1838 / 110 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

uud Gewichten bedienen wvsien, als solcher, welche den wirkli- chen Erfolg der im Leben vorkommenden Geschäfte darstellen. Bei dieser Ansicht verschwindet der bei weitem größte Theil der Verschiedenheiten der Maaß: und Gewichte, welche bei der Ver- folgun des-zuersk erwähnten Zweckes vorgefunden werden: näm- lich a e diejenigen, welche niemals in dem Willen der Regie- rungen Und Vorsteher bedeutender Handelsplätze lagen; sondern nur dadurch entstanden find, daß die Handwerker-Meister, durch welche sie ihre Probemaaße und Gewichte nach irgend einem auswärtigen Muster verfertigen ließen, auch nicht einmal eine Ahnung von-den WerkzeUgrn und dem Verfahren hatten, wo- durch wissenschaftlich gebildete Männer fich der Uebereinstimmung der von ihnen gebrauchten Maaße und Gewichte versichern, oder deren Abweichungen von einander messen. Indem diese Ver- schiedcnheiten in Büchern iwwerfort wiederholt werden, welche Zunächst zur Belehrung der Geschäftsmänner und Gcwerbrrei-

enden bestimmt find, geschieht nicht nur etWas Ueberßüi'srgcs, sondern selbst etwas Störendes und Schädliches. Eden deswe- gen nämlich, weil so wenige, selbst vielseitig gebildete Männer einen deutlichen Begriff von der Genauigkeit haben, welche bei dem Handel und MarktverkeLr, oder in der Wirthschafr ver- langt werden darf, werden ie durch diese angeblichen Unter- schiede irre geleitet und ängstlich gemacht. Sie suchen die Urx sache der Abwrichungen, welche fich beim Rachmessen und Nach- wiegen großer Massen von Waaren und Vorräthen finden, nicht in der natürlichen Unsicherheit des üblichen Verfahrens; sondern in einer wirklichen Vcrschiedenheit der" Maaße und Ge- michte selbst, und werden dadurch in dem Glauben bestärkt, daß es doch nöthig sei, auch auf solche geringe Verschieden- heiten der Probemaaße und Gewichte einen Werth für das Leben zu legen. Gewöhnlich wird angeführt, daß eine Verschiedenheit, welche bei geringern Quantitäten mit Recht vernachlässigt wird, bei größern J)?assen doch allerdings etwas Erhebliches gebe: beispielsweise, daß ein Unterschied von einem Tausendt eile auf einen Sack von drei Scheffeln noch nicht ganß ein wanzigtheil einer Mcße betrage, worauf es bei dem gew hnlichen Marktverkehr Käufern und Verkäufern ge- wiß nicht ankommt: daß aber beidem Uebermeffen eines Ge- treidevorraths von zehn Tausend Scheffeln, wie er wohl bei Landesmagazinen oder im Großhandel mit Getraidc vorkommt, hierdurch ein Unterschied von zehn Scheffrin veranlaßt werde, der einen Geldwert!) von zehn, zwanzig odcr wohl noch mehr Thalern habe, den man auch bei so großen Geschäften doch kei; neSweges zu vernachläßigen gemeint sei. Sie wiffcn wohl, daß - wie schon vorhin angeführt worden - das I)icssen von Gr.- treide auf Magazinen und im Großhandel durch besonders dazu angelernte Leute keine grdßre Genauigkeit als eewan auf ein halbes Prozent giebt; und daß a1so bei dem Uebermcffen von ehntausend Scheffel", bei aller Sorgfalt, eine Unsicherheit von ?unfzig Scheffeln Übrig bleibt, Welche das Übliche Verfahren mehr oder weniger geben kann, ohne daß einem Theile hierbei etwas besonderes zur Last fiele. Aber sie werden dennoch durch den Gedanken beunruhigt, daß diese unvermeidliche Unsicherheit durch geringe Abweichunqen in dem Maaße selbst, im vorliegen; den Beispiele um zehn Scheffel, vermehrt worden könne: ohne daran zu denken, daß der hdlxrne Scheffel, womit ste messen lassen, schwerlich bis auf ein ausendtheil steher ajuftirt werden kann; und daß selbst, wenn dies gescheben wäre, schon das Mes- sen von zehn Tausend Scheffeln mit diesem Maaße hinreichend sein könnte, es um einen solchen Betrag zu verändern; ja daß selbst ohne solchen Gebrauch feuchte oder trockne, kalte oder warme Witterung schon einen solchen Unterschied bei der ge- wöhnlichen Konstruktion dieses Werkzeuges hervorbringen könnte. Auch die Regierungen der einzelnen Staaten sehen es für einen Chrenpunkc an, bei bemerkten Abweiciwngen ihrer Probemaaße und Gewichte von den Probemaaßen Und Gewichten anderer Staaten die ihriqcn als Originale zu be- trachten, deren Größe sich nicht nach dem richten dürfte, was anderswo unter gleicher Benennung gebraucht wird. (Biond- wohl ist ein Uebereinkommen Über Maaße und Gewichte, die entweder gleich, oder doch nach einem leicht Übersehbaren Ver,- hältnisse vergleichbar sind, nur dann möglich, wenn die einzel- nen Staaten diesen Anspruch auf Originalität ihrer Probemaße

und Gewichte aufgeben, und sich darüber einigen, ein einziges :

bestimmt bezeichnetes und von Sachkundigen aufbenmhrtes Probemaaß als die gemeinschaftliche Grundlage ihrer Maaß- und Gewickyts-Syfteme eben so anzuerkennen, wie es im Reiche der ,Wissenschaften mit der pariser Toise geschieht, welche bei der Gradmessung in Peru ebraucht wurde. Aisdann erschei- nen alle Probemaaße und ewichte nur als Kopieen von die- sem einzigen Originale: Abweichungen unter ihnen treten her- vor als zufällige Fehler, welche durch Vergleichung mit dem Originale so weit berichtigt werden müssen, als es der Gebrauch erfordert, der davon gemacht wird. Diejenigen Probemaaße und Gewichte, deren sich in lekxter Instanz die Polizeibehörden bedienen, um darnach die Maaße und Gewichte für Gewerbe und Geschäfte ajuskiren zu lassen, sind wieder nur, in kleineren Staaten unmittelbar, in größern Staaten mittelbar, Kopieen einer weiten, dritten oder vierten Ordnung von je_ner Kopie, welche den Mittelpunkt des besonderen Maaß- und Gewicht-Sy|ems des einzelnen Staates ausmacht; und_werden hiernach durch pc.- riodische Vergleichungen mit dcriclben in einer Uebereinstim; mung erhalten, deren Genauigkeit stufenweise abnimmt, wie es dem Gebrauche, der davon gemacht wird, angemessen ist.

behalten bleiben: ,geivonnen wäre schon sehr viel, wenn die Re- gierungen sich inzwischen nur darüber vereinigen könnten, die zufällig entstandnen geringen Verschiedenheiten als außerWesent- iich anzusehn, und leichtverglcichbare Verhältniße an die Stelle wesentlich wenig verschiedner zu setzen, die nur in großen Zah- len angegeben werden können.

Bürder, wie daSjenige, dessen Titel diesem Aufsaße vorge- setzt ist, und dessen Erscheinen denselben veranlaßt hat, können nur mit einem großen Aufwande von Fleiß geschrieben werden; und es gehört ein hoher Grad von Erfahrung, Belesenheit und Gewissenhastigkeit dazu, um ixnen die Vollkommenheit zu ge- ben, welche ste nach der ausge prochnrn Absicht ihrer Verfasser haben sollen. Diese rühmlichen Eigenschaften verdienen überall, wo fie überzeugend hervortreten , die ebührende Anerkennung und Achtung. Damit aber kann dasTUssprechen der Meinung wohl vereinigt werden, daß ihreVervielfältigung weder für die Wiffenschaft, noch für das Leben einen Gewinn zu geben scheint, welcher der darauf verwendeten Anstrengung werth ist. Sie geben für die Wissenschaft zu wenig und für das Leben 11 viel. _Jene bedarf einer sehr viel vollständigern Angabe des erfah- rens, wodurch die ausgestellten Vergleichungen- erlangt worden smd, und der Umstände, unter welchen dieselben stattfanden. Dieses bedarf des größten Theils der angeführten Verschie- denheiten gar nicht, und wird dadurch nur irre geleitet. Der Geschäftsmann und der Gewerbtrcibende vermissen, wenigstens in Deutschland, noch immer ein kleines Hülfsbuch, das die Verhältnisse derjenigen Maaße und Gewichte, welche in ihrem Wirkungskreise vorkommen, mit dem Grade von Genauigkeit, Klarheit und Zuverläßigkcit angebe, dessen fie bedürfen. Ob dieser Mangel wirklich vorhanden ist, oder jenes Vermissen nur aus Unbekanntschafr mit dem Reichthume unsrer Literatur ent- steht, mag hier unentschieden bleiben: jedenfalls kann ein solches Werk nur das Ergebniß einer sehr ausgebreiteten Erfahrung, und eines sehr richtigen Taktes sein. H.

Wiffrnsckgask, Kunst und Literatur.

Ausstellung auf der Königlichen _Akadcmie um Be- sten der in Ost; und Westpreußen durch 1 eber- schwemmung Verunglückten.

Die Klinsis, welche. an fick) schon eine Woiviibat smd, berifcrn 1711) auch noch. dem besondercn Unglück Hiilfe 311 bringen. Bei der „Toth, vekcixe Tisdang nnd 11cbcrfch1reimn1xng arc!) in verschiedenen Theilen unseres Vaterlandcs dcrvrrgcbraodt hab:", sind die Musen drs Gesanges und drr Scixauspiclkmxsi mit milden (Lach vorangxgmigrn, aber auch die Vinsc der Dichtkunst wiii, iirici) wie dir Wittwe im Evangelimn, idr Schcrslein beitragcn, und jctzt baka die bildenden Künste 11112- einen Genuß brrrikct, der an und fiir sic!) "so einladend ist, das; der Woledäiigicitsfinn des Publikums kanm in Anspruch genommrn zn wcidrn braucht. Drei aus Danzig grbürtige Künstler, die Herrxn Mevcrreim, Löwensicin und Troiciyrl, haben uns diese Schau eröffnet, indcm fir ihren bcdréin-gtrU LanddlrUirn noch cine vc- sondere Roibbiiife zuwendenwolltcn, und se smd von rcumeisten hiesigen Künstlern mit ibrenWerkcn,so wie auch von zwei hiesigenKunstfreundm mit den Bildern ältereeriser auf das freigebigsieuntcrstiiyt worden. Der Katalog zählt 220 Nummern, unter denen sioi) viel Vortrefflicdes bc- findct. Große historische Ccmpofitioncn sind nicht zu erwarten, deüo Erfreulicberes aber gab die Landschaft und das Genre, auch steht man einige schöne Leistungen im Portrait, und die Skulptur blieb 111cht zuriick. Ein besonderes Interesse rrbält die Ausstellung abcr noch dadurch, das; wir bei dieser Gclcgcndeit einige sehr schätzbare Werke answärtiger Künstler zu sel)en diirmmcn, namentlich ron neueren Houiirxdisaieu Ma!ern,„wrlchc drr gnädigrn Brwiliigung Jbrcr Kö- niglichen Hoheit dcr FrauPrinzrssin Aibrechi verdankt werdcn. End- liel) grwährt uns die Aussicliung noch einige ältere Werke cinrs un- s:rrr geistrrichstcn Kiin'silcr, von dessen Hand [rider die lrizten Aus- si:l]uugcn zur innigfirn Trauer auer Kunsifrcnnde“nichts 1111111- ent- halten haben. Wir sehen ixicr von Herrn Prof. Blechen eine Rcidc genialer Landschaftébiidxr. welche ibn 11116 in dcr riisiigßcn Kraft ver- gegenwärtigen, meificns Jtaliäuiscbe Gegenden, und wie wir ihn kennen, bci warmrr, klarer Luft, 1111 stradicndsten Son; 111111'1'175111. .Die Natur ist hier mit einem besten, vorurivciléfrcicn Auge gcschaut und mit energischer Hand charakterisisci) hingestrllt. Vor diesen Bildern, oder nie, kann cine Anrglcicvixng drr Anhän- ger Nicolai's nnd der Vcrchrcr ch Landes zu Stande kommen, drnn hier ist 11118) das fable, kalkige,rcrse11gte Jtaiirn, Und doch welch ein unanssprccdljcknr Reiz in dirscr warmcu Klarheit der Lust, in dicker ,1ruch:enden Energie der Farben, welche gxosmrtige Schönheit der gleichsam heroischen Gcbiraéfoxmrn, und wrirber Einkmng dxrseibcu mitrcn kühn gothürmtcn Gebäiiden, die sich in c1nfachcngrorirnHori- zomal- Linien ersjrrckcn. Läßt Blechen uns die auf den “eisboden aufprailcndeSonnenbiße empfinden, die nur wenigcs dürre ““)csträuci) duldet, so läßt er uns dafür auch wicdcr aufatbmm in drm i(irgli, chen Schatten, den er so scharf, und dennoch so kühl nnd luftig dar- zuyicücn weiß. Ein anderes Stück, das mit nicht minde1rr Kiihnhcit aus der Natur heratisgeqriffen ift, ist eine tiefe GcbirgSschiuchi, die Teufelsbrijcie auf der St. Gotthardstraße in den Aich. Geröll und von den seiien Feis1rändcnschiefem1tig abgri'ésir Kalipiaeten liegen 111111)crgc1)(iuft. abcr dicses wilde Walken der Natur tritt noch m'ehr durch den Kommst dcr Kunst hervor, dcnn so eben ist man damit beschäftigt, die Sci)lucht, in der ein Gcbi'gswaffcr verabrinnt„ mit einem Briirkrnbogen zu überspannen, fiir wclwcs schon die Gerüste und Riclmbögcn crbaut sind. Unordemlichcs Bcmtcrtre1k', als“ wolite 15 den Cdaraktcr dieser Natur 11achai1111e11, liegt icxstrcut umher; ein Strahl dcr Mittagssonne trifft die Gipfel der Berge; mmn in dcr Kiibic der Schincdt fciern die Arbeiter von ihrem We11 und rslcgcn dcr Miiiagérubx. Die Figuren smd von größtem erdicnsi, die Landschaft 5;th rie fcinsicu T'önnngeu und wieder die 11111111111111111s1r Auffas- sung. Möcdte dcm bocixgcswätztc1131ii11sticr dock) [mid Gcsnnkhcit und Mmb werdcn, von mucm den Pinsel zu ergreifen. A::ci) von Cake! in Rom sixiyt man ein großcs Jraliéiniscbcs

Ob auf diesem Wege jemals 11 einem gemeinschafrlichen I)eaaßr und Gewichte fiir den großen deutschen Zollverein zu

Landschaftsbild: wir_kcm1en e_s bcreits rrnéinrr früheren Ausstel- lung; ferner Jtaliämsche Land|chaften von «Mrmrr und Ahlborn.

gelangen sein dürfte, mag einer noch unbekannten Zukunft vor; ] Besondws anziehend war uns noch ein Bild ron-Wickebcrg, drffcn

Bekanntschaft wir hier uersi wachten, dem Be Schwedischer Kü_nß1er. gan; besonders em Seesiück de_xvor, das die Stimm Stille mit dem schönsten Gefühl ausspricht, milchweiße Wasser, in der Ferne zieht s1ch eiu slache heller Sonne beleuchteter Wiesenstrand bin, sonniger der fich eben in leichte Wolken ballt, fiillt dm H einm sanften, mildrn Schatten über das Flachland. * befiyt die Ausstellung eine große doch behalten wir uns diese nebst

nter mehreren Stücken

ahl von trefflickn o vielem Anderen :oSc

Allgemeine.

Preußisclie Staats-Zeituug.

fernere Mittheilung vor, indem wir nur zuerst auch im Publikum einzuladen wünschten, wie fick) denn die An der schon eines zahlreichen Besuches zu erfreuen batte. nur noch bis zum 2217er! fortdauern.

Berlin, Sonnabend den 2117?" April

“„...-___

1838.

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Meteorologische Beobachtung.

Nachmittags

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

er König haben dem General-Lieutenant a. D. den Rothen Adler ; Orden erster Klasse zu

329,81““Par. + 5.90 N.

330,47““Par. + 2.80 R. +- 0,70 N.

Luftdruck ..... 329,66““*1*ar. Lustwärme Thauounkt + 1,09 N. + 1,80 N Dunßsättiguug Wetter ....... Wind ........ Wolkenzng ... + In a eSmittel: 329-917“ Par... +34 0 R... +],20 R... 83 181

+ 1.60 R.

“T)kie*dersc1)[ag()_*221 Se. Pkajestät d

t

ät der König haben dem Seconde-Lieutenant ten Ba “llon (Jserlohnschen) ]6tcn Landwehr- den Rothen ldier-Orden vierter Klasse zu verlei-

1ig haben dem Schichtmeister und bann Georg Krämer bei der Müsencr Stahlhüite, im Regierungs- dem bei dem Ober-Landesgcrichc zu Münster Strotkamp und dem SchulzenSchmidt Regierungs-Bezirk Potsdam, das Allgemeine rleihen geruht. '

Ma|estät haben den zeitheriqen Religions- ymnasium zu Braunsberg, Eichorn, zum Theologie an dem 1,3680 110513110 daselbst z die diesfällige Bestallung Allerhöchsiselbsi zu voll-

Zerliyek Zörae, 081119. spri|1838.

.kake'c/rkf Fonés- unc! LeécF-C'ouxx-ZMU

Majestät der Kdt "erken ; Deputirten be Wilhelmin irk Arnsberg,

küssow/ im V eiche" 51,“ e es Königs er an dem

90111111. k'fuucibk. ["L“/2 ](uk- u.Eeuw-äo-

8e.-8611u]ck-8eb.

['k. Fuß]. 011]. 30. kköj115011.(1.8ee|1- [(q1r111.0b1.111.1.0. Um. 1-11. 81:11. (10. ßer]. Itaäe- 0111.

1021/2 Joblui-cbo klick“. (ck. uml 2. Ich. 11. |T. 11. U.

Sole! xl marco Reue bunten kkieüklcb-ä'ok

Umm. 110. 111 “kb. Kfecterfa-mbk. Ekokxb. l'on. 110. Ü-Qx-k. k't'amU-k.

1911 i 5 “kb].

*.*-».] “:*-***d-s *.*-

eute wird das 15te Stück der GeseZ-Sammiung ausge- enthält: unter

Geseß wegen der Verjährungs-Frisien, und Tic. 0, Th. 1 des All-

Msc/rxsi-(kour'x, „1885. das

1886. die Declaration dcs §. 51, gemeinen Landrechts, betreffend die Verjährungs- Frist bei eirier Schadcn-C'rsaiz:Forderung. vom Zlsien v. M.

21. April 18:38.

Comtoir der Geseß-Sammlung.

3111321311131" ........ . ...... [1311111111'3 ........... . . . . ['ari; ------- ' ooooooooooo «1911 111 A) K! ............ . ÜnJIkdukg ................ l-eilnig ...-“-._ ........ ... Frankfurt. a. 111. PL. . k'etersbukß . . . . ..... . .....

Berlin, den

Abgereisk: Der Fürst LeonidasGalißin, nach Frank-

Üuswärtigo 861'8811. smxcekänm, 14. 1511111]. Kiesler]. Wirk]. 501111111 547/15. 50/9 Zyan- 187/8. 1,1188176 -. Ursu». kkäm-Zeb. -. sncyrekpen, 211181. 6. Neue 14111. 189/16. 131". 1/2. (4. [131111111151 . -_ 301111-Z611Lk1 1437. 1435. 13711571. 1111185. 1087/3. 59/97011.-,1 Neue 191111. 17/4. -

Zeitungs-Nachrichten. A u s l a n d.

-__ Frankreich. Deputirten-Kammcr,

50/0 (10. 1015/5. [1111.11 81.11. __- TW», 013819". ["St. 103.

Sißung vom 14. April. dem heute einige Bittschrifts- Berichte abgestattet worden 11, brachte Herr Josson, als Berichterstatter des zweiten raus, die leßte Wahl in Bastia zur Sprache. Herr Zos- erzähite zuvördcrst die einfache Thatsache, daß bei der in ia stattgrhabten Wahl nach einer zweitägigen vergeblichen “mmung, am dritten Tage nur die geselziich nothwendige hi von Wählern erschienen sey und diese einstimmig den 32 Jahren in England verstorbenen General Paoli zum utirten erwählt hätten. „Das ganz unerhörte Resultat dic- Ukahl“, fuhr der Berichterstatter fort, „hat Ihr Büreau nlaßt, von dem Minister des Innern alle diejenigen Auf- sse zu verlangen, die die Kammern in den Stand selzen ten, die Ursache und den Zweck einer so seltsamen Wahl erstehen. Der Herr Minister Hatte die Güte, sich in den ck des Büreaus zu begeben, und dort zu erklären, daß, kKVkl'ésyondenz zufolge, die Verwaltung ihr lebhaftes Miß- n uber eme so ärgerliche Wahl zu erkennen gegeben habe. ragt sZch _nun, m. H., ist jene Wahl eine Verspottung un- Znüttunonezi, wodurch der Wablkdrper von Bastia kund 11 würde, dai; er die Vorrheile der“Repräsentativ-Regierung verstanden har, und auf die Freiheiten, die nur durch Wahlrecht gxstclwrt werden können, keinen Werth legt? ksk rs eme Combination, ein Manöver, mic Hülfe dessen den Kampf zu vrrschirbcn? Wir alle anderen, jene Wahl beglei- M Umstande htnlangiicl) beweisen, das Dcparicment von Kor- - AM ZlelÜWUtig gegen unsere Institutionen. Die _«ZÖWYU, dlc slchan denbeiden ersten Tagen einge- e" [MUM- wwtc dle Lebhaftigkeit des“ „Kampfes, zeigen ge- Einwohner von Korsika auf die eciyte legen. Man muß daher die _ chen als lächerlichen Anstritts an- Wte dem aber auch sei), das Wahl-Kollegimn Ü“) dem Lerschtcn Tadel ausgesetzt, ihre poli- chr zu haben, und wir wollen hoffen, gespßoclwne Tadel hinreichen wird, um ionnrnercn Benehmen zu veran-

1,855170 -.

50,70 Met. 107'/8. 40/0 101515- 3070 827/13"

. . 21,2% "* ['*'-* deus „4111. 6101/4.

UMchtiM 14584/5.

KöniglicheSchauspiele.

Freitag, 20. April. Jm Opernhause: Der Maurers!

in 3 Abth., mit Tan. Mutter Namenstag,

Im Schauspielhause:

Musik von Auber. aller in 1 Akt, von Hoguet. _ 1-11 800011118 raptéséntalmnäe: 011: [.112 sépäralinn, ("01116010 1101170110 811 5 30108, [var 311.1)1111'

Sonnabend, 21. April. Jm Schauspielhause: DerV Lustspiel in 4 ?ibth., von Bauernfeld. bung in Genf, Lustspiel in 2 Abth., von C. Blum.

Sonntag, 22. April. heroische Oper in 5 Abth., mit Ballet.

Preise der Plätze: Ranges 1 Rthlr. 10 Sg

„Jm Scha111pielhause: Iphigenia auf Tauris, Schills in o Abts), von Goethe.

sstädtisches Theater. _ Drei Tage aus dem Leben!“ Spielers. Mclodrama in 3 Abth., nach dem Franzöfisck)?" Victor, von L. Angeli). (Herr L. Meyer: Georges von *r many, als Debüt.) Sonnabend, 2]. April.

termacher auf der Zauberinsel. Akten, von F. Raimund. (Herr Lang, vom ständischen Th?“ zu Pesch: den Barometermachcr, als Gastrolle.)

Hierauf : Die B

Im Opernhause: Musik von Glu Ein Play in den Logen des

reita 20_ Parteicn13ersuehc haben F ' g“ en Ihnen Utch)tl*erk)rf)lctr„d exÄdurcbaus ni e *“

Zum erstenmale: "WWW"

Zauber-Posse mit

am, Welchen Werth die übung ihrer politischen R cba [_enrs eben so ärgerli wo iucyen. * Bastia hat 211 Rechte gemißbrau ds_escr hier laut aus Wähler zu

Redaciikon unter Leitung von Rheinwald.

Gedruckt bei A. W-Haiu-

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, . _ derjenigen Direction, welche sie ertheiltc, gegen Zins- fiir dleJnlxaberkonvertirtcrnnd depontrlerP.1nn1erscher.Coupons ausgetauscht werden können. Was dagegen

Courant-Pfandbrtefe. die von der Gcnera!-Laudsämstö-Direction in S_tettin sonderirin Berlin gewünscht wird. Den Besitzern konvertirier Pommerscher Courant: oder Berlin auSgegebencn Recognitioncn bekrifit, fo Stettin, den 12. April 1838.

Pfandbriefe, ohne Unterschicd, rb letztere auf Giiter kann der Ayétauschdersclbrn bei der Zinscn-Erhebung eingetragen find, deren Pfandbriefe fiir den Fall der un Joßanmß-Termm 1838 nach der Wahl der In- _ eliebtg in Steitin oker Berlin erfolgen.

gekündigt wurden, werden in dem JohanniZ-Zinß Die Außzahlung der haaren Valuta der von der Zahlungs-Termine dieses Jahres, statt der ihnen brr'Landsclwfi zu Ichanni r. gekündigten, von den In- der Konvertirnng ertheilten i11terimistischen Recogm- habern nicht konvertirten Courant-Pfanßbkieft, Wird tionen über die abgenommencn Zinsscheine, Zins-Con-jvom “.?5- Juni 0 ab, und zwar von derjenigen land- pons-Bogen, welche 8 Abschnitte fiir die nächsten 4'schaftlichxn Behorde geleistet werden, bei welcher die

ahre, von Johannis 1838 ab bis dahin 1812, ent-ZPfandbrtcfc devomrt find. Wünschen jedoch die Pfand- alteu, unentgeltlich auSgereicht werden, Um dabei bricfs-Jnlxaber, welche dieselben bei einer der Depar- helm Nagel zu Hove! und des Handarbeiters oirhann alien Irrtbümern vorprbxugen, erfokdert es jedoch der tements-Dtrecttonerr deponirr haben, die Zahlung nicht Geschäftsgang, daß diejenigen Zins-Schein:Recrg-*bri diescr, sondern in Siettm oder Berlin zu empfan-

Richt:Ko11vertirnng ;n Johannis oder Weihnachten (". haber

hnen das zweite Bürcau vor, zu statrgefunden habe, Bastia zu annulliren.“ mit diesem Antrags meinte er,_daß die Verwal- Wahl ausgesprochen habe; man en Vcrspottung der Institutionen, zu_erforschen und auch zu ermit- g slch kein Unrecht habe zu Schul- em Zweifel sey es, daß der mi- ram mit der Oppositions-Partci Folge dieses Abkommens der Es entstehe daher der diesem Manöver nicht darauf an, eine Unter-

da[; kein): des_ Kollegiums von Hav1n_ zeigte ey nicht enu en uber jeu? g,

«.. Weavbäüi

ll keine Ra ffentlich au_fgef hresfrist dabicr

ihr Mißfall Axgeßchxslbeiner )e er e en enau

suchen, ob die VcÉT'waltktlii k_ommen lassen? Außer erteile Kandidat Herr Limpe Abkommen getroffen und

eral Paoli dacht, die d geblieben seyn. D

all_cl) erfolgen, 11Min die Zahl::ng der bei der General- Directwn m Stettm dcvouirtcn Pfandbriefe nicht dorf, eben so gewiß binnen Ja als rr widrigenfalls, der bcsiehcndewgc schrift gemäß. für todt erklärt und sem bekannten nächsten Erben oder Na antwortet werden wird. Zugleich werden alle dienuigcn- Leben oder Aufenthalte dcs genannter Nachricht besitzen oder Auskunft crtbetle

Königlich Preußische Pommersche General- LandschaftsxDirrction.

v.Cickstedt-Peter6wa1dt.

ewählt worden se

!! selbst mdclt eshalb trage )er

dieser ganzen nnern erklärte, er schiedene Notizen über eignen sich aber nicht So viel könne er indeß ve wähnten Abkommen, könne, vollkommen fremd geblieben

dercn Mittheitung an das biefige A * Sache zu veranlq

])ecrecum Melle, den 6. April 1838- Königlich Hannoversches

Der Minister wdr von dem Präfekten diese_ Angelegenheit erhal- zu einer öffentlichen Mit- kslchern, daß die Verwal- cht hart genug

Bekanntmachung. Auf den Antrag des Schuhmachers Friedrich Wil-

orstka ver

I. F. Jiaelie' * dieselbe"

“„.-"_"

Heinrich Karl Nagel zu Neuenkirchen wird der““IustW

Wilhelm,Nagel aus Neuenkirchen hiefigen Amts, WElchcs er ni

Anficht nack), sey für jeße nichts Anderes zu thun, als die Wahl zu an_nulliren, dix Entscheidung der Differenzen aber in Be ug auf die Wahllisien den kompetenten Gerichtshdfen zu überla en. - Herr von“ Iussieu verlangte daß man, um das Wahl- Kollegium von Bastia zu bestra en,.die Wahl des Generals Paoli für gültig erklären möge. „Dann würde wohl sobald keine Wählerschaft sich eine & nlicheBeleidigung gegen unsere Institutio- nen erlauben. Herr iscatory dagegen verlangte nur, man solle_ den Tadel gegen das Wahl-Kollcgium auf eine feierliche Werse aussprechen. Hiergegen erhob sich Herr Garnier Pa- ge_s mit großer Lebhaftigkeit. „Wir würden“, rief er aus, „stcherlichrnsere Rechte überschreiten, Wenn wir uns “emais bei- kommen ließen, unsern wahrhaften Souverain, den ähler, zu radeln!“ (Schallendes Gelächter.) Man könne, fügte er hinzu, eine fehlerhafte Wahl annulliren, aber sie radeln niemals; denn die Deputirten wären den Wählern untergeordnet. Diese letz- ten AuSdrücke veranlaßten Herrn Dupin, die Rednerbühne zu besteigrn und fich auf energische Weise der Ansicht zu wider- 1eßen, da]; die Kammer das unpassende Benehmen cines Wahl- Koliegiums nicht radeln könne; wenn er auch selbst einem feier- lich auSgesvrochenen Tadel sich widerseße, so glaube er doch, daß man von der Rednerbühne herab ein solches Verfahren, wie das der Wähler von Bastia, nicht streng genug ahnden könne. Uebrigens gab Herr Dupin zu verstehen, daß sich bei dieser Gelegenheit eine Lücke in dem Wa l-Geseize zeige, und die "vorliegende AngelegenZFit wohl den nlaß zur Ausfüllung derselben geben kön_ne.

schen Dupin und Garnier-Pa és ward der ursprüngliche Lin- trgg des Berichterstatters, die ahl zu annuUiren, fast einstim- mrg angenommen.

ach einem kurzen Wortwechsel zwi-

Paris, 15. April. Der König wird, wie man ver-

;zirchimt, im Laufe des Sommers Bordeaux und Bayonne be- u en.

Das Journal des Débats enthält folgenden Artikel:

„Wird man der Regierung das Recht einräumen, an der Aus- führun der großen Eiscnbahn-Linien Theil zu nehmen? Oder wird ich dieselbe auf die passive Rolle einer Zuschauerin be- schränken und den Privat-Compagnieen das Privilegium über- lassen müssen, dem Lande die Wohlthat jener Verbindungswege zu verschaffen? Diese Fragen sind in der Eisenbahn-Kommisfion erörtert worden. Unter den 18 Mitgliedern haben fich nur sehr Wenige geneigt gezeigt, der Regierung eine Einmischung zu ge-

starten; und die Deputirten-Kammer wird nun ihrerseits über diese für die Verwaltung so wichtigen Fragen zu entscheiden ha- ben. Das Ministerium wird für ein Recht kämpfen, welches in Frankreich wesentlich der Regierung zukömmt, und welches darin besteht, das Land auf den Wegen der großen Verbesse-

rungen zu leiten; das Ministerium wird mit Vertrauen vor der Kammer erscheinen, weil es die verneinenden Ansichten der Kommissionen nicht als Urtheile in leßter Instanz betrachtet, und weil die Kammer bewiesen hat, daß sie in die- sem Punkte gleicher Meinung mit dem Ministerium ist. Die

Stellung des Kabinets der Kammer gegenüber wird dadurch noch günstiger, daß es mit sehr bescheidenen Ansprüchen auf- tritt und das Monopol für die Eisenbahnen nicht mehr ver-

langt. Das Ministerium qiebt zu , daß bei der Ausführung diescs neuen Verbindungs-Sysiems sich eben sowohl Verwen- dung für die Kapitalien von Privatleuten als für die des Schaixcs vorfindet. Es verlangt nur, die Last und die Ehre jener schwie- rigen Aufgabe mit den Privat-Compagnieen zu theilen; es räumt ein, daß die Konkurrenz der leßteren für die Verwaltung ein sehr mißlicher Sporn seyn kann; aber es glaubt auch, daß die Regierung ihrerseits den Privac-Compagnieen gute Lehren ge- ben könne. Kurz, das Ministerium beschränkt fich darauf, die Ausführung einer einzigen Eisenbahn zu verlangen, und zroar einer Eisenbahn, die im höchsten Grade den politischen und stra- tegischen Charakter an fich trägt und zugleich für den Handel von großer Bedeutung ist. Welche Bahn vereinigte wohl so ? schr alle diese Eigenschaften in sii), als die von Paris nach der .Helgischen Gränze? Deshalb zweifeln wir nicht, die Kammer werde, troiz der Kommission, dem Ministerium gestatten, diese

eine Bahn auszuführen.“

Ein hiesiges juristisches Blatt enthält folgende Notiz: „Die Vermählung des Fräuleins von Morell mit dem Marquis von Eyragues ist vor einigen Tagen in der Kapelle der Pairs-Kam- mer, in Gegenwart der beiden Familien und nur weniger Freunde vollzogin worden. Die Verwandten des Fräuleins hatten wenige Tage zuvor der Vermählung dcs Dragoner-Offizicrc Ambert, derin dem La Ronciörescben Prozeß eine so bedeutende Rolle spielte, beigewohnt. So sind also nun von den vier Personen, die in jenem Prozesse als Kläger, Zeugen und Angeklagter be- sonders hcrvorcraten, zwci verheirathrt; die dritte, Herr v_on C'sroully, ist in Syrien gestorben und Herr von La Ronciore sitzt nun bereits beinahe drei Jahre in dem Gefängnisse von Ciairveaux, wo er wahrscheinlich bis zum Ablauf seiner Straf- zeit bleiben wird. Alle Versuche, ihn zu veranlassen, ein Be- gnadigungs-Gesuch einzureichen, smd bis jetzt ohne Erfolg ge- blieben; er hat beständig geantwortet, dies hieße, cine Schuld eingestehen, gegen welche zu proteskiren er niemals aufhören

werde.“

Der Wige Stand der Spanischen Angelegenheiten wird von dem «;ournal des Débats auf folgende Weise darge- stellt: „Die Generale des Don Carlos entwickeln in diesem Augenblick eine große Thätigkeit; aber ihre Anstrengzmgen scheinen in diesem Jahre eben so wenig Resultate 11 liefern, als im vergangenen. Ihre Expeditionen sind bis jeßt fa! auf all_en Punkten gescheitert. Die Vork eile, die fie während des Wm- ters erlan t hatten find durch edeutendeNiederlagen verwischt

Éarcia, der s1ch in der Mancha mit Tallada und Palillos vereinigte , hat weder in das Königreich Mur ia, noch in Andalusien, noch in Estremadura eindringen können. Das Corps unter Tallava ward durch den General Sanz am Fuße der Sierra morena aufgerieben. Tallava selbst wurde

wvrden. astlio

zum Gefan enen gemacht und in Chinchilla erschossen. Nach- dem Don astlio vergebens versucht Irre, Estremadura zu er- reichen, um fich mit dem Grafen

er nach der Mancha zurückgekehrt und begnügt sich damit, die Verbindungen zwischen Madrid und Andalusien ab uschnei- den. Die von dem Grafen Ne ri angeführte Karlistis e Expe- dition wollte sich in die frucht aren Provin en Leon und Pa- len ia werfen. Aber, am Fuße der Asturis en Gebir e an e- gri en, ward sie ge wangen, sich in die Gebirge von an 11- renzo, östlich von urgos, zu flüchten. Die heutigen Nachrich- ten melden, Negri sey von dort plößlich aufgebrochen und vor Segovia erschienen, der kräftige Widerstand der Garnison von Alcaza habe aber die Karlisken zum Rückzuge gezwungen. Die Expedition unter Taragual, die in Ober-Aragonien eingedrun- Zen war, hat nicht gewaYtX, die Stadt Huesca an ugreifen; 1

egri zu vereinigen, ist

e marscbirte, den lehren achrichten zufolge, auf arbastro

zu, um in Catalonien ein udringen. Man zweifelt indeß, ob sie über die durch Regengüz'e When können. Zwei andere Expeditionen sollten der des Grafen

so sehr angeschwollen: Cinca werde

egri folgen. Die Haltung des General Espartero hindert sie

aber, sicher über den Ebro zu kommen. Der eroische Widerstand, den die Einwohner von Saragossa geleistet aben, als Cabanero nächtlich in ihre Mauern eingedrungen war, hat der constitu- tionneaen Partei in Aragonien einen großen Aufschwung ge- geben. Seit dieser Zeit konnte Cabanero nichts Beunruhigen- des mehr unternehmen. Cabrera hält fich, nachdem er gezwun- gen worden war, die Belagerung von Lucena aufzuheben, un- thätig in den Gebirgen von Cantavieja. Auf allen Punkten also werden die Truppen und Expeditionen der Karlisken in Schach gehalten und können nichts Entscheidendes ausführen. Die Constitutionnellen smd allerdings eben so wenig im Stande, den bewaffneten Karlismus zu vernichten oder zu bezähmen; aber die Regierung der Königin beweist wenigstens", daß sie hin- reichende Streitkräfte hat, um dcm Feinde auf allen Punkten entgeanutrcten.“

as Journal du Havre vom 13cm d. enthält Folgen;

des: „Alle in New-York restdirenden Franzosen sind ein eiaden worden, fich zu versammeln, um gemeinschaftlich die rc und Weise zu verabreden, wie man den Prinzen von Ioinville, der baldigst in den Vereinigten Staaten erwartet wird auf das“ feierlichske empfangen könne. Das provisorische omité hat schon angeordnet, daß der Französische Konsul alle seine Lands- leute dem Prinzen bei seiner Landung in New-York vorsiellen solle. Zu dem Diner, welches dem Prinzen zu Ehren gegeben

werden wird, bezahlt man die Billers mic_20 Ddllars.“ Das Journal „le Messager“ ist gestern für 75,000 Fr.

verkauft worden.

Morgen werden, Wegen des Osterfestes, die meisten hiesigen Blätter nicbt erscheinen,

Großbritanien und Irland.

London, 14. April. Die bevorstehende Krönung giebt den Parteien wieder Anlaß zu allerlei gegenseitigen Vorwürfen und Spötteleien. Zwei Punkte sind es besonders, über welche sie mit einander in Fehde liegen: einmal die Zeit und der Tag der Krönung, und dann das Unterbleibcn des Krönungs-Di- ners in Westminster. Ju ersterer Hinsicht werfen die Tories den Ministern vor , daß fie absichtlich die Krönung so frühzei- tig, schon im Juni, anberaumt hätten, um das Parlament bald prorogiren zu können und fich dadurch den Verlegenheitcn zu entziehen, in welche sie durch die Unmöglichkeit, ihre Irländi- schen Maßregeln durchzuseßen, gerathen würden. Die wich- tigsten Angelegenheiten, meint die Tory-Oppofition, wür- den auf diese Weise noch länger unentschieden bleiben und das Land in aufgeregter Spannung erhalten werden, nur damit die Whigs noch eine Zeit lang in ihren Aemtern ver- bleiben könnten. Die Whigs spötteln dagegen über den Eifer für die Erledigung jener Fragen, den die Oppofition mit einem Male zeige. „Freilich“, sagen sir, „wenn die Krönung nicht im Juni stattfände, so würden die Tories“ gern bis in die Mitte des Herbstes hinein gesessen haben, um Irland Gerech- tigkeit widerfahren zu lassen und den Dissenters Abhälfe ihrer Beschwerden zu gewähren! So aber werden fie doch einen gu- ten Vorwand haben, den Orinistern die Schuld aufzubürden, wenn durch den hartnäckigen Widerstand der Opposition bis zur Prorogirung des Parlaments keine jener wichtigen Maßregeln erledigt wird.“ Was den Tag der Krönung anbetrifft, so mag es allerdings wohl an einer Vergeßlichkeit liegen, daß er gerade mit dem Todestage des Oheims der Königin, Georg's 11" ., zusammentriffc; da dies Versehen aber einmal begangen und der 26. Juni schon durch eine Proclamation als Krönungstag festgesetzt ist, so wird man schwerlich noch eine Aenderung treffen, wenn auch die Times sagt, sie erwarte dies ganz bestimmt. Der ministerixllc Lou- rier, der offenbar keine Eneschuldigung für das Verwhm auf- zufinden weiß, sucht seine Gegnerin dadurch niedei'z11iwlagrn, daß er ihr vorhälc, wie respektlos_fie fich iibcr _Gcorg 11. gleich am Tage nach dessen Tode geäußert, und da[;*e_s gerade ihr deshalb schlecht anstehe, jetzt in einer erhabenen Feierlicbkcir eme Entwürdi ung für das Andenken jenes Monarchen zu erblicken. Auf die lage der Tories über das Unterbleiben des_Krönungs- Diners, welche im Oberhause auch von dem Marqins von Lon- donderry er oben wvrden, wird von ministerieller Seite entZegnrt, daß Lord elbourne bemühe gewesen sey, dj_e ]unge K ni 111, so viel als thunlich, aller derjenigrn Ceremomen zu _überhe en, die ihr, bei ihrer arten Constitution, sehr beschwerlich Werden könnten. Dabei kxnnen die ministeriellen Blätter nicht umhin, fich zugleich etwas spöttisch darüber zu äußert), daß die _Tories so hohen Werth aufDiners Zu legen und darin e_men aristokra- tischen Vor ug zu suchen s ienen, vielleicht weil ße gewohnt seyen, das olk darben 11 lassen, so daß fie daher 111 dem 1111_- terbleiben eines Schmau «! etwas Demokratisches fänden; index: am Ende sey es ihnen doch hauptsächlich nur um einen "UW Anlaß zu Angriffen gegen Lord Melbourne zu thun dxn sie ailcv dafür verantwortlich machen woaten, daß die Königin mehr

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