ten haben dagegen Reclamationen stattgefunden, doch der Brief- sksüer, ein Polizei-Chef unter dem Ministerium Perser, der wohl gut unterrichtet seyn dürfte, bat fich nur zu der Erklärqu be- reit finden lassen, daß sein Brief nicht für die Oeffentltchkeit bestimmt ewesen sey. Wenn nun auch wirklich mehrere HSU- ser ganz eiern, und selbst Kommisfionxn nur gegen augenbltck- 11che Baarzahlung annehmen, so ruhen dochdée wenigsten, Fax brikanten gänzlich, vielmehr wurden verhältmßmäßtg m ke1_nem Jahre so viel neue Dessms und Muster. gemacht, ais e_rade 1eß1, und so viel Proben nach Paris gesandt. Es giebt auser, dee noch“ h'e'u'te mehrere Hundert Webstühle beschäftigen. Unter den Fa'illiten ist bis jeßt nur die eines Nismer Fabrikanten zu nen- nen. Zwar erwartet man, wenn auch nicht aleald, doch gegen Ende „Juni mehrere Zahlungs-Einskellungen; im Allgemeinfen abex ist man über den ersten Schreck hinweg, und auch htxr hejßtxö: Zett ew'onnen, Alles. gewonnen. Die Einzahlungen m die' Sparkasse“ Zaben in den léßten Wochen die R ckzahlungen wieder um ein Drittel überstiegen, woraus man nicht quf größexe Arbeitsthätégkéit, sondern nur auf größeres Vertrauen in dee Regierung [chkießen kann. Aus dem Süden wird gemeldet, daß die" „S'eédenwürmer noch sehr weit zurück seyen. die seit einigen Tagxn eingetretene günstige Witterung aber eine glückliche Aerndte
erwarten lasse.
Großbritanien undIrland.
Parlaments 1 Verhandlungen. Unter- haus.“ Séßung vom 2. Juni. Als im Ausschuß über die Irländische Armen-Bill die 36111: Klausel an die Reihe kam, die den Kommissarfen die Befugniß ertheilt, Arbeitshäuser anzukaufen, bauen und erweitern zu lassen, und Grundstücke, jedoch nicht über 12 Acres, zu miethen, um dergleichen Arbeits- !)äuser darauf zu bauen, so wie die verschiedenen Kirchspiexs- Unionen mit den zu den Zivecken dcs Geseßes nöthégen Geld- summen zu besteuern und diese Abgaben zu erheben, schlug Herr Barron dt'e Weglassung der Worte „doch nicht über 12 Acres“ vor, Und Lord J. Russell sagte, er wolle auf Beibehaltung der- selben nicht gerade bestehen. Herr O'Connell aber meinte, es müsse durchaus eine gewisse Anzahl von Acres festgesetzt werden, über Welche die Kommiffarien nich: hinausgehen dürften. Herr Lynch" Wollte diese Zahl auf 50, Herr Lennard auf 20 be- stimmt wissen, Herr O'Brien dagegen war mit Herrn Bar- 110 der Meinung, daß man es den Kommissaréen überlassen 11111171, wie viel Land fie zu einem Arbeitshause miethen woll- ten, um es von den Bewohnern desselben bebauen zu lassen. Herr Hume hielt den Plan, die Armen mit dem Landbau zu deschäfn'gen, für ganz unztveckmäßég; ähnliche Versuche, sagte er,“ seyen in Holland gemacht worden, aber stets fehlgeschlagen; er hoffte daher, man werde den „Kommissarien nur den An- kauf von so viel Land gestatten, als nöthig wäre, das Arbeits- haus mit dem zu versehen, was es an Gemüse und sonstigen Gartep - Erzeugnissen bedürfe. Herr Scrope fand ge- rade das Gegentheil, indem es ihm unmöglich schien , die Ar- mm anders, als mit Landbau, angemessen zu beschäftigen; doch schlug er vor, die Zahl der Acres auf 100 zu beschränken. Ca,- pétainIones machte dagegen bemerkléch, daß nach den Bestim- mungen der Bill die Armen nur genöthigt werden könnten, innerhalb des Arbeitshauses zu arbeiten; woüte man also das Amendement des Herrn Barron annehmen, so müßten erst noch andere Klauseln *in die Bill aufgenommen werden. »Herr Bar- ron sagte hierauf, es handle sich darum, ob die Leute in den Arbeitshäusern mäßig gehen oder beschäftigt werden sollten; wenn das Leßtere 11icht geschähe, so würde kein Artner das Arbeits- haus wieder verxassen, um sich durch Arbeit einen ungewissen chekSunterhaltzu verschaffen. HerrS.C1'awford glmxbte, daß dcm Armen nicht zu helfen seyn würde, wenn man mehr das Armen-Geseß so einrichte, daß es auf die Gutsherren zu1'ü1k- wérké, die an der Armuth im Lande schuld seyen, und d:“e man dahin dringen müsse, die Armen um Besten des Landes und ihr'él' selbst zu beschäftigen. Sir F. Graham erinnerte daran, daß der Versuch, die Armen mit Landbau zu beschäftigen, schon in den Koloxieen gemacht morden und gänzlich verunglückt sey. 91110“) in England habe im IaHre18-19 Herr Sturges Bourne e111e Bill eingebracht, um die Kirchspiels-Aufseher zu ermächti- 0,111, Land zur „Beschäftigung der Armen zu pachten; er seihst habe damals jene Maßregel unterstüßt, aber er könne verstchern, daß in allen am besten verwalteten Englischen Kirchspielen déese den Aufsehern ertheikte Befugniß zu nichts genützt, und daß die angelegten Meiereien wiedev verlassen worden. Er da!:e daher zwölf Acres für vollkommen hinreichend und werde s1ch jedem Vorschlage zur Vermehrung dieser Quantctät wider- soßen. Lord Z. Russell erkxärre nun auch, daß es ihm ließer seyn würde, wenn die Klausel unverändert bliebe, und das Bar- ronsche Amendement'wurde demnächst mit 71 regen 3 Simmen verworfen. Herr Richards beantragte ein A*mendement, wo- nach es den Armen erlaubt werden sollte, des Nachts die Ar- beitshäuser zu verlassen, wie es von der Dubliner Bettelei-Ges seüsclmft bei ihrem Unterstüßungs-System mit Erfolg angeord- net sey; die Armen arbeiteten nämlich den Tag über in dem allgemeinen ArbeétShause und erhielten des Abends ein jeder 1 Penny, 11111 die Mieth: für ihr Nachtquartier damit zu bestreiten. Herr O'Co nnell verlachte diesen Vorschlag, indem er sagte, das ehren- werthe Mitgléed für Knaresborough scheine eine Art von Klubbäu- sern'fär die Armen errichten zu wollen, in denen se Frühstüok und Mit- tag erhalten sollten, und die sie dann verlassen könnten, um den Abend anderöwo zuzubréngen. (Gelächter.) Hierauf ent eg- nete Herr Richards: „Der ehrenwerche und gekehrte err s0111e diese Sache nicht“ so leichtfertig behandeln, dq er den 'Uermscen seiner Mitunterthannen so sehr verpflichtet 1:7. (O, 0!) Er hat die Gewohnheit, fich starker und ungehobelter Aus- ürécke zu bedienen; ich werde mir das aber nicht gefallen las- sen, und wenn auch der ehrentverthe Herr die Sache spöttisch behandest, so wird das Land ihm doch darin nicht beéstimmen. Dem Lande sind sein Benehmen und seine Sprache in die- sem Hause zuwider. Der ehrenwerthe Herr mag immerhin annehmen, daß ich in der Sache, auf die ich das Haus auf- merksam zu machen wünschte, ganz unbewandert sey; er mag
0:1) innnerhin erdreiskcn, unter dem Einfluß irgend eines Ge;-
111131111, das er gethan, Worte zu gebrauchen . . .“ Hier wurde der Redner vom Sprecher zurechtgewiesen, weil ev sch unpar- lxme:"1t.:réscher AuSdrüoke bediene, worauf der Erstere sowohl das e-Zen G:*sagte als auch sein Amendemenc zurücknahm, weil Lord Z. Russell erkiärte, er werde sch demselben aufs cntschiedensk'e widerscßen, da es nichts mehr und nichts weniger bezwecke, als daß dem Armen in „Irland außerhalb des Arbeitshauses Unter- 0111311119 zu Theil werden sollte, was er durchaus für un- 11111011111121 d halte. Durch diese Erklärung ließ fich jedoch Herr O'Brien nicht abhalten, zu der 42sken Klausel vas Amstxdemenc vorzuschlagen, daß die Armen ; Vorsteher bis 1.111' Erc*1'ci;1u1:g von Arbeitshäusern, oder falks diese für den durch das Gchß Hcabs1chxigten Zweok nicht hinreichten, er-
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mächtige seyn sollten, mit Genehmigung des CentrahKommissa- riats die ihnen angemessen erscheinende andxre Vorsorge für die Armen zu treffen. Herr Lynch wies auf dee Wertung des frü- heren Armen xGeseßes in England hin und zog daraus den Schiuß, daß die Unterstützung der Armen außerhalb der Ar- b'eitshäufer die größten Mißbräuche herbeigeführt habe; auch in Irland, sagte er, habe er die Fol en davon gesehetz, denn im Jahre 1820 seyen dort viele PerZonen aus den maden Fonds unterstükzt worden, die nicht den geringfken Anspruch darauf ge- habt hätten. Herr Ward gab zwar dée_üblen Folgen 1e- nes.Systetns in England zu, meinte aber, in Irland wäre die Sache eine ganz andere, weil die Lage der„Zrländischen Armen von der Lage der Englischen sehr versch1eden sey; in England bedurften wenig Gesunde und Arbeitslustige der Unter; ßühung; daher habe man hier das Arbeitsbaus-Sysiem als. Probierstein der wahren Hülfsloßgkeit annehmen können; in Irland aber, wo keine Arbeit zu bekommen, wo die Hülfslostg- keit des Volkes allgemein und furchtbar sey, bedürfe es cines solchen Probiersteins nécht, und man brauche daher dort die Ge- währung von Beistand nicht auf die Mauern des Arbeitshauses zu beschränken. Lord Clements behauptete, es halte in Irland nicht sowohl schwer, Arbeit zu finden, als Geld, um die Arbeit I bezahlen, und er glaubte nicht, daß die Schwierigkeit durch
esteuerung des Grund und Bodens zu Gunsten der Armen Ju heben scyn würde; indeß, wenn auch das vorgeschlagene Ar- eétshaus-System nur einem kleinen Theil der Noth des Volkes abhelfen würde, so glaube er doch, daß“; das Haus fürs erste néchts Weiter thun könne. Herr Wakley, das radikale Mitglied für Finsbury, sagte, er würde gern für das Amendement stim- men, aber leider gehe es nicht weit genug; bei den nächsten all- gemeinen Parlaments-Wahlen werde man unfehlbar die Frage an die Kar1didaten richten: „Wollen Sie für die Aufhebung der Bill zur Verbesserung der Englische11 Armen-GeseZze stim- men ?“ und dies bloß deshalb, weil durch diese ill die U11ter|äßung außerhalb der Arbeitshäuser verweigert werde. .Das Werde sch aber das Land auf die Länge nicht ge- fallen lassen, und das Prinzip sey ja schon umgestoßen, indem Zedermamx kHugebc, daß ärztliche Hülfe dem Armen auch außer- halb des Ar eétShauses gewährt werden müsse; wenn man aber das Prinzip in einer Hinsicht verletzen dürfe, so tauge es nichts; die Aufhebung desselben werde daher den ehrenwerthen
Mitgliedern, davon könnten fie Überzeugt seyn, mit einer Ge- walt aufgedruugen werden, der ste nicht würden widerstehen können, und noch vor dem Schlusse dieser Session werde ste ernstlich zur Sprache kommen. Herr Shiel hielt es jedoch für gefährlich, wenn man gleich vorweg das Prinzip der Unter- stüßung außerhalb der Arbeitshäuser zulassen wollte. Warmn wolle man fich gleich in Extreme stürzen, aus denen später zurückzukommen unmöglich seyn würde? Man solle lieber mit einem einfichtsvollen System der Unterstüßung innerhalb der Arbeitshäuser, wie das" Ministerium es vorschlage, beginnen, und wenn fich dies als unzureichend erweise, könne man nach zwei oder drei Jahren immer noch andere Maßregeln treffen; der ehrenwerthe Herr (Wakley) habe, von der eigentlichen Frage abschwet'fend, auf den Zustand der Dinge im Lande hingewiesen und das Haus durch die Andeutung in Besorgm'ß verseßt, daß man vor dem Ende dieser Sesfion noch drei oder vier Abende Über die Aufhebung der Akte zur Verbesserung der Armen-Ge; seße zu debaeciren haben würxde; darum könne er (Herr Shiel) nicht umhin , ' mit Hamlet auszurufen: „Die. Zeit ist aus den Fugen! Schmach und Gram, daß er zur Welt, fie einzurichten, kam!“ (Großes Gelächter.) Lord „John Russell gab zu bedenken, daß diese|Bill nur erst ein Versuch, daß ein Armen-Geseß in Irland noch etwas ganz Neues sey, und daß man daher bei der Gewährung der Untet'stüßung mic großerBehutsamkeic zu Werke gehen müsse; den ArmenxVorstehern also die „Befugnéß zu ertheilen, nach ihrem Gutachten auch außerhalb der Arbeitshäuser Unterstükzung zu gewähren, würde höchst gefährlich seyn, denn fie würden nicht immer mit gesun- dem Urtheil verfahren können, fie würden wider ihren W1llen zu Maßregeln gezwungen werden, die für Irland von den trau- rigsten Folgen seyn könnten; die Zahl der Irländischen Armen werde auf 2,300,000 veranschlagt, und wenn man daher außer- halb der Arbeits'häuser Unterstützungen bewilligen wollte, so wür- den die Mittel unmöglich für die Zahl der Hülfesuchenden hin- reichen; der Vorschlag des Herrn O'Brien würde für jeden Einwohner Irlands ein unbedingtes“ Recht auf Unterstüßung auf- stellen; man würde dann auch das Rccht der Armen, stch zu verheirakhen, anerkennen und so dem Eigenthum des Landes die Last aufbürden müssen, se und ihre Familien von Geschlecht zu Geschlecht zu unterstützen; geüug, Niemanden würde man Un- terstützung verweigern können, wenn se als ein absolutes Recht betrachtet würde; die Folge der Aufstellung eines solchen Grund- satzes würde aber die Uebertragung des Ei enthumsrechts von den jelzigen Befißern auf die Irländiscs)en rmen seyn, - ein Grundsaß, dem er nimmermehr seine Zustimmung geben könne. Herr O'C o11 nel-l äußerte sein Bedauern über diese Erklärun- gen des Ministers und behauptete, derselbe habe nicht ein ein- ziges Argument beigebracht, das zur Annahme der „Klausel in ihcer ursprünglichen Gestalt bewegen könnte. „Ich werde da- her“, fuhr der Redner fort, „für das Amendetnent meines ehrenwerthe11.Freundes, des Mitgliedes für Limerick, stimmen, weil ich es, mit Hinsccht auf Irlands Lage, als am besten dazu geeignet ansehe, den Zwecken der Men1che11freundléchkeit zu die- nen und die Ruhe und geselkschaftléche Ordnung jenes Landes zu befördern. “Man braucht nicht Arbeitshäuser oder vielmehr Gefängnisse zu errichten, um die Irlander zur Arbeit zu spornen; diesen ist von selbst daran gelegen, Arbeit zu bekommen. Diese Bill, die von Englischen Mitgliedern in der Abficht unterstüßt wird, Irland zu beruhigen, wird, weit entfernt, _Ordnung und Ruhe 1: begründen, nur Erbétterung und agrarcsche, Unruhen verur- achen. Wird es ettva ein Troß für das Volk seyn, daß man es in Arbeitshäuser einsperren will? Wenn man das glaubt, so richte man deren doch gleich genug ein, man baue gleich 600 statt 100 Arbeitshäuser. Eine Million Geldes wird jeßt aus wohlthäcigem Antrieb unter die Jrländischen Armen vertheélt; diese Bill aber wird aller freiwilligen Wohlthätigkeit ein Ende machen und das Uebel, über das man klagt, nur noch verschlim- mern. Ich muß es auch bedauern, daß diese Bill eitzgebracht worden, ohne daß man sie vorher irgend einem Jrlandischen Métgkiede mitgetheilt hat.“ Es wurde hierauf zur Abstimmung geschritten und das Amendement des Herrn OBreen mit 138 gegen 50 Stimmen verworfen. Die Fortsetzung dieser Aus- schuß-Verhandlungen ward dann auf Montag Abend bestimmt.
B e l g i e n. Brüssel, 5. Juni. Der Rusfische Oberst von Wolkoff,
und beschtigte namentlich unsere Kanäle, 11011- deren EZM tungen er fich sehr beifällég aussprach.
Dänemark.
Kopenhagen, 5. Juni. Vom Capitain von Raeder zur Subscription auf ein Werk für das Dänische Militairwks eingeladen worden, welches ausführlich die Organisaxjon „* Heeres, die Bezahlung, Verpfiegung, Bekleidung, “211111171l und Ausrüstung u.s.w., das Sanitätswesen, das Beförderun wesen und die Rechtspflege in 8 Kapiteln behandeln soll. ! Verfasser hebt in der Einladung zur Subscription hervor, das Militaérwesen Dänemarks in inländischen und 111118111111»- Zeitschriften oft auf eine wenig befriedigende und unrichtige fichten verbreitende Weise behandelt werde. Sey die Dän Armee auch nicht so organisrt und ausgerüstet, wie 11111 wünschen müsse, so brauche se fich doch nicht zu verleugH und jedenfalls sey es nicht mögéich, bestehenden Mängeln al helfen, wenn man nicht im Stande sey, cinen Ueberblick
das Bestehende zu erhalten.
D e u t s ch 1 a n d. Kassel, 6. Juni. Se. Hoheit der Kurprénz und M gent ist heute nach Hanau abgereist. In der heutigen Sißung der Ständevsrsammlung vsr digte der StaatS:Minister Hassenpfiug déc Vertagung 111“ 1 devcksammlung, vom 1. Juli an, durch folgende Eröffz „In Folge besonderen allergnädigséen Befehls Sr. Hoheit Kurprinzen und Mitregenren habe ich des hochanschnsx Ständeversammlung u verkündigcn, daß Se. Hoheit die H1 Entschließung gefaßt Jaden, vom 1. Juli 0. J. cm “011111 wärtigen Landtag auf die Zeit von drei Monaten 11 112111" Se. Their hegen hierbei die Erwartung, daß die WM“ aller oriagen hiernach eingerichtet und mithin, 11111 Zu sekzung aller anderen Geschäfte, die gesammte Thätigkeit 1:11 ledigung des Budgets und aller darauf bezüglicben Gegens zugewendet werde, so daß das Fénanzgesekz, dessen Vorm Entwurf unverweélt erfolgen wird, noch vorher zu St.: : bracht werden könne. Zugleich habe ich hiermit die N.»? des Geseßes über die Auseinanderseßung der Lehens-, M und anderen gutsherrlichen Verhältnisse, sowie die AblösuM damit zusammenhängenden, aus der Leibeigenschaft hcrrekhwnd Lasten, desgleichen über die Ablösung durchden Berech1ig1 und über die Rechtsverhältnisse der der Ablösung untcrwocfx Güter und Grundstücke hiermit bewerkstelligen wolle11.“
S ck w e i 3.
Basel, 31. Mai. Folgende Notizen 111101“ das 111 den ren 1835 und 1836 über den Französtschsn Gränzpoücn zu Loués expedirte Tranfitgut können einen Begriff gchem von Wichtigkeit des Handels zwischen der Schweiz und den Be nigten Staaten:
1835. 1836.
Seidenstoffe . . . . - ....... Netto 55,174 Kél. 05,1871 Seidenbänder mit Kartons und Spulen ............ » 132,026 » 151/125 1 Baumwoklenzeuge, gedruckt und gestreift gewoben ....... »» Gedruckte und gestreifte Tücher » ONousselénes aller Art in Stük- ken oder fagonnért, mic Kar- tons .............. 12254030 » 265,054
Die Seidenstoffe find hauptsächlich aus dem Kanton Zür die Seidenbänder aus dem Kanton Basel und dle Baumwo! Gewebe aus dem Kanton St. Gallen. Im Jahre 1830 gin 28,536 Ballen Baumwolle, im Gewicht von “4,626,703 Kit als T*:anfitgut durch St. Louis.
Der König!. Großbritanische Gesandte in der Schweiz an den Vorort das Ansuchen gestellt, ihm, zu Handen des“ nats der Univerfitäc in London, alle Statuten, Verordnung Gesese und Negulative, so wie die Kataloge der Stud-“ext-Ku der Schweizerischen Hochschulen mitzutheélen, 1111801160061 Vorort an die betreffenden Stände die_ geeignete Einwdumg
gehen ließ.
359,310 .
327,183 » 115,013 1
67,501 »
Italien.
Rom, 25. Mai. (Hann. Ztg.) Das Beispiel der len in Deutschland entstandenen Kunst-Vereéne vera11laß11 Jahre 1830 eine Anzahl Künstler und Kunstliebhaber, auch in Rom einen Verein zu gründen und mit den jähxlichen trägen von sechs Scudi für jede einzelne Actée eine:: Fond- bilden, der die ONittel zu einer jährlich zu haltenden ] Ausstellung, so wie auch zum Ankaufe ausgezeichneter Arb- die zur Verloosung an die Actionaire bestimmt werdens“ darböte. Das Geschäft wurde mit so vielem Effex“ bes daß Unterschriften bés zum BetQage von etwa 2000 S1 sammelt wurden und wenige Wochen nach dem Zusamm der Theilnehmcr eine Ausstellung zu Stande kam, zu * der Senator Rom's, Prinz Orsni , ein Lokal im senawlks Palast auf dem Kapitol eingeräumt hatte. Dieser ?(an glänzender, als man erwartete, und Künstler und Luba] schmeichelten stel) mit einer noch besseren Zukunft. Z"?“ hörte“ dieser Wahn bald auf, und mußten die The" mer des Vereins nur zu schnell zu der 1111113013 gelangen, daß fich in Rom dem glücklicher: Jortgange 01101“ chen Unternehmung, welche einen liberal gemeinnützig?" rakter hat, unübersteigléche Hindernisse in den Weg stell?"- es entweder an dem stets zur Hemmung eéner jeden fretxw wéckelung bereiten Geiste der Regierung oder an dem klcml EgoiSmus der Nation scheitern müsse. D:“e Regierung ihre Theilnahme nur dadurch, daß sie die auSgesteUten einer Censur unterwarf und hierzu einen Hochgesksuke" [aten deputirte, der denn auch gleich bei der 21111; des ' ersten Jahres mehrere Bilder als gegen Ws Sitten vevstoßend, ausmerzte, wie zum Beispiel Ak" einer Fledermaus reitend nach Shakespeare von dem 5“ ten Englischen Maler Sévern; eine schlafende 921111117)“ Constantin u. A. 111. So wollte er auch politische BSS'Éhuej in anderen Arbeiten erkennen, da denn auch das Bcldn'ßod Römischen Dame, eine Arbeit des bekannten MalxrsYß weggenommen werden mußte, indem der Ccnsor nn „11 ,eines darauf befindlichen Papageys die Farben derLlsT. schen Republik angedeutet glaubte. In ähnlicher W91s9,9r man mit den Werken der Béldhauerkunst, so daß, [M schon mehrere der Künstler abgeschreckt, fich allmältgsv? Gesellschaft zurückzogen. Im zweiten Jahre verlor so; )"- das Ausstellungs-Lokal auf dem Kapitol, und sah fich ISUÖkh'Fe“, Raum dazu aus eigenen Mitteln u“m'ié“tben, wodur „ ßere Theil der Fonds, die zu Ankxufen der ausgkskllke" „[ werke verwandt werden konnten, in Anspruck) genowmc" '
der, wie Belgische Blätter berichten, im Auftrage seiner Re-
* gierung reist, beffndet fich seit einigen Tagen hier in Brüssel
, . “ ej Endlich bewilligte die Regierung, der die Desposkw" Über
* 65,500R,
rzßere Anzahl öffentlicher Gebäude mit Ktöskexn und Palästen erfüklten Rom, als irgend einer an- deren Regeerung, zusteht, ein Lokal bei der 001-111 1101 00010 “(WM)“? 0111 Gesellschaft ]e_doch, da es hinfichtlich des aumes7 „genugend war, auf etgene Kosten erweitern mußte und „Way ße abermals eine nicht unbeträchtliche Éénbuße 71111, eDteses gegenwärtig nun stabile Lokal besteht aus 111?! 'Sgleu, Welche, ein ziemléch gutes Licht erhalten und ern ;exzcgext Bedürjmsse des VereinS, der 1760 auf die Hälfte er Ux'xprünglcckxnk Actcfen reduzért seht, genügen da fast kein ;istomenmalep, kem Btldhauer von nur einiger Bedeutung mehr 11 den aqsskellenden Theélhabern gehöre, und der jedeSmalige "atajog 111 höchstens 200 Nummern eine Anzahl Portraits 111d1ch111f1111 und Gcnrebjldev enthält, die dem Ganzen den Scheit; 1111145111111'thand1ung, aber keineswegs einer nur einigermaßen cr Bedeyrung und Anzahl der hier fich aufhaltenden Künstler 511 Nat-ronen emsprechenden AussieUung geben. Die Einnahme 19111 ungefähr 1000 Scudi bestehen Mag, wird nun durch un: thcge Ydm111_istra_ttons-Kosten bedeutend verkürzt, so daß höch- 111sz1v€1 Dretthmlx der Summe zu Anläufen übrig bleiben ber welche dann 111cht der Werth der käuflichen Gegenstände, „oxrn dasxoos oder auch die Willkür der oligarchésch kon; 5111111011 Directton entscheidet, die jeßt, da fast kein Fremder on Bcddutung daran Theil nimmt, größtentheils in die Hände -n Zchäyern Übergegangen ist. Es ist nach diesem Allen nicht «hrsche'LZMÖ- daß ,dceses Institut in dieser Weise noch lange 11,2th könne, und 1_|Kes allerdings auch sehr die Frage, ob es 11 1121111113111" de.? 51e11gen Kunstlebens angemessen ist, fich sol- 111111111! zur Beförderung der Kunst in Rom zu bedienen. 1111-11 11110 erfayyens und mit den hiestgen "Verhältnissen ver- 1111.011n1'klek-1vqren von jeher gegen diese Einrichtung, und 1111 15 vor, 111 thren Atelier_s dem Publikum ihre Leistungen 133111110611, da d1e Nachbarjchafc einos'in entgegengeseßten 1'111z-p1-c-n ge11r-beeceten Kunstwerkes ohnedies oft den Hesten XYFUOLM (F?r:uragdZchuTxc undsdéejenigen schiefen Urthejle her- “ „ , on 10111111 ee ecentonen m ' ' ' “1 ufig 110e1'skrö111111. odernn Krcec.er nur zu
und großer Räume in dem
Spanien.
,TNadrid, 18. Mac“. (Allg. Zeit.) Na de “ x ' e: Tage k)111durche ihre Sißungen eingestelltKatYnéeuYrjxtF 11 dam Hefngen nher die Rechnungen des“ Finanz-Miniskers hybenen Kégmpfzx zu erholen, begann vorgestern' ein neuer gm dcn „oiolosken vom September“ gerichteter Angriff. Der eputxrte Herr Fontdn hatte nämlich (wie bereits" erwähnt) «mf a::chyagen, dte Cortes möchten den Finanz-JMnißcr 111102111, “(111111011 LMU" gegebenen Frist Rechenschaft über den 11111111), 01.11 yr vor) dem Vertrauens- Votum gemacht habe 511111111611. Daescr Antrag wurde vorgeßern zur Diskusfioé gelassen, und Herr _Fontan entwickclte in seinen: Vor- age, daß,.ery I.)?endtzaHal nicht nur de'e ihm ertheiLten Be- gmffe “betwextem Überschrrtten, mehrere Anleihen unternommen eNaxtonalguter z11111 Verkauf 9301111 und Zwangssteuern er; 1111, sondern sogar dte ausdrückliche Bedingung, in der ersten 11311119 Ddey Cortes Rechenschaft Über die Anwendung des Ver- 1111119,- Jotunzs gbzuwgen, nicht erfüllt 00119. *Mit seiner be- uten Dreißtgkect xrhob sich darauf der Fénanz-Minister d erklärte, er sec,) ]eden Augenblick dazu bereit, diese Rechen- aft abzulegen„ und habe es eigentlich schon gethan. Um dies
bewe1sen, l1eß er mehrer? Stellen aus seiner bei Eröffnung rCortes vorgelegten Dßnkkchréfc vorlesen, und behauptete, er
[11sz Geld gegen Zmsen und Verpfändung von Staats- 111111 aufg-et'wmwen, d1es sey aber keine Anleihe, sondern
111111 Akxtcctyatwn. „Zeh haöe keine der mir eingeräumten
fugmjse 1101116th0111, sagte er, und nicht die Cortes haben
.Mgteng, sondern diese hat den Cortes ein Vertrauens- mm zugesxanden.“ Diese unvermutheee Aufkläruwg erregte tes Murren 11110 schallendes Gelächter, welches fich erneuerte, oft Hr. 9321015131100! steh auf seine Rechtlécbkeit berief. Hr. varo erklärte sech darauf gegen den Ankraq, weil derselbe -t umfassend genug,sey; es handle six!) urü das wichtégkke echt der Cortes, nämltch den Finanz-MéUisksr darüber zur Ver- 11vor§1u11_gzu ztchen, daß er alle ihm von den Cortes aufer- ten Qemngzmgen verletzt habe; er müsse desHalb dée genauesten 111111111gen 1111er alle seine finanziellen Operationen vorlegen (11111 jelzce Hr. Asvard seinen Vortrag fort. Er behauptet?" : des von Hrn. V?xndtzabal in sea'ner Der1kschrist dargelegteé anz-Operattonxn mehr zu seinenGunsten, sondern gegen ékn gten, und genauere Rechnungs-Ablag8 unumgänglich erforde/r- machten. „Es geht daraus hervor“, sagte ex, daß Herr
101111010, 906 er London verließ, méc dem Hause Ardoin 1113101111100 abscßldy, um durch Operationen in Staats-Pa-
1111 GW aufzutretoben, und daß dieser Kontkakc 32,775 "200
atv embraxhtez hterzju war weder Toreno noch Mendi/abal
„11, und 11111“ mussen dte Bedingungen des Kontraktcs erfaßren.
Zet" -erg1ebt fich, daß Mendtzabal einen Theil der Cortes-Bons
der fxühxrn constetutionnellen Epoche) zum Bclauf von Haus "i'd „tnLUmlguf seßte, ohne dazu xrmächt€gc zu seyr; daß tes-B „ rs o_1n „roch 111111181“ axufwzderrechtltche Weise im Besitze der
M:; on 'kist; unddaß'Mendtzabal 20,400,000 R. in Staats; e11 »nEyer a11fce,ld1e emztg und allein zur Konversion dienen onért- eme große. 2111 ahl vdn Cortes-Bons sind noch in London
der 'in Yie ldo1tÉge ommtssiqn hat einen gedruckten Bericht „6 snd be? 9,7?) xßmplaren hterher geschickt; alle diese Exem- rlegung der'thec? Ankunft verschwunden. Ick verlange die che Ardoin erhaslwungen über dre 40 INillionen Kommisßon,
1100 die ade“ “"Obaben soll, die Rechnungen ÖGS Banquéers
en,1“11 Londonxer'“ Te nungen von 1823 und die Unterhand- en es steh 11111 d111tczdem Hause Machode und Andern, bei
Wg“ der „“A? bee _vteler rechtlichen Spanier handele.
,091/542 R Workisattons-FKasse ?Ich fick) seit 1835 11111 . » _ manz- „111111181? mu ' '
11ik1ixxgac1xlegen. „;ck srcmme _nur dann für den AntrßagdaYeTetlt
..1 1.0101FZ'3-e" 'ZTT-KZYLFQ'ZÉLKMLW “"sg?spréche"“" , . . . a a erwiderte ' eMnechéTsCooaM-YNÖZÜQ" jYZ gehöre nckéch hieröcJeuYaY
„;, „_ . enn er m' 11 am 15. M ' und1415§1121131xrgg§xéteex KFZ,:“gTohijrde er HYsanittethefFrité-x
„& „ 1, _ en. r. 'varo:
TUeUÖ'Ts'UT) 091132012?!) und dre Beamten des Finanz-Minésteéi/ZYZ
77,111111 2111111110“ YJUTWeMelzu bedeutenden Summen auf ck Herr 016 F11 . »anengal geéogen wurden, und daß eben 301,0 1111111100) tnanz-Nmester bKahl, fie aus der Staats-Kajse )kigkejré/ -- zuxbezahlcn. Dres ist eine schreiende Unqe- «,.-1011111101111?9119193MI“)
ne Ehre qerccbtjferté t 1 d wex e avon vorlege, damit
varo blies Lé/s ' gB ver e, wenn er es nicht kann".“ Hr.
lla mit r » emcr ehauptung. Darauf redete Hr. San-
Üune g o_ßem Nachdruck und unter !aütem B ' , für eme wackere Ausvehnung des AtrtragxthTLDdF
ganze Nation“, sagte er,*st1'mmt für ihn. So o 1 wir - Zen verlangen, so hxéßt es, daß wir das Vaterlxmd inReCcZYWr eßyn. Ich lasse mach dadurch nicht verblenden, sondern erfüUe meme Pfitcht a[s Deputirter. Man lege uns die Rechnun en vdr, und dann werden wir neue Opfer bewilligen.“ -- Fils s[Zcemuf der Präfident die Diskussion schließen wollte, widerseßte 2ls1'f)§.§'ye1'1r QLozaga, und heute Wird fie fortgeseßt werden. Der [11 gang :| vorguszusehen; Herr Mendizabal wird abermals trmmphtren, allem em solcher Sieg ist schlimmer als eine Nie- derlage, soonl für ihn als für die Cortes, welche der Nxtion zum'Gegenstand des Gelächters und der Verachtung werden. Ueésrtgens beschäftigen fie fich nebenbei mit den vorgeschlagenen Zusätzen zu der neuen Constitution, welche fast alle beseéét'gt wer- den. So 1v11rde gestern der Antrag, „Königin der Spanier“ Zaetxr„S.KaökanZ 1xTolndSZanien“ zu sagen, verworfen, nachdem ' e a r “ “
gesprochen hattexß. f und der Mcmster ; Präsident dagegen
Madrid, 22. Mai. .Der De utérte OSca ' Zern m'den Cortex seinen (*.-ereus ?rwähnten AxtFegrkküdßatße FT; blo1:*htes [116 zum Zujammen-treten der neuen Kammern versammelt 7ée1§en sollten. „Seer emem Jahre“, sagte er, „find in Livia
» Patrtoten ermordet worden; éch gestehe, daß es mich nicht sd sehr betrrYxen würde, wenn 75,000 Camarillas, 75,000 Mi- ndester und 700,000 Personen, die nach Ministercen strebeü, ge- tdtet worden 1111111111.“ Der Antrag wurde an die Geseh- gxbungs ;.Komnusüon,“verwiesen. Man beschloß darauf eme speztelle KommrMon zu ernennen, welche untersuchen, soll, was aus den m den aufgehoöenen Klöstern und aus de11 Kcrchen weggenommenen Geräthsckmften und Kostbar- keeten geworden sey. -- Ein Antrag des Herrn Castro daß die Yorxeßuyg der Rechnungen über das Ve1'11'auens-Votu111 binnen „311,91 Frtst von acht Tagen geschehen solle, wurde nicht zur
:skussox: zugelassen, _worüber roxéer Streit und Lärm ent- stand. Darauf wurde _tolgender nn'ag' des Herrn Ferrer ver- [TeZsMLL/Ick) b:t_te dre Cortes, in- Gcmäßheét des angenommenen b„ors1lag1xs des Herrn Fqntan, der Regierung zu sa'qen, daß sie
mnen der kürzestmöglrchen Frisé den Cortes Rechenschafc r(élkmtsPVÜber den Gebrauch ablegen soll, den fie von dem Ver- Üa 011 „ otum gemacbx hat.“ Herr Castro zeigte, daß dieser
ntrag m geradem W1derspruche mit dem von den Cortes an- gxnomme11et1Beschlusse stehe, kraft dessen diese selbst der Re- gtergng zu jenen? Bchufe eine Frist festzuseßen haben, Herr Nunez yechtferttgte die Mitgléeder der Oppofition, indem er aus den 111 dxy Denkschrift des Finanz- Minisers enthaltenen Angaben erwces, dak; fick) die &uswärtigc Schuld Spaniens nach Vollendung der durch das Haus Ardoc'n vorgenommenen Konverfion noch 11111 853 Millionen Realen vermehrt habe. -- 2118 mehrere Deyunrte darauf erklärten, sie wunderten fich, daß 111: Regterung mch! selbst eine Frist 0119256, binnen deren fie dre Rechnungen porlegen wolle, erwiderte der Minister- Präs1dent: “„D-e RegéekUUg beobachtet Stillschweigen, weil sie fich se1b| ermcdrigen würde, wenn sie auf die Anfcagen der Deputtrten antwortete. Die Regierung wird Rechenschaft (011011111)-abl12gen, aber keineSwegs Rechnungen (011011135)- denn nur jenes verlangc das Vertrauens-Votum, und die Dcpu; ttrten. welche (zus Rechnungen bestehen, betrügen das Votum. Der FumazYJNnxster hat bei Eröffnung der Cortes auf das voll- ständtgste Rechemchast über das Vertrauens-Votum abgelegt.“ Endach Ward der LlntraZldes Herrn Ferrer mit 109 Stimmen gege11 1 angenommen. uf diese Weise ist der von den Cortes berexté gcnchmtgte Fontansche Antrag éüusorésch geworden und es bletbt dem Hsrrn NkendizabU anheim gekkpllt, Recheéschaft 111131310901, wann er will. Vorläufig [)Kt er den Herrn Zulueta Prastdenten der Spamschen F_inanz-Kommission in Londoxx, der fich, mehr dazu hergeben xvolYe, keine finanziellen Aufträge, insofern ste 11111 den Integessen Spaniens unvereinbar waren", auszufüh- ren, gezwungdn, 10111e Entlassung einzureichen, und dagegen dem Hexrn Marleanc, dessen finanzéelle Gesch1'ck[1'chkeét man zu beur- Zhetlep g-clcrtxc hac, jenen einen Mann von Kenntnissen, Undb- 1)ä11gtgke1t und Nechkschaffenheit erheischenden Posten übertragen.
Inland.
Berlin, 11).Z11111“. Die Po Ener eitun ' nack1skche11der1 béiden WoU-Beréchte! „PoZsen, (Z.ZZTZYZRTZTT trübe auch d1e A1pecte11 seyn mochten, unter denen die Zeit un- sexs ?rsken _Wollwat'ktes [)e1'ax111ahtc, so scheinen doch mit dem wekrk_[1chen C111t1'11te desselben die Aussichten sich immer mehr zu er:)enkx'n. Dte Besorgniß, daß aus ONangcl an Vertrauen die Prod11zente11_ _unserniMarkc nicbt zahlreich besuchen würden hac stet) bercxtz“; als meytég erwßesen, 1'11dem bis heute Nachmét; tag 0 Uhr bet den Hiesigen Stadt-Waagen 3207 Centner ein- gewogcn worden, und außSrdem circa 3000 Ccntner bereits au- ßerhalb gewogener Wolle, also zusammen 6207 Centner einge,- gangen [ind 111111 d1e Zufuhx noch immer U11Unterbrochen an- dauert. Fluch Käufer haben sich bereits in nicht unbeträchtlicher .).111zc101 emgcfunden, wiewohl die *))?eézt'zahl derselben wohl erst 1110191111 au-s Breslau Hier eintreffen kann. Dz'c Ansicht daß dee dermalcgen gedrückten Wollpree'se keineswcges eine Folg,e des aufgeskapeltxn „Ueberfiusscs cm Waare seysn, sondern ihren (5511111000111: 111 dcr_ 111.11" Alles infiuirenden verderblichen Han- dslsZKrtscß haben, dre ]edoch binnen kurzem vorübergehen muß gewmnt „runner ZUkk)? Boden und läßt das Geschäft in'cht so tie? s111k;11,101e es anfangs den A11sch1111 harre.“ * „Posen 7.Zu11é „Bec den Stadtwaaqen s1“_11d bis heute Nachmittag 5 Uhr 1111 Wolle _gewogen 4750 Lentner; die außerhalb gewogene 13111" emgebrachte Wolle beläufc fich auf 6500 Cenmek' und d1e1vegcn der Nässe noch gar nicht gemogene mag fie?) auf 2000 Ctr. belauscn, so daß bis jekzt 13,250 *Ctr. zu Markte qe- brachc woxden _smd. Die Zufuhr dauert noch fort. Das Ee- schäsc scheme eme immer günstégcre Wendung zu nehmen- die Zahl der Käufer mxht't fich von Stunde zu Stunde, und an Kauflust seHLt es mch_1. Die ProdUzenten halten 11111) zurück 111desse1n suzd doch, 1011 verxautet, sehon einige ziemlich beträcht; 11che' Verkaufe nur 14 bis 171110 Ccnt Verlust gegen die VN"- ]äk)rtgen Pretse abgeschlossen worden.“
TViffensÖast, 1011110 und Literatur. Vermischte Schriften von Eduard Gehe.
Appun's Buchhandlung. 1837, BMW-
“ Kürzlich ist der dritte Theil vermisc ter S ri'teu 1" “ “
Verfasser erschienen, dessen scHon öfters 11? d1cse11chB[sätterßogoxt'xéilljz haft, gedacht tvordcn; dieSmal weist uns aber zugleich11och ein da- terländ1sches Interesse anf diejenige Erzählung 11111, die den Haupt: Jubaxt'des B1i11dche115 ausmacht. Es ist eine" historische Novelle: dte Gru11d11ng von Charlottenburg. Ucberaus glücklich hat der Ver- fasser den Iettmomcnt 11111 vor dem bedeutungsvollen Tage gewählt,
wo Preußen die Königswürde annahm, und das Leben am Hof *
Friedrich's 1. und seiner Königlichen Gemal , , „ lin gti1ebzte iF?“ Z:!erstFeéliZsMsMb? vjeblfache GngeniZeit, sJoYißotclxeYrÉFx , . o : en von aris zurückgekehrt die Zu- 1mmung der bedeutendsten Höfe zu dem wicht“ , “ *- erfolgt, und während das hohe Fürsten a [Jen Schr111e "Tt 11,9ch für fich bewa rt e ,. p afk as. Gehemmrß YYYÜU UYUJMT) d;- s hen wir xs z11gle1ch mtt d Gedanken cr. 1e von e ten des errschers durch die Stiftun der ' '- étkrtjch211kade§lszüe dc-r W1ffenschaften, und auf den Wunsgcl) derKZZTYiXZ an d en an des “Schlossed vo11 Charlottenburg, an der Steile, wo die KW „Kaxpfentetch, „beretts „em- einfaches Gartenhaus zu Lüßow batte uerJrrstlÉYiestFYmÖteer Jfaxändltckxjxir LZus'äckgezogenheit beherbergt . „ em e ei ni von an : Len, und der Schloßbau w1rd von Schlüter un? Eosaaner IZZUGTFFe “„eratheuZ Außerdem aber werden uns axle damaligen Notabilitäten 111 ge117r_e1chem Verkehr mit der Fürstin vorgestellt, ja man darf sa- gené,daß§131oß namhafte, historisch und literarisch bekannte Personen ;711U1esxr Novel1e auftreten. Leibnitz“ nimmt, wie billig, eiue Haupt; e 1: cm, und 111 mit fichtbarer Vorliebe behandelt; 11cben ihm er- sche1ne11 Thomafius, Franke., Christian Wolff, mehr oder weniger vom Hmtc1g111nde fich ablosend; besonders charakteristisch ist noch der xreizehnjäbrtge' altkluge Gottsched, dessen Festgedicht auf die Rück- kl11an der Kurfürstin von 1111er in Stocken gerat11ende11Berli11erin de: auurt tvtrd. Aber wenn d1qse Darstellung als komische Person auch n1211ches Belqst1ge11dehax, so tft se dock) Wohl nicht ganz gerecht, und w hr§1c1kd c,? ]th aUerd111gs zum Ton gehört, der „Gottschcdischcn Zverrn en mcht ohne Lachc|u zu gedenken, dürfte doch die Zeit nicht ern sevn, ,wo man, nach Maßgabe der damaligen Verhältnisse, das ernste Verdtenst des Mannes wieder bereitwillig anerkennen wird. DaF Ganze hat v1ele Elxmentc, wclchegebildete Leser anziehen und fcffelnskonncn; was _abexr dte Gattung betrifft, so scheint sie das Ge- ?e_nthetl 13011 dem hijtortschen Roman zu seyn, und ihre Rechtmäßig- STU rst vwlleicht n1,cht aqßer Frage. Der historische Roman, wie Walter ; cottdas11rm1tso_ubxrwngndem Talent das Muster aufgestellt, bat sein Wesen darin„daß eme ers11ndene Romangeschichte fick) auf eiüer hi- storischen Baszs und vor e111em historischen Hintergrunds bewegt, aus welchem z11we11e11, 1111d metst mit großem Effekt, einzelne historische Charakteregn d1e frete PlyZntasZe-Schöpfung des Romans hinein“- Leten. Hter, da egen behalt das historische Detail durchaus die .).berbajzd; dze hantafie kann 11icht mit gleichem Recht dancbcn tbr Sp1el tretbcn, denn da lauter feststehende Charaktere vorgeführt werden, so,da1f dex Pdct nach den Zwecken und Launen sei. nex Kunst dtcselhcn mcht 111 Abenteuer und Verwickelnngcn bringen, bet, denen-man thn sehr bald auf der Unwahrhcit ertappcn würde. D1c§ isi cm Vorrecht, das etnem neueren Fran, osen gelassen werden u1111;, welcher Goethe und Wcrther's Lotte, z).Yt'ciand, Lcssinq und Schlcgel z11 dem b1111testen Roman zusammenwürfelt, Wo- Gocthe 1111- 111“ Zechbrüdern ,gelobt, das erste beste Frauenzimmer, das man ibm 1lc)xsteUc, zu ehltchxn. Als Deutschem war unserem Verfasser dér: g e1ch„c11 mcht vxrgon11t, und es mußte mithin in seinem historischen Gemalde, das etgentltche,Roman: oder Novellen-Jntercffc ziem- 11ch zurücktreten; es blreb fast nur übrig, den Personen nach 1,1)rcn bekannten Charakteren Gedanken und Betrachngeu 111 den „„Rund 11 legen, 1v1e1vohl auch dies schon seine großen Schwierigkei. terfzund efahrcnhat. Wo der Verfasser ihrenSchicksalen mehr poetischen Korper gehen wollte, thatfcr cs mitviclcr DiScretioU, und doch regt fick) 111 dexn Leser fast auf )eder Seite die peinliche und ttnabiveis1ichc FURY 1111; vtcl,111ag_111111 wodlvon alledem historisch seyn .und was ist &rfinxung? Dns vtstortsche Interesse ist von dem poetischen gänzlich vcrsch1edeu, 1a dcmsclben xytgcgengescßt, und ein Schriftsteller, koel- chcr e111,c_11 re1n911 Kunst-Emdruck bczjveckt, darf beidonickvi zu 1111110 111 Kdllmon brmgen. _ Da 111111 unserer Novelle offeübardx'üorisckjc - Studtcnz11m Grund_811ege11,sok'onnenwir 111111 der cherf11ngi1ichten1:- haltcn, das; der YexxaFer noch etwas viel Anziehenderes hätte geben kön: nen,'we1111er dXs Hmorrsche, das doch einmal Überwiegend'bleéöt, rein und 1111v11m1scht hatte hervortretcy lassen, wobei fick) freiléch*das allzu voli- standtge Eysemblx aller damaltgen Notabilitätcu etwas auflösen möchte. Die Schrxrbart 111 lebhaft und blühend, aber wir finden fie 1111glcich und. an cmzelnen Stelle11_ geht das Pathos schon in Schwulß über. Wu 1nußten„zwar 11911111111ng als einen besonderen Vorzug unserer Zeit loben horxn, daß kcm Unterschied mcbr sey z1vischcu Prosa und xoxsie und daß, nach dem Tcrmimus, die Prosa stel) emancipirt babe" alle111 cs deaxswohl kcmer näheren Begründung, daß, unter anderen, modernen Anpokyten, a11ch diese auf einem argen Mißverständniß be- ruht, 1111d dax; mk) darm 11111“ der Mangel an Geschmmk und c'orm- finn spteßxclt, der unserer Zeit leider eigen 117. Wenn auch die§10s11 s1ch dcm „_ nhalt nach 11Yerdings zuweilen 111 die Nähe des Poetischcn erYebcn ka1_1n, [13 darf nx es doch niemals dem Attsdruck nach und wahrend „11111' dcthyrambtscbxr Pomp, gewöhnlick) dicht neben der, 01.11- JHsetlYltHRlMerNbM, nur lächerlich „wird, macht dagegen der poctische sci) vortÉäYtÉUn so besser geltend, ]e e111facher und anspruckÉkoser er ,Am 5te11 d. M. wurde in Stettin die am "7 ' "" zwette Kunst:?lusytxtxupg geschloffe11 Es Waren auRZlsekZZWYZ Y:;vaerßezdetZsH-kyjirteMutz dter Bilddwxgrke (Bildhauer-Arbcikeu), Kork- .- ?, *-,r_c1 en 1111 apjffériecn, aus e?e[l * , Udtcr d111 Gemaldzczt befanden steh mchrere von namhéjft'eu, ÖFFENTL- 1111111 gebürttgxn 3111111716111, als von Hildkbrandt, *Kr'etzfclmwr und 11. Yonznmn 111 Dusseldorf, _Most 111 chttin, Herrmann nnd Remo 111,i erl111 11. A. m., 1101211111811, so wie von anderen ausgezcicbnctcn K1 nstlern, a]s Hensel, Scl)1r1ne1'„ D. Quaglio :c. mehrere dem" Ver- cmc durch d1e „83111ld Sr. Majcsat des Königs, der Prinzen 1111dP1111- 111101111111 dcs thztgl. Hause,? 11) wie 11011 Privat-Bcsißern, insbesondere 1011 dem Rl).e11111chZW11'tphal11chcn Ku11st:Vcrci11e, anvertraut waren Im Laufe d11GA11sstcll1111g wurden von Privaten, Welck): der Mehr; zahl nach dem Hand„clsstande angehören, ffir 28210 Rthlr, Cour. Gemälde crsanden, und es wurde unbedenklich ffir eine bedeutend qrößereSummé grkauft-wordcn seyn, wc1111 nicht die oon Nord-Amerikaausgehende Überall 1111311111111)1111101116111): Geldkrise 111111) hierbei ihren nachthciligcu Ein- fluß geaußcrt hatte. Der Verein selbst erwarb Kunftwerke im Be- t1rageb1son 210009111111“, so das; den Künstlern im Ganzen eiäéSummc ZELT“! 111111112 1000 9110115111113, dcr dieSjäl)rigc11 Ausstellung 111flic91 _ arx der Stemmer chrc111 111110 daran gebunden qewcscu, dcn er; emen zu Bxeslau und posen d1e ausgestesltcn Sachén vom 51e11d.5"k ad, sch1c11311gst Étznsxndcn, damit die der Kunst und den Kés11stlé'r11 s1'f111ohltl)1111ge * 110111d21g zrmschcn den ffinf östlichen Vereinen 111 Koyzgshcrg, Danzig, «1611111, Breslau und Posen erhalten werd" 11101111 c111 Gcuercxl-Bevdlnnacl)tigtcr sämmtlichcr Vercine Wachsam 111 sorgen hat, so wurde d1e Stcttiner Vlussiellunq gern bis zu der am 311151 b?§vo4111:7e11l)ce111d?111 Zimlethtt Sd12sKöni [. Hobeck des Kkonpriuzeu __ er 1 e ie (5 0111115 allend »" onen gekxa11te11 morden nnd dad1xrch dcn 5111111218111 YeZlFthmFokcti? manche (xmnahme zngefioffeu scyxx. B „.
Rom. Deu großartigen Entdecknn en 9 - ' ' pdlcn 111 Vulct nnd Ccrveteri treten jcygt andlZLeIiT11l§1111siYecZ'eiOtTSefZZrt Ttbcr gelegenen OM." entgegen, welche fick) durch die crßcn der d1- selbst gef1111dc11e11 Stxicke gls bedeutender ankündigen, als selbst die ]encx crg1cb1gcn Str1che 1111 westlichen Etrnrien. Bci 1)0§1.»*i0 5011 1011111110, einem 1111111111 611-1111-005101111110. aber, wie crwäbntsdicfscitxs" dcr Ttber chgcneu Flecken der Sabina, wurdcn “bercjts im TcelxgaMZZFÄLFOTZmßirllkÜehéZrTbVastHÜMjt schönen und interessan- , „ , ka e 1111 i_ 1111 rund , * F14genthu11111chcx Construxtion 111111; BcéchaffkuhfeithcxalekülxxLW dds arclmczlog1-sc11m Justtuts dabicr Rechenschaft abgelegt hat N11 btesem Fruvjayrc 11111 dcrßdnrcl) seine glücklichen Entdeckungen "11.17n- ddsr gewordene Mech. ,;ossatt eine systematische Rachgm'bung an 1csen Ortm vcraystalxcr uud“ daselbst Vasen :Malereien entdeckt die ohne Bedenken f1iyr'xc11151'g erklärt werden dürfen. Um nur,des angczcich11ctsxcn »tuckcs zu, erwähnen, dessen 17017 die Publicatio- Zei? ZR “ÖFFENTLICHE Ixßlwkktds “?eltlnächtigt haben, so bcsch17eibe11
_ * 1e«ar1eun, die cbn “ " räthselhast isi- In dem Sonncndiskus eJscheiut auff de?) Z.!Y'ZlejrsYtT