1837 / 237 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Kammer, und Man wird ihn nur Wieder beleben, wenn Man den Kreis der Berechtißten durch eine große Anzahl unterrich- tcrrr OIKäimcr erweitert.

In einem hiesigen Blatte liesi man: „Nack der Menge bon Couricren zu urtheilen, die sich seit cini cr eit zwischen Paris und London kreuzen, finden wichtige lnterhandlungcn ZWisÖM dem Englischen und Französischen Kabinetts siatt. Lord Granville hat häufige Konferenzen mit dem Conscils-Prästdcn- M1, Und die allgemeine NTcinung ist, daß es sich besonders 11113 Die Portugiesischen Angelegenheiten handle. Es scheint, da!; das Londoner Kabinet fiel) Über das Bcnckxmcn des Französischen Gesandten in Lissabon, Herrn Bois-lc-Comte beklagt, indem derselbe das ultra-revolutionaire Ministerirxm in Lissabon, zu sehr unterstüßc. Die gegenwärtige Lage “Pot'tugcils erregt in Eng- 1and dic lcbhaftrskcn Bcsorgnisse, besonders seit man vermuthen muß, daß die neue Schilderhcbung; der Anhänger der Chartr eben so wenig Erfolg haben wrrd , als die im vort- qcn Jahre. England fühlt, daß es bei dem gegerzwä'rtix Tien Zustand der Dinge in Portugal das ausschließliche

'."HandclsxPrivilegium mit jenem Lande, nicht wieder erhalten wird, und dies ist der Hauptgrund, warum es die Charte des Dow Pedro und die Englisch gesinnte Partei von aller Welt unterstützt sehen möchte.“

Man erinnert fick), daß der General Donadicu vor einiger Zeit wc_en eines Preß-Vergchens zu 5000 Fr. Geld- und zweiz Jähriger efängnißstrafe vcrurthcilc ward„ Cr h_at egen dieses

lrrheil appellirt und bei dieser Gelegenheit ist em mstandzur Sprache gekommen, der, wie mehrere ausgezeichnete „zurtsrcn meinen, den obersten Gerichtshof veranlassen wird, das Urcheil zu iassiren. Das Aktenstnck , durch welches der Ilnklagc-Kam- mer bescbioß, daß der General Donadieu 1.101" die Jury zu stel- len sci), war nämlich aus Versehen von ccnem dcr beefißendcn Rätbe nicbt unterzeichnet worden. Dieser Umstand ward erst, nachdem das obige Urchcil gegen den General Donadceu ge- fällt war, ermittelt, und die fchlendc Unterichrift wurde nun hinzugefügt, nachdem dcr Genera1-Prokuracor vor er ein Pro- .:okoll über die Auslaffung aufgenommen hatte. Ls fragr nch nun, ob diese Unregelmäßigkeit ein entscheidendes Cassattons- Mittel ist. Die Juristen sind aus den Ausspruch des oberen

Gerichtsho es sehr gespannt.

Der encral BugeaUd wird in den ersten Tagen des künf- tigen Monats in Paris erwartet.

Herr John O'Connell, Sohn des berühmten Daniel OCon- nell, befindet sich seit einigen Tagen in Paris.

Die Regierung hat heUte nachstehende tele raphische Dc- pcschcn erhalten: „Narbonne, 20. Ang., 5 UYr Morgeys. Am 14ten wußte man in Valencia, daß Don Carlos in Ill- lambra angekommen war und auf Madrid marschire. Oraa hielt Rubiclos dc Mora und Terucl besetzt, hatte aber die Ge- iicrale Sanz und Tallada nicbt Verhindern können, mit einem Ungeheuern Convoi zu Don Carlos zu stoßen. Zn Barcelona war man am 17tcn in Ungewißheit Über die Bewegungen des Barons von Meer, der die Errichtung einer Ccncral-Zunra gc-

ncikmigt hatte. ,Die Mobilifirung aller Unver eirathetcn und Wrtwer von 18 bis 40 Jahren" war au geschoben.“ -- „Bayonnc, 20, Aug. Die Truppen Esparters's, 9 bis 10,000 Mann stark, sind am 13ten in Madrid cingerückl. Die Karlisten haben sich nach Segovia zurückgezogen, und der Ober- Befehlshaber wird unverzüglich gegen .sie marschiren. Madrid ist “ruliZ. Von Don Carlos ist nichts Neueres bekannt.“

' cute Nachmittag war das Gerücht verbreitet, daß die Regierung eine" telegraphische Depesche aus Bordeaux erhalten habe, in welcher die Vereinigung der Armee des Don Carlos mit den Divisionen Guergué und Zariatcguy gemeldet würde.

An der heutigen Börse waren die ranzösischen Fdnds et- was gedrückt, dagan war das Geschäc in Action wiederum sehr kcbhaft. Die ariationen in dem Course der Action des komprimirtcn Gases waren “wieder sehr merkwürdig; fie wur- d-xn im Verlaufe einer Stunde nacheinander zu folgenden Cour-

sen verkauft: 1470, 1400. 1450. 1480. Die Spanischen Fonds

erhielten sich nominell auf 22.

Großbritanien und Irland.

London, 10. August. Die Königin hat das Patronat der Gesellschaft für die einheimischen und Kolonial-Kleinkinder- Schulen übernommen. Diese Gesellschaft trat im vorigen Jahre usammcn und steht NZZ im Begriff, eine Normal ; Schule in 'ondon zu errichten. ie Annahme des Patronats der Bir- minghamer medizinischen Schule soll der Kdni in, wie der Bir- min ham Advertiser wissenwill, ab erathn worden seyn.

. er Königl. Bayerische Gesandte, Freiherr von Cerro, ist wieder hier eingetroffen.

Der berühmte Diamant Nassuck (von der Deccan-Bcute) die diamantenen Ohrringe, welche der Nabob von Arcor der verstorbenen Königin Charlotte zum Geschenk machte, und das diamantene Brustgesclmeide, welches kürzlich Herr Emanuel in der Auction der Öcccan-Priscn erstand, sind vergangene Woche von dem Marquis von Westminster zum Geburtstagsgr- schenkefür seine Gemahlin gekauft worden.

Im Globe liesi man: Die Berichte aus allen Manu- fakturgegcnden unserer Insel smd nun entscheidender vortheil; haft, als wir fie seit längerer Zeit zu erhalten ewohnt waren. Es find sowohl zur Ausfuhr als zum inneren Zerbrauche Auf- träge eingekommen, und die, welche nicht so glücklich waren, Beschäftigung in den eigenen Gewerbzweigen zu finden, können leicht in den Feldarbeiten bei der Aerndte die Mittel zu ihrem Unterhalts fich verschaffen. Die „fortschreitende Art, wie diese Vcrändcrung eingetreten ist, läßt uns hoffen, daß wir die Handelsschwierigkciten der letzten Zeit überwunden haben, und daß wir nun, ungehemmt durch frühere Schrecken- und Erschk1tterungen, den gewöhnlichen Gang unserer T ä- tigkeit werden rkrfolgcn können. Wir können mit i- YFcrheit behaupten, daß sich der Kredit in den lekten fünf - ochen in außerordentlichem Grade gehoben hat. Seit dem Beistande, welcher dem Handels :Intereffe von der Bank im Zuni geleistet wurde, hat fich der Wechselcours schnell zum Besseren gewendet. Wir wissen nicht, was die gegenwärti e Ruhe stören könnte, außer die Zahlungen der Garantieen fl r die Amerikanischen Häuser, die der Bank zu Ende des künfti- gen Monats zu leisten find. Glücklicher Weise sind die, welche diese Verbürgungen unter eichnet haben, sehr reiche Männer, daher erregt dies keine öfßentliche Besorgnissc, wenn gleich die, welche es trifft, sich dabei nicht ganz wohl befinden mögen.“

Folgende statistische Details über die Insel Cuba find nicht ohne nteresse: Der l?uleßc stattgefundenen Zählung zufolge, hatte Luba cine Bevöl erung von 704/187 Einwohnern. Da- von waren 311 ,051 Weiße [06,404 freie Farbige und 280,81?- Sklavcn. ,Die Zahl der Kaffee-Plantagen War 2807, der Zuk- ker-Plantagen 1000 und der kleinen Pachthdfe 13,907. Diese kleinen Päcsmr sind der Kern der Bevölkerung; fie find über-

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* ail auf der Insel zu finden; sie sind robust, frugal und-aébcit-

am und pilecen i re Dienste den Pfianzern jc auseinen- Pro- smt zu verrniZchcné) Jm P?itcelprmkce der Insel zwischen Villa Clare und Principe (einer Landskadt bon 50,000 Einwohnern) wird das Land nur allein von Weißen, die zu 12 „Dollars für den Monat gcmiethec werden, kultivirt. 'Ein großer Theil Weizen und Reis wird auf diesem Theile der_Jnsel ge- baut. An Reis, der beinahe sämmtlich von den weißen Päch- tcrn angebaut wird, werden jährlich 13'/2 Mill. Pfd. gewon- nen. Dcr Taback wird nur von den weißen Pächtern kultwirt. Ein Fran ösischcr KaffeRfianzer machte kürzlich die Bemerkung, daß kein “spartido (cin „&iftrikt von 20 Quadratmeilen) auf der Insel sey, welcher nicht in 24 Stunden ein treffliches Reiten Corps von 200 Weißen stellen könnte. Die Weißen Pächter- schließen Kontrakte zum Tran'sporte des Zuckers aus den Plat)- tagcn nach dem LandungSplatze ak. Im Jahre 1833 hatte em Pächter kontrahirt, gegen 12,000 Dollars den Zucker des Pftan- zers 20 Meilen bis zum Flusse zu schaffen, von wo aus derselbe in sachen Bdten nach Matanzas gesandt Wurde.

Belgien.

Brüssel, 21. Au ust. “Der König wird, dem Vernehmen nach, heute nach dem agcr von Beverloo abgehen, dort eim'g-r Tage bleiben und sich dann nach Ostende begeben.

Der Minister des „Innern hat eine aus drei der auSge; zeichnersken Professoren der Belgischen Universitäten bc'skchende Kommission ernannt, um das zoologische Kabinet des verstorbe- nen Professors_Schmerléng zu besichtigen und mit den Erben Über den Ankauf dicser Sammlunq zu unterhandeln.

Auf der Eisenbahn zwischen Antwerpen und Mecheln hat sich ein Unglücksfall ereignet; ein mworstchtigcr Passagier, der sich auf einem der lebten Wagen befand, woslte, als der Zug etwa noch (iMinuten von Mecheln entfernt war, heruntersprin- _en, verlor aber durch die Schnelligkeit der Bewegung des

agens das Gleichgewicht und zerschmetterce sich den Kopf an einer der Ciscnbahnschicncn.

D e u t sch 1 a n d.

-- “- Dresden, 24. Aug, Ihre Majestätcn der König

und die Königin sind gestern Nachmittag glücklich im Sommer- oflager zu PissniZ eingetroffen. Ihre Königl. Hoheiten dcr

rinz Johann ne sc

cplikz und der Prinz Maximilian nebst den Prinzessinnen Auguste und Amalie bis Pirna cntgegengereisk, so wie auch Allcrhdchsidiesclbcn an der Landesgränze, wo eine Ehrenpforte errichtet war, und sodann in Pirna auf das feierlichste empfan- gen wurden. In Pirna geruhten Ihre Majestäten, das von der hiesiJcnDampfschifffahrts-Gcscllschaft dahin gesendeteDampf- boot „Königin Vkaria“ zu besteigen und mit demselben die Fahrt nach Pillniß zu machen.

München, 21. August. Der Herzog Max von Leuch- tenberg wird diesen Abend nac! Odessa abreisen, um den in jener Gegend stattfindenden .Havallcrie-Mandvcrs beizuwoh- nen, und sich, wie versauter, von da nach Griechenland und Konstantinopel zu begeben. Zu seiner Begleitung befindet sich außer seinem Ildjntanren und seinem Leibar te der Oberst und YZigel-Adjutant Sr. Maj. des Königs, Graf& von Paumgarten- * rm.

Fgrankfurt a. M., 23. Aug. Das hiesige Deutsche Journal meldet: „Wir haben das Vergnügen, nunmehr be- stimmt anzeigen zn können, daß Riiter Thorwaldscn in Rom sich entschlossen hat, das O)?odell dcs Gockhe-Monuments durch seine cschiekte, vielerprobxc O)?cisierhand zu schaffen.“

Hie Ob er;?) o sr- Amts; Z eitung berichtet: „Schonmchr- fach ist öffentlich des schönen Cartons Erwähnung geschehen, worin Direktor Veit die Einführun oder vielmehr Entwicke- lung der Künste in Deutschland dur )s Christenthum dargestellt hat. Die Ausführun in Fresco ist nun vollendet, der neue Saal im Städelscbcn Institut dem Publikum eröffnet. Siche- rcm Vernehmen nach, ist der Saal zur Aufstellung von Werken Und Abgüsscn mittel-alterlicbcr Skulpturen aus Deutschland und Italien und solcher bis zum 17ten Jahrhundert bestimmt. Hierdurch soll die Entwickelung dieses Zweiges der Kunst, wie die der Malerei in den anstoßenden Sälen, dem Sinn kunst- hiskoriscl) vor Augen gcscrllc werden. Diese Idee oder Absicht veranlaßte unseren Meister, bildlich das belebendc Prinzip und den Boden darzustellen, durch und auf welchen die aus der esunkcncn “antiken Welt mit neuer Kraft emporgewachsene

unsi sich wieder originell zu hoher Blüthe entfaltet hat.

Oesterreich.

Wien, 20. Aug. (Oesk. Beob.) Nachrichten aus Ischl vom 17ten d. M. zufolge, wurde das Fest der Wicdcrgenesung Ihrer Majestät unserer alicrgnädigsrcn Kaiserin, welche bereits seit mehreren TagcnSpazierfahrten unternommen hatte, daselbst in manni facher Weise aufs herzlichstc gefeiert. 'le 15th d. “M., als am OJTariä-Himmclfahrtstage, wurde zur Danksagunz'z für die Wiederherséclixmg dcr geliebten Herrscherin-nach dem „Zoch- amte in der Pfarrkirche ein feierliches Tcdeum gesungen. Abends strahlte dcr Wohnum Ihrer Majestäten Jegenübcr, auf Hen- rietccns Höle, die amenSchiffre Ihrer Okajestät der Kaiserin mit einem ivat, von flammenden Sternen umgeben. Unter den Fenstern Ihrer Majestäten wurde bei prachtvoller Beleuch-

tung der Esplanade einc Serenade mit Gesängen aus den be--

licbtesrcn Opern gebmcbt, und eine auf die freudige Veranlas- sung gedichtete Fesk-Cantate gesungen. Von der Höhe stiegen abwechselnd Raketen“ und farbige Leuchtkugclwin die Luft, und verbreiteten ein mit der herrlichstenMond-Beieuchtung ma- iscl) kontra irendcs Licht. -- Am folgenden Tage, den löten, arte Se. Majestät der Kaiser eine Einladung Sr. „Königl. Ho- rit des Erzherzogs Maximilian von Oesterreich-Este nach Eben- zwcier, am Gmundner See, anzunehmen gcruht. Se.?)kaxe- ftät verfügten fick), nach Anhörung der heiligen Messe, tn Be- lcitung Ihrer Kaiserl. Hoheiten dcs Erzherzogs Franz Karl, Feiner Gemahlin, der Frau Erzherzogin Sop ie, Ihres ältesten So nes, dcs Erzherzogs Franz, und Sr. aiserl. Hoheit des Erz erzogs Ludwig, nebst ansehnlichem Gefol e zu Wagen nach Eben ee, am südlichen Ufer des Gmundner ces. Hier wur- den e. Majestät von dem Erzherzog Maximilian empfangen. Die Geistlichkeit des Ortes, die Schuljugend mit ihren Fahnen und eine große Menge Volkes waren versammelt und brachen beim Anblick des tgeliebten Herrschers in lau- ten Jubel aus. Ein großer Ther“ der Bade ; Gesellschaft von Ischl war gleichfalls dahin gefolgt. Seine eMajestät nah; men zuerst die neuerbaute Salzfiederei in Au enschcin und be- abcn sich sodann zu Fuß an den See, um ich auf dem mit Flaggen und Wimpeln verzierten Kaiserlichen Fahrzeu e einzu- fchiffen. ZI. KK. HH. die verwittwete Frau Gro herzogin von Baden, die Gemahlin des Prinzen don Wasa und die

Gemahlin waren Allerhöchstdcnselben bis"

begeben hatten, wurden zur Tafei nach C'bcnzweier cingclad und bestieLe FWI des “[

herzogs Maximilian. An beiden Seiren des K, erlichen FnZ

rzeugcs fuhren die '))?Usik-Corps dcs .RWÖMen sellschaft und eine »))?enqe von Bewohnern der Umgegend na

ren Schiffe und Barken ein, und bald wimmelce dcr Scev Fahrzeugen aller Art. Zubelgescsxri, Musik und “Uwe gesang erfüllten die Luft und ein Donner von Kanonenschlägen die auf „allen Seiten an den Ufern des Sees abgefeuert wurden rollten bis zu den entferntesten Bergen und Felswänden. frischer Luftzug wehte durch die zahllosen Fahnen und Wimp

kFröhlichkeit. -- In Traunkirchen war die Geistlichkcix Un Qchule mit Fahnen am Ufer aufgesellc und eine große Volks- mcnge versammelt. Allr Glocken wurdcn gcläurct, und cin Weiß- gcklcidetes N2ädchen fuhr in einem Rachen heran und Über- reichte ein Gedicht. - Se. Maj. der Kaiser, so wie die übri- qcn höchsten und hohen „Herrschaften stiegen bei Cbenznwieranz Land und wurden auck) hier vom Zubelruf der “Menge cmpß, gen. Auf dem Wege vom Ufer bis zum Schlosse waren yu, pcnweise die Bewohner der Umgegend mit ihren [191111- chen Arbeiten und Produkten aufgcstllet , denen S,“, Majestät die huldrcicbste Aufmerksamkeit zn widmen ruhten. Zm Schlosse angelangt, zeigten Sich S„ Mai. .der „Kaiser auf dem Balkon und wurden von dem 1111 reich versammelten Volke mit Jubel begrüßt. Nach aufgehoc, ner Tafel, wobei der Erzherzog Maximilian cinen Toas, das Wohl des Kaisers und der gesammten Kaiserl. Familicauz| brachte, der von dem unter den Fenstern des Schlosses jus, dcn Volke mit lautem Rufe begleitet wurde, fand eine bbw liche Hochzeit statt, Der Kaiser ließ das Brautpaar vors] nahm Blumensträu e an und richtete an Beide sehr gnäd Worte. Vor "dem Youse waren zwei offene chte aufgeschlaxx Worin die Hochzeitsgäste fröhlich tanzten [i_nd herzlicheLebeh' fdr den Kaiser Ferdinand erschallen ließen. Später «[ck, eine Gesellschaft Schwerttänzcr, die in ihrem Kostümcr.» alrhiskorisehen Schwertranz

die Übrigen höchsten Herrschaften sahen dcn Bciusxjgnngcn„ dem Balkon zu, der zrtglricl) die rcizendske Außjtcbc «Usb, See und den gerade gegenüber liegenden riesigen Traimsce' gewährt. - Gegen Abend fnhrcn Sc, Majestät dcr Kaisr'i'lln die Kaiserliche Familie, von dem Staats; und Konfcrcnz-M nister Grafen von Kolowrat begleitet, zr! Wagen bis Tran kirchen zurück, und schiffccn sicb daselbst nac!) Ebensee cin,v wo die sahrt zu Lande nach Ischl fortgeseßc wurdc. » Zh KK. HoZeitcn dic Erbhcrzdge Franz Karl und Lwaig bliebe in Ebensee zurück, um sich am andern *))?orgen mic dchcm jagd zn bclustigcn. S (1) w e i z. Graubündtcn, 18. Aug, Ueber die OJTordgcschicbtez

St.“ Vittore bemerkt die Bündtener Zeitung ;mkbxrägli olgendcs: ,Nocl) glimmr das Feuer unter der Asche,

nen scheint noch nicht gelöscht; von cidcn Parteien bcrr/r/r man bedrohliche Acußerungcn, die neue schreckcnvolle CWM ahnen lassen. Zivar haben die Behörden einstweilen dir» läufigen Sicherheits-Maßrcgcln ergriffen, Und der in St. ': tore eingetroffene Herr Ver ör-Richtcr wird im Einverständ mit jenen das Weitere bc orgcn. Donnerstags dcn jixren sollte sich die Untersuchungs-Bek)drde versammeln, um den Infor], tiv-Prozcßzubeginncn. Die in die O)?ordgescbichteverwickcitch sonen sind hinlänglich beamfstchtigt. Der schwerverwundeteKanro! zvllcr Togni war am Ucon Morgens noc!) amLebcn. Dcréhn hex), delnde ArzthältsrineWundcnnichtfÜr tödlich, aber das Wrmdsic

wcifclc wird. Der Körper des Mörders Togni wurde Md Wacht vom 8th auf den 9th in dcffcn Garden untergebrach Dadurch har die Obrigkeit den zu bdsorgcndcn feindseligen "2111 crictcn wohlbcdächtig vorgrbaut. Die schriftliche vcrworreank klärung, welche man in der Kleidung des Mörders fand,zc1 von dem innern Toben, von der furchtbaren Gemüths-Unrr in der er zur Ausführung scinerRachcrhacsicbcntschloffcn. Wi theilcn fie unsern Lesern mit und bemerken, daß sie wörtlich iich iir. „. . . Dichduld cincsKatholikcn undfrommcn Schweizch auf ihren Höhepunkt getrieben. _ Execution ? - Je), rrngcrcb-W cution, großer Gott, cines deiner armen Gc1cl)dpfc,w1é_111 hicnicden kein Reclx-t fand, mußte sich es selbst vrrsäxäli"1 Barmherzigcr Gott, weil ich mein Leben nach deiner Cinch (ixmpix-nximw) und für die Gerechtigkeit ayfgeopfrrt habe,?1 du mich aufnehmen in die Zahl deiner Auserwäl)ltrn...11 der du dich des Scbattens Tell'shask bedigncn wollen, umd" Ungerechtigkeit und Ruchlofigkeit dcs gottlo1cn und Undcztvu ne'n TogneUa, cines abtrünnigen Vcrfolgrrs zu “bestrafen„" cin ungerechter Prozeß , ungerechtcster Spruch, Execution- wahren Räuberei, wie sie find; Suspension votirStatthM amt. Der Urheber so schwarzen Unrechts konnte nicht ohne verdiente Trinkgeld auFehcn . .. er wollte mich drtrc'lrdeü rüchtigten Spruch des . zum Sklaven machen; nein. 1% dir oft gesagt, daß im edlen Te0e11hcrz_keine.Knccl)tscbcLFk-* Sklaverei zu finden. Siehe, diese sind die lcßtctr/ÉW eines wahren Sohnes von Tckl. Joseph Togni.

Italien.

Die [)iesiqe Zeitung 111119qu vor einigen Tagen in Paris erfolgte Ableben des bkb Jtaliänischen Hikorikers Carlo Botta. 'iLdU Rom, 12. ' ug. Es scheint nun sicher, daß-WLWZW Asiatische Cholera hier haben, wie man so ziemlich IWW her glaubte. Es beruht dies auf dem Bericht, MWK dic (Gesundhcits-Kommission in der Congrcgation dci" “»“me abstattcte. Die gegenwärtigen Aerzte, von den vcrzslekllc)111 , Ansichten Über diese Krankheit, erklärten, da]; alle (1 F|“- welche man als vor. der Cholera befallen behandelte„ 9112115“ find, dahingegcn diejenigen sämmtlicl) enasrn, OW 1,01'11581090 :][Ziila die gewöhnlichen Iiittcl g_crctchk Doch stimmten Alle darin überein , , daß „die heit dieses Jahr in den. Hospitälern 01114311 L 1»"' Brecbruhr angenommen habe. Schon gekkcr",s1Mrj.- bekannt, daß in dem gewöhnlichen Grsundch c 50111 über Italien auch Rom genannt sei), es helßk- F***k9n„jsg[h seycn hier vorgekommen , hätten sich aber alle. MhlnYüßtend czeigt, und um bestimmte Auskunft zu crkbsllsn“a e . cd“ Aerzte den Verlauf der Krankheit mehr bcobaihkck. bci , Erklärung trug „schr zur Beruhigung der Gemachrl mehr eine Bekanntmachunq dcs Vikariats bellt“

Turin, 16, Aug.

Prinzesfin Marie von Baden, wclche stel) ebenfalls nach Ebensee

. . c die vorgekommencn Fälle öffentlich als zwctsclk/UÜI

n mit ihrem Gefolge das zierlich geschmückte Fah, -[aubt wird.

Deutschmeister und eines Jäger; Regiments. Die.11brige (5),

men die am Ufer berciéstehenden theils größeren, theils kleine o zs geskimmtgesshen,

!

Ei «erhebenden Eindruck hervorgebracht hat.

und gab dem Ganzen ein nicht zu beschreibendes Ansehen [„

ausführten. „. Alpengesang ur o und Puig Samper verfolgt Werden Saitenspiel crtönten in steter Abwechselung. Dcr Kaiserw' g *

* einisrer aus Rosas vom 12ten,

taliänische mchedurst der einander cgenüberstedenden PM arsch-Nummcrn für den Fall, daß man ihrer bedürftc.

.. Jm Porvenir liest man:

hatte einen Grad erreicht, daß an seinem Aufkommen nochg mmen hatten, in einem Augenblick demoncirt wurde.

„l'? sel) aufsci)wingcn

1

.

““Uregeln eincr

*" -- ck.", ». .

d, und zugleich der Genuß der Fleischspeésen an den' e ta en

, ,Das Volk fährt fort, zu einem bckanntTFnstGZa- „bild tn feierlichrn Aufzügen zu gehen und erleuchtet am bend ganze Straßen, wo solche Bilder sind. Montag mid “"|ng well man dre ganze Stadt freiwillig auf das qlänzendske umimren, wozu großartige Zurüskungen gctroffeü worden. cherhaupt hat man wohl selten die Römer so allgemein reli- , als in diesem Augenblick. Der Papst hat rzlich m der Kirche Jesu in den Frühstunden sin Hochamtge- alten und nach Beendigung an viele hundert Personen eigen- ndig das heil. Abendmahl gereicht, welches auf Alle einen . , Aus Nea el 11 d „Bcrtchte rn Hinsicht der Cholera heute sehr b:ruhiger?d,1xo1ch eint man einem andcr-xn Uebel arxf der Spur gekommen zu „n, wax? vtcle-und namhafte-Verhaftungen zur Folqe hatte. je chlr'l'Uk-J hat nämlich ctn sehr ausgedehntes Komplott rz vor dem Ausbruch entdeckt, welches sogar unter dem Mé- air settnschZerzwetz-zung gehabt haben soll. - Die Hiszc ist seit ehrcren 2a en bet klarer Luft hier sehr drückend, und wir ha- 11 in den traßzxn 30 Grad Hiße und darüber.

Neapel, 8. Aug. Das amtliche Journal vom «ge meldet, daß, den neuesten Nachrichten aus Sicilien , Unruhen dort aufgehört haben. xCholera am 30. Juli 22, am 31. ersonen.

Durch eine Königl. Verordnung vom (Iten d. M. wird das eschrei, daß man das Volk vergiften wolle und die Verbrei- ng solcher Gerüchte, für ein StaaW-Verbrcchen erklärt, das enger Bestrafung unterliegt.

S p a n i e n. Yadrtd, 1T. Aug. ?ie Kriss je auptstadt i qug, 0 gleich Alles noch ein krie eri'cl'es sehen hat ,und der rlagerungs-Zustatid noch fortwähgrt. sFS:) n rückt die anqnterie Esparxero's hier ein, und wird von Einwoßnerit mrt,dem größtrn Enthusiasmus empfangen. ie wird [cl) rndeß nicht lange_hier aufhalten, sondern unver- lic!) gegen die Karlisten maruhrr-en, die schon von »))?cndez deren vereini re Bri- «. aus 4000 Matin Infanterie, 1000 Kavalleristcn [[JW sechs -nonen besteht; dce Armee Espartero's wird also, nach der creiJgung mit dieser Avant-Garde 16,000 Mann qutcr Trup- nz len. * ' ,Die Hof-Zeitung etithdxt h_ertte das Gesetz, wodurch die egc-erung ermächtigt Wird, die Hälfte der Kriegs-Contribution leech zu erheben, Der GeneraGCapitain von Alt-Cixüilicn meldet dem Kriegs- daß die Karlisten Torrclodo- der Venta de la Trinidad hatten sie vierzig Verwundete

heuti cn ZUfO 4"? In Palermo starben Imi 23 und am 1. August 12

scheinr vorübrr zu seyn.

s verlassen haben und sich nach rückziehen. Am Abend vorher rthin gebracht. Der General Quiro a hat nachstehenden Tagesbefehl an e Nationczl-Garde-erla en: ,Die Regierung ist benachrichtigt orden, daß _der Feind seine Stellung verlassen hat. Der Ab- arscl) des fünften Bataillons der National-Garde ist da er xgeschoben worden, doch behalten die verschiedenen Corps F?re - F nal-Gardistenl Ihre Majestät die Königin ist mit ErtrIr Jigkett und Eurem Patriotismus zufrieden. Ganz *Madrid tgeschcn, daß Bataillone, die bei der DNitsterUiig nur aus Mann bestanden, bei einer neuerlichen Vcranlaffung 1400 ann zählten. Ich schälze mich glücklich, Eucth kommandiren. , uiroga.“ * . ' „Aus einem Bericht des Ge- "als Ytgd ergiebt fich, daß der Feind sich nach dem Lozoga- „ale YYY? t. Sein Verlust am gestrigen Tage war bedeu- d. „4-18 chüssc unserer Artillerie waren so'gut gerichtet, ß eme von den „Kanonen, welche die Feinde in“ Segovia ge- , , - wee ter dee fettidliche Kavallerie geworfene Granaten zerstrcFetcn csclbe bnd recthen große Verwüstungen an. *- Da die hie- e Ngttonalx, arde an den Operationen des Generals NTM- Yagi) Theil zu nehmen verlangte, so wollte man sieben aucurszCompagniecn ausrücken lassen; als jedoch die übrigen mpagrricert dagegen protestirten so wurde beschlossen, cin qcm- Baratllon abzusenden. Das oos traf das fünfte Bataillon elchrs sich eben _zum Abmarsch bereitete, als Ojegcnbcfchl ein; 's, uzdcm-dte Absendung nicht für nöthig gehalten wurdo da tFeend_stch von Rosas nach Paulas zurükk czoqcn habe.?“ Das1c_lbc Blatt enthält nachstehende kIOetciils Über das cchu bee Las Rbsas: „Um acht Uhr Morgens begann szcuer dcr Guertllas eine halbe Stunde von Las Rosas d nach und nach ua 111 .eine größere Anzahl Soldaten at; m Kgrnpfe Theil. ,») ?endez Vigo ließ zwei Kanonen die [sie winer Z:)fanterce und cttvas Kavallerie vorrückcn. ,Das Uri währte bis sechs _Uhr Abends, ohne zu einem Rcsulrace fftuhrcix, 'Du-.der Feind um diese Zeit bedeutendere Streit- r e (merschiren ließ, sd rückte Mendez Vigo mit zwei an- UHL! cschußen, der übrtFen Infanterie und Kavallerie aus eneossadhöewoor, konnte a er den Feind nicht bcivcgrn, in die ")'téquTY zusketgen,.wo unsere 600 Kavailerisrcn ihm eine (bi? in Y? egeben haben würden, Der Kampf verlängerte rut des Feindes i , wegen unserer Artillerie bo- ' ' n Sergeant und neun Soldaten des Caskiléscheii Bdcitlctiticxibdtieex,

bei dem V ' - . , _ ben fich wt'edeegrnxjestdebsrxßrwges 3" de" Karlsson Übersmgcn,

L“ssb Portugal. _: (: on, 3. Aug. (All . t * urigen und un-natürlichcn ZusZänZdeé'JicLÉxdellixi n nun, schon m Verfolgung ) d, worin Chamorros gcqcn 9) 151 undbConstthFtionnelle “' en, 0 die cänner der gemäßigten odcr ul ' , . _ tr ' - jgleetYeech lelané liKaudern n_ocl,fimmer fort mit weacblxr?Waker:1 ?(?le . , _a en cn Ho nunqcn für die e' * , artci, ohne da[; der mensclliclc V ' mc WU andere sEndes absicht Daß es Zo ) erstand das Wann und Wie ' . . , nicht lange dauern könne ' ' incm IFW KNYZM, ,der Prinz und der ganze Hof mitbséagwetxstk RuderhMg ! ehetr m der Mitte der Parteien, wovon die eine' und die Macht der Königin gefesselt hält, die an- gm zu m'ßb* jvtll, um, wie früher, die Macht derKö- kn'Par'ceitistJucheW Weder von der ciz-ien noch von der an- negewisse Neutrecheilrtäztuszxxchxb ;„Jarum bcobachtchonna Maria . , ei ' - - *“ ekcklztoldnung war befördcT'n kamc1n,diedrnUmstquer ]Wékg'én auf die anibarkeit derKönigin giebt, so daß man durtcjl; sdFTithti Yk ÜchZh112K0111plél11ente beide Par- -_a . ach [xxährtgen Erfahrungen scheint

acht Kinein. Wir haben 30 Verwundete; dcr

schwankenden, seit drciWo- Z ausgeartct Felde, zrehen, Cartix Page in den Haaren

e" Vom Halse

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es beéZsahe urEvidenzerwicsen usern da weder =“ * ' von 22 no ) dic Carta von 26 as [Ück kFdortugaßierCn(exijcjlxkeejetuktFZ nen, da tinter dercn Acgidcman, anstattvorwärts, rückwärts ge- schrcttcn :|; Es har sich gezeigt, daß das Portugiesische Volk weder für jene Constitution, noch für die Carta reif genug ist- daß beide Formen wesentlich Ursache des Unglücks find dasiti dieser Zeit über Portugal gekommen ist. Sollte da nich; bei der öntgmuiid viel_en ruhigen Staatsbürgern der Gedanke an Ein- thrung cnzer rcttr monarchischen Verfassung wieder entstehen? Ltncm großer: Theile des Volks leuchtet dieses ein, Constitution oder Carta s111d ihm gleichgültig, und es bleibt deshalb mäßiger Justhauer bei diesem Streik, gleichsam gezwungen sebr?“ es heute nur den Cartistcn: rji-u 41 (Zarin » und morg/enUinie den Constitutionncllen: t'Zx'n-“j(„'-0115111110710! Ob bei dcr Köni- gm und dem Prinzen wirklich jene Idee besieht, darüber kann indir nur Vermuthungcn haben; gewiß ist, daß die liberale Par- tct dfters darauf anspielt, daß viele Chamorros nach Absolutis- 71]st trachtep, und den Prinzen vorzüglich hält man für den Chef der Chamorros. Wenn dieses Grund hätte und beim nachsten Umyiurze zu einem rein monarchiscbcn System Übeng gangen werden sollte, so müßte man sich doch erst wohl frao'en“ ob etnso schyelleyUebergang rathsam Und Heilsam sey? Aufykei; nen Fqll WU'd man Übel fahren, wenn man anfänqlich rv'enigx sims emen Schein V?" Repräsentativwcscn beibehält,' wenn auch nicht der cralttrten Köpfe wcgen, sondern in Rücksicht auf den Nachbarstaat, wc1chcr sonst gegen Portugal intri uircn würde. Könnte man nicht die Leute durch eine ikta- tur an dte rtmnnschränkte Gewalt nach und nach aewö ; nen“? Hat nicht die jelzt Zerrschcnde Partei, um sicb er- zuieizen, denselben Kunstgri vom »))?onat September bis '))Utke «Januar gebraucht? Man organifire die Armee, bezahle sie gut rind punktlick), und wenn auch darüber alle andern Klas- se11 m “BKalet-igcn znrückstchen müßten; bloß (Ulf diese Art Wird dies ömgtn ga:1z_frei von allem Zwang regieren Und das Beste dev Volks berüxknchtigcn können, Für die Armee muß scrts „gesorgdwcrd-en, pie ist das einzige Vehikel, wodurch sie An- hanglrchkrtc nwdte Regierung bekommt, ja sogar gegenwärtig das einzige "))-?tttc1, um den Gesetzen Achtung zu verschaffen, Und _das verwädrrte Volk wieder in Ordnung zu bringen. Unter der _mnftrn .Kbmgin und ihrem gerechten Gemahl würde das Volk dcn Tkamcl) xiner constitutionellen Freiheit, wie sic jekxt ist gegen das achte Königthum gewiß nie bereuen und die Köcnégié dgfür segnen. _ Da schlechterdings gegenwärtig im Publikum nichts durch den Druck“ bekannt gemacht wird, als was die Re- Ztri'tmg veröffentlich haben will, so erfährt man auf diesem bcgr auch 111chfs .lndcres, als Was dem jekzigcn Systeme gün- jitg ist, und darnach ]ollte man meinen, daß“ die Rebellion völ- lig zit Ende rst; ÖOUU ailrizthalben werden die Rebellen süchtig wo nch nnr em Truppcn-Corps gegen sie blickcn läßt, und fiichcji nach Spanien. _Privatbricfe lauren aber ganz andersinacl) die- sen zich-t „man ytck) hier zurück“, 11111 sick) anderswo mit mehreren zu vereinigen; man geht den angreifenden Truppen aus dem Wege, um. auch nicht einen Mann zu riSkiren, will erst Stärke gewinnen, bis man encrgischcr verfahren und mit Sicher- indauf Porto und Lissabon loSziehen kann. Man will die

egicrung rrmx'iden, und sie so nach und nach aller Nkacht bc- rgubetr, und es ist nur zu gewiß, daß, verfolqt man wirklich einen 1olchcn Plan, das endlicheGelingcn sichcrisk. Es ist aber furchtbar und, schrecklich für die Finanzen, denn die Generale Sa dakBandeira und Bomfim, der eine imNorden, der andere im Sttdrti, haben Vollmachten, alle öffentlichen Gelder die sie in die Kasem senden, znr Bezahlung ihrer Truppen ar,:fzuneh; inen, die Rebellen aber leeren ebenfalls, wo sie hinkommen die Staakskakscn. „“Was bleib; da noch für den Staatsschalz Übrig? -- „Dcr YTUÜMl enthält in einer seiner ncuesen Nummern zwci nierrwurdtge Dinge: crsrlicl) eine ganz neue Art vonPro; clamatwncn, wclche dilesizicre dcr National-Garden des einen Corps an ein qndcrcs Corps richten, und dieses wcchsrlsweise [md quf solchr Art bringt dieses Blair drci Proclanmtioncn dib cine rst an die Soldaten -- Bürgrr drr Nationalqarde - abrieb- ccc,_die andere an die tapferen Kameraden dcs Arsenal-Batail- [oxid (wclclwdrn *))Zénistcr Freire ernwrdckcn). Unter Anderem heart cx; darm: „Kameraden! Die Nation baut auf cuch- sie rechne:- dar'anf_,da;; dab Arsrnal-Bataillon dcn Chatnorros'zci- gen wxrd, da;; ihre Bajojxnrtcr seit dem Usrtrpations-Krieac nicht m den Scheiden verkostet xind, und daß sie noch dazu dietscn kön- nen, dasz Vaterland für immer und gänzlich vonscinaneqncrn ZU befreien. Dir Nacional; !m-d I)?unézipal-Gardcn dic drovi- drtschcn Bataillons und alle BÜrqcr vertrauen auf cbren Muth tl)r werdet ihnejr vorangehen, wenn die bewaffnete Facxion mit,: dc121//Ba10nnrt xnrdcrgcscoßrn wird, um sich nie mehr zu erhe- berr. - Dre Chamorrisrisclwn Blätter prcdiqtcn vor nicht lanqrr Zcit Aufruhr, gegen das Bestehende, der Näcidnal prcdiqt aber Mord, und- dtrs-xs wird geduldet zu drucken, während dcn Anderen das Ochrwben verboten isr. Die dritte Proclamarion ist an die mnt-htgc *))?unizipal-Gardc gerichtet. Der zweite merkwürdiqe Artikel in diesern Blatt enthält Unter der ?lnfschrist: an dén tnirtgantcn AUIländer“ eine Drohung, daß man scincti“Nan1cn bekannt machen und ihm die Marbc des Geschoss werde fühlen lassen, 1V?1111_01" nicbt aufhörc, dcn Unterhändler zwischen einem fremden (Grmndtcn und einer [when Person abzugeben, um qc- gen das Vaxcrland zu konspirirrn. Als Pcrsoncn, auf diebier angcwrcllt wrrd, nennt Man öffentlich dcn Lord Howard und den Prenzrn, Über den Zwischcnträgcr sind die ONciiiungcn aber noch Irchrilk, und _w_enn rr auch in dem Palaste selbst wohnen sollte, xo 11111) dicse O.)?cnschn im Stande, ihn von da heraus- zuhoien; denn gegenwärtig ist jeder Vogelfrei. Trug ficds doch neulich noch zu, daß cixt Obers dcs Gcnie-Corps “einen ande- ren Oberscrn dcffclben Corps auf Befehl seines Kommandanten verhaften 1olltc; da man aber demselben, weil es schon Nacht War, das__HaUs nichr dffncn wollte und kein Befehl da war deshalb G)cwalc zu brauchen, und der Oberst also unverrichth ter Sache qbgrhrn wollke, rrstbérncn drci Polizeidirncr und vcrhaftrkrn ck11 xclbst, weil ihnen seine Erscheinunq verdächtig vorkam, Ungeachtet er in voller Uniform war, und “führten ihr: nun bon Pontio *zu Pilacd dnrch die albe Stadt, bis er sich qehörrg _arrsgewicxcn hatte, daß er an höheren Befehl handle. Auf dic1r Art wird also auch nicbt einmal die Uniform eines Obersten mehr rcspcktirt.

*- *- Lissabon, 5. Auanst. Sclwalbacl far 1“ * die C arte von 131126 proklmüirt; seine) Scr'cit)kr'chte zsililichZrkclrt ckth 0 Pferde zwxammengrscbmolch; seine Infanterie ist zum

aron von Bomßm Übcrgcgangcn. Saldanba-«némmt mit al- len Truppen, die er hat zusammenbringen können, seine Riel)- xuna gcgen Porto. Bomjim, dcr ihn berfolqcn soll qécbt sci) M Thomar für krank aus. Sa da Bandcirä, dcr Äälen-abc- lagert, wo der Baron ron Leiria eingeschlossen ist, leider sehr

YF) 'Drscrtion. „Zu diesem “Lingenblick haben wir a“so wei ttgcrkttrgc: den einen xiegcn ercscbido, den anderen zwighcn

den beiden Fractionen dcr Parkci Donna “1“ ** '

, . - *.). arm s. lehtcren steht man noch nicht klar. ( Enghschen Sovereigns eine mächciqe 1820 sind. *

, . In dem So viel tst'gewiß, daß die Stäbe für die' Charte von

China.

In öffentlichen Blättern liest man:

Es - , . Schauspiel, YU tft cm eigenes

beobachten, wie die Not wendi keit dem ' : schen dee ehren in National-Oekonohmie gith, von déinan dem Reich der Mitte zuvor nickt träumte, und zu sehen, wie ungern sich eme in i rer alten IFZcis eit versteinerte Régierimq neUe Wahrheiten au drängen läßt. .A.-„'r Vice-Kdnfg von Can) ton hatte beobachtet, daß die Concrebande mit Opium nur mit bagrem Geldd bezahlt werde, und da sie sich auf 20 Milxioncn Pmsker ]ährlicl) beläuft, das Land bekrächtlick) verarme; er hatte zum Brwcis seiner Meinung das Unbcskreitbare Faktum apgeführt, daß eine Unze Silber, die seit undenklicher Zeit 1000 Kupferstücke were!) ZeWcsrn sey, cht 1350 derselben wert!) sci) und daraus geschlossen, das; das Silber im Reich in Folge der großen Ausfuhr ffir Opium um 33 pCt. abgenommen habe. Er schlug daher dem Kaiser vor, die Einfuhr von Opium mit ei- nem gerrtcigen Zoll zu legalisircn, damit die Kauflcurc sicb im Stande 1ahen,_c§? eher mit Chinesijchen Waaren als mit Silbe:: zu bezghlcn. _Chtna war seit der ?lusbrrirmrq des Gebrauchs U01! Thee jo gewöhnt, Silber einzuführen, daß unter dem Kaiser Ktrnlong die Silberbergwerke der Krone geschlossen wurden, weil er fürchtete, daß die Maffe dcs Silbers zu schnell Ut- nehme [1110 „daher eine Theurung aller Produkte hcrvorbrinäk, welcbe die [angst geregelten Verhäßnisse störe. Die aeqenwär- rige Lsudfuhr voii Silber stört sie natürlich nicht wcniaér, 11:21) ist ffir ren Land wie China, wo kein Kredit besichcxcin sehr bedenklicher Fab. Das Wkittrl, das drr Vice-Könia “oon Can- ton vorschlug, tft, das Natürlichsre, was fick) tbrln läßt, abcr dir Sache ist 119ch 11tchk reif, und der Hof von Prima kann sicb noc!) mel)c'e_i1tscl)lcc);cn, einen so unmoralischen ?lktzu bexéxebrn, als das chalckrrcn dcr PpiUm-Einfuhr wäre. Daher harre“ der Kaiser nach El11c111 großen O)?iniskerrach den "20. Januar ein Dekret'erx lassen, 111 welchem er auf die Gründe des Vicc-Köniqs nichtein- geht, wndern dir Ausfuhr von Silber durcbans "derbictct, und dem Vicc-Köntg befiehlt, seine Macht dazu anzuwenden, der.- selben cm C'ndd zu machen. Dies ist eines der hohlen Chinesi- schen Dekrete, in denen das Unmögliche befohlen wird, Um den Anscbem-wdn Konsequenz und “Macht aufrecht zu halten, denn wan werk; in Peking vollkommen daß die Ausführrmq desselben n_tcht tn der_IJYaclx des Vice-K' nigs licqt. Man swat aber in Canton, daß die Minister keineswegcs eistia acwcscn seven und eme'groye Pgrtei im Kaiseri. Rathe dic Mäßreqeln dss Vicc- Kbnegs Uptcryrüßk habe, und daß in Folge dicsedOpposttion dcr Vire-Köxtig cmcn'gehcimen Wink erhalten habe, daß man die Opium-Emfuhr 11tchk in des Kaisers Namen [cgalifircm das; er aber auf eigene Autorität hin die vorgeschlagenen“ *))?aßrcqcln nehmen könne; Man glaubt aber in Canton, das; er sicb wohl hi'jten werde, von dieser Erlaubniß Gcbrauöl) zu machen, da ihn die Sache bei der nächsten Ungnade ins Exil in die Tartarci führen könntr, trofz der geheimen Billigung. .Die Sache wird daher noch cure Zeit lang den alten Gang chen. Die Ad- mrmstrgcton wn'd Yerboté erlassen, die Schmstaézlcr dartiber la- chen, dec BeamtrU sicb bestechen lassen und das Silber ausgeführt werden, Tbt's die Nothwcndigkcir den Kaiser zwingen wird, bessere Wiayrcgcln zu nehmen als unausführbarc Dekrete.“ “Zl fr ( k a.

.Die Allg. Ztg. berichtet in einem Sclrcr'bcn aus Bo vom 4; August; „Ueber die mit dem Be,)i) von KonstantKnT (111 ekmipftch Untcrhandlungcn hcrrxcbt ein strenges Geheim.- t_n , Und dcr wenigen _cingeweihtcn Personen bröbachten eine 101chc Zurückßaltung, da;; es bis jrlzt unmöglich war, etwas Si- ch_eres dSha b _zu erfahren. Mustapha Bei) von Tunis, welcher Mit den Jranzoien cm freundsclmftlicbcs Verhältniß erhalten wil], zrtgleicl) abcr dre religiösen Vornrthcilc seiner Unterthancn mda- lrc1)ft zu schonen “sucht, hat sich schon vorlänqcrcr Zeit zum Ver- mrrtlcr zwischen,'Jrankreicl) Und Achmed Brisanqrboten und der Generql Damrrmont wollte vor dem Bcginnc'drr krirqerischcn Oprrattoncn noch auf diesem ,Wrgc eine friedliche “Attscilcicbtxtia berntchcn. Das-nacs) Tunis abi cgangcnc Dampfschiff „Äcbcron“ bringt ÖL!" dortigen Bcddic Bedingungen, wclche dcrsclbe im YanwiiwzzrankreWs aii Zlchmcd sccllcn sokl. 'Lincrkcmmnq dcr Jranzdmchen Gouxcramctär, ?lrifpfianzung dcr drcifarbiqen Fahne auf den, MauernKonsantiixc's, und ein jährlicher “TribUr, dicses sd_llcn drr _Harrptbedingnngcn seyn, welche man von jenem fana- tty'cl)cn, Häurtlinge fordert, wogegen Frankreich slch vcrpfiicdtcn wcll, ihn nötbigctrfalls mit Trurpen u untcrsrülxcn. Allem 'An-* scheine nach, rtr decsrrdiplomatischc ' crsncl) nur ein Posscnspicl theils UX!) Arbwedj's Gesinnungcn zu sondircn, theils um daZ nertadoptcrte sl'lcdÜcl)? System nicht zn verleugnen,“ ch) qlaube, Achmed Bey würde durch eine Annahme diescr Bedinäunqcn den_O)eneral qurémont und die Französischen Minijkcr“ in große Verlegenheit soßen, denn dicse wissen qar wohl, daß nur durch eme Eroberunngonfiaricinc's das [eßté Waffenunglück qc- 1nhnt wcrden kqnn. Seit der mißlungcnxn Expedition dcs Mär- „schalls Clauzel ist die [who *))?cinung der Araber von der kricqc-

' réschen- ULÖU'U'IMHCit dcr FL'MZOsen unendlich gesunken. So oft

:ck mit rfinrm OJTaurcn odcr Araber von der baldiqcn Bcsckzunq Konstanttnrs spreche, schüttelt derselbe un läubiq den Kopf. Arhmed gelt unter den Eingeborncn fÜr unr-cscqbär, so lanqc nicbt cme_ neue _C'xpcdicion ihnen das chcntbcii lehrt. Aber nicht “bloß der Araber wegen, weit mehr no'cb ans Rückstibc Luf dthWTäcer ,Eurdpa's und am meisten aus Rücksicht an die Französische Naiwn selbst isi ein neuer Fcldzuq von Kö'cbsrrr Not ; wendtgkcig Dre: größte kriegerische Kraft kinos Jolies bestch m der frt1chcn Erinnerung an seine Siege. Ich glaube daß és vdn Seiten des Generals ,Damrémont und der Französiscbcn Mi- nisier cm ungeheurer Fehler gcwcscn isi, einém hochmütbiqcn Feinde nach einer Niederlage von Frieden zn syrccden. “„.“,rr Waffenrnhw der Franzosen in Afrika hat durch ihr langes Zan.- dernRohnchm ichon schr arlétrrn. - Was den Traktac' "mir Abl- dcl-Kadcr “anbciangt, so glaube ich, daß dieses Ereéqniß 11111“ ci- lxrn giinstigenßinfiuß auf das Gedeihen dcholonié Üben kann. Cinc'cmzégc Klausel jenes Vcrtragcdscbeink mir sebr qefährlicb nämlich die dem Emir bewilligte C'l'laubnéß, t'nFraiikrrick) 23.7611,- fen und »))?xmition einzukaufen. Jm Ucbriqcn iss dicser Fried? mit 01116111 Hbuptlingc, dessen große Eigenscbnfccn alle Ancrkcxd 11mm fixidc11,„dm'c_i_)ans keine Erniedriqrinq fair Frankreich. Du:“- lciztc krrcqcruclw Ereignis; von Bcdcninnä in der Provinz Örari war der Steg Bllgcaud's an der S-ikakÜ Dieser bcfdlqtc daher nur dein Grutidmlz der Römer und Napoleon's, cim'm Fritide naclckcktnr111 _Stege Frieden anzubieten. Obwohl ick) riarntlér!) tmr das Lianzcljcbc System ciner Besetzung aller inncrcn'Srädtc drs Landed, wodurch die *))?acbt dcs Zusammenhanges der Araber und drr .Konzontrirrxng ihrer Streitkräfte gebrocdcn würde, a“s