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der“, Re "isatiwaliSchmeidler ,in, Liegniß zum.Notar für den BYR des OberlandeSgerichts' Bteöiau, mit An-
“ weisung seines Amtsfißes in Liegniß,
der Rechtsanwalt Leopold Cohn in Beuthen O.-S. zuxn Notar für den Bezirk des OberlandeSgerichts Breslau, m1t Anweisun seines Amtsfißes in Beuthen O.:S.,
die echtSanwäite 131". Heinemann, Stihenk uiid Münchhoff in Magdeburg find zu Notaren fur'den Bezirk des OverlandeSgerichts Naumburg a..S., mii Anweisung ihres Amtssißes in Magdeburg, _ .
der Rechtsanwalt Dr. Lührs _in Nienburg ist um Notar für den Bezirk des Oberlandesgerichis Celle, mtt nweisung seines Amtstßes in Nienburg, „
der Rechtsanwalt Müller in Stade, zum thar fur_den Bezirk des OberlandeSgerichis CLUS, m1t Anweisung femes Amidsißas in Stade, , '
der NechtSanwalt Justizratl; Wiegand m Lazigcnschwal- back) zum Notar fiir den Bezirk des Obcriandcsgerichts Frank: furt a. M, mit Anweisung seines AmtssiH-rs in Langen- schwalbacb, iind , "
der Rechtsanwalt Schlüter in Effi'n zum Notar fux dcn Bszirk dcs Oberlandcsgerichts zu Hamm, Mit Anweisung ssines Amtssißcs in Essen, ernannt worden.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.
Der bisherige außerordent1iche Professor 1)r. Bcrnkxard Rathke zu Marburg ist auf Grund Allerhochstcr Ermacbti- gung Seiner Majestät dcs Königs zum ordentlichen „Hondrar- Professor in der philosophischen Fakultät dex dortigxn Umver- siiät ernannt worden.
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Bekanntmachung,
betreffend freiwillige Gaben für, das Qstasiatischc Expediiions-Korps und die Marine.
nfol 6 meiner Bekanntmachung vom 4._August smd an die ZÜUPZÜMMUÜLÜS Bremen entweder direkt oder durch Vermittklung der Sammelstellen des Rothen KWUZZS und der Ritterorden zahlreicha SLUDLMJM von LiebeSgdbdn, ur Truppen und Marine sowie von Spcndcn für die freiwillige Kranken- pflege gslangi, sodaß insbesondere dem jth vorltegendenJqupt- bedürfniß, der Sicherstellung von außeretatßmäßigen inter- sachen, in erfreulicbster Wcise getiiigt werden konnte.
Mit dem am 81. August von Bremerhgvxn angx angenen Truppen:Tra11§p0rtdampfer „Andalusia“ sind Jus 'em Bc: stande der .Haupisammelnclle Bremen Zunächst (Huter im Um: fange von etwa 250 011111 zur Versen ung gelangt. Weitere Sendungen, welche cinen Ladsraum von „etwa 350 (zinwbcan- spruchen, folgen zunächst für das Expedition§:Korps rnit den
' Dampfern „Arkadia“ imd „Crefeld“, fiir die Marine mit dem
Marine=Transporidampfcr „Löwenburg“. " ,
Mit diesen Sendungen ist dem Gesammibcdurfmß an LiebeSgabM zwar nicht dauernd und in pollcm Umfange gk: nüßt, und es wird auch fernerhin erforderlich skin, itisbdsondere fiir den Ersaß von Wäsche und BekleidungSgcgcnstariden fori- laufend Sorge zu tragen, wie dies nameniiick) scriend dcr Vaterländischen Frauenvereine vom Nothcn Kreuz“ beabsichtigt wird. Es erschcint indeß zweckmäßig, die weiteren Sammlungen
allerorts so einzurichtén, daß dabei die nach der Ankunft der.
Truppen in Ost-Asien von den Kommandostciicn erkannikn Bedürfnisse maßgebend worden. _.
Ick) werde, sobald nach dieser Richtung [1211111111116 Niigadcn vorliegen, eine Liste der weiterhin als Liebcsgabcn bcidndch erwünschten Gegenstände zur allgemeinen Kenntnis; kir111g611. Inzwischen wird die Absicht, unsere Truppen diirch freiwillige Spenden zu erfreuen, am besten dadurch erreicht, daß den vom Rothen Kreuz und den Ritterorden errichteten Sammel: stellen zu späteren Beschaffungen Geldmiitcl zugeführt werdcn.
Indem ich alien gütigen Spendern fiir die der Arizwc und Marine bewiesene Opferfreudigkeit mcincti wärmiicn Dank ausdrückc, verweise ich auf 018 im nichtamtlichcn Theilc des „Reichs: und Staais-AnzcigchWY enthaltenen Empfangs: Bescheinigungen.
Berlin, den 4 September 1900.
Der K*aiscrlichc Kommissar und Militär:Jnspektcur der freiwilligen Krankenpflege. Friedrich Graf zu SolmE-Baruib.
*) Erste Beilage zur heutigen Nummer d. Bl.
Bekanntmachung.
Die den nachsikbenden Personen: 1) General-Direktor Conrad Eichborn zu Stoliye'rg, 2) Untexnekmer Dionisius Meurer zu Stolberg, 3) Betriebsfübrer Otto Neumann zu Stolberg kribxilte Erlaubnis; zum Besitze und zur Verivendung von Sprengstoffen ist zurückgezogen woxden. Stolberg (Rheinland), den 1. September 1900. Der Bürgermeister. Fleuster.
Jm Jnseraienibeil (Dritte Beilage) der heutigen Nummer des „Neichs- und Staats:Anzeigers“ wird eine Urkunde, beire'ffenddie Genehmigung der Ausgabe von Schuld- vcrschreibungen der Stadtgemeinde Köpenick auf den Inhaber bis zum Betrage von 2630000 (W, veröffentlicht.
Abgercist: Seine Excellenz der Staats: und Justiz-Minister 1)1". Schönstedt, mit Urlaub nach Thüringen; Seine Excellenz der StaatL-Minister und Minister der geistlichen, Unterrichts: und MedizinalsIlngelegenheiten 1)r. Studt, nach Süddeutschland.
Yießtamtliihez. D,:ntsches-Reith.
Preußen. Berlin, 7. September.
Ihre Kaiserlichen und Köiiiglickien Majesiäten haben Sich mit Gsfolge heute Vormittag'9 Uhr 35 Mmutxn mittels Sonderzuges von ddr Station Wildpark nacb Stettin begeben.
In dEr estrigen Sißung des StaatH-Mitiisteriiims wurde beschloFen, in Aiiiietkncht der Schwierigksiten „„bei der Kohlenversorgung die Zi,:fubr ausländischer“ Kohle dadurch zu er'leichtprn, daß der Rohstoffinrif fiir die Zeit dss Wsitdrz béstkhkns dar zeitigi-n VsriiäitniffL, minsdi'stélis cidc-r fiir zwei Jahre, aligemein eikigi'fühii 1v1rd."Die piicllßisck)€1i*StaÜt-Ö- bahnen sind mit sofortigxr Diikck)fuk)run.g diesdr Maßregei in ihrem eigenem Bereich und, sis-weit erfordcritck), zur Ver- handlung mit den bcthciiigicn Bahnen b-sauftraixt.
Dec Vize-Präsident ddr Obsze'chnungskammer Gxaf von der (8018 ist von siéim'i' UrlaUOSrciie nach Potsdam zurückgekehrt.
Dsr ngiyrun Grail) Ele'i“ von Gronow zu Osnabrück ist an die Kötiigli )e Reziierumi in Oppbin vdrscizt W0kd611. ,
Der ngiexungsMsssssor von Lbdyck) zu Vdikcndam “isi dcm Landratk) dss Kreises chifczhagexi, Rciilékilnsisbézirk Stettin, zur Hilfeleistung 111 den landrätixiichkn Gcschäftcn zu: geihsiit worden. _ „ ,
Der chicrungS-Assxssdk v o n Hei nsbexg zuMulheimxi. N'. ist der Königlichen Reziierung zii Diisseldorf zur wciicxcn dienst: [ichon Verwendung übcrwicsxn wurdcn.
Das Krie'gs-Ministe'rium tizeilt iibx'r dic Faiirt dcr Trappen- transports'chiffe mit: Der D.“.mpfi'r „Aacb-xn“ ist am 6. Sep- tkwber in Hongkong (ingkkommcn. DFL“ (HssUndyxiTSziisiand ist vorzüglich.
In der Erstcn Bsilage zur [mutigen Nummer 086 „Reichs- und Staats-Anzcigers“ wird 6111? Zasammensteilunq der Berichte von deutschen quchtmärktcn fiir den Monat August 1900 veröffentlicht.
Swinomünde, 7. :Si'ptcmber. Di? Kriegsschiffe „Aegir“, „Odin“, „Heimdal“, „Frithjof“, „Sieg: fried“, „Hildebrand“, „Biiy“ und „Grille“, sowie wei Torpedoboots-Flottillcn trdfcn, wre „W. T. B.“ ?)erichtet, in der ver angi'iicn Nacht i)i-cr cin, ferneruhxuic Morgen die Kkii'gIschl ? „Pclikan“ und „Grcif“. Sammi- lichs Schiffe bleiben, dc'm Verncbmen nach, 515 Montag im Hafsn. Auf dcr Rdedo liegen 11011) die Kriegsschiffe „Kaiser Wilhelm 11“, „Kaiser Friedrich 111“, „Württem- berg“ und „Sachsen“.
chterreich-Ungarn.
Dom „Frcmdcnbiati“ zufolge fand gcstdrn bei dem österreichischén Minister:Piäsidcnten von Körbcr cim: Ministei'bcspreckMng stati; i)cxitc wird ein ck).)iinistdrrati) abgehalten werdcn. _ „_
Dcr ungaiisckze Handel&Ministtr von Hkgkdiiks hat sich gcstern von Budapcft nach Paris bcgcben.
Großbritannien und Irland.
Dkk“ Cchcrai-Staatsanwalt Sir Robert Finlay hicit gcsiern Abend in Ziiverncß einc dec, in welchcr cr, dem „W„ T. B.“ zufolge, aiisfüiirtc: man müsse die Einsc'ßimg einer starken Rogicrung in China anstrcbcii, welche im siaridc sci, ihre Pflicht gsiicniibcr dcn auswärtichi Mächten zu cr: fiillcn, Ferncr müsse man durchschn, dai; die bei dsn [ckth Wirren bcthciligtcn Beamtin bestraft wiirden.
Frankreich.
Das 4. Baiailldn dss 2. Zuaven-Regimcnts in Stärke von 20 Offizicri'n und 1000 Soldaisn ist, wie „W. T. B.“ mcldct, „cicstcrn Abend an Bord des „Peibo“ von Oran nach Taka ab;;egangcn.
Italien.
Der Papst begab sich, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern in Bcgldiiung von vier Kardinälen und mehreren Bischdfkn nach der St. Peterskirchs, um 500 Siudiorynde italienischkr imd auswärtigei' Uniwirsitätcn sowie sine große ahl von Pilgcrn zu empfangen. DLL? Papst wnrde enthufiastis ) begrüßt.
Türkei.
Aus Konstantinopel meldet das Wiener „Telugu- Korrcsp.-Burcan“, dai'i türkische Truppen gestern die Kurden angegriffen [)äiten, welche vor kurzem den britischen Vizc-Konsui in Wan auf einer Reise im Vilajet überfallen kiattcn. Der Anstifter dcs Ueberfalls wurdc gefangen ge: nommen.
Bulgarien.
Die „Agence Bulgare“ bezeichnet die von der „Agence Roumaine“ verbreitete Meldung als unrichtig, daß der mit der iiitcrimistisciicn Leitung des Ministeriums des Aeußern be- traute Handels.: Minister Naischowitsch dem rumänisYken Agenten in Sofia gegenüber erklärt habe, die bulgarische e- gierung sei bereit, gegen die der Theilnahme an der Ermordung Michaile'anu's Ves uldigten die Verfolgung einzuleiten, ohne das Uciheil dcr erichtc abzuwarten (1. Nr. 210 d. Bl.). Die „Agence Bul are“ sigi hinzu, seit dem Beginn des Konflikts habe *die ul ari che Regierun erklärt, daß sie Legen alie Beschuldigten die er olgung anor nen werde, sobal sic Hßcrfür genügende Beweise in Händen habe.
Schweden und Norwegen.
Nach den bis zum 5. d. _M. vorgenommenen Wahl- männerwaHlen zum Storthtng mixd, dem „W. T. V.“
ieren. Für 41
iernach' hat die Linke bisher 57, die Rechte 16 Siße. iße stehen dieWahlmännerwahlen noch aus.
Amerika.
Die „Daily News“ melden aus Washington vom 6. d. M.: DasStaats-Departement sei noch nicht geneigt„ die auf die amerikanischen und russischdn Noien ein- gegangenin Antworten zu veröffentlichen; aUcm es sei Grund vorhanden, uglaubcn, daß alle Antworten eingetroffen iind derart soien, daß Tie Vertrauen zu dem Erfolg des amerikanischen Vorschlagss einfiößtcn. Im übrigen _qebe man zu vexstehen, daß Rußland sui) bereit erkläre, der UÜJLMUYM, Meiriung mzeh- Zugeben, ilmd darin .cinmiilige, daß die Mächte Peking weiter 2 :: t iiieicn.
' ß(Hystorn traten in New York, wie „W. T. B.“ meldet, 66 Vöktkctek dcr „Nationalpartei“, we_ 2 _sowohl die P:“äsidcntichafts-Kandidatur Mc Kinlcy's als diejemge Bryan's bekämpft, zusammen. Die Partei stdilte dcn Sbnator Caffcry (Louisiana) als Kandidaten für die Präsidentschaft und Archibald om? (Massachusetts) als solchen fiir dis Vize- Präsidcnischat auf.
Der „New York Tribune“ wird aus Bogotéx berichtet, das; der bishsriqe Vize:Präsident Marroqum an Stelle Sanclcmente's Präsident von Columbien geworden sei, aber nicht in gcscßmäßiger Weise, sondern nachdem er San- cicmente und den Minister des Innern Palacios am 31. August festgenommen und gefangen gescizt hatte.
Asien.
Der Gcneral-Fcidmarschall (Hias von Waldersee ist, wie „W. T. B.“ meldet, an Bord des Dampfch „Sachsen“ [)cute friih in Colombo eingetroffen. Nack) mcbrstiindtgexm Ver- weilen an Land sthc dcr Gernrralinldmarschall 018 Reise fort.
Von dcmchiten Admiraldes deutschen Kreuzer- Gsschwadch ist gestkrn, wic „W. T. B.“ erfährt, nach= stchkndc Meldung in Berlin kiiigéiroffenk' „Der Kapitän Pohl berichtet aus Peking: „Der russische General be- suchte am 26. August dic deutschen Quariiexe und sprach sic!) lobend 1":er Ordnung und Diöziplm aus. Die UUti'kkUUft der Leute ist gut. "Der von deutschen Mannschaften bkseßié Theil der Chinesenstadt ,ist ge- reinigt wordcn. Beruhigende Proklamationen smd cr- lascn. haben sich beim Seebataiüon einige Dt)sciitericfälle gezeigt. Der Scésdidat Bcrgcr vom Pskiiig-Dctaci161nent ist einer Kopfwunde erlegen. Am 28. fand der Durchmarsch durch den Palai't statt. Der Einmarsck) erfolgte im Süden, der Abmarsch im Norden, der Durchma1fchginq durch die Empfangs: iiallen. Dic: Räume machie'n eincn schmußigen und ver: waiirlosicn Eindruck. Kostbarkeiten wure-n nicht vorhanden. Später wurde der Palast wieder geschlossen Einem Gcriicht zufolge soil die' Kaiserin erst am 15, friil) ciilfidhen sein.“
Vom 31. August meldet Kapitän Pohl: „Das 2.-See- bataiildn ist in Peking kiiigetrdffen. Ich trete nach Ueber- gabc der Ges äfie an den Generalmajor von H öpfner mit den sehr angatrengtcn Landungdmippkn dcn Rückmarsch nach Tientsin an. Auf den Etappcnsiatidiwn und für die Waffkr- verbindung wird sccmännischks Persoxiui zarückgklassen.“
Am 25. August befaiidcn sich (1111 Lande aus: Deutsch: [und: 91 Offiziers, 8150 Mann, 6 (Hoschiisc, 5.344 Pferde; Großbritannien: 218 Offiziere, 67-16 MMM, 25 Gcschiiße, 1897 Pferds; Ocstcrrsich-Ungarn: 160ffizicrc, 272 Mann, 2 (Jcschüßk, 80 Pferds; Amerika: 181 Offiziers, 5127 Mann, 17 Gcschüße, 1289 Pferde; Frankrcick): 192 Offiziere, 5186211511111, 87 Geschiißc, 570 Pferde; Jiaiicn: 26 Offiziere", 552 Mann (*:-'), 1 (Hischiiß, 10 Pkadc. Ucbcr Rußland ist Nähcres nicht be'kanni.
Ein in Paris eingetroffenes Tclsqramm des franzöfischsn Gcncrals Frei) vom 24. August bssagt: Zn Peking hcrricht wieder Ruy. Dic" Einwohnor kcizrcn zurück nnd die Stadt fängt an, wicdcr ikjl" gewöhnliches Ausscixn anzimcbmcn. Dic verbündeten Truppen liabin eincn Aufklärungsdienst im Umkreise von 80 Kilometern um die Siadt cingsrichiei. Diisc AnfiiärungSabthsilungen haben iciiic fcindiichcn Truppen vor- gi'fimdLii. Das Land bleibt ruhig, dic Bcwobncr der Dörfer gc'hcn ii)rcn Ardcitcn nach.
Aus Schatighai mcidct „W. T. V,“, das; Jestcrn dasclbsi der Stab und die 1. und Z. K'diiipagnic des 1. Bataiilqns des 1. Ostafiaiischcn Infantcric : Rt'gimynts untcr Major (Graham gclcindrt worden seien. Bei dem Empfange dcs Landungskorps durch den deutschen (Hsucral-Konsul war einc französische Ebrcnwache aufgssteili. Die Musik dsr britischen Triippcn spielte. Es folgte ein Marsch der de'utscdcn Truppen durch die Fremdszicdcrlaffungcn Uit der Musik des deutschen (Hkschwaders. Vor dem Jitis-Denkmal wurdc cin Hurmh auf Sein? Majestät dcn Kaiier aus- («bracht. Beim Einrücken der Truppkn in ihr Quartier fand eine Begrüßung durch den dLUtsChLil (Hcsandtcn und den Ge- schwader-Cdef stati.
Dem „Standard“ wird aus Schanghai gemeldet: Dcr Vize-Köni Tschang:ischi:tung habe dem britischen Konsul eine Depe i'- übersandt, in welcher er auf die ernsten Verluste hinwcise, mclchedie Fortdauer des Krieges dem britischen Handel zufügen würde, und hinzufüge: in dcm japanischen Kriege im Jahre 1894 habe Großbritannien zugegeben, daß Rußland Macht und Ansehen habe an sich reißen onnen. Dieselbe Sach_e werde auch eintreten, wenn Groß ritannien die Herbei- führung einvs Einvernehmcns aufschicbe und die anderen Mächte zu einer Theilung C inas schreiten sollten. (Großbritannien, Japan und merika seien immer von dem WunscZe beseelt gewesen, ihren Handel weiter
u entwickeln und sich hina gegeniiber frxundlict) „11 zeigen. cr Vize-K'önig bitte daher diese Mächte, Bend mächtigte fiir riedensverhandlungen mit Li-Hung-chhang zu ernennen. ie Londoner Blätter melden aus Hongkong vont 5. September, der Sekretär Li-Hung-Ts ang's, welcher am Mittwoch in Hongkong cingstroffen sei, a ?, Li-Hung- Tschang werde SchanZZJai am 6. d. M. verlaHscn und nach Peking reisen. - ach einer weiteren Depesche aus H ongkong vom gestrigen Tage habe der Sekretär ZEHN?- Tschang's mitgetheilt, Li-Hung-Tschang habe die Me- dung aus Peking erhalten, das; die Verbündeten all- mählich , _dkn Chinesen qestatteten, die Verwaltung der Stadt Peking wieder u übernehmen. Der Prinz Tsching sei über die Kaiserliche tadt eseßt worden.
Die „Times“ me bei aus Hongkong vom 6. S*piember, es seien daselbst Gerüchte über ernste UnruÖen in Lan,- tschan verbroitet, wo der Präfekt von u:1schau mit 100 Soldaten von einer Bande Briganten belagert sein folie
und Hilfstruppen verlangt habe.
ufokge, diw-Partéidér Linken 12 Siße gewinnen und 6 ver-
Am 27. find zwci Hiizscisägc vorgekommen, auch _
Aus Yokohcxnia berichtet das „Ne'uter'schsBUke'äu“, das apanisZe AuSwartige Amt habe folgende Depssche aus E a ivom 4. September erhalten: Große Abtheilungen S warzfltzggen, unier dem Befehl des Generals Liu, zügen nordwaris durch _die Provinzen Hunan und Hupe.
Einem in Paris eingetroffenen Telegramm des General- Gouverneurs „von Indochina Doumei: zufolge sind der Admiral P'ottier sowie die Generale Voyron und Vailloud vorgestern m Saigon angekommen.
,Afrika.
Der ,Standard“ mxldet aus Durban vom gestrigen Tage, dak; eine Patromlie .berittener Infanterie in einen Hinterhalt gefaUcn und gefangen genommen mordin sei.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Landrath a. D. von Kalkreuti), Mitglied des „Herrenhauses, ist am 4. d. M. in Muchocxn bci Birnbaum gestorben.
Statistik und Volkswirthschaft. Die Frauenarbeit in der Fabrik.')
][.
„„Habe-n sick) track) den im Bezirk gemachten (Fifabrungen bai der Beschäftigung Verheiratheter Frausn in Fabrikkn " aligemein od.?xx in einzelnen Judustrixzmeigxn *- erbebliche Nachtbsile in gesundheiiLiÖer, sittlicher od€r sonstiger Beziehung berausassteiit, un: worin 5211-7527: diefe Nachtbeiie?“
Die Antwort?" auf diese den Geiverbe-AusÜÖLSHSamten gestellis Frage laufen überwikgend darauf hinaus, das; im aiUc-meinen dsn dsr-
eiraibkth Frauen in der Fabrik unmitteibare gesundheitliche: ddér sittliche Sckiadigung-n nicbt erwachsen, wenidstens keins „soicben, die nicht auch die ledigen Arbeiterinnen treffen. Während ein Theil dkr Gut- achten, unter Bezußnabme auf die in den betrkffenden Aufsicbisbkzirken vorzugßweise betrie enen Industrien, erhebliche Gesundheitkfcbädiiiungkn der Arbeiterinnen überhaupt nicbt zuzugeben dermag, werben in anderen Berichten bestimmte andusirien und gewisse Arbeiten in die'ien Industrien namhaft gemacht, iür welcbe ein Verbot oder ein: Ein- schränkung dsr Beschäftigung von Arbeiterinnen als würcicbens:oer2b bezeichnet wird. Jeooch tritt auch bier die Péeinung zu Txge, daß in dikikm Sinn etwa zu erlaff-nde einschränkende Bestimmunßcn 111chT allein den verheiratbeten, verwittrvxten 2a. Frauxn, sondern alien Arbeiterinnen zu gute kommxn soliien. DM Einwandr, daß den rauen ein bssonderer Schuß acbübre. Wkil ibr chanidmus durcb
chwangerschast und Wochenbett in erhöhtem Maße? in Mitieidernscbaft gezogen wird, tritt der Hinwkig entgegen, daß die Zahl derjenigen underbeirqibeien Kabrikarbeitcrinnén außerordentlich groß ist. die xileickxe kritische Perioden durchzumacben haben. Hiernach ersch€inen erhebliche hygieniiche Gründe", Welche eine bevorzugte Steliung der Frauen vor dM Fabrikmädchen anratben könnten, nicht vorhanden zu sein. DiE Fragen 811161“ Erweiterung der Schußzeit für Wöcbncrinm'n und dsr Einfiihrung, LMC! Schonzeit für Schwangere werden an und für sich hierdurch ntÖt bsrübxt. In den Erörterungen über bikies Therm geben die Ai-fisbten der GewsrbeauffiäßtSbeamtkn, Miche naturgemäß hierbei den Aerzten den Vortritt [affen müffsn, ziemlich weit aus- einander. Mehrfach aber wird in den Berichten auf Grund der i-xaktifchen Erfahrungen betont, das; auch bikr das WünsckycnSwertbe haufig nicht mit den wirtbscbaftltchen Interessen der Arbeiterinnen ielbst üdsreinstimmen dürfte. '
_Daß speziell die Frauen durch dis Fabrikarbsit sitilich Schaden erleide'n, wird in den Berickyten nur ganz vereinzelt erwähnt. Es ist erfreuiicb- ju Vernehmen, daß die Anwesenheit der verheiratbeien auf die unvsrbeiratheien Arbeiterinnxn vielkach einrn wobltbätigen sittigenden Einflaß ausübt. So heißt es in einem BEriCbi: „'Mancbe in der Fabrik arbeitende Frau gewährt den dort bkschäftigten jungen Mädchen einen moralischen Halt. Sie“, kSnnt das Lkbsn, hat meist reiche nnd bittere Erfahrungen gsmUht und ist so in dsr Laar, eim-n guten Einfiuß auf die jungen, dsr 'Lierfübrunß ausgeikizit'n und bädfig von nismand beraidcnen jungen Mädchen ausziiüben.“
Mögen aber aiich manche gegen die Frauenarbeit in den Fabriken gxrickptete Bedenken in sittlicher und geiundbeiilicbkr Beziehung vor einer unbksaygciten Prüfung dsr einschlägigen Berbäit..1ffe nicht standhalten, icbon aliein die Riicksicht auf das Haudwefyn, dem die Fabrik in der derbéiratbeten Frau die leitende Hand fÜr die besten Arbeitsstunden entzieht, könnie die Erwägung nadelegen, den Zugang zur Fabrik der Frau gänzlich zu Vermehren nder nur unte'r be- sonderen Einsckoränkunaen zu gesiaitén. Auf die demgemäß gestellte Frage, ob es fich cmwfieblt, die verbeiratbxten Frauen, „sowxii sie ein Hauswesen zu beiorgen haben“, Von der Fabrikarbsii aUSzufchliecYen, antworten die Vorliegenden Berichi€ mit größersr oder geringerer * nt- schtedenbeii: Nein. Zur Begründung dieser Steüunanahme wird in niannigfaliiger Form der Gedanke variiert, man dürfe der schwen rtngenden Frau nicht “noch Schwieriakeiten durcb geséßliche Erschwerung der Fabrikarbeit bereiten. Es muß bemerkt werden, daß auch die'- xenigen Berichte, welche einer Fernhaltmig dsr Hausfrau von der Fabrikarbe'it nicht abgkneigt find, die Verwirklichurig der tief- etnsthnsibcnden Maßxegel don Vorbedingungen abhängig mache“ wdÜen, derc'n Eriüiiung zum tbeil nirmais zu erreichen sein' wird. So soil für di? Zulassung der Frau zur Fabrik- arbeit maßgebend sein, daß der Mann nicht erwerbsfäbig ist, yder da iür eine Beauffickyiigung der Kinder Sorge getragen ist- Do das nebenbei. Die Hauptsache ist die übereinstimmende Ansicht, daß die Ausschließung der Frauen von der Fabrik viele Tgusende von Arbeiterfamilie" in“" schwere Bedrängnis; bringen Wurde. Bestenfalls Würdiii die von den Fabriken zurückgewiesenen Arbeiterinnen in anderen Erwerbözweigen Unterschlupf ßnden, aller Wabrscheinlichkeit nach aber nur unter beträchtlichem 5T_lusfall am Verdienst. Viele Arbeiterinnen würden zweifellos der Feimarbeit oder der Hausindustrie sicb zuwe'nden und dadurch in Ver- ältniffe geratben, die nicht nur für sie selbst, foi-dern auch für die alßdann gleichfalls herangezoae'nen Kinder ungleich nacbtbeiliger sein wurden als der gegenwärtige Zustand der Dinge.
Weniger bedenklich in der Rückwirkung auf die wiribscbaftliche Und soziale LUFT der Arbeiterfamilien wäre die geseyiicbe Verkürzung der Arbeitözeiten für die Hausfrauen, um ihnen fur die Besorgung ibres Hauswesens mrbr Zsit zu gewähren. Die B*riabte der Gewerbe- aufsicbtsbeamien lasfrn daher dieser Anregung zxmkist eine wohionende Beurtheilung zu tbeil werden, beben aber auch hervor, daß dieFrauen *** oon Außnabmen vielleicht abgesehen * zweifellos dadur eine Einbuße erleiden würden. Denn nicht nur, daß ihr Verdienst sicb verringern würde, sie könnten auch Gefahr laufen, aus ihren Stellungen gedrängt zu werden; denn im Interesse des einheitlichen Betriebes in den Fabriksn würden die leoigen Arbeiterinnen, für Welche die NormalarbeitSzeit gilt, vor Nn tm Gesey begünstigikn Frauen bevorzugx werden.
Für unsere Fabrikarbeiterverbältniffe ist ferner bezeichnend, daß in mehreren Berichxen von einer eingeschränkten Erwerbsmöglichkeit o_erbeiraibeter Arbeiterinnen eine Vermehrung des Konkubinats be- furcbtet wird. Viele Ehen welche von vornherein mit Rechnung auf dix Mitarbeit und den Verdienst der Ehefrau geschlossen werden, wurden unterbleiben, wenn der Vsrbeiratbeten ein Erw erb abgeschnitten wird, der der Unverbeiratbeten offensteht,
, Endlich ist die Frage aufgeworfen worden, welche Wirkung auf die Fabrikbetriebe von der Bejeitigung oder einer Einschränkung der
* Nack; den „Jah re berichten der Königlich preußischen Regierungs- und ewerberätbe und .Bergbebörden für 1899“.
Fkuüénarbeit xu erirarien 71111171". Die Ansicöien Hierüber sind ge- theilt. Während von den Betriebsunternebmern die Einen den Aus- fall an Arbeitskräften leicht erseßen zu können glauben, erklären andere, daß diebiuige Frauenarbeit für sie geradezu unentbehrlich sei, um so msbr. als es sick) häufig um Arbeiten handelt, die entweder von" Mäxme-bänden garniöbt ausseiübrt Werdén können oder von den Madchen nur ungern übernommen werden.
Zum, Schluß wird in einigen Berichten die Ansi-Z-T verlautbart, das:, wie die Verhältnisse liegen, die La e der verbeiratbeten Fabrik- arbeiterin nur in allmählichen: Forticheiien fich aufbeffern lasse.
Die vorstdbend berührten Einzélfragen [affen zur Genügs erkennen, _wie große wiribschäfilicbe Schwierigkeiten ciner befriedigenden Lösung des Probl“*m5 enigegenstxhsn.
Zur Arbeiterbeweguns.
Zur Lohnbiweaunn im Berliner „Möbeltransport- Gewerbe [Verdi. Nr. 212 d Bi) berichten bissige Blätter, daß die, sdit-Znß dor “U11??stand1kommission fdimulixric'n, zum 1. Oktober d. I. _zu 'stTÜ-MDLU Foxddxungsn auf Grund dxs bkreits irüder dsrlangten Minixxialiarifs, wis ioiai, [01.118112 Akbeiiéözcit fü? fämmtiickie Arbeiter und KULfckUr von früh 6 bis 7 Uhr iI-ibends, einschließlich der Pausen. Für fest anqeiiellte Arbeiter und Kutscher ein Wochenlabn von 25 W, fü! nicht fei? anaeitkßic ein Taoelobn von 4 „64; jede weiters vacrsiunde für alle kaeiték ist mit 75 „z 311 bezablzn. Für die Umzugßzsit ist d.“? Lohn für 0118 Kutscher und Arbsiisr auf 5 „16 iadiick) zu erhöhen. Wird Sonntags gC-xrbeiiei, so ist bös 10 Uhr Vormittags ddr halbe festgesetzte Tageiobn, bei länqexkr Arbeitszeit der danz-é audzuzablen. Trinkgelder anzunehmen, soll den Arbeitern voilfiändig überlassen bleiben.
Dsn audgesperrtcn biefiaen Vleiglasern (bcrgi. Nr. 211 d. Bl) haben sick), wie die „Di. W.“ mitibcilt, duch die Baugiaser in- sofkrn angksckploffcn, als fi? beschioffen babcn, keinerlei Arbsitxn anzu- sextizrn, dis in das G-biei déi." Lksti'rkn :*inareiien.
Ju Leipzig b€schldff€n, dkr „Ldz. Ztg.“ infolge, di: dortigen Buckobindereiarbeiter in einer yon etwa 3500 PErionsn bkiderlei G€ich1€chis besucbien Versammlung, cm die Prinzivaie nochmals die Forerunß iu iiéilen, daf; dar biSiwr dültigq, (xm ]. Skpiember ab- “ZXÜUWM TU“ "Ü kin?!" NUMMER Von 59/0 (tui iämmiiicbe Lokm- saße (mii AUZsch1uÜ dei: Prcffkrarbsiidn oon Quark aufwärts) bis zum 31. August 1901 wuitdr in. Krafi 5121132. Als Endfriii für die Erkiärnnq hierauf wurde der 8. d. M. bestimmt und dis event, Axbeiixpiniieiluna Vdu dsm Ausfal] derselbeii abhängig gemacht (dergl. Nr. 211 d. Bl.).
Kunst und Wissenschaft.
Der mit dkm ersikn Prxisx ausiiczeicbnete (611th rf zu einem Gosibk-Denkmal in Straßburg i. E. iübrt, wi:dic „Sixai'zb. Pos!" mitihciit, von dem Viidbaixer Exnsi Woo-Wier-iieriin (nicbt Wegrner) bsr, dsr Üiich (111 dem biési-„nn Naiidnaidkdkmal Kaiser Wiibeim's 1. mitgearbkitei bai. Goxibs isi vwn ihm in jugknd- licber Gestglt mit K*nikbofcn, dffmem Lcibrock und zum Zopi gk- bundxnsm Haar dargestellt. Die SkiicifläÖNi BTZ Postamc'ms ziSrM zwei Reliefs; das eiiie zeigt dsn Dicbier, wir.- dei'xii“'610L11Échck6)Lsi€kki Brioxi Vorliesi; auf der anderen Szite krblicki man Gocibs zu Pferd:: dabinjagend, Wohl in Anlehnung an, da:“) Gedichx „Ed schiug mein Herz! geschwind za _Pfsrde!“ Figur und Rklikfs sind in Bronze ge- dacht. Zur Aacfüdxung stébt cine SMM? von 110000 „16 zw.“ Verfügung.
Die in Christiania erscheinende Zeitunß „Afténpofien' tier- öffknilicht cin TelEgramm aus TromIö dom gestrigen Tage, Vor- mittags 11 Uhr, welchks besagt: Das Expkditionsscbiff des Herzogs der Abruzzen „Stella Polare“ (vgl. Nr. 212 5231.) saß 11 Ykonaie im Eise fest; eine Seite des Schiffes ist 14 Fuß eingpdrückt; auch die Maschine? hat einen Schaden erlitten. Die Expedition erreichte 86 Grad 33 Minuten nördlic'H-ér Brxite', kam also nöxdliéber als Nanskn, der nur 86 Grad 14 Min. erreicbis. Dic Tßeilnebmer an d-ér Erdéditidn Haben 611€er Hunxxr gkliiicn it:;d ivare'n (;(-zwxiri,ikii, HMI: zu schlachten. - Foiiikndé Wi“11k“k-Z Einzlibckitcn übxr dix- Foxschnngd- reise meldxt „W. T. 21.“ ans Trowéö: Di? „STSÜC Ppiaié wurde in der Taielday dom (Kii): 95111 aufs Land ,;eichoben und der Schiffskaum niit Waser :ieiülii Dag Schiff winde zw.“:r ausziebcssdxi, war aber iwc!) immer [sek. Aus den bc'iden intcii, WL1chL mitgxfübrt wurdép, wurde ein Zalt errichtet, über daS“ ein Schiffsse'gel gklkgi wurde. DW (72113? Zelt wurde alsdann auf
iank€n gt'sielit, welche vom Schiffs, loggeriffxn wann. und mit Skgeliucb überdcckt. Außerdem wurdc ein mitgebracht,“? Ofe'n ix: den: Zelte? aufgeste'lit In der ersten Nacht hatte man 7 Grad Kälii', iodaß im Zelt die Siiefol gefroren, ?väier war der Auft'iri-Zali daselbst gut. Das 3:0, das ungefähr 18 Fuß dock) war. Wurde dennoch ganz eingeschxxeit. Vier Expeditionen Warm'n ausgesandt. Die c'rste wurde nordwärts geschickt, um Stationen zu ekricbten. Dis zweite Expediiion, bestkhend aus einem nochgisckyen Maschinisien und zwei Italienern, soliie 12 Tage fdttdieibkn, kam absr ni-Di zurück. Die dritte (Expedition dauert? 24 Tage, die vierte 105 Tage. Die leiste Expedition erreichte 86 (Grad 33 Minuten nördlicher Brdite und bestand auß dkm Korvettén-Kapiiän Cadni-Cueden unddrci Mann. Cagni «richtete Depots füx die Vsrschollenkn. Es ist j€doch wenig Hoffnung vorhanden, daß dieselben noci) ikbxn. Der Herzog bat zwei_Fing€§ erkoketi. Die wiffenscbaiiiicbsn Re- sultate der E dediiwn sind befrirdigknd. (Gerfangen wurden 40 Bären und ein, .ialroß. Auf dem Heimwege winde Nansen's Hütte auf Franz-Josepbs-Land bsiucbt; die elf Monatc' andauernd? Cinichließung im Eise erfolgte auf dem Rückwe'ge. DiijigC Expe- dition, Welche 86 Grad 33 Ykinuien nötdltchr Brcitc erreichte", lebte 10 Tage hindurch ausich1ießlich von Hundkflkiscb. Dadurch, daß ihm zwxi Finger erfroren, wurde der Hkrzog der Abruzzen dkrbindert, 'an diefer Expedition tbeilzunebmen, Die „Stella Polare“ seaklie Nach- mittags nach dem Sandefjord ab. Der Dcrzog wird von Trondbj€m aus die Eisknbabu benußen.
Land- und Forstwirthfchaft.
Ernteergebniß in TranSkaukasien.
Der Kaiserliche Gcneral-Konsul in Tiflis berichtet unter dem 25. v. M Folgendes:
Die anhaltend cmneriscbe und küb!e Witterung in Tranékaukasien während des ganzen vetßoffenen Ykonats bat die Hoffnungen der ackerbauireibcnden Landbevölkeruns in den böber gklaenen ngenren -auf einen guten Ernteabichluß mehr oder w-Iniger vernichtet.
Aus den ciyzelnen Gouvernements liegen über die diesjährigen Ernteergebnisse iolaende Mittheilungen vor:
Im Bakuer Gouvernement war die Ernte theils miitelmäßig,
'tbeils LM und wurde trocken eingcbtackot.
E enfalls wurde in den Niederungen des Gouvernements Iklisawetpol die größtenibeils gute Ernie geborgen, in den höheren (Gegenden dagegen wurden die Aussichten durch dan eingetretenen langen Regen sebr verringert.
Am meisten hat das Gouvernement Karo von der schlechten Witterung zu leiden gehabt. Die Ernte konnte dort überhaupt inickÉanlJebraÖt werden und verfault draußen auf dem Halm oder n :) ern.
In den Tbälern des Tifliser Gouvernements war das Ernte- ergebni zufriedenfiellend. Das Getreide an den Bxggeländen hat auch e r gelitten und ist auch bis jeßt noch nicht eingebracht.
n Kacbetien war der Ertrag ut. n Kutais war das Er ebni€ *nur mittelmä i . Von einer Deff atine Land wurden durchs iti ich 35 bis 50 u Getreide, an
man en Pläßen - wegen des kleinen und wenig gehaltvoaen Korns - noch weniger erzielt. 1
An einigen SikUén des Terckgebiets neige; die Erntearbeitm ihrem Ende zu. Auch dort muß man auf einen wenig befriedigenden Ausfall rechn'en.
Dagegen war die Heuernte anfangs fast in allen Gouvernements Mr ergiebig, hat aber in der [eßten Zeit durch die Witterung se-
en.
Im allgemeinen nimmt man an da der Gesammtertrag der Ernte in Transkaukafikn durch den fchädichen Einfluß der naffen Witttethan: um 40 bis 50 0/0 geringer sein wird, als man er- war e a e. .
Gesundheitswesen, Thierkraukheiten uud Absperrungs- Maßregeln.
Rumänien.
Der „Uonibor 01110181“ Nr. 107 voin 25. v. M. entbält fol- Fende Vekanntmachun g des rumänischen Ministeriums des Innern, etreffend Ursprungs- und Gesundbeitözeugnisse:
„Ministerium des Innern, General-Direktion des Sanitäts-Diensies-
Es wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß alle Thiere und ihre Robyrodukie, sobald dieselben zur Ein- und Ausfuhr bestimmt sind, von Ursprungs- und GcsundbeitSzeugniffen begleitet sein müssen, welcbe von,den amtlichen Tbikrärzten aussustellen, von den zuständigen Ortsbehörden zu legalisieren und von dem nächsten Konsulat des Be- stimmungslandes zu visieren find.
(H?hen solche Transvorte transito und durch Oesterreich - Ungarn, so müssen fie auch das Konsulawvisum dieses Landes haben.“
Glaßaow, 6. September. (W. T. B.) In dem heute aus- gsqebenen Bericht der Gesundheitsbebörde wird mitaetbeilt, daß keine neuen Feitfälle bier vorgekommen sind. Von dem unter arzilicer Bw achtung stxhenden Personen wurden zwei ent- laffkn. Man glaubt bikr, daß man der Krankheit schnell Herr werdkn wird (vgl. Nr. 212 d. Bl.).
Aberdeen, 6. Skvtember. (W. T. B.) Der Trawler .Hern' aus Beraen isi mit einem verdächtig Erkrankten an Bord bier eingetroffen. Ein Mann ist isoliert worden, das Schiff wjsltrFt desinfiziert. Zivei andere Personen Wurden unter Beobachtung ge 6 .
Verdingungen im AuSlande.
Oesterreich-Ungarn.
' Nächstens. Kaiser-Ferdinand-Nsrdbabn in Wien: Vsrgebung der“ Lieferung yon Eisenbahnmaterial, darunter 1885 Rädervaare mit Achsen, zwei MiÜionen Klammern. 17 646 m laufend außeiserne Gas- röhren und ungefähr 1000 b Schienen. Näheres bei der Direktion der genannten Bahn.
18. September, 12 Uhr. Direktion der priv. österr.-ungar. Staats-Eifenbabn-Gesellscbaft: Lieferuna von Seife und Stearin- kexzxn für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dazember 1901. Näheres bet_der Abtbkilung für Véaierialweien der priv. österr.-ungar. Staats- Eiiénbabn_-©eiellschaft in Wien, F./2 bintske Südbabnstraßc 1, und beim „Rexickps-Anjeigkr'.
Italien. 11. September, 11 Uhr. Marine - Ministerium und General- Direktion der Arsenale in Rom: Lieferung von Fahnentuch. Kosten- anschiag 10917075 Fr. Kaution 10 900 Fr.
Verkehrs-Anftalten.
Der Fahrplan für den Eisenbabn-Direktions-Bezirk Breslau vom 1. Oktober 1900 enthält folgende wichtigen Aende- runaksn: 4. Neue Züge (ausschl. der regelmäßig im Winter- Fabrplan ausfaüknden Sommerjüge). Abib. 1 u. 13. Pz. 244, Kobl- furt ab: 6,21, Saaan an: 7,42, Anschiuß nacb Kottbus und Posen.- Abtb. 80. (Hinz 870, Primkenau ab: 6,22, Waltersdorf an: 622, Anschluß infolge Früherlkauna und Verlängerung dss Zuges 870 an den irüdsrdklegten Zug 748 Glogau-Sagan. sz. 875, Freystadt ab: 5 52, Waltersdorf an: 6,22, ab: 7,22, Primkcnau an: 722, An- schiUß aus Nensalz und in Waltersdorf nacb Sagan. Abtb. 31.
z. 813, Breslau Märk. ab: 7.22, Oels an: 8,21. - 13. Aus- allcnde Züae. Abtb. 2. Wegen des Verkehrs der Lokaliüae Bredlau-Brockau siehe den Fahrplan. Adil). Z. Grm. 3667, bisher Dittersbach ab: 9,22. Waldsnbura an: 9,27. (verkkbrte nur Sonntags). Abti). 6. Ems. 633, bisher Nikriscb ab: 11.22, Seiden- berg anx11,3_" und sz. 634, Sridenberg ab: 10,22, Nikrisck; aii: 11,22, wurden fait garnicht bcnußt. Abts). 16. sz. 3392, btébcr Liegnix; ab: 205, Lüben an: 3,13, nur Sommeyzua. Abib. 18 Enix. 580, bisher Bolkenhain ab: 9,22, Striegau an: 102.1, Und sz. 579, bisher Striegau ab: 10,22, Boikenbain an: 11 „3.2, wurden sehr wknig benutzt. Abri). 23. sz. 980, Wüstegiersdorf ab: 4,22, Dixtersbach an: 5,22, wird infolge äußerst geringer Be- nußunq nur Sonn- und Festtags und dem darauf folgenden Werk- 10,16 abgelassen. __ 0. Andere wichxige Aenderungen. Abtb.1. Zug 242, Koblfurtdb: 7,00, erhält Aufenthalt in Schönwalde. u,“. 442, Breklau Märk ab: 12 25, erhält Anfentbait in Jkscbken- d(xtf. L. 13 wird 20 Minuten später, L. 14, 8 bezw. 7 Minuten fruher verkehren. Abtb. 2. Wegen des Verkehrs der Lokalxüge Breslgu-Brockau siehe dkn Fahrplan Abtb. 15. Gun. 591, Malisck) ab: 422. Striesau an: 5,32. Anschlus: nacb Liegt» und Camenz. Abtb.18. sz. 575, 577, 578 und 580 halten im inter- Fab;plan wiederum nicht in Gc.-Hau. Abtb. 16, 23 und 33. Im Lauf? des Winter-Fabrplans, voraussickoilich im Nodember 1900, er- halten die Personenzüge der betreffenden Linien Aufentkalte in Reichenbach Nicdkrsiadt, Nieder-Königswalde und Pöpelwiß.
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Bremen, 6. September. (W.T.B.) NorddeutscbcrLlp-yd. Dawvier ,Oldenbur ' 5. Septbr. v. Ncapsl n. Ost-Asien abgeg. ,WLUebad' 5. Sept r. 1). Bremen in Abkiaide anqek. .Trier' 5. Septbr. v. Samos n. Bremm abgeg. ,Labn' 6. Septbr. v. Erkmen insNew York anger. „Frankfurt“ 5 Septbr. v. Moji n. San FrarctSco abgeg. .Gera', n. Ost-Asien best, 6. Ssptbr. in Colombo angekommen. ,
- 7. Ssptember. (W. T. B.) Dax,;pfrr „Lord Antrim' 5. Sept. v. Baltimore n. d. Wkskk abgeg. .Aacben', mit dcm Truppeniransport n.Ost-Afien best., 6 Sept. in Hongkong, „Witten. berg“ 5. Sept. v. Osi-Afixn in Suez und König Albert“, 6. Sept. in Neapel aiÉek. „Hannover“, mit dem Truppentranwort n. Ost-Afien best., 6, ept. Dovxr, und „Kaiserin Maria Theresia“, u. New York best., 6. Sept. Sciilv pass. ,Heideiberg' 6. Sovt. Reise 1). therpen n.d.La Plata fortgef. .Norderncy', n. Ost-Asien be ., 6. Geptbr. Borkum Riff pass. „Bayern“, 11. Oft-Asikn het., 6. Septbr. in Rotterdam angek. „Kaiser Wilhelm 11.“ 6.
v. Genua übkr Neapel und Gibraltar 11. New York abgeg.
Regent Luitpold“ 6 Stptbr. die Reise v. Fremantle n. C
nnd ,Hogland“ Reise v. Antwerpen n. Oporto fortgeseßt. Hamburg, 6. September. (W.T. B.) ,Hamburg-Amerika- Linie. Dampfer Pénnsylvania' 6. Sept auf der Elbe bei Brunk- bauien ankek. „kaiser riedrieb', v. New York n. Hamburg, 6 Sept. Lzard paff. .Hivania' 6 Sept. v. Swinemünde n. Nav York abge . ,Flandtia', v. amburg über avre mWeftindien. 5. Sept. Dover pa . „Louise“ 5. em. in New rlean] angst. Bethania', v. Baltimore über,- Gravesand 11. Hamburg, 5., Gr L_. Öciliv pass. .Asiyrig' 5. Sc-piür. v. Xbiladelp ie: n. Hamburg a g. „M' v. Yamburg n. Ofi-A en, 5. tbr. Gibraltar baff. KUK“ ' 6. De tbr. v. Gin ore n. Hongkong a eg. Batavia“ 5. M in ügkai, Ha urg“ 4. Mr. it '
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