1838 / 122 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Secretaere jeder .Kammermcyr meyc uno mcm wemger aw sea)- betragen soll, so ist einer von den Titulair-Commis' (Muhimme Nuwjsan) des Divans Nebil-Bei, als sechster Secretair in die Kammer der inneren Angelegenheiten eingetreten. Das erle- digte Amt eines Nasir des Zeitungs-Büreaus hat dieser unwürdi e Knecht (der Redacceur der Zeitung, der fich in sei- ner Beigcheidenheét diese Bezeichnung Zieht) erhalten. Am Mien des vergangenen Monats Silhéddsche- ist das ganze Per- sonal der neugebildeten beiden Kammern an der hohen Pforte erschienen und hat seine respektiven Bestallungcn empfangen.“

Ueber die EinsteUung der bisherigen TewdschihetEisten äu- ßert fick) die Türkische Zeitung folgendermaßen: „Da verschie- dene überflüssige Aemter, die jedes Jahr im Monat Schavan und Schewal verliehen wurden, abgeschafft worden smd, und den verschicdcnen hohen und niederen emeritirccn Beamten ge- gemvärtig statt jener Aemrer angemeffene Penswnen vernehen werden, so wird von nun an, da es nicht ndthig ist, cénen be- srimmten Zeitpunkt zu den Amts-Verleibungen zu beobachten, xcdcr, dem ein Amt verliehen werden some, vom Taac seiner Ernennung davon Bes"; nehmen und 1'.“circ*: keine Crwéßnnng darüber qeschehcn.“

» -- Konstantinopel, 11. Avril (über Wien). kÜrzlicb erwähnten Gerüchte von theilweisen Successcn der Ae- qvpter in Syrien haben sich vollkommen bestätigt, obwohl die Freunde unserer Regierung es" noch immer in Zweifel ziehen; ihre trübe Miene verrät!) 1cdoch nur zu deutlich, daß die täg- lich cinlaufenden Bexisbre aus Syrien keineswcgcs mchr nach Wunsck) lauten. Ibrahim Pascha hat einige insUt'girte Distrikte bereits wieder unterworfen, und es soll sich durch die in den- selben angestellten Untersuchungen ergeben haben, daß die Ein- wohner ityrc Waffen von dem Groxzherrlichen Ober-General in Karamamcn empfangen haben, wodurch die ohnedies aufs höchste gereizte Empfmdlichkeic des Acgvvtischcn Vice ; Königs

neue Nahrung erhielt. Solche Erfahrungen sind nécdt geeignet, '

der Hoffnung auf Erhaltung des Friedens im Oriezn ferner großen Raum zu lassen; es bedarf nur noch des klßintrxn, viel- leicht zufälligen ?(nlaffes, und das Kriegsfeuer wxrd m jenen Gegenden von Neuem bell emporlodern. Von beiden Seiten werden hierzu alle nur erdenklichen Vorbereitungen gxtroffen. Die Pforte schickt noch immer Verstärkungen aller Art an Haßz Pasäya, und an Ausküsiung der Fl_otte wird for_tdauer_nd thäng gearbeitet, während auch S_brahtm Pascha d_te größt? Energie entwickelt, die Gränzen Sortens zu Hecken. [W er des Aufstandes vollends Meister geworden. Viellercht Wtkd er dann als Rächer selbst die Offenswe ergreifen, welche Vorausseßung die Pforte vorzquWIise bestimmen dürfte, o_hne Zettverlust dqr- ein zu schla en, so lange nämlich noch dre empörten Sy_r1er Ibrahim's rmee im Schach halten. Der abgeseßte Mr_msker des Innern, AakifPascha, soll den Rathsc_1„11äge_rr derer, d1_e den Frieden beibehalten wollen, zu berettwilltg sem Ohr genehm haben, und dies die Ursache seines Sturzes geworden seyn; » ein neues Zeichen von dem festen Willen des Syltans, von den Umständen, unter jeder Bedingung Nußen zu zaehen.

Jt1land.

*- - Breélau, "27. April. Zu dem Löjährigen Jubel- fesk der Freiwilligen, dessen Feier am 2. Mai in e_inem öffent- lichen Lokal der Stadt geschehen soll, werden große Anstalten gemacht. Im Krollschen Wintergarten ist 7111 riesenhoher Baum, mit Schwertern, F1inten1äufen, Baxonetren,_ Lad?- 1'röcken geschmückt, als Trophäe err;chtet,_ auf deren_Sptße dre siegreiche Fahne flattert und um welche nch zum Bwouak _Ge- zelre erheben werden. „Dem Vernehmen nach find schon uber 400 Personen als Theilnehmer angemeldec, deren Namen und Denksprüche ein kostbares Gedenkbuch aufnehmen, so wre denn auch ein neues Liederbuck) für diesen Tag tn den Dryck' gege- ben und an demselben mit Allerhöchster Bewilligung cm Un_t_er: |ck15Ut:gsfonds fÜr arme ehemalige Krieger _und deren Wonen eröffnet werden 1011, wvzu vor 25 Jahren das _ersren zeh11_T_[)a; ier qcsammcl: wurden und wozn die Stadt emen pacrtottscyen Bci'craa von 2111) Thaler bew1Utgt hac.

s))künx'cer, 211. Avris. .Der kommandirende General des 7ten Armee-Corps, Gcneral-Lieutcnant von Pfuol, isr heute biersclbyk eingetroffcn. - Bei dem Gewitter, welches man am Zweiten Ostertage am Rheine und in mehreren anderen_Gegen- den arte, schlug der BUZ, untcr heftiqcm "Regen und Schnee- gesrd „er, gegen Aden? auch in _den Kirchthurm zu Lengerich, und entzündete und waltete eintge Balken; es gelang ]edoch, das Feuer sehr bald zu löschen.

Köln, 27. Avril. Der hiefige Hafen hat auch im verfioffenen Jahre eine zunehmende Lebendigkeit des Verkehrs wahrnehmen lassen. Als die Aufheöung des ZwangSumschlags duke!) die Rhein-Convention vom ;51. März 1831 das Einlaufen und Umladen in diesem Hafen w:“!!kürltcf) gemacht hatte, wur- den davon die nachtheiligsten Folgen für denselben und für den Handel der Scadtbefürchte1. Aber statt sich auf die natürlichen Vortheile ihrer Lage und ihr altes Uebergewécbc unter den Rheinstädten zu verlassen, bestrebte fie sich, mit richtiger Eiyfickxt in das, was die Umstände erfordertcm ihren an sch) großarti- gen, wohlvecsehenanafen noch mehr zuerweikcrn 11119 zu ver- fchönern, und die Améaxrcn in demselben zu vervollyrändigcn, zu verbcffcrn und dcreu Benußung wohkfeiler zu machen, was, wegen Der eintretendsn emvfmdlichen Verminderung 0er Em- nahmen an:“- demselben, nicht ohne Sxörung ihres Kommunal- Haushalrs hätte geschehen können, wären ihr nicht ansehnliche Con des Königs Maxekräc beWMats UnxerßéckzUmgen biJ ms ver; gan-cheFahr dabeizUH:)(éeczeécan. DieSUnOderAUf1'cX)“-.vu_t1g, den die SäxxäfaHrr Und F?r Hand-„L au.?" dem Rhein der Ent- fz1713111na, 71711 Hemmenden Scbyxéen DUIÖ Die gedachxe “Conven- 1193, so wie Ocn ?ZriciMerung-zn yerkamkkn, welche aHNen die Preußsckye ngicrUna mit n1cht g.“:rinZMAm'ovferUngen anxk): rer Strontüreée zugestanden hat, und denen fväe-xth auf: und abwärxs weitere “Ausdehnung verschafft worden ist, haben den erfceUlicHen *érfola gshabt, daß, obgleää) seitdem 021€!) a11deyc RHemwsäße ;.". 17211 *))Cxtbesékz der "3501217211? kommen, da“? .K-“F-ln &sher DUKE; HessmNre Bevorrechxumg innshxch, was nach der bxvorkrehencen :":k-LtkßkiÖen Requérunq der Frethascm-Vrrhäxc-

UHH. am RZ);1n noch maß? dsr Fall seyn Wird, die Stadt da; ;

TUTÖ mä): m:r' xm Wxéemcktcben mtÖts verloren Hat, sendern

W“? kecht deatlicb qewcrxen ist, daß es fÜr sm keiner Priytle- : «xen Bedarf, 11111 *.*-115 céme-n .Xräfcsn in Vkrbmdxmq mic QMM ;

des S::akz, 111-AWM k-"1z an:;ehökc, ihre alte SceUe m dec" Rhe;- M

nisckxn HaMLZMZT m ".;.“rq-Zs-Qch-btk-U (Léanze zu erhalxsn. ;_;m -

vergangenen Jahre smd aNZLÉQMRSN zu Berg ........... 132.1 Sch1ffx mit 1,667,11.“,45 chr, zu Thü! . . . . . , . . . , . :).-“5111 o » 1,12:Z,§)',1Z '- an dem freien Rhein meen Überladsn , . . 11:3; 75 ** W 2,9042523 Ctr. beinahe 371-5001; Ltr. m-Hr als 123343.

Die

unter ven 51.1 Oerg angeronuuxuxu [m_o: aus den Niederlanden ..... 4.19 Schaffe darunter 311 Dampfschiffe,

mit 699,366 Ctr.

von oberhalb Emmerich . . . . 86-1 ' ) 967,687 , meist mit Steinkohlen. Unter den zu Thal angekommenen snd: von der Mosel ......... 425 Schiffe mit 193,051 Ctr. vom Main ........... 111 v » 95,963 ; in Holzfiöffen ................... 104,258 ) Abgegangen: _ _ zu Berg ............ 1576 » » ()J-1,181» , zu Thal ............. 872 » » 328,096 v

. . . 118/103 »

auf dem freien Rhein wurden überladen . ___-_ 1,1zo,685 Ctr. beinahe 90,000 Ctr. mehr als 1836. Vorbeigegangen: ;») zu Berg, und zwar direkt aus den Niederlanden 21-1 Schéffe mit „6672336 Ctr- aus Preußischen Häfen . . 757 » ' [353/111 » 11]. zu Thal, und zwar nach den Niederlanden, aus dem Ausland ....... 823 ' aus Preußischen Häfen . . 192 » nach Preußischen Häfen, aus dem Austand ....... 2112 » »

206,783 » 590,203 :-

.120,792

aus Preußischen Häfen . . 565 » » 849,717 » c) in kleinen Fahrzeugen, ohne Brückenöffnung, ungefähr . 750 » » 150,1100 »

"2.763 Schiffe mjr/1,438,202 _Ctr. Unter den direkt aus den Niederlanden zu Berg vorherge- fahrenen gingen

nach Koblenz ........... 31 Schiffe mit 70,601 Ctr. nach Mainz ........... 64 » » 224,079 » nach Frankfurt a. M ....... 21 » » 50,511 » nach oberhalb Mainz und nach

Mannheim ......... 98 » v 322,015

«.___-* 214 Schiffe mit 667,236 Ltr. Düsseldorf, 27. April. Die Anwesenheit Sr. Königlichen Hoheit des Prin en Friedrich veranlaßte heute eine glänzende Erleuchtung der tadt. Höchstderselbe wohnte einem vom Ver- eine für Tonkunst im Saale der Lesegesellschaft veranstalteten Konzert bei und begab sich von dort nach dem Iägerhofe, um dort seine Gemahlin abzuholen. Der Prinz und die Prinzes- sin, sowie die Prinzen Alexander und Georg durchfuhren so- dann die Hauptstraßen der Stadt, um die Beleuchtung in Au- genschein zu nehmen. Nach der Rückkehr Ihrer Königl. Ho- heiten nach dem Iägcrhofe begann der von den hiesigxn Schüz- engildcn unternommene Fackelzug, dem fich eine große Anzahl ärger angeschlossen hatte. Se. Königliche Hoheit trat an der Seite des Ober-Bürgermeésters von Fuchstus auf den Plaß, wo Höchstderselbc fich mit dem Vorstands der Schüßen-Gesellschaf- ten unterhielt und einige Worte der Freude und Anhänglich- keit, welche ein Pkitglied des Vorstandes als Dolmetscher der Gefinnungen der Bewohner aussprach, entgegennahm. Nachdem Se. Königl. Hoheit sodann einige Worte des Dankes erwiedert, begab fich der Zug in derselben Ordnung zurück.

Wisensckgasc, Kunst und Literatur.

In Bezug auf die in Nr. 111 der Staats-Zeituug unter dem Artikel “Paris enthaltene.“ Notiz Über eine Reklamation dcs Heng CdampoUion-Figcac geht uns ein Schrkjbcn des erru von SerUsf nachstehenden 31111111»; zu: _

„DreSDcn, 23. April. Die Nr. 111 der Sta.11s-Zc1t11ng cne- bält einige Worte über eme Reclamation des Hcrru_ Cbamponou: Figcac im Betreff der S1avonischcn Mannskriptc, die :ck) 1111 *.*crgan- genen Jahre in der Königlichen Bibliothek 1" Paris bcnnxzt dahe- Herr Champouion sucht zu beweisen, daß jene Mauusfriptc mit m der größten Ordnung überliefert worden seven, Ick Tany in der That nicht bsgrcifen, was zu einer solchen Erkläxung Anlaß gegeben dat, denn weder die Siaats-Zeitnng, uoci) ici); haben ]emals gesagt, das; jene Manuskripte mir in Unordnung übrrl-cfert wordcn wä- ren. chn von der Pariser Königlicven ijliotvck dic Rede ist, . so kann das Wort Unordnung wobl nie gebraucht werden. Es würde um so undankbarcr von mir seyn, wenn ich auf solche Weise jene Bibliothek vcrlcumdcn wollte, als ich._Dank den Herren Cbampollion und Hase, dort eine literarische Gaßmnndschaf: gefunden habe, die mir bis dahin unbekannt wax. Bet Abstgttnng meines Berichtes an die archäoqrapbische Kommmstoq, habe :ck g_e- sagt, daßdieSlavouischenManuskrip1edcr Konigl. Bsbltotbxk vonParts fich unter den Orientalischen Handschriften befändxn. Habe nv dg etwas Unwahres behauptet“? Ich glaube nicht, denn um Manuskrrpxe be- finden fick) in der That in der Abtheilung der Or1enta1ischen__yand: schriften, und ich kann mich in dieser Beziehung auf den beruvmtcn Kowlar berufen. der in seinem Anhang: zu dcm Dobrowskischcn Werke: ..1115111111101165 ]jnxuno 812171030" in Bezug auf ein Slavo- nisches Manuskript der Pariser Bibliothek sagt: „001121; bis 07311; 29]101"11111, 011111 ()01511111311118, 1111110 851. 111 b111110111€cxx1 KSJZJ 111181“ 01'11211- kala; “»I-1.27." - Herr Cbampoljion har fich ficherlick) tiber den wah; ren Sinn der Worte getäuscht, die ick) in Be ug a11fdix_ S1av_onischeu Manuskripte, dre man nur in der größten rdnung ubcrlirscrt hat, gesagt habe.“

Paris. Jn dxr Sisung der Akademie der Wissenschaf- ten am 23. April wurden die Instxucticnen für die nach den 1111). lichcn Ländern Europas bestimmte Expedüion mitqclbcitt. Herr Bec- querel las ken Tbeil, der fick) auf die elektrischen Erschrixxnugm in der Wmcspbäre bezth- Herr Isidore Geoffroy dcn 1ooloaischcn, Herr Akolpv Brongniart den bot.:n:sche11_n11d Herr Elie. dc Beaumont Den geologischen Thel der Jmtnrctioncn. - HU Mtlne Edwards legxe der ?lkad-nn: Dix FWisLßlliU sci-m- Untcx; svcbnngxn “.“?er die Polypen dxr Famixic dcr T1-b1111v61cn vwr und Die Her'kn Waüyel jmd Joseph (Barnicr übnsunkkcn ihr voll. ständig» Lchévua) der ?lri1ymctik fü.- Kanflcmc.

Darstellrtngen aus einer Reise durch Dexxtschland und Holland im Jahre 18:57. Von Friedrich Karl von Strombcck. Braunsclwvejg, 111-„d;.

V011;.gz1.2c5 Wc-t schlief?! 11111, cvcn-o w: 1: :- Vc fass r-- J'a 1311116113 ck71»,:k*c, scincn „DarsUUnngcn ana mc-ncxn ch." 1111d „111;- ; mcmcr ZM“, 1111-2 z-mr aks Ocrm 11chs1cr Tbcjl .111. Es 11117131 .1111' décjenéac11Vskzüge, die den vorbckßbe dcn Tkm1rn 1111 .1:!.1_c111 mcscs | Jutercffe g.é'1ck7:rt babcn: Klarheit dcr “Yusckmnnng, 1111b111111g111ve11 ; ce: Taxsxxia-„U ;. vor11chm1ich aber 11118 Mich dcs 111111116, wc 1111 bei dem Leser ':"tcts 1111711 wrb111)(itig111 11110 bc ub'gcnwn Eiudwck .' 131111erxé1xx1. Wir können 11:12 nicxyt vcrsaacn, di.- c1g1-11c11 Worte; d-.s ? Verfassers üNr (iesxn ng feinas C'1111'11ktkrs aus der Bor-cde O_cs korsieaendkn Bankcz an;;wchen: „,V1cüe*icht (so sagt er) ist dmcs ket:1 F;!)ch. keine Sebrréicv: des Cdaraktch, 11711d1rn tüv" cbrn da

[**-:r, dat? mic eine 9,1111." Natur dle Exgensctmft vexlicb, das Jumyrc

. dcr Mensehen einigermaßen durcbschaue11 11:1d dée 5)10_1hn*r11vrgfci1 ' (“"ck“), welche fis, gleicy eincm Fatx-m fortrcxßct, b*g-c11111_ z;- kon; nen. Das Game der moraltscven Welt - em Thul de11c1br11is1

k-ic volétiscve «- gestaltet Sch organisch, nach einem dem Mensckxenge: ;,

schlcch12 171 Verbjndung mit der übrigen Natur, welche ein zusammen:

“U“leUkö »zguutvmu' [|], QUUÖMUYUOUUOU TOU'U- 4 * * teu aebt seinen gewiffen Gang, und keine menschliche Kraft kann 15, im Ganzen und Allgemeinen hemmen.“ Der Verfasser fügt blu", dqß unter den verschiedenen auf diesem Gauge zurückgelegten Sta. tionen keine, nach seiner Ansicht, so viel Vorzüge wie diejenige, aus welcher wir uns jest bewegen, zu entbaiten scheine, daß daher sein, Zufriedenheit mit der Gegenwart komme. _

In der Einleitung 11 seiner Holländischen Rufe gedenkt »„ Verfasser zunächst eines esuches, den er im Jahre 1836 in Berlin gemacht, indem er fich hierbei zugleich auf eine durchaus anerkennend,

Weise über die Preußischen Vcrhältniffe ausspriän. Seine Reise 1" ',

Jahre 1837 ging von Braunschweig aus und über die Lüneburger Haide. nach Hamburg; von da zur See nach Amsterdam;„sodau; über Harlem, Levden, Hana, Delft nach Rotterdam stromauf-yarts bio Mainz; von bier über Frankfurt und Kassel wiederum benuwärn, Mannigfacb interesante Persönlichkeiten. ein reicher Wechsel _an Bi], dem des Lebens und der Sitte, Blicke auf Kunst und Ltterann, Beobactxtunaen über die verschiedenartigen örtlichen Verhältnisse wet, den dem Leser vorgeführt.. indem der Verfasser ebensogut das Kiel;: und Weinbar Unbedeutende von derzcnigcn Seite, auf welcher,- mit dem Großen und Wichtigen zusammenhängt. wie di_eses selbst;; fciner Vcdcnlsamkeit berattsxuürüen weiß. Bet der großen Mannlg. faitigkcit der Gegenstände können wir hier auf das Einulne nian "(iber eingeben: wir wiederholen nur, das; cs überau dte licbenöwür- rige Individualität dcs Be1icbtersta11ers ist, die dasselbe zu einem (“amen verbindet. An die Beobachtung der vorhandenen Zusände nivea fich mdcs: ;ualcicb einige aUgcmeinere Bctracbtungru an, unter

d'nen wir, da 1':e ein Zeit-Jnteresse babcn, wenigstens einige der aus. ,

fiibrlicberen namhaft machen. Es gebörcn bicrzu nämlich: die Bemer- knnacn über die Stxllnna der Niederlande zwischen Deutschland und Frankreiä». über die Kölnischen Angclrgcnbritcn, über d1c Deutsche Buudeö-Versammlung, über das Königlich Hanyovcrftbe Patent, 11. a. 111. Auch bier tritt das klare, von allem PartevIntereffe fremde Urtbcil ves Verfassers. dessen Streben nur ans „Ruhe, Frieden und Versöhnung" hinauögcht, in wobnhuender Werse vceror.

«.

Zerliver 1161-89. 1)1*11 ]. 1117111838.

.4Mkéék/xs-x F07-céx- “"ck Lsé-Z-C'mm'x-Zetésk.

1 eines Präklusiv- Termins für

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7 M 122.

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AmUicheNachrMer

Kronik des Tages.

, Se. Majestät der König habzn det: Fisherégen Ober:Lan- ““ desgerichtssA1sEssor_von Griesheim zum Direktor des Land- “[“ und Stadt ertchts m Staxgard in Pommern zu ernennen geruht. “- Se. önigl. Majestät haben den Kriminalrichter Kellner _ = u Nordkausen in der Eigenschaft als Mitglied des" Land: und _" Htadtgerichts daselbst zum Land'1 und Stadtgerichts-Rath zn ernennen geruht.

Der bisherige Land; und Stadtgerichts-Assessor Michael Y_Yilliges ist zum Iustiz-Kommiffarius für den Neumarkter é reis, mit Anweisung seines Wohnorts in Neumarkt, bestellt "7 worden. Der Iuskiz-Kommissarius Lotheésen zu Schubin (| zu- le1ch zum Notar im Departement des Ober-Landesgerichts zu

rom erg ernannt worden.

Bekanntmachung die Einlieferung und

[:I 111?" 90111.- Y 8173" kxo'F'em 12 den Umtausch der gestemyelt_en Bankscheiye der rit- ke' " ' . . ' ' terschaftlichen Privatbank 111 Pommern a 5 Rthlr. o? . 1 1 99! .

810561111111-5O11- 4 104- /6 102 /3 ['0111111- 131311111111“. Id ]"0 /8 /a V 1 i Zl - K . [' 12; 101.130 4 1031/ 1025/ Kuk-u-Keum.cio. 4 1003/„1 - Zn erfog d_er. n den mtsb ccern_ der d_mglichcn Re- ZZÉYZFNJ'ÉH- 5323: 5411/72 «„, “ck„ „1... 3; )(,01/3 995“ ? gierun en z_u Potsdam, Frankfyrt, Stetcm, _Köslm und Stral- 1Tunu.1)111.u1.1.(*. 4 ""“/82 1025/3 Zedlerizcbe (10. 4 1033/4 _ ;“7'1Und, o wke 111 den hlefikzen Zenungen UUÖ 111 dem Intelligenk U111.1ut.§t:11.11o. 4 102254 1021/4 Uückxt.€.1u1112. Blatte zwetmal abgedrucktxn Bekanntmachung vom 2. Januar 8011. 5111.11.01.1. 4_ 11131,2 _ 5.1.11, 111-u.Ä.- 901/2 .. .ZtÜYJahreT, w:;tducmz dcxsFyhabxr de_k't nsxchféxäUmlJus be- 1;;;„1gx1.. a.„ 4 - *- - n 1 m e emyc e_n „an, eme er rc er att )en* rtvat- leiuscr 40- Q| "3, "" 9,0“ “'"-"W "* 215?“ 2143/4 bank in ommern .1 5 Rthlr. aufgefordert“ worden sind, solche 11mm 110. iu'kv--; 43 1 '- N)“ ""“-““" ** 18/4 "', .entwcder zu ihren nächsten-Zahlungen an Königliche Kassen _zu "'“étl'k'pkM'Wk' 4 (1.21? 101 ?'ZÉ'YK“. "' 137 " 13 /'9 '.verwenden, oder hier in Berlin an die Getteral-Staats-Kane, “""““ "“"" "'"" 4'1' ,/' "" ," ' ""*"" 31 ] ?Zaußerhalb Berlin aber an die Haupt-Kassen der obengenannten 3.191. YFM" :. 1811 ,'") 12 [;ZTÖoZan' : 13 /2 T ;Königlichen Regierungen, gcgen Empfangnahme des“ Betrages “""“" ' „„,_ in baarem Geldc oder in neuenKassen-Anweisungen vom Jahre ll'ec/xxeé-C'aam. 71.1-1-13-105". 1835, baldigst. ei11zul_iefern, wxrd nunmehr in Gemäßheit der ; “LZ“ ' “'*'“ „Allerhöchsten Königltchen Kabmets : Ordre vom 11. Dezember smateräam .............. . 23011. [(ak- 14-3/3 -_ VOUJM Jahres (Geseß-Sammlung NN ]853) der PkäklUfiVk “"' " """" TFF; Y:? ZRH ILM" „Termin zur Einlieferung der gedachten Bankscheine auf den UYbukJ.:::o::::.-::::::: 110011111: 2.1“. 151 4 1503)? ; 30. SeÉeckmber _1__8c_38 fe;1_:_1_:sel§tb,_ undhhahen daher die Inhaber _, _________________ "„U „„., __ 5 25:/ solcher _)eme 1 ) _der e en ts da m_ m_der bezeichneten Art 11:11:35“? .................. Mkr. 21111. .. 809/54 „u entledtgen. Mat den! Ablaufs drescs Termins hört der 11'1911 11120111. ............ 150171 21111. 102 11113,. _mtauscl) oder dre Realinrung der gestempelten Bankscheine zugswng ...... . ......... 150171. 21». 1023/11 -_ _- 11 5 Rrhlr. auf, ynd _alle Ansprüche aus denselben an den 11...1..11 ................. 100 11.1. “2111- 7" 99 15 Staat oder an dee rucerschafcltche Privatbank in Pommern [:o-Um; ----------------- 113111111. YFZ? 183/2 ** ZF? erlöschen. Anmeldungen zum Schutze gegen die Präklusion 111111111111 ;., N- *"- ******** M Y] ZLÉ'W 307„_ __ ; werden nicht angenommen, sondern es tritt unmittelbar nach "“RNS" """"""""" ' ' “'*' ;.;dem8 Ablaufe des obigen Termins, also mit dem 1. Oktober _ -. 183 die Präklusion ge an diejenigen ein welche den Umtausch

, ** | "' N., , , . . , - - . Ü U 5 " Zl ** t_' 5 6268110118 9 "' ; mcht bewerkc haben. “2 lle alsdann noch mehr etngelteferten ge,- x;9„.0r] „;.-;_; ZTTKFFUYKU“ 5% [1110110171]; [(WDR,] stemxelten Bankschcine ___-;135sRthlr.k1ver'dcn werthlos und sollen, '- ' * * ,11- ' -' ' ' ;;".xzwo te etwa noch zum o:“ (hein ommen, angehalten "und an

“23113. 59/0 89311. 18'3/16. 9.15.5178 4'5/16. „UHL;- deb. _. Ainsl- 37/8. Kreuzs- 1“'!"11!11.-Z('11. «. 90111. _. 110§1Ekk. .1ec. 1031/8. Ünmfekpkn, 2T). Kym].

Reue 1111|. 189/15.

171'1111121'111'1 8. 111-, 28. „W[n'i].

(1951017. "30/9 11191. 107. 1.1. 49/0 1011/3. (L. 615/3- 10/ 261/8. (1. 831114-111711011 1749. 1748. 15174. (;. “1.00... 211 500 11. 121. 123-214. _ 1,1'21155. 1'15111.-Zci1. 651/2. 65*„/.;. 110. FM) 1411]. 102548. (1. _ 661,7-1- 66|_/4- 50.10 811311- 11111. 12- 1178" 21/20/0 ]. 011- 547/16x 543/8-

' Larix, 26. 11911]. _

50,10 Rente 1111 com". 107. 65. 30/0 1111 cout". 80. .*)_0. 50/0319; fin 00111". 1110. 75. 59/0 59311. Kemo 21'„/3. 141351176 -. 9,10 kortuZ. 221/3.

50/0 11191. ]"7- Zank-chien 1457.

21115]. 6.

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Königliche Schauspiele. Mittwoch, 2. Mai. Im Schausptelhause: Der Gefgn- gene, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf, auf Begehren: Karl „111. auf seiner Heimkehr, militairiscyes Luftspiel in 4 Abth., vom Ur.;

C. Töv er. Dofnnerskag, 3. Mai. Jm Opernhause:

1711111111-0111: 1.0056 211 100 1'*]. 265.6. 90111. 1,00“ '

Je toller je besx .»,

die Königliche Hauyt-Verwaltung der Staatsschulden abgelie- ;“ fert werden. Berlin, den 27. _?ärz 182,18. :?:» Der Finanz-ONénifter,

Graf von Alvensleben.

._.-._....-

Bekanntmachung. ., Die direkte Post-Verbindung mit Schweden, durch Damyf- schiffe zwischen Greifswald und Ystadc, beginnt in diesem Jahre ?mit dem 5. Mai. Das" Dampf1chiff wird an diesem Tage zum 1.2 erstenmale aus Made in Greifswald eintreffen und am 6. INai __ von Greifswald nach Ystadt abfahren. ' Von diesem Zeitpunkte ab und bis zum Schlujse der Dampf- =1ch1chifffahct wird regelmäßig jeden Sonntag und Donnersta Nachmittags ein Dampfschiff von Greifswald nach stadt, und

jeden Montag und“ Freitag Abends solches von Ystadt nach Greifswald abgehen. Die zxvischen_ Berlinund Stralsund courfirendc Schneid «F| steht an Gretfsivald mit dem Dampfschiffe nach und von ?! I;.

; ein

stadt in genauer Verbindung.

Der Tarif für Passagiere T1,ckten :c. bleibt unverändert. 1? Berlin, den 26. April 18:38. '

;;!

ser! komisches Singspiel in 2211111). Musk von Mehul. Hier- ;,; Gcneral-Pos'r-Amt. auf: Der Schweizer-Soldat, Ballet in 1 Akt, von Hoguet. ;;»; _ „“___- ZM Schauspielhause: Französisch Vorstellung. „.:-5131 Heute wwd das 16te Stück der GeseßzSammmng ausge-

Freitag, 4. Mai. Jm O_pernhausy, zum erstenmale: Faust, dramatisches Gedicht von Goethe, m 6 Abts). Ouvertüre-

!

Entt*e:Akcs und die sonst zur Handlung gehörende Musk ift , _ “3:1, S. 211), bezüglich auf die Patrimonial-Gerichtsbar-

theils von dem verewigten Fürsten Radziwju, theils von dem Kapeljmeister Lindpaintner. _

Dm eingegangenen Meldungen um Ballets smd, so weit es der Raum «startet, berücksichtigt, und können solche im Bib lcr-Vet-k.1ufs-»“11r*eau bis Mittwvch, den Lten d. M., 6 Uh.“ Abends, in Empfang genommen werden, nach welcher Zeit dw selben anderwetr verkauft werden müssen.

Köntqsftädctsches Theater. Mircwveh, 2. Mai.

Se1dler, K. K. Oesterreichische Kammer-, und erste Sän erin drs Nartonal-Thcarers zu Frankfurt a. M.: Norma, als ast- rolle Herr von Kaler: Orovisk, als Debüt.)

Donnerstag, 3. Mai. Spielers. Melodrama in 3 Abrh, von L. ?lngely.

-“1 Akten, von B. “Il. Herrmann. Hierauf: Die beiden Hos“

meister, oder: 11.111113 „4311111111 fricul.

burg: Johann Quirl, als vorlekzre Gastrolle.)

RedactiZZ unte; Leitung von RbciÜWald. Gedruckt bei A. „W. Hayn-

.3 Nr. 1887.

13,1 » 1888.

Norma._ Oper in 2 Akten, nach dem ' .'“? Ztaliämßhen, von Scyfkicd. Munk von Bellini. (Mad. Ernst- - ;

Drei Tage aus dem Leben eines _; Freitag, /1. Mai. Der Vater der chürantin. Posse ir.

Vaudeville in „1 Akt, von L. Angely. (Herr? Gädemann, vom zweiten Theater in Ham-

1x geben, welches enthält: unter

die Verordnung, betreffeixd die Anwendung der De-

.... claration vom 111. Februar 1827 (Geseß-Sammlung

„S1 keit, (1. c]. den 31. März 1). Z.;

die Declaration der §§.357 und 358, Tic.50, Th.].

der Allgemeinen GerteheS-Ordnung, über das den

persönlichen Yfiicksen und Abgaben im Konkurse

eingeräumte or ugsrecl)t. Vom Iten v. M.;

die Allerhöchste abinets-Ordre vom 7ten 0j115ch-, be-

treffend die unentgeltliche Ertheilung des Bürger-

rechts in den Städten an Soldaten; und

die Verordnung über die Rechte der Ehefrau auf

ihre eingebrachten Mobilien gegen die Gläubiger

des Mannes. Von demselben Tage.

Berlin, den 3. Mai 1838.

Geseß-Sammlungs-Debées-Comtoir.

„Im_ Bezirk der Königl. Regierung

;;.S zu Opvxln :| der zeitherige Pfarr-Admmiskrator Paul tanowskc aus Rudolcowiß zum Pfarrer in Czwikljß, Krei-

' _s“ Pleß, ernannt worden.

1889.

v 1890.

3 Obe An 9 e k o m m en: Der Großherzoglich SachsemWeimarsche

Weixqéchmk“ Freiherr Vihthum von Egersberg, von

Berlin, Donnerstag den 3ten Mai

* *

Preußiscße Staats-Zeity_ng.

1838.

._.-__-

* Y“: '

4ten Divifion, von Sohr, nach Stargard.

«..-

ZeUungs-Rachr1chtew Anöland.

Rußland und Polen.

_ St. Petersburg, 25. April. Se. Majestät der Kaiser haßen den Ober-Mundschenk, Grafen von Strogonoff, zum außerordentlichen Gesandten in London für die bevorstehende Krönung der Königin Victoria ernannt.

Se. Majestät der Kaiser haben unterm löten d. M. ein Reskrtpt an den Dejour-General des Kaiserlichen Generalstabes, GeneralLieutenant und General-AYtant .Kleinmichel, erlassen, in welchem die Zufriedenheit Sr. .. ajcstät mit den Dienstleix stungen des Generals ausgesprochen und derselbe zum Ritter des Wladimir-Ordens erster Klasse ernannt wird,

Der Minister der Volks-Aufklärung, Geheime Rath Uwa- roff, ist zum'Wirklichen GeheimenRath ernannt worden. In den höheren Hof-Acmtern haben Mehrere Veränderungen statt; gefunden; es wurden unter Anderen ernannt: der Ober , Hof- Marschall Rarischkin zum Ober-Hofmeifter, der Hof-Marschall

111-st Dolgorukoff zum Ober-Hof-Marfchall und Präsidenten des

oßComptoéW.

Der FinanszJkinister, Ober: Dirigirende deZ Corps der Berg-Ingenéeure, General der Infanterie Graf Cancrin, ist, mit Yerbleibung auf seinem Posten, der Person Sr. Majestät des “Kaisers attachirc worden.

Einem Ulanen-Unteroffizier war es durch seine GeisteSge- genwart und Entschlossenheit gelungen, fünf Deserteure einzu- fangen. Se. Majestät der Kaiser bewilligte demselben ein Geld- Geschenk von 301) Rubeln und befahl, das ausgezeichnete Be- 11ehmetc1h dieses Unteroffiziers in den Militair-Zeirungen bekannt zu ma en.

Die Kaiserliche Akademie Adjunkcen für Grusinische und ordentlichen Akademiker ernannt. Kaiserliche Bestätigung erhalten. _

Am 12. April starb hier nach einer lan en Krankheit im 7911er: Jahre der Ober-Jägermeister Dmitri arischkin.

Der wirkliche Geheime Rat und Präsident des Staats; Raths, Graf von Nowosfilzoff, i am 2017en d. M. nach einer kurzen Krankheit gestorben.

Die St. Petersburger Zeitung enthält einen enthu- siastischen „Bericht über die Konzerte des Klavier-Virtuosen Adolph Henselt; sie theilt zugleich die Nachricht mit , daß sich derselbe für längere Zeit daselbkk aufhalten werde.

Die Dorpater Univerfitäc wurde im Anfang dieses Jahres von 1329 Studérenden besucht.

Aus Uexküll wird gemeldet, daß die Düna in diesem Jahre eine Ausnahme von allen übrigen-Strömen mache; der

at Herrn Broffec, bisherj en rmenische Literatur, zum au er- Diese Wahl hat jetzt die

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Eisgam derselben hat fich auf die geräuschloseske und unschädx liebste eise gelöst.

Auch in Sibirien beschäftigc man sich jekzr mit der Ver- besserung der Schafzucht; besonders in dem östlichen Theil des- selben at man veredelte Schafe einzuführen versucht. Uebri- gens i der Tuch-Absaß einer der wichtigstetrZweige des Kjach- taischen Handels, da derselbe ein Drittel vom Totalwerthe des jährlich aus China eingeführten Thees deckt.

-- - St. Petersburg, 25. April. Auf unserer Eisen- bahn nach Zarskoje-Selo, deren Actéen so bedeutend unter ihrem primitiven Werthe in unserem Coursblatte notirt smd, ist neuer- dings ein Unfall passirt, der nicht geeignet seyn möchte, den Cours dieser Actien zu heben. Gestern sollte nämlich eine Lust- fabrt des Kaiserlichen Hofes nach Zarskoje-Selo auf der Eisen- bahtz stattfinden. Ihre Majestäten hatten zu diesem Be?ufe bereits zahlreiche Einladungen er ehen lassen, und vorgesern schon eilten die Kaiserlichen Hof; edienten mit den ndthégen Geräthschaften nach dem genannten Lustschlosse. Man bediente fich bei dieser Gelegenheit ebenfalls der Eisenbahn, und so kam es, daß einer der lehren Wagen , auf welchem sich, außer mehreren Personen, auch die Kaiserlichen Silber- Service befanden, von den Funken ergriffen wurde, die der gerade sehr _Yefttge Wind aus dem Schornstein der Loko- motive über die ésenbahn hinjagte. Roch ehe es Jemand be- merkte, waren die Funken zur Flamme angefacht, die der Wind, verbunden mit der pfeilschnellen Bewegung auf der Eisenbahn, immer mehr verbreitete. Vergebens riefen die Passagiere dem Ingenieur 11, dem die Dirigirung der Lokomotive oblag; er war im er en Augenblicke so verwirrt, daß er die Maschine nicht sogleich anzuhalten verstand, und so sprangen denn Meh- rere vom Wa en herunter, wobei sie sich sehr stark bc- schädégten, rend Andere durch die Flamme, die sie däm- pfen wollten, verleßt wurden. Endlich gelang es, den Zug an- zufxalten, aber das Feuer war bereits so intensw geworden, daß es den ganzen Wagen ergriffen hatte, der auch aller Be- mühungen der versammelten Menschen ungeachtet, mit seinem Inhalte verbrannte." Sehr viel kostbares Silber eräth ist bei dieser Gelegenheit ganz geschmolzen und man erechnet den Schaden auf 30,000 Rubel. Was jedoch am meißen zu bekla- g_en bleibt, ist, daß funfzehn Menschen mehr oder weniger durch dtesen Unfall verleht wurden; doch hat steh nur Einer, der fich vom Wagen herabgestür t, dabei so ftark beschädigt, daß man Festern einen Au enbli an seiner Erhaltung zweifelte. Die

ebxigen werden lle wieder hergestellt, und die Sor falt Sr. Maxeskäcdes „Kaisers hat bereits auf das Edelmüthig e für te gesorgt. Auch haben Se. Ma'estät, da die Eisenbahn- irection durch den Unfall auf das öchste bestürzt, und für das gan e Unter- nehmen besorgt zu werden anfin , gestern selbst eine Fahrt auf der Bahn unternommen, und teh an Ort und Stelle von der

- x

,

Abgereisk: Der General-Major und Commandeur der -

__ "**-___:

17Sachlage überzeu & eure Knott auch das Hof-Fesk in Zars- ; koje-Sexo, das geäern a gesagt wurde, wirklich statt, doch werden ; jeßt bei den Lokomotiven sol e Vorrichtungen angebracht wer- ; den, daß slch der vorgeskrige nfall nicht wiederholen kann.

Frankreich.

Paris, 27. April. Am 7. Mai wird vor dem htestgen Asstsenhofe der Hubertsche Prozeß dffentlich verhandelt werden. Die Anklage; Akte jeßt schon durch die öffentlichen Blätter" publizirt und den Angeschuldigten mitgetheilt worden. Es" be- läuft fich die Zahl der letzteren aus acht, die in der obenerwäbnx ten Akte folgendermaßen bezeichnet werden: ]) Laura Grouveüe, 35 Jahr alt wohnhaft in Parés; 2) Louis Hubert, 23 Jahr alt, Lederar eiter, geboren in Basselonne; 3) Iaub Steuble, 22 Jahr alt, gebürtig aus Kreni hen in dex Schweiz, Mecha- n_ikus, wo?:1hast in Paris; 1:7- Z. B. Giraud, 35 Jahr alt, OandelSreiender, geboren in Savoyen; 5) A. N. Anna:, 33 Jahr alt, Lederarbeiter , gebürtig aus Espalion, wohnhaft ck Paris; 15) L. D. Valentin, 21 Jahr alt, Student, wohnhatc in Paris; 7) A. M. Leproux, 29 Jahr alt, Richter am Civil- Tcibunale zu Vervins; 8) Leopold von Vauquelin 16 Zahy alt, Gutsbefi er, gebürtig aus Algy. --Nach der arskellung des General: rokurators find die dreiErstgenannten als Haupte urheber eines Komplott! gegen das Leben des Königs und die' fünf Anderen mehr oder weniger als Mitschuldige, oder als 9321!- wisser zu betrachten. Hubert war schon seit längerer Zeit «115 ein wüchender Republikaner bekannt, und ist schon einmal we-

en Theilnahme an einer Verschwörung zu fünfjährigem Ge Zängniß verurtheilc worden, erhielt aber in Folge der Amnestie seine Freiheit wieder. Er zeichnete sich auch bei Gelegenheit des Alibaudschen Prozesses dadurch aus, daß er_ mit diesem „Königsmörder konfrontirt zu werden verlanFe und ihm dann, im Beiseyn des Instructions-Richters seine _ ewunderunq aus- sprach, auch ihn dadurch zu trösten uchte , daß er L_lücklicherc Nachahmer finden würde. Aehnliche BeWeise von erehrung für meuchelmörderische Republikaner hat anch bereitßdie De- moiselle Grouvelle in Bezug auf Fieschi und More:) gegeben, Sie bewahrt deren Kleidungsstücke als Reliquien auf, Wallfahr- tet zu ihren Gräbern und dergleichen mehr. Seit Jahren 17": fie als die Beschützerin aller wérk|ichen oder scheinbaren Repw blikaner allgemein bekannt. Hubert hatte seit seiner Freilas- sung in enger Verbindun mit ihr gestanden; man spraci» sogar von einer Heirat zwischen ihnen. Mittlerweile machte er häußge Reisen, sowohl in das Innere von Frank- reich, als nach England. Er war in leßterem Lande zweimal mit falschen Pässen gewesen und würde sch vielleicht auch bei seiner zweiten Rückkehr nach Frankreich der Aufmerksamkeit ent; zogen haben, wenn er fich nicht durch eigene-Unvorfichtigkexx in die Hände derselben geliefert hätte. Er verlor nämlich, a!» er eben die Zoll-Lénie pasfirt hatte, seine Brieftasche, die von einem der Beamten aufgehoben wurde. Dieser rief dem schnell davoneilenden Hubert nach, um ihm das Verlorene zurückzuxxe: ben; aber Hubert, der, wie so viele Verbrecher, in dem ent: scheidendßen Augenblicke die Besonnenheit verlor, ahnete in de- erregten Aufmerksamkeit Gefahr und suchte stch nur um so sehne» [er den Blicken des Beamten zu entziehen. Die Brieftasche ward bald darauf eöffnet; in ihr fanden sich diejenigen Papiere, auf dic die Anklage auptsächlich begründet ist. Es ging daraus hervor, daß Kuben in London ewesen war, um den Plan zu einer nenen €öllenmafchine zu olen; den Plan selbst fand man später un»- ter dem Unterfutter seines Hates. Die in der Brieftas e vox.“- efundene Korrespondenz führte auf 'die "Spur der .Wer- Fchwornen, als deren Haupt Laura Grouvelle erschien. Ge, ständnésse find übrigens bis" jeßt, außer von Stenble, von ke:- nem der Angeklagten gemacht worden. Steuble erklärt, daß er von Hubert und der Dlle. Grouvelle beauftragt worden sey, die in Rede stehende Maschine zusammenzuseßen, daß man fick) aber über ihren dereinstigen Gebrauch niemals deut1ich gegen ihn auSgesprochen habe. Als er den Argwohn geschöpft hätt-c. man'woae fie 11 einem Attentate auf das Leben des Königs gebrauchen, ha e er seine fernere 2.1itwirkung verweigert, und der Plan sey Yu in London von Hubert heimlich we genom- men worden. ie öffentlichen Debatten werden wahr cheinlich ein hellem! Licht über die ganze Sache verbreiten.

Der heutige Moviteur publizirt die Köni liche Verorw nun , durch welche der Marschall Soult zum auZerordentlichcx: Bot7chafter bei der Krönung der Königin von England ernam» wird.

Der Abbé Lacroix hat Zestern, in seiner Eigenschaft axs Bischof von Bayoune, den id in die Hände des Königs ab- gelegt.

Die Deputirten-Kammer beschäftigte sich in ihrer gestrigcn und heutigen Sitzung mit dem Geseß-Entwurse in Betreff dcr FFM“ bei Thieren, die den Kauf derselben ungültig machen so on und nahm denselben mit 180 gegen 58 Stimmen an.

ie Jr Prüfung der Propostion, in Betreff der Abschaf- fung der klaverei niedergeseßte Kommission hat einstimmig den Herrn Karl von Remusat zu ihrem Berichterstatter ernannt.

Ein hiesiÖes Blatt sagt: „Man sprach gestern Abend viel von einer eränderung des Ministeriums und es hieß, der Graf Molé habe seine Entlassung förmléch eingereicht. Man Egle hinzu, daß man höchsten Orts nicht abgeneigt sey, in eine

eränderung des Kabinets zu willigen, weil man hierin das einzige noch übri bleibende Mittel ge en die_Renten-Reduction erblickte. Man [Zar fich überzeugt, da _das je ige Ministerium durch das in der Sißung vom 20. Apxrl gege ene Versprechen sich außer Stand geseßt hat, j_ener Maßregel fernerhin entgegen u treten. Sollte aber in diesem Augenblicke eine ministerioue rists eintreten, so würde diese wahrscheinlich die Aufmerksam- keit der Kammer fürs_ er_ste von der Reduction ablenken und dann möglicherweise dte ]eßi e Sesfion verstreichen, ohne das; irgend ein entscheidender Be chkuß gefaßt worden wäre.“

Gestern Nachmittag, als das 27|e Linien-Regiment auf dem Marsfelde exerzirxe. trat plötzlich ein Geißlicber, der mc: