Welch? dem Streitgegenstande für die Parteien beizule en isi, mehr aber nach anderen, das fachliche Interesse der r- ieten. nicht berührenden Ges" tSpunkten z. B. nach der all- gemeinen prinzipiellen Wichtig eit der Éntxchetdung erfolgen.
Um bei der Einziehung der durch te YeztrkSverwgl- tungSgerichte festgeseßten Kosten die erforderlickée Ueberein: stimmung herbeizuführen, ist bestimmt wordrn da _ gnaiog dem Verfahren bei den ordentlichen Geruéten _ die Em: ziehung jener Kosten unmittelbar, nach beendtgtrr Ipstanz zu erfol en hat, und daß die unterliegezidxn Parteien direkt auf: zufor ern sind, diese Kosten pdrtqsrei an die Regierung?- Hauptkaffen einzusenden. Die Mitwnkung der KreiSausschüffe bei der Kosteneinzichung ist nur in solchen; ällen in Anspruch 11 nehmen, in denen die Kosten nicht inner all) der ge_stellten zFristen bci der RegierungshguYtkaffe einge en und al1o eine exekutivische Beitreibung derjel en nothwendig wird.
Der Modus der Kosteneinziehung durch Postvorschuß er- scheint nicht alt; zweckmäßig.
_ Das unbefugte Verweilen in einem fremden Besißthum, troß der einmaligen Aufforderung des Be- recbtigten, sich zu entsernen, ift nac! einem Erkenntniß des Lber-Tribunals vom 27. Okto er d. J. als Haus- friedezisbruck) zu bestrafen. „Das Gesetz (§. 123 des StrasgxxeßbuYs)“, führt das Erkenntnis; aus, „erfordert zum Thatbeytand es Vergehens des Hausfrieden-Zbrucbs ein un- befugtes_Ver1veilen und eine Aufforderung des Berechtigten zur Entfernung; Die Nothwendigkeit einer wiederholten Aufforderung iyi weder aus dem Wortlaute, noch dém Zwecke des Geseßes abzuleiten.“
_ __ _D_er Kaiserliche _Gefandte, Graf vo n Brande n burg, 1|„auf icinen Pdstep m Brüssel zixrückgekehrt und hat die Leitung der Kanerlichen Gesandtscha7t wieder übernommen.
_ Der Genrrgl-Lieuxenant von Manteuffel, Com: mlandeiär der 6. Division, 1st nach beendigtem Urlaub wieder avgerei .
_ S. M. «. „Friedrich Karl“ ist telegraphiscber Nachricht zufolge am 30. November cr. von Salonichi in See gegangen und hat am 1. Dezember er., Mittags, auf der Rhede von Smyrna geankert.
S. M. S. „Nymphe“ ist am 27. Oktober er., Mor- gens, auf der Rhede von Montevideo eingetroffen.
_ S. M. S. „Renown“ ist am 1. Dezember cr. in Wilhelmshaven in Dienst gesielit.
Stettin, 2. Dezember. In der gestrigen vierten Sitzung des Provinzial-Landtages wurden in die Vezirks-Ver: waltungSgerichte ]. zuStettin alsMitglieder: Ritter: gutsbesißcr v. d. Osten auf Blumberg, Kreisrichter a. D. Rittergutsbefißer v. Köaer auf Goercke und Kreisgerichts: Direktor a. ZO; Brose in Finkenwalde; als Stellvertreter: Ritte'rgutlsbemicr v, eyden au" Damißow, KreiLgerichtLMath a. D, Rittergutsbeißer Kol e ank Prißlow und Justi : Rail) a; ";D. Lommatsch in Stettin; [. zu Stralsund a 6 Mitglieder: Graf von Kraffow auf Pansewiß, Senator 1)r._ Schulße aus Greifswald und Rittergutsbefißer Lösewiß aus L211t1ch0w;_ als Stellvertreter: Rittergutsbesißer von _Behr aus Behrenhof, Bürgermeister Francke aus Straljund und Rittergutsbesißer von Hennings auf Stremlow, durch Akklamation gewählt. Ebenso wählte man mittels Akilatzmtion die von der Provinzicjlvertretun zuernennenden Mitglieder der Bezirkaommissionen fiir die Eins chäßung der Staais-Einkommenstcuer in den drei Regierungsbezirken der Provinz. _ Ein von dem Provinzialausschuffe vorgelegtes chienxcnt iiber die Verwaltung drs ProvinzialHebammen: Lehrinstituis i1_1_ Stettin wurde unve'rändert angenommen und zugleich beychlonsn, de'! der Provinz überwiesenen Antheil an drm Hsbaxmuen-Untersiiißungsfonds dem Provinzialvermögen einzuverleiben und nicht fernerweit zur Untersiüßung einzelner Hebammen zu Verwenden. _ Längere Verhandlungen veranlaßte das vom Vrovirzzial-AchWuffe entworfene Reglement iiber Verwaltung der iiir dic Regierungsbezirke Stettin und Cdslin bxstehenden Meliorationsfonds, namentlich in Beziehung auf die Werthsgrenze _der Grundstücke, innerhalbwelcher Darlehne gegeben werdén wllen. Nachdem dieselbe dahin festgestelit war, das; als Sicherheit genügen solle, wenn das Kapital innerhalb der ersten vier Fiinftheile dcs Werths der verpfän- detsn Grmidstiicke eingetragen werde _ der Ausschuß hatte beantragt: m'nerhaib der ersten „drei Viertheile“ _ fand das Reglcwept Mit einigen anderen unwesentlichen Abänderungen die Billigung der Versammlung.
Neffen. Darmstadt, 1. Dezember. Zu der heutigen 12. _;xßuug der Ersten Kammer der Landstände stand zunachst am 'der Tage?:ordmmg die Berathnng und Abstim- mung iiber die _Vorlage des G2sammt=Ministsriums, die Re: gelung des sinanzisllen Verhältnisses wischen Staat u_nd der evangelischen LandeskircheZetreffend. Ter All§1chilß beantragte Beitritt zu den Beschlüssen Zweiter Kammer. Zii dem von der Zweiten Kammer brfchldffenen _Eryuch-xn an die Regierung: „baldthunlichst dafiir zu sorgen, midwert etwa nöthig, durch eine Vorlage auf diesemLandtage, daß die_ Verwaltung des evangelischen Kirchenvermögens durch 'Wie staatliche Behörde e olgt und damit die dermaltge Doppelstellung des O er: Konsistoriums und ngtxicntlick) auch in der Nichtun beseitigt wird, daß Öl?]? _Behörde keinerlei xtaatli 6 Funktionen mehr zu verr1chtex1 hat, auch wegen olcher Fun ionen keinerlei be: 1o„nde_re Anwriiche an den Staat und staatliche Institute und Einrichtungen mehr erheben kann,“ sieht fich der Ausschuß mcht veranlaßt, den Beitritt zu empfehlen. Graf zu Solmé': Laubackx beantragte, die Regierung zu ersuchen, daß fie die Doppelstellung des Ober-Konsistoriums beseitigen möge und die Vexwaltuyg ch Kirchenvermögens der evangelischen Kirchu uberlanen bleibe. Nach längerer Debatte wurde schließlich der Anirag dcs Ausschuffes gegen 1 Stimme angenommen, das Ersuchen der Zweiten Kammer einstimmig abgelehnt und der Antrag des Grafen zu SolmS-Laubach gegen 4 Stimmen an-
genommen. (H- N-)
" Mecklxuburg. Malchin, 29. November. Ziwder heutigen Landtagssißung ging ein schwerinsches
exkrtpt vom_21. d. M. em, worin ausgeführt wird, daß von Seiten dxsz Ne1ch5kanzler=Amts der Regierung Kenntniß gegeben worden 1er voti Klagen und Be1chwerden, welche au6nautischen Kreiieti über die manßeiksoaste Beleuchtung der mecklen- bur 11chen O_stsee Ü te erhoben worden. Die Regierung besch oß daYr d_1e„Erba_uung eines Leuchtthunns auf der so- gxnannten uckypise bet, Bastorf, Domanialamt Buckow, mit einem sogenaxmten Vlmkfeuer. Die Hersteliung wird auf 129.530 „Fk.,„die Unterhaltung auf 4770 »“ veranschlagt. Die
bis ' en Leuchtfeuer haben ihrer en uni ,_ mitteln erbaut werden. .; Die um gutachtlichen an- das Polizei:Comité. _ 'n einem weiten Re ' t vom 27. d. Mts. fordert die schwerinéche Regierung die Stände und besonders die Landschaft zu erneueter Berat ung über das ca .lll. auf, beterend Bauten für Zwe e _der Justizge eße. Rückfichtli der aufzubringenden Mittel ist es der R ierung gar nicht zwei elhaft, daß das Land dazu verpflichtet ei, da es fich bei diesen Bauten um außerordentliche, vom Groß- herzoge und der Regierung nicht abhängende Nothwendigkeiten handele. Der Be “nn der Bauten im nächsten Frühjahr sei auch nothwendig, elbsi wenn die neue Justi organisation er!? zum 1. Oktober 1879 in Kraft tretßn so te. Kammerherr v. Oerßen-Kotelow meinte mit der Ritterschaft sei die Regie- run einverstanden, deshalb müsse die Landschaft vor weiteren VerJandlungen mit Erklärungen hervortreten. Dazu wollte dieselbe fich aber noch nicht ohne Weiteres verstehen und des- alb wurde die Resolution für heute aque1eßt. _ Des ein- allenden Vettages wegen werden die Sitzungen eme Unter- rechung erleiden. _ M Bremen, 2. Dezember. (Wey. Ztg. 'Von den elch der Aktiengesellschaft „Weser“ ist heute_ ckth 12 U xda)?- dritte der von der Kaiserlichen Admiralität bei er Gesell1chast in Auftrag gegebenen Panzerkanonenboote vom Stapel gelassen worden. Dasselbe hat den Namen „Biene“ erhal- ten. Von den iibrigen Kanonenbootenist die „Viper“ noch in dsr Panzerung begriffen, die noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird, so daß das Schiff erst _im Februar nächsten Jahres nach Wilhelmshaven wird übergeführt und der Admi- ralität übergeben werden können. Der Bau des Kanonen- bootes Nr.4. ift schon ziemlich weit vorgeschritten, von Nr. 5 stehen erst die Spanten, troßdem wird leßteres no vor Nr.4 vom Stapel gelaffcn werden, weil sein BUK des eschränkten Raumes wegen iiber das Hintertheil von Nr. 5 inausra t, es also erst aus dem Wege sein muß, _ehe Nr. 4 ins Waxer gelasen werden kann. Der Stapellauf von Nr. 5 dürfte im April nächjten Jahres erfolgen.
die Seeftädte Zietrr Auffindung Thurm soll a aus Landes- Stände gaben das Reskript
"_ OesterreichMugarn. Wien, 2. Dezember, Der rus- JW?) Botschafter von Nowikoo hat sich gestern nach Pest ege en.
__ 3. Dezember. (W. T. B.) Eine heute statigehabte Vermmmlung der Mitglieder der Verfassungspartei hat einstimmig einen Antrag angenommen, wonach dieselbe, unter vollständiger Offenhaltung ihres Votums für die ande; ren, den NueZgleich mit Ungarn betreffenden Vorlagen die in dem unlängst publizirten Statutenentwurfe aus eführten Grundsäße für die Organisation des Bankwe ens fiir unannehmbar erklärt.
Pest, 2. Dezember. (W. T_. B.) Sißung des Unter- hauses. Der Minister-Präiident Tisza beantwortete die Interpellation des_ Abg. Chorin und hob dabei er: vor, daß es nicht seine Amgcxbe sei, das Verfahren der 5 er: reichi1chen Regierung zu kritiiiren. Eine solche Kritik würde außerhalb seiner Befugnisse liegen. Die im Mai mit der öster- reichischen Regierung getroffenep Vereinbarungen erachte er als vortheilhaftsür Ungarn. Erwrrdß'daéer keine Veranlassung nchen, um diese Vereinbarungen rückgängig zu machen. Auf die Frage, ob die ungarische Regierung geneigt sei, mit der gegenwär- tigen österreichiychen Regierung in Unterhandlung zutreten, erkläre er: Zum Zwecke einer Abänderung der Grundprin- zipien der getroffenen Vereinbarungen werde er mit der öster- reichischsn Rogierung allerdings nicht unterYandeln. (“ndeß sei _es seine Pflicht, bei Angelegenheiten, we che beide eiche“- hälstcn beträsen, mit derjenigen Regierung in Vsrbindung zu tretrn, welche der Kaißer in dcr andern Reichshälste eingefeßt habe. Das Hach nahm, mit Aiisnahme der unabhängigen und der äußersten Linken die Antwort des Minister?- mit Bei- fall zur Kenntniß.
_ (W. _T. B.) Die Minister Lasser und Pretis find 5?MW'“;)?achtmttag vom Kaixer in einer anderthalbstiindigen „(u d1e_1_1z empfangen worden. Morgen findet unter Vorsiß des Katjers ein gemeinsamer großer Ministerrath statt.
_ 4. Te eniber. (W. T. B.) Gestern fand unter dem _Vorsiß „des: aiser-Z em Ministerrath statt, wel em 1ämmtl1che Minister der beiden Reichshälsten mit Atisna me dec; Grafen Andraffy beiwohnten. Die österreichischen Minister bleiben auch heute noch m Pest, da die Konferenzen noch nicht beendet sind.
Großbritannien und Irland. London, 1.Dezember. (Engl. Korr.) Die Ernennung Sir Bartle Frere's zum Gouvernrur des Kaplandes an Stelle Sir Henry Barkly'swwd 91,23 Folge der drohenden Wendung betrachtet, welche die politijchen An elegenheiten in Siid-Asrika neuer: dings genommen. Die „ imes“ ertheilt Sir Henry Barkly das Zeugmß, daß er an] Schluß seiner sechs Jahre währenden Amtsdauer ohne Verlust an Ansehen einem Nachfolger den Plcxß räuxnxn könne. Er habe in Erfüllung seiness wierigen Yostens 16111 Bestes geleistet. Durch die Wahl Sir Vartle 7„rere's_ habe Lord Carnarvon eine gute Wahl getroffen. Weng irgend ein Mann, so sei er dazu eeignet, mit den SchW19rikeiiexi der gegenwärtigen Krisis ertig zu werden, i_tiid die ZZdlitik der (Zentralregierung auszuführen, ohne die 1Uda1r1kan11chen Kolonisten zu verleHen.
_ , _2.' Dezxmber. Jöln. Ztg. Die Ernennung einer Kommi1sion siir die ariser usstellung steht bevor. Der Prinz von Wales wird den Vorsitz übernehmen. _ Die Eroffnung der Ausstellung in der "Capstadt ist den laut gewordenen Wünschen gemäß bis zum 15. März vertagt worden. _ Dem „Scotßman“ ufolge unterzeichneten Lord Derby und Fiirst Ghika vorgesZern eine provisorische eng- lisch:ruman11che Handelskonvention.
_ . Frznxkreich. Paris,2.Dezember. (W. T. V.) Der Con: 1e1lpras1dent Dufaure und die übrigen Minister haben heute in Folge der letzten Abstimmungen im Senate und in der Deyytntenkammer i re Entlas s ung Sgesuche eingereicht. Der Prasident Marscha Mac Mahon, Yat diefelbenersuch't im Amte zu verblendet), doch erscheint die ituation durch die Mei- nungSrZerschiedenheiten der Minister, welche namentlich bei Ge- legenheit der heute von der Deputtrtenkammer an enommenen TageSordnung_hervorgetreten' ist (s. unter Be bedeutend,)?“ ieri er. (
_ _ ._ ezem r. W. T. B.) Dem „Moniteur“ u ol e 1011 5«Jsud1_ffret-Pasquier die Bildung eines Zefuegn Ministeriums abgelehnt haben. '
aiUes), jeßt _
_ 4. Dezember. (W. T. B.) DaS Journal officiel“ meldet, daß die Minifter dem Präßdenten ihr EntlassungSgesuch überreicht hätten u_nd daß e vom Präsidenten ersucht worden seien, die Ge chäste bis da in, wo ?rh über ihr Entlassungsxzesuch beschlo en habe, weiter zu Ü ren. “
_ Daö „Journal officiel“ vom 1. Dezember vers ent- licht ein Gefes, welches dem Minister der Landwirth chaft und des dels für 1876 einen- Kredit von 60,000 Frcs- zur Erfo chung von_Mitteln gegen die Phylloxsra er:- öffnet. _ Das amtli Blatt vom 2. Dezember zeigt an, daß der Präsident dur_ neueDekreie vom 10., 17. und 29. No- vember 107 Jndim nen, die wegen Verbrechen, welche mit dem Kommune-Aufftande in Verbindung stehen,. begnadigt resp. ihre Strafen verändert oder herabgeseßt hat.
Versailles, 2._Dezember. (W. T. B.) In der heutigen Sißung der Deputirtenkammer zog der Minißer des Innern, de Marcézre, den Gesehentwurf, betreffend die Er: weisung militärischer Ehrenbezeugungen bei Be- gräbnis s en von Rittern der Ehrenlegion ohne kirchliche Feier, zurück. Laussedat, der Präfident der Kommission,
xantragte die Annahme einer TageSordnung, in welcher dt? Kammer die Ueberzeugung ausdrückt daß die Regierung bet der zukünftigen Anwendung der auf die Begräbnißfrage beziiglichen Dekrete den Grundsäßen der Gewiffensfreiheit und der Gleich_heit der Bürger vor dem Geseße Gerechtigkeit wider- fahren lanen werde. Der Minister des Innern erklärte im Namen der Regierun , diese TageSordnung annehmen zu wollen. (Lebhafter Beifall auf der Linken.) Die Tagesord- nung wurde darauf mit 370 ge en 25 Stimmen angenom- mezi. Nach. der Sißung verbreitete sich das Gerü t, daß der Kriegs:M1nzster die Tg eSordxmng nicht anne men wolle, da _er_fie als euwn gegen iIn gerichteten Tadel ansehe. Das Ministerkonseil würde morgen über diese Angelegenheit berathen (s. unter Paris).
Spanien. Madrid, 1. Dezember. (Köln. Ztg.) Ein T_elegrammdixs Madrid erklärt die Angabe, daß der Mi- 111ste_r-Pr9s1den_t Canovas del Castillo von dem.- Nuntius S1weorxr_ und anderen Prälaten zu seinen letzten Reden Übxr die religiösen Fra en begliickwünscht worden sei, für falsch;_ im Gegentheil grei e das Organ der Nuntiatur ihn an, weil er zu sehr für die Gewiffens eiheit eingenommen sei.
_ Ag. Hav.) Der russische A miralButakoff isi: mit em rusfixchen Dampfer „Swetlana“ in Cartagena angekommen.
Griechenlayd. Athen, 2. Dezember. (W. T. B.) Der außerordentliche Gerichtshof für den Prozeß gegen die Mitglieder deS_Kabinets Bulgaris hat seine Schluß- sißung gehalten, in welcher das Urt eil publizirt wurde. Dasselbe lauter auf Freisprechung, enthä t jedoch einenstrengen Tadel „gegen die ehexnaligen Minister. _ Der neu ernannte sranz-osischx Ge1andte am hiesigen Hofe, Tissot, is: hier eingetroffen und hat dem Könige seine Kreditive überreicht.
_ Türkei. Konstantinopel, 3. Dezember. (W.T.B. Die Regierung hat ihren Vertretern im Auslande "o - gende M1tth61lUUX_ zugehen lassen: Von der europäis en Presse. ist die Nachricht 'von einer Meinungßverschiedenheit yerbreitet worden, die zinischen dem Großvezir und dem Prä- 1idcnten des Staatßraths m Be ul? auf die einzuführenden Reformewzu Tage getreten sein 130 . Diese Nachricht ist ohne Jede BeEgrundung. Die AuSarbeifun der Reformenlwürfe ist zu *nd'e gediehen und _unter den itgliedern des Kaiser- lichen Kabmets hat bezüglich derselben stets das voUständigste Einvernehmen bestanden.
_ (W. T. B.) Die Minister waren auch gestern
noch" mit der Bßrathung der neuen Verfass ung_ beschäftigt, deren Publikation unmittel bar bevorste en soll. _ Die Spdzialbeyollmä ti ten Frankrei s zur Konferenz, Gra) Vourgoing und ra Chaudordy, haben dem Großvezier, sowie dem Minister der Auswärtigen Angelegenheiten, Savfer Pgscha, und Edhem Pa1cha Besuche abgextattet und die Gegen- be1uche derselben. empfangen. _ _ Das Wiener „Fremdenbl.“ nimmt an, daß die Kon- ferenz enthder mit 7. oder am 11. zusammentreten wird. Edhem Pasha ist _ bereits hier eingetroffen, und der Marqms von Salisbury wird hier spätestens fiir den 6. erwartet. .
_ Man' schreibt demselben Blatte: „Seit eini en Tagen zirkulirexi m den verschieden ien Blättern Geri": te, deneii zufolge in Konsiantinope zwischen dem Groß- vezxer und dem Präsidenten des Staatsrathes, Midhat; Pao1cha, eme Verstimmung, und zwar wegen der soeben fertig gewordenen Verfassung des türkischen Reiches, herrschen wil, da ersterer Staat?,mann durch dieselbe eine Verkürzung der Rechte Sr. „Majestät des Sultans befürchtet. Wie jedoch aus authentifYZr Quelle verlautet, ist an diesem Ge- rüchte auch nicht in Wort wahr, und bestshe zwischen gemxnnten heiden Stgatömännern auch in Betreff der Yersassung die vdÜste Emigkxit. Leßtere wird daher schon in einigen'Tagen, bis mwgewrffe, vom Geseße oorgYchriebene Zormalitciien erfiillt nun werden, in dem großen Saale der“
ohen Pwrtqe. M Gegepwart des Großveziers und aller“ übrigen titrk11chen Munster und Würdenträger, dann des Sche1kh=ul-J§J-lam_ux1d vieler Ulemas feierlichst proklamirt; „werden.. Es ist möglich, daß auch Se. Majestät der Sultan in Begleitung Seiner Brüder dieser Feierlichkeit beiwohnen wird- Waß daxm den Zusammentrztt des türkischen Parlamentes- betrtfft, 10 soll derselbe erst im MonarMärz 1877 ersol en und „wurde schon ein Saal im_ Gebäude des Unterri ts- Mmistermms gls Sisungßsaal für diese hohe Körperschaft bxsximmi.“ 'Wir repr9d11 iren, fügt daS genannte Blatt hinzu, dze1e M1tt?eilung, uns ck uns zukommt, ohne für dieselbe 8111§Bür (haft zu übernehmen oder uns durch dieselbe in innerer emimg beirren zu lassen.
„_ n emer St; Petersburger Korrespondenz der" „Wiener bendposi“ Wlkd unter Anderem olgendes gemeldet: Monta wurde der amerikanische Ge andte Hr. Voker nach seiner Rückkehr aus Amerika Sr. Maje ät dem Kaiser" Alexander vorgestellt. Er drückte dem aiser im Namen des Präfideiiten 'der Vereini ten Staaten die SympatlZien des _atZterikanischen Vo kes für seinePerson und eine Politik_ der Plforte egenüber aus. _ Der bekannte amerikgmsche Dip omat . Schuyler wollte Bulgarien n_och emma! bereisen, um über die dorti en Zustände zu be: richten. Die Pforte hat ibm»die vezinelle ollmacht zur Reife verweigert.
Belgrad, 29. November. Die serbische Armee, wekYe noch vor vier Monaten 120,000 Kombattanten zählte, ift, me
die „Pol. Korr.“ meldet, nach der_ neuen Organisation auf 60,000 Mann redn irt worden. Die ganze Armee wurde in 4 Divifionen get "lt (Schumadija, Drina, Morawa und T'mwk'). Die erste Division hat die Kreise von Belgrad, Kraguxewah, Rudnik Semendrm iind Pozarewaß; die weite die von Schabaß, Vodrinch Wal1ewo und Uzisa zu erb- hezirken. Die Morawa-Div Zion rekrutirt fich aus den Brigg- den von Tschatscha, Kruseway, Iagodin und Tschuprija. Die Timok-Division formirt fich aus den Bataillonen der" Kreise von Alexinaß, Kn" ewaß, Crnoretsch, Krajna und Vranitschew. Die Dimfionsßäbe finden sich bereits in Bel rad, Waljevq, Krusewaß und ovanowaß. Eine Reserve so aus den M1-
lizen zweiter und theilweise dritter Klaffe formirt werden. Zu Kommandanten find Eingeborene ernannt worden. In
den leßten Ta en find 1530 rusfischereiwillige hier eingx troffen. Diese ben werden zwei Bata" ne unxxr russischem Kommando bilden. Aus Serbien find zur rusnschen Armee bis jest gegen 1800 Freiwillige einberufen wordeii. Jm Gan: zen find noch bei 4000 Russen in Serbien verblieben.
_ Das W. „Fremdenbl.“ schreibt: Die_ Demarka- tionslinie zwischen den serbisch-montenegrini1chen und tür: fischen Heeren ist noch nicht definitiv erigestellt. Der Streit um Alexinaß scheint sogar sehr lebhat zu sein. Das rus- fische Projekt ist darauf berechnet, Deligrad undAlcxinaß in die neutrale Zone einzubeziehen, während :ich die Ser: den darauf vorbereiten, ihre Ansprüéhe auf die Räumung von Alexinaß auf die Angabe zu bairen, daß dieser Plaß erst um Mittag des 1. November von den Türken beseßt worden ist, als der Waffenstiusiand, desZFU Beginn mit der Mitternacht vom 31. Oktober auf den 1. ovember angenom- men werden muß, bereits in Kraft war. Die Serben" werden einige Schwierigkeiten finden, ihre Angabe zu beweisen, denn die ersten türkischen Kavallerie-Abtheilungen haben Alexi: naß schon am Vormittag des 31. Oktober beseßt, und es war blos die von Risch gesendete türkische Infante- rie, welche erst am nächkten Tage kam. Sir Arnold Kemball, welcher an Ort un _Stelle war, wird ohne Zweifel im Stande sein, die Kommisjion über diesen Punkt aufzu- klären. Der russische Vorschlag, Alexinaß und Deligrad in die neutralx Zone einzubeziehen, kann sich auf keinen besseren Grund banren. Die Entsernung zwischen beiden Orten beträgt etwas über zwölf Kilometer, das heißt das Dreifache der für die neutrale Zone bestimmten Distanz, und selbst wenn man die Stellunß der ferbischen Außenposten, die auf halbem Wege zwischen eiden Pläßen liegt, _ ja wenn man die ganzen vier Kilometer aux Kosten der Türkei zur Grundlage nimmt, so würde Alexinaß nicht in diese hineinfallen. Da: gegen kann wieder die Räumung der Position von Dcligrad, welcheS gar _keine Reffourcen für die Winterquartiere bietet, nicht als Eriaß fiir Alexinaß betrachtet werden, das aUe Ve- quemlichkeiten fiir dieselben enthält. '
Cettinje, 24. November. Der „Pol. Korr.“ wird ge- schrieben: Der rusfische Militär-Agent und Demarkations- Kommiffär hier, Oberst-Lieutenant Bogaljubow, hat von seiner Regierung den Auftrag erhalten, Bericht darüber zu erstatten, wie viele Kombattanten Montenegro, die He egowina und Bognien stellen können. Unser Kriegs=Minisier lamenac erklärte, daß Montenegro noch immer 18,000 Mann ins Feld sieUen könne. Die Jnsurgenten der Herzegowina dürften eine Streitmacht von 6500 Mann repräsentiren. Zn Bospnien ist die Zahl der Aufständi1chen stark zusammenLeschmolzen, doch dürfte man immerhin annehmen, daß im Süd-Westen BoMiens noch immer 3000 Znsurgenten auf den Beinen sind. Zwischen St. Peteerurg und Cettinje ist vereinbart worden, daß sür di? ganze Dauer des Krieges Montenegro von Ruß: land Substdien in der Höhe von 50,000 Nudeln monat: lich erhalten werde. Dabei ist aber ausdrücklici) stipu: [irt worden,_daß davon auch das herzegowinische HülfScorps zu_erhalten icin werde. Wie heute hier verlautet, soll die ge1ammte waffenfähige Mannschaft für den 20. Dezember wie- der einberuxen werden. Senator Mascha Vrbica wird aus Belgrad hier erwartet,. und man hält dafür, derselbe werde em Komwando in der Herzegowina erhalten. Seine Yatagan- Legion i1i ohnedies zurHälfte aufgelöst worden, und die an- dere Hälfte, aus lauter Montenegrinern besteZend, ist im VegriZe, nach der Heimath zurückzuke ren, Und sxck der_n - aterlande zur Verfügung zu steklen. _ Derwi1ch Vaxcha hat im Ganzen nur 9500 Mann Regulärer, 900 Ba1chibozuks und 60 Geschüße in Albanien zurückbehalten. Mehr als 12,000 Mann mit 30 Geschüßen sind von seiner Arwee 1_1ach Bulgarien abgezogen worden. Derwisch Patcha 1011 dieser Tage nach Konstantinopel abreisen. ?ln jeine Stelle soll Ferik Mohamed Pascha das Kommando ubemrhnten. Die fernere defensive Rolle diefes Corp?- isi kt))htnelyn durch dessen numerische Verhältniss unbedingt ge- 0 en. .
_ Auf die Sympathie-Adreffe der?- liberalen Vereins in Nyde (England) hat derZiirsi von Montenegro folgende Antwort durck) 1einen Sekretär gesendet:
_ .Der Fürst fühlt sich durch diesen Ausdruck der Sympathie mit seinen zu Gunsten der christlichen Unterthanen in der Türkei ge- machten Anstrengungen hock) befriedigt. Er findet große Er- umthigung in diesern Beweise, daß die Unterthanen des freien und patriotischen England bezeugen, die Wohlfahrt und die Interessen ihres Landes seien nicht und können nicht sein den geseßlichen Bestre- ungen ron Völkern entgegen, die, ohne politische Träume, bean- spruchen leben zu dürfen.“
Ra usa, 1. Dezember. General gnatieff telegraphirt mz das Yiefige rufsif e General-Konsu at, daß der Waffen- stillstand um vier age verlängert wurde und mithin nicht am 28. Dezember, sondern am 1. Januar zu Ende gehe.
Zara, 3. Dezember. (W. T. B2?) Die Miriditen l)„abe_n zu Gunsten Montenegros die affen ergriffen; tyrkischerseits ist deshalb die Wegsendung weiterer Truppen Wstellt worden. -
_ Loridon, 4. „Dezember. (W. T. B.) Die „Times“ em- Yslehlt em Vündmß mit Deutschland behufs Erhaltung des arriedens event. Lokalisirung des Krieges. „Morning Ppsi“ und „Daily News“ sprechen fich entschieden gegen dte Führung eines offiziösen Krieges gegen Ruß-
land aus.
_ Die „Morning Voß“, schreibt in einer ihrer leßtrn Nummern: „Friede i der einzige Zweck der Regierung hrer Majestät, Friede auf den Grundlagen LLS Völkerre tes und der VertragSre te. Die Mission des ;»ord, Salisbury at diesen einzigen weck im Auge und es 1| mchdgerecht, i m Saumseligkeit zum Vorwurfe zu machen, wenn, die paar Stunden, die er in wichtigen Hau tstädten verweilt,-Kombmationen gewidmet find, die dasogroße esultat, Welches das Kabinet im Augenmerke hat, herbeixühren mögen.
ES kann nicht oft genug hervorgehoben werden, daß sämmt- liche _Mächte, Rußland mit inbegri en, den in Luxd DerbY DYsthe an Sir Henry E iot vom 4. Novem nie rgele ten Grundlagen beigetreten find, und ' dem- nach n wir jedes Recht, u erwarten, daß die Konferenz in eine friedliche Ueberein unft resultiren wird.“_ Die „Times“ vom 30. November ne men die in den leßten Tagen verbreiteten Nachrichten über ie nahe Verkündigung einer türkischen Verfassung sehr kühl auf. „Eine plößliche Verkündigung der Menschenrechte in Bothien und Bulgarien _ sagt daS Blatt _ könnte Niemand umstimmen. Wie mit Recht bemerkt worden ist, giebt es keine Regierung in Europa, welche durch eine Farce, die nur eine modernifirte Wieder: holung des vor 20 Jahren publizirten und seitdem ein todter Buchstabe ebliebenen Hatti-Scherifs wäre, getäuscht werden könnte. Zudem weigert fich auch der Großvezicr ent: schieden, zu irgend etwas beizustimmen, wodurch die absolute Gewalt des BeherrscherS der Gläubigen beschränkt würde. Die papierene Verfassung Midhat Paschaß kann also nicht einmal zur Welt kommen. Diese neueste Schwierigkeit in Kon- stantinopel kommt nicht ungclegen, um uns zu der Erwägung dessen, was wir schließlich zut un haben, zu nöt igen. Gegen: wärtig find wir in England a e darüber ei ?ilg, aß kein eng: Tischer “Yin er geregt werden folie für die ufrcchterhaltzmg der tür 'sckxgen Macht um ihrer selbst willen. Nicht die leiwsie Stimme läßt sich dafür vernehmen, daß wir nur die geringste Anstrengung für die Türkei als Türkei machen folien. Unser Interesse an der Integrität des türkischen Reiches hcxt seinen Ursprung und sein Ende in dem Wun1che, daß das Machtgleich ewicht im süd: östlichen Europa nicht verrückt werden mö te, und wenn wir von vertragsmäßigen Verpflichtungen sprechen, ist das eben in diesem Sinne zu verstehen. Diese Grundiäße müssen auch unsere Regierrmg bei jeder Frage, welche sich ihr aufdringt, leiten. Die Vorbesprechungen der Vertreter der Garantis- mächte werden in der nächsten Woche in Konstantinovel be- ginnen, und man darf mit Grund hoffen, daß eine Verstän- digung zwischen denselben zu Stande kommt. Die Meinung?»- verschieden eit über die Bedingungen und Grenzender in den türkischen I ordprovinzen einzuführenden Reformen ist allmählich auf enge Grenzen reduzirt worden, und die schwieri ere Frage der Garantien "iir die Ausführung der Reformen _ann auch nicht als unlös ar betrachtet werden. Wenn also die Konfs: renz formell zusammentritt, so dürfte bereits ein von dem Einverständniffe aUer Garantiemächte getragenes Programm der Pforte vorgelegt werden und wir glauben mit Mr. Forster, daß, wenn einmal diese?- Einverständniß drn Ministern des Sultans klar gsxnacht ist, fie ihrem Herrn die Annahme des Nathes seiner sränkischen Freunde empfehlen werden. Zu Konstantinopel darf man nicht länger iiber dis Politik Eng: lands im Jrrthume. bleiben; die Zeit, sich in dcr _ofsensten Weise über die orientalische Frage ausznsprcckxn, ift iehr nahe herangerückt.“
_ Die „Times“ widmen dem Gcnsrai Klapka und dem Türkencnthusia§mus in Ungarn einenLeitartiixl. „Es hätte schwer ge alten“, _ sagt das City-Blatt _ „mh eincn Vo “all auszu enken, der den tiefen Ernst der Orient; frage durZ ein Moment des Lächerlichen hätte mildern können, aber es ist ein solcher in der Ueberreichung einer Adresse an den General Klapka durch eine Anzahl sympathisirender Türken gefunden worden.“ Nachdem die „Times“ im Weiteren diese Adresse einen ethnographischen Schund, daes Wsrk cines ungarischen oder deutschen Gelehrten vierten Ranges gcnamit haben, schließen sie folgendermaßen: „Wirbrauchen nicht die L_lux: richtigkeit des Sprechers (Klapka) in diesem Falle gnzuzweiseln, aber es ist leicht einzusehen, wie nationale Animojität und die Erinnerung an einen Konflikt, in dem er selbst eine Rolle gc: spielt hat, sein gesundes Urtheil beirrt haben. Cr kann in dem Widerstand gegen die Türksn nichtH ach: Angriff, Gswalx: thätigkeit und Tyrannei erblicken und spricht die Ueberzcngung aus, daß dasx'große Prinzip drr islamitischen Nelixion voll: ständig mit den Grundsäßen dss: Humanitarißmus Zarnwnirt, welche die moderne Civilisation als die Grundlage KUSS Fort: schrittes erklärt. Der leßte Saß ist unklar, aber wenn er die Bedeutung haben soil, daß der Moslim ebenso wikkig _imd , rasch fortschreitet, als der Christ, so ist er anderer An11cht, als aUe anderen Menschkn, mit Au-Znahme der angeblichen SZaimiwerwandten der Türken, zu welchen General Klapka ge ört.“
Rumänien. Bukarest, 28. November. Die „Pol. Korr.“ meldet: Dir in Galaß urid Concurrenz bis Jbraila dislozirte rumänische Truppendivixion ist nach Jaffy abmar- schiri und wird dort durch ein andereZ Corps von 8000 Mann von welchen 4000 nach Galaß und die andere Hälftc naa) Jchail kommen, erseßt werden._ Von der Errichtung meh: rcrer Batterien an den Donau-Usern ift Absixmd genommen und find die mit dem betreffenden Baue beaxt tragten Genic- Offi iere abberufen worden. Dagegen ist be] [offen worden, die (Festung Kilija und die Fort?- von Jngil zu armiren. Die drei rumänischen Donau-Kriegsdampser iind angswissen, zwischen Gala und Jbraila St_ation z_11_neh1:1en. Zn Galaß wurdén zweiTLroviantmagazine 1ür,ruis11cheRechnung _etabl-irt und sollsn in dieser Stadt erhsdliche Vorkßhrungen fiir den Durchmarsch cines bedeutenden Corps getro en werdcn.
_ 29. November. Dasselbe BlaZt schreibt: Die in Krajova bisher konzentrirten Truppen nnd ylößlich nach dem an der Donau der türkischen Festung Widdm gegeniiber ge: legenen Städtcßen Kalafat vorgeschoben worden. Seit einigen Tagen durchkreuzen russische Agenten das ganze Land und ziehen möglichst genaue Erkundigungen em üher den Zustcxxid der Straßen und der Brücken, die genaue Entfernung gewiner Punkte von einander, die vorhandenen Lebensmittel: und Futtervorräthe, sowie auch über die Stimmung des Landvolkes im Allgemeinen. _ Eine unter der. Führung eiiieS Generals stehende rusfische Kommission hat die er Tage die Enenbahn: linie Comescht-Un hen, die Rußland m1tNumämen verbindet, inspizirt und diese be übernommen. !
Rußland und Polen. _ ber. An weiteren Ergebenheits-Adreswn an den Kaiser verö entlicht der „Reg.:Anz“ 1) eine Adresse des Adels von wer 2) eine von dem Now orod'schen Adel, 3) vom Pensa'scßen Adel, 4) von der, «t. Petersburger
von allen Ständen des Kaluga'schen Gouvernements.
_ Der „W. Abendpos “ wird geschriehcn: Zum Chef der aktiven Armee an der kankasisch-türkischen Grenze ist der General:Adjutant, General der Kavallerie Lows-Me:
lichow ernannt worden. Sein ArtiUerie:Chef ist der General:
St. Peteerurg, ]. Dezem-
Gouvernements-Landschafts:Versammlung und 5) eine Adresse.
Major Gubsky, und sein Stabs :Che_f Genrral- Major Duchowski. Dag Corps ht aus drei Abtheilun en, der von Eriman unter General: ieutenant Tergukaffqw, er von Achalzych unter General-Lieutenant Dewei, i_md _emer Reserve- Abtheilung. Jm Kaukasus ßehetx augenblicklicbxeuie Grenqdier- Division, fieben JnfanterixDivinonen, eme, Schußen-Bngade nebst acht Artillerie-Brigaden (384 Geschütze), ein_e Dragoner- Diviiion mit zwei reitenden Batterien, sodann meen-Kofacken, Kosacken von Kuban und Terek mit ihrer Artillerie, und gru- finische wie mingrelische Milizen, im Ganzen 150,000 Mann. _ Auch die Marinetruppen werden bei der aktiven'Armee verwendet werdcn. Morgen gehen zu derselben zwei Com: pagnien der hier garnisonircnden (Harde-Equipage, 340 Mann unter Kavitän-Lieutenant Tudec, mit dcr Warschauer Bahn ab.
_ Mr Regirrungß-Anzeigcr vom 27. November bringt den Ukas Über die Reform der Tpoltichenje (Land- wehr)
Zu dcrsklbcn Zurückgcstriitcn , ihrem vicrzigsten
„Absiuiungcn' alle Soldaten bis zu
in rersckxiedenen sowie die ausgedienten Jahre. Die Zahl der nötbigen Mann- schaften wird jsdcsmal durch ein besonderes Kaiserliches ').sianifesi bestimmt. Zur Seelandwchr find Seslcutc, Maschinisten, SchiffSarbciicr, Fischer und ebémalige Niatroscn brranzuzichen, Die Landnwbr besteht aus Drusbincn 51: Fuß:, Reitcrsctiiirn und See- Kvmmandrs. Dieselken miiffen stets in "28 Tagen nach Erlaiiimg der Mokiliärungsvrdre formirt sein. Die Frrmirung findet nach Gouvernements und Gebieten (Tblastv) statt. Die Landwehr jedes Gouvcrnements odcr Gebietes erhält einen besonderen Kommandanten. Die Ofüziere wcrden durch die Lofaldcbörden ge- wählt, ivrlcdc sogleich dem Kxi-ng-Ministcr dic Wahlen mitiutbcilen baden. Wäblbar zu Offizieren smd, namenxlick) als Chef:“: der Trushinen und Soinien, Offiziere der Armee vdcr Nessrrcoffiziere; ferner als Compagniecbcfs Personen, welche in eincm der Institute der drei ersten Klaffen ein Eramen bestanden und wenigstens einen scchswöche11tlichen militärischrn Uekimzsdienit gemacht haben. Zu Suba[tcrn-Offizieren sind außerdem wäbldar Pcrsonrn, welche ihre Studien in einem Institute der zirei erstcn Klassen voll- endet haben vder Welche nacb Absolvirimg cincs Kurses in einem Institute driftrn Rangcs in den Dienst dcÖ Staates getreten sind. Natürlich können Personen im Généralsrangc nicbt StabÖoffizieren und Personen im Staböoffizicrérangg nicht Okcr-Offizieren unter- geordnctwcrden. Die formirten Trnxhinen und Srtnien Werden von dem nächsten Militär-Distrikts-Ck'ef inspizirt, und wenn sie ge- nügend gefunden, wird dem Gcneralstabe rom Gouvernements- Cbrf BcriÖt erstattet, Worauf dic Landwcbitruprcn sofort dem KriegZ-Ministerium zur Disposition gestellt werden. Die Sce- Lnndwcbr gehört zur Verfügung des Marink-Ministeriums. Nile Mitglieder der Landwehr Werden im _Staatsdienstc gezählt und dem Krichreckvt: unterworfen. Dabei erhalten die in die Landwehr eintreteiidcn Gouvernement-F- odcr Gebiet§chcf§_ den Rang eines Gcnerni-MairrS und das Amt eines Divisirns-Kommandanten, die Trushinrnckxefs den Rang cines Okcrst-Lieutenants (Bataillonscbefs), dic Soinicncdefs den?)?ajorSrang, die Compagxiicckxcfs und die älteren Adjutantcn den Hauptmannsrang, die jüngeren Offizicrc, Adjutanten und Zabkmcister den Lieutenantsrang. Dcr Drusbinenarzt bat die Rechte cincs Bataillonsarztcs. Tic Landwcbrmänncr der vier ersteti Jabrgänge, irclrde dcn KUrsus in dcn Lkbmnsialtcn der zwei ersten Klasen roÜenst haben, Werden an Stelle jüngerer Obcr-Offizicre vcrwendet, erhalten den Offlzikrérang aber nur für AuIzeichung. Alle Mitglieder der Landwelér, welcbe während ihres Dicnstes in derselben den St. Gkorgs-Ordcn crbaltcn haben, besitZen das RAM, mit ihrem Range in die Armee überzutreten. Die Land- rvebrmänner, welche im Civildicnsie stehen, treten in ihre Stellung zurück, sobald sie aus der Landwehr ausscbeidcn.
SchWeden und NorWegen. S t 0 ck [) o l m , 29. Novrmber DSL" zwischen den vsreinigten Reichen Schwedewimd Norwegen eincrskits und Frankreich andererseits benehende Han: delstraktat, welcher am 25. März 1877 abgelxxusen, aber auf unbestimmte Zeit v-erlängert wurde, ist mm für den 10. August 1877 gekündigt worden, um zu dieser Zeit von einem nensn, inzwischen zu vereinbarcnden Traktat &)"th zu werden. Wie nach den „Hamb. Nachr.“ verlantet, wsrden die bisheri- gen ZoÜsäHe ksincr erhsblichen Verändrrimg unterzogen _wer- den, _ Von dem CommandrurKapitiin Péyron, CHN der Korvétte „Balder“, ist ein, Malta, 17. November, datir: ter Bericht eingelanfen, drmznfolge dic Korvrtte am genanr- ton TaZe dort angekmnnwn ist, und drmnäcbst nach dem grie- chischen Archipslagus und dann nach Ko_nsta_ntinope[ ab: gchcn wollte. _ Vor cinigen Wochen beichloß der Kommu- nal-Vorstand in Stockholm eine Anleihe von 10 Mil- lionen Kr. zu verschiedenen kommunalen Zwecksn zu kontra- Ziiren, wclche Anlcihe mit 5 Kroz. verzinst wsrdew sollte. 'Die
cgierung hat jkßt ihrsEinwiUigung zur Kontrahirung diejer Anleihe grgcben. _ Tie Konfirmation der Herzöge von Gotland und Westergotland findet nächsten Fret- tag in der Sckloßkaprlle stat". _ JU Gotheinburg dead: sichtigt man eine Erwriterung decZ dortigen Hasen- das 1" in 5.
Dänemark. Kopenhagen, 2. Dezember. (W. TV.) Die „Berlingske Tidende“ dczcichnet die»; Nachricht englischer und österreichischer Blätter, wonach 511x11chen Time- mark und Rußland Vérhandlungen iiber die Errichtung emer russiichen Flottenstation auf Seeland stattgefunden haben sollten, als jedsr thatsächlichen Unterlage ent: behrend.
Amerika. New:Y0rk, 2. Dezexxxber. (W. T. B.), Der Ministerkonseil hat estern iiber die Lage der_Dtnge in Siidkarolina berat en. Es wurde 21116 _Dep€_1che des Generals Ruger mitgetheilt, worm _derielbe ]ede Em: inischung in die Organisatioix der L_exgiéolatwe mKAbrede stellt und hinzufügt, er habe auf Regmntwn des Staatsgduder- neurs den Sitzungcssaal militäri1ch [761613611 lassen, lediglich, um einchtörung der Ruhe vorzubeugen, zur Uederwachung des Eintritts in den Sißimgssaal, sobald der Zuiritt- den be- anstandeten Abgeordneten vom Thürhiiier verweigert worden sri, habe er keine Soldgten heqrdert,_ lcßtcure ]eien iiberhaupt zurückgezogen worden, io'nne ihm die__bezuglic_l)e Mittheilung ugcgangeu sei. Ueber die vom Minnierkonseil gefaßten Bx- ?chlüffe ist noch nichts bekannt. Dem General Ruger nndwet- tere “Instruktionen zugegangen. _ _Dcr durch die FLYLÜ- brunst in New:Orle„ans verursachte Schaden be äust _slck) nach vorliegenden Nachrichten auf 350,000 Doll.
Centralamerika. Der „Guatemaltcco“, Organ der ngierung, giebt interessante statistische Daten über den Stand des öffexitlickxen und privaten Schulwesxns in der Hauptstadt Guatemala. Danach desuchsn, bei e,1:-.er Bevölkerung von circa 60000an., täglich 931 Pensionisten (intfzrno? und 2596 TagsckZüler (MUMOK) männlichen iind weib- lichen Ge chlechts die vorhandenen Unterrichtsanstqlten. Diemonat- lichen Kosten der öffentlichen Schulen für beide Geschlechterr belaufen sich auf 15,824 Doll. 25 C. __ Auch m der Repubük San Salvador wird mit regem Eiter an der Hebuw? des öffentlichen Unterrichts, namentlich der Elemenin chule, gearbeitet.
gehören