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eine Stellung erhält, wird Konstantinopel nächstens verlassen. Bci zur Ernennung seines Nachfolgers wird err v. Fuhrmann, welcher aus Italien hier erwartet wird, die eschäfte der Ruf- stxchen Botschaft leiten. '
, -- Berichte aus Konstantinopel vom 24.Mai enthalten solgrnde ältere Nachrichten über die Reise des Sultans“ : „Wie bereits emeldet, war-Der Sultan am 30. April in Varna angekommen. achdem die Fregatte „NuSretie“, an deren Bord fich Se. Hoheit befand, Anker geworfen hatte, bestieg dieser ONonarch, ness? mehreren Personen seines Erfolges, in Uni- form die große Barke des Kapudan-Pascha, um sich ans
' Land zu begeben, wo Se. Hoheit vom Ryan, von den Imams 11110 den angesehensten Mohammedanischen Eintvohnern der Stadt, so wie vom Griechischen und Armenischen Klerus, die sich nebst einer zahllosen VolkSmenge am Ufer versammelt hatten, empfangen wurden und unter allgemeinem Zubelrquh- ren feierlichen Einzu in die Stadt hielten. Der Sultan be- fi_ch_tégte die dortige [Schöne Kaserne, das Krankenhaus und- das Yrjenal und verfügte fich sodann in den Palast des Pascha, der zu seinem Empfang in Bereitschaft geseßt worden war. An den nächstfolgenden Tagen nahm der Sultan die Festung Und die übrigen öffentlichen Anstalten und Gebäude in Augenschein. _ Von Varna reiste der Sultan nacb Schumla, wo er am 4ten d. M. um 1 Uhr Nachmittags anlangte. In dieser Stadt so- wohl als in Varna und den iibrigen Ortschaften, welche der Großherr _durchreiste, theilte er beträchtliche Summen unter die Armen, Wittwen und Waisen, ohne Unterschied der Religion, aus, so daß diese Rrise, deren Kosten durchgehends aus der Privqc-Kasse des Monarchen bestritten werden, als eine wahre Woblthat für die nothleidenden Bewohner jener Gegenden ve; trachtet werden darf. Der Sultan hielt an alle Orts-Obrigkei- ten und Oberböupter der verschiedenen Nationen in Schumm eine denkwürdige Anrede, die einen neuen Beweis seiner beson- dern Sorgfalt für das Wohl seiner Unterthanen und nament- iich der Naaja's liefert. Folgendes ist der wesentliche Inhalt der von dem Sultan an den Pascha, die Ulema's und die übri- gen Türkischen Chefs und Notabeln gehaltenen Anrede:
„Das Glück, die Wohlfahrt und die Ruhe aller Meiner Unter- thanen überhaupt, ohne Unterschied der Religion, find jederzeit Mein erster Gedanke, und alle Meine Sorgfalt siets richtet gewesen. Zu diesem Ende habe Ich die aktive Armee und die Landwehr organifiren lassen und opfere beträchtliche Summen fiir dxn Bau und die Ausbesserung dcr e""cstungen Meines Reiches. Ich will, daß Ihr sorgfältig und ohne nterlaß fiir das Wohl Meiner Unterthaucn, ohne Unterschied der Religion, wacher. Mciue Anwe- senheit in dieser Stadt hat keinen anderen Zweck, als den, die Be- festtgungöarbcitcu selbst in Augenschein zu nehmen, den Zustand Mei- ner llntertbaneu mit eigenen Augen zu sehen, und Euch prrsönlich Meine Befehle zu wiederholen, und es ist Mein Kaiserlicher Wille, daß Ihr Euch sreng und gewiksenbaft danach richtet. Indem ici) vou Meinen Unterthauen spreche, meine Ick) nicht bloß die Brwohncr diescr Skadi, sondern die Bewohner Meines ganzen Reiches, obne Unterscdicd der Religion. Thur daher Wünsche für die Wohifahrt Und den Ruhm Meines Reiches und unserer Religion, so wie für die Erdzltung Meiner Tage.“ -- An die Griechischen, Armenischen und jüdischen Raaja's sw) wcndcnd, sprach der Sultan: „Ihr habt so eben die Befehle vernommen, die Ich in Eurer Gegenwart dcn Oberräuptern dieser Stadt erthcilt habe. Ihr seht, daß Ick durch- aus [“einen Unterschied zwischen Euch und den Muhamedanern, die Religion ans euommcu, machc. “?hr scpd Alle Meine Unterthanen, nnd Euer G ück liegt Mir eben fö am Herzen, wie das der Muha- medaner; scyd daher gehorsam, zahlt die Steuern, die auf Meinen Bafebl erhoben werden, und dem zu dem Allmächtigen für den Ruhm und die Wohlfahrt Meines Reiches, so wie für die Erhaltung Mei- ncr Tage. -- Fehlt Emi) etWas? Bcdiirfen Eure Kirchen der Aus.- befscrung? Ihr sevd hier Alle in Meiner Ge enwart versammelt; wenn Ihr etwas nötbig habt, so richéet Euer Ge uch an Said Pascha, drm Ick Meine Befehle erthcilt habe.“
Aehnlich: Reden und Aufforderungen wurden üderali an die Muhamedanischen Ortsbehdrden und Vorsteher der ver- schiedenen Nationen gerichtet. - Am 8ten kam Se. Hoheit in Silistria an, wo Sie bakd daran den beiden HoSP-odaren der Waxiachei. und Moldau Audienz ertheilten. Am 1lten hatten Zrßtrre ihre Abschieds-Audienz, bei welcher fie vom Sultan mit Harwani's (Ehrenmänceln) und reich mit Brillanten verzierten Dosen und Shawls beschenkt wurden. _Eim'ge Offiziere ihres („Ve.olgcs erhielten die Decoration des Nixehani thihar. - Am 127en verließ der Sultan Silistria, um sich am Bord des Oester- rxicdcsehen Dampfschiffes „Pannonia“ nach Ruskschuk zu be- gsden. Während der Fahrt erhob sich ein Sturm, der mit solcher Heftigkeit wüthete, daß die „Pannonia“ ihren kleinen "Mast verlor.. Dieses Dampfschiff kam jedoch glücklich an dem Octo seiner "Bestimmung an, und der Sultan gab dem Capi.- tain desselben, Johann Clician, über die von ihm 4.1: den Tag ge:"egte Geschicklichkeit und Unrrschrockexrßéii seine besondere Zafriedewheic zu erkennen. -- Mittlerweile war der K. K". Feld-
marschall-Lieutenanc und kommandirende General im Banat, Graf von Auersperg, in Géurgewo eingexroffen, um den Sul- tan von Seiten Sr. Mai. des Kaisers, seines Herrn, zu bewill- kommrren und hatte (wie schon früher in unseren Blattern be-
“) Wir geben diese Berichte nachträglich, weil uns das Blair dcs Orsterr. Beobachters, w:!chrs dieselben enthält, uicht zur richten Zcit zugokommen ist.
auf dieses Ziel ge:.
richtet wurde) am 15ten die Ehre, fich in einer von Sr. Hoh. ertheilten Audienz dieser! hohen Auftrages zu entledigen. .Die in Bucharest resdirenden General-Konsuln und Agxnten von Oesterreich, Rußland, Frankreich, England und Preuren hatten gleichfalls die Ehre, dem Sultan während seines Aufenthaltes in Ruskschuk vorgestellt zu werden. Wegen der in Widdm herr- schenden Pest hatte Se. Hoh. das Vorhaben aufgegeben, die Stadt zu besuchen und gedachte daher, am 17ten über Tirnowa und Aorianopel die Rückreise nach der Hauptstadt anzurreten. Dem Vernehmen nach, soll der Sultan sch bereits in Adriano- pel befinden, und in acht oder zehn Tagen in der Hauptstadt eintreffen.
Tripolis, 27. April. Ein höchst widriges, immrr noch anhaltendes Ereigniß, der Ausbruch der orientalischen Pest, hat hier alle Geschäfte gelähmt, und besonders diejenigen des Kara- wanenhandels, da fast alle Kaufleute des Innern von Afr'rka, die sich hier befanden, der Krankheit unterlagen. .Diese fatale Seuche hatte fich hier seit beiläufig «10 Jahren nicht mehr gezeTZt- und wurde uns nur durch die beständigen Zufuhren von Osm-mé: schen Truppen und Effekten eingebracht. Die Anzahl der in Stadt und Land in diesen vier Monaten Gesorbenen berechnet man auf 40,000 Seelen, worunter 2.00 Europäer. Dies ist auf eine Bevölkerung von 50 bis 60,000 eine uneihörte Zahl.
Inland.
Berlin, 16. Juni. Der Königl. Bayersche Konsul, Kauf- mann Morgenstern zu Maqdeburg, feierte unlängst daselbst das Erinnerungsfesk seiner 50jährégen kaufmännischen Thätigkeit, bei welcher Gelegenheit er dem Bürger:Rettungs-Jnsticute der Stadt ein Geschenk von 1000 Rrhlr. machte.“ , *
,- Am 14ten d. find rum Wollmarkte in Stettin ferner
429 Civ. 39 Pfd. feine, 1276 Ctr. 87 Pfd. mittel- und 9 Ctr. 96 Pfd. ordinaire Wonen, zusammen 1716 Str. 2 Pfd. einge- gangen. Das ganze hiernach bis zum 14tcn Abends zum Vcr- kauf gekommene Quantum sieUc s1ch mithin auf 23,089 Cn". 83 Pfd. „Im Laufe des Tages wurde nicht unbedeutend gehan- delt und ein starkes Drittheil des vorhandenen Woll Quantums geräumt. “Mit den Preisen, namentlich der Mittel-Gattungen, war es aber am Nachmittage noch gedrückter als am Vormit- tage; die Käufer woliten für Kammone, dre am Vormittage mit 55-60 Rthlr. pr. Ctr. bezahlt war, nur wenig über 50 Rt[)lr. bewilligen, und mehrerer: wurde in dieserWeixe verkauft. Die feineren Gattuugcn blieben eher preishaltend. Am jören fand ein lebhafter Verkauf statt, so daß bis zum VTiti-age der größere Theil der vorhandenen Wolle als verkauft anzunehmen ist, doch blieben die Preise fortwährend gedrückt Und schienen sich noch mehr zum Smkrn zu neigen. Ein öffentlicher Bericht, den die in Tilsit, zur Linde- rung des Nothstandes in der dortigen Niederung zusammerge: tretenen Männer: der Landrats) Ferne, Bürgermeister von Göll- nikz, Prediger Lambert und Ober-Post-Direktor Nernsr, über die bei ihnen eingegangenen milden Beiträge zum Belause von 5706 Rthlr. unterm 8ten c. erstattet haben, sryließt mit folgen- den Worten: „Wir hofften, dahin zu gelangen, auf ein errrun- kenes Pferd 10 Rthlr., auf eine Kuh 5 Rrylr., auf ein Schaf oder Schwein 1 Rthlr., auf einen Moryen völlig versandeten Landes 2 Rrhlr., auf einen 'Morgen verlorener Wintersaat ] Rthlr. vergüten zu können; die eingegangenen offizieller: Nachweisungen erheben aber den Schaden zu einer sweden Höhe, daß es uns mit der obengedachren Summe nur möglich gewesen ist, bis etwa auf den dritien Theil jener, schon ganz niedri angenommenen Säße zu kommen, mxrhin auf ein Pferd 3 thin, auf eine Kuh 1 Rchkr. :c. zu bewilligen, und es sind noch alle Grund- befißer ansgeschlosscn worden, die mxhr als 2 Hufen haben, so Bedürftige auch unter ihnen sich befinden. Außer diesen Ent- schädigungen für Vieh und Land baden wir indeß ur Anschaf- fung von Brod, Brodgrcraide und Salz so starke ummcn an die Herren Landräthe verthcixen können, daß Gottlob! wenigstens kein Mensch eégentlich hat hungern dürfen; wie“ es aber mir diesen armen Lcuren für den Herbst und Winter werden soll, daran können wir nur mit der bangsten Besorgnis; denken. So tief als der Pflug gegangen, ist das lockere fruchtbare Erdreich und mit ihm die Wintersaac wcgqeschwemmt, nur an wenigen SreUen in der sogenannten hohcn Niederung kann etwas gerckert und hin und wieder Vieh ausgetrieben werden, an den merkten Orten ist dies unmöglich, week die anhaltend sehr nasse Wette- rung das Wasser im Memelskrom wieder um 6 Fuß hac Feigen gemacht. Dadurch ist das Elend in der tiefen Niederung, cis wieder 3 Fuß unter Wasser gesrßt ist, auf den höchsten Gipfel gebracht Worden. Alle Vorräthe snd aufgezeizrt, alles Stroh von den Dächern vcrfüttert, selbst der größte GrundbesiZer des Krrises hat zu diesem letzten Mittel seine Zuflucht nehmen müs- srn, und eiskalter Regen fäiic Tag und Nacht auf obdachlose Menschen und Thiere herab! Es mag wohl an wenig Stellen auf Erden so viciMangel und Noth auf einen so kleinen Raum zusammen gedrängt seyn! Darum dürfen wir nicht müde w r- den, unsere wiederholten herzlichen Bitten um Hiilfe in die weite Ferne zu senden.“
Meteoro logische Beobachtung. Morgens , Nachmittags Abends ' Raa) “Walks“
1837. s 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachmng_
15. Juni. Quellwärme 7,20 Flußwärme 1460 R Bodenwärme12,oo ' -Au8dünstung "0,135. ,
335,45““Par. 336,01““Par. 336,21-“Par. +14,0“ N. + 18,29 91. +12,40 N. +1200N. + 9,1091. +10,00 R. 86 pCt. 50 pCt. 80 pCt. dc o en. eiter. heiter. Wind ........ 935221 TZNW. W. Niederschlag 0. Wolkenzug -- - W Nachtkälte+8 90 81
Tageötnittel: 33589““Par„.. +14-90R... +10-30R... 721762129
Luftdruck . . . . . Luftwärme .. . Thaupunkt . .. Dunfisättigung Wetter ......
_. __
Zsrliner Zörae. 091116. .)uui1837. Fruéééc/xsr' 2797-723- “rer! LsZ-F-COUMF-Zsek“
k'k. (:'on- k. amn: grief. ! Zelä. Zrios. | Zeit
1"? % *- 10417
1005/, 2 10011 63 7/3 971,“
1027/3 1061:
1027/3
komm. 110. [(ab o.Ueum. tjo. üo. (10. (10. ' Joble-ltebs tio. Küoktt. (2. um] 2. 8:11. t]. k. u. U. 90141 al marea. Usus duk. kkioäriobtä'or. 41111. Uolijmüa- sen 3 5 “kb]. diaeouto.
8t.-Iebulä-Iob. l'k. 1211-51. 011]. 30. l'kä!u8o]x.ä.8eeb [(uru1.01)].m.l.(ck. Um. lot, 81:11. (10. Zet]. Ita-jt- (jbl. [(öuig-b, (10. Libingen“ (lo. Üaux. (10. |n'l'b. Wezel". l'saoiibk. Ekolkb. i'm. (1a. [)atpk. pfonübk.
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ÜUZWäkthL Börsen. . zmutsräum, 11. .|uui. Kisäsk]. Wirk]. 32111111] 517/3. 59/0 (10. _. l'aaxßr'e _. Lins]. -. diane) 1111]. 23 '/1o- Hucvkerpon, 10. .!nni. ['My-ZU“!- --. „Misa. 8011. _. Tina!. 73/„. Maus zn]. 231/2. Zr. [[frankfurt &. N., 13. .!uni.
065-1611". 50/0 ["e-t. 1045/16. 1043/„;. 40/9 995/g- 99%. 21;- 56'/4. ur. [0/0 243/4, 245/3- öank-thien 1642. 1641. kaktj ' 141%. (7. hanse: 2.11 50001. 11354. 11372. 140088 2-11 100 111.11 ]:kk'. [*]"91188. i“kälf1.-§U|1. (337/3. 635/8. (10. 4%, „4111. 160 (I. 1,0111, 1.9“ «!,/2,6374, 5% 8pau./1ul. 2074 20%. 2-/.,«'/„ 110-1.521/,„.5111„,
[Zumbur , 14. Inui.
Zank-Qotieu 1359 1358. Lux]. Uns!. -.
30/0 28'/4., R21"! „4111. 223%,-
Königliche Schauspiele.
Sonnabrnd, 17. Juni. Im Scyausvie'hause: Don. Diana, Lußspirl in 3 Abeh., nach dem Spanischen desD Augustin Moreto, von West. (Herr Direktor Lebrt'm, Stadt-Theater zu Hamburg: Pekin, als Gaskrolle.) ' *
Sonntag, 18. Juni, Im Opernhausr: „Johann von Parii. Singspiel in 2 Abcix, mit Tanz. Musik ron Boieldieu. (Dll Löwe wird am Schlusse der Oper eine Arie aus der Oper Zzztjakia (Li ():-51i51i0. Von Donizetii, smgexi.) Hierauf: D Gedurt's'tag, Diverrijsemrnc in 1 Akt, vox! Hogurc.
Im Schaukptelhause: ]) [48 !"sz-0 (]!1 1112111". 6011155072 01 1 801€. 2) [(0111)", 011: 1.9 retour en Suisse:, Wurluyillesen
[(am - 1311], „|
50/0 1,0". _, äq,
2 116108. 3) ].u fillt: (10 ])0miniqus, Mticjeuilie Ls] 1 3019. [,
Lustspiel in 12111.
In Charlottenburg: Das war ich! Abil)., freinaeh !
Hierauf: Die drei (Gefangenen, Lustspéel in 5 Dupaty, von P. A. Wolff. (Neu einstudirr.)
Königsstädtisches Theater. „ Sonnabend, 17. Juni. Ein Fehltritt. Drama in LAkcen
H 167.
Anqekommen: _“ _- r-Menrrr-ExaminationsaKotnxnimon, von Selaxtnsky, » '))?Ünstet'.
sandte u_-id bevoümächtigre rd'Oyjson, nach Tcper.
_ "ste Se. Katse-l. “trischen Aussichten auf beiden Sexten des Weges, die neue
* rer
AllgeMeine
ßische Staars-Zeitung.
_. _7 „.,.-S «* __ !,. ** -- .Um- «_.-_
„._.-._....-
Amtliche Nachrichten.
Kronikx des Tages. Se. Majestät der König baßen dem Diakonus Norgarb
Schjppenwii den Rot.,en Adler-Orden vierter Klaffe zu ver- 2" geruht.
S?. Mojrskät der König haßen dcn bisherigrn Kammer-
zMz-Affyssor Berker zum Stadtgericht5-Rath und Mit- „oer Kriminal-Dcpumrion des hiextzen Scadxgerichcs zu
"men geruhc.
Bekanntmachung. Dérpsanmäßege Ztehunq der 9_-1Se:ien, welche die am 16. ;:r 0.3. und an den darauf jolgenden Tagen zur Ausro
zkommenden 9000 Seedandlunqs Prämien:Schrme Llnhalx
mird am 1. Juli d. J. Vornrtcags man 1151“ im großen
' .- / _ /"„ „ß-rmz-Saalc ces Sech-mdlungs-Gedäudes staxifinden, wovon
das oabxj hetßciktgce Pudiikum hiermzc in Kramsziß sei;,en.
Berlin, den 18. "Mai 1817.
Generql-D rect on der Sechand'ungs-Socchc, (gez.) Kayser. Wentzel.
Dcr Grneral-Major und Dire7tor der
Der Königs. Schwedische außerordentliche
Abgekeisk: _ Mméxier am hirsgen Hofe, Frei-
ZeiUrngZ-Rachricbtrn.
Auöland.
Rußland.
St. Petersburg, 10. Juni. Ueber die Reise Sr. Kai- Holen des Großfürsten Thronfo'gers qehen fortwährend erfreulichsten Nachrichten ein, Die Nordische Biene der darüber Folgendes: „Am 27. Mar", “Moraens um 7 Uhr, Hoheit von .Koffroma noch Wjatka ab. Die
tur und em anderes Volksieben zogen die beständige Auf- ksankst und W:ßbegierde des hoden Reisenden auf s:ch.
nacb Scribe, von Lean- (Dlle- Wilhelmi, vom Hbf-Tdeakt erste Nachtlager war iti Makat'jeiv an der U rsha, wo der
zu Pkünchcn: Leonie, als Gastrolle.) Hierauf: Der Schaßgrä ber. Komische Operette in 1 Akt., frei nach dem Franzdsixcyen . von J. R. v. Seyfried. kufik von Medal.
“»Markt-Preise vom Werraede. Berlin, den 15. Juni 1837. 1.
Zu Lande: grofie Gerste 20 Sgr. 5 Pf.; Hafer 24 Eingegangen sind 21 Wishel.
Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rtblr. 27 Sgr. € PK, ] thlr, 25 Sgr. 11111) 1 Rihlr. 21 Sgr. 3 Pf.; Roggen 1 NW 5 Sgr., aucb ] Rihir. 3 S9!"- 9 Pf.; große Gerste 28 Sar, 9 Pf. kirinr Gerste 27 Sgr. (; Pf.; Hafer 23 Sgr. 0 Pf., auch 21 Egk 3 Pf.: Erbsen, schlccixte Sorte, 1 RUM“. 10 Sgr. Eingegangen '» 80/1 Wispel 8 Scheffel.
Mittwoch, den 14. Juni 1837.
Das Schock Stroh 7 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 6 Riblr. 1
Sgr.; der Ceuxurr Heu ] Rtblr. 10 Sgr.. auch 25 Sgr. Branntwein - Preise vom *) dis 15.J1111i 1837,
Das Ja?? von 200 Quark nach TraUes 54 pCt. oder 4911 Nichrer gegen Haare Zahlung und sofortige Ablieferung: Kok» Branntwein “;(-; th!r., aua; 17 thlr; Kartoffel-Brauntxveir] Rthlr., auch 15 Rthir. 22 Sgr. 6 Pf. _
Kartoffel-Preiie. Der Sckzcßsel Kartoffeln 10 Sgr. 3 Pf., auch 10 Sgr.
RedactéUr LTZ- Ko sexi.
Gedruckt bei A. W. Hayn.
ng- 3 Pf., auch 20 Sgr. „*
Allgem
Bekanntmachungen.
Rotbwendiger Verkauf, , Civil-Senat des K. Ober-Landesgerichts, u Marienwerder.
Das zur '“oi'evb von Tucholkascden Liquidations- Maffe gehör g gewesene Rittergut Junkerboff Nr. 72. im Schwe?“ Kreise, ad eschäyt auf 7805 Thlr. 21 size. 7 of., zufo ge der nebst yvotbekenschein und Bed n-
| A ck 1
Artie angeordnet, scheinen denmack)
gungen in der Regiüratur einzusehendcn Taxe und-im Bürcau der Compagnie hicrscldst mietelü Adjudications-Bescheéd vom ].J-uli v. I. für wiederholt damn erinnert wird, daß im llntcrlaffnngE-x 5201 Thlr. zugeschlagen, sol] am 30. September fall der im §. 5. der Statuten 1837,- Vormittags um 11 Uhr, an ordentlicherxailrr Rechte und des bereits gezahlten Einschnffcs nn-
GerichtsfieUe resubbaßirt werden. Die Erben des eingetragenen Gläubigers Probiies
Bekanntmachung.
gemacht, daß der zum Verkaufe des adlicheu Guts Brausen auf den Asen d. M. anüehende Licimlions ! Termin aufgehoben iß. Marienwerder, den 10. Juni 1837. , Civil-SenatdesKönigl.Ober-Yandesgerichts.*
...-»,-
te Einzahlung auf die Action der Lcipzig-Dresdncr Eisenbahn- Jn Gemäßhcit dcs §. 4. eine fernere Einzahlung auf die Action der Leipzig-! Dreödner (Fisenbai)11:Cotnpagnie von Zchn'Tbalcr-u prdx und werden die Inhaber von Interims-x anfgcfordert, die Einzahltm spätestens! de1130- Iuni1837, Abends 7131
abänderlicl) eintreten nmß. Wir ersnctycn _ iidrigcus, Johannv.Ciechockiwerden hierzu dffcntlichvorgeladen.!Zneerimsscheine sctmgc i;;é: From:: geordneten Vcrzeichnisse in zwei Exempiarcn zu Zbcgleiten, nm die Quittungen zu crickchtcrn, zu wei: Zeven unser Kasslrer, Herr Bader, B“.“n dem unterzeichneten Civil:Scnate wird bekauntétigt ist, während unser Crmptoirist, Herr Heineken, sdlch)e contrasigniren wird. . Leipzig, den 15. April 1837. ?Lcipzig : Dresdner Eisenbahn : Compagnie. Magdeburg. * Gusiav Harkort, Vorsitzender. Karl Tonner,
einer Anzeiger für die Preußis Literarische Anzeigrrx. ; “Plan von Berlin und nächster Umgrgcnd,
Gezeichnet und ge-
Prciö 15 sgr.
Stuhrscdr Bucdbandinng in Berlin, Schloßplaß Nr. 2.
Compagnie,
t“!- “ - “ der Statuten KW MWM sauber gestochen und illuminirt.
stachen von C. F. Wolff.
hr, zu leisten, indem
, - “ 7, '. Bcrlnsi Breite &.traße
ausgesprochene odcr
- "*n- *.*-o.!!!
Erdbcschrcidmm , Gescygcdmxg ,
von uns crmäii):
Bevollmächtigter. , meine Bauschule Nr. 12, ist
rhrri
j , , """"“. ,
; Erschwucn und m allen Bcrlxncr „ namentlich in drr Enslinsciyrxr (Ferd._21111111cr), Vir. 2-2, ist die dritte Lieferung der
Preußischen Nacional-Encyklopädir,
bci Einreichung mehrerer“..Lörterbucl)asics Wisensn'crtdcnans xx:xx!) dex Nmnmcrn-FVaterlandc in Hinsicht auf 211.1:an Lf ss & ] Ver .1, mm, „11111111, „ ., _ , „ . lll“ . - -4 - „. , , - .»; : * „zen Prenszrsthcn Staate ckThlr. 1211111. 211 Wlffen'x“)ast* L("C'xi131121610231"de“ZWETTL“, Handel und liel), _ aus dem Wege des Buchanch cxpcdxrldix,r In dcn-nen crscdicucncn drci Lérfcrnngcn, von wel.| "d Aci 1 chen jede 10 sgr. kostet, sind 1037 Artikel enthalten. !““ * 'e'“ Die vierte Lieferung wird Enke d. F. Rn [) a (1).
Bci George Gropius in Berlin,“ Konigl. alkge. so eben erscdicncu und durch alle BucHhandlungen zu beziehen: 1
611.
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Einige Notizen über das 1wrdafrifax1ische 311717777 land und insbesondere iibcr dr Regentsipakk Algier und die Stadt Constantine. 5.111]? einem Grundriß vou Constantine. 10sgr.
Das seit 1834 in K 5111 wöchentlick) zweimal crschkinkW 'Allgemeine . ,
Organ fur Handel und Gewerbr nch „Beilagen, deu Verhandlungen dciK“ ner Gcwerd:Berei11sund Litl)ograxck)lkk“kc ist/ Wenn es regelmäßig am "Tage der ».)iurxgach1 der Post versandt werden srll, von dyn Herren TW; dcm Pi'knßiscl)cn"“"“" vor Anfang dcsxncnen Scmrstcrs (NJW u, " “ch PVtL-Aemtcrn chr rexpcktwcn Wohnorte!
* KK '- » | . WU“ (“c"lmmc“ bestellen und kostet, auf diese Weise bezogen, 111MB?“-
Bitchbandlungcn,
Herrn Lndw. Kohncn's, Buäyhandinug in .O 6 Thlr. 20 sgt. ](idrliä). , rock' In Folge verschiedener Anfragen bemerken nur!
das; von dem ersten Semester dicses Jahres, 11"? “"'
M. ausgrgedrn. Exemplar-
]vom g.]nzcn Jabrgayg 18:10, noch einzelnd ., [abgclrrscrt werden können durch , dic Rcdack'on'
nements und kam um 2 Uhr naa") -Womseoxn in Or'off an. 1, verließ S. K* H., nach gehaltrncm Gottesdienste, Orloff
* vorn Bischose in Tafel besuchte S. K.
vfange der Gorwernrments-
ronfolger um 101151" Abends eimraf. Am andrrcn Tage, nnrags den 28. Mai, selzte Se, Kais.rs. Hoheit, nach _aehal- cm Gottesdienste,- die Reise fort U'W hielt das zweite Nacht- ““ am den Ufern des Flusses Wec'uga, auf dem Gute der rsücfftzerin Schado:vsko:. „Den 29, Mai verließ Se. Kai- Honeéc das Kostromasche Gouvernement, reiste dann eine
Roggen ! Rtylr. 7 Sgr., mach 1 Riblk- 5 SLU; rrcke von 100 Wrrtk dmch das Wologda-'che Gouvsrnement,
ch1e um 8 Uhr Abends die Gränzen des Wjatkaschen Gou- 9.)2ittcrtmchr in erwünséh- „Den 30. Mai, Um 9 Uhr Wkor- kam um 3 Uézr Nachmittags in Winki an, wo Höchkkder- der Kathedrale empfangen wurde. Nach _ H. die AussieUunq der Handwerks- Fobr-k-Erzeugmffe und wohnte um 9 Uhr Abends einem der Wjatkaschen Kaufmannschaft dem hohen (Haste gegebe- Balle bei. Am 31. Mai besuchte S. K. H., nach dem Beamten, der Gsiyklécykeit und Kaufmannschaft, das KToster, das Gymnasium, die wohlthä- -* Anstalten, die Schule für die Kinder der Kanzletdiencr, Brand-Kommando und das Gefängniß. Am letzten Abend Riwesenherc des Großfürsten in Wjatka wurde eine Fahrt Mn Fuffe Wjatka bis zur Stelle des alten Chlypoff ge-
F r a n k r e i ck.
Paris, 12. Juni. .Der König musterte gestern in Ver- es dre ahlrezcyen Batatüone der Nationxl-Garde, die slch 0 U) * unkten des Dcprrcemems Qox'c cingefunden hatten,
?gc'mrnter der dastgen Garnison und endilci) die qulinge MrUtaeksSchUle vpn St. Cyr. Hieruächjk ließ er [ekzrere retrn, und uberrticdte ihnen eigenhändig eine Fahne, wobei e m fokgender Weise anrecete: „Ick e*fülle ]ekzr das Zh- errlxerlte Verwrecden, indem Ich drr Mintair-Schule diese ne „Ubkkgkbk- die sie durch ohr Betragen, durch- idt'en Fleiß, " _tht'en Patriotismus und durch den guten Geist, der
be'erxt, so trodl verdient hat. Das Vergnügen, welches
' bei UkerUWUM derselben empfinde, ward noch dadurch
ehrt, daß es un [nqesicvte dieses Monuments cschie t, in ck?!" Ick 1?le Sie herumgeführt habe, um Ihr?“ 171251"- rende Vereitrtgrtz1g der großen Erinn rn-rgen umserer Eesch?ch)|e kIller Rubmwm-degkei-en Frankreichs zu zeigen. Laffeu Sie ermch dicse Vorb-lder auf der Bahn leiten, die sich vor Ihnen asc]eeneerlen Farbeti eröffnet, dercn Anblich stets einen so 1 n Lmdruik auf die ganze Naiton macht, und dt“? wir so 'sei) gewe1en„sm(()x„ vor sieben Jahren wieder anzunehmen. werden, gketct) Ohren Vorgänqern, die Ehre der dreifarbi- jsaliwe aufrecht zu erhalte-n wissen, und soljtcn Sie dieselbe ReiInFjeelsdeentYYeanesxZwacrd Frankreich von neuem, aus Zd- _ - ei . .' “ **mönen hören: 1 getroffen meire Jugend imIahre N01» 6-111'01'0118 (10:18 13 cm'ri-**-'0 1141111] 1105 ainés u')- Qer'ont 9111“, [70115 )- 110111/01'0115 lem" [1011551676 Werde kx) "ExiklulÜS (Y [L!11'8 7614118. nme en io edlen eip'elen fol en“ Sie werden :
imxnzönm)?“ Namens würdig zeigen!? u'nd überau, wo [0213
e des Vaecräandes Sie zu ]emer Vertheidigung ruft,
Berlin, Sonntag den 18ten Juni
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werden Sie bereit seyn, Ihr Blut für die Ehre , für die Frei- hséc Und für die Sicherhext Frankreichs zu vergießenl“
Der König und die Königliche Famuie werden morgen aus Versailles und Trirnon hierher znrüakkehren,
Sowohl die Pairs; als die Depucirten-Kammr: hielten heute, nach Becndigung der Fesii-chkeiten in Versailles, wieder eine dffentlicize Sitzung. Die gcpftogetwn Debatten wa- ren indessen für das Ausland ohne Interesse. In der Pairs- Kammer wurden zwx'i Finanz-Grscß-Encwürfe fast einstimmig angenommen. Die Deputirten-Kammer beschäftigte fick) mit zwei Geseß-Entwürfen iider die Verbesserung verschiedener Häfen. Es wurden zu diesem Beßufe 1,985,000 Fr. „pro 1837 und 3,920,000 Fr. pro 1838 bewilligt. Ein dritter Geseß-Ent- wurf über eine Summe von 400,000 Fr. zur Ausdaggerung des Hafens von Fecamp Ling ebenfalls mit großer Stimmen- Mrhrheit durch.
In der voi'gesirigen Vorlesung des Herrn Saint-Marc- Girardin fanden einige sehrunangekxchme Störungen statt. Der Saal, in welchem drr Professor über Französische Literatur liest, 111 nur von mäßiger Größe, und sein Auditorium hatte schon zu verschiedenenmaien den Wunsch geäußert, daß ein größeres Lo- kal gewählt werden mdchte, was" aber Herr Girardin beständig ablehnte. Vorgestern wurden die Reclamationen lebhafter als jemals, und der Professor wies seine Zuhörer etwas derb zur Rui)?- worauf fich unrer den Studirenden ein wahrhafrer Sturm von Pochen und Pfeifen erhob, so daß fich Herr Saint-Marc- Girardin gendthigc sah, seine Vorlesung abzubrechen und sich zu entfernen. Herr Girardin hat erklärt, nichtsdestoweniger am künftigen Freitag seine Vorlesung in demselben Saale wieder halten zu wollen; sollte er diesen Vorsatz aquühren, so würde ihn die bewatfnete Macht dabei unterstützen müssen.
Man schätzt die Zahl der" Personen, die sich vorgestern und gestern von Paris nach Versailles begeben haben, auf 200,000.
Bei dem Diner in Versailies smd 10,000 PorzellansTeller und 6000 Paar Messer und Gabel gebraucht worden; über 1000 Bedienten warteten auf.
Der berühmte Irländische Dichter Sir Thomas Moore ist mit seinem Sohne in Paris eingetroffen.
Der General Evans ist hier angekotnmen_und wird nach kurzem Aufenthalt seine Reise nach London fortseizen.
Heute sind hier nachstehende telegraphische Depeschen einge- gangen: „Bayonne, 10. Juni, 2*/2 Uhr. Einem aus Mon- zon vom 5ten d. datirten offiziellen Bulletin des Generals -_Oraa zufolge, waren die Karlisten in der Nacht zuvor über die Tinea gegangen, um auf Graces zu marsäxcren. Eines ihrer auf dem rechten Ufer gebliebenen Bataillone ist gänzlick) aufgerieben wor- den; da aber der Feind alle Bakken auf dem linken Ufer br- halten hatte, so sahen die Chrißinos sch _qenöthigt, die Schiff- brücke von Monzon kommen zu lassen. Der Baron von Meer ist nach Lerida zurückgekehrt, da er nicht zeitig genug in Fons eintreffen konnte, um den Uebergang der Karlisken zu verhin- dern.“ - „Narbonne, 11. Zum“, 6 Uhr Vkorgens. INan schreibt aus Seu d'Urgel vom 9ten, daß die Navarresischen Kar- listen Ager Und die Gegerrden zwischen Balaguer Und Tremp desrlzt halten.“ Das Journal des Débats bemerkt hierzu: „So hat also die Karlisßsche Armee den Ueber- gang über die Cinca auf Fahrzeugen bewerkstelligt, und alles Material und Grpäck übergesekzr, ohne daß weder der General Oraa noch der Baron von Meer sick) ihr widerseßt hätten. Wir hofften, daß während der acht Tage, wo der Feind unbeweglich in Barbastro stehen gedlieben war, jene beiden Generale Zeit gehabt hätten, ihre Streitkräfte zu sammeln, und besonders das; sie übereinstimmend handeln würden. Aber statt dessen hat sich der Baron von Meer von der Cinca entfernt, trifft dann nicht zur rechten Zeit ein und kehrt endlich nach Lerida zurück, gerade in der entgegengeseßten Richtung von dem Wege, den die Kar- listen eingeschlagen haben. Also immer Fehler, und niemals ein Zusannnenwirken zwischen den Armee-Corps der Königin. Alle Welt beklagt es, daß der Krieg so schlecht geführt wird, und man kann die Generale nur durch die eben so beunruhi- gende Vermmhung entschuldigen, daß der Feind durch die Ver- einigung der Catalonischen Jnsurgenten mit den Navarreüschen ein großes numerisches Uebergewichc erlangt habe.“
Der Messager enthält folgendes Schreiben aus Pau vom 7. Juni: „Ich habe Briefe vom 5ten d. M. aus Huesca, welche nur so viel besagen, daß die Karléstcn überall in der Ge,- gcnd von Barbastro umherßreisen, ohne belästigt zu werden. Die nächsten Vorposten der Christinos vom Corps des General Oraa stehen an der Brücke von Castejon dei Puente, zwei Stun- den von Barbaskro. „Der Uebergang über die Ciexca und folg- lich der Eingang in Catalonien sicht der Karlijiaschen Expedition noch offen, und wenn sie doch noch in Barbastro verweilt, so geschieht dies wohl nur, weil sie ihre Rechnung dabei findet. Auch läßt Zilles glauben, daß sie ihren Zweck leichter erreichen werde, als man denkt, und wenn sie einmal fich mit den Cata- lom'ern, mit Serrador, Cabrera, Tena und anderen Anfährern vereinigt hat, so biidec fie cine wahrhaft furchtbare Macht, wie denn dieKarlisten auch selbst sagen: „ „Zn vierzehnTagen haben wir 30,000 Pkann beisammen.““ - Die Nachrichten aus Navarra lauten nicht Weniger beunruhigend. Briefe aus St Jean Pied de Port vom gestrigen Tage verüchern, daß Garcia mit sechs Bataillonen sich in C'ilmäi'swen nach Aragonien begebe, ohne Zweifel, um fich mit Don Carlos zu vereinigen. ZK dies wahr, so ist allein _die schändliche U::tnättakeit Espartero's SchU!d daran, daß die Karlisren, nachdem die Königin ihre besten Ge- nerale und eine große Zahl tapferer Soldaten verloren hat, den- noch ihren Zweck erreichen. Die Karlisten werden ruhig in Catalonien einrücken, Wenn es noch nicht geschehen ist, und den Beweis liefern, daß sie tüchtiger smd, als die Bülietin-Schrei- ber der Königin.“
An der heutigen Börse ging der Cours der Zproc. Franzö- sischen Rente auf 77. 90 zurück, und alle anderen Fonds folg- ten dieser Bewegung. Die Krankheit des Königs von England und das Gerücht, daß die Bank der Vereinigten Staaten von
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Nord-Ameriba ihre Zahlungen in den Spekulanten Besorgnisse ein.
Fahrt nach Lissabon,
von dem Kommandanten der Ho mit dem Befehle, beizulegen. Zu glei Sloop der Brigg.
dersieven dicht an dem Kabelgat mußte sch dies gefallen lassen.
farben mit einer dicken Lage The den nicht geduldet werden.
befinden fich darunter acht sogena
Beig
Brüssel, 12. Juni. Der zurürk erwartet; die Königin abe
bene Nachricht ,
Der
vost, Dlle. Mars und dem hiesigen Theater erwartet w
Hannover, 10. Juni. durch ein Schreiben vom 29. Versammlung die Es heißt darin: kirchlichen Verwaltung mit der w möglichst nahe Verbindung der den Landdrosreien eintreten zu la Majestät der König beschlossen, _qelisches Konsistorium zu errich Wirkungskreis sich über den
vorausgesetzt, daß dieser sch zu
bestimmenden Zahl von
Außer cretair soll das ganze übrige Di und das Konsistorium
Kassel, 14. Juni.
Staats-Negierung auf mehrere sodann, nachdem an Je. Hoheit Adresse gestellt, und der nicht vorher angekündigte Frage hatte, - zur Berathung des Mi einer lebhaften Debatte über die summe für den Militair-Etat zu 26 Stimmen bejaht, und die P Anträge auf Verwilligunng ein worden waren, nach dem Antrags Rthlr, festgesekzt. Schmidt, erklärte: Ministerium wahrnehmen, Etat verfahren worden„„da auf kommen in dieser" selbe habe den Militair-C'tat
„Nur mi
speziell für
werdenden Gründe gehörige dessen habe man vorgezogen, die
erklärt, daß dieses dann kein gebenen Abschluß ausgedrückte lich durch die Pauschsumme die
m
möglichkeit seyn werde, zu befriedigen. Die weitläuftig
sondern nur ein Hinderniß für
ster und Herr Oberst Schmidt
vermeintliche Verlesung der freien Scheldefahrt. es sich, was die Holländer im Sinne hatten. vier Mann gingen, mit Krabbern versehen, an Bord des „Gretry“ und kralzten die Malereien herunter, womit der Vor-
aus einer nach dem Bedürfnisse der geistlichen und weltlichen evangelischen ' Mitgliedern bestehen soll, welche leßteren , so weit als thunlich, aus der Zahl der Regierungs'räthe genommen werden sollen. einem für jedes dieser Konsistorien
Der Regierungs - Kommissar ,
Angelegenheit zu
their, und konnte deshalb erwarten, die Titel ausgesprochen, gen, welche man machen zu müssen glaubte, werden und die darauf vom Kriegs-Ministerium Würdigung finden würden.
dem Betrag soweit heruntergegangen, das; es eine die Bedürfnisse des DNilitaér-Ecats damit
nach zu jenem Ziel, die Sache zu erledigen,
1837.
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„._.- „.“-..
Papier leisten wolle, fidßten Mit großer Ungeduld wur-
den an der Börse die Tauben erwartet, die gewöhnlich Nach- richten aus London vom vorhergehenden Tage drmgrn; diesel- ben waren aber am Schlusse der Börse noch nicht emgetroffm.
Niederlande.
Am skerdam,11.Iuni, (H amb.Korr.) DieBetgischeBr-igß
„Gretry“, Capitain Dam, von Antwerpen, als sie auf der Höhe von Lillo wie gewöhnlich
die Belgische Flagge gestrichen und die weiße aufgezogen harre,
wurde am 8cen d. auf der
[ländischen Escadre angerufen, cherZeitnäherte sick) eineKriegs-
Der Capitain War ganz erstaunt über diese
Bald zeigte Ein Offizier mit
versehen war. Capitain Dam Als er aber seine „Besorgm'ß
äußerte, daß die Bleibedeckung beschädigt werden könnte, gaben die Holländer sich damit zufrieden, daß die Belgischen National.-
er überstrichen wurden, wobei
der Osslzéer dem Capitain bemerkte: da, wo die Flczggedes „Kd- nigreichs der Niederlande wehe, dürften die revolutionaeren Far-
Die Holländische Häringsfiotte zählt in diesem Jahre 116 Fahrzeuge, die am nächsten Donnerstag aussegeln werden, Es
nnce Häringsjäger.
ien.
König wird heute von Paris r will noch einige Tage länger
im Schoße ihrer Familie verweilen,
Der Jndicateur erklärt die von einigen Blättern gege- daß die Herzogin von Orleans sehr bald eine Reise nach Brüssel machen werde, für ungegründet.
Die Verordnungen in Betreff des Waaren-Tranworts auf den Eisenbahnen smd fertig und werden dem Könige gleich nach seiner Rückkehr zur Unterschrift vorgelegt werden.
Die Union wird mit dem 15cen d. durch ein neues Blatt unter dem Titel, „le Conservateur “' ersetzt werden. _ , Tenorisk Chollet, der zur Wiederherstellung reiner Gr- sundheit Paris auf einige Zeit verlassen hat, ist vorgestern in Brüssel angekommen; man spricht auch davon, Herr Nourric zu Gastvorstenungen auf
das; Dae. Pré-
Ürden.
Deutschland.
Das Königl. Ministerium hat Mai der allgemeinen Stände-
neue Organisation der Konsistorien mitgetheilt. Bei dem mannigfachen Zusammenhange der
e!:lichen ist es die Absicht, eine evangelischen Konsistorien mic sen. Zu dem Zweeke hat Se.
neben Zeder Landdroskei ein evan-
ten oder beizubehalten, dessen
ganzen Landdrosket-Bezirk erstrecken, und welches der Regel nach unter dem Vorfihe des Landdrosren,
r evangelischen Kirche bekennt, verschiedenen Bezirke zu
zu ernennenden Se-
enstpersonal für die Landdroftei
gemeinschaftlich seyn. (Kass. Ztg.) In der gestrigen Siz- zung ertheilte der Herr Landtags - Kommissar Antworten der
ständische Ersuchen. Es wurde
Herr Nebelthau eine Anfrage in Betreff der den Kurprinzen und Mitregenten gerichteten Herr Landtags-Kommissar über diese
nicht instruirt zu seyn erklärt litair-Etats übergegangen. Nach
Frage, ob überhaupt eine Pausch-
bewilligen sey, wurde diese mit auschsumme selbst, nachdem aUe er höheren Summe verworfen des Herrn Eberhard auf 680,000 Herr Oöersc
t Bedauern könne das Kriegs-
wie in Beziehung auf den Melitarr-
diesem Wege niemals ein Ab-
erlangen stehe. Das- aller Spezialität mitge- daß die Bewilligung oder die Einwendun- vollsiändig geäußert mitgetheilt Statt Bewilligung durch eine Pausch-
in
summe auszusprechen und sey, obgleich das Kriegs-IJkinixieréum
inderer, als der im heute über.-
Betrag seyn könne- wenn näm-
Sache erledigt seyn soüe-mit völlige Un-
en Verhandlungen hätten dem- “ keinestvegs geführt, die Zustandebringung des Fi-
nanz-Geseßes geschaffen.“ -* Seine Excellenz der KrieZS-Mini-
verließen den Saal. Es trat