Staaten für gewiss Gegeuüände der Einfuhr oder der Ausfuhr 5111- gemein, ohne Unterschied des Landes der Herkunft odek-«der Bestim- mung, bewilligt werden könnten. . _
Artikel 12. Die hohen kontrahirenden Theile erklären, daß Ste die in gegenwärtigem Vertrage gegenseitig gemachten Zugeständnisse als verabredet betrachten, um in ihrem ganzen Zusammenhange als Verscltungen fiir die durch denselben Vertrag erworbene)! Vortheile zu dienen, und daß Sie mithin jene Zugeständnisse nur 111 Errvtedc: rung dieser Vortheile eingeräumt haben.
Artikel 13. Der gegenwärtige Vertrag soll vierzehn Tage nach LlnSwechselung dcr Ratificationen in allen seinen Arjrkcln _111 Aus- 'ffihrtmg gcbracht werden, und bis zum Ende des Jahres Em tau-
end acht hundert und ein und vier ig in Kraft bletdep; und wenn s.chs Monate vor dem lelaufe die-ses Zeitraumes „ferner von bcj. dcn hohen kontrahircndcn Thrilen dem Anderen semx Abfi_c§t„ dre Wirkung des Vertrages aufhören zu lassen, mittelst el_ner osnzrrxlexj Erklärung kund thun soUte, so wird derselbe noc!) cm Jahr nher dicssn Zeitraum hinaus, und so fort von Jahr zu Jahr, verbtudlrch blci eu.
Artikel 14. Der gegenwärtige Vertrag soll ratéfizirt und die Ratifications-Urkunden desselben sollen mnerhalb sechs Wochen vom Tage der Unterzeichnung ab, oder wenn es scyn kann noch frtiher, zu Berlin atrSgetvcchselt werden. -- Zur Urkunde dejsxn haben dre obxn gxnauntcu Bevollmächtigten denselben unter Beifügung ihrer resp. Sieg:! unterzeichnet. - Geschehen ;u Y_erlin, dcn drutcu Jun: Eau muscud acht hundert und stehen und dreißtg. „.,
ErnstZkiFhaelis. F. H. W. FOL Scherff.
. xa) ( t .
K.L, Windhorn. FZZ. Rochussen. (].. 8.) ([.. 8.) F.W.Wes1pbal. (1- 8
. .) Vorste ender Vertrag ist von Seiner Majestät dem Köyége von Preußhen unter dem 27. Juni d. I., und von _Secncr Maéeskät dem Könige der Niederlande unterdcm- 4. Jul: d. I. ratifizirt, und ist die Auswechsclung der Ratrßcatcons-Urkrmden am 13. Juli 1). ,I. zu „Berlin erfolgt.“
-- Die Aachener Zeitung meldet Folgendes unterm 19tcn d.“ OR.: „Gestern *))?itcaZihactc sich eine zahlreicHe Gc- scllschaft im Saale der großen edouce versammelt, um dqrrh cin Festmahl die Anwesenheit Sr. Excellenz des _Herrn Menz,- srers des Innern, Freiherrn von Rochow, zu fetrrn, der dre Einladung zur Theilnabme an demselben freundlich angenom- men hatte. Der Herr Ober-Präsldcnt dcr Rhcétr-MProvinz, von Bodelsehwingx," so wie der Herr Regierungs-Präxtdent von Düsseldorf, Gra von Stolberg, welche gc-stcrn „Morgen in Aachendngckommcn Waren, konnten leider mehr dre Zahl der Gäste vermehren, da dieselben nach emcr U111errcdung_ mrt Sr. Excellenz sogleich wieder abreisen. *Die Desdlljchaft war von der heitersken Stimmung belebt, die, wée-tmmcr, in Begeisterung überging, als unsrr verehrter Regerrungs- Präsident, Herr Graf von Arnim, emen Toast „auf dar Wohl des allgelicbten Königs ausbrachre, und dabec auf some rref- fende, gediegene Weise auf das Glück aufmerksam machte, emen so hochstehenden und seine hohe Scellunxz so chrcnderx Staats; mann in unserer Mitte zu haben, der nch freuen würde, von den Aeußcrungen von Treue, die bei uns kein leeres Wort sey, Zeuge u seyn und am Throne Zcugnéß davon abßulcgen. Der Herr Zber-Bürgermeésker Emundts brachre daran einen Tour? auf das Wohl des verehrten Gastes selbst aus, dem Se. Maj. der König voll Vertrauen eine Stellung angewiesen , in der er so wesentlich für das Glück des Landes zu wirk'en! vcrmdge. Eine, eines solchen Mannes würdige Aufgabe, dre noch Nie- mand mic edlerer Hingebung, uncrmüdlicherem„ Eifer, größerem Erfolge gelöst hat. Se. Excellen der Herr Munster dankte gc- rührt fürdie mitherzlicher Theilnaßmr ausgedrachtW Wünsche, und sagte mit er reisenden Worten,_ wxc sehr thn dre rhm ber uns gewordene ??ufnahme freue, daß er ezvcß gern Sr. Max; von den loyalen Gefinnungen der alten“ qtserstadt Rechenschart ab- legen werde, und daß es sein aufrtchthcr Wunsch sey, allr Un; tcrnehmungen der guten BÜrgerschaerlachens rxöchten rmmer das beste Gedeihen haben! Ein dreimaltgrsHoch fur urrsere Vater,- sxadtschloß das Fest, das die erfreulichste Ertnnerung ay dte Human:- tät eines Mannes“ zurücklaffcn wird, der vom Tage semerC'rhcbung aufden,f1'1r das Wohl des Vaterlandes s_o bedeutrnden P osten, stets nur darauf bedacht war, dasselbe in jeder Hmficht JU' fördern, dessen Geist so belebend das materielle cherrffe, wxe Künste und Wissenschaften, durchdrungen hat. ?öge thm dcr Htmmcl Kraft genug geben, seinen schweren Pflichten noch recht lange genügen zu können!“
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Leben der Königin von Preußen Sop ie Charlotte. Von K. . Varnhagen von Ense. erlén, Duncker und Humblot, 1837. 8. '
Diexeibc gescuickte und feste Hand, wclckve xrns„seit eincr Rche von Jahren mit den gelungensten Bioqrqpbiecn B1ucher'§, des Flik- s1en Leopold von Dessau, des Grafen Wavelm znr Ltypc, der Gene- rale Säntlrnbnxg, Sevdlitz, Wintcxf.1dr und des Grafen Zinzcndorf beschenkt hat, stellt uns in dcm vorticgcndrn Buche dq; rant dcn lc- 11c11vollsten Farbxn geschmückte Gcméiéde c111_cr rubmryurkjgcn Prcrr- ßißveu Königin xu! Schau. Ein in urchrsackwr Brychnng [otrens- wertß:s Unternehmen, denn Sophia: Charlottcrs A1:d;n1rn vcrdZ-xrrtc cmxucrt zu werden, da dje im Anfange dicses JqdrbnndrrtI rm»;- 21ene S-ijft von Erman durcl) breite ersckfgi.:t nnd 1ch111F1ch1cktx
schcuSch1vuij7 dic werthvolten Briest, wclche dre Gnade König e;Frjc. _
dcicl) WiXHelm's 11. aus eigenem Amrirbe dem Verfasser _;mn Drnrke fibcjgab, mehr in Sämttcn geücllt als in das rcch1cL_1ch)tgcbr.1c1)t bat, und da die Vcrfasser allgrmcincr Gcsch€checn _od_cr-g:dßercr Wsrke bri einer einzelnen Fürstén. die nicht gerade polnjjä) cinge-rirljt 11.11, U;“!k wenig zu verweilen pslcgcn. So „ist _.z. B. 111 Sclßosserr» Gc- scizéézte des achtzehnten Jahrdundcrts, dre ml) die Entwrckclung und
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Dar elluu ei 1 er “"usiände um besonderen Gegensiqnde erwählt hadftder Éößigsitng SoOpbie Chaklotte “nur nur sebr„wem en Wortrn Erwähnung gethan worden (1. 397.), und doch Ware d_e Freuudm eines Leibnis, die Mitbegründerin der Akademie. der ersenschgften zu Berlin, die Bcschüßerin jeder „Kunst und Wxsscnschaft azr threm durch heitere Lebendigkeit und genrege Bcweglnhkrit aUSgezcrchneten Hofe wohl einiger auéführlichen Zotten werth„gewcsen._ _
Eine ohne alle genealogische Trockrnixett verfaßte Eanertuyg schildert uns die Familie, wc1chrr Sophxe CQarldtte "angebot“; _ m der vor Allen wei bedeutende Frauengestalten, dre, Bodmtscvc (xlrsa- bei!) und die annovcrisckw Scpvic, die Gemahl"! des Kurfurytrn Ernst August von Hannover, hervortreten. Soyvre Cthlotte war dre Tochter der Lcßteren, am 20. Oktober 1668 anrdcm Schlosse Iburg im damaligen Hochstifte Osnabrück grboren. Dre Mutter war 111 ]c-
Geschäfte zu lenken und Vorsäsc durchzuführen. Sophie Charlotte
danken und dem dabrr fließenden Gcnnsse [*.-ben, dic, sclwn irn zarten Lebensalter, Srlbsn'tändigkeit gcnug besrjzcn, 11111 obne Etfcr und Hast, mit edler Gclaffechrt. mitzumacben und [111131111201111211- was die Umstände verlangten, ihr eigentlrcbcs Dascvn aber, „ldre Freuden *.*,"d Erholuuqcu, in einen geweihten Kreis innrrn Gmsteslcbeus zururk: ziehen. Dabei verwaxf fie das Acußere n1cht, nur sollte es von Geist
auch Lnsjdarkeiten und Prunk,
hagen von Ense dura) eine Reihe höchst ansprcctzcndcr Cyaranetzuxze in das hellste Licht gcscßt nnd dabsi z_:1g1e1c1) gczcrgt morden. tvte Sophie Charlotte schon als Krorxprinzessm, darm abcr aurh als Kur- fürstén und Köxj'gin, d:c ihr nur zu oft widcrjrrcbcudexj Eicmrnxc dcr Hofhaltung mit threr Eigentbüurlxcvkeit m vereinxgcn rernaud und trotz dcr Verschiedenheit der beiderseitigen Charaktere unausgrtch cm gn. tcs Vernehmen mit ivrem Königlichen Gemahl erhalten hat. Ihre
(erst nach ihrem Tode nannte es ihr Gemahl Char!ottr11b_rrrg),_ wclchrs ihre Mutter ycbcrzweise Lusicnbnrg zu nenncrr pslcgte. 377'“ fand fred Llücs ein, was der Hof an gcistrcicvcn, gcbxldrrcn Mannern befqn, ausgezeichnete Fremde erhielten leich! Irrtrgß b-ter besuchte fie Lctb- nis, der schon von Hannover her der zurn") wobl bzkanntafwar rmd 1er besondere Gnade genoß, hirr wcch1eltcn dt: 1111111111197th Unterhaltungen über religiöse und sprkulatiye. Gcgcmtxmdr nzrt Spaxicrgängen und Lustfahrten, Tanz: und 9.711111kfe'17c11, Buvmnsrte- len und Masfcnarfg'iYU ausdas anruntdigjte al) und 13.1an dcr Hofhaltung 111 Lüßrnburg einen srlchcn szs, dax; man eS11ch_a1s besonderes Glück und große Annebmxichkail anrectmctc, zu di.tern Kreise eingeladen zu seyn. Dcr- Ve:f-.-sser erzählt nrztcrAnde-cm._unt welchem Elfer die stolze, 1)och1111'itbige Gemahl": dcs machttgcn 211111111115 Wartenberg die Ehre snchte, in Lützcnbuxg zugelassen zu w-:1dc11_,11nd wre Sophie Cdarwlte nach langem Widrrstmben uur drmW11uschc,_tvrcs,(4_5c- 111.1bl9nachgabnnd dicGrééßn berfick) empßng. Adrrciczrrndcubcr dmrn Triumph wurde ihr bald sehr verbittert, als fie, eine Frau obne alle Erziehung und Bildung, die Frauzöüsche Anrede Hoyt)“ Cbar1ottrys nicht zu erwidern vermochte und Wein ohne Besänuutrng sub m dae: sem glänzenden Kreise fand, in dcm nxmxcntlrär so rem und clsgant Framöstscv gesprochen wurde, daß dxc fernucn Sprachkcnnxr aus Pa- ris fick) 111ck)t aenugsam iiber ein so1chcs Phänomen anf cmcm Deut- schen Sch1ofse vcrtvnndcrn konnten. Wie die Fürstin t-os dicscx_Vor- liebe für die Franzöj'tsä): Sprache, die „damals ein Bcdürfmß und deren Ausbreitung cine Wobltbat war“, f7ch keinesweges zu Fried.- rich's Sitter; uud Denkweise binncigte, ist vom Verfasser eben so bündig gc eig-t worden (S. 157 - 1011, als er bei einer anderen Gc- 1egcnb.it' opbie CharlotteusxgroWn Enkel, in dem sack) überhaupt nicht wenige Züge der erhabenen roßmnttcr wieder erkennen lassen, gegen 17:11 Vorwurf der U-rdcutschheit in Schutz genommen hat. .
Es darf daher auch nicht befremden, wcnn war yrer finden, da:; Sophie Charlotte mit Lcibnis durchaus in Französschcr Sprache kor- respondirt und mit dem großen Lehrer und Frcundr dix tiefsten Ge- genstände dcr Pbxlosophie und Rcligionö-Erkenxnmß rrortrrt hat, aus drnen, wie Leibnéß sklbst bekennt, späterbin srzrre Tdcodrcee hervor- gegangen ist. Mit besonderem Wohlgefallen „zorro fich_der Leser durch Herrn Varnhagen von Enéc's leichte und schone Daxytcutmg 111 dme Verhältnisse versetzt findrn. Anf einer andern Serie werdcn dxe Un- terhaltungen Über religiöse Gcgcuständc, welche der große_ Gottcsgc- lehrte Bcauscbre im Beisevn der Königin mit dern (:'rz-Ratto- nalistcn Toland führte oder dée thro!ogischc11 Erdxtcrnngxn mit dem feingebildrtcn Jesuiten Vom, welche Srpkie Charloxte ib- rcm Bri:fwcchscl 11.11 demselbcn einverleibte, arlfytrrksaurc Leser nicht wem“ ansprechen und zugleich als cjn trcffnckyer Yewcis für das kgromme und ech Gemüth der Kbnigixr genen konnen. Die Königin vermied allrrdingi, ihre ccbtx FrönztxngkeZt allzu sehr. hervortreten zu lassen, doch versäumte fie mc den offrntlrchcn Goms- dienü und lichte gute Prrdtgtcn. Ju ivrcn Verbältniffen als Gat- tin und Mutter erscheint fir durehaus lobenswürdig. Nantcntkiä) tritt die außerordentliche Sorgfaxt, mit welcher fie um dir Erziehung ihres Schurz“, des Kronprinzen Fricdriä) Wiéhelm, bemüht war, in vielen Stellen der gegenwärtxgcn Schr1ft auf das d::r:lichste hervor. Sie ontc aus, ihm einen rechtschaffcuen Mann und tüchriaen Ffir- stcn gemacht wissen, dedyalb trädltc sie seine Erzieherin mit großer Sorgfan und war, als des Prinzen friih e11tw1ckslte Körperkraft ihn zur Heftigkeit führte, e:“fmgsi bcmuht, ihm einen rccht ge- eigneten Erzécvcr in dem Grafen Alexander zu Dohna zu gebcn. Die Briafe der Königin zeuqcu von ihrer rtcvtigen Einsicht nnd großen Zärtlichkeit fiir rhrcn Swim, dic src aber doä) 1111171 vcrlcitcts, iim f.:lscv 311 bcurxvcilcn oder ihn in BcrLin znrfickb.1[te11 zu 1: oklcu, wée scwmcrziiä) ste ami) dée Trennuxrg von idm cmpmnd (S. 221.1, a-s dcrsclrc eine Reise nch) 0119.11» antrat.
Von besrrrdercr Licd-cus-rücdrkeit cré'cbcén: Sorbi; Clzarlottc im Verkehr mi: d." P: sr-ncn idrrr näherru Umacdnng. S*.- 11.mc dad (Bét'ick, einige zn besizrn, m:“: d=.n.n s:": m chk1s11§11k ,11'c1„11dsch.1ft, j.; !*.-[bsi in rcrkranl5ch81 Hrrxcnsnäbx 1111.11 119111111“, vor 52111111 mit d.m Fräulein ron Pöitniß. Wir itmig des Vcrdöttusß xrar, tcrnrn 211“. mw dcn [lcbcrblribscm des B i=fwcch=11s 111111111, dcr Natümxctsm, GM, Anmmd, Frwhcit, HrrzU-Pkcit 111113211111: rrraimgt. dic Sxim. mum] dcs A1mcnb1ich5 aof daz (»;utiicvstc zeigt und, war „um» vcm Verfaffrr (S. 107) du erk: 111, mcbr als einmal an die Freund:
1chas1§:B.1.-fe Friedrich? dcs Greßcn ctiunect. In fast gleer Gunst
der Beziehung eine ausgezeichnete Frau, dcrenjgesmzde, frtsche be= _ daftigkeit, Schönbcit und Geisirsbuvung aus dt: schone und nebens- ; würdige Tochrcr übergegangen waren; dre nur darnrdcr Muttrrrn- : ähnlich ersch1rn, das; ste bci großem Verstand: und vtcicu Kcuntmssrn ;. es stets vermieden hat, mit dem Wfrkixhen zu schaltcn, Staats- x
gehörte vielmehr zu den Naturen, welche der Betrachtung, dem Ge: -
und Geschmack erfüllt scyn, und in solcher Icsccluug gefielen ihr 5
Was wir hier nur kurz angedeutet haben, ist von Herrn Vam- :
besten Tage und Stundcn [cbtc fie auf ihrem Lnsschlrsse Lüsenburg ;
stand die Ober-Hofmcisterin von Bülow nebst ihrxm Gemahl; un den Kammerberren waren Ernst von der Marwaß und Otto (3,
von Schwerin aus ezeichnet.
Daß sach die )önigin in politische Händel wenig eingeznischt „ ward schon oben an cdeutet. Ihre 1ebvafte Mutter beuimmteh nur ciuigcmale zu tyätigerem _Emgrcrfenz so der den Verhandju gen über die Erhebung Preußenß zu emcm Kontgrefiche/ Wo „_ Ucberlcgenheit des Geifics und dre Klugheit berdcr Färstmunken :-
, ' vo Num bcfr1'1digcnd waren. Am Hofe zu Berlm wvlltx Sophie Chart. nie eine Partei haben, am wenigsten fiel) dem Emfiufsc des Gra Wartenberg widerscßeu. “Als derselbe 1702, nachdem der Feldman“?
kn
snlmte vcrrbeiführtcn, die für Kurfürst Friedrich ]
von Barqu gan von den Geschäften entfernt war, fast unbescy
zu herrschen an ng und- seine Frau am Hofe nun um so stolzer" anmaßcndcr auftrat, bcschränktesch Sophte Cbarldtte um so nuhru lieber auf ihr Lützenburg. wo fie naa) 1hrer Welse lebte, ohne “ ' Anderen in der ihnen beliebégcn zu stören. „ Z'vci Jahre darauf, am !. Fcbrnar 1705, machte em allzufzü Tod ciaem so edlen und schönen Dascyn ein ql]gemcin beklagt Ende. Sophie Cl.».nlotte starb zu Hannover, wohm sie ztzm Bes", ihrer Malter gereist w.:r, schurli und überraschend, denn mtc Km., brit hakte nur wenige Tage gedauert. Die Schi1der11ug ihrer [ißt Tage in dcr Varndagcnschcn Schrift wird man niedt chue drr inmg Theilnabme lesen fömnn; man fühlt es dem Verfasser [mcd- wie !: haft er dabei selbst ergriffen gewesen ist. Ihr Gemahrmhltejh ' Tod rief nnd innig: außerdem mußte tbr Audenkcn mrt dem w,.
.
dervollstcn Gedränge gcscixrt Werden. Von allen Seiten ward
das rudmvollste und rüvrcndsie ihrer gedacht und somit die
Achtun-x kund gchbcn, in Welcher die verstorbene KHnigin bei Ho nnd Niederen in Europa gestanden hatte. „Es _wärc der heuti- Kunstwä dig“, solamen diechxußwortc dcr vortrxft:ichc11Schrift,„ aroßcn Köntqin cin'Denkmal zu scßen, das in demxclben Charlottenbu
x
; fiel) crbbbc, xro se srlbcr finnig «nd frei) grlcbt, rmd wo der ande ; Könkgin vcu Prcußrn, welche ein Xadrhuudert später ebenfalls du Schö11bcit nnd Scelcngröße ein .rbild 11*eib15cver Vol11o1111neu geworden, ein herrliches Grabmal gesiifret rst. Yeanreußeu gem, es zum gerechter: Stolz, in der Reihe ihrer Furstmueu chi so! Frauen zu zählen. dercn Auszeichnung und Bedeutung lvcitu„,
die Grünzen dcs Vaterlandes leuchtet und wirkt. Daß solche Gn
und Tugenden uns fort-vv'rkend vor Augen setzen und sci) rien]. ermucrn, dürfen wir getrost erkennen und um Z;1verfichtIverheißexx
östliuer 1161-82.
119-1311." 1837. .Fr/xf/p'p/xe-r- Myrxk/x- “peak ÉéékI-C'our'x-Aééfsk,
Allgemeine
Amtliche Nachrichten.-
Kronik des Tages.
Se. Majesxät der König haben dem Kai Wirklichen Geheimen Rath und Obcrj 'greichs Böhmen',„Frcihcrrn von W ?[dlcr-Ordcn erster: Klaffe zu v Se. O)?ajes1at dér'Kdnig haben dem cvangclrschcn Pfarrer er zu Werth, im Regierungstczirk Adler-Ordcn vierter Klasse Se. Majestät der König haben den béshcrégcn Land- und .rgchchts-Direkror und Kreis-Zustizrakh Schröcccr in cshnc zum Ober-Lanchgcrichts-Raty "und Mi:."glécde dcs ;Larchgcréchts in Fr'ankénrc a. O. O. zu erncnn ,Dcs Königs »))?azcjk-„U haben den L cBittburg fn gleichr Eigensck) cn des Regierungs-Bezérks Trier zu vcr*sc=*;e11 geruht.
scrl. Oesterreichi- ;-Landréchrer dcs agemann, den Ro- erleihen geruhr.
denster, dcn Ro- zu verleihen geruhc.
_ _rn gcruht. andrath Hesse aus déxn“ af: in dcn'Kr'eés Saar-
ZeitrtngsaNacHricdce'n. A u s l a n d.
Frankreich. . Paris, 29. Juli. Derönig empfing gestern in Neuilly
!*.". („'m-k, .,.- 1'1". Onur.
117: 8.1.1 * (:.-ta. “. „M.- 41-11 Hannoverischcn Gesandten, den Baron *KaSqujer und dcn
It.-§a-11u1-1-5011. 14; [025/27 102.73- 1'0111111. (10. 4 11-3 */2 "' l'k. [Zug]. ()!-1. 30.14 “"'"/[2 !".“5/1? [(ak- u.Ueum. 110. ".. 10113, "k1111151'11.(1.§l*"1|.'_ 631“; 623 4 (10. 110.“ 110. ' 9k7/3 973
kur1n.(1];!.m.1 („'. 4 [(Il/3 [025.73 Jcsxlenizck-e (10. _ 101131
Um. [nt Job. 110. 4 193 "" Kiickxt. (). 1111112.
[mr. 8ta.jc.0-.1[4 1113 1/5 102% 8011.11.“- 11. U. 86 - !(öuigub. 1.10. 4 _ (30111 111 marco 215 214 !?!!)iugek 110 ck "- Ueue ])m-ateu ]8'/4 *“ Uma. (1a iu'l'11.!-- 43 kriearwma-or 137; 13 "'extpk.l'fautilvk, 4 1041/4 Muck. Lonjmüuo (;rokxkn 703. 1.10. 4 ""
()x-tpk. ['t'auabr. 4 1041/4 Uj-eanto 3 4
ci-Präfekccn und arbréccrc. darauf mit den '».“Lscinisrcrn dcs vcscns und der Zuxéiz. “
Man glaubt, das bei den décEmakégcn Julé-Feier*lichkcétc11 er eine große »))?ustcrung der National : Garde stattfindsn
1. Der Monitcur enthält Folchdes:
,Der „National“ er über einen Beschluß des O)
unézipal- onscils, durch wel- ahre die Vcrmählrmgen dcr Juli-Waiscn von Programme der Zuli-Fcicrlichkeitcn gestrichen worden sind. Maßregel scheint ihm eine klcinléche und unbilligc Oeko- 1", deren einziger Zweck cs sey, die bei Gr mählung des Herzogs von Orleans von der
in diesem I
z 5 “11.1. 13' 123,“ ' un /4 -1 legenhctt der
Stadt Paris
ÜUIWÜktiF? Uörsou. amsteräum, 19. „|als.
Rieäsr]. wick]. 801111111 523/,. 50/0 (10. 100. [(Nr-pK kussirs 4'5/1 g- 51183. Jeb. -. 2111817"
2211/16" 50/0 8111111. 191/71 [“renaz. 911111138011. 109 /4. 1,0111. -. Veste". 11121. _. zutoperpsn, 18. .]uli. 211181. 73/3. Xeno zu!. 1834. ["Mal-„furt u. 111., 21. Juli.
()th-*.". 59/ Ulst. 1041“. 104. 49/0 99'/. 90] . ' 0 555/3.553/Z. [“.-00245/„.24' 2. Uunk-Intiou 1642 IWWÉMUF/ÉW [41 77.111“. 140088 Lu 500 D']. 114.1137/3. 140088 7.11 10011. 22.7 11 ['n-uss, 1'räm.- 8611. 623/8. (10 49/0 11111. 100'/s. (7. 1'0111. l-m-z 6472. 6474. 59/0 anu. zu]. 16. 157/3. 272170 11011. 527x527:
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50/01197- 105%- 4% 10413/4- 3% 767/19. 214% -. 11,
25. [Zaljk-xxctisu 13093/4. Raus 3111. 5755/3.
Wir können in dieser Recla- ion nichts anderes erblicken, als einen neuen Angriff gegen Feßr und gegen ein Ereigniß, dessen Charakter der Partei- Wir werden auf diesen Angriff ß, daß die Vermählung dcs Mcngr von Wohlthaten und Niemand wird ernst- Vcrhälrnéß zwischen den Ausgaben für r obenarwchnten Ceremonic feststellen „Nacional“ den wahren Grund der ich beklagt, nicht zu kennen sck)cint, en mictheilcn. Dieser Grund ist sehr fÜr dic Juli-Waiscn wird in diesem weil es sehr schwer chor aiscn zu finden, vorigen Jahre eingetreten. 111131 gewesen , Manner
imZahrc 11.131 erlassenen 'd/ßhon im vergangenen Za
achten Ausgaben zu dcckcn.
so gern entstellcn möchte. Alle Welt wei vgs von Orleans die Quelle ée ärmeren Klassen chcsen ist, daran denken, ein Vermählung und de
ßrcgcl, Über die er wollen wir ihm denscl faä). Die Aussteuer rc unterdrückt,
den fsk, aus'zusrat- 1: Juli - W
chwicrigkctt war schon In zwei Bczirkrn war man statt Madchen auszusrattcn, was Bestimmung zU1V1dc1' isk. hre in das Bcrathungs-Protokoll onscils folgende Bestimmung cin cschrécbcn: nBerrachr, daß die “Iltisstatcungcn dcr JUU-QIaisen dcm ndsalzc nach cine achtrmgswcrthc
Munizipal-C
Einrichtung ist, daß es
Königliche Schauspiele.
Dienstag, 25. Juli. Im Opernhause: Die Roscnd
Herrn von Malcshcrbes, ländliches Gemälde in 1 Akt,_vo Kolzcbue. Hierauf: Johann von Paris, Singspiel in 2701 mit Tanz. Musik von Boicldicu.
Könt'Ysstädtisches Theater. Dienstag, “25. «susi. Der Freund in dcr Noth. Poss? ! Akt, von A,Bäucrle. (Herr Peters: Zweckerl.) Vorher: Bramschleécr. Lustspiel in | Akt, von Fran von Wcißenthu Zum Beschluß: Dcr Dorfbarbier. Komische Oper in l 71
von Wexdmann. Muslk ron Schenk. (Neu einsiudirt.) (H'
Plock“: 'Itdam.)
OITitcwocl), 26. Juli. Der Traum ein Leben, dramaxiskb'
Mälyäcn in 4 Akkon, von Fran Grillpar er. Die [[r-Han ) ) z .
lung gehörige Musik ist vom Kapellmeister Herrn Schindelmcik;ck
Redactcur L-x. t'Y-Z/“UYYW
Gedruckt bei A. W. Hav"-
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(Allgemeiner Anzezigyekr für d11Preußischen Staaten.
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klärt und dessen Vermögen seinen (Hescbwiüern als'verka
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B ck am 2. Januar 1838 Vormittags1111hr, ekanntma ungen“ an der (Her1chts*1c11e sudhaüirt werden. Taxe und'dcn alleinig“! näcyüen gesrMictzcn Erben üvcrwicjen frcie Briefe zu crtbcilcn bereit. | . . N o t b w e n d i e r B e r k a u f xHypothekcnjchein smd in der Regniratur einzusehen. werden ward.
Stadtgericht zu Berl n, den 7. April 1837.“ Das Französische Straße Nr. 37 belegene Grunß-
sche Grundüück, taxictzu15,347 Tblr 24 sgr , soll O effe n t 1 i ck t V o r l a d u n g. Neukircl),
am 2. Januar 1838, Vormittags 11 Uhr, Der mzs Dk,utsch*Negkirch- Leobschüder Kreises in an der Gerichtsüclle snbbaüirt wcrden. Taxe und Preuß. *:cbles'ten,k gectxztréige1 BKH“ FthJlY 1Far! V 1 f () k l "b ck ck [ k m «ca re 77“ run 1- eu t'rcn er an einer .Tun c ru en-In er-F.11ri.[ ., - - -- bei E. Die unter den Nrn. 111 und 112 am Bremen;,vczc 9.1“?111[??exlSYYYH1IYx1-1'NnP;!!!c11BIZ'O1111bcks- Cui des neuen Theils der Ncunadt belegeuen W.bxxb.1u cr * * * " “ ' nebst dem gesetzlichen Ztrbcbbr, namentlich dcn zum
Hyroxbekensckmn ünd in dcr Registratur ctnzusebcn.zTusker, welcher
D;;- Rentker Caf] Augufi Grünß und 'die Ehefrau verließ und seit dieser Zeit gar keine Nachricht von
des Majors von Quiüorp- Garolnke Louise geb. Dec Ml) gegeben bat/ wird auf den Antrag seiner (51e-
ling, „M10 deren Erben, werden öffentlich vorgeladen. schwiüer, resp. deren Kinder, nevsi stine" etwa zurück- ?_elaffenen unbekannten Erben hierdurch vorgeladen, Betriebe einer Rmxfcln'iden.chfcr-Fabrik cingcricb 1
,__ „...-_.-
reobscbüh, den 121. Januar 18:17. Das Gericht des “Städtchens Deutsch-
Magdeburg, dcn 7. Juli 1837.
Literarische Anzeigen.
ist 111 erhalten :
] , t ck innerhalb ncnn Monaten, spätestens aber in demztcten nnd resp. neu erbauten 05an en, folien nebst JN?" 1.111?!" Erztebnng nnd Unterkkkht,
Notbwendi er Verkauf.
vor dern unterzeicbncten GUM?“ anf den 22 No-Ieiner Knochcnmr'ivw, dcn vorbaxxdcncn.lltenülien und jm Gei'ste der Monarchie. Von [)1'. W- o
Stadtgericht u Bcr! n, den 21.211111! 183,7- vember 1837 angesetzteq Termine 11! der (ve_-i.1*„t_s- dcn Zuckerrüben auf circa 2410 “„Noch" Acker unjcr, gr. 8.0. 221. sgr. „. Dasin derWall reiße Nr 3-1 belegene,zurKcedttMNstKanYei zu Deutsch*91§1|kerc1) persdmtcl) oder jchrm: den in meinem Gesästiftszinnucr célchdcndcu und im? Braunschweig. Jol). Heinr- Mcp de.? (Helbgéeßermeiüers Bremer gehörig) Grundsiua“, 1111) zu 1m'1den und rvkttere Anwrtoung zu erwarten*.Termine bekannt zn machenden Bedingungen
taxirtzu 13,682 Thlr. 1 sgr. 0 pf, soll Schuldenhalber.Widrigcnfalls der Johann Carl Tuzkcr für 1th er:;
am 31. August d. I., Vkachmitéags 2 Uhr,
vielleicht in der Folge zweckmäßig affen, da es nothwendégcrwcise :u- s' 1v.// // Name des el)
seyn wird, dieselbe ab; bald an Kandidaten fehlen diescr Bcrathung, unter der sich rcnwcrthen Herrn “.)lrago befindet, wird dem zwei Dinge beweisen, !) daß die Abschaffung der 1 eine Oekonomie ist, die in dcr r-1nd 2) daß diese Oekonomie durchans qu den Ausxzabcn férr die ans steht.“
Mehrere Journale ondenz, die in L .Und in welcher
Der Text
Nxxtur dchéngc in krincr Bezie- Vcrm-xhlung des Herzogs von
sprechen von einer gcheimnißvolscn Kor- schlag genommen worden seyn :grrcs ha!:dlc, als eben des Königs der Frau.- da'ß die bctrcffcndrn Briese dUr Minister des [' ße dem Französisch don.)
ondon in Be es sich um nichts Geri: cm yours Komplott gegen das I
Es Wein:, ck den Ldrd- Innern zugeßcllk worden sknd Und 11 Botschafter übersandt hat. (Vergl.
Gcßern Nachmittag e'." mtcn in den W eur drr „Ga ten die ' a das Resultat dir
schienen plöéz ohnungen dcs Herr e de France“ picrc dicser He _ ser DurchsUch Es werden vielerlei V spricht von einer legitimiskischcr 9 IM Zweck gehabt habe gerkricg wieder at Ungs-Mandace er men sind nach der rsrille abgr nnsrcn beste km Augenbli
[ich mehrere Polizei- 1: von Genondc, Re- und des Herrn Bcrryqr, und rrcn auf das gcnxmcske. Ur- ung weiß man «roch nichts rmuthnngrn angestellt, und 1Vcrsclckrvdrunq, welche vor; Provinzen dcn „ früh sollen 30 Durch- ajscn worden scyr. Vendée und andere nach der Ge dcr Haupt-Klubs der Le- bcfindct sich Übrigens in
, in den westlichen
_“ gend von jandt worden, wo einer 11 soll. Herr Bcrrycr rkc nicht in Paris. . err von Chateaubriand wird, wie man vor Wahlen als Kandidat zur
Der Illstiz : Kommissarius H orch- „-
_ nimmt, bei den In allgcmcmcn Deputation t'n - )Yalo auftreten. ewandtestcn Pariser
q ' . ich jckzc ihr dem Icrsatllcr J.-
ändigc Zuströ- rndte gewährt. zeichnctstcn hiesigen Advokaten f bei einem Rcskauratcur. fehlte die Börse, , c, fehlte die Kette Isngftschciß auf die
Taschendiebe tre ?uscum, wo das best n ihnen eine reiche undicichte Ar ce'ncr dcr ausge sucht und speiste asche griff, um zu be kette zum Pfande la , und als ihm nun der
und Gurken. und in Greifswald bei L. Bamb“
kgeskern harte Museum bc
szcn Wollt
kl“ sc“ . mr dtneuYßr
* Stirne trat und er sch abtrocknen „Wollte, fehlte das scidene
Taschentuch.
Dcr Monitcur enthält über den Afrikanischen Traktat noch_fo[gcnde Erklärung: „Mehrere Journale beharren darauf, dée Crklärungen dcs Min:“sreriums in Betreff des Traktats an der Tafna zu verdächtj cn. Nachstehend folgen die Thatsachen UND die Daten: Der raktac ward am 30. Mai an der Tafna unterzeéchncr Die Regierung des Königs erhielt denselben am 10. Juni. Am 15. Juni ward er dem General Bugcaud zu- rückgesandt und die Genehmigung desseLÖen noch einigen Erklä- rrcngen untergeordnet, déc der General ron dcm Emir über di: Art und Weise, wie einige Klauseln des Traktaks zu verstehen seyrn, verlangen sollte. Der Conseils-Präsident konnte daher 'am'15, Juni der Kammer sagen, daß noch nicht Alles bccndigr sey, indem der Emir genügende Erklärungen hätte verweigern und dadurch die bcdéngungchtse gegebene Zustimmung rück- gängig machen können. Dieselbe Erklärung konnte der Minister des Innern am 14. Zum“ wiederholen, da der Traktat, mit den verlangten Aufschlüffcn versehen crsk in der Nacht vom löten zum 17ten in Paris anlangte. &cr „Monitcur“ pUblizirte den- selben am th-en. Das »))?énisrcréum, weit davon entfernt, die öffentliche Diskussion zu fürchten, bedauert im Gcgcnthcil, daß sie nicht vor den Kammern eröffnet werden konnte.“
Der CoUrricr frangais bemerkt in Bezug auf den mit Abdel-Kader abgeschlossenen Traktat: „Der 1vé“)cig|e Punkt dicses Traktars iß, daß zu Gunsten Abdel-Kadcr's einc anSgc- dchnte und vollkommene Herrschaft festgestellt wird, auf die er kein Recht hatte, die er niemals besessen hat und die er sich durch den glücklichsten Krieg kaum hätte erobern können. Man giebt ihm allerdings nicht den Titel Sultan; er bleibt Emir, und der dritte Artikel sagt einfach: „Der Emir wérd verjvalx ten.“ Man hat es vermieden, das Wort Souveräfnctäc zu gebrauchen; aber was elfen aUe dicse eiteln und beschämenden VorfichtSmaßregcln? bdcl-Kader isk nichtsdcskoweniger als der wahrhafce Souverain eines großen T _eils der Regentschaft an- erkannt worden, und wenn dies der Heist des ganzen Traktats auch nicht genugsam andeutcte, so sag! es der WU Artikel aus- drücklich. Man verlangt in demselben von dem Emir, daß er ohne die Genehmigung Frankreichs keinen Punkt des Küsten- Gcbiets einer fremden JJTacht abtrete. Kommt dies nicht einer Souvcrainctäcs ; Erklärung zu Gunsten des Emir voll- kommen gleich? und wird der Emir nicht mit Aus- nahme jener Beschränkung, durch welche uns kein wirkliches Recht vorbehalten wird, der unumschränkte Herr des ihm über- lassenen Gebiets, und kann er dasselbe., mit Ausnahme der Küste, nicht sogar abtreten an wen er will? Wenn wir von dieser großen und Grund-Bcdfngung der Souverainctät zu den un- tergeordneten Bedingungen übergehen, so sehen wir, daß ste im All cmeéncn mit großem Leichtsinn festgestellt worden sind. So chaltcn wir uns z. B. in der Provinz Oran Moskaga- nem, Masagran, Oran und Arzcw vor und denken nicht ein- mal daran, uns eine Verbindung zwischen diesen verschiedenen Pläkzcn u siehcrn; wir schließen uns daselbst ein und können nur zu Kaiser dahin elangen. So behalten wir uns auch die erste Kette des kleinen ' tlas vor und geben Mcdcah, den Schlüs- sel desselben auf. Es ist kaum möglich, die Nichtbeachtung der einfachsten Vorsichts-Maßregcln weiter zu treihén. Dcr Arte“- kcl 14, wodurch“ fcskgesekzr wird, daß der Handel der Regent- schaft nur in den von Frankreich bcscßccn Häfen getrieben wcr- drn könne, ist offenbar eine ganz unwirksame Bcs'rim- mung. Der Emir wird Handel treiben wohin er wilk, sollte es auch auf dem Wege der Contrebandc auf den ihm abgetretenen Punkten der Küste seyn; und ist ihm nicht auch Marokko durch den Bcstlz von Trcmczcn geöffnet? Wird nicht offenbar seine Neigung und sein aneresse ihn nach jeder Seite hinziehen? Ein “Artikel des Traktats schreibt dcm Abdel- Kader vor, das Pulver, dcn Schwefel und die Waffen, deren er bedarf, in Frankreich zu kaufen, und wenn man über die Ausfx'chrung dieses Artikels Wache.: könnte, so würden wir durch dcnse1bcn allerdings einigen Vortheil erlangen; aber haben wir denn Douanen auf der Marokkanischcn Gränzc, Um den Emir zu verhindern, von dieser Seite her alle Munitioncn zu bezic- hcn? Wir wollen nicht in Abrede stellen, daß der Traktat ei- nige qute Bestimmungen enthält; cém'gc Privak-Zntcrcffcn sind mit Vorsicht berücksichtigt; aber das große Interesse des Landes scheint uns vollständig aufgcopferr zn seyn.“ -- .Das Jour- n al des prats bemerkt über denselben Ge enstand: „Erst gesrcrn ist der mit Abdel-Kadcr abgeschlossene „raktac publizirc worden, und schon greifen mehrere Journale dcnsclbcn mit artßcrordentléchcr Heftigkeit an. Dies beweist offenbar eine zu große Eile. Man könnte glauben, daßscbon zuvor dcrEnt- srl)luß gefaßt worden sry, dcn Traktat,-.*;1Yx er auch beschaffen srvn möqe, zu radeln, und in dc111selbc'11'3' cine Vcrlcsxung der W;]rde Frankreichs zu finden. Was uns betrifft, wir verlangen etwas mehr Zeit. Es sind zwciDinge u betrachten: die That- sache des Mit Abdel-Kader abgeschloj enen Friedens und die Fricdcns-Bcdingungen. Wir werden mit der größten Aufmerk- samkeit die Artikel des Traktats prüfen und dann offen unsere Meinung sagen. Was aber dicThatsache des Friedens betrifft, so sehen wir nicht ein, wie es eine Schande färFrankrcici) seyn kann, mit den Arabern untcrhandelt zu laben. Wir aben Mehrere Jahre lang gegen den EmirAbdes-.“ader*K1*ieg ge ührt; wir haben ihm unsere Soldaten, unsere Generale und sogar einen IJTarsclmll von Frankreich crrtgegengeskcslt; es kann uns eben so wenig zur Schande gercéchcn, Frieden mit den Arabern zu schlléeßen, als Krieg gcgen sie zu führen. .Wenn wir den rabern die Anerkennung ihrer Nationalität verwei- gern “wollten, so hieße dies, sich zu ihrer Ausrottung vrrpfirchten. _ Der Friede oder ein Ausrottungs - Krieg, dtcs war die einzige Alternative, die der WciShcit und der O)?cnschl_tchkeit dcr Französiscan Regierung gestellt ward. Die Französische Regierung hat sich entschlossen, es mit dem Frieden zu versuchen, und fie hat onlgcthan; sie hat demWünschen al- ler verständegcn Männer cntprochcn und den Weg eingeschla-
PreußiscHeStaats-Zeitung.
Berlin, Mittwoch den 26sieu Juli
1837.
...,. ...-__ ._.-___.
gen, den ihr fask die ganze Kammer bezeichnete. Wir leben, Gott sey Dank! nicht mehr in der Zeit der Vernichtungs-Kriege, und wenn man ein Volk cévilifiren will, so muß es auf eine andere Weise, als durch Feuer und Schwert unddurck) das Encreißen ihrer Nationalität geschehen.“ *
Die Vorbereitungen zu den Wahlen in England und das bei dieser Gelegenheit so öffentlich an den Tag gelegte System der Bestechung und der Käufléchkeit der Stimmen giebt dem Journal des Débats zu folgenden Betrachtungen Anlaß: „Die unbestreitbare Moralität des Englischen Volkes macht die Gleichgültigkeit desselben gegen das verwerflichc und unwürdige Bestechungs-Syfkem nur um so merkwürdiger. Kein Land har so achtuanerthe Privatfitten als Engkand; keines ist empfind- [ÖMW in 63qu auf Alles, Was die National-Ehre betrifft. Wie Zrht es nun zu, daß ein solcher Skandal durch den Gebrauch so geheiligt und durch alle Parteien so entschieden angenommen worden ist, daß derselbe keinen Unwillen mehr erregt und die- jenigen, die daran Theil nehmen, nicht entehrt? Nan kann, unseres Erachtens, nur einen Grund dafür angeben, nämlich dée außerordentliche Ausvehnung des Wahlrechts. Dieser Aus- dehnung ist es zuzuschreében, daß die Reform, statt der Be- skechung Einhalt 521?! thun, dieselbe vielleicht nur noch vermehrt hat. Ohne die ohlthatcn der Reform leugnen zu wollen, muß es doch erlaubt seyn, eine ihrer Gefahren zu bezeichnen. Durch die zu große Ausdehnung der Wahlrechts hat man vielleicht an die Stelle der verrotteten Burgfiecken cin weicallgc- mcineres Uebel gesetzt. Unter den vielen Personen, die an der Wahl theilnehmen, ohne wirkliche Bürgschaften darzubieten, Jiebt es nothwendig eine große An' ahl, wclche kein Gefühl der «Zürde, keinen Begriff von der 9"ich)cigkeic des ihr durch die Gesellschaft anvertrauten Mandats mitbringt. Für diese un- würdigen Mitglieder des Wahlkörpers ist die Ausübung ihres Rechts nur eine Gelegenheit, sich einige Schillings zu verdienen und sich mit hitzigen Getränken anzufüllen, Sobald Leute auf- treten , die geneigt find , fich zu verkaufen, giebt es auch Ebr- geizige, die sie kaufen; und sobald ein Kandidat diesen Weg be- tritt, muß sein Ge ner ißm folgen, wenn er nicht im Kampfe unterliegen will. o ha en nicht allein einzelne Personen, die sch um eine Deputirten-Stelle bemühten, sondern auch die Par- teien im Ganzen, gegen ihren Willen, an jenem beklagenswcr- then Handel theilnehmen müssen. Auch ist deshalb die öffent- liche Meinung billig genug gewesen, es denjenigen, die sich die- ser Nothwmdigkeit fügen, nicht zur Schande anzurechnen. Zu diesem Resultate wird man immer gelangen, wenn man unvor- sichtig genug ist, denjenigen Rechte anzuvertrauen, deren Unab- hängZert't nicht hinlänglich gefichcrc i] .“
n der heutigen Börse waren sämmtliche Papiere ausge- boccn und stellten sich in den Coursen eine Kleinigkeit niedriger. Das fortwährende Ausbleiben der Madrider Posten beunruhigte dic Gcmüther, und es fanden sich für Spanische Papiere wenige oder gar keine Käufer. Obgleich die Eröffnung der Eisenbahn von Paris nach Saint-Germafn auf den Wskcn d. 932. festge- setzr ist, so folgten doch auch die Accien derselben dcr allgemei- nen rückgän igen Bewegun .
Die ?( ademie, der WÖZ'enschaften hat in ihrer letzten Siz- zun den Herren Wilhelm Beer und ])--. Mädler in „Berlin, als nerkennung der von ihnen herauSgegebenen großen Mond- kartc, die Lalandesche Preés-Medaille zuerkannt.
Großbritanien und Irland.
London, 19. Juli, Gestern ertheéltc die Königin der Gräfin Sebastiani, Gemahlin des Französschen Botschafters, und der Fürstin Lieven im neuen Palaste im St. James-Park cine Audienz. Abends speisten der Fürst und die Fürstin von Leiningen, die Gräfin Mul rave, Miß Pitt, DMH Spring Rice, die Baronejse Le zen, Lord “ emplemore und Oberst Cavendish an derKönigléchen asel, Dannfuhr die Königin nach dem King's- Theater und wohnte dort einer Vorstellung der Oper „Ilde- gondc“ von Marsiani bei. Die Herzogin vdn Kent, der Fürst und die Fürstin von Leiningen statteten der verwittwctcn Köni- gin in Bu y-Park einen Besuch ab.
Viel ufsehen hat es gemacht, daß Lord Brougham am Sonntag eine Privac-Audienz bei der Königin gehabt, da es nicht gebräuchlich ist, daß Ex-Miniskern eine solche Gunst zu Theil wird, so ckan ihre ehemaligen „Kollegen im Amte sind.
Der Königl. iederländiscl)e General, Baron Fagel, ist mit dem Auftrage hier angekommen, Namens seines Monarchen ZFUW Maj. der Königin zu ihrer Thronbesteigung Glück zu vorn ()en.
Der Lord-Mayor und die Sherifs von Dublin find mit einer Adresse der Corporation dieser Stadt an „Ihre IIIajcscär die Königin hier eingetroffen. Dublin hat, wie London, das Vorrecht, der Königin an den Stufen des “Throm? Adressen zu überreichen. '
Im Schlosse zu Windsor werden Anstalten zur Aufnahme Ihrer Majestät der Königin getroffen, wclche gegen die »))Lécee nächstcn Monats dort ihre Residenz zu nehmen beabsichtigt.
Die Hof-Zeitung enthält nun die Bestätigung mehrerer Kabincts-Ministcr und anderer hoher Vertvaltungs ; Beamten in ihren respektivcn Stellen, nämlich des Lord Melbourne, Herrn Spring Rice, Lord Seymour, Herrn Robert Stcuart, Herrn Moore O'Ferrall und Herrn John Parker als Schatz- Komméffaricn von Großbritanien und Irland, des Grafen von WTinto, Vice-Admjral Sir Charles Adam, Contrc-Admiral Sir William Parker, Contre-Admiral George Elliot, Caritain Sir Edward Troubridge und Lord Dalmeny als Admiralitäts-Kom- méffarien; des Herrn Spring Rice als Kanzler der Schuß- kammcr; des Sir John HobZouse und Herrn John Sullivan als Kommissaréen für die skindischcn Angelegenheiten: dcs Lord Howick als Kriegs-Secretair; dcs General-Léeurenanc Sir R, Husse!) Vyvyan als General-FcldYugmeister; dcs General- Lieutcnant Sir Rufane Donkén als * cncral-Inspektor der Ar- tillerie; dcs Sir A. Leith Hay als Secrecair des Feldzeug-
Amts; dcs Obersk-Lieutenant George Anson als Magazincur
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