Das neulich von der Polizei an den Staats-Sccrrtgir des Innern abge ebene Packet mit Briefxn, Welche einen Einschlag gegen den K nig der Frau osen betreuen sollen, Waren von Sir Edward Vavasour von * rcsden mitgebracht und ft1_1-' cinen Franzosen Namens Gruan bestimmt. Einer der Briefe war an , den Prinzen“ adresfirt, ein anderer_an dcn „Hrrzog. von der Normandie“. Gruan nannte sé bet der polizeilichen Un- tersuchung einen Geschäftsn'äger des de_rzogs von der N_ormat1_- die und verficherte, daß di;se_r Prinz, we_it entfernt, Ludtvig Phi- 1ipp ermorden zu wollen, denselben vielmrhr _von Ermordung gerettet habe. Gruan soll au_s dem Ministerium des Innern benachrichtigt worden seyn, daß er auf sem Gesuch um Zurück,- gabe der Briefe nächstens Bescheid erhalten werde.
Am Montage fand hier ein koskümirter Ball zum Besten der Nochleidcnden in den Schottischen Hochlanden statt, welcher an 1000 Pfund Sterlin eingebracht hat.
In Poe-tSmouth chndcn sich jetzt an 16110 Mami vonder vormaligen Britisck)-Spanischen Legion. Sie sind emskideilen auf abgetakeltcn Schiffen untergebracht und werden aus den Wkarinc-Magazinrn verpflegt. _
Unter den glänzendsten Equipagen der fremden Diplomaten am Tage der Proro ation des Parlaments zeichneten nel) _durch den Rcichthum der Der icrungcn besonders die des Rusjischcn und des Türkischen Bot1chafters aus. _
Die Menagcrie im Regents-Park ist dieser Tage durch ein weibliches Rhinozeros, cinen Tiger und zwei Löwen bereichert wiirden.
Herr Graham machte am Sonnabend it? Dublin eine Luft- reise. Der Ballon nahm eine dsiliche Richtung über den Zr- ländischcn Kanal, und nachdem Ixcrr Graham nur kurze Zeit in der Luft gewesen war, fing er an herabzujieigcn, und der Ballon fiel in die See, ungefähr 3 Meilen von dem Plaßc, wo er aufgestiegen war. Ein Dampfboot, das eigens zu diesem Zwecke aitsgcsandt war, nahm den Luftschincr, ciniZc *))?mutcn nachdem der Ballon die See berührt hatte, auf und brachte ihn nach Dublin zurück.
In der Woche bis um 18ten d. sind aus London 609 Unzen Goldmünzen nach Ham urg, 681 Unzen Goldmünzen von Bom- bay, 113,553 Unzen Silbermünzen und 50,835 Unzen_ Silber- barren nach Calais, 84011nzen Silbermünzen nach Hamburg und 80011U11zcn Silbermünzen nach Rotterdam ausgeführt worden. _ _
Der Präsident von Mexiko, General Bustamcnte, hat_m seiner Botschaft an den Kongreß auch angezeigt, daß Spanten und der Papst die Unabhängigkeit von Texeko anerkannt h_a- bcn. Die Regierung hatte Kenntniß davon erhalten, daß 111 Chihuahua Gold: und Silberminen entdeckt worden. _
Zn Consois war heut Abrechnung, und „ der Preis stellte Ich bei dem Mangel an Abgcbcrn wieder etwas besser. In fremden Fonds war derHandel schr lebha 1, besonders m_Spa- nischen, die sich seit gestern um 3,/_4 pCt." gebesserr haheu,_mson- dcrhcit durch das Gerücht, daß Herr Aguado eine Anleihe für die Spanische Regierung abgeschlossen habe. Portiigicfische gingen in demselben Ver ältnik; bxffcr. Süd-Amxrikamschc wa- ren ziemlich gesucht, bc onders Mexikanische, die den ggnzcn Tag 22%2 Ti 2372 standen; als UYU vollends vor Schluß der Börse bekannt gemacht wurde, dax; der OITcxikanische General- Konsul so eben von seiner Regierung eine Note m Betreff der auSiändischcn Schuld erhalten habe, die er, sodald sie übrrscfzi scon würde, dem Publikum vorlegen werde, stiegen Mexikcim- schc schnell auf 2111 “211, und blieben zu 25 gcsrtcht. Es hieß, Herr Hurtado sey ais Finanz- Agent aus Mr_xiko _angekommen, 11:11 ein Ucbcreinkommen mit den Britischen Glaubigern zu ircf- fen. Columbische Obligationen stiegen um */4 und Pcruamsche um 1 pCt.
Belgien.
Brit “ci 2-3. Juli. Dcr Herwg von Dccazcs, der Ge- neral Guißcminot, dcr Vicomte de [3 Villcgontier, der _Vicomte Ducaillis, der Graf Duchacel und der Graf von _Croix haben sich von Liittick; nach Spa “und von da nach Verdicrs begeben, wo sie am Lissrcn, in Begleitung des Herrn Cockerch aniang- ten Dort besuchten sie die Tuchfabrik der Herren J. Viollet) und Leonard „Dorer und sekzten dann ihre Reise nach Aachen fort.
Die Skulpturwcrke des im vorigen Zahre_zu Rom ver- siorbrnrn Belgischen Bildhauers Kejsxls, wxiahe dte Wigwc des- selben drr Rrgicrung Überlassen hat, iind niit dem Schiff „Ma- ria“ im Hafen von Ostende angekommen. _ _
74,1? drei jung-kn Belgischen Natur*forschcr*_ Ghtesbreght, Funck und Linden, die kürzlich von einer _Reiie m_ das Innere von Brasilien zurückgekehrt sind, von wo sie zahlrrichc und kosc- bare Sammlungen von Thieren und Pfian en nittgcbrack)t,_ die von der RIZicrung unter die großen wissen ckaftlrchen Jnßicute des Landes vertbraic wurdcn, wollen im anerciie der Natur- wiffcnscdiifcen eiiie zweite Reise unter den Ampizien der Regie- rung nach dem Innern von Columbien unternehmen. Dem Vernehmen nach, werden sie ihre Reise sehr bald antreten, und sie sollen zugleich von derRrgicrung beauftragt seyn,_ Aufschlüsse Übel" Alles, was Belgiens Handcis-Verhältmsse zu1encm Theil von Amerika angeht, zu sammeln. '
Deutschland.
-- -- DreSden, 26. Juli. Von den Nord-Amerikani- schen Vereinsstaatcn iki lxicr ein „Kdrisulat errichtet und damu cin geborener Sachse, Oxamcns_Rivmus, _der [cyon scic_ meh- reren Jahren in Amerika befindlich war, bei hiejtger Reg;erung akkreditirt worden. _
Die Kdnigl Kabinets-Kanzlei hat unterm gestrigen Tage die Bekanntmachung erlassen: dar;, da der König don so_gier Reise bis ziim 27iien d. nicht urückkehrt, die auf__dtesen Hag fesch 131ka öffentliche Audienz eri am 3. August stattfinden werde.
Wie verlaucct, haben Sc. Maj. ihre Reise_ bis Florenz ausgedehnt, imd dadurch Höchstihre Sci)ive|_er,_die verwiriwece Frau Großherzogin von Toskana, s_e_hr freudig ubcrrascht.
Karlsruhe, 22. Jiili. Sc. Königl. Hoheitdxr Großher- zog ist lcßtcn Mittwoch von seiner Reise nach Kingcn m _er- wrinschtem Wohlxcyn hier wieder eingetroffen. «zhre Kö_n.i_gl. Hoheit die Frau Großherzogin wird dagegen dortßnocl) einige Zeit verweilen. Eben io sind schon mit dem Schlawe dxr vox;- qen Woche der J)?arkg_raf Wilhelm von Baden und den_cn_ Gc- inahlin von ihrer Reise nach Ems zu einem Besuche bei ihrem Schwager, dem Erzherzogs Joseph, Palatinus voii Ungarn, nach einer Abwesen eit von acht Tagen hier wieder eingetroffen,
Wie man vermmmt, wird sich unser Armee-Corps mac drm Anfange des Septembers zu einem größeren Manöver in 1)»: siger Nähe zusammenziehen, und auf der Rastatter Herde bei BikeZZeim cin Feldlager beziehen. _
ac!) einer den Ständen heute gemachten Eröffnung :| deren Schluß auf Dienstag den Ztcn kommenden Monats fcsx- gesrlzt und wird solcher von Er. Königl. Hoheit dem Groß.-
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er e elbsr feierlichst voll ogen werden. Der friicKcr gleich b_ei ZinzYYrufsung der Ständezfcsrgesrßt geweseye S iuß-Terinin war schon am 10tcn d. TN. abgelaufen, gleichtvohl fanden ihre Verhandlungen seither eine stillschweigende Verlängerung. Auxxr dcn Budgets-Berathungcn , die mit großem Eifer u_nd F1c113c fortgesekzc werden, liegen in drr Hauptsaxhe nur Bertschrifcen zur Erledigung vor, diese aber in sehr großer Zahl. _
Karlsruhe, 22. Juli. (Karlsr. Zig) In der heuti- gen Sißung der ersten Kammer begann nach der Tagcci- Ord- nung die Diskussion über das Militair- Budget pro 1837 und 1038. Im Allgmncincn bemerkte Oberst von Laffo__[aye:_ „.“-"Orr Bericht Ihrer vcrchrlichcn Kommission verbrriter "ck uber die verschiedenen Säge dcs Voranschlrigs dcr Militair-Yerwaluing fiir die Budgct-Periode_ 11-437 39 10 ausfiihritch imd iachgcmaß, das; eine weitere Beicuchrung derselben fiir uberiiüsiig zu _craci)_- irn seyn diirfte. In Beziehung auf den allgemeinen Theil dci;- selben sey mir gestattet, die kurze Bemerkung auszu prechen, _da]; sich der Wohlstand der Völker nur mixer dcm (1)U1§ce_l1_191' kraftvollen, “Lichtung gebictcnden bewannctcii Mack); entwcckclt und erhält; denn nur durch sie allein, durch ihr bloßes Dascyn und würdevoilcs Bestehen, ist die _crsiezmd nothwendxgsre “_Be- dingung alles cheihens und aller 2130hlf:11)i't, nämiici) der Friede gesichert, Hätte iich Dcutschiand ni _fruhcrcn Zeiten schon der ]cßigcn wohiübcrdaedten, seiner politischen Stellung durch_aus entsprechenden Kriegs-_Vcrfaffung zu erfreuen gehabt, so wurde es nicht so oft der “*Tiimmeiplaiz feindlicher Heere gewordrn, cs wÜrde nicht so oft den wohlbekanncen Qi'attzzsalcn dcs Kiir- ges prengcgebcn chcsrn seyn. Nach den Crfghrungen dcr (*ei- dcn leßtrn Drzennicn hat sich die Ki'icg_s-Yci'[asjung dcs Deut- schen Bundes in jeder Beziehung als richtig h_cmescn crprohi, denn neben ihr, man kann sagen, unter ihrer Aegidc, Har _ncl) die heutige notorische, vielleicht beispiellos zu nxnncndc Proipe- riciit dcr DrUksthcn Völker c:;tßckrct, nirgends 11110 Spurc-ii de_s so sehr gefürchteten, manchma! so lebhaft geichilderccn; n::[itairw schen Druckes“ bemerkbar gcwescnx kcinc_ feiiidlicixe Trupprhat Deutsches Gebiet betreten. Diese gewiß erfreulicher: Zaständc müssen jedoch gepflegt und auch fiir die Zukunft gcnchcrt wer- den, und diese Sicherung, dicse Pficge werden nur dadurri) erzielt, daß man die Tritppcn vor Erschiaiffung, 13ng 1111111111: vor Vcrkinnmcrimg s(hÜkzk. Unfehlbar wiirde dicke; ercl eintreten, wenn cincsthcils dcr jckzigc numerische Yesraizd der Heere, der sich ohnedies bei dcr zunehmctidcn Bcvélkcrirng schon von selbst in seinen Verhältnissen mmdcrc, noch eiiie weite Schmälcrunq criittc; wcnn andernthcils durch cbc_n io unfruchtbare als srörcndc Formations-Vcrsxiche und durch jpär- liche Beschränkungen und Ei'gciviiiffe dic Corps? entkräftet, ge- lähmt und gebeugt würden. Sie, durchlauchttgske, _hochgcchr- teste Herren, werden ganz gewiß diesc Uchclstände nichr bcrbci- wünschen, und daher dem Komminions-Yntrag auch in dieser Beziehung bcipfiicdtcn.“ - GUY Kriegsrat!) Fränzcnger ging hierauf zu den von der Ltcn Kammer 1:1“Mäß1gkc11 _Budgec- Positionen Über, und vert cidigte 111 einem _ausfuhrlicycn Vortrage die Forderung der cgicrung, vdrzügltch M Bezug auf Montur und Hospiraikostcn; Gen. Lieutenant v_. Frei),- stedt und Gen, Lieutenant v. Stockhorn schlossen sich dtcjcr Ansicht an. Bei der speziellen Diskusyion genehmtgcedicKam- mer die von der andern Kammer beschlossenen Budjctsälzc, stellte aber nach den Vorschlägen der Kommission bei den Positionen, wo die von der hohen Regierung geforderten Summen nicht vollständig bewilligt worden sind, anheim, im Falle des Be- dürfniffes mehr zu verwenden., _
Zn der_Ycutigcn SiizunZz der zweiten Kammcrizrqehrtc Abgeordnete *napp bei der crichxcrsi'attung _üdrr die Bude- kaffe zu Baden das Wort, und wunschtr, da“,; dir Oirgixriing Vcraniaffung nc men wolie, dahin zu Wirken, da[; die Spiri- banken in den cutschcn Bädern im Interesse der J)?!)raliiar aufgehoben werden. Lauer erläuterte den Unterschied 311.11;- schcn dem Spiel in Baden und dcm_Lotto, und zeigte, dai; crsieres mehr das Spiel eines Privatzirkcls sey, und da[; man diirch das Verbot deffclbcn den Gewinn nur dem Iiuslande und verderblichen geheimen Spicl-Gcscilschaftcn zuwcndcii würde. Der JNinisicr des Innern bemerkte hierzu noch, dg;;,__wc_tm das Spiel in Baden noch nicht bestände, sich gegen dic__Q'mrtci)- tunr, allerdings Manches anführen ließe. Es handle iich aber chcnwc'ircig bloß um Priifung der Verwendungen, _Und aus den vorgelegten Ucbcrsichtcn sci) zit crichen, daß die Gelder vollkommen ihrem Zweck entsprechend verwendet worden scycn.
In der 03. Sitzung der zweiten Kammer am 21|cn_d. wurde der Gcseix-Cntwurf „die Bildimg eines_ besonderen sign- dischen Ausschusscs zur Prüfung größerer chcZ-Tntidürfe bc- trcffcnd“, hauptsächlich veranlaßt durch das bradsiclrtigtc _tz_e_ue Straf-Gcscizbuci), erörtert und angenommen. _Dic .Rommriiion besteht aus ;; Mitgliedern von der crsren und d von der zw_ct_tcn „Kammer. Bloß ;.; Stimmcn,_ (Wclckcr,_Knap__p und4v. Zkzycem) waren gegen das Gescß. Wrickcr äUßerte nch beyondcrs da- gegen, daß nur eine Kommission seyn sollte. Er wollte aus jeder Kammer cine.
Oesterreich.
Wien, 22. Juli. (Schief. Ztg.) Berichten qus_Ischl ziifolge, sind Ihre T))?ajesiätcn der Kaiser und die inscrm am 19th d. Nachmittags im besten Wohlscyn da_clbsk eingetroffen und mit fcierlichcm Iubci begrüßt worden. m Morgen des- sclben Tages waren der Erzherzog Frgnz Jarl rind Gemahlin, und Tags zuvor die Prinzen und Prmzcsxtn, Kmdcrdrsscibrn, in Ischl angelangt. Beide TNajestätcn werden 11011 einige_Wo- chen die dortigen Bäder gebrauchen und es heißt tienerdmgs, daß auch Se. Kaisers. Hoheit dcr Erzherzog Luthg sich auf kurze Zeit nach Ischl begeben wolle, _ _
Dcr Königl. Preußische Gcsandtr bee drr Ottomamscixn Pforte, Graf von Königsmarkx hat heizte aiif drm Donau- Dampfschiffe seine Reise fortgesetzt, um iich auf seinen Posten in Konstantinopel zu verfügen. __ _
Die hier verweilcndcn Türkißhcn Offiziere wohnen fast regelmäßig den Uebungen dcr hiritgrn _Garmsoxr _bci. Man sieht dicsrlbeu nicht selten sogar in Reih _und Glied _an_ der Stelle Uiiserer Offiziere, weiche ihnen von diesen aus _waaliig- keit mit Zustimmung der Ober-Ofsizicre momentan iibcrlasjcn wird, mitmarsehircn.
S ck w e i 3.
Zürich, "21. Jiiii. (Allg. Z.) Die Tagsatzung, Welche gegenwärriq in Luzern versammelt isk, wird so ziemlich o_oxn der ganzen Schweiz mit großer Gleichgültigkeit betrachtcc. «*irdch mann weiß, daß in der Hauptsache, einer Reform des Blliidcs von 1815 oder einzelner Theile 'der Bundrs-Ycrfapiung, dcr so überaus nothwendig wäre, nichts geschehen wrrd, und d_aß_ die OiZ 11101'11118 eher zu- als abgenommen hat. Dte_auswarngen Angelegenheiten erregen abcr dieSmal das_öffencliche _Jnterrsse eben so wenig. Ailcrdings ist noch ein zweifacher Stoff zu Er-
örcerungcn mit einzelnen Mächten vorhanden, wird aber kau.
Zwar be, _ Wegen “x erlangt hat, anderntheils auch in der unverkennbaren Ab-
zu bedeutenden Differenzen Yeraiilaffring_gcben. _ r.“.erkt der Republikaner, da[; von Cngieschrr Seite
des Naterischen (nicht O)?aterischel1/ wie es gcanlick) hM“, Liber unser ien zu
1 ii
Erbes ernste Eröffnungen zu erwarten scycn.
Gerichte, vor denen die Sache_ verhandelt wird, Werden wo xso rechtlich "verfahren, daß keine bcgründeteKiage crho zu bedauern, da!; unsere Reg; da-
werdcn kann. Es ist freilich _ rung zuerst nicht sorgfältiger verfahren ist, und zu hoffen,
fie nunmehr ein e?en werde, daß die Forderung eines “21sz )
auch von dem
eile der Natcrischcn Verlassenschaft, Welche
außer ihrem Gebiete liegt, ailxn gesunden chhté-Pr'it]_zi'pkcn§'zu wider läuft, und daß es im Geist eines frctsinmgcn Verfahren
liege , auch von dem innerhalb unseres Gebietes lieqriidcn Ve, mögen keinen Abzug zu fordern, sobald nur von É11§1111chEk Seit
er eiiöri e u ichcrung crthcilt wird, daß die Bcrlaßcnschafrx 3119171de v?xrsZriTcncr Schweizer ebenfalls dhnc cmcii besondere Aidz'ag herausgegeben werde. Dcrgleichcn vciierrrchtlichc Verl)?» nisse müssen ihrer Natur nach auf Gegenseitigkeit b_c_ruk)cn._0;*z zweiter Anstand scheint von _Scicen dcr Franzöiqcbcir (S“)csaiidticiMz zu drohen, wenn man wenigstens den Andcumngcn Schweizerisch,
Blätter trauen darf. Auf eine plumpe Weise wird niimiici)
Gesandte von dcn Berner Blättern verhöhnr. Nun hat Üb
dies der Berner Gesandte absichtlich unterlassen, ihm den 1) .Der Botschaficr, dcr ohms)
kömmlichen Besuch zu machen.
1
etwas empfindlich Zu seyn scheint, soii nun diese Vcraniasi"
ergreifen wollen, um (»Vcnugt unixg zu fordern. Aber auch di
widcrwärtige „Jncidcnz-Punir kann_ unmöglich _r-on Bcdriicu _- scnn. Für anuricn der Zeitungen sind die G)crccl)te da. Lin ,.-
is
1
mag die Gesandtschaft sich wenden, direkt oder durch;??rrmin lung der Regierung von Bern. FM" diplomatische Utthds1i€1ckeiic [akman auch wieder diplomatisch Unhdflichkeitcn, und ncbcni sci guter Gelegenheit ma'tcriclie Nachtheile zu grwärtigrn. D
her sind sie immer unkiug. Aber jene zum Gegenstand ci eigenen, ivcitcr nichts umfassenden Erörterung zu_ macl)cn,_wi1 auch anderswo schon nicht wohl ange en, fiir drr Schweiz a
11 [* » bei
ganz absurd seyn, indem der Sinn iir dcrglcichrn feine Miri tcrungen hier so ziemlich allenthalben _fchit, somit__ Über ctwa verhandelt würde, was der eine Theil 111chchkskat1d& Cb
darum darf man aber auch diplomatische Unhöflichkritcn,
dir
von einem Kantonal-Gcsandtcn auf der Tagsaizuiigi voriomm mögen, nicht hoch anschlagen, und gar wohl das_iubnnffc im cbeiifalls undiplomatischc Benehmen anderer G.S-cwndtcn, od wie der Republikaner sagt, das Zuvrcl der einen nur dcmZ
wenig der andere:: Seite in Abrechnung bringen. I t a l i e n.
Neapel, 13. Juli. Offizielles Cholera-Bullcrin von Re pci vom 3, auf den 4. „Juli: 374 Todtc; vom Iten aufdii
5ten: 376;
vom 5ten auf den Sten: 329; vom 6th aufden
?ten: 31-1; vom 7trn auf den d'tcn: 358; _vom 8th auf den 9ten: 363; vom 9th an den 10tcn: 310; zusammen 2-13? Todce. -- Cholcra-Buiietin von Palermo vom Ld. auf den
29. Juni: 00 Todtc; vom Wsrcn auf den Z::sicn: 183; V
1111
Ziésrcn auf den 1. Juli: 217; vom jsrcn auf den 2th: Zvi; vom Ltrn auf den :*)tcn: 502; vom Iten auf: den 4tcn: 5-81“, vom 4ten auf den *5tcn: 712; vom 5th am den iitcn: 8215 vom 6th auf den “Tren: 995; vom 7th auf den 8trn:110*
Bei der allgemeinenBesclirzung, die in Palermo hcrriciit,__wii_ es wohl nicht möglichgcivcscn icyn, cingcnaucs Vcrzychm); di Obige Angabe kommt inch aus si
Stcrbefällc aufzunehmen. glaubwürdiger Quelle. Ein Uinstand, der de_is Uebel wohl verschlimmern mag, ist der, das_aUe Todtcn l_11 dcn Häusxrn gen bleiben, da sich Niemand findet, der dieselben !!“-Pika
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will. Um danUsrand dieser unglücklichen Stgdc in scincrgaiizc GräZlichkcit zu fassen, muß man wisseitz da;; von der Briviiikc rung sich ein Drittel gcfiüchtct hat, dicirlbe _also auf_c_ti_va _111 bis 115,-;00 JJTcnschcn rrduzirc is?, und dabei 4311er Huiismirre cnibchrr. Die Aerzte sind geflohen,. und der Updihckcn Jiri.-
ailcii Läden und „Buden gcsédlosicn.
der Regierung sind dahin abgegangen, theils mit Truppen -
Alle aUSgcriiiict-en CM mcs kannte, zu rechtfertigen.
5
Vcrsidrkung dcr Besakzung, theils um dir in Urlaub gcwrsc-
zu ihrer Garnison zu bringen; eben so schickte dic Rogier
Proviant, Arzneimittel, so wie einige Arrztc ab, und mchxi Hundert Galeeren-Skiavcn, die das “Zimt dcr _Tddtcxgriii übernehmen, und nach" glücklich vcrrichtctcr Arbeit m_ Ji'i'ihii gcscizt wcrden folien. Hier in Neapel bemerkt man cm langxr
mcs Abnehmen; dagegen greift die Scuch iii dcnUmgrbung mehr und mehr um sich. S p a n i e n. Madrid, 15. Juli.
11
Im C'co del Comercio liest man-
„Der Graf dci Iisdlio, politischer Chef von Madrid, hat 11
drei“.- Proclamationcn an. die Bewohner von Madrid erlaffc um sie Über den *".Narscl) des „Don Qarlds zu bcruhizxxzi, der dem treuen Cotaionicn weder Prdsclyten noch Substircnzm gefunden, aber Lenke und Pferde zu Dutzenden vcrlorcni
1
Wenn man das Uebel kennt, so ist 1chon ciU großer Schritci
Heilung geschehen.
Sollte der Prätendent die Hauptstadtii
greifen, so würden die Bürger derselben zu ihrer Vercheidigii
hinreichend seyn; Und da San P:*Oro, von nur [30 Hild"
vcrrhcidigt, allen Kariiyiischen Truppen Troß geboren hat, hat *))?adrid nicdts “u fi'irci)ten. _ _ _ ___ __ Sicherheit Aller. Öcr politische Chef zdhlc aiif deri «30111 aller guten Bürger ziir Aufrcchthal§ung_ drr öffe:1t(c_clckctt__i)1 nung und zur Entdeckung der Machinationcn dcr Feinde.
Moldan und Waliachci.
Bucharest 12. Juli. (Schief. Ztg.)_ Die in ncUOÜ Zcit getroffenen Vrrändcrungcn in den TÜrkiichcn SMW“ schaften legen die Absicht der Regierung an den Tag, ihUZ'
Die Regierung wachr nberdlk
[-
1 1
11
zu verringern, indem sie die kleinrrrn Paschaliis niit den w1___ cizzrrrn vereinigt, und so das .),inichcn _und die „“Kraft "% probten 8)Tärmern, wclche sir an dre Spiße derselben zU ii.
bemüht isi, erhöht. Diese Lidscht isc iii verschiedener ?_M: eine guie zu nennen, ichon iiiiofcrn, ais dadurch ck_iic (._“_ terung in den Verwaltungskostrn crzwcckc iind JUWZÖ 170€ gierung cin kompaktcrcs Anschrii gegeben Wird. «i1_1 dicirm __ ben geniigt der Pforte jeder 211114113, _11111_c_t11C1_1 ilcincn P__. seiner Functioncn zu cncyeben, w:o WU" tn I“"QUlWlxi Zeit an den Pascha's von Varna, Arlomi, SYM und anderen gesehen haben, deren Gebiet Mik dcn
.. . - Sani alter chasccn von Silistria und Ruscschnk Trikola 11111) _«5, l., h s Ueber den Grund der chenscrktkikanxz
vereinigt wurden.
[ck“ M* irc- “a rMeisten Dcpositen-Bankcn ?ar der §1rä
111 111
sckzung Emin Paschais von Trikola und OJTiitiaiii)a'P“__1i__cs,
von Adrianopcl ?errscht nur eine Ansicht. Sic IPO“? theils um dem Nustapha Pascha damit einen 2726111615 dx ___] kes und der Zufriedenheit der Regierung mit icincr bkéhiw Verwaltung und insbesondere mit seinem cncrgtschrn BMW? bei der leßtcn gegen das Leben des Sultans gerichtckg
5 Dan-
cn 111
ie-
„ Verschwörung zu liefern, indem durch die besprochene Ver- igung dic Stacthalterschaft-r von Trikala die größte Wichtiq-
das bisherige System gegen die ändern und statt der Strenge Emin Pascha's “Geschicklichkeit, Güte und Milde Mustafa Pascha's zu er; oben. Dcm_jungen Griechischen Königreiche muß diese Aende- „4 sehr erwunschc seyn, und es dürfte dieser Schritt als der „; n einer vollkommenen Annäherung und freundschaftlichcn sgßcichung zwischen der Türkischen und Griechischeiz Regie- „9 zu betrachten seyn. Emin Pascl)a_, dessen Ansehen durcb ige erlittene S_cl)lappen.vtel eingebüßt hatte, hat durch die .x-scfzang nach Adrianopcl nichts in seinem Range verloren. » «s rechte Donau-Ufcr ist von der Pest furchtbar heimgesucht, sind nur wenigr Orte noch gan? von dieser Seuche verschont. Serbien hat sich noch kein Fal ereignet. Fürst Milosch hat , durch Ab_1perrung und Sicherung seines Landes vor dieser age schon ]th ein unsterblicher; Verdienst erworben.
T 11 r k e i. .Die Times enthält nachstehendes Schreiben aus Kon-
Rebeilen in Tbesx
ntinopci vom 28. Juni: „Seit der Rückkehr des Sultans_
ck der Hauptstadt erwartete man zuverlässig Veränderungen dem Türkischen Ministerium und wichtige Reformen in der eren Verwaltung. Es ist bekannt, daß er bei seiner Riick- ,r sich in den heftigsten Ausdrücken gegen seine Minister dar- rausspraci), daß er schmerzlich getäuscht worden sey, indem die Lage s-cincr Unterchanen ganz anders gefunden, als er artec habe. Auch machte er dem Divan dic skärkscen Vor- x-s-dariiber, daß derselbe ebenfalls sein Vertrauen getäuscht dan dem Plünderungs-System, unter dem das Land Über- scufzt, Theil genommen. Ein so wichtiges Faktum, wie
Mißfallen dcs Souvcrains im Orient, erklärt die snirzung der hohen Beamten der Pforte, von denen er bemüht war, die bevorstehende Gefahr von seinem .uptc adziiwendcn. Dcr drohende Sturm ist cndlich losge- chen und das erste Opfer seiner Wurf) war Waffaf Efendi, [cher in den letzten vier Jahren die Zügel dcrchicrung un- ]"chränkc führte. Er ist ur Verbannung auf chrns'zcit ver,- heilt worden. (Sich r. 206 der Staacs-Zcitung.) Die (deckung, in welcher Unwissenheit über den wahren Zustand Angelegenheiten er von jenem schlauen Hofmannc gehalten rde und die Aufdeckung der sei ändiichen Ränke deji'elben, hac iich dcn Sultan aus seiner éethargie erweckt und ihm die rhwcndigkcir gezeigt, die Schranke, welche die Riinke seiner gch1_1g zwischen ihm und dem Volke errichtet hatten, nic- *zurciizen und zu dem Gebrauche der Chakifen und Sul- c friYerer Zeiten zurückzukehren und wöchentlich zweimal iin nterthancn Audienz zu crtheilcn. Um die Ein- schung der Hoflcute in die öffentlichen Angelegenheiten rksam zu verhindern, ist am Sonntag ein Ferman er- enen, wodureh einem Jeden, cr sey wer er wolle, Zutritt zu dem Palasie des Sultans ohne besondere Ein- img Sr. Hoheit selbst untersagt wird. Alle Gesuche an den [can müssen künftig dcm Groß-Wcfir Übergeben werden, durch n Jener aiich seine Entscheidung den Parteien mittheilt. isses hohe Amt, welches jekzt Rahuf Pascha bekleidet, soll, “e es heißt, dem Pascha von Adrianopel, MuftapZéi Pascha, ertragen werden, der durch Aufdeckung der änkc dcs ;“saf Efendi in der Gunst des Sultans schr gestiegen
Wrércrcn Veränderungen im ONinisterium siehr man OW ent egen. Als gewiß betrachtet man die Entlas- g des ??inisters des Innern und Achmed Pascha's dcr Admiralität, weil „Beide mit Waffaf Efendi rintim waren. Pertcff Pascha 11th war in hohem Rufe rRechtlichkeit, allein es dürfte ihm chr schwierig wcrden, - gegen die Beschuldigung, das-Verfahrcn seines Schwieger- hncs Waffaf Efendi's dcm Sultan nicht angezeigt zu haben, es ihm nicht unbekannt seyn konnte, wenn das ganze Publi- _ Die Feinde Von Achmed Fro- Paftha behaupten, er sey dcr intimste Freund von Wassaf endi gewesen, allein unparteiischc Personen vor tchcrn, daß er, ob- iiiiiirKrcacur des Paschas und durch ihn dem Ultan empfohlen, i_chhidforc seinen Cinsuß gc cn seinen Wohlrhäter bcmiizi habe, r“»irnennung eines neuen [dmirals ist indcß nicht unwahr- _imlici), da "Lichmcd Pascha dcm Sultan wicdcrholc erklärt hat, icr1cnem Posten nichc gewachsen sey. Tahir Pascha, wcl- 1“ am "„I-“xsrcn hier angekommen ist, würde vielicicht wieder zum pudan Pascha ernannt werden, wenn nicht die cinfmßreich- n))N-Jnncr bei Hofe seine unversöhnlichen Feinde wären. - zit .Bei, Oberst der Kaiserlichen Garden, ist gestern nach 111011 abgereist. C'r Überbringc dcm Türkischen G'sandtrn da- 11,Rc1chid Pascha, cinen Ehren-Mantcl, ein Schwert und Orden und zugleich die eigenhändig vom Sultan geschriebene _iÄ'rdcrixng, nach Konstantinopel zurückzukehren, um das Amt Rcls-Cfrndi zu übernehmen. » Die Russen sollen (wie be; ks gemeldet), in CirkaJcn gelandet seyn und bei Policac ein l'k errichtet haben. ' a es jedoch seit kurzem an direkten chl'1(1_)1611,a1_ts jenem Lande fehlt, so läßt sich nicht bestimmen, ]cnes Gcrixcht wahr ist oder nicht. Da ich aus den Zei- gen ersehen habe, das; Lord Dudley Stuarc 30 Wissen "schre, ob die Russen im Befilz cines Forts“ in Sudschuck- ek) seycn, so habe ich in dieser Beziehung Erkundigungen Wogen und bestimmt erfahren, das; es nicht der Fall ist. "3 "Wiko Fort, welches sie in dcr Bai von Sudschuck br-
i'", 111 das von Dobba, sechs Seemeilen von Sudschuck.“ Vereinigte Staaten
N Y von Nord-Amcrika. cw;- ork, 1. Juli. Die Re icrun der Bereiniiten
_.aten_1)at die Rückgabe der vor chgch Zeit durch 3das lchschiff „Natschez“ genommenen Mexikanischcn Brigq vcr- k, ivce denn auch dir von den Mcxikanern gefangen grnom- nin Maimschaften und Passagiere von Nord-Amcrika11ischcn '11_ffcn Wieder auf freien Fuß gestellt worden sind.
Vorgestern hat in New-York cine Vcrsammiunq srattqe; den, um schon jekzr die Kandidatur des Herrn Dasiicl Wöb- *er künftigen Präsidentenwahl vorzubereiten. «in Folge der Einstellung der Baarza lumen von Seiten _______ _ _ _ _ _ sident Herr van __ 1 verordnet,_ daß die d cncrchen Gelder fortan nur bei aM]? Banken niedergelegt werden sollen, die fortführen, in Nein zu zahlen , weiin es mit Sicherheit geschehen könne; __JiPcrrn Yaki? nur bei solchen, die, wenn es qcfordert wird, th-he'tt fur die haare Rückzahlung geben. Die Zoll - Ein- “Iost; ;_n New-York haben bekannt gemacht, daß die Abgaben "failso c__rr_-_Waaren bagr ohiie Dixikonto zu entrichten, widri- |___ ua er unter Regierungsschloß, _den dadurch eiitstchrndyit ['icbc nceiworfen, zu lc cn seycn, nnr Berechnung von (;pCt. ,ei «__„U Zinsen bcs_zur ghlung der Abgaben, dic sodann in
21 isten von drei und 0 Monaten entrichtet werden sollen.
Fiir den größeren Theil der Garantiecn für ihre Baarzah- lungen, welche die Ncw-Yorker und andere Banken, ihren Frei? briefctz zufolge, gestellt haben, kann im Anfange des Angu die Realiiation verlangt werden; man will aber, um den redit nicht noch mehr clzu bcnachrheilige'n damit sehr behutsam zu Wrrke gehen, au ) so viel möglich rolongation gewähren. Die Rückkehr zu Baarzahlungcn in irgend einem merklichen Grade scheint entfernter als jemals.
_ Die lckzccn Nachrichten aus Florida lauten wieder ungün-
stig; es ist kein Zweifel mehr, daß die Indianer sick) emsig vor- [x_ei'eiten, um der unter Lieutenant Ponwll wider fie bestimmten Expedition entgegenzutrcten. _ ?ius_Havana vom 10. Juni wird von keiner Besserung m den Geschäften gemeldet. Das schon lange bestandene Miß- trauen währte fort, ja es hatte sich noch vergrößert und der Stand der Dinge war, wie die Briefe sagen, der rt, daß er wenig Hoffnung gcsiattr.
_ Zeitungen an:? Carleston bis zum 24. Juni enthalten viele Klagen über den Drink, der auf dem Handel in Folge der Einstellung der „Baarzahlungen ruht, da das Vertrau'cn einen so allgemeinen Stoß erlitten hat, daß es schwer hält, selb gute Wechsel zum DiSkonto unterzubringen. VieleAngri e Wurden aufdie Bank von SÜd-Karolina und ähnliche Anstalten geführt, Weil fie nicht im Stande gewesen, haar zu zahlen, und thncn_ daher der jetzige Zustand erwünscht gekommen sey, um die Einlöiung ihrer Noten aufzuschicbcn, Die Bank von Süd- Karolina, welcher Jemand vorwarf, sie könne nicht 5 Dollars baar zahlen, antwortete eben so öffentlich, sie könne alle von ihr ausgcscriltcn Vcrpfiichtungcn baar einlösen, lehne es aber unter den vorhandenen Umständen und nach dem Gutachten einer Versammlung von Bürgern, durch welches sie sich darin ge- rechtfertigt finde, ab“.
Den jüngsten Brrichtrn aus Texas zufolge, war dieGeld- Krisis auch dort empfindlich verspürt wordén, und es war eine Bithxwonaci) Ye Kriegs-Operationcn angcseßt werden solltc-ii, im Senate pgijirt; ob auch im Ncpräsentantcnhause, meldet man nicht. Es crrschte große Unzufriedenheit unter dem Volke Legen dcs unbc chränkcen Urlaubs, der einem großen Theil der „drudycn ert eilt worden, wegen der Verzögerung der Eröffnung des Zimtrs iir d'en Länderei-Bcrkauf und vor Allem wegen des S_pcculationsgeiskcs auf Ländereien, dcn manche Kabincts-Mit- glieder fiir s1ch selbst blicken ließen. So nahm denn die Oppo- sition gegen die Regierung immer m'chr u. Der in Texas crscheinendcTclcgrapi) theiltvcrschicdcnc * ekrete des Kongresses aus dcrvori cnunddcrjcixigcn Session Mit, worunter fich cine Akte zurbes'crcn Lxertheidigung dcr Nordgränze befindet, nach Welcher iogieicl) cin Corps auf eine Dienstzeit von sechs Monaten im- geworben werden sollte; ferner die Akte zur Erhebung von Ein- fiihr-Zöllen. Nach dieser sollen unter Anderem alle „Weine, Biere und geistige Gxtränke 45 pCt. vom Xalturawerti) zaYen, Scidcnwaarcn 50 pCt., Zucker Und Ka oe 2% pCt., ee 25 pCt., Brodskoffe ] pCt. Stangen; und Guß-Eisen 10 pCt., grobe Tücher, Schuhe, Öcckcn, Zeuge halb von Wolle und Baumwolle 10 pCt., alle anderen Waaren 25 pCt. Schiffe von und iiber ]0 Tyns, die von einem auswärtigen Hafen kom- men, zahlen 25 pQr. Tonnengcld. Eine Akte ermächtigt den Präsidenten zur „Bestimmung der Gränz-Linic gc en die Ver; einigten Staaten. Die Aussetzung der aktiven riegs-Opcra- tionen war nach einer warmen Diskussion bis dahin beschlossen worden, daß General Moctezuma (der nun bekanntlich im Kampfe geblieben isc), ins Feld gerückr- seyn würde, weil man meinte, daß dann 1200 Tcxianer ohne alle Schwierigkeit Ma- tamoros W111'Ok11 einnehmen können.
Die Nachrichten aus I)2rxiko hatten in New-Oricans, iZie man vom ".'-1. Juni schreibt, ein beträchtliches Sinken dcs Silbcr-Preiscs veranlaßt, der gcgen Noten der dortigen Ban- ken zu 10 bis 12 pCt. angeboten war. Die Banken legten nach einander i ren Status vor; zuversichtlich qab man die Stadtbank f111' vollkommen solvent aus, Und es fck)cint, daß die meisten anderen tmr Zeit und Untrrßüßung von der Legislatur des Staats bedürfen, um sic!) gaiiz aus iyr'en Verleqénhriten zu ziehen. Einige der nicht mehr baarzai) enden Baiikcn hat- ien auch ziemlich willig diskontirt, obgleich idcgcn der Handels“- Stockung nicht viel Dididnto rcriangt wurdc. Die Französi- schen noch baarzahlcndanaii-Éen verhielten sick), naci) dcmWil- len ihrer Direktoren, unrdärig, so daß dcr Handelsstand von ihnen und der _großcn_Baarscdafr, dcrcn sie sich i'i*ii)111ren, kei- nen Nußcn sparte. Am 10. Jiini hatte man zUlclzc Nachrich- ten aus Liverpool erhalten, die soichn Inhalts waren, daß sie auf den Fall der Baumwollcn-Prcise wirkten; inzwischen war doch Einiges gekauft worden, um scart Rimrffen zu dienen.
Z n l a n V.
Berlin, W. Zusi. Man schreibt: axis Düsseldorf vom 21. Iiiii: „Gestern wurde hicrscibsr der fünfte Rheinische Pro- vinzial-Landrag geschlossen, nachdem derselbe zwei Monate lang versammelt gewesen war. Nachmittags waren die Herren Land- tggs-Mitqlécdcr U cinem Abschiedsmahir vereinigt, welches der Königl. Kommi arius, Obcr-Präsidcnt der Rheinprovinz, Ferr von deciscwvingh-Vcimcdc, denselben im Breidenbacher FZofe gab. Es wurden dabei von mehreren Mitgliedern Reden ge- halten und Toaüe anSgcbracht, von welchen !ckztcrn vorzüglich der auf das Wohlscyn unsers alivcrchrtcn Königs mit der größ- ten Bcgriiierung aufgenommen wurde. Das Mahl, bci wel- cixcm die freudigske Stimmung herrschte, währte bis 8 Uhr Abends, und die Mitglieder trennten sich in der ?crzlicbftrn Eintracht, sich frohes Wiedersehen nach :; Jahren Wi iiichcnd.“
-- Berichtigung. Zim gestrigen Blatts der St. Ztg., S. 838, Sp. 1, Z. 27, statt: „Herrn Trebatio“, lies: Bern. (Bernardinus) Trcbatia; scrncr daselbst Sp. 2, Z. 17, statt: „Oolumuas'“, lies: (1111110011418.
Aufruf zur Hülfe fiir die Abgebrannten zu Schlciz im Preußischen Voigtlandc.
_ _ Am .“;th d. entstand in einem Hause, an der oberen Seite des btcngen Marktes, wodnrck), konnte bis jest noch nicht ermittelt wer- den, eine fin'clncrlichc Feuersbrdnft und griff mit so unbezädmbarer und verheerender Gewalt mn sri), daß es den hiestgrnthiu11g5:?1n- staiien und der angeffrcngtcüru Hiilfe der aus der Umgegend herbsi- geritten, mit edler Selbsiaiifvpferung reitenden Mcnscdcnfreunde, nur deri ilcinstxn Tiicil der Stadt zu erdaltcn gelang. Gcgcn zwcihuiidert dreißig Privathäuser, von denen 11111“ die kleine" Hälfte argen Fciier: schach) ac_sichcrt fü, das große iind sidöne Fürstliche Rcsidcnz-Schios', dic Fnrstiiéqen Kammeraitts : Gebäude, der Wittwcnsitz dcr Fürstin, das Amthaiis", dic Lonisendiirg, das Rathdaus, die Stadtkirche, das Loccnm;_ die Mkidckßnsckmic, die Wohnungen dcr Geistlichen, zwci Bxxndlmdser,iiberhaupt fast alle Fürstlichen und öffentlichanebäude, 11111 wenig Worten: die ganze Stadt innerhalb der Ringmauer,
wurde binncii drei Stunden ein Raub der Flammen, und gegen 450
Famiiien .ihres Obdaches und Weglichen Habe,
deren Rettung die Schnelligkeit verbreitenden Flammen
des größten Theiles sei; mit vereitelten, beraubt-
ihrer be- überraschender Trost-
106 stehen einige Tausend Ungliicklicher mit thränenvollen An:. gen vor dem Aschenhaufen ihres vernichteten Glückes, einer trauri-
gen Zukunft entgegensebend, und
richten ihre ]ammervoilen Blicke
bittend auf ihre Mitmenschen, da nur die Hülfe dicser ihr erbarmcns-
werthes Loos einigermaßen zu lindern vermag.
Wir wenden uns
dßher _vertrauensvoll an edle Mcnschenfreunde, in deren Brust Ge- fuhl fl1k mcnschlichen Jammer lebt und eine Aufforderung zur Lin- derung desselben daher Anklang findet, und bitten Alle, zu denen nn-
ser Hülferuf dringt, dem Elende
der Abgebrannten, dessen Größe
Worte nicht ausZudriicken vermögen, nach Kräften abzuhelfen. Auch
die geringste Ga
e werden wir mit innigcm
Danke annehmen, ge-
wissenhaft verihciien und seiner Zeit öffentlich Rechnung dariiber ab-
legen. - In Berlin will die
.
resp. Hande und Spenersche
Zeitungs- Expedition Gcldbeiträge gern in Empfang nehmen. Schleiz im Voigtiande, 15. Juli 1837. Das Hiiifs-Comité.
W eißker Justizrath,
Knoch Bürgermeister.
A. G. Wei ßker Kaufmann.
Sagen und Mährchen aus Potsdams Vorzeit. Ge-
sammelt von K". v. Reinhard.
thätigkeits-Vcreins. dinand Riegel. 22-1 .
Zum Besten des Wohl-
Yocsdam, 1837. Verlag von Fer-
Viclleichi diirfte mancher Leser den Titel* dicses Buches nicht ohne Kopfschuttcin ansehen, denn während man die schöne Haveisiadt
reici) weiß vergangenen Zeit, wird man ihr do das; fie au Sagen und Miihrchen
an historischen Erinnerungen «Us eit
allzu sehr verrufcne Bodrubcschaffcndcit Unserer Gegenden mag noch
weniger cinen Rcichtbum von Poesie erwarten lafscn. ger aber wird man durch die Lektüre selbst iibcrrasck) um es gleich zu sagen, so haiten wic mehreres, w Tradition mitgetheilt mird, fiir so vollgiiiti
zu fürchten braucht.
Was wir dem Verfasser am ersten erlassen hätten, ist die Einici.
tung; denn obwvhl gut und einscdmcichciiid g“*schricdcii, _ Fiction erkannt 1111d nicht eben neu. Eine gcdcimnißvoll geschilderte Alte ii soll im Jahre 1812 drm Verfaiscr dicse Sagen mitgetheilt 1) er nach dem Befrciimgskricge zuriickgekcdit, b sucht, und leider scy ihm nur ein kleiner däcdtuiß geblieben, we1che er uns hier mittdcili. zumHandwerk gehört, so soll es 1» rathcn werden, Weicht seibst cin kicin wenig eingeweiht find; alicia wir hegen vielmehr die Ucberzeugung, daß diesen Sich mit dich1e- nachzudclfcn, eher ein Verdienst «16 ein Tadel sry, wenn nur der Erfoig die Rcchtfcriigiing übernimmt. Obwohl der Verfasser keinerlei N
zähiung doch gar zu leicht als
rischer Hand hier und da
und wir noci) weniger sogleich
den, denn nnvergisichiici) hat er
und bei reichem AuSdruck dock) hö
Y_ubig und doch wieder leicht
»idrchcn und Sach erzählt seyn wollen. „Liefelds Grund“, eine eigentbümliche R reizendste und gcfäliigße Stück der 1 Quelle vou_Tcmv1i1“ scvn, worin weht uzid cm kleines Mädchen so graziös und piaßisci) vor Augen gestellt ist, als es nur irgend eincm Dichter geling-cn kann, dichtete dier wahrsciwinlici) das Volk.
in denen mkhr die bildende Hand
wir besonders auf „die fficgcnde Frau“
erßnderisii) alierici merkwürdige nischen Aberglauben zu cinem dem es wcdrr an poctiscdcm Ton fehlt.
Intercjsc no In anderen Stiiach, 1 nicht völlig gereift und abgrgdioffcn v streben, sie zii vcrvoiistäudizch, weniger giiicxiici). was es sagen will, lockrr saincndc Yi eiiien hinziigcdraMrn Gedanken 11zcl)t [» ami) poenschc Wadivcit, BZÖLUUM am wcnigsicn irüxch wic gcraikicn diirä) eine mehr ronianqmigx 511111»: 11:11: Axisfiidriiiiq aufvckien zu wollen, Uiid das Mddchr iind Scntimrnt * bci). Dchi:*ichcn im! Uns drs Bcifcisscrs BZUU'UUÜ- einiqc vöuig vi- storiscde Stoffe diirii) C'inwcbimg d “ der Sage lyiiiiid-rrznzicix-cix, richt ziigcsagi; gemerkt, und danii ist dicWiikiing ciiiecntgxgcixgcseiztc. Liuchdcr91m tursciiildcrimg, worin der Verfasser, bei d offenbar eine Stärke befiizt, viilicn wir kniig gcwümscht, ivcil aiirs aiiddriiciliä giinidigrn Sagcii:Eiiif.1lt widerstrebt.
11111 so “öfter daiaiif hinicwicseii, als er hiermit die nicht
[iiberdlcidsel von Ganzen
uraltcm znsammcngcsielit
fiicßcndc Quelle bcimis )cr Sagcii:Pocfic verstéirkcn mußte.
WrnnunscrcGegenden,:"o wicdennderganzc [and, an soicbeii Ucbcrliestrungcn veihältnißnxäß m_cstkn, so ist dcr Grund davon wohlhaiipisäci)1icl) in der W völkerung zu suchen, indem die ältesten Einwohner, Senmoncn, von den Wciideu, und diese wieder von den Dcntichcn verdrängt wurdcn, wobei deim jcdcsmal die Sage [* mußte, da es keinen Ucberaang von dem Bcwnmscvn des einen Vr'iks zu dem des anderen gab. Dock) scheint es an zu haben, und gewiß danken wir es groß
Eifer dcs gegenwärtigen, daß das
Rcichth11ms und Reizes den Vergleich mit in Gcacnden, die fiir die Sage bc scheuen darf. Das Biichiein ist Id
1111112; empfehlen möckytcn.
.... „.*-*
ßerline
!* [Zijr-a.
1701128. .11111 1837. F;;ik/e'c/isr koxxcéx- “;;-é Ésé-Z-(Im-kx-Zxrké-Z.
_ 1er nicht längst ci) i_rm so_ichcs Alterthum zutrauen, erxiicbig seyn könnte, mid die nur
Desto freudi- t werdcn, Und as bier aus alter g, daß es kein Voruribeil
wird die Er- ist ais solche 1 cincr Mühle aden; ais „ihc cr fis umsdnst ge- Ti)cil der Sagen im (Le- chu desgleichen ol)! t1ge11111ch von denen nicht vcr-
achwiisung seiner Qiiciien giebt, _ _dcnselbcn iiacdspiirin i'cunien, so scheint doch das Büchlein selbst fiir ein aufmcrfsamcs Ange scin Ver- halten zu dem Stoff nicht zu veihrbien. D liel), daß gerade die besten Stücke, auswachen, aus inncrcn Griinden Je geringer hier das Verdienst des Verfassers in dc seyn scheint, um so höher muß das der Dar
a ist nun besonders trist- welche den Werth der Sammlung fich als wahre Sage iundgebcu. r Erfindung zu stellung angeschlagen wer- den Ton getroffen und festgehalten chst einfach, zngicici) trcuhcrzig und und anmuidig erzählt, ganz wie Biel Pociischcs enthält äubcrsage; aber wohl das anzcn Sammlung möchte „die 9 viel Heiterkeit iind Unschuld
und doch Bou solchen Stiicken dagegen- des erfassers' hervortritt, macdcn aufmerksam, worin sinnrcict) mxd beid- smd, ck an aitertdümiichim vo der Verfasser dir Smet: orfaixd, fii)ri.=it er in dcm ' 2: Wir wissen wohl, cine dcr Urbcriicfcrimg dnia) los; zU binden, sc-ndcru ihnen g und Rundimg zu geben; aber WOW!, diesen abgerissenen Zkigcn
ai: mußte 9.111; scrn blei-
cs Gciiirrvasicn in das Gibiet die Absicht wird zu lcicizt
cr gcnaiicsicn Loka1:Kc::ntmß, deni) mitunter mcd:- Eiiischränx )c Malen und Schildern der Freiiick) wnrde dcr Tarsieiier allzu i'cichlich
NordoiicnvonDeutscH- iqärmcrsmd, alsdch-iid; _ cchseiuden Bc- fiir unsere Mark die
on vorn anfangcn
ck) an Sammlern gifijéii cntheils nnr dem Simi mid vorlicgendc Werk in Lliiscdiiiig dcs; __ _ ähnlichen S*.111112111111ng2“ gunstigtcr find, dock) nicht diiicimxis _ „ rcr Königl. Hoheit der Fr.1iiKron.-. vrtiizesnn zugreignet und der Ertrag 71" eincm woblrhätigcn Zwei?
bestimmt, wesbaib wir es denn ncih bc ondcrs der Gunst des Publi- G r.
;_- kr. Cour. U "rief", ! (113111.
s.“ ['k. (Jour. U skript". | (“„-1.1,
8t.-8:11n|11-8c:1|. 4 1023/4 l'k.l§*.ui;1.01.1. 30. 4 1997/1- k'kä1118011.(1,§er11. _ 631/4 1123“ !(ur111.01-1.m.1.(). 4 ]03',/3 11122"; Km.]ut. 3011. (10. 4 1113 -- net!. anac-om. & 103% 1025,“3 [(öuig-b. (10. 4 _ |1 _ leiugek (10. ckÖ- "- * '"- Vaox. 110. 111711.,-1 43 *- KeutpkL'f'anclbk. 41 1041/4 -- Cross!» l'oa. (10. "1“ *- 104 ',“; 034". 9111110111: 141 1114 ',; --
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