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Le'ssing-Tbeatek.
Frau Eleonora Duse “seßle am Sonata und Montag ibr Gast- spiel in Sardou's bekanntem Schauspiel „ edora“ und in dem in Deutschland bisher noch nieht aufgeführten dramatischen Gedicht
*„80Zn0 ä'un mabbjuo äi primassra“ („Traum eines Frühlings-
morgenß') von d'Annunzio als Isabella, sowie in der daraus folgenden bekannten Komödie „ 1.9.1- 0 0 an 6 i s r a “ vonG old o ni kn der Titelrolle fort. Jbr unnachahmliches, wie eine Offenbarung vorneb'msterDarsteUungs- kxnst wirkendes Spiel in dem erstgenannten Sardou'seben Stück hat das hiesige Publikum bereits bei ihrem vorjäbrigen Auftreten im Berliner Theater entzückt, und auch bei der jeßigen Wiederholung bestätigte sich aufs neue das schon damals über die unvergleichlichen Leistungen der gefeierten Künstlerin gefällte Urtbeil rückbaltloser Anerkennung. Die gestern zur Aufführun gelangte Dichtung d'Annunzro's entbehrt, troß ihre: schönen poetis en Worte und Bilder, jeder dramatischen
andlung und vermag an fich den Zuhörer nur wenig zu" fesseln.
rauDuse ert hauchte ihr Leben und Seele ein, und die Verkorperung der unglückli en Isabella, die im Frühling [res Lebens wahnfinni wird, weil man ihren Geliebten mordet, war eme bis in alle Einze - beiten fein au9gearbeitete Leistung. Mit welcher Anmutb, mit welcher Pox-s'u stattet fie diese Gestalt auß! Sie, umwebt fie förmlitb mit einem Frühlingsbauch in seiner vollen Liebltcbkeit und Schönbeit,_der selbst dann nicht verfliegt, als ewi :: GeisteSnacht JsabeUa umfangt und der Versuch, fie dieser zu entrei en, mißlingt. Auch dann noch bleibt die Bedauernswertbe, von der genialxn Darstellerin vex- körvcrt, eine liebreizende Gestalt, wie fie 111 Sprache, Geberde und Erscheinung nicht feiner gezeichnet werden" kann, und der duftige Hauch des so jäb aeftöxten Frublingstraumks umschwebt sie auch in ihrem vernichteten xungen Leben. _ 'In einem ganz anderen Gebiete der dramatischep Kunst zetgte sich Frau Dass in der RoÜe der schelm1schen, zkkrlicben Locandiera. Die Meisterin der Tragik erzwang skch aber auch hier durch ihre gxaziöse, kecke und launige Darstellungßart die ungetbsilte Bewunderung .des gut beseßten Hauses. Anhaltender VeisQlL tznd wiederholte Hervorrufe dankten ihr, und auch den andere." 5 eit- witk-nden, welcbe fie nach Kräften unterstüßten, Wurde Anerkennung
zu tbeil. Sezessions-Bübne.
Die „Sezessions-Bübne“, welche in der vergaxmenen Saisxyn einige bemerkenSwertbe Proben der von ihr angestrebten neuen, dem Naturalwmus abbo1den Kunstrichtung im Neuxn Theater abgelegt batje, ist nun in ihr eigenes Heim im ehemaligen Alexanderplatz- Tbeater eingezogen, in welchem fie eine bleibende Statje zu finden bofft. Die guten Wünsche aller wahren Kunstfreunde sind dem jungen Unternehmen unter der Leitung der Herren Paul Martin und 1)r. Martin Zckel gewiß, melches nicht allein die weitere Entwickelung dichterischen Schaffens fördern, sondern auch die Loch unerkannten Schäße des bereits Vorkandenen heben und durch Stileinbeit der Dgrstellung und Inscenierung und liebevolles Herausarbeiten"der Yarm xntbaltensn Stimmung dem Verständnis; der Zuschauer naher kucken wtkl. Schon die einfache Ausschmückung des an ficb recht schmucklosen Theatersaales und seiner Nebenräume, Welche Von der bekannten_Kunsibandlung Von Keller und Reiner bewirkt wvrden ist, beweist, daß man den her- kömmlicben Zierratb von Flittergold und nach dem Ge- schmack von Tapezierern angebrachten Draperien verschmäht und nach einer einfachen, würdigen und vornehmen Form ge- ftrebt bat; freilich mußte man dabei die wenig an- sprechende (Gestalt des Raums mit in den Kauf nehmen und konnte darum das erträumte Ideal nicht verwirklichen. _Aber die'qute Akustik des Saales und seine für intime Wirkungen vorzuglicb geeignete kleme Bühne [affen hoffen, daß wenigstens die,?luffubrungen das, Ver- sprochen? ganz erfüllen werden. Zum tbetl hat das schon dre Cr- öffnungsvorsteüung gethan, welche JbsenJö fast vxrgeffene Jugendarbeit „Die Komödie der Liebe“ m der Uebettragung Christian Morgenstern's brachte. Man hatte wohl das Werk gewählt, weil es gewissermaßen als Prolog, zu dem anzu- sebkn ist, was die neue Bühne in Zukunft bieten w111." Die Ver- herrlichung einer aus dem AÜtagsleben fich zu reinen Hohm kmxor- ring-nden Kunst, wie fie der junge Dichter Falk, der Held dss Stucks, preist, ist wohl auch dasZiel, zu dem die Sezeffions-Bubne, trotz"ibres ju Mißverständnissen Anlaß gebenden Namens, ihre Anhänger (uhren möchte. Die Komödie mit ihren fein Pointierten Versen tß im übrigen aber kein wirksames Bühnenstück, es bqt vtel Sinn, aber leider nur wenig Handlung; ks feffelt den Literaturfceund, aber es läßt den unbefangenen Zuschauer kalt. Unter den Dxxrsteüern be- fanden sich manche, denen man auf anderen biefigen Buhnen bsreits
Wetterberichtvom18. September 1900, 8 Uhr Vormittags.
Name der Beobachtungs- station
stärke, Wind- richtung ;
Wetter.
Wind- ;
TemVsrutur ; in Celsius. ;
1.00U.Meeres-
»» niveau reduz.
.., Varometerft.
€)*
Stornoway . SW 5 bedeckt Vlacksod. . . SW 6,5alb bed. Shields . . . SSW 21Dunst Scilly . . . . WNW 4zRegen Isle d'Aix . , SSO 31beiter Paris . . . . ., SSO Üwc'lkia Vlissingen. . " 'WindstiUe Nebel [der. . . . ;, WSW 1wolkenlos bristiansund "“ OSO 1 wolkenlos Skudeönaes . .“ , OSO 2 wolkenlos Skagen . . . SO 2Zbalb bed. Kopenhagen . ' SO 2 wolkenlos Karlstad . . . ' SO 2 bedeckt Stockholm . ' WNW 2 Nebel Wiskv . . . ,. SSW 4wolkenlos Havaranda . Windstille halb bed. Borkum . . . I,.“ NW 2|bedeckt Qxijum . . . * , SO 1wolkenlos Lamburg . . L,“ SO wolkia _ wincmünde SO Rügenwalde:-
x-_x-* ___-“__- - ck19:- W90W[Q_»§-: (RWO VOODOO;
»- . Ox."-
Anfang
Neufabrwaffer SSO Vkemel . . . SSO
Münstc! '
(W657). . Windstille bedeckt Zannover . . . W 1 bedeckt
erlin. . . . SO 1 beiter Chemniß . . , Windstille Dunst Breslau. . . , “' beiter Mes . . . . wolkig Frankfurt
(Main) . . Windstiae bedeckt Karlsruhe . . SO 3 bedeckt Kinder.
München .. ' Windstille Regen
Ein Maximum von über 769 wm liegt über Kinder. Westrußland, ein Minimum unter 754 mm nord- westlich von Schottland. In Deutschland ift das Wetter rudi? und ziemlich warm, im Westen und
[beiter
Süden vkelacb trübe, im Osien beiter. Ziemlich „kuk. Tragödie vou Goeibe, 1. Theil, etster en
Dokmerstaq, Abends 8 Uhr: Faust, [. Theil, Dentsche Seewarte. zweiter Abend. Freitag, Abends 8 Uhr: Die Orientreise.
warmes, ruhiges Wetter, im Norden stellenweise mit Regen, wahrscheinlick).
Königliche Zrhausptrle. Mittwockp: O;)ern- baus. 188. Vorstellung. Lohengrin. Romantische Oper in 8 Akten Von Nickpaxd Wagner. Anfang Die weiße Dam . 7:§ Uhr. _ Preise der Pläße: Fremdkn-Loge 12 “M, Orchkster-Loge ]0 „((.. 1. Rang 8 .“, Paanet 8 „M, Preisen: Der Troubadour. 11. Rang 6 .“, 111. Rang 4 „46, 17. Rang __ Sißplay 2,50 „M, 17. Rang Stebplaß 150 «(ck
Schauspielhaus. 200. VorsteUung. Iphigenie auf Tauris.
1 4 . 7 Uhr. munde. ' ' SO ZZR?!“ Npues Övern-Tbeater. Der Mikado. Anfang 2 711 Uhr. Vorstellung Nr. 55.
Deutsches Theater. Mittwoch: Der Probe- kaudidat. Anfang 7§ Ubr.
Donnerstaa: Faust.
Freitag: Die Weber.
Donnerstag: Prinz Friedrich von Homburg. Freitag: 3.Abonnements-Vorsteaung. Die lieben schlüffel.
be e net ist. Durcbweg kann man von ihnen sagen, daß fie die schwierige VZrZspracbe vollkommen beherrschten und natürlich vortragen. Besonders gute Leistungen boten Frau Hedwig auly. die Herren Hofmeister und Thurner, recbt Anexkennenswerthes au die Herren Burgartb und Geisen- dörfer. Sehr geschickt hatte die Re ie ibr_e nicht leichte Aufgabe gelöst, die Gesellsckoaftsscenen auf der kle nen Bubne rtchtig zu gruppieren. Der feineren Abjönung der Kostüme und Dekorationen gegeneinander muß dagegen in Zukunft erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt und die Beleuchtung nicht so grell gewählt werden, daß die Inufion estört wird. Vollkommene Harmonie läßt sich aber in dieser Hinfi t erst nach längeren Erfahrungen erreichen.
m Köni lichen Opernbause wird morgen Richard Wang's Oper L?,Lcüzengrin' unter Kapeümeister ])r. Muck's Leitung gegeben. Die Damen erdler und Goetze und die Herren Kraus, Hoffmann, Mödlinger und Bachmann find darin beschäftigt. _ Am Donnerstag seist Herr Theodor Bértram in der Titelroüe von Mozart's Over „Don Juan“ sein Gastspxel fort. _ Am Sonntag, den 23. d. M., beginnt eine Gsammtauffubrunx von Richard Wagner's Bübnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen "mZt dem ersten Abend ,Das Rheingold“; am Montagfolgt .Die Walkure .
Jm Königlichen Srbauspielbause gebt morgen Goethe's Schauspiel ,Jphigenir auf Tauriß“ in folgender Beseßuna in Scene: Iphigenie: Fräulein Poppe; Tboas: Herr Molexäar; Orkst: Herr Matkowsky; Pylades: err Christians; Arkas: xtr Kraußnxck. _ Am Donnerstag beginnt als Toinette in MoliHre's L*: jspiel .Der emgebildete Kranke“ Frau Paula Conrad ibr Gastkviel. Außerdem wird .Der Widerspenstigen Zähmung“ von Shakespeare mit Fräulein Poppe als Katharina und Herrn Matkowsky als Petruchio gegeben.
Im Neuen Königlichen Opern-Tbeater "gelangt morgen Arthur SnÜivan's Operette .Der Mikado“ zur Ausfuhrung.
Im Deutschen Theater haben die Proben zu der ersten Novität diesxr Spielzeit: Otto Erich Hartleben's Schauspiel „Rosen- montag“, begonnxn; die erste Aufführung ist auf Mittwoch, den 3. Oktober, ange e 1.
Am DonnerSYag, Abends von 7 bis 8 Uhr, vekanstaltet der Organist Hkrr Bernhard Irrgang in der HeiliazKreuz- Kirche am akleschen Thor einen Orgelvortra unter Mitwirxung von Frau gnes Schulz (Sopran), Herrn A. i_ko.HarzM-Mu[lxr (Baßbarifon) und Fräulein Marie Rodemann-Nielxe-n ,(Cer). Zum Vortrag gelangen 11. a. Duette aus den Oratorien „Eltas' und „Die Schöpfung“ und eine Orgelsonate Von Rheinberger.
Mannigfaltiges.
Berlin, den 18. September 1900.
Am Sonnabcnd v. W. veranstaltete dkr Verein zur Förde- rung der Kunst im Bürgersaale des Nathhauses eine (Gedenkfeier für den Verstorbenen Philosophen und Dichter Nie sche. Eingeleitet und geschlossen Wurde die in der Darstsllung von ießscbe's Entwickelungßgang und iy Rezitatiynen aus seimen Werken bestehende Feier durch Harmonmm-Vortrage. Für den Gesang zweier von Herrn Conrad Ansorge komponierjen Dichtungen war Herr Arthur van wayk gewonnen worden. WarmeAnerkennung Verdiente der Vortrag des Herrn 1)r. Rudolf Sterner über ,inedrich Nietzsche, den Philosophen und Dichter". DecVortragende vcrrmed mit Takt und Geschick eine Würdigung dessen, wax; der unalückliäoe Vexstorbene der Wissenschaft und der Kunst dinterlaffcn bat. Ervetontetmt Recht, daß in Nikßscbs's Werken im wesentlichen ksin Gsdanke enthalten ist, der nicht schon Vor ihm dÜMWLsM wäre, daß er nich! em Gsyius gewesen sei, der dem Msnsabengeist neue, unbekannte Bahnen germesen habe; er feiette ibn vielmehr als den Genius der poxtkfchen Empfindung. als den Märjyrer dsr Erkenntniß. Er 1ch21derte, wie bei Nießsche die Lkbre mit dém Leben im Widar- spruch gestanden“ habe, wie kr sich der zwsi Skelén in seincr Brust 13011 bewußt Mwssen ski; wis er zuerst in Schopenhauer und in Wagner die Verkörperung der Jdealmenscben, dre er suchte, ge- sehen und seine Helden als solche aefeiert, dann aber wieder die Feblxr skknßk Ansichten ukannt und die Gefeierten bckämPft habe; er LUT- wickeltk, wie Nießsche Vom Griöchkntbum zum Idealismus getrxeben und dann fast unverméttc'lt zu einer WirkliÖkeitSphilosopbie uber- a-gangen sei, die M) an die Entwickelungslebrc anlehnte. Nicht in dem menschlichen SÖicksal, fü: das er nach feinkr eigenen stre kein Mitle'id beanspruchen dürfe, fondern in dem Verbängniß,
wöhnlich tiefen und lebhaften Empfindens durchleben zu müßen, lie die Tragik seines Lebens. Woblverdienter Beifall lohnte dem feffelxaé den Vortrage; aueh die Rezitationen aus „Also sprach Zarathustra. und aus seinen Gedickvten fanden berechtigten Anklang; der Versuch, Nießsckpe's Dichtungen zu komponieren, erscheint dagegen als sehr be- denklich; schon die Wahl der Gedixbte war verfehlt. und auf die könen entsprechend empfundene M_ufik wyrde gewiß das äußerst scharfe Ver- dammunngtbeil, das Bukow uber Nietzscbe's etgene musikalische Versuche gefällt bat, in vollem Umfange paffen.
DasZivil-Waisen-Amt in Potsdam giebt bekannt, daß die diesjährige Generalversammlu_ng des Stiftungs-Vexejnz des Ztvil-Waisenbauses am Mittwoch, den 24. Oktober d. J„ Nachmittags 4 Uhr, im Anstaltsbause zu PotSdam, _ Neue König- straße 122, stattfindet, und ladet die Mitglieder des Vereins zu derselben mit dem Bemerken ein, daß die Rechnungen der Zivil-Waisenbauskaffe für das Kalenderjahr 1899 für die stimmberechtigten Herren im Anstaltssaale in den Tagen vom 16. bis 23. Oktober und am Tage der Sitzung selbst vor und während derselben ausliegen werden.
Köln, 17. Szptembkr. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldst: Geßern Abend gegen 101 Ubr stieß auf dem Bahnhof Re. magen der Personenzug 293 in Gleis 1 auf den da- selbst haltenden Vorzug 293 8. Hierbei, wurden 17 Reisende leicht verleßt, von densn 16 ihre Rejse fortseßen konnjen, während eine Frau in einem Hotel untergebracht wurde., Es ent. gleisten 4 Wasen, die sofort gehoben wurden. _ Beide Gletfe sind seit 4 Uhr Morgens wieder fahrbar. Der Unfal1 rst dadurch herbeigeführt worden, daß der diensttbuende Telegrapbisx unbefugter Weise_ dem Personenzug 293 Von Koblenz die Einfahrt in Gleis 1 gab, wahrend der Vorzug 2938. noch in diesem Gleis stand.
Budayest, 17. Ssptember. (W. T. B.) Wie beule bekannt wird, konnten alle bei Duna-Földvar durcb Umschlagey eines Kahns in dieDonau gefallenen Arbeiter bis auf einen s1ch rettkn.
(Vgl. Nr. 221 d. Bl.)
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Konstantinopkl, 17. September. (Meldungdcs Wiener Telegr.:C0rrcsp-BurcauS.) Zn [Lesküb ist es mfolge von KUUdgebungen der Bevölkerung gegen dcn „Gendarmerie- Kommandanten Mehmed Pascha zu Ruhestorungen ge- kommen, wobei die Gendarmerie Schüsse _an die Volksmcnge abgab. Die an den Kundgebungen Bcthexligten crwidertcn die Schüsse; sodaß auf beiden Sexten Vsrwundungcn vorkamen. Jcßt errscht wieder Ruhe. '
Sofia, 18. September. (Meldung dcs Wtencr „Tslegr; Korrssp-Burcaus“) Auf Verlangen Serbiens ist der Prä- sident dcs maccdonischen Comités S ara_fo1v wegen gewisser ibm zugeschriebcnsr Briefe, welche sich auf emen gegen den König von Serbien beabsichtigten Mordanschlag beziehen sollen, vor_ den Prokurator geladcn worden. Sarafom hat die Beschuldtgung zurückgewioscn und die Vorlegung der Briefe verlangt, die kk für Fälschungen erklärt.
Hongkong, 18. Scptcmber. (Meldung des „Rexxtkr'sckyen Bureaus“._) Nachrichten vom_Wcstfluß zufolge stcht'man daselbst in jeder Stadt chincsxsche Truppcn c1frig cxcrztcren. Chinesische Kanonenboote fahren wieder dcn Fluß auf und ab. Der britische Flußdampfer „Sandpipcr“ kreuzt im Flnßdclta, der britische Flußdampfer „Robin“ ist nach Canton abgegangen.
(Fortscßung dcs Amtlicbcn und Nichtamtlichen in der Ersten Uno Zweiten Beilage.)
die treibenden Gedanken sekner Zeit an fich sslbst kraft seines unge-
Theater des Weakns.
Bettclstudeut. Donnerstag": Undine.
Theater.
Donnerstaß : Die Ehre.
(111 kakbbs.) Lustspiel in 1 Akt
SiUmund Lautenburg. Anfang 7 Donnerstag: Die Dame von
7& Uhr.
7? Ubr
stellung.
Freitag: Dritte Freitag-Abonnements-Vorstküung. e Sonnabend: Volkstbümliche Vorsteüung zu halben
. LeMng-Theajer. Mittwoch: Gastspiel von Wolfgang von GTFJWFZWY 7? ULFIMÜL" v“" Eleonora Duse. 0-54- paterua- (Helmuth) ONeues ?perH-theater. DIF ijÖklob. tBUZZSksTZ vxrette n en von . . er. a von Arthur SuÜiVan. Scenisches Arrangement (Zioooucla. von Balletmeister (Gundlach. Anfang 711 Uhr. Donnerstag: Opernhaus. 189. Vorstellung. Don Juan. Oper in 2 Akten mit Tanz von Wolfgang Amadeus Mozart. Text Von Lorenzo Da Ponte. _ 7 _ '(UDFU ???an Hsrr Theodor Bertram, als Gast.) von Ernst Koppel. Vorher: Revanche. (1.0 NWT; nang r. Schau1pielbaus. 201. Vorstellung. Der Widcr- Rostopchine. (Deutsch von A. speustigen Zähmung. Lustspiel in 4 Aufzügen Trocbau.) Anfom? 7x Uhr. von Wiüiam Sbakespsare. Nach der Uebersetzung von Wolf Graf Baudiss'm (Schlegel-Tieck) für die dcutscbe Bühne bearbeitet Von Robert Koblrauscb. Nachte Kunst. _ Der eingebildete Kranke. Lustspiel in 3 Aufzügen von Jean Baptiste Moliézre mit Be- balbkd * nußung dsr Wolf Graf Vaudisfin'scben Ueber- e ' “ seßung. (Toinette: Frau Paula Conrad, als (Gast.)
Freitaa: Gastspiel von Eleonora Dusc. [„a
Donnerstag: D eselbe Vorsteuung. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen:
Residenz Theater. Direktion : Sigmund Lauten. burg. Mittwoch: Die Dame von Maxim. (1.- äams (16 0116- Uaxjm.) Schumnk in 3 Akten von (Georges Fwdeau. Uebérseßt und bearbeite! von Benno Jacobson. In SYM gesetzt von
r.
Thalia-Theater. Miitwocb: Der Liebes-
schlüfsel. Große Ausstattungspoffe mit Gesang . und Tanz in 3 Akten von Jean Kren und Alfred Verlinkt Theater. Mittwoch: Die lieben Schönfeld. Musik von Max Schmidt. Anfang Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags“
Donnerstag" und folgende Tage: Der Liebes-
Donöerstag und folgende Tage: Dieselbe Vor-
Familien-Nachrichten.
Vprlobt: Frl. Olga Alsen mit Hrn. Leutnant Hans Staab von Golybsim (Keüingbusen, «Holstein_Güstrow i. Meckl.). _ Frl. Anne- Marie Fkrno mit Hkrn. Obexleutnant Justus von Hauen (Hagen i. Pom._Anklam). _ Frl. Els- bktb Schroeder mit Hrn. Rittergutsbesixxer und Leutnant d. R. Hans Dsjtmar ((CIT)-ckck- Krotwrf). _ Verw. Fr. Elisabeth Halkke, geb. HeUer, mit Hrn. Major a. D. Hermann Frhrn. von und zu Egloffstein (Bcrlin-Beueba). _ Frl. Klafina Agnes Humbkrt mit Hrn. Professor Dr. Liebich (Breslau).
Verehelickpt: Hr. Max von Klitzinc; mit Frl. Alexandra Heermann (Köln). _ Hr. Leutnant Friß von Clausewitz mit Frl. Margot von Wedkl
Mittwoch: Dcr
Neues Theater. (Direktion: Nuscha Butze.) (Berlin). Mittwoch: Dcr Kicchgang. Schauspiel inZAkten Geboren: Ein Sohn: Hrn. Intendanturratb
von Knobloch (Frankfurta.O.). _ Hrn. Leutnant
von Lydia Gräfin Friß von thha (Potsdam). _ Hrn. Leutnant
J. (Groß von Friedrich Frbrn. von Lindelof (H0faeiSmar). _
rn. Oberleutnant Carl von Klencke (Oenigstedt).
_ Hrn. Leutnant Hilmar Frbrn. von Strombeck
Berlin). _ Eine Tochter: Hrn. Rudolf von
yaw (Gienow). _ Hrn. Georg von Bebr- Negendanck (Torgelow).
Gestorben: „Or. Major a. D. Conrad Kreuz“ rvendedicb von dem Vorne (Berlin). _ Hk- Major 3. D. Carl von Gaertner ((Groß-Lichtsk- felde). _ Hr. Gymnafial-Obcrlebrer, Professor Johannes Oertner (Groß-Strebliß). _ Zb“ Freiin von Maffenbach (Posen).
Maxim.
Verantworxlicher Redakteur: _ I. V.: von Bo1an0wski in Berlrn.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Anstalt, Berlin ZW., W lbelmstraße Nr. 32.
Sechs Beilagen (eiustbließlicb Börsen-Beilage),
Bentral-Theater. Mittwoch: Der griechische solvie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffent-
lichen Anzeigers (eiuscbließlith der unter
IMUÜTÜMM MÜWLÖ Abends 8 Uhr: Sclave (* (;reolc Ilanz) Ausstattun . - . . gs, Operette in 3 Akten von Sidney Jones. Anfang :Tre?e"LYYTYQYFZUKÉYTFTIEFKÜH-
uud Aktiengesellscbaften, für die Wothe von! 10. bis 15. September 1900.
E r | e Ve il “ag: e
, ZUM MUMM Reickjs-Anzeiger und Königlich. Preußischen Staats-Llnzeiger.
M 222.
Ymtli-Hes. Deutsches Reich.
Bekanntmachung,
betreffend Erleichterungen des a lun sverke rs bei den öffentlichcn KZasch. (; h
Im Einverständniß ,mit dem Rechnungshofs soll versuchs-
weise und unter Vorbehalt des Widerrufs die Zahlung von,
Penswnxn, Warte- unh Wittwengeldern sowie fortdauernden Unterstußungen aus Nexchsfonds im Jnlande bis um Monats- bctrage von 800 «16 1xn We e des PostanweÉungsyerkehrs 'ohmé MmmtSqmttungen m derIenigen Fällen zugelassen werden, 11) welchsn dre Eybebung der_ eträge eitcns der Bezugsvercch- ttgten sel__bst'_ mcht durch emen Dritten (fVormund, Pfleger, Bevollmachttgten) _ erfolgt. Diese?- Ver uhren findet 'edoch nur, statt, wenn dre Penfionen mittels Jnvalidenpentons: QYlittlnngUFhs erv'oben werden oder wenn zu den Jahres- qu'tungen „uber. dW gYnannten Bezüge nur Bescheinigungen darUber _berzußrmgen smd, "daß die Bezugsberechtigten noch lebeun, „dp: Qutttzmg c'rgenhgndig unterschrteben haben, hilfs- bcdurfttg unp wurdtgsmd,_stch nach dem Tode desjenigen, von welchem fie thx Rech hkrletten, nicht wieder verheirathet hach odcr s1ch noch tm W[ttw-c'n: odcr lcdigen Stande befinden.
„Fernch _sql] auch dte Zahlung von Waisengeldcrn und Erzxchunqsthtlch aus RElshÖfONdS im Jnlande, sofern ie an 016 Mutte'r der Waisen“ zu [Listen ist, mittels Pakt- anwctsungcn 'ohne MoyatSqmttnngcn zuläsfig sein, wenn zu denJahrcsuntng-stx uber disse Bezüge nur Bescheini ungen darubcx cxfordcklxck) sxnd, daß die Quittung von der utter cxgonhanudtg- u1_t_tcrschrtcber_1 ist, daß die Waisen noch leben, [)t1fsbeYurfttg 711117, vonu1hr unterhalten werden und die mehr als.,16 Jahre; alter; Tochter noch unverehelicht sind, sowie pamxber, oh „dre Wasen und zutrcffendenfalls welche von ihnen m eme, Mrlxtär-ErztcHUngLZnstalt aufgenommen sind.
_ Dtethlung dcr Bezugs mitKels Posianwcisun_ hat nur aux schrtftl1chcn Antrag der Berechtigten zu gesZehen, in welchßndxntkcjélktlen scin mrézß:
[L ! ärung, da die Zusendung und Auskändi un des Geldes auf (Mfahx und, sotern die Empfänger )auf F&E skndung der Bezugemxttels portofreier Postanwéisung keinen AnspZtckZ haFn, ((LHUf chfften d? sEmpfänger eräxolgt,
“ en * erzi tau cine condere Vena ri ti un dcr YsYde dc? Geldes, ch ;; g von
. c * erps ichtxmg, der zahlenden Kaffe von cdcm Wechsel des Wobnßßcs rechtzkitig Anzeige zu exstxtten, mtdrtgcyfalls dre Znsendung mittels Postanweisung einge- stellt tmry,
4) dxc Vcrprichtuztg, im Monat März di? Zahrksquittuna, welchc mtt OM m dtcjem Antrag ausdrücklich anzugebcndeü, 11:1.“11156111671 Fgllech'fordcrlickwn Bcschxinigungkn, amßerdem scl_1e'17-3 dcr Penstonarx und Wartegeldempfängkr mit der pflicht- nmßxgcn Erklärung ubcx em ctwaich neues Diknstcinkommen verskwcz: sxm muß, an dre zachnde Kasse einzureichen, widrigen- FUJtdle AbscUdUng der nächsten MonatSratc vorläUfig unter-
81 ,
. 5) die Vcrpßichtung ledigcr weiblichcr er onen und Wittwcn_ bci Bezügen, dercn Zahlung dic FortdaFor sdcs lediqen oder thtwqpségndcs zur Vorausseßung hat, der zahlenden Kgffa unvcxzugltch von dem etwaigen Emgehen Liner EHC An- zeige zu exptattsn, zmd
6) dw th'p'slickztung 'der zum Empfange von Waisen- geldcrn u:“.d Erztehunngmhtlfen bcrcchtigtcn Wittwcn, die zahlende Hasso von dem Ableben der berechtigten Waiscn, von der“ Vcrhcn'atlmng noch bercchtigter Töchter, von Der Auf: Nah'mc dcr Waisen in eine Militär-ErziehungSanstalf und bei Erzxchungsbsthckfen von dem Auftzörcn der Unterhaltung der Watsen'durck) 1316 Mutter sofort in Kenntnis; zu seßen.
„Bet dex Zahlung der Pensionen mittels Invaliden- penstons:Qu1ttungsbüchcr kjaben fick) die Empfänger bei dem AUtraqe cm Etch der Nummern 3 und 4 zu verpflichten,
Z) 1318 mxttels Postanweisung übersandten Beträge ent- weder selbst tm Quittungsbuch in die Spalte „(Held- bc1rag““ der Zahlungsordnung einzutragen oder ihre Exntragung von _dem die vorgedruckte Verhandlun mrt dem Invaliden aufnehmenden Beamten na Mqßgabe der Angaben auf dsm Umschlag dcs Omttun'gsbuW bewxrken zu lassen,
„ das Qutttungsbuck) d_er Zahlstelle nicht nur bei einem Wechsel des Wohnstßcs und halbjährlich im Sep- tembqr und Marz jsdes Jahres nach Aufnahme und Vollzteyurzg der vorgedruckten Verhandlung, sondern mzck) bci ]c'der, Nenderun im Pensionsbczuge einzu- retchcn, tmdrtgenfaUs die Absendung der nächsten Monajsrate vorläuftg unterbleibt oder die Zusendung
' rmttels Postanwe1sung nicht weiter cffolgt. *
Pte Ueberscndung der Vcnfionen dcr Militärpersonen aufwarts bis zum Major oder Korvettenkapitän ausschließlich sozv_1e dcr Inval".den-UnterftüßungSgelder hat gemäß Artikel 8 foser 20 und 41) des Re ulativs übér die Portofreiheiten mittels portofreier Postanwc sungen zu erfolgen. Ebenso sind die Seydun en der quf Grund des Allerhöchsten Erlasses vom 22.Jul1'18 . _bewiütgten Geldunterstüßungen aus dem Kailser- lichen DlSYOsUWUSfonds bei der Reichs- auptkaffe an ehema ige nteroffiztere und _Mannschaftßn fswe der Unterstüßungen und Eerehungsbeihtlfeq aus dtejem Fonds an Hinterbliebene solcher xrsonten portoWek zu befördern. Die Portofreiheit erstreckt Ech mde en nicht auf Sendunaen an Empfänger im
Orts: zm Lgndbetellbezirk pes Aufgabe-Postorts. thfichtltch der aus Retchsfonds zu zahlenden Penfionen, Warte-, Wittwen- und Wat engelder, Unte'rstü ungen und Erziehungsbeihilfen,_welche ni t mittels5 osta'ntbetu'ngen ohne Monatsauittun en m den Befiß der mpfänger gelangen, treten ol endx enderungen ein: ' „ F r ie tm Jnlande aussüestellten MonalSquittun cn über Wrtthn- upd Watsengelder so von der Bescheinigung arüber, daß dre thtwen s1ch seit dem Tode desjenigen, von dem ste
Berlin, Dienstag, den 18. September
' 19-00.
versehen werden.
Unterschrift auf den Monatsquittungen auch in de
am Tage dex Fällichit_noch gelsbt haben. Auch smd diE Kassen versuchSweise ermächtigt, dM Empfangcrn vonuWattwcn- und Waisengeldcrn, im voraus zahlbarsn Untersiußungen und Erziehungsveihilfcn die Bezügs, uzenn der erste Tag des Monats auf einen Sonn- oder FesttaN fallt, schon am leyten Werktage des vorhergehenden Monats zu zahlen. (Zur weiteren Erleichteryng hat in den Monats: wie in de_n ahres- (Hanupt-) Omttungén über die Pensions- und thterblxxbcnenbkzuge,"Unterstüßungen und Er iehungsbeibilfcn dte Auffuhrxzng dcr sammtlichcn Vornamen er Berechtigten zu unterblcrben und rst an SielLe der Vornamen nur noch dar Rufname anzugeben. Ebenso sind in den Monats: und Jahres- (Haupt-) Quittungen Über Be- spldtmgcn, Wartogelder, DisPositionsgehälter und Pen- swncn _drx: Angaben Über die AUWchnung von Witiwcn- kassenbcttra en U:, s. w. fortan nicht mehr erforderlich. Ferner wm) dcn orzmmdkrn und Pflegern die Erklärung darüber, ob d'xr vmx rhnen vertretene Venfionär oder Wartegcld- empfangkr cm PLU'CZZ Dienstcimkommcn bezoaen hat, sowohl in den Mynats: ch m den Jabrcs- (Haupt:) Quittungen erlassen. Dre vorstehenden Bcstimmungsn fmden auch für die NenteUzalUung-Zn 'auf Grund des Haftpfficht- und UnfaU- fursorgkgcseßcs gleichmäßige Anwsndung. Bcrlßn, den 13. September 1900. Der Reichskanzler. Zn Vcrtrctung: Friélhcrr von Thielmann,
Königreich Preußen.
Finanz-Ministerium.
1. Dic nach den Vsrsügungen vom 2. Oktober 1897 (1. 12 246), 9.J11ni 1898 (1. 6561) und 22. April 1899 (1. 3747,“ 11. 8636, 111. 4862) unter Vorbehalt des Widerrufs nachgelaßcne Zahlung der staatlichen Zivilpensioncn und Wartxqelder ws zum Monatsbctrage von 800 „(€ im Post- anxvetsungs'verke'hr ohne Monatsquittungen soll bis auf welt_ercs he1bel)alten und versuchsweise auf dle thxwen- und Waisengclder und die Wittwcn- und d YatlsMWUtcß, ie itwenpenwnen (allgemcine Wittwen-Ver € un 2- anstalt m Bexlin, Pensionskassen der neuerlLJndßs- . xhetle und PenstonS-Aussterbefonds), sowie du: th'FOMUS zahlbarcn Unterstüßungen und Erzichungs- et 1 en fur dre Fälle ausgezdehnt werden, in denen die Erhebun durch den Bezugsbereahttgten frlbst _ nicht durch einen ritten (Vqrmund, Pfleger, _ Bevollmächtigter) _ erfolgt. Bei Warsengcldcrn g_11t hierbei dre wittwengeldberechtrgte Mutter als bÖzugstesrcchtrgt. f ie uendUng crolgt nur an ritli cn Antra der BereéFincnÉrLlclcher cnthcsletFU muß: f fck f ck g [L : ärung, da ie usendun und Ausländi an des (LE))elch Ff thfahrfun'd KJFfen kFWS Empfängcr62geschgiehté cn erzt au eme eon ere ena ri ti un v der VZsFJdun defE1 _ Tk(?Zteldes, ck ck g g cm . re -crp [' ung, der zahlenden Kass von edem Wcchsel dcs Wohnstßcs (bei_Vermeidung“ dcr “Flufhchnx der Zusendung mrttcls'Postanweixung) rechtzeitig Anzeige zu machen, 4)_dte Vexpfltchtung, der zahlenden Kasse von dem Ab- lebennemcs watsengeldberechtxgten Kindes und, sofern Waisen- geld „uber 16 Jahre alter Tochter in Frage kommt, von deren etwatger Berhqtrathung, sowie von dem etwaigen Eingehen oder „Wrederemgehen xiner Ehe seitens der Empfangs- berechtrgtxn selbst_unverzugljch Anzeige u erstatten 5) dxe Vcrpslichtzmg, tm Monat ärz vorscßriftSmäßi e Jahreßqmttung an die zahlende Kaffe einzureichen, andernfa 93 me Absendung der nachsxen Rate unterbleibt. Gedruckte Formulgre zu solchen Antragen find bei den betheiligten Kassen vorräthtg zu halten und den Empfängern auf Wunsch unent- geltliY zu verabfoFen. _ ind die Bez ge bet einer Kaffe nur für einen T eil des Jahre; qr f“Zahlun elangt, To hat die zahlende Ka 8 nach Mogxtch ett ur Bei r ngun e ner Jahreßquittung über den von thr gezahlten Jahree-T eilbetrag zu sorgen. Damit die Empfanger rechtzeitig in den Vefiß dcs Geldes elangen, hat die Einlie erun der Postanweiung bei der ostanstalt an dem dem äaig eitstage vorhergexenden Werk-
ihr Recht herleiten, nicht wieder verheirathet haben, daß die
Watsen noch lxbcn, daß die mehr als 16 Jahre alten Töchter noch unverxkxeltckzt fink), sowie darüber, ob die Waise'n und welche von 15mm 171 eme M':litär-Erziet)ungsm'malt aufqe- nonzmen smd, unter der Bedingung abgesehen werden, daß die Qutttungen, vonndxn Bc ugs; oder Empfangsbex'echtigten selbst mit der pfltchtmaß1gen ers1cherung über das Vorhandensein der vorgenannten, bei der Zahlung vorauSgesthen Erfordernisse
„ Die gleiche Erleichterung sol1 bei Zahlungen von Unter- siyßyngßn an wyibliche Vexsonen und von Erziehungsbeihilfen hm 1cht11ch' der mnerhalb des Deutfch€n Reichs auSgcstellten Monatsqutungcn mxt der Maßgabe eintreten, daß der Ver- ficherung uber d'aß Lehm) der Waisen auf den Monats- qm'ttngcn U-ocb dtexemge uber ihre Unterhaltung beziehungs- weise Uher dle Verwendung des Geldes u ihrer Unterhaltung durch dre Bezugs: oper Empfangsberechttgten hinzuzufügen ist.
' Ferper kann bx] der ZahlUng der sämmtlichen vorgenannten HmtexblrcbenenBezuge wre der Pensionen und Wartegelder von der Beschatmgung des Lebens und der eigenhändi en
11 FäLen
abgesehen werden, in denen die Zahlung an Dritte ohne Bci: brmgurxg emcr VoUmacht mxr auf Grund einer ihnen von den Bcrechttgtsn anvertrguten thtung erfolgt, sofern dem zahlenden Beamtep bckgnnt rst, daß die Bezugs: oder Empfangsbercck): tigten dre th-tnrxg sklbst unterschrieben haben und daß dic bstreffenden Pxnstonäre, Warte: und Wittwengeldempfänger
Im übrigen findm auf die a [un und Bu un die in dsn vorhezeichneten Erlaffen !)?le 2.gOktover 18,97gund von_1 9. Zum 1898 megsn dcr Pensionen und Wartegelder ge- troffenen Anozdnuygen Anwendung.
_11. Es xst enze Vereinfachung der Quittungen über Pxnstoneu, .Hmterblrebenenbezüge 2c. durch 5182ng11 der Be- zerchnung der rechnunglegenden Kaffe und durch theilweisen we1xexen Er1aß dex im Laufe dcs Jahres bkizubringenden BS scheuthungen, sowre die unentgeltliche Lieferung von Formalaren zu dresen thtungch an die Empfangsberechtigten in Aussicht geyowmen. Das Nahcre ergixbt die in drei Abdrücken hier bergexcblossene, VerfüYuaner Over-Nechnungskammer vom 11_. Jun d. J. ( r. . 698).
, [[ . Es wirr; versuchsweise nachgelassen, daß die Wittwen- txnd _Watsengclder und die Wittwcn- und Waisen- renten, forme Yte Wittwenpsnfionen und die im voraus zahl- haren UntersttYungen zmd Erziehungsbeihilfen, welche nicht tm Wege des.; . osxanwetsungsverkehrs zur Zahlung elan en, wenn der Fallxgkettstag ein Sonntag oder Festtag it, [ on am leßtvorhcrgehendcn Werktage gezahlt werden, wie solches m der Verfügzmg vom 20. Juni 1894 (1. 9672, 11.8823, 111. 8572) fur die im voraus ahlbaren "Dienst- bezugc der Beamter; und die Beamten-ZZensionen ange: ordnet wczxden 1st. Dre za?lenden Kassen sind zur Bcanstandung der verfruhtén Zahlung be ugt, wenn _ z. B. bei Erkrankung dxs Bezugsberechtzgten _ die (Gefahr eines Verlustes vorliegt. Sollte oer Fal! emtreten, daß ein Bezugsberechtigter nach Ab- hebung des Geldes vor Beginn des FäUigkeitstagcs stirbt, so [| von der zahlendsn Kaffe für Wiedereinziehung des Betrages Sorge zx: tra en.
Der vor tehende Erlaß und die beiliegende Verfügung der Ober-Nechnungskammer werden im. „Reichs: Und Staats- An etgex“ zum_ Abdruck_ gelan en. Die Königliche Regierung ryo 6 fur weitere Verdffentli ung derselben in den zu amt- ltchen Bekazzntmachungen bestimmten Blättern sorgen und das * zur Durchfuhrung der neuen Anordnungen sonst Erforderliche veranlasse'n.
Berlin, den 30. August 1900.
Der Finan :Minister. Dr. von iquel. An sämmtliche Königliche Regierungen und an die Köni - Zeh? Mmistsrialz Militär: und Vau-Kommission ign cr m.
Abschrift zur Nachachtung mit 23er au die Ver (: an vom 25. Febmzar 1886 (1. 1216, 11. L1710? 111.14f6(§1 _g Mtn.:Bl,.f. d. mnere Verwaltun Seite 35 _). '
Bcrlm, den 30. AugUst 1906).
Der Finanz-Minister. Dr. von Miquel.
An 516 Königliche Direktion für die Verwaltung der dtrcktxn_Stcuern in Berlin, bis sämmtlichen Herren Pxovmztal:Stcch'r-Dircktoren und den Herrn General- Dtrektyr'deZs Thuringischen Zoll: und Steuervereins, dxc Kynxglzchc Hauptverwaltung der Staatsschulden, d__t_e 'Kq'mgltche _enxrql-Dircktion der Seehandlungs- Hoztc_1a1,'dte Kymgltche (General-Lotterie-Dircktion, dlz: K*qmgltche Munz:Drrcktion die Königliche General- Drxcktwn Yer aUgcmeinen Wittwcn-Verpflegungs- Anstalt, “dre Zentral:(Henoffenschaftskasse und die (Henxral-OtaatSfasse;
unter ,Mttzeichnxmg des Hsrrn Ministers des Innern an dxe sammxltchxxn Herren Oer-Präsidenten und Re: gtexxz'ngs-Prästdenten und an den Herrn Polizei: Praxrdcntcn in Berlin;
Unter Mttzeichnung dex; Hexrn Ministers für Landwirth: schaft _2c. an 1316 sammtltchcn Königlichen Nmtenbank: Dtrcktmncn.
Zur lc1ch"tcren_ Zahl-barmachung der Pensionen 2c. für Beamte und fur .Hmterbltebene von Beamten, sowie zur Ver- etpfachang dxr Bxsoldungs- 2c. OuittunIJTrn bestimmen wir im Etnvcrxtandmß xml dem Herrn Finanz- inister und _ zu4_ auck) uxzter_3u1t1mmung der anderen Herren Departements- Chcfs htcrmrt Folgendes:
J 1) Das, in 2111123 der Bestimmungen vom 5. Juni 18821_ Mm-Bl. S. 100 _ vorgcschriebene, durch Nr. 163 dernBorfchrtßten vom 7. Juli 1882 _ Min.:Bl. S. 171 _ crganzte un durch den Min.:.C'rlaß vom 14. Februar 1889 _ Cenxr-Bl. d. Abg.:Vexw. S. 149 _ sowie die diesseitige Voxschmft chm 10; April, 1894 abgeänderte Formular zu quttungen uber totlpeystonen und Wartcgelder wird dahin veremfaxht, daß !) (Bezeichnung dsr zahlenden Kaffe fortfäUt 311113 dafur gefeßt_ m:rd' „aus der Staatskasse“. Dasselbxxilt m Bezug auf dtc Quttuzngen über Wittwen- und Waisen- ge1der' hezw. Rentxn, thtmcnpenfionen und Unterstüßungen (dtessctttYVorsckzrrftxn o_om 5. Dezember 1898).
2) “ te Vorschxtft tm, § 16 der diesseitigen Anweisung zur Legung dcr Zwilpenstons-Rechnungen vom 31. Januar 1873,“ nach nzclxhey x_venn dcr Quittunqsaussteller zum Schreiben unfahtg 1st, die Quittzmg einer Bescheinigung dahin bedarf, daß der dem beschetntgenden Beamten von Person bekannte Aussteller der Quittung diese nach be- wxrkter Vor_lesunJuals richtig anerkannt habe, wird aufgehoben; m „Zu ust genugt eine Bescheini un der quttungen schrerbunfäh: er Personen dahin, "dax s?e die Quittun miitxls Handzsi en vollzogen haben.
3) ormuxtdern und flegern wird die Erklärt: darüber, ob der vor; chnen vertretene Pensionär oder »“qu empfänger em neues Dke_nsteinkommen bezogen hat, erlassen. 4) Nach den dießsetügen Vorschriften vom 29. Oktober 1885 _ Mm-Bl. d. !. Verw. 1886 S. 35, Ctr.-Bl. d. Abock Verw. 1886 S. 55, Ctr.-Vl. d. Unten,:Verw. 1886 5.813, Just.-Wn.-Vl. 1886 S. 48, Eis.-V.-Bl. 1886 S. 293 _ !»- durften bisher die MonatSquittun en über samen
tage zu erfolgen.
Wartegelder, Unterst" un en und Er e n sbei il “ Wittwen- und Waisenugseldegr z bu ;; h sowie
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