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Großbritauien und Irland.
"Parlaments:Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 5. Dezember. An der Tagesordnang war die zweite Verlesung der Bill Wegen Aufhebung der Schuldnerbaft; - die Bill wurde nach längerer Debatte zum zweitenmale verle-
sen und an einen haquächslcihch_aus Reétsgekehrten des Hauses beke enden be onderen " us uß vertvie en. .
' hUnterhasus. Sitzung vom 4. Dez. Am Schlrisse die; ser Sißung entspann sich eine längere, Debatte über die Md- tion des Herrn Warburton, da[; emetAdresse an die Köni- gin erlassen werden möchte, um sie zu bitten, dxii_Co1nn1iisat- ren, denen die Untersuchung der Ansprüche Brie11chxr Unter- - t anen auf Entschädigung wegen der im Jahre 1801 V-Oi-j- dcr
Zäm'schrn Regierung vorgenommenen ConfiScanonen Pritticiwn *Eigentynms übertragen worden ist, zu befehlen, daß fie dci:- Lords dcs Schakamtes ihren „Beric_ht abstatten soiltcxi, damit diese dann dem Berichte gemäß versaHren, d. f). die Entschädi- gUnqen aus der Summe von 1,397,000 Pfd.,k-xwwelclye der V-erkxmf dcr Lon derBricischen Regierung ihrerseits inghre 180- tthm- bargo belegten Dänischen Schiffe und Waarerrxmgedqu hat, un:- ter die Reiiamanccn auszahlen könnten. Die Sacye ,ist so [ringe uncrledigr geblieben, hauptsächlich weil „man nä), 111chk dariiber vereinigen konnte, in Welchem Maße ,die. vcrscixicdcnen R.»:kla- munten, je nach der Natur ihres konfiszzrren Tcgenthums, zu entschädigen seycn. Schon im,.Jahre 1836 Fiber wurden dcn- jcnigen Britischen Unterihanen, deren BUNforderungen und deren Güter auf dem Lande konäs irt worden sind, 191,000 Pfund Et21schädigungs-Gelder dur ) das Parlament zuerkannt (die Forderungen für Conßscationen auf offener See wurden, als nicht den Bestimmungen des Völkerrxchxs gemäß, verwor- fen)“, und Herr Warburton, welcher für diese heiden Klassen der Reklamanten auftrat, würde daher seine Motion wohl begriin- det haben, da er sich nicht mehr auf die Vei'theideßung des Prinzips, nach welchem entschädigt werdenx sollte, einzuiaffcn brauchte, Wenn nichr in einem Beichlussc des Unterhames vom
Jahre 1834 in Bezug auf die zu bewilligendx _Enrschädikgung , festgescßt worden wäre, da[; daran nur diejenigen “EZM.
aben ollten welche ihre Ansprüche bis zum 12. Februar 0.35 ZachWeZ-ftn wiirden. Herr Warburton nim'ab-cr wollte auch die später noch angebrachccn Ansprüche berucksichtigt Wissen, und so fühlte sich denn der Kanxler der Schatzkammer, Herr Spring Rice, verpfiichtet, ick) der Motion zu Widerjsekzen, da die Folge derselben nothwendiger Weise, intivedxr ernercbcr- schreitung der durch das Unterhaus bewilligten Cntschädigungs1 summe oder eine Beeinträchtigung der Ansprüche Derek, welche ihre Forderungen nachgewiesen haben, seyn würde. Herr O'Connell bestritt die Auseinanderseßung des Kanzlers _der Schaßkammer und meinte, Alle, die ihren Verlykk nachweisen könnten, scycn zur Entschädigung, i_idthigctifalls atis dem Sraats- schaize, berechtigt, ohne dai; man ne an“ eme bestimmte Ze:„t_zur Begründung ihrer Ansprüche binden dnrfc. Aehnliches äußer- tcti mehrere andere Mitglieder der radikairn Partei; Nie- mand erhob [;ck zur Uncerstüßung _des _Kanzlers' dekr Schatzkammer. Dieser, der bei diijcr Gelegenheit die Expedition gcgen Kopenhagen eine schlechte Hgndlung nannte, sui) sich daher zu der Erklarung veranlaßt, daß er eme Unzer- sirchung auch der nicht zur rechten Zeit nachgewiesenen Ansprache vcransiaiten wol1e, wenn man der Regierung die Leitung _der Sache Überlassw wie dies im the 1834 der Fall ewescn iki), wo dc? damalige Kanzler der chalzkammer, Lord [thorp€ die Untermxzung veranstaltet habe. “Uebrigens gebe er diese bedingte Zustimmung zu der Motion des crrn Wgrburton iiur aus dem GL'UUOS, wre“! das Haus für die elbe gestimmx scheine, erklärt? abcr zu leich, daß er aUe Verantwortlcchkeic fur die Folgen der an uske eiiden1Untersuch1mg von sick) weise und auf das Haris sel sk übertrage. FTW Warburtdn ging nun aufdie Hedin- gung des Herrn “pring Rice em und nahm seine Motion *urück. z Untcrhaus. Silzung vom 5. Dcxewber. Es wurde eine Petition des Herrn Mont omery Martin,. des bekannten Verfaffers der Geschichte der riti1chen Kolomeen, vorgelegt, in der er um Reform der Kolonial-Zyskände, namentlich um schleuni e Berathung Über die Kanadischen Beschwerden an- hält. Lei dieser Gelegenheit wurde bewerkßvdaßx-dczs im an- bei mit den Kolonieen angelegte Kapital „50 »));tlleonen ' fd. St. betrage. Nachdem der Kan [er der „Sichaizkamimer den Bericht des Ausschusses 11 er dee Civil ; Liste einge- bracht hatte, trug Lord John Russel! darauf an, daß ihm die Erlaubniß gegeben würde, ein(e- neue Munizi- pal ; Reform : Bill für Irland einzubringen. Er erhich die Erlaubnis; ohne Widerspruch. Dann trug_ Sir F. Polloi. darauf an, daß das Haus sich zum Ausschuß konstrturre, um über die Entschädigung zu berat cn, welche dem frühereti Spre- cher (Manners Sutton, jetzt ord Canterbury) für seine bei dem Parlamenesbrande erlittenen Verluste gebühre. Der Kanz- ler der Schatzkammer widersetzte sich dim Entschädigungs- Anspruche, weil der Sprecher seine_ Mobilien hätte verfiche__rn lassen sollen, der Staatsscl al:, aber nicht unter seixier Nachiäsxiöp keit leiden dürfe. Herr ume und el_ndere äußerten odiesgl e Meinung, und so wurde der Antrag nur 173 gegen 16.) Stim- men verworfen. Ein gleiches Schicksal hatte derselbe bekannt- lich schon in der vorigen Session grhabt. Auf den Antrag“ des Obersten Verner wurde darauf die Voriegung der Korreipon- denz zwischen ihm und der Regierung "? IWW genehmigt, welche wegen seiner Abselzung vom Amte eines Friedensrichters, weil er éinen OrangJischen Toast ausgedrachc hat'te, ge- führt worden War. as" Haus vertagte sich um 1 /2 Uhr.
London, 6. Dez. Der neue BcfelYHhaöer des Britischen Geschwaders im Tajo, Contre-Admiral Qik John Ommanncy, ist am ?Isten v. 932. in Lissabon ankzekommen.
DU? in der vorgeskrigen Radika cn-Versainmlungron West- minisier angenommenen Beschlüsse sollen in einer Petition durch Oberst Evaüs dem Unterhause vorgelegt werden.
Die Tory-Blätcer rechtfertigen daß (gestern, erwähyte) Be- nehmen Sir R. Peel's in dem Comitu über die Peniionslistx, indem fie behaupten, es sey nur seine „Absichtdgewesen, dem Aus- schusse die Hände zu binden, damic'dieser, iiicht erst allerlei Er- sparungen vorschlagen möge und die Minister nicht, nachde die Civil-Liske erst durchgegangen und eine Summe inHPausck) und Bogen für die Peniionen bewilligt wirre dieselben später- hin nacH Belieben vergeben könnten. Sir €(Robert scheinr-fich indessen eines Andern besotrnen zu haben, denn er hat, Wie “es heißt, sein dem Groteschen Antrage beipflichtetxdod Potum Wi'ex der zuri'tckgenommen. Es wurde in dem Comete- vorgestern ausgemacht“, daß die Königin ermächtige werden solle, ]dhrlicl) etwä 1200 Pfd. Sterl. neuer Pensionen zu ertheilen; die be- stehenden Pensionen sollen dagegen aufs schärfste untersucht wer- den. “:?-Torgen Abend wird der Kan [er der Schatzkammer auf die in dieser Sache zu ernennende . ommisfion antragen.
Die Zeitpächter, Welche, seit vielen Jahren auf den Gü- tern des Lords Bandon ansasstg, jeßx von denselben verbaniit werden sollen, haben ein Gesuch an ihn erge en lassen, wdrm fie über seine Härte klagen und mit den orten_ schließen: „Mylord, unser Schicksal liegt in Ihrer Hand; war gestehen, es mischt sich noch „Hoffnung mit unserer Verzweiflmig/ iind wir stehen mit unseren betrübtcn Familien, die aus 13-5 Km- dern oder 247 Familiengliedern Überhaupt bestehen, thre Barmherzigkeit an, das Band zwischen Gutsherrn u-nd-Paxlz- ter nicht zu erentken, bdsxkishzwischen Eurer Herrlichkeit Familie und unsern Jamiicn e e t. ' *
Der ne1w13ckortugiesische Conseils-Prästdent, Viscoiide Sa da Bandcira, soll mit der Ernennung des Senaty durch das Volk sehr unzufrieden seyn und behaupten, cr-sey hintergangen worden, dcnn'er habe sich nur unter der Bedingupg, daz; die Krone den Senat nach einer dreifachen Kandidaten-Ltste ernennen folie, zrir Annahme seines hohen Postens versxgnden. Indessen sollte die nette Constitution der Königin zur Qanrtiyn dorgelezit und io- dann gleich zum Budget geschrircen, die jetzige CorteS-Vcrsamm- [ung aber um Weihnachten aufgciösk werden. ,
Es smd gestern neuere Berrahte aus Kanada hier angr- langc, die aus" Montreal bis zum Liter: und aus Quebek his zum Wien v. M. reichen. Sie gebenxausführlichere Details Über die im Allgemeinen schon bekannten unruhigen Auftritte zu Montreal am Sten v. M. Nach der Erzählung der Kaner- disci)en Tory-Blätrer ist der Angriff von „dendehnen der Frei-
eit (den Demokraten) ausgegangen, dic s1ch eigens zu dem Zwecke, 250 an der Zahl, versammelt hatten, und denen es ge- lang, die wenigen Aristokraten, die in dxn Straßen waren, vdr sich crzutreiben, bis diese durch den Arcftokraten-Klub. der sich der * oresche nennt, verstärkt wurden. Rim wiirden ihrerseits die Söhne der Frei eit vertrieben, und die Aristokraten zogen siegreich durch die tadt. JITic '))?i'ihe wurden sie, abgehalten€ Papineau's Haus zu demoliren; dagegen, wurde die Druckerei des liberalen Blattes „Vindicator“ gänzlich zerstört. Die Ver-
“ wundungen , welche bei diesen Raufereien vorfielen, waren un-
bedeutend. Die I)?agi|atspersonen,_die am Mdrgen eme Pro- clamation gegen alle Aufzüge Holitiickxr Partenn-erlassM hat- ten, fanden sich aiif dem Kampspiakze e_en und verlasen NCL Auf- ruhr-Akte. Die“ Trvppen, bestehend“- aus “dem ersten__«§nfa11- teric-Regimente und einiger Artillerie, langten erst nach der Vertreibung der„Demokraten an. Sie wurden von den Lopa- liscen mit lautem Zuruf empfangcti. In der Nacht vom men auf den 7ren wurden drei O)?_agcsrratspersonen init Truppen unter i rem Befehl an drei verschiedenen Theilen der Stadt aufgestc c, die Hauptwache wurde verstärkt, und4siarke Pq- trouillen durchzogen die Straßen. Die liberalen Blätter wei- chen in ihren Erzählungen ichr von dem yorßehen'den Bc- richte ab. Ihrer Angabe zufolge, hätten die oyalisten den
Angriff auf die „dene der Freiheit“ begonnen, als diese"
ihren Versammlungs-Oaal vdrließen, wären aber ohne Miihe in die Flucht geschlagen worden, und hätten _c-rsk- sparer unter dem Schulze der „Behörden und des Militairs fiel) an den Personen und dem Cigenthum der Demokraten &zu ver- greifen gewaqt. Vom ?ten bis zum 11ce_n war in Montregl keine neue Ruhestörung vorgesallen, indeß fürchtete man fur die Ruhe in den umliegenden Bezirken des Landes, ndiiienc- lich in der Grafschaft Acadia mid den übrigen, sechswercnxugren Grafschaften, in denen, einer Privat-MttrkZeiLUUg im Mont- real F ck_ald zufolge, Jedermann, der Frudenörrchter o_der - Tiliz- ffizier ist, zur Ayfgebung seiner; Amtes gezwungen Wird. Jndeß fehlt es Lanckiikayt an zahlreichen Versammlungen und [1 en der 0 at en. BcsckthY Valpaiyaiso sind Nachrichten vom 27. August hxier eingetroffen. DikC'xpcdition gegxn Peru war noch nicht unter Se- gel gegangen; man beschäftigte iich vrclmehrxnocl) mn Ausrüstung derselben. General Santa-Cruz, der Präsident der nxuxn Pe- ruanisch-Bolivischen Confödcratidu, hatte ahernials Friedens- Uncerhandlungcn mit der Regierung von'Chili anzuknüpfen gesucht. In Chili war fast „die ganze mnere„Scku1d von 2,500,000 Dollars in Zprocenttgcu Fonds korisolidirt und au- ßerdem eine Ersparniß von [72,000 DdUars m den AusZabcn
des laufenden Jahres bewirkt worden.
Deutschland-
Müncben 8.De. Wie alljährlich an diesem Tage, wurde heute das Rittérfest dezs St. GeorgenDrdeyt! auf Übliche Weise begangen. Promotionen fanden dieSmal nicht statt. » Dieser: Morgen starb nach kurzem Krankenlager der erste Bürgermei- ster unserer Stadt, Herr von Txng, als Mensch und Ge1chäfcs- mann allgemein geachtet, im öiycen Lebensjahre.
Karlsru e 5. Dez. (Freid. Ztg.) Am Ltin d. M. aben Se. Kdtyigé Hoheit der Grdßherzog, in Begleitung de's lügel-Adjutanten, Majors v. Krieg, im Bureau des techni-
schen Ausschusscs für Eisenbahneri die bisherigen Arbeiten in Augenschein genommen, Hdchsidicfclben ließen fick), voii deii Mitgliedern des technischen “Z[1181chU-ssks über sämmtliche Arbei- ten und getroffene Einrichtungen, Anordnungen u.:s. w. cms.- führliche Erklärungen geben „und hezeigcc'n mul) ecnem _zwei- stündigen Aufenthalte beim Ybschtede die voliste Zufrieden- heit mit den unermüdetcn Leistungezr des Aysschusses. ,Das lebhafte Interesse, welches Se. Königl. Hoheit für das wr_ch- tige Unternehmen zu erkennen gcbeti, darf_wdh_l zu der Er- wartung berechtigen, daß eine haldcge C'micheidigkung 'zu er- warten sieht, und daß, ist diese einmaol erfolgt, die Ausfiihriing auf das rascheste betrieben wird. Wenigstens baden Se. Königl. Hoheit bei diesern Besuch den [xbhascetken Munich zu e_rkenney qeqeben, daß es die Verhältnisie geyrarten möchten, das Unter- üebmcn baldmöglichst ins chen treten, lassen zu können.. «- Nachschrift. So eben vcrnehme ichyays glaubwürdiger Quelle, daß das Großherzogl. Staats-thstxrtuni die 21115- fiihrung der Eisenbahn vorläufig von "Mami eim l_ns Kehl de- schlossen hat, und da[; zur Brrathung .und chlußfassung dte- ses Geselz-Cntwurfs ein außerordentlicher Landtag auf den 22. Januar einberufen werden iollc.
Karlsru c 7. Decmber. (Karlsr. Ztg.) Zu den verschiedenartigßn,Fcsten zdie in neuerer Zeit die Aufmerksam- keit des Publikums in ?(,nspruä) nahmen, l1nd an denen sich die Liebe der Bcwo ner von Karlsruhe fÜr 1 re allverehrre. Rr- gencenfamilic auks unzwcideucigste _kund ga , dürfen wir init vollem Rechte auch das gestrige zählxtx, das durch überiaiclwnde Neuheit, wie durch gcsthmackvoile Anordnung und gelimgené Ausfiihrung sicl) glänzend auszeichneie. Ihrer HWR“, dilri Prinzessin Alexandrinc von Baden, die ani 1-1. Rodin] 11, a s am Namenstage Seiner KöniglichenHohcic ves Großherzoxzs, durch Ihr erstes Erscheinen aus dern __Feikballe dcs IZ“:- seums Ihren Eintritt in die geselligen Kre|1e_ des höheren Axel:- lebens gefeiert hatte, zu Chrcn, war em Rinersptel an Ihrem
17ten Geburtétage in mittelalterlichcm Geschmack der des (döroithrzogliclwn ner- Regiments, nächst dcm O_xurlxaclgcr Thor auf das „ immgyxx gs an den Wänden sah man “Udphäcn von “Ja Schilden, Streitäxten, Schwertern und andern wohlgeordncten Gruppirungen. , . “. sich eine hellerlcuchtece Tribune, Welche die Bcimnmung die Allcrhdchften und Höchsten Herrschaften nebst deren Zn der"")Nttte der Bahn hing Von Decke herab ein kolossawr Kronleuchtcr, cin drin 10“; La. brannten. Auch die hohen Fenster wie die .WMNMMM Lampen und Wandleucdtcrn garnirr, so_daß jicl) cine fie [iche Helle durch den wciccn Raum ergoß. .Wir den Wu barsicn Effekt mackite dcr Namenszug dcr lcrblacizcn Fri.- tochter, welcher der Tribune gchii*ibci* m cinch GNF], Portal wie eine große Rosctre im Feuer Von tgiiieiid Yk] Gleichsam um den blendenden (Blanz ck1ka War das 4 mit einem Kranze VOL Weiße„ rothen Rosen, den Symbolen der Unschuld Und “&ck&/„„ ben. Ueber dcm Namenéxziige war die Krone und llbckdgxsk das Badische Wappen, wie in gtxaucnanndsicm 991)ng erblicken, welcbeszu MM'PN'MLC1111]ch)Ö1111211V61'k)1§l[k111ß![an , der Tribune sowohl, als am Eingangs und vor dem.“ standen Knappen mit Partisanetrin „Helm und „H'yarnini7 selbst in dieser scheinbaren Kleinigkeit erkanncen war deo- e'rren Fcstordner, die hochßd Uebereinstj Ganzen wie im Einzelnen zu bewerkiieiitgen. Abends erschien das Großherzogliche Paar, nebst depP und Prinzessinnen des" Hauses, den JKarkgrafctxZItlheiw Max und _der Markgräfin Wilhelm, so wie der Juryt Von sienberg, umgeben von Hdchstihrem deyraac, und nahm der Tribune Plaß, auf welcher Sie von den schon senden Ministern, . Generalstabe, nebst einem bunten Kranz voii Dam hohen Adels unter rausthcndcetx Zntraden der Musik dc herzogl. Leib-Regimcnts begrußt wurdeii; worauf voiidi _ angesktmmt ward. Cine; „ Tribune war außerdem ftir die Honoratioren dcr Skadi?“ iveit der beschränkte Raum solche einzuladen gestattet, eing * Nach einer kurzen Introduction verk-“xndcxin schmetternden Signale der Trompeten dex Anfanzi dcsR spiels. ZwölfRitter inprachtvollezn, aitdiucixlwmKojkzmiezog, schön geschmückten, muthigen Ronenheretn,1ec1)svoti [[)11cnin1t lichen Lanzen, sechs mit gezogeiienScl)1verccr1_1 m der RcechrcnY mir den Badischen, theils mit dxn Schwedijchen Scharycngcz Nachdem sie vor den ?lllerhöchsten Herrichafceii salittiicy-x begannen sie unter dem Schalke kriegerischer »))?uytk das eiiie “' elreuncn in den verschicdcnartigsren Tourcii, die 1111th on und Leichtigkeit ausgeführt wurden. Die gcwandien ter hatten hier die schönsie Gelrgcnlxic, 11)re Kuriixicrti zu zei en, und das Auge ruhce mic Wo,!)lgejßailcn (Ulf denk tigenxyeldengeskaltcn, die die altdcrttiche reiche Krakclyt nochitm, Die Helmbiisclie wehren, dic Sclxirpcn iiaicc und die Straußfedern aiif dk" Hüten bogen mi) maicrtsii) Die Rose sprengtcn frcridiq [Md stolz ter der leichten Fiihrung ihrer Reiter diihin, 11110 2111c5tri1gdgzu uns in eine frühere Zeit zu verscßen, in ]NW „5811, drr dachm entnommen war. Das erste Rciönen warhvornbchuw " *" ' o “e mit der is e onnen atren,cixirxu5 . ZFLEIicekderTU-FUJFÉ wurde z'ii jedger Seite der TPW?» iSiille den (Gouverneur schirter Kopf aufgestellt, und in scchs verschiedenen_xididii fiihrten je zwei der Ritter ihre Touren mis, indem irc 1z11ch RiitdieKöpfe theils mit den Lanzen gxscixckt herabziizccdxcn, mitden Schwertern herabzubauen vsriuchten, was ihncnior lick) gelang, daß die dabeistehendenKnappcnvollauf zu rhnni die TÜrkenkdpfc, wie sie: in den S_gnd gcrollc 1Val'021, wieder zurecht zu soßen, die, wenn in: kaum ,siaiidcn,'*aua bald wieder weit hinsiogcn. . “. _- waren, erschienen jedesmal vier aus der Jiikkc1'1(1)aai'„11 zwei mit Schwertern, zwei mit Lanzen,“ wieder neixe ; Macddem die Reihe aUci) hier Allr 1190) cm getroffen hatte, wobei wir den Rcichxhum dcr vcrichicdcn sten und Überraschendsten Wendungen bxwu-ndcrii “music", einigten sich alle zwölf, um in einem Qomllon “Lilies aui] ten, was die höhere Rcitkrrnst Gcfdlitgcs, Schwierigeri im das Auge Angenehmes in ]icl) schließt. in Allem
„„er und hieraus beehrt: er noch beim
„ Staats-Kanzler Fiir- Metternich.
geräumige Reitbahn
Spanien,
Madrid, 29. Nov. In der gestrigen Sißung der De- affen M-xenxKat-nmer wurde der Adreß-C" bx, ,Thron-Rede emsrmnni Der Herzog ydn Vi israge der Königin und dem Hofe cinen groß Don Vicente Gonzales Arnao, dem Könige der Franzosen beigeg dcr 'Zibrcise des Gesandten dorthin abgchc . Man spricht noch immer von der bevor Herrn Villiers; es heißt, Herr
diesem Zweck eingerichrcc
ntwurf zur Beantwortung angenommen.
hermosa wird am heiligen Drei-
Am Ende der Bak)
en Bqll geben. der dem neuen Gesandten n isi, wird,- noch
staat aufzunehmrn. eben worde
stehenden Abreise Mcndizabal werde ihn br-
ch Ankunft des Herrn Marliani aus . Anlgß; man glaubt, er Regierung finaxiziclie Vorschlägezu machen Briefen aus Cadix zufolge,. herrscht da «„indemUneinigkeiten zwischén „den Linien- *,;„nU-Garde axsgebrochen sind;
[ckztere entwamtet werden,“sdlltc_., Alles auf, um Ruhe und Oldtiiing zu erhalten. Guardia Na'cional
Paris giebt zu vic- st [)( Vermitthungen gekommen, um ten ra tc. zu mildern, sclbsk IWK? Gähi * . Truppen und der man sprach sogar davon,?"-
Der General Aldama
Die iei'igc Sarerischen General- rcelona, worin diesem an )es Schiff sick) genöthigt rdiniscben „Küste zu artet werden würde.
Barcelona, 27. Nov. wcihung der Fahnen der hie auf eine große Revue abgehalten wurde.
Toldsa,„2]. Nov. (Brest. “ein Confident aus Fortanete er war von Don riilo in Nieder-Aragonien und Cabre ,. brachte folgende Depesche: gen Tagen ward mir die nec genannt,“ ein Desertcu .)xbarcr Christinischer Guerillo) befä Venta. "“.-Ick umzingelte Nachts einem Trompeter zu einem Thore der Trompeter
enthält ein Schreiben Konsuls an den politischen Chef von gezeigt wird, daß, wenn ein Spa- sehen sollte, einen Punkt an der
ti en Takt der H g „berühren, demselben der freie Verkehr
Gestern fänd hier die feierliche [igen Nationas-Garde statt,
diplomatischen . Ztg.) Vor einigen Tagen im'Haup'tquartier Amurrio Juan de Cabaiiero, unserm berühmten .ra's Rival, abgesandt ,',Sehr excellenter Herr! Vor Nachricht gebracht, Pantaleon sern Reihen und ein mit wenigen das Haus,
die '))?clodie: (2011 5111'1: 1110121119“
tec gewesen. 1“ aus U" en in einer
Pantaleon
herausstürzte. und die Ordonnanz acht und Felsen- ntfernung stürzte jedoch sein roffen; Pantaleon seßte seine ' aller Nachforschungen Ungrach- z *- ein kleiner, hinter seinem Sat- - a. scineKorrespondenz sich ' und bei Eröffnung fand :ck Zu n und Schrecken mehrere eigen- 1eurs von Cantavieja, von der Festung handelnd; ein förmiicher Kontrakt mit mie von einer Million Renten für diese “cinnq von „Tag imd S gmblicke waren koscbar. Mi- _r1'1chte nächsten Mor
b 71:17? gefeuert, ben, Pakxaleon "entkam verwundet, durch N achten gesehüßx; in geringer C' rd, von zweiKugeln tödtlich get i): 31: Fuß forc“'“rind konnte, nicht gsßtndetl werden: befindlicher M and, Wurde mir gebracht,
inem nicht geringem Erstaune "dige Briefe unseres Gouveri bergahe- dieser-
antclsack, worin it.
[es erhob.
dem schnellen Ritt. x Schändlichkeit und runde nebst Art und Weise. Ich seßix mich augenölicßlicl) in gen in Qantavieja ein, nahm in und alle höheren Offiziere gefan- 4 r kleinen heranrük- Qaörera bcfolgre mei-
Md schrieb an Cabrera, damit er eine cn Streifparcie Embuscaden stelle. die gering_en feindlicher: Gilerillas wurdcn selbe Kt beinahe ganz gefangen genommen und bei ?[nkunfc Ca- 11 0 Offizierin auf dem Maße Versiich, Qantavicja zu neh- Gott erhaire Sie viele
An den Kriegs-IJTini- ier betrifft, so wird unerhört an dsr Expe- ; fie dürfte wohl aus 17 bis 18,000 I) Kanonen bestehen, um unseren Obwohl diese neue Expedition viele Gegner findet, so dürfte der König ist sehr dafür por- , obqleicl) nichc mehr Chef Freund und “3
is hier der Gouverneur ncb An einen weiteren ', ist nicht mehr zu denken. »
rc. _ Juan de Cabaüero. *- “ » Was uns l) n gearbeitet ric und 18 bis 20 _ allcrie zu supplircn.
Cuarcel Real und Feldlager oocl) in kurzem auSri'icken; so _aucb General großen Generalstabs, doch der igs geblieben isi und sein vollstes V xpcdicionaircn wird eine große, aus 11 » ataillons . asrilische Division genannt. direkt gegen Madrid operiren,
gung der Usurpation, Ueberdies hat er sch1VÜcyen müssen , endeKönigliche Partei der H selbst steht vor
Als diese sechs. Parciccn ro
ausführten.
. ONoreno, der Ncbcn der größte Noblesse sichtbar," eine großartige Einfachheit, die_ einen wohlrhucndcn (xindruck die „Beschauer machen mußre. fick) auf's günstigste fiber
iathgebcr dcs ertraucn besi r.
Die allgemeine Stimme,- das Ganze aus, und „auch Königl. Hoheit der Großherzog gadcn nach xchndtgicm . den zu Fuß gegen die Tribune anruckenc-cii Juicern Hd, Dank und vollkommcnsie Zufriedenheit tmc lauren iind Se. Königl. Hoheit dcrEro erschien in der Kavallerie - Uniform dcs Dragoner - Rc, Ihre Königl. Hoh. die Großherzogin adcr l'?" (séhiyarzcnÉ pels micHermelinkragcn und chkl'hUk,R10*Wie _«x. Hok); die sin Alexandrine in Rosa-thlas, welchesKonÜm iiberaus dass- und uns an Tizian's undvanDyk's'Porxrairr *, kunde sprach sich der Wunsch aus, daß drci Geqcn 7111“
. Die Expedition d:"trfce um der lcizten Kraftan- dem Heere Espartero's ein C“ es bedeutend _ srrcmadura immer stärker auptstadt ernste Bcsorgnisse Pampelona, O'Donnell mit In Bilbao sind Ihnen von einer _ Ordre dcs Mar- geichrieben haben; glauben Sie nicht ein lächerlicher Plan einer kleinen Partei Ob der König sich persönlich an die xpedition stellen wird, ist Ungewiß; ich daß es nicht geschehen wird. , wie ihn gern die Zeitungen machen möchte n physischen und moralischcn in der lehren Expedition auszuhalten uns so kostbare Gesittidheit den unge- Winter-Campagne sogleich wied Operationen müßten entweder darunter lc c des Königs
da die in C'
» - erkennen. . chen Worten zu iskx- Espartero uzcoaschcn Division bands und Artillerie. _- Man wird ck01 Expedition nach Galicien unter de Bovcda viellcicht 8 War dies ck Zntriguants. proj_ektirten C“
in Guertaria.
Ganzcnwa In jedem liche Fest bald wiederholt werden möchkk- _- _ „ das Fest zu Exide, und ein Ball_hct „HFL (MMM dk.“, dicsrs Tages, an Weliiwm die aitsrmhtcgnin_W_miicl;-'/ch“c„ theurcs Fürstenhaus im_ Allgemeinen., nisbciondch Ihre Hoheit die Prinzeism ?ilcxatidrmc in allen Wr
Wenn gleich
ck bei den so viele e"KUNZE", die er . “ bedenklich, seine O “ Ü c r ** e * ck- “éztiguen eincr (Schief. Ztg.) Das ;))?itcagsW dcm Scaaw-Kanzlcr, Fürücn von *))?ctrcrnich, welches. Sonntag zu Ehren des (seitdem von hier abgereisßi!)
Angusk von Preußen scattfand, war in ]cdcr 3921111110 Unter den verschiedenen hohen Gästen de Fürst von Anhalc-Cöthcn-Pleß, der seit einigen 213010311 seren Mauern sich befindet "und ichon in ÖL" lcizrcn 4-1. vorigen Monats die Ehre hatte; von I:;- scr und der Kaiserin empfangen und von ben ur Familienta cl gezogen zu“ » , ganze?: Darter dcs Aufcnrhalts Sr. Königl. . dcriclbc Utmusgcich der GC? Aufmerksamkeit von Seiten unsel'ki Täglich erhielt der crlauchce Gast ".9" einem oder d'etöUc Mitglieds der Kaiser-Familie Beinchz dec C'rzhcl 9 Karl, Karl und Ludwig wechselten htcrm ab. Nachmittag seines „Hicrscyns brachte der_1 KW dosburg zu, wo er sich bei Ihren *))?ajeyratcn dcm . * aiserin und der Kaiserin _Muttcr vcrabi herzog Franz “Karl Kaiicrl. Abends besuchte Se. Königl.
cr aUSzu- “ idcn, oder , die bedeutenden Héndcrniffe, Ilb- ßlicl)keitcn nicht zu zählen, die n der Königlichen Suite, des Citar- zur Disposition gestellte _ , , ) mit sich führen muß. !; in diesem Bezug schr vercinfachtund
Wien, 6. Dez.
:! Mitschkcppe cal, dxr Plana 9“- die dem Cuartel Real folgen YUEC'xpcdicion mu Okt werdcn.
NTayor (d. h
9)? *.N- dc:
Türkei.
nopel, 13. Nov.
lzccn Tagen bemerkte ma Pforte, die daran an die S "II?!" Zeit in e'me große Rathsve „ nden währte, Minister zu de wurde, vor “Ik, daß es Ge nen Wollen 1
“Mskanti (Journ. de Smyrne.)
haste Bewegung n, da[; eine größere ccrn werde, wclche
n eine (cb f hinzudcuten schie telle der tiefen Ruhe rr OSmanischen Politik herrschte. Am 6th rsammlung bei der Pforte statt, die und am folgenden m Seriasker. lautet noch nichts, do stände von Wichtig cs sey daselbst von
der ausgesuchrcsren
drinz in ver; Tage begaben sich , was dort (1) isc man allgemein keitgewrscn. Einige Veränderungen 1111-
, Ueber das iizicdctc und,“ Hoheit dns '))kiksäZW Hoheit das IZM“
1491 ter den hohen Civil- und **))?ilitair-Beamten die Rede gewesen.
' Dic angekündigte Liste der neuen Ernennungen (Tewdschihat) ' werd zeigen, ob diere Behauptung gegründet ist.
Der Kapudan-Pascha ist (wie bereits gemeldet) am 10cm hier angekommen u'nd hatte sofort eine Audienz bei dem Sul- tan. Er hatte widriger Winde wegen sein Schiff einige Mei- len von hier verlassen. **- Seitdem hat sich das Wetter geän-
dert und das ganze Geschwader ist hier eingelaufen, .-
Die Nachricht von dcm plötzlichen Tode Pertew-Pascha' hat hier zu einer Menge von Gerüchten Anlaß gegeben. Die Freunde des Pascha's behaupten, seine Feinde hätten ihn ver- giftet, damit es ihm nicht gelingen möge, sich bei dem Sultan zu rechtfertigen und wieder zur Macht zu gelangen. Nament- [ich hat man diese Beschuldigimg gegen den Gouverneur von Adrianopel, Emin-Pascha, so laut und mit solcher Zuversicht angcsprochen, daß derselbe in aller Eile hierher gekommen ist, um sich von diesem Vorwurf zu reinigen. Die Regierung hat Befehl gegeben, diese Angelegenheit streng zu untersuchen,
Die vom Großherrn mit der Znspizirung der Festungen bcauftragtanrier Preußischen Generalstabs- und Ingenieur- Offizierexsnd vor einigen Tagen aus Warna, Silistria und Schmnla._z,k).ier“.-wieder eingetroffen.
Die Kommission, „welche beauftragt War, die Papiere des ehemalißen Direktorsdes Kriegs-Materials, Emin-Efendi, und des früheren Secretairs des Sultans, Waffaf-Efendi , von de- nen Crftercrder Brudk'r, Leßterer der Schwiegersohn Pertew- Paschaés isi, zu untersrxxhxn, hat ihre Arbeiten vollendet. Aus dem B„richcdiescr Konfmiffidn ergiebt sich, daß die gegen beide Beamte erhobenen Anklagen gegründet sind, und der Sultan hat daher Befehl gegeben, die beweglichen und unbeweglichen Güter derselbenx_zum'“Besten des Landes zu konfiSziren.
Smyrnaz17YNovbr. Vorgesterß "ankert: das von Tk.- nedos kommende Französische Geschwader, “unter" dem Befehl des Contre-Adnzirais Gallois, auf unserer Rhede. Es besteht aus vier Linien]chiffen: dem „Jupiter“ mit der Admiralsfiaggc, dem „Montcbcllo“, dem „Santi Petri“ und dem „Trident“. Die Brigg „Palinurc“ hat sich hier mit dem Geschwader vereinigt. Wie lange dasselbe lier verweilen wird, weiß man nicht genau, doch dürfte sein Au enthalt auf unserer Rhede wohl von eini- ger Dauer seyn. Dcr „ ONontebello “ ist einer der schönsten Dreidecker, die es giebt, auch wird er fortwährend von einer Menge Personen besucht. Da dies Schiff nichczum- Levanke- GZTkséFader gehört, so wird es in kurzem nach.,Frankreich zu- l'l “? ren, _ .
Der Contre -Admiral Gallois ist krank hier angekommen, doch fldßt sein Zustand keine Bcsorgnisse ein.
Am löten wurde daz“ Geburtsfesr des Großherzogs von Toscana von dem hiesigen Gencral-Konsiil mit großem Pomp gefeiert, . Das hie_sige Journal führt es als eine Merk- wi'n'digkett an, dai; sämmtliche hier ansässige Juden aus Li- vorno :c., die in jeder Beziehung als Toscanischc Unterthanen behandelt werden, mit dem Gencral-Konsul sich in die katho-
lische Kirche begeben und dem Gottesdienste beigewohnt hätten."
Ein christlicher Bäcker, den man seit längerer Zeit im Ver-
dacht hatte, daß er mit einer Räuberbandc in Verbindung siehe,.
wurde por einigixn Tagen Abends, in dem Augenblick verhaftet, gls er im Begriff stand, in ein Boot zu steigen um eine Kiste in Sicherheit zu bringen, die für ctwa 80,000 iaster den Ar- memcrn neuerdings geraubte Gegenstände enthielt. Er wurde am folgenden Tage gehängt; doch hat er zuvor noch stine Mic- schuldigen angegeben.
Griechenland.
Syka, 11. Nov. Die Deputation der hiesigen Handelsi Kammer ist vor einigen Tagen Utwcrrichtcrcr Sache von „Ac ein zurückgekehrt; sie hat,ihr Gesuch, daß Syrer zu einem Freßa- fen erklärt werden möchte, nicht durchsetzen können, soll ?ich aber ihren Auftrag so eifrig haben angelegen seyn lassen, daß man ihr das *))?ißlingcn dcffclbcn nicht anrechnet. Dcr Méxi- srcr nahm ste auch sehr fchndlicl) auf, erklärte jedoch, daß er
die nachgesachte Gunst nicht Verwilligcn könne, ohne sick) vorher - -
mit den Hgndcls-Kammcrn von Patras und Nauplia daruber zu berathctt, so sehr er auch den Handel Syra's zu befördern wünsche. Nun glaubt man aber, daß Patras und Naupliä schw_crlich jemals ihre freiwillige Zustimmung zu ein,;r soichen Maßregcl geben werden, die natiirlich Syra gcgen fie in Vortheil scizi'n wiirde. Andere sind der *))?cinung, daß auch die Nochwi'n- digkeit, in der sich die Griechisch? Regierung befindet, die im Piräus entstehender: Niederlaffung'cn zu begünstigen, zu der ab- schlägigen Antwort des Ministers, dercn man sich hier nicht versehen harte, Nicht wenig beigetragen haben möchte. n den anderen Bitten. welche die Deputation au die Regierung zu richten hatte, soll dieselbe nicht glücklicher qewescn seyn. Man wünschte nämlich eine Herabsetzung des ZoU-Tarifs, so wie der Dguer und Kosten der Quarantaine, die Eriaubniß der freien Circulation der Türkischen Münzen im Handel und die Bewilligung längerer Fristen für die Entrichtung der Zölle, wodurch man den so gesunkenen Handel von Sora von neuem cmporzubringcn hoffte.
Ungeachtet dcs kürzlich auf Befehl des Königs bewilligten Kredits zu Verbesserungen in dem Fcfigen Lazarech, ist in die;“ sor Anstalt noch keine wcsct1t1iche 5 eränderung vorgenommen worden, und sie befindet sick) in einem solchen Zustande, daß Alle, die nur vierundzwanzig Stunden darin zubringen müssen, bittere „Klagen über die zahlreichcn UnbequenxliOkeitcn, die fie zu leiden haben, an dix Verwalcunq richten. „Diese Uebclstände ixranlaßtcn auch den „Herzog von Sachsen:" *cimar und seinen Sohn, die von Smyrna in der Absicht hierher kamen, um hier Qui'crantaine zu halten und sich dann nach Athen zu begeben, dcr Quarancaine von Malta den Vorzuq zu geben. Für die Yevlölxerimg von Sym entspringt darcius natürlich mancher «ier uit. '
Man wundert fich, warum die Franzdfischen Dampfböte, die von Marseille, wo doch die Cholera ganz aufgehörchat, mit einem “Gesundheits- Attcsc versehen, in Syra anlangen, [)(-„'r noch immer Quarantaine halrcn müssen.
-- Die Allgemeine Zeitung schreibt aus Triest'vom 3. Dezember: „Die neuesten Briefe aus Athen undPa'tras klären *))?ehrcrcs auf, was uns in den Griechischen Nachrichten dunkel geblieben war. Der fast allgemeine Entschluß der Bay- ern, dcn Gricchischen Dienst zu verlassen, wird vorzüqlich am der Ziigeliosigkcit dcr Oppositions;Prcssc abgeleitet, inlch)e kei- nchag vorbeigehen läßt, ok)ne jene großcmheils sehrwürdiqen **))?ätmcr zn beleidigen und zn schmähcn. Die Gerichte sehen der- gleichcnIirtikcl "(ck! als iirafwi'irdig an, und die Anklagen ma- chen dcnSkandal nnr größer, so das; jene Männer es eben so dem Dienste dcs Königs wic ihrer Ehre schitldig zu seyn glauben, sich aus einem Lande zurückzitzichcn, wo man ihnen in dieser Art begegnet, NäM'r den Finanzen scheint die größte Verlegenheit
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der Regierung mit der Armee zu seyn. Die regulairen Militairs *
gehen nun grdßtentheils ab, ohne daß das Gesetz über die Heeres! * .
ErSänzung vollendet wäre. Es unterliegt im Staatsrathe sehr ledafcen Trörterun en. Dann kommen erst die Schwierigkeircn “ der Ausführung. * ie Gegenwirkungen des Herrn Lyons haben noch nicht aufgehört, eben so wenig wie die andern Hemm- _- nisse, welche der Chef des Ministeriums findet, und seine Klagen, über jene Schwierigkeiten, Geschäfrsbürde und Ermatcung imd“ so laut und wie es scheint, so aufrichtig, daß wir besorgen, auch seine Kraft und sein guter Wille werden in nicht [an er Zcit gebrochen werden. Auch Herr Professor Brandis sehnt Ziel) nach “ Dwtschland zuri'wk und erklärt, daß das Klima seiner Gesund- heit nicht zuträglich sey. Die innere Ruhe wird noch zuweacn durch Räuberbandcn gestört, die leidige Folge der Nachläsfig'keir . Mf Jtschkale, durch welche geschah, daß im Laufe dicses Som-' mers 15 der dort ihr Urtheil erwartenden schlimmsten Räuber ent- kamen und ihr altes Handwerk wieder anfingen. Sie haben ihreFreunde, Hehler,He1fer und Mitschuldigen bis in die Sitze der Hauptstädte hinein, als alte Werkzeuge in den Händen politi- scher Unruhestifter. Viel Aufsehen erregt das Verfahren gegen; die vielverbrxitete und einfiußreiche Familie der Delijani, bon welcher der Qapicain Canellos beschuldigt worden ist, daß er einen Aufruhr Égen den König im Peloponnes angesponnen „habe: ja auch der taatSrath dieses Namens wurde, wie man sagt, in die Untersuchung gezogen. Daß eine so angesehene, wohlhabende Und einfiußreiche Familie, welche in früherer Zeit gegen die Feinde" " der neuen Monarchie mit der nationalcnPartei in den Waffen Festanden, jetzt, wo es offenbar für diese alten Ge ner und :zum' Verderben des Lendes gereichen würde, sich verc1)wöre,' wiki Wenigen recht glaublich scheinen, und man vermuthct hier ge- heime Ränke derjenigen, denen die Delijani's im Wege stehen“. -- Das Verhältniß des Herrn v. Rudhart zu Sr. Majestät dem König Otto scheint sich hergestellt zu haben, und beide OITajesi'äten geben ihm jeßc wiederholte Beweise ihres Ver- trauens und ihrer Zufriedenheit. Die Zeitungen enthalten nicht?- Erheblichcs, außer ihrem Parteigerede. Viel Geschrei und we- nig Wolle.“ *
Aegypten.
Alexandrien, 9. Nov. Die Regierung ist eifrigst damit beschäftigt, »))Tannschafcen und Geld zur Fortsckung des“ Krieges in Hedschas und zur Behauptung ihrer Wa enchrc in Abys- ßnien aufzutreiben. Zn lehrerem Lande sind Feindseligkeiten ausgebrochen, die hier große Besorgniffe erregen, da sich unter der dortigen Bevölkerung schon lange bedenkliche Zeichen von Unmuth kundgegeben haben. Bis jclzt ist die Regierung bei der Ausführung ihrer Befehle auf bedeutende Schwierigkeiten gestoßen: Geld findet sie nirgends, und Soldaten hat sie auch erst sehr wenig aufbringen können. Wahrscheinlich wird man n den Tagelöhnern und zu der Diensrschaft in den Städten seine Zuflucht nehmen, da es unmöglich scheint, dem Feldbau mehr als höchstens noc!) zweitausend Arbeiter zu ent ic- hen. ONehmed Ali bac seinem Sohne Ibrahim Pa ).a den Befehl zugehen lassen, unverzüglich zwei . Regimenter in Syrien auszuhcben, die an der neuen Expedition gegen die Araber von Hedschas Theil nehmen sollen. Man “zw"eifclc je- doch, ob diese Expedition,:bessercn Erfolg haben wird, als alle die früheren, die seit funfzehxnUZahren unternommen worden und stets gescheitert sindk“;"* DäKZournai de Smyrne isi überhaupt der Meinung,"?[d'aß es der Aegyptischcn Regierung sehr schwer faklen werde, "ficl) von der Nicdcrlagc, dic ste kiirz- lich in Hedschas erlitten, wieder zu erholen. “2111 Gcrraide und anderen Lebensmitteln ist in Aegypten noch immer großer Man-
“gel; daraus entspringen zahlreiche Krankheiten, und die..Sterbs
lichkeit nimmt fortwährend zu. Für den bcvorßchmdMZWiw
. ter fürchtet man eine völlige Hungcranh.
So eben ist der Vccc-Konsul vonToScana, Herr Anéorseiii, auf Verlangen der Aegyptlschen Regierung durch ein Dccrcc des Gcneral-Konsuls seines Postens encseßr worden, wcii dcr,- selbe mit dem hiesigen Polizei; Chef eincn hcscigen Stier; ys- Zlabt hat, indem er einen ieincr Landöleutc gegen die Polizci-
genten in Schulz nehmen wollte.
Vor einiger Zeit wurde ein Französischer Gerber, der sen:
.Gewerbe in Kahira heimlich betricb, von der '*olizci cntdcci'c
und gefangen qescßt, ohne daß man, wie die Verxr'äge es er.- fordern, dem Konjul Frankreichs vorher davon" AaniJc „machte. Die Waaren des Gerbers, auf (')-0,000 Pia'ikri',gesc1')äkzc, wur- den konfiszirt. Auf die dringenden Vorstellungen des .Konsuis wurde der Mann zwar bald wieder freigelass'en, fiir die konfis- zirten Waarcn aber hat derselbe bis jeizt noa) kcine Genug.- rhuung erhalten, und man glaubt daher, das; der neue Fran; zdfische General-Konsul nochmalige Vorstelixmgen Qcohalb ma.- chen werde. ,
'*'-c'- - *.*-“„.“.- „._.,-
Wiffenschaft', Kunst und Literaxur.
Mineralogisch-geognoskische Reiss mir?, dem Ural, dem Alt)" urid dchaSpischen Meer? von GM ßav-Roir. Crsrer Bgnd. Reise nach dem Ural 11??? lLiltaiiWZITit Kupsern, Karten und Hoizichnirrexr Ber- m ck.
Bctaninlici) batte Herr Gustav Rose, Yrcfxffxr der Universität
und Mitglicd der König]. Akademie der MissMWÜfnil zu Bcrim, riebsi dcm Akademiker, Herrn Prof. Edrenderq, „121 drr mfscniwdft- iickgxn Reise Tdcii, wciwc im “Jahre 1829 «1-1erxamiaN'xm1g Sr. Ma- ]eit.it des Kaisers von Rußland und unter Anfiidrung dns Fretbxra Alexander von Hnmdotdt untcrnommm wurkr.“ Der !cstcxe bai emen Theil der für die Wseniéoas'icn gcwrimcnen Resultate dr; mts in den ["t“-“!,“ZUWUZ .Cxiuriqimz dckannt gemacht, weichcm slch mm hier das so_ eben ersch1r11c11c Werk seines Bcgicixers axiicbijrßt. (56 entdäit außer dem fortgcdcndm Fadcn der Rcise in Form des T&- aeb11chsdirtivrsiichlich aich, was in die spcithc Wlffkiilchi*fl des Ver- fasscrs'nnicvläat, nämlich die mineralcgtsiiic und gecgnosniwe Aus; beute.- Eine Reihe einzelner ?lufs'äse, ziicrst 111 Poggcndcrff's 21mm- ien mcdcrgelcgt, crscbcint [*icr ausgeführte!“ "lid "rbst victim Ncixen vcrarbcitct, das Ganze abcr iii um so rclchck aussicsaUM- UTZ Herr von Fumdoldt, wre der Verfasser dankbar bckcnnr, dcn frciesen Ge
eröffnet demnach auch im! Werk mit den Women dcs lcßtc- rén,'we1che er der Einleitung eines noch ungedrncfxcn astro, nomtscben und magnetischen Tagebucvs" cnilcbncn klisf-é. Da die Absicht des Ruifficiicn Gouverncmcms nnd (“xc Limfaadc dir Reis: dixraus driviidcrs fia:- dcrvoxlcncbtct, 1Ö12nm Wik 111.111 111111301, ?iibs defricibcn vier wenigsicns den Anfang Und dcn Sch)11:f; am». a rru.
ranch scincr Manuskripte dabei gestattete. chr Roi":
„Ich glaube“, schreibt Herr von Önmddidx, „di.- Dankbarkcix, Tic
ich dem rrbabcncn Monarann sctmldxg (*in, „mf dciscn Brfrdi 1.11 ks: Rcise in das 21fiatischeRuÖ|and nmexnommm und ansqifxidrc badc, imb: «inf cine würdinre Weise „111 den „Tag lcam" xn “franc". ais mdcm_1ch_ einfach criädic, was dicse Rciic veraniäkic und wie edel " und src'unnig die Mittel zur Errciamna vanWZfrixcvcr Qwecke "- dachbdtcn wurdcn. Jm Sommcr dcs Jadres MN,":UO :ck. chu cm? nach einem langen Lluyctiidalic 111 Franircnb in mein" Vanriank :»
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