1838 / 6 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

«:O-11“. x“ ;Mz-«M

„„ 1_ .„

-?“-„,;WNLYU.WFPMchch-Q; .: ».“:KÉ“ _

x..“- . xM'. ; & „„.-... „„ 3“. ,-

. IWM? * '

.).-„1

«o., :, -; * „.,„xxxg'mc «1 - x:...k" ,...,-„=...... -.. ...» „:::-»My *

',"? *:; IR,

ckck..

gcrlickwr Unruhen beser fxdhnen zu können glauben als wenn das Land unter der gewöhnlichen und gesetzlichen Äleqierungs- Form bliebe. Man hat uns oft gesagt, das von der Reqierung befolgtc Verfahren sey dasselbe, welches früher gegen Amerika befolgt worden sey. Das ehrenwerthe Mitglied für London (Grote) Yat gesagt, die beiden Fälle seycn vollkommen gleich. Ich muß ekenncn, daß ich dem chrenwcrchcn P?itgliede für Newark (Herrn Gladstone) darin beisrimmc, daß bkide Kämpfe eben so ungleich ih- rer Entstehung nach sind, als sie es hoffentlich ihrem Ausgange nach eyn werden. Was Nord-Amerika betrifft, so wurde die erste in des Britischen Parlaments nicht angenommen, weil die Amerikanische Legislatur sich weigerte, ihren Beitrag zu den Auégabcnihrcrinneren Verwaltung zu entrichten, denn sie hatte bedeutende Beiträge zu diesem Zwecke her egebcn, sondern es war eine Akte, wodurch gewisse StemwedAKgabcn 1:1 den Nord- AmerikaniscsyenKolonieen erhoben werden sollten, um d:e.1ioi"ren für die Bescvüßung jenerKoloniecn dadurch aufzubiirmm. Lord Chatham und Andere, die sich der Sache der Amerikaner in'- Parlamente annahmen, behaiipceten aber, wir hätten kein Rccdc, den Amerikanern ohne ihre Zustimmung zu jenem Zkveikc'leixa- ben anzucrlegen. Ich will hierauf niä;t Weitcr eingehen;6511kk)in: reichend, zu erwähnen, daßLordChatham, während er sci) Über das Benchmcn dcs Mutteriandes als Über eine Handlung des 'Unqrcffs beschwerte, zugleich erkiärte, daß England die höchste legislative “MM): Über seine Kolonicen in Nord«Amerika besitze. Aber ist das die Geschicht? unserer Kanadischen Angelegenheiten"? Im Jahre 1701 erhielt Niedcr-Kanada eine dm'ci) das Pariament bestatigxe Verfaffung. C's erhielt einen Gouverneur, cinen exeku- tiven und einen legislativcn Raik), dercn Mitglieder auf chens“- zeic ernannt wurden, und ein vom Volke erwählies Versamm- 1ungsicka1:“. Engidtid war so Wenig geneigt, sich in die At'ge- [eZenhcircn dicses Vcriammlungshanses zu misäwn, daß, als Beschwerden dariibci' einliefen, das; wir durch Beiträge zm“ Unteriiiilzung dcr Lokal ; Regierung die Kontrolle, wc1che daz Versatiiinwngshaixs iiber die genannte Regierung aus- zuüben bci'ccimizZT sei) , scdwächiin , wir unsere BeiträZe cimicilcin und ihm die volle Gewalt über die Finanzen dcr Regierung cinräiimten. Jm Lans: der Ereignisse wurde die Einci'aci): zwisciycn den beiden Häusern der einheimischen chiölaiur in Kanada gestört, und das Versammlungshaus er- FVO Beschwerden dariiber, daß Personen zu Mitgliedern des egiswtiven Rathes ernannt wiirden, welche, weil ite feindselige Gesinnungen gegen das Versammlungshaus hegten, nicht in Uebereinstimmung mit dem anderen Hause handeln und sich manchen nützlichen Bills wiedersehen würden. Was nun diese Beschwerde betrifft, so hat 'die Britische Regierung niemals ge- sagt, daß der legislative Rach die Vollmacht habe, den Gang der ni11cklichen Geseßgebung in Kanada zu hemmen. Die Ver- fassung iener Körperschaft ist,im Gegentheil so sehr verbessert wor- den, daß das Ministerium Grund hatte, zu erwarten, daß beide Häuser in Uebereinstimmung ?andein würden. England 13a: nie daran gedacht, Kanada fir Britische Gegen ände zu be- skeuern, auch smd die in der Provinz erhobenen ummen nur Kim Besten Kanada's verwendet worden. Aber das, was das ' ersammlungshaus verlangte, war, den legislativen Nail) wähl- bar zu machen. Außerdem verlangte es jedoch noch, daß der exekutive Rath mit den Mitgliedern der Verwaltung in Eng- land auf gleichen Fuß gestellt werden und absehbar seyn sollte, wenn er das Vertrauen des Versammlungshauses nicht besäße. Diese beiden Forderungen schließen ein förmliches Verlangen der Unabhän igkeit in iich (lauter Beifall), und so verßche ich es auch. s ist nicht die Forderung, einer Beschwerde abzuhelfen, sondern es ist die Forderung, einc Constitution, und zwar eine unabhängige, zu haben, denn es ist [mind [ich, daß die Minister der Kanadischen Regierung nach Geallen durch das Vcrsammlungßhaus abgesech werden und zu gleicher Zeit nach den Befehlen des Ministeriums der Königin von Engscxnd handeln können. Als daher jene Forderung der Ka- nadier, ein unabhängiger Staat zu werden, zurückgewiesen wurde, da verweigerten fie ihrerseits die Abgaben und hemm- tcn dadurch die ganze RegierungS-Masäsne. (Beifaik) Was England damals vorschluZ, um die Maschine wieder in Bewe- ung zu bringen, war keine bedrückende Handlung von unserer

eite; es war keine Finanzt, sondern eine VertheidigunqssMaß- regel (wiederholter Beifall); eZ" war -eine Defensv-Stellung, diewir einnahmen, damit die Provin ial-Vcrwaltunq doc!) ii"- gendwie ihrenFortgang haben sollte. b::r wenn die Regierung auch jenen Forderungen nachgegeben hätte, so glaubd ich doch nicht, daß wir seldsi dadurch die Ruhe gesichert haben würden. Gesetzt nun, die beiden Häuier der Provinz hätten eine Bil] angenommen, daß in Quebek oder Montreal keine Britische Truppen Eingang erhalten soilten. Der Gou- verneur hätte eine solche Bill zwar verwerfen können; dann wäre er aber genöthigt worden, seine Minister zu entlassen, und 'das Versammlungshaus würde die Subsidicn verweigert haben, (Hört, hört!) Die Spaltung zwischen beiden Ländern wäre also immer noch vorhanden gewesen, mit dem Unterschiede, daß in dem angenommenen Falle der Punkt des Zwiespalts in der Aussthließung Britischer Truppen aus Quebek und Mont- real beruht hätte, siatt daß er jetzt darin liegt, daß wir den ge- scßgebenden Rath nicht u einem-wähibaren Kdrpcr machen und den vollziehenden Rat der Lokal ; Regierung nicht un: serem eigenen Kabine: gleichsiellen wollen. (Hört, hört!) Ick behaupte also, daß wischen dem Streit mit Nord- Amerika und dem mit . anada keine andere Aehnlichkeit ist, als die, daß wir jenen gegen eine unserer Koloniccn in Nord-Amcrika führten, während wir den jefzigen für eine un- serer Amerikanischcn Kolonieen führen. Ich liebe es nicht, er- was mit Zuversicht vorherzusagen. Ich habe nicht vorhergesagt, daß die Sache durch die “u Anfange dieses Jahres vom Par- lamente angenomnzenen esolutionen abgemacht seyn würde. Ich sagte nur, daß ich hoffte, die Ansicht dieses Hauses würde bei der Bevölkerung Nieder-Kanada's von großem moralischen Gewi t seyn. Ich muß jedoch mit Hinsicht auf den gegenwär- tigen amyf erklären, daß ich, wenn ich auch mit Zuversicht nichts vorhersagen will, doch keine Besorgniffe vor dem Aus- gange desselben hege. (Beifall.) Zugleich halte ich es für meine Pflicht , hinzuzufügen, daß ich keine den ausdrück- lichen Wünschen des Kanadischen Volkes widerstrebende Auf- re_chterha1tung der Britischen Autorität und Herrschaft will. (Hört, ßdrt'. von Seiten einiger Radikalen.) Aber ich glaube nicht, daß das Volk von Kanada in seinem Herzen wirk- lich dci: Britisä)en_Krone abgeneigt ist. Meine Ueberzeugung isc, daß die Widekielzlichieit auf künstliche Weise hervorgerufen woxden (Belfgll von der Opposition), und daß, wenn dieser W1derseß11chke1c ausred11chem Wege ein Ende gemacht werden kann, ?“" „GULP 90750115211 ist, warum die Angelegenheiten Kanadas nicht in Uebereinstimmung mit dcn Interessen des Kanadischen Volkes sollten geleitet werden können. Ich sehe,

wie gesagt, -keinen Grund, warum dieses Volk, das so geringe

' (ven Dazwischenkunfc fÜHrcn wiirden.

*-

.,

Auflagen zu tragen und fiel,» in der Rechtspfie e über keine Un- bilden zu beschweren hat, sobald die jetzige ufregung sich gc- legr haben wird, nicht unter Britischer Herrsckyaft und der Krone dieses Landes unterthan bleiben sollte. (Hört, hört!) Ich erkläre daher, daß ich, ungeachtet alies dessen, was in den letzten drei Jahren vorgefallen, keine Trennung Kanada's von England erwarte. Wenn unsere Nord;?imcrikaniscl)en Koloniecn wirklich nach Unabhängigkeit strebten (hört, hört!), wenn Ober; und Nicder-Kauada und NcuScb-occiand sich zu souveraincn Staa- ten aufzuweisen wünschten, so Weiß ich allerdings nicht, ob feind-

1111)c Mächte, die unsere Stärke Zern schwächen und unsere

Herrschaft iclzmälern möchten, sich von einem Angriff wüx'den abschrecken (affen, wenn wir" eine x:achg_icbige Haltung annäh- mi-n. Man hat auf die mögliche Einmischung feindlicher Mächte in diesen Kampf angesoiclr, ja, man hat sogar gesagt, dak": die erdobsnen Forderuiigen sehr wahrscheinlich zu einer sol- Zch kann indes; nicht sagen, daß dies Argument auf mich einen Eindruck gemacht hat. (Großer Beifall von den OpposttioriszBänken) Ich kann fi'eiiicl) nicht wissen, ob dieser Kanwf nich cine unvorhergesehene Ge; stalt annimmt, und ob nicht fremoe Mächte darin verwickelt wckdcn können. Aber wenn England cinen furchtsamm und kleinmiixdtgcn Ton annimmt, wenn wir diejenigen, welche auf Wscrcn Schutz rechnen, » Britische Unterthancn, die sich stets treu und loyal bewiesen haben, im Stiche laiscn, und unsere Truppen zuriickzichcn, damxt sie überwältigt werden, wenn wir uns so schwach und feige benehmen, dann Werden wir frimde Mächte dadurch zU Angriffen auffordern, und man wird saqcn: „„Schcc d.“, die FDL? Britische Nation, die so großen Ruhm im Kriege und Vohlfahrt im Frieden erworben hat; nun ist sie gczwnngcn, in demKampfe mit einer ivrer Ko- loniecn nacl)zugeben.““ (Beifall) Zei) bin Überzeugt, daß fiir den Bi'irisclxenNamen nichts nachcheiliaer seyn könnte, als wenn man von uns sagt, daß wir in ciucmsolciycnKampfeehcr eineNicderlage erlei- den, alseincnSieg gcwinnenwürden. Ich bin vcrsic1)ert,daß,wcmi das Haus oder das ganze Land eine solche Sprache, wie ich “te leider hier gehört habe, anndhmcn, dies der Wohlfahrt des andes nachthciliger seyn würde; als alle Kanadischen Rebellio- nen. (Lauter Beifall von dci" Opposition.) Die in Kanada herrschende Unzufriedenheit, die, wie ich glaube, nur lokal isi, mag unterdrückt werden oder nicht, aber wenn ein Geist der erwähnten Art allgemein wird, wenn wir gesonnen smd, unseren Fall und unsere Herabwürdigung durch eigene Schuld herbeizuführen, dann mögen wir nur immerhin unsere Kanadi- 1chen Besitzungen ihrem Schicksale überlaffcn, und es würde sich nicht der Mühe lohnen, das Parlament deshalb zusammen u rfufl'i'n, um Über diesen Gegenstand zu berathen.“ (Lauter

ei a .)

In einem Artikel des Courier Über die Kanadischen An- gelegenheiten heißt es: „Bei allen denkenden Männern scheint nur Eine Meinung über das Verfahren der Kanadier obzuwal- ten. Es wird allgemein getadeic, und selbst einer der liberalsten und aufgeklärtesten Journalisten des Königreichs , der Heraus.- gcbcr dcs Scotöman, läßt sich in diesein Betreff etwa wie folgt derne men: „„Wir geben zu, daß die Kanadier Grund zu ernsten Qeschwerden haben, und wir haben jclbsi zu wieder- holccnmalen auf deren Abschaffung gedrungen; aber wenn wir auf den Geist und den Charakter der Britischen Regierung blicken, und auf den Einfluß, welchen die öffentliche Meinung im Lande auf sie ausiibr, so können wir es nur mißbiliigen, daß die Kanadier zum Schwerte gegriffen haben. Die Be- schwerden, welche die Amerikaner 1776 zur Rebellion trieben, find gewaltig verschieden von denen, we1che dic Kanadier jetz] gegen das Mutterland führen, und ihre Aussichten auf Abhülse waren bei weitem geringer.“

Der Nachfolger des in seinem Köster: Jahre am 28. Sep; tember gestorbenen Königs von Delhi, Akbar Seni, ist in Ge- genwart des Englischen Agenten TNetcalfe gekrönt wvrden; er heißt Suhraj-u-Aiw-Buhaduhr Schah, Sir Thomas *Mar- calse hat die Regierung der nordweftiichcn Provinzen nieder- gelegt Und kehrt nach England zurück. Der Handel in China und Indien lag in Folge der niedrigen Preise noch immer da; nieder.

Belgien.

Brüssel, 30. Dez. Der Sena: hat sich, nachdem er das Finanz-Budget votirt hat, bis zum 23. Januar vertagt.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 22. Dez. (Leipz. A. Z.) Die Frage über den Götha-Kanal ist, wie man versichert, im S_taatsrathe ent- schieden worden; doch scheint der gcfaßte Beschluß im Publikum Wenig Beifall zu finden. Die Gesellschaft nämlich, welcher die Ausführung dieses großen und wichtigen Werkes, das eine schnelle Verbindung zwischen den bedeutenden Binnensecn Schwedens und der Ostsee herstellen soil, anvertraut isi, hielt es fiir vortheilhafc, den Kanal bei den Wasserfällen von Troll- hätca-zu erweitern, damit von Gothenburg aus selbst größere Schiffe durch das ganze Land segeln könnten, und wünschte deshalb mit dem Staate darüber ein Abkommen zu treffen. Mittlerweile wurde der vom Könige zum Präsidenten der Ge- sellschaft ernannte Staatsrarh Gyllenhaal von der Regierung beauftragt, mit dem Handelshause Spdhn und Comp. einen Vertrag abzuschließen, wodurch dasselbe sich verbindlich machte, den tienen Kanalbau zu Übernehmen. Die .Kanal-Gcsellschafr, welche gegen dieses Verfahren beim Könige Vorstellungen machte, konnte die Zurücknahme des Bchfaßten Beschlusses nicht erlangen. „Diese Täuschung hat auf ' ie1e einen mißlichen Ein- druck gemacht. -

Dänemark.

Kopenhagen, 30. Dez. Se. Majestät derKönig haben ausiigenem Antriebe und ohne daß ihm deshalb Vorsteliung acmacdt isi, resolvirt, daß die vollständigen Tabellen Über die Ausfuhr von Landcs-Produkcen, wclche jährlich von der Zoll- kammer angefertigt werden, künftig so früh wie möglich durch den Druck kekannt gemacht werden sollen. Der Druck dicser Tabellen für das Jahr 18:10 hat schon begonnen.

.Die hiefigen Zeitungen enxcalten Folgendes: „Der König Yk sich im geheimen Staats-- athe eincn_ allerunterthäni' sien

erichc darüber erstatten lassen, was die Einnahmen und lus- gaben, so weit sie unter die Dcputirten fiir die Finanzen und die Direction für die Staatsschuld Und den sinkenden Fonds gehören, wirklich im Jahre 18:15 nach den abgelegten Rechen- schafren betragen haben, verglichen mit dem in der vorhin be- kannt gemachten Finanz-Ueberficht für dasselbe Jahr kalkulirten Belauf, und begleitet von einer Uebersicht der Veränderung, die mit der StaatSschuld und den Stagiö-Akriven im binann- im Jahre vorgegangen ist. -- Der König hat darauf Aller- gnädigst befohlen, daß gedachter Bericht nebst der Vergleicdxmg zur

öffxntlichen Kenntniß gebracht werde durch Einrückung in die „Kollegien Zeitung“ und in die „Schleswig;Holsteinischen Un- zciaen“, und daß ein ähnlicher Bericht über die Lage der DC nischen Finanzen für das Jahr1830 dcm Könige (was in fü,; Licher Zcit geschehen wird) vorgeiegt uud dcmnächii zur alia"; meinen Kcnntniß gcbracht werde. * Die Nr. 25-16 dcr „Kjobenhavnsposi“ ist von dem Pl'iizc- -" Beamten, welcher die Aufsicht Über die niaxtpolirischen Biäu hat, vorläufig unter Beschlag _chcgt und der Kanzlei zur En iclycidung eingesandt, ob dicielbe wieder freigegeben oderd Redacreur des Blattes angeiiaac werden soll. Ein Lied in“ dcr Ueberschrift: „Politischer Rundgesang“, welches in sche, zendem Tonc Gcgcns'xände der inländischen Tagcs-Politikiz [)andcli, soll diese I)iaßrcgci veranlaßt haben. .

Kopenhagen, 30. Dez. (Hains). Korr.) So eben:;

die lange und iihnlich crwarrccc Vcrdffcntlichung dir Stam, Rechnungen für das Jahr 18:35 crfoigc, und die Collegial:Z,. ning, die dieses wichtigc Aitcnfriiik mtctheiit, bemerkt zug1e|ch das; eine gleiche Reclxenscimfc fiir das „Jahr 1830 ehcsrcns nach folgen werde. Wir bemerken hier vorlaufig, daß das" Refun- anschcincnd schr günstig ist, ind-c-m dic “Ziiisgabcn die Voran säxläge nicht nur nicht Übersteiger], sondern nicht einmal dm, vollen Belanf erreichen, indem die wiriiiäzcn Ausgaben 11 1:,2.7,2331 Rbrhlr. becragcn, Während sie an 1/1,201'-,1.00 Rbkbl kalkulirt waren, wogegen die Einnahmen, die auf13,915,111_ Röthlr. bercchnccwai'cn, einen wirklichen Crirag von 11,884,01 Rbthlr. ergcbcnhabcn, also einen Ucbcisciwß von beinahe ein Million, so das; man sraxr dcs erwarteten Defizits von 321,1 Rbihlr. eincn Ucberscixuß von 030,000 Rbthli'. erhalten [) Vdiiig sd günsrig, wie es beim ersien Anblick scheinen sollte, dies Ekgcbniß jcdcii) nicht. Es muß nämlich erinnert werde da[; unsere Finanz-Verwaltung sich zunächst auf eine Bucixha tei'ei über geschehene C'in- und Auszahlungen beschränkt, an daß daher jene i:berschicßcnde '))?illion kemeswcqes einc Wah.- Einnahme, am allerwenigsten des betreffenden Rechnungs-Zai res ist. Obqleiä) nämlich in dem vorhergehenden Ueberschtaa'. 1,030,000 Rbihlr. ais muthinaßiicye Einnahme kalkulirc isi, “so hat dieser Posten noc!) auserdem 697,0. !) Rbchlr. betragen; aber eine Consumtion von gegen 2 Mill. Aktivis, deren wir im

als Einnahme gerechnet werden, Depositum von 90,000 Rbthlr. aus Westindien zu bemerken i' Was man nun aber auch von den Ergebnissen halten ma_ , ist es doch höchst dankenswertk), daß die Regierung den * ii schen nac!) Oeffentlichkcic der Finanz-Vcrwalmng entgegenkommi

Kiel, 29. Dez. Einem Gerüchte zufolge, wird auch Se Königl. Hoheit der Prinz (Friedrich Karl Christian von Time mark, welcher seit der Trennung von seiner nunmehr gcsciiiide nen Gemahlin in Fricdericia in Ji'iciand ais Regiments» lebt, sick) wieder vermählcn,

Deutschland.

-- -- Drchen, 3. Fan. Prinz TNaximilian, Vater Si". Majestät des Königs, ist he früh um ?)“Z, Uhr mit Tode abgegangen und dadurch S Majestät der König und das ganze Königliche Haus auf 1 tiefste und schmerz1ichste betrübt worden.

Hier ist folgende Verordnung, die Trauer wegen Ableben Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Maximilian bcircffend, c schienen:

„Racddcm es der Vorsehung gxfailcn dat, Wxiland dcn Tux"

O“

Se“ Kömglicl): Hoheit dé."

noverfche (12 in Ballast), 425 Däniscke (38 leer 202 am- burger (2-5 in Ballast), 236 Niederländtschc ("UKW BaFasV, 9.) Oldenburger (ck leer), 87 Bremer (3 in Ballast), 06 Fran- zzfisthe, :10_Nortv(gcr, 33 Nord-Amerikaner, 30 Preußische, 29 Sch1vedi1chc, Spanische (i in Ballast), 10 Portugie- ßsche, 9 Mecklenburger, 8 Russische, 8 Lübecker, 3 Oesterrei- chische, ;; Niapolitanische und 4 Belgische, zusammen 2601. - Die an die Stadt gekommenen 23 Dampfschikfé haben 300 Rei- fen zurüxkgclegt, nämlich 9 von London 110 Reisen, 8 von Hull „].-„ RENO", ] von Goole 5 Reisen, ] von Leith 5 Rciien, 3 von H“??? 12 Reisen und 1 von Amsterdam 2“- Reisen. - Dagegen nnd 2153 Schiffk VM hM" nach verschiedenen Häfen abgegangen.

'))“üncben, 31. Dez. Ihre Königl. Hoheiten dcr Kron- prinz, „der Prinz Karl uiid Se. Hoheit der Herzoq Mar qcben diesen Abend m den Salm des Odeons cin glänzendesFch, wozuyxauci) m_ehrci's mcht h_offähigc Personen aeladen sind, .- »).aorgen tik bc- Hofe gxode Gala; Se. Majesr'är dei“ Köniq nimmt unte; dem Zhronhimmel die Aufwartung an, crtbcilc Z“"chdeW'epiiom9**'Y"iZW Ziidik'lz: qeqen 311111“ 11761“; entt )? 1 omem a e und . ends FON“. :“ ' ' " mes-Saale. f , y s *ikadcm e im Hii-

Jn Oczug au die T1)Tiincl)en:?litqsbur er Eiscnba n ii der Sigrid der Dinge nun folgender. Die bisYerigen Zeßwi'n'fniffe FMM" dcm Verwaitungs-Raik) und Direktoriam smd vollstänx dig gehoben. 'Herr Denis erhält die oberste Leitung des Baues, und der von ihm entworfene Bauplan mic Kosteti-Voriinswlä- gen wurde dom Verwaltungs-Rarl) und Direktorium genehmigt. 'AisBZU1Direktor wurde der Kdnigl.Baurath Himbsél ernannt, und die Herren Bertsch, Buß und Bernaz smd als Ingenieurs derGesellicbafc anxxeftellt. Die Bahnlinie wird nenerdings aus- gesteckt, und zur Erwerbung des ndthigen Grund-Eigenthums ungesaumt giichritten. Der Bau wird an drei Punkten zu: gleich angegriffen: bei München, Augsburg und in dcr Mixte der Bahnlinie.

Oesterreich.

Wien, 27. Dez. Schief. Ztg.)“ Obwohl die le ten Be- richte aus Odessa die Hoffnungen, daß die PestseuchiksÖ in ge-

- , _ ' . nnter Stad . , ck . Ganzkn nur noch 11 Mill. haben, kann nur ichr uneigemiis Ua t bereits erstickt sey, mcht bestärken, so sind mm wclch)es ebenfalls Yon Link!.“- Zi

doch dic_heute hier eingegangenen Berichte der rö'tcn iwer- sicht, da[; dieics Ziel nicht mehr ferne seyn wer?";ß cs ?varen wiederzmehrer-e Tage verstrichen, ohne daß sich nur ein einziger neuer Jau ereignet hatte.

_Das_ Kompiott der Königsmdrder, welches in London und Prims seinen Silz_hat, hat in letzter Zeit wieder mehrere Be- weise geltefcrtZZdaß ,sein verbrecherisches Streben noch nicht auf: Fhöit hat. *. or einigen Wochen sind in DreSden auf die von

arts aus eingegangene Anzeige ?- exilirte Polen verhaftet worden, deren geheimer Zweck wax“, sich vorerst nach Polen iind von dg nac!) Petersburg u begeben. Diese beiden Leute imd neuerinhxls geborne Kra auer von der Säch17schené7iegiex rung ,an die &,chußmacht'Oeßerreick) übergeben worden, wo sie nu_n m Untermchung sind. Es heißt, daß die kürzlich aus An- laß dcs Huhertjchcn Projektes in Paris vorgenommenen Vcr- haftqngen die Vermuthung motivirc haben, daß zwischen den ienseits VLhafieten 11110 jenen beiden Polen ein Zusammenhang bische. „1,11: _m Paris mit Beschlag belegten Papiere dürften ein hellercs Licht auf diese Sache werfen.

S (h w e i 3. Bern, 30. Dez. Der Regierungsrath hat in seiner Siz-

lauwrigsien Fiitsien und Herm, chrn 7111.1x1111114an, „051119111111 JUNI vom “.'-7. Dezember den ersten Secrerair dcr Justiz:Sec-

Prinzen [Md Heizrgcn zu Sacbscn, VaiedSr. Maiiüät _dcs Köuig heute früh bald sccvs 11111" aus dieser Zcituiscii abiunifcn. so iv- din wcgen dieses döcisibcdancrlichcn Ablebens, in Folge Yllcrböcbik Anordnung, die in (Scmäßdcit des Mundus vom 16,5Ilp1i1 11. 3111) [. bci dem Ableben cmcr kegicrcnd:n odcr vcrwixrrctcn Kim,. oder eines Kronprinzen cridciiten Trailcr-Vcrsästftcn

Musik nod dic öffcntlicixsn Lustvarkcitcd nachgelassen, so nic diiiii: „„ gemeine Trauerzchidung niclit angcicgt wkcxdcn' Zar aligimiwii Nachach1nng wird solches hicrduréq zar rnen111chcnKcnmmßgc» bracHt. Dr:édcn, am 3. Januar 1838 und Hifcntiiclzen Unterrichts“ und des Innern.“

Jena, 31. Dez. (Weim. Ztg.) Der Verlust des Ge- heimen Hofraths und Professors Ur. Stark !. wird außeror- denriicl) beklagt. » Die gcaciytcte Schriftsicücrin Johanna Schopenhauer hat sich seit einiger Zeit in unsern Mauei'n nie1 dcrgelassen. Eine lange Reihe von Jahren lebte sie bekannt- lich in Weimar. «- Von Göttingen Harten sich mehrere Studi rende hierher gewendet, um ihre winenichafclicheri Biiirebungcn fortzuseizen; es wurde ihnen jedoch eröffnet, „dai; sie nach der bestehenden Ordnung erst mit dem Anfange eines neuen SLM! siers in die Reihe der akademischen Bürger aufgenommen wer1 den können. ..

Hannover, 2. Jan. Am gestrigen NeujahrsxTage ruhten Se. Majestät der König um 2Uhr dic Glückwünsäyuxig “Cour im Königl. Schlosse anzunehmen. Abends war bei Ho" Kon ert,

zDer Kaiserl. Russische Gesandte mn hiesigen Hofe , Frei herr von Schröder, ist hier an ekommen.

Kassel, 31. Dez. (Kass? Ztg.) In der gestrigen Six; zung der Stände-Versammlung erstattete Herr Eberhard Berich- über den den Ständen vorgelegten Gcselz-Entwurf, demzufolge,- da eine definitive Vereinigung zwischen Ständen und chierun; in Betreff des Finanz-Gesckzes nicht stattgefunden hat, die bis herigen Steuern bis zum Ende des Februars werden sollen. Das Gesefx wurde mir 33 gegen 4 Stimmen

angenommen.

Hamburg, 2. Jan. Jm verflossenen Jahre find MZ Secschiffe hier angekommen, von denen 2-10-“1 beladen und W leer oder in Ballast waren, nämlich: Teneriffa, 5 von den Azorischen Inseln, 1 von Guinea, 5 yo Valparaiso, 118 von Brasilien, 5 von Porto Cabello und La _auayra, 1 von Angostura, 15 von St. Thomas und Puerto Rico, "22 von St. Domingo, 52 von den Vereinigten Staaten und Britisch Nord-Amerikai 3 von Grönland, ?- .Häi'ingsjäger, direkt aus der See, 5 von Archangcl, 5 von Schweden, 14 von St. Petersburq und Rigi- 48 von Preußen, 12 von Rostock, WiStnar und Lübeck, 205 von Dänemark und der Nicder-Elbe (worunter 127 leere), 217 von Bicmcn und der Weser (worunter 11 leere), 103 von Oldin1 burg und Ostfriesland (worunter ] leeres), 41/1 von den Nik“ derlanden (worunter 6 in Ballast), 109 von Belgien (worunker

4 in Ballast), 865 von Großbritanien und Irland (wol'unter

45 in Ballast), 1-10 von Frankreich, 17 von Portuga1(1voruntek in Ballast), 34 von Spanien (worunter 2 in Ballast), "29 Vs" Xtaliänischen Häfen, 11 von Triest und Ccphalonicn, 9 W" Smyrna und “1 von Odessa. -- Diese 2601 Schiffe fahre" un- ter folgenden Flaggen: 750 Englische (5-1 in Ballast); 4“'3 HU"

andmch an* . geordnet; jcdoä» sdilen, mii Llirsnadmc der Residenz, das Hailey 211“ _ZYZFTLZSUVWVLT gkaudte. . , idr enen Baters, sol es in die des ehemaligen Prä-

5 fidentm des Obergerichts, Herrn von Wattemvdl, von diesem an seinen Sohn, durch diesen an Herrn Bondeli gekommen

Die Minisericu dcs Kiiltni

18.38 fortei'hob 1

7 von Ostindien, 4

62 von Cuba, 5 von Mexicd

tion Herrmgnn vorläufig auf einen “Mona? suspendirt. Es War eib]? auf sechAHberufunJ angetragen worden. Die Ursache tcicr Suspension ist ein 'lkcenstück, welches durch ihn aus der „anzlei Lain uiid eincm Manne mitgetheilt wurde, von dem er me Invtscrccion oder einen Mißbrauch desselben nicbt befürch- Aber aus der Hand dieses *))?annes,

seyn, der es in der Allg. Schw. Ztg. veröffentlichte. Herr

' Bondeli, der den Einsender nicht nennen onte, erlitt die durch

das Gesch verhängie Strqfe der: Einstellung in seinen bürgcy- lichen Rcchien, bis ihn dieie zu iehr genirte und er den unmit- telbaren Einsender nannte.

Griechenland.

,Ythen, 12. Dez. (Allg. Ztg.) Die Veränderung im Ministerium hai emen Mann getroffen, der fest zu stehen schien. Nicht Hr. Paikos ist von der Justiz entfernt worden, sondern Hr. Polyzoides, dem Jener entgegengewirkt hatte, von dem Innern, dem Kultus", den Schulen; warum? Gesagt vird,_ seine zu Tage gekommene frühere Verbindung mit der .pyoxition hdbe Vcranlgffung gegeben, ihn zu entfernen; indeß wie war I-iemanden ein Gcheimniß, ja er war als Chef einer em Kanzler-Umt: widerstrebenden Gesinnung nach dem Siurze effclbcn zii den Gxsäxäftcn gezogen worden, und was ihn hob, aim, wcmgskcs bei einem konsequenten Gange der Dinge, ihn ich: auch gestürzt haben, selbst nicht, wenn er, wie man ihn eichuldigc, damals gegen die Xenokrarie Zeichriebcn hätte. den fd unerwartet isi die Wahl seines Nachfolgers, des Hrn. *Yrakis. Dieser ist ein Chiotischer Arzt, zur Zcit Éapo «117x108 Minister des _Austi'tigen, kein Mann von schlim- oLnl Öli, aber wegen seiner Stellung zu jenem Geivaltherrscher als „riechenlayd, .und wegen einiger persönlichen Dinge da- en Sm dem öffentlichen Ui'iyxil und in den Gedichten des" gro- . eri" Ötlymkkxs der C'pdche, Alexandei' Suzi), arg mitgenommen. ien **er-“8 hat übrigens als Eparcb von Achaja und Meise- er gute „&ieyske gethan, und es,stcl)r zu erwarten, daß er in uheéikrzgenwäitigen, auf andern rmzipien, aks dcn Korstotischcn, [tibi] 21!!!) Regierungwbenjalls' „utes thun werde. In beklagen lebts 1 rigxns, da[; da's Ministerium des önentliehcn Unter- on Zane“? ]ekzc wi:der einem andern Minisierium als eine Arc o1 u'ga e und 11ebe_1*fracht no,ch aufgeladen wird. Auch He r hä?:zoéd'es hat auf diciem Gebiete die wenigsicn Spuren seiner ei- O„gien zurückgelaffen, Weis um so auffallender war, da ihm te vomf 101ffenschc0fclicher “Bildung und eines regci'n Eifers' fiir effelbtéangmg. Lr isi Wieder an den Areopag, als Vorstand WM 11, zurückgckchtt; Cms andere Beförderung isi die des ers )Z'n und verständigen. Theocharis, frukxercn Finanz-Mini- ische,":nGdcn.Stacitsraih, m„wc1chem er die Stelle des Rumclio: Ugend eneials Balimos einnimmt, eines cinsic1)tsi*olien und nder hÄften Mannes, din uns der Tod entrisscn hat. Noel) atosei inderungewichemcn bevorzuscehen. Herr Mauroior- Ule c Vik? schon seit_Monqten aus. Miinchen erwartet, und er & hhktsichd, cr sey in Triest angekommen“. Es sind auch in er J)'“ UEfF von ihm von dort angelangt, und er ist dicht mm:, an. halbem Wege stehen zu bleiben. Zwar hat

. 2"; ihm die Regierung die Weisung zugeschiok't, nach München zu- rückzukehren., wo seine Gegenwart wegen der gerade jest im Gange begriffenen Uneerhandlung in Betreff einiger Kommerz- Tt'akcate ndthig wäre; aber bei den Mitteln, welche für ihn hier in Bewegung gefilzt werden, darf man erwarten, daß jene Um- keh-r nicht von langer Dauer seyn wird. Dagegen isi von der RiickkchrKolctti's aus Paris nicht die Rede, und sollte, wie beiorgt wn'd, I)2aurokordatos ohne ihn in die Geschäfte treten, so darf man eher an etwas Anderes, als an eine Konsolidirung unserer Verhältnisse denken, zumal Wenn in Erfüllunq qehen soUtc,_was jexzc von neuem mit einer gewissen Entschiédénheit angekundigt, obgleich noch von keiner Seite verbürgt wird, daß dcfr würdige StaatSmann, der dem Miniüerium präfidirt, sieb seinen heimkehrenden Landsleuten answlicßen und uns verlassen werde. ---;_ Ihre Blätter erwähnen zu wcmq des Verdienstes und der ».bi'cnhaftigkcit der Bayerischen Offizjcre in Griechen- land. Fair jeder von einiger Bedeucunq da: sich, ien es im Ai'iixnai, oder bei Einrichtang imd Ausfnhruna militairxickzer Ankialren und Arbeiten, oder endlich in Cini'ibmia imd Disci- p11mrung der Trupvcn Verdienst crwoiden; alle beiden in ihren Kantonnirungcn den Städten und Dörfern dcn aneqriff quter »))Tannszucbt'gczeigt und Achtung vor dem Militairiiandé ae- pflanzt. “Manner wie Heß, Gößnmim, Zentner, .Kircdmader u. A. würden jedem Lande Ehi'c machen, Nicht zu gedenken des YUV?" Herrn von Purkardr, dex Herren Lehmayéc und Graf quorta, die in des Königs unmittelbaren Diensten standen. Sie alle werden jelzt oder in der nächsten Zukunft dem Grie- c1_)11c1)c11 Gesiade Levewohi sagkii. Das Pubiikum ist von dem Hase, der ne von mehreren Scici'n verfolgt, weit entfernt, und weiß die Verdienße bi'aver Männer voii den Einqenommen- heiten Ucbclwolicnder wohl zu unterscheiden.

' Athen, 12. Dez. (Bayer. Bl.)- Zm Innern leiden wn" fortdauernd cm Geld-Verlegenheitcn. Die Über JNarseille gckommendMillion Franken war ::ur fiir den Angenblick, denn es galt, friihere Forderungin und Riickscände zu be'friedigen, und deni Hof- und Militair : Etat die ndthigen Summen zu 1'1ber1 weisen; doch höre ich, daß die drei Machte in Bezug auf die dritre Sirio bereitwilliger geworden sind. Der Russische Ge- [andte zeigt sich forcdauernd mit der Thätigkeit unseres Mini- 1_;er-*prizfidcntcn zufrieden und von der Aufrichtigkeit seiner Ab- itcdten uberzcugt_; auch der Französische ésk unbefangen genug, seme_ Lage 1,1110 iein Verdienst anzuerkennen, und in Paris fin- det .Koletti icine Bemühungen dUi'cl) Mitwirkung einüußreicher Philhellcnen unterstützt. Wir dürfen also hoffen, daß die Zah- 1ungeti des Restes der dritten Serie, acht bis neun Millionen, jetzt nicht mehr den früheren Schwierigkeiten unterliegen wer- diii, im Fall nicht neue Verwickeiungen eintreten. Wir hoffen, iiachsiens über die Finanzielle Lage, iiber die Hülquuellen des anded und die Bedürfnisse seiner Administration Ausführliches mitthcilen zu können, da die Sache 1th zum Behuf der Vor- lage fur die dxei Mächte in Bewegung und zur Erörterung gekommen, hieiigen Orts aber durchaus nicht ein Geheimniß iii.

_Athen,1'2..Dez. (“Leipziger Allgem. Ztg.) Troß der großer? Gcldopfcr, welche die Regierung der Gränzbewachung u, bringen genöthigt ist, erhalten wir doch noch von Zeit zu »le uncrfc*cuiiche Nachrickxisn aus den Gränzprovinzen. So wl'ilkdcii. eiii neulich wicdcr di"ciGricchisc1)e Offiziere, welche die ?)1'änzixation inspicirxcxi, von Räubern aus Türkischem Gebiet ubei'fallen, der eine von ihnen, ein Obersc-Lieutenant der leichten Truppen, getddtct, und die beiden andern, welche dem Genic-Corps angehören, von ihnen gefangen über die Gränze geschleppt. Die Räuber verleingen 30,000 Piasrer Lösegeld für ihre Auslieferung. Mzm sagt, da[; diese St_tmme bereits von Athen an die Gränze abge- s§1)_ickr wurde, und hom darum, dicse Unglücklichen bald aus den Häydcn dicser Uebelchäcer befreit zu *scH-m. Diesen becrübendcn Er- scheinungen gegenüber -- welche leider eine natürliche Folge der dxrmaiigcn Griechischen Gränzlinie und des Zustandes des Nachbarlandcs sind -- is: es erfreulich zu vcrncixmen, daß in allen Übi'ich Landcs-Thciicn Ruhe und Sicherheit herrscht. Nux diexsyaupcsradt macht hiervon cine unrühmliche Aus- nahme. Fast täglich hört man von Dicdsiähien nnd nächtlichen Einbrüchen, und, was das Schiimmste ist, die anderwärrs hum dertäugige Pdl1zei schein: ".1 "Athen scibsc des Forschungs: und Beobdclnungs-Geistcs zu entbehren, dessen sich gewö nliche 912en1chetikindcr mit zwei gesunden Augen erfreuen. ' eiten hört man yon Habhastwerdung der Diebe, und noch seltener von Wiederaufsindung dcr cstohlcncn Gegenstände. Auffallend ist es, da[; diese Diebereien Kc!) einzig auf die Hauptstadt beschränken, während nicht nur die Bewohner der nahen Piräusskadt, son- dern auch die aller.“ übrigen Städte des Reiches von dieien Ex- cessrn gänzlich vericlwnc sind. LeUtc, welche die Verhältnisse qe- naucr kcnnchsind dcr Anficht, daß diesem Uebelsrande nur da- durch abgeholfen werden könne, wenn die Polizei der Haupt- stadt dei“ Gcmeinde-Behdrde abgenommen und in den Bereich des unmittelbaren öffentlichen Dienstes gezogen werde. Es ist auch in andern Ländern die Erfahrung gemacht worden, daß die_©cmxinde-Polizei cin allzu schwerfälligis Geschöpf ist, als dax; cs iich mir der raffinirrcn Beweglichkei: und Schlauhcir dci" _Sch_c1me von Profesi'idn messen und die Tausende von ge- schäitsloien anioidiicn, die sci) in einer Hauptstadt herumtreiben, gehörig Überwachen kinnce. Glücklicher war die Atheniscve Po- lizei vor einigen Tagen in der Habhaftwcrdung eines Mörders, welcher des Abends seinen im nämlichen Hause wohnenden Ka- meraden im Bett ermordete, um ihn scinei' kleinen Habschaft zu berauben. Der Mörder srcckce den Leichnam dcs Gemorde; ten in einen Sack und entfernte sci) damit von seiner Wohnung, um i n an einem abgelegenen Orte zu vcrscharren; doch auf dem „Lege trafen ihn einige Polizeidicncr, welche ihn um seine Last befragten und, als er dicselde abwai'f, um zu entrinnen, fxsknahmcn. Zur Ehre der Bevölkerung muß man jedoch bei1 fiigen, daß dieser ti'agisckw Fall der criie ist, seitdem Athen die „Hauptstadt des Reiches wu1'di“. Brasilien. ' Nachdem Korrespondenten dcr Morning Chronicle ging der (gestern unter London erwähnte) Aufstand in Bai" ia von der unceriien Volksklasse aus, die sich mit den freien ?cgcrn imd Mukarcen vcrdündct hatte. Am 7. November wur; den die Behörden der Stadt abgesclzt und neui" an deren Starr “"an-tic. _Die vorher gewonnenen Truppen verciniqten fich mic YU .)iufrührern, in deren Namen Dom Joao Carneiro da («41le Rego folgende Proclamation erließ: „Einwohner von Bahia! Das Volk Bahia's, müde der Feindseligkeit des Ho- fes vdn Rio Janeiro, hat endlich das Jock) dei“ vcrhaßten Ty- t'dntiie von seinem Nacken geworfen. Es hat seine Unabhän- gigkeit ohne den geringsten Widerstand und mit einem ungeahn- tcn Iiiihmc errungen. Bcruhigt Euch, kehrt zu Euren Beschäf-

tigungen zurück und seyd versichert, daß Eure heiligen Rechte

in ihrer ganzen Ausdehnung unangetastet bleiben sollen. Es lebe die Reli ion! Es lebe das Land, das Volk von Bahia und das Gesch! eqeben im Regierungs-Palaske von Bahia.“ Am 4ten hatte der Regierungs-Präfident von Bahia, Francisco de Souza ParaiSco, aus seinem Palasie noch eine Proclamation gegen die Empdrer erlassen, worin er das feste Vertrauen aussprach, da[; das Volk von Bahia, die Linie und die Nacional-Garden sich gegen eme Partei vereinigen würden, die ihre Uebereinstimmung mir den Rebellen von Para undKRio Grande nichtverhch1e, daß ficcincn seiner_Hauptsierne dem Kaiserreiche nichc entreißen lassen, die aneriehrtheic Brasiliens aufrechiizalren und der vielköoßgcn Hydra der Rebellion das“ Haupt zertreten würden. „Es lebe die Religion, es lebe Senhor, Dom Pedro "„ unser erhabener Kaiser, es [eben die das Geseß vertheidigendcn Bewohner der Provinz“, schloß der Aufruf des Gouverneurs an dic“800 bis 900 Mann ReqierunqS-Truppcn und die Bemannunq des Schif- fes „dAgosio“; allein als fie vorrücken sollten, ginqkn die So!- daten, b]“; auf einige “10, zum Volke über“, und die Seeleute be- gaden iici) auf ihr Sevi" zurück. Die Eugiiscde Kriegsbriqg „Wizard“, mir 20 Kanonen, s(bi'ilzké die Britischen .Kaiificutc, viele Lcute 11:0)th die Stadt zu vcriaffen, ob-gle1ä»,wie dcr Enqiiscbc Be:*ici)ter1'iattci' zugicbc, die revolucionaire chicrun-z bis ]edxt Rilke und Ordnung mnsrerhaft und sirena aufi'céxicw hiclc. Viel Grund xur Aué-wandei'img gab danurchtsamm dee 'Naäiriciit, daß sicb die Einwohner von Caxoliia-sao-"Ismaso und ander_er Orte fiir die Brasilianische Regierung bewaffneten. Senhor Qarneiro, der die Proclamation unterschricdcn, iii zum Vice-Präsidentcn, Senhor da Rocha Galvao zum Präsidenten ernannt; dcr Letztere wird täglich aus seinem Exile in Nord- Amerika zurückerwarrec. Die Brasilianische Kriegsbrigg, welche den C'xprasidencen an Bord nahm, Ward von den Forte; dei" Stadt aus escig beschossen und liegt 015 jetzt vor dem Hafen, ob in der b:“tcht, ihn zu blokiren, ist nicht bekanni.

Inland. "

Berlin, 5. Jan. Nach Ausweis des kiirzlich erschiene,- nen Verzeichnisses der S.udirenden an der Universität zu „Breslau beträgt die Gesammizahl der bei dersei en immatri- kulirten Studirenden in diesem wie im vorigen «cinesier 721, indem statt der abgegangenen 150 Studirenden eben so vici neue hinzugetrcten sind. Die evangelisch-theologische Fakultät zählt deren 158, die katholisch1theo1ogische 101, die ]m'isiisci)c 11.2, die medizinische 128 und die philosophische 126. Ucberdics bc- suchen die Universität, als zum Hören der Vorlesungen berech- tigt: ;; Personen, deren Jmmatriculaiion noch 111 3115991150 ist, 90 Eleven der 1nedizinisch-chirurgischen Lehr-Anstalr und 8Phar: maceuten und Oekonomen. Es nehmen mithin überhaupt 828 Personen an den Vorlesunaen Theil.

-- Man meldet aus Köln unterm 28. Dczemhcr: „Der Rhein isi bis" gestern so außerordentlich gestiegen, daß hier, wie in Düsseldorf, das Wasser in einigen Stunden Über das Boxi- werk trat und einen großen Schaden unter deik Kaufmanns- gi'itern anzurichtcn drohte; besonders war dies inDiisscldoi'f zu befürchtcn, wo ganze Ballen Waarcn schon 7 Zoll tief im Was- ser auf dem Freihafen lagen. Aufs schnellste wurden diese nun fortgebrachr, hatten aber doch schon gelitten. Bei Emmeiiéd iind Kleve war das Wasser ebenfalls ungewöhnlich hoch, und namcmlici) der alte Rhein, der im Sommer beinahe ausii'ock'nxt, von ci- ner außerordentlichen Breite. Die Felder, die Wiesen wurdcn überschwemmt, Bäume mit forigeriffcn, Dämme an ciziigcn Stellen durchbrochen und ganze Saaten wcggeicbwcmmr mid ruinirt. Eben so sind auch die Ncbenßüsse des Rheins“ außer; ordentlich gestiegen und die Wippcr, die im Sommer so undi“; deutend ist, daß man bei Barmen und Elberfeld mir Schi-hcn dm'chwarcn kann, ohne nasse Füße zu bciommcn, ist um 12 “Jux";

csiiegen, und hat vorgestern in den Straßen der bcidcn Fabrik- Érädte gestanden, bci Kronenberg aber einige Stahlhämmci“ fortgcrisscn und überall mehr oder mindern Schaden aiiiiei'iwrcc.“

- Zn dxm Zsitraume vom 1. April bis 1111. September 1). I. haben iich im Herzogthum Sachsen 1115 Brande eicia- net, wovon 5 durch Blitz, 1 durch Verwahrlosung, ;;3 durch muthmaßliche und 1 durch erwieseneBrandsciftuna, dic Obrigcn 74 aber durch unermittelcc Zufälle intiianden, und wodurch 2151) asociirten Grundbesißern 132 Wohnhäuser, 116 Stan; MW Seiken-Gcbäudc, 120 Scheunen und 4-1 sonsciqc Gebäude totai eingeäscheért, 851 Wohiihäusek, 56 Stall; und ((Seiten-Gebäude, 3-1 Scheunen und 13 sonsteiLc Gebäude abcr theilweise beschä- digt worden sind. Zur &eckung der hierdurch cmistandcncn Kosten ist eine Summe von [21,323 Rchir., mithin von dem Haxpt-Verficherungö-Qitanrum von 71,0317,Li7*,'., Rthii'. cin Bi'iti'aa von 5 Sat“. 4 Pf. vom Hundert aufxubrinacn.

* ieccorologischc Beobachtung.

1838. ' Morgens ' Na.?ntiiiags ! Uvmdz ;);aw cinnmiign 4. Januar. | 6 "br 2 "!*-'. i 11) 11111.- ' i14rob1ckt--q„ ( Luftdruck ..... 339,08"“Par. ZW,"!"Wak. 3.'*1*.)!!“"*11a1-.'_k Q11c111v511-n1c 6.7" R Tuiiwärmt 1- 45“ R. - “23":11. - “.'-***“R. "* inaüwarnx 11,0" :)? Tdanounkt ... j- 7,2 " R. “- 4 3" R. „- 4 0" N. Bodenwärme (],-.;“ Ii. Diinstsäitigungi 79 pCt. ] 81] FC:. 1“ 83 pCt. AiwdiinüimgijltLl"Nd. Wemr.....-' Z trim. ÉÖUU. ] m'i'." Nirkeri.2*1.1« 11.1111“ “311“, “Kind......“ | SO. EO. ! CO. Likarmcwcckici -- !,.-*' Woikmiug -. - SO. ? - » 3,1". Zag-smiyiei: 339,13--- Par., „310717 _ __3„-,0«,._ 81161 CTO.

Zerliuek [;o-.». [19.11 5. .!nmmk 1838.

.*,M/kk'k'Üéks' F**oxc/x- “„k/ ck;-/ck-('-“x.r-2-kk-/„

' k'k.*()n e', . . 1 *

:; Zkixs. [ 172144. ZF! Zkik'j'l (1011811411. Zt.-§cbu|ai-5e]|. * 4 [()25/5 [[]21/3 k'omm. 110. i 4“ [UNI “4 «* ['k-kugl.“bl. 30. 4 19123“ "12! /4 link- ".Wenn-. 110.! 4] "9931; ] "* pkÜnJcb-(ÖUZ-eekix- “41/4 (“133,74 130. Un. [10.7330 99 “' 3 ; “()J/3 !(«-nn.0hl.m.1.c.! 4 103318 111275 5.1.1.1-x„«1.- 119.3“ 45 10715, ck «- Um. [of. 5911. (10-114 "* [GL ' /4 i'lüx [*.-U. l'. 1111117“! ] , cm, 5m-1»111»1.;4 1031)8 „_ 5.1. ck. [(.-1.3".7-1 !*"6 ' /J . _ Königsli- 01). [4 -- -- (2011) “] marco [», 253! 54 k 214: “. klbingek 110. U- *- “"-ue "naaeeu _; 181 4 . „_ [)x-n. 110. 11-711. -! 43 ! „2 !*“ri.1ikic1--1l'0k ,»1 137," [ qi 13] *] , Text]".pkauäiegz 4 ][“)3/4 -- 11-11. 6011111111»; *] , - Ükosak». l'on. Co.; 4 ---- [()4 n'“ 151 .3 7111. l..- 131,16 127/14 "sept. ["t"-neibk. | 41 100374 -- ““NRW!!!" --, 3 ] ;“: .-

„411511'517115:*1*lköpgoxx „4 mx! k1'(|11|11. 31. [)?!0111111 1". Fiocisrk "“i-"k"]. 5c1111111 321 ',“15. 39,19 110. ». ROUL- „4111. 1977-16“ _ zniii-orpdn, 30. 0020111101“. Jena 11111. 191,12. [77611121]! ["i 3. Kl., 2. „13111131:

Zins]. -.

vatoi'k. 59/0 Bloc. ]05'„-“._,. 1113-17. 4“',*„ 1110 (I.

: '- - 21/)0/0 60' (7. ]";0 L““;“m. 253/5- [5311k*.-Ri:tii'n 16947. 1683-

]'artia| - 0111-

- .Wsz-*:-«„-„-.„„. .