könnten. Unser Gcsaxxcm in Mchkd, Baron Deffaudis, scheint 11125 unxcr diesen 11.711scändcn c:“ne lobensxrerche Energie entwickele zu haben, und die wvhlbrkarmte 'Thäxrgkcic und Festichic des Befehlshabers des Blekade'Gesäxwadcr-z verspre- chen ihm eine kräftige I)?it:vii'k11ng. Allerdings blokirt man nicht so leicht eme KÜÜC von 700 Stunden mit einem verhält- nißmäßig klrinen Geschwader; allerdings" werden die Franzo- sxn, die in * ?exiko wohnen, höchst unangenehmen chrcsskelicn ausqescßt seyn; aber man muß auch berücksichtigen, da[; die Blobxde, so unvollständig fie seyn möge, leicht eine der in Mexiko so gewöhnlichen Rcvolntionen veranlaffen, und an die Stelle der jetzt- gen Regierrmg cineneue Regierung sehen kann, die wenigskens durch die El ahrung belehrt [xyn wird, daß man durch ein gering- schälziges Benehmen gegen Frankreich sich selbst am meisten schadet. Die *))?exikanische Regierung skellt sich, aks cb .it-.' in den beginnenden Feindseligkeiten die Tntwiekelmxg eines Umfas- sendcn Erobcrungeplanes erblicke, Welcher darauf abziele, uns einen Theil der :))Zcxikanischen Provinzen zu unterwerfen und dadurch auf die Übrigen einen mehr oder weniger versteckten Einfluß auszuüben. *.Nan begreift, daß die Ochikaniscb-e Rex gierung durch dergleichen Behauptungen Schrecken zu verbrei- ten sucht; aber unbegreiflich ist es, daß die Presse der Verci- nigtcn Staaten fich zum Echo solcher unsinnigen Erfindungen macht. Man muß in der That großes Vertrauen in die Leicht- gläubigkeit der Amerikaner setzen, um ihnen von Eroberungs- plänen Frankreichs auf Mexiko zu erzählen. Frankreichhatgesehen, was aus den Spanischen Kolonieen in Amerika geworden ist, Welche Verlegenheiten Kanada der Englischen Regierung berei- tet und wie schwierig ihm selbst die Niederlassungen in Afrika Werden, obgleich fie ganz in der Nähe liegen. Vorauszusekzen, daß ein Land, welches alle diese Erfahrungen vor Augen hat, versucht seyn sollte, eine neue Herrschaft jenseit des Atlanti- schen Meeres zu gründen, das heißt denn doch die Abge- schmacktheit etwas zu weit treiben.“
Großbritanien und Irland.
London, 25. Mai. Obgleich das Ministerium beschlossen hat, daß für die Krönung Ihre »Majescät nicht unndthige und verschwenderische AuSgaben gemacht werden sollen, scheint es doch nichts unterlassen zu wollen, was, in Vereinigung mit einer angemessenen Sparsamkeit, gethan werden kann, um dieser Cercmonie einen feierlichen Glanz zu verleihen. Besonders soll die Kirchen-Mufik, Welche einen Theil des Gottesdienstes in der Weskminster-Abtei bildet, diesmal auf eine außerordentlich groß- artige Weise ausgeführt werden. Bei der Krönung des ver- storbenen Königs faßte das" dazu errichtete Orchester nur 187 Personen; bei der bevorstehenden Krönung soll es zu 400 Per- sonen eingerichtet werden. Um mehr Platz zu gewinnen, will man deshalb die gewöhnliche Orgel der Abtei fortnehmen und eine andere, weiter zurÜck, an deren Statt aufstellen. Die aus-
gezeichnetsten Englischen Sänger und Sängerinnen werden zu :
dieser Festlichkeit engagirt werden, und man wird Compositio- xaen von Händel, ?ltcwood, Sir G. Stuart und Boyce aus- ren.
h Es ist dieser Tage noch ein drittes für die Fahrt zwischen England und den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika be- stimmtes Dampfboot vom Stapel gelassen worden, welches den Namen „British Queen“ erhalten hat. Dies Fahrzeug wird, wenn es vollständig ausgerüstet ist, 16 Fuß tief im Wasser ge- Len, seine Schnel1igkeit ist auf 10'/2 Knoten in der Stunde
crechnet, und es ist darauf für 280 Passagiere Raum vorhan- den. Seine Länge beträgt 275, feine Breite 64 und eine Tiefe 27 Fuß; es hält 1862 Tonnen, wovon 000 für die ohlen be- stimmt find und 500 auf das Gewicht der Maschinen, der Kessel und des Wassers kommen: Fracht wird es 500 Tonnen aufnehmen. Die Maschinen derselben haben 500*PferdeKraft. Die „British Queen“ dürfte wohl jeßt das größte Schiff der Welt seyn, da es noch um 35 Fuß länger ist, als irgend ein Schiff der Britischen Marine.
Die Morning Post meint, Wenn es den Franzosen ge- länge, die Befriedigung der Forderungen, die sie an die Mexi- kanische Regierung machten, durchzusetzen, so würden wahr- scheinlich auch die Englischen Inhaber SÜd-Amerikanischer Obli- gationen die Verwendung der Britischen Regierung zu ihren Gunsten in Anspruch nehmen; index; die Sache der_ Leßteren sey doch eine ganz andere und verdiene keine Berücknchtigung, denn wer habe fie geheißen, ihr Geld aus bloßer Speculations- sucht ohne Genehmigung, ja vielleicht sogar gegen den Nach der Minister in fremde Fonds zu stecken.
Provinzial-Blätter führen Beschwerde darüber, daß die Belgische Regierung auf Englisches Töpfer-Geschirr einen Zoll gelegt habe, der einem Verbot gleichkomme, und fordern daher das Englische Ministerium auf, dagegen zu protestiren.
Herr Roebuck hat ein Schreiben an Herrn O'Cynncll ge- richtet, worin er denselben auffordert, seinen Einsturz auf das Ministerium zu benußen, um den Hinrichtungen in Kanada ein Ziel zu soßen, bei welcher Gelegenheit er zugleich dem Agitator die bettersren Vorwürfe darüber macht, daß er sich in den Ka- nadischen Angelegenheiten so trculos benommen habe. „Die Welt“, sagt er unter Anderem, „ist überzeugt, daß Sie große Macht über das jetzige P?iniskerium ausiiben, und bei dem ge- genwärtigen Stande der Parteien kann Niemand zweifeln, daß Sie und Ihre Freunde - ich sollte wohl richtiger sagen, Ihre Anhänger _- nach Belieben über das Schicksal jeder OJTaß- regel zu entscheiden vermögen, von der die Dauer des jetzigen Ministeriums abhängen könnte. Mit dieser Macht bewaffnet, können Sie, und es ist klar, --' daß Sie es- auch thun, das Ministerium dazu bringen, daß es alle Ihre wirklichen Wünsche erfüllt. Ick sage wirkliche Wünsche, um sie von denen zu unterscheiden, welche sie bloß geäußert haben, um fich Popularität zu erwerben, - liberale Gesinnun- gen, die auf den Lippen ersterben und nie eine prxtische Folge haben". Unter den vielen Gemeinplähen J rer hetorik hat ein barmherziges und vernünftiges Straf- ystem lange Zeit einen bedeutenden Plah eingenommen. Ich habe selbst Sie oft mit großer Wärme und scheinbarem Eifer f r gän liche Ab- schaffung der Todesstrafe, besonders für politische ergehen, sprechen hören. Jeßt wünschte ich nun die Aufrichtigkeit ihrer Worte zu erproben. BiSher selzce ich unumschränktes Ver- trauen auf „Ihre Worte; ich glaubte Ihnen, als Sie sich feierlich verpflichteten, meine unglücklichen Klienten, die so schwer gedrüäten EinwoZner Nieder-Kanada's, zu vertheidigen. Aber Sie haben Ihr ersprechen nicht erfüllt. Verhindern Sie we- mgskens jetzt noch ferneres Blutvergießen. Sie und Ihre Freunde „können, wenn Sie wollen, durch Ihren Einfiuß auf das thsterium jenen Schaudec-Scenen sogleich ein Ende ma- Ien. Sager) Sie den Ministern, daß Sie dieses grausame
erfahren nicht länger dulden, daß Sie ihnen nicht länger dazu behülftich seyn wollen, am Ruder zu bleiben. Sagen Sie ihnen dico, und man ward auf Sie hören und Ihnen. gehorchen.
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Wollen Sie dies aber nicht thun, so ersuche ich Sie, das Eng: lische Volk nie mehr mit „Ihren beredten Elegieen über die Be- drückungcn Irlands und mit Ihrem unwilligen Tadel der Feinde Irlands zu beschweren.“
Der Morning Chronicle wird von ihrem Korrespon- denten in Lissabon unterm 14. Mai Folgendes geschrieben: „Es ist hier in der leßten Zeit nichts von Bedeutung vorge- faUen; alle Parteien scheinen stch nur auf den Kampf bei den beginnenden Wahlen vorzuberriten. Unter den Chartisren und gemäßigten Consiitutionnellen haben sch) einige Symptome der Zwietracht gezeigt, die, wenn sie nicht beseitigt werden, zu traurig?" Rcsulcatcn führen können. Es handelt fich dabei, wie ich glaube, nur um Personen und nicht um Prinzipien. Die genmßi-zte Partei der Scpccmbcr-Reoolucionairs hatte, na; memlacl) seit den Vorfällen am 13. TNärz, sich noch heftiger, aés die Charti'ßen !*.-10:7, gegen die Pläne der Ultra's erklärk, und ihre Vereinigung mit den Chartisten schien natürlich und unvermeidlich, um so mehr, da die neue Constitution frühere Hindernisse entfernt hat; persönliche Eifersucht führte jedoch in der letzten Zeit zu wechselseitigen Beschuldigungen, und die Furcht vor einem Überwiegenden Chartiftischen Einfluß? giebt sick) schon wieder in den OrganendergemäßigtenParteizu erkennen.- Emm 200 Mizuclisrcn, die sich Guarda genähert hatten, sind von einem Detaschement des Iten Jäger; Regiments und der dortigen Miliz geschlagen und zerstreut worden. Elf Migueli- sten wurdcn gctödtct und dreizehn gefangen genommen. Es sind Truppen nach den Hauptpunkcen an der Gränze abgesandt worden, und wenn die Miguelisten nicht durch Spanische Flüchtlinge verstärkt werden, so ist es nicht tvahrscheinlich, daß sie dort werden etwas unternehmen können. Die Miguclisken sollen von einem Spanier kommandirt werden, der sich für Dom Miguel ausgiebc und mit Geld wohl versehen ist. In einem Schreiben aus Montemor in Algarbien vom 7ten wird gemeldet, daß der P?iguclistische Anführer Baioa fich in Er- dade jm Moz-Thale, etwa 1';2 Legoas von IJTot1ken1or, befin- det. - *Die von dem vorigen Kongreß_angeordncten Reductio- nen und neuen Auflagenwerdcn wohl die Einnahmen denAusgabcn fast gleichskellen. Die Veranschlagungen für das nächste Finanzjahr, vom Juni 1838 bis Juni 11539, geben die Einnahme auf 10,010,501 Piaskerz. die Ausgaben auf 10,439,960 Piaster an. Man hofft, daß die neuen “.)[Uflagen 1000 Conros de Reis ein- bringen werden, und daß sie, wenn erst die regelmäßige Erhe- bung derselben stattfindet, die Einnahme den AusZabcn vdUig gleich stellen werden. Das gegenwärtige Defizit isc übrigens eine große Verbesserung des lelzten Budgets, Welches“, als es im vorigen Jahre von Herrn Passos vorgelegt wurde, ein Defizit von nahe 2000 Conros ergab, indem die Einnahme damals zu 0000 Contos und die Ausgaben zu 11,000 Contos veranschlagt worden waren. In diesen Veranschlagungen sind die Zinszah- lung-„'n für die innere und auswäriige Schuld mit einbegriffen. Wird nm“ die Ruhe erhalten und läßt man den Hülfsmitteln des Landes Zeit, sich zu entwickeln, so ist kein Grund abzusehen, warum Portugal nicht allen seinen Verpflichtungen sollte nach- kommen können.“
B e l g i e n.
Brüssel, 27. Mai. Eine vom hiefigen Gemeinde-Rathe angegangene Darlegung seines Verfahrens ist unter dcmTicel: „Die *Mitglieder des Gemeinde-Raths an ihre Mitbürger“ er; schienen. Es heißt darin unter Anderem: „Unsere Abdankung hat keinen anderen Grund, als die Erklärung der Regierung, der Stadt Brüssel allein die Schadloshaltung, Welche die Opfer der politischen Bewegungen fordern, aufbürdcn zu wollen. War es nicht hinreichend, daß Brüssel von einer fremden Armee bc- stürmc, mit gänzlicher Zerstörung bedroht wurde, und während der vier Tage, die das Land unsterblich nennt, alle GräUel des Krieges dulden mußte? Sollten die Bewohner Brüssels, nach- dem sie das Land gerettet, seine Unabhängigkeit erkämpft, allein die Schuld tragen, Welche das Land in jenen Trauertagen auf- genommen? Solltet Ihr Schulden bezahlen, die Ihr nicht ge-
macht, während „Ihr noch jekzc die Zinsen der großen Summen, .
die zur Verbesserunég) mehrerer Wege aufgenommen wur- den, abzutragen ha t, obgleich der Staat dieselben seit mehr als vierzig Jahren ohne die geringfie Entschädigung benukzt?“ -- Im weiteren Verlaufe errinnert der Gemeinde-
rath daran, daß er den König ersuchte, seine Minister mit der ) _ € für'stch hatte; er ward akso zum Präsidenten der Vcrxamml )
Einiichtun eines Geseiz-C'ntwurfes zu beauftragen, durch Wel-
chen der Staat die Schadloshaltungen übernähme; eiif Mo- “ näre später wurde dieser Schritt erneuert und damals erklärt, ; daß, wenn Brüssel diese Last allein tragen solle, der Gemeinde- ;
rath abdanken müsse. Diese_Vorsrellungen wurden dem König nebst einer mündlichen Angabe der Beweggründe von den Mit- qliedcrn des Gemeinderathes Übergeben. „Der König gab den Repräsentanten der Stadt“, heißt es dann weiter, „die un- zweideutigsten Verficherungen seiner Theilnahme, und alle, die zugegen gewesen waren,gingen mit der Ueberzeugung weg, daß, wenn die Rathgeber des Königs eben so wie er dächten, die Wünsche der Hauptstadt, welche der Gemeinderath ausgespro- chen hatte, bald erfüllt werden würden. Neun Monate später berief der Minister des Innern den Burgemeister zu sich, und schlug ihm die Abtretung der wissenschaftlichen Sammlungen und der dazu bestimmten GebäUde vor. Welchen unangeneh- men Eindruck auch dieser Vorschlag auf den Gemeinderath machte, so nahm ihn derselbe doch, dem Prinzip nach, an, weil er darin ein Mittel zur Verständigung und zur schleunigen Be- zahlung der Schulden, ohne neue Anleihen, z'u' erblicken glaubte. Er machte jedoch die Bedingung, daß diese Anstalten in» Brüs- sel bleiben sollten. Eine Kommission wurde mit den Unterhemd- lungen beauftragt. Dieselbe sekzte dem ONiniftcrium auseinan- der, wie sehr die Ehre, die Würde und das Ansehen Belgiens, wie seht: selbst die innere Ruhe unter der Ungerechtigkeit leiden würden, wenn man der Hauptstadt allein die Abtragung der Entschädigungen überlassen “wolle. Der IJTinisker verlangte Aus- kunft über den ßnanziellen Zustand und Werth der abzutreten- den Gegenstände; man ertheilce ste ihm. Später forderte er ein Jnventarium der “Sammlungen, worauf er dem Kollegium seine Bemerkungen mittheilte und einige Erklärungen verlangte. Das Kollegium antwortete mit großer Ausführlichkeit. Das gänzliche Schweigen des Ministers machte es wahrscheinlich, daß er zu- frieden-geskellc sey. ONan hatte ihm schon die Katalogexdes natur- hisiorischen Kabinets und der Bibliothek übergeben, als er ant- wortete, daß er zwar noch nicht alle nöthi en Erkundigungen eingezogen habe, daß er sich aber eine ungefä re Vorstellunc) von den Bedürfniffen machen könne. Unterdeß bricht er die 1nter- handlung ab, und giebt für den Augenblick in Betracht der Dringlichkeit der Bedürfnisse, die Abtretung dieser Anstalten auf. Er wollte die unumgänglich nothwendigen Summen prü- fen," und bot die Garantie für ein Darlehen von sechs Millionen an, ohne jedoch etwas für die Plünderungen zu bewilligen. Die Kammer Überwies alle Entschädigungs-Gesuche dem Mini-
sterium, ohne das; der Minister Bericht darüber Dieser schickte einc Depesche folgenden Inhaxxs an d)) und hierin ist allein der Grund unscrerAbdankung zu sUÖen.R*-" habe noch nichx--, lautet dieselbe, „von dcn für die Em.) qunqcn erforderlichen fünf Millionen gesprochew Ick) bmw; „u überlesen, Ob diese Schwierigkeit nicht durci)?1u53„)b)er renten «111 die Bethelligxrwgehoben Werden könixic. M1 ? FaUe ist es sehr wesentlich, da[; Sie sich mi_t den Opfern de?) )) :ungcn r*dr der Einreichung und Vcrömntlichung dw; A )'; Entwurfes" vergleichen.“ Cudlich wird 11kch)lZi"ZUIkskÜet-N*ex Regierung garantirt die Bezahlung dicser Renten MFM") )“)“ Bedingung.“ Der Gexxindcrath sucht sodann zn er );?" daß die Vertheilung der Beiträge zu den Entscl)ädzqu„“_“i dern höchst schwierig, gewesen seyn, und die gl'ößsc MMS,“?! MWT haben wi'kkde. Durch die vorgängix : VekglcjÖ-Mé'“? den Opfern der Pfündcrungrn, würde die Stadt ihre 23: ' "- dazu anerkannt, und jede Reclamation an den Kön
die Kammern anfgegcbcn haben. Zu Betreff der 612,51 den sechs Ikillionen ist "Zilles beim “Hillen geblieben, )) der Gemeinderath nicht verkennt, das; die Garantie MZ)?) in manchen Fällen sehr nützlich seyn kötirie.“
Lüttich, 27. Mai. „Aus den Berichten, jvcxche wir kürzlich Über die Wahres)" Limburgschen und im Bisthum Lüttich mitgetheilt, hat MUZ)" sehen, daß der Bischof von Lüttich an mehrere Pfarrer in?- zug uns die Wahl-Amgelegenheiten geschrieben hat. Man),)- uns seht die bestimmte Versicherung, daß an alle Psar:J-( Limburg und in Lüttich Umlaufsschreiben ergangen sind'k Welchen es ihnen zur Pflicht emacht wird, die Wähler 3,44) suchen und se gegen die li eralen Kandidaten zu |W]? Eine solche Cinmischunq in die politischen ?[tigelegenhcitcnxx dem Ansehen der Geistlichkeit nur schaden; dieselbe muxé. vielmehr von solchen Kämpfen fern halten, weil sie 27.11) dar;: die P?ißbilligung eines großen Theiss der Einwohner 111517»;- „ Daher fanden wir es auch sehr begreiflich, da:"; diejcmxß Geistlichen, die von der Würde ihrer Stellung eixre 5551. Ansicht hatten, die Theilnahme an dergleichen Umtricbcn II|-
ex star-
1
k. (! ?
lich ablehnten.“ . ;
Schweden und NorWegexi.
Stockholm, 22. IJJai. „In einem großen ara 1101 gehaltenen Ordens-Kapitcl find unker sehr vielen Jindcrcnx
nanntwordcn: Zum Seraphincn-RctterGeneral-Lieutcnanth '-
herr Bror Ccderskrdm; zum Großkreuz dcs Schxdcx-xzxvz-ze. GcncrabMajor Clairxcldt. -* Unter denen, Welche den Rrrc
s;!)lag erhielten, war der erst kürzlick) zum Srraphéxryxi-Rxc; ' ernannte jetzige Kdnigi. Staats-Méxrijrer dcs Auswbrtigenz)x.
herr Stjerncld.
Z:: Norwegen ist der verdiente Staatérath Rosenkranz: *
Tode abgegangen. , ) , „» , Nachdem wir bereits 21“ Warme m' ScyakfrU gchadi,
wieder ein sehr kalter NO. Wind mit Schneefall ringccrcxr
Die Landseen sind noch dick mit Eis belegt. * . Alle Schwedischen Kauffahrteischine in unicrem „*.;afrnh
ben nunmehr die Unions-Flagge abgelegt und di»: aLte Sckzr
dische Flagge aufgezogen. D & n e m a r !.
Kopenha en, 20. Mai. 1838 ward, in ebereinsrimmung mit dem AUerhdchsren Pate vom 19. Januar 0-37 Vlc VUs-nvmlaug dop-1111'170111111111-„15 fÜr Nord-Jütland, nach vorhergegangencm ésxcntlichen Korx. dienst, wobei die Rede vom Bischof Ocügaard gehalren w::x» eröffnet. Außer dem Kdnichhen Kommissarius, Konferenzi-x Oersred, waren von den T).) Mitgliedern der Verrarmnlunzi gegenwärtig. Der Königliche Kommissarius eröffnete dieV sammlung mit ciner_Rede, worauf da-Z älrcske TNétZlicd dei ben, Landwosens - Commissair Wulff, das Wort nahm. D Königliche Kommissarius legte darauf der Versammlungci Königliche Bekanntmachung über die Resultate der 112130 18:16 abgegebenen ständischen Bcdrnkcn und übrigen “2!an vor. Sodann ward zur Wahl eines Präsidenten _acsckxrkn und beim Aufzählen der Stimmen, deren in Allem 5! WM fand es sich, dc'ß Profeffor Schouw (Präsident der er“: Stände-Versammlung), mit ?luSnahme einer einzigen,.“
erklärt. Zum Vice-Präsidenten ward Herr Stifts; “21111th Rosenörn mit 38 Stimmen erwählt, zu Secretairen 15.1an € juris Schmte mit 45 und Prokurator Sörensen mit 3701: men. Um unter Aufsicht und Mitwirkung des Präsdcntch Versammlung die HerauSgabe der Zeitungen zu besorgen, wr die Verhandlungen einzurücken Ind, wurde mit L;; SMM) Justizrath Fleischer und mir 22 uskizrath Obergerichts;?i!!1' Brunr; erwählt. Dcr Stifcs-Probst Haid schlug daraus?- Versammlung cine Dank-Adresse, mit Bezug auf die erwar] ) Königl. Bekanntmachung vor. Auf den Vorschlag des PC:) denten setzte indessen die Versammlung die Erdrcrrung ki)“ Proposition bis zur nächsten Zusammenkunft aus“, besonder?“ * Rücksicht darauf, daß die Königl. Botschaft erst in dergk wärtigen den ONitgliedern der Versammlung mitgetheilt) Der Rest der drei herausgekommcnen Nummern der chi für die Verhandlungen enthält die Königl. Bekanntmachukki-
Deutschland.
Hannover, 30. Nxai. Die erste Kammer har skb Yren Sißungen vom 8ten bis Wien 0. M. mit einem Ges) ntwurf über das gerichtliche Verfahren in KriminalsaW) schäftigt. Nachstehendes ist der Inhalt des diesen Enthk/ gleitenden Königlichen Schreibens vom 29. April: rk „Ernst August :c. Ie ernsilichcr ck Unser Wunsch 177-125) wichtige Kriminal-Rcchtépfiege in Uuscrcm ganzen Kcmgretcb») fkstrn- dem Bedürfnisse der gegenwärtigen Zeit entsprechenden !eichartigen Grundlagen beruhe, um desio mcdr gedenken Wlk“ ) Fefördern, daß die zu diesem Zwecke unternommenen umfassenden) beiten baldmöglichst zu einem gedeihlichcn Resultate gela11g_en-)))) haben deshalb darauf Bedacht genommen, das Hindermß- &") dem für jest noch entgegensteht, die vielleicht von Unserer JZ, )) allgemeinen Stände-Versammlung noch nicht sobald zu 811149) Berathung des M vorliegenden Entwurfs einer vollständlgcln*)) minal-§ rozeß-Ordnung, zu beseitigen, und zudenz Ende_cmc eren ese -Entwurf ausarbciten laffcn, dcr dre Vorschriften) [) ei der Pu lication des Straf-Gescsbnchs nicht zn entratbcn) wird, und zu [rich die wesentlichsten der in der PWÜ,ch;OW"Z;:ck abfichtiqten eformen des Kriminal-Verfahrcns )cmhält, mitch) . wie Wir scher vertrauen, in der nächsten Zeit auszurcinü) wird. Diesen Entwurf lassen Wir bierneben mit seinen )) - der getreuen allgemeinen Ssände-Versammlnng zur rcglemc; Dkk gen Berathung zugehen. Dieselbe wird gieich Und von [FWU lichkeit einer raschen Erledigung dieses für das Wohl lv) treuen Unterthancn so wichtigen Gegenstandes überzeugt few)" „, sehen desbaib ciner ba!dtbnnlichsteu Erklärung über deusc
Man liest im IoUrnal de Lid. '
Am Montage den 21.0"
. - , ** . ' " - "**“ " :n Gnade 1:11) ) ))).) „;xßxthcq T.;nxxlbnx rnit Un-crxx Kong.:ch) „ 237.341 Szyxen, xm: (:".le mix gnadxgstem WiUcn smd b;:geihan, I t a l i e n. Rom, 19. Mai. (Allg. Z.) Der Neapolnamrche Mc-
Otmrs : Secrekair *))?archese _ „ . » rc'offcxt, und hat gestern bereits den CtaatGSecretagr
Lambruschini besucht,
niv'cer,_ hier einge Kardina] ) K n'enkunxc mar . ) ) . ) die Unierhandlungen werden ohne ZthQrklast begmncn.)-;- Be; rcrts smd-mchx-cré dcr Räuber, dec den ?lnfal! auf zwei Wagen
i“1 der 0735). von Zexracina kurz vor Ojkcrn machten, eingefan- 1 -' *
en und dyn Nea ) „_ ) , „ „) _ Brakilien iii der Ritter Eo de Maccdo, zulikzc in Lissabon, [)!-„l'-
screérigen “Zingelc ) Dies ist nun derer von 10:11iq „„
?Mk- , , Zé" Vorqäa«3c:*._-- Von den fremden Diplomaten werden uns
")))-)).le .)[rsr'U Sommer auf unbestimmrc Zeki verlassen. Der Russisch? Gk-esandre, Staatsrath Potemkin,- wrrd s1c1))nach Flo: ))") begeben, 5-51 welchem Hofe er zugleich arcrcdtcirtMtst. _- „Dcr Oexierrcixhixckw Intcrnuncms m Konskantinopel, *Jkelhkl'k „zn Stürmer, iti, avs Malia kommend, hikk eingeerdffen, und wird dieser Tage seine Reise fortießen. 7)- Eine Erfindung, MWS ein gewisser 1". N.) Leweskc“ aus elthen gebürtii , ge- machk haben will, besiehc m mchts Geringerem, als bei Fort- betvegUUI von Schiffen und Wagen die Kraft des Dampfes durch komprimirte Luft zu ersetzen. Wir sehen gegenwärtig ein Schiff auf der Tiber mic Schaufeirädern nach seiner Erfindung eit1aerichtcc, wc1-“Ues in diesen Tagen seine erste Probefahrt maehen soll. S p a n i e 11.
Madrid, 10. Mai. (Morning Chronicle.) Man schein: endlich den Krieg in Aragonien und Valencia mit Nach- druc? fxzhren za 1000911, und Cs,)artero hat der öffentlichen Mei- nung 11110 dcn ?fxtfsorderungen) dcs" Kriegs-Minisrers nachgeben und eine Versdrkrmg WM 4000 Mann von seiner Division ab- senden Unisen. Der General Pardii'iaö, welcher vorgcsrern Abend in dcr Harwtjiadc angekommen ist, wird sich mit 2000 Mann (ben dahin begeben, und Aspiroz isc bereits mit seinen Trnryen bei der Armee des Centrums angekommen. Das Mi- nisrermm war eine Zeit lang mit Oran unzufrieden, allein man hdl: sich überzeazxr, daß? dies Weniger die Schuld des Generals als der Regierung wirr), und daß Oraa, da er jetzt hinreichende Streitkräfte hat, um Cabrera die SWF? bieten zu können, auch jetzt, wie i;),rmer, seine Pfticht thun worde.
EC:: Theil der 'Lindalrxsrschen 'Isrr-zce soll dazn Verw-cudec werch, där Lledrrrexke der „L*?arlisrisäxen Corrs ixi der Mancha zu vcrfoizxcxr. „
„Da]; die Regierung die „Basken ihren Streit mit Don Carlos allein ausscclztcn läßt und sich auf keine Weise hinein; mischt, wird hier sehr gebilligt, da man hier glaubt, es" könne keine Zeit einer solchen Einmischung ungünßigcr seyn, als der gegenwärtige 'Liugenbiirk.
SZ),- Ojrdrge Villiers gab am 13. ein glxnzendes ?[bschich- Diner. Dor Tag seiner Abreise nach England ii? jedoch noch nicht sexigxxcxszt.
Dcr (201'1'00 theilt in einer Korrespondenz eine Uebersicht mit von dem Vsrluxie den die Karlisson sm'? dom Beginn die- scs J::hics erlitten !)abcn. Es ergiebt sich daraus, daß se an Offizwrcit und Soldaten 14,438? Mann verloren haben, und von dicsrn sind allein 2295 durch den General “Flintcr in Ye- bencs Uxxr 77.7411 d“ Peüas dienü'unfähig gcmachr worde".
Verciiiigee Staaten von Nord-Atnerika.
I?: der vdrigen Woche smd nicht weniger als funfzehn von
den Judiabxrn in Florida verübte Mordthacrn bekannt gewor- den. Llrxth mehrere unglücklicheGefechre haben in den südlichen und 10e_!111che;1 Staaten stattgefunden. Einige "den den Mord- thaten imd mir der rc-hcxien Grausmnkcit vcri'tbt worden; so er- sch)lr1gen und ikaxpirren die Indianer einen ehrwürdigen alten Mann von 110 [Jahren, dann erschossen sie einen Cöurier bei Fort King, ikalpirtcn ihn, rissen ihm die Augen aus, schnitten ihm Raw und Ohrcn ab und verstümmelten Ü:“;erhaupc den rosten Kdl'pck guf die schaudcrhafte21e Weise.
- Der Korrespondent der Morning Chronicle in Philadelphia _(s. den Art. Paris) srimrUt dcn in Mexiko verbreircxen Gerkxchten, daß die Franzosen die Absicht härren, ([ck in Mexiko fcßzuseßen, völlig bei und schreibt in diescr Be- ziehung unterm 1. »))?ai: „Die Elemexite der Zwietracht im Golf von *).")?cxiko smd zm,“ Reife gédichen. Die prophetischen Bewerkungcn Canning's und Hrtski; on's, sowohl im Unter- bquir,“ als inRPrivatzirkcln, ivm'den in dem echten Grisxe phi- [0s0ph1schcr Wahrheir und :))?enschenéenntniß ausgesproMn. Hier asc für die ganze Welt eine lockende Aussicht zur Koloni; mung, denn die Mexikaner sind vSllig unfähig, st-cl) sribst zu regieren, 11110 DIMM Und Herrschaft sind im Begriff, sir zu rer1assen. Cin Vorwand - ein Streit - verlangte und ver- !Yetgerce Genugthnung - ein Krieg - und es ist aus mit der Republik Mexiko. Ich habe bereits der Zwistigkeiten zwischen der: Vereinigten Smaxen und »))?exiko, des anmaßcnden “Ehr- gexzes von Texas, so wie der bei'xändigcu Anarchie und Ver- wirrung,) in der sich die Gold; und Silber ; Nation befindet, Ulzd d'or Zillem dcs Umstandes gedacht, daß in dirsem Augen- b11ck cnze feindlicheFranzösisckyeFiotke vor dem Hafen von Veracruz lkkgk- Eine dieser drohenden Wolken oder alie verkündigen eineUm- lyälzung Und eine Störung in der Atmosphäre von Buftamente's Re- glel'uxig ; aber die lehre diescr Wolken, nämlich die Französische Flotte, und dte-entschiedene Stellung, welche ihr Commandeur angenom- wen, Wird wahrscheinlich mit der Wegnahme desForts undHafens Von Verarruzendigen. Geschieht dies, so ist es wahrscheinlich, Laß M_e_xiko mit reinen 8 bis 9 Millionen Einwohnern eine Hkan1ö111che Kolonie werden wird, und zwar die fruchtbarste, WWW und produktivsie Kolonie der Welt. Ich will hier keines- nges Purophezeihungen schreiben, allein ieh nehme keinen Anstand, st ine ebcrzeugung quszusbrechen, da[; der geget1tvärnge_ZW and der I(ngelegcnheiten die Vermuthung rechtfertigt, da[; ein schell yrn Meriro m kurzem in den Händen der Franzosen deyrn MK).) Dr_ereYebSerzeugung theilt YUM“ als _Ein bedeuted; Thatsacheukanx71§2§l FrattdaÖtZQaenUÉ Mau erwäge nur )ädte denten Bust « _ z ) esandte hat dem “Pl si- demselb _amente sem Ultim-atum übersandt, worm er kUnq eTL-rdtÉ Wahl läßt Waschen Krieg und der Zah-
_»Ap)))e unzttsIlLdtdungd von 213004000 Dollars bas Zum Veracruz,be1a erter Franz fische [dmcral hat erklärt, ,da er Ukimatun g itlmd wegxiehmen weede, wenn die in dem
1 aufgestebret, Bedingungen mehr erfullt würden. Das
Dclcarretto, ist vorgestern :
und darauf auch eine Zusam- ? less beherrscht, wird in die Hände der Franzosen übergehen.
ardinal Bernetci gehabt, so daß man glaubt, ?)
politanischen Gerichten uEbct'geben. Von -
„Wir wollen hoffen, daß er glücklicher isl als seine bei: “
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Wichxigste bei diesen Unterhandlungen ist die Mäßigung der Mexikanischer: Regierung, denn wir wissen aus guter Quelle, daß die Mexikaner furchtbar erbittert find und gedroht haben, alle Franzosen aus dem Lande zu jagen und ihr Eigenthum zu konfisziren. Währt diese Stimmung fort, so ist der Krieg - undder Fgll von Veracruz unvermeidlich, und ein Hafen, der qervissermaxzen die ganze kontinentale Küste des Mexikanischen
Und wo, frage ich, wird ihrEhrgeiz enden? Ist es wahrscheinlich,
daß cinVolk, bei dcm__dieC'roberungslusk stets einen ausgezeichneten . Zug seines National-Qharakcers bildete, dessenKolonifirungs-Sucht
eZ veranlaßte, selbst die Sandwüsren Afrika's zu bevölkern, bloß um eme maritime Macht im Mirtelmeere zu erlangen, dessen Ma;
_ .1'1r1c c' *r 11" ' r vr ' “ ' “ )), ais (5;„*cx)xftsf,*.yx-ei' beim heiligrn Siuhl geschickt, um die ) 10 kn zem ung heue e mehrt [[)kale ist und denen «mheiren Mit der Kirche 111 Ordnung zu bringen, : ' cs der dritte Diplomat, der in einem Zeitramne . »*,*„chren wegen der bestehenden Differenzen hier cr: ?
Söhne die Regierung, bei dem heftigen und unzufriedenen Geiste derselben, mit Freuden auf eine entlegene Küste verpfian- zen würde, - iii es, sage ick), wenn man alle diese Umstände erwägt, wahrscheinlich, daß die Franzosen fich mit dem Hafen von Veracruz begnügen werden? Alle Geschichte und Erfah- rung scheint das Gegentheil zu lehren. Wahrlich, es wäre wohl die Sache anderer Nationen, sich etwas mic diesem Ge- zzenstande zu beschäftigen und sich über die Beschwerden Frank- reichs gegen Mexiko zu unterrichten. Diese Beschwerden müs1 sen in der That bedeutend seyn, wenn es nöthig ist, die furcht- bare Alternative von Krieg und Eroberung oder Unterwerfung ihrecWegen aufzustellen. Und doch ist es auffallend, daß diesel- ben, zrvei oder drei unbedeutende Gegenstände ausgenommen, in den Vereinigten Staaten unbekannt smd.“
Inland.
Berlin, 1. Juni. Se. Majestät der Kaiser von Rußland geruhten heute eine Deputation des Magistrats und der Stadt- verordneten anzunehmen, welche das Glück haben sollte, Aller- höchscdieselben als Bürger der Stadt im Namen derselben zu bcwillkommnen. *,- Der OberBürge-xmeister Krausnick sprach in chrfurcht§vollen Worten die Gesinnungen aus, von welchen dic Bürgerrchaft gegen den erhabenen Monarchen duréhdrungen ist. _Se. Majestät crwiederten diese Anrede auf die huldvollsre Weir: und georuhtcn zugleich, Skil) beifällig über die Gründung des NikolaubeÜ[“ZA-„Hospitals zu äußern, welche Ihren Gesinnun- zicn vollkommen entsprochen habe. “Elxlerhöchstdieselben ließen
;
Sich hieraus die Mitglieder der Deputation einzeln vorstellen und geruhtcn, dicse davon in Kcnntniß zu setzen, daß Ihre Ma- J jesrät die Kaiserin gleichsails die Gnade haben wolle, fie anzu- ; nehmen. DieseVorsieilung fand unmittelbar darauf statt, und Ihre ; Majestät die Kaiserin nahmen ausdas Gtiädigste und Huldvollste Z die ausgesprochenen Griinnungen treu bewahrtcr Anhänglichkeit . Tagen mit seiner Familie hicrerwartct wird. Bereits sind auf . vielfache Weise Anstalten getroffen, den Fremden den Aufentx : halt so angenehm wie möglich zu mackwn. Außer der Gejch'bc;
* entzogen, wclche Lllierhdchstsic als vorzugsweise hervorgehend
aus der Liebe der Bürgerschaft ;,Um „kxdnige, und als ein theu-
res Erbe der vcrk'LÜrren Königliébrn ZITZttter betrachteren. Ihre *))?ajeskat geruhkrn, Ihre Allergnadigyke Anerkennung jener Ge- ;
1111111019911 dcr Bürgerschaft gegen die Deputation im Allgemei-
!!“-“it, wie gegen jeden Einzelnen drr Deputirtcn huldvoll auszw ; drüri'en, UND die sprechendsken Beweise dafür in dem jedesmali- Ä, , Friedrichßd'or bestimmt sind, während zugleich ein Herrenreircn *; statt finden wird, Wozu das Comité“ eine große Vase von ver- goldetem Silber als Preis ausgeworfen hat. Nach den bereits
gen herzlichen Empfang in hiefigrr Residenz zu finden.
5- Gesrern Abend war ein giänzcnder Ball und Souper in dem Palaste Sr. Königl; Hoheit des Prinzen Wilhelm (Soh- nes Sr. »Majcsrät des .Königö), welchem sämmtliche Prinzen und Prinzesfinnen des Königl. Hauses, so wie die hier anwe- senden fremden hohen Herrschaften beiwohnten.
-» Der Herr Obor-Präsidmt von Bassewikz bringt in dem Amtsblatt nachstehende Allerhöchste KabinccssOrdre zur öffent- lichen Kenntniß:
„„Ich bestimme, das; der zeitige Gouverneur von Berlin
) ck15 die erste Militair-Behörde dieser Meiner Residenz angese-
hen werden soll, ohne daß ihm der kommandirende Generaldes Garde-Corps untergeordnet wird. Der Gouverneur erstattet in geeigneren Fällen seine Berichte unmitrelbar an ONich und hat in dieser Hinsicht sowohl, als in Ansehung seines Verhältniffes zum Kriegs-*))?iniiierium, so wie als ()erichtsherr des Gouver- ncnwnrs-GcriMs, die Befugnis; eines kommandirendcn Gene- rals. _ „Ihm liegt die Fürsorge ffir die militairischen Maßregeln zur Aufrechthalcung der öffentlichen Ruhe und Ordnung ob, und es stehen in dieser Beziehung sämmtliche Truppen der Garni- son zu seiner Disdosicion. Der Kommandant vertritt den Gow verneur in allen Fällen und. handelt in seinem Auftrage. Das Kriegs;Ministerium hat hiernach das weiter Erforderliche zu vrrfÜch. )) ))
Orrlin, -.,. ".Was W518. c“, . * - An das Kriegs-I.)?inisterium,“ Friedrich Wilhelm.
Breslau, 20. Mai. Bei dem gestern hier ab ehaltenen Pferderennen hatten der General und Kommandant von trankz ]., der Graf von Röder auf W[umbowitz und der ?[mcsrath Heller das Richteramt iibernonmten. Dcr Rennen waren 7. Bei dem ersten, vonJhrcr Durchlamlckt der Frau Fürstin von Lieg- Mh gcskiftctrn, abs der freien Bahn, um die Einsätze zu 5 Fricdrichsd'or ohne Rechld und den Bestß eines silbernen Pokals, dessen Cigemhum jedoch nur durch dreimaligen Sieg erworben wird, siegte von 5 chnern der Hengst „Stiff“ des Prinzen Bcnj. Rohan. Im zweiten (Unions-Rennen, 20 “Friedrichs“d'or Einsa-(z, Hälfte Reugcld) gewann von drei Theil- nehmern der Hengsr „Poor-Boy“ des Grafen von Renard den Preis. Beim dritten, auf der Bahn mit Hindernissen (Offi- zicr-Pferde, 2 Friedrichsd'or Einsaß, ganz Reugeld), um ein für die Einsätze anzuschaffendes Ehrengcschenk und einen Eng- lischen Sattel, siegte von zwei Theilnehmern der Fuchsivallacl) des Fürsten Franz Lichtenstein. In dem vierten, von Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Karl von Preußen esrifteten Ren- nen auf freier Bahn (Pferde, auf dem ontinenc gebo- ren, Einsatz 15, Rcugcld 10 Friedrichsd'or), um die Einsäße und den Jahresbesikz der siabernen Denkcafeln, siegte von zwei Be- werbern der Hengst „Mylord“ des Herrn Lickmvald aus Neu- Brandenburg. Zu dem fünften auf freier Bahn (Herren rei- ten, C'insaiz 3 Friedrichsd'or, ganz Reugcld) um einen von der Grä- fin von Renard angesethen goldnen Pokal und die Hälfte der Ein- säkze, von denen der zweite Sieger die andere Hälfte erhält, waren acht Pferdeangemeldec, von denen jedoch nach dem ersten Lauf, welcher für ein todtes Rennen erklärt werden mußte, 5 zurückqezogen wurden. Den Sieg gewann die Stute „Brillance“ des Lieutenant Gra- fen v. d. Solis. In dem sechsten Rennen auf freier Bahn mit in Schlesien gezogenen Pferden, um die Einsätze zu 0 Frd'or, mit halbem Reugeld und einen Vereinspreis von 200 Rthlrn., gewann von vier Rennern dcr vorgcdachte „Poor Boy.“ In dem letzten, einem Bauern-Rennen um Vereinspreise von 100, 40 und 20 Rthlr., trug von acht Bewerbern der braune Wallach
') Die Abgabe in Nr. 140 der St.“tg., das; bald nach der Ankunft Ihrer Maresiätex: auch schon eine städti?che Deputation bei Allerhöchst- dexqelbeu die Auswartung gemacht, hat auf einem Irrthume beruht-
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des Erbschulzen Kliem aus dem Glogauer Kreise den ersken Preis davon. Die T eilnahme, welche die diesmaligen Rennen von Oesterreich aus ge unden hatten, läßt hoffen, daß die Schle- sischen Rennen zu einem Vereinigungs-Punkc mehrerer Länder in_dieser Beziehung werden und das Schauspiel der intcreffan- testen Konkurren en darbieten werden. - Zur besseren PVE“ Verbindung zwirjchen Görlitz (Sachsen) und Glogau (Posen) ist vom ]ften d. M. ab eine wöchentlich zweimalige Fahrposr zwischen Görlitz und Klopschen über Sprottau in Gang gesetzt, die sich hier an die tägliche Schnellpost nach und von Glogau anschließt. Damit sie t in Verbindung eine tägliche Kariolposk, statt der bisherigen *ahr- uud Botenvostcn zwischen Sagan und Neusalz über Freistadt, die Vermehrung der wöchentlichen “Fahrten der Kariolposten wischen Freistadt und Sprottau und zwirchen Pricbus und Hal au, von zwei auf drei und eine wd- cbentlich zweimalige Kariolpost zwischen Sorau und Halbau. Von demrelben Zeitpunkte an ist statt der wöchentlich zweimali: gen Fahr; eme tägliche Kariolpost zwischen Landshut und Jauer eingerichtet.
Erfurt,_ 27. Mai. I" dem hiesigen Regierungs-Bc- zjrk sind 1830 und 1837 001120 evangelischen Landgemeinden 10,770 Rthlr. und ron 6 Stadtgemeinden "26,358 Rthlr, worun- ter 10,090Rthlr. für den Neuban eines großen Schulhauses in Erfurt, zum Schulhausbau verwendet worden.
Halle, "2-3. *).)?ai. (H. €.) Auf Anordnung des Herrn Zuüistiniskers Mühler Crccllenz, hat das hiesige Königl. anuifitoriat, im Auftrage des König!. Ober-LandeSgerichts zu Naumburg, am vergangenen Donnerstage dem Herrn Super- intendenten Guerike, in Anerkennung der mehrjährigen uneigen- nüßigen Verdienste desselben um die Seelsorge bei den hiesigen Kriminal-Gefangenen, eine prachtvolle Folio-Bibel mit Kupfern, mit Angabe der Veranlassung dieses Ehrengeschenks bezeichnet, überreichen lassen.
Aachen, 20. IJTai. (A. Z.) Mit der ersicn Blüthe des Frühlings bewährt sich auch wieder die alte Anziehungskraft unserer “freundlichen Varerftadt, denn schon seit mehreren „Wochen jmd die ersten fremden Gäste eingezogen, die an unse- ren gut bewährten Quellen Genesung und neues Leben zu schöpfen kommen. Wenn an andern Orten Besorgnisse laut ge- worden sind, daß die Festlichkeiten in London, Berlin und Mai- land dem Besuch mancher Badeorte Abbruch thun möchten, so
at die Erfahrung doch bereits gelehrt, daß dergleichen auf .'[acbenwenig Einfiuß hat, und wir dürfen daher micRechthof-' fen, daß auch dieSmal die Saison wieder ihren alten Glanz bc- haupten werde. Auch sind wirklich bereits schon für mehrere auögezeichnete Personen, die den Sommer über in unseren Mauern ubringen werden, Quartiere bestellt, so namentlich für Se. „. urchlauck)c den Herzog von Aremberg, der in diesen
Ausstellung, die für Viele von Intereffe seyn wird, dürfte bre sonders das dieSjährige Wettrennen zu den glänzendstcn gehd; ren, die wir bisher bei uns gesehen. Dasselbe ist auf den 27fien und “20. August fcsrgcseßt, wofür verschiedene Preise von 300
gemachten Zuficherungcn haben wir gegründete Hoffnung, die ersten Pferde des Festlandes hier versammelt und um den Sieg wetteifern zu sehen,
Separation des großen Behler Neßbruches.
Die Staatsteitung hat bereits mehrmals und zuleßt für das vergangene Jahr Über die Resultate der Wirksamkeit der in verschiedenen Provinzen der Monarchie niedergeseßren Gene- ral-Kommissonen zur Auseinanderseßung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse und für die Gemeinheits-Aufhebungen, so weit sie fich im Allgemeinen numerisch darstellen laisen, WKM theilungen gemacht. Um jedoch an einem einzelnen größeren Beispiele lebendiger zu zeigen, welche Hindernisse dabei zu über- winden find, und Was damit erreicht wird, folgt hier eine ausx sührlichere Nachricht über die erst kürzlich ans Ziel gebrachte Separation des großen Behler Neßbruches: Die Netze scheinc noch im [:kten und [Kren Jahrhundert bis zum Gopto-See hin- auf c-énen so hohen Wasserstand gehabt zu haben, daß sie ent- weder immer, oder doch im Frühjahr das ganze Bett, welches jetzt noch innerhalb der zu beiden Seiten bcfindlichen Höhen liegt und das Netzbruch genannt wird, mit schiffbarem *asser gefüllt hat. Wenigstens finden fich im Neizbruche hin und wie- der Ueberbleibsel größerer Fahrzeuge, welche aus jener Zeit her- zurührcn scheinen. Auch führten früher die bei Landsberg zu- jammentretenden FWsse, von der Vereinigung an bis zum Em,- gang in die Oder, den Namen der Rehe, als des Hauptfiusscs. Nack) und nach mußte indessen die Reize der Warthe nicht al- lein den Vorrang, sondern, im bereinigten Laufe, auch den Na- men abtreten, weil fie einen großen Theil ihres Waffer-Reich- thums verlor und immer mehr und rnehr in ihr jclziges, enges, bloß bei hohem Wafferstande überschrittencs Bett zurücktrat, Nunmehr wurde mit der Zeit der alreFlußgrund fester und er: zeugte cinwildes Gescrüppe, in welchem die Raubthiere nistetcn.
So stand die Sache, als der QZoywode von Txxrzyc, Adam Srdziwoyv._Qzart1kowski_ und nach ihm sein Sohn, der Kastel; [an von Pojen, Franz Cafimir v. Czarnkowski, im Anfange dcs 17ter_1 Jahrhunderts den großen Czarnikauer GÜter-Komplexus besaßen, welcher die jeßigen ausgedehnten Herrschaften: Czarni- kau, Behle, Schönlankenebst Hammer (gegenwärtig die Städte: Czarnikau, Schdnlanke und Radolin mit 08 Dörfern und länd- lichen Ctabliffements') umfaßte. Dem Beispiele des" Vaters, der Brandenburgische und andere Deutsche Land1eute wegen ihres Fleißes und ihrer Betriebsamkeit auf seine Güter zu ziehen an- gefangen hatte, folgte der Sohn und dessen Wittwe, und so nahm die Deutsche Colonisation, welche schon 1233 Herzog Wla- dislaus (Sputator oder Odowicz) in jener Gegend durch Leu: buser Ciftercienser beabsichtigt hatte, ohne daß sie jedoch damals durchgeführt werden konnte, immer mehr überhand, und die freie „Benutzung der Wälder und Weiden, welche nach der angebundenen Polnischen Sitte jedem Einfas- sen der Czarnikauer „Herrschaft im ganzen Bereich derselben zugeßanden hatte, erhielt eine feste Gestaltung in dem verwickelt- ften Gewebe der Grundgerechtigkeiten, Welches jenes ganze Gc- biet umstrickte und sogar cini e der benachbarten Güterxz. B. einige Ortschaften der großen „errschaftFilehne, nicht unberührt ließ. Nachmals geriethcn die Güter in eine lange Cride, wäh- rend deren Dauer ihre einzelnen Bestandtheile von vielen Pfand- befißern benußt wurden, unter welchen die Anfiedelungen im Ganzen und Einzelnen fortgingen. Im Jahre 1747 kaufte
.endlicb Graf StaniSlaus Poniatowski die ganze Czarnikauer
Herrschaft, so weit sie auf dem rechten Ufer der Rehe lag, und theilte ste 17-18 in die jeßigen Herrschaften