1838 / 23 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

sie angezeigt, daß fie vom 2. Januar an * Werth von 500 bis 20,000 Franken ausgeben werde, die durch ndossirun übertragbar seyn sollten. Nach dem bisherigen ystem ha e die Bank nur Noten zu 500 und 1000 Franken, auf den Vorkeiger lautend, verauséiabt; diese hätten in Paris und sei- ner unmitte baren Umgebung in edeutendem Kredit gestanden und seyen in diesemBereich zahlreich verbreitet, außerhalb dieses Umkei- ses aber nicht so leicht statt Geldes anzubrin en gewesen, und zwar besonders deshalb,_ weil fie nur auf den or eiger gclautet, so daß, wenn se sm) auch ZU'Zahlungen von and zu Hand in einer und derselben Stadt geeignet hätren, doch bei ihrer Ver- sendung von einem Platz zum anderen einige Gefahr gewesen sey, und man fie, da eine solche Bkiknote, wenn se verloren ge- gangen, nicht erseßt werden könne, nicht gern wohin geschickt oder mitgenommen habe. Die neuen Noten oder Billers auf Ordre sollten nun wahrscheinlich diesen Nachtheilen begegnen, denn da sie , wie andere Handels-Valuten , durch Jndossirung übertragbar seyn würden, so werde sich ihre Circulation vermach- lich weitüber Paris hinaus erstrecken und ihr Gebrauch um soallge- meiner werden, als kein anderes Papier eben so sichere und so- lide Bürgschaften darbieten dürfte. Wie es scheine, sdilten sie vorzüglich den Kaufleuten verschiedener Städte zur Erleichte- rung ihrer Abrechnungen dienen und auf diese Weise zur Ver- minderung der Kommisfions- odcr Mäkler-Gebühren beitragen, welche die Banquiers für ihre Tratten zu empfangen pflegten, oder auch der so häufigen Nothwendigkeit von Baarsendungen abhelfen. Es sey jedoch sehr die Frage, ob diese Einmischung der Bank in die Geschäfte und den Erwerb der Geldhändler in Frankreich populair seyn werde, da die Lekzteren jedenfalls be- deutend darunter leiden würden. Uebrigens solle dies , dem Vernehmen nach, nur der erste Schritt zu einer von der Fran- zxdsischen Bank vorgeschlagenen Erweiterung der Papier:“ &irculation seßn, denn die Billers au Ordre schienen für jetzt nur zum Ge rauch der Kauf- und andelsleute bestimmt zu seyn, der beabfichtégte Eudzweck aber sey, ein Papiergeld einzu- führen, welches unter dem großen Publikum in ganz Frankreich zirkuliren könnte. Um dies u erreichen, würde man es nur dahin zu brin en haben, da[? die Banknoten in allen großen Städten auf erlangen des Inhabers realifirt würden, und dies werde jelzt nicht schwer halten, wo man Banken in den Depar- tements zu errichten anfange, mit denen man sich dann nurgleich an- fangs darüber zu verständigen hätte, falls nicht die Franzdfische „Bank selbst eine Anzahl von Filialbanken einrichten und solchergestalt ein Kredit-System begründen wvlle, welches die Wohlfahrt des Lan- des zu erheischen scheine. Wenn nun auch in Frankreich Viele geneigt seyen, das Gedeihen des Handels in England dem Pa- pier- und Kredit-System beider Länder zuxéusclweiben, so fehle es doch auch nicht an Solchen, _die in dem «sunscye, eine engere Verbindung zwischen der Französischen Bank und Re icrung u Stande zu bringen, einen tief angelegten Plan der mats- olitik erblicken Wollten.

Das 1600 Tonnen haltende Dampfschiff, Welches zwischen Bristol und Neu-York fahren soll, liegt jetzt in der Themse, und1ffseine Maschinen einzunehmen und soll die Fahrt im April er nen.

Die Kälte wird hier von Tag zu Tage heftiger; in der vorgestrigen Nacht ist eine ungeheure Menge Schnee gefallen, und die Communication wird immer schwieriger. Die T emse fängt an, große Massen Eis zu treiben, welche die Schi fahrt sehr gefährlich machen. Die Feldarbeiten smd natürlich ganz unterbrochen, und der Preis der Hülsenfrüchte ist sehr gestiegen. Die Bassms im St. James; und Regents-Park find zwei Zoll dick mit Eis bedeckt. Es wird viel darauf Schlittschuh gelau- fen, mehrere Personen sind aber“ auch da die Eibdeck'e noch nicht überall ganz fest ist, bei diesem “Vergnügen schon in die größte Lebensgefahr gekommen und nur mit Mühe gerettet worden. '

Briefe aus C uba melden von einem fürchterlichen Sturme, der in“Trinidad de Cuba und der Umgegend gewütbet hatte. Die ganze Stadt Cafilda ivar vernichtet und die Küste vier bis fünf Meilen weit mit Schiffstrümmern bedeckt. Das Was- ser stürzte in Strömen *von den Gebirgen und überfüllte die Flüsse so, daß das Land weit und breit überschwemmt war und das Vieh zu Tausenden, so wie auch gan e Gsbäude, in die See geschwemmt wurden. In Trinidad lieb kein Schiff im Hafen unbeschädibgt, 20 bis 30 Menschen wurden getödtet, und viele Andere star en später an den erhaltenen Verletzungen.

Briefe aus Mexiko lassen eine Empörung in jener Hauptstadt be ürchten. Schon soll die Regierung militairische

orkehrungs- aßregeln getroffen haben. Die Mißvergnügten bezweckten die Herstellung der Bundes ; Verfassung , und man meinte, daß Bustamente wohl werde nachgeben müssen. Im zwischen "erklären sich die Kan eute in ihren Briefen ziemlich unbesorgt. So berichtet die imes. Auch der Morning Zerald meldet dasselbe aus Vera-Cruz_ mit dem Zusahe,

antana sey stark im Verdacht, seine Hand dabei mit im doch fürchte fich die Regierung, gegen ihn ein- zuschreiten. Die Empörun in Puebla, angezettelt von dem Menschen, der vor einiger eit den Französischen Konsul ermor- -det und dem Gefängniß zu entkommen gewußt hatte, war glück- lich unterdrückt worden. '

Belgien.

Brüssel, 16. Jan. Vor einigen Tagen befand fich der älteste General der Britischen Armee, Lord Lynedoch, unter den Gästen eines Diners bei Sr. Maj. dem Könige. Der Lord, der im Jahre 1814 an der Spitze eines Britischen Corps zuerst “wieder vonAntwerpen BesiÉ-nahm, hat sich unter dem Namen Sir Thomas Graham im panischen Feldzuge unter Welling- ton sehr ausgezeichnet und ist jetzt 92 Jahr alt.

,Die Gazette van Gent enthält folgende Aeußerung, welche zeigt, wie sehr der Flamändiscl)-Germanische Volksstamm in Belgien nach Oberherrschaft strebt und wie er jedes Mittel ergreift, um dem Wallonisch-Gallo-Romanischen , der bis jetzt dieselbe faktisch in Händen Zak, zu beweisen, daß er die Kraft des Landes ausmache. Die eitung sagt: „Der Haß und Neid, welchen die Wallonen gegen die Flamänder hegen, haben fiel) jüngst bei Gelegenheit des un lücklichen Zucker efeßes in der Repräsentanten-Kammer aus e prochen. Alle allonen waren

darüber einstimmig , diesem auptzweige der Industrie in un- sern Flamändischen Provinzen den Todesstreich zu versetzen, um den Anbau der Runkelrüben zu ermuthigen. enn die Antwerpxier Nicht mit Aufstand gedroht und eine Trennung der Flamändischen PkoVinzen von den Wallonischen mit eigner Ver- waltung im Hknkergruude Yzeögt hätten, so wäre dieser Erwerbs- IWÜSFM RansUchk der a onen zum Opfer gefallen; dieser geschetterte Yersuch muß den Flamändern zeigen, was fie von dem Walloms en Stamm erwarten müssen. Haben nicht die Waaonen die heueruu ber „Ko len veraniaßt,-und wenden fie 1111111011; jest jedes M mt an, diess Thermen] fortdauere

Spiele zu haben,

Noten auf Ordre zum = Ist

88 :

es nicht eine Schande, daß die Flamänder, Welche zivei Drittheile der Bevölkerung ausmachen und mehr als weiDrit- theile der ganzen Auflagen zahlen, nicht einen ihrer andsleute in dem INini erium sehen; daß, mit Auswthe einer einzigen, alle Gouverneurskellen an Wallonen, die weder unsere Sprache noch unsere Sitten kennen, verliehen smd; daß die Flamäu- der von allen Aemtern entfernt werden; daß bei allen Ver- handlungen und Verordnungen der Regierung, der Provinz- und Orts-Verwaltun-g und der Gerichtshöfe die Französische Sprache eingeführt ist, eine Sprache, die dem größten Theile der Bevölkerung dieser Provinzen fremd seyn muß; daß schon mehr als einmal ein Unglücklicher, welcher vor einen Gerichts“- hof oder die Asslscn gestellt wurde, vcrurtheilt worden ist, ohne daß er sich verthcidigcn oder nur verstehen konnte, wovon die Rede war. Mit Grund und Ursache kann man daher behaup- ten, daß die Majorität von der Minorität beherrscht wird. Es ist längst Zeit, daß dieser Zustand der Dinge aufhöre, und daß der Tyranney der Wallonen ein Ziel gesetzt werde. Fla- mänder, laßt uns alle unsere Kraft anwenden,xum von unserm eigenen Volke regiert zu werden, und schreiben wir auf unsere Fahnen: Nieder mit den Wallonen und den Französischen krquxällmxxl“

In der Nacht vom 13te11 zum 14ten d. ON. war hier eine Kälte von 16 Grad Réaumur, welches die niedrigste Tempera- tur ist, die man hier jemals beobachtet hat.

Deutschland.

ckHannover, 18. Januar. Sicherem Vernehmen nach, ist von c. Königl. Majestät eine veränderte Formation der In- fanterie beschlossen, welche allernächstens zur Ausführung kom- men soll. Die Infanterie, welche bisher aus 16 Bataillonen Lt 4 Compagnieen bestand , wird künftig 20 Bataillone zu 4

ompagnieen zählen , wonach der Bestand an Mannschaft sich nicht verändert. Die Eintheilung der Infanterie wird seyn: 8 Regimenter (worunter ein Garde; und ein Leib-Regiment) zu 2 Bataillonen, und 4 leichte Bataillone (worunter das Garde-Iäger-Bataillon). Das Garde: und das Leib-Regiment so wie das Garde-Jäger-Bataillon werden in Zannover Gar- nison halten, das “Ire Jnfanterie-Regiment in ildesheim und in Hameln, das 3te in Celle, das 4te in Lüneburg, das 5te in Stade, das 6te in Osnabrüdk das 7te in Aurich und in Nien- burg; das 2te leichte „Bataiüon wird in Göttingen , das Zte in Einbeck und das 4te in GoSlar stehen. Die Verstär- kung des Garde-Regiments, so wie die Zusammensetzung des Leib-Regiments geschieht durch abgegebene N2annschafc aus allen bisherigen Linien-Bataillons; das 4te leichte Bataillon wird auf gleiche Weise durch die überzählige Mannschaft der Jäger- Garde und der beiden- anderen leichten Bataillons gebildet; übrigens formiren sich die Regimenter aus je zwei der bisheri- gen Linien-Bataillons: das 1ste und Re Bataéllon (Goslar und Hameln) bilden das 2te Regiment in Hildesheim und Hameln; das 3te und'_4te Bataillon (Hildesheim und Celle) das Zte Re- giment in Celle; das 5te und 12te Bataillon (Lüneburg und Harburg) das 4te Regiment in Lüneburq; das 6te und 7te Batailxon (Stade-und Verden) das 5te Regiment in Stade; das 8te und Ute Bataillon (Osnabrück und Lingen) das ("xte Regiment in Osnabrück; das Re und Mrs Bataillon (Nien- burg und Emden) das 7te Regiment in Aurich und Nienburg.

Dresden, 15. Januar. Nachdem gestern in den Abend- stunden die Vigilien für Se. Königl. F oheic den verewigten Prinzen Maximilian in der katholischen Hofkirche gehalten wor- den waren, fanden heute nach 1111hr Vormittags dic C'xequien für denselben statt, welchen beiden die ganze Königliche in tiefe Trauer versenkte Familie, wie der sämmtliche Hofstaat und eine zahlreiche Menge von Personen aller Stände und Klassen beiwohn- ten, welche Liebe und Verehrung. für den trefflicbcn und from- men Fürsten zu diesen rührenden Feierlichkeiten hinzogen. Als einen solchen schilderte ihn aucl)_dcr Hofprediger Die- trich in der schönen Gedächtnißrede, welche er mit Würde undZnnigkeit hielt. Als ein Muster und' Vorbild echt christ- licher Tugenden stellte er den Vcrklärten auf, und folJte seinem Wandel durch das Erdenleben mit Erbauung und K'rZebung. Das darauf folgende von der Königl. Kapelle und den irchen- sängern meisterhaft auSgeführte Requiem war eine neue noch nicht gehörte Compofition unsers Kapellmeisters Reissiger , und bewährte von neuem dessen Meisterschaft im Kirchenftyl. Be- sonders ergreifend war seine Tonsekzung des an fich schon so erhabenen lateinischen Gedichts 0195 img, äje: j113„

Leipzig, 20. Jan. (Leipz. A. Z.) In der nunmehr verflossenen Neujahr - Messe, welche im Allgemeinen nicht zu den besseren gehörte , war der Tuch -Artike1 derjenige, welcher in den ordinairen und mittelfeinen Gattungen am meisten Nack)- frage fand. Die Michaelis-J)2eß-Preise wurden ern bewilligt, wobei das Anziehen der Wollpreise den VerkäUZern zu statten kam. Auch in Leder wurde verhältnißmäßig viel umgesetzt und für beide genannte Artikel nicht unbedeutende Summen in baa- rem Preußischen Courant in Anspruch gendmmen, welche größ- tentheils vom Platze gingen. Gleichzeitig wurden die Kassen durch Baarsendungen in die Fabrikaegenden, wo fich seit der eingetretenen Besserung in den Amerikanischen Handels-Konjunktu- ren die Thätigkeit zu heben beginnt, und durch die sich drängenden Einzahlungen zu den meisten gewerblichen und andernActien-Unter; nehmungen des Landes , mehr als vorauszusehen war, in An; spruch genommen. So geschah es, daß fich am Ende Dezem- ber ein ungewöhnlicher Geldmangel auf dem Plaße fühlbar machte, welcher besonders den Cours der Leipzig-Dresdner Ei- senbahn-Actien drückte und den momentanen Fall derselben „bis auf 90 Procent zur Folge hatte. ZWar gingen diese Papiere bald wieder auf 95 Procent, doch wird es einiger Zeit bedürfen, ehe die zu Herstellung eines natürlichen Gleichgewichts erforder- lichen Circulationsmictel dem Platze wiederum zugeführt werden können, weshalb es um so dankbarer zu erkennen war, daß von Seiten des Königl. Finanz-Minifteriums die Leipziger Diskonto- Kaffe für den Zahltag mit einem Vorschuffe von 150,000 Rthlr. Pr. Cour. unterstützt wurde. Das Bedürfniß eines mächtigen Geld- Insritutes für den Leipziger Platz", sowie für den Sächsischen Handel überhaupt, trat bei dieser Gelegenxzeit mehr als je hervor, und

schen Verhandlun en zur Sprache gebrachte Bank bald ins Leben treten, auch der eitpunkt nicht mehr fern seyn möge, wo mittelst des durch die Verordnung vom 8. Januar bereits vorberritetxn Ueberganges zum 2l-Guldenfuße der in fast unerträglicher'Weise überhand enommenen Münzverwirrung im Handels-_ wee im täglichen erke'hr ein Ziel 2Zesteckt werde. ;- Wab die Meffe selbst anlan t, o war das innengeschäfc ziemlich still Wie dies nach Bernd gun der Weihnachtsverkäufe, welche irn Monat De,- ember einiges eben zu erzeugen pflegen, gewöhnlich der Fall ist.

achtheilig für den Großhandel war die Rückwirkung der in Odessa

vielfach wurde der Wunsch laut, daß die bei den letzten |ändi-_

ewiesenen Zwischenstationen Brody, Berdiesch rt warde. Eben so waren auch die Geschäfte mes der Moldau und Walachei schwach und nur wenige Käufervo" daher zur Messe gekommen; Ein Kaufmann aus Tiflis, We?“ cher von ?amburg, Wo er nch seit vorigem Sommer auf e ab“- ten, nach eipzig zurückkehrte machte einige Einkäufe in ck, Elfchen Manufaktur; und in Éeiden-Waaren. Für diesen legt,“ rtikel konnten keine höheren Preise erlangt werden, un ea n" die Rohseide, in Folge des gcrin en Ergebnisses der letzten „„th der Speculation und des vermeFrten Bedarfes indenFranzösxsche- Fabriken (vorzüglich für Engiand und Spanien), fortwährend it;“ Steigenisk und fiel) den höchstenPrcisen des Jahres 1836 wiederum nähert. Zn wolTenen und baumwollenen Waaren war Über, haupt nur mäßiger Absatz,.doch mehr noch in Sächsischen ais in Englischen Fabrikaten. Nordische Produkte waren ZWar ni [ ohne Nachfrage, und es sollen vor der Messe einige VerkäUfe in Hasensellen stattgefunden haben, Welche bessere Preise q„ bracht hatten als zur vorigen Michaelis-Messe; doc!) hielten M'] nicht aus, und am Sch1usse der Neujahr-ONesse standen fick) KW fer und Verkäufer noch beobachtend gegenüber. Nm- ia Schweinsborsren waren einige Verkäufe zu leidlichen Preisen gemacht worden. Im Ganzen sind wohl die bescheidenen Än- sprüche, welche an eine Neujahr-Messe gemachk werden könn nicbt unerfüllt geblieben, und was sich aus der Gegennmrc die nächste Zukunft ableiten läßt, ist vielmehr ermurhigend niederschlagend. ,

Ritzebüttel, 16. Jan. Die „Brittania“ mit den; ten Posten vom 9ten und 12ten von Hamburg und Bre nach London bestimmt, liegt noch hier. Wenn Zeit und . stände sich dazu eignen, gehen morgen die Posten vielleichtü Neuwerk nach Helgoland.

Passagiere, welche mit der „Viktoria“ von hier nach don abgehen wollten, sind gestern bereits zu Lande nach . voetluis von hier abgereist, um wo möglich von dort oder Ostende nach London zu kommen. Bevor der Wind _1_1ichts*'. [ich wird oder Thauwetter eintriti, ist an eine freie Commu cation seewärts nicht zu denken. Wenn aber der Wind süd! wird, so ist die Verbindung mit der See, selbst bei dem stä sten Frost, in einigen Stunden frei.

Oesterreich.

Wien, 16. Jan. Berichten aus Venedig vom Uten» zufolge, geht es mit dem Befinden Sr. Kaiserl. Hoheitd Erzherzogs Friedrich fortwährend besser.

Der bisherige Ober-Srallmeisker des Königreichs Ungarn Graf Franz Zichy, ist

niger dahin u. s. w. gest

S (1) w e i z.

Zürich, 12. Jan. (N. Zür. Ztg.) Nach dem „EW ler“ erwägt jekzt der Vorort die Zweckmäßigkeit ciner verweht- ten Anzahl der Handels-Konsulate in den Vereinigcen Sra- teu. Der vollständige Plan ist, daß deren sechs beste en11-1, nämlich in “'New-York, Philadelphia, Alexandrien, Qinciurr'r, New-Orleans und Charleswwn.

Ostindien.

Ein Schreiben aus Indicn_vom Mai vorigen Jahres e* hält folgende Angaben über Cochinchina: „Jm Anfaw des Jahres 1830 hatte Minch-Hang, der Kaiser von Cocbi china, ein Dekret erlassen, wodurch von neuem dic christli Religion verboten und neue Untersuchungen angeordnet 1v* den, um der Missionaire und aller in seinen Staaten r-erb genen Europäer habhaft zu werden. Dis Todesstrafe wurd- gegen jedenEuropäer ausgesprochen, den man ergreifen wü»; egen jede Familie, die ihm großmüthig einen Zufluchtsort- währt hätte, und gegen den Vorsteher des" Ortes, wo i'l'Zv funden würde. Die Mandarine solcher Provinzen aber Wen mit Baskonnade und Degradation bestraft werden. & päischen FahrzeuY dürfen hinfort nur in dem_Hafen vonrrran Handeltreibcn. eiihrer Ankunfrdaselbsttniixz der Hafen-Miw darin die Liste der auf dem Schtffr befindlichen Prrsonenauf- nehmen, um fich zu verfichern, da[; “sie tm_ Augenblicke der Ab- fahrt alle am Bord sind, bis wohin das Fahrzeug genauba Wacht und dann bis ins hohe Meer eskorccrt Wird; Wenn» einem Europäer gelinZt, die Wachsamkeit dcr Schildwachen täuschen und sich am ande zu verbergen, so werden die [tre sten RachsuchunZen gehalten yndwttd er ergrtnen, so tst* Todesstrafe sein oos. Die Éhmestschen Fahrzeuge kö_xmenn wie vor in allen Häfen Handel treiben, nur müssen ne Ick * ihre Mannschaft einer Untersuchung unterwerfen, um sicher

seyn, daß fiel) kein Europäer am Bord befindet.“

Meteorologische Beobachtung. Morgens ! Naivmitta'gs Abends | Nach cinmalig

1838. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

20. Ianrxar.

Quellwärme 6,70!

Flußwärme 0-0

Bodenwärme -3.,1

AuSdünsung 0,011“

Niederschlag WMW

Wärmewechsel “5-1 - 9-09.

Luftdruck ..... “333,91““Par. 334,52““Par. "337,41““Par. Luftwärme --13,00 R. |- 6.4 0 R. '- 7,5“ N. Thaupunkt -- 13,10 R. - 7,5991. - 8 8 9 R. Dunfisättigung 9-1 pCt. 88 pCt. 89 pCt. Wetter ....... Schnee. Schnee. trübe. Wind ........ NO. NO. NO. Wolkeuzug . .. - NO- Tagesmittel: 335,26““ Par... - 8,80 N

Königliche Schauspiele. . Montag, 22. Jan. Im Schauspielhause: Maria Stu" Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. , : Dienstag, 23. Jan. Im Opernhause: Der Posnllon ' Lonjumeau, komische Oper in 3 Abth., von A. Adam. Jm Schauspielhause: Französische Vorstellung., Mittwoch, 24. Jan. Jm Schauspielhause: Dre ster, Schauspiel in 5 Abtk)., von C'. Leutner. “(Herr Fürst.) Hierauf: Was den Einen tddtet, giebt dem

Leben, dramatischer Scherz in 1 Akt, von Albini.

Königsftädtisches Theater., ub Montag, 22. Jan. Der Verschwender. Original-Za . rchen in 3 Akten, von F. Raimund. Musik vom Kap

me“ r Konr. Kreu er. . Dienstag, 23. an. Der Rattenfänger von Hamel? ei mantisch-komische Oper in 3 Akten. Musik vom Kaps m

Franz Gläser.

Gesch'“ Rott: d Ander

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Redacteur 12-1. Core“,

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Gedruckt bei 21- Hayn-

? ! unterbroehén, sondern aueh der

ausgebrochenen Pest, Wodurch "“YZYHIUTUDÉUFÜ"ÜFYUZXRW

zum QbowThÜk'hütr-r und dagegend„ Graf Emerick) BattHyan zum Ober-Stallmeisrer ernannt worde:

Die Ww-

- 8,5 0 R... 90 pCt. 11

Preußiscbe Staats-Zeitung.

Allgémeine

Berlin, Dienstag den 231": Januar

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Des Königs Majestät haben den bisherigen Land; und Z

tadtrichter und Kreis-Zuykßzratk) Lympius zu Pyriß um bex-LatidesgercMs-Ratk) und Mitglieds drs Ober-Landcsgcrizcizts Stcktm zu ernennen geruht.

Der bisherige Professor am Berliniscdcn Gymnasium zum z

rauen Kloster, Bonnett, ist um Direktor des Friedrich- erd'erschet) Gymnafiums hierselb crnannc worden. " " Dcr be:?herigdL-and- und Stadtgericht»Secretair Peli- 115“ zu Herford 171 zum Zuftiz=Kommiffarius bei dem Land- d Scadtgerrchte zu Rictbcrg und zugleich zum Notarius im ezirkc des Obcr-Landesgcrichcs zr: Paderborn bestellt worden.

Zur Feier des Jahrestages Frirdriclss des Zweiten wird - K_dnigliche ?Lkadrmie der Wissenschaften am Donnerstage n Losteétld. I)»,K NaZch)mitcags um “1 Uhr, eine öffentliche “zung _ a 1211, ,;cr utriit zu dcrscLbcn Tc t aucb olnc b* dere Einlaßkarte'frci. " "“

Angekommen: Se. Excellenz dcr Kai'crl. RU*"[“-;l* raleieutenanc De„“trem, von Sx_ PÉTU'SÖTU'Z. 111 )k GO,

ZLUUNZSÉNUÖT Anstand.

Frankreich.

Pairs-Kammcr. Sitzung vom 15. c*anuar ** royseegelbeWahrrr legte in dieser Sikzuanwci neueéöee; ;Cntwürfe vor: einen in Bezug auf die Organisaxion dcr andelbgerichte, den zweiten in Betreff der Kompetenz der Frie- nsgrrxrbte.“ Der Minister des Innern brachte nochmals n Geietz-Cntwurf wegen der Brhandlung der GeisteSkranken n, der, nachdem er bereits in der vorigen Session von der ebutrrxen-Kammer angenommen worden, schon damals der „atrs-Kar-nmrr- vorgr-legc worden war. Der Handels-Mi- ""Y“ theilce emen Geseß-Entwurf wegen der Polizei des Land- d ,ßracbtfuhrwescns mit. Die Pairs-Kammcr hatte sich mt sem Gegenstande bereits in der vorigen Sesfion beschäftigt. er betreffende Geseh-Entwurf war aber von der Deputirten- mmer wesentlich verändert worden. Ein zweiter“ Geseß- twurf, den _der gedachte Minister einbrachte, bezweckt die ||ell1111g der1entgen geheimen Fehler der Hausthiere, die ei- n bereits abgeschlossenen Handel mit solchen Thieren wieder ckgéingtg maclgey kdxznen. - Um die mit der Prüfung dieser rsYTYYY (Gbr1seLZZnYyürxe zu bcaufcragcnden Kommissionen

, e )0 er „Kammer ““T ' ' ' * urcIaux zusanJenzutx'cten. , am ““ en in “"M" "es“" ] n der *" ißung cr Depucircen-Kammer ten verlas zunächst der Präsident drei Schreiben, mxtoexßi

eicher die mehrfa-cl) grrvählcen Herren Tupinier, Thiers 0 yon Lam'artine 1lch resp. far Rochefort, Aix und Macon tschteden. Hiernach müssen die Wahl-Kollrgien zu Quimperlé irrtsterre), Libotrrne (Gironde), DMkircbcn (Nord) und der etre Wahl1Beztrk zu Macon aufs neue zusammenberufcn rden, um zu eineerepucirten-Wahl zu schreiten. Dcr Mar- 11 Clauzcl, der gxletxcl)falls doppelt gervählt worden ist, nämlich

Toulome und Jihetel, hat noch keine Wahl getroffen, ist er, rtachdcm er die erforderlichen Zcugniffe beigebracht hat, rläufig als Devutrrcer zugelassen worden. _ Der Großsie- lbewahrer legte hternächsk cinen Geseß-Entwurf kibri“ die *nkerotce. und einen a„ndercn Über die Tribunäle erster Jnstarz

das Büregu des Präsidentennieder. Zugleichkändigte eran daß näcbüens einen Gcseß-Entwurf über die auf Aerion besteheriden ndels-Yezrüschasten einbringen werde. Der See-Mini- r cnthcreitr dee Gründe zu einem Gescß-Encwurfc, in wcl- Y0r_r0fur§ das laufende Jahr txacHträglich einen "Kredit von . (.; 0 Jr. vrrlangt, um mit „Hülfe derselben für die leßten i'Monace dtesrs Jahres ein aus 1583211411111 bestehendes aiine-lIysanteric-Regiment zu errichten und zu unterhalten erÖNinryter des Znnerxr legte den Gcsclz-Entwurf über: rBefugncszxsr drr General-Conseils der Departements und [s Wr-ksßonsetls vor. _Endlicl) brachte auch noch der Han- ese"É“n“|er den bereits 111 der vorigen Session vorgelegten m "“[l ntwurf Über die Nußung der Bergwerke ein.» Nach- 11 a e diese Geseß-Cntwärfe an die Büreaus verwiesen wor- ibuYuradtféqchxTM I“")? an ck??? TaLeSordnung war, die

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tltche Sißung stattfinden. " "M M"" kerne "“

Pakisx 16- Jan - Gestern Abebd „_ . geen-9Uremn “hn"ing die große Deputation der Deputgirten-Ka?nmerp“r"m“Z ammeT-u" den Händen des Präsidenten Dupin die von der eselbe r"“c“c“rtle Adresse entgegen. Se. ?ajeskät beantworteten pfan emcho “d""nde"2"l Worten: „Mit lebhafter Zufriedenheit n jeZe G )_ kes? dlrssx- Ich_schäße Mich glücklich, beiJh- ran e ksMUUUIM wiederzufinden, von denen die Ihnen eure" angepen Kammern Mir so viele, Meinem Herzen stets ird wiewÉs'S grgeben haben. Diese feierliche Kund ebung m Resulet ke rlcht_tg bemerken , jenem ruhmwürdigen erke, , d Um) [extel_fiebrn1ährtger Anstrengungen, der Aufrechthaltung ie M'cer'e" lchkett,unserer Iristitutionen neue Kraft verleihen. ird dTKwÉkang- dle Ste M-emer Regierung so offen zusagen schen “Z! :crng derselben erletchtern, die Spuren unserer polj: kankrejch"“jzs"g""""" __tmmer mehr und mehr verwischen und Ükbkn, die FrlYZen Genuß jener Ruhe und Wo [fahre ver- genstand al1rr Meiner W11nsche md, und zu

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«TÜMÉYY"“"“"""" beigetragen zu haben, Mein größtes GM:? „Zostern „“war au den ui r * " * FFTZÉHX"Z“!“tchixkeWesfhrgtFß""T BTUTEUOLY a???) JHWH???" Yi": ; 1: mch] 21 k_1)1"1“l“_f"sbhecdtÜYYigIe""Zu“rt"“1"i"-r*§“)1?t"§re“*“)“eertéxill"r“r“1"“€.“1"s“1"e“t"1."“"(“0 F"“ : ., “T. rs? «ck «AMB. " "“"" Details über den Brand des Ita“li"ä:1“i“1"ch?1eru§hexxteerZMLFS"f?r":

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* . _ , , . ge er onen wol : , 1111 WM am 1-ten Abends wahrend drrVorkceUuYg "des „Dor; " Als aber '

Juan“ brmerkc haben, daß es nac! ' , ' _! . ) Rauch rieclc. dae Wächter nach beendigter Vorstelluxig ihre gewö“hnliche Runde

: machten, fiel ihnen nicht das geringste Verdächtige auf und die

" Thüren wurden verschlossen.

» _ Um halb 1 Uhr bcmsi“ te ' Opr-rße-mn'ann, der in dem Theater die Wack)? hatte, ZldlzldiTl“) "IZ rxner Eike dez? Saals, wo ein“ Ofen stand, der währcnsdcr dtftequtg geheizt worden war, x_iw'n sehr hellen Schein. Gleich dixiauf brach an jener Stelle diexFlannnc aus, und diäner Rauck) e.süllte_soglru1)„den ganzen Saal. DerWäcbtcr hatte nur noch IZM“ seine "*"." „Kameraden und die Beamten dcsThratcrs zu )' ülfc ?"“ rufen. Mehrere derselben liefen unerschrocken nach dem as- eibchälter, der m dem Dachwerke des Theaters a11gebrachtwar,um denselben zu Öff11611; aber Alles war zugefroren und so konnte leider dem Umsichgretfen des Feuers auch nicht der geringste Wider- stand entgegrngeseßt werden. Indessen hatte die Fsamme nach wenigen. ONtxmten die Logenreihen und die Coulisscn ergriffen, und thetlte sich nun den so sehr entzündbaren Stoffen aiif den Oberen Böden des Theaters mit. In demselben Augenblicke sah rnan 111)anan dem Boulevard aus den oberen Oeffnungen des Theaters Flammen herausscblagcn, dcr Feuerlärm ertönte, und in wenigrn Minuten war das ganze Stadtviertel in Be- wegung. Edidauerte ziemlich tanze, bevor man den Spritzen; dienst orgamstreu konnte, da bei einer Kälte von 8-10 Grad alles, Wasser efroren war. Es gab einen Augenblick unbe- schretbltcher erwtrrung , indem man mit Gewalt mehrere Läbetis erbrach, um fich Brennstoffe zu verschaffen, mit de- ren yülfe “man das Wasser in dcn Behältern aufchauen wollt? Bei dieserGelegenheit ward die Mufikalien-Handlung ""." „32errn Pacctm fdrmlich geplündert, und diesem allgemein g.ach,ceten MZnne ein unberechenbarer Schaden zugefügt. - Um 2 Uhr I)iorgens waren 30 Sprißen in Thäti keit; aber gegen die Gewalt der Flammen im Innern des T eaters ver- mochte keine menschlrche Machc me r etwas auszurichten; man mußte dasselbe dem wüthenden Eemente überlassen und alle Ayikrengungen zur Rettung der benachbarten und zum Theil mir dem Theater in Verbindung stehenden Häuser aufbieten. Dies, ist denn auch der bewundernswürdigen Unerschrockenheit und Ausdauer der Sprißenleuce vollkommen gelungen. Das Theqter selbst ist ein Schucthaufen; aber alle angränzenden Häu- ser smd gerettet worden, - ein Resultat, welches in den erskrn _Stundcn des qundes Niemand zu hoffen Wagte. - Meh- rere von den betm Löschen „befchäfcigten Personen sind ver- letzt worden; aber außer dem Herrn Severini ist Nie- mand ums Leben gekommen; und auch dieser würde geret- tet worden seyn, wenn er nicht im ersten Augenblicke des“ Schreckens gänzlich die BestnnunZl verloren gehabt hätte. Gleich nachdem er fich in höchster ngsk aus dem Fenster ge- stürzt harre, drang der Oberst Paulin in sein Zimmer, um dem Unglücklrchen durch die mit dickem Rauch angefü'llten Kor- rtdors zu führen. Cr mußte allein den Rückweg antreten und gelangt; glücklich wieder ins Freie. Herr Severini hatte von jeher eme fgst kindische Furcht vor Feuersgefahr, und seine An- ordnunzzen n) dicser BeziehunZ wurden oft von seinen Unterge- benen 1112"- Emgebungen einer bertriebenen Angst erklärt. Der qupt-Direktor des Ztaliänischen Theaters, Herr Robert, und dessen Sohn haben s1ch an „Stricken, die man ihnen zuwcrfen konnte, herabgelasscn und smd mit leichten Beschädigungen da- von gekomwen. Die (Größe des durch das Feuer angerichteten Schadxns rst noch nicht zu ermitteln. Das Theater war zwar assekurtrt, „aber bei weitem unter dem cigcntlichen Werthe. Das Mobiliar soll mit 300,000 Fr. versichert gewesen seyn.

hatte, oll durch die Zerstörung seiner e r ko baren Bibi“ und OiusikalienzSammlung einen ÉLlyadet“;é von mehÖMZÉZ 100,000 Fr. erletden. Auch erzählt man, der Säng-xr Labtachr, der sem Vermögen durch Herrn Severini verwalten ließ, habe dgsselbe gänzltch verloren, indem alle bei Herrn Severini depo- Ltrren Dokumrnte mit verbrannt seyen. - Das Jtaliänische „beater war tm Jahre 1782 erbaut worden; in der ersteren Zeit wurden “daselbst Französsche komische Opern aufgeführt, urid das Haus ward, nach dem damals sehr beliebten Kompo- nisten Favart, Salle Favart genannt. Dieser Name brachte aber dem Theater nicht lange Glück, und es diente bald nur ndch zum einstweiligen Schauplaß für diejenigen Pariser Schau- spieler ; Gesellschaften, in deren Häusern bedeutende Aus- besserungen vorgenommen wurden. So wechselten eine ZettlanZ die Opera Buffer unter der Leitung“ der dame a'talcrni, die große Oper und die Schauspie1er des Odeon rnit emandxr ab bis im Jahre 1825 der Saal avart ditrch eme Königltche Verordnung zur VerfügunJ der taliä- nischen Truppe gestellt, und seit der Zeit durch „alence, wie die der Pasta,€ der Malibran, der Fodor, der Sontag, der Grifi, Rubinis, Tamburini's, Lablache's u. s. w. zu dem be- suchtesren "(1 Paris_und zu demberühmtesien in der Welt wurde. - .Die Pariser Dilettanti haben den Schauvlaß ihrer schönsten Ertnnerungen verloren, und es fragt fich, ob“ in einem neuen Hause das alte Glück wieder aufblühen wird.

Dre Herzöge von Aumale und Montpenfier wohnten vor- qestern Abend der Vorstellung des „Don Juan“ im Italiani-

fehen Theater bei, und das Haus war so überfüllt, daß selbst

Rossini, der ein Zimmer in dem Theater für fich eingerichtet

INM .

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_„_

1838.

die entferneeske Besorgnis; vor skellung unermeßliches Unglück

Teuersgefahr während der“ Vor- Dje Gemahlin des Lords

erbeiqeführt haben würde. lanricarde, eine Tochter Cam-

5 ning's, befindet sich in diesem Augenblicke in Paris.

Von der Spanischen Gränze fehic es heute an neueren

; Nachrichten.

davon zu sprechen.

' 1789, wo es an!

Seit dem Jahre 1829 hat in arts keine “o ren e Kälte geherrscht, “Z" in diesem Winter. ie kältesten“ Hinte? waren im Jahre 1409, wo das Barometer auf 17 Grad, im ahre , 18 Grad, im Jahre 1817, wo es 14 rad, und im Jahre 829, wo es 15 Grad unter Null sank.

Großbritanien und Irland.

London, 15. Januar. Die Minister Lord Melbourne und Ldrd Palmerston kamen am Sonnabend von Schloß Wind- sor Wieder nach der Stadt, um einem Kabinetsrath bei 11on- nen, der im auswärtigen Amte stattfand und von alb ck bis! 6 Uhr dauerte. Am Abend gab Lord Holland den abinets-Mi- msterItZieirzäéineZ,

* e tensi cf'e, welch“:- dem Parlamente vdr ele : worden smd , um demselben über den Gang der Dinge it“? KZnada vor dem Ausbruche der dortigen Znsucrection den nöthigen Auf- schluß zu geben, werden jelze von den Zeitungen mitgetheilt und mit Betrachtun en begleitet. Die Morning Chronicle will aus diesen Do umencen die Ueberzeugung geschöpft haben, daß die Stärke der Papineau'schen Partei gewaltig übenrieben dar- gestellt worden sey. „Lord Gosford,“ sagt das genannte Blatt m einem jene Papiere beleuchtenden Artikel , wiederholt ein- mal über das andere, daß die Gesinnungen der großen Mass: der Fran'zöfischen Kanadier entschieden loyal seyen. Es ist völ- lig erwie en, daß die Tories in früheren Zeiten durch i r über- müthcges Benehmen viel dazu beigetragen haben, die Französ- schen waohner Kanada's, die allgemein als freundlich und gutmüthtg geschildert werden, zu erbittem. Lord Gosford sagt zwar in einem “Schreiben vom Iten September , daß die ?roße Masse der Französischen Kanadier durchaus loyal, rixdfertig und ordnungsliebend sey , fügt aber hinzu, daß auch die Regierung durch weise und verständige- Maßregeln dahin arbeiten müsse, dieselben vor den Einflüske- rimget) der Böswilsigewzu schützen. Er betrachtet übrigens die Eifersucht, welche waschen den Französischen und Englischen Kanadiern herrscht, als ein Haupthinderniß für die Beilegun der dbschwebenden Differenzen. Diese Eifersucht hat die äußers" thane Papineausche Partei, welche die Gründun einer Repu- blrk eabfichtigt, geschickt benu t und durch alle rten von Lug U'11d Trug, so wie durch Eins üchterung, die unwissenden Ha- bitans, zu Zwecken gebraucht, die über die Fassungskraft dersel- ben hmausgehen. „Ste hat indeß eigentlich nur im Distrikt Montreal ihre Abstchten in dem Maße erreicht, daß es lohnt, Die Stadt Montreal scheint der Mittel- punkt der Revolution grtvesen zu seyn. Aber selbst hier fand am 6. Jul:, in „Folge einer von 1200 Per onen unterzeichneten Aufforderung, eme Versammlung von 4 Personen'statt, der mehrere schr achtbarr Französische Kanadier beiwo nten, und in welchser man Resoluttonen annahm , worin die iaßregeln des Britrscben Parlaments ut geheißen wurden. Eine ähnliche Versammlung fand am [.Iuli in Quebek statt, die aus mehr als 6000 Personen aller Klassen von Bewohnern der Stadt und Umgegend be.!kand und eine loyale Adresse annahm, die von denen, welche ste entwarfen, untcrzeichnet ist und den Ent- schluß ausspricht, allen Versuchen, die egen den der Britischen Krone geletstcten Unterthancn-Eid geréthet wären, oder die eine Störung des Friedens beabfichti ten fich aus allen Kräften zu Widerseäen. Lord Gosford hat d en ar, wie aus einem Schrei- ben der elben vom 25. Mai hervorgeht, die Stärke der Papi- neauschen Partei zu gering eschätzt. Papineau War damals schon so weit gegan en , daß" er mit Sicherheit nicht mehr zu- rücktreten. konnre. nterm 2. September schreibt Lord Gosford, daß Papmeaus Partei fich nur mit solchen Kon esfionen be- gnügxn wolle, die ihr die Auöficht cwährten , inen Zweck, nämlich, Trennung von England und E“"rrichtun einer Republik, zu erresckyen. Papineay sey übrigens schon o weit gegangen, daß er_ nicbt mehr fijgltch zurücktreten könne, ohne seinen an- zeiz Einfluß zu verlieren. Die heftigen und ungerechten n- rtffe der eTtories gegen die Französischen Kanadier hätten eine

nunostät m Kanada erre t, die Herr Papineau zu benußen nicht untxrlasse. Unterm . September schreibt Lord Gosford daß Papineau z-ur Unterwerfung gebracht werden müsse, soné werde msn sch ihm unterwerfen müssen. Man müsse die Macht der vollztehenden Gewglt vermehren und die Constitution suépen- diren, wodurch man emen doppelten Zweck erreichen werde, in- dcm man einerseits Papineau's Abstchten lähme und zugleich das Vertrauen der Gutgefinnten vermehre. Ein Bericht des General-Prokuracors an Lord Gosford vom 2. Oktober enthält Details über de-n Erfolg der Partei Papineaws und über die Resultate des Emschücixerungs-Systems. Obgleich Lord Gos- sord damals von den bfichteu jener Partei in Kenntm'ß gesetzt wurde, glaubte er doch noch immer nicht an crnskliche UnruZen! In einem S reiben vom 23. Oktober sagt er von der ' er- sgmmlung der ähler der fünf Grafschaften, die an den Riche- lreu-Fluß- ?rän en, daß fich zwar mancherlei Gerüchte über den Zweck dre er ersammlung verbreitet hätten, unter Anderem, dgß ste eine UnabhätiÖigkeits-Erklärung erlassen und daß sie bis-xum Eintritt des inters warten und dann ihre Operation begmnen wolle, daß er aber allen diesen Gerüchten keinen Glau- ben schenke. Am 30. Oktober, nachdem die erwähnte Versamm- lung ßatt efunven, glaubte Lord Gosford noch immer nicht daß die asse der Fr-nzzfischen Kanadier fich würde überredet; lafsen „an der Empörung Theil zu nehmen. Bei Erwähnung des artenbrcefes, den der Bischof von Montreal an die Geisi- lichen seiner Didcese erlseß, bemerkt Lord Gosford, daß die Pa- pineausche Partei da ste die Religion, das Geseß und die Loyalität der großen Ma e der Bevölkerung gegen fich habe, vieneich wohkhiex und da lokale Unruhen erregen, aber niemals m