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drückt finden würden, wie die katholischen, so werde gemeinsa- mes Leiden die gemeinsame Sehnsucht nach einem eigenen Jr- ländischen Parlamente in ihnen erwecken. Auch daiin stimmten Lord Castlereagh und O'Connell im Unterhause überein, daß sie ihre einzige Hoffnung noch auf das Oberhaus seßten, beiO'Con- n_ell gewiß ein seltener Fall; nur freilich gingen Beide in dieser Hoffnung von eiiiem anderen Gesichtspunkte aus: Lord Castle- reagk) davon, da]; alle schlechte '))?aßre ein im Oberhause schei- terten oder wenigstens zu erträglichen eseßen umgestaltet wür- den; O'Connell davon, daß das Oberhaus überhaupt Alles ver- werfe, was ich auerland beziehe. In diesem Falle aber könnte sich Herr O' onnell in dieser Erwartung doch getäuschthaben; das Oberhaus wird schwerlick), um ein zweideutiges Lob von Seiten des Agitators einzuärndten, die ganze Maßregei verwerfen, weil einige Bestimmungen derselben vielleicht nicht ganz zweck; Mäßig sind, oder weil für's erste dem Grundbesitz in Irland dadurch eine größere Last aufgebürdet wird; und die ministe- xicllen Blätter haben gewiß Recht, wenn sie bei der zweiten Le- xung eine Majorität für die Bill erwarten. Man darf dies schon deshalb mit ziemlicher Gewiß' eit voraussehen, weil im Yntei'hause Sir R. Peel und Lord tanley und mit ihnen fast sämmtliche En lische Konservative ftir die Maßregel gestimmt haben, indem Jie selbst keine bessere vorzuschlagen wußten, irgend ein Armen-Geseß aber für die Sicherheit des Eigenthums in „Irland allgemein für nothwendig anerkannt worden ist. Auch der Tory Graf Wicklow erklärte dieser Tage im Oberhause, daß er aus diesem Grunde die zweite Lesung der Bill unter- iiüßen werde, und die heftige Opposition geht in beiden Häu- sern eigentlich nur von Jrländern aus, wiewohl guck) von diesen einige ange chene Männer, wie Lord Clements, Herr Bellew und“:='-5Herr W. Roche, im Unterhause bei der dritten Lesung mit den Ministern gestimmt haben. Nun wurde freilich von Lord Castlereagh der Vorwurf erho- ben, die Bill solle den Jrländern durch eine Englische Majo- ricäc aufgedrungcn werden, ohne daß man ihre Details und ihre Folgen gehörig erwogen habe. Der leßteren Behauptung kynnten die Minister mit gutem Fug widersprechen, denn die „Hälfte der Maßregel war schon im vorigen Jahre im Aus- schusse erörtert worden, und in diesem Jahre wurde sie von neuem auf allen ihren Stationen weicläuftig und genau disku- tirt, so das; vielleicht seit der Reform-Bill selten eine Maßregel, mit Ausnahme der Englischen Armen-Bill, in so sorgfältige Er- wägung gezogen worden ist, wie diese. Wenn aber auf die an- dere Behauptung des Lord Castlereagh ministeriellerseits auch entgegnet wurde, daß bei der zweiten Lesung 56 Jrländische Mitglieder für und nur 16 gegen die Maßregel geskimmt hät- ten , und daß unter 25 Abstimmungen im Ausschusse nur 8 gegen das Ministerium ausgefallen seven, so könnte doch gegen die 17 Abstimmungen, die im Ausschusse zu Gunsten der Bill ausfielen , immer wieder dieselbe Behauptung geltend ge- macht werden , daß die Englischen Mitglieder dabei den Aus- schlag gegeben hätten, und so viel ist nach den veröffentlichten Stimmlisten gewiß, daß die Minorität der 59 bei der dritten Abstimmung fast nur aus Jrländischen Mitgliedern bestand. Ein Anderes aber ist es, ob diese Mitglieder den Umstand, daß sie einer Englischen Majorität unterlegen seyen, zum Grund einer Be chwcrde machen können. Wo einmal nach bloßer Mehr- za ider timmenentschiedenwird,da kannauch daanteresse einer be onderenKlasse, wenn diesesich indernumerischen Minorität e en die Gesammtzahl der Mitstimmenden befindet, sich gegen die Uge er- macht nicht geltend machen. Freilich wird diese Majorität, wenn sie_nicht geradezu deZpotisck) verfaßren will, zu bedenken aben, ob die von ihr durch eseizte Ma regel nicht eine völlige lugerechtigkeit gegen die inorität ist, die von Seiten der lehreren ei enmächtige Hülfe zur Folge haben könnte. Im vor- liegender: Jail scheint aber das Englische Ministerium wirklich überzeugt zu seyn, daß seine Maßregel für Irland heilsam seyn und nicht die von ihren Gegnern prophZeite Unzufriedenheit verursachen werde; vielleicht hält es selbst 'Conne 's Eifer e- gen die Bill nicht für so ernstlich, als der äußere n- i'chein glauben lassen möchte, und in dieser Vermuthung könnte es fich wohl durch den Umstand bestärkt fühlen, daß dieser das Irländische Volk bisher nicht gerade bedeutend zum-Widerskande egen das demselben zugedachte neue Armen-Geseh aufgeregt hat. nd wenn behauptet wird, daß alle Einwohner- Klaisen Irland's sich gegen die Maßregel auche§rochen hätten, so entgegnen die Minister, daß gerade diejeni e lasse, zu deren Gunsten die Bill berechnet sey, die Armen n mlich, keine Mit- tel 1[K_abe, um ihre Wünsche auszudrüoken; aber selbst wenn diese Kia e auch nicht ganz mit der Maßregel zufrieden wäre, mei- nen sie, so wiirde dies sich sehr natürlich daraus erklären lassen daß die Hülfsbedürfcigen immer eine noch ausgedehn- tere Hülfe fordern würden, als man ihnen gewähren könne, wogegen andererseits denen, die zu der Hülse beisteuern sollten, also den Gutsherren und Pächtern, auch die gewährte Hülfe schon als zu ausgedehnt, schon als eine zu große Last erscheine. Beide Parteien ganz zufriedenzustellen, würde daher keiner Verwal- tung möglich seyn, und man müsse fich damit begnügen, zu thun, was man für das Angemessenske halte, um einem anerkannten Uebel abzuhelfen; die freiwilligen Unterstützungen und die Pri- vat-Wohlthätigkeits-Anskalten s eyen für eine Anzahl von 2,300,000 Arme nicht ausreichend; auch die Beförderung der Auswande- rung und die Veranstaltung öffentlicher Arbeiten , um den Ar- men Beschäftigung zu geben, würden für eine solche Menge von Hülfsbedürfti en nicht genügen; es sey also durchaus nothwendig, daß durch rmensteuern für die nothieidende Klasse ge- sorgt und daß die Art der Unterstützung durch ein Geseß geordnet und von der Regierung beaufüchtigt werde. Was nun die Einwendungen gegen den ministeriellen Plan betrifft, so sind dieselben hauptsächlich gegen zwei Punkte qurichtet, ge en die Arbeitshäustr und gegen die Armen- erwaltung. n ersteren will man eine Zwangs-An- stalt erblicken, und lehtere findet man so kostspielig, daß sie dem Lande theurer zu stehen kommen würde, als die Armen selbst. Einige meinen, man hätte zwei verschiedene Maßregeln vor- schlagen sollen: die eine ur Unterstühung der Arbeitsunfähigen, die andere ur Beschäétigung der Arbeitsfähigen; in keinem Falle aber Zäcte man die Unterstützun auf die Arbeitshäuser beschränken, sondern sie auch außerJalb derselben ertheiien sollen. Andere richten ihre Angriffe besonders gegen die Masse des Beamten-Personals, welches ur Ausführung der Maßregel erforderlich seyn und mit dem an der Arbeitshäu- ser zusammen dem Lande ungeheure Summen kosten würde. Dabei wird geradelt, daß der Ober-Armen-Kommission in Lon- don, dt? auch für Irland mit fungiren soll, so große, den Orts-Armen-Vorstéhern aber so geringe Vollmachten eingeräumt werden "sollten. Vdn O'Connell wurde besonders auch gerügt, daß man die Geistlichen ganz von der Armen-Verwaltungaus- schließen.wdlle, obgietch gerade in dieser Function protestantische und katholische Geistliche sich gern die Hand gereicht haben
* in dieser Sitzung starken Wider
? den-
550
' würden. Ferner macht mein bemerklich, daß 100 Arbeit!! äuser
viel zu wenig für die Zahl der Hülftbedürftigen seyn w rden. Endlich isi ein Haupteinwand, daß Irland , welches an dem Zehnten schon so schwer zu tragen habe, die neue ihm aufzu- bürdende Last nicht werde erschwingen können. Deshalb verlang- ten namentlich Herr Shiel im Unterhause und der Marquis von Clanricarde im Oberhause, daß erst die Zehnten-Sache erledigtwer- den müßte, ehe man an die Armen: Sache gehen könne; abe die Tory - Partei im vorigen „Jahre die Munizipal - Rejhorm von der Reform des Armenwesens abhängig machen wollen, um durch die Armen-Taxe einen Maßstab für die Qualification der städtischen Wählerschaft zu erhalten, so sey noch viel mehr
' Grund vorhanden, erst ab uwarten, welche Erleichterung dem
Lande durch die Zehnten- ill werde gewährt werden, ehe man demselben eine neue Last aufbürde. Die Minister ihrerseits machen zum Hauptempfehiungsgrunde- ihrer Armen-Bill, daß dieselbe die Armen veranlassen werde, Beschäftigung zu suchen, um nicht genöthiqt zu seyn, in Arbeitshäusern Fre Zuflucht zu nehmen,-die Reichen aber,fÜrBeschäftigung der rmen zu sor- gen, um nichegenöthigc zu seyn,höhere Armensteuern u entrichten. Wenn nun aber auch wahrscheinlicher Weise dies rgument im Oberhause durchdringen dürfte, so ist doch zu erwarten, daß die Maßregel im Ausschusse desselben noch ein läuterndes Fegefeuer, wie Lord Qasilereagh sich ausdrückte, zu passiven haben wird. Mit den zu erwartenden Abänderungen in ihren Details muß sie dann natürlich noch einmal an's Unterhaus zurückkeh- ren, und da die Lords voi' Erledigung dieser Bill nicht an die Jrländische Munizipal-Reform gehen wollen, so isi für die [eß- tere auch in dieser Session wieder wenig Ausficht vorhanden.
23 e l g i e n.
Brus s el, 10. Mai. Man erwartete gestern die Rückkehr des Königs vom Schlosse Ardenne.
In der gestrigen Sitzung der Repräsentanten-Kammer uh- ren die Herren Gendebien, Verhaegen und De Puydt ort, die vorgeschlagene Ausführung der Eisenbahnen durch den Staat einer strengen Kritik zu unterwerfen. Sie nahmen Zif- fern und Thatsachen zur Hülfe, um den erthum der Gegner der Privat-Konzesfionen recht deutlich hervorzuheben. Die pro- jektirte Anlegung neuer Eisenbaßnen durch die Regierung hat
and gefunden. Herr Abbé de Foere bewies, daß die National-Eisenbahn von keinem größeren Nußen für das Land seyn könne, so lange Belgien nicht eine Handels-Marine bcsäße. Der Minister der öffentlichen Arbei- ten suchte so viel wie möglich jedes tiefere Eingehen auf diesen Gegenstand zu vermeiden und versprach in einem künftigen Be- richte, weitere Auskunft zu ertbeilen.
Der Angabe, daß Herr Rogier mit politischen Auf- trägen nach Paris gereist sey, wird jetzt von unseren Blättern widersprochcn.
Gegenwärtig zählt man in Belgien 333 geistliche Stiftun- gen , worunter s? 42 für Männer und 291 für Frauen befin-
Nach den irchspielen sind dieselben auf folgende Weise vertheilt: 86 in Mecheln; 65 in Gent; 25 in Lüttich; 12 in Namur; 50 in Touruai (Doornick); 95 in Brüg e. Von die- sen 333 Stiftungen beschäftigen sich 121 mit der ranken flege, 138 mit dem Unterricht, 70 haben einen beschaulichen Zweck, eine ist ür Missionen und 3 sind zum Predigen beÉiimmt. Die- jenigen erbrüderungen, Welche ein beschauliches eben führen, zählen selten mehr als zehn Mitglieder. Auf das Kirchspiel Mecheln kommt mehr als die-i-Hälste derselben; in Tournai findet sich nur eine dieser Art ynd in Namur keine einzige.
Hiesige Blätter enthalten «ein Schreiben aus Sittard, worin im Namen der dorti en Einwohner gegen jede Theilnahme an den Umtrieben, die sigch der berüchtigte Buchdrucker Alberts er- laubt hat, protesiirt wird. Es ist, heißt es in diesem Schwi- ben, allzusehr im Interesse der Stadt, sich mit dem benachbar- ten Preußen in gutem Vernehmen zu erhalten, als daß die Einwohner zu den Handlungen des genannten Buchdruckers be-
hülflich seyn sollten. Schweden und Norwegen.
Stockholm, 26. April. (Leipz. A. 3.) „In der Schwe- dischen Posi-Verwaltung, welche jest von dem General v. Pey- ron verseJn wird , haben in den lehren Jahren mehrere we- sentliche erbesserun en stattgefunden. Im vorigen Jahre sind in Schweden drei illionen Briefe, oder beinahe 160,000 mehr als im Jahre 1836 befördert worden , und ungeachtet aus dem Ertrage der Posr-C'innahme ein schönes neues Dampfschiff von 70 Pferdekrafc für Fahrten zwischen Ystad und Greifswald er- baut worden, ist doch noch ein Ueberschuß vorhanden. Im Jahre 1830 kostete die Pferdemiethe 30,000 Rthlr. , im Jahre 1837 dagegen 90,000 Rthlr. Die Länge der Postwege betrug jetzt 263,000 Schwedische Meilen oder 82,650 mehr als vor ehn Jahren; 17 neue Posi-Comtoirs sind eingerichtet. Im
ahre 1828 erforderte die Beförderung eines Briefes von den südlichen Gränzpunkten Malmö oder Helsingborg bis zum nördli- chen Gränzpun te Haaparanda,mit Einschluß der zur Beantwortung ndthigenZeit,35Ta e; je tkann dieses in21Tagen geschehen. Mit der Schnellpost zwi chen tockholm und Gothenburg, und Stock- ,holm und Cyriftiania , werden Briefe und Antworten auf die- elbenin 6' ;, Tagen befördert. Mit der auswärtigen Post über Greifswald oder Ystad Yelangen die Briefe von Ham- burg nach Stockholm in 5'/2 agen und von Paris in 12 Ta- en , oder einen Tag früher, als wenn beide durch die Däni- chen Staaten befördert werden. Briefe von Berlin na Stock; holm über Greifswald kommen in 4 Tagen und 19 kunden an, aber Wenn dieselben über Hamburg und Dänemark gehen, in 9 Tagen. In den nördlichen Theilen Schwedens bestehen sehr nüßiiche Post ; Communicationen zwischen Oesiersund und Drontheim, Luleä und Fockmochs Lappmark, Neder-Kalix und Gellivara, sowie zwischen Haaparanda Pajola und Maunu an der Norwegischen Gränze. Auf allen Uferpunkten der Kanäle und Landseen, welche von Dampfschiffen befahren werden, kön- nen Briefe nach Stockholm bestellt werden.
D e u t s ck 1 a n d.
-- -- LeipziZÜM' Mai. Der Vorläufer der jedeSmali- gen Buchhändler; esse hier der Bücher-Meß-Katalog, ist eingetroffen und somit der Buchhändler-Markt eröffnet wor- den, zu welchem sich sehr viele auswärtige Interessenten eingefunden haben. Der Wcidmannschen Buchandlun , bei welcher jenes Verzeichniß erscheint, gebührt des..Dan aller Gelehrten und der buchhändlerischen Kollegen, damit die An- fertigun desselben dem als tüchti en und fleißigen Bibliogra- phen be annten Otto August Schuz übertragen hat, welcher der Ylehrten und buchhändlerischen- Welt durch Be ründung und
edaction des Börsenblattes des Deutschen Bu handels 1834, durch Bearbeitung von'Heinsius' Büchet_'-Lexikon , aus 8 Bän- den bestehend, die in kurzem vollendet smd , und durch Abfas-
sun der den Buch andel und VerWandtes betreffenden - * jn & ?al-Lexikon der Handels-Wiffenschaften Am '“ , , , Ver eichnjß au lich und innerlich verbessert geliefert, wre die ober ächlichsteV “
früheren Iahrgän en darthut; dahin 9,5 erichtigung der Ueberschriten der Abtheilung",u Verweisung der Landkarten ans Ende, die vollständige '“ der Preise, so weit es möglich war, das Hinüberzjehe ** AUSgaben „sämmtlicher Werke“ solcher Schriftsteller, die .. Romane geliefert haben,.aus der Abtheilung für lehtere ino Haupt-AlphabctDund bejondere Sorgfalt auf Anordnung, Kw
cheibe's Univer sam bekannt ist. Die neue Reduction hat das
gleichunY3mit den ren die
rektur u. dgl-
er Katachzählt nun, wenn der als fertig angezeigten
erschienen sind.
57 auf Reimer, 56 auf Manz in Regens urg 47 auf Arnold, 43 auf Brockhaus kommen u.
sämmtlichen Schriften nach den Staaten Deutschlands ein. theilt, Preußen 1052 (auf Berlin allein 432), Königreich S. : sen 789 (Leipzig allein 707), Bayern 439, Württemberg * (Stuttgart 203) und Oesterreich 225 (Wien allein 136) da
geiiefer .
feiert hat, ist von der icstgen Zrätulztoria, als deren nannt wird, und von dem Hofrath Professor nel, der, ein Schüler Hugo's und 45
und ohne Unfall von Statten gegangen.
diesem Tage.
der Bahn von 1)
machen, wurden von allen Anwesenden bewundert.
In dem heute Morgen stattgefundenen
war der Saal nicht sehr gefüllt, da eine General; ersamm un!“ der Buch ändler auf der Börse, sowie die Meßgeschäfre un iners die Musik-Liebhaber vom Besuche dieses Kon- zerts abgehalten hatte, doch ist eine nichtunbedeutendeSumm
mehrere
(nahe an 400 Rthlr.) eingekommen.
Auch hier haben wir, wenn schon nicht in dem Gradewi- zu Dresden und Berlin, einen auffallenden Wechsel in der Wii- Am 9ten d. Vormittags stand da Thermometer auf 19“ und nach zweimal 24 Stunden des Mor gens kaum über dem Eispunkt, so daß in der Nacht vom ]
terung erfahren müssen.
zum11. Mai die meisten Gartenfrüchte, die
ein großer Theil der Baumblüt en erfroren sind. ufr bis jeßt keinen nachthe" lgjen Einfluß auf den Gesund eitszuskand der Stadt und Umg
oche sind in ersterer- 27 Person beerdigt worden , auch hat sich die neulich geäußerte Befü tung, daß Entz ndungen, ja sogar Faulfieber ,
hat dieser schnelle Wechsel der ung gehabt (in der letzten
ansteckend sich gezeigt hätten, nicht bestätigt.
München, 10. Mai. daß der (in Nr. 131. der Staats-Zeitun
liche Stiftungs-Brief einer Hülfs-Kasse f r jeden der acht Bay! rischen Kreise bereits unterm 6. Juli 1828 erlassen und jehtnu von neuem in Erinnerung gebracht worden sey. , iesige 'Korrespon'dem schreibt vom Main, 9. Mai: „Der o geräuschvoll und krie lustig in Aufwallung gerathene Belgische „Patriotismus“ sin an, sich abzukühlen, und wird in den ersten Tagen völlige?) Wie kann es auch anders seyn! egierun War und ist nicht zu bewegen, Versprechu erritorialfrage) zu machen, die sie nich
Nürnberg, 12. Mai. Der
Befinnun kommen. Belgische gen (bezüglich der ten kann, denn selbst das Engli che Kabinet, hat König Leopold mit klaren
rung. gane die Besorgniß aus, da
Belgiens gefährden müßten. Dadurch würde
sche Regierung am meisten kompromittirt werden, und da“" * dieses in dem Augenblick, wo die Arbeiten der Londonedkon“
ferenz wieder ihren Anfang nehmen sollen, nur
Nachtheil seyn kann, so ist zu erWarten, daß sie die innere R19 "Z“» Belgiens aufrecht ku erhalten wissen werde. Besondere Nai
sprechen sich bis jetzt wenigstens auch beruhigend über diesen Punkt aus, und von einer etwaig Verstärkung der Bundes-Besaßung der Festung Luxembuk von welcher Manche schon geträumt, isk vorerst auch durxhau keine Rede. Die Stärke der jeßigen reicht hin, die' Belgkßh „Patrioten“ vom Deutschen Gebiet zu halten.“ -
Frankfurt a. M., 11. Mai. .Das-Konzert, welchss h“ kürzlich unter Leitung des Kapellmeisters Guhr-zum
richten aus Brüsse
Abgebrannten in Wexiö und der durch die
hat die Summe von 1888 Fl. neu 424 Fl. 17 Kr. für Kosten abZingen. tragesnd Zwei Drittel, nämlich 9 ßischen Ge
und Rhein egenden , und ein Drittel, nämlich Königl. S wedischen, General-Konsul , Herrn Beförderung nach Wexiö übergeben worden.
riften berücksichtigt, an B und Broschüren, wissenschaftlich": und vermischten „Inhalts„zY3 in ausländischen Sprachen 419, an Romanen 1 tischen Schriften 4], so wie an Land; und HimmelskartW Nummern,zusammen3951Schriften, wovon 305 im Ausland. die übrigen in Deutschland ( die Schweiz, Ungarn und die ne“ Deutschen „Bunde ehörenden Staaten Preußens dazu gemi).nr
Zur ganzen Anzahl haben 519 Verleger bci“ tragen (darunter 96 auf Reihel in Kopenßagen, 67 auf B.
aubold's, große Verdien um die Literatur des Römischen Rechts und dessen Geschichceß. erworben hat, eine eigene Druckschrift dem Jubilar zageseno worden , die zugleich als Probe der von dem dankbarenu gelehrten Schüler des Zubel-Doktors seit längerer Zeit vorbe- rejtecen Ausgabe der hex Romana sizigotlmrnm dienen soll. '
Die bis Machern, einem in angenehmer Gegend gelegene“ Rittergut an der Straße nach Dresden, 4'/2 Stunde von ier“ entfernt, am 11. Mai eröffnete Dampfwa enfahrt isi giti li. _ ie erste Probefahr. wurde am frühen Morgen mit der Lokomotive und 2 Wage. (. in 20 Minuten zurückgelegt, die eigentliche große Fahrt Mix.; tags von dem Direktorium, dem Ausschusse , den eingeladene.“ Behörden und anwesenden ausgezeichneten Fremden , darum ; der Geheime Rath von Wierersheim von DreSden, unternomci men, die sich zu einem heiteren Mahle in Machern vereinigen. und im Ganzen bxtrug der Personen-Transporc gegen 1500 ax“; DW großartigewWerke at11DUkchschnikkertelbar die Stimmenzähler anzuerkennen, welche die Macht- Machern, welche bald vollendet sind, und somit die Fahrbarkci ier aus bis an die Mulde und Elbe mögli.“ der Versammlung den Antrag vor; die Hände der rechten
Bayerische Blätter bemerk
b edruckte Kön“ (, a g ) ' .chwyz, konnten nur in gcschlossenen Schaaren den Rüchweg
orten zu verske en gegeb daß der Traktat vom 15. November zur Ausf hrung ko men müsse; in Deutschland belächelt man die Aufwaliungb“ Wallonischen PatriotiSmus, und selbst in Frankreich findend- Wortführer der neuen Belgischen Agitation keine Aufmun“ Unter solchen Umständen sprechen selbst Belgischeéx
ß der aufgereizte Pöbel leichkzi Handlungen verleitet werden könne, welche die innere Ru,
7 Kr. brutto elie'ert vond
Bot? detfn MUL“ 6 Fl. an den Köni andten beim Deutschen Bundesm e, Herrn Emde von Schöler, zur Beförderung an die Bedür tigen in denO
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Bei Gelegenheit des 50jährigen Doktor-Zubiläums, „.? ches der um die Ausbildung und das Studium des Römis.
Rechts hochverdiente Gustav Hu 0 zu Göttingen, kürzlich.- urisken ; Fakultät eine “12.1... erfasser der ])1'. Adolph Schilling
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viel Wahrscheinlichkeic darauf rechnen konnten, die höchst?" iii :? Aemter,
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eine schöne Heldcngesralt.
“zweite Frage, ob die Stimmenzähler anzuerkennen seyen, zeigte noch entschiedener die Ueberzahl dcr Klauenmänner; da erhob
en, beschneiten Berg nach Einsiedeln, Andere, die den Weg
*on den Wankendcn Gewalthabern dieser LandfriedenSbruch für
gik!
““ eIehren wird.
Besen d" Ueberschwemtm“;1 Bedrängten in den Oder- und R eingegenden veranstaltet wur
Schweiz,
ürcher Zeitung und der Schwäbische Merkur Nachrichten von unruhigen Vorgängen im 1 Nachstehendes sind einige Auszüge der be-
Die I bringen ausführliche Kanton S ck w 9 z.
nden Artikel: "eff? Schrot) 7. Mai. Gestern wurde Landes-Gemeinde
[„im/“Dorfe JLothenthurm gehalten. Das Wetter, hell und warm, begünstigte den Tag ungemein, und selbst aus den entfernteren Ortschaften strömte, durch Geläute und Schüsse emahnk- von früh an eine Menge Volks, neben den stimm- Männern auch Knaben, Weiber und Mädchen, nach bUkM; selbst Fremde fanden sich zahlreich ein. Die
ng war für das ,Land sehr wichtig, weil die Li- beralen in der leßten Zeit sich so verstärkt hatten, daß sie mit das des Landammanns, des Statthalters und Seckel- m'c Männerzi ihrer Ansicht zu besetzen. Die bis- haber der Gclvalt hatten dagegen Alles gethan, diese und man sagt laut, das Kloster (Einsiedeln)
meisters »“ herigen In fick) zu erhalten, . _ „ _, '
sie so unterstußt, dax; sie eme Menge Stimmen, zum
Nose“ thcuer genug, erkqufc haben. Die “Frage, wodurch die Liberalen ihre Partei verstärkt sahen, ist die über „die Benüßun der ungeheuren Allmxnd, von der bis jetzt nur die eichcn Gewmn ichen, Wahrend die Axmen die kein Vici) dahin zu treiben ha en, leer aySgehen. Die „ ornmän- „er“, d. h. die Reichen und ihre Klienten, wollen nun bei der
um einen Gegensakz zu h_aben, nennt man die Armen smd ihre Gönner, Welche gleichmäßige Vertheilung _des Allmend-Gewin- nes wollen, „Klauenmännch“; die Gemäßigten , Vermittelnden endiich, mit einem doppcliinnigen Ausdruck „Schwänzler.“ Außerhalb Rothenthurms isi an der Landstraße, die nach Ein- siedeln odcr Zürich führt, der Landsgemeindeplaß, eine ebene Matte, von einer Bucht des Berges amphitheatralisch umschlos- sen. Auf der Matte War der Ring für die 6-7000 Stimmen- den abgesteckt, an einem Ende desselben, dem Abhange gegen- über, das Gerüst aufgeschiagen, Wo die Behörden saßen, unter ihnen der Landammans-Kandidat der Hornmänner, Ab Yberg,
Die beiden Parteien hatten sich so geordnet, daß eine grade Linie, von der Treppe des Gerüstes gegen den Abhang gezogen, sie schied. Landamman Holdener er- öffnete die Versammlung nach dem Herkommcn mit Rede und Gebet; als er dann mit den zum Voraus angekündigten Ge- genständen beginnen WoUte, unterbrach ihn Einer seiner Partei mit dem Antrags, daß man bei einer Strafe von 400 Franken die Fremden aus dem Riuge weisen solle. Die Liberalen woll- ten das_als etwas Natürliches den Behörden überlassen, theils mä die Berathung nicht bis in den Abend hinauszuziehen, der gerade von ihren Anhänger:: uns den äußern Be irken viele zy-gehcn gcndthigc hätte, theils um nicht zum oraus mit-
haber, die Gefährlichkeit der Versammlung erkennend, unbe- fugt schon ernannt hatten. Der Landamman legte aber doch
Seite, der Hornmänner, wirbelten hoch in der Lust und Iauchzen ertönte, doch schien es allen Unparteiischen, fie scyen in der Minderheit. Schon hier gab sich die Wichtig- keii'der“ Sti-mnenzähler kund; sie entschieden sich für die Hbrnmänner und die Fremden mußten aus dem Kreise. Die
sich sofort Streit an der GränZLe beider Parteien, Prügel, zum Theil keulenähnléch und mir ägeln beschlagen, wurden ge- schwungen, und die Hornmänner behielten nach kurzem, hefti- em Kampfe .das Feld, ihre Gegner flohen, zum Theil mit. teinwürfen verfolgt und sich wehrend; auch mehrere Pistolen- schüsse fielen. Einmal entfesselt, wandte fick) die Wuth auch gegen die Liberalen anf dem Gerüst, das daher von der .Be- hörde rasch verlaffcn, von den Wüthenden zum Behuf des Dreinschlagens großenthcils niedergerissen Ward. Selbst die Zuschauer waren nicht sicher; viele wandten sich über den rau-
urcl) die empörte Menge wagten, wurden mit Stein- ürfen verfolgt. Diejenigen Klauenmänner, die nicht dem sten des Kantons angehörten, die von Gersau, Küßnacht,
“urch dieFeinde antreten; Nazay Reding, ihr Kandidat zur _dammanstelle, flo!) zu seinen Freunden nacb Einsiedeln; es . leb, er sey zum Tode. bestimmt gewesen, wenn seine Wahl urchgegangen wäre. Mehrere sind schwer verwundet; man praci) yon gebrochenen Gliedern, selbst von einigen in Folge Ex Mtßhatzdlung Gestorbcnen, wie denn auch hier der Bürger- r199'c1l1e ieine Furchtbarkeit entfaltet hatte. Die Meisten chlugen unbarmherzig und unausgeselzt nach den Köpfen, bis as Opfer zusammenscürzte. Der ganze Eindruck War der, daß
en Fall ungünstiger Aussichten abgekartet gewesen sey; es ist aum an der Angabe zu zweifeln, daß von der Bühne das Zei- n zum Zuschlagen gegeben ward, und sicher fte t, daß die ebenen Muotcathaler mit dicken Prügeln , dem eseß zuwi- er, den Plak; betreten hatten. Die Gegner, unvor ereitet, nbew)affne„c_, unterlagen trotz ihrer Ueberzahl; die anwesen- ., J"Uk“lk'jsger, so wie der Landamman, der das rothe “cl)wert im wenig in die Höhe hob, schritten nur schein- „ar eni. „Alles verlief sich; die Anarchie ist proklamirt und an 5"? fl'keditckY ?[usgleichung läßt sich nicht denken. Das Ein- 1I?, Was iibrig bleibt, ist wieder eidgenössische Einmischung“, .. "“,? auch, von den zerstreuten Klauenmännern laut als nothwen- » '*3 berchnet1vurdd Schwerlich wollten die Häupter der sieg- kjkchen Partei die Sache so weit treiben; es hätte ihnen ge- ist, „dUl'ch den Angriff die Zahl der Klauenmänner verrin ert JW ßes) so die Mehrheit für die Wahlen gesichert zu ha en, er sie wuxden der] losgelasscnen Kampfiust nicht mehr Meister. by"? kann ihnen nicht angenehm seyn, weil das öffentliche Ur- is slch nun entschieden gegen diese schreiende Verlesung des eekzcs erklären und ein Einschreiten von Seiten des Bundes och d' Dori Mönchen zu Einsiedeln wurden Abends in :e Fenster auf einer Seite des großen Kloßer-Gebäudes bguesvßkfen und das Volk war schwer von noch Schlimmerem rénktngen. „ Syptiinde Klosterknechte hatten den kochenden usberchdZTbimck tC'mTJiedsitiwüberxoieFendZZi2 Kiauenmänner zum "a ; cn ie en e . '
Mptschutd bei.“)/ 3 sp it en önchen messen fie die ot'éanthyz, 7- Mai. Die gestrige Lands-Gemeinde am tnman l)mm wurde durch den „im AuStritt befindlichen Land- s d? Foldetzer er-öffnxet. Dieser versprach zwar zum vor- 'beé v:* .Do-lk "icht mri einer langen Rede zu belästi en, konnte 1 loben, Waruen und Bitten beinahe ni t zu Ende
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wollte, wurde er vom großen Müller und .Kantonirath Wii:! (einem Hornmanne) unterbrochen, der bemerkte, er hätte, bevor zur Behandlung der aus dem Gemeindibogen verzeichneten Ge- genstände geschritten würde zwei höchß wichtige Anträge 1: stellen. Erstens solle jeder Fremde, unter namentlicher Bezei * nung der Züricher, Luzern:: und St. Galler, sich von den Schranken der Landes-Gemeinde ferne halten, und war bei 400 Fr. Buße; wer nicht bezahlen könne, solle am Lei e- straft werden. Zweitens sone kein Kantoni-Bürger ei Kriminalstrafe beide Hände aufhalten. Ungeachtet Je- dermann darüber einig war , daß weder ein Fremder sich in die Schwyzerischen Angele enheiten E mischen habe, noch ein Bär er mit beiden den sein timmrnhi ausüben dürfe, daß 4 er sowohl das : ne als das andere schon in der Verfassun enthalten sey, und daher die Fehlbaren o ne weitere Beschlü : zur Strafe gezogen werden können, bem te fich die Hornpartei dennoch, mit diesem kindischm Geschäfte * stundenlang aquhaiten, und mit den verschiedenartig|en An- spielungen und rinnerungen die Gemächer xu reizen und zu erhiZen. Man hätte gern ein gegenseitiges Mehr ierüber zu tande gebracht, damit auf dux Weise die vom anwns- rath bereits vorläufig ewählten timmenzähler faktisch an- erkannt würden. .Die lauenpartei wußte aber diesem künft- lichen Manöver dadurch zu begegnen, daß sie sich in dieser Beziehung mit den Hornmännern einigte. Nun sollte ent- schieden werden, ob die Landsgemeinde die vom Kantonsrat!) gewählten Stimmzä ler bestätigen, oder aber diese Wahlen selbst vornehmen tvo e. Es ist natürlich, daß die Hornpartei die bereits und wie es schien in ihrem Sinne emachte WaZl mit allem Feuer und mdglichsier Reizung vert eidigte, wä - rend die Klauenmänner an das ihnen selbst von den Gehörnten zaZegebene direkte ahlrechtnicht ““Ich“" women. Es kam zum bsiimmen. Holdener meinte, das ehr der Horn- männer wäre das größere, während unbefangen: Zuschauer ent- weder nicht entscheiden konnten oder aber die Klauenmänuer für die Sieger hielten. Man vllt: noch einmal stimmen und sich etwas weiter auseinander stellen. Während man fich Hierzu anschickte, schwingt einer der Hornmänner seine Herkules- keule einem Klauenmann auf den Kopf, es beginnt ein fürchter- licher Kampf, blißschnell dringen die durchgängig mit beinahe armdicken Knebeln und andern Mord-Jnsirumentm bewaßnetm Zornmänner auf die höchstens mit leichten Stdäm ver chene
egenpartei ein, Widerstand ist unmöglich , es fallen mehrere, ob bloß betäubt oder todt, ist noch unbekannt; allgemeine Flucht, - Pißolenschüsse, Zertrümmerung der Bü ne, Aukreißen der nä- digen erren unter Bedeckung der butgefärbeen .Kmbe der Forum nner, ein zürnendes Donnerwetter am ?immel als
nde des großen Drama's, das fich im „Kleinen viel ach wieder-
holt haben mag.“
Spanien.
Madrid, 3. April. Der gestrige Tag , als der JKU“, tag des Aufstandes der Haupt ade gegen die Französische rmee unter Murat, ist mit großem nthufiasmus gefeiert worden.
Die Königin hat den General Espartero, weken seines Sieges über die Karlisten unter Ne ri, zum Genera -Capitain der Spanischen Armeen ernannt. iese Würde, die fast mit dem Range eines Marschaüs von Frankreich gleichste t,.bekiei- der außer Espartero nur noch Castaäos, Herzog von aylen.
Der Hablador, ein Abendblatt, will wissen daß, Espar- tero der Königin Vorstellungen egen die Beibehaétung des jez- zigen Ministeriums gemacht ha e.
Portugal.
-- - Lissabon 23. April. troß ihrer schlechten usammenseßung doch mehr Vthan , als alle früheren eit 1834, denn sie haben von dem udget we- nigstens die usgaben diökutirt und genehmigt. Das Mini- sierium erhielt in einer ihrer lelzten Sißun en ein Vertrauens- Votum, wodurch es zur Erhebungder inkünftt ermächtigt wurde. Nach diesem Budget, welches veröffentlicht wvrdev, beträgt die allgemeine Einnahnx des laufenden Finanz- ahres 16,734,324 und die Aus abe 17,389,934 Preußische haler. Es ist also noch ein De zit von 655,610 Thalern vorhanden. Dies wird aber schwinden und im Gegentheil noch ein Ueber- schuß von 156,506 Thalern herauskommen, wenn die mum Steuern für das ganze Iaser erhoben seyn werden, denn in dem jeßigen Budget sind : nur für sechs Monate mit ein :- rechnet, da ihre wirkliche Erhebung erst mit Anfang die es. Jahres begann. Sie wurden ohne Abzug von den Cortes bewilligt, um die Fonds der Junta für den öffentlichen Kredit zu vermehren, welche die Zinsen der inneren Schuld abzu- ahlsn hat. Wenn aber die Budgets überhaupt meist auf Voraus- ?eßungen begründet sind, so übertrifft fie darin das vorliegende noch bei weitem, denn die eigentliche Schwierigkeit in Portu al ist eben, daß man nicht weiß, wie man die Steuern erhe en soll. Indeß hat allerdings das Finanz-Miniskerium einen gro- ßen Gewinn daran gemacht, daß es den Titular-Staats-Mini- ster Manoel Antonio de Carvalho zum Chef “Yann. Er ist der einzige aUSgezeichnete Fiuancier, den ornigal jest besißt, und er vereinigt mit seinen Talenten eine strenge Rechtlichkeit; leider ist nur seine Gesundheitsehr schwach. Von welcher Art auch
Baron von Tojal (Joao d'Oliveira), um seinenPoften gekommen, . so viel ist gewiß, daß derselbe nicht die erforderlichen Kenntnisse ] besaß , um diesem Departement vorzusiehen. Seine Er chung ' durch den nunmehrigen Finanz-Minister ist die bc?“ equiß- tion , welche Donna Maria machen konnte. Der intritt die- ses verständigen Mannes ins Ministerium muß _der- Vor- läufer zu allmäligen weiteren Modi cationen des Kabinett! seyn, und die Königin ist auf dem be en ege, eine gute Veuwauung zu erhalten, die i rer Krone chtun und ihrem Lande Ruhe verschaffen wird. iii man aber daxin igelangen, so muß im Schlosse eine eherne Mauer gegen die ntr guen a'ller Conrieen und Ein üsse errichtet werden. Das Portefeuille des Krie es ist dem rasen Bomfim anvertraut worden. Dies hat er Zei- nem uneigennüßigen Benehmen am 13. Mai (bei den lehren Unruhen) zu verdanken. ?errn vonBomfim's politischerCßarakter ist bekannt; indeß in die em Augenblick wird „er gowi nüslick): Dienste leisten, und die Königin kann auf ihn bertraum. Die Veränderungen im Personal der Provinzial-Civil-Verwaltung haben schon begonnen. Die sechs neu ernannten Administrato- ren lassen nichts zu wünschen übrig. Diese Verwaltungs-Boam- ten emsprechen den Franzöfischen Präfekten. Die Verordnung, durch Welche" die National-Garde von den ungeeigneten Indi- viduen, die Ech darin befinden , gesäubert werden soli, ist auch erschienen. 3 blickt indeß noch ein geheimer Wunsch, die de-
“ ließen Aller
Die lebten Cortes haben, '
die Zntriguen gewesen seyn mögen, durch welche séin Vorgänger, der *
so lange fortdauern, bis wir ein ganz neues Minifim'um haben werden.
Inland.
Berlin , 15.Mai. Gestern bezo en das sie und 7te Kü-
rasfier-, das 3:- usaren- und da! 'te Ulanen-Rogimskk- "so
wie 4 reitende G ebase das Lager bei Charlenenburg. Nach- dem Ge. Maxeßät der König die Front herumergeritten waren,
ch|dieselben die genannten Truppen defiliren , bei welcher Gee enheit Se. Majeßät der „König von anuover das Zte arm - Re iment als dessen Chef vorü erführte.
Um diesel Zeit rü ten die PotSdamer und Spandauer
Garnison und die Zee Jnfanterie- Brigade, befkohend aus
dem Neu und Neu Infanterie-Regiment, so wie ua;: Fuß- eschühe der 2ten Artillerie- Brigade Hier ein. Die In In-
anterie-Brigade hatte die Ehre, von r. Königl. oheit dem
Kronprinzen ein ehoit zu werden, und empfing öchfidiesol-
ben mit einem HoudiZen Hurrah. Nachdem die rigade in
der Stadt vor r. K nigl. Hoheit vorbeimarschirt war, bega- ben Sich Höchstdieselben nach dem Lager von Charlotten- burg. -- Die Truppen haben heute Ruhetag. Ihre Majestä- ten der Könié und die Königin von Hannover uhren gegen
2 Uhr nach harlottenburÖZzu Sr. Majestät zur afel.
Köni sberg, 6. ai. (Kön. Ztg.) Ueber das am 28., 9. und 30. „Juni ier abzuhciltende Pferderennen sammt Thieq'chau, wenn die offnung 1olches durch die Ye- genwart des Kronprinzen Köni [. thxit verherrlicht zu sehen, nicht eine frü ere Termins-Be immyng veranlaßt, i| hier von dem Haupt- orsteher des zu diesem Behus bestehenden Ver- eins in Preußen ein ausführliches Programm erschienen, wel- Q“ jedoch nur die verschiedenen Rennen an diesen Tagen zum
egenfkande hat, und welchem über die T ierschau am zweiten
Tage ein ebenso ausführliches besonderes rogramm olgen soll.
Elbing, 10.Mai. (Elb. .) Nachdemindenersken agen die-
ses Monats ein in unserem Klima um diese Jahreszeit fast beispiello-
ses warmes und eiteres Wetter (wir Latten einige Tage Mittags
20 bis 22 Grad eaumur und auch A ends noch 16 bis 17 Grad)
die Vegetation auf überraschende Weise befördert hatte, ist seit
dem 7ten d. , nach einem in der Nacht vorher stattgefundenen iemlich ßarken Gewitter, allmälig wieder eine Wahre Winter-
älte zurückgekehrt; heute fiel Schnee und Hagel. Außer dem in Folge des Winters an den mit Oelfrüchtenund Wei en be- stellten Feldern angerichteten Schaden erleidet durch dicke Wit- terun die Aussaat der Kartoffeln eine um so nachtheiligere
Berz gerung, als die Vorräthe von denselben schon jetzt fast
ganz ausgegangen sind. Die RZden-Felder bieten dagegen
durchschnittlich einen erfreulichen" nblick dar.
- -- Stettin, 12. Mai. Die andels-Marine dos ie- Ym Regierungs-Be irks zählte am chluß des Jahres 1, 37
1 Schiffe von 24, AG Lasten, 5 Schiffe von 1040 Lasten
me :* als Ende 1836. ebaut wurden in jenem Jahre 13
S ifft von 1864 Lasten beina e noch einmal so viel als im
Voriahre. Die Schifffa rt in winemünde be ann au ebend
am 14ten, eingehend am 13ten v. M. Im aaren- andes
Séettins, wo im April 57 Schi (: ankamen und 92 stromab-
wärts aus inYn, ist noch wenig ebendigkeit eingetreten. Am
27 en v. . bends zwischen 10 und 11 Uhr wurde in Bahn
ein Nordlicht beobachtet.
Breölau, 12. Mai. (B. J.) Gegmwärri befindet sich in Breslau ein 98jähriger, rüstiger Veteran, we er unter den Jahner: Friedrich's des Großen gefochten hat, Namens Johann
ottlieb Alfärtyn. Er iZ im Jahre 1740 in Plauen im Voigt- lande eboren. Sein ater |and beim Infanterie-“Regiment
Rense und befand sich zur Zeit auf Urlaub. Mit diesem war
er ZMF“ der Schlachten bei oßbach Leuthen Torgau :c-, und
mit & lfe seines außerordentlichen Éedächtnisfes weiß er meh- rere cenen aus dem fiebenjä rigen Kriege mit vieler Genaui -
keit anzugeben, wodurch der lte an Interesse gewinnt. r
selbst stand als Wachtmei|cr bei den Westpreußischm Drago-
neru; Wulffeu, Goh, Kati und Norrmann waren seine Chefs.
In dem Kriege mit Oesterreich, Welcher die Convention von
Reichenbach zur olge hatte, wurde er in einer Nacht bei einen:
Ueberfam durch roaten dergestalt verwundet, daß er im Jahre
1792 seinen Abschied fordern mußte. Um sein Leben zu fristen
und die Seinigen erhalten u können, wurde er in Weßpreußen
YFileßne S ulmeijker. Da elbsk blieb er bis 1793, wo er als Kreis- ragoner in chierau beiPosen angeßelltwurde. Als die Polnische nsurrection unter Koseziusko ausbrach, wurde er von dem Polen
. aver Sukumski efangen und von diesem in oige eines eftigen Streits - das iidmß Friedrich Wilhelm 1. gab die cran- lassung - an eine Eiche auFehang-m. Ein Zufall rettete ihm das Leben. Nach seiner vd igen Genesung zo er nach C o_c und von da nach Grujecz bei Kalisch, wv no jest sein u - en alt ist. Gänzlicher Man es ,an den nöthKsten Lebensbedarf- ni en veranlaßte ihn, eine sgo beschwerliche eise nach Breslau zu. unternehmen , um eine Preußischen Kameraden um Hülfe anzusprechen. -- Sein loßes Erscheinen auf der Straße, beson- der- seine imponirende Gesialt und Haltung , die mit seinem mehr aiterthümlichen als alten Aussehen sonderbar kontraßirt, erweckt die Neugierde und Theilnahme der Vorübergehenden, welche sich acts in roßer Menge um ihn versammeln und sei- nen Erzählun en ei ri zuhören. " '
Halber adt, 1 Mai. Die neunte Gemälde-Aussietlung des ?iefigen Kunß-Vereins (welcher nahe an 300 Mitglieder Jhlt hat gestern begonnen. Das bedeutendste Bild isi bis jekzt
omao und Julie von Karl Sohn, welches auf Beßeliung des
Vereins gemalt und Er diesjährigen Berloosun bestimmt kst'
Da erst der eringste heil der Gemälde von “9“ka em-
getr-Ym ist o haben wir noch kein Urtheil über den Re: thurn
' der us eiéung an auögezeichneten Werken.
M nfker, 11.Mai. In einer Bekanntmgchung des Ober- räfideuten von Westphalen wird an die Wiederbelebung der rts- und Kirchspiels-Vereine erinnert, welche sich früher, auch
an.Hülfs-Vereine für die Rheiniseh-Weftyhälische Gefängniß-
Gesellschaft, gebildet und die Sorge für die der Haft aus den
Besserungs- und Seraf-Anßaleen entlassenen Personen um Ge-
genstand ihrer wohlthätigen, die Wirksamkeit dieser nstalten
wesentlich erhöhenden Bestrebungxn gemacht hßben, zu welchem
Zwecke ür die Art und Weise ihrer Hülfsleiskung eiue zweck-
mäßi nleitun gegeben wird. _
Köln, 10. ai. Köln. ZF) Das Comité zur Errich- tung der Rheinischen eefa rts- esellscbaft beabsichtigt, nach- dem das erste Schiff „der hein“ bereits im vorigen Jahre eine Fahrt nach London gemacht hat, die Schoner-Brig „der Verein“ nach Stettin in Ladung treten zu lassen und oli die Abfahrt am 1. Juni oder wo möglich noch früher erfolgen.
-- - Trier, 10, Mai. Die Aussichtm auf einen guten
erbsk snd sehr getrübt, theils durch den Schaden, welchen der
mokratische artei zu begünstigen, aus dieser Verordnung her-
ommen. Als er zur Behandlung der Traktanden schreiten
vor. Die orliebe für das demokratische Element wird auch
inter den alten Weinstöcken und denen von mittlerer oder