Einna me von 120018 Pfd. eingebracht; die_ Kosten betrugen 72,891X)*pfd., die Netto-Einnahme- 47,149 Psd. Nach Hinzri- ziehung des Ueberschuss“ vorn-vortgen hal'benZahreL Zei,“ 2030 Pfd. betrug, wurde eine Dividende von :) pCt., 48,7.)- Pfd. bctcagend, ausTctheilt, und es blieb demnach noch ein Ueber- cbu" von 735 *I d. s, ßMan beschäftfigt sich jetzt in der City vic! mit der Noz!) der Seiden-Arbeiter in Spitalfields. Mehr als 20,000-d1c1ec Unglücklichen befinden fich im tiefsten Elend, und es _tritt'imme-r ' deutlicher hervor, daß London nicht mehr der Ort fur .die Sei- bert-Fabriken ist, sondern daß fie nur im Norden voii England oder in Schottland, wo die Kohlen Wohlseil 1111d,11111 Vorrheil betrieben werden können. Wegen des hoheii Precied der Koi)- len ist in Spitalfields nicht eine einzige mn ONaschmcn “betrie- bene Seiden ; Fabrik mehr, und eine Bevölkerung von '.0,000 Seelen ist beschäftigt, das mit der Hand-zu L*kl'féchn, Z"“,s 111 ?)?anchcskcr und Leeds die Maschinen spinnen; , ,der werdeii- weber in London kann Überdies nicht so wohlseil arbezrrn, Wik der im Norden, weil die Lebensbedürfnisse in der I)aupesiqdc weit tdeurrr sind. So kostet in Pkanchester das_ Brcnnmarerial mir hälb so viel, wie *in London, und qutdncln "UD andere Lebensmittel find wenigskens um 32 pCt. billiger. Cine Aus- wanderung der Seidenwebcr von Spitalfields 111Masse iiach dcn Manufaktur-Disrrikten wird daher für das einéige Mittel aehaltcn, um dem Elend dicser armen Leute gbzuhel'cn. “ Auch ist das Seidenwebcn in Lancashire und Yorkihire cine_ri11träg- liche Beschäftigung, da es besser bezahlt Wird, als das Baum- wollenweben. . ,.
Es hatte sich das Gerücht verbreitet, daß „111 denz I)addlesex- HoLpitale ein dem Typhus ähnliches bösartiges Fieberaus-ge- brochen sey. Man hat sie!) jedoch überzeugt, daß zwar- in einix «rn Distrikten Fieber, allein keineSweges von so bösartigemckund Tzefährlicbem Charakter, herrschen. Dagegen sind im St. »Ho- "mas- und St. Bartholomäus-Hospirale mehrere Personen “," eiiiem drm Typhus ähnlichen Fieber gestorben; doch- hat es in dem erstgenannten Hospital gänzlick) auigehöri und in dem an- deren schr nachgelassen. '
In Folge des vorgestern Abend eingetretenezi ThaUWetters war aescern früh eine Menge Arbeiter an verschiedenen Stellen des Strandes beschäftigt, um die äußere Reihe der Böte so [*:-11.73 wie möglich ott zu machen. Man glaubt, daß man vieic derscibrn in der acht wird freimachen kdnnen, da das Eis srl)r-;1 T111111, schwammig gewordexi ist und leicht zerbricht. .Die Pkcnge des Treibeiseö hat indeß noch nicht abgenommen, und die Flnßschéfffahrt ilk noch imn1er_gehen1mt., Im Lauf; des gestrigen Morgens trenxite sick) eme gewaltig große-C'ie-Zmaffe von dem Flußufer bei Chelsea und wurde von der Fluri) niit solcher Gewalt gegen die Pfeiler der Battersea-Brixcke getrie- brn, das; fie in unzählige Stücke zersplittertr. Die Wege in drr Umgegend von London konnte man fast nicht mehr pasirep, indem sie völlig mit Eis bedeckt wareri. In der Nacht fiel ein Graupenöagel und Schnee, der theilweise thaute und dann Wie- der fror, wodurch eine Eiskrusre gebildetjwurde, auf der 1111111 hätte Sch1ittschuh laufen können. Als die Sonne höher stieg, i-crwandrlte sich jedoch das Eis bald in Schmutz.
Knrz nachdem im Oktober v. I. der General-Gouverneur
von Indien, Lord Auckland, seine Reise nach den oberen Pro- vinzen angetreten hatte, traf der Oberst Burner), Resideni der OFind-Zsclxn Compagnie zu Ava, der Hauptstadt von Birma, in Kalkutta ein, um selbst über die mir _dem Birmanen-Kömge entstandenen Differenzen zu berichten. Er reifte drm General; Gouverneur nach. Man hoffte in Kalkutta noch immer, da,]; der Krieg gegen die Birmanen sicl) werde verm-eiden-laffen. Sir Charles Mercalfr, der Präsident von ?sgrg, Wird seinen Posten vcriasscn, weil die Direktoren der Oßiiidiic1)en_„ Compggnie das von ihm erlassene Geselz, welches die Freiheit der “-,-)rcsse ge- startet, nicht anerkennen wollen. Es find hier Briefe vom Vorgebirge der giitcn Hoff- 1111114 bis zum 3. November angekommen und 11.119 Zewöhnlich mit „Klagen Über den entblößten Zustand der Ostgrrmzc ange; fiillt, wodurcky es den Kaffern möglich wird, ihre Streifzüge fort- zusetzen. Am 21. Oktober fand 111 Grqhamstdwn „eine. Versamm- lung scart, worin beschlossen wurde, die_Kdnigm 111 einer Adresse auf" diesen Zustand der Dinge riufnirrkiam zu _machen. In der Versammlung wurde ein Verzeichnis der Brsikzungen vorgrlegt, dercn Eigenthümcr durch die Kaffern v-ertrtebrn-worden find, und es erqab fick) daraus, daß allein im Distrikt Tariq der Verlust an*Bick) 492,000 Thaler beträgt. Es hrrrscbte 1'1brigens 'Uniiifx'irdriiheit in der Kolonie, un-d mati schrieb daselbst alles. Ungmcr, welches dieselbe in der letzten Zeit betroffen hatte, der schweißen Regierung im D)?11tterlande z11. '
Briefe aus Bogota meldet], daß mit dem nächsten Pa- keischiffe die erste Rimeffe von 00,000 Dollars auf Rechnung der Zinsen der Columbischen Schuld eintreffen und bald „andere Sendungen von kostbaren Metallen folgeri würden. Dieselben -V1"iefe inelden, das; auch in Venezuela m Foigr des Dekrets vom vorigen Jahre eine Geldsumme zur Emixhiffung nach London bereit liege, die zu demselben Zwecke bestimmt sey.
Belgien.
Brüssel, 5. Febr. Die Repräsentantezi-Kammer hat ,ge: stern ihre Sitzungen wieder begonnen und mit dem Geseß-Cnt- wurfc über die Veränderungen im Zolltgrif den Anfang gr- nmchi; bei der ersten DiSFusfion im vorigen Jahre waren in Bezug auf die Zölle von verschiedenen Wollenstoffen-Amcridc- ments gemacht worden; mittlerweile hatte das Ministerium Gutachten von den verschiedenen Handelskammrrn eingeholt und diesen Gutachten gemäß mittlere Ansätze zwischen ,den 111"- sprünglichen Vorschlägen und den ?[mendements propomrt; die;, sen Anträgen schlossen sich die Urheber der Amendements an, worauf dieselben mit großer Majorität angenommen und dar- nach die Zölle so festgestellt wurden: für 100 Kilogrammd ge- sponnener aber sonst unappretirter Wolle 21-1 Fr., desgl. geblxrchte oder gefärbte 60 Fr., woklene nicht besonders benannte &„tdffe 180 Fr., CoatingS, Alpa as 1i.s. w. 120 Fr. Dann ging man zu den Zöllen von "laswaaren 1113er, Wobei nacl) [äm- gerer Diskussion die Herren Gendebien und Coghcn „ZWS! Ameudements durchselzten. ,Die ,Frage Wegen der _Lemen- zdile wurde auf die heutige Sihung dertagt, werd man eri? einen „Bericht der Industrie-Kointmsfioy über dieselbe hören wollte. Diesen Bericht stattete heute Herr Zoude ab. Die: Kdmmisfion schlägt vor, die Ausfuhr Liter Leinen freiziige- ben, die Einfuhr aber mit Zöllen von L;) zr. für rdheri Zivirn, 30 fiir gebtrichten und 20 für Werq pro 100 Kilogi. zu be- skeuern- Diese Vorschläge wichen so sehr von dem ursp11111gli- (ben Gcseßcntwurf ab, daß man auf den Wunsch der Minister 1391110013, sie in einem besondern Gesetzentwurf später vorzudrin- acn. Später nahm man indessen wieder das Zollgeseh vdr und Bei dieser Gelegenheit einen besondern Antrag ,des Ministers cm, 11.423.171; von den Leinen bei der Ausfuhr em Zoll von 10
186
Cents. pro 100 Kilogr. erhoben werden soll hauptsächlirh iiur um die Ausfuhr zu kontrolliren (als 111011 (€ da!;mco). Außer“, dem wurde dcr Einfuhrzoll von Teppichen, nach Verwerfung dreier entgegenstehender Amendetiients, auf 10 pCt. vo-m„ Werthe feskqeseßt. -- Zu Anfang der Sißung hatte der ZNimsterKdes Auswärtigen eine Kredit-Forderung voti 200,000 Jr. zurzek- kung der Kosten einer speziellen Mission nach Konstantinopel
ein ereicht. "_ g Einrichtung auf den Belgischen Ciienbahnen,
Die neue ' . . . . welche der Minister der öffentlichen Arbeiten in seiner 1111 Sex kurz darauf durch
nat gehaltenen Rede empfohlen Und welche
Verordnun der Re icrun ins Leben getreten ist, wonach _die ; _ „ „ . ., „_, , Waggons zgum G11thTraiino1'c einzeln verpachtet werden, 1111- ; Pferden und einem Frauenzimmer, wclche 111111111: w“
der bei einem ansehnlichen Theile der „Belgischen Preffngoßen Widerspruch. „Wir finden“, sagt der „Independent , „das
Handel, weil die Handrltreibcnden slch beirmhe in die Unmög- lichkeit versetze sehen, unmittelbar davon Gebrauch zu machen, und sie folglich auf diese Weise der Vortheiie beraubt werdcn, welchc sie von dem Gebrauche der Eisenbahnen erwar- ten durften. Der Handel, welchen die Verwaltung dadurch begünstigen wollte, _- 1'cgel; er muß, wie r1'1.e1', nel) und die Privatposien „wenden. . , _ . richtung Beifall zollen. Nicht allem ihre „Jnduirriemwir-d da- durch erhalten, sondern neue und Wichtige Vortheile und ihnen dadurch gewährt. „ . ' . portmitteln zu wähicn, so werden sie irne v-orziehen, welche ih- nen den größten Nutzen bringen. Die Eisenhahn, zu ihrer Verfügung gestellt, wird in Wahrheit nur ihren Interessen dienen.“
D e u t s ch [ a n d. , -- - Dresden, 13. Febr. Das eben erschienene dritte Stärk des Geseß- und Verordnungsblattes von diesem Jahre enthält unter Anderem die Verordnugg dom 18._Ja11uar d. I., nach Welcher im Laufe des Jahres 1838 im Kat armeizhofe zu Groß:.ßennersdorf ein Landeswaisenhaus zimäci) für „10 arme Waisen männlichen Geschlechts, insonderheit aus „unvermjögen- den Gemeinden, errichtet werden soll. Den Waisen glrtch zu achten, sind hierbei auch solche Kinder„ derewAeltern in den Zucht- und Arbeitshäusern für längere Zeit detmirt werdeii oder einen gänzlich unbekanntenAufenchalc haben. NurKnr-ben 1111 A'.- ter von 8 bis 12 Jahren und von einer zu landwirtyschaftliMn Beschäftigungen tauglichen Gesundheit werden in diese ?Istalt aufgenommen und bleiben bis zum liten oder 18ten,«§ak)re darin. Es erhalten selbige den erforderlichen Utiterricht 111 Re- ligion, Lesen, Schreiben, Rechnen, nebst Anweisung zur Gar- ten- und Feld-Arbcit, insbesondere „Wr Spaten-Kulrur, um vor- quweise zu tüchtigen ländlichen &ienstboten gebildrt 30 wer- den. Für jede in diese Anstalt aufzunehmende Waise ist von den Angehörigen oder der Heiiiiaths-(syememde, nebst einem voll- ständigen Anzugs, eine jährliche Einzahlung vor: 10 Rthlr. Conventionsgeld zu leisten, deren Ermäßigung be1 grdßer Be- dürftigkeit der Betheiligten , von der betreffenden Kreis-Direc- tion ver Üqt werden ann. . , Detf' Professor Alexander Daqas Bache aus Philadelphia
ist von hier nach München abgereist.
Oesterreich.
Wien, 8. Febr. (S chief. Ztg.) Vorgestern war im Hoz tel des Fürsten von Metternich ein prachtvoller Kinderball, bei welchem auch die jUngen Prinzen der Erzherzöge Franz Karl und Karl erschienen. „ „
7 Der Gubernial-Rath xreiherr Franz Kemenm (reformirter Religion) ist vor einiger „eit von Sr. »))?ajesrät dem Kaiser zum Präsidenten des Siebenbürgischen La11dtagrs rrnannt worden.
Durch das von der Regierung dem Capitam Andrews un- term 15. Dezember v. Z. ertheilte Privilegium auf ein? Ver- besserung der Dampfschiffe dürfte„ nach dem Urtheile hierüber näher unterrichteter Personen, _sich „auch der Donag-Dampf- schifffahrt eine neue und sehr ersreulrche Aussicht erönnrn. Da die Dampfschifffahrt nur dann ihrem Zwecke ganz eniiprechen wird und kann, wenn man damit stromaufwärts zu einem be- stimmten Ziele eben so schnell, als durch Pferdekraft auf der Landstraße, kommen kann, dieser Zwedk aber aiif der Donauwou Preßburg bis Ulm, wo die Donau immrr scrchrer mid rerßrn- der wird, mit den bisherigen Dampfschiffen br: weitrm nicht erreichbar war, so muß jeder Vorschritt zu diesem Zeile sehr willkommen seyn. Nach dem Urtheile von Ndherunterrichteten soll die neue Erfindung und Verbesserung, dieser Schiffe vor- züglich darin bestehen, das; fie leichter, weniger tief ins Waser
ehen, Weniger Druck gegen das Wasser ausüben U11d weniger
trandungsgefahr haben, daher bei, gleicher Kraft viel schneller fahren und zu einer bestimmten Reise „viel weniger Brennstoff erfordern sollen, als andere solche Schiffe.
Italien.
Rom, 1. Febr. Während man jenseits der Alfpen übrr cinen ungewöhnlich strengen Winter klggt und_ sogar 111 Turin am 2211er: v. M. 8 Grad und in Mailand 4 Grqd Kalte wa- ren , erfreuen wir uns hier und im ganzen südlichen Italien einer sehr gelinden Temperatur. ,Nur am «3. Januar hattedas Thermometer hier auf einige Minuten den Nullpunkt erreicht. Seitdem aber hatten wir fortwährend mehrere GradZLärme: am 15. Januar stand das Thermometer 10 und gm ;osten, so wie am 20|e11 v. M., 12 Grad über Null. Es ist „daher kein Wunder, wenn wir jetzt schon in unseren Gärten einige Bäume mit den Blüthen des Frühjahrs bedeckt sehen.
koldau und Wallachei.
Ueber das in „Bucharest besonders heftig gewesene Erd- beben vom 23. Januar enthält nunmehr auch der Ofeskeérrei- chische Beobachter einen Bericht. 'Er lautet: „21111 --1|e11 d. M. um halb 9 Uhr Abends hat em fu1"chtbarrs “Erdbeben Bucharest erschüttert. Es begann mit einem unterirdische-i Ge- töse, zu welchem fich das Läuten aller Thurmglockeii, das Ge- krache der Häuser und das Klirren der Fensterscheiben gesellte. Die Stöße waren hauptsächlich senkrerht und daiierteni'iber zwei “Minuten. Alle Gebäude der Stadt smd beschädigt, die meisten Schornsteine herabgefallcn, KY alle Oefen der ersten Stockwerke ganz eingestürzt und in den rdgrschoisen undrauchbar; in de'n meisten Häusern find theilweise die Decken eingefallen und die Mauern espalten. Nebst dem Schaden an Gebäuden ist auch beinahe [les au Verzierungen, Möbeln, quswerk, Porzellan ic. zu Grunde gegangen. Das Palais des „regierenden Hospodars ist unbewohnbar, und derselbe wohnt der einem seiner Brüder, dessen Haus weniger gelitten hat. Dgs grhßte UYlücL ist aber bei dem Chan (Basar) St, Georg, mctten m der tadt, vorge- fallen. Dieses große Gebäude steht isolirt, hat die hohen Feuer-
ie c qar keinen Vortheil arts dicsxr Maß- ! fz ? “ an das Kommisnons - Fuhrwerk .:
“R' ' den die er Ein; ? . „ , “UM aber wer s ! von 1802 und 1829 ohne alle Beschädigung iibcrsrandex
Da es ihnen freigeskot ist, unter allen Trans; -
mauern nach außen und die Fagadey nach innen, „;o min
weiten Hofe eine Kirche sicht. Auf drei Seiten dieses Gk" des ist der obere Theil drr Fcucrmauern auf die Gewölbeeb abgestürzt, welche von außen darangebaut„ waren, Und hat); unter dem Schutt begraben. An der rierten Seite, wo „ lange Gasse vorüberfßhrt, und wo keine Icivölbe an waren, hat das herabirürzende IYTaiicriisc:*k die gegenübexilz, Häusersronte eingesioßcn (so daß das Innere ailcr Wl'bm? schtbar ist) und die ganze Straße klafterhdci) mit TM.“ bedeckt. Hier nun smd mehrere Mrnschenlcbcii zu ch; mehrere Flüchtlinge aus den erwahntcii „Häusern '
verschüttet, und es" soll ein Schlitten iammt KUkscbex
darunter begraben sWU- Noch h“ 1111111 bei der ""M" Masse Mauerwerk, welches di? “" KMM" [“"“ Straße
System der Vei'nxirthuna der Wagen darum schädlich für den ; füllt, nicht angefangen, dcn Säfslktt WMzMäumen. “€
smd noch mehrere Jndividum von hrrabfallciiden SMW
,und Decken erschlagen worden, so daß sich die 305111113.
bekannren Todesfälle, außer vielen Verwundeten, avs “11-
bcläufr. Vom Lande smd nur-wenige IDaZZriclitcii 911111113; allein das Wenige erregt große Besorgnmr; denn ZZV“ Haus auf dem Gute Cor:1esty_, drittchaib Poikcii "971211114,“ nördlich gelegen, ist ganz zerstört, obg1cich rs eiiies dkksi' Gebäude mit sehr dicken Mauern war, welches die Wii „1 Während des Erdbebens, bei vollkommener TZÖUÖMZÉ? das Thermomrter 0 Grad Reaumiir mitcr Niill "WALK rometcr 28 Zoll 4 Linien Wiener Maaß. - 21111 "33-111 4 Uhr '))?orgens war (wie in Iaffy) eine zweite MMW rung fühlbar, welclie jedoch „nur kurz anh1r1t und 10115“ war, daß viele Personen nicht einmal davon aufgeweckt 1111
Griechenland.
Ack) en, 28. Jan. (Lcip. A. Z.) In 1111111112113, srration “ist ein merklich rascherer Gang emgetrcxrn, 1111'1 König fick) an die Spitze der Verwdliung MLU gcsxcuxj Einstimmig hört man von alle_11_ Zweigen dcs Ciaarsinii daß seitdem die Gegenstände cine 1ch)11e[1?l'e.EklcdrgxlngfiM daß nichts 'der Umsicht und Aufmerkiamkeit dcs 51611111, geht, und daß derselbe nichr seltrn sich _den ermüdetidßm] retsiiisßungen unterzieht. Viele Ilkienstückc tragen 23111 _ qen von der Hand des Königs, dic durchgehend? voix, klaren Verstande, richtigem Takt und einer trrcnchn Éxri'eiinxz liebezeugen. Dieschnellen Fortscl)rit-te_,wrlc1)e dchdmg 11111111: nis; der verschiedenen Zweige der 21d1111nt|1*a_11011 rxiid dorch: sonals gemacht hat, erwecken die besten Hoisiilingeii 011111; cherung eines regelmäßigen Ganges dcr_ Gcicixafre 111111111; führung cines geordneten und den Kräscrn dcs Landesziiix den Staatshaushaltes. Ueberdies [)at ]rncr Akt des „11.111, die Zügel der Regierung selbst zu ergreifen, dcr Yc1111111 cinen unendlicher: Vortheil dadurch ngrwrndet, dai; 1111111: ralischer Kredit im Lande und das_Zutraucn des 780113111111, selben einen höchst erfreulichen ?[ufichwu1ig_ge1vdniirn[111.1 der Liebe, welche König Otto im Lande genießt, Wird der 011 der fich mit einem Bittgesucl) an die Regierung windet, 1 durch die Gewißheit beruhigt, daß sein (Hesuci) 111 MH des Königs kommt. Auch die Beamten haben aiigcfa-ngen, mehr Eifer und Gewissenhafcigkeic ihren Birdispfxicimn zuliegcn, seit sie wissen, daß das Auge des Königs 112 [11 tet. *- In den Ministerien selbst hat man den Weg hen Reformen bereits betreten, und der ehi'diihafre (Zwirn! jcizigen Minister bürgt dafür, daß, 11-1an'n1cht außhaloim stehen bleiben wird. In dem Ministeriiim drs «mnetr vor einigen Tagen eine nicht unheträchtliche eructwnies sonals vorgenommen, und man sieht der Ausfiihrung imer lichen TNaßregel im Finanx-OJTUUstZriun) entgegen. „911111 der Minister des Innern und des diientlickwn Untericiis, rakis, dem zerrütteten Geschäftsgangx Wieder auchholicn, überwacht seine Beamten mit al1er Oircnge. ,
Vor einigen Taqen ist der Mimirer der auswärtigen qelegenheiten, Herr Zogrophos, auf einer Franidiiicden , bier eingetroffen und hält seine Qitarantamc 111 dem hl
"rs-Gebäude. „ „ _ . SanitSarit einigen Tagen befindet sick) m UURRUYHW Französische Linienschiff „Tridrnt“, das-rrstc Qihrff Größe, das in unseren Hafen eingelaufcii „iir._
Ein Ministerial-Raih im Finanz-thsteriirm,_der,wa seine Schwägerin gerhelicht harre, WL dem 230le 110111 cxkommunizirt wurde, hat in diesen „ragen in .Fr-)[ge diesi communication die Entlassung aus de111_Staatsdien11e11„ Man bedauert allgemein den Abgang dieics tsichtigcn undiz haften jungen Mannes aus einem Ministerium, dem?“
in an tüchtigen Männern gebricht und wo die Redlichk-k Zheamten so wesentlich zum Gedeihen des öffentlichen,;
wirkt. „ „ Das Journal „Lc Sauveur“ 1Sotir), 1velchcs10chch§
' ' - “. 1.111 nen au e drt arte, ist Wieder erstanden und 11111110 bruar 1,131er sei?1r,r vorigen Redaction wieder ersclwcnerwii kennt man nicht die Tendenz-des Journais, da sich 111WW _ erschienene Ankündigung der Redaction nicht bÉim1111 “ aussprichi; die Grundsätze jedoch, welche der „&caureulviebiw rend der lthen Zeit seines Bestehens verforhten, 1111? en“ länglich bekannten Ansichten des F,)aupt-eractrmZZü“,nig muihen, daß der neue „Sauveur“ bcsdnde1's dic * “errang der politischen Parteien und eine entschiedene Uiiteistlxv". Königlichen Thrones sich zur Aufgabe setzen wird, 'Im Unabhängigkeit jedoch von dem bestehender: Ministei -
1 Vereinigte Staaten von Nord-AmekTM New-York, 10- Ian- Hieslge Blätter meidenW 10. bis zum 20. Dezember drei von Ncw-Yol'k "“ W und New-Orleans abgegangene Pfosten r*Lrloi'enl1Z- scycn, und daß inan seit mehr aldvrerzrhn Lagen'cbrwi ihnen gehört habe. Findet man die Briefbcuw1 "16500 auf, so entsteht dadurch ein Verlust von giebt, a'mi Dollars. Die dabei Bethcili-gten briiehnicn "(l))"dejx, ßer Kaltblütigkeic und Ruhe, denn sie begnügen xrel) r salt“ Post-Direkxor, Herrn Amos Kindall, größere SVS em e len.- _ _ „ em pfOlean schreibt aus New-Orleans "')"ZYZ'YUÉÉXÜÜ" „Wir haben den Verlust von ck"*“ großen va/mspl'aW“ beklagen. Auf dem Dampfschi e „Black“ Hawk,“ Nacht der Fahrt von Natrhez nach Natchitoches, m.dZZ21111dU"9 27. Dezember, in geringer Entfernung von der - hat , Rot en Flusses, der Kessel. Es war stark belsacha-are Pa agiere, Pferde und etwa 90,000 Dollars r SWM welches der»Regierung gehörte, am „Bord. Derek , und der Ingenieur wurden auf der Stelle gecödwk- e rere andere Personen, deren Zahl man noch ["Le-', ver un loren das Leben, und vier oder fünf wurden sc)"-
*;hingeftyicki; cs [)x-ißt sogar,
“nehme Folge dieses Aufstandes.
- '“ *7 riere babm sich mit Hülfe eines Boo- Dle m;;"eéxniéaFrIettrt. ““Auch der größere Theil der La- kes anmd 75 000 Donars sind geborgen, mehrere Pferde dkmg [ kxn/Uncn. Der Rumöf des Schiffes befindet dcr umger 9 der Stelle, Wo der Krffel sprang, unter Wasser. Das "ck .I? Qamßfdoot, der „Vicksburg“, aerieth am 29. Dezem- WN ufßer Fahrt von Vicksburg nach New-Orleaiis, triva “.'0 h;," laiscye Q)]chlcn von B:?ton : Rouge, 11) Brand. Das Feuer &"I: ;'- -; der Nähr- des Kessels liegende Ballen Baum- ergriff «1111? U__. «7 *d „ das Scii'ff bis , , W s **ollc und m mnf QtU-l M kal? ck “,t . ai-f dte a ; ***-"nie von dcn Flammen vcrzrhit._,4rn ich:" zahlreichen Passa- Mkrken gelanq cs glücklichrriveiie, "“ck mit drm Verlust einiger ?Ykektcn zu retten. Das Schiff [**-"k? 1k77 Ballen Baumwolle xn" Bord von derien nur 7 gerettet wurden. Die Ladung _hatte 11, en Mértb 13011 20,000 Dollars und das Schiff von 80,000 WLAN?. („IM waren, theil-s 1'11 Viiksburg, theils in NewZOr- [Tims r*rrsicberc. DZT" Capttam soll 10,000 Dollars bei diesem UJ9111ck1iche11 Ereignis; verloren haben.“
Brasilien.
_. ..- Rio de Ja 11riro, 21. Nov. Ein neues“ Ungewic- ier ifeigc 1111 dem Horizoxiic Brdsiliens auf; Pahia hat sich für eine unabhängxße Republik erklart. Schon-Cndc Okcdbers, wo ein kleines Truppcnchtdicl1rmcnt v_o11 Bahia nach 9,110 Grande «bgeschch wurdr, äuxrrcr kiki) große Unzufriedenheit, und die Einschiffung War nur 11,11: Mühe zu bewirken. Briefe ]cdoch Vom 15. November, weirdc unruhiger_Bewrgungeri erwähnen, scizen (1111511, da;“; nichts zU befürchten 1ey, die Regierung könne ,m'f Triippen 11170 Narionalgarde rechnen. *leer ge-rade Trud- pcxi waren es, die sich am Morgen des aten empdrten; die Permanentes - eine Art Gendarmerie -; traten ihnen bei, und ohne Blntvcrgirßeu wurden der PräitdeiitK 11110 der kom- mandirende General geiiöthiqt, an Bord eines Kriegsschiffcs zu jiiehcn. Indessen ward die Republik qusgcrusen, und m“)" er- ließ eine *Proclamacion, worin gesagr ist, da[; sie nur his zur »_1_1iajorentiität dcs Katscrs unabhängig seyn wollen; es wn'd Feixo's Sturz aiif das Bittcrstx beklagt und besonders der Mi- nister Calmon mitch heftigsten Schmzähungen110erhäust,was umio mehr ausfällt, als gerade er Deputirter „für Bahia i_sk und ffir schr populair galt. Näheres und Besiirrimteres erfahren wir wohl in diesen Tagen; die Englische_KriegHbrigg “Wizzard“, welche *die I'kachricdtrn brachte,__ vrrlirj; Bahia 1chon am Abende dcs1“ten. Es liegen drei BramlianiseheKriegsschiffe da vor An- ker, und es muß nikitlci'weilc ein viertes dort angelangt seyn, we1ches der Propiuz emrn neuen Präsidenten, Barredo Pedroso, zuführt. Viexleichr, daß; es ihrn gelingt, sich Eingang zu ver- sämffcn; inch ward hccr sehr eifrig gearbeitet, um in wenigen Tnacn noch eine Fregaite hinschicken zu können.
“Dcrglrichrn ?lufxiände iu dcnProvinzen können unmöglich
“ Überraschen; es fällt srywcr, z11 glauben, daß ein Reich von
Brasiliens Ausdehmmg, und dabei von einem solchen Mangel an Communication, lange Zrii ein Ganzes bleiben könne. Bahia ist nächst Minas die größte und volkreichsre Provinz des Rei- ches; dort war Jahrhunderte hindurch die Residenz der Vice- Könige, und natürlich können die Bahianer es nur mit Erbit- terung bemerkcn, wie sehr _sie von Rio überffügelc und in den Schatten gestellt werden. Auch wäre es für die einzelnen Pro- vinzen wahrscheinlich ein leick', wenn diese Trennung zu Stande käme, Rio, Minas, GeracS, S. Paulo und einige kleinere daran liegende Distrikce könnten vereinigt einen reichen Staat bilden; nicht nur , das; die Bergwerks : Produkte und der Kaffee hauytsächlici) ihnen gehören; bei einer Con- centration dieser Art könnten sich aiich die Riesenkräfte cntwickcln, die in der Provinz S. Paulo schlummern, diesem herrlichen Land*:, in dessen mildem Klima alle Getraide; arten und Europäische Früchte gedeihen. Mögen dann die nördlichen Provinzen sehen, wie sie mit sich fertig werden. - So-kan:1 aber natürlich die Regierung nicht raisonniren; sie rnuii'élilcs dara_11 setzen, Bahia wieder zu erlangen, und man 111 hier der Zlniicht, daß eine strenge Blokade von der Sceseite dre Stadt zur Unterwerfungzwingen muß. Auf diese Art al- lem konntr auch 1823 Lord Cochrane die Portugiesen zum Ab- zitge ndithigjcn. Und ein Krieg, wie er schon so lange die Pro- vinz Rio Wr'aiide verwüstet, ist in Bahia nicht wohl möglich, wo man an feste Wohnsikze und den Bau von Zucker gewöhnt 11111111) von dem _unstäccn chen nomadisirender Gauchos nichts wm; Maxi _111111; aber eine schnelle Beilegung der Sache um so mehr wunichcn, weil ein Aufstand in Bahia eine ganz eigen- thümlicl) bedenkliche Seite hat. In keiner Provinz nämlich hcrrsYt ein so unglaubliches Mißverhältniß zwischen Weißen UW Farbigen; da es nun gar nicht möglich wäre, irgend etwas
_zU erlangen, Ohne die Mulatten zu bewaffnen, -- diese aber,
und nicht dx? Neger sind zu fürchten - so könnte das leicht LrWubare zdlgetr für die Weißen haben. Zum Schulze dcr Fremdey/ Übrigenstbrniidct sich dort die Englische Korvette „Sa- marang , und der lemu'al hat auch die Brigg „Wizzard“ wieder _ “ * daß er selbst folgen wird.
Der IYandclsstand beWrchtetlxunächst nur Eine unange- 4 . , _ 4as nriie II““ ' " ' " sirl), wxe „“ck Ihnen 1111011 mittheilte, gleich aiifwgiTtsstTliiirtx FLIM- dtr von 4000 Tontoswotiren, schien aber cntschloffen“ ihn nur "h,? allmälig' zu realijircn, um die Preise der Apolich nicht zu drucken. Dieic waren, auf die Nachricht von jener Krcdit-Bc- Willigung, 00118831? auf 851grfalle11, hoben fiel) aber gleich wie- kßr iind hielten 'ich ziemlich fest zwischen d'd' und 90. Wenn c1111olcher Preis fiir ein 6proce11tiges Papier in Europa se r geringy'rrsclwmt, so rechtfertigt er sich hier durch die Hö e dcsDiskonto, "“'“.[Lhe dieKapitalisten reizte, ihr Geld viel lieber FWechselchGeschascen anzu1egen. Nun aber könnte die neue etlegenhcit leicht die Regierung zu raschen Maßregeln drän-
Ikl), Was ,denn überdies auch den Cours“ noch tiefer herunter- stlringeii wurde. Er? [ckckth mic!) dies auf den Punkt, den ich WM in meinem leiztcn Schreiben berührte: das hiesige Geld- „esrn Überhaupt und die Schritte der diesjährigen Kaimner in WU“ Beziehung. * sens-H-O'te gräznzelizlosd Verwirrung dcs Brasilianischen Geldwe- die sruhrt U11p11111gli?) 2011 der Portugienschen Regierung her, Brase'tlx dem, Wide 'dev Y_ircn Ia rhunderts schlechtes Geld für der I;:en- prägen ließ. zdr das * old war die Differenz 5 pCt.; April111§31Jc1lxWerth drseKupfcrs wurde, durch eine Ordre vom 18. Die II““ “»WE das Birrfiiciw der! wirklichen Werthes bestimmt. Um Marmi rr „Jom PMW s gingen auf demselben Wege fort; ließ C ;ttel zu dem Rrirge chen Burnos-Ayres zu schaffen, Und 23113011, daiiials zxmanz-Minister, in den Jahren 1828 liche [ emahe 0000 („oritos Kupfergeld prägen. Die natür- am KlOsZZTdiivon blirb nicht aus; in ganzen Schiffswdungen |ck endl“cl oid-Anierika Kupfermr'znze hier an, und so mußte ahres 131) diefRegierung einschließen, mit dem Anfange dieses
eines f xmmtliches Kupfer einziehen, stempeln und auf die Hälfte kuheren Werths soßen zu lassen. Mit welchem Geschick
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diese Operation vollführt wurde, beweist der Umstand, daß eine Zeitlang dieses Yesrempeite Kuyfer 10 bis 12 pCt. A io gegen Papier erhielt, is es auf sein altes Niveau, etwa 6p t. schlech- ter gls Papier, zurück ging. 3th gilt ein Stück von der Größe eines Thalers 40 Reis, ungefähr einen Silbergro- schen, und es ist klar, welche Unbequemlichkeit es ist, eine solche Laßt bei fich tragen zu müssen, um nur etwas Scheidemünze zu a en.
Die Geschichte des Papiergeldes ist zugleich die Geschichte der alten Bank von Rio, ein trauriges Gewebe der gröbsten Betrügereien und Veruntreuungen einerseits und andrerseits der ärgsten Mißgriffe der Minister Dom Pedro's, die vollkom- men nach dem Grundsaße Zandelten: 3111135 110115 ke äeTla-Ze. Das Resultat davon war, da ein Papier, welches ursprüng- lich als Banknoten nur in einer Provinz galt, nun in unübersehbarer Menge als Staatspapier über das ganze Land ausgcgdsscn wurden, und dadurch xeden reellen Werth verlor, da an Einlösung gar nicht zu denken war. Auch hier stieg die Verwirrung durch die Einführung falschen Geldes" ins Uner- meßliche; was half ein Talon in Rio Janeiro, um die Noten zu prüfen, für Provinzen, deren Anfragen oft in fünf Mona- ten kaum Antwort erhalten können? _ Klar ist es, daß unter solchen Umständen das hiesige Papiergeld nicht, wie anderwärts, eine Staatsschuld, sondern wirklich das allgemeine Geld (111910 cjrcninntp) ist, und man könnte es dehstens unbequem finden, das; man zwischen Einem Mitreis apier und einem Ku fer- stück von 40 Reis keine Scheidemünze hat; man ist in der hat oft genötbigt, Einen Milreis in Papier zu geben, weil man einen halben in Kupfer nicht in der Tasche tragen kann. Da- her kommt denn auch das bedeutende Agio, welches das Pa- piergeld bekommt, und Was allerdings für die arbeitende Klasse drückcnd genug ist. Aber verderblick) wird das System, so wie das Bedürfniß ausivärtigen Handels eintritt; und hier kommt noch der Uebelstand dazu, daß dieser Handel nur durch Fremde geführt wird.
Jedes Land bezahlt das andere eigentlich durch seine Pro- dukte, theils unmittelbar , theils mittelbar, indem es erst eine überall gültige Waare, die edlen Metalle, dafür eintauscht. Brasilien besitzt beide ZahlungSmittel, und es ist natürlich, daß, wenn slch die Konjunktur für die Produkte, namentlich für den Kaffee ungünstig ellt, der Preis der edeln Metalle (oder, was dasselbe ist, der echsel auf Europa) steigt, und daraus erklärt fich denn das unglaubliche Schwanken der Wechsel-Course hier, „wodurch sich Rio von allen Plätzen so unterscheidet. .Bei allen Luxus-Artikeln übrigens, besonders in sofern fie aus der er- sten Hand im Detail verkauft werden, IFM sich das Gleichge; wicht leicht her, indem die Preise der aaren jeder Schwan- kung des Courses folgen; aber das geht nicht bei nothwendigen Lebens-Bedürfnissen, namentlich Schnittwaaren. Der fremde Grossist verkauft an den Brasilianischen Detaillisten, und die- ser fragt nicht nach dem Course; cr bezahlt in Papier, nach den gewöhnlichen Marktpreisen der Waaren, und der Impor- teur, welcher Metall braucht, um in Europa zu bezahlen, trägt den Verlust. Es geht noch, so lange der Cours eine gewisse Stätigkeit behauptet; dann müssen die Waarenpreise sich dem- gemäß stellen; wie aber bei einer Krise, wie diesen Frühling iti wenig Wochen der Werth des Milreis von 36 Pence auf 2“.- fällt, so wird es begreiflich, daß ein Englisches Haus, wie man hier allgemein behauptet, bloß an der Cours-Differenz 100 Contos verliert.
.Bei dieser Lage der“ Dinge mußten die einsichtigern unter den Kaufleuten wohl erkennen, daß die Regierung unmittelbar nichts thun kann; nur indirekt,“ durch Beförderung des mate- riellen Reichthums, und was daraus folgt, Vermehrung der Ausfuhr und Verringerung der Einfuhr, läßt sich Besserung erwarten. Gleichwohl wollte und sollte die Kammer etwas thun; und so wurde ein Projekt von Vasconcellos angenommen, wel- ches allmälige Amortisation bezweckt. Durch eine kleine Erhö- Zung der Zolleebühren auf eingehende Waaren, durch eine [nzahl Lotterieen '),-und einige dergleichen Mittel hoffr man jährlich etwa 1200 Contos zu erhalten , welche sofort ver- brannt werden sollen. Der Plan, zugleich wieder jeder Pro- vinz ihr eignes Papiergeld zu geben, isi vorläufig der großenKosten und andern Schwierigkeiten wegen “aufgegeben worden. Schwer- lich aber wird die Amortisation viel nutzen. Dadurch, daß man das Papiergeld verbrennt, kommt das Metall nicht in Umlauf; statt das Papiergeld theuer zu machen, sollte man suchen, die Metalle wohlfeiler zu machen, dann würde die natürliche C'nt- wickelung des Handels schon das richtige Ver ältniß beider fest- stellen. Vorläufig bedarf der Handel des apiergeldes, und mißn sollte es ihm nicht nehmen, ohne ihm etwas Besseres zu ge en.
Vorläufig scheinen die Aussichten Brasiliens nicht die hei- tersten; doch bin ich überzeugt, daß die un ähligen Keime zu aller Art Reichthum, die noch in dem Lande échlumniern, mäch- tiger sind, als die ungeschickte Verwaltung, und daß die Natur sich Bahn brechen wird. Der Choc, den der Handel erlitten hat, kann nur heilsam seyn; die frühere ganz unglaubliche Leich- tigkeit des Kredits hatte die merkantilische Thätigkeit auf eine schwindelnde Höhe gespannt; das gab freilich eine Zeit lang glänzende Resultate; aber als nun eine „Kriss kam, auch desto traurigere Folgen. Allein man ist auch dadurch vorsichti er ge- worden; der Geschäfts-Betrieb wird solider, und viele apika-
„ lien werden nun der Industrie zugewandt werden, wobei das
Land nur gewinnen kann. Es führt dies aber auf eine andere Frage, die für die Zukunft Brasiliens von der höchsten Bedeu- tung ist, die Fra e über den Sklavenhandel und die erbei- ziehung fremder olonisten; darüber erlaube ich mir, hnen nächstens Etwgs mitzutheilen.
Inland.
Berlin, 15. Febr. Se. Majestät der König haben dem Zof-Lieferanten und Besitzer einer Fußteppich-Fabrik, Herrn . ecker hierselbsk, für die Uebersendun eines in Gold und Sil- ber gewxrkcen Teppichs, den Se. Oiajeskät als Zeichen fort- schreitender Industrie wohlgefällig aufgenommen und welchem beim letzten Ordensfeske die Stelle unter dem Throne im Rit- tersaale angewiesen worden, als Beweis der Anerkennung eine
") Lottericen find ein hier schr beliebtes Audiunftsmiitel, von welchem besonders die lcvtc Kammer einen anz angemessenen Ge- brauch, gemacht hat; Theater, Hoépitäler, im an begriffene Kirchen und cm Corrections:H.1us, welches die Stadt Rio de Janeiro baut, haben die Koniesfioneu dazu bekommen. Jede solche Lotterie hat 6000 Loosezxi 20 Milreis, und 2000 Gewinne, zusammen von 96 Con- tos, so daß 24 Contos für Kosten und Benefiz bleiben. Anfangs sch111g_u1an fich fast um die Billers; seitdem aber die Kammer so fre1gcb1g war, daß gegenwärti und noch für geraume Zeit hinaus
WMUMÉ) cine gezogen wird, (inge d'er Eifer au, fick) abzukühlen. (Anmut. d. Korr.)
iverthvolle goldene Tabatirre, begleitet von einem Kabinets-Schreiben, zustellen zu lassen geruht. hutdreichen
*- Bei der Feier des leßten Sylvesters hat s1ch in Presse!) an der Elbe auf Anregung der dasizex Waisenhaus-Lehrer ein Armen-Verein gebildet, welcher aus "sämmtlichen Waisenhaus- und den übrigen dafigen Königl. Beamten, auch aus mehreren ?inzugetretenen Bürgern besteht und 40 Mitglieder zählt. Die- er Verein har den Zweck, ganz arme und würdige Kinder bei der Confirmation rdüig neu zu kleiden , zu Welchem Behuf die Summe „von jährlich 70 Rthlr. gezeichnet worden ist.
- Dai) Braunkoßlenwerk bei Aschersleben im Regie- rungs-Be irk Magde urg wird, wie man von dort meldet, schkunghat betrieben und beschäfcigt einige 90 Menschen. Die beiden Braunkohlenwerke 511 Westeregeln und Altenweddingen (ebenfalls im Reg. Bez. Oiagdeburg) haben im „Jahre 1837 93,700 Tonnen :“; 2 Berg; Scheffel gefördert, wofür der Werth zu "23,140 Rthlr. anzunehmen Y
_- In Folz? der strengen älte ist der durch das Thal dcr Yoßtrappe am ,arze strömende Bodefiuß, welcher wegen seines icürmischen Laufes nur höchst selten zufriert, gänzlich mit Eis bedeckt und gestattet den Besuchern, welche aus der Nähe und Ferne herbeiströmen, den Anblick seltener Naturschönheiten. Ein Wasserfall, der Kessel genannt, friert nie zu und gleicht jeßc einem über dem Feuer stehenden Kesscl mit kochendem Wasser.
_- Man schreibt aus Koblenz unterm [lien d. M: „Heute Morgen gegen 8 Uhr hat fich das Mosel-Eis in Be- „wegung gesetzt und ist völlig im Treiben. Die Lahn ist im Wachsen, so daß sich die Eisdecke dieses Flusses leicht binnen 2/- Stunden löf-"en dürfte. Dessenungeachtec isi der Rhein nicht sehr im Steigen, und es dürfte nach dem jeßigen Stande der Witterung noch einige Zeit bis zur Befreiung dieses Stromes von seiner EiSdecke hingehen. So scheint sich denn Alles zum Gläcke der in der bedrängtesten Lage hier und in der Gegend gelegenen Schiffe dieseSmal *ges'kalten zu wollen.“
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Hinteriassene Werke von Friedrich Hoffmann. Er- ster Band. Physikalische Geographie. Vorlesungen, ge-
halten „an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 ?YF71835. Berlin, in der Nicolaischen Buchandlung.
Die Gesichtspunkte, welche man in dcr Erdkunde als wesentliche geltend macht, find unter einander so verschieden, daß man seit lan- ger Zeit das Bedürfniß efühlt hat, die DiSciplinen, in, welche die Winenschaft dadurch zer «1111, durch bcsondcre Namen zu bezeichnen; so hat man von jeher die mathematische von der physikalischen Gro.- grapbie unterschieden und beide wiederum von der Statistik gesondert- Abxr selbst mit diesen Namen isi eiu i'd wenig Beßimmtes bezeichnet, da]; der Titel „physikalische Geographie“ keinen Schluß auf den In: halt des Werkes, dem er vorgesetzt is!, _111 machen gestattet. Als von allen Seiten das Bedürfnis; erwachte, in geographischen Werfen ura) Zewas Anderes als die Einwohnerzahl der Städte, ihre Fabriken und offentlichen Gebäude angegeben in finden, als man_übe1haupt vu- |angte. das; in der Erdkunde aucli von der Erde die Rede seyn solle, glaubte man in dem Wort „Naturgränzen“ ein Stichwort gefunden zu haben, jenem Bedürfnis; bequem ku genü en. Gerade so wie zu den Zeiten der Völkerwanderung, as die ömische Herrschaft zer- trümmert wurde, neue Namen barbarischen Klanges an die Stelle der altkiasfischcn traten, so neuerdings in der Geographie. Der Spa- nier mußte seinen Nationalvas; gegen den Portugiesen vergessen, denn Beide gehörten dem neuen Vaterland: der Pvrenäischen Haibinsel an, der Frankfurter von dem Berliner fick) immer:. eine Wasserscheide riß sie, ihrer gemeinsamen Brandenburgischen Abstammung m each- tet, für immer auseinander, da jener durch die Oder an das“ rege- biet der Ostsee geknüpft war, dieser durch die Spree zur_._Aoerkm- nung der Oberhoheit Hamburgs gezwungen wurde. Doch Hald'fand man, wie wenig sich die Natur se] 11 um diese Ratmgränzusbeküm- Strömt nicht die Elbe aus den Ebenen Böhmens m das Ge.-
mert.
seinem konsequenten Lauf abbringen, sprengt er nicht vielmehr die Fessel, die ihn hemmen sollte? Entspringen nicht, um an ein entge- gengescßtes Beispiel zu erinnern, die mächtigsten Ströme Rußlands, die fick) nach allen Welt egenden hin ergießen, in Voihynien in einem niedrigen weiten Sumpleand, da, wo noch jetzt an den Wandkarten dcr gelehrten Schulen dicke Bergsiriche ein majestätisches Gebirge au: deuten, welches, obgleich es nur in dem Kopfe des Zeickincrs existirt, doch noch für die Schü1cr eine dogmatische Autorität bat? Endlich ist man von diesen NaturgränzenÉnrürkgekommen, sie sind zu unna- türlich, um 1111) länger in einer issenscbaft behaupten zu können, welcher A. von Humboldt, Leopold von Buch und Karl Ritter ihre gestaltende Kraft zugewendet haben.
Wenn sch eine Wissenschaft in fick) kräftig entwickelt, wenn fie der Vcrirtungen Herr wird, in die se, aus dem alten Gleise tretend- zuerst verfallen war, so kann fie das nicht heimlich thun, das Publi- kum wird aufmerksam und fragt, was da vorgche. Es ist etwas Schk- nes, da der erste Berichterstatter zu werden. Nur der darf es, der selbst mitgegrbcitct hat, er mus; außerdem das Talent der Populari- tät haben, im: seltene Gabe, welcbe Jeder fick) ntraut, und die nur Wenigen gegeben ist. Hoffmann, der zu früh erstorbcne, halle sie, der Zudrang zu seinen Vorlesungen bewieSwes, er hat auch mit ear- bcitet an der Wiffe11schaft, wie die Schriften bezcugcn, die er clbst herausgegeben. An das vorliegende Werk konnte er nicht die rentn- dende Hand Legen, denn es erscheint nach seinem Tode. Es find Vcr- 1esu11gc11, nicht unmittelbar zum Druck besimmt; aber vielleicht ist das kein Rachtheil, da die Umnittclbarkcii drr Darstellung etwas so lleberzeugendcs und Wabrcs hat, daß, wenn _man Stellen des Buches in einem anderen Werke läst, selbst wo Hoßmann's Name nicht ge: nannt wäre, man doch leicht erkennen würde, was ihm gehört, was JI" lihm entlehnt isi. Wir wenden uns 11 dem reichen Inhalt des
er es.
Nach einer kurzen Darstellung der A11s1chtcn des Altcrtbumö über die Gestalt der Erde kommt der Verfasser zu den messenden Bestimmungen derselben. Wie Huvgbens uud Newton zuerst die Figur des Gleich ewichts ermittelt, wie dann empirisch durch Grad- mcffungen und 5 endelichwingungen diese theoretischen Folgerungen befiätigt wurden, wird in pisioriscvcr Folge auScinandergesrßt, woran sich denn sehr natürlich die Beüimmungcn der Dichtigkeit der Erde anschließen. Nach einer kurzen Andeutung der daraus für das Erd- innere- folgenden Schlüsse wendet sick) dcr Vcrfascrwsoglcich zu der Betrachtung der Oberfläche, an der wir das F:"str, Xiiissige und Luft. förmige unterscheiden, welche in dcr Geoiogie, Hydrographie und Meteorologie ihre nähere Betrachtung finden, v.,rn denen die listete aber hier audgeschloffen wird. Scheide11 wir 111111111117 die Hauptmaffm der Kontinente von der nsclrrelt Polvneyien, so ßnden sich in den drei großen Gruppen mcrika und die Polarländer, Europa und Afrika, Asien und Australien nicht nur bedriitcnde Formäb11|1chkeitm, wie Forster, Pallas und besonders „Steffens bemerkt haben, son: dern außerdem andere charakteristisch:lleberc|_11ftin1111m1gen, cine nörd- liche und südliche Hälfte, verbunden durch emcLandenge, die nur bei Malacca rößer, aber in den Jnselii noch scharf angedeutet ist, und erkennt urch ein vulkgnisches Binue'umeer, den Meerbusen von iexiko, den Mittelländiichm und Indischen. Sialt daß man sonst die vulkanischen Inseln Polynesiens als Reste eines zertrümmert“: Kontinents, einer versunkenen Atlantis, betrachtet, wird hier viel- mebr die Anficht chtmd gemacht, daß, wo den bebenden vulkanischen Kräftm durch so viel vorhandene Oeffuuuaen ein Ansstrkmcn gestat- tet ist, der mechanische Effekt nicht auSreicht, cin Kontinent 111 cr,-
bcben, das also hier nie vorhanden war, da es eben nicht zu Stande kommen konnte, Die Inseln wcrden sodann unter verschiedenen
birgt, läßt sich der Rhein durch die Bergziige des Rheingaus von .
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