1876 / 294 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 13 Dec 1876 18:00:01 GMT) scan diff

in 1874, und zwar: Weizen 79,024,000 .“ (1874: 55,356,000 .“), Rraaen 160101390 «46 (1874: 15,282,000 “FC), Gerste 7,737,(l)0 .“ 1374: 8,131,000 .“), Hafer 11,143,000 30 (1874: (149-2000 .“), Ülxcnftücbte 7,102,000 „,is- (1874: 8,442,000 .“), Ykehl 4845000046 1874: 5,197,000 .“). Von diesen Beträgen entfallen auf den Ver- hr der Ostscebäfen 119,855,(l)0 0“- (1874: 96,082,000 ,“), auf den der Nordseebäfen 6,006,000 „44 (1874: 5,818,000 e.“). _ Das statistische Bureau der_Stadt Berlin veröffentlicht in der Beilage zum Kommunalbxatt die Resultate der am 1. Dezember 1875 stattgefundenen VolkSzablun , sorveit dieselben den Grof;- qewerbebetrieb (d. 1). Gewerbe_ etrieb mit mehr als 5 Gebül- fen) in Berlin betreffen. Die hier in Betracht kommenden Grup- pen von Gewerben umfaiien im Großbetriebe überhaupt 4307 Be- trirbe (und zwar 813 mit Mrwrcn, 3484 ohne solche und 10 im Ncbrnbctrickc) mit 5514 Ge1chäftsleikcrn (5415 männliche und 99 wribliiihr) und 108,458 Arbeitern (90,080 männliche und 18,378 weibliche, worunter 5014 männliche und 192 weibliche Lehrlinge mit inbegrifferréxmd). Auf die einzelnen Gruppen von Großgewerben vertbeilt_n die Zahl der Betriebe, die der Geschäftsleiter und die der Arbnter folgendermaßen: _ Jm Betriebe. Geschäftsleiter. Arbeiter. ]. Kunst- :c. Gärtnerei 7 7 13

11. Fisckxrei (im Großbetrieb nicht vorhanden) _ _ 111. Vergw,.Hiittcnw.(Drahtsbr.) 2 3 17. Steine und Erden 87 114 17. MctaU-Verarkcitung 439 538 7]. Masch., Werfz., Jn rument. 400 “27 1711. Chemische Industrie 38 .')2 1'111. Jndmt. d. Heiz- u. Leuchtstoffe 54 73 1x. Tertil-Induftrie 245 383 )(. Papier: und Lcder-Jnduftrie 291 391 Kl. Jndust. für Holz- u. Schniyw. 673 78 1111. Jndust. der Nabrung§- und Genußmittel 293 3-12 )(111. 3Irkleidung und Reinigung 374 5015 Il". Baugewerbe 419 4-51 )(7. Poldgrapb. Gekrerde 163 207 IT?]. Künstlerische Betricbe 42 46 )(711. Handel&Gewerbe 555 841 317111. erichrsxicirrrkc 96 100 1,408 x1)(.BCbcrberg. und Erquickung 129 145 2,094 _ (?_l. A. C.) Während dieses Jahres hat iicb die Zahl der k_atboli1chen_Kirchen und Kapellen von 1253 auf 1294, und die der katholiyckoen Priester in England und Sr.?)ottland von 1893 auf 2024 vermehrt.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Wie die „Nat.-Ztg.' einem Privatbriefe aus Druva ent- nimmt, sind am 30; Noveniber und am 1. Dezember in O lympia von der deutschen Kommißion zur Leitung der Ansirabungen wei Mctopenytiicke, das _eme mit der_ prachtvoll erHaxirnen Pa as- Aib§ne, das andere mrt einem herrlichen männlichen Torso gefunden wrr en.

_ Am 8. d. M. bat die Leipziger Univeriiiät das 50jäb- rige Professorcnjnbiläum des Könißl. sächsisc!*-en Gch. Zwi- ratbs 131“. pbil.__Mori8 Wilhelm Drobisck), Seniors der pbi oso- pbiscben Fakultat, gefeiert. Am 8. Dezember 1821; erhielt derselbe di; Erncmmng_zgm ordentlichen Professor der Mathematik als Nach- folger des_ Prosenors Dr. Karl Brandau-Mollweide. Der König [)at drm Judilgr den Charakter und Rang eines (Geheimen Raths in der 2. Klame dcr Hofrangsordnung ertbkilt.

London, 11. Dezember. (Engl. Korr.) Die Öc'rren Joachim und Brabms Und von der UniversitätCambridge zu Doktorendrr Musik kreirt worden.

Land: und Forstwirthfchaft.

Der Verein gegen das Moorbrennen hat, wie die „Wes. Ztg.“ nnttbeilt, am 9. Dezember in dem zu OLnabriick verstorbenen Oekonomte-Conducieur W. Peters ski" sachkundigstes Mitglied Vcrwren._ Diejenigen beiden tekhnischen Vrrbesscrungen, wrkche neben den Kanälen [Usher am meisten zur Einschränkung des Moorbrcnnrns beigeiragen Haben, nämlich die Düngnng mit Staß- furter Kaü uxid die Rimpausche Dammkultur, sind Hauptsächlich durcb den Verstorbenen verbreitet worden, während er zugkeich als erfaHrrncr Ku_[t_nrt€ch11iker weithin um Rath gefragt wurde, 3. B. für die holsteinischen Güter des Großherzogs wonOldenburg, fiir dir

267 2,456 10,275 19,469 1,006 2,943 9,281 8,899 9,734

6,332 8,422 11,223 4,719 575

9 9-79

,““..-

Berlin, 13. Dezember 1876.

Riyeiiifabrt“. _ Von den Quellen des Rheins bis zum Meere. Schildrrungcn Von__ Karl Stieler, Hans Wachen- bnsen und F. W. Hacklander. Illustrirt Von R. üttner, A. und O. Achenbach, 1A.Baur,C. F. Deiker, . Diez, G. Franz, F. Keller, L. Knaus, L. Ritter, G. Sihön- l_eber, C. Scheuren, TH.Schü13,' W. Simmler, B. Vau- tier, Tk). Weber, R. Jordan, L. Willroider u.?l._Stutt- gart, Verlag von A. Kröner.

_Dteses Practhrk, das bereits in einer Besprechung seines ersten Theiles an dieser Stelle ausführlicher ?cwiirdigt worden ist, ist vor Krtrzem zum Abschluß gclangt. Die etzten Hefte haltcn in jeder Hinsicht, _Was_dic_ ersten Lieferungen] vrrsprachcn, und lassen nach imer Seite hm _eine Vermmderung der großen Sorgfalt verspüren, die der Verleger im Vereiii mrt den von 1 m gekommenen Künstlern urid Schriftstellern _an diese anzirhcudc childerung des deutschen Lieblingsstrdmes, seiner reichen landschaftlichen Schönheit und seiner kulturhistdrischen Yedeuturig Verwandte. _ .Die [eizten zwölf Hefte bringen zmiack)_s_t dre_ „Fortseyun? des Textes von Hans Wachenhuscn. Er de_ivahrt s1ch_ daher 0 s kundiger und erfahrener Fahrer, dZm man sick) gern_ uberlaßt,_ und nicht weniger gilt das voii Hacklatzder, de_m scharfen und [einsinnigen Beobachter. _ Die zahlreichen, _m dem rübmlichyt bekannten Atelier Von A d o l f _C lo ßkzxschmttrnen, zum Theil in den Text gedruckten, zum Theil aiif großen B czttern 111“ olwformat bei efügten Illustrationen, die dem t_reffltch_ auszzeytatteten Werk Heinen vorzüglichstcn Werth gehen , _reihen sich in Erfindung und Ausführung denen der erixen Lieferungen durchtreg wiirdi?ck an. Dadei übrrraécht Robert Prittner, der_n auch _hier wieder er weitaus größte T erl der kiinst- lerischrn Arbeit zugesallen ist, m seinen poetisch aufgefa ten land- scha_ft[1_chen Darste_llungcn Von Neuem durch eine erstaun iche Viel- settrgicit der Motive_uxid dar?; die mannigfachsten Stimmungen, die er nur gleichem Gejchick zu _ebe_rrschen-verstcht. Von ihm stammt (m_ch eine anze Reihe der Folioblatter. Neben Püttner erscheint dann be1__r)nders )außg Theodor Weber, der namentlich von Neuf; und Duffelddrf ab in den Vordergrund tritt und hier soivohl wie in den Bildern 000 Turk, aus dem Moselgebiet und aus dem Aargau durch e_migc seiner gelungensten Leistu en erfreut. Mit ?_edtegenen historischen Kompositionen ist ferner A. aur, mit treff- xchen Architekturen Lor_en_z Ritter vertreten, deffen große Bkätier dj_csxnal durch ihre krafti e Frische besonders wirkungsvoll sind. Einige lqndschgftliche und enredarstellungen von (H. Franz wißten b_er_z1emll_ch skizzenbafter Behandlung doch durch lebendige Chara c- ristik zu i_nteresstren. Daran_ reihen sich noch mehrere durch originelle Faltung ie !clnde landschaftliche Motive aus dem Holländischen von

. Bars , ein von G._Franz nach einer meisterlicben Aquarelle vori O. Achenbach gezeichnetcr „Abend an der Lorelei“, cine Kom- pysttxon auY Bacharach Hon C. Scheuren, eine gro e, höchst encktvokle Figur der Lorelet_ don . Keller, eine [)umori tische, im Ausdruck ein Wenig outrirte einprobe“ von geiskvdüx große Blätter, die _.Zersiörun .Rhemubcrganß Yluchers“, sowie mehrere ?lemcre skizzenbafte Dar- stellungenzdes eruhmie:_1W.Dtez und endlich ein großes Blatt von W. «intmscr, em „Gartenfest der Düsseldorfer Künstler“,

_ Vauticr, zwei Hetdesbergß' und“ der

*emzutrcicn, sowie den bestehenden Uebclftändcn und Hinderniffcn

Einbürgerung der deutschen Dammkultur in Holland, neuestens sogar für Ruziand und für Schottland.

Geloerbe und Handel.

_ Am 11. d. M. begann biersellzst im Kaisersaake der Paiiage em anßreß deutscher Ledertndustriellen, der von etwa 500 Pitta iedern beschickt war. Unter den Tbeilnebmern befand sich auch der Minister der landwirthscbaftlicben An elegenbeiten, Vr. “eden- thal. Auf der Tageöordnung st.1_n_d zunächst ie Eichensobä wald- K_u ltu_ r. Der Referent, Forstmettter A; Bernhardt m Neustadt E.-W., fuhrte m län erem Vortrag_e aus, daß die Anlage von Eichenwaldungen m ngßerer usdehnung (: s bisher eine dringende. Rothwendigkeit sei und sxch aus volkswirtbsÖaftlichen, staatswirtbschaftlichen und forst- wirtb1chaftlichen Gesichtspunkten empfehle. Nach einem Korreferat des Hrn. Spitta (Brandenburg), in welchem derselbe eine Reihe von Eichenwaldprodukten vorführte, die zum Theil auf sehr schlechtem Boden

ewachsen waren, empfahl Forstmeister Bernhardt die Bildung von

xnoffenscixaftöverhänden behufs Erzielun von Eichenscbälwaldungen. Die bisherigen ge1e131ichen Formen des enoffenschaitöWesens haben fick) für diese Zwecke nicht recht passend erwiesen und deshalb chlage er die Form einer fest fundirtcn, auf Jnhabcr-Aktien begründeten esell- schaft vor, die fich von ei entlicher Spekulation fern hält. Freilich gehöre “dazu ein ausgic iges Kapital, da für je 15 Hektaren Oedland ein Kapital von 11,000 „ki erforderlich sei, das fick) erst in 15 bis 18 Jahren_ rentiren würde. Der Redner empfahl deshalb die Gründung von Eichen:Sebälwald-Akttcnge1_'cllschasten, deren Aufgabe die Anlage und Bewirtbscbaftung von Etchenschälivaldungen ist. _ Hr. Edm. Wagner (Suhl) begründete sodann folgende Anträge:

]) die Regierungen zu reranlaffen , dai; in den Forsten des Deutsckxen “Reiches die Fichtennußholzseblägx: nicht mebr aus- schließlich im Winter, sondern mehr zur Saftzeit im Frühjahr und Sommer gemacht Werden; 2) die Borke an den FickKtennußhölzern nicht mehr mit _016 Holz vermessen, sondern vom Forstfiskus geschält zum Verkauf getteilt wird. Die Versammlung beschloß, diese Fragen dem net; zu begründenden Centralverbande deutscher Lederiudnstriellen zu uberwetsen. _ Es folgte ein Referat des Hrn. Heinrich Hoffmeister (thdclberg) über die Zollangelegenheit nnd die Handelsver- tra g c, dais mit folgendem Antrag endete: 1) rs ist dringend nothwendig, das; der Erngangözoll den Vereinigten Staaten gegenüber um 14:36 auf alle Lx'dersortcn und Lederwaaren erhöht, resp. auf 20-35 „40 pro Centner gebracht Werde; 2) bei Abschluß von Handelsverträgen mit den extropäischen Staaten ist für alle Crzeugniie der Lederindustrie vollstapdtgc Parität zu erlangen. Korreferent Fr r, v. Roöll ( Berlin) trat diesen Ausführungen im Allgemeinen bei, ebenso die Majorität der_Vtersammlung, welche wegen vorgerückter Zeit die Abstimmung ver ag e.

_ In der Sitzung am 12. d. M. wurden die Beraibnngen über die FOP und Handelßrerträge fortgesetzt. Naxh längerer Debatte gene m_tgte die Versammlung die Anträge des Hrn. Hoffmeister und beschioß_ferner auf 5Y_ntrag dcs Frbrn. v. Roöll, auf der Basis dieser Reso[u_tton eme Petition an die Reich§regierun_g zu richten und eine Kommrssiqn von 7 Mitgliedern mit der Abfanung derselben zu be- trauen. Die Annahme dieser Anträge erfolgte mit 166 von 180 Stim- men. Cs fosßte sodcmn die Berathnng uber die Begründung eines Centrcxiver andes der deutschen Lederindustrieüen. Die von dem Kdmzyismons-Ratl) Günther Hierfür vorgelegten Statuten wurden pro- VZ]OU|_ch genehmigt. Der Zweck des_ Verbandes istnach den Statuten: fiir die Interessen der Ledrrindustrie mit allen geseßlichen Mitteln

1

ent rgenznwirken. _ Der Vorstand soll neue Erscheinungen im Ge tete der Ledermdusirie, dcr Geseßgebung, des Handelöverkehrs verfolgen und zur Kenntniß der Mitglieder bringen, praktische Prii- fxmgen Ueyer Erfindungen veranstalten und eventuel] die Anlage etne_r (bernisch-techmschexi Versuchsstatition für Lederindustrie und die Grundung einer Ledermdustric-Jachsckyule betreiben. Zum proviso- risrben Vorstandc Wurde das Prafidium des Kongresses erwählt, und zu Orgatzen des Verbandes die „Gerberzeitung“ und die „deutsche Gerberzertung“ bestimmt. Hieran schloß sich die am 11. d. M. ab- gebrochene Debatte über die EichensÖälwald-Kultur, we_lche damit endete, daß die Versammlung beschloß, dem Ausschuß des Gentralver- bandes das Mandatzu übertragen, eine Petition an dieReaierung zu rich- ten, baldmöglichst mit Vererung und Verbeffcrung der Eichensrbälwal- dungen vorzugeben. Die ersammlung drückte ferner der Reichs- rrgicrurixé ihre Sympathie dafiir aus, das; dieselbe es ab elebnt habe, die Part__er Ausstellung von 1878 zu beschickcn. Nack) Mitt eilungen dcs Kommissions-Rach Günther wurde die projektirte SpeZiala 1.1 s stel- lung im Gebiete der Leder: und LederWaaren-Jndnftrie mit Berück-

[o_s leichte _Durcbfübrung mit einander vereinigend. ebenso zu den er- le1__enstrn „erden des Werkes zählt, wie die Von demsekben begabten _._K_*u§st[er erruhrendc köstliche Anfangsvignetie des Abschnitts „Nach

0 en“. * _ _Das Zusammenwirken so vieler tüchtigen künstlerischen Kräfte, wie sie mmmchr m zum Theil hervorragenden Proben ihres Talents in dem _stattli en Bande, den die „Rheinfabrt“ bildet, vertreten smd, hat dafur gesorgt,_ daß die ErWartungen, die der Prospekt des Unter- nebmrns erregte,_1eßt m Umfaffendfter Weise befriedigt werden. Wie den einzeln erschienenen Lieferungen wird es daher auch dem abge- schlrffenen Werke, das _neben seinem künstlerischen zugleick) ein nationales Interesse beampruchen darf, nicht an der de_isälligen Theil- nabme fe_k)[e_n, de_ren das danketiswertbe Unternehmen 111) in hohem Maße wurdtg zeigt.

Theater.

_ Hayptrollenin dem_ixn Königlichen Schauspiel- bause 111 dieser Woche neu einstudirt in Scene gebenden Stück:

Die

„Die ErzäHlunaen der Königin von Navarra“, Handen des Frl. _Krßlcr undder H . Kahle und Ludwig.

_ _ Se_. KJMFÜÖL Hoheit der rinz Alexander beehrte am Dtenstgg die Vor teÜung des Rosrn chen Lustspiels: „O diese Yiän- ner!_“ tm Wallner_theat_er, MX 68 noch immer eine ungeschwächte AnziehunZskraft außubt, mit Höchstseinem Besuch.

_ m Woltersdorff-Tbrater beginnt am Sonnabend, den 16., ._Hr. Geor ._Paradies LM Gastspiel als „Isaac Stern“ m_ der beliebten Ka tschschen Posse „Einer Von unsere Leut“, Welche mxt neuen Couplets derseben isi.

___ __ Frl. Ernestine Wegener trifft am 15. d. MK wieder ier em.

_ Jm Natio_nal_-Theater finden heute und Sonnabend ExtravorstelLun e_n fur emen wobltbätigen Zweck statt und zwar: „Gute Nacht _anSchen“ und „Wilhelm TelT“; für die übrigen Tage bleibt das _?ub_sch ausgestattete Zaubermärchen mit BaÜcti: „_Aschenbro !: “_auf dem Repertoir, Welches bei den ersten Auf- fubrungen, namentlich bei der kleinen Welt, jubelnden Beifali gc- fundcn bat.

__ _ Die e_rste Liebkyaberin des hiesigen National-Theaters, srl. Etzgenre Frauenthal, ist in gleicher Eigenschaft am Stadt- theater m Lei zt enÄa irt worden.

_ Das_ el e_- [ iance-Tbeater brinat als Weihnachts- abe_ „Frohitcbe Wxihnachten', ein Möhrchen - mit WFM von dem egiffeur dieser Buhne, Hrn. Ottomeyer, frei nach ickens Weib- nachts-Roznan „Christmas Carol“ bearbeitet.

_ _ Einer Depesche der „TimeS“ vom 7. d.“ ufolge waren bis dahin xe? aus den Namen des_Thcaters von rooklyn 326 Leichen Y_orgen wdrden, und weitere Nachsacbungen nehmen ihren Fortgang. ie eingeleitete Untersuchung über den-UrsprunL des Feuers zeigt, da die Feuerlöscbuten ilien_ auf der Bühne böckzs mangelhaft Waren, m_i _ da das euer ba d hatte überwältt t werden können, wenn ge- Forige orfich Emaßregexn getroffen wo_r en wären. Einige Zeugen ehaupten, daß, so weit ihre Kcnntmß reicht, wcder Waffer noch

befinden sich in dcn

smann. 1877. 16. (240 S)

Von Georg Büchmann. Fgge3 Berlin. 1877. Haude- und Spenersche Buchhandlung (F. Weid- mg .

fo Kübtmanns Buchhandlung. (131 S.)

S p r a ck f o r Juli, September, Okt 1)

?Le ttel für schaftsrezepten, von CH

der landwirtbschaftlichen Frauenzeimn . Berlin, Verlag der iebel- schen Buchhandlung, 1877. - g

] sichtigung der Rohmaterialien, der Maschinen, der Gerätbe und der

sopstigxn_ Hüxfsmittel, in Verbindunß mit einer Ausstellnnq von

Eichen]ptegelrmden uud anderm Ger stoffen und sonsti en Surro-

ZaFn m den Monaten August und September 1877 in Böerlin ßatt, :: en.

__ In der Generalversammbmg der West älischen Unksn,

Aktteu-Gesellschaft für Bergbau, Ei ea- und Drar :.

ndustrte zu Hamm vom 9. d. M. wurde der Bericht des f- ichtsratbes vorgelesen der gedruckte Bericht der Hinktion v legt“ imd auf dessen Vorle ung verzichtet. Die Bilanz fur das Geosißxsts. ]ahr 1875/76 schließt 1xn Debet und Kredit mit einem Saldo vox 1710858000 „xa und einem Verluste von 252,806,25 „sé ab. Die westfalitchen Werke hatten einen Betriebsgewinn von 253,928,u „jz dagcgrn das Petersburger Etablissement einen Verlust von 7832734,“ An Zinsen, nag!) Alyzug der von den Hrpotheken- und Obligations- Jnhabern erlanencn, wurden 151,955 „16 gezahlt, an zweifelba ten Waarenfordcrungxn 77,824,.'-5 „44, für die aus dem Petersburger ro- zeffe möglicherrvetse noch resultirenden Verluste 107,405,“ .“. und endlich noch 332362,“ .“. auf die sämmtlichen Werke abgeschrieben. Dabei hatte fich_ der Werth der Bestände um ca. 141,000 „46 ver- Znindert und erlitt das Petersburger Werk noch einen Coursverlust tn Folge Sinkens der russischen Valuta von 18,330,79 „Fü-

_ Nach dem Rechnungöabschluß des Neu-Oeger Berg- Werks- und __?)ütten-Aktiey-Vereins für das Betriebsjahr 1875-76 hat | am Schluß dieier Periode die Unterbilanz, welche uli. Juni 1875 373,283 .“. betragen hatte, auf 675,448 „kk erböbt, _Dlese Erhöhung ist bewirkt durch den Verlust an der Fabrikation m Neu-Oeae und Finnentro7p mit 182,540 „kü, durch den Minder- wertk) der Vorräthe mit 74, 50 „ck und durch außergewöhnliche Re- pargtur xiner Fcinbleäystrasze u. s. w. mit 44,875 „ck Bei einem Aktienkaxntal von 3,600,000 „M belief die schchende Schuld sich am 30, Juni er. auf 952,305 „M Das Delcredereconto betrug 48,656 «, Wechsel- und Caffabcstand 40,079 „ii, Ausstände 179,038 „46, Waa- ren- und Materialienvorrätbe 247,99? „M Die Immobilien und Bergwerke standen zu Buche mit 2,258,859 „ki, Maschinen und Trtcßwcrk mit 882,121 „74, Werkgcräthe, Hütten- und Bergwerks- uten111ien mit 313,209 „40.

_ «gie Revifionskommisfion, Welche durch Generalversammlungs- kcschluß der _Aktionäre der Leipziger Wechslerbank eingesetzt Wurde, [)at emen umfanFreiÖen Beriéht zusammengestellt, dem als Ergebnis; der Revision fo gende Mittheilungen entnommen smd: Es Y_nd abzuschreiben: 262,000 „44 wirklich eingetretene Verluste auf

ußenstande, 526,000 .“ fiir wahrzxckycinlickye Verluste bei 9 zweifel- haften Debitoren, 788,000 „44 im 'onto-Korrent-Verkehr, 50,000 .“ auf das Jmmobilien-Konto. Summa 838,000 „iz. Dagegen erWartet man: 200,000 „Fi Gewinn aus dem GUchäste der Bank und es er- neben sick): 638,000 „40 Ausfall, zu dessen Deckung nur: 101,000 „44 Reservefonds Vorhanden ist, so daß: 537,000 „M 015 Unterbilanz ver- bleiben würden. Dieselbe vcrtheilt sick) auf ein Aktienkapital von 3,150,000 „is:, mithin sind Von demselben ca. 17 0/0 als verloren zu betrachten und nur noch 83 0/0 Vorhanden.

__ Aus Madrid wird der „K. .“ nnler dem 7. Dezember ge- schrieben: Die öffentliche Aufmerksam eit wird in diesen Ta_ en durch das Verrebwinden der Doiia Baldomera de Larra, der chöpferin der berüchtigten 08888 (10 1111110816011», einer Nachahmung der Dachauer Banken, im großartigsten Maßstade in Anspruch genommen. Am Sonnabend Abend zeigte sich die „Freundin derArmcn“, wie fie sich zu_ncmzcn pflegte, zum [eßten Ma e dem Publikum der _Haupt- stadt in einer Loge der komischen Oper._ A_m darauf fo genden Montag blieb die Tbiir ihres Hauses geichlosien. Die sich an- sgmm0lnde Mr_uschenmenge mußte durch Polizei entfernt werden und em_Rtchter [ich die Thür aufbrechen, um amtlich fest.ustel1en, daß Doria Baldomera _ mit ihrer_Kaffe und asien Wert Objekten das Weite gesucht. Nach der ziiedrigsken Schätzung bezifferten sich die Emzahlunqexi _an 19 Millionen Realen; davon hatte die freigebige Danie 5_Mtlltoxien für Zinsen (monatlich 30 0/9) zurückbezahlt, so *bdéßbihr immerhin noch 14 Millionen Realen, ungefä'hr 2800000014

et en. "

Verkehrs-Anftalten,

Von der Königlicher] Direktion der Ostöabn geht uns Über die VerkebrSverbßltxrisie auf den Bahnen Rußlands fol- ge_nde 1ve1tere_ Mittheilu_ng z_u: Auf der St. Petersburg-Warschauer Eisenbahn wird zur Z_ei_t ftir Sendungen aus Rußland keine Ver- antwortung fur rechtzeitige Lieferung übernommen, dagegen findet in der Rirhtung von Deutschland 11001) Rußland Prompte Beförderung der Guter auf der St. Petersburg-Warschauer Bahn stati.

New-York 79 unerkannte_ und nicht reklamirte Leichen auf öffentliche Kosten beerdigi. Der Lerchenzug war ein sehr [anger und während des Begräbnines ruhten fast sämmt[iche Geschäfte.

__ L_ltn 9. Dezember starb in München der Hof-Balletmeister Friedrich Horschxelt, (geborenam 14. Aprik 1793 zu Söll? früher in Wien. In den letzten Lebensjahren erblindete der Ver torbene, wel_c_bem es beschieden wa_r, seinen zweitältesten Sohn, den durch feine Rctjen und besonders seinen längeren Aufenthalt im Kaukasus be- kannt geword_enen Schlcrchtenmaler Theddor Horschelt (13. April 1871), zu _frub zu verlieren. Fr. H0rschelt war seiner Zeit mit Theodor Korner, Franz Scbubcrt, Grillparzer und Wolfgang Menzel befreundet. Sem altester Sohn, Friedrich, widmete fich der Bildnis;- maleret, der junKste pflegt die Kunst _seines Vaters in Hamburg. _ Am 10. rst der öniqliche Hof-SchampielerBüttgen in München im 55. Lebensjahr gestorben.

Eingegangene literarische Neuigkeiten.

Ges e_bichtsbildcr für Jugend und Volk. Leipzig. Verlag von F. irt & Sohn. 1877. Kl. 8. 1. Bdchen. Wa1lenstein von Ernst amdohr, Gymnasial-Direktor in Jever. (100 S. _ 3. Bischen. Conradin, der letzte der „Hohenstaufen Von Gottlielf Tschache, Lehrer in Breslau. (83 S.) _ 4. Bdchen. Gustav Wasa, der Befreier Schwedens, ron GotthelfTschache. (90 S.) _ 5. Doppelbdcbexn. Albrecht Achilles, Markgraf von Branden- burg, von 1)r. Willy Böhm,_ Oberlehrer in Berlin. (210 S.)

_ Der jringe Patrith. Eine Sammlung kriegs-patrio- tischer Dtchtungetz„fur Schule urid Haus. Herausgegeben von Ludwig Bund. Dmicldorf. Verlag von Breidenbach & Bau-

_Al[deutsck and. Eine Sammlung vaterländischer Kriegs- und Soidatenkieder._ Dem ganzen deutschen Heere gemdmet von LUdng Bund. Düsieldorf. Verlag von Breidenbach

& Baumann. 1876. 32. (219 S.)

Geflügelte Worte. Der Citatensébaß des deutschen Volkes.

Zehnte Verbefferte und vermehrte Auf-

Jabrbucb des Vereins für niederdeutsche Sprach- rschung. Jahrgang 1875. Bremen, 1876. Verlag von J. Korres ondenzblatt des Vereins für niederdeutsche chung. Haznburg, 1876. Nr. 1_5. (Mai, Zum,

0 er. Koch- und Wirtbschaftsbucb mit dreifachem Speise“. roße, Mittlere _und einfache Haushaltungen auf 011,2 age. des Ja res nebst znvcrlasfigen, Yldstgeprüften Koch- „und Wirih- ristiane teinbrecbcr, Heraus eberin

Berlin:

Redacteur: F. Prebm. » Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W, Cloner.

Schlauch vorhanden waren. Man glaubt, daß alle er onen, die i auf den Galerien befanden, um ekommen find, Weiédise Treppen esiti13

das, Kraft und Feinhrit, geistreiche Auffassung und gediegene, mühe-

stürzten und jeden Außgang ver perrten. _ Am Freitag wurden iii

[Drei Beilagen. (einschließlich Börsen-Beilage)

916 294.

Yichtamtliches. Deutsche SNeich.

Berlin, 13.Dezember. In der gestrigen Sißung des Deuts ck?" N91ch§tag_es, deren weiterem Verlaufe auch der ReichSkanzler Fürst v. Wißmarck beiwohnte, leitete der Brinchs- rathS-Vevollmächttgte, HandelS=Minister 131". A ch e n b a ck die erste Berathrmg des Geseßentwurfs, betreffend die Erhebuxig von Aiisgle1chungsabgaben (s, Nr. 292 d. Bl.), wle so_lgt cm:_

Meine Herren! Gestatten Sie, daß ich mit_ einigen U'LMZKU Worten den vorliegenden Entrvurf meincstheils emlctte. WS_(JYre im Juli 1873 das_(Hesetz über die Aufhebung der Abgabrn und 30116 beim Eisen beschlynen, war die Regierung von _vornherem_dcr Mei- nung, daß an diexer Entichließung festzuhalten sei. Die Regierung hat diesc ihre AuffaiiunA- Weiche s1e bei den damaligen Verathungeii darlegtc, nicht verändert; auchheute, wo so mannigfache Strömrmgen emgetrxtcn sind, ach) heute, ivo ganz naturgemäß die ewaltigen Jnterenen, welche sich geschädigt fühlen, außerordentliche _nstrcngnngen nzachrn, um eine Veränderung jenes cheyes herbeizuführen, glarilxt die Rr- gicrun an ihrem friiheren Standpnnxie festhalten zu ixxuisen,_ weil 1ie ni t annimmt, _daiz bisher Tbaxiachen rrugetrctrn Und, die de_n Beweis licfcrn, daß_ mit jener Maßrcgcl LMC 1014): getroffen 161, welche die vaterländi1che Industrie schädtxie. _ _ _

Meine Herren! Wenn ich in der Lage din, dies; 5101: [zor anen außzusprechen, glaube ich doch mit derse[ben_Eiit1chlrdenbert betqncn zu müssen, daß dieser Standpunkt der Regicruxig em ndihwendich Korrelat darin findet, da dieselbe ihrerseits s1ch vcrp81chtctsrxhlß überall da, wo die deuts e Industrie mit Recht Bejrhwerdeii uber die Zoileinrichtungcn anderer Länder geltend zu macbew bat, inner- halb ihres _ der Regierung_ Machtkreises energt1ch dahin zu wirken, da?“? diese Beschwerden beseitigt werdrn. Meme Hrrrcn, wiirde die Regierung diexen Standpunkt nicht einnehmen, so wurden in der That jene industrieüen erise im Lande zu der _berechttgteU Meinung gelangen, daß ihre Jnterenen vcr1615t werden, daß sie kerrien “Schutz bei der Regierung und bei der Landesvertretung finden. Eine solche Meinun im Lande aufkdmmen zu lassen, verbietet_ die Pflicht sowohl dicses oben Hauses irre die der verbündeten Regierungen.

Es ist bekannt, daß untrr denjenigen Besch1verdep1mkten,_ welche von jeher eine hrrvorragende Rolle gespielt haben, die Ausmbrvex- gütungen zählen, welcbe gewisse fremde Nationen gewahrcn. _Es Lst ferner nicht zweifelhaft, daß hier zugleich ällerorliegen, bei denen die Regierung in der That in der Lage it, mri denjenigen Mushr- mitteln, welche ihr bei Zustimmung des Reichstages z_n Gebote__stehen, der Industrie eine Erleichterung, Wenn nicht ganzliche Abbulfe Zu verschaffen. Unter jrnen Bonifikationen spielt aber eme_ ganz _bedeu- tende Roüe die Ausfubrvrrgütung, welche die _Franzoirn bei dem Eisen gewähren. Bekanntlich ist diesrr Gegenstand wrederboltxn diesem hohen H(Msc ausführlich und eingehend eröriert morden. «ckck kann darauf hinweisen, wie im Ja re1868 bereits_ das dZmalige Zoilparlament mit großer Majorität csckloß, daß _die verhundcten Regierungen verpflichtet seien, auf Abéiilfc der hier vorliegrnden Uebelstände zu dringen. _ Seitdem ist aum i_rgend _eme_e_rbeb[1chere Zollangclcgcnheit, set es im ZdÜpariament, sel_es m d121et_n_l)ok)_en «Hause, bcrathen worden, wv nicht dieser Gegenxiand_glcrchzrütg, 1ch mökhte sagen, eine Art von Mittelpunkt der Diskusion ebildrt hat und zwar in der Art, das; diejxnigen Bestrebu_ngen, Wel L_ auf Be- seitigung jenerMisistände gerichtet waren, eme sympathische Auf- nahme innerhalb dieses hohen Hauses gefunden haben. _ __

Ich kann, meine Herren, da der Gegenstand so oft bicr erdrtcrt worden ist, mich dcshalb auf Wenige Worte Über das _System irlbit beschränken. Ich darf nur daran erinnern, dgß diese Ausqur- Vergiitumgen, oder wie die betreffenden Beschermgmigrn geriannt Worden sind, die tibr0§ ä'acgujb-ä-caut-jon in [0131er Lime aus dem richtigen (Gedanken bernhen, wonach man gewine Rohpxoduktc oder «Ha'lbfabrikate in das Inland einrühren will, dgrmt ]10 dort ver- arbeitet und dann wieder ausgefiihrt werden. Wurde dreies System streng festgehalten sein, so wiirde etwas Achnliéhcs vorliegen wie _dqs, was wir den Veredrlungöverkehr nennen, den mr Uixscrerietts pflegen und bochbalfen L_Md Von dem wir wünschen, daß er auch bei iiinftigen Handeßverirägen wiederum zur Geltung komme.

Bekanntlich aber handslt es sich hier um etwas ganz Anderes. Es wird ctjvas Anderes eingefiihrt und etwas Y_lxideres ausgeiuhrt, die Identität des Gegenstandes steht in keiner W811? fe__st. O_CULLUZL, Welcher gewisse Eisensorten exportirrn wi[[,_ erhalr bierulxer einc L_)e- sckyeinigung; diese Bescheinigung bildet e_m_bör1€nmaf31ges Papier, Hat einen besiimmienCours urid kann beliebig verka_nft werden. Um das an einem die Angelegenheit auf den ersten Blick.? klartnaÖenden Beispiel zu illustriren, führe ich an, das; dieFranzoscn beim Roheiien per Tonne, 20 Ccntner, eincn Zoll von 20 Francs erhebezi. _ Der Coins der iibrLJ ä'aequii-éx-caution Beträgt aber m_igenblicklich 18 over 19 Francs. Derjenige also, der beispielsweiie Hrute Gußwaaren ansfiihrt, ist in der Lage, den titrß a'acqujr-Ü-cuumou zum __Preiie von 19 Franken zu veraußern. M_1t anderen Worten, er erhali da- mit auf den Centner eine AnßanrvergÜtung _von_7_6 Pirnnigen. Er erhält ste, meine .Herren, rend er selbst dieyes Fabrikat dic Gußwaarcn aus inländischem Rohprodukt hergestellt hat, _und seine Fabrikate in gar keinem Zusammxnhaich tmt dem dxmngchst einzufiihrenden Roheisen stehen. Es wird a so _vergutei sur rmcn Gegenstand, der yon den betreffenden Iiidnstneiien nicht: einge- ii rt ist. sb Meine Herren! Nun hat bekanntlixh dieses System, Welches gegenwärtig auf einem Dekret Von 1862, einem Reslement von 1868 und einem weiteren Dekret von 1870 beruht, durcli dgs Dekret ro_n 1870 i11soweit eine Einschränkung erfahren, als nur bei Gußeisrzi die Nichtidentitäi des *ein- und ausgeführten Gegeiistaiides ausdruck11ch Zugelassen ist. Im Uebrigexn soll die Substitution eines Gegenstan- des fiir den anderen nicht stattfinden. Indessen, wre lauten bezüglich der andern Eisensorten dle _betreffrnden Bestimmungexi? Sie gehen dahin, das; das eingeführte Eisen bis zur_?utte kontroÜtrt Werden soi], dagegen besteht kerne UeberwiiiYung daru_ er, ob _ daffelde wirklick? daselbst verarbeitet Werde, e_s esteht keme_B_cstimm_ung, wclche )inderte, es weiter zu transportiren und auch ber diesrnEiéen- arten "enen Mißbrauch noch heute anzuwenden. _Daß_ derselbe 1 _at- iäcklic3 stattfindet, beweisen die Course de_r Acqmts, d1e_z. B. bezug- lich des Puddlingroheisens in Frankreich augenblicklich bestehen, Welche noch vor kurzer Zeit sich a_uf17 Franken__belaufen baden, auf 15 Franken aber na-F) neueren Mittheilungenzuruckgeganßen smd.

Wenn nun dieses ei enthümlickye System v.elleicht vor er noch 016 nicht besonders schäd ich von Diesem oder Jenem angesehen wer- den mochte, so kann diese Meitxung nicht mehr aufkomrxien, nachdem mit dem ersten Januar des nachsten Jahres unsere ZoUe _an dem hier fraglichen Gebiet in Wegfall kommen. _ Es [st daher die St_el- lun , welche wir diesem Systeni gegenüber e_mzunehmen_baben, eme völig veränderte, und es ist a_uch bet _alien fruheren Ver- handlungen bereits darauf bnigewiesen, wie, wenn eme solche Sachlage einträte, eine dringende Pflicht der Landexvertre- UMF, Wie der verbündeten Reßterungen vorhanden set, der- arti en Mißständen energisch _ A busse z_u verschaffen. Nun Wejii ich sehr wohl,1 es giebt Einzelne _m dte_sem hohen Hause und Mßerbalb desselben, welche sagen, daß die vorliegrnde Frage _von den Interessenten sowvhl wie auch von den verbundeten Regierungen aUsierordentlich aufge auscht werde. Es hqndele sich u_t_n verhaltmß- Mäßig ganz geringe Interessen, und aus diesen Interenen werde ein

zum Deutschrn R0ichs-Anz

Exftr Beisage

Berlin, Mittwoch, den 13. Dezember

Berg gemacht, während der Gegenstand in Wirilichkeit nur eine untergeordnete Bedeutung in Ansprth-nehme-

Meine Herren, an sich kann 1a n1cht_ ?rleuxxnet werden, daß, wenn man die großen Zahlrn der m andiichen _ Produktion in Bctracht zicht, dasjenige, Was auf _ Grund _der Acquits aus Frankreich speziell nach Dcutsxbiand ringcfnhrt WU?, eine verhältnißmäßig unbedeutende Ziffer zu_ um scheint. Wezin z.B. im Jahre 1873 361,469 Centner und_ im Jahre 1874 342,727 (Zentner, gegenüber einer Gesammfausiuhr im Jahre 1873 von 2,159,474 (Zentner und im Jabrx 1874 vo_n_ AWARD (Ic_ntner _als Ausfuhr anzunehmen sind, so er1chemen di_e1e Zahlen aii nch nicht Fehr beträchtlich. Aber, meine Herren, S_lsZ baden dabet__3u berurk- irbtigen, das; dieselben_ absolut kem_en Maßstab (;_eben_ kongeg fur dasjenige, was demnäch11 eintreten wird, iiachdem dir Jolie vollig ge- fallen sind. Es wird dann eine ganz veranderte_Srtuatto_n vorhan- den" sein. ES ist" jedenfalls die Erwartung berechtigt, das; el_nrwejent- liche Steigerung der Ausfuhr eintreten m_uß, daß; dem _so 10111 _wcrde, geht auch daraus hervor, daß z. B. die Ausfuhr mxt 21qu116 im Jahre 1876, d. [ck. in den ersten _zchn_ Monaten, n*o_rubt_:r_ wir statistische Mittheilungen haben, bereits die Zahk von zwchtllwnen Centnern überschreitet. _ _ _ _ _ __

Es ist-sonach nicht ausgeschlossen, da!; Wir schon ix_idtcicm Qabre nahezu eine Summe von 3 Millionen Cetitner franzoii1chc Ausfuhr erlangen. Die Zahlen, wie 1ie sich bereits_]ex:ter,irbe1i, _beweiicn daher, daß die Sache nach jeder R1cht1_mg _hm dcr Brruck11chixgung werth ist. Aber, meine erren, cs mr_nz a_ui;erdezn dabei noch m_ Be- tracht gezogen werden, daxz, wenn selbst vrel_ geringere Y_UZiYHXZLffLM von mir zu konstatirenwaren, das_ ganze System eme wett h_iiigehrnde Beeinflussung auf die Yreissätze im Lande bgt. Ritzi weiß ich _]ehr wobl, daß von vielen eiten gesagt Wird: YE), das 111 xa sm_e hochst erwünschte Sache, wenn durch das iranzosijche System eme noch Weitere Herabminderung der Eiscnpretse" erzie[t__w1rd._ Man kann ja Seitens der Konsumenten mchts beiiercs wunschen , _und m_)ch heute Morgen habe ich in einer angesehenen Zeitung derartige Aeuize- rungen gelesen. _

Ich bin zkrar dcr Meinung, daxz wenn_ nian auc!) gürn natiirlichen Regulatoren der Preise _fretcn Laus [amen mag, Sie es hier mit einem rein kiinstlichen Mitiri zu tHun_haben, Welches _auf die Preise einwirkt. Sie haben em Mr_ttcl vor sich, welches meiner Ansicht nach schlimmer ist als der argstc S_chu§zo[1. Auf der anderen Seite sodann kommt in Betracht, daß die Lage_ unserer deutschen Industrie, die großartige Konkurrenz, _ Welche zwiickxen den einzelnen Werken im Jnlande_ stattfindet, bereits uns_§;[ckre1sen_ zugr- fübrt bat, die als die niedrigsten angciebrn werden 1m_11_1e11, die wir verhältnißmäßig jemals gehabt Haben. Wir haben Pre_11€,-1*_Zn dc_ne_n ich sagen mu_s3, sie können, wenn un1ere_ vaierlaridisrhe «znduiirie cxistcnzfähig [) ciben soll, nicht mehr Wesentlich unterichrittcn werden, und es Verbietet fich daher gewiß, noch emen_ganz unberechtigten Einfluß des Auslandes zuzulassen, deffen [thesZiel und dcmcnletzter

weck dahin gebt, dasjenige was m_1_t Fug bei _rins besteht und_m_it

rfolg bestehen kann, in seiner Existenz zu gcxahrden und zu Jcha- digen. Wenn das bezwrifest Werden solltc, so will iii) a_us eincr .*[Yi' stellung, die mir eben vorliegt, den) Hohrn ause_w_cmgstens rmtzze Zahlen mitthcilcn. Ich wähle zu1iczchst__*_d1e ' tahl1ckienexY weck ire ein sehr deutliches Bild der Vcrhaltmne geben. Im Jahre 1873 hat bei den Stahlsibienen im Bezirke des Oberbergamtxbezirkes Dort- mund ein Preis pro Centner von 18,94,“ bestanden, im Fabre 1874 ist derselbe auf 14,40, im Jahre_1875 auf 10,79_ brruritcrgegangen, und fiir das Jahr 1876 ist hier die Zahl 7,63 notirt, 0110 von 18,94 an 7,63! _ __ _

f Ich wiÜ ferner beispielsweise __für Schienen dte__Eiienschien_en nach den Durchschnittspreiscn vorkaZrcn.__ In Sch1011en stand im Jahre 1873 der Duwbschnittspreis fUr e_ncrncSchienen (_iuf 14,865, im Jahre 1874 auf 12,2", im Jahre 1875 auf “8,12 und_ iir! Jahre 1876 6,48. Aebnliche Zahlen könnte 1912 gus aridercn Wichtigen Jn- dustricbczirken anen mittbeile__n. _B011plelswcisc (_1116 dem_Landr, daß mich anz besonders iiiteres11r1,_1ndcm es mem rigciies KTMUWÖ' [and ist, Yann ick) anführen, daß 1111 Jahre 1872 Spiegr 01101: 9,50, im Jahre 1873 10,80, im Jahre 1874 6,43, 1875 4,§5_und 1013t 1876 4,12. Das Spiezeleisen ist also aux!) unter die Halfte des Preiies, welcher vor wrnigen Jahren Noch in Geltung War, _bcrabgrsunken. Der Preis des Stabeisens in dem Ober-Bergamtsbczirkc Dortmund Von 1.873 15,32, 1874 11,00, 1875 8,95, 1876 7,72. _ __ _

Sie sehen, meine Herren, tn w_e[cher ungrhcurrltchexi Werie die Preise (161) in den letzten Jahren geandert hach. S_owrit dicse Ge- staltung der Preise auf natürlighe ?akforrn und naiurlxcHe Ursquen zurückzuführen ist, erscheint 1ie Jerechtigt. Wir 0115: 1111111611 ja an rkennen, daß namentlich 111) Jahre 1873_ die PWM: eine Höhe erreicht hatten , die geradezu eine Landes- kalamität genannt werden konnte. Es War dabZr vollkommen angezeigt, daß ein Wesentlicher und bedeutender Ruckggng eintrat wir Z'md aber, wie ich bestimmt annehme, am entgrgengejetztctx Ende ange ommen. Deshalb, glanße ich, [1091 der Regirruna ebenw Wie der Laridesvcrtrctung die Pflicht ob, _dtßsq Sachc_ mcht fick) selbst z_1t überlassen. Weil wir eine solche kunttltche_ Einwirkung auf die Prengestaltung nicht wollen, deshalb propomren wir Ihnen unter Andern die gegenwärti ? Vorlage. _ _ _ _

Bei den 2000er iizt sodann ferner 111651 zu xmtcrichchn die Be- deutung, wclche fie auf die Preiergulirnng _1m Aiiskande haben. Wir sind mit Notbrvendigkeit darauf an rwteien, bet der Produk- tionsfähigkeit unserer Industrie unseren _ [ici _auf das Aus_la_nd zu werfen. Wir miiffen exportiren, jrcnn wir einigermaßen umere In- dustrie im Stande halten n»ol_1cn. Meine Herren! Wenn es aiso eine Hauptaufgabe für uns sem muß, na_ch arißen uns nene Em- gangspforten zu eröffnen, so _ist das znaar em ?iel _das _sehr schwer zu crreiYen ist, indem dabei aiich Andere ive entlich m_rtzusprecden haben. cdenfaUs aber fäklt bei dcr Exportfrage dj_e bier m Rede Lehende Ausfuhrkonifikation wesentlich mr_t 1116 (Gewicht. «;ck darf daran erinnern, daf; ber __fruheren Diskus1w- nen, welche in Frankreich in parxameniariichen Versammlun rn oder bei Gelegenheit von C'nqueien _ztattgefundew haben, __mczn 1ch offen da in geäußert hat, daß init Huife dcr acquxts es moglich ge- worden ei, im AuSlande bedeutendr Lieferungen fur Schirnenu.s._w. zu erlangen. Nun wird uns von anderer Seite zivar erwidert, d1e_s sei nicht mit iilfe der acquitg geschehen, soziderzrnur deshalh, weil die großen Eianieéeranten in Frankrrich gleichzeirF die Konzenionare der betreffenden Ei enbabn geivejcn seien. Ich im _ zugeben, daß das

ier und da der all gewesen sem mag, Thatsache__ist gber, daß große anustrielle selbt auSgespr-chen Haben, WMW mr_r Hulfe der ucqrnra nach dem Auskande konkurrtren Konnten. _an wird also_zu bestrei- ten nicht im Stande sein, daß m1t_ den arqnxts ein wesentlicher Druck auf die Preise im Auslande vexspurx werdrn kann, _der riach_ allen Seiten bin für unsere Industrie schadltch ist. Endlich kreise 1ch,dar- auf hin, daß manche unserer Werke, u_nd zWar ehr bedeutende Werke, dicht an der Grenze unseres Landes liegen. it der Aufbebrxng der Zölle tritt ür sie, Wenn sie den _Ort des Werks rxach ra_nkr_etcb rer- -legen, der ort eil ein, daß Jenseits der Grenze sie vo statidige Zoli-

eibeit nach un erem Lande ehalten rind au „erdem noch_eme Bom- kation genießen dafür, daß fie _uns mit dem eberschuffe ibrcs_Ei_fens beglücken. Wie richtig auch dieser Gesichtsxunkt ist, geht [zersptelH- weise daraus hervor, das; ein sehr _bedeu exides_Werk fruher mit Fülfe der acquits eine außerordentlich betrachtliche: Sumnxe von

entnern nach Oesterreich e_rportirt bat. Seitdem die Anziexton e_r-

folgte, ist in den Jahren 18 2, 73 und 74 zusammen nicht soviel

riger und Königlich Preußiscijcn Sinais-Aitzrigcr.

1Z76.

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mehr nach Oesterreich erportirt worden, wie früher in_ einem einzixim Jahre. Im Jahre 1875 und 76 bat der Export vollig aufgehyrt. Sie sehen daher, das: die erörterte Frage in der Tbat_un1_erc vrtalsten Jntcreffen auch bei dem Export berührt, und :ck meme 10:13:11), _daß, gerade wenn man auf dem Standpunkte 1tebt,_ allen ziaiur_l_chm Elementen frcic Beiregung zu laffcn, man init_ um_10 großxrer Energie diesen künstlichrn Einwirkungen, foireit 05 m unicrenKrastm steht, entgegkntketen müsse. _

Meine Herren! Nun wird der Maßregel, wel_chc Ihnen proponirt haben, Yon mnmber Seite _ lch_ _ nehme dies aus der Prem- _ entgegengehaltcn,_ dar; wu: insow:it bei dem System der ;_xccxuitZ auch zu un]cxe_m Vor- thei[ intereifirt seien, als der AuHsubr Fr.;iikreiÖZ aiich eme Aus- fubr Deutschlands gegenüberstehe. Es ist ganz richtig, der Austhr Frankreichs steht eine deutsche_Cinfubr gegenüber und zwar emZEm- fuhr, irclckoe ebenfalls mitteljt dcs Systems der “un _siattsmdet. Meine Herren! Ich bin index“; zunächst der An11cht,_dai; dreier Punkt nicht rein vom finanziellen Standpunkte zu_ beurtbcileiz 111. Scldst, wenn es Wahr wäre, daß Ein: und AuSsuhr als 316m_[1ch gleiche Taktorea anzusehen seien, so würde ich d0_ch glaudcxi, da?; da.? ganZe

Ustem gleichwohl mit aller Entschiedenheit zu bekampsen 1er, weil es nach jenen anderen Richtungen, wie _ich anged_eu_te_t bade, um,:re Industrie schädigt und weil es das Nationalbewußtjem geradezu auf das Tiefste verletzt. _ _

Nun ist aber, meine Herren, dic Einfuhr Deuticblands, dtexnxch meinen Notizen im Jahre 1873 295,235 Ceiitner und im Ja.) 6 1874 sogar 501,907 (Zentner betragen hat, doch a_uch mr Uebrigen nicht vollständig demjenigen, was von Frankreich 0:3-

eführt wird, gleichzusteUen. Denn Wenn man bios __d.: Fentnerzahlen gegenüberstelite, wiirde man_ zu sehr irrtbum- [ichen Resultaten kommen. Das; dgö richt gcsrbrhen kann, grbt aus den französischen Listen selbst hervor. Die FM_nkosrn taxircn beispielsweise für 1874 den Wirth der gesammten Emfmr mit acquitg auf 14 MiÜionen Francs, dagegen den Werth der aus- geführten Fabrikate auf 55 Ykillionen Fraiics,_gnd gerade unter den- jenigen Posten, welche diese bedeutende_WrrtHdifferenz darstchn, [*0- finden sich insbesondere auch das Roheisexr emer- Und d1e_(Hicheret- waaren andererseits. Es sind da Unte'rschicde yon 9 MtÜwucn und 30 MiUionen Francs verzeichnet. Es kann 0110, iclb11_ wenn man die Sache auf die nächste Jntereffenfrage bejchrankt, kcmekirrgs bex bauplet werden, da[“; es sich um einigermaßen gletche Fakxoren hqndext.

Meine Herren, dicse Gesichtspunkte Haben die verbundrten Regie- rungen bestimmen müssen, die Mithiilfe des hohen Reichstacisgn Anspruch zu nehmen, damit wir uns, so weit es geht, schriyen. Meine" .Herren, aßen wir damit etwas so absolut Nerirs vor Sie gebracht? Sind wn: mit ganz neuen Gedanken vor Sie gekommen,_ die ab- wichcn Von all demjenigrn. was man in drr Yerggngezihelt gethan odcr gedacht hat? Es ist 11icht_ohne Juterriie, _1191) einmal v_orzu- „fiihren, wie man denn nach dieier _Seite bin dic1e__?r_agc bei den friilxcren Verhandlungen zu beurtheilcn pflegte. _V eme Hrrrrn, im Jabra 1868 war Rcferrnt iiber die 0.090th der ]clzige Herr Oker - Bürgermeister von (56111 _ 1)r. Becker, soviel ich Weir“; ein Mann, Welcher anf freibandlertschrm Standpunkt m_sch heuir steht. Hr. 111". Becker hat damals in_semrr__Rede darauf bm- aewiescn, daß die AufrcckUerhnliung des sranerschen Vrrfak)_rens Deutschland gegrniibir die ReiHe unserer Schuizzollner mrt Jedi!)- wendigkcit verstärken müsse und sodann hcrvorgcbolzxt: _ _

FaUen die 3000100 aher nicht, da_1_1_n_ Wird die profitioti m Deutickyland gegen, weitere ZoUermaßtgung fur Eisenfabrrkate wachsen, es werden nicht 5106 die Schxißzélliier wxdrriprcchen, son- dern es werden auck) alle die, welche die (HietchbcrcÖÜgring 1ini__errr Industrie mit der aus1ändischrn als e_ltxc Brdmgxing der freißand- lerischcn Entwickelung ansehen, an dreier Oppoiitwn mehr oder weniger Theil nebmen. _ _ _ _ _ _

Der Abg. Twestcn hatte in sctnrn durchaus; _srethandkerlsck) ge- Haktcnen Ansführungen nur deshalb dem aus Veiritigung dcr 3_cqu1ts gerickytctcn Anfrage widersprochen, Weil 0r_der An11cht war, bei dem damaligen ZdÜ von 25 Sar. 111.1chL_es iiicht wick aus,_ Wenn eme AUÖka)rrcrgiitung von 7 Sgr. gewahrt werde, 05 _bleibe alCZdann immer noch ein ausreichender Schutz fUr die mlandrschen Inter- essenten zuriick. Andererseits ad:r bemerkte er Fdlgendcsx _

Nun gebe ich keineswegs uncl) den Undedmgtrn Theorien de_s FreiHandels so Weit, zn drbaupirn, _daß Wir das Auxäicznd ruhig gewähren [affen müßten, wenn es Wirkiichr erchanmen gegen uns in Bewegung “&ck& Ich glaube, wir sind Vollkornmen berechtigt,1tns dagegen zu wahren; wir braychcnomckyt zz: Warten, bis der natürliche Lauf der Dinge rind dgs eigene antrrene des anderen Landes es Von sokckxn Man1pulat__loncn zurnckiuhren möchte; sondern Wenn ein System von AanHroxrgntnngen 016erng- maschine gebraucht wird, um unsere Industrie todt zu machen, 19 halte ich uns für VoÜkomnten bcrrchtigt, dcm cxztgegrn zu_treten und uns nicht auf die reine Tbcorie und auf kUnftige_Zr_116n_zu vertrösten, daß die Natur der DM 0 die Sache allmthich "ZZ Gleichgewicht ringen werds. Ick g_aube,_ Wir hgben _111cht ruhig zuzuscbrn, wenn durch solche Mgmpiilaitonrn cm wichiiger_Er- Werbszweig, bei uns Wenigstens, _Fixr die (Hegenirarx geschadigt Warde und in Gefahr käme, nicbt me r cxrsiirrn zu kommn. Dagegen einzutreten, wären wir von-ommcn bcrxchttgt. _ _

So ist also damals die Sache seibit von denjenigen aitfgcfaizf worden, Welche sich als Gegner jenes Antrages bekannter). _

Meine .Herren! Nun sagt man weiter, die chteruxig mxro- duzire, indem sie solche Maßregcin vorséiylage, den Zollkrieg. Qch weiß nicht, wie man zu einer solchen Bkhauptung kommrn kaxm. Sind denn wir es, welche unnatürliche M01;re__ge!n_ ergreifeii? Smd denn wir es, Welche Ihnen propdnirrn, 1ntt_ kuniilrchen Mitteln,_an- dere Länder 1: schädigen? MeincHerreii, keineswrgs!__ Ader wo 1131113)? denn, wenn üZerhaupt von einem Kriege dieRcde sem konnie, wd wurde“ denn dieser Krieg begonnen sein? Dochda, wo man_m rmzclixen Ländern künstliche Mittel gebraucht, um emxn Abzug fur die nilaw * dische Ueberproduktion zu gewixmen uiid da1ni_t__ das Ausland zu_uberc schwemmen. Wenn die natiirlich Bcrbaltmnr zu frenzdcrkEmfubr fiihren, so werden wir das zu accep__trrcn baden und die DJM _der-

ruhigen Entwickelung iibersaffxn mussen. Hier aber, wv kunstltche: Mittel gebraucht werden und seit lgngem gxbraucht worden sind, ruh) zuzuse en und abzuwarten, bxs es (Zott qe 0111. das, glaube ich, 1_ eine olle, die sich einc-große Ngtwn m 1 bieten l_aiien darf. _Su: mu ihrerseits diejenigen Wege _emschlagen, Welche die Schadexreines sol en Systems abzuwehrxn i_m Stande find. Wir beßitigen mit dem 1. Januar die Etsrtzzolle. Wir Wollen daargen _wlchcn Bonifikationen und Gratifikatwneii _egmuber xtnserersrits el_ne Ab- gabe aufrecht erhalten, die die natur (ck01! Verhakiriisse iiber die _Kon_- kurtenz entscheiden läßt, so daß man beiderseits mit gleichtxn Kraftrn zu streiten vcrma . Also, meme Herren, vori unsxrer S_erte ist kem Krieg eröffnet. I)er andere Standpunkt wurde_ 111 meinen Augen, ich muß das offen gestehen, _geradezu das Bild des_ etWas ver- schoUenen deutschen Michels wieder quilebxn lasen, der 1:1) Auslande Alles über fi “ergehen läßt, obne seinerseits du: erforderliche Gegen- webr zu ergre fen. Man_sagt, meinr erren, die Maßregrln, welche wir Ihnen proponiren, seien unkonftrtutioueu. Ich wrtß 131597 J! de" urtheilen, in wieweit ein derartigerVorwuri einen Boden_m diesem _ ohen

aufe findet. Ick kann aber Seitens der vr-Zbündrten RegierungendieAb-

icht erklären, daß wir yon der Maßregel, die wir Ihnen voxsYiz“ IM, nur da Ge rauch machen wolken, wo ein wirkliches Bedu

wir ent-

vorliegt, und daß wir uns in den engsten Schranken ZU [MUM 11?“