwochs und Donnerstags von 3 bis 4 Uhr Vorlesungen und e- vrtiiioncn über allgemeine Chirurgie und iiber Arzneimrttellehre täg- lich von 6 his 7 Uhr Abends. bis 10 Uhr Vormittags und von 4 bis 6 Uhr richt im Krankcnfiaüc.
ferner täglich von
Derselbe eriheilt Nachmittags Unter.
4. Herr Apotheker und Lehrer [)r. [,h-10.9. Erdmann !ciiet täg-
lich die pharmazeutischen Arbeiten in der Schu1:Apotheke. 1t Mittwochs und Sonnabends von 10 bis kologie und Formulare
n 2 bis 3 Uhr über
. 5. _Herr KreisChierarzt und Rrpetitor ])x'. '?"d' niit Zuziehnng einiger Clever der Tbierarzuei-Schnlc, erkrankte paicsthicre, mit Auönahme dcr Pferd? und Hunde, sowohl ir; hiesi-
Dcrselhr 12 Uhr über Pharma- imd Dienstags, Dohnerstags undShnnabends Physik Vorträge und Repetitioncn.
9111103. Spiuola
r Resihenz, als im gapzcn Tcitotbschen, Niederbarnimsckzen rrndOsi- vcllandischen Kreise, in den Stallcn ihrer Besitzer auf Verlangen
thierärztlich behandeln Freitags und Sonnabends, meine Pathologie „und Therapie, und Mittwoch und Sonnabeuds von 2 bis 3 Uhr uber die Lehre vom Exterieur Vorträge hatten.
Ferner wird Derselbe Dienstags, Mittwochs„ Morgens von 6 bis 7 Uhr, über allge-
6. Ein zweiter KreW-Thierarzt und Repetitor wird téig1ich Vor-
7. Herr 1,)-.
8. Herr Professor
egenstände. 0. Der Vorstehcr
Berlin, den 22.
, on 3 bis 4 Uhr über Züchtung und viehes, dessen Krankheiten und deren
miitags yon 0 bis 10 Uhr praktischen Unterricht über die Krankhei- Hunde und kleineren Hausthiere ertheilen und Mittwochs, nnd Sonnabends von 10 bis 11 Uhr chctitioncn iibcr Yoo: diäteti unh Seuchen und Montags und Mittwochs von 2 bis :*Uhr über Gcsiiitknndc halten.
[)]11'1-18. Störig, wird wochentlich 3ma1, des Montags, Mittwochs Pfiege res Schafe"
Professor extracrdinariiis an der
„ „ Heiluzgg Vorträge haltrn. Burde halt Zinal wochcntlich, Dienstags, Don-
nerstaqs und _Sounabcuds. Nachmittags von 3 bis 4 Uhr, Vorträge roportionen der Theile des Pferdes und der damit verwandten
dcr Schmieden, Herr Thicmrzt Müller, wird
am in der Instructions-Schmiede täglichlcitcn.
ärz 1837.
Königliches Kuratorium, Abtheilung fiir die Thierarznei-Sckyul-
An elcgenheitcn. 1)r. II. Schulze.
„Meteorologische Beobachtung.
1837.
“Morzxné
() Uhr.
1 :I; sxhrrr. . . . . “333,00W0ai T+ 1-50??? ] .. ]-« 0,!"2**1.j-- 2,31'r1- 05091.
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ancnwärm- 1,9“ 31. Auédüixü-mg 0,1546“ Rd. Niebcrsckilag 0,012“ M;. N;?Mkm'ic -- 1.1“ R. -- 0,7031... 70 rCt. SW,
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