1837 / 178 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

gedehnteren oder beschränkteren Gebrauch, je iiachdem ißnex: dm darin enthaitenen Thatsachen mehr oder weniger tvahrscheiniici) vorkommen. Das Spanische Ministerium sucht ohne Zweifel dadurch, daß es auf. die Entdeckung der Quelle der_vop mis publizirten Gerüchte so viel Werth legt,.so ?viel,a1s mdglxcs) die gegen sie erhobenen faischen Anschuldigungen zu„w:devle_q_en. Vielleicht wäre es aber noch besser gewesari, sch 1Ucht dex GL?- fahr auszusetzen, ihnen durch Maßregeln dlfsCk Art medi“ W114)- tigkeit beizulegen, als sie sonst gehabt haben tyürdeix.“

Die, höheren Notirungen von London “L*Vklkkketx an der ?I- tigeJn Börse günstig auf die Course. dcr hiéiigcn Jondd. „L.,ie 3'pr'oc. Rente stieg auf 78. 20. Die Spanischen Papiei'e gin: gen dagegen in Folge der neueren telegxaphischeti DepescHFU „(s. oben) etwas zurück, und schiessen zu 29%. Die Specu.axidn wirf; ?fich- je'ßt_-wieder aus die EisenbähtUIicncti, _ und besondeis auf die Acciender Bahn von Paris nach _Samt-Gcrnmiii, de- ren Course an der heutigen Börse um 2;- bis_30 Fr. stiegeii, da man niikGewißheit annehmen zu können glaubt, daß die Bahn in der leisten Hälfte des künftigen Monats eröffnet Wer-

den wird.

Großbritanien und Irland.

Parlaments;Verhandlungen. Obexhaus. Siz-x zung vom 22. Juni. Lord Melbourne kündigxe dem Hazuie an, daß er eine Botschaft von Ihrer Maxefiäc dcr Kdmgm überbringe. Diese wurde vom Lordeanzleb vsrlesxn und [aii- tete folgendermaßen: „171010114 1105-1713. Die Königin hxgt d:e vollkommensteZuverfiM, daß- das-Oberhaus dee tiefe Betrüb- niß theilen wird, welche „Ihre Majestät über dxn Tod de_s yerewigten Königs empfindet, dessen besiändigeti Wunsch, die Interessen des Landes zu befördern, seine Freiheiten aufrechx zu er;“;aicet'i und seine Geseße und Institutionen. zu „verbeskern, oem Namen und Andenken desselben die xflichxschukdtge mid eidfem- psundeiie Hochachtung allxr Unierthaiien Ihrer Maxejiät sichern wird. Der jcßige Zustand dcr_ önentiichen Linz;".- legenheéten und der Zeitpunkt der Sejsion , in Verbin- dung mit dem. Gesche betrachtet, wylches Ihrer Maxs- siät die Pflicht auferlegt, innerhalb EMU“ besitmmtstz Zeit ein neues Pariamcnt einzuberufen, lgiscn es, „nach dem Gutach- ten „Ihrer Majestät, als unzweckmägig ersche1nen,_Jhnen noch ::eue Maßregeln zur Annahme zu exnpsehlen, mri Ausnahme derjenigen, welche erforderlich seyn durften, um die Stgat'sge- schäfte in der Zwischenzeit von dem Schluß der gegenwartigen Session bis zur Zusammenkunft. des neuen Parlaments fortzu- “siören.“ Als Antwort auf diese Botschaft wurde voii Lord ZNZelbourne zuvdrdersk eine GiiickwitnschzAdreffe an die Kb- nigin bei Gelegenheit ihrer Thronbesteigung bxantrqgt, dee, wie ,ewöhnlich bei solchen Gelegenheiten, nur ein Wiedexhall der

otschafc war. Der Minister hielt bei diesem A::lgß eme Rede, in welchér er die Tugenden des, verstorbenen Königs, namxnt- iich seine große Güte 'und sein strengeZ Pflichtgcfühl, p:;wö. Der Herzog von Wellington unterfiulzte den Antrag Tord Melbourne's und hob. in seiner Rede, die sich bloß auf das Lob des verstorbenen Souverains beschränkte, unter Anderen) „her- vor, daß e'r selbsi, obgleich er währendsciiies friiheren Minister- amts fich in Opposition gegen den damaligen Herzog von _Cla- rence befunden und dessen Resignation von dem Posten eines Groß-Adxmirals veranlaßt, doch hernach von demselbin, als Kö- njg, mit der größten Güte, Herablassung und Gun|_bel)ande1t w'orden sey und sich seines ganzen Vertrauens ersreuxhabe. Graf Grey, der hierauf das Wort nahxtz und seine Freude darüber aussprach, daß der Herzog- sci) in seiner_ Rede aller Aeußerungen enthalten habe, welche die EMMÜthlgkx'lk- des Hazi- scs bei der Annahme der Glückwunsch-Adreffa an ds_e Königin hätte stören können, bezog sich „ebenfalls darauf, cht; _er unter dem verfiorbenen Könige als Minister gedient, und auiierte fich iibcr denselben folgendermaßen: _

„Es gab niemals einen Mann, der den Intercucu dxs Landes aufrichtiger ergeben gewesen wäre, der besser vcrsiandcii hatte, was diese Interessen erforderten, der mehr “(H„eduld ebabt, die dainit ver- knüpften Umstände zu erwägen, der bei jeder elxgenhcit „aufmerksa- mer auf seine Pfiicht gewesen wäre, und 112x111! jemals cm Souve- x'a-in auf den Titel eines ,xpatxiotisc17211 Kdmgs“ Ausdruck) gehabt hat, so war es Wilhelm 117. (Hdrt._ho;t!) Er war außerdem „muth- voll, fieißig, entschlossen, emsig, aufmerksam, cr haiko aiisgczeixhnlxic Geduld, einen jeden ihm vorionnncudanall' zu priifen, wobei wm seine Kenntnis; der Grundsätze der Cdnxtttution mid dcr Interesse): des Landes zu starten kam. Er war giitig, herablasend und geduldig bri dem Anhören von Einwiirfcn gegen desc von ihm aiifgeßeiltcn Lin- fichien und stets ängstlich bemüht, stck) fit?: das,zu entscheiden, was nach seiner Ansicht fiir die Interessen der von 111121 Bchcrrscbtenydas Bifi: war. (Hört, hört!) E;;ze axidch (Jigciisciyßfc, die der edle .Her- zog auf eine gifiiblvollc und ergrxisande Wey; hervorgehoben hqi, war der Mangel aiier pcrsöiiiichcn Q'mpsliidlichtt, uiid ich kann in Wahrheit sach. daß. wie auch der edle HEWI bcmeritk, inc Icinand [cl)iicücr Ach vcrgcsscn hat, was zu einer «paiimiiig 3:111sc'1)c11 ihnen hätte Anlaß geben können.“

Nach Lord Grit; ergriff Lord Brougbam das Wort U11?) sagts, bei der Stellung, weiche er i;: deni Rathe des ycxßor-bke- neu „Königs eingcxioxn-“uen, dürfe er bei Micr: GcLWenixeic iiicyt schxv.eiZeii. Allem, was von “den beidsn VOL'lISU ZLSÖTMOU iibcr die psrsönlicben Eigenschasten des Königs, nameiitiich uber sxme unbeugsame Gerekhiigkeiislicbe und die sclrene Rsmizeit seines Charakters gesagt worden sey, sximms Ei.“ voiikonimdii bei.

„Es war natiirlich“, fiihk der Redner fort,_ „dai; mcmc 'cdken Frcmidc oder der edle Herzog bcßdicscn, Eigeniciwficn vcriveiltcti; aiicin cs möchte nicht weniger mitzlici), nicht Wenige)“ chrcndoll fiir das Andenken des Königs und auch kcincsivcgcs weniger passend seyn, bei dieser Gelegenheit nicbt nur auf dic'Tiigendcn d:s Mannes, son- dern auc!) auf seine glorreiche, wohlihätige .und vorbedcnrimgövolie Regixrimg zuriickxnblicicn. Givrrsici) war dsc chicriixig am; dem besten aber Griinde, nämlich durch die Erhaltung des injcdcns nach Außen und der Ruhe im Innern; wobltbätig. nix:! e_r !cmem Volke die einzige Skgxxxmg verliehen hat, tyclcbe die Herrscher z1_i geben oder vorzncnthancn vermögen, die weise Verbesserung der Gewiss und der Institutionen des Landis; bdxbedeutnngsvdu war sie durck) die e'rnsiliche Ankündigung, daß fernere Berbefferupgcn stattfinden soiltez), die zwar nicht größer seyn können, die abcr die Scannngenxder fim- bcren iiber das gan ; Volk ausdehnen folien, Dies si_-1d,d1e„B,crpstich- tungen, die, zuglci ) mit der Krone des ,Rcichs, auf die ]xßige._Rc- gentin übergegangen find, u11d Ech;Herr11chfeixc11 und, wie ici) glgubc, das ganze Land siimmex! mir gewiß darui bet, ,wexn ,ich die Hoff- mmg aussprkclxe, daß die Regierung Jbrcx Majesmt eme [.ingc Upd glückliche seyn mag, in der mit Gottes Beistaizd und durch die Weis- bcit des Parlaments jcnc Verpflichtungm erfullt werdcn mogen.“

.Die G111ckwunsch-Adreffe an die regierende Königin wuxde hierauf genehmigt, und Lord Melbourne trug dann iioch auf eme Kondolenz-Adresse an die verwittmete Königin an, indem er de- ren Tugenden und die treue Pflichterfüliung pries, welche fie an ihrem erlauchten Gemahl bis zu seinem letzten Hauck) bx- wiesen habe. Auch diese Adresse wnrde angenommen und die vaägung des die Geschäfte des Hauses betreffenden Theiss der Königlichen Botschaft auf den folgenden Abend verschoben.

, - "»„x .F.-“42: ;.“ *

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Ober aus. Sißungvom 23.Juni. NachAbmachung einiger unkaeueendcr Angelegenheitxn beaytraqte' Lord Mel- bourne eiiie Adresse an Ihre Mawfi'ät die Königin zur Be- antwortung des'jenigen Theils der am Tage vorher dem „Hause zxxgefemigten' Königiichen Botschaft, der fich_ speziell auf dieoFdr- derung der Geschäfte bezog, da man am vorigen Abend vdr) ]eizcr Botschaft nur Gelegenheit genommen haiko, dcr Kömgm eme G1ückwunsch-Adrcsse zu ihrer ThronbesteigunNzY übersenden. Loxd Lyndhuvsk gab der von dem “Premwr-Mimßcr.beantrag- ten Adresse seine vollkommenq Z:!stiinmung, konnte jedoch den Pavieiyiisrkcit nicht ganz beixeit „lascfn, sondern bqtiußte ('i-Ich diese GelegLZ-TWYO, um dem Minißortum Übci' den xeßigyn :zu- stand des Landes Vorwürfe .zu machen. Die Adresse„“ durch welche das Haus vsrsprich;t, sich dyn Wünschen der Königin zu fügen, wurde sodann genehmigi. „)(-“n Schluß der Silzmig er- hielt noch eine Bill in Betreff des Hafens von. Bridlington die zweite Lesung, nachdem ein von dem Mai'qius voii _Lon- donderry beantragtes Amendemciit, wqelches die Beseitigung derselben bezweckce, mit 24 gegen 10 Stimmen verworfen wor- den war.

Unterhaus. Siizung vom 22. Juni. Nach der An- zeige, daß die Zrlätidische Zehnten-Bill an "diesem Abend nicht zur Verhandlung kommen werde, und nachdem der Kanzler

der Schakxkammer die Vorlegung des Budgets "zum 30sten

Juni an ekündi t hacks, wurde dem Hausd dieielbe Kömg):che_ 'k-Botschafi3 vorgeigcgt, die Lord Melbouxne im Oberbause uber- reicht hatte. Lord John Russel! bLaiiti'qgte darauf auch eme ähnliche Giückivunsch-Adrcsse an die Königin Victoria, wre der Premiir ; Minister es im anderen Hayse gethati hatt_e, u:;d hielt eine Lobrede auf den verewigten König Wil- hklm. Am Schwii seines Vorixxageigedachie er der Erlxä- rung, welche die cht regierende Königin bei ihrem ersten Lr- schcinen im Grheimen-Rathe abgegebdn, und begründete darauf und auf die Ekziehung, die ihr voii ihrer Mutter, der Herz!)? gin von Kent zu Theil geivdrden, die schönsren Hocffnungxd fur das Land. Sir R. Peel, der die Adresse untersrußte, äußerxe sich in Bezug auf die junge Königin, nachdem- er en deii Wunsch des Antragßellers, daß ihr eme laiige glückliche Regierung zu Theii werden möge, von Herzen eingestimmt hatte, in folgen: 1 : ' der YFUKWLÄUMM nur“, sagte der Red_iicr, „daß der Erfolg ihren eigenen Neigungen, ihren natiirlicbcn E19c11schqftcn nnd dcrßKinc-r- m:“tdliäzen Aufinerksainkéit und Sorgfalt., die eme cr!auchte Hlliksim nnd zärtliche Matrix: ihrer Erzicbung gciVidmct l)at,„,eiixsprcchcii mogx. “"ist dies der Fall, so wird der Erfoig (111 so vollstandiger seyn, mic Km der menschliche Geist nur zu begxxiscn vcxmag. Man kann es nur sibiver Unterlassen, so iinphilosodhnci) eb iibrigens audi) seyn mag, fick) aus unbedeutenden Anzuicheu cin Urthcil zu bilden; nhUiva-g'e „es daher, zu sagen, daß Niemand, dcr zugcch) txqr, als Ihre 2,7“.1U7W in dcm Alter von achtzehn Jahren, das handliche L„cbcn verließ, um die hohen c,Znnctioncn zu übernehmen, zu deren AuEubnng fie ainzvxr- gangenen Oonncrfiage zum erstenmal; aufgefordert wiirde.;dai; Ni,?- mand, sage ich,!)ierbci zugegen war, der ntPt die zn_vcrfichtli-chsie (.rwaxtung bcgtc, das; sic, dicsicl) so zu benehmen wußte.,zu cipchegicrung bcfiimmc sey, die glücklich fiir das Velk und glorreict) ftir fie selbst seyn werde. Es nicht etwas, w.:s kcine Klinsi nacbahmcn,_ kein Unterricht bci- bringen kann (hört, hört!), und es, lag etwas in jenem Benehmen, was nur eine edle großbcrzige GeminhSart „cingfcbcn komxte, _ ein Ajisdruck dcs tiefsten Bcdauernbiibcr das hausiick)_e lingiucichlches sie i).“imgesncht hatte, und des 111111g17e11_"1111d ehrturcbtsvolljten Bc.- wnßtscyus dcr Pfiiciscn, zu deren Ersuilung fie berufc_n “worden (hört, hört!) _ cine ausiandövoile und edle Bescheidenheit m gilen ihren Handlungen, die ihr, Wie; icl)-schon bemerkt habe, nur von cmcui hohen natiirlichen (Zizamk'ter eingegeben" sc_yn konntx, cxzogin 1111th der“ Lcitung ciner Muttcx, dcr fie sich fur ihre Z,«1rtltch)keit,-?Zicbe und Sorge gewiß zum innigjtcn Danke vexpfixchict fühlen miiß, , Die GliiÉivunsch-lereise an die regierxnde Königin, so wxe die ebenfalls von Lord Ruffc-[l beantragte Kondoleiiz-Lidresse an die verwitcwete Königin, wurden demnächst, wre im Oberhause, e . im'ic i an enommen. . , . in UZtgcrl)2ch. Sißung vom 23. Juni. ,Die Bill cn Betreff der Loxidoner Kautsäxiik-Gcsc11schast erhielt die dritte Le,- sung, nachdem sich 41 Stimmen darvider und eben _s_o vrcle da- für erklärt und die Stimme des Sprcchei's den Ansichiag gege- ben hatte; doch pgssrte die Bill noci) nciht. .Der Bcracbc über die Edinburg-Giasgowsck)e Eiseubabn-Biu wurde nur 11,2- gegeii 169 Stimmen gesiehmigc. Ais Lord I. Russell auf die wk." tere Erwägung der König!. Botschaft angetragen, erhob fi,ch (“*:/ir Z. Graham mit einer Beschwerde über den „Txue Sim , der ihm die Unzientticdkeidvorgeworfen, daß er bei der Verke- lesung der „Hoeschafc den Hut nicht abgenoamitien. Dtxs voran. laßte eine kurze Diskussion, und dann moiivii're Lord “;. Rus- sell umständlich die ?lntworts-Ydrsffe, die Herr Haine xivar billigte, allein dabei eben so wem,), wee Lord Lyndkiurst im Over- hause, nur von entgegengescßten Ansichtxn aus, dte Partei-Zti- tcreisin aus dem Spiele liesi, indem ex „Wars über den nach see- ner Meinung retrograden Saw; des Mmeiierxum-sshcrzozz. Nack) ibm äußerten sich über den Zußand ker öffe-itiiawn Eescbasce noch Lord Stanley, Herr Rdebuck, Su" O). Clerk, Herr Wakiey und Andere, wch dcnbianzleb dev Schakykaom 11in zu einer Rxplik veranlaßte. „Die _?idrcsje iduxde abei: einhellig aqumioxitmen und beschwksen, daß; sie wo:: demenxgen Miigliedcrn, dié zuqxeéci) dcm qeßcimen Raki) angehöricn, übergeben werden soll?. “Ld'cd Z. Russell kiindizzie zum „Montag d'e Ernennung des Ausschusses 111121: die Kirchcnläxidereten aii. Es ivurde dJnn :*:bei' die Gieicixsiéllimg der chk'erzblle, uber dee Marme- Véransch1agungeii und über Civii-Ausgabcy Auss-Zhuß gehalien, in Welchem lcßteren Sir R. Vyvyari die Bestimmung einer a;:geniesscncn Apanage für die' Herzogin von Kent urid Herr Hünxe eiiie soxche fiir den Prinzen Georg von Cambridge em-

pfahlen.

London, 23 Juni. degefiern fand under den üblichen (gestern bereits mitgetheilten) Cercmo-néen die feierliche Prokla- mirung der Königin statt. Ihre Majestät langes gegen 10 Uhr Morgens im St. Zames-Palasie an, wo sie von den Mitglie- dern der Königlichen Famiii'c, den Hofbcaxiiten, den Ministcrn und anderen Personen von Rang empfangen wuxde. Lange vorher schon waren alle Zugänge zu dem Palgsie niitZuschauern angefüllt, jeder Balkon, jedes Fenstcr-und ]eder hxrvorragende Punkt besclzt. Um 10 Uhr feuerten die Kanonen im Park die Königliche Salve, und unmittelbar darauf zeigte sich dieKöni- ain in einem Fenster des Palastes und wurde durch die unteii stehende Menge mit lautem Beifall begrüßt. Sie stand zw:- schen den Lords Melbourne und Lanédowne, welchem Letzteren zur Seite sich die Herzogin von Kent befand. An diciem und zwei anderen Fenstern des Palastes bemerkte man außerdem tioch den König von Hannover, die Herzöge von Sussex, Welling- ton und Argyle, den Oberbefehlshaber desoHeeresNLord Hill, Sir Edward Codrington und Andere. Die Königin sah sehr blaß und angegriffen aus, erwiderte aber die Grüße des Volkcs mit ausgezeichneter Anmut!) und Wurde. Bald nachdem sie

. sch am Fenster gezeigt, trat der vornehmste Herold vor und ver-

las m;“t lauter Stimme die PWCTW-'!kkons Akte, WMH? häu . erikanischen äuser tvelche die ailun en ein e eilt a ' durch den Ruf: Gott erhalte die deaigin! unterbrochen „„" Xnats von [)?-Yu,? a,“, diskontire,Zw)as Zen: O)? N , Uf drei. Darauf scßte sich der Zug der Herolde tn „Bewegung, und o'rkshjx'e und Lancäshire,

Proklamirung wurde (in der gestern berichteten an _den dazu bestimmten anderen Punkten der HMM, vorgenommen. Bei der Börse trennie sicb der Zug, ""Mein überall in der City cinen ungeheuren Zuiamms-iluuf 1331153), schen veronlaßt und lebhafte Beifallsbkzcugungen hervorgeru, hatte. Namentlich soll bei Templc-Bar die Masseeder „„„ melken Menge so groß gewesen séH'ii/Wie man sie fruber „„ sehen zu haben sich erinncrt, Und es- 111 nur dcii 11111ch*h„ Vcranstaltungsn dxr Polizei zuzusabreiben, das; die ganze F lichkeit ohne irgend eiiien Uixglück-x-jall vor:“ibergegangen ist, , Windsor kam erst gestc'rxi der Befehl an, auch dort die„“ Königin auszurufen; es wird dies, dem Vernehmen UML„k gen oder am Montage geschehen. Soxisk p_siegce es sch„ Tage der Erledigmig dcs Thrones seib|1_sraxtzufiiidcn„ vielen anderen Orten wird beristcbter, daß dix, Proktamérm, elb'r s“on vor sich gegangeni . - ' * „* s kI'Técs) dei" ProklamirungsxCeremoxiie hielt bis Monin Geheimen-Rath, in welchem mit: den Vereidigungen fort, ren wurde. Dann war große Vorstellung der ErzbisciJJs, Bischöfe, Richter und anderer Bsamten, iind um 1 Uhl'k. die Königin nach Kensington zurück. _Die regiexdnde Ki wird bis nach der Besiatxung des Koyags n1;_t tyrcr M derHerzogin von Kent, in Kensington bleiben, KUZU“ wennS, geschäfie ein Andei'es erfordern.

Hieskje Blärter machen daraiif,aufm,erksam,- daß de, gestrige Tag, an welchem die Königin Victoria in deb H stadt proklamirc wurde, gerade der Jahrestag der Schlacy, Vixkoria war.

Die Hof-Zeitung entbält heute. den mnßäiidlickze, richt über die Proklamirunthrer Majestät (1111211121111, die an demselben Tage im Gideinen-Rgthd beici)lossene„ rung der kirchlickzsn Fürbitte für das Köxiigitche Haus,„„ die "Namen der_vereidigtcn Mitglieder des GshMien-„W, uzid die gestern erwähnten Prociatnationekie,_die Aufmum. zur Sittlichkeit des Landes und die BestaUZmig der Si„ Beamten betreffend.

Als bemerkenswertk) wird von den hiesigen Blättern„ führt, daß unter den Persoiien, weich? dei“ Köuigm den Hm gungsEid gsleisket habeii, sich auch iiir Oheim, der 'Herzog _ Cumberland, befand, obgleich derselbe durch den Tod desK tiigs die Souverainetät über Hamidver erworben bar. 1 Times berichtet jedoch, daß dei! König yonsHannoverkex Vollmacht zur Abstimmung ini-Obexhause aii sei.".er-Siatt, Pairs von Cngland,zu1'ücklaffe:1 werde. TNMZ ei'miieribc: di-ciche genheit daran, daß auch Georg1[., alstN-ip'i'itkz vo:i_Ha:1no und als nächster Erbe des Brikischen Thrones nacli icinemV ter, dem damaligen Kurfürsten ,von HUTMOVU' (später Kin Giorg [. von England), sich bei der THROULLÜCBZUXLZ Och nigin Anna nach England begeben habe, um tyi' dM Huldigui Eid zu leisten, woxäuf er zum Hsrzog vomeCambxidgecx-ei wurde. Der je.“,zige König von Haiiniover wuxde 1111121010 Fall König vox: England werdcnkönvcii, daß die Königin oh Nachkommenschaft verstürbe. Se. S))?zixesiäc- babsi: 147/171; va gestern von der verwittwetcn Königin Zibjcjxed genoiixmen, si gestern bei der regierexiden Königin «wesen„ Y_ixd weiden K wie es heißt," noch heute nach Hannovér emscycncn.“

Foigendes isi die Eides-Formel, welch? von dxn,Ldrds Gemeinen bei der Thronbesteigung dei“ gingen KÖÜZZL11 () saqt wird: „Ick verspreche a-Ufrichtég-UUÖ 1chwöre, dai; ici) „„ behälilich des Rechrs ii'gcnd eines Kindes Sr. verewrgtinü jesiätK-Znig Walhelm's 11T, das von Hdciisidero GÜZWZZMU, noch geboren werden mochxc) „Ihrer Mdjcjräc ddr: 19.511130, 1 toi'ia treu scyn-und ihr echte Lehnspflictit beidcijcn wu]. * beiden Parlaxnentshäusern WUZÖT VOL'qkßU'UKUUk den VW,; gungen fortgefahrc'n und daizn von Ldrd I)eelbouriie undzc John Russell “angezeigk, das; am „folgenden cxkietZd-an1 Herrlichkeiten und an die Getneirii'ii eine KÖULZUÉMZL schaft ergehcn werde. (S. o_beti die. Parlamenxszbr handlungen.) In Bezug aui diese T*.)ocxchafc derßßxömgm

11 bemerken, das;, nach den Bestimmdmgcn-emer Parlamcik Liice aus der Zeit dcr Königin Aima, das ParlaxiientMni mehr, wie dies frübci' der Fall war, beidem Tode de? 5111 1,150 know aufgelöst wird, sondern naa) eincm so-(ÄMUOLFAZK noch sechs Monate lang geseßlici) fortbesteht, falis_ nich5oe13121 Souvcrain dasselbe früher prorogeren oder aufxbieii wiil. , de? Angabe des Courier wird in dem gegenwartigenFalic Parlanwnt gleich nach Erledigung dcr lgufendcn Geschäftei rogir: und alsdann unverzügiicl) aufgelöst weiden, 11115/111-o vermuthet, in 4 oder 6 Wochin _ge:ch„ei)en durfte, Drei. Parteien suchen daher in den önentlechen BlattLrn 162111131: emsigste Stimmen für die neuen, Parlaments : WUWMMW ben. Wie slch, die Times in dlSFCR Beziehung VLFlklek-iiiiii,k ist bereits (im gestrizzen Blatt»: der St. Z) erwaMMt Der Co 11 rie i' sagt: „Es wiid also eiiie AppCZU-«xion (111 MZ„- kW finden, damit es die »))?inisterwahl, welche„zhrx INÜYLMJ'Na freudigvoi'gcnommen hat, bestäri-geodcrimizbiiiktge. “YUÄYLYW bereits entschieden, und cs,wcrd 111111 SFW des. 0111111 ihre Entscbeidung zu ratifiziren. Dre Mimiker sind„1M„ tet, die Resdrmyn z:: befördern, welch? von dei) ]SH'IdLSJ, hältnisse" der Gesellschaft ei'heischt wci'deii, und dcekfurM; ,in dauer und Sicherheit unsere)“ Z-Rßltuttoneü n:?tykichabgen, Ihre Gegner oder vielmehr iyre Amcs-Ncbeanbuyliis 98017“ [ange ini' durcb Feindseligkeit gegeii alle RUWY (7:12 LW„ und sie würden die O)?ißbräuche m Yiissren MflekxuiieV? [auge aufrecht erhalten, bis sie über- diexe l-cßterélt;7--,JP7' uichtung [)ereinbrächten. Innichen, diescii beiden pol-„Mchzu, zipien oder zwischen diesen Parteien“ ipird dle Nando weis- 1en haben. Die Königin hat bereixs gewählt um „1511 'väk lt. , ; stäe?gen und seiner Zeit Weder Revolmtonati's YM“ ries in's Parlament wähien, sondern Männer, die gid W„ die Mißbräuche in Kirche und Staat allmäitg U11

11 cc ormiren.“ „. „„ z (Lin Erlaß des Heizogs 13011 Norfolk, als GMFZYML, des Reichs, ordnet eiue aligcmiine Lgndestraueb a,",des'Adm, qen beginnen soll. Aehnliciie Erms]? vdn (Seite»:s Heerssv n. sitäts-Kollegiums und des Ober-Befehlsixabers de , „„ „W

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fügen über die Trauer eichen m der z(otte u rlamenks'“

Die verwittwete önigin erhält ,iiach deinkPa vo11100/0 sch1usse vom 15. April 1831 ein jährliches'.LZTZitti),1_iel11Mlclss ,. Pfd. und den Gebrauch von Marlboi'ougb-hou , ,. ,

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ren 1778, ist mic/Tode abgegangxn. L-ord- F?rdÉ'T'iY/r. c

ger Solm- geboren 1834, erbt seine T-tkel “un bekanntends )[t'eéche Die Bank von England hat die Accepte der

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POfixionen, über welche ihr zweiter,?iussdduß besondere gut-

tliche Borse!)

i'at13-Uiig und Bescylu“ a un w . . . Majsjiäc dev KönéYf-Zs g “r “"ck M A

schaft als Bayerischer Prinz in den

Wieii, Lm 12 Uk)? dem Fl'kksk-El'zkaofe von Olmüß. Freiherrn

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Es

Seiten der Regierung erfordern, da für die équdrbci'eétungen getroffen worden, wie man sie von denen tte ei'xvartcn müssen, ,-,utragen würde. m fiir 1837 betrug 24 Mill.Do11ars, allein die Bewilligun- . Kongresses haben diesen Anschiag so weit überschritten, .= DMW)“ .- die nach der Auscheilung unter die Staaten zurückbehaltc: illionen und“noch drei ONillionen mit darauf geben , Die rückständigen Zoii: - lungen, wofiir nun Verlängerung zugestanden wird, Waren . sich die Regierung am mei: 1_ verbissen hgtte, so daß sie nun große Unbeanemlichkeit spii: _muy.“ Dee New-Yo'ri'er LegiSlatur hat beschlossen, daß von edi'_ JN“ Bianlken Dividxnden Umcn, 1) an e die Kin eliun “1" '5 :“ i r. . . g | ZUM “BM MWM?" dauei zU fich kommen und beschenkte ihn mit dem

also

? dcr Cinnahmequelisn,

Aus dem Haag, 23. Juni. den Se. Majekiät binnen *. und Nocd-Brabant besuchen. Der Königl. H "1; Wilhelm 11“. von Aus Uti'eziit find vorgestern 100 WWW Soidaten zur Ver- iungder Garnisonen in hock abgegangen.

München, 23.311171

Jeordncten besch_äft_igte sich heute bei FortseHung ihrer“ Ver- diungen über die ihr vorliegenden (General-Finanzrechnungen

Jak)

hat.

sien

zart die Entführung aus d Prolog von Wolfgang em S

23. Juni.

. , anufakturen in die noch Rimeffen. aus Amerika er-

Wexs „,.-n, äußerst zu Statten kömmt.

Neialici) wurde bei der Bank von England eine Note der- [ben 31:71: Beian von 6 Pence präsentii't, die am 8. Mai 1700 ,szeßelit und ain 13. Februar 1774 ausgegeben worden war.

Mortiiiig Chronicle sagt, „„Zey abgefertegte Goldsendung sey auf Abschlag der im Sep- Mögt“ fälligen Russischen Dividenden bestimmt,

Briefe aus Lissabon vom 11ten d. arde als Übsmus mißvergnügt, „„ GarniPii-Dienste, in Abwesenheit der meisren in Spanien nd Algarbtcn beschäftigtenTruppen, belästigt wird.

General Evans ij? am 20sten von Paris

,r angekommen. Dem Anscheine nach, „„ d211_sehk' angkcifenden Feldzug in Spanien während der ßien beiden Jahre , „„,: im Uiitsrhause eingefunden, wo er neben Herrn „, nahm und von ,“.- 1au€em Beifallruf empfangen wurde, in den auch viele To- smit cinsrimmten. : -

Zn Konstantinopel ist, laut-Nachrichten vom 31. eis-bEfendi Achmed-Halusfi-Pasäw in der Nacht vom 30111711 cior cn. ]Aus Rew-York find neuere Nachricbten vom Lien d. M. Tt dem Packetscyiffe „O)?ediator“ angelangt. Sie schildern die andcls-Zusiände in besserem Lichte, *„le zuv Besserung derselben keine Uebereinstimmung zu herr-

MsCLWS-nt; so bat namentlich die Legislatur“ von New-Iersey ,Biil, ikelilie die Suspeiidirung der Baar-Zahlungcn fiir die WM des Skaates legalifiren sollte, ihre Zustimmung verw“- it. Aergerliche" Diskussionen waren hmcn der Banken entstanden, ank-Znsuyrcckion, von Anderen als freche Neucrungsn der egicrung bezeichnet werden; ,

cgickUUI dura“) die Z,ii)lungs-Unfäi)igkeét mohrerci' „mixen viel Geld verlieren werde. rrten begierig auf das Eintreffen „(kaschjffes„Psnnsilvania“,welchesihnenNachrichtüberdieAuf- * 1,7216 dei Bons der Vereinigten Staaten an der Englischen Börse srbrimgensoliic. Diejenigen,welche nach Einstellung der Baai'zah- ngo" unbescbräiiktenKredit bei den Banken zu erhalten hoff- , fanden sich schwer getäuscbt, denn die sicheren und zahlungs- Jigen Bankett, dxren Emittirungen dazu allein etwas helfen arten bcichlossen, dieselben möglichst zu vei'mindern,

die von St. Pekersburg

schildern die Nationali- besonders deshalb, Weil sie mit

über Boulogne hat seine (Gesundheit

nicht sehr gelitten. Er hat sich bereits

. Hume den liberalen Mitgliedern des Hauses

»Mai, der

obgleich in Betreff der

über die neuesten Maß; weiche von Einigen als die

Man glaubte übrigens, daß die

_ Deposito- Die Kquficute ii: New-York

Weg zum Wiederanfa'nge ihrer Baarzahlungen frei

erhaltenxund die New-Yorker Banken hatten zu dem Ende iméc ibn-xn in Verbinduxg stehenden Banken im Julande fgcfoxdyrr, ihre Noten binnen 5 bis 25 Tagen durch New- orker Noten eiiizulösen. raste maxi, daß die New-Yorkei' Kaufleute 0 _Millionen Dol- :; aki ck1ij verlieren würden. rx-ig schienen sich sehr zu wehren. deipizia hat sich ]“th eine bedeutende Partei gegen die Bank ' V?xeinigten Staaten erhoben, hisran: ß kein Plan zur

Was unsolide Banken betrifft, so

Die Verlegenkieiten der Re- Zn New-Yoi'k und Pizk-

und die Times bemerkt in Umsiände zeigen klar genug an, Errichtung einer Regierungs x odcr Staétts-Bank von der van Burenschcn Partei

Alle

ikwtiirt werden wird, sondern-daß sie vielmehr das angefan- e System verfolgen will, die Folgenmögen seyn, weiche sie

Wll'd dies jedoch eine sehr bedeutende Anstrengung Krißs nicht

die behauytet hatten, vorauszusehen, was Die Veranjchlagung der allgemeinen Aus:

im Gdnzen 32 Millionen.

worauf

an ihre Actionaire gezahlt wer-

Niederlande.

Dem- Vernehmen nach kurzem auch des Provinzen See-

Großbritanien angelegt.

ÖM ScheldexForts Lillo und Lief-

D e u t s ch 1 a n d. (Allg. Ztg.) .Die Kammer der

von 1839/33, 1833/34, 1834/35 mit einigen speziel-

[äae gemacht hatte. Gegensand der heutigcn panage, weiche tro von Griecheniand in seiner Ei- genannten drei Jahren

Der zweite Ausschuß hatte, auf den Vortrag des

9- Ü)“- Schwindel, dicse Bezü ' ' ' ge zm Aneikennung beouiach- WELCHE auch von der Kammer sofort ertheilt wurde,ck nach-

. - . - 9 - . d“ ' k“- ' . . - Wenn das Volk weise „„ jo Wird es ihre “,., “UFSÉYÜUY-ßibécnrr von Freybetg, Leibold, Fiirik Carl von ,

.vox: Moy, 1)--. “d gesyxochen hatten. _ 11 Stuttgart Ward am 15. Juni auf der Königl. Hofbi'ihtie

Wiliich, ])1'. Schwiiidcl, 1)--. Stahl,

von Hornchal und Kaden über den Segen-

des in Salzburg zu errichtcndeii Denkmals fiir crail gegevi'ti. Voran ging , gesprochcn von K. Seydel-

.; die OSM Museum zu Salz-

O e si e r r e i ch. Se. Kaiserl. TNaj, haben gestern Mic-

au:Beeckl) die Beleknmi ' ' ' --' - reimen Köniél. ) 8 rnit dem diesem Crzb.s- 'Mgeru

Böhmischen Kronlehen feierlich zu ei“-

figeLt' Zu diesem Behufe fuhr der FÜrsk-Erzbischof aus

n D'

erzbischöflichen Palaste unter Vortretun einer ;enei'siizafc, mit drei seciZSspännigcn erzbischgöflich€n

Gallardagen, denen noch eine Anzahl Wa en der Olmü er Le- bemBav'allcn folgte, in die Hofburg aiif. gDaselbsk in deßm 'mit den,.Kaiscri. Leibgarden besetzten großen Appartement von den zwei Ysßskcnten, Fürsten August Lobkowicz und Fürsten Ferdi- nand &rauttmansdorff, empfangen, wurde der'FÜrsk-Erzbischof durch den Obersfkämmerer, Grafen von Czernin, in den Ceremonie'n; Saaleingefuhrt, wo Se. Maj. umgeben von Allerhöchskihren Oberst: hofämtern und dem gesammten Hofkkaate, sich auf dem Throne be- fand4n._ Am Fuße desselben angelangt, stellte der Fi'irst-Erzbi- scHof die allerimterthänigske Bitte um die Belehnung, welche der Hofkanzlei", (Graf v. Inzaghi, als Stellvertreter des abwesenden berstcii Kanzlers, im Namen Sr. Majestät beantwortete. Hier- a11f kniete der Fiirsi-Erzbischof aus den Stufen des Thrones mcdxr, legte auf das von dem ersicn-Oberst-Hofmeisker, Fürsten zii CoUorcdo-Mannsfekd, und dem Stellverércter des Obersten Kanzler? gehaltene Evangelienbuch den Leheneid ab, und küßte, zum Zeickien dcr Belehnung, den Knopf des Staatsschtvertes, welches Se. TNajestät aus den Händen des OberxHofmarschalls, G'rafcn v.'Goé-Tß, genommen hatten und ihm allergnädigst dar- reechten. Lin die unterste Thronstufe zurückgelangt, hielt der Färst-Erzbischof nunmehr seine unterihänigsie Dankrede, und kehrte dann auf dieselbe feierliche Art, welche bei der Auffahrt stattgefunden haixs, in den erzbischöflichen Palast zurück.

des von LWUpOol expedirten ,

, früheren NUmnicr dieser Zeitung angezeigt.

of hat auf vier Wocbxu die Trauer für den ?

Spanien.

Mgdi'id, 15. Juni. Ueber den Marsch der Karlistischen Expedition zirkulircn hier verschiedene Gerüchte. Man verfi- Éert, sie bedrohe die Stadt Reuß, welche nur 1'/2 Leguas von YaraZoxia entfernt ist. Die Karlisken in Valencia und Unter- Yragoneeixziehen ihre Streitkräfte in der Richtung von Mo- lina und eeruel zusammsn, und es heißt, Cabrera wolle sich des erstgenannten Ortes bemächtigen; er wäre dann nur vier Ta- gemärscbe v9n_Madrid entfernt. Dies hat wohl die Regierung bcnxogen, dee Absendung von- 4 Millionen Realcn nach Sara- gossa zu umerlaffen, auch ist dem General Oraa der Befehl zugegangen, das Kommando einer Reserve-Armee zur Deckung der Hyaupctiadt zu übernehmen, und die Regierung hat die *Ab- schr, 30,000 Mann Rakional-Gardistcn inobil zu machen.

Man behmiptet, der_ Englisch Gesandte, Herr Villiers, sey von seiner Reaierung mtc Vollmachten versehen worden, um ei- iien Hankde-lsBertrag mit der Spanischen Regierung abzuschlie- ßen, wobei die leßtere, als Hauptbedingung, die Realisirung einer Anleihe aufgestellt habe.

Dee Kariiskische Junta in Catalonien hat nachstehende Prociamation erlassen:

„Catalbnier! Ihr habt endlich das Glück, Euren väterlichen und erhabenen „Herrscher,. Carlos 13, bei Enel) zu sehen, dessen Edelmuih dadurch noch vergrößert wird. daß er den großberzigen Entschluß ge- faßt bat, fiel) an die Spitz ' * ." * , da? Volk._wclchcs Unter der Tyrannei liition senfzt, zu be- freien. Scyd versichert, das: Carlos 17. mit dem Namen eines Va- tch zugleich den erhabcnsn Charakter eines Kök-igs verbindet. und daß aiic seine Versprcchnngcu werdcn erfiillt werden. Die göttliche Vbrsebxmg, _welcbc die girechtesie Sachc und die Tugenden des besten" Konigs so sich_tbar beschützt, hat das glorreiche Unternehmen unseres Monarchen geiegnct, dem) er hat die besten Truppen des Feindes, die bei dem bloßeix Anblick seiner Waffen flohen, vernichtet, und fie konnten seinen n1a1estätischen Marsct) nicht einen Augenbiick hemmen.“

Türkei.

Die neueste in „Berlin eingegangene Nummer der Türki- schen Zeitung Tekwimi Wekaji vom 23. Sefer (1. Juni) enthält folgende Artikel:

„Daß Muhammed Bei von Rewandus, weil er Gehorsam uRnd Unxerwürfigkeic bewiisen, der Nachsicht und Gnade des (“Oultans würdig erachtet worden, haben wir bereits in einer . , Er selbst kam nach Konfiantmopei und nahm in diesem Asyle aller Gläubiger: seine , _ Nachdem nun der besagte Bei während ssines hiesi- 961.1 quentbaiis mit Worten und Werken zu erkennen gegeben, da[; er sich im Dienste des Suxcans geehrt und glücklich fühlen würde, hat Seine HOHLic, tn Erwägung des redlichcn Charak- tcis und der großkn Tapferkeit dieses Häupiiings, demselben init der Wiiide eines Ferik (Divisions- Generals) der Linien- truppen, die Verwaltung der unter der ObersHoheit des Walks vou Baghdad stehciiden Sandschake Köi, Harir und Rewandus zii Überiragen geruht. Als der Sultan im Palaste Saad-Abad jeme Abschieds-Audienz ertbeiit hatte, ließ er den neuen Ferik Abzeichen seiner Wiirde. Nächsicr Tage wird Muhammed Bei nach dem Orte seiner Bestimmung abgeben.“

„Das Ejalet Schchrsor war unlängst dem Oschkar Pascha zur Verwaltung übergeben tvorden, da dieses“ Ejalet in früherer Zsit immer zu dem Gebiete des jedeSmaligen Wali's von Bagh- dad gehörre, u:“id da, ss ferner ndthwcndig geworden, daß Osch- kak; Pascha diesesmal nach Konstantinopel komme, so isi cin

* Befehl Seiner Hoheit ergang-sn, demgemäß das erwähnte C'jalec

dem Gebiete des Walks von Baghdad wieder hinzugefügt wer,- dcn soll?. Die Verwaltunxi der fixiaiiziellen Angelegenheiten und der Einkünfte des gaxxzen Irak (Türkischen Mesopotamien) hat seine Hoheit einem Beamten von erprobkcr Tüchtigkeit, Arif Efendi, mit dem Titel eines Defterdars von Baghdad zu übertragen gcruht.“

Am 14ten des laufenden Monats Sefer brach in Chaß- Köi («'in-cr Vorstadt Konstantinopels) in der Wohnung eines Juden Feuer aus, welches rasch um sich griff und achtzig Häu- ser so wie hundiit Buden in Asche logic.“

_ Aus Konsxantinopsl bericbken die ncitciien in Wien ein- gégang-meii Briefe, daß eine Deputation des Handelsstandes dem Sulmn bsi seiner Rückkehr (die am 6. Zum" Morgens er- folgte) eine wobsausgeaisbeitere Dcnksciirist überreicht habe, worin der auf dem Commerce im Allgemeinen lascende Druck geschil- dert und um ?leist qebcten wird. Namemiich soll diese Denk- schrift die Birke um Fixii'ung dcs Geldivcrcbcs, dessen Unbe- ständigkeit besonders in don leßten Jahren sehr hemmcnd auf den Verkehr ciiiwiritc, encbalren. Man sagt, der Suitan habe die Deputation aufs gtxädigsie empfangen, und sie seinkr Bereitwii- ligkeit, den gex'cckxcn Klagen zu begegnen, Mische“, was dann auf den COU'FS des Türkischen Geldes so vortheilhafc gewirkt hat, daß der Gulden Coiiv. xMi'inze nur noch mit 435 Paras notirc Wide (14 Tage früher kiand er 11ock zu 475 Paras).

Inland.

Berlin, 28. Juni. Se. Kaiserl. Hohsic dei" Großfürst Micbacl von Rußland kam in der Nacht vom 2397er: zum Listen d. M. nebst Gefolge in Köln an,. stieg im Gasrhofe zum gro- ßen Rheinberg ab und setzte am folgenden Morgen die Reise nach Holland sort.

_ Zu Mehr in bei Büxgerineisterei Niet des Kreises Cleve (Regici'ungs-Bezirk Düsseldorf,) hat ein Landmann am 25sién

v. M- auf seinem Ack“ beim Pflügen einen irdenen Kru au x gefunden, in welchem 600 Stück- kieinere Silbermünzeng, aufe mit der Jahres ahl 1489, und 9 Goldstücke enthaltkn waren. *

_ Man chreibt aus Magdeburg vom Wilen: „Die Zufuhr von Wolle war heute Mittag bis auf 7600 Ctr. nach den Thorangaben gestiegen. Schon zeitig trat heute Morgen das Seehandlungs-Institut als Käufer einiger Partieen auf, und'die Wollhändler und Fabrikanten folgten, tbenn auch nicht rasch, doch so, daß man den dritten Theil der obigen Zusuhx heute als verkauft annehmen kann. Die Preise stellten sich nach der Qualität um 20 bis 30 Rehlr. pro Ctr. niedriger, als im vorigen Fahre.“ S Schff L :

_ on dem _ tettiner i e ucifer“, Capitain Mi Nüscke, welches im Herbst vorigen Jahres" in Stettin durch Ze Handlung Fr. W. Rahm's Söhne zu einer Expedition nach der Südwestküste pon Afrika ausgerüstet wurde, sind am 26sien d. M. über Breisilien Nachrichten vom 9. März ein etro en, woxaus jich ergiebt, daß dasselbe troß einer sehr sk rmichen Reise am 5. Febr. seinen ersten Bestimmungsort Ajudä (Engl. Whidah) “) auf der Küste von Benin glücklich erreicht hatte. Dser dSupercargo, der Capitain und die Mannschaft waren ge un .

“) Siehe die in Nr. 173 der St. I. unter London vom 16. i gegebene Nachricht aus Dominica. Jun

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Verein fur Pferdezucht und Pferde-Dreffur.

_ Den 27sten Juni 1837.

Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm (Sohn Sr. Maj. des KönigS) hatten die höchste Gnade, das Richteramt zu über- nehmen. Der Herr Oberstallmeisier von KnobelSdorff assistirte Höchftdenenselben.

Die Rßnpen fanden in folgender Weise nacheinander statt:

111111. Rennen auf der freien Bahn. _ (Einfacher Sieg.) [in_terschrists-Reunen Nr. [„A]. _Rennzeit 1837 _ Pferde auf dem Kontinent 1834 geboren _ einmal die Bahn vom Gewmnpfosten herum _ 23 ch'or..Einsaß _ 15 Frd'ox. Reuxfuld _ Gewicht 114 Pfd. _ Stuten und WaUachen 3 P 1). weniger. Es erschienen: *

1) Herr W. v. Biel, braune Stute Esmeralda vom Phantom und der Bust.

2) HerrdGmf v. Hahn-Basedow, brauner Hengst Basedow vom Figaro und der Bei]. Reiter weiß, rothe Aermel MW Kapye. (Sieger, geritten von Coliison.)

Des Herrn vo_n Wilamowis-Möllcndorff braune Stute vom Camel. des Herrn Grafen Renard Fuchshengsi vom Figaro, . crrn v. Hertefeldt Fuchsstute Egeria, Herrn v. Malyahn- Fumerow brauner Hengst Traveller, "zahlten Reugeld.

_Basedow nahm bald nach dem Ablaufen die Spiße, behielt sie in einem guten Tempo und siegte ohne wesentliche Anstrengung. Das Rennen dauerte 4 Minuten und 23 Sekunden.

)(]X. Rennen auf der Bahn mitHindernissen, _ (Einfaohex Sieg.) Pferde aller Länder _ Z,].“ihr. 114 Pfd. _ 4jähr. 131 Psd. _ öjähr. 139 Psd. _ 6jéiyr. und ältere 143 Pfd. _ Stu- ten und Wallachen 3 Pfd. weniger. _ Herren reiten. Es erschienen:

1) Herr G. Lichtwald, brauner Hengst Ossian vom Catron und der Queen-Coil. (Sieger, geritten von Herrn L. Seeger.)

2) Hexr Graf v. Gneisenau, braune Stute Eleanor vcm Middleton und der Eliza.

3) Herr C. Lichtwald, braune Stute Hannar vom Tramp und der Zephprina.

4) „Jerk General v. Barner, FuchSsiute Polonaise vom Dokior

Syntax und der Eaton-Marc. Gerittcn von Herrn Lee.

5) „Herr Lieiztcmmt v. d. Knesebeck, Fuchsßntc Miß Kitty. „Herrn VolckeW-Lehmkublen FuchShengsi Arbaces", Herrn

v. Winterfeldt-Meizclthin, braune Stute Gloriane, Herm Lieutenant v. Thiimen brauner Wallach Cornet, Herrn Licutenanx v. Ohlen brauner Wallach Pitt, Herrn Lieutenant v'. Kanilz FuchSwallact) Danceur, Herrn Lieutenant Ficker brauner Hengst Picton, Herrn G. Lichtwald Fuchöhengsi Shakespeare, dcssél- ben braune Stute Miß Speed, Herrn Lieutenant v. Hirschfeldt Fuchsstute Alma, Herrn Lieutenant v. W“'i1amowiß-Mölien- dorff, braune Stute Marmion waren zurückgezogen.

Andererstanarricre brachen Polonaise, Hanuar und Elea. nor aus. nur letztere kam wieder in die Bahn und folgte nun dem Ossian und der Miß Kitty, welche indeß die crsie Barriere iibcr; sprungsu hatten. Ossian ging in einem sehr raschen Tempo vor. wiirts, gewann einen großen Vorsprung und siegte leicht. Miß Kitty und Eleanor iiberwandcn ebenfalls die Hinderniffe gut. Das Rennen dauerte 2 Minuten und 4 Sekunden.

Der Sieger erhielt eine zierlich und reich gearbeitete Schale.

_ ' Rennen auf der freien Bahn.

(Doppelter Sieg.) Julandiscbe “Pferde im Besiiz vou Inländern. _ 5 Fid'or. Einsatz _- kein Reugcld _- (1114137 m' m_y) -- 1/2 Meiie-_ Fjährige 110 Pfund _ 4jä1)rige 128 Pfund _ Hjährige 137 Pfund _ ältere 142Pfund _ Stuten und Waikachcn 3 Pfund weniger.

Es erschienen:

1) Herr v. Farcnhcid, schwar cr Hengst Don Juan vom His Grace und der Scrapalline. eiter weiß, rothe Llcrmcl, gelbe Kappe. (Sieger, geritten von Jack.)

2) Herr Graf v. Renard, brauner Hengst Hippolyt vom King Fergus und der Miß Walker.

3) Herr Graf v.Dvhrn-Ulbersdorf, Fachsstute Lowlay vom The General nnd der Anticipation-Marc.

Herrn Oberamtmaiin K 1) ii n brauner Hengst Priam, v. Hertefeldt brauner Hengst braune Stute Cytbere waren Euriickgczogcn. Fiirsicn zu Cai'olatl) Fuchssiute gerin bereits im Bcfiß des Vereins.

Ersier Lauf., Hippolyt fiihrte, nur auf der dritten Seite gingen die beiden iibrigen ihm einen Augenblick vorbei, dam! nahm er aber wieder die Spiize. wobei Lowlay ibm zunächst blieb. Von der letzten Biegung ging Don Juan der Lowlay vorbei und wwlltc auch gegen Hippolyt heran, diescr verstärkte aber in gleichem Maße sein Tempo, behielt die Spitze und fiegte mit einer Länge, obne wc- scutltchc Anstrengung. Der Lauf dauerte 4 Minuten 52 Sekunden.

, Zweiter Lau,“. Hippolyt und Don Juan. _ Don Juan führte in einem langsamen Tempo. In der Mitte der kurzen nach Tcmpelhof hinlisgcndcn Seits ging Hippolyt ihm vorbei und zuerst um die ]xßte Biegung. Nachdem aber Don Juan ebenfalls um die letzte Ecke war, ging er scharf berauf, bei dcr Distance dem Hip- polpt vorbei und siegte um 2 Längen. „Dc: Lauf dauerte 5 Minu- ten und:; Scl'xinden.

DUNI" Lauf:, Don Juan und Hippolyt. _ In eincm langsaizxcn “»Und-d sübzte Don Juan. Hippolyt war um mcb- rcxe Langen zuruck, nähertx sicl) dann aber mehr und mehr, so das: beide Pferde zngieici) um dtc_1e15te Elk? gingen und so neben einan- dex dcn Laut 111 einem mäßigen Tempo fortscßien, bis unsern dcr Distance _Don Juan zuerst sem Rennen begann, Hippolyt spannte nun ebenfalls seine Kiiift: an, es gelang ihm aber niclit, scincu Geg-

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Herrn Remus und Herrn L. Seeger . Sr. Durcvl. dcs rue „Hope befand sie!) als Sie-

" ner zu erreichen, sondern er War am Sicgcspfahl noch um eine Länge

zuriick. Dex Lauf dauernd Minuten 13 Sekunden. Der Sieger erhielt eine von Sr. Majcßiit dcm Könige 2111er-

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