1837 / 299 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

„Dresven, 23. Okt. (LcipÉ A. Z.) Nachdem stch die zweite Kammer in ihren [eßren "zungen Über die von der ersten beim Einna me.: und '.[usgabe-Budgct gestellten Anträge und abwcichendcn * eschlüsse bewachen hatte, wurde in der Siz- zltng vom 21. Oktober über das Einnahme: und “in dcr hcxtigcn uber das Ausgabe-Budgct durch Namens-Aufkuf abgcyrcmmr und dieselben einstimmig angenommen. Man ging sodann auf die Berathung des Berichts der ersten Deputation, das Regu- lgcjv, die Ausübung dcs_j:!rj3 circa xzcrä über die katholische Kirche von Seiten des Staats betreffend, über. Rcfckcnc war der" Vicc-Präsidenr lk)»; Haase. Abg. Wieland, rve1cher schon bei der erwähnten Diskussion Über das Ausgabe-Budget bei Gelegenheit des" Departements dcs Kultus gegen den katholi- schen Klerus und dessen Intoleranz sicl) heftig auögcsprochcn harte, stellte bei §. 10 unter Anderem“ den Antrag, die Regie- rung zu cvsuchen, die Bestimmung Ö" treffen, daß diejenigen Individuen von katholisch-geistlécbcn rellen ausgeschlossen wür- den, wclche in einem Jesuiten-Kollegium ihre Bildung erhalten hätten. .Der Antrag wurde sehr zahlreich untcrkkützt. Die Ab- geordneten Accnstädr, Roux und Eiscnstuck erklärten sich gegen denselben, indem schon §. 56 der Vcrfaffuan-Urkunde genüge, „welcher bekanntltch die Errichtung neuer .Klösrcr, so w:"e die Aufnahme der Jesuiten sowohl als jedes anderen gcisrlichcn Okdens in Sachsen für ewige Zeiten verbietet. Dem Ministe- rimn dcs Kultus müsse jeder anzuscellcndc Geistliche seine frÜhc- ren Lebens-Umskäyde nachweisen, und so werde sick) dcl' Minister einer gerechten Ankkage aussetzen, wenn er einen Geistlichen an- stellen lasse, von dem es bekannt sey, daß er in cinechsuircn- Kollegium Profeß gethan. Auch der Sraa-ts-PTe'nistcr von Lin- denau sprach gegen den Antra , der zu weit gehe, indem in den Jesuiten : Kollegien auch IZTänner erJogen würden, wclche sch nicht für den gräßliche" Stand aus ildcten. Faffc dann Lin Solcher später den Entsxhluß, Geistlicher. zu werden, so sey er? muß dem Anrragc ausgeschlossen. Je weniger er die jesuéti- schen Lehren billtgen könne, desto mehr habe er Achtung vor der klasßscbcn Bildung dieses Ot'dcns. Cs sey daher eine Modifi- cation des“ Antrages wünschenswerth und derselbe nur auf die u bcschräriken, welche einen Grad oder eine Weihe erhalten ?)ättcen. Dagegen traten Sachße, jkr. Schröder und Referent ])r. Haase dem Antrage unbedingt bei. Der angezogene Para- graph der Verfassungs-Urkunde spreche nur von solchen Jesuiten, die Profcß gethan hätten; aber auch Jeder, der in einem JN, suiten:Kochjum seine Bildung erhalten habe, sey auszuschließen, da fich die Erziehung nicht bloß auf klassische Studiert, sondern auch auf die Moral erstrecken Werde. Die Kammer nahm den Antrag gegen 25 Stimmen an. Nach dem Schlusse dcr Bera- thung über den vorliegenden Gegenstand, bei welcher die Kam- mer dcn Beschlüssen der ersten Kammer und den Vorschlägen der Deputation Überall beitrat, machte Abg. v..Dicsk'au den Antrag, in dcr ständischen Schrift die Regierung zu ersuchen, die'Ll'ufhcbung des Cdlibats dcr katholischcn Geistlichen zu vermitteln. Der 'An- tt'agychcr berief sich hierbei auf die Vorgänge in anderen Ständc-Versammlungen, namentlich in Baden. Obgleich nun von Seiten des Kultus" : Ministers von Carlowikz eingewendet wurde, daß der Antrag mit dem vorliegenden Gegenstande in keiner Verbindung stehe, Überhauyt abet", seiner Wichtigkeit Wc- gen, für eine besondere Petition sich eigne, untcrsrülzte dic Kam- mer denselben doch ziemlich zahlreich. Staats-Minister von Ltndcnau trug“ hierauf bei der Wichtigkeit des Gegenstandes Namens der Regierung auf Aussclzung der sofortigen Bera- thung und Ueberweisung zur besonderen Berichtsec-stattunq an eine Deputation an, und die Kammer nahm diesen Vor- schxag gcgen 26 Stimmen an. Als nun aber die *Frage slch erhob, welchcr Depukatéon der Antrag zur Fcrtcgunzx dcs Bcréchts übergeben werden sollte, und es den Annhein genommen, als ob die Verweisung an eine der bestehenden vier Dcputationen sowohl als an eine außerordentliche, von der Majorität der Kammer verneint werden würde, nahm der Antragsteller seinen Antkag vor der Hand zurück und behielt slch das Einbringen einer besonderen 1ckriftlichcn Petition vor. Ein gleiches Schicksal hatte schon frühcr ein. ebenso wichtiqcr Antrag des Abqeordncten v. DixSkau auf Vereidung des Mé- lx'rairs' auf die Verfassungs ; Urkunde, und es werden demnach beide Gegenstände bei dem bevorstehenden Schlusse des Land- tags wohl schwerlich noch zur Berathung kommen. Der Prä- fidcnt Reiche- C't'senstuck bemerkce schr richtig im erlaufe der langen Debatte über die Art der Fragßcllung rßckjiclulich des Antrages des Abgeordneten v“. Dieskau, die Aufhebung des Cdlibats betreffend, daß man auch früher s onmündlécl) wäh- rend der Debatte gestellte Anträge an Dcputacfonen zur Bex queachtung verwiesen habe, z. B. den Antrag des Generals von

Keyser, dic Pferdezucht betreffend.

"Leipzig, 24. Okt. SexKönigl. Hoheit Prinz Wilhelm von Preußen.(Bruvcr Sr. Majestät des Königs,) nc | Höchst- dero Fatmlie smd von Mainz gestern Abend hier angekommen, und heute Vormittag um 10 Uhr über Dresden nachFischbach in Schlesien gereist. .

Heute reifte der Kaiserl. Russischchsandte am Königl. Sächsischen Hofe, Baron von Schröder, von Dresden kommend, hier durch nach Weimar.

Altenburg, 22. Okt. (Leipz. Ztg.)“ In nicht qanz 1“- Tagen verloren Fürst und Land drei ausgezeichnete Männer, am !()tcn d. M. den Vicc-Präfidenten dcs LandeS-Juskéz-Koüc- giums und Geheimen Konfißoréalrath Lorenß, am löten den Geheimen Rath und Kammer-Vice-Präsidenten Geutebrück, und am Liften den Geheimen Hofrath, Leibarzt und Medizinal- Beisißer der Landcs-chicrung, [)x-. Schudcroff ; die beiden Er- sterer; starben in den fiebziger, der Letztere .in den sechziger Le- bcnSmhren. Alle drei zeichneten sich aus durch Kenntniß, Thä- tigkeit, Rechtlichkeic, Charakter und hohe“ Moralität; alle drei Waren Ehrenmänner; sie hatten von unten auf gedient und fiat.“- ben, ém Vollgenuß der Achtung und Anerkennung ihres Landes- herrn und ihrer Mitbürger.

M Ü n ck M- '*'-4- Okt- (B a :) er. B l.) Zu der heutigen ([ 17ten) Sitzung der Kammer der Abgeordneten kam der Gesammtbeschluß der beiden Kammern über die Entwürfe des Zoll-Gesehes, der Zoll- Ordnung u. s. w. ur Vorlage, welcher in Folge einer Rückäußerung der Kammer der eichs-Räthe vom l6ten d. *))“. Über diese Gegen- skändc erzielt Worden war. -- Ferner wurde ein Gesammtbeschluß beider Kammern zu Stande gebracht über den Antrag des Abgeord- neren Freiherrn v. Holzschuh“, das gemeindliche Vermittelungsamt betreffend, indem dieKammer dei" Abgeordneten der von dchammer der Reichs-Räthc beschloffenen Fassung dieses Antrags beitrat,'wel,- che folgendermaßen lautet: „Se. Maj. der König seven chrfurchts- voll!? zu bitten, den Ständen des Reichs einen Geseß-Emwurf über die bei dem bereits be chenden Vermittelungs-Amte vorzu-

bring-enden Streitsachen, ü er das daboi [kattzuhabende Verfah-

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ren und über die Wirkubgen eines daselbsé zu Stande gekommenen Vergleichs vorlegen lassen zu wollen.“ -- Auch in Ansehung dcs

körperlichen Méßhandlungen betreffend, Ward eine vollständige Vcrcinbarung beider Kammern erzielt. Die Kammer der Rckchs; räthe hatte in Betreff. dicses Gegenstandes mittelst Rx'tckäußerung vom 16th d. M. erklärt, daß sie nunmehr dem neuen Artikel K“. nach der von der“ Kammer der Abgeordneten beschlossenen Fassung (sonacl) unter Umgangnahme von der Modification Bchufs der" Anwendung körperlicher Züchtigung als Strafmitkels) ihre Zu- stimmung er'thcile, wonach nur noch Über einige minder wesent- liche Punkte eine Vereinbarung zu erfolgen hatte, wclche sofort dadurch herbeigeführt wurde, daß, die Kammer der Abgeordnctcn obne „Debatte bcschloß, in diesen lcßtgcdachtcn Punkten danc- schlüssen der Kammer dchcichsräthc beizutreten. *- Ein weite- rchcgenstand der" heutigen Tagesordnung war dcrAntrag mc : rarer Abgeordneten, welchcr dicErlassung ciljcsKUltur-Gcscßcs bc- zweckc und von dchammcrén nachstehender, von dem Abgeord- neten 111“. Schwindl vorgeschlagcncr Fassung angenommen wurde: „Se. Majestät der König werdcn allerehrfurchtSvollsc gebeten, den Entwurf eines Kultur-Gcseßcs den Ständen dcs RUchs zur“ Bcrathung und Zuskémmung Allergnädégsk vot'lygcn zu lassen.“ » Endlich beschäftigte sick) die Kammer noch mit dem Ann'agc des" Abgeordneten Stöcker, welcher eine strengere Handhabung der Fcld-Polézci und die Realisfrung dcs Flur- schußcs mitcclst Beschränkung des zu. zahlreichen Vichskandes der mit Grund und Boden nicht Angescffcncn bezweckre. Nack)- dcm in der Diskussion hierüber cr'wäKnt worden war, daß es an zweckmäßigen Verordnungen Und Zn ructéonen behufs cincr gu- ten Feld-Polizci schon gcgenwäl"tig nicht fehle, und daß, Was die beantragte Beschränkung des Vichskandes bctrvffe, eine solche *Maßregcl theils an fich und in ihren Konsequenzen nicht wohl ausführbar, theils“ auch aus Rücksicht auf die ärmere Klasse des Volkes nicht empfehlenchrth cxscbeéne, beschloß die „Kammer, dcm Antragc nur in folgender Fassung ihre Zustimmxmg zu er'- theilcn: „Die Königl. Regierung möge geeignete Maßrchn zur. strengen Handhabung der Feld - Polizei treffen.“ - * ic Kammer der Reichsräthc beschäftigte sich im Laufe_ dieser Woche, wie man vornimmt, mit dem Budget und Finanz ; Gcscße für die vierte Fénanz-Periode.

O o | e r* r e i ck). Wien, 21. Okt“. (Schles. Ztg.) Ein gegenwärtig hier obfchwcbcndcr Kriminal-Prozcß nimm: das allgemeine Jnrewsse

in hohem Grade in Anspruch. Die betreffende Per'son dcssc'l- ben ist ein Edelmann aus den ersten Ständen dcs Köni reichs Ungarn, _nahe verwandt mir den cdßlsren Familien dcs .'“aiscr- staates (Graf Joseph Esterhazy). Das ()01'1-145 tic-kit'm' ist: MLH- achtung dcr obrigkcétlichcn Ordnung und schwere Vcrlcßung ei- nes zur Bewachung selbst aufgctkcllten Polc'z'eé - "Mannes dUt'ck) absichtlicbcs Ucbet't'cétcn. Oicscs Vergehen ist schon im Laufe des Frähjahrs bei den Pratcr-Promenadcn bcganacn worden; da inzwischen der Thöror einc n1chrmormtliche Reise unternom- men hatte, von der er crsk vor" einigen Wochen zurückkehrte, so blieb. das gerichtliche Einschreiten bis dahin suspendirt, Kaum hatte: aber das offizielle Blatt in seiner Liste der Angekommencn die Rückkehr des genannten Herrn angekündigt, als auch schon der Kriminal - Senat, vor dessen Forum der Gegenstand gewiesen ward, einstimmig die Verhaftung desselben zur gericht- lichen Prozedur anot'dnete. Nur" cine durch Gerichts .- Aerzte konstatérrc Krankheit verhinderte die Ausführung dieses Bc- schluffes, der jedoch nur daHt'n abgeändert wurde, das; der Pa- tient in scincr Wohnung Polizct-Wacl)c_crl)iclt. -- So weit war die Sache bcrcjts vorqcschrittcn, als erst von den hohen Familien-Angchörigcn und Verwandten allerhöchsten Orts Schritte gethan wurden, der mit vieler Wahrscheinlichkeic voraus ersicht- l:chen Verurtheilung durch Vcrmittclung zuvorzukommcn. Se. Majestät der Kaiser sahen fich hierdukcl) veranlaßt, vom Kriminal- Senat die betreffenden Akten zur Einsicht zu verlangen und selbe dcr oberstanustizstcliczurPrüfungund Begutachtungvorzulegen; allein die einstimmige Sentenz dicses hohen Kollegiums laurccc dahin, daß der Kx'iminal-Scnat dcr Residenzstadt Wien bei Einleitung des Prozesses streng nach den bestehenden Gesekzcn vorgegangen scx), worauf Se. Majestät die Akten dem Senate mit der vollcn'éj'nerkennung dessen rücksichtslosen Eifers bei Auf- rechthaltung dcs Geseßes rcmictirte und die Fortsckzumz des Prozesses unter Znhafcérung dcs Inkulpaten, und zwar, sobald es seine GcsundheitsBcrhältnisse erlauben, im betreffenden Ge- richts aufe anbcfahl. Die Bckanntwerdung diescr Allcxxhöch- sten erfügung hat, so sohr sich auch die allgemeine Theilnahme für den seiner sonst sehr geschälztcn Eigenschaften des Herzens wegen geliebten Grafen ausspricht, unter dem Volke, wclches darin den heiligsten Beweis crksnnt, daß der Wahljpt'ucl) dcs Kaf- set's: „[R-„('m tlnsl'j“ nicht leerer Wortschwall ist, einen unbeschreib- lécl) guten Eindruck gemacht. .Das Urcheil dürfte nach dem klar vorliegenden Thacbcsrandc in schr kurzer Zeit gefällt werden, und nach dem Inhalt des Kriminal-Gcsefxbuches wohl sch1vew [ich unter cénem Jahre Gcfängniß lauten, Welche Strafe dann von Sr. PTajcstäc in Ausübung des Allcrhöchstihncn zysrehcn- den unbedingten BcgnadigungSrcchtcs in eben so lange Verwei- sung vom Kaiserlichen Hofinger verwandelt werden dürfte. -- Es heißt, daß der neu hier beglaubigte Türkische Repräsentant nicht die Würde eines Botschafters, sondern nur die eines Gc- sandcen führen Werde, Was mir der früheren Nachricht, daß die Pforte nicht wieder einen Botschafter hierher zu ernennen qc- denke, weil ihr die Kosten seines Unterhalts zu groß scyen, einigermaßen im Einklang stände. Am löten d. M. ist auf Anordnung der Hof-Kanzlci bei der hiesigen medizinischen Fakultät untek Zuzieh_ung_ eincr bedeu- tenden Anzahl rcnommirter Aerzte Über die „Homöopathie und insbesondere über die Erlaubniß des SelbsWispcnsrens dcr Arzneien dissertért worden und, sicherem Verneh:ncn_nach_, ha- ben alle Mitglieds? bis auf den Protokollführer der Gcsellshafc, Professor, der Arzneimittcl-Lchrc 1)1'. Herrmann, cinskimmxg_der schon früher ausgesprochenen Meinung des Landes-*Vroxomcdxkus 1.)r. Knolz beigcpfiichtet, nämlich, „daß das SelbskdtSpenstrcn nicht zu geskatten sey.“ Der „Nürnberger Korrespondent“ enthält einen (auch in andere Blätter Übergegangenen) Artikel, worin die ganz unrich- tige Anzeige sich befindet, daß fick) die Witcwe dcs unglücklichen Dichters Puschkin hier befinde und fiel) demnächst wieder ver: mählen dürfte. Der Verfasser jenes Artikels „hat damit einen Beweis geliefert,“ daß er weder in der auswärtigen Literatur, noch auch in den hiesigen Gesellschaften bewandert ist, sonst hätte er wissen müssen, daß der eben so aligem'eén bekannte als aufrichtig bcrrauertc Dichter Puschkin nicht Graf, fokglich seine Witth nicht Gräfin, die hier seit einigen Jahr_en verweilende Gräfin Puschkén aber die Witcwc des „ehemaligen Russischen

StaatSraths Grafen von Puschkin ist.

Geselz-C'ntwurfs, die. Untersuchung und Bestrafung der geringen,

Ofen, 77. Okt. Ihre Kaisers. Hohcik die Erzhexzo *))?aria Dorothea, Gemahlin des Erzherzogs Joseph, Palaxg von Ungarn, abcn an das JITilt'tair, wclcl)c_s zu den HLW Manövern an den RZ-kos gelagert war, Cinhundercgsim Wein vcrthcilen (affen.

Un _a a rische B lättct' berichten: „Am 12. September ha man in Ofen am Donau-Ufer' beim Provianthausc cin WZ“ ziehendes Schauspiel. Man sah Menschen unter Wasscr vcmvg; und zwar mittelst dcr Tauckwrglocke. Gegen halb ] Uhr Micr sind nämlich der Ge'aonl)atm Waldstein, dcr L_(»A-Bauch.-f tions-Jngcnicnr Asboth, der Tanchcr aus England, (ck)“. .. Dewat', und Ludwig Thomck in dcr Tauchcrglockc hinqhg,' sen und zugleich an der LUfkpumpc & Männer angestellcw dcn Él'skcl'e hatten eine brennende Lampe mitgenommen, 7 unsere Neugier besonders anf die Art: der" *))?ikthcäungoxx. dcn untckcn Regionen Neptuns _«39réchtct Wax", so glaubcnw

kzskcn, alle dxn_ „Kirchen und Klöstern gchörytxden goldenen und Klöcknen Gefäße und „Juwelen zm" Di§postcton dcr Regicx'ung qey'chc haben. Es wxrd cc'n :vacncammn von diesen Gegen, ständen angefertigt und der" Werth derselbxn, ch Dekker vom :., Oktober 88:45 gemäß, sxxbald als 131dglrch durch den Druck hckatmc gemacht werden. Es sollen (Gold- und Silber-Münzcn «(.pl-ch wcrden, jedocl) alle Kunstwerke, die nach dem Urtheil dcr ProvinzindDeput-xionen1denKtrchen nothwcn-Iig find, den- selben verbleiben. I)?a“'dt'éd, den 9. Oktober ck37. - - _Dtc Königin-chentin.“

Dasselbe Blattxpthält einen von dem »).)kénisccr des Innern, Pablo OJTathng gcgengczxichncten Königlichen Bc- fchl, wodurch die Crxculatzon derVyld- und Silbcr-Münzen des ehemaligen Spamschcn Amertkqs ctx dcm Königreiche Spa- nien erlaubt wird. Dock) le'cht ste bcc dcm Schatz und allen - - , . . . Köniqléchcn Kassen ni_cl)c als gulrcges Zahlungsmittel angenommen. unjcren Lcjct'n gefälltg z'u Mn, „wcnn wax“ dlc vcor' dcm HU: Die Cortes haben in ihrer vqrgcsrrigcn Sitzung den am tauchen vxrabrcdetcn Jagden bckmmt maxhcn. L's warens. „3. September 18-36 zwischcn dcm Gouverneur de.. Philippinen “chr" S“ ZÉMMHM ""t PWC" “""“; ")“W'U's “" ÖM md dcm Sultan Mahmud Dschamalul Guéram abgeschloffcncn chcrglocke. Einmal geklopft helm: mrhr LUch “.'mal: fcer'rcß. . , ' l'-N'aktac cnchmi c.

: . -. . U.SMS- und Handcs & g g Zmal: auf! ämal: bmab! "mal: von „Bord! (*mal: _chanz. 7“ SÜd-Amerika.

?mal: gegenwärts (skt'oman)! Bmßak: nattwärts (scrolmfabxx I»;

dem waren zu verschiedenen bchl_ic igen111:d.1usfe]f)réc.)c11 “...a-;; . zu r ;- o 2, Gulf. Lkus einem von der" All t _

lungen in dcr" Glocke d:“mncTäfclchcn anSchnüt'cn aanhängr/z mitgsLtJHFilLXeZ ?Scßréibetxxincs Zeutsclxn Kaufmanns.) Zs "?th

W" Enden WM W“ Glocke heraus:; “Uf, das Vcrdch NSS hier wkcder Alles gut. Die Rcvolucc'on ist erstickt. Alle darein

fes hinanfrcicjxcn, und in der Hand etch htcrzx: ck_gcnsYz erwi'ckclcen Offiziere nebst ihrem Anführer Vidaurre sind ge-

stellten sich vereinigten, Bald fuhlte dtcxcr', da]; eme Ea]: angcn. Das Urrhcil diescr Unglücklt'chcn ksk bts cht noch un- ollxkreckr, fie wordengber wahrscheinlich erschossen werden. Der

gezogen war,_ und sofort zog er dieselbe an. „Mga War“ wenig Überra]cht, auf dem hel'aufgczogcncn Tafelcycn daz terlauf der ganzen Geschichte war dieser: Am Iten vorigen )?onacs war in dem nordöstlichen |Z Leguas von [)éer gelege-

Blei selbst gezeichnete Portrait des Grassau Walßsrcin, in,- Hand LMM Blkkskksk- i" W" “"I???" c'" ÜÖUUMS Täf cn Städtchen Qrtéllota, wo eine Division regulairer Infante- Halteyd, zu erkennen. „Unter der Zxxchnung Wai." dt? Unrcrxxx. &, Bataillon delNaipo genannt, und über" 200!) Mann stark, „EMI l_cbc das Ulk? EURIP!“ „_Llllcn “"O. sclb§r_dct11x75x obst cinem Regiment Kavallerie lag, eine Vorsch1vörunq aus.- HM'" Clark hac diesel" WWU“ Emsa“ cl" „N'MWWWJW cbWchen. Diese Truppen sollten in Folge dcrKriegs-Erklärung aßqxwonncn 'Nach i4 Pktnuccn langkm UUfÉ'thalkk !!?-“4 on Chili gegen den General Sanca-Cruz, jckzigcn Beherrscher RLUMÖM ZlÜkklkcl) *" dcr OWM?“ WWW" “"IckNUWM-Y! cr Vereinigten Bundesstaaten von PM: und Bolivia, verwen- exwähnteeTäfclek: hüt de'? GZ'af Stephan WU SIMM!) er werden, und wurden 6621: von dem KriegstDénésicr Don TM Issthks ZMÖMÉW (""/1, NM? Ns"; UUMMUUWUI aux Ocho Portalcs gemustert, als sie über diesen auf ein gegebenes Donau mrt stef) gcnommcn. Zeichen het'ficlen, ihn gefangen nahmen und nebst Mehrercu von I t a l i e !: cinen) Gefolge in Ketten [chen. (Yräerql Vi_ckau1'x'e erließ hier- " _ auf eme Proclamacton, worm er den bcabjtchricztcn Krieg als _ R97"- 70- Okk-__(H0"UVV- ZW) ('“-“MM) WMW ein den „Interessen des Landes nachtbcilégcs Unkernchmcn dar“- d:plomatcschcn Dazxvqchcnkx3xtfc gxlungcn zlt_1cl)Z1, Olk MMO? schcc, Und dem Ehrgeiz dcs Portalss zur Last legte, daher er der Rdnnschcn RLIW'Ü'M chr Sperrungöxlezyrgxtcn MMM?! von der Armee verlangte, die Regierung mit ihm umzuscoßen, men. Cine nach:)rkxcklécwc Note dcs Ocstcrxcxhtsthcn Gotcha was ihm aber glücklicherweise nicht gelungen ist. In der Nacht ters und ch „Drohunchapcls, fiel), im Fall man hicr'bc'xdr vom Iren erhielt man hier“ die erste Nachricht, und sofort wur- bisherigen SMM“- bkhal'l'tc, WUWZUUW, WU' WU“ ks WW den die nöthigcn OJTaßrcgcln zm" Verrhcidiqunq accroffcn. ZU: in dcr Diplomatie heißt, hermctéch) gcgen RWJÖZULMU “.*-“ck fiberbracl)tc cin Parlamentair aus de:]: féttidlichcn Haupt- haben Eindruck gcmacHt, und es ist 11_1it groß?? _O h_cik :tme'ticr ein dem gefangener: Kriegs" ; Mint'ykcr abgcnökhigtcs zunchmcn, daß in 14 Tagen nicht bloß die Röt1111cl)c11,_wn» “*.-hrciben, mfc dcm Ansinnen, Vakpamtso 11:1ve1*zx“xglich zu all? QUANTUM?" im ZUM" WU „MUZ IMU?" MMM jbergeben, widrigenfalls sem Tod bcschloffcn Wäre. Dies wurde. sry" werden; eine 11121 so ct'ft'culéclMc "«)ltisr"éc1ckt alö__'t1an km'zl: natÜrlich, verweigert und die Beérgcymjlc'z, welchc Pot'talcs seit noch allgemein bofürchccrc, die Stadt Rom Wa'k'dk slcl) MW sechs Jahren hier sowohl, wie in anderen Plätzen der Repu- fct'mmg dcr" Cholera mm ihrerseits gcgct:_das Lqmd abipcxxx bitk wohlweéslick) organisirt hatte, wurde unter die Waffen gc- Es ist hohe Zeit, daß dem Mangel und AMD hlék, abzxskzokk rufen; sie zählte 15-50 Many, dazu die 5130 des bei uns in werde; es war so hock) gestiegen, daß Lchrcr. ch kc-Zn'zx-Umk Garnison befindlichen regulajren Bataillon de Valdivia, eben- richt zu geben, Kopisten, die njchts abzxxxclw'ctbkkx, 227-zxxka“,_d falls nach Peru bestimmt, und schließlich die Bürger .- Ka- nirgend mehr zu spielen f-„mden, gynö'thegk gcwcxen,chcc 329 vallerie [20 »))?ann. Diese Truppcn zogen nun chen und Schreibscligkeircn nach dem (échjvtcwx zx: vm'ljavfcn,'cm das empörte Bataillon del Naipo aus, bis daheb das taxkfcrfte unter ihnen sogak sich zur; Scrqxzcn - Arbeit fkll' WM und ansgezeichnctstc Corps in Chili, welches ohne Zweifel die Paoli täglich zu stellen- MUM N"? Dbk'kskc'k'kkl't'b“ VMM Oberhand gewonnen haben würde, wäre es nicht in eine so hat diesen Zudt'ang nt dcn öncntlichcn Arbkitcn öcjchräv chlechceSkcllung gekommen, und nach2kndercn nichr soschwach MKM"- UUI GLWUNH- die Nécmatxd wundcktx wird, dk!" F.-mit Munition versehen gewesen. Eine halbe Stunde von hier kannt l'sk/ WW man hkkk' Mik ÖM öffentlichcn GEWO?" UMF m Ufer des Moores, bci Castillo del Baron, am Abhang cincr UW daß z- B- vom PMMA)?" HÜUWWÜÜW MWM “))?W-"k -chlucht, erwartete man denFeind, Welcher am Iten bereits bis schwachen Einsichten, fÜr“ dl“? RÄUMTUUICU UU.“ des BMF: :?adc la M'ar, zwei Leguas von hier, vorgcréchc war", und und O.Uirénals Tag fx?!" Tag SL“?- Scllök auchzaé)“ m kommenden *))?ot'gcn vor Tagesanbruch «Uf der cntgcgcngc- Krankheit, Mangel, )("ng sÜW ICWMMM, “5911911113011? -„ cßcen Seite des, Barons“ erschien, wo es gegen 4'/._. Uhr zu des gcsclls'chafclichcn Zusrandcs hier aufzudecken, dc]! ?lbctjqs-J' mcm T'ccffcn kam, das gegen zwei Stunden dauerte, und mit ben, C'l' ctmulz, die Unwiffcnhcit det" Y_Wcéücn, diE GEMMhlp cr Niederlage der Empérck endigce; etwa 100 waren gefangen keit A ci". Uncer den in det“ Zcit dcs SCOWCÉMI W cnommcn und gctödtec worden. Ich konnke von meinem Zim- Schandthatcn hat ein lcßtbén eingclcéc-cccs gcvjcl)c!éch)os Bcr! n:;- aus das Feuer schen; die Nacht war nn'r noch nie so ren einige auschiescn, die zu schellßlicl) sind, Um cl'z-„ébxk, nheimlich beleuchtet worden. Den unqlÜcUc'chen Portales hac- werden. Den glaubwürdigskcn Angaben znfolgc, ift dic,“ en fie in einem Wagcx: nebst seinem Sccrctair bei dechscrve der an der Cholera im Ganzen hier Vcrstorbcncn_ 1111957“ khalten, und Beide: gleich im Anfang des Treffens arts eine bar- ]4,000. Dée Mitglieder der Regierung bcmüh-xn [ich -a1'ische Weise ermordet; man fand des C'rsksren Leichnam von glauben zu machen, daß diese Zéffer um "whk als dasxz ];") Bajonettßichcn durchbohrt. So wm“ freilich dchicg thcucr pelke zv: hoch s?y- Ok'lecl'ch chknWäVkig nocl) einige TW rkanc, denn man wird in C ili einen Mann wie diesen so täglich VVTÉOMMM- kann Man doch dieKkankhcjc 10 gutalss bald nicht wiederfinden. Diese “Takaskrophc hat allgemeine Enr- loschen betrachten; die Vcrwfrxnng ist vorüber, und mankx räsmngerrcgt; man kann nicht begreifen, wie Vidaurre, sons? YU.“ früheren gewöhnlichen Unordnung zurück;. WW“! cin perjdxüichcr FL'OUTW von Portaleö,_xnic Wohlthaccn von der Uuppen von der Gränzc abg-or'nfcn und zwcck'tnätzéglmxé Regierung und Portales Überhäust, jcm Yerrather und Meu- nern verwandt, so gelingt es vielleicht, dex“ HarxnäF-gch cheimördec Wekden konnte! Alle diese Manner kqnnc ich aus Ziel zu soßen, womit einzelne Oktsclmsrcn sich noch émxyckxé , meiner früheren Verbindung mit P'ortalcs pcr_sö_nl:cl)§, und die sperrt halten, und wodurch vécic Reiscndc, dsncn nirgends.! Haare stehen mir zu Berge beim _chdankctt__ dxc1§rchhandxhßx enthalt gestattet, nirgends die geringste Nahrung gcrciclxchk- zYMjMamhe wollen bchaUchn, pax; Sunra-Q'Uz 1ct-nc Hand :m vor Hunger, Durst und Ermüdung fast vcrschmacizrcc n'aL'JZ", !Splkle gchgbr habe“. Die Cxpcdrtxon tmch Peru 1v:rd_abcr11m1 -- Dom Michl ist heute nach einer Villa zwischyrxFK:U vor 'ich gehen, und da dre yct'ctmgccn Pi'ovtx1_zen HZ:: und Grotta ferrcta abgereist, mir der voxsjuftgcn ?lbjtäZWJé QZLchos-“Ayrcs ihm gleichfalls dcn K*.“cc-„x erklärt haben, _19 dkn'sce 52!,«*inter cms derselben zUzbe-jnggn_ _ Dic DLUTÜÄMU-MÉÜÜZ, dlch' klctne Buonaparxe 11)th bald scx11e Rolle ,ausgexpchk ha;- gaben heute ein FcsUUahl, zu (Ähren dcr hiera111vcjcxxd-z/sZ-ZFL' _, bon, wgs schx: zx: wümchen wßre, damrk al!gcn;c:ne5 Vcrtraucn reichischen, Preußischen nnd Bayexischcn Aerzte, chÄ/W'WZ“ und Stcherhctc tm Handc'l Wredcrhcrgcstcch wnrden.

von ihrer Regierung er)? Mitte Scpccmbex hicrhcxabW“ L* Z“ n l a n d.

glücklicherweise zu spät'angckommen sind. Rom, 14. Okt. (Allg, Ztg.) Die im MonakNUIU , Berlin, 27. Okt., Bci dev hiesigen FriedricH-Wilhelms- “* * Sommer-Scmesker oder vom

hier verhafteten Ruhestörcr sind von dem Get'icht zt! LWF“; „"ÜJFT'UÜT häßM im KÜIUIUÜ'UM , “_ und mehrjähriger Strafe vcrurthcikt, und bcx'cits nm“) *? -4. .[prcl 6:6 21. Oktober m der theologrschcn „Fakultät 4 Pro:

Castellano abacfährt. Den Rädelsfährcrn soll es zum? ;potioncn, i" der mxdé MM)“! 70 UND M der philosophishcn gelungen seyn,“ bci Zeiten sich durch die Flucht zu retten. »: ;;, Überhaupt also 93.“ roomotconen, stattgefunden, von denen beobachtet [);-«- Über die ganze Geschichte die größte PAM Ye Uter ersteren den Lccencmten-Grad, dre übrégcn aber den genheit, so daß nicht bekannt geworden, was ch“ USW". “kaVk-(Érad chtrafcn. _ x , _ „_ Zweck der Angcsclwldigtcn war; was man in ((»;cscfllsfcl)é;1CFWl 443.1; Bom [Zvscen ch LC-hskeln d. Wk“- "ch tktdhxanr sRefidenz auswärci en 9'lärter: arübw a t bern t bio? au ** ['*' " ? FMM a a" "' 9er“ er M" U" " “WKM * g “) jd * f I, h ]) “d “„ MMM) aus“ früheren Erkrankm1gs-Fällcn » als gestorben ge- Nea el 12. Okt, Se. Ma'ccät der König)?“ L kdct wy't'den. * . . . wieder bie?" zörückcrwartet, 95,12c (Las]; ey seinen Fuß aus Y:“ _ *- Ctnet' Bexanntmachung der hwstgcn Armcn-Drrectton [ZM gese'ßt häkkk- Er hat bloß e*i'nigc Städte djcsscit dcs J* zufolge, waren, bet dern dieSmalrgen _Uusbxuchc dcr“ Cholera in besucht. -r .BU'UU-aus dem _Zahks [83% noch Gcld-Bcstände im Gesammt- Seit mehr als 14 Tagen Wehen anhaltend ()(,sxjchtYI * ecx'a e von 9446 Rrhlr. vorhanden, die damals zu Cholera- Die Noth nicht nut“ unter den untern, sondern auc!) c;"cb,

ZWe en in dcnfverscl)icden_e_n Stadc-Bczjrkcn gesammclx wor- lern Ständen, welche von den Fremden und Reiskndwust;cke pc" waren. DW ULÜU'WSUUUI diescr Bestände an die synapt- nimmt furchtbar zu. -- Seit zwei Tagen ist an der Rb . -

' IFMKÜM hsclßs, als ?has Jebel sich im August d. I. aufs

- - - - . [, Dic Scl): ? e e zetgte, „Mg! ) gema t, mmtléchc_'2lrmcn-Kommisfiox1cn

ZKF;d,;TZeFWYZFal-LSWPFZeFfIcho cn sofort nur cmem angemessenen Vorschuß zur Leistung außer- Spantcn. enkhß

- IWök)ulicher Unterstülzungen und zur Unterbringung vieler vcr- - Madrid, 14. Okt. Die gestréae HINZUMY mac!)c11

kUng ker duroh die Cholera verursachten Kosten veranstaltet

* Wind ........

1205

öffentlich bekannt gemacht werden. „Auch diesmal wie vor 6 Jahren“, äußert die Armen-Dircction in ihrer Bekanntma- chung. „hat der milde und hülsrciche Sinn unserer Bürger- und Cinwohncrscsxaft slch auf das crfrculichskc bewährt. “Es thut uns wohl, wiches dankbar anzuerkennen und durch die treue Mitwirkung so vieler 1vackcren und unverdroffenen Ar- mcxxpstcger und Sclxukz-KomtyisslortS-Beamten in dem Vertrauen gcskarkc worden zu 1eyn, daß die uns anvertraute Sache |ets auf Opfer an Zeit, Kräften und Mitteln bci Berlins Einwoh- nern rechnen darf.“

M„-...„_„.._.«._._ «»»»-«..“»..-

Wiffenscbaft, Kunst und Literatur.

Die“Medizé_nal-Einricx)tk_ngen des Königl. Preu- ßtjchxn Heeres, histort1ch und systematisch dargestellt Von C. K. G. Freiherry Von Richthofen, „Intendan- tur-Rath beim GarderrpS. Zwei „Bände. PotSdam, 1837, bei F. Riegel.

_ Wxnn in diesen Bzäncrn vorzugsxvcise dicjsnigcn Erscheinnngen

m der Literatur cine Erwähnung verdienen, welche über die Auswü-

dnngWLind dcn dcrumligcn Zustand cinfinßrcickzcr Verwaltungs-chigc

TZc_s Staats Knnde geben, so darf das obige Werk in mehr als einer

„ymfickyt [)icr nicht unbeachtet gelafskn werdcn.

_ Schon die Wichtjgkcit dcs (“)-.“qcnsmndcs desselben. welcher fick)

ans die zur Beförderung und Erhalinng dcs Gcsundbcits-Wobles der

xnr Vatexlands-Vcrtheidjgnng berufenen Staats:Angebörigru vorbau- denen Einrichtungen und Außaxtcn bexicbt, nimmt um so gewisser ni-Nt bloß das Interesse drr M.lttair:-Axrzte und S.1ni1äts:Bcau1tcn, sondern das allgemeinere Interesse dcs gesammten Herres. ja, des ganzen Vaterlandes in Ampxncx), als alxc tanglichn Männsr zu sci- ucr Vcrtycidiguna berufen und mithin bei einer geregelten Kranken: pflege Fährcnd des K.:“;gs- und Y'kilitairdicnstes wcscntltä) interes-

sxrt sm .

Demnächst aber ist das obige Werk das erste, welches in dieser

Bollstéindigkctt einen Gcsammt-llebcrblick über die aUmäli e Ausbil-

dung und den gegenwärtigen Zustand drr Mcdißnachr assung der

vatcxléindjscben Armee gestattet, fiber dre bislwr nnr ciuzclne. dnrch, das Interesse des Angenbjicf's hcrvorgcrnfmc Erörtcrnugcn stattgefun- dcn bach. In dem crsien Theile (x] und 316 Seiten) schild": der

Bcrfasscr, !vclchcr als Referent der LazaretWPartie bci der Anten-

Begründung der Medizinal-Verfan'tmg des eeres dur :- chcs Verhältniß„hingewiesen worden zu scyF schcjnt [Idstxxtetr "FZZ. fügung dtcscr Lucke einslebbaftes Interesse gewidmet hat, die Ge- schzchte drr Mediziual-Emrichtung des Heeres von dessen Entstehen bis zxnn Jahre 1825. Wahr und treffend ßcslt der Verfassér inson- derhcrt deu his zum Ende des vorige'u Jahrhunderts aUerdinqs nicht gan; erfrcultchen Zustand des Militair-Hcilwcscns mit seinen Ursachen mxd erfungen dar. Aber gerade die gewissenhafte und,tx“eue Er- wabnung diescr Ursachen, welche unter“ den großen Eutwickelungm dxs vortgen Jahrhunderts das Zurückblciben dcs Militaichilwescns hanter acht ubrigen Außaltcn des Staates zur Folge hatten, scheint unser]; bcsondech Dank zu verdienen. da deren Kenntnis; zugleich das 11chcrste Mute! gewährt, ähnliche Nachthcile zu vermciden.

Dcrzwcite Theil (M'! und 351 Seiten) enthält, auf die historische Bass „des ersten begründet, die Darstellung der neuesten Prcußiscven Mittaxeredqinql:Vcrfajsung, un) zwar zunächst die Organisation des MalumnMcdxzinalrvcscns und dcsscn änßccre “Form, und die Dar- schung der Grundsätze und Maßrchlu zur Unter uchm1g- dcr Waffen- favsgkctßdcr zum Krtcgsdienste heranzuzicbmdeu Staats:Angcvöri: gen. Die systematische Form der Darstckluna entspxicht völlig ihrem Ztvc'xkc, zvclchcr dahin geht, den bei dem Miliiair-Medizinachsen zmzqäxsl mtcresfirtcu Aerztcn und Beamten, so wie insbesondere den Milrtatr-Cbxfs uud Trnppcn-Commandenrs aller Grade, cin Hand: buch zu gewavrxn, aus welchem ste sich über ihre Oblicgcnvcinn und Pflachteq. und uber Alles. was ihr Dienstverhältnis"; betrifft, so weit dasselbe m das Sanitätsjvcscn dchruppcn-Thciie einschlägt.vol1siändige Belehrung vcrsclmffcn können. Mit nnvcrkcnnbarcr Sorgfalt hat der Verfaffer insbesondere hinter jedem Paragraphen die Vorschriften namhaft gcmaobt. auf deren Inhalt fick) die Angabcn gn'jndcn, und dadurch cinen trefflichen Anhalt zu einern mit den Vorschriften über: einstimmenden, überall gleichmäßtgcn Verfahren gewährt.

Die dem Verfasser (nach seiner Angabe am Schlusse der Vor: rede zum zweiten Theil) Seitens des Medizinalstabes der Armee gewährte Llnterfküßung, 1velchc, nach einer Mittheilung auf dem Um- schlagbogcu dcs gedachten zweiten Theiles, in dcr Durchsta): des Ma- nuscripts vor dem Drucke bestanden zu haben scheint, beweist, daß die Wtckviigkcit seiner Arbeit für das miiitgirärztlichc Publikum vpn dcsscn oberster Bcbörde anerkannt und gehörig gewürdigt werdcn 117. In der Tvat ist aber auch das Werk gerade für die Militgir-Acxzte fast unentbehrlich. indem es eine von ihnen besonders gcfubkte Lücke ausfällt, wofür fick) der Verfasser den Dank aller Sanitäts-Bcamtcn des Heeres verdient hat.

Druck und sonsxige Ausstattung des Werkes find lobenswerth.

daytnr dcs scchstcn Arn1ec-Corvs nud später bei der des GardexCorps cxur dcn Mangel einer historischen Entwickelung und" systematischen

Namen der Städte. ! Wiz?" ! Roggen , Gerät , Hafer

Königsberg ......... 387, 72874. 223.42 156/[. MW“! . . . . . . ..... 4:;'**,-- ;. 307.3A 214,42 [“ck/„2 Trlptc ............ 41- *,/„..128 17% 2 125,4, Znsterbm'g . . ....... 32 ' * 2/- 18, ['I“ Rastenburg ......... 35 "Z(ZM 2 22 [49/12 Neidcnburg ......... 45 Z317/,2 922 153,22 Danzig ........... [456,42 x28 [21%2 153/12 Elbing ........... 3807... |28 [22 13%; Konitz. . .. ......... 50 " 135%2 17%, Graudcnz . . . . . . . . . . 42'9/„Y30'J/„2 135/12 Kulm ............ 45%? ,33942 15 THSOT'U ------- “[ . . o . k/FLI/[L 3077/12 1310/12 Posen ............ FMM; 34%2 217,2 “146/,x „Bromberg x-“il7/„2 273/2 20'0/„416342 Frauskgdc ....... .. . . . "52242 307,42 21 16%, Zxawsrxch . . . . . ..... 499/12 382,42 26%. 19842 Tcmpen ........... „„ ;..

, PU 122 1239/ 3204/12 BLOW“: ' x_ßxz-J/U 5542/12

" [

...-oé---

U? Bx'andcnburg . . . . . . . . 482/12 . 39,2 2497... Kottbus ........... 371,42 30 26"/,2.1 Frankfurt a. d. O. . . . . 30542 21171 * Lanshcrg a. d. W. . . . . 27“'_/12 22%2 Söktttn ........... 321%: Stralsund 2 32M/„2 “' Kolberg . . . . . ...... 366/12 3 Stolpe ........... 32%,

„Breslau ........... "3834 Grünberg .......... . 31 5/12 Glogau ........... /*“ 8 „2 304/12 Lécgniß ........... T'." 33 Görlik; ........... Hirschberg ......... Schweidnélz ......... Glaß Neiße ............ LeobsaMß ......... Ratibor ...........

“_"5/12 'VW/12 ,

..]]...

Preise der vier Haupt-Getraide-Arten _ ' in den für dée Preußéscé): Monarchée bedeutendsten Marktfiädten im Monat S eptcmber 1837, nach emen: monatlichem Duräsckmitta in Preußischen SiW-xrgroschkn und Scheffeln angvgcben.

[ _-

Namen der Städte. [Weizen Roggen (3581172, Hafer 442F2 4 “5 (),/." 2

34 ',-/| 2 23 3/1 2

35 28% ,

37 6/. "*.“; 263,4 :-

41 * 1,4 2 31

4084 2 294.4 2

37" '/. 2 “29 5/1 :

355/12 235/1 2

373/12 26 3/1 2

3723/12 311/12 [97/12 27%. 19' “,a.

3 22"/,2 153/12

16'0/2

Magdeburg ......... . 203/12

Stendal

Halberstadt . ........ Nordhausen ........ Mühlhanscn ........ Erfurt . . Halle ............ Torgau ....... _ . . . . JNÜnster ......... . “Minden. . . . . . Paderborn ..... . . . . Dortmund ........ . 15414, |- 29%, 229,4, Köln . . . . 5|4/„2 * 28“ 212/ Elberfeld ....... . . . [616/32 6/12 38/12 %*,/J; Düsseldorf ......... JOM, 43%2 .XP/,2 23 Krefeld ........... 53 396/12 3214 2234,- Wesel ............ 523/47 375/12 289/12 [(pt)/"2 Kleve ............ 5!"/,2 377,2 28'0/12 19912 Achen ............ 54-7.2 4151942 30 26 Malmedy ..... . . . . . 66 54 42 28 Trier ............ 60 52%2 3634, ZLZZ/as Saarbrück ......... 713/12 5110/92 442/12 221%; Kreuznach -, . . . ..... 52 42 295/12 226/12 Simmern. . . . 485,42 215/12 Koblenz . . . ........ 55 478,42 32*0/,2 226/12 Wetzlar . .......... 55%, “94,9, 40 .Mo/12

Durchschnitts - Preise

der 12 Preußischen Städte - 5 Poscnscben Städte - 9 Brandcnb. u.Pom-

morschen Städte. . - „„ 249/1 11 Schlesischen Städte “* ' , . 22V, 8 Sächsischen Städte ' ' 2724 4 Westfäl. Städte . . 27'0/,2 14 Rheénisclyen Städte 342/32

455/12

&II/, , 515/1 :

4) ?] :?.“2 d' / “"' /“12

145/12 175/12

135/12 2 “"/12 2 *]97-“32 194,42 229-“/!2

45712

bx “. K*“

Mekeorologésche Beobachtung.

Morgens ! Nawmixtags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. Z.“

Luftdruck ..... ZZ36,!7““ Par. .' 337,27““ Par.,ZZJW/“Pak- Lufnvärm? k+ 3.20 N. + 7.9“ R. + 2 9“ N. Cbaun-xkt ... + 1,7 0 R. + 2.1“ R. .+ 0.5“ R. Ounüsärtigung 81 pCt. 62 pCt. 82 OCZ. 'Wstcxr ....... keiter. hsitcr. heiter. WSW. W, W. Wärmcwecbkc! 4.8,09

Wojkexxzng. .. . *- W. -- 0-0“ NUM Reks- Tag ck smitte] : 336.937“ Par... 4-4 7992... ...-„1,4033... 75 pCt. W.

1837. 26 Oktover.

Querärme 7.70 R, Flußwärme 7.0“ N. Bodemvärnn 7,8" N. Ausdünstung 0.047“N!*. Niederschlag 0.

Zorlinar Zixrae.

[)en 27. ()!xtakmk 1837. ,47“ k/ék/k-SN' Nakxx/x- “NL kZ-aé-é- ("ck „„I-Sees“. “(... Pk.?our. -..' ['r. ()um'. O- "ksok. ] (Zv'lä. “. Ükiks. ' Zell]. 8t.-8cbu!11-5el-. 4 [“?“/17 ]"25 !? ['on-m. “10. 4 "'" 1057 l'r. [')-|M. ()])l. 30. ]"l 73 ]0] 3/3 [(m-- o.Ueum. 110. *i ""- 10034 l'kä|uZel-.tl.§er!- 641/3 “35. 8 110. (]o. (10. 32 9923 99'4 [(nt1n.()lx|.m.l.(). ""' ]UIL .; Jok-lcsixckm tio 4 107|/4 1963/4 d'r". [ne. 81:11. än. *** 1021/4 Kiic'k-t. 0. um! 2. 87:1. 5mchc-0m_ 103% 102% Jokx 41. |(. „„U. 86% 83% [(äUjYQb. tjo. _ "" ** (;o!!! a! marco 2151/2 21472 Lll-iuger ao. *"- *„" Reue []uo. ]8l/4 l).“mx. 110. in ']"b, 431/2 "*" krietikicbxtl'ok 137/12 131/12 104' ., [334 127/8

Kyrxtpk.k'k?1ntibr. 104 1,2 «ck. Lnltimiju- ()|-alba]. l'ox. cia. . --- _ :e" 5 5 “km.

()stpk. l't'juäbr. ] -- 10414 , Uiacauto 3 4 W

Worden; sobald dieselbe gänzlich beendigt ist, soll das Ergebnis?

waister Kinder bei gucen" Pfiege-Aelrern zu versehen. Vor kur- zxm ist eine abermalige Sammlung von Beiträgen zur Dek- folgendes Königliche Dekret: Wir Isabella 1,1. n. 1. . ick“ hierdurch bekannt, daß die C:;Ztcs, zur Bekkrcttung 5“ Krg _

Kusxx'ärtigs "678011. 'ÜUTKOkpen, 21. ('Und-*!*. Zinsk Gk/„z. Reus ck11]. 173/4. lik. ""'/„;. (4. Frankfurt n. M., 24. Usitnbkt'.

06§terk. 5% dlm. 1041/2. 104%. 494, 99"/,5.(;. “."/2% 591/ . 591/9. 1% 23%. &. [;;-n!.«zon'pn 1638. 1656. ])nrtink-Ülz. 142%4. E. [40086 TU 300 ['*l. 117353. 1175-52, [49088 211 100 171. 227. l;. !“rtxuz's. !*:*;'i1n,-8011. 68. 6214. ck). 494, zu]. 10034. Ur. 1,010. 140080 653/4- 65“ 2. 30/9 ann. In]. 14. 137 3. “*"-42%) [101], 523/4. 525/3.

Königliche Schanspiclc.

Sonnabend, LR. Okt. Jm Schauspielhause: Kabale und Liebe, Trauerspiel in 5 Abtk)., von Schillcr. (Herr Jerrnmnn: Secrecair Wurm, als Gastrolle.)

Zn Potsdam: Die Bencfiz-VorselUmF Posse in 1 Ake und in 5 Abri). Hierauf, zum crst_cnma[e: Övhlgcmutk), mu: fikatisches Quodlébct in 1 Akt. Musik von mehreren Kom-

ponisten. Sonntag, 29. Okt. Im Opernhause: Die Vcßalin, lyri- sches Drama in 3 Abthx, mic Ballets. Musék von Spontini. Jm Schauspielhauxe: Die beiden Britten, Lustspiel in 3 Abth., von C. Blum. Hierauf: Die gefährlichc Tante, Lustspiel

in 4 Abth., von Albini.

Königsskädtisches Theater. Sonnabend, 28. Okt. Der böse Geist Lumpaciva aban- dus, oder: Das liederliche Kleeblatt. Zauber-Poffe mit esang in 3 Akten, von J. Nestroy. Musik von A. Müller.

.Redaceeur xs. Comex. „„...-W.- Gedruckt bei A. W. Hayn.

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