1837 / 123 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Orleans Und von Nemours na Deutschland,_ und dce„des Herzogs von Nemours nach Afri a aus die Civiatste angewusen worden wären. Hierzu kämen noch die Ankäufe für das. Mu- seum in Versailles und die zahlreichen Unterstüizungen, die der „König den Künsten und Wissenschaften, so wre dem GeWerb- seiße zu Theil werden lasse, endlich auch noch die Schulden der Civilliste, die fich am Schlusse des vorigen Jahres auf mehr als 18 Millionen Fr. belaufen hätten. - Herr Lherbxtte wünschte dem Herrn von Montalivet Glück, daß er sich in den 21sken Artikel des Geseßes vom Jahre 1832 gefügt unod dcinach aner)- kannt habe, daß eine Nachweisung der Llnzulänglichkeit des Pri- vat-Einkommens des Königs nothwendig sey, um eine Foxderung wie die für die Königin der Belgier zu rechtfertigen; indessen sey die von dem Minister an eskellte Berechnung unvollstänth, urid er irre sich sehr, wenn erglau e, die Kammer von der Unzulängttchkeit des Privat-Vermögens des Königs überzeUgt zit haben. (Mitr- ren in den Centris. “Mehrere Stimmen: „Wir verlangen keine weitere Berechnungi“) Was Sie wollen, geht uns nichts an; wir wollen es. Ein Familienvater, der seine Kiyder au§|attet, ' nimmt hierzu nicht seine Einkkünfte, sondern die vo„n ihm ei"- fpa'rten Kapitalien. Der Thron, der uns bas Beispiel allei' häuslichen Tugenden giebt, wird uns auch dieses nicht verwei- ern.“ Als err Dupin die Bemerkung machte,- daß dias rivat 1 Verm gen, des Königs nicht ihm, sondxrn seinen Kin-

- dern gehöre, “erwiderte Herr Lherbette, dies“ könne den Minißer des Innern nicht der Pflicht enthebin, die Einnahme- und Ausgabe-Nechnun der Kammer mitzutheilen. Heir Sal- verte verlangte zunä | den Druck der von dem Minister des „Innern in seinem obigen Vortrage gemachten Zahlen-Anggbe-n, nahm jedoch diese PropofitionTZurück, als er bemerkte, das; die- selbe wenig Anklang in der ersammlung fand. Dagegen e-r- klärte er sch sehr bestimmt gegen die Ausstattung 13er Königin der Belgier aus Staatsfonds. Mit dem Kronprinzen, meiyte er, sey es eine andere Sache, da dieser auf die-ZinterlaffenWaft seiner Acltern ver ichtet habe; was dagegen die önigin der Belgier betreffe, so Zefihe ße schon jeßt ein so beträchtliches Vermögen und habe dereinst noch so viel u erwarten, daß sie die für sie beantxagte Million füglich entbleen könne, Der Redner schloß mit einem heftigen Ausfall auf den König der Belgier, den er einen Pen- fionair der Englischen Regierung nannte, und von dem er be- hauptete, daß seine Vermählung mit einer Französischen Prin- zessm Frankreich noch nicht den mindesten Vortheil gebracht habe, das vielmehr nun schon seit Jahren Belgiens Gläubiger sey, ohne zu- seinem Gelde kommen zu können. Der Berichterstat- ter, HerrLascases, erklärte, daß jeder Deputirte von der Kom- mission diejenigen Aufschlüsse habe erhalten können, beben Mit- theilung ihm erwünscht gewesen sey, daß die Kommission seibsc aber einmüohig für die Annahme des vorliegenden Geseß-Ent- wurfes stimme. Herr -Larabit gab sein Bedauern darüber zu erkennen,» daß der Minister des Innern die Bilanz über die Ausgabe und Einnahme des Monarchen erst an demselben Tage mietheile, wo die Debatte über den erwähnten Geiekz-E'nt- wurf bereits beginnen solle, so daß die Kammer nichtZett genug behalte, um jene Berechnung gehörig prüfen zu kömien. In- dessen, fügte er hinzu, scheine ihm aus derselben wenigstens so viel hervor ugehen, daß dem Wkonarchen ein reiner Uebersihuß von 1 Mi ion bleibe, und 1 Million Einkommen repräsentire heut zu Ta e 30 I.)?illionen an Kapital; da man nun, wie Herr Lherbette se :* richtig bemerkt habe, seine Kinder nicht aus- sei- nem Einkoinmen, sondern von seinen Kapitalien zu versorgen

Me e, so wolle es ihm nicht recht einleuchten, wie man von 30 "onen nicht 1 Million sollte entnehmen können, um damit eine

Prinzessin auszustateY. Er sehe wohl ein, daß die „Forderung für dee Köni in der ekgier nichtsdestoweniger bewilligt werden würde, indesig'en sey es jedenfalls wunderbar, daß Frankreich so reich sey, sobald es sich um die Dotation einer Prinzessin, und so arm, sobald es sich um die Besoldung der Mitglieder der Ehren-Legion U11d um die Penfionirung der Wittwen verdienter Militairs handle. Der Redner benußte zuletzt noch die Gele- genheit, um sich gegen das Bündniß des Herzogs von Orleans

mit einer Prinzessin aus dem Hause Mecklenbuxg zu erklären. „Jerk Paixhans stellte sich sehr erstaunt darüber, daß noch ?) iemand [ich zu Gunsten des Geseß-Entwurfes habe vernehmen lassen. Man habe ihm gesagt, daß dies auf einer Verabredung beruhe; er könne aber ein solches Abkommen nicht billigen. Der General Thiars erklärte, daß er aufdas „Wort verzichte, da man die von dem Minister des Innern gehaltene Rede nicht zum Druck befördern wolle. Herr Charamaule war der Meinung, daß das Privat-Vermögen des Königs hinreichend sey, um die Königin der Belgier angemessen auszustatten. Herr von Cor- menin berechnete dasselbe auf mehr als 00 Millionen Fr., wozu der noch kürzlich von dem Könige erstandene Forst von Bre- tem“! komme, der 14 Millionen wertk) sey, so daß sich das ganze Priv'ac' - Vermögen Sr. Majestät auf 7-1 M*iilioncn Fr. stelle. Ei" frage, ob man hiervon nicht der Könégin der Belgier ] Million abgeben könne. Nach einer Erwiderung des Herrn von Montalivet kam es zur Abstimmung, worauf der aus zwei Artikeln bestehende Geseß-Entwurf mit 240 ge- gen 139, also mit der bedeutenden Majoritäc von 101 Stim- men, angenommen wurde. _ ,Die Kammer bat jeßc nur noch wei Geseß-Entwürfe zu erledigen: den Rechnungs-Abschkuß von Z834, und das Geseß über einen Zuschuß zu den geheimen polizeilichen Auégaben; alsdann kommt das Budget an die Reihe, dem in der Regel der Schluß der Session foxqt.

Das ministerielle Abendblaxt enthält Folgendes: „Eine ONorgen-Zeitung spricht von angeblichen Zwistigkeiten, die sich im Innern des Kabinets erhobetihätten. Wir smd ermäch- tigt, dieser Behauptung auf das- besttmimteste zii widersprechen. Alle Mitglieder des neuen Kabinets stimmen in ihrer Politik und in ihren Absichten aufrichtig überein; und sie theilen die Gesmnung'en der Majorität, m dexen Schoß fie fich, sieben Zghre gehalten haben, und die, uxn die Politik und die Grunmäße des Kabinets u würdigen, nicht ersi auf die Einfiästerungcn des Partei eistes ören wird.“

E21 hiesiges Blatt sagt: „Der Graf von Montalivek hat sich schon zweimal zu Herrn Thiers bcgebe:1,_ ohne denselben antreffen zu können. Indessen scheint es, daß 'Herr Thteis gestern in eine Unterredung mit Herrn ?)iontalwet „gewck-ltgt hat. Man fügt sogar hinzu, daß er sich nicht abgeneigt zeige, den Wunsch, den man ihm zu erkennen gegebkn hat, die Der- theidigung des Ministeriums vom 15. April in der Kammer] zu übernehmen, zu erfüllen. Man könnte in diesem Falke seinen baldiger: Eintritt in das Rabinet mit Bestimmtheit voraus- e en.“ - sh DasIournal des Débats begleitet die Anzeige von dem am 19.“ April in Berlin erfolgten Tode. des Minikiers Avxillon mit folgenden Worten: „Es ist dies ntchi bloß ein Verlust für Preußen, sondern für an Europa. Ancillon war ein Mann, Der durch seine tiefen in ichten, durch seinen gemäßigten Cha,- t'akter und durch seine Freisnnigkeit zu der Aufrechthaltung des

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all emeinen Friedens seit der Zuli-Revolution„Wesentlich beige- traggen hat. Staatsmann, sHhilosopl), Geschtxhtsschreiber UZW ausge eichneter Publizist, vereinigte Ancillon die liebenswürdig- sten Eigenschaften mit umfassenden Kenytnissen u_nd hohen Get- stcsfähigkeiten. Es ist dies eine Huldtgyng, die ggnz Europa ihm mit Freuden darbringt, und Frankreichworzzigltch', dais er verstand und liebte und dessen Sprache erxm seinen Schrifien geehrt hat, ist ihm mit seinem vollen Schmerze zugleich seine volle Achtung schuldig.“ .

Man glaubt, daß der Geseß-Entwurf wegen der Eisenbahn von Paris nach der Belgischen Grän e in wenigen ngen den Kammern vorgelegt werden wird. ie Konzession wird Herr John Cockerill erhalten. Die Regierung will ihm eiiien Zuschuß von 250,000 Fr. pro Stunde, etwa den vierten Theil der Bau- kosten, bewilligen, wogegen die ganze Bahn nach 50 Jahren an den Staat zurückfallen soll. ,

Die hiesigen Blätter enthalten heute mehrere Details über die Begnadigung Mennier's. (Dieselben immen im Wesent- lichen mit den in unserm gestrigen Privat; chreiben enthaltene_n überein). Die Gazette des“ Tribunaux berichtet über die Ari, wie Meunier sein Todes-Urtheil aufnahm, Folgendes: „Un- mittelbar nach der Sißung des Pairshofes begab fich dir erste Gerichtsschreiber nach dem Gefängnisse und las Meuntei' das Urtheil vor, welches ihn zur Strafe der ;Vatermörder virdammte. Er hörte diese Vorlesung mit Gieichgültigkeit m_1d wie em Mensch an, der niemals an seiner Verurtheilung Zezwetfeii hatte.,Seme ersim Worte "waren: „„Lavaux und acaze smd freigespro- chen . , .., um so besser; ich mußte sagen, was ich gesagt habe; aber ich haßte sie deshalb nicht. Mögen fie g1ück1ech le- ben!““ - Dann einige Minuten später: „„Was mich be- trifft, so wußte ich wohl, was mich erwartele; ici) beklage mach nicht darüber, ich habe mein Schicksal verdient.““ Dann fügte er seufzend hinzu: „„Nur meine arme Mutter ist zu bedauern! Die arme Frau! Ich liebte sie so izerzlichl/M Meunier schlixf die ganze Racht hindurch, frühstückte am andern Moxgen mit gutem Appetit, und verleugnete seine Ruhe „und Gleichgültig- keit nicht einen Augenblick“. Nichtsdestowemger nahm er die Nachricht von seiner „Begnadigung mit großer Freude und Mit dem lebhaftesken Dankgefühle auf.“

Das Journal de Paris meldet,. daß, einem Befehl der Englischen Regierung zufolge, alle Offiziere der Hülfs-Legion zu- rt'tckberufen worden wären; sie müßten vom 10 Juni an ihren Rane; in der Englischen Armee wieder einnehmen. (Vergleiche

Spaiiien). An der heutiger: Börse War man fas? nur mit dem gestern

erfolgten Zuschlag der Eisenbahnen beschäftigt. -Man schien allgemein der'Mcinung, daß die Gcsellschaftfür die Bahnaufdem lin,- kenSeine-Ufer, obgleich ste eine [*,/4 stündig-kürzere Strecke zu bauen habe, und nöthigenfalls ihre Preise auf 1 Fr._72 C. er- höhen könne, während die andere Bahn nicht über 98 C. gehen dürfe, doch schwerlich die Konkurrenz mit ihren mächtigen Geg- nern werde aushalten können. Auch bot man für _die Actiin der Bahn auf dem rechten Ufer (Compagnie Rothschild) bereits 40 pCt. Prämie, während die Actien der Bahn auf dem linkcn

Ufer noch zu den Original-Bedingungen verkauft wurden.

Großbritanien und Irland.

Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 28. April. Die Einreichung einer mit 160,000 Unter- schriften versehenen Petition Irländischek Protestanten, welche ihren Ursprung in der früher mehrerwähnten sogenannten pro- testantischer: Versammlung zu Dublin am 24. Januar d, I. hatte, gab zu einer längeren Diskussion Veranlassung. Der Marquis von DowaI'hire brachte diese Petition in seiner Qualität als Präsident ener Versammlung ein und entwickelte in ausführlicher Rede, daß sowohl die Versammlung als die Petition durch die Besorgnis; hervorgerufen worden, daß der Protestantismus unter den Angriffen der General-Association voanland leiden möchte, der von derNegierung völlige Straf- losigkeit zugesichert zu seyn scheine, obgleich ihre Existenz nicht weniger, als ihr Thun und Treibon, offen gegen die Geieße verstoße, da die Tendenz derselben geradezu die Suprematie des Katholizismus in Irland sey. Lord Roden schloß sich diesen Ansichten in einer sehr leidenschastiichen Rede an und sagte, es könnte'wohl die Frage entstehen, ob nicht entweder die Union oder die EmancipatWW-“lete wieder aufzuheben wäi'e, in welchem Fall er seinerseits unbedenklich für die leßtere Alternative [?immen würde. Lord Me lbou rne wider- sprach den in jcncr Dubliner Versammlung ihm gemachten Vo.“- würfen, welche auch der Marquis von Downshire seiner Rede eingéflochten hatte, und welche im Wesentlichen dahin gingen, daß die Minister auf alle -Weise bemüht seyen, das der Briti- schen Verfassung durchaus fremde rein demokratische Element in dieselbe einzuführen. Wenn Vorwürfe der Art gegründet wä- ren, sagte der Premier-Ministev, so würde man sich nicht mit Einreichung von Petitionen begnügen dürfen, sondern zu ern- sier Anklage gegen die Minister schreiten müssen. Was die Vorwürfe gegen die Katholiken betreffe, welche die Petition ent,- halte, so scy es offenbar, daß sie nur aus dem Aerger der pro- testantischen Partei hervorgegangen seyen, die, ihrer Uebermacht beraubt, fick) nicht daran gewöhnen wolle, mit den Katholiken auf dem Fuße der Gleichheit zu leben. Bevor man aber auf diese Weise seinem Zorns Luft machte, hätte man für genügen- den Beweis der borgebrachten Beschuldigungen sorgen folien. Der Herzog von Wellington ermahnte die Minister, Alles", was in ihrer: Mail)! stände, zu thun, um sich die Protestanten Zi'1ands, die so schwer in ihren Rechten gekränkt würden, wie,- der geneigt zu machen. Die chatke erregte viel Interesse, führte indeß zu keinem anderen Resultate, als" zur Wiederholung der so oft schon gemachten Bemerkungen über den Zustand von Irland und über die Zweckmäßigkeit oder Unzweckmäßigkcit der Regierungs-Politik in Betreff dicses Landes. Nach Beendigung der Debatte vertagte sich das Haus.

Unterhaus. Sitzung vom 26. April, Zu Anfange der Sißung beschäftigte man sich mit einigen Eisenbahn-Bius und ging sodann zur DiEkusfion einer Bill Über, wonach einige Abänderungen in den Bestimmungen der Schottsschen Munizi- pai-Reform-Bill vorgenommen werden sollen, und die nach ge- ringen Debatten die zweite Lesung ohne Abstimmung erhielt. Hieran beantragte Herr W. Williams die zweite Verlesung emcr Bill zur Ausdehnung des Wahlrechts der Zehnpfund-Frei- sassen. Herr Bennett hielt es fück seine Pflicht, sich dieser 23411 zu widerseizen, weil sie auf ganz ungewdynliche Weise vor- gebracht worden sey. Herr Zervis dagegen unterstüßte sie und meinte, die Abgaben-Entrichtung, welche jelzt von den Freisassen zur Sicherung ihres Wahlrechts gefordert werde, komme einer völligen ?(us'schließung derselben von den Parlaments-Wahlen gleich. Er sey über engt, fügte er hinzu, daß die Freunde der Reform-Bill Alles tsun müßten, was in ihren Kräften siehe, um die Zahl der Freisaffen aufrecht zu erhalten, weil dies die

“Bestechungen unter den

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einzige Alternative gegen allgemeines Wahlrecht-sey. Lord John Russell war ebenfalls der Meinung, daß die Forderung einer gewissen Abgaben-Entrichtung nur dazu beitragen könne, Bestechungen zu unterhalten, und, daß es daher wünschenswerth sey, diese Bedingung aufzuheben. (H'ör-t, hört!) „Ich glaube mit Anderen“, fuhr der Minister so“, „daß die Freisassen nicht die beste Wähler- Klasse, smd, aber es giebt noch eine andere, hinsichtlich deren ich einige Bemer- kungen machen will. Ich gehöre zu denen, welche„ dre Entrechtung von Steuern und Abgaben für ein gutis Kriterion des Wahlrechxz halten, aber zu verlangen, daß der Wähler “fie siets bis Zürn April entrichtet haben soll, das, glaube ich, heißt viele Pexsonxn ihres Wahlrechts berauben, die vielleicht aus Nachlässigkeit osx, vorübergehender Verlegenheit im Augenblick nicht gerade 311- 1ungsfähig sind. Wenn daher das Haus die Fceisassen b,; ser stellen will, als sie vor der Annahme der Resort» Bill gestellt waren, so scheint es mir ganz recht, das anch den Hausinhabcrn cine Linderung gewährt werde (Lauter Beifall.) Ein tapferer Freund von mir, dx sich jeth in Spanien befindet (General Evans), war der Me- nung, daß, wenn einmal ein Wähler für das eine Jahr al Z2[)nprnd-Mjether auf die Liste gesekzc worden, die bestehende Vorschristen in den folgenden “Jahren nicht so streng gegen ck in Anwendung gebracht werden sollten. Dieser Meinung pflich ich vollkommen bei und glaube, daß es hinreichen könnte, Wen sie nur die Abgaben bis zum vorhergegangenen Oktober, sta bis zum April, bezahlt hätten. (Hört, hört!) Auf diese Weis würde manche Härte beseitigt werden, über die [ich jeßr Personen die als Hausinhaber das chhlrecls besikzen, oft beschweren (Hört, hört!) Ick hege keine höhere Meinung von den Frei sassen, als von den anderen Wählerklassen, und wenn Sie dahex den Ersteren eine Erleichterung gewähren wollen, so scheint mir die Billigkeit eben dasselbe auch zu Gunsten der Leßteren zue,- heischen. (Hört, hört!) Ich Will jk'ßk kein Amendement beant/„az gen, werde mich aber bemühen, im Ausschusse eine Klausel» die Bill zu bringen, um diese Erleichterung zu bewirken, ohm die Bestimmungen über die Abgaben ; Entrichtung aus der Re- form-Bill zu entfernen.“ (Lauter Beifall.) Herr Warburton glaubte auch, daß, wenn die Gebühren von 1 Pfd., Welck): die Freisaffen für ihre Zulassung zur Wahl zu entrich- ten hätten, aufgehoben würden , auch für die Zehn,- pfund-Haniether vermittelst Ver[ängerung des Termins bis zu welchem se die Abgaben zu zahlen hätten, etwas gesch hen müsse. Sir R. Peel aber wollte keinen tiothxvendigenZU« sammenhang zwischen beiden Fällen finden, und die AnsicbcLocd Russell's von der Sache schien ihm unrichtig zu seyn. „Wenn“, sagte er, „den Haus-Inhabern eine Erleichterung gewährt werde soll, so muß es aus Gründen der Gerechtigkeit geschehen, nich deshalb, wei[ den Friisassen eine Erleichterung zu Thcii ww, HKt der edie Lord keinen a:;dercn Grund als diisen, iq wei'de ich die Angemessenheit der Bewiliigung jenes Pri- vilegiums noch sehr in Erwägung ziehen müssen, denn ich bin der Meinung, daß die Haus-Znhabky gar keinen An- spruch auf Erleichterung haben. Wenn die Wiliegende Bil] Freisajsen verhindert, 10 ist dies ein guter Grund, sie zu unterstützen; würde aber wohl die Berlin: gerung des Termins, bis zu welchem die Steuern und Abgaben von den Zehnpfund-Haus-Znhabern bezahlt seyn müssen, Beste- chungen verhindern? Es freut mich, die erblichen Rechte der Freisassen von den ehrenwerthen Herren gegenüber so unterjiiißt und vercheidigt zu sehen; ich bin auch überzeugt, daß diese Un- terstüßung nicht aus Wahl-Rückstchten (Beifall), sondern aus einer hohen philosophischen Beurtheilung der Sache nach ihre abstrakten Werth entsprossen ist. Soli ich den Reformcrn jeß *glauben, so verfechtcn sie die Reinßei: einer Volksklasse, deren Interesse ich stets "vertbeidigt habe. Wie ungerecht war es also von Seiten der Reformer, daß sie den Freisasscn iHre Wahl- rechte nehmen wollten, wenn man ' Freisassen die Annahme der Reform-B-ll mic bewirken geholfen! Ich denke, die ehrenwerthen Mitglieder gegenüber, welche jetzt so eifrig für die Freisajsen sprechen, werden gewiß zu einem Silber-Gcscksrr subscribiren und es mir zum Geschenk machen, aus Dank dafür, daß ich jene Klasse 1101" den Unbilden zu schi),- zen gesucht, die ihnen ihre eigenen Repräsentantenzufx'xen 1on- ten. (Beifall und Gelächter.) Schließlich muß ich wiederhoien daß ich sehr gern bereit bin, für eine Bill zu stimmen, welche die Freisassen von einer Geld-Aufiage befreien soll; wenn man aber dieser Erleichterung eine Klausel beigessllen ");“, wodurch die in der Reform-B:[l festgesckzte Qualification aufgehobei würde, so werde ich dagegen stimmen.“ Herr Wakley, ein Radikaler, stimmte dem vorigen Redner in seinen Aeuße- rungen tiber die Uneigennüßigleic und Unbescholtenheit der Ft'eisassen bei Und erinnerte daran, daß er (Herr Wakley) stets zu Gunsten derselben gestimmt habe, weil er geglaubt, daß die ärmfte Klasse des Englischen Volks in diexim Hause repräsen- tirt werden müsse; allerdings habe ein großer Theil der Rysorm Mitglieder dafür gestimmt, ben Freisassen ihr Wahlrecht zu 93:13!“- hen, er aber habe dies nie gebilligt; die armen Wähler seye großen Versuchungen, großem Verlust, in vielen Fällen dem Verlust ibrer Arbeit unterworfen, und doch seßten ste sich oft dieser Gefahr aus, um nur ihre Stimmen unbeflcckc zu erhalten; hätten sich aber nicht die Reichen eben so wie die Armen bestechet lassen? sey es nicht erwiesen, das; in Liverpool LEUTE, die auf 10,000 Psd. geschätzt würden, nicht weniger als 50 Ps. für ihre Stimme genommen hätten? eben so sey es in Stafford gegangen, und man solle daher nicht so viel von der Bestechlich- keit der armen Wähler sprechen. Die zweite Verlesung dikvo? liegenden Bill wurde zuleßt mit 75 gegen 21 Stimmen gcneki mige, und leßtere soll am 17. Mai in den Ausschuß gelangen; in welchem dann wahrscheinlich die Debatte durch den von M John Russell angekündigten Vorschlag noch größere Wichtigkeit gewinnen wird. Das Haus vertagte sich, wegen der Feier 115 Geburtstages der Königin, bis zum Freitags.

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Unterhaus. Sißung vom 28. April. Nachdench?“

schiedenes iiber die Reihefolge der Gischäftc festgeseßt und naß“ ! K

Über die Kirchen-Steuern zum 22. M11 bestimmt worden, war die Einbringung des Berichtes über d:? Kanadischen Resolutionen an der Tages-Ordnung. Derselbe wurde angenommen, jedoch ersk nachdem Herr Grote nvchmals vergeblich versucht hatte, mehiere Amendements durchzuskW und nachdem Herr Hume seinen Protest gegen die Resoluxio- nen eingelegt hatte, däe er als" höchst tyrannxsch bezeichnete, 9:0 als deren Folge er verderbliche Ereignisse binnen Jahresireik voraussagte. Das Haus ließ sich darauf in eine Debatce 11671 die beantragte zweite Verlesung der Irländischen Armen-Bk ein, welche von Lord John Russell beantragt, von HM" O'Connell an egriffen und von Herrn Sharman CMN" ford und Lord J orpeth vertheidigc wurde. Die FortsekZ-Ung der Debatte wai'd um halb [Uhi' bis zum Montage verschob?“

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London, 29. April. Die „Köni in i no immer i *YéeedsekabeltLJteFfielslkteSUtid wußte Lsich vorzéxzejiernsc beickzem zur ??efßik 4“ r an e e ten v ' vertthcn (LMU?) g 13 e er durch die Prinzessin Auguste

brd ynd urst isk vorgestern Nachmitta wieder na aris abgereisk„von wv hö_ch| beunruhigende NZchrichten ückbeé den Gxesimdkxeicszuskand seiner Tochter ein egangen seyn sollen. Die mmikierteslen Blätter meinen, seine bwesenheit, während die Debatten über die Irische Munizipal-Bill im Oberhause stch wieder tiähesrex, scheine doch für eine nachgiebige Stimmung der MeKTZZthtesex-Z Hauses in dieser höchst wichtigen Angelegenheit zu p' . ' .

Die Nachtzeit, daß Herr Buckéngham als Secretair des Nord:?smexikamschen Präsidenten nach den Vereinigten Staaten gehe, ist die _Erfindting eines mäßigen Kopfes gemesen.

Die Gejchäfte m den hiesigen Fabrikorten gewinnen auf die erfi'eultchsre Weise nun wieder neues Leben. Ein Fallissement der Herren Hegwood, und Compagnie in Stockporr, welche große Baumwoll-Spmnereien und Webstühle im Gange hatten, fand gestexn vor acht Tagen uoch statt; die Passwa beirugen aber „jcht über 80,000 Psb. Auch in Liverpoos kehrt das Vertrauen zurück, un? es Wird wxebeerr Baumwolie und Seide abgeseßt.

Am 20:1en d. M. ts: tn ublin ein sehr starkes Feuer aus- gebrochen, welches alle Buden in der Royal-Arkade, das Gasi- haus Noyal-Hoc-l und die Bank der Herren Boyle, Lowe und Pim zerstörte und erst, nachdem es fast 12 Stunden gedauert ham, gelöscht werden konnce,

Nack) Beiichten aus Lissabon vom 10texi d. M., welche die Krech-Brigg „Parxridge“ Überbracht hat, ist die Portugie- ßscheRegiexung fist ent1ch1o11,*en, den neuenZoU-Tarif vom 12ten d. M. cm in Krake („reren zu lassen. Die Englischen Kaufleute „: Lessiibon hatten s1ch demnach beeiit, die Abgaben von ihren Yorräcc-en zum voraus zu entrichtet:, da der neue Tarif die Cnglischell Waaren besonders hoch besteuert.

Die Bons oder Posk-Noten der Bank der Vereinigten Smaten, welche bekanntlich keine Zinsen tragen und nach zwölf Monqtesi zahlbar sind, sind hier auf 05“ gestiegen, mid die des I)ibrr455.Katia1s in. den Vereinigten Staaten “auf 0802, Z. 99; 11“?ka dicse,“ welche erst in 18 Wkonaten zahlbar fixxd, *bringen 0 pW. ]äb-rlichx Zinsen, und bei einer so vortheilhaften (Gele- genheit, sem Geld anzulegen, sind die“ Englischen Schatzkammer,- schexne um ][ Shilling gefallen, Die Nord-Amerikaner schei- nen die größten Anstrengungen zu nmehcn, um die Wiederaus- W? von Gold _zu verhüien. Sie rühmen sick) in ibren Blät- tern, daß sech die Baar-Circulation seit 1833 von 36 Dollars inBaarem gegen 100 in Papier auf 01 Dollar:? vermeert habe; das Verhältniß der Einfuhr zu der Ausfuhr", weiche ersiere im Jahre-1832 dre Atzssubr um 16 pCt. überstiegen hat, 1835

und18-30 aber um 30 pCt., müsse, meinen se, auf den et'jiei'en Stanbzuiückgesü-brt worden, und es müßten, bis d:"es gesche- hen, die Eepfuhr-Llrtikel im Preise fallen. Die Iackß'oxische Par- tei-gretsc die Maßregeln der Bank zur Abl)ülse für die im::dcl- treibenbe Klasse geradezu als ein Vei'fahi'cix an„ wel- ches diese Klasse abhängig von der* Bank von England _mqchen “und das ._Gold aus Amerika fortbringen werde. Die Bank der Vereinigten Staaten dürfte nun, wie man glaubt, a11ch Bons ziir Rückzahlung der fiir ste von den Herren Ba- ring "", vomgewFrühjahr gemachter: Anleihe von 1 Million Pfd., die bald failig wird, remittlren. In Frankreich smd, troß derfMaßregxln der Amerikanischen Banken, die meisten Ameri- kaznschen Tr-accen für Baummoll-Confignationcn unacceptirt cze- blreben. Die Geschäfte waren gestern wieder viei belebter. Äm fremdem Fonds-Markte ging die halbmonatlicheAbrechnung giit on Stateeu. undselbsk in den Geschäften mit Eisenbahn-Äctien war em wenig mehr“ Leben. So meint mc-n auch, die Nach- sich in der Ueberzeugung, , in Manchester und Bir- mmgham weedker einfinden, und die Wechsel-Cou:se würden hö- her gehen. Em im Ostindischen Handel bcschäftigtes Haus, ÖKs vorgefiernKs-eme Zahlungen einstellte, hat sie heute wieder ange,- fmigen. Einem gestern Nachmittag aus Liverpool citigegangeticn Briefe zufolge, war" das Paketschiff „Independencc“, Welches NewYork der; Rott d. verlassen hat, im Ansegeln, und können ie lntrgebrachten Nachrichten jeden Augenblick eiwarxet werden.

Niederlande.

Aus deni Haag, 27. April. Das Amsterdamer Han; delsblad theilt aus dem New-Yorker Price Current ein Ge.-

- ekz der Vet'einigten Staaten vom 2ten v. M. mit, wonach von

_Belgiichcn Schiffen und deren Ladungen dieselben Abgaben, wie etzt von Holländischen erhoben werden soileti, mit Vorbehalt jL- W für den Präsidenten, wenn es ihm angemessen erscheinen ollie, gegenfBelg-ische oder Holländische Schiffe die Bestimmun- en der d_rttten Abtheilung der Akte vom 7. Januar 1834 in etreff des Tonnengeldes und der" Einfuhr-'21'bgaben anzuwenden.

Dänemark.

Kopenhagen, 25. April. ( amb. Korp Fier ii M kexbt interessanter Preßprozeß Zwomien wordZn, OZ:“, ol:- ck01: 'm politischer Hinsicht ohne Bedeutung, dadm'ch Aufmerk- Amica exi'egi hat, daß unter demselben die etwas verwickelten clhältncsse der Helsingörer Schiffsklarirer zu den Fäbrleuten nd den fremdeii Schiffern zur Sprache gikommen sind. Da- igen schwebt em andei'er Preßprozeß oö, indem von der Kanz- eder Redacteur der Kiöbenhavns-nyesie Skilderi, Herrn ckAlök39xk1ose, tv91cher einen Theiivon Napoleon's Feldzügén it: uxßnz silbe" Diensten mitgemacht, peinlich anaeklagt worden, 0] 1115011[XU'eZeJB'cschimpfung der christlichen elégion. Das . 2025) ** [1 117 eme Reihe kleiner Aufsälze, in denen er, um ief'k). in der Art der „1611195 x;o_r5:mus::*', einen Wild?" über äßige Dogmen der ckl'lstltchen Kirche Betrachtungcn anstellen

Die Subscription zum Thorwaldsens en Mu eum at in bisher eingegangenen Subscriptions :(!)pläncn L0,00(? RMZ? Mgebracht; die meisten zirkuliren indessen noch, sowohl hier in openhagcn, _ais namentlich in den Provinzen. Außerdem ha- lkn saskalle hiesigen Künßler Arbsiten versprochen, die dann ver- ostwerden sollen. Auch wird, dem Vernehmen nach, die biUUK-Ykademw uiid der Kunst Verein evineisten Geselixcbaften, der hiesige 0*tudenten-Verein an der MZR, Festq verawsialten, deren Ergebniß gewiß nicht unbedeu- Kerseyn werd. EMM bedeutenden Stoß vorwärts wird das ene nehmen durckzdti er!? vor einigen Tagen bekannt gewor- zem hLLlsikxxiTel-éthßjheetiex.altend, daß-TYorwaldsem binnen kur- et wr , im eine mr t'

dem Museum vermacht hat. s s n icchen Kunftschäi§e Das Kirchen-.Konzert, welches mehrere hiesige I krank s in Salzburg projektirxen Ein kalter haben, hat nach Abzug

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Deücschland.

Hannover, 28. April. (Hannov. . n der i erster Kammer am 21sten d. war BeraHHngIüber anSYeJ schluß zweiter Kammer: „Königliche Ministerium zu ersuchen, sobald mie tiiögltch, das durch den 5. 40 des StaatszGrundge- seßxs berhetßene Preßgeselx den Ständen vorzulegen.“ Ein Mitgleeb beantragte, den Beschluß zweiter Kammer abzuleh- nep. Mix der Eriassung eines Preßgeseßes habe es so große Eile gar nicht, wie man in zweiter „Kammer zu glauben sch 32? es koxanihm so vorf, als habe man dort die

(2171111187118 Etxcfn au gewärmt; denn ua den Aeu er ; gen, welche in der Zeitung veiöffentlicku seyenfh wären allße Yk? gumente schon 1831 wiederholk vorgeführt. Die Schrifc|eller welcbe eiwas' Gebiegeties lieferten, könnten sich über zu streng; C-ensursuberqll' mcht beschweren, da diese besonders nur gegen dix, mnwwect m_ . eilen verknüpften po- litischen xxlugschre cin, egen stttenverderbende Romane und Gedichte, gerichtei sey. ie den Censoren ertheilte In- struction sey auch keines'veges geheim, wie in zweiter Kammer geäußert worden, und sie sey so human, daß kein Schriftskeller dßdurch gedrückt werde. Nur über das verweigerte Zmprimatur kamen wohleeschwerden vor, nicht aber über Verzögerung der Censui. Die Schriftsteller und Dichter pflegten indeß selten die Zeit der Entscheidung geduldig abwarten zu können, und es gehe ihrien gxrade so, wie manchen Lenken in den GesEUschaften, denen dee Zett zu lange währe, bevor sie ihrem Wiße freien Lauf lassen könnietr. Wären früher nun auch dergleichen Be- sYwexdsn über“ Cet“-sur-Verzögcrungin von solchen ungeduldigen Schriftstellern vbrgekommen, so sey durch die erwähnteZnstruc- tion denseiben hinlänglich vorgebeugt, indim diese den Censoren eine möglichst rasch? Entscheidung dringend empfehle. Zwar mbchten wohl dee ain't: Verordnungen, sowohl dem Inhalte, was dem AUÉÖQ'UCÉS Mach, den jetzigen Zeitverhältnisscn nicht mehr entsprechen, allein es werde sich Niemand über ihre An- wesnxusiig beschtheören können; geo 111' das . " nigreich annover wo [ ni t e er ten, bis desfaUsige MjkimZungen von b ck b éxndies vorhergegangen wären. Cr (1 en den Wünschen derjenigen Schrift'keller Und Dickter ]eizi „am meisten darauf harrten', nicbt entspre)cl)en/ IJKL weil :hr Begehren dabei wcéter gehe, als «ine , irgend gewähren dx'ixfti. Ein zweites Mitglied: Von einer allgemeinen Pießfieibeit sey in zweiter Katmrier nicht die Rede geweseii, und es sey hoffentlich bsi jedem vernünftigen Menschen abä) die Uiberzeugung vorhandexx, daß nichts nacbtheiliger auf die Unicityanen wixke, (W cine völlige Ungebundenhéit dei“ Press.

hoffe dabei

gcseizes gedrungen. DU“ einzige Grund da u könne n : YFKSst-i, IFLßß uml: a:: die Sktelie dei" jißiZIti Br*äventlilxzdßxn? e v-* W? ereimx u 6. en ':"1 -'- ses hinsichtlich ;; z s wün,1)e, index; wurde ei ite- ne-n, da dieser, ol)xie ?l'hibliche Nacbtbejle davon u be keine Ungeb'undenhcit gestattet werden dürfe, Es zsclxeitisTrZZL; vielmehr dxmgend wünschenswet*tb, daß es bei den Bundes-Vor- schreiten, die „auf ein Fortbestehen der Präventiv-Maßregein ge- richtet und bis dahin verlängert worden, wo sich die Bundes- Versammlung über ein deßnitives *Preßgeselz vereinigt ha- ben w,.rde, ferner verbleiben möge. Da außerdem bei der Cen- suv met der gxdßten Nachsicht und Milde schon jeßt verfahren werde, 11110 „Stände nicht alieia-gegenwärtig durch die Bera- thung Wichtiger Gegenstände in: Anspruch genommen, sondern auch noch “mehrere bedeutende Arbeitexi binnen kurzem erhalten wiirden, so vermöge er“ um so weniger" abzusehen, weshalb man met dem Preß- Geseße so eilen solle, und erklärte sich daher gegen den Besch1uß zweitei'Kannnet'. Ein drittes Mitglied: C'i' glaube zwar auch, daß die Sache keine große Eile habe; da aber der Antrag zweirchammer einmal vorliege, so wünsche er die Abltehnung dcffelben nicht, damit erste Kanimer nicht in den ungegrundeten Verdacht gyratsw, als“ scheue sie das verlangte Gessi,» oder „als wolle fie die Ausführung des Staats: (Grimb- geseizes verhmdkern. Einen solcben Schein wünscbe er um so mehr zi! vermeiden, als schon bei der Berathung über das Ge- siß, das, Volks-Schuiwesen betreffend, das eben so verleumde- rische wce abgeschmackte Gerüaht in Umlauf gesclzt worden, erxie Kammei; beabsichtige eine Verfinsierisng dcr Volkaildung oder U-UtLWTYCÉUUJ-des Emporkommens derselben. Wenn gleich er die Pi'eßfl'Uhekt immer noch fiir bejsir haste, als einen Über- tc'iibencn Volks-Untcrt'ichc, so wissc er doch sehr wohl, 1118111931 Revolutionen da vorgskommen waren, wo man dieFin- stirni]; oben und das Licht uxiten gefilzt babe. demnach den Beschluß zweiter Kammer nur bei chbessxrung, darm die Worts „so bald als möglich“ zu streichen. “CU“; viertes Mitglied: Auch er stimme für den Antrag, denn mit gleichem Grunde würden die Übrigen im Staais-Grundgesekze verheißenen Gescße cxcicirt iret'dcn können, so day; man hier am Ende das ganz? Zahi' wiirde 013911 müssen. Hal)?!" wünsch; _ei', daß man die einzelnen Geselxe nach dem Yedm'fmsje e_riiexe, Daß aber ein besoxideres Bedürfnis; riicksichc- lici) (cs Preß-Gesckzes bcskehe, habe er noch von keinem Men- schen gehört.

zur Annahme, jedoch

Ein fünftes Mitglicd: Wenn'nur Licht durch

roße Ausstellungen, und . J Z(jedern, außer den Heiren General-Syndicis, anzutragen. Der

die Pi'cßsi'eiheit verbreitet würde, so würde er gern für den Antt'ag stimmen, da sie aber heutzutage nur zu häufig zu Vcr- breitung schlechter Grundsätze dienen würde, so stimme er dagex gen. Ein 1echstes_Mitglicd: es sei,":eine ihm nur darauf an- zukommen, ob ein Grund zu Excitii'ung des Gescßes vorhanden rey odxr nicht, und nicht darauf, was etwa an einem anderen Orte uber die erste Kammer gesagt worden sey. Nach diesen Rücksichten glaube er, daß nicht die mindcsie Veranlassung vor- handen sey. »» Dkk VerbesserungsxAntrag, wie der Antrag zweiter“ Kammer, wurden mit großer Mehrheit abgelehnt. '

In der Silzung zweiter Kammer am Lösen d. erfolgte eine Mitxbeilung erster Kammer, daß der von zweiter Kammer in BLng auf das Preßgesctz gefaßte Beschluß abgelehnt sry. 111: Christiani äußerte: Zwar sey er überzeugt, daß recht visle Menschen, vielleicht Millionen der Ansicht seyen, das Beste wäre, man trete dcm Bcschlussebcr ersten Kammer bei, indeß .')aite er fick) dock) „erpßjchxec, auf eine Konferenz von zwei Mir-

[ntrag wurde nach einiger Debatte angenommen. Bei dieser

Geieqenheic erklärte 1)1-. Christiani, daß alle von ihm in sei- ! ner Motion Übck die Preßgeseßgebung angeführten Thatsachen

ihren vollen und WWW Grund hätten, und daß, wenn bekannte, ! außerhalb des Hauses dem cntgegengeskelste, Bemerkungen hier

Berücksichtigung oder Theilnahme fänden, er jeden ?[ügenblick . bereit sey, das von ibm Behanptete hier, aber auch nur hier 1; J verti'eten,“ wo die Verfechter ,verschiedener Ansichten glciche ,- orthetle-bei der Vcrtheidigung ihrer Behauptungen zu genie- , ßen hätten. Bürgermeister v. Bodungen; Dazu möchte

und es siehe ein besonderes“ Preß- ,' * zu erwin“; -' Seiten des Deutschen uvee'si tltié) .; Preßgeiekz, wenn es demnächst exlassen werdenckZollti-F ( drxti Zeßten OYcikmaktehseines Kommando's zu untersuchen, er be- J rei ey ur u e ren und vor dem '

gute Gesetzgebung ': , z z Natwnal-KotJreß zu er- , gegangen.

Zweit? Kammer babe 11111" aui Ausführung des Staats-Grunw -

der periodischen Presse durchaus ixicht billigen kön,- *

daß die ?

C'r empfehle *

der . Ort „seyn. Dem Antrag auffallend w [server betstimmetx; es sey ihm , . „. ge een, wenn eat e da vielleicht Millionen der Ansicht wären, daß dger &esckxlxß, erste? Kammer hier anzunehmen wäre. Die Intelligenz sey, wie er Zauber, nicht allein, in upserm „Königreiche, auch wohl in anz e_utsch so weit gestiegen, daß man den Werth der reß- fiethiit zu schätzen wisse. ])r. Christiani: Allerdings würden vielleicht Mellwneii, wenn sie gefmgt würden , dem Beschlusse erster Kammer beitreten. Dahm könne er rechnen, Patagonier, Kaffern, Hottenrotten und ähnliche Leute. Bürgermeisker v. Bo- du'ng-en; Das sey etwas ganz Anderes. Rath Bueren: Preß- fretheit tn den Händen moralischer,“ religiöser Leute sey eine Frühlengisomie, m der sich alle Keime entwickeln, aber in den Händen irreligtöser, unworalischer Leute sey sie ein Irrlicht, das auf Abwege führe. Ste habe ganze Nationen demoralisirt, da- her müsse nian danach streben, daß die Preßfreiheit nicht in Feix'ßerYkZeixhtausaßte, undS dasz könne nur durch angemessene et wer en. o a er wie die Cen ur "e t äu sey, dürfe es ferner nicht bleiben. , s 1 h h fig

Spanien.

Madrid, 18. April. In der Si un der Co löten wiirde der Lüfte Artikel der Constitxtiot? : „DiertZölktK des .Kbmgs und des Thronerben sind von ihrem 25ste'n Jahre an Mitglieder des Senats“ angenommen; eben so in der ge- skrigen Sißung der noch einmal an die Kommission verwiesene ]9te Artikel (stehe Nr. 120. der Staats xZeitung) in folgen; der Abfassung: „Bec jeder Deputirtcn-Wahl wird éin Drittheil dex Senatoren erneuert. Die ausscheidenden Senatoren können tvteder erwiihlt werdeii.“ Die Kommission für die überseei- schenProvmzeti hat ihren Bericht abgestattet und schlägt darin vor, jene Provinzen, nach besonderen, den Umständen angemesse- nen Geseßen zu regieren und keine Repräsentanten derselben in den „LoniniTeß zus?ulassen.

ie evi a vertciert es ei ar kei ' '

Minister-Wechsel. s) , s; g ne Rede von einem

Der General Cordoba hat aus gericlxtete Adresse übersandt, in die Cortes es für nöthig hielten,

auch“ wohl hier nur könne er nur beiskimmen, aber höchst,

Paris eine an die Königin weicher er erklärt, daß, wenn sem Benehmen während der

scheinen. Eine ähnliche Erklärung ist von Herrn sturiz ein- Der General Lorenzo hat eine Rechtferti un eines Be- nehmenfsguf der Insel Cuba bekannt gemacht,gunbg d'ie Offiziere der Miliz voin Alicante und der dortigen Operations-Brigade haben eme Bittschrift unterzeichnet, worin sie um die Ernennung des Genergls Lorenzo zum Geneml-Capiiain von Valencia nachsu- chen. „Werhaben“, eißtesunterAndereminderBittschrift,„den Wert.!) dieses Mannes scheißen gelernt. SeinName, die Erinnerung an seine Heldenthacen, und sein Eintritt in die Reihen der gemeinen Soldatxnz während ihm einstimmig das Kommando angeboten wurde, dees Alles war hinreichend, um in funfzehn Stunden 3000 Mann Nationgl - Gardisten und Linien - Tkuppen, so wie 200 Mann Kavallerie um ihn zu versammeln. Durch die von ion) angeordneten Bewegungen gewann die Brigade eine so vor- theclhgfte St_ellung, daß die Feinde in der größten Eile diese Provinz verließen u1nd fich 13 _- 14 Leguas weit zurückzogen.“ Am Sonntgg :| ein Courier mit Depeschen der Botschaf- ter von Frankreich und England eine halbe Stunde von der Haupistadt von sechsRäubern angx'fallen, am Kopfe verwundet und einer Summe von 8000 Realen beraubt worden. Die De- peschen hai man ihm gelassen. Die Morning Chronicle enthält Privatschreiben aus Bayonnekvon) Asien und vom 22. April. In ersterem heißt es: ,.,Enblcch tsk es beschlossen, daß, mit Ausnahme des Lan- ciers-Regiments und der Artillerie, die Dienste der Offiziere unyd Mannschaften, eius denen die Britische Hülfslegion besteht, mitdegi10,Z„untaufhören sollen. Die Regierung ver- sic_hert, ue werde thtande seyn, bis dahin alle schuldigen Räik- stande'iiebs-k der veriprochenen Gracification abzuzahlen. „Ick sage-dics iiicht deshalb, weil ici) von Seiten der Legion, wenn “.? sich getauscht,sä1)e,_irgend einen der schrecklichen Exzesse be- furchte, weiche die Feinde derselben so eilfertig prophezeien, son- derti weil, ich giaube, daß die Spanische Regierung es nicht weniger ihre)“ eigenen Ehre, als der Ehre des Landes, von welchem ÜN" der Stunde der Noch so wichtigen und werth- vofllcn Betxiatid erhalten hat, schuldig ist, den Leuten Gerechtig- keit tvidcrfahren zu lassen, deren Dienste ste cht nicht mehr braucht. Die Legion, sowohl Ofß'ziee'e wie Soldaten, hat, man muß es gxstehxn, bei den, vielen Prüfungen, denen ste ausgeseßt WF") großi Gxduld geZetgt. Stets auf die thnung wartend, oft ohne hinreichiznde ebensmittel, hat sie sich Entbehrun en tinterworsen, die ielbst Soldaten selten zu erdulden haben. ie tyac dies freudig, NU? dem Zeitpux-ikt entgegensehend, wo durch d-en Erfolg der Waffen der Köéiigin bessere Anordnungen mög- lich werdenwöchten. Und hier muß ich bemerken, daß die Spa- nische Regierung nicbt hoffen darf, der Schwierigkeit dadurch zu enigehxn, da!; sie San Sebasian mit Truppen anfällt, bloß um die 3.100 Mann der Legion einzuschüchtern. Diese Maßre- gel mag für die Ruhe San Sebastian's klug seyn oder nicht; wenn sie aber auf solche Weise gegen die abziehenden Truppen eme Handlung der Ungerechtigkeit begehen zu können glaubt, so ward sie von allen Seiten der." bitterste Vorwurf treffen, „Wer, „um einen lästigen Gläubiger los zu wer- den , seinen Dienstboten den Befehl giebt, ihn u er- worden„ der zieht auf sich und se die Strenge der eseize. Möge bee Spanische Nation verüchert seyn, daß fie, wenn sie nuit) mcht gerade unter der Gerichtsbarkeit eines Englischen Trtbimals sieht, sich doch nicht außerhalb des Bereichs der Englischen Gerechtigkeit befindet, und daß, wenn durch Treu- bxuch der: 10. Juni mit Englischcm Blut befieckt werden sollte, die Englische Nation furchtbare Vergeltung nehmen und dazu berechttgt_ seyn würde, Hoffentlich wird dies nicht nöthig seyn.“ Das zweite Schreiben meldet: „Die Nachrichten, welche heute hier eingegangen, smd von großer Wichtigkeit. Sie kommen von Pampelona. Am 19cen um 3 Uhr Nachmittags erhielt Irri- baxren die besiimmte Kunde, daß Don Sebastian mit 13 Ba- tgtllonen, aus seinen eigenen 9 und aus 4 bei Estella einquar- tierten bestehend, nach einem Eilmarsch eine Position in der Nähe von Los Arcos eingenommen habe, mit der Absicht, über den Ebro zu gehen. Binnen 2 Stunden verließ Irribarren Pampelona, und um drei Uhr Nachmittags am 20sten (von welchem Tage die leßte Nachrickzt ist) stand er mit 10,000 Mann zu Larraga, entschlossen, in Eilmärschen Lodosa zu erreichen, ehe dieser Plaß den Truppen des Don Car- los in die Hände fiele. So ist denn die zweite milicairische Operation begonnen. Die Karlisien, durch Mangel an Lebens- mitteln zu cincr Bewegung genöthigt, haben die Generale der