1838 / 126 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

x 1 ! !

„_ck-., . -„ - ,..-

„„...-.

der Schatzkammer erklart hatte, das; er am llten das Bud- get vorlegen werde , entspann fich eine lange Debatte über die ,Irländische Armen-Bill, deren dritte Verlesung an der Tages- ordnun war. O'Connell machte noch einen letzten Versuch, fich die?“ Maßregel zu widersetzen, von weicher er nur Unheil far Irland erwartet; er fand auch indirekte Unterstüßung bei einigcn Tories, namentlich bei Lord Stanley, der sich mit mehreren Details der Bill nicht zufrieden erklärte; aber von Lord Morpcth vertheidigt, wurde die Bill doch mit 23-1 gegen 59 Stimmen angenommen.

Unterhaus. Sißung vom 1. Mai Herr Hume machte heute seinen angekündigten Antrag, daß die Apanagr, die der König von Hannover als Königlioher Prinz von Groß- britanien bezieht, so lange suspendirt werden solle, als Letzterer einen fremden Thron einnehme. Der Antrag wurde aörr von dem Kanzler der Schaßkammer bekämpft und schließlickx

mit 97 gegen 62, also mit einer Majorität von 33 Stimmen L

verworfen.

London, 1. Mai. Durch die gestrige Erklärung dcr Mi- nister im Oberhause wird die Vermuthung bestätigt, daß nur wegen des Todeétages Georq's 11". ein Aufschub von zwei “Ta- gen, vom 20. auf den 28. „Juni, mit der Krönung vorgenom- men worden ist. Auch eine frühere Meldung des „Courier“, daß zwar das Bankett, aber nicht der Krönungsziég vom Kd,- niglichen Palaste nach der Weftminsier ; Abtei 11nterbleibcn werde, erweist sich danach als gegründet. Der Courier isi Übrigens doch nicht ganz zufrieden damit, daß die Minister den Tories darin nachgegeben und die Krönung wegen jenes Zu- sammentreffens mit dem Todestage des Ohrims der Königin auf den 28. Juni verlegt hätten, besonders weil es gerade die „Times“ und der ,John Bull“ gewesen, die zuerst auf das Versehen der Minister aufmerksam gemacht. Der „Couricr“ meldet bereits nach dem Berichte eines seiner Korrespondenten, daß der Weg, den der Krönungszug nehmen wird, von dem Haupteingang des Buckingham-Pallasies, quer durch den St. James-Park, durch Storey's Gate nach Great- Georqe-Street gehen soll. Ueber das Bassin im Park wird eine „Brücke geschlagen werden. Aus derselben Mittheilunq er- sieht man, daß fiebenzig Arbeiter beschäftigt sind, in der West- minsker-Abtei die nöt igen Vorkehrungen zur Krönungsfeier zu treffen. Das weitläu tigere Ceremoniell bei der Krönung Georg's ]l'. machte eine Verwendung von 250 Arbeitern allein in der Abtei ndthig. Unter denxin Bezug auf die Krönung bis jeßt bei dem Geheimen-Raths-Comité ein ereichten Petitionen befin- det sich eine von dem Herzog von I?"? des Reiches, der das Recht in Anspruch nimmt, den rechten ?lrm der Königin zu stü en, während sie das Scepter hält; zugleich verlangt er den andschuh von der rechten Hand der KöniZ'n, den sie bei dieser Gelegenheit tragen wird.

ie heutige Hof-Zeitung meldet die Ernennun? des Herrn Light zum Gouverneur von Guiana, des Oberst-Lieute- nants Gawler zum Gouverneur von Süd-Ausiralien und des Herrn Hurt zum Gouverneur von Weft-Ausiralien.

Lablache ertheilt jeßt der Königin Unterricht im Gesange.

Der Niederländische Gesandte, Herr Dedel, ist vorgestern von Jer nach dem Haag abgereist.

as Diner, welches die hieüge Goldschmied-Jnnung u Ehren des Herzogs von Wellington, Lord Lyndhurst's, Sir Zl. Peel's, Lord Scanley's und anderer ausgezeichneter konservati- ver Staatsmänner veranstaltet hatte, hat am Sonnabend statt-

efunden. Lord Lyndhurst bemerkte in einer bei dieser Gelegen- Zeit gehaltenen Rede unter Anderem: „Es ist erst drei Jahre

er als der Versuch gemacht wurde, die Anficht zu verbreiten, daß die Privilegien der erblichen Pairie abgeschafft werden müßten; aber welche große Veränderung isi seitdem in der öffentlichen Meinung vorgegangen , wie schnell hat alle Klassen der Gesellschaft die Lieber eugung durchdrungen, daß das Oberhaus der Hand der Vor ehung zum Mittel ge- dient hat , eine Menge verderblicher und gefährlicher Gesetze zu verhindern. „Jetzt steht es wieder fest in der Liebe des Lan- des.“ Sir R. Peel seinerseits sagte: „Ueber die Art, wie das Land jeizt regiert wird, habe ich mich hier nicht zu äußern; so viel aber weiß ich, daß ich und meine Freunde, Lord Stanley und Sir James Graham mit dem Beistande des Oberhauses stark genug sind, um die Äusführung jedes schädlichen Geseßes zu verhindern.“

Herr Sharman Crawford hat ein Schreiben an O'Connell gerichtet, worin er demselben ein inkonsequentes Bene men in der das Jrländische Armenwescn betreffenden Angelegen eit vor- wirft. Früher nämlich atte O'Connell in einer Adresse an die Wähler von Clare die inführung eines Armengcsekzes in Irx land für sehr wünschenswert!) erklärt, und jeßt bekämpft er diese Maßregel. Eine andere Inkonsequenz wird Herrn O'Connell von den hiesigen radikalen Blättern vorgeworfen. In einer seiner lekzten in Irland gehaltenen Reden sagt er nämlich von den Englischen Radikalen: „Die Erfahrung hat gelehrt, daß ihre Anzahl erbärmlich gering ist, daß fie arm an Talent und zu keinem nüßlichen Unternehmen zu brauchen sind, daß sie aber ihr ganzes Gewicht und all' ihren Einfluß in die Wagschaale der Feinde Irlands und seiner Freiheit werfen.“ Und dessen- ungeachtet War es O'Connell, der Herrn'Hume, als dieser bei den letzten allgemeinen Wahlen in Middlesex durchfiel, den Wäh- lern vs.; „Kilkenny in Irland anempfahl und dort dessen Erwäh-

orfolk, als Erbmarschall ,

510

Person sogleich alle Opposition gegen den Ze uten aufgeben und die vieJährigen Zehnten-Rückständr, die er chuldig sey, entrich- ten wo ?.

Am Mittwoch trafen die Herren Daniel und Morgan O'Connell, von Irland zurückkehrend, auf der Eisenbahn wi- schen Liverpool und Birmingham mit Sir F. Burdett auf3 ei- nem und demselben Wa enznge zusammen.

In zehn oder zwölé Tagen wird der abgesexzie König von Audil) von Ostindien hier erwartet.

Herr Carvalho hat s1ch mit seiner Familie von hier nach Lissabon eingeschifft, und man glaub: an der hicsl cn Börse, er werde seine früherc Stellung als Portugiesscher ; inanz-Mini- ster wieder Übernehmen.

Die hiesige Anglikanische OKisfions- Gesellschaft hielt heute

unter dem Vorsiß des Grafen von Chichester ihre :18str Jab- Z :'cs-Veiiammlung, in welcher sich ergab, daß die Fonds dersel- . bon sich seit dem vorigen Jahre 1111: 11,000 Pfd. vermehrt ha- ' ben und sich jetzt auf 83,000 Pfund belaufen. ' „Die Spanische Regierung hat für den Marquis voz! Mi- raflorrs, der sie bei der Krönung der Königin Victoria reprä- sencircn soll, 2100 Pfund zur Verfügung gesteüt, mit dem Be- merkrn, dies sey Alles, was das Land erschwingen könne, und das llebrige müsse er aus eigenen Mitteln zulegen.

Der Zustand des Handels in Manchester und Leeds hat sich, nach den lelzten Berichten von dort, um ein Wrnigrs vcr- bessrrt; wiewohl die Preise noch immer sehr niedrig smd, hoffte man doch jeßt, daß sie nicht noch mehr sinken würden.

Das neue Dmnpfboot „Columbus“, welches in kurzem eine Fahrt nach Amerika antreten wird, ist nach Herrn Howards Erfindung erbaut, die bekanntlich darin besteht, da[; Wasser auf ONetallplatten über erhixxtcm Quecksilber verdamysx. “& hat zwei sehr niedrige Schornsteine, da wegen der zum „Heizen an- gewendeten Anthracit-Kohle kein Rauch entstYr. des Dampfbootes beträgt am Kiel 145 Fuß, die reite 211,3 “Fuß

und die Tiefe WM; Fuß. 110 Pferden. Am Mittwoch machte es seine Probefahrt auf dem Mersey und legte 10 Englische Meilen in der Stunde zu- rück. Am Freitag fuhr es von Liverpool nach Dublin und legte den Weg bei widrigem Winde in 171/2 Stunden zurück“; zur Rückfahrt brauchte es nur 15*,“2 Stunden.

Niederlande.

Aus dem Haag, ]. Mai. Se. INajestäc der König und Höchstdessen Söhne befinden sich seit vorgestern wieder in der hiesigen Residenz.

Unsere Blätter enthalten eine Königl. Verordnung vom

Utrecht nach Arnheim, mit der später auch eine Zweigbahn von Utrecht nach Rotterdam und eine Verlängerung von Arnheim bis zur Preußischen Gränze verbunden werden soll. Es wird

von sechs und von drei Millionen Gulden eröffnet, welche 4% pCt. Zinsen tragen soll. Die Zinszahlung und spätere Abtragung dieser Anleihe soll zwar aus den Einkünften der Eisenbahn stattfinden, doch wird sie unbedingt auch vom Staate verbürgt.

rial-Veränderung, die mit der neuen Organisation der Gerichts- 1 höfe und mit der Ernennung der Mitglieder des Hohen Ra.- ' ches in Verbindung gebracht wird.

In einem von Holländischen Blättern mitgetheilten Schreiben aus Brüssel heißt es: „Sie werden gelesen haben, was der Belgische Minister der auswärtigen AngeleÉiÉnZeiten an die Repräsentanten-Kammer erklärte. Er hat die a rheit gesagt: keinerlei Unterhandlung ist begonnen worden; BelZien

at sich über nichts zu erklären gehabt. Von der Anzeige des Königs der Niederlande, den 21 Artikeln beitreten zu wollen, hat man den Gesandten, Welche die Londoner Konferenz bil- den, Kenntniß gegeben, doch haben sich diese darauf beschränkt, diese Anzei e entgegen zu nehmen und zu erklären, daß sie ihre Höfe darf! er befragen würden. Etwas Weiteres“ ist nichr ge- schehen. Das von Belgien in Reserve gehaltene Mittel ist fol- gendes: der Traktat der 24 Artikel ist auf die Idee eines dt“- rek'ten Arrangements Zwischen Holland und Belgien gegründet;

schädi ung zu fordern für die Kosten des Kriegsfußes, auf wel- chem Yelgien sieben Jahre lang erhalten wurde, weil Holland im Jahre 1831 fich weigerte, dem Traktate beizutreten. So viel mögen Sie indessen versichert seyn: noch ist nichts begon- nen und es wird noch eine geraume Zeit verg en, bevor ein Arrangement möglich ist. Inzwischen werdenksi wohl die Ge- ini'ither im Luxemburgischen und Limburgischen esänftigt haben.“

Amsterdam, 30. April. Das Handelsblad vom heu- tigen Tage läßt fich folgendermaßen vernehmen: „In einer unserer Zeitungen finden wir ein Privatschreiben aus London, Worin es heißt: „„Da ich weiß, daß es Ihnen nicht gleich- gültig ift, zu vernehmen, wie man hier über Niederland und

lUng bewerkstchigie.

Vor seiner Abreise von Dublin hat sich Herr O'Connell noch in einer an die Zrländischen Protestanten der herrschem Z den Kirche gxrichteten Adresse Über den diesjährigen mintsteriel- ' len Zehntetiplan ausgesproxhen. Er findet denselben sehr vor- theilhaft für die protestantische Geistlichkxit und sagt, er habe fast nichts dagegen ri11zuwende11, als daß der Plan eben zu sehr zu Gunsten dieser Geistlichkeit be_rech11et sey, deren Zahl doch in so unangemessenem Verhältniß zu der geringen protestanti- schen Bevölkerung Irlands stehe. Nachher hebt er aber doch noch zwei Punkte hervor, die ihm, abgesehen von jenem allge- meinen Einwurf, nicht zusagen: erftens nämlich, daß es den Laien- Yhntherren auch ferner noch überlassen werden solle, sich mit dem

olle herumzuschlagen, welches durch die den Ersceren zu verlei- hende größere Macht noch mehr würde erbittert werden; zweitens, daß der Staat den Ueberschuß der Grundrente, in die der Zehn- ten verwandelt werden solle, nach Abzug ewisser Summen für die Belkreitung der jeßt aus dem konsol dirten Fonds geleiste- ten" Zahlungen für örtliche Kirchen-Ausgaben und nach AszZ anderer für den Unterricht zu bewilli enden Summen , für sich in Ampkück) nehmen wolle. Dieser Keberschuß, meint er, sollte vielmehr den_Grafschqften zugewiesen werden, um die Ausgaben für die rosen Iuries davon zu bestreiten. Indeß erklärt O'Conne doch, “daß er, um den Zehntenstreie nur endlich zur Erledi ung zu bringen und die Wiederherstellung der Ruhe her- ' brizuf hren, dem Plane der Minister beipfiichten und für seine

die Niederländischen Angelegenheiten denkt so muß ich Ihnen mittheilen, daß in den hiesigen politischen Klubs viel über einen Artikel gesprochen wird, welchen die ,Morning „Post“ und nach derselben der „Globe“ aus der „Ärnheimschen Courant“ übertragen haben. In diesem Artikel wird behauptet, daß die Ruf großen M*ächte und Belgien, welche den Traktat vom 15. . ovember unterzeichner, dem Könige der Niederlande gegen- iiber, welcher iY nicht unterzeichnet hatte, gebunden seyen und zwar nach den rundsäßen des Staats; und Völkerrechtes. Ich will ihnen im Allgemeinen den Standpunkt angeben , aus wel- chem die meisten Engländer diese Sache betrachten. Jm Gan- zen will man nämlich die 24 Artikel nicht als einen Traktat wischen den fünf Mächten, Holland und Belgien ansehen. Die Fünf Mächte waren nicht die litigirenden, oder streitigen Par- teien, sondern die Schiedsrichter zwischen streitigen Parteien, eben so wie es der König der Niederlande zwischen England und den Vereinigten Staaten geWesen ist. Als solche, d. h. als Schiedsrichter, haben sie die beiden Parteien gehört, und end- lich, nachdem sie verschiedenefruchtlose Vorschläge gethan, als ihren Entschluß einen Traktat von 24 Artikeln vorgeschrieben und un- terzeichnet. Belgien hat sich dem unterworfen, wie En land sich in der Amerikanischen Gränzfrage dem Aussprache des K nigs der Niederlande unterwarf, und zum Jeugniß dessen hat es den Traktat ebenfalls unterzeichnet. Ein Traktat aber, dem nicht beide Par; teien zugestimmt und durch ihre Unterzeichnun beigetreten, kann nicht als ein Traktat angesehen werden. s ist, als be-

stände er gar nicht, und aus demselben können weder Rechte

Die Länge ;

Die Maschine hat die Kraft von .

LZ0sre11 1.1. M. hinsichtlich der Eisenbahn von Amsterdam über 1 zu diesem Bchufe eine Anleihe einstweilen von neun Millionen, :

später, sobald jene Fortsedungen nothwendig werden, auch noch :

Seit einigen Tagen spricht man hier von einer Ministe- :

? zu machen, durch welche das Vereinigte Königreich der Niedii-

bevor man nun in 1nterhandlung tritt über die Ausführung 5 der Klauseln jenesTraktates, wird Belgien fragen, ob der Kö- : nig derNiederlandegcsonnen sey, das gedachte direkte Arrangement ! abzuschließen,und demnächst, wie C'r dieKlauseln desTraktates,und Z der Franzosen :c. denFi'irsren von Talleyrand u. s. w, Sc. Ma- namentlichdiehinsichtlichderSchuld,zurAusführungwollegebracht ; wiffen. Endlich aber behält man sick) auch noch vor, eine C'ntx ?

? noch Verpflichtungen hervorgehen. Es ist nichts Weiter als, ; Projekt, welches nichts Verbindendcs hat und die Sachen Z:! 3191113 111111 beläßt. Und wirs die fünf ?Närhte betrifft, so fra?

man fich, warum sollten sie, die fortwährend oder U?UerdjnZI-i 1 als Schiedsrichter auftreten, da die Sache zum zweiten ML“)“ in ihre Hände grlegt wird, _ was indessen der 517111111133“? Niederlande eigentlich noch nicht gethan hat, _- warum soUZZZZ , sic untcr veränderten Umständen keine andere 'Llrtikel 1wrsch§§§ ' ben können oder sollen? Da ist nichts, was sie daran 1ka

dcrn könnte, es müßte denn ihre eigene, bei der ?lusierngYZJ

dieser Artikel geqebenc Erklärung seyn, daß dieses ihc 1?" . ' cimatum wäre. Was indesen vdr siebenIahren einUltimaxx-Ü war, braucht es nicht auch ]“th noch zu seyn: ein Schiedsi'ix ter, der jetzt über eine Sache, die sich geändert hat, und..; denkl als vor sieben „Jahren, kann der anonseannz nicbzx, schuldigt werden. Dir fünf Mächte smd also dnrcl) nicixii'z *; bunden, auch nichtd11rch ihre 111itcrzrich11ung eines '.)lktenxix'xx'é'. das seine ?litsführimg nichr crlxialtcn **,-at. Ihr AusserZ __ eincm Urlhril gleich, das nicht vollzoz'icn worden und nach 11cm rwissen Zeitrrrlauf einer neuen Revision unterliegt. (ix) liel), sgagt man, daß auch selbst dann, wenn man die UnterzixZ. * nung der fünf Mächte als eine Garantie ansehen wollt»; doch durch nichts auch jetzt noch verpflichtet seyn würden, 11,

der Traktat, der durch die Nichtu11tercichnung Niederlandsx« gut als null war, auch in seiner L arantir dadurcl; «11111111L ward. »- Solchergesiait denkt und spricht man hier Über di: .? Sache; ick) wage es nicht, die hier aufgestellten Argumente. „Z

beurthrilrn, ich gebe Ihnen nur das, was ich Höre, und Übe _ lasse es den Niederländischen Politikern und Rechtsgelehrtr diese Englischen Raisotmcments zu widerlegen.“ 4? Das Handelsblad smdrt sich nun veranlaßt, obiger „*„ die Niederländischen Politiker gerichteten Aufforderung auf 1": , _qende Weise nachzukonunen: „Der Englische Korrcsr-ondenx“ Z ? sagt das genannte Blatt, „hätte das „Dilemma, in welches e.» 7 gerathrn ist, sehr leicht vermeiden können, wenn er sich die 11141“? 1 fache Frage vorgelegt, w-elchcs Verhältniß brstcht zwischen einem 1“chiedsrichterlichen Beschluffe (1111111113111) und einem Traktat“.- ; Erftgenannter ist der gewissenhafte Ausspruch eines Dritten,? - der von dem Augenblicke an, wo er seinen Beschluß dcn Pai!) Z teien kennbar gemacht, von einer weitern Intervention absieht, [ und der, nicht befugt, seinen eigenen Willen geltend zu machen, *.. ? den her eiligten Parteien die Wahl [affen muß, ob sie sich dir: YZF ; sem Be chlusse unterwerfen oder ihrenStreit fortsetzen 1111111111? : Dies war mindestens der Fall bei der von dem Korresporden, - ] ien erwähnten Differenz zwischen England und Nord:?[1ne1111, - bei welcher der König der Niederlande als Schiedsrichter (11113 ' trat. Ein Traktat : dende Uebereinkunft, gleich auch Pflichten auferlegt. psiichtungen smd um so heiliger, Wenn cine Verlrlzum derselben einen Krieg herbeiführen kann. Da keinerlei Traktat dem Könige der Niederlande die Verpflichtung auferlegte, da, , für zu sorgen, daß sein schiedsrichterlicher Beschluß zur Aus; führung gebracht werde, so folgt daraus, daß die Parteien 11-1“:- ren Zwist endigen konnten, wie sie es eben für gut fanden.:éxé» Belgien dagegen und dieSouverainerät Leopold's bestehen niche-x-FZ anders, als kraft des Traktats vom 15, November 18:11 und“ 1 unter der Bedingung, daß den Artikeln nachgekommen werde, 1 ans denen dieser Traktat besteht. Um das ganze in der Luft;; 1 aufgeführte Gebäude, womit man das Auge der Unkundigenxé 1 zu blenden sucht, mit einem Male umzuwerfen, wird cs,we1m7 wir uns nicht täuschen, genügen, den Text der Uebereinkunfr hier anzuführen, die zwischen den fünf Mächten und. Belgien abgeschlossen wurde. Dieser lautete also: „„Die Oöfe voné [ Oesterreich, Frankreich, Großbritanien, Preußen und Rußland, 1 in Erwägung der Ereignisse, welche in dem Vereinigten Kd: ? nigreiche der Niederlande seit dem *))?onat_Srptbr. 1830 statt- ,7 gehabt, so wie der Verpftichtung, in dcr tie fich befunden, zu 1 verhindern, daß jene Ereignisse den allgemeinen Frieden 1161- 3 ten und endlich der Nothwendigkeit, die aus dirsrn Ereignissen [ hervorging, Aenderungen in den Verträgen vom Jahre

dagegen ist eine feierliche und vcrbi11-5 dir, indem sie Rechte zuerkcnnt, zu,) Diese Rechte und Ver»?

lande hergestellt und befestigt wiirde; ferner, nachdem Sr. Ma- jestät der gegenwärtige König der Belgier sich mit dieser Ansichts- weise der fünfMächte vereinigt hat, haben zu ihren Bevollmächtigten! ernaiint, nämlich: Se. Majestät der Kaiser von Oesterreich :c. “* den Fürsten Paul Esterhazy .u. s. w. Sc. Majestät der König

jestät der König des Vereinigten Königreichs von Großbritanien und Irland :c. den Viscount Palmerston 11.1“.111. Se. Mair sräc der König von Preußen :c. den Freiherrn von Bülow u. s. 111 Se. Majestät der Kaiser aller Reußen :c. den Fürsten von Lis, ven u. s. W. S?. Majestät der König der Belgier :c. den (YM Silvain van de Weyer u. s. w. Nachdem dieselben ihre oll. ;"'Ü“** machten in guter Ordnung und gehöriger Form befunden und ausgewechselt, haben sie die nachstehenden Artikel festgestellt 1111 unterzeichnet. (Folgen nun die bekannte1124A1'tikel.) Art. 25.“ Die Höfe von :().ésterreich, Frankreich, Preußen, Großbritaniw und Rußland verbürgrn Sr. Majestät dem Könige der Belgier die Ausführung aller vorstehenden Artikel. Art. 20. In G1,

«4357.23

“***ÖXÉLÉZ )* **:-

zwischen Ihren Majestäten dem Kaiser von Oesterreich, dern Könige der Franzosen, dem Könige von Großbritanien, de111 Könige von Preußen und dem Kaiser aller Rcuxzen einer- und

und Nachfolgern, ihren respektiven Staaten und Unterthancn ewiger Friede und Freundschaft bestehen. Art. 27. Der gegenwär- tige Traktat soll ratifizirr und die Ratiftcationrn solletx bi1111_e11 zwei Monaten, oder wo möglich Mher in London ausgeweWUé-x werden. Urkundlich u.s.1v.““ (Folgen die Unterschriften.) - Nach Lesung dieses Traktats wird Jeder, der die Sache vor.,

zu fordern hat, dies einzig und allein geschehen kann, sobaldx dieses Land zu gleicher Zeit den Verpflichtungen gccreulicb nac! kommt, zu denen rs sich verbunden hat. Da dieser Traktat seit dessen Ratification_ von Belgien immerdar als das Palla“ dium seiner Nakéonal-Criskenz angerufen worden, so können 11" . in dem Augenbliik'e, wo durch des Königs Beitritt diese Wick." ' * tige Uebereinkunft ihre gan e Ausführung bekommen soll, keinen

Abfall fürchten, der dem Frieden und der Ruhe von Europa ungemein gefährlich werden könnte. Wir hegen diese Besorg' niß nicht und vertrauen vielmehr der Weisheit der fünf Mächte.-

[*.-Z'

Belgien.

sentanten-Kammer kam der Entwurf drr bekannten Adresse, a den König zur Berathung. Herr Dubüs nahm als Bericht“ erstatter der Kommission das Wort, und sagte: „Meine He“

ren, die Kommission, welche Sie mit der Priifung 'der“ C""

lc'V, das; er aber weder den Oberst

mäßheic der Bestimmungen des gegenwärtigen Traktats sollcr

Sr, Majestät dem Könige der Belgier andererseits, ihren Erbin,

urthcilsfrei ansieht, zugeben müssen, daß, wenn Belgien RECHTE: **

:,

“F

i

so wie der des Königs Leopold selbst.“ “.'-

Brüssel, 1.Mai. In der gestrigen Sitzung der Reprä'

Scmmbend voii mrhrerenDeputirten der Provinzen Luxemburg imd Limburg beatirragtcti Proposition beauftragt haben, hat 1 diesen Gegenstand in Erwägung gezogen._ Sie hat die Ehre, l "ihnen einstimmig die Annahme des Adreß-Cntwurfes, wie er Zaiqcreicht worden ist, vorzuschlagen. Auf die Frage des Prä- sidénren, obmandenselben [ekztberathenwolle,1vurde von allenSei- ; irn: Ja! Ja! gerufen, Hierauf verlas dchräfident denC'ntwurf. ! *.*-ils Niemand das Wort forderte, schritt man zur Abstimmung [ durch namentlichen Aufruf. Die Adresse wurde einstimmig von * 13-1'11 vcrsammclicn 70 Depucirten angenommen. Darauf wur- ] [».-,; 12 Mitglirder der Versammlung zu der Deputation ge- , Wählt, ivelcdcßdeninnig die Adresse überreichen soll. Später ' wurde die dnrnclicbc Silzung aufgehoben, und die Kammer rcrwandcltr sich 111 einen geheimen Ausschuß.

(sgsicrn begann ein neuer Prozeß des L nx. Herr Van ck *11. Pins, dcr eracceur des Journals, und Kösela, der Druk- ; ker, sind der Verleumdung gegen den Oberst Lhonneux und die Z Offizirrc dcs ]itrn Rrserve-Regimrnts angeklagt, weil in einem “Zirrikrl dieses Blattes behauptet worden war, der leßte Sold- mg dicses Regiments sey auf Rechnung gestellt worden, ohne den Soldaten arisgrzahlr worden zu seyn. Herr Van den Plas wurde als Verfasser des fraglichen Artikels anerkannt und Herr Kdsela von der Anklage befreit. Der Erstere gab die Erklärung ab, daß der Sold nach seiner Ansicht nicht ausgezahlt worden

noch die Verwaltungs-Be- was Resultat des Prozesses

r*;drdr habe beschuldigen wollen. ist noch nicht bekannt.

Dem Vernehmen nach, hat General Dumoulin, Komman- dant der Festung Luxemburg, an alle Bürgermeister der zum 11rathischr1i Festungs-Rayon gehörigen Gemeinden ein Rund- 1c11reibrnr1'lasscn, worin er erklärt, daß er jede der von Strassen „ihnliche Acnßcrung (ohne Zweifel Aufpfianzen eines Freiheits- Baumcs mit den Belgischen Fahnen), als eine Verleßung des «1311; 11110 betrachten werde. Er erklärt die Bürgermeister per- sönlich fÜr dic Folgen der DRaßregeln, die er dann nehmen zu müssen glauben würde, verantwortlich. - Am 26. April ver- sammelten sich dieC'inwrhner von Strassen, um eine Bittschrifc 1111 die Rrpräsentantcn-Kammer zu unterzeichnen, worin sie ihre ?lnhänglichkeit an Belgien betheuern und gegen jede Trennung protesrircn. Mittlerweile brach eine Feuersbrunst in einem Theil des „Dorfes aus, wodurch 17 Wohnungen, Scheunen und Ställe eingeäschert wnrden. Auf diese Nachricht haben die Dcputirten Luxemburgs gleich eine Subscription eröffnet, die bald mit den Namen aller Mitglieder der Kammer bedeckt war.

Lütti-cl),;510.April. Der Courrier de la Meuse wi- derspricht der Nachricht von der Ankunft des Bischofs von Lüt- ticl) 1111 Schlosse ron Lacken. Herr van Bommel hat die hie- sige Stadt gar nicht verlassen.

Das genannte Blatt will auch wissen, daß in Strassen der Freiheitsbaum mit der dreifarbigen Fahne wieder aufge- pftanztwordenscy, doch ist dies wahrscheinlich eben so ungegrün- det, wie die gleichfalls vom „Courrier“ mitgetheilte abgeschmackte Nachricht, daß die am 2511911 d. von den Bundes-Truppen we ; genommeneFahne als Trophäe nach Berlin gesandt worden seJ?“

Schweden und Norwegen.

Christiania, 20. April. Die Norwegische Reichs-Zei- tung enthält folgende Königliche Resolution vom 11. April: „Se. Majestät heben hierdurch alle Verbote gegen den Ge- brauch der Norwegischen Handels; Flagge in gewissen Fahr- waisern auf, welche Verbote enthalten sind in Höchskihren gnä- digsien Resolutionen vom 17. Juli 1821, 11. Januar 1822 und 10. “September 1823, und welche Resolutionen zur Zeit durch unterthänigste Adressen und ausgedrückte Wünsche des Stor- things in den Jahren 1811 und 1815 bis 1810 veranlaßt wur- den, * so das; es den Norwegischen Handelsschiffen freistehen soll, sowohl jenseits Kap Finisrcrre, wie in allen anderen weiter gelegenen Fabrwassrrn, -- doch so lange diese Flagge nicht von den BarbareIken-Scaatrn anerkannt ist, auf eigene Gefahr für Be- lästigung odcr Airsbrinqung, - die durch Sr. Maj. gnädigfte Re- solution vorn“ 1T1.Zuii 1821 bestimmte Kauffahrtei-Flagge zu führen und zii branchrn, wobei es ebenfalls de11Norwegischen Schiffen, die es 1111111sc11011, gnädig]? erlaubt wird, ferner, unter Wahrx 1161111111115] der 111 dicser Hinsicht angeordneren Bestimmungen, die durch Köxiigl. Rcsolniion vom 14, Januar 1822 bestimmte Und anrrkannte Unions-Handelsfiagge zu benukzen.“ - Dieser Beschluß ist hier mir großem Jubel aufgenommen worden, die Sladr war theilweise illuminirc und im Theater wurde ein "111111013 gesrrochrn, patriotischen Inhalts, von dem die vier letz- rrn Verse eincn hrrzlichrn Dank an den König ausdrüiktrn. „Der Königl. Name war im Transparent anqebracht und von der nenen “Flazzgr Unigcbcn. Am Ende der Vorstellung ertönte cin Lebrhoch f:“:r den König, welches aiich nach drm Schauspiel 1111“ die neue Flagge und für einige Mitglieder des Storthing wiederholt Wurde.

D 11 11 e m a r k.

Koran [) «*igc11, 28. "Llpril. (Alt. Merk.) Ueber das Kri- 111i11alwrsen auf Islarid isi Uncerm 2,1.Za11uar d. I. eine Verordnöng crschirnrn, dercn Entwiirf mit den Provinzial- Srändrn fiir die Dänischen Insel-Stiste zuvor berathen isi, «1111911 sehr witnigrn Bemerkungen denselben Anlaß gab. Mit 131111 yaliptprinzip, Abschaffung der veralteter: Isländische" Straf- Z'Uelzr und drr im ?lllgcmei11;*11 beabsichtigten Ausdehnung des Oäntnhcn Strafrechts auf Island rinversi'anden, schlugen sir Wurlsäcblicl) nur in Betrrff einzelner Strafarten und der even- tlli'llrn Abhaltung der Kriminal-Koften einige Veränderungen vdr, die jcizi“ ami) in die Verordnung aufgenommen sind. Die

*Tinleiirxngswvrtc derselben lauren folgendermaßen: „Wir Fre; ' ““ ' der Besuch eines Mitgliedes unseres Kaiserhames zu Theil

1111? Di., König von Dänemark :r., tyimkund hiermit: So wie rsdnrchReséripr11011110.Fcbruar 17251 befohlen ist, daß allein Zs- landrorfallendrn I)?0rd1hatr11 und Entwendungen bestraftwerdrn 1011e1111achKö1iig Christians1".Nor1vegischem Grsrlz, das in Bezug (3111111911. Materie:: iibrreinsiimnu mit desselben Königs Däni- ÜÉWM («*.-521215 und drm imZahre 15115 konftrmirten sogenannten Yiorr-Dom, drssen im qcnannren Rrskript gedacht wird, als l'lticl' der wichtigsrrn besonderer: Isländischen Kriminal-Anord- WWW, die bis weiter in Kraft bleiben solle, durchspätere Ver; 1053111113211 abcr fass gänzlich abgeschafft ist, so hat es sich auch Kislmden, das; die Strafbcstimmungen drs Jons-Buchs, nament- M) dessen „?)Tannhelge“ und „Tyvebalks“ und anderer alten Tiskländischen Gesetze, so gut als ganz außer Gebrauch sind, und 4,1111; daneben ar. und für sich theils dunkel und unverständ- 1111), tlwils unrasirnd für die gegenwärtigen Verhältnisse, theils rnit „drn in jenem Lande für einige der wichtigsten Verbrechen )_e1'r1ts eingeführtenStrafgescich, wie auch mit dem gegenwär- "9 dort geltenden Rechtsverfahren nicht übereinstimmend sind; Z.?Lshßlb es denn, sowohl mit Rücksicht auf die innere Beschaf- "WM ]rner Gesekzr, als mir!) um der Ungrwißhcit, welche die

; gegenwärtige Rechts; Verfassung mit sich bringt, ein Ende zu machen, für Unsere lieben und treuen Uncerthanen auf Island e- sonders heilsam seyn wird, in vorgedachter Beziehung im Allgemeinen

511

des für Unser Reich Dänemark geltendenGeseßes und Rechts voll- ständig theilhafcig gemacht zu werden. Wir haben deshalb be- schlossen, die hier in Dänemark geltenden Strafgesetze auf Is.- land auszudehnen, jedoch mit einigen Ausnahmen und nähern Bestimmungen, welche die besondern Ver ältnisse dieses Landes ; erfordern. In Verbindung hiemit sind ir weiter darauf be- dacht gewesen in Beziehung auf das Strafverfahren, welches schon in Folge früherer erlassener Anordnungen nach den hier im Reich im Allgemeinen geltenden Geseßen auch auf Island

beobachtet wird, einiqe zweckmäßige Verbesserungen in den zur ' Zeit dort geltenden Regeln jedoch unter Beobachtung einzelner

besonderer für bemeldetes 'and gegebener Vorschriften, jekzt ein- zuführen. Nachdem Wir über dies das allerunrerthäni ste Be- denken Unserer getreuen Provinzialsiände für die Stif?r See-

land, F11hnen, Lolland-Falsker, wie auch für Island und die

Faröer eingeholt haben, gebieten und befehlen Wir allergnädigst wie folgt xc.“

Deutschland.

Hannover, 3. Mai. Die Hannoversche Zeitung theilt in ihrem heutigen Berichte über die Verhandlungen der allgemeinen Stände-Versammlung seit dem 20. Februar bis zum 7. April 1838 das Königliche Schreiben vom 28. Februar mit, welches sich auf die Errichtung von Privat-Kredit-Ansial- ten ur „Beförderung der Ablösung von Grundlasten beziehe. Da eibe lautet so: „Zur Abwendung der Gefa ren, womit Privat-Kredit-Anstalten zur Beförderung der “)bldsung von Grundlasken bedrohen, wenn sie lediglich der Willkür der Un- ternehmer überlassen bleiben, halten Wir geseLliche Vorschrif- ten für nothwendig. Wir lassen daher den Qntwurf zu sol- chen, nebst den zu dessen Begründung dienenden Bemerkun- gen, hierneben Unserer getreuen allgemeinen Stände zVer- sammlung zur reglementsmäßigen Berathung und Abgabe i res rathsamen Gutachtens darüber zugehen.“ In dem diesem

chreiben beigegebenen Entwurfe wird darauf angetragen, keine derartige Anstalt ohne Genehmigung des Ministeriums errich- ten zu lassen. In der ersten Kammer wurde der Geseß-Entwurf mit einigen Modificationen angenommen. Die zweite Kammer beschloß, die Berathung über diesen Gegenstand auszu eßen, bis die Regierung über die mit der vorigen ständischen ersamm- lung eingeleiteten Unterhandlungen wegen der Errichtung einer all emeinen Kredit-Anstalt Auskunft ert eilt habe"; Es "sind daFer zunächsi weitere Mitt eilungen der egierung zu erwarten.

- -- Leipzig, 4. ai. Zu den vielen hier bestehenden theils öffentlichen theils Privat - Anstalten, deren Zweck Linde- rung und Erleichterung der leidenden Menscheit ist, wird auch vom 21. Mai an eine Berathungs - Anstalt für Frauen in ge- burtshiilflichen Fällen und bei rein weiblichen Krankheiten kommen, Welche der um die Geburtshülfe durch Schrift und Rath vielfach bekannte br. Meißner hier mit seltener Bereit- willigkeit und Liebe für die Wissenschaft eröffnen wird. Jede

nisse die beliebtesten smd. Ueberhaupt ist für die Einholung

; fremder, so wie für die Versendung einheimischer Muster und '; Preis-Tarife an die bedeutenden Handelsplätze des Orients scho11 jeßt das Wichtigste geschehen, und die Mitwirkung kenntmßrei-

cher, vom wärmsten Eifer für das Interesse des Vaterlandes beseelter Männer, wie eines Ritter von Prokesch : Osten, del“ Konsuln zu Alexandrien, Syra :c. :c. dürfte diesen Einleitungen einen bleibenden Erfolg sichern, wozu überdies die Unternehmun- en des Oesterreichischen Lloyds und der Donau-Dampfschifffahrt Früher nie gekannte Hülfsmittel bieten.“

Spanien.

Madrid, 2, April. Es gelzlt hier das Gerücht, daß die

Zerren Ricardo in London und rdoin in Paris der hiesigen

egierung neue Anerbietungen zu einer Anleihe gemacht hätx ten. Bekanntlich haben dieselben Kapitalisten vor einigen Jah- ren die Anleihe unter dem Ministerium des Grafen von To- reno abgeschlossen. Es wird aber hier vielfach bezweifelt, daß die Anleihe Überhaupt zu Stande kommen würde, da die Sache in London so kalt aufgenommen worden. Einige Personen wol- len wissen, daß die Regierung Herrn Jose d'Ollabeniague nach Yaris senden werde, um neue Uncerhandlnngen wegen einer nleihe anzuknüpfen. Die hiesigen Blätter beschäftigen sich jetzt viel mit der Abreise des ananten Don Francisco de Paula und seiner Fa- milie nach Frankreich. Einige betrachten diese Reise als eine Verbannung ohne vorhergegangenes richterliches Verfahren, während andere es den Ministern zum Vorwurf machen, daß sie, ohne die Cortes zu fragen, dem Prin en die Erlaubniß er- theilt haben, das Land zu verlassen. ie Eskorte wird den Jnfanten bis Valladolid und der General Quiroga wird ihn bis an die Gränze von Ält-Castilien begleiten. Die Entlassung des Generals Flinter ist angenommen und die von ihm kommandirte Kolonne ist mit den Truppen des GeneralsxPardiüas vereinigt worden. Leßterer befand sich am 12. in Toledo und marschirte am folgenden Tage nach Sonseca.

Die Brigade des Generals Aspiroz hat den Befehl erhal- ten, nach der Sierra de Burgos zu marschiren , wo der Prie- ster Merino mit 800 Mann zu Fuß und 300 Mann Kavallerie umherzieht.

Man versichert jeßt, daß die Minen von Almaden durch die Karlisten gar nichtbeschädigt worden sind, und daß man dies dem General Flinter zu danken hat. Er befahl nämlich mit- telsk Telegraphen dem Gouverneur von Almaden , s1ch bei An- näherung der Karlisten hinter die Stadt zurücszJiehen; diese wurde nun freilich vom Feinde geplündert, allein e en dies ver- hinderte das beabsichtigte Zerstörungswerk der Minen, denn als die Karlisken fich eben nach den in einiger Entfernung von der Stadt belegenen Minen in Marsch setzen wollten, erschien der General Flinter, der nach einem kurzen Gefechte die Kar- listen völlig in die Flucht schlug und 500 Mann gefangen nahm. Nach einer andern Nachricht wären jedoch die Karlisten später noch einmal nach Almaden zurückgekehrt und hätten an jenen

ohne Anse en auf Rang und Stand, Wohnung in oder außer; halb der tadt, wird sich hier nicht nur Raths erholen, son- dern auch im Falle der Mittellofigkeit Hülfe und Heilmittel un- entgeltlich erhalten.

Nach der seit dem Zoll-Verbande möglich gewordenen Kon- trolle find gegenwärtig zur diesjährigen Zubilate-Messe, welche mit dem 10. Mai zu Ende geht, so viel Waaren hierher ge- bracht worden, wie noch. nie zuvor, Auch hört man im Allge- meinen mehr Klage als Lob über die Geschäfte der Messe, ob- gleich in einzelnen Artikeln, wie in Leder, Tuchen, rohen Häu- ren, selbst Luxussachen und Pelzwaaren, zum Theil bedeutender Absalz gewesen ist. Am lautesten klagen die Manufaktur-Waa- ren-Händler, die noch jetzt von den mißlichen überseeischen Kon- junkturen zu leiden scheinen.

Mir nächstem wird in Angelegenheiten der Leipzig ;Dres- dener Eisenbahn die Vollendung der Bahn bis an den Ein- schnitt vor Machern, was ungefähr U..., Stunden von hier ent- fernt ist, bekannt gemacht und somit solche in dieser Entfernung fahrbar werden. Ebenso wird auch in kurzem das Papiergeld nach Höhe einer halben ONillion Thaler kreirc werden, wobei die niedrigsten Scheine auf einen Thaler lauten sollen. Dies ist nur zu billigen, während das Gutachten der Kaufmannschaft, die Noten der bald ins Leben tretenden Bank nicht auf kleine, sondern mehr auf große Summen zu stellen, nicht all emein „Beifall zu erhalten scheint. Durch das tiefe Eingraben ei der Eisenbahn in Machern soll das Brunnenwasser dem Orte durch- gängig entzogen, und daher die Compagnie von den Grund- befikzern daselbst in Anspruch genommen werden. Die Summe, die als Entschädigung gefordert würde, soll nicht gering seyn, . doch wird sie verschieden angegeben, und der Schade am Ende wohl mit 3000 Rthlr. ersetzt werden können.

Oesterreich.

Wien, 1. Mai. Die Gräizer Zeitung enthält einen Bericht über einen Gewerbe-Verein, der sich in Gräiz für In- ner-Oesterreick) gebildet hat und der am 31. INärz d. J. seine rrsie Gencral-Versammlung hielt. Im Laufe dieses Berichts heißt es unterAnderm: „Die Reise zu der Heerschau in Wos- nesensk, die Rückkehr durch das Reich der Osmanen und das uns 111111 näher befreundete Griechenland benutzte der Durch- lauchtigsre Erzherzog Johann, um allenthalben den Stand der Industrie und die Möglichkeit zu erforschen, den einheimcscben Erzruqniffen selbst an den entferntesten Stapelpläßen jener Län- der Absenz zu verschaffen. Nicht das großartige Schauspiel kriegerischer Uebungen, nicht die cMühsale einer langen und ge:“ fahrvollrn Reise, nicht die Huldigungen des Orients, dem nie

ward, und der seiner hohen Bildung wie seinem liebreichen Br- uehmrn die gerechte Bewunderung zollte, konnten den Wohl- thäter unserer Heimathlande in dem Strcbrn beirren, diesem nützlich zu seyn. Dir. Dirrccion der Donau ; Dampfschifffahrt wurde für das Interesse der Vereins-Provinzen gewonnen; die Oesterr. Konsuln und Agenten in den Handelsstädcen Rußlands und der Türkei wurden über die Verhältnisse des Verkehrs" be- fragt; die Wiederaufnahme ehemaliger, so wie die Anknüpfung neuer kommer ieller Verbindungen sorgfältig bereichen, gleiche Sorgfalt der elebung des Waarentausches mic Griechenland und Aegypten gewidmet, die Ausskellung Jnner-Oesterreichischer Erzeugnisse zu Syra, Athen und Nauplia durch das Hand- lungshaus Faber eingeleitet. Von unberechenbarer Wichtig- keit ist die von Aegyptens Vice-König Mehmed Ali durch seinen »))?inister „Boghos Jussuff Bey abgegebene Zusicherung, bei Bestellungen vorzüglichen Bedacht auf die Produke Inner-Oester- WWSIFU nehmen, bereits verwirklicht durch Bestellungen auf meh- rere

Formen , welche bei den künftigen Abnehmern unserer Erzeug-

Bergwerken bedeutenden Schaden angerichtet.

Die von Basilio Garcia in Almaden zu Gefangenen ge- machten Soldaten sind ausgewechselt worden und am 14. in Toledo an ekommen.

Die arlistischen Anführer Cabanero undLespinaffc sind mit zwei fliegenden Kolonnen vollkommen Herren des Landes von Molina bis Cariüena, so wie der Sierra von Albaracin, während Cabrera den ganzen Norden von Valencia und Ara;

onien in seiner Gewalt hat und vier feste Plätze, Morelia, z“antavieja, Beni Carlo und San Mateo beselzc hält. Die Generale Oma und Borso di Carminari können nur 10 Ba- taillone und 800 Mann Kavallerie gegen ihn ins Feld stellen, indem die übrigen Truppen der Königin von Cabanero oder For- cadell in Schach gehalten werden.

Es ist hier ein Kom lott entdeckt worden, welches die Er- mordung des Generals fpartero zum Zweck hatte.

Am 18. wurde Herr Mendizabal, der in den gegen das „Eco del Comercio“ eingeleiteten ProÉeß verwickelt ist, vernom- men. Auf die ge en ihn erhobene )nklage, daß er Staats- Geheimnisse verd entlich: habe, erwiederte er, er habe mit sei; nen Kollegen beschlossen gehabt, die im Jahre [85.17 von Herrn Aguado gemachten Vorschläge zu einer Anleihe den Cortes vor: ulegen, und man könne ihn daher wegen Bekanntmachung der- ?elben keiner Veröffentlichung von _Staats-Geheimnissen beschul- digen. Man saqt, die jrizigen INinisier seyen deshalb so auf.: gebracht gegen Herrn Mendizabal, weil er durch die Mitthei- lung jener Vorschläge die Behauptung der Moderados, daß fick) kein Kapitalist dazu verstehen werde, den Liberalen oder Anar: chisten Geld zu leihen, Lügen gestraft habe. Wie es heißt, ist Herr Mendizabal unter polizeiliche Aufsicht gestellt und ihm un- tersagt worden, Madrid und dessen Vorstädte zu verlassen,

Die Verhaftung des Herrn Canseca, Herausgebers des „Caskellano“, hat hier um so größeres Aufsehen gemacht, da er in ein abgesondertes Gefängniß gesperrt worden ist und Niemand mit ihm sprechen darf, eine Strafe, die hier ganz ungewöhnlich ist und nur bei dem Verbrechen des Hochverraths angewendet wird. Herr Canseca diente während der leßten Belagerung von Bilbao als Grenadier in der dortigen Natio- nal-Garde und ist als ein guter Patriot bekannt.

Inland.

Berlin, 0. ONai. In den öffentlichen Blättern 111 der Inhalt der bei dem Pfarrer Binterim zu Bilk, bei Gelegen: heit einer anderweitig gegen denselben verhängten gerichtlichen Haussuchung, vorgefundenen Briefe des Kaplans Michelis, Ge- heim-Srcretairs des Herrn Erzbischofs von Köln, Gegrnskand der verschiedenartigsten Behauptungen geworden. Da "ck die Redaction im Stande sehr, den voüßändigrn Text dieser von dem Verfasser bereits anerkannten Briefe mitzutheilen, 1o glaubt Jie den Wünschen ihrer Leser durch nachstehenden wortgetreucn

bdruck derselben entgegenzukommen: Hochwürdiger Hochzuverehrender Herr!

Die Angelegenheit 11.379. Pater Schulten habe ich besorgt. Die Antwort auf Ihren so angenehmen Brief nächstens: Jelzc 2 Bitten. 1)W11ßten Sie mir eine kurze Charakteristik dcr Dekane unserer Diözese zu geben. «. Wie gesinnt ge rn Rom 13. gegen Cälibat und 0111119111 1111111111111 1111110818111. 7, Zn ATU“- sensch. - und thigk. - 2) Es kommt fürs Erste Alles dar- auf an, nach Cöln einige tüchtige Männer zu ziehen. Herr Laurent wird hoffentl. kommen, nur schade, daß in Cöln für ihn

_noch krine Pfarrei vakant isi. Wüßten sie einige jUnge in den .; Beziehungen gute Leute zu nennen, namentlich aus Belgien.

rtikel, so wie durch Einsendung von “Mustern in jenen k Es_wäre (11:11 1111111111 111191“ 110.2) uns eine große Freude, einiqe , Jeniiten heremzuschmuggeln. Wüßtcn Sie Einige, die de11rsch