1838 / 61 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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des Krieges von Sir G. Cockburn, dem damaligen Marine; “Minister, vorgeschlagene Plan, Englands *))?arine auf der Nord- ?1merika11ischen Smcion zu verstärken, nicht durch die Erspa- rungs-Männer von Humc's Kalibc': verhindert worden wäre, möchte es schwerljcl) zu den jetzigen secräubemscben Unternehmun- gen auf den Obcr-Kaxmdiscben Seen gekommen seyn.

Der Gemeinderaih hac einstimmig, bcichlossen, dem Ge- sandrcn der Vereinigten Siaatcn aan bissigen Höfe, HerrnStc- renson, zum Zeichen hoher Achtung 1:11" 1'ci11c11 bff:11111ci„1cn und Privat-Ctzaraktcr, das „Bürgerrecht dc" *Ztar-c London zu ver- leihen und ihm die Urkunde darüber in ciner Kapsel 1011 11,70 Guincen Werth 1311114.) eine Deputatéon x'abci'11'ic119n zn 11111111.

In welchem Grade die Auswanderung aus Cngiand statt- findet, zeigt der letzte Bericht aus Livex'pxoi, weicher den ZM- raum vom 7. Mai 1853 bis zum 30. D'IZUUÖU' 18-17 Umfaßi. Es geht daraus hervor, daß in dieser Zeit 1.516Sc1ziffe von 0220 Tonnen mit einer Bemanmmg von 26,495 JFTacx'osen gc- b1*c1'.1c1)t wurden, 11111 113,172 Menschen jeden Aircrs und 191318 Geschlechts iiber den AriancischenOcca11 zu bringen. Auffallcnd 111 es, daß von dieser großen Anzahl, die aus eincm einzigen I afcn auslécfcn, nur 8379 nach Kanada und den Britischen Kolonieen in Nord-Amcrika gingen, während 99,635 sicb tmc!) den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika begaben.

Die Frage über die sogenannten Dänischen Forderungen, die gestern von Herrn Creswcil, dcm Wkngiiede für Liverpool, im U1ite1'hat1se zur Sprache gebracht werden sollte, hat anderen Angelegenheiten weichen müssen. Man erwartet indcß eine baldige C11ediZung derselben. Der größte Theil der Presse er- klärt diese Forderungen fÜr gerecht und hält es für schimpfiick), ihre Bezahlung noch länger a11stc?en zu lassen. Die Theilung derselben in Buchschuiden, in ?nsprücbe für Ladungen und Schiffe, die am Ufer weggenommen worden, und in Ansprüche für Schiffe, die man in Häfen und in geschlossenen Dänischen Gewässern weggenommen, in Folge deren der leiste Theil der Forderungen, ungefähr 150,000 Pfd., so [an e aufgeschoben wurde, erscheint der Times als eine traurige »ophistik. Der 21 dvertiser nennt die ForderUng eine gerechte und angemes- sene und hofft, daß der Vertreter derselben das Unterhaus über- reden werde, sie anzuerkennen. „Im Jahre 1807“, sagt dieses Blatt, „während des tiefsten Friedens, während ein Dänischer Ge- sandter in London residirte, griff Großbritanien Kopenhagen an und nahm zugleich 300 der Dänischen Nation gehörendeSchiffe, die in der Themse lagen, weg. Die Schiffe, wie alle anderen Arten Dä- nischen C'égcnthums, wurdcn verkauft, unter dem Vorwande, Bixéxisclx Unterthancn für ctwanige Verluste in Dänemark zu entichädigen. Der in den Schulz geftossenc Erlös des Verkaufs war 1'/2 Miliion Pfund Sterling, wovon die verschiedenen Rcklamanten nur die Summe von 200,000Pf1111d erhalten ha- ben, während der übrige Theil sich unter den Händen der frü- Ycren Lords des Schaßes verloren h.“.t.“ „Es ist eine Schmack) “är das ganze Volk“, sagt der Sun, „daß eine Forderung, die so vollkommen auf Gerechtigkeit beruht, daß, wenn die Parteien Privatpersonen wären, jeder Widerstand gegen die Klage vor einem Gerichtshofs ohne alle Hoffnung des Erfoigs wäre, so lange von dechgierung bestrittenworden ift.“ Dasselbe Blatt nennt den Angriff auf Dänemark im Jahre 1807 ein unvor- hergesehenes, ja unerhörtes Ereigniß.

Die Times findet in der Debatte Über die Algierischen Angelegenheiten neuen Anlaß, Über die Schwäche Lord Palmer- ston's zu klagen, dir sich, wie sie meint, von der Französischen Politik ganz und gar in die Enge treiben lasse, denn statt eine Antwort über Frankreichs Absichten in Betreff Konstantine's zu geben, verficbere er, die Französische Regierung habe die 1:12n1'ck)e11f1'eundli-.1)ste Schonung für Marokko und Tunis ver- sprochen, aber 111111) dies Versprchzsn könne er nicht einmal dem Unterhause schrif1lich vorlegen, sondern berUfe sich nur auf 1116116111111: Erklärungen. Das genannte Blatt wiederholt dann seine Befürchtungen vor einer Französisch;Russischen Allianz, wie sie schon auf dem Erfurter KongreN bezweckt worden, um durcb aélmäiige Eroberung des Octomanischcn Reichs Englands Macbt im »))?itteUändiscbcn Mesko zu stürzen.

Der „Benqal Huckaru 212111 7. September [)5111 einen Krieg 1111: den Birmanen f1'1r sehx wahrscheinlich. Die dortige Regierung soll dem Britischen Refidenten, Oberst Burney, schon ihr Ultimatum Überreicht haben.

“Aus China erfährt man, daß der Capitain Quin, von dem Kriegsschiffe „Raieigh“, am 29. August nach der Rhede von Makao von einer Reise zur11ckgekom111en war, die er", in Begleitung des Deutschen Mésüonairs Gülzlaff, nach Foo-chow- soo in dcr Pibbénz Fukun g2111ac1)t hatte, um 15Brit1scbe Sce- leute, die an der Küste Schiffbruch gelitten, von den Chinesi- schen Behörden zu 11be1“11c1)n1en. Diese Leute waren sehr gut behandelt 16916911, hatten neue Kleider und bei ihrer Abreise jeder noch ein Geschenk von etwa 1'/2 Pfd. Sterlin erhalten.

Dem Vernshmcn nach, macht die Bank der ereinigten Staaten bcbeutende Rimessen nach England in verschiedenen Gestalten; außer Wechseln zum Belauf von 100-150,000 Pfd. 11111) beträchtlichen Summen in Obligationen, die von den letz- ten Amerikanischen Paketböten mitgebracht worden, hat auch das Haus Biddle und Compagnie in Liverpool so eben eine Sendung Baumwolle zum Werth von 380,000 Pfd., die es von Amerikg erwartet, versichern lassen. Dcr'Globe führt dies an, um die1enigen zu beruhigen, die an der Zahlungsfähigkeic dieses Etablissements Zweifel gehegt 11116 dadurch die Inhaber von Actien oder Post-Noten der Bank in Besorgniß versetzt hatten. Mit einem Kapital von 35 Millionen Dollars, meint dieses Blatt, diirfte Heri" Biddle ohne SchwieriZkeic den Sturm aushalten können, wenn auch die Hälfte der Banken in der Union falliren sollte.

Im Senat der Vereinigten Staaten ist eine Bill durch- gegangen, durch welche der Effektiv-Bcsiand der Unions-Ar- mee auf 15,000 OJTann erhöht wird.

Aus Rio-Zanciro ist ein Schiff angekommen, welches fünf Tage später, als das zulc t angelangre, von dort abgesc- gcic ivar. Von Bahia oder I io Grande waren damals noch keine Nachrichten wieder in der Haaptstadt eingetroffen. Das Britische Schiff Acton“, Weiches um das Cap herum gekom- men war und zwischen 800,006 und 1 INiliion Do1lars am Bord habey soll, lag noch in Rto-Ianeiro vor Anker und wollte erst 111 vierzehn Tagen nach England Weitersegcln.

Am 17“. August vorigen Jahres hat General Santa-Cruz m L1_ma cin Gegen-Manifesk, in Antwort auf daSjenige, Web ck)“; 1n_R1'1_ckficht auf den zwischen beiden Republiken bestehen- den Krieg in Buenos-Avres publizii't worden, erlassen. Dieses schr l-ange Dykumenx enthält natürlich viele Gege11beschu1dig1mx „gen, mdeß MW zu Anfang hervorgehoben, daß der Krieg zwi- schen MW und der Argentinischen Republik hauptsächléci) durch die Jntrtguen des Chii1schcn Kabinets erzeugt worden sey. Eine der Haupt-Anklagen gegen Santa-Cruz ivar, daß er es sich habe angelegen seyn lassen, dadurch einen Bürgerkrieg in Buenos-

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Ayres aufzuregen, daß er der Faction der Unitarier s1ch ange- nommen und deren Häuyter nach ihrer Niederlage und Ver- treibung von Seiten des gegenwärtigen Gouverneurs, Rosas, unterftülzc habe. Judeß läßt sich weder die Wahrheit noch die Umvahr eit dieser Angaben aus einem der beiden entgegenge- se-“HTM '.Tanifesrc entnehmen. Auf die bestimmten Behauptun- gen der eincn Partei smd eben so bestimmte Ableugnungen der anderen erfolgt, und die Beweise, auf welche der eine oder andere Theilsicl)beruf1,sindsehr obe:*fiächl:cl). So wird z.B.die Weigerung Boliviens, eincn gehörig akkroditirten dix-iomatischcn Agenten von Bumos/Liyres zu einer Zeit aufzunehmen, wo beide Staaten in Freimbschafr grsxandcn, als eine der bedeutendsten Beschwerden dvs leixccrcn Staats angeführt, während in der Rechtfertigung von Seiten Bolivieiis exklärr wird, der Gesandte sey darum z111'11ck;;x1väcj'c11 worden, weil es ein wegen seiner Jntrigucn und sei;?cö bcrrscbsi'xcbtégcn Charakters bckannter "Mann gewesen, von dessen ()jcgenwart man mit Grund eine Störung der RUheBOx [&.-ich hatte bcf111'c1)ten müssen. Auf die gegen Sanra-Cruz ge- 1:1“(1111'11' Beschuldigung, daß er mitWaffcn und Munition cinevaa; 11011 in Salta, ivclchei11it der Niederlage und Gefangennahme des Buenos-Ayrcsscbc11 Generals La Torre geendet, unterstützt habe, wird von dc1-Pecu-Bolivißhcn chierung durcb die positive Be; 53161ng geantwortet, daß alle angegebenenDetails nichts als Un- 1V111):'[)Liken scycn. General Rosas wird als „ein blutdi'irstigchan- dais“ in "Antwort auf die Bezeichnung „Usurpator“ von Santa- Criiz t::uixrr. Uebcrhaupt giebt auch dieses D)?anifcsk dcs Santa- Cruz keine wcsenclichcre Aufscbiüffe hinsichtlich der Ursachen die- ses Krieges zwischen den drei Republiken. „Es dürfte“, bc- merkcdicTimeS, „für jeden dieser Staaten rathsamer gewesen seyn, hiei' in England seine Schulden zu bezahien, als unred- 1151.) das Eigenthum seiner Gläubiger in ausländischen Kriegen zu versch1Vei1din.“

Privatbricfe vom 4.November aus Buenos-Ayres mci- den, daß am 25. Oktober die gegen die Reinafé's und gegen andere Theilnehmcr an der Ermordung des Generals Quiroga, seines Secretairs und seiner Eskorte im Jahre 1835 ausge- sprochene Sentenz 1'n Ausfiihrung gebracht worden. Vier Per- sonen von niedriger Herkunft wurden frü am Morgen auf dem Retiro hingerichtet. Die Häupter, n mléck) Jose Viccme Reinafé, Ex-(Houverncur von Cordoba, dcffcn Bruder Guilleimo und Santos Perez, Befehlshaber dchartei, Welche die Mord- rhat verübte, wurden in der Fronre dcs Cabildo, auf dem Plaza de la Victoria, dcm Hauptplalze der Stadt, erschossen, und ihre Leichname blieben in Ketten 6 Stunden lang aufgehängt. Jose Antonio Reinafé starb einige Tage vor der Hinrichtung im Ge- fängnisse und cim ing auf diese Art dcm schimpflicbcn Tode sei- ner Brüder. Her vierte Bruder Francisco ist zeitig qe- 1111g nach der “Banda-Oriental entkommen. Ueber den Zu- stand des Krieges an der Boliviscbcn Grän e hatte man in Buenos .“ ?iyi'es keine Nachrichten von elang. Aus Monte-Video war folgendes lakonisch: Bulletin eingegan- gen: „Puntas de Tancuai'embo, den 25. Oktober. An Se.C*xcellenz dcn KrieZs-Ministcr. Am 22sken wurde das erste Corps unter meinem «befehl gä-„nziich zerstreut. Heute habe ich mich wieder mit 400 Mann vereint, mit denen ich mich der zweiten Division anschließen will, die ich in 4 Tagen zu treffen gedenke. (unterz) Manuel Oribe.“ Es scheint, der Präfi- dent hatte zu vertrauensvoll auf die Bravour seiner Truppen qerechnet und die Streitkräfte F. Rivera's zu gering geschäkzr. In einer Depesche hatte er noch kurz zuvor Rivera's Macht auf 785 OJLann angegeben, von denen nur 150 Weiße seyen und der Rest aus mißleirercn Indianern befiehe. Alle Opera- tionen der Rebellen, sclzte cr verächtlich hinzu, beschränkten sich auf Fourage-Expeditionen, die er jedoch durch Theiiung seiner Streitkräfte zu verhindern hoffe. Das Resultat hat gezeigt, das; seine Rechnung unrichtig gewesen. Rivera's Truppen zeig- ten sich 600 Mann stark, wohl bis ipiinirt, beWaffnec und ver- provianiirc, und bei dem e*cscen ??ngriffe wurden die Truppen des Präsidenten zurückgxschlagen und eine bedeutende Strecke mit großem Verlust verfolgt.

In hiefigcn Blättern licsr man: „Süd-Amerika besikzt gc- genwärtig 1253 Zeitschriften, von denen 25 in Brasilien erschei- 11911. Das W1chtigste und Merkwürdigste in denselben find die Anzeigen. Wenn ein cbrsamer Bürger vergißt, einer Einladung Folge zu leisten, oder wenn er, auch ohne eingeladen zu seyn, seine Freunde nicht besucht, so kann er versichert seyn, daß ihm seine Nachlässigkeit im „Pucbio“ oder im „Soi“ vorgeworfen wird. Leéht Jemand ein Buch und vergißt es zurückzugeben, so kommt man seinem schwachen chächtnisse dadurch zu Hülfe, daß er in dem „Diario“ höf1€c11a11fgefordert wird, das ent- liehene Buch dem Eigenthümer zurückzugeben, widrigenfalls man seinen Namen öffentlich bekannt machen werde. Die mei- sten dieser Tagesbiätter sind schlecht gedruckt und so blaß, als ZZ mb/n sich der Buttermilch statt der Drucherschwärze bedient

tte.

Briefen aus Guatimala zufolge, schreiten die Arbeiten an den seit langer Zeit projektirten Kanälen zur Verbindung des Atlantischen mit dem Stiile11Oce_an so thätig vor, daß die- ses großartige Unternehmen gegen Ende des nächsten Jahres ausgefiihrt seyn wird.

„Belgien.

Brüssel, 2-3. Febr. Der Graf Lehon ist, wie unsere Blätter anzeigen, gestern Abend von hier nach Düsseldorf ab- gereist, in dessen Nähe derselbe einixze ansehnliche Befißungen It. Von Düsseldorf wird sich der Graf nach Berlin begeben.

or seiner Abreise hatte derselbe noch eine Privat-Audieuz beim „Könige und eine Konferenz mit dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten.

Hier ist neuerdings das Gerüchc verbreitet, daß die Her- re? Meeus und Coghen zu Staacs- Ministern ernannt werden Mrden.

Dcr Kaiserl. Russische Kammerherr, Baron von Meyen- dorß, 111 aus Holland hier eingetroffen.

Deutschland.

Kassel, 25. Febr. (Kass. Ztg.) In der Sitzung der Skände vom 2/1ste11 d. Waren die Wxinisker der Finanzen, des Krieges und des Innern und der Vorstand des Justiz-Mini- steriums zugegen. Zuerst berichteten die Herren v. Stark und Goddäus so wie der Erb-Marscimll Über mehrere Gesuche, und hierauf Herr Wippermann über die neue Vorlage des Finanz- Gesetzes, wobei der Finanz-Minisker die Propofition verchej- digte. Der Landtags-Kommissar verlas sodann, nachdem er die dazu erhaltene Vollmacht dem Präsidenten überreicht, folgende höchste Mittheilung. „Von Gottes Gnaden Wir Friedrich Wilhelm Kurprinz und Mitregent :c. Unsere getreuen Stände haben bei der im vorigen Jahre stattgefundenen Berathung über das Finanzgeseß den Wunsch ausgesprochen, daß Wir die An-

gelegenheit der Rotenburger Quart jn wiederholte Erwägung ziehen

bis zu einer iveicern deshalbigenEnt, fen woraus fich ergiebt, daß es auch mit der skaatsWissensebolstliz schließung von Uns, die iffercnz in Beziehung auf jene ?in- 11 Fakultät nicht so sch11mm aussieht, als man ihr den Anschein gelegenheit beruhen bleiben solle. Es wurde damals von Uns ben wollte.

so wie von Unseren getreuen Ständen vorausgeseßt, daß eine, soiche wiederholte Erwägung und weitere Entschließung von Uns vor dem damals als s([)011 nahe exscbiencnen Schlusse dcs Land- tags nicht wohl erfolgen kd11nc.-- Dcr seitdem eingetretene Zeitablauf von zwei Monaten hat jedoch zur 111icdcihoicenPrÜ. fung der erwähnten Angelegenheit hiin'cicjwnbe Muße gewähii, und Wir finden Uns dadurch in den Stand gesetzt, Uuscrex-l getreuen Stä11dc_11 auch noch währctxd ihx'es dci'maligen Zusanx menscyns das Crgebniß der von_ ihnen erbetenen wicdcrbol- ten Erwägung dahin zu crbffncn, daß Wir durcb dj-xs. zu einer Aenderung Unsckcr stets ausgesprochenen Ueber- daß die Von dei" Fixx'silicl) Hoffen: Rotenbxxrgi;

möchten, in derenErivartun

Italien.

Neapel, 1-1. Febr. (Leip. A. Z.) Die Gerüchte von „„ Wiederauöbruck) ernstlicher Unruhen polnischer Natur guf ',. Insel Sicilien häufen sich, 11116 _1ve_m1„111an 1h11cn auch mchx :bedingk Glauben sch)xnkcn darf, io 111x161 so mel geiviß, 13118 : Regierung selbst ems Benxegung dort __färchtet. und hier edermann se 1116 nahe bevorjte_i)e116_bccmaztet. Dtc Agentcn ,; Prinzen Karl sollen unter 2111311166111 Schulze voz: Mait_a s die Aufregung 11nt_e1':11'113_en 11111) Fine “Erhebung, 111 Mane frig betreiben,_ um eme gänzliche *Qxcnmzng„Steelicjxs von eapcl imxer 2111er vertragsmäßtgen .Hc'i'riciiast des Prinzen

zeuIUv-g- „„ . . , . . sche11 Linie bescsßncn Donmnmiccn zu dem .ans-z*;:dcikon1111iffe „,-1 als Koiixgs 'von Stcllken hel'zllikc'blkkl- CSM AWMF Unseres Kurhaixics gehören, Uns nicbt veranlaßk, 11116 vielmchc „mc dort ztemllck) 91913 zu seyn, UNI 616 Benehmen der

cinfiußrcicizsrcn Siciliscbcn Fa- n .denseiben noc!) vermebi't zu haben. Der König be- sici) deswcgbn beinahe aus'scblicßend mit den An- JJenheiten der Juist, 11110 man darf erwarten, daß mit zch)srcm wichtige Beschluss in „Bezug auf die dortigen Vcr- 5chiffe gefaßc warden. Die cffiziciie Zeitung hat bis cht urchaus keine Nkittheiiung in dicser Hinsicht gemacht, sondern „xerhält das Publikum noch mit der Beschreibung' der Feier .es Königlichen Geburtstages in Messina und den verschiede- „,n zu diesem Fest angxordnetcn Feierlichkeiten, Gbstmählern, chauspielen und Wohlcyätigkeitsbeweisen. "Mehr Aufrehcn macht in Vorfall, der fich in Catania zugetragen und der vielleicht oijcischen Reibungen nicht ganz fremd war. Ein Garde-Lieu- enant, welcher zu einer der angesehensten Familien der Insel 'Shdkt und selbst dc_n Titel eines Principe fiihrt, wurde 111 dem bendzirkcl eincr iciner Verwandten von einem Neapolitani- ckck General, de'." in dem dortigen Kriegsgericiue Beifikzer ist, acl) lcbhaftcm Wortwechsel auf thätlicbe Weise beleidigt, [nd zwang denselben bei seinem Weggehen, fiel) mit ihm - nd zwar ohne Kampfzcugen zu schießen, wobei dem yveneral der rechte Arm dermaßen zerschmettcrc wurde, daß so- ortige Amputation desselben nothwendig erschien. Der Offizier eisce unverzüglich nach diesem Ereignisse nac!) Wkalca ab, wo die Zahi der Unzufriedencn vermehren wird, welche Prinz arl für seine Zwecke benutzt. - Hier ist durchaus nichts Neues

Uns vorpfiichtét sehen, die dcsbaibigcsn Re:!)te Unsci'cs Kurbau: erung gcgen einige der ses ungeschmälert aufrecht zu erhalten. Urkundlich Umsei'er bdchiicigcnbändigenUnterschrift und des bcigcdj'uckxen féxrsllicizxn Siegels. So geschehen zu Kassel am 23.Fcb1'. 11.38. “Fried.- i'ich Wilhelm.“ - Es Wurde dicse Mittheilung 65:11 “2111,- schß fair die Angelegenheiten der Rbtenbm'ger Quart 1161“, * wiesen. Herr Pfaff berichtete noch 111121 den Gcselz-CUTW1217", die Erhöhung einiger Gebühren der Anwälte betreffend, Wel,- ches mic21Stimmi-11 gegen 21) angenommen und worauf, 11-16),- dcm Herrn Manns ein zehntägigcr Urlaub ci'theilc war, die Sißung geschlossen wurde.

Rostock, 23. Febr. (Hamb. Korr.) Seit einiger Zeit haben auswärtige „Blätter sich ein Geschäft daraUs gcmacizt, *'ci'1':chte über die Verlegung der hiesigen Landcs-Universnät nach Ludwigslust in Umlauf zu seßen. «Ohne untersuchen zu wollen, ob eine solche TNaßregcl jemals beabsichtizxr worden sey, oder ob Überhaupt jene Angabe zu irgend einer Zeit mehr als * ein leeres Gerücht gewesen, begnügen wir uns, darauf hinzu- weisen, daß erst mit dem neuen Jahre neue Statuten f..11- die hiesige Landes: Universität in Kraft getreten sikßd, 1111chdem sie unter dem 30. November 13. J. mittelst nacbßchendcn Re- scripts bestätigt worden: „Wir Paul Frécbcrxck) :c. has _ ben, um auf alle Weise dée Exhainmg 11116 das 11111)- rere Aufblühen Unserer Lanbcs-Univcrsiräc 311 Rostock, so _ wie die n1'11311che Wirksamkeit derselben zu b:,“Irdcrn, und oder Wichtiges vorgefallen; sogar der Karneval, der sonst gc- die Thätigkeit der dabei angesxclltsn Personen in ihrem ber wöhnlich Leben in die Bevöikerung bringt und dem Salonge- Pficge der Wissenschaften iiberhaupt 11:10 der „Bildung Unserer schwäiz und mit ihm der (3111116111118 3031111818261- etliche lebensvoll? gccrcucnUnterthancn insbesondcék gewidmeten heilsamen Bei'ufe Bilder liefert, isk diesmal todter als je ge1vc1en, und dieWitte- möglichst zu begünstigen und auszunmntcin, ncbcn anderen ZU rung hat nicht einmal bis jekzt dem Corso ins Leben zu treten diesem Zwecke getroffenen Einricbrungcn, aitci) die bisher besan- gestattet. Am 7. Februar stand das Thermometer im Schatten denen a11gemcinenStamten Oerlinivci'sitätdurchsrbcy1 1111610161); auf+ 4" R., ki" UUU'hdMs ET'ÜIUW hier UM diese Zkik- "- dem ieszigen Bedürfnisse der Anstalt gemäß einrichten und Le.",- Von den sehnlichst erwarteten Ernennungen und Beförderungen bessern lassen. Nachdem 111111 dicsem ffir die Univerz'irät 111.1 (mb mehrere crschienen; doch werden die wichtigern, besonders ihre Glieder so wichtig?" Geschäfte die größte Aufmerksamiii 1mVer1valcungsfac1)e, noch erwartet. und Sorgfalt gewidmet, von Unserem Vice-Kanzlcr darübermii Rektor und Konzilium gründlécbe Verhandlungen gcpßogcn wo:“- den und Wir Uns über den neugefaßten Entwurf der all_xemei- nen Statuten haben Bericht erstatten lassen, so sind Von Uns nunmehr, nach reiflicher Erwägung, die hierbei gkhLsiktcn Statuten durchgehends qenehmigct und bestätigst word-xn.“ Dcr x_rste ParagraJph diZcr Statuan lautet wie folgt:K„Dchie a§11f11

ebruar1/111 erri tete na der eingetretenen “ir en“ xcor- „. - , , ., . . Zanon unkerm 18. 2111131111 1560 Kaisers. bestätigte Universität I,".dcr-IMUIM Stßung ber Oxp-utiitetj-Kaniinsr MWM.

, , . _, .. . . -. Herr Mendizabai und nahm Wieder semen Silz als Oepucntei zu Rostock hat, g1e1ch dcn 11b11gen aicein Umverjicäten dcs pros ein HU? Gomez Pardo hat ihm seinen Siu wie es leißc tcstantischcn DcUtsci)lands, die alii)ei'gcbi'achte Bestimmung, die - b . , ' )

„. - gcgen eme edcutxnd» Summe, abgetreten.

rcme Lehre der heiligcn Sci)11_fc nach 1:11 Oiundyälzcn dex 1:11- __ In einem von der Charte mit eckeilten Sclreibcn aus veränderten Aungurgiscbkn Confession, so wie alles Wahre, Cadix vom 25 Januar wird emeldYt Qdos; die L*“ran'dTscbe Gute und Schöne in sick) aufzunehmen, zu bewahren 11111) zu .- . ' ._ g - , ' . d ** ' , . . . , Bmgg „Aliyone am 23sken durch einen fmchtbaren Sturm verbreiten. 1115 höchste Bildungs; 1.116 U1iteiric1)1s-A11sta.t dcs , endtbigt wurde die dorii e Riede 11 verlassen und bci Pon- Landes bat sie die ihr anvertrautenJünglinge fÜr dcn L_ebemß- JMS vor Anker,» qchkn g bei Tveiäch Gele enheit fie mic d'r zweck im Allgemeinen, für ihren kiinskigen “72,3ve insbcwnderek Spanischen Kriegs-Brigg, „Isabella, SecunYa“ zusammenstixs; UM SNMP“ auszubilden UW vorzube»eltet1- Ye? f?rdeYenden /L/7ckci)aden erlétt. Das Französiche KauffZYrtei- „. , » ):" „'*ictoire erreichte nur mit roßer ONÜ e die ede

Cötben, **)" FON" Se. Durchlaucb't der H'eizbg ,b)" (of von Cadix. Ein Englisches und zweig SpanischehSchiffc k11116 gende Verordnung m Bezug an dre duch) unser Webac pio leck eworben und etwa .,0 andere Sch'ff' d r t d, E jektirte "Eisenbahn erlassen: Z l'sci ZB,- “b .' Us) YU'U "I-

„Von Gottes Gnaden, Wir Heinrickx, ?lcltcsircgicrcndcrsoxive * )e UZI „Iasod , me,? oder wcnegcr esch d'It' rainer Herzog zu Anhalt :c. haben in Erwägung 1111d 1111fdc116111111d - der bei 2511161111111] bsfcntlicbcr zum gemeinen Nutzen bcstimmtir Kum?- ?“

T 11 1: k e i. straßen zur Anwendung kommenden staatsrecbilécbcn Prinxicicn, 111 * . 9, 0 0, Eribciiung Unserer Landcobcrriickstn Erlaubnix'; zur DmcbfiibmngW Konstantinopel, “*)" „januai. (Yourn. de SUMME“)

MagdebnrgCöxben-HaUc:Leipzigc1 Eisenbahn durcb Unse-r Hr.“ 01: * ?? verlautet, “daß zwischen der PN).“ und dk" J)“?äckxten ersten 11.111111 besch10ffe11 1111d v_c_rordnc11 111111311161: §. 1. Es soil d1e 1111" 111; angßs UnxslhaYlUUIM von IWWW I"“Wffc M BWI “Uf leaung dc1-gkd.*.-:1)nn (*:-neubab11gcb11dcte Act1111-Gc1clisc1)._1fi da;:- Rcciit , die or:c„nta11sche Frage angeknüpft worden sind, auch bemerkt haben, dem 3111“ Bahn und dercn Pcrtinen 1c11 nach Ermessen 11111 ,. man seit zwei Tagen eine verdoppelte Thätiakcic unter den ein- Genehmigung unserer Jmmediat-Eisenbahw. ommisswn cksorkkkliäsn fiußreichen Mitgliedern des diplomatischen Corps. England steht Grund und Boden 17011 dxn betrenenden Eigcntbiimcrq 1'111 W:g,cdcr .I mit der Türkei im besten Vernehmen und wenn die freundschaft- unfreiwilligen Exproprmiwn gcgc11angci11css111c E11tsch11di_a_1111q e1ge11- J lichen Verhältnisse mit Frankreich, durch die Eroberun von tbümlicbzn crwsrvcn. §.2. Ebenso soll d1e Ac-t1cn:6ckese11sc1).1itberccbtlat ,“ Konstantine und durch das W“ 6 r Mh -1 1 d'r x-r n dg1sch seyn, bc1m Bai] d„er, Bahn 11nd baren PU'UUCUZU'U Grund 11111) 236 Flotte be" den D11'danell 1exe-e AUMbl'Lk *? a „779! en dkn gcgen Enticbad-igang zetttvcise 311 benutzen 11111) aus dc111sc1bcu „* _ „* . M auf GMFZ? UI?" U,? HTML 7 WM“- das zu den Erd§1_1be11en_ 11111) sbnft 11.1ci) ,dcm C'rmcncn Unsexer Jm- . den, so L| ],?ßk "! JVM? de? meuhungcn des AdUUl'Uls Rous- mediat-Kommémon ersorderlicbe Mateml gcgen Enescbädxgnng dcr fin Ach w:oder 1111 alten Geletse. Dieser Diplomat hat die Eigentbfimcr zu entnahmen. €*. 3. Die Bcsiinnuungcn der Art 11111 Abführen seines Hofes auf eine Weise darzustellen gewußt," daß Wcise- wie die von der Aciien-Gcscllscbaft fiir Erwerb111lg nnd Br* - ' die Pforte jetzt an der Aufrichtigkeit derselben nicht mehr zweifelt. nutzung von Grund und Boden ziigewéibrendm Entschädigungen 111 Nach dem was man von den jeßjgen Gesmnungen Englands “'""th ""d'fcßzustellcn smd- WD Im“ Z“" Unsch "“M"" L“)" und Frankreichs weiß darf man annehmen daß diese "beiden desberrliclxn „Beitnmnung nnd 2160161121111 vorbcbaltr11.- 1111111161111 Mächte entscllossen 11,116 emein'cba'xii'k a11f die P , 11.111111 WW d:es Gesetz e1genbä11d1gbollzogc11, 11111) besen oixcntlickie » des Orie1ts ). rb “t / g O i'ciÜt T1 L,) ck [ “MUMM FcckYZYU'LZMg dch1 JHWJÜMZ KÉFYUMUW anbcscbien. So ge, . dieser edlxe ZYYczkuTrrxickß? TROTZ /isrc)ex*111na?1)iz1?Jk'yiberalesinixzs , , „* . '! &! - _ 1 * *" ! ) Heinrich, H. 3. Anhaik.“ 6.1]; das“ beste Mittel, den Frieden zu erhalten, in einer Ver: . Yendez'ung der Flotten und Armecn bestehe, die sowohl in der 411rket als inAegypten die besten Kräfte des Landes verzehren. Es herrschten seit einiger Zeit ziemlich begründete Gerüchte 1111er Vbrbereitungen zum Kriege und Ti'uppen-Aushebungen *" Syrien. Letztere werden von Seiten der 'Isegyptischen Be- hörden mit der größten Grausamkeit betrieben. Mehmed Ali hehauptet,tum diese Maßregeln zu rechtfertigen, daß die Pforte lhre Streitkräfte vermehre. Dies ist jedoch falsch, denn seit sÜnf Jahre-n war die Türkische Armee nicht so gering wie jetzt, "UP U'sk sext Wenigen Tagen, als die Pforte sich von den feind- scltgen Abs1chten Mehmed Alls und Ibrahim Pascha's über- zeng„hatte, „beschLo-s; fie,_ Vorkehrungen zu treffen, 11111 einen Angriff kräfttg zuxuckweiien zu können. Die Armee in Kur- distan, unter Haf11_Pa„scha, hat Befehl erhalten, sich zu kon.- ?)entri're'n, und es imd in diesen Tagen starke Sendungen von Nunttion und anderem Kriegs-Macerial dorthin abgeiangen. C Die Arbeiten 111232113 auf die Feststellung des *echsel- beohurses find-für d1e1en lugenblick suspendirt worden. Man anptet, bie fremden Gesandten hätten sich in diese Angele- ZWS“ gemischt, sich aber Über ihre Forderungen nicht einigen selFUL"; da nun auch unter den Kaufleuten, so wie im Divan Ü-verschiedene Ansichten Über die Ausführung der Maßregel

*,sgi iIie „.Fr-gk

S p a n i e 11.

Madrid, 14. Febr. Man spricht zwm' viel von Uneinig- keiten unter den Ministern, indeß verlautet noch nichts Über eine etwai e Veränderung im Kabinetts. (Vergl. das Schrei-

den aus »);adrid im „Constitutionnei“ im gestrigen Blatts der Staats-Zeitung.)

F 1" ankfu rt a. M., 26. Febr. Nachdem heute Vormittag 11111 die Volksbeiustigung des Faßbindens auf der C'isvecke des MW nes stattgefunden und die Böttcher-Jnnung g-xgen 4 Uhr Ich1 mittags mit dem Werk zu Stande gekommen war, verkündex? um 7 Uhr Abends der Donnci' der Kanonen, daß der Man) sich in Bewegung soße. Bis jetzt hat man nicht gehört, dai irgend ein Unfall bei dem Aufgehen des Flusses vorgekommen 111-

Schweiz.

Zürich, 21. Febr. (Leip. A. Z.) Das neue Wahlgcsski/ wodurch der Kanton in eine reine Repräsentativ;Demokkak" sich umgestaltet, ist erlassen und der neue große Rath auf de" 19. März einberufen. Die Theiinahmlofigkeit eines größk" Theils des Volkes an der lehren Abstimmung hatte noci) „"er“ schiedene Vorschläge veranlaßt. Einige wollten in kiinfttIL" Fällen Geldbußen oder Verlust des Akciv-BÜFerrechts fiir "" ntcht Abstimmenden. Nach einem anderen orschlage MW" den Bürgern, die ihr Wahlrecht ausüben, Taggelder verthkgc - werden; allein weder der eine noch der andere Antrag wurde zum Geseß erhoben. 11

Die maskirten Angriffe gegen die hiesige Hochschule habe

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gen Mißbräuche ihre Rechnung finden, gelungen seyn, die einfi- weilige Einstellimg der Arbeiten zu bewirken.

Konstantinopel, 31. Jan. (Allg. Ztg.) Ein Tatar 111 aus Bruffa eimeiroffcn. Gleich darauf ivard eine Divans-Ver- sammlung abgehzaiicn, welcher der Sultan beiwohnte, obgleich er noch sehr gebeugt 111, und seit dem Tode seines Sohnes an kei- nen Geschäften Theil genommen hatte. Die Nachrichten also, Welche der Tatar mitgebracht, müssen sehr wichtig seyn. Man glaubt, das; das Betragen Ibrahim Pascba'S, das sehr zweideutig ist, denSultan veranlaßt habe, sich mit dem Divan zu berathen. Ibrahim Pascha und sein Vater scheinen eine Politik zu bcfylgen, die darauf berechnet isi, die Pforte 11erm11den und gänzlich zu erschöpfen. Bald zeigt „Ibrahim fi ) drohend, bald zuvorkom- mend. Jetzt soll er wieder eine drohende Stellung angenom- men haben, die um so bedenklicher seyn dürfte, als er dabe_i dcn Scbcin bes “Aggreffeurs zu vermeiden sucht, denn er weiß wohl, daß in diesem Fall ihn nicht 11111: kein Beistand von außen erwartete, sondern daß er auch von 1111211 Mächten,. Eng- laUO 11116 Frankreich nicht auscnommen, desavouirt wiirde. Man erinnert sich, wie das Französische und das Engiische Kabinec erklären ließen, das; sie die zwischen der Pforte 11116 Mehmed Ali eingegangenen Conoentionen ungeschmäiert respek- tixc, Und die im Orient bestehender: Verhältnisse um jeden Preis aufrecht erhalten wissen wollen. Diese Erklärung hat ihre Wirkung nicht verfehlt; Mehmed Ward nachgiebiger _in seinen Forderungen, und schärfce seinem Sohne die größte Vorsicht ein. Diese befolgt er auch pünktlich, rend er jedoch nichts unbenußt läßt, die Pforte zu reizen, und 1_e wo möglich unter 621“ Maske eines ergebenen Dieners aufs Aeußerße zu treiben. Da es ibmbisher11ichtgelang, den Sultan aus der Fassung zu bringen, und dieser genau an den Wortlaut der Ver- träge sich hält, so schien Ibrahim schon einige Mai große Lust zu haben, die ihm gegebenen Juftructionen _zu überschreiten, und gegen den Willen seines Vaters in offen 1eindseliger Absicht ge- gen die Pforte vot'zwgehen. Dies war besonders vorLMonaten der Fall. Die zufällig unter dem Admiral Gallois an der Asia- tischen Küste erschienene EEcadre schüchterte ihn aber wieder tig, und die seitdem in Smyrna angelangtcn Englischen Kriegsschine vermehrten seine Besorgniffe, so daß er es“ jclzc für geeigneter zu hakten schcint, der Pforte unter der Hand Verlegenheiten zu bereiten, von denen er dann Nußen zu ziehen hofft. Cr sokl zu diesem Ende Verbindungen anzuknüpfen suchen, und die der Persischen Gränze nahe gelegenen Paschaliks aufzuwiegeln im Begriff stehen. Der Pforte soiikn Über diese bösimili en Absich- ten genaue Daten zugekommen seyn, die fie in große estürzung gesetzt hätten. Sie weiß s1ch kaum Raths, und in der eben er- wähnten Divans-Vcrsammlung soll man zu keinem anderen Be- schiusse gekommen seyn, als den Schuh von Persien vor Ibrahim Pascha zu warnen, dessen hier accredirirten Gesandten mit großer Aufmerksamkeit zu behandeln, und die Spannung, die seit langer Zeit mit Persien bestand, verschwinden zu machen. Wirklich ii? dcr Persische Botschafter, der bis jeizt den Sultan nicht gesebcn hatte, vcr einigen Tagen bei demselben eingeführt und äußerst gnädig WU ihm aufgenommen worden. Auch ist ein Minister- Wechsel beschlossen, um das auswärtige Departement einem Mann anzuvertrauen, der die Verhältnisse Afiens genau kennt. Die- ser ist zwar noch nicht gefunden, inzw1sci)en hat Reschid Pascha die Wsisung erhalten, fich zur Reise nach Paris vorzubereiten, woseibsc er als „Botschafter figuriren soll. Ferik Ahmed Fethi Pascha, stüher Botschafter zu Wien, ward zum Botschafter nach London ernannt. Meine vor langer Zeit kundgegebene Vermuthung, daß Rescbid Pascha das Portefeuille des Aeußeren nicht lange beibehalten werde, ist also einZetroffen. - Auf Be- fehl des Sultans isi eine Trauer von 9 agen wegen des Ab- lebens seines Sohnes angelegt worden. Das ist etwas ganz Ungewöhnliches. Auch wurden die Spielhäuser gesperrt, die hier sehr kebcri)and nehmen.

Konstantinopel, 7. Febr. (Oesr. B.) Der erstgebo- rene Sohn des Sultans, Prinz Abdul-Medschid, lag in den lclxtverfioiscnen Tagen am Scharlachfieber ziemlich bcdeutcnd krank darnieder, befindet sich jedoch nunmehr auf dem Wege der Genesung.

“21111 51en d. M. haben der Ottomanisthe Botschafter am Kaisesi. Oesterreichiscben Zofe, Rifat Bey, und der Gesandte am König!. Preußischen Zofe, Kiamil Pascha, ihre Reise nach Semlin angetreten.

An demselben Tage ist der unlängst zum Ottomanisthen Botschafter in London ernannte Muschir von Aidit), Ahmed Fethi Pascha, auf dem Dampfschiffe des Oesxerreichi1chen Lloyd „Arciduca Lodovico“ nach Smyrna abgegangxn, um sich von dort in seine Statthalterscbafc zu begeben. Er soll sich unge- fähr drei Wochen daselbst aufhalten und dann 111 die Haupt- stadt zurückkehren.

Am Eten d. M. ist der Armeniscb-katholische Erzbischof Don Nuridschan, welcher mit der Leitung der geistlichen Ange- legenheiten seiner Nation beauftragt war, mit Tode abgegan- gen und TFS darauf in dcr ncuerbauten Kirche dieser Ge- meinde, zu aiata, feierlich zur Erde bestattet worden.

Im Laufe voriger Woche ist ein Rusfischer Kriegskutter aus dem Archipel in den hiesigen Hafen eingelaufen.

Die Pesiseucbe scheint ftir den Augenblick hier erloschen, da man schon seit einem Monate von keinem neuen Pesifalle hört.

- Die Gazzetta di Zara meldet aus Scucari (111 A1- banien) vom 1. Febr.: „Die Einwohner dieser Stadt find in den lekxten Tagen von einem starken Erdbeben heimgesucht worden. Schon seit der zweiten Hälfte Dezembers hatte man in diesen Gegenden sehr heitere, wiewohl von einer ungewöhn- lichen Kälte begleitete Tage. Die Nacht vom 22. Januar ivar ungewöhnlich angenehm, und wiewohl die Atmosphäre schr ru; hig gewesen, so war doch ein dumpfes Brausen der See ver- nehmbar. Am Morgen des 23|e11 zeigte fich der Himmel um- zogcn und die, Scutari gegenüber liegenden Gebirge waren von di'isiern Wolken bis zur Hälfte umhüllt; der Wind weZte von Südost, und der Horizont war gegen Westen von schw r licher Farbe. Gegen Abend trat Nordwind ein, und durch almäli- ges Zunehmen erreichte er eine solche GeWalc, daß er Dach- ?)iegel hinabwarf und Wände und Fußböden zum Schwanken

mchte. Um 9 Uhr 25 Minuten desselben Tages verspürte man dann unter fürchterlichem Getöse eine vertikale Erderschütte- rung, weiche 51/2 Sekunden währte; nach Verlauf von zwei Minuten trat eine zweite Erderschiitterung schwingender Art ein; um 9 Uhr 38 Minuten endlich trat ein drittes, ebenfalls wellenförmiges Erdbeben ein_, weiches acht Sekunden dauerte; die Richtung sämmtlicher Crdsköße war von Nordoft gegen Südwest, das Barometer zeigte 28“ 2“, das Thermometer Réaumur 4",- Wärme. - Ilm darauf folgenden Tage , näm- lich am 2/1sten , war der Himmel trüb und umwölkt, und man

rück. - auf, wi

auf der den An Levante

verdopp

über dc

B Stadt

jedoch Brücke als die

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Ganz

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1)

vöüiY

eine genauere Beleuchtung des Bestandes derselben hervorse“ herrschten, so soll es denen , die in der Beibehaltung der jeßi-

konnte die Richtung des schrecklichen Orkans kaum verfolgen;

mau glaubte,

man mit Sehnsucht dem unmöglich, zu beschreiben,

Rüstungen “Me es ihm an Menschen und während seine Armee und elt in diesem Augenblicke scineAnskreng

furchtbar u machen. Man erschöpft sich in

daß fish

gegeben,

ist durch ein Versehen b

zur letzten Zeile der

Nach eéner Haupt- "Proviuz Schlesien im . gelaufenen Jahre 1837 1111 Regiernngs-Bczttb 11) BreSlau, die Krcise Bxcsiau, N1mpisck), Oels, Reicbcn-

e) Oppeln, die K?

cbt und in der Zeit vom 20. Augnsi bis 23. Opfer aefordert, da 111 der Woche vom 27.2111- g11s1 bis 2. September allein 412 Pcrsoncn gcsibrbcn smd.

rem Ausbruche dcr Cholera im Jahre 1836 bis 1th fi11d 11111 verschont geblieben im chicrungOBczixk

am firengficu bsimgcsu September die weißen

Skit

Die x_weite Periode, sch1ießt in fich den Zeitraum, im chicxnn

a Breslau, von Mitte März 1837 bis Mitte Januar 1838. ZLiegniß. vom

kund würden diese Angaben künftig nur ekleiden, als die Krankheit im Regierungs;Bczirk Breslau noch nicht

Am 25|en hörte diese sonderbare ewohl die Atmosp äre

Dcr Gesundheits -

hiefigen Rhede.

die Natur falle in ihr ursprün liches Chaos zu- itterung alimälig seitdem beständig dunkel ist und onnenschein entgegensteht. - Es ist welche Bestürzung, nach so fürchter- lichen Vorgängen, das Ungewitter sowohl in Scutari, als in ver umliegenden Landschafr erregte. Berzweifiung, nachdem der Orkan die fistenz verheerte. befriedigend.“

Smyrna, 3. Febr. um erstenmal sein Zimmer verlaffen. onsuln Besuche ab.

Am 31. Januar döme“ und „Santi Petr nach Frankreich zurück, lestere Es bleiben nun nur noch der Flagge fährt, der „Montebeäo“ und die Brigg „Palinure“ Man spricht auch von der bevorstehen-

Viele Familien find in auptquellen ihrer Sub- ustand ist voükommen

Der Admiral Gallois hat vorgestern Er stattete mehreren

find die Französischen Kriegsschiffe „Dia- i“ von hier abgesegeit; ersteres kehrt s begiebt sich nach dem Piräus. Jupiter“, der die Admirals-

kunfc des „Triton“, dcr fich dem Geschwader in der

anschließen soll.

Briefe aus Alexandrien vom 26. Januar bestätigen die seit einiger Zeit verbreiteten Gerüchte in Bezug auf bedeutende med Ali's in Aegypten und Syrien. Obgleich Geld fehlt, so hält er doch fort- Marine auf dem Kriegsfuße und ungen, um beide Muthmaßungen

11 weck seiner Rüstungen, die namentlich dem Handels-

Inland.

erién,

stande Besorgnisse einfiößen. Man ist allgemein der Meinung, roße Ereignisse vorbereiten, an denen vielleicht Europa

Theil ne men dürfte.

]. März. Nach der neuesten Zählung hat die

Koblenz gegenwärtig 13,696 Einwohner. Hierbei find die Bewohner der Häuser und Gärten vor der Mosel- , als zur Gemeinde Neuendorf gehörig, eben so wenig, Frauen, Kinder und Dienst“ von Militair-Personen an-

Berichtigung.

bach und Schweidnib.

b) Liegnitz, die Kreise Laüdsbut und L?c«zniß, cixe Beutben, KTMWMJ-

Sircbliiz

111 Vre61a11,der Kreis (Iubrau,

b) Liegniß, bie Krciée Freifmkr, Glogau," - Sagan, Schonan und x::pxct'mu.

Hoyerswerda, Rothenburg,

lleberficht dcs Skandcs Jahre 1837 bat dicse K

so daß die Gesammt-Einwohnerschast in runder Zahl uf 16,000 Seelen anzunehmen seyn dürfte, wobei natür- lich die Garnison selbst nicht mitgezählt ist. Im gestrigen Biatte der St. Ztg. cim Umbrechen des Blattes auf S. 2-10 diejenige Druckzeile, mit welcher die erste Spalte beginnen sollte, zweiten Spalte gemacht worden.

der Cbclxra 111 de:“ 1111111111: 111 dcm ab:

Gxeiwiß 1111d

Gökiiiz, Erüuberg.

'cbocb seit dcm 17.Te_1cmbcr o. I.

In diesem Bezirk ist die „6411111111111 ) . _ und in dem Bezérk von Oppeln, 113 irc1chmn tcm Kreis ganz vcrxäzont geblieben, sxit dnn 101cn b. M. sn“.- 1112116311 111 emamn, und wenn auch 111 den Kreisen Schwcibniß, Habcxscbwcrdt mid Münsicrbch, 111 welchen die Cholera 5111th 1111.27 gchcrrs ej

neuen Erkrankungen mcbr keine Kranke vc1b1i€bcn find.

„,1, seit dem [Tien o. M. vorgekommen 11111) icit dem 151111 b. M. so (6721111 die Krankheit auch 1111 Re:- aierungs-Bczirk Brediau n1111mcbr für c11oschen geachtet :rexdcn zu können.

11?

Aus dem bere 18:16 gingen in das Jahr 1837

Kranke uber ........

es waren mithin in dieser:: Jahre krank ........ 7723 davon sind gestorben 3988 genesen . 3736 "M

7724

"-

so daß am Schluss dxz Jahres krank blieben . .

erkrankt. . . gestorben . . genesen . . .

ÜLLZ ; 6363 :

deutlich lassen sich im Verlauf der Kxankbeit 2 Pexiodxn 1111- 1erscheideu, welche in den Bezirken dcr ch1erun en zu Liegnitz und Oppeln einen längeren Zwischenraxx

a zu Breölau.

ie erste Periode, von Mitte September 1836 bis MitteFeerar

1837, geht im Regierungö-Bczirk , «) Breölau, von Mmr Oktober 1836 bisMitteFebrnar 1837,

83 ersvncn im Javxe 1837 erkrankten 7646 “_

!

U

3 ! Mit Hinzurechnung der Fälle im Monat Januar & fiud seit Aus;

bruch der Krankheit im Jahre 1886 bis 11131 13248 Personen

m bildeten, as 111 dem der Rc-

b) Liegniß, vom Oktober bis 1111. November 1836,

o) Oppeln, von Mitte September 1836 bis Ende Januar

1837, und erkrankten in derselben woven starben . gcnascn .......

3431

von Mitte März 1837 bis Mille Januar gstczirk

3873 Personen 2442 .

!

akuni bis incl. Dc cmber 1837. Oppeln, vom August 1837 bis *). itte Ianaar 1838,

Ja diescr Periode erkranktm 7375 Personen

starben 8841

geuasen

erloschen scon sollte. ou dcn Erkrankten find

3) mehr gestorbsn als ng'ftZers n u ......... - o e

im Jahre 1837 , , . im chierungö-chrk Licgms 297 111 der weiten Periode . . . . 307

) mehr genesen als gestorben

3534 in sofern eine Acud rung

)?

»

2)

im Regierungs-Bezirk Breslau 270 Personen

Oppeln 709

1) l

im Iabre1836 .....938 in der erüeu Periode . . . . . . 989 während der ganzen Dauer. . 682

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1838

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