der ersteren beiden Beamten 5000 „75 nur einer jährlichen Stei erung um 300 „114 bis zum Maximunx yon 6000 «sé und ein obnun Igeldzuschuß von 1000-15 bemeigt. Die Beamten ollen lebens "nglich, mit Penstonsbxrechtigung ang_e|e11t wer- n, und zwar sollen ihnen die bereits im Stqatsdienste zyge- brachten Dienstjahre angerechnet werden. Zu_ eurem der beiden oberen Beamten wurde der bereits_ provisorisch abgestellte Kreisrichter a. D. Denhard mittelst Akklamatwn _ ge- wählt. Sodann wählte der Landtag 916 Mitgliedxr und Stellvertreter des Vezirksverwangßgenchts m Coslm die ]“th in Funktion stehenden Herren Wieder und errxanpte eine neue Kommksion bch1fs_ Wathmupg der der Provinzial- vertrstung zufkobenden Mitmrkung bei der _Kozrtrole der Rentenbank für die rovinzen Pommern und SÖleswxg-Holstem. Zur Erhal'tungmd emxganisation der Provwzml-Oewerbefchule Ju Stettin bemZÜigte :man 1/4 dW-erforderlwhen Vaarzuschuffes, ungxfälxr 5334 «17; jähilich. _Ebeknso gewahrte “man den__ Pom: mer1chen Blindenanstalten m Stetxm als Erfaiz fur den Ausfall der Ksherigm Hauskoßeße einen Zuschuß von 4610 _.74 “für das Jahr 1877, bewrlligte orner zur Unterbringung zweier blinder Kneében eine Beihiil von 180 FY und gab dem Stifte Salam in Neu-Tomey eine einmal:;ge Unterstüxung 'von 600 «14 Dagegen beschloß die Ver'smmnlunxzh naxh lange- ren Ver audlungen, in Zukunft die Kosten, wel e die Theil- nahme er vom “Landtage gewählten Mitglieder der Ober- “Eriaßkommissionen an dem 'Ersaßgcschäfte vxrursacht, nicht *mehr aus Provinzialmitteln „zu erstatten. _Ein Antraß der Staatsregierung auf Gewährung von Mitteln_ zur Il mehr der Heuschreckeanage wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.
Breslau, 2. Dezember. Dxr 25. schlesische Pro- vinziallandtag erledigte in feiner estrigen, i_mter dem Vorsiß des „erzogs von Ratibor abge altenen Sißung eme "Reihe von orlagen in erster Berat ung durch Ueber- “weiiung an die Kommissionen. 'Beziig'li der Seetransit- "tarife beschloß er, den Provinzialachschuß zu_ beauftragen, 'von “Neuem wegen der Aufhebung derselben Jeeigneten Ortes vor'telXig zu «werden. Bei der Berathung er V_0rlgge, be- 1ref=end die Wahlen zu den Ober-ErsaFkOMMissionen, beschloß der Yrovin iallandtag, den Besch uß nach we_lchem "den .biirgerli en ?itgliedern der _Ober-Erfgßkommisstonen Seitens der'Provinzialverwaltung ke_me Entschadigung zu gx- währen sei, aufrecht zu eYalten. Die Vorlage, betre end die Wahl eines technis en Oberbeamien Landes- Bauraths) wurde unter Ablehnung eines_ au ge- ?heime Berathiung desselben in erster und_ Zweiter esung -- erichteten Antrags dem Finanzaucsschuß übermie en. _ Von den Zke'solutioinen des Landtages sei erwähnt, daß dersexlbe er- «klärte, daß iiicht der Provinzialausschusz sondern aÜein dbr “Provinzial-Landtag befugt sei, dem andeshauytmann die nacbgefuchteEntlaffung vor Ablauf der Wahlperiode zu er- “the'ilen. BezüFich des Oderlateral-Kanals beschloß der “Landtag, den* rovinzialaussthuß zu beauftragen, die Ver: K_mdlungen ;über die Vornahme der enerellen Vorarbeiten
"r einen Oderkanal baldigst wiederau rmehmen und derart 'zu fördern, .das; die Arbeiten mit dem Beginn der guten Jahreszeit in Angriff genommen werden können.
Heute erledigte der Landtag eine Reihe von Vorlagen “in zweiter Berathung. Bezüglich der .im Auftrage Sr. Ma: zxjestät des Kaisers und Königs Seitens des Kultus-Ministers dem Musseum der bildenden“ Künste zu Breslau erfolgten Uebarwéiung des Kartons zu dem an der SiegeSsäule zu "Berlin auedefiihrten Mosaikgemälde nahm der Landtag mit *ehrfurchtsvollem Dank Kenntnis; und ermächtigte den Vor- fißenden Herzog von Ratibor, Sr. Majestät dem Kaiser und “KöniJ den Dank der Provinz ersönlich zu überbringen. Zum "Lan es:.Hauptmann der IFrcwinz wurde an Stelle des durch die Uebernahme des Amtes des General-Landschafts- Direktors von Schlesien aus dieser Stellung aua; eschiedenen Grafen von Piickler durch Akklamation der bis erige stel]- -vertretende Landeshauptmann Landschaftsdirektor von Uth- lmann gewählt. _ Dem Schlesischen Central-Gewerbeverein bemilligte der Provinzial=Landtag pro 1877 eine Subvention von 1000 914
:?annov er, 1. Dezember. Der Minister der geistlichen 2c. Ange egenheiten hat unterm 22. 1). M. in Betreff der der geistlichen, Unterrichtß: und Medizinal-Verwaltung angehörigen Sti-stungsfonds in der Provinz annover, welche unmit- telbarpon Königlichen Behörden und samten verwaltet wer- den,*a11gemeine Bestimmungen erlassen. Dieselben werden im Amtsblatt veröffentlicht.
"Münster„ 29. November. Eine Extrabeüage des „Amts- blatts“ _veröffentlicht die GeschäftSanweisun fiir die kathxobrschey Kirchenvorstände und Gemein evertretun- en m_ der Drözqse Müwster, welche der Königliche KommiZarius Für die bischöfliche Vermögensverwaltung in der is sie Münster, ;RegierungKNUth Gedike, im Einvernehmen mit en Ober-Prästbenteu der Pwvinz Westfalen und der Rheinprovinz, auf qund der .W- 42 *.und 44 des Geseßes vom 20. Juni “1875 unterm 26. d. M. ertheilt hat.
Wüpttembeyg. Stmttgart, 4. Dezember. (W. T. IB.) Ber der am Sonuabend staügehabten militärischen *Galatafsl erinnerte der König in einem von ihm aus- --ge__brachten Toast an „das qumreicbe Jahr 1870 iwd an dié „Kampfe bei “Villiers und Champigny und schloß mit --e1nem Hoa!) auf Se. Majexiät den Dxeattschen Kaiser.
_ Mecklenburg. Malichin, 1. Dezember. (H. N.) Em schweri-Wsxhes Reskript an den Landtag vom 21. d.“,M. führt an*?» daß es m tmehr zwoakmäßig fei, eine Karte, von Mscklsaiburg abgefov ert von 1321“! die militärischen amd ,die Vermal'tuu sinterefsen berücksichtigeiiden Kartirungs- arbeiten des Köni ich [Kreußischcn Generalstabs erzufrellen, welcher schon im Frühjaxx seine Wpographischen rbeiten be- ginnen werde. Die bereits seit 1867 eingezahlten Gelder soll- te_n deEYalb deu ständischen Kassen zurückgezahlt werden. _ “Gm zweées schwerinsehes Reskript ordert auf 10 Jahre je “75,000 ck16 zur_Erhalt_mi der Fluß auwerke an der Elbe, Havä Utkd Stor. Die tändegene igten dies in der Vor- ausießung, „daß aus Streliß ein_kon armes Reskript eingebe.
Braunschweig. Braunschweig, 1. Dezember. LN. .Hgmx. Ztg.) In Folge SW_eE RegiermYSreskriptes, welch. ie Einfiihrung eines _ emeinsamen ußtages im eut- FxsewRei-hq betri t, hat die Landexsx node beschlo en,
_ Kirchenregiment _zu ersuchen, auf der nciZften evangelis en Kirchenkonferenz dahin zu Wirken, daß, unbeschadet sonstiger, in_ cmzebtxrx evangelischezi Lgndeskirchen bereits vor andener, mit der Feier anderer kirchlichen Texte verbundener 1. : und Bettage ein für sich bestehender Éu : und Bettag dur Ver-
un au einen und den elben u vereinbarenben Ta en 75251: gdesf' “ s' „3 , wenn mögli SÜW
fammten WUK? FmeMls weniZ'éens n-
einem größeren , ogthum einsxhließetxdm Gebiets- umsfange ein eführt werde. Man ging bei der Fassrrng die es Beschlu es von dem GefichtSpunkte aus, nur _eu_1e Direktive geben zu wollen da die betreffende Angelxgenlxert i_n Fol e von Anträgen aus ußxn, Sgchsen 2c. bereits fur die nä _ e Kirchenkonferenz vor bereitet mird.
!
Oeßerreich-nngarn. Wie_n, 4. Dezember. (W_. T. B.) Der ReiW-Finanz-Minister, FreZerr v. Hofmann, ist heute NachZiittag in Begleitung deS ofraths Falk nach Pest ab- gerei .
Vest, 5. Dezember. (W. T. B;) Gestern_ Abend von 5 bis 7 Uhr fand wiederum ein g_eme_msamer Ministerraxh Hatt, an welchen sich eine Conseilsißun _upter dem Vorxiß
es Kaisers schloß. Die österreichischen unster werden im Laufe des heutigen Tages nach Wien zurückkehren.
Schweiz. Bern, 2. Dezember. (N._Zürch.Ztg.) Gestern trat die vom eidgen. Handelsd artement einberufene Kommis “- s io n von Sachverständi en_z1217amme_n, um die Frage der Nevi- siondes schweizeris :tranzösischen HandelSUertra- g es und daS dabei ein uschlagende Vqrge en vqrzuberathen. _Auf die Anfrage des Präéidiums, ob die_ chweiz die Pariser Weltausstellung auch dann beschickxn so_lle, „weiin dieselbe in Folge Enthaltung anderer Länder ihre internationa1e Be- deutung einbüßte, war man der Ansicht, daß die Schweiz troß der sich geltend machenden Ermüdung mcht fe len durfe, aber eine Verschiebung auf etwa zwei Jalzre ehr wurzfchenx: werth wäre. Man sollte _überlegen, o mcht Schritte in dieser Richtun? einige Ausficht auf _Erfolg haben konnten. _ Nach dem aut Beschluß des Tessiner StaatSrathes vom 25. November das vom dortigen Großen Raths Tags zuvor angenommene Verlfassungsdekret am 3. Dezember _der VolYH- abstimmung vorge e t wrrd und emiiß dem Bericht des eid- genöxsifchen Kommi ärs die RuHe im ganzen Kcrnton wie er hergestellt und weitere Störung derselben nicht zu befürchten ist, hat der BundeSrath beschlqffen, die am ZF Oktober angeordnete Piketstellung Wieder aufzu-
e en.
_ 4. Dezember. (Köln. Ztg.) Der Ständeratl) Dr. Arnold Noth von Teufen ist vom Bundesrathe zum Gesandten für Berlin gewählt worden.
Großbritannien und Irland. Londo n, 4._Dezember. (Köln. Ztg.) Die Me rzahl der Kabinets-Minister ver- ieß London; Lord eaconsfield reist heute ab. _ Die Stürme haben an den Küsten erheblichen Schaden ange; richtet, namentlich in Schottland. _
_ Die “2277 Hav.“ meldet aus Shanghai, 2. Dezember: Der britische inister Wade ist nach Europa abgereist.
_ Aus Madeira, 5. Dezember, meldet „W. T. B.“: Nach hier eingegangenen Nachrichten ist das_ englische Truppenschifß„St. Lawrence“, das sich m1t_Militär in der ahrt na er Kapstadt befand, total gesche1t_ert. Die an ord befind1ichen Truppen wurden gerettet, eme große Menge von Vorräthan aber ist verloren gegangen.
- Frankreich. Paris 4. Dezember. Das heuti e „Jour- nal officiel“ zeigt die schon telegraphifck) geme dete De- mission der Minister mit folgenden Worten an:
„B ersailles, 3. Dezember. Der ConseilS-Präfident hat Yutr die Demission der Minister und die seinige in die Hände des räsidenten der Rspublik gelegt. Der Präsident der Republik hat den ConseilS-Präsidenten und seine Kollegen gebeten, ihre Funk- tionen weiter zu fiihren und den öffentlichen Dienst sicher zu stellen, bis U dem Zeitpunkt, wo er über ihre Demission Beschluß gefa t haben wird.“ _ Ueber die Vorgän 6 vom 2. Dezember erfährt die „Köln. Ztg.“ olgendecs: „ er Conseils-Präsident D u sau r e reichte seine Ent affun „im MinisterratZ am Morgen ein und begründete sie daran?, daß er sowo [ in der Deputirten: kammer als im Senat Niederlagen erlitten habe und also auf die Mehrheit keiner der Kammern zählen könne. Hierauf er- klärten die Übrigen Minister, daß sie dem parlamenta- rischen Brauche gemäß ebenfalls ihre Portefeuilles niederzu- legen gewungen seien. Der Präsident der Republik be:. m_ühte ich vergeblich, Herrn Dufaure zum Bleiben zu be- stimmen, und man kam überein, daß dsr Marschall seine Ent- schliiHse in dem Ministerrath kund geben werde, der heute -um 2 U r_ stattfand. Der Minister de Marcézre schlug hierauf vor, die Frage betreffS des Begräbnisses der Mit- glieder der Ehrenlegion nicht in der Schwebe zu [aßen und ihr sofort dadurch eine Lösun u geben, daß man en betreffenden Regierungsentwurf ein ac?) zuriickziehe. Nach einer längeren Debatte nahm der Ministerrath mit 5 gegen 4 Stimmen den Antrag des Ministers des Innern an, und der Marschall unterzeichnete ohne weiteres ögern das betreffende Dekret, das sofort an den Präsidenten er Deputirtenkammer gesandt wurde. Von den Ministern hatten sich für dasselbe de Marcére, Leon Say, Teisserenc de Bort, Waddmgton und Christophle, und gegen dasselbe Du- Zeizrx, Decazes, Bixrthaut und Fourichon au-desprochen. Die
_m1ster be aben sich nun nach der Kammer, da ixr Rücktritt noch nicht offizie _ war. So ort nach seiner Ankunt in der Kam- mer begqb sich Hr. de_ arcére in den Ausschuß für die Begräbmßfrg e, die m Sißung war, um den Vortrag des Berr ts Br? 9115 über die Sacshe entgegenzune men. Der Miniter er lärte, daß der (Ge eßentwurf zurü gezogen Bei, und man beschloß, die Regierrmg zu interpelliren, um er Kammer eme Tagesordnun zu unterbreiten, damit diese iLÖre Gesmnungexn kund geben önne. Der Minister nahm ie Interpellation an, die dann auch irt der Kammer nebst der bekannten Tagesordnun vorkam. Diese Tagesordnung selbst hieß der M_1n_1ster de arcére ut, (YU? vorher mit den iibrigen Mitzistern überlegt zu Zu en. r zog nun Hrn. Leon Say,.den Fmanz-Minister, zu mung gab. Hr. Dufaure, der davon benachrichtigt wurde, Ytte gegen diexelbe nichts oinzuwxnden _während der Herzog
ecazes, befon ers aber der KriegS- mister Genera Ber- thaut, die erst später Kenntniß von derselben erhielten, fich äußerst aufgebracht über das Vorge e_n de Marcbre's zeigten.
_ Die drei _Gruppen der inkexi hielten am 3. d. M. Berathung. Die neue politische L_age_ bildete den alleirii en Gegensiand derselben. Die republikczmsche Linke, von er 120 Mitglieder 11? zusgmmen efunden ha.tten, stellte die Grund- lagen für das zu Ünftige Au treten auf, und beschloß, ihren
11 den übri In der V_ (der radikale erem _ glieder der republikanischen Linken em, um die rer Fraktion mitzutheilen. Lestere wurderx ie be agen, der „Köln. Ztg.“ zu olge, daß die rappen ihre Einheit vo en, einerlei, wie das neue Ka e eßt sein würde, und zwar nicht darauf außgehen, das_ Ka- inet zu stürzen, aber solche Beschlüsse fa en würden, die fie für gut alten, yhne fich darum zu bek mmern, ob die Mi- nister zu "eden smd oder nicht. reren Kasernen von Paris chon der Typhus. Die große Chateau d'Eau hat bereits geräumt werden mü Ladmirault hat, der „Köln. Ztg.“ zufolge, die fehle gegeben, für die gesundheitliche Einrichtung auch der anderen Kasernen alle Bors1cht§ma Marine-Minister hat _semerseits be- des Truppenwechsels m den Kolonien zu _ 1825 zurückkehren foUe; demgemäß werden auf den Antillen die Truppenablösungen im Dezember startfinden rind Die außerparlamentarische Vereinigung der Aerzte welche Mit lieder des Senats oder der De utirten- in ihrer letzten Sißung eben alls mit er Armee beschäftigt. *Jhr Präsident Laussedat hat die Aufmerksamkeit der Versammlung auf den Gesetzentwurf über die Organisation des Sanitätsdienstes Der dariiber ausgearbei- von der Versammlung einstimmig genehmigt. _ Die Deputirtenkammer hat am 27. November das. Amendement des Deputirten der nommen, demgemäß eine Statistik der religiösen Con- regationen auf enommen werden soll, die in Frankreich Die kleri ale Rechte war dagegen, doch Amendement 343 gegen 121 Stimmen. _ Die „Korresp. Havas“ berichtet_über fol endes „ ormular“, das in Rennes und Umgegend zeßt in Kreuzzug. Miliz von Jesus Christus. L . ter . . ., wohnhaft in . . ' nach Kenntnißnahme der all emeinen und besonderen Pflichten der Mitglieder des Katholi chen Kreuzzu Aufnahme in die Miliz von Jesus Chr tigen Datum. den . _ 4. Dezember.
en republika: mmlung der fanden fich
and zu Wagen, dieselbe
. Gruppe!» _müz „ _ 'Républioaine“ me eke Nit Ve chlüsse ändig aufrecht-
er alten wo net zusammen-
errscbt seit aserne am n. General engsten Be-
_ Ju zue längerer Zeit
ßregeln zu treffen. iimmt daß man wegen er Ordonnanz von
Gnyana im April.
dem Gesundbeitsstande d
in den Militär ofpitälern gelenkt. tete Bericht war onne, Guichard, ange- erhielt das
„Katholischer . . Unterzeichne- . . Pfarrei . . . Sprengel von . . ., es, bittet um seine iiuS unter dem heu- . . 187 . . .“
(W. T. B.) Der Marschall-Prä- sident Mac Mahon at, der „Agence HavaS“ zufolge, den asquier ersucht, die Bildung eines Derselbe habe diesen Auftrag bisher noch nicht angenommen; der Marschall-Vräsident“ gegeniiber bemerkt, daß er vor der de nitiven erzogs in der Kabinetsfrage ni ts Die von den Journalen gebra ten ander- weitigen Mittheilungen iiber die Zusammenseßung des neuen Kabinets werden von der „Agence Havas“ für unbe- n parlamentarischen Kreisen nimmt man an daß die Konstituirung des neuen Kabinets e des morgenden Tages erfolgen werde.
V e rsaille s , 4. Dezember. tigen Sißung der Dep utirtenkammer wurde die Berathung des B u d g ets zn En de geführt; der Betrag der von der Kammer genehmigten Außgaben stellt fich „auf2,737,000,000 Frcs.
Spanien. Madrid, 2, Dezember. (Ag. Hav.) Der at im Senat eine Rede gehalten, in igkeit der Cubaniscben Anleihe zu Er kritisirte die Absendung von über- mäßigen Seestreitkräften zur Bewältigung von 5000 aufstän- dischen Negern, die weiter nichts seien als Deserteure und nur auf Plünderung, Brandstiftung und Mord ausgingen. Der General erkannte jedoch an, daß es schwierig sei, die u unterdrücken we en der Art ihrer Kriegfüh- einer Meinung mii te man die Jnsurgenten in den Wäldern abzusperren und zu verhindern suchen, daß sie daraus entkommen.
Lissabon, 2. Dezember. König und die Königin, sowie die Minister, matische Corps und die ganze italienische „Kolonie haben dem Todtenamt zum Gedächtniß der Herzogin von Aosta beigewohnt.
Griechenland.
Herzog Audiffret neuen Kabinets zu Übernehmen. bedemHerz ntwort des thun werde.
gr ii n 1) et erklärt. _
(W. T. B.) In der heu-
General Con cha welcher er die Umth beweisen versuchte.
Insurrektion
av.) Der *
Portugal. as diplo-
_ Athen, _4. Dezember. (W. T., B.) Der König berief Dexigeorgis zu sich, um mit ihm wegen der eingetretenen KabinßtHkrisis zu verhandeln. orgis, welcher“ die Schimerigkeit der Bildung eines neuen abinets den verschiedenen Parteien gegeniiber einfah, schlug r die Abstimmung iiber die
ammer noch einmal wiederholen zu lassen. S on vor
dem König vo Steuerauflagr in
der Deputirten
Türkei. Konstantinopel, 2. Dezrmber.
hier unter dem Vorsiße ir Sammlung von Be- taates gebildet. es sich dabei um ni ts
einiger Zeit hat si Paschas eine _neue. iträgen für die Bedürfnisse des der „Bassiret“ meldet, handelt Anderes, als um eine Zwanchanleihe. Es soÜen näm ich 150 Millionen Piasier in Coupons von 5, 10 und 20 Piaster aus egeben und auf sämmtli e männliche Bewohner des 13, welche das 15. Jahr vo endet haben, repartirt werden.
_ Der W. „Presse“ wird telegraphisch emeldet:
Konstantinopel, 3. Dezember. treffen Lord Salisbur s wird der Tag, an dem die Kon- ferenz zusammentreten oll, festgese t werden. Bei der Pforte laufen fortwährend Schriftstücke ni t-bulgarischer Gemeinden aus Rumelien und Macedonien ein, in welchen dieselben leb- ft dagegen protestiren, daß eine Nation des Reiches, die ulgarerz nämlich, auf K_osten der anderen beriicksichtigt werden soll. Wie nun in, hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet, orte diese Schriftstücke der Konferenz ur W egen. __ Der Generalissimrxs Abdu _ _ der noch immer hier weilt, ist in Folge eines periodischen Fieberanfalles gezwungen, das und konnte derselbe daher vom Sultan no
Der englische Bots machte dem hiesigen Ministerium des Aeußern lung über die Resultate der Besprechungen,_welche Lord Sa is- erherreise mit den Kabinetten von Rom 9 flogen hatie. den elben, daßalle vier Ka mette fich m Betreff eines russisch- tü ischen Krieges freie Hand vorbehalten haben.
ommisfion Wie «run
nach dem Ein-
wird die P
ath, der ihm seine Zustim- ' . .. immer zu huten
nicht empfangen
Pera, 3. Dezember.
bury au seiner Es ergebe si
Belgrad, 3. Dezember. Die Demarkationskom- mission ist von Alexma hier eingetroffen und Lat ihre Arbeiten auch im Süden erbiens auf Grundlage es fak- tischen Befißsiandes der beiden Armeen beendet. Es verbleibt demnach AlexmaMrch die Türken, die Jankova-Klissura und die nördliYLten“ (haften des Mudirliks von KursYumhe durch die rbrn besetzt. Die Kommission begiebt | hier an die Drina.
_ Dasselbe Blatt iebt ein annäherndes Stärkeverhältniß der Armeen, gegen wel e „die Pforte ihre kriegerischen Vor: bereitungen zu treffen hat“, in folgender Weise an: Die sechs Corps der russischen S_üdarmee zählen ungefähr 200,000, die drei Corps der kaukasischen Armee 100,000 Mann. Monte- negro und die Jnsurgenten können ein Kontigent von 25,000, Serbien 50,000, Rumänien 120,000, Grieche_nland 60,000 Mann aufsteUen. Nach diesen ebßr zu niedrig als zu hoch ge: griffenen Ziffern müßte die ' forte eine Feldarmee von 560,000 Mann aufbringen, ungerechnet die Garnisonen, welche die Türkei im Innern des Reiches zur Verhinderung lokaler Aufstände zurücklassen müßte. Die „Presse“ zweifelt daran, ob 140,000 Mann für die Besa ungen von Konstantinopel, Adrianopel, Philippopel, Sofia, alonichi und anderer wich: tiger Städte genügen werden; demnach benöthigte die Pforte einer Armee von mindestens 700,000 Mann, die fie bei der großen Ausdeßnung nnd Einwohnerzahl des Reiches allerdings werde auf tellen können. Ob aber die Geldmittel der Türkei aUSreichen werden, eine solche Armee zu bewaffnen, zu organisiren und zu erhalten, ist eine andere Frage.
_ Dem „Obzor“ wird aus Belgrad 24. November, gemeldet, daß die neuorganisirten vier serbischen Corps je 15000 Mann betragen werden. General Konstantin Protics soli das Kommando des Corps Schumadia, General Horva- tovics jenes am Timok, Alimpics an der Drina, Vuchevics das Corps an der Morawa befehligen.
London, 2. De ember. (E. C.) Am 4. findet im Rat : hause von Birming am ein öffentliches Meeting betre s der orientalischen rage statt. John Bright wird eine Rede halten über ie Politik der Regierung, nachdem der Vorsißende des liberalen Vereins einige einleitende Worte ge: sprocYen. Folgende vom Ausschuss:», des Vereins angenommene Nest) Ution wird der Versammlung vor eschlagen werden: „Die Versammlung protestirt «egen die er ißende Sprache in der letzten Rede des Premier: inifters, als gegen eine solche, die berechnet ist, dieses Land in emen unnöthigen Krieg zu vrrwickcln und ist der Meinuug, es sei die ebieterische Pflicht der Regierung, sich mit Rußlaiid und an ern Großmächten herzlich und ernstlich zu vereinigen, um die Unabhängigkeit der enigen Provinzen der europäischen Türkei zu sichern, we che so lange unter der erdrückenden Herrschaft der Pforte gelitten haben.“
Rumänien. Bukarest, 4. Dezember. (W. T. B.) Der Senat hat nunmehr nacb dreitätigen Debatten be- schlossen, daß die erichtlicheVer olgung der angeklag- tfiend früshiören Minißer, welche zuglei Senatoren sind, statt-
n en 0 .
Dänemark. Kopenhagen,]. Dezember. (H. R.) Das Lan dsr hing brachte Ystern die “weite Berathun des Geseßent- wurfs, betreffend die teuer au? inländischen übenzucker, zu Ende und zw-ér mit Anna me des AenderungeZvors la es, wonach “durch rückwirkende rast des Geseßes den n er: fabriken die zuviel erlegte Steuer refundirt werden soll, was die Summe von 15,000 Kr. auswacht. _ In der Sißung deck: Folkethings theilte der Präsident Krabbe mit, rs sei ihm ein Schreiben vom ConseiltZ-Präsidenten zugegangen, nach welchem (wie schon telegraphisck) gemeldet) durch Königliche Reso- lution vom heutigen Datum die Reichstagézsesfion auf 2 Monate, vom 2. Dezember bis zum 2. Februar verlän- gert worden sei. Das gegenwärtige Ministerium hat dadurch den §. 19 der Verfassung, wonach der Reichstag ohne des Königs Einwilligung nicht länger als 2 Monate zusammen bleiben kann, wieder zur Geltung gebracht.
Amerika. Washington, 4. Dezember. (W. T. B.) Der Kongreß ist heute zusammengetreten und hat Fine Organisation bewerkstelligt. Vom Senat und von der
epräsentantenkammer wnrden Kommissionen ernannt, um über die Wahlen in Südkarolina, Florida und Louisiana eine Unterschnng vorzunehmen. Eine Botschaft des Präsidenten ist em Kongreß nicht zugegangen.
New-York, 4. Dezember. (W. T. V.) In der gestrixxen Versammlung der Repräsentanten von Südkaro: [ina konstatirte der Sprecher der demokratischen Abgeordneten, daß sich 100 Konstabler in der Versa1n::1lung befänden, um die demokratischen Abgeordneten mit Gewalt aus dem Sißungs- saale zu entfernen. Da nun ein derartiger Versuch leicht Blutvergießen zurFolge haben könne, sprach der Sprecher der Demokraten die Vertagung der von ihm als legale Kam: mer bezeichneten Versammlung aus. Die republikanischen DLZiciktirti-n blieben in dem Gebäude der Legislative zur Sißung zu ' .
_ _ Der „Daily News“ wird aus New-York vom Mittwoch telcgraphirt: „Nur ein einziger zweifelhafter Staat bleibt ungezählt _ Louisiana. Acht Voten sind Alles, was nothwendig ist um Mr. Hayes zu wählen. Von den in Louisiana wirklich abgegebenen Voten hat Mr. Tilden eine große Majoriiät aber dieselbe wurde durch geseßwidrige Drohungen, Einschüchterung, Mißhandlung, namenlose Exzesse, und selbst Ermordung von Negern erlangt. Die in dieser Weise für Tilden ab egebenen Voten vieler Kir spiele werden für ungültig erk ärt werden und das Elektoral- otum wird für Hayes abgegebeiz werden. Die unruhi en Zustände in Südkarolma find led1glich durcb Lokalstreitig eiten, welche zur Frage der Präsidentenwahl in keiner Verbindung stehen, entstanden. In zwei Kreisenwerhinderten ä_l_)nliche Ausschrei- tUn _en, wie die in Lomsiana vorgefa enen, die Re- pub 1k_aner an der Abstimmung. Der Aufsichtswth verweigerre den so gewähiten demokratischen Legis- latur = Mitgliedern die Certifixate, aber der höchste Gerichtshof des Staates gswährte ihnm dieselben. Der Com- mqndeur der das Staathebäude bewgthenden Bundestruppen 1ve_1gerte_ fick), die Certifikate des Gerxckgtshofes anzuerkennen. "Sammtliche Demokraten zogen fich mit daxn verworfenen Cer- tlfikaten zurück und es wurden zwei Legislaturen organifirt. Es drohen weitere ernstliche Verwickelungexi. “Der andel |q_ckt_ m hohem Grade. Das Syndikat bertchtet, es ei un- m_0gl1cb, Bonds zu fundiren, so lange die ungeregelten Zu- stande anhalten.“
von
_ (W. T. B. In Antwerpen eingetroffene Depeschen melden, Wie der „ récurseur“ vom 4. Dezember mittheilt, den Ausbruch einer Revolution in Vuenos-Ayres. Die Stadt set in Belagerungszustand erklärt worden.
Asien. (21.21. C.) Der Sohn von Yacub Bey, dem Herrscher vonKaschgar, ist von den Chine engefangen genommen worden.
Afrika. (21.21. C. Der Kbnig von Dahomer) isi entschlossen, jedwedem ngri e Widerstand entgegenzuseßen. Zu diesem Behufe hat er m hrJdah eine große Armee zu: sammenge ogen, um die Englän er zu empfangen. Man laubte a gemein, die Einwohner _selber, die lange wünschten, ich der raufamen Herrschaft des ]eßigen Königs zuentledigen, wiirden ereit sein, mit den Engländern gemeinschaftliche Sache zu machen, aber fie fürchten ihren alten _errfcher viel zu sehr, um ihren Gefühlen Luft zu machen. .;n der Blokade von Dahomey ist keine Veränderung eingetreten.
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Aus dem Wolffschen Telegraphen-Bureau.
London, Dienstag, 5. Dezember, Vormitta s. Glad- stone hat zugesagt, bei der antitürkischen ational- Konferenz am 8. d. zu erscheinen, in welcher die englische Regierung erfu twerden soll, sich nicht durch Abmachungen Fu binden, wel e die Türkei berechtigen könnten, auf Eng: andS Hiilfe zu rechnen.
Athen, Dienstag, 5. Dezember, Vormittags. Da De: ligeorgis die Bildung des neuen Kabinets bis jeßt nicht zu Stande bringen konnte, hat der König den bisherigen Kon: seil räsidenten Komunduros ersucht, die Geschäfte bis zur Be eitigung der Krifis fortzuführen. Die von Deligeorgis vorgeschlagene Wiederholung der Abstimmung iiber die Steu erauflag e wird in der heutigen Sißung der Deputirten- kammer stattfinden.
Nr. 24 des Central-Blatts der Abgaben-, Genderbe- und audels-Geseßgebung und Verwaltung 111 den Königlich preußischen taaten hat folgenden Inhalt: 1. Allgemeine Verivaltungsgcgen-
stände: Abänderung der Formulare zu den bauptamtlicben Jahres- rechnungen. _ Termine des Finalgbschluffes fiir die Hauptämtcr und unteren ebestellen. _ Remuneratwnen aus_ dem Verkaufe unbrauch- barer Ak en. _ Außercoursseßung “0er Zweitbaler- und Eindriitel- tbalerstücke. _ Veranderungen in dem Stande und in den Befug- nissen der Zoll- und Steuersiellexi. _ 111. Indirekte Steuern: Ta- rifirung von Feld- oder Spannstuhlcn. _ Tarifirung von Fußkiffen. _ Steuerbefreiunxz von Spiritus znr Ai_iilmfarbenfabrikation. _ Auf- stellung der Uebcrjtcbten über Produktion xc. bon Zucker. _ Dena- turirung von Gewerbesalz durcb Petroleum, Kicnöl :c. _ 71. Per- sonalnachrichten.
Statistische Nachrichten.
Das Kaiserliche statistisckye Amt veröffentlicht im Heft 111. Abtheilung 2 der Vierteljabrsbrfte zur Statistik des Deutschen Reichs für 1876 u. A. Nachweise über Erwerb und Verlust der Rei s- und Staatbangebörigkeit im Deutschen Reiche dur Aufnahme und Naiuralisation, bezw. Entlassung im Jahre 1875, Danacb ind an Angehörige anderer Bundes- staaten 3879 Aufnahme-Urkun en ertbcilt wvrden, und zwar 2352 an Familien und 1527 an einzelne Personen. Dieselben erstreckten sich auf im Ganzen 10,289 Personen. Die Zahl der im J. 1875 nach anderen Bundesstaaten entlassenen Personen betrug 1251. Vcr- gleicbt man dieselbe mit der der Aufgenommenen, so ergigbtßch, da[“; mehr als achtmal so viel Personen *aus anderen Bundesstaaten auf- genommen, als nach solchen entkaffcn Wordcn sind, Wobei aber 51; be- rücksichtigen ist, daß die meistcxr derjenigen Pcrsonen, welcbe in den Verband eines anderen dcut1chen Staats aufgenommen wur- den, die Entlaffung aus ihrem bisherigen Heimatbsstaate nicbt nachgesucbt haben, und daber zwei Staatsberbänden angrbören. Dic Wiederverleibun der Reichs_- und StaaiZangcbörigkcit erfolgt an ehemalige Deuts 2, welche die Staatsmtgebörigkcit dnrch zehn- jährigen Auscntbalt im Auéilandc Verloren haben. Im Jahre 1875 find im Ganzen 1148 Urknnden hierüber 744 an Familien und 401 an einzelne Personen ertbcilt worden. Die Zahl der wiedercmfge- nommenen Personen betrug 3735._ _Von densclben babcn sicb bisher in Ruxland 3414, in den Vereinigten Stadien von Amerika 136, in Oc tcrreicb 28, in den Niederlanden 27, in dcr Scbchz und in
Frankreich je 9, die übrigen in geringerer Zahl in anderen außerdcutsebcn ändern aufgehalten. Dic Wiedcrgufnabnié 'crsolgtc zuin größten Theile in den reußischen Bezirken Kömgsbcra (774), Danzig (371), Stettin (358), i1570sen1269), Gumbinnen (237), Bromber (174), Maricnrverdcr 142 und im Großberzogfbmn Mccklenburg-S werin (121). Gegen das Vorjahr bat die Zahl der wicdcr aulfgenommcnen Personen um
2221 oder 147% zugenommen. _Die Zak) der an Staatsfrcmde im Jahre 1875 ertbeilten Naturali:ationöurkunden belief sich auf 3307 (1924 an Fami ien und 1383 an einzelne Personen). Hierdurch sind im Ganzen 9604 Personen in den Staatsbßrband des Deutschen Reiches aufgenommen und gehörten bon demelben nach ihrer bis- herigen Staatsiingchbrigkett an: den _Nrederlanden 5805, Ruß- land 1114, Frankreich 890, Oesterreich-UFarn 695, den Ver- einigten Staaten von Amerika _379, 3 elgien 238, Luxem- burg 193, der Schweiz 73, Groxzbrttgnnien und Irland 52. Die Zahl der nach außerdcutschen Landern entlasjcnen Per- sonen betrug 11,554 (davon nacb: den Vereinigten Staaten 6411, anderen außereuropäisrben Landern 454, Frankreich 1137, Dänemark 744, der Scijetz 740, Oesterrcikb-Unxxarn 653, den Nieder- landen 596, Großbritannien und Irland 313, Belgien 231, Rußland 126), so daß im Ja?“ 1875 nur 1950 _Perxnen mcbr entlassen, als naturalifirt worden ind, gegen 9473 im gbre 1874 und 28,360 Personen im Jahre 1873. Von den 111 Dxutjcbland im Jahre 1875 naturalifirtcn Ausländern Waren 5472 mannlichen und 4132 Weib- lichen Geschlechts. Bei den ins AuslaUd enilaffcncn Staatsange- hörigcn war da egen das männliche Geschlecht Mit 8659, das wciblichc nur mit 2891 5Zersbnen vertreten.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
InStnttgartbatfichderwiirttembexgisscheKunst ewerbe- verein konstituirt und zunächst einen promsorr chen Verwa tungöaus- schu?) aus 10 Mitgliedern, dem das Recbx der Kooptatidn bis zu 15 zufte ext ßüte, gewählt. Das Mandat dieses Ausschuésts soll mit der spate ens 1111 Mär 1877 einzuberufenden Genera versammlung wreder_erl_ö chen und ert dann der statutarische Plenarausscbuß von 24 Mttghe ern ewäblt Werden. Der württembergische Kunstge- werbeverem stellt ich die Auf abc, durch Beschaffung der Hülfsmittel, welcbe Kunst und Wissenscha dem Kunstgewerbe bieten, und durch Erleichterung der Benußunß derselben, sowie durch Veredelung des Geschmcxcks aiif die Vervol] ommnung der Erzeugnisse in dieser Rich- tung_ hianWeren. Diese Aufgabe verfolgt der Verein durch: 1) Forderung oder Veranstaltung vo_n Ausstellungen 2) Förderung und UntrrFußung bestehender Zeitschriftezi kunskgewerblichen analts, Y Vermttielmz? von kunstgewerblicben tm rivatbefiye befindlichen
egenstßinden (: terer Zeit an einzelne Gewer etreibende 2c., 4) Preis- aus chretbrmgen, 5) Banuna vonAb üffen, und Zeichnun en muster- hafter Originale, 6) erloosungen nstgewerbltcher Ar eiten von
Mitgliedern, 7) Abhaltung kunstwiffenschafthckzer Vorträge und Be- suche kunftgewerblicber Sammlun en u_nd Anstalten, 8) Förderung der Benuyung der vorhandenen Fir bibliothekcn durch die Gewerbetrei- benkezt, 9) Anbahnung von Beziehungen _zu anderen kunstgewerblicbcn Vereinen und Korporationen. Der Beitrag der Mitglieder beträgt
“ neben einer Aufnahmegebühr von 3 .“: jährlich 6 .“ Vereine haben
ein_en Jahresbeitrag ron soviel 20 Reichspfennig zu zahlen, als dcrcn Mitglieder ahl beträgt, jedenfalls nicht unter .“ 10. Für Zöglinge hoherer Le ranstalten und Gewerbegebülfen werden Halbjabrskarxcn ; 1 .“ auSgcgeben.
_ _ Am 29. November starb, wie schon mitgetheilt, zu Dorpat im 85_. Lebensxabre dxr Wirkliche Geheime Rath Dr. Karl Ernst v. Bar; Auf dem vaterlichcn Gute Piep in Esthland, am 29. Je- brnar _1-92_gc_bo_rcn, hatte er sich sckwn als Gwmnasiast eifrig mit Bota_mk bc1chafttgt und von 1810-44 in Dorpat Mcdixin studirt, wobei er 1812-13 Gelegenheit fand, in dem großen Militärlazarctb zu Riga fich auch praktisch zu _üben. Sodann n'andte er sich nach Deutschland, und zwar nach Wurzburg, wo er sich vorzugsweise mit vergleichender Anatomie abaab und von Nees v. Esenbeck mächtig angezogcxi Wurde. Burbach berief ibn 1817 zu sich nach Königsberg a_ls Prrjcktrr. Zwei Jahre darauf Wurde er an rerselben Universi- tgt Professor der Zoologie, übernahm 1826 an Burdacbs Stelle dre Anatonrte, io gte 1829 einem Ruic nach St. Peter.;- byrg an dir, Akademie, kehrte aber scbon 1830 nach Kö- nigsberg zuruck, bis er einige Jahre später abermaks nach St. thcrsburg berufe__n Wurde, Wo er seitdem eins der tbätig- sten Mrtglreder der rufiiscben Akademie, seit 1862 Ehrenmitglied dcr- selben geblieben ist. Seine Schriften zeichnen fich dnrck) pbilrso- phische Ttxfe aus 1-1nd md durch die geordnete und klare Darstekkrmg cbcnx anzwbend Me (1 genixm verständlich. Ueber die Anfänge und dir _xjiwickelung der organisch Körber, womit er sich mit Vorliebe bcjchasttgte, rxrdankt dte_ WtUenscbaft die wichtigsten Aufschlüsse. S_enie „Enttvicblgngxgesibtchtr der Thiere“ erschien 1828_1837 in Kontgsbergx 1835 die „Geschichte der Entwicklung der Fische“. Jm Somxncr 1837 machte er eme Forscbunqueise von Arcbatigel nach qua]a_Sc_m11a,_bbn1851_56 untcrsuchte er die __FisÖcreien im Petpxxkzxee, im Finnischen errbusen und im KÜÖPisQ en Meer und gab 1eme Bcbbachtungen i_n emcxn großen Werke 1859 Heraus, In der [eyten Zeri bat er außer vericbicdencn aiitbropolbgiscben Sckoriftru cmc__,Se1bytbxoarapk)te“ (Petersburg 1868), „Reden“ und „Kleine Aufyatzx vcrmzscbten Inhalts? (1864-75) veröffentlicht. Er war upbestritten einer der geistreich ten und ric1scitigsten Naturforscher dieses Jahrhunderts.
London, 25. November. (Engl. Korr.) Der Bildbcmrr Woolner bat das Modell zu einem Standbilde des Ent) deckers Cook boÜendet, das auf einem 36 Fuß hohen Untersaße in_t Hyde Park zu Sydney aufgestellt Werden soll. Die Statue Wird aus Bronze gegosyen werden, 13 Fus; éöbe haben und so auf- gestelkt Werden, da[; sie von allen in dcn Ha cn bon Sydney einlau- fenden Sch1ffcn gcsrbcn werden kann. Woolucr faßt Cook so (mf, daß er auf dem Verdeck stehend durch ein Fernglas sebaut.
GeWerbe und Handel.
Berlitz, den 5. Dezember. (Entwicklung des Geld- Und Kapi- talsmarftes 1111 November.) Die Erhöhung der DiSkontraic Seitcns der Reichsbank (am 25. Oktober) auf 43% hatte _ wie schon im letzten Bertckyt agsgcsprocben Wurde _ ihren Grund vorwiegend in dem _andirueryd m den Oktobcr-Status zum Ausdruck qckommencn Kreditbcdurfmß. _ Dcr erwgriefc Nückflnf; von Kapitalicn in die Bank kam nun zwar nicbt scbon itzderriächsie11Aufmachiin zur Erscheinung; doch hatte dic§_Wescntlich_ fernen Grund in dem grökbercn Baarbcdarf der Börsen brr der Ultimoregnlirung. Es hat betragen bei dcr
Reichsbank: _ am 23. Oktober am 31. Oktober _ _ _ (in Tausenden Mark) der gcxammte Kaßenbejtand 545,266 544,801 dcr Wcrbselbestand und die Lombardforderungcn . 510,098 519,435 der Notenmnlauf . . . . 724,967 733,298 dietäglichenVcrbindlichkcitcn 161,356 163,239 _ Bei einer weiteren Scijärhnng dcr Baarborräthc hattcn also die 5111115an der Bank in Wecbsrln und Lombard sich um über 9 Millionen Mark vermehrt, während gleicl152i1ig der Notenumkanf um iibcr 8 Millionen und andere kurze Verbindlichkeiten um fast 2 Millionen Mark amvucbscn. _ Inzwischen hatte sich aber am offenen Markte (Held bereits wiUiger gezeigt. Während man am Tage nach der Diskqntxrböbxmg (26. Oktobcr) nocb feinste Devisen zu 4% nriirte,_cr1naßtgke 1111) der Privatdiskont bis zum Ultimo aus 32% 111113 Wich auch dann noch weiter dcrarf, daß derseLbe am 7. November mit 31%, am 8. mit 3% notirt Wurde. In der zirri- ten_ Hälfte des Moxiats trat aufs Neue eine mäßige Steigerung der Prtbafdtskoytrgtc bis zu 32,0/0 ein, die aber gerade in den Ultimo- tagcn rückgagxéxrg gemacht_w_urde. Hierdurch wird bcstäti t, dax“; drr Gcldstand F1 ) daucrzid ffilssig erhält. Es gilt dics sowo [ bon der Lage speziel ain dcut1chen, wie 0011 dem internationalen Geldmarkte; wean man absicht von einer weiter unten zur Besprechung gelangcn- den Spgnnnng des Geldstandeö am Londoner Markt. Im SkaWs der Reichsbank gewwnen die gekennzeichnetcn Beiregnngcn solch- dm Ausdruck: Es betrug (in Tausenden Mark) am . 31. 15, 23. 30. __ Oktober: .?brcmbcr: November: Novembcr: Gesammtcr Kamen- bestand . . . 544,801 553,188 582,863 569,126 Wecbsclbestand . . 465,640 433,538 434,675 429,175 Lombacdfordcrunßcn 53,795 * 50,506 47,323 49,309 Notenumlauf . . 733,298 716,543 709,205 719,925 Tägliche Verbind- _ licbk-xitcn . . 163,239 159,685 174,560 158,857 Demnach hatte Von Ende Oktober bis Mitte November dcr Kassenbestand um mehr als 8-1 Millionen Mark zugenommen, unter gleichzeitiger Verminderung des Notenmnsaussgtm 16,7 Millionen, der täglich fälkigcn Verbindlichkeiten um 5.1 Milltonen Mark, während die Anlagen der Bank in Wechseln um mehr als 32 Miilioncn und im Lombardvrrkebr um 11er 3 Millionen Mark zurück- ingen. In der nächsten Wocbe dauerte “cas Anrvacbsen dcs Baar- bcstandes ()B-(1)- 9,675,000 „M), dre Abxmbme des Notrnumlaufs (_ 7,338, .“) und der Lombardfordcrungen (_ 3,183,000 „ckck) ort, während der Wecbselbestand u_m_ ca. 1 Million, die täglich fälligen Vcrbindlichkeiten _um 14,8 lelwnru M_ark vermehrt wurdrn. “'n der Ultinwwvche endlich machte sick) gber kemrswegs das gewöhn- 1i5che Ambachscn der AnlaJen geltend, vielmehr ist ein weiteres bc- deutench Anwachsen _dcs Baarvorratbs (+ 6,2 _Millionen), cin Rück- ang der Anlagen 111 Werbsxln (_5,5 Millionen), unabmc der Zombardforderungcn (1,9 Mtl1wnen) zu konstatiren. ie Zunahme des Notenumlcxzifs (10,7_ Millionen_ .“) erklärt sich durch die Ab- nahme der Post_twn „Tagl_1che Vcrbwdlrcbketten“ (_ 15,7 MiKioncn), Cine ähnli e Enthcklung zei en die Wochen-Ausweise der Preußischen_ ank wzibrend de elch Zeitraums und besonders auch in der Ulttmbwocbe m den Vorjahren; für die beiden lebten Jabre stellt fich dieselbe folgendermaßen bar: 1875: alt. Oktober: 15. Novbr.: 30. Novbr.: (in Tau“enden Mark Gesammter Kassenbestand . . 461,947 4 0,746 4 9,327 Anlagen in Wechsel und Lombard 465,490 444,314 439,631 Notenumlauf . . . . .8“7704,386 685,432 684,535 1 4: Kassenbestand . . . . . . 641,99] 634,467 630,762 Anlagen in Wechscl und Lombard 475,548 461-259 439-344 Notengmlauf . . . . . . . 837,228 843,105 830,139 Die _oben erwähnte Lage des internationalen Geldmarkte§_zeigt fich ziemlich „gleichmäßig in den Ausrreiscn der großen europaischen